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Concepts of Hizb ut-Tahrir: Page 51 – 60
Der Staat setzt die islamische Scharia gegenüber allen Staatsbürgern durch, seien sie Muslime oder nicht. Hinsichtlich der Nicht-Muslime sind sie in der Ausübung ihres eigenen Glaubens und ihrer Gottesdienste zu belassen. Sie werden in Angelegenheiten der Speisen und der Kleidung gemäß ihrer Religion behandelt, im Rahmen der öffentlichen Ordnung. Familienangelegenheiten untereinander, wie Heirat und Scheidung, werden gemäß ihren Religionen geregelt. Was den übrigen Teil der islamischen Scharia betrifft, etwa die Rechtsgeschäfte (Mu'amalat), das Strafrecht, das Herrschaftssystem und die Wirtschaftsordnung, so werden diese gegenüber allen Bürgern durchgesetzt, sowohl gegenüber Muslimen als auch gegenüber Nicht-Muslimen. Hinsichtlich der Muslime setzt der Staat die gesamte islamische Scharia an ihnen durch, sei es im Bereich des Gottesdienstes, der Moral, der Rechtsgeschäfte, des Strafrechts und so weiter. Die Pflicht des Staates ist es, den Islam vollständig umzusetzen, und seine Durchsetzung gegenüber Nicht-Muslimen als Da'wa an sie zum Islam zu betrachten. Dies liegt daran, dass die Scharia für die gesamte Menschheit gilt; und der Staat setzt sie in jedem Land unter seiner Herrschaft durch, um der Bevölkerung den Ruf zum Islam zu überbringen. Das Geheimnis des Erfolgs hinter den islamischen Eroberungen lag darin, den Ruf zum Islam an die Nicht-Muslime zu überbringen.
The state implements the Islamic Shar’a upon all those who hold citizenship, whether Muslim or otherwise. With regards to non-Muslims they should be left to practise their own belief and worships. They are treated in the matters of foodstuffs and clothes according to their religion within the framework of public order. The matters of family affairs amongst themselves, such as marriage and divorce, will be settled according to their religions. As for the rest of the Islamic Shari’ah like matters of transactions (mu’amalat), penal code, ruling and economic systems, they are implemented upon all citizens, both Muslims and non-Muslims alike. With regards to Muslims, the state implements the entire Islamic Shari’ah upon them, whether in the area of worship, morals, transactions, penal code and so on. The duty of the state is to implement Islam completely and to consider its implementation upon non-Muslims as Da’wah for them to Islam. This is because the Sharee’ah is universal to mankind; and the state implements it in every country under its rule in order to convey the call to its people. The secret of success behind the Islamic conquests is to deliver the call to Islam to the non-Muslims.
Der Islam hat eine ʿAqīda, aus der ein System hervorgeht. Dieses System besteht aus den Scharīʿa-Regeln, die aus den detaillierten Belegen abgeleitet werden. Der Islam hat in seinem System dargelegt, wie seine Regeln durch die Scharīʿa-Regeln umzusetzen sind. Die Scharīʿa-Regeln, die die Art und Weise der Umsetzung aufzeigen, sind die Methode (Ṭarīqa); alle Regeln darüber hinaus sind Teile der Idee (Fikra). Demnach ist der Islam eine Fikra (Idee) und eine Ṭarīqa (Methode). So bilden die ʿAqīda und die Scharīʿa-Regeln, die die Probleme des Menschen lösen, die Fikra, und die Scharīʿa-Regeln, die die Art und Weise aufzeigen, diese Lösungen umzusetzen, den Glauben zu schützen und den Weg der Da'wa zu gehen, bilden die Ṭarīqa. Die islamische Ṭarīqa ist von gleicher Natur wie seine Fikra und ist ein Teil des Islam. Es ist nicht erlaubt, den Ruf zum Islam nur auf die Darlegung seiner Fikra zu beschränken, vielmehr muss der Ruf auch die Ṭarīqa einschließen. Daher ist die Mabda' (Ideologie) eine Verbindung aus Fikra und Ṭarīqa. Der Glaube an die Ṭarīqa ist ebenso wichtig wie der Glaube an die Fikra. Es ist notwendig, dass Ṭarīqa und Fikra ein unteilbares Ganzes bilden, eng miteinander verbunden, so dass zur Umsetzung der islamischen Fikra ausschließlich die islamische Ṭarīqa verwendet wird. Beide zusammen bilden den Islam, nach dem er regiert wird und für den der Ruf ergeht. Da die Ṭarīqa in der Scharīʿa besteht, soll sie auf das beschränkt bleiben, was die Scharīʿa gebracht hat, und auf das, was aus ihren Texten abgeleitet wird. So wie die Regeln der Fikra im Qur'an und in der Sunna enthalten sind, sind auch die Regeln der Ṭarīqa im Qur'an und in der Sunna verankert. Wenn Allah (swt) sagt: „Und wenn du von einem Volk Verrat befürchtest, dann kündige ihnen (den Vertrag) auf gleiche Weise.“ [TMQ Al-Anfal:58]
Islam has an ‘aqeedah from which a system emanates. This system consists of the Sharee’ah rules derived from the detailed evidences. Islam has demonstrated in its system how its rules are to be implemented via the Sharee’ah rules. The Shar’ai rules which demonstrate the manner of implementation are the method (Tareeqah); and all rules beyond that are parts of the idea (fikrah). Accordingly, Islam is a fikrah (idea) and Tareeqah (method). Thus, the ‘aqeedah and the Shar’ai rules which solve man’s problems make-up the fikrah, and the Shari’ah rules which demonstrate the manner of implementing these solutions, protecting the creed and the way to carry the da’wah are the Tareeqah. Islam’s Tareeqah is of the same nature as its fikrah and it is a part of Islam. It is not allowed to confine the call for Islam to only demonstrating its fikrah but rather the call must also include the Tareeqah as well. Therefore, the mabda’a (ideology) is a combination of the fikrah and Tareeqah. The belief in the Tareeqah is as important as the belief in the fikrah. It is necessary that the Tareeqah and the fikrah be an indivisible whole, linked together tightly such that nothing but the Islamic Tareeqah is used in the implementation of the Islamic fikrah. Both of them form Islam by which it is governed and for which the call is conveyed. Since the Tareeqah exists in the Shari’ah, it should be restricted to that which the Shari’ah has brought and what is derived from its texts. As the rules of the fikrah were included in the Qur’an and the Sunnah, likewise the rules of the Tareeqah were also embodied in the Qur’an and Sunnah. When Allah (swt) says; “And if you fear treachery from any folk, then throw back to them (their treaty) fairly.” [TMQ Al-Anfal:58]
Dies stammt aus den Regeln des Tariqah. Auch der Ausspruch des Propheten ﷺ,
This is from the rules of the Tareeqah. Also, the saying of the Prophet (saw),
„Wünsche nicht, dem Feind entgegenzutreten, und wenn du ihm entgegentrittst, so sei geduldig“, gehört zu den Regeln der Tariqah. Ferner werden alle Regeln der Tariqah, wie alle anderen Regeln, durch Ijtihad aus dem Qur'an, der Sunnah, dem Ijma' und dem Qiyas abgeleitet. Da die Sunnah eine Erläuterung des Qur'an ist, ist der Gedanke (fikrah) im Qur'an zusammengefasst und in der Sunnah ausgeführt. Auch die Tariqah ist im Qur'an zusammengefasst und in der Sunnah ausgeführt. Es ist verpflichtend, Sayyidina Muhammad ﷺ, den Gesandten Allahs, als Licht der Rechtleitung zu nehmen. Die Regeln der Tariqah sollen wir von seinen Taten nehmen, die in seiner Sirah (Lebensgeschichte) bestehen, sowie von seiner Rede und seiner Zustimmung, so wie wir sie aus dem Qur'an nehmen, denn all das ist Shari'ah. Als Vorbild für das Verständnis der Sirah nehmen wir die rechtgeleiteten Khulafa' und alle übrigen Sahabah; und unser vernünftiges Verstehen machen wir zum wirksamen Mittel beim Verstehen und Ableiten (der Regeln) nach der schari'atkonformen Methode.
“Don’t wish to face the enemy and if you face him, be patient”, is from the rules of the Tareeqah. Subsequently, all the rules of the Tareeqah, like all other rules, are derived by ijtihad from the Qur’an, Sunnah, Ijma’a and Qiyas. Since the Sunnah is an explanation of the Qur’an, the fikrah is summed up in the Qur’an and detailed in the Sunnah. The Tareeqah is also summed up in the Qur’an and detailed in the Sunnah. It is obligatory to take as the light of guidance Sayyidinaa Muhammad (saw), the Messenger of Allah. We should take the rules of the Tareeqah from his deeds, which exist in his Sirah (life) and from his speech and consent as we take them from the Qur’an, since all that is Shari’ah. We make our example in understanding the Sirah, the rightly guided Khulafa’a and all the other Sahabah; and we make our rational understanding the effective means in the understanding and derivation (of rules) according to the Shar’ai method.
Die schari'atischen Regeln, die die Art der Umsetzung erläutern, bezeichnen Handlungen. Diese Handlungen müssen ausgeführt werden, sei es in Bezug auf die Umsetzung oder auf das Tragen der Da'wah. Diese Handlungen dürfen nicht als Mittel betrachtet werden, denn Mittel (Wasilah) sind ein Werkzeug, das bei der Ausführung einer Handlung verwendet wird. Diese Mittel unterscheiden sich, wenn sich die Handlungen unterscheiden, sie ändern sich je nach Lage und werden durch die Art der Handlung bestimmt. Daher nimmt es nicht eine einzige Form an. Die von der Tariqah angezeigten Handlungen ändern sich jedoch nicht, vielmehr sollen sie auf der Grundlage des Textes ausgeführt werden. Es ist also zu beachten, dass keine andere Handlung unternommen werden darf als die, die die Schari'ah erläutert. Außerdem darf keine Handlung unternommen werden, außer im Rahmen, der durch das Hukm Schar'i bestimmt ist.
The Shar’ai rules that explain the way of implementation indicate actions. These actions must be performed, whether related to implementation or to carrying the da’wah. These actions cannot be viewed as a means, because means (waseelah) are a device used when performing an action. These means differ when the actions differ, and they change according to the situation and are determined by the type of action. Therefore it does not take one form. However the actions indicated by the Tareeqah do not change, rather they should be performed based upon the text. So it should be noted that no action other than that explained by the Shar’a could be undertaken. Additionally, no action should be undertaken except in the context defined by Hukm Shar’ai.
Bei der Untersuchung jener Handlungen, die durch die schar'i-Regeln in Bezug auf die Tariqah bestimmt sind, stellen wir fest, dass es sich um materielle Handlungen handelt, die greifbare Ergebnisse erzielen. Es sind keine Handlungen, die auf das Erreichen nicht greifbarer Ergebnisse abzielen, obwohl beide Handlungen denselben Wert erreichen. Zum Beispiel ist das Bittgebet (Du'a) eine materielle Handlung, die einen geistigen Wert erzielt, und auch der Dschihad ist eine materielle Handlung, die einen geistigen Wert erzielt. Das Du'a jedoch, obwohl es eine materielle Handlung ist, erzielt ein nicht greifbares Ergebnis, nämlich den Lohn, selbst wenn die Absicht seines Verrichtenden das Erreichen eines geistigen Wertes war. Dies steht im Gegensatz zum Dschihad: Der Kampf gegen den Feind ist eine materielle Handlung, die ein greifbares Ergebnis erzielt, etwa die Eroberung einer Festung oder Stadt oder die Tötung des Feindes und dergleichen, selbst wenn die Absicht des Mudschahid das Erreichen des geistigen Wertes war. Die Handlungen der Tariqah sind materielle Handlungen, die greifbare Ergebnisse erzielen, und sie unterscheiden sich von anderen Handlungen. Daher wird das Du'a nicht als Mittel für den Dschihad genommen, obwohl der Mudschahid zu Allah betet. Ebenso wird die Predigt nicht als Mittel genommen, um den Dieb abzuschrecken, obwohl er ermahnt und belehrt wird. Allah (swt) sagt,
On examining those actions which are defined by the Shar’ai rules related to the Tareeqah, we find that they are materialistic actions achieving tangible results. They are not actions aimed at achieving non-tangible results, even though both actions achieve the same value. For example, supplication (dua’a) is a materialistic action that achieves a spiritual value, and jihad is also a materialistic action that achieves a spiritual value. However, dua’a, although being a materialistic action, it achieves a non-tangible result which is the reward even if the intention of its performer was to achieve a spiritual value. This is in contrast to jihad, fighting against the enemy is a materialistic action which achieves a tangible result, e.g. the opening of a fortress or city, or killing the enemy and the like, even if the intention of the mujahid was to achieve the spiritual value. The actions of the Tareeqah are materialistic actions that achieve tangible results and they differ from other actions. Therefore, dua’a is not taken as a method for jihad, though the mujahid prays to Allah. Likewise, preaching is not taken as a method to deter the thief, though he is advised and instructed. Allah (swt) says,
„Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die ganze Religion (dīn) Allah gehört." [TMQ Al-Baqarah:193]
“And fight them until persecution is no more, and all deen is for Allah.” [TMQ Al-Baqarah:193]
Allah (SWT) sagt auch: „Und dem männlichen und dem weiblichen Dieb schneidet die Hände ab.“ [TMQ Al-Maidah:38]
Allah (swt) also says; “And for the thief, both male and female, cut off their hands.” [TMQ Al-Maidah:38]
Es ist völlig inakzeptabel, dass alle Handlungen zur Umsetzung des islamischen Fikrah solche Handlungen sind, die nicht greifbare Ergebnisse erzielen. Dies widerspricht der Natur der islamischen Tariqah. In dieser Hinsicht besteht kein Unterschied zwischen Handlungen zur Umsetzung der Regeln für die Lösung von Problemen und Handlungen zur Verbreitung der islamischen Da'wah. Das Gebet (Salah) beispielsweise gilt als Teil des Fikrah, und die Tariqah zu seiner Umsetzung ist der Staat. Es ist dem Staat nicht erlaubt, allein Erziehung und Unterweisung als Tariqah zu verwenden, um die Menschen zum Gebet zu bringen. Vielmehr muss der Staat jeden bestrafen, der das Gebet vernachlässigt, etwa durch materielle Maßnahmen wie Inhaftierung, auch wenn der Staat Erziehung und Unterweisung betreibt. Ebenso ist die Verbreitung der islamischen Da'wah Teil des Fikrah, und die Tariqah ihrer Umsetzung durch den Staat ist der Dschihad, also der Kampf gegen die Feinde. Es ist dem Staat daher nicht erlaubt, das Lesen von Sahih al-Bukhari als Methode zu verwenden, um die materiellen Hindernisse auf dem Weg der Da'wah zu beseitigen. Vielmehr muss der Staat den Dschihad als Tariqah einsetzen, das heißt den materiellen Kampf gegen die Feinde. Dasselbe gilt für alle Handlungen im Zusammenhang mit der Tariqah.
It is completely unacceptable that all actions used to implement the Islamic Fikrah be those actions that achieve non-tangible results. This is contrary to the nature of the Islamic Tareeqah. In this respect there is no difference between actions used to implement the rules related to the solving of the problems or actions used to convey the Islamic da’wah. Salah, for example, is considered part of the fikrah, and the Tareeqah of its implementation is the state. It is not permissible for the state to use education and instruction alone as a Tareeqah to make people perform the salah. Rather the state has to punish anyone who abandons prayer, for example by material actions such as imprisonment, even though the state undertakes education and instruction. Similarly carrying the Islamic da’wah is part of the fikrah, and the Tareeqah of its implementation by the state is jihad, i.e. fighting against the enemies. So it is not permissible for the state to use the reading of Sahih Al-Bukhari as a method to remove the materialistic obstacles from the way of the da’wah. Instead the state must use jihad as a Tareeqah which is the materialistic fight against the enemies. The same applies to all actions related to the Tareeqah.
Es muss beachtet werden, dass die Handlung, die durch die Tariqah angezeigt wird, zwar eine materielle Handlung ist, die greifbare Ergebnisse erzielt, diese Handlung jedoch von den Geboten und Verboten Allahs geleitet werden muss, mit der Absicht, das Wohlgefallen Allahs (swt) zu erlangen. Der Muslim muss außerdem von seinem Bewusstsein über seine Beziehung zu Allah geprägt sein, sodass er die Nähe zu Allah sucht durch das Gebet (salah), das Bittgebet (du'a), die Rezitation des Qur'an und so weiter. Er muss zudem glauben, dass der Sieg (nasr) von Allah kommt. Es ist notwendig, dass die Muslime die Gottesfurcht (taqwa) bewahren, die im Herzen verankert ist, um die Regeln Allahs umzusetzen. Ebenso ist es notwendig, Bittgebete zu sprechen und Allah zu gedenken (dhikr) und die Beziehung zu Allah bei allen Handlungen, die man unternimmt, aufrechtzuerhalten.
It must be noted that though the action indicated by the Tareeqah is a materialistic action which achieves tangible results, this action should be directed by the commands and prohibitions of Allah with the intention of earning Allah (swt) pleasure. The Muslim must also be dominated by his awareness of his relationship with Allah, so he seeks nearness to Allah through salah, dua’a, recitation of the Qur’an and so on. He must also believe that Nasr is from Allah. It is necessary that Muslims maintain taqwa established in the heart to implement the rules of Allah. It is also necessary to make dua’a and to remember Allah (dhikr), and to maintain the relationship with Allah whenever undertaking all actions.
Was die Tariqah betrifft, so handelt es sich um Vorschriften der Scharia, denen wir folgen müssen und denen zu widersprechen uns nicht erlaubt ist, ebenso wie diesen Handlungen und der Tatsache, dass sie greifbare Ergebnisse hervorbringen. Um jedoch die Ergebnisse zu erzielen, sollen wir dem praktischen Prinzip folgen, was bedeutet, dass Handlungen auf dem Denken beruhen und um eines bestimmten Ziels willen erfolgen sollen. Denn die Empfindung einer Wirklichkeit, die mit den vorangegangenen Informationen verbunden ist, soll Denken hervorbringen. Dieses Denken soll mit der Handlung verknüpft sein, und die Handlung soll um eines bestimmten Zweckes willen erfolgen, wobei all dies auf dem Iman gründen muss, um den Einzelnen dauerhaft in der Atmosphäre des Iman zu halten. Es ist keinesfalls erlaubt, die Handlung vom Denken, vom bestimmten Ziel oder vom Iman zu trennen, da eine solche Trennung, und sei sie noch so gering, dem Handeln selbst, seinen Ergebnissen und seiner Beständigkeit sehr schadet. Dieses bestimmte Ziel muss jedem Einzelnen, der irgendeine Handlung ausführen will, klar und verständlich sein, bevor er mit dieser Handlung beginnt. Ebenso ist es verpflichtend, dass die sinnliche Wahrnehmung die Grundlage bildet, d. h., dass das Verständnis und das Denken das Ergebnis der Empfindung sind und nicht bloße hypothetische Annahme oder Einbildung. Die Empfindung der Wirklichkeit soll an das Gehirn weitergeleitet werden und so zusammen mit jeder vorangegangenen Information (zu der Angelegenheit) eine Gehirnaktivität erzeugen, nämlich das Denken. Dies garantiert Tiefe im Denken und Produktivität im Handeln. Die sinnliche Wahrnehmung führt zu einer intellektuellen Empfindung, d. h. zu einer Empfindung, die im Einzelnen durch das Denken gestärkt wird. Beispielsweise wird die Empfindung der Träger der Da'wah, sobald sie die Da'wah verstanden haben, stärker als zuvor. Es ist für den Menschen gefährlich, von der Empfindung direkt zur Handlung überzugehen, ohne zu denken. Ein solches Verhalten wird die Wirklichkeit niemals verändern. Stattdessen führt es dazu, dass der Mensch der Wirklichkeit erliegt, reaktionär durchs Leben geht, mit verkümmertem Denken, und die Wirklichkeit zur Quelle des Denkens statt zu seinem Gegenstand macht. Daher soll die Empfindung zuerst zum Gedanken führen, und dieser Gedanke soll dann zum Handeln führen. Dies ist der Ansatz, der es dem Menschen ermöglicht, sich über die Wirklichkeit zu erheben, und der die Bemühung ermöglicht, sich auf radikale Weise zu besseren Verhältnissen zu bewegen. Jeder Mensch, der allein aufgrund seiner Empfindung handelt, wird die Wirklichkeit niemals verändern können, sondern passt sich ihr vielmehr an. So wird er zurückgeblieben bleiben und in einem Zustand des Niedergangs verharren. Derjenige hingegen, der die Wirklichkeit empfindet, dann über die Methode nachdenkt, sie zu verändern, und gemäß diesem Gedanken handelt, ist derjenige, der die Wirklichkeit gemäß seiner Ideologie verändert und sie vollständig umgestaltet. Dies ist der Menschentyp, der der radikalen Methode folgt, der einzigen Methode, um die islamische Lebensweise wieder aufzunehmen. Denn diese Methode verlangt, dass der Gedanke aus der Empfindung (der Lage) hervorgeht und dass dieser Gedanke so herausgearbeitet wird, dass der Entwurf der Fikrah und der Tariqah gut verstanden wird. Der Einzelne wird dann die Ideologie richtig begreifen, was ihn dazu führt, zum Handeln zu schreiten. Auf diese Weise vollzieht sich im Denken eine vollständige radikale Veränderung, sodass der Mensch sodann daran geht, die Menschen, die Gesellschaften und das Umfeld mit diesem Gedanken vorzubereiten, und so eine radikale Veränderung der öffentlichen Meinung herbeiführt, nachdem ein allgemeines Bewusstsein für die Ideologie (als Fikrah und Tariqah) geschaffen wurde. Darauf aufbauend wird die Ideologie durch die herrschende Autorität radikal umgesetzt, ohne jede schrittweise oder stückwerkhafte Umsetzung zu akzeptieren. Eine solche radikale Methode erfordert, dass der Gedanke aus der Empfindung entsteht, mit dem Handeln verbunden ist und auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist. Nichts anderes als das tiefe Nachdenken kann dazu führen.
Dieser tiefgründige Gedanke bedarf dessen, was ihn anstößt, entwickelt und vertieft. Darüber hinaus erfordert die radikale Methode (des Wandels) den Aufbau der Menschen und die Vorbereitung der Gesellschaft mit der islamischen Ideologie. Um diesen tiefgründigen Gedanken hervorzubringen und die Menschen durch die Ideologie vorzubereiten, müssen diejenigen, die für den Wandel arbeiten, ein detailliertes Studium des Islam und der Gesellschaft betreiben. Dies lässt sich nur dadurch erreichen, dass der Geist mit Informationen gebildet wird. Das Studium ist der einfachste und kürzeste Weg, dem Geist Informationen zu vermitteln, um dabei zu helfen, den Gedanken zu erzeugen.
This deep thought is in need of that which initiates it, develops it and enhances it. Additionally the radical method (of change) requires building people and preparing society with the Islamic Ideology. Generating this deep thought and the preparing of people by the ideology requires from those who work for the change to undertake a detailed study of Islam and society. This cannot be achieved except through culturing the mind with information. Study is the easiest and shortest way to communicate information to the mind in order to help generate the thought.
Der Islam hat seine eigene, spezifische Methode des Lernens. Allein durch das Befolgen dieser Methode entstehen die Ergebnisse dieses Studiums. Diese Methode verlangt, dass die Inhalte so studiert werden, dass sie in die Praxis umgesetzt werden, und dass derjenige, der sie studiert, sie auf wirksame, geistige Weise aufnimmt, die auch sein Gefühl berührt. So wird das Empfinden für das Leben und seine Verantwortungen die Frucht eines wirksamen Denkens, und zwar so, dass beim Empfänger der Information zugleich Wärme, Begeisterung, Nachdenken und breites Wissen entstehen, sodass die Umsetzung ein unausweichliches Ergebnis wird. Diese Methode bringt im Einzelnen Verständnis hervor sowie die Fähigkeit, das Verstandene wirksam weiterzugeben. Sie weitet das Denken aus, verbindet es mit dem Gefühl und versorgt den Einzelnen zugleich mit den Tatsachen, die er zur Bewältigung der Angelegenheiten seines Alltags braucht. Das abstrakte Studium um des bloßen Wissens willen ist zu vermeiden, damit der Einzelne nicht zu einem wandelnden Buch wird. Dieses Studium darf auch nicht in abstrakten Predigten und Belehrungen bestehen, sonst wird es oberflächlich und entbehrt der Wärme des Iman. Ebenso sollte derjenige, der den Islam studiert, dieses Studium nicht nur als akademisches Wissen und theoretische Predigt betrachten. Vielmehr sollte er es als schädlich für die Arbeit der Da'wa ansehen, und als etwas, das sie lähmen und ablenken kann, wenn es so aufgenommen wird.
Islam has its own specific method of study. Following this method alone produces the results of this study. This method mandates that the information be studied to be practised, and the one who studies them should receive them in an effective intellectual way that affects their emotions. This makes their feeling of the life and its responsibilities the result of an effective thought, so as to produce in the one who receives the information the warmth, enthusiasm, thought and broad knowledge simultaneously, making the implementation an inevitable result. This method generates understanding in the individual and ability to communicate that which they understand in an effective manner. It broadens the thought and connects it with the feeling and also provides the individual with the facts he or she needs to address the affairs of his or her daily life. Abstract study for the sake of knowledge only should be avoided, so that the individual does not become a walking book. This study should not also be by abstract preaching and instructions; otherwise it becomes shallow and void of the warmth of iman. Similarly the one who studies Islam should not consider the study only as academic knowledge and theoretical preaching. Rather, they should consider it harmful to the work of da’wah and potentially distracting and paralysing it if it was received as such.
Um das Ziel zu erreichen, für das die Handlung ausgeführt wurde, ist zu bedenken, dass die Verwirklichung dieses Ziels Ernsthaftigkeit, Aufmerksamkeit und die Einhaltung der Pflichten erfordert, die sich aus den Verantwortlichkeiten der Hizb ergeben, zusätzlich zu den Verpflichtungen, die der Islam auferlegt. Der Islam hat uns befohlen, bestimmte Pflichten zu erfüllen und sich von bestimmten Dingen fernzuhalten, und zwar in finanzieller, körperlicher und seelischer Hinsicht. Unter diesen Pflichten sind manche verpflichtend und für jeden bindend, und manche gehen über die Pflichten (Fard) und die Verbindlichen (Wadschib) hinaus; sie werden freiwillig von denjenigen erfüllt, die eine geistige und seelische Erhebung besitzen. Es sind jene, die ihre Nähe zu Allah (swt) vergrößern wollen. Die Erfüllung dieser Pflichten ist notwendig, um das Ziel zu erreichen. Daher soll jeder seine Seele zwingen und sich dazu anhalten, die verpflichtenden Pflichten in all ihren Aspekten zu erfüllen, finanziell, körperlich und seelisch, damit die Hoffnung auf die Erreichung des Ziels bestehen bleibt.
To achieve the objective for which the action was performed, it should be conceived that achieving this objective requires seriousness, attention and adherence to the duties obliged by the Hizbi responsibilities in addition to the obligations placed by Islam. Islam has ordered us to perform specific obligations and refrain from certain things covering financial, physical and emotional aspects. Amongst such obligations, some are compulsory and obligatory on everybody, and some are above the compulsory (fards) and obligatory (wajib), fulfilled optionally by those who have intellectual and spiritual elevation. They are those who want to increase their nearness to Allah (swt). Fulfilling these obligations is necessary to achieve the objective. Therefore, everyone should compel their souls and force themselves to fulfil the compulsory obligations in all their aspects; financial, physical and emotional, in order that the hope in achieving the objective exists.
Damit das Vorhaben erfolgreich ist, ist es notwendig, den Ort zu bestimmen, an dem die Aktion beginnen soll, sowie die Menschen, mit denen die Arbeit begonnen werden soll. Der Islam ist in der Tat universell und betrachtet die gesamte Menschheit als gleich. Bei der Da'wah misst der Islam Unterschieden in Umgebung, Lage und Ort usw. keine Bedeutung bei. Der Islam erachtet alle Menschen als fähig, die Da'wah anzunehmen, und sieht die Muslime in der Verantwortung, diese Da'wah zur gesamten Menschheit zu tragen. Dennoch kann die Verbreitung der Da'wah des Islam nicht global beginnen, denn ein solcher Beginn würde scheitern und zu keinem Ergebnis führen. Vielmehr sollte sie beim Einzelnen beginnen und bei der Welt enden. Daher sollte die Da'wah an einem Ort getragen werden, der, sobald er gefestigt ist, zum Ausgangspunkt (nuqTat el-ibtidaa) wird. Danach gilt dieser Ort oder jeder andere Ort, an dem die Da'wah verwirklicht wurde, als Abschussbasis (nuqTat el-inTilaq), von der aus die Da'wah ihren Weg fortsetzt. Dieser Ort oder weitere Orte gelten dann als Stützpunkt (nuqTat el-irtikaz), an dem der Staat errichtet werden wird. Anschließend etabliert der Staat die Da'wah an diesem Ort und schreitet auf seinem natürlichen Weg voran, dem Weg des Jihad. Man muss jedoch wissen, dass die Orte zwar zu jedem Zeitpunkt als Handlungsorte gelten, es aber die Da'wah ist und nicht der Ort, die von einem Punkt zum anderen übergeht, und die Da'wah sich gleichzeitig an allen Orten ausbreitet, an denen sie wirkt. Obwohl es notwendig ist, einen Ort als Ausgangspunkt zu bestimmen, dem eine Abschussbasis und ein Stützpunkt folgen, liegt die Festlegung dieser drei Punkte nicht im Einflussbereich des Menschen, denn er besitzt dieses Wissen nicht. Diese Angelegenheit liegt in dem Bereich, der über den Menschen herrscht. Der Mensch sollte nur in dem Bereich handeln, den er kontrolliert. Die Dinge, die in den anderen Bereich fallen, geschehen hingegen nach dem Willen und Ratschluss Allahs (swt).
In order that the action be productive it is necessary to define the place where to commence the action and the people with which the work is to be started. Indeed Islam is universal and views all of humankind as the same. In the da’wah, Islam gives no weight to the difference of environment, situation and place etc. Islam considers all humankind as having the ability to embrace the da’wah, and considers Muslims responsible for carrying this da’wah to all of humankind. Despite this, carrying the da’wah to Islam cannot start globally, for if such a start took place it will fail and will not lead to any result. Instead, it should start with the individual, and end with the world. Therefore, the da’wah should be carried in a place where once it is established, this place becomes the starting point (nuqTat el-ibtidaa). Thereafter, this place or any other place where the da’wah was established is then considered as a departure point (nuqTat el-inTilaq) from which the da’wah will proceed on its course. This place or other places are then considered as a support point (nuqTat el-irtikaz) in which the state will be established. Then the state establishes the da’wah in this place and proceeds in its natural way, the way of jihad. However it must be known that although the places are taken as locations for action in every point, it is the da’wah, not the place, which transfers from one point to another and the da’wah transfers simultaneously in all the places where it works. Though it is necessary to define a place to be the starting point after which there will be a departure point and a support point, but determining the place of these three points is not within the sphere which man controls, because man does not possess such knowledge. This issue is within the sphere which dominates man. Man should only proceed in his action within the sphere which he controls. Whereas the actions which are in the other sphere will occur according to the Will and Decree of Allah (swt).
Was den Ausgangspunkt betrifft, so ist es sicherlich der Bereich, in dem die Person lebt, in deren Geist der erste Funke des Da'wah entzündet wird und die Allah dazu bereitet hat, ihn weiterzutragen. Mehr als eine Person mag dieselben Regungen verspüren, doch die Person, die Allah dazu bereitet hat, den Da'wah zu verbreiten, wird erst bekannt sein, wenn sie hervortritt. Der Da'wah beginnt dann in dem Gebiet, in dem sie lebt, und dieses Gebiet wäre der Ausgangspunkt.
With regards to determining the starting point, it is surely the area where the person in whose mind the first spark of the da’wah is ignited and whom Allah has prepared to convey it, lives. More than one person may share the same sensations, but the person whom Allah has prepared to convey the da’wah would not be known until he appears. The da’wah starts then in the area where he lives, and that area would be the starting point.
Die Bestimmung des Gebiets, das zum Ausgangspunkt wird, hängt von der Bereitschaft der Gesellschaften ab, denn Gesellschaften sind in ihrem Denken, ihren Emotionen und ihren Systemen nicht gleich. Daher wird das Gebiet, in dem die Gesellschaft und das Klima dem neuen Gedanken am förderlichsten sind, zum Ausgangspunkt. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Gebiet, das der Ausgangspunkt war, auch der Ausgangspunkt der Bewegung sein, auch wenn das nicht zwangsläufig ist, denn der günstigste Ort für den Ausgangspunkt ist derjenige, an dem politische und wirtschaftliche Unterdrückung herrscht und an dem Atheismus und Korruption übermäßig und weit verbreitet geworden sind.
The definition of the area which will be the departure point depends on the readiness of the societies, because societies are not the same in their thoughts, emotions and systems. Therefore the area in which the society and the atmosphere are more conducive towards the new idea becomes a departure point. More than likely the area which was the starting point will also be the departure point. though that is not inevitable, since the most favourable place to be the departure point is that place where political and economic oppression prevails, and where atheism and corruption have become excessive and prevalent.
In Bezug auf den Stützpunkt (nuqṭat al-irtikāz) hängt dies vom Erfolg der Da'wa in einer bestimmten Gesellschaft ab. Jeder Ort, an dem die Da'wa keine Wirkung auf die Gesellschaft entfaltet und keine geeignete Umgebung für sich schaffen kann, kann ungeachtet der Anzahl der Menschen, die die Ideologie tragen, nicht als Stützpunkt (nuqṭat al-irtikāz) betrachtet werden. Hingegen ist der Ort, an dem die Fikra und die Ṭarīqa von der Gesellschaft angenommen werden und deren Umfeld prägen, als Stützpunkt (nuqṭat al-irtikāz) geeignet, unabhängig von der Anzahl der Menschen, die die Ideologie tragen.
With regards to the support point (nuqTat el-irtikaz), this depends on the success of the da’wah in a specific society. Any place where the da’wah does not create impact on the society and could not create a suitable environment for itself cannot be considered as a support point (nuqTat el-irtikaz) regardless of how great the number of the people who carry the ideology. However, the place where the Fikrah and the Tareeqah are embraced by the society and they dominate its environment is suitable as a support point (nuqTat el-irtikaz), irrespective of the number of people who carry the ideology.