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Concepts of Hizb ut-Tahrir: Page 61 – 70
Diejenigen, die die Da’wa tragen, sollten die Da’wa nicht nach ihrer Anzahl bewerten. Eine solche Bewertung ist absolut falsch und schadet der Da’wa, denn sie lenkt die Träger der Da’wa davon ab, sich auf die Gesellschaft zu konzentrieren, und richtet ihre Aufmerksamkeit stattdessen auf die Einzelnen. Dies wird dazu führen, dass die Da’wa an Schwung verliert, und vielleicht ein Scheitern an diesem Ort verursachen. Der Grund dafür ist, dass die Gesellschaft nicht, wie viele Menschen meinen, aus Einzelnen besteht. Vielmehr sind die Einzelnen Teile der Gruppe (Gemeinschaft). Was die Einzelnen in der Gesellschaft verbindet, sind andere Bestandteile wie ihre Gedanken, Gefühle und Systeme. Die Da’wa wird getragen, um die Gedanken, Gefühle und Systeme zu verändern. Sie ist eine kollektive Da’wa und eine Da’wa, die an die Gesellschaft gerichtet ist und nicht an die Einzelnen. Die Veränderung der Einzelnen dient nur dazu, sie zu einem Teil einer Gruppe (eines Blocks) werden zu lassen, die die Da’wa an die Gesellschaft heranträgt. Deshalb verlassen sich diejenigen, die die Da’wa tragen und ein tiefes Verständnis ihrer Natur haben, darauf, dass die Gesellschaft die Da’wa zu ihnen trägt. Sie werden erkennen, dass die Veränderung des Einzelnen nicht zu einer Veränderung der Gesellschaft führt. Sie garantiert nicht einmal die dauerhafte Veränderung eines Einzelnen. Vielmehr kommt die Veränderung des Einzelnen durch die Veränderung der Gesellschaft, denn sobald die Gesellschaft verändert ist, ist auch der Einzelne verändert. Daher sollte die Da’wa ihre Aufmerksamkeit auf die Gesellschaft insgesamt richten, gemäß dem Grundsatz: „Verändere die Gesellschaft, dies wird ständig zur Veränderung des Einzelnen führen.“
Those who carry the da’wah should not assess the da’wah by their number. Such assessment is absolutely wrong and harmful to the da’wah because it distracts the da’wah carriers from focusing on the society to focusing on the individuals. This will cause the da’wah to slowdown and perhaps cause failure in that place. The reason behind this is that society is not composed of individuals as many people think. Rather the individuals are parts of the group (community). What bonds the individuals in the society are other components such as their thoughts, emotions and systems. The da’wah is carried in order to change the thoughts, emotions and systems. It is collective da’wah and a da’wah taken to the society and not to the individuals. Reforming the individuals is only to make them become part of a group (bloc) that carries the da’wah to the society. Therefore those who carry the da’wah and have a deep understanding of its nature rely on society to carry the da’wah to it. They will consider that reforming the individual will not lead to reform in the society. It will not even guarantee the permanent reform of any individual. Instead, reforming the individual comes through reforming the society, for once the society is reformed, the individual is reformed. Therefore the da’wah should focus its attention to the society at large, following the principle; “Reform the society, this will lead to reform of the individual constantly.”.
Die Gesellschaft gleicht dem Wasser in einem großen Kessel. Wird unter den Kessel etwas gestellt, das die Temperatur sinken lässt, so gefriert das Wasser und verwandelt sich in Eis. Ebenso würde die Gesellschaft, wenn verderbte Ideologien in sie eingeführt werden, in der Verderbtheit erstarren und im Verfall und Niedergang weitergehen. Wird jedoch eine widersprüchliche Ideologie in die Gesellschaft eingeführt, so treten in ihr Widersprüche auf; die Gesellschaft ringt mit diesen Widersprüchen, und Instabilität herrscht vor. Wird hingegen eine lodernde Hitze unter den Kessel gelegt, so erwärmt sich das Wasser, beginnt zu kochen und entsendet einen heftig wallenden Dampf. Ebenso würde, wenn die richtige Ideologie in die Gesellschaft eingeführt wird, diese zu einer Flamme werden, deren Hitze die Gesellschaft bis zum Siedepunkt erhitzt und dann zu einer dynamischen Kraft macht. Sie wendet dann die Ideologie an und trägt ihre Da'wa in andere Gesellschaften hinaus. Obwohl die Verwandlung einer Gesellschaft von einem Zustand in den entgegengesetzten nicht wahrgenommen werden kann, so wie die Verwandlung des Wassers im Kessel nicht bemerkt wird, beachten diejenigen, die sich der Gesellschaften bewusst sind und die Gewissheit haben, dass die Ideologie, die sie tragen, das Feuer und das Licht ist, das brennen und erleuchten wird, dass sich die Gesellschaft in einem Zustand der Verwandlung befindet und dass sie gewiss den Siedepunkt sowie die Punkte der Bewegung und Dynamik erreichen wird. Daher richten sie ihre Aufmerksamkeit auf Gesellschaften (und nicht auf die Anzahl der Einzelpersonen).
The society is similar to water in a large kettle; If anything that causes the temperature to drop is placed beneath the kettle then the water freezes and transforms to ice. Similarly, if corrupted ideologies are introduced into the society then it would freeze in corruption and continue in deterioration and decline. However if a contradictory ideology were introduced into society, then contradictions would appear in it, and the society would struggle with these contradictions and instability will prevail. However if flaming heat was put under the kettle, the water would warm and then boil and effuse an intense stirring vapour. Similarly, if the correct ideology was introduced into the society it would be a flame whose heat would transform the society to boiling point and then to a dynamic force. It then applies the ideology and carries its da’wah to other societies. Although, the transformation of society from one state to the opposite state cannot be noticed just like the transformation of the water in the kettle is not noticed, those who are aware of societies and have confidence that the ideology which they carry is the fire and light which will burn and enlighten, know that society is in a state of transformation and it will definitely reach boiling point and the points of movement and dynamism. Therefore, they give attention to societies (and not number of individuals).
Tatsächlich lässt sich der Ort, der geeignet ist, zum Stützpunkt (nuqṭat al-irtikāz) zu werden, nicht im Voraus bestimmen, denn dies hängt von der Bereitschaft der Gesellschaft ab und nicht allein von der Stärke der Da'wa an diesem Ort. Die islamische Da'wa in Makka war stark, und obwohl Makka der Ausgangspunkt (nuqṭat al-ibtidāʾ) der Da'wa war und auch geeignet, ein Abschussort zu sein, von dem aus die Da'wa gestartet wurde, war es doch nicht geeignet, ein Stützpunkt zu werden. Vielmehr wurde Madina zum Stützpunkt (nuqṭat al-irtikāz), zu dem der Gesandte ﷺ auswanderte, nachdem er mit der Lage der dortigen Gesellschaft zufrieden war. Dort errichtete er ﷺ den Staat, der die Stärke der Da'wa in die verschiedenen Regionen der Arabischen Halbinsel und später in die verschiedenen Teile der Welt trug.
As a matter of fact the place which is suitable to become the support point (nuqTat elirtikaz), cannot be known because it depends on the readiness of the society and not solely on the strength of the da’wah in that place. The Islamic da’wah in Makkah was strong, and although it was the starting point (nuqTat el-ibtidaa) for the da’wah, and was also suitable to become a departure point – where the da’wah launched - yet it was not suitable to become a support point. Rather, it was Madinah which became the support point (nuqTat el-irtikaz) to which the Messenger (saw) migrated after being satisfied with the situation in the society there. There he established the state, which conveyed the strength of the da’wah to the different regions of the Arab peninsula and later on to the different parts of the world.
Demnach können wir sagen, dass die Träger der Da'wa weder den Ort kennen werden, der sich als Ausgangspunkt (nuqṭat al-inṭilāq) eignet, noch jenen, der zum Stützpunkt werden könnte, noch wären sie in der Lage, ihn zu bestimmen, unabhängig von ihrer Intelligenz und Analyse. Nur Allah (swt) weiß darum, und deshalb sollen die Träger der Da'wa sich allein auf eines stützen: auf ihren Glauben (Īmān), den Glauben an Allah (swt). Auch soll all ihr Bemühen allein auf diesem Glauben aufbauen und auf nichts anderem, denn der Erfolg der Da'wa wird durch den Īmān an Allah und durch nichts sonst erreicht.
Accordingly, we can say that the carriers of the da’wah will not know the place which would be suitable as a departure point (nuqTat el-inTilaq), nor that which could become a support point, nor would they be able to identify it, regardless of their intelligence and analysis. Only Allah (swt) is aware of this and therefore the da’wah carriers should depend on one thing only, this is their iman, belief in Allah (swt). Also all their effort should be built only on this belief and not anything else, because the success of the da’wah will be through iman in Allah and nothing else.
Der Glaube an Allah (swt) erfordert wahres Tawakkul (Vertrauen) auf Ihn sowie das Suchen von Hilfe bei Ihm. Allah (swt) allein kennt die Geheimnisse und das Verborgene, und Allah (swt) ist Derjenige, Der den Trägern der Da'wah Erfolg gewährt und sie auf den rechten Weg leitet. Es ist notwendig, einen starken Iman sowie vollkommenes Tawakkul auf Allah zu haben und ständig Seine Hilfe zu suchen. Der Iman verlangt, dass der Gläubige an die Ideologie glaubt, dass der Iman im Islam von Allah (swt) kommt. Es ist notwendig, dass diese Überzeugung fest verankert ist, ohne jeden Zweifel oder auch nur die geringste Möglichkeit eines Zweifels. Denn schon der kleinste Zweifel an der islamischen Ideologie führt zum Scheitern. Er könnte sogar zu Kufr und Abfall führen, Allah bewahre uns davor.
The belief in Allah (swt) requires true Tawakkul (dependence) on Him as well as seeking help from Him. Allah (swt) alone knows the secrets and what is hidden, and Allah (swt) is the One Who grants the da’wah carriers success and guides them towards the right path. It is necessary to have strong iman, and complete Tawakkul in Allah as well as the continuous seeking of help from Him. Iman requires that the believer believes in the ideology, that iman in Islam, because it is from Allah (swt). It is necessary that this conviction be firmly established without any doubt, or the smallest possibility of any doubt in it. This is because the smallest doubt in the Islamic ideology will lead to failure. It could even lead to kufr and rebellion, may Allah forbid.
Dieser starke, unumstößliche Iman ist für die Träger der Da'wah unabdingbar, denn er garantiert, dass die Da'wah auf ihrem rechten Weg in schnellen und großen Schritten stetig voranschreitet. Dieser Iman macht es zur Pflicht, dass die Da'wah offen ist und alles herausfordert: die Sitten und Traditionen, die falschen Gedanken und die verzerrten Vorstellungen; sie fordert selbst die öffentliche Meinung heraus, wenn diese falsch ist, auch wenn sie dagegen ankämpfen muss; sie fordert die falschen Glaubenslehren und die falschen Religionen heraus, ungeachtet der Halsstarrigkeit und des Fanatismus ihrer Anhänger. Daher zeichnet sich die Da'wah, die auf der islamischen 'Aqida gründet, durch Freimütigkeit, Wagemut, Stärke, Denken und die Herausforderung von allem aus, was der Fikrah und der Tariqah widerspricht, und durch die Entlarvung ihrer Trugschlüssigkeit, unabhängig von den Folgen und Umständen und davon, ob die Ideologie mit den Massen übereinstimmt oder nicht, und ob die Menschen sie annehmen, ablehnen oder ihr widersetzen. Der Träger der Da'wah schmeichelt den Menschen nicht und paktiert nicht mit ihnen. Er lobt weder den Herrscher noch einflussreiche Persönlichkeiten der Gesellschaft, noch bemüht er sich um ihre Gunst, sondern hält allein an der Ideologie fest, ohne über etwas anderes Rechenschaft abzulegen. Dieser Glaube verlangt, dass die Souveränität (Siyadah) der Ideologie gehört, das heißt allein dem Islam und keinem anderen Ding, und dass andere Ideologien als Kufr betrachtet werden, gleichgültig wie vielfältig und zahlreich diese Ideologien sind,
This strong unquestionable iman is an inevitable matter for the da’wah carriers, for it guarantees the continuity of progress of the da’wah in quick and lengthy steps in its right path. This iman makes it obligatory that the da’wah be open and challenges everything, the customs and traditions, the incorrect thoughts and the distorted concepts; challenging even the public opinion if it is wrong, even if it has to struggle against it; challenging the false creeds and the false deens regardless of the stubbornness and bigotry of their adherents. Therefore, the da’wah based on the Islamic ‘aqeedah, is distinguished by frankness, daring, strength, thought and the challenge to everything that disagrees with the Fikrah and the Tareekah and exposing their fallacy, irrespective of the consequences and circumstances and of whether the ideology agrees or disagrees with the masses, and whether the people accept, reject or oppose it. The carrier of the da’wah does not flatter the people, nor compromise with them. He does not praise the ruler or influential people in the society, nor does he court them, rather he adheres to the ideology and to it alone, without giving any account for anything else. This belief mandates that the sovereignty (siyadah) belongs to the ideology, i.e. to Islam alone and not to any other thing, and to consider other ideologies as kufr, no matter how diverse and numerous these ideologies are,
„Wahrlich, die Religion (ad-Dīn) bei Allah ist der Islam." [TMQ Al-i-Imran:19]
“Lo! The Deen with Allah is Islam.” [TMQ Al-i-Imran:19]
Aus islamischer Sicht ist jeder, der den Islam ablehnt, ein Kafir. Den Trägern der islamischen Da'wah ist es absolut verboten, denjenigen, die sich einer anderen Religion oder Ideologie zuwenden, zu sagen: „Bleibt bei eurer Ideologie oder Religion.“ Vielmehr ist es notwendig, sie mit Weisheit (Hikmah) und vernunftgemäßen Beweisen zum Islam aufzurufen, damit sie ihn annehmen. Dies liegt daran, dass die Da'wah von ihren Trägern verlangt, sich dafür einzusetzen, dass die Herrschaft allein dem Islam zukommt. Dass man Nicht-Muslime bei dem belässt, woran sie glauben, bedeutet nicht die Anerkennung ihrer Glaubensvorstellungen und Religionen, sondern geschieht in Befolgung des Gebots Allahs (swt), der es verbietet, Menschen zur Annahme des Islam zu zwingen. Es ist Allahs Gebot, das uns verpflichtet, die Einzelnen bei ihren Glaubensinhalten, Überzeugungen und Riten zu belassen, solange diese auf ihre persönlichen und nicht auf öffentliche Angelegenheiten beschränkt bleiben und sie keine eigene Körperschaft innerhalb des islamischen Gemeinwesens bilden. Der Islam erlaubt nicht die Existenz nichtislamischer politischer Parteien oder Blockbildungen, die auf einer dem Islam widersprechenden Grundlage gegründet sind, wohl aber Parteien und Strukturen innerhalb der Grenzen des Islam. Der Glaube an die islamische Ideologie erfordert, dass allein diese Ideologie in der Gesellschaft herrscht, ohne dass ihr irgendetwas anderes beigesellt wird.
From the Islamic point of view whoever disbelieves in Islam is a kafir. It is absolutely forbidden for the Islamic da’wah carriers to say to those who embrace other than Islam, whether it is a religion or an ideology; “Adhere to your ideology or religion”. Rather, it is necessary to call them to Islam through the hikmah and rational evidences so as to embrace it. This is because the da’wah requires from its carriers to work to ensure the sovereignty for Islam alone. Leaving non-Muslims to what they believe in does not mean acknowledgement of their beliefs and religions, rather it is in response to the order of Allah (swt) Who prohibits forcing peoples to embrace Islam. It is Allah’s order which obliges us to leave the individuals to their creeds, beliefs and rituals, as long as they are restricted to their personal and not public affairs, provided they do not have their own entity within the entity of Islam. Islam does not permit the existence of non-Islamic political parties or bloc formations that are established on any basis contradicting Islam, and it permits parties and structures within the limits of Islam. Belief in the Islamic ideology necessitates that the ideology alone will be sovereign in the society without being associated in that by anything else.
Der Iman im Islam unterscheidet sich vom Verständnis seiner Regeln und Gesetzgebungen. Der Iman im Islam wird durch den Verstand oder durch Beweise begründet, die vom Verstand bestätigt werden. Deshalb gibt es dafür keinen Raum für Zweifel. Das Verständnis der Regeln hingegen hängt nicht allein vom Verstand ab, sondern auch davon, die arabische Sprache zu kennen, die Fähigkeit zur Ableitung (Istinbat) zu besitzen und authentische Ahadith von schwachen unterscheiden zu können. Daher sollten die Da'wah-Träger ihr Verständnis der Regeln als richtig betrachten, mit der Möglichkeit, dass sie sich irren, während das Verständnis anderer Menschen als falsch gilt, mit der Möglichkeit, dass sie richtig liegen. Dies dient dazu, mit der Da'wah für den Islam und seine Regeln gemäß ihrem Verständnis und ihrer Ableitung voranzuschreiten und dabei zu versuchen, die Meinungen anderer zu ändern, die sie für falsch halten, die aber möglicherweise richtig sein könnten. Es ist völlig falsch, dass die Da'wah-Träger ihr Verständnis so betrachten, als wäre es die Meinung des Islam. Vielmehr müssen sie ihre Meinung als islamische Meinung darstellen. Die Mujtahids, die die Rechtsschulen (Madhahib) begründeten, betrachteten ihre Ableitung der Regeln als richtig, wobei sie die Möglichkeit eines Irrtums akzeptierten. Jeder von ihnen pflegte zu sagen: „Wenn ein Hadith authentisch ist, dann ist er meine Madhhab, und betrachte nicht meine Meinung.“
Iman in Islam is different from understanding its rules and legislations. Iman in Islam is established through intellect or through evidences proven by intellect. Therefore there is no room for any doubt. Whereas understanding the rules does not depend on the mind alone but also on knowing the Arabic language, having the ability to make derivations and being able to distinguish authentic ahadith from the weak ahadith. Therefore, the da’awah carriers should consider their understanding of the rules as correct, with the possibility that they may be wrong, while the understanding of other people wrong, with the possibility that they may be correct. This is in order to proceed with the da’wah for Islam and its rules according to their understanding and derivation of them, trying to change the opinions of others which they consider wrong, but could possibly be correct. It is totally incorrect for the da’wah carriers to view their understanding as if it is the opinion of Islam, rather they have to present their opinion as an Islamic opinion. The mujtahids who established the schools of Fiqh (madhabs) used to consider their deduction of the rules as correct, accepting the possibility of it being wrong. Each one of them used to say; “If a hadith was correct then it will be my mazhab, and don’t consider my opinion.”.
Ebenso sollen die Träger der Da'wa auch die Meinungen, die sie aus dem Islam übernehmen oder ableiten, hinsichtlich ihres Verständnisses dieser Meinungen als richtig, aber dem Irrtum unterworfen betrachten. Ihr Glaube an den Islam als Aqida hingegen darf keinerlei Zweifel enthalten. Eine solche Haltung der Träger der Da'wa gegenüber ihrem Verständnis rührt daher, dass die Da'wa in ihren Seelen das Verlangen nach Vollkommenheit verankert und sie verpflichtet, stets nach der Wahrheit zu forschen und alles, was sie wissen oder verstehen, zu prüfen. Ein solcher Prozess wird ihr Wissen von jeder fremden Vorstellung reinigen und alles daraus entfernen, was das Potenzial hat, als Teil davon betrachtet zu werden, sofern es ihm nahe bleibt. Dadurch wird sichergestellt, dass ihr Verständnis gesund bleibt, das Denken tiefgründig und infolgedessen die Fikra rein und klar bleibt. Denn sie werden die Da'wa tatsächlich nur so lange wirklich ausführen können, wie die Fikra rein und klar bleibt. Tatsächlich sind die Reinheit der Fikra und die Klarheit der Tariqa die einzige Garantie für den Erfolg der Da'wa und ihre Fortdauer.
Likewise the carriers of the da’wah should also consider their opinions which they adopt or derive from Islam in terms of their understanding of such opinions, as being correct but open to error, but their belief in Islam as an ‘aqeedah must not contain any doubt whatsoever. Such an attitude of the da’wah carriers regarding their understanding is because the da’wah implants in their souls the yearning towards perfection, and mandates them to continuously explore the truth, and scrutinise whatever they know or understand. Such a process will purify their knowledge from any alien idea and remove from it anything which has the potential to be considered part of it if it remains close to it. This is to ensure that their understanding remains sound, the thought deep and consequently the Fikrah remains pure and clear. This is because they will truly be able to perform the da’wah as long as the Fikrah remains pure and clear. Indeed the purity of the Fikrah and the clarity of the Tareeqah are the only guarantee for the success of the da’wah and its continuity.
Doch bedeutet das Suchen der Da'wah-Träger nach der Wahrheit und ihr fortwährendes Streben nach den richtigen Vorstellungen keineswegs, dass ihr Verständnis nicht fest gegründet wäre. Vielmehr sollte es fest bleiben, denn es geht aus einem tiefen Denken hervor, das fester gegründet ist als jedes andere Verständnis. Die Da'wah-Träger sollten sich ihrer Da'wah und ihres Verständnisses bewusst sein und darauf achten, nicht durch andere von diesem Verständnis abgebracht zu werden. Denn diese Abbringung ist das Gefährlichste für die Da'wah. Deshalb hat Allah Seinen Propheten ﷺ davor gewarnt; Er (SWT) sprach zu ihm:
However da’wah carriers exploring the truth and continuously seeking the correct ideas, does not in any way mean that their understanding is not firmly established. It should rather remain firm, because it emanates from a deep thought that is more firmly established than any other understanding. The da’wah carriers should be aware of their da’wah and of their understanding and cautious not to be diverted from this understanding by others. For this diversion is the most dangerous thing for the da’wah. Therefore, Allah warned His Prophet (saw) of this; He (swt) said to him,
„Hüte dich vor ihnen, damit sie dich nicht von einem Teil dessen abbringen, was Allah dir offenbart hat." [TMQ Al-Maidah:49]
“Beware of them lest they seduce you from some part of that which Allah revealed to you”. [TMQ Al-Maidah:49]
Es wird überliefert, dass Umar (ra) zu seinem Richter Shuraih sagte, als dieser ihm riet, im Buch Allahs (swt) nachzuschlagen, und er sprach zu ihm.
It is reported that Omar (ra) said to his judge ShuraiH when he advised him to look in the Book of Allah (swt), he said to him.
„Lass dich nicht von ihm (dem Glauben) abbringen." Hmm, that's not quite right, sorry. A more faithful version: „Lass dich nicht von den Menschen davon abbringen."
“Don’t let the people turn you away from it.”.
Die Träger der Da'wah sollten auf jedes Wort achten, das dem Islam widerspricht, auch wenn es von einer aufrichtigen Person stammt, ebenso auf jede Meinung, die von einer Person vertreten wird, der die Da'wah am Herzen liegt und die sie unter dem Vorwand der Maslahah durchzusetzen versucht, obwohl sie dem Islam widerspricht. Sie sollten sich dessen bewusst sein und niemandem erlauben, sie davon abzubringen. Geschieht dies, so ist es eine eindeutige Abweichung. Es ist notwendig, zwischen der Da'wah zum Islam und der Da'wah zur Wiederaufnahme einer islamischen Lebensweise zu unterscheiden, ebenso zwischen der Da'wah, die von einer Gruppe als islamische Gruppierung innerhalb der Ummah getragen wird, und der Da'wah, die vom islamischen Staat getragen wird.
The da’wah carriers should be aware of any word that contradicts Islam though it may come from an honest person, or any opinion viewed by a person concerned about the da’wah and trying to push for it under the pretext of maslahah even though it contradicts Islam. So they should be aware of this and not allow anybody to deviate them from this. If this happens, then it will be a clear deviation. It is necessary to differentiate between the da’wah to Islam and the da’wah to resume an Islamic way of life, and also to differentiate between the da’wah carried by a group as an Islamic group in an Ummah and the da’wah, which is carried by the Islamic state.
Der Unterschied zwischen der Da'wa zum Islam und der Da'wa zur Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise besteht darin, das Ziel zu bestimmen, auf das die Da'wa abzielt. Die Da'wa zum Islam richtet sich an Nicht-Muslime, die eingeladen werden, den Islam anzunehmen und in seinen Bereich einzutreten. Die praktische Methode, diese Menschen einzuladen, besteht darin, vom Islam regiert zu werden, durch den islamischen Staat, damit sie das Licht des Islam sehen. Sie werden zum Islam eingeladen, indem sich sein Glaubensbekenntnis und seine Regeln zeigen, damit sie die Größe des Islam erkennen. Daher ist es notwendig, dass der Ruf zum Islam von einem islamischen Staat getragen wird.
The distinction between the da’wah to Islam and the da’wah to resume the Islamic way of life is to define the objective which the da’awa aims at. The da’wah to Islam is carried to non-Muslims who are invited to embrace Islam and enter its domain. The practical method to invite these people is to be governed by Islam by the Islamic State, so as to see the light of Islam. They’ll be invited to Islam through the manifestation of its creed and its rules so as to appreciate the greatness of Islam. Therefore, it is necessary that the call to Islam be carried by an Islamic state.
Hinsichtlich der Da'wa zur Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise muss sie von einer Gruppe und nicht von einzelnen Personen getragen werden. Diese Da'wa zur Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise wird folgendermaßen betrachtet: Die Gesellschaft, deren Einzelne mehrheitlich Muslime sind, die aber nicht vom Islam regiert wird, ist eine nichtislamische Gesellschaft, d. h. Daar al-Kufr (Land des Kufr). Die Da'wa in dieser Gesellschaft wird getragen, um einen islamischen Staat zu errichten, den Islam darin umzusetzen und die islamische Da'wa an andere Gesellschaften weiterzutragen. Dies gilt, solange kein islamischer Staat besteht. Existiert jedoch ein islamischer Staat, der den Islam vollständig umsetzt, so wird die Da'wa in dieser Gesellschaft getragen, damit sie zu einer der Provinzen des islamischen Staates wird, vom Islam durch den Staat regiert wird und ein Teil von ihm wird. Sie trägt also die islamische Da'wa, die es ihr ermöglicht, zu einer islamischen Gesellschaft zu werden, auf die die Definition von Daar al-Islam (Land des Islam) zutrifft. Dies deshalb, weil es einem Muslim nicht erlaubt ist, im Daar al-Kufr zu leben. Sollte das Daar al-Islam, in dem sie leben, zu einem Daar al-Kufr werden, müssen sie daran arbeiten, es wieder zu einem Daar al-Islam zu machen, oder in ein Daar al-Islam auswandern.
Regarding the da’wah to resume the Islamic way of life, it must be carried by a group and not individuals. This da’wah to resume the Islamic way of life is viewed as follows; the society whose individuals by their majority are Muslims but not governed by Islam is a non-Islamic society, i.e. Daar al kufr (land of kufr). The da’wah in this society is carried to establish an Islamic State to implement Islam in it and carries the Islamic da’wah to other societies. This is the case when there is no Islamic State. However if there is an Islamic State that implements Islam completely, the da’wah is carried in that society so that it becomes one of the provinces of the Islamic State, to be governed by Islam through the State and become part of it. So it carries the Islamic da’wah that enables it to become an Islamic society on which the definition of Daar al-Islam (land of Islam) applies. This is because it is not permitted for a Muslim to live in Daar al- Kufr. In case the Daar al-Islam in which they live becomes Daar al-Kufr, they must work to make it Daar al-Islam, or emigrate to Daar al-Islam.
Die Unterscheidung zwischen der Da'wah, die eine Gruppe innerhalb der islamischen Ummah trägt, und der Da'wah, die ein islamischer Staat trägt, ist wichtig, um die Art des Handelns zu erkennen, die von den Trägern der Da'wah zu unternehmen ist. Die Da'wah des islamischen Staates zeigt sich in praktischer Form: Der Staat setzt den Islam im Inneren vollständig und umfassend um, so dass er den Muslimen Glück bringt, und die Nichtmuslime, die im Dar al-Islam leben, das Licht des Islam wahrnehmen und ihn aus freien Stücken, willentlich, mit Zustimmung und in Zuversicht annehmen. Der Staat trägt die Da'wah auch nach außen, nicht nur durch Öffentlichkeitsarbeit und die Darlegung der Regeln des Islam, sondern auch, indem er die notwendigen Kräfte für den Dschihad auf dem Weg Allahs vorbereitet, um die benachbarten Gebiete mit dem Islam zu regieren. Sie auf diese Weise zu regieren gilt als die praktische Methode der Da'wah; es ist die Methode, die der Gesandte (saw) anwandte, ebenso die Khulafa'a nach ihm bis zum Ende des islamischen Staates. Die Da'wah durch den Staat ist der praktische Aspekt der Da'wah im Inneren wie im Äußeren. Was die Da'wah betrifft, die eine Gruppe oder eine Struktur trägt, so beschränken sich alle ihre Handlungen auf den intellektuellen Aspekt und sind mit keinen anderen Handlungen verbunden. Sie übernimmt den intellektuellen, nicht den praktischen Aspekt. Die Gruppe führt in solchen Situationen das aus, was die Shari'a ihr vorschreibt, bis der islamische Staat errichtet ist; dann beginnen die praktischen Aspekte im Staat. Die Da'wah richtet sich somit an die Muslime, damit sie den Islam verstehen, damit die islamische Lebensweise wiederaufgenommen werden kann, und sie fordert jene heraus, die sich der Da'wah widersetzen, und zwar in den Formen, die der Kampf gegen sie erfordert.
The distinction between the da’wah carried by a group within an Islamic Ummah, and the da’wah carried by an Islamic State is important in order to know the type of action to be undertaken by the da’wah carriers. The da’wah carried by the Islamic State is manifested in practical terms, where the State implements Islam internally and in totality, so that it brings happiness to Muslims and the non-Muslims who live in Daar al-Islam will perceive the light of Islam and embrace it freely and willingly and with consent and confidence. The state carries also the da’wah externally not just by way of publicity and explanation of the rules of Islam, but also by preparing the necessary forces for jihad in the way of Allah, so as to rule the neighbouring territories with Islam. Ruling them in this manner is considered the practical method of the da’wah, and it is the method used by the Messenger (saw), and the Khulafa’a after him until the end of the Islamic State. Carrying the da’wah by the State is the practical aspect of the da’wah internally and externally. Concerning the da’wah carried by a group or a structure, all its actions are limited to the intellectual aspect and not related to any other actions. It takes the intellectual aspect and not the practical aspect. The group carries out what Shar’a has mandated upon it in such situations, until the Islamic State is established, where then the practical aspects start in the state. Thus, da’wah is directed to the Muslims, to understand Islam in order that the Islamic way of life may be resumed and it challenges those who oppose the da’wah using the styles required by the struggle against them.
Das Leben des Gesandten (saw) in Makkah soll als Vorbild für die Da'wah dienen. Die Da'wah soll zunächst damit beginnen, dass alle von Islam festgelegten Pflichten verstanden und erfüllt werden, wie es im Haus von Al-Arqam der Fall war. Danach werden diejenigen, die den Islam studiert und verstanden und aufrichtig an ihn geglaubt haben, sich der Umma zuwenden, bis die Umma den Islam versteht und die Notwendigkeit erkennt, den Islamischen Staat zu errichten. Der Parteiblock soll die Initiative ergreifen, indem er die Verderbtheit der Menschen anspricht und sie in ihren irrigen Vorstellungen und verderbten Meinungen herausfordert. Die Wirklichkeit des Islam und das Wesen seiner Da'wah müssen dann aufgezeigt und erklärt werden, damit ein öffentliches Bewusstsein für die Da'wah entsteht. Die Träger der Da'wah müssen Teil der Umma sein, und die Umma muss mit ihnen als unteilbares Ganzes verbunden sein, sodass die Umma insgesamt die produktive Anstrengung unter der Führung des die Da'wah tragenden Parteiblocks trägt, bis sie die Herrschaftsgewalt übernehmen und den Islamischen Staat ins Dasein bringen. Dann soll das Leben des Propheten ﷺ in Medina als Vorbild für die Umsetzung des Islam und für das Tragen der Da'wah in die Welt dienen. Der islamische Parteiblock, der die Da'wah trägt, hat mit den praktischen Aspekten des Islam nichts zu tun und beschäftigt sich mit nichts anderem als der Da'wah. Er betrachtet die Beteiligung an jeder anderen Handlung außer der Da'wah als Ablenkung, die die Da'wah lähmen und verzögern könnte. Dementsprechend ist es der Gruppe unbedingt untersagt, sich an irgendeiner dieser Handlungen zu beteiligen. Der Gesandte ﷺ rief in Makkah zum Islam auf, als es voller Bosheit und Unsittlichkeit war. Er unternahm keine physischen Handlungen, um sie zu beseitigen. Tyrannei und Unterdrückung, Armut und Not waren deutlich sichtbar, und es wird überliefert, dass er keine Handlung unternahm, um diese Dinge zu erleichtern oder zu beseitigen. Er pflegte in der Ka'ba zu beten, während die Götzen über seinem Haupt standen, doch zerstörte er keinen von ihnen. Er tat lediglich dies: Er untergrub die Götter der Mekkaner, verächtlich machte er ihr Denken, deckte ihre Handlungen als irrig auf und beschränkte sich auf den verbalen und intellektuellen Bereich. Dies steht im Gegensatz zu dem, als er in Medina den Staat errichtete und Makkah eroberte: Da zerstörte er die Götzen, beseitigte Fisq (Frevel) und Fujur (Unsittlichkeit), schaffte Unterdrückung und Unterjochung ab sowie Armut und Bedürftigkeit.
The life of the Messenger (saw) in Makkah should be taken as a model to follow in the da’wah. The da’wah should first start with understanding and performing all the obligations defined by Islam, as was the case in the House of Al-Arqam. Then those who have studied and understood Islam and sincerely believed in it will move to interact with the Ummah, until the Ummah understands Islam and realises the necessity of establishing the Islamic State. The party bloc should take the initiative by addressing the corruption of the people and challenging them in their erroneous concepts and corrupt opinions. The reality of Islam and the essence of its da’wah then must be demonstrated and explained, so that public awareness about the da’wah is established. The da’wah carriers have to be part of the Ummah and the Ummah must be with them as an indivisible whole so that the Ummah as a whole carries the productive effort under the leadership of the party bloc carrying the da’wah, until they assume the ruling authority and bring the Islamic State into existence. Then the life of the Prophet (saw) in Medinah should be taken as the model to follow in the implementation of Islam and in carrying the da’wah to the world. The Islamic party bloc which carries the da’wah has nothing to do with the practical aspects of Islam, and does not occupy itself with anything other than the da’wah. It considers the involvement in any other action other than the da’wah as a distraction that could paralyse and delay the da’wah. Accordingly the group is absolutely not allowed to engage in any of these actions. The Messenger (saw) used to call for Islam in Makkah when it was full of evil and immorality. He did not undertake any physical actions to remove it. The tyranny and oppression, poverty and need were quite apparent, and it has been narrated he did not perform any action to ease or remove these things. He would pray in the Ka’abah, while the idols were above his head, but he didn’t destroy any of them. All he did was to undermine the Makkans’ gods, belittle their thinking, expose their actions as erroneous and restrict himself to the verbal and intellectual aspects. This is in contrast to when he established the state in Medina and opened Makkah, then he destroyed the idols, removed fisq (viciousness) and fujoor (immorality), abolished oppression and suppression, and poverty and need.
Daher darf der Parteiblock, während er die Da'wah trägt, als Gruppe keine anderen Handlungen ausführen und sollte sich auf das islamische Denken und die Da'wah beschränken. Den einzelnen Mitgliedern innerhalb der Gruppe ist es nicht verboten, von den karitativen Werken zu verrichten, was sie wünschen, doch die Gruppe führt diese nicht aus, da ihre Aufgabe darin besteht, einen Staat zu errichten, der die Da'wah tragen wird.
Therefore the party bloc while it carries the da’wah, is not allowed to carry out as a group, any other actions and should limit itself to the Islamic thought and da’wah. The individuals within the group are not prevented from performing what they like of the charitable deeds, but the group does not perform these, since its function is to establish a state that will carry the da’wah.
Obwohl das Leben des Gesandten (saw) in Makkah als Vorbild für die Da'wah zu betrachten ist, muss man den Unterschied beachten zwischen den Menschen in Makkah, die zum Islam gerufen wurden, und den Muslimen von heute, die dazu aufgerufen sind, die islamische Lebensweise wieder aufzunehmen. Der Gesandte ﷺ rief die Kuffar zum Islam, während die Da'wah heutzutage darin besteht, die Muslime aufzurufen, den Islam zu verstehen und gemäß ihm zu handeln.
Though the life of the Messenger (saw) in Makkah has to be taken as the model to follow in the da’wah, one must notice the difference between the people of Makkah in being called to Islam, and the Muslims today in being called to resume the Islamic way of life. The Messenger (saw) used to call the Kuffar to Islam, while the da’wah nowadays is to call Muslims to understand Islam and to act according to it.