Der Einfluss der Missionsbewegung
The Impact Of The Missionary Movement
Die missionarische Bewegung hatte verheerende Auswirkungen auf die muslimische Welt. Was die Kuffar in tausend Jahren mit Gewalt nicht erreichen konnten, erreichten die Missionare innerhalb eines Jahrhunderts.
The missionary movement had a devastating impact on the Muslim world. What the Kuffar could not achieve in a thousand years by the use of force, the missionaries achieved within a century.
Das organische Wachstum der Missionsbewegung und ihre offene und wirksame Beteiligung an der Bildungsbewegung waren das Ergebnis der Reformversuche des Islamischen Staates im 19. Jahrhundert. Die Gründung von Schulen, Colleges und Universitäten ermöglichte es den Missionaren, die Kufr-Kultur mit der Kultur des Islam zu durchsetzen. Der Begriff des offensiven Dschihad wurde angegriffen, das westliche Prinzip der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz wurde gepredigt, und es wurden Zweifel daran geäußert, ob die Scharia im Zeitalter der Technik noch geeignet sei. Die Toleranz gegenüber Religionen wurde gelehrt, selbst dann, wenn die Anhänger dieser Religionen die Grenzen der Scharia überschritten. Die Geschichte, aus einem bestimmten Blickwinkel gelehrt, wurde genutzt, um unter den verschiedenen Muslimen Stolz zu wecken, und nicht zuletzt wurde die Idee der Nationalstaaten als einziges Mittel zur Wiederbelebung und zum Fortschritt der Muslime propagiert.
The organic growth of the missionary movement and its open and effective participation in the educational movement resulted from the attempted reforms by the Islamic State in the 19th Century. The establishment of schools, colleges and universities enabled the missionaries to infuse the Kufr culture with the culture of Islam. The concept of offensive jihad was attacked, the Western principle of equality of all citizens before the law was preached, and doubts raised about the suitability of Shari‘ah in the age of technology. Tolerance of religions was taught, even if the proponents of these religions contravened the limits of the Shari‘ah. History taught from a certain angle was used to inject pride amongst the various Muslims and last, but not least, the idea of nation states was proposed as the only means of revival and progress for the Muslims.
Die Missionare hinterließen einen nachhaltigen Einfluss auf die Gedankenwelt der Muslime, und es gelang ihnen, unter dem Vorwand der Religionsfreiheit Feindseligkeit zwischen den Bürgern des Islamischen Staates zu säen. Außerdem gelang es ihnen, unter Muslimen, Christen und Drusen verschiedenartige religiöse Aktivitäten in Bezug auf die ‘Aqida anzustoßen.
The missionaries had a lasting impact on the minds of the Muslims and they succeeded in creating animosity between the citizens of the Islamic State in the name of religious freedom and managed to initiate among the Muslims, Christians and Druze various kinds of religious activities related to the ‘aqeedah.
Der Fehler des Islamischen Staates, diesen Missionaren überhaupt das Wirken zu erlauben, und seine anschließende Unfähigkeit, den Angriffen auf den Islam entgegenzutreten, führten dazu, dass Männer wie Mustapha Kamal und Rifa'a Badawi Rafi al-Tahtawi von westlichen Idealen angezogen wurden und sich bewusst oder unbewusst westlichen Konzepten unterwarfen. Die meisten dieser Menschen waren tatsächlich in europäischen Ländern ausgebildet worden oder hatten anderweitig Kontakt zu ihnen, und diese Erfahrung war es, die sie in ihren Bann zog. Sie träumten von einer Wiederbelebung der Muslime auf der Grundlage des westlichen Gedankens der Trennung von Din und Staat, ohne zu erkennen, dass nicht der Din die Schuld trug, sondern das richtige Verständnis des Islam, und dass der Weg seiner Anwendung der eigentliche Schwachpunkt war.
The mistake of the Islamic State in allowing these missionaries to operate in the first place, and its inability to counteract the attacks on Islam subsequently, meant that the likes of Mustapha Kamal and Rifa’a Badawi Rafi al-Tahtawi7 were attracted by Western ideals and they became subservient, consciously or unconsciously, to Western concepts. Most of these people were actually educated by, or had some other contact, with European countries, and it was this exposure that mesmerised them. They dreamt of revival of the Muslims based on the Western thought of separating deen from the state, not realising that it was not the deen that was at fault but the correct understanding of Islam, and the method of its application was the failing point.
Der Aufstieg solcher Menschen, von denen einige tatsächlich auf der Gehaltsliste des Westens standen, ermöglichte es dem Westen, die letzte Phase seiner Verschwörung einzuleiten – die der politischen Invasion der muslimischen Welt. Dies geschah durch die Ermutigung und Unterstützung verschiedener nationalistischer Ideen, die später durch die Gründung arabischer und türkischer politischer Parteien gefestigt wurden, etwa die Partei Turkiyyah al-Fatat, die Partei für Einheit und Fortschritt (auch bekannt als „Jungtürken“), die Partei der arabischen Unabhängigkeit und der Bund (al-‘Ahd).
The rise of such people, some of whom were actually on Western payrolls, enabled the West to launch the final phase of their conspiracy - that of the political invasion of the Muslim world. This was done by the encouragement and support of various nationalistic ideas, which were later solidified by the establishment of Arab and Turkish political parties such as the Turkiyyah al-Fatat Party, the Union and Progress Party (also known as ‘Young Turks’), the Arab Independence Party and Covenant (al-‘Ahd)
Partei. Die Aufstände gegen das Osmanische Kalifat wurden vom Westen über diese nationalistischen politischen Gruppen und einige Schlüsselpersonen organisiert und finanziert. Eine solche Person war Scharif Husain von Makkah, der vom britischen Außenministerium monatlich 200.000 Pfund dafür erhielt, sich für einen unabhängigen arabischen Staat einzusetzen, der ihm durch McMahon, den britischen Hochkommissar für Ägypten, im Jahr 1916 versprochen wurde: „Die beiden Bezirke Mersina und Alexandrette [beide heute in der Türkei gelegen] und Teile Syriens westlich von Damaskus, Homs, Hama und Aleppo können nicht als rein arabisch bezeichnet werden und sollten von den geforderten Grenzen ausgenommen werden … Was die Gebiete innerhalb jener Grenzen betrifft, in denen Großbritannien frei handeln kann, ohne den Interessen seines Verbündeten Frankreich zu schaden … ist Großbritannien bereit, die Unabhängigkeit der Araber anzuerkennen und zu unterstützen.“9
Party. Revolts against the ‘Uthmani Khilafah were organised and financed by the West through these nationalistic political groups and some key individuals. One such individual was Sharif Hussain8 of Makkah, who was paid £200,000 a month by the British Foreign Office to campaign for an independent Arab state, which was promised to him through McMohan, the British High Commissioner of Egypt, in 1916, “The two districts of Mersina and Alexandretta [both now in Turkey] and portions of Syria lying to the west of Damascus, Homs, Hama and Aleppo, cannot be said to be purely Arab, and should be excluded from the limits demanded...As for the regions lying within those frontiers where Great Britain is free to act without detriment to the interest of her ally France...Great Britain is prepared to recognise and support the independence of the Arabs.”9
So wurde der tödliche Keim des Nationalismus im Islamischen Staat eingepflanzt. Um die Wende zum 20. Jahrhundert hatte sich das Fieber des Nationalismus in alle Winkel des Islamischen Staates ausgebreitet und erschütterte den Staat heftig wie nie zuvor.
This is how the deadly seed of nationalism was implanted in the Islamic State. By the turn of the 20th Century the fever of nationalism had spread to all corners of the Islamic State, shaking the State violently as never before.
Der letzte und brutalste Angriff auf den Islamischen Staat wurde im Gefolge des Ersten Weltkriegs von den Europäern gestartet, als sie ihre Streitkräfte entsandten, um den einst unbesiegbaren Staat zu erobern. Der Islamische Staat zerfiel nach Jahrhunderten des Niedergangs ohne jeden Widerstand. Als General Allenby 1917 in al-Quds (Jerusalem) einzog, sagte er: „Erst heute sind die Kreuzzüge zu Ende.“10
The final and the most brutal assualt on the Islamic State was launched in the wake of the 1st World War by the Europeans when they despatched their forces to conquer the once invincble state. The Islamic State, aftre centuries of decay, just crumbled without any resistence. When General Allenby entered al-Quds (Jeruslame) in 1917, he said, “Only today the Crusades have ended.”10
Damit wurde der Traum eines jeden Europäers Wirklichkeit.
The dream of every European then became a reality.
Rifa'a Badawi Rafi al-Tahtawi (gestorben 1873) forderte die Wataniyya und den Säkularismus. Das Wort watan bezeichnete hier das geographische Gebiet und nicht die muslimische Umma. Der Ursprung seines Aufrufs war die Freiheit, und sein Zentrum war Ägypten.
7Rifa’a Badawi Rafi al-Tahtawi (died in 1873) called for Wataniyya and secularism. Watan here refereed to the geographical area and not the Muslim Ummah. The source of his call being freedom, and its centre Egypt.
8 Scharif Husain war während der Zeit des Osmanischen Kalifats Gouverneur des Hidschaz.
8 Sharif Hussain was the governor of Hijaz during the time of the ‘ Uthmani Khilafah.
9 The Middle East – The Arab World and its Neighbours by Peter Sluglett and Marion Farouk-Sluglett, Seite 12, Times Books, 1993.
9 The Middle East - The Arab World and its Neighbours by Peter Sluglett and Marion Farouk- Sluglett, page 12, Times Books, 1993.
Der islamische Staat von Taqiyy ad-Din an-Nabhani, Seite 189, Al-Khilafah Publications, 1994
10The Islamic State by Taquiddin an- Nabhani, page 189, Al-Khilafah Publications, 1994