Galaxien sind Leitern zum Glauben
Galaxies Are Ladders To Faith
Alles Lob gebührt Allah. Was nun folgt:
All praise is for Allah. As to what follows:
In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der englische Astrophysiker James Jeans (gest. 1946) in England äußerst berühmt. Jeans pendelte für seine akademischen Pflichten zwischen Oxford und Princeton. In Princeton war er Professor für angewandte Mathematik. Er leistete eine Reihe wichtiger Beiträge auf den Gebieten der Physik und der Astronomie, insbesondere in Bezug auf Strahlung und die Entwicklung der Sterne. Er kritisierte Laplaces Theorie zur Entstehung des Sonnensystems und schlug eine alternative Theorie vor.
In the mid-20th century, the English astrophysicist James Jeans (d. 1946) became extremely famous in England. Jeans used to travel between Oxford and Princeton for his academic duties. At Princeton, he was Professor of Applied Mathematics. He has a number of key contributions in the fields of physics and astronomy, especially in relation to radiation and stellar evolution. He critiqued Laplace’s theory on the formulation of the solar system and proposed an alternate theory.
Eine Reihe wissenschaftlicher Entdeckungen wurde nach Jeans benannt, etwa das Rayleigh-Jeans-Gesetz, das er verfeinert hat. Das Rayleigh-Jeans-Gesetz ist eine Näherung der spektralen Strahldichte elektromagnetischer Strahlung. Eine weitere nach ihm benannte Entdeckung ist die Jeans-Masse, die mit der Entstehung von Sternen zusammenhängt. Sie betrachtet den Prozess des Gravitationskollapses innerhalb einer gasförmigen Wolke, der zur Bildung eines Sterns führt. Auch ein Mondkrater wurde nach ihm benannt. Ebenso wurde ein Marskrater nach ihm benannt.
A number of scientific discoveries have been named after Jeans, such as the Rayleigh-Jeans law, which he refined. The Rayleigh-Jeans law is an approximation of the spectral radiance of electromagnetic radiation. Another discovery named after him is the Jeans mass, which relates to the birth of stars. It considers the process of gravitational collapse within a gaseous cloud, which leads to the formation of a star. A lunar crater was also named after him. Likewise, a Martian crater was named after him.
Jeder, der das intellektuelle Leben von James Jeans liest, wird sofort bemerken, dass er an der Front der Kosmologie und der Physik stand, da die beiden Disziplinen in der jüngeren Zeit weitgehend miteinander verschmolzen sind. Viele Kosmologen sind Physiker und umgekehrt. Deshalb schrieb der amerikanische Astronom Lloyd Motz (gest. 2004) in seinem Buch The Story of Physics: „Wir entschuldigen uns nicht dafür, die griechische Astronomie in unsere Geschichte der Physik aufzunehmen, denn die Astronomie wird heute, mehr als je zuvor, als ein Zweig der Physik anerkannt. Wir müssen nur die Wechselbeziehungen zwischen der Hochenergiephysik und der Kosmologie, der Sternentwicklung und der Kernphysik betrachten, oder jene zwischen der Struktur der Galaxien und der Hydrodynamik, um zu erkennen, wie eng diese beiden Wissenszweige miteinander verbunden sind. In gewissem Sinne beginnt die Geschichte der Physik eigentlich mit der griechischen Astronomie, denn die Griechen waren die Ersten, die versuchten, die Bewegungen der Sterne und Planeten am Abendhimmel zu verstehen und zu erklären.“364
Any person reading the intellectual life of James Jeans would immediately notice that he was at the frontier of cosmology and physics, as the two disciplines have merged to a great extent in recent time. Many cosmologists are physicists and vice versa. This is why the American astronomer Lloyd Motz (d. 2004) stated in his book The Story of Physics, ‘We make no apology for including Greek astronomy in our story of physics because astronomy today, more than ever in the past, is accepted as a branch of physics. We need only consider the interrelationships between high-energy physics and cosmology, stellar evolution, and nuclear physics or those between the structure of galaxies and hydro dynamics to see how closely these two branches of knowledge are related. In a sense, the story of physics properly begins with Greek astronomy, because the Greeks were the first to try to understand and explain the movements of the stars and planets in the evening sky.’364
Es ist nicht schwierig, die Ursache für diese Überschneidung zwischen Astronomie und Physik zu erfassen oder zu erklären, auf die Motz und sein Kollege in dieser Passage anspielen. Die Astronomie befasst sich mit den Himmelskörpern; die Physik untersucht Bewegung, Materie und Energie in Zeit und Raum. Es liegt nahe, dass die Physik die Bewegung und das Verhalten dieser Körper untersucht. So kommt es, dass Physiker zu Astronomen werden und Astronomen zu Physikern.
It is not difficult to grasp or explain the cause for this overlap between astronomy and physics, which Motz and his colleague allude to in this passage. Astronomy deals with celestial bodies; physics studies movement, matter, and energy in time and space. It is natural that physics would study the movement and behaviour of these bodies. This is how physicists would find themselves becoming astronomers, and astronomers becoming physicists.
James Jeans begnügte sich nicht damit, nur Fachaufsätze zu verfassen. Vielmehr schloss er sich einer Gruppe von Fachleuten an, die glaubten, dass es wichtig sei, die Naturwissenschaften für ein breites Publikum verständlich zu machen. Ebenso schrieb der britische Physiker Stephen Hawking sein Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“, in dem er die Grundlagen der universellen Kosmologie darlegte. Über 10 Millionen Exemplare dieses Buches wurden verkauft, und es wurde in zahlreiche Weltsprachen übersetzt. Solche Schriften, die sich an den allgemeinen Leser wenden, verschaffen ihren Autoren große Bekanntheit in den Medien, da sie zu Kommentatoren der wissenschaftlichen Revolution ihrer jeweiligen Epoche werden. James Jeans spielte dieselbe Rolle, besonders auf dem Gebiet der Kosmologie, das für die breite Öffentlichkeit außerordentlich interessant und zum Nachdenken anregend ist.
James Jeans did not suffice with writing specialist proposals. Rather, he ascribed himself to a group of specialists who believed in the importance of simplifying the natural sciences for public audiences. Likewise, the British physicist Stephen Hawking wrote his book A Brief History of Time, in which he laid out the foundations of universal cosmology – over 10 million copies of this book were sold and it was translated to multiple global languages. These sorts of writings that address the public reader afford authors a great deal of fame in the media for becoming commentators of the scientific revolution in their respective eras. James Jeans played the same role, especially in the field of cosmology, which happens to be an extremely interesting and thought-provoking subject to the readership of the wider public.
James Jeans wird jener Bewegung zugeordnet, die die Philosophie im Hinblick auf ihren Rang gegenüber den Naturwissenschaften herabstuft. Er glaubt, dass die Philosophie den Naturwissenschaften folgt, die an der Spitze der Entdeckung und Innovation stehen, in dem Sinne, dass die Philosophie lediglich aufgreift, was bereits von der Wissenschaft entdeckt wurde. Nach dieser Bewegung ist die Philosophie bloß eine Erklärung, die auf die Entwicklung der Wissenschaft folgt. Jeans sagt: „Die Philosophie jeder Epoche ist stets größtenteils mit der Wissenschaft dieser Epoche verflochten, sodass jede grundlegende Veränderung in der Wissenschaft Reaktionen in der Philosophie hervorrufen muss.“365
James Jeans is ascribed to the movement that downgrades philosophy in terms of priority, compared to the natural sciences. He believes that philosophy follows the lead of the natural sciences, which are at the forefront of discovery and innovation, in the sense that philosophy only follows up on what has been already discovered by science. According to this movement, philosophy is merely an explanation that comes after the development of science. Jeans says, ‘The philosophy of any period is always largely interwoven with the science of the period, so that any fundamental change in science must produce reactions in philosophy.’365
Diese etwas herabsetzende Einschätzung der Philosophie im Vergleich dazu, die Naturwissenschaften auf ein Podest zu stellen, geht nicht auf James Jeans zurück. Sie ist vielmehr eine verbreitete Sichtweise im westlichen Denken und unter den Vertretern der empirischen Wissenschaften weit verbreitet. Dass die Philosophie hinter den Wissenschaften zurücksteht, lässt sich auch in der Art erkennen, wie der führende deutsche Philosoph Hegel (gest. 1831) die Philosophie beschrieb. Am Ende seiner Einleitung zu den Grundlinien der Philosophie des Rechts sagte er: „Die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“366 Minerva ist in der römischen Mythologie die Göttin der Weisheit und der Philosophie. Ihr Begleittier war die Eule; in ihrer Vorstellung galt die Eule als Symbol der Weisheit, wegen ihrer Geduld und Stille während des Tages und weil sie unbewohnte Orte wählt. Hegel meinte mit dieser Metapher, dass die Philosophie erst dann zu wirken beginnt, wenn die Ereignisse des Tages zu Ende gehen – sie kann diesen Ereignissen nur folgen und dient nur dazu, sie zu erklären. Diese Metapher bedeutet also, dass die Philosophie lediglich ein hermeneutisches Werkzeug ist und nicht der Urheber der Ereignisse. Es gibt viele weitere Zeugnisse im westlichen Denken, die die Bedeutung der Philosophie herabsetzen und die Naturwissenschaften und ihre Ergebnisse in Medizin, Technik und anderen Bereichen überhöhen. Dies auszuführen ist hier nicht der Ort. Daher sieht man etwa, dass Amerika, die Vorhut der Wissenschaften und der Technik, hinsichtlich der Zahl der hervorgebrachten Philosophen zurückliegt. Europa hingegen, das hinter Amerika zurückgefallen ist, verfügt verhältnismäßig über eine größere Zahl an Philosophen. Der amerikanische Psychologe Granville Stanley Hall beurteilte den Stand der Philosophie in Amerika mit den Worten: „Philosophen sind in Amerika so selten wie Schlangen in Norwegen.“367 Hall erklärte dieses Phänomen, indem er es mit dem Alter der Nation sowie mit der Art der Berufe und der dort getätigten Geschäftsinvestitionen in Verbindung brachte.
This somewhat degrading assessment of philosophy, compared to placing the natural sciences on a pedestal, is not the invention of James Jeans. It is in fact a popular viewpoint in Western thought and is widespread among those in the empirical field. It is possible to find an acknowledgement of philosophy playing second fiddle to the sciences in how the leading German philosopher, Hegel (d. 1831), described philosophy. In the end of his introduction to Elements of the Philosophy of Right, he said, ‘The owl of Minerva begins its flight only with the onset of dusk.’366 Minerva is the goddess of wisdom and philosophy in Roman mythology. She had an owl; in their concept, the owl was a symbol of wisdom for its patience and silence throughout the day, and because it chooses uninhabited places. What Hegel meant by this metaphor was that philosophy does not start to operate until the events of the day conclude – it can only follow those events, and it only serves to explain them. What this metaphor therefore means is that philosophy is merely a hermeneutical tool, not the creator of events. There are many other testimonies in Western thought that relegate the importance of philosophy and magnify the natural sciences and their conclusions in medicine, technology, and other areas. This is not the place to expound on that. This is why you see America, for example, which is the vanguard of the sciences and technology, lagging behind in terms of the number of philosophers it produces. On the other hand, Europe, which has fallen behind America, has proportionately a larger number of philosophers. Granville Stanley Hall, an American psychologist, assessed the state of philosophy in America with the following words: ‘Philosophers in America are as rare as snakes in Norway.’367 Hall explained this phenomenon by linking it to the age of the nation, and the nature of jobs and business investments made therein.
Eines der wichtigsten Bücher von James Jeans ist „Physics and Philosophy“. Es ist eine vergleichende Studie zwischen der Methode der Physiker und ihren wissenschaftlichen Ergebnissen einerseits und der Methode der Philosophen und ihren Ergebnissen andererseits. In seinem Buch versucht Jeans ausführlich zu beweisen, dass seine Auffassung zutrifft, nämlich dass die Ergebnisse der Philosophen im Vergleich zu denen der Physiker dürftig sind. Das Buch enthält eine Reihe auffallender Einzelheiten. So kommentierte er beispielsweise Kants Theorie und analysierte, wie nützlich sie ist, und kam zu dem Schluss, dass sie nichts Bedeutendes bietet. Anschließend versuchte er, die Philosophie im Lichte der Erkenntnisse der Physik auf eine neue Denkmethode umzustellen, etwa in Bezug auf die Konzepte der Kausalität, des freien Willens und anderer.
One of the most important books written by James Jeans is Physics and Philosophy. It is a comparative study between the method of physicists and their scientific output, and the method of philosophers and their output. In his book, Jeans attempts to prove his viewpoint in detail, which is that the output of philosophers is meagre compared to that of physicists. There are a number of striking details in it. For example, he commented on Kant’s theory and analysed how useful it is, concluding that it did not offer anything significant. He then attempted to switch philosophy to a new thought method in light of the conclusions of physics, such as the concepts of causality, free will, and others.
Wenn ein Forscher Jeans in seinen historischen Kontext einordnet, wird er das Ausmaß dieses Vorschlags genau erfassen können. Jeans' „Physik und Philosophie“ entstand in der Zeit der wissenschaftlichen Revolution, als sich das gesellschaftliche Leben aufgrund neuer Technologien, Entdeckungen und Innovationen gewandelt hatte, die tief in das Gefüge des Alltags der Menschen eingewoben waren. Dies war die schwierigste Phase, die die Philosophie je durchlebt hat, bekannt als „das grundlegende Problem der Philosophie“. Viele Gelehrte – insbesondere Empiristen – begannen zu fragen, ob die Philosophie überhaupt einen Sinn habe, und stellten infrage, ob sie etwas Sinnvolles beigetragen habe.
When a researcher places Jeans in his historical context, he will be able to comprehend precisely the dimensions of this proposal. Jeans’s Physics and Philosophy was born during the era of the scientific revolution, when social life had shifted based on new technologies, discoveries, and innovations that were woven into the fabric of people’s lives. This was the toughest period that philosophy ever endured, known as ‘the fundamental problem of philosophy’. Many scholars – especially empiricists – started asking whether there was any point to philosophy, and questioned whether it had contributed anything meaningful.
Eine der bedeutendsten Arbeiten, die dieses Phänomen zu untersuchen und seine Kritiker zu widerlegen versuchte, ist der Aufsatz des englischen Philosophen Bernard Williams (gest. 2003) mit dem Titel „On Hating and Despising Philosophy“. Er beginnt den Beitrag mit den Worten: „Solange es ein Fach wie die Philosophie gegeben hat, hat es Menschen gegeben, die sie gehasst und verachtet haben.“ Williams' zentrale Beobachtung lautet: „Heutzutage sind die meisten, die eine solche Haltung gegenüber der Philosophie einnehmen, nicht religiös, sondern Wissenschaftler oder – typischer – Mitläufer der Wissenschaft, und sie tun dies nicht im Namen der Religion, sondern im Interesse einer antiphilosophischen und selbstsicher puritanischen Sicht auf die Wissenschaft.“368 Williams war mit dieser Lage verständlicherweise nicht zufrieden. Er verfasste diesen Aufsatz, um die Auffassung zu widerlegen, die nach der wissenschaftlichen Revolution die Philosophie herabsetzte. Das Phänomen, die Philosophie zu verspotten und die Bedeutung der Wissenschaft zu überhöhen, ist in der westlichen wissenschaftlichen Gemeinschaft äußerst verbreitet. Dies führt uns zu folgender Frage: Warum kommt es vor, dass eine Generation arabischer Jugendlicher, die westlich geprägt und ausgebildet wurde, häufig die westlichen Philosophen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts liest, im Aufbau ihres Wissens in den Naturwissenschaften jedoch nicht ebenso stark ist? Dies bedarf einer Analyse und Selbstprüfung. Ich werde versuchen, eine Erklärung dafür anzubieten. Meiner Einschätzung nach liest diese Generation arabischer Jugendlicher die Werke arabischer Philosophen, die im Westen Philosophie studiert haben, nicht aber die arabischen Naturwissenschaftler. Infolgedessen haben die arabischen Philosophen sie zur westlichen philosophischen Tradition geführt und sie dazu gebracht zu glauben, der Fortschritt des Westens sei das Ergebnis der westlichen Philosophie. Dieses Ergebnis war natürlich und unvermeidlich, da die arabischen Denker das anboten, was sie selbst zu geben hatten. Dies ist auch der Grund, weshalb wir eine Generation arabischer Jugendlicher erleben, die offiziell Medizin, Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften studiert und ihre Freizeit damit verbringt, die Philosophen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts zu lesen, anstatt in ihren Ländern moderne Wissenschaft zu verbreiten. Das ist in der Tat ein seltsamer und zugleich bemitleidenswerter Anblick. Diejenigen, die in den Wissenschaften qualifiziert sind – und an denen unsere Gesellschaft dringenden Bedarf hat – sind zugleich leidenschaftliche Leser, die sich weigern, zum Fortschritt unserer Gesellschaft beizutragen, und sich stattdessen in die vormoderne westliche Geschichte vertiefen. Leser können unsere Artikel zur Philosophie in regionalen Fachzeitschriften oder in den Philosophiezirkeln unserer privaten Gruppen verfolgen. Man kann feststellen, dass die meisten westlichen Philosophiesymbole, die in unserem arabischen Diskurs vorherrschen, zur philosophischen „alten Garde“ gehören und nicht zu den zeitgenössischen Vorreitern der Philosophie oder zu den neuesten Ausprägungen des Fachs. Ein aufmerksamer Beobachter des Zustands der arabischen und regionalen Philosophie wird bemerken, dass die Symbole der Philosophie, die ihre Diskurse beherrschen, aus dem 16. Jahrhundert (Luther), dem 17. Jahrhundert (Bacon, Descartes, Hobbes), dem 18. Jahrhundert (John Locke, Hume, Rousseau, Kant), dem 19. Jahrhundert (Bentham, Hegel, Schopenhauer, Kierkegaard, Spencer, Nietzsche) und anderen stammen. Ein Leser wüsste, dass das zeitgenössische Wissen in großen Sprüngen vorangeschritten ist – es liegt weit jenseits der Begriffsbildungen jener Philosophen, die vor der Ära der Massentechnologie lebten.
Vor diesem Hintergrund ist es durchaus berechtigt zu behaupten, dass diese Generation von Jugendlichen, die das Studium der Religion aufgegeben und sich stattdessen der Lektüre der vormodernen westlichen Philosophie zugewandt hat – in dem Glauben, sie habe sich von der antiken Vergangenheit in die Moderne bewegt –, lediglich von einer Tradition zu einer anderen gewechselt ist. Wenn diese Jugendlichen religiöse Texte als „gelbe Bücher“ bezeichnen, weisen wir darauf hin, dass sie lediglich von „östlichen gelben Büchern“ zu „westlichen gelben Büchern“ gewechselt sind. Um ihren eigenen Ausdruck zu gebrauchen: Sie befinden sich immer noch in einer Welt der Gelbheit.
This is why it is feasible to suggest that this generation of youth, which has abandoned the study of the religion and instead taken it upon itself to read premodern Western philosophy – duped into believing that it has switched from the ancient past to modernity – has merely switched from one tradition to another. As these youth label religious texts as ‘yellow books’, we point out that they merely switched from ‘Eastern yellow books’ to ‘Western yellow books’. To use their own expression, they are still in a world of yellowness.
Doch was veranlasste die gebildete arabische Jugend, sich den Büchern der westlichen Philosophie zuzuwenden und die Bücher der arabischen Wissenschaft aufzugeben? Vielleicht lässt sich dies durch das Zusammenspiel zweier Faktoren erklären: die Verbreitung der arabischen Philosophen und die nachlässige Haltung der arabischen Wissenschaftler, wenn es darum geht, die Wissenschaften für das breite Lesepublikum verständlich zu machen. Es lässt sich vielleicht auch damit erklären, dass Wissenschaft Geld, Labore, Geräte und Finanzmittel für die Forschung erfordert, während ein Mann, der über Philosophie schreibt – was ausschließlich eine geistige Tätigkeit ist –, dies in seinem eigenen Zimmer tun kann. Da die arabischen politischen Regime die Finanzierung der Wissenschaft vernachlässigt haben, wandten sich die Köpfe der Philosophie zu, um dies auszugleichen. Wie dem auch sei, diese abschweifende Diskussion über den Stand des westlichen Denkens wurde durch James Jeans’ Herabsetzung der Philosophie und Überhöhung der Wissenschaft in seinem Buch „Physics and Philosophy“ angestoßen. Der Zweck dieser Diskussion besteht darin, den Lesern James Jeans, den Astrophysiker, kurz vorzustellen. Sie ist eine Hinführung zu einem wichtigen Gespräch zwischen ihm und einer anderen Person – dem pakistanischen Mathematiker ʿInāyatullāh Mashriqī.
However, what made the cultured Arab youth turn to the books of Western philosophy and abandon the books of Arab science? Perhaps it can be explained by the duet of the propagation of the Arab philosophers and the lackadaisical approach of Arab scientists vis-à-vis simplifying the sciences to the public readership. It can perhaps also be explained by the fact that science requires money, labs, equipment, and financing for scientific research, whereas a man writing on philosophy – which is solely a mental endeavour – can do so in his own room. Because the Arab political regimes have neglected funding for science, minds have turned to philosophy to compensate. Whatever the case may be, we were led into this tangential discussion on the state of Western thought by James Jeans’s denigration of philosophy and magnification of science in his book Physics and Philosophy. The point of this discussion is to briefly introduce readers to James Jeans, the astrophysicist. It is a prelude to an important conversation between him and another person – the Pakistani mathematician, ʿInāyatullāh Mashriqī.
ʿInāyatullāh Mashriqī (gest. 1963) war für seine Leidenschaft zur Mathematik bekannt. Er schloss sein Masterstudium in diesem Fach im Alter von 19 Jahren ab und brach dabei alle bis dahin aufgestellten Rekorde. Im selben Jahr seines Abschlusses (1907) reiste er nach Großbritannien, um sein Mathematikstudium in Cambridge fortzusetzen. Während seines Aufenthalts dort schloss er eine Reihe von Spezialstudien ab, und zugleich studierte er orientalische Sprachen und Wissenschaften. Er blieb fünf Jahre lang in Cambridge, bis 1912, als er nach Indien zurückkehrte.
ʿInāyatullāh Mashriqī (d. 1963) was famed for his passion for mathematics. He completed his Masters in the subject when he was 19 years old, breaking all records set before him. In the same year of his graduation (1907), he travelled to Britain so he could continue his studies in mathematics at Cambridge. During his time there, he concluded a number of specialist studies, in conjunction with studying Oriental languages and the sciences. He stayed in Cambridge for five years until 1912, when he travelled back to India.
Als ʿInāyatullāh Mashriqī in seine Dreißiger kam, hatte er die Idee, eine Auslegung des Qur’an im Lichte moderner wissenschaftlicher Entdeckungen zu verfassen – ein Vorhaben, das er in Angriff nahm und vollendete. Den ersten Band schloss er im Alter von 36 Jahren, im Jahr 1924, ab und nannte ihn Tazkirah. Die Aufmerksamkeit richtete sich auf ihn, und er wurde vorläufig für den Friedensnobelpreis nominiert, doch das Nobelkomitee machte zur Bedingung, dass das Werk in eine europäische Sprache übersetzt werde, weshalb er die Auszeichnung ablehnte. Er sagte: „Ich wünsche keine Auszeichnung zu erhalten, die meine Urdu-Sprache nicht anerkennt.“ Obwohl er in Cambridge in mehreren Fachgebieten gelernt hatte und ein solches Übersetzungsprojekt leicht hätte in Auftrag gegeben werden können, setzte sich sein Selbstwertgefühl als indischer Gelehrter durch. ʿInāyatullāh Mashriqī trat in die Politik ein, wo er verschiedene Regierungsämter innehatte. Danach wurde er unabhängig und gründete eine politische Partei namens Khaksar-Bewegung. Außerdem gründete er eine Wochenzeitung mit dem Namen Iṣlāḥ. Zudem wurde er mehrmals inhaftiert. Leider ist das Bild nicht so rosig, wie es scheint. Mashriqī hatte eine Reihe von Fehlvorstellungen hinsichtlich der prophetischen Überlieferung (Sunnah), des Einflusses der verschiedenen Prophetenschaften auf die Gesetzgebung, der islamischen Hermeneutik-Theorie und anderer Bereiche. Für mehr über die Persönlichkeit ʿInāyatullāh Mashriqīs und seine Rolle sei auf das in Oxford erschienene Buch Allama Inayatullah Mashraqi von Muhammad Mālik verwiesen. Beachten Sie, dass sich das Buch stärker auf seine politische Laufbahn konzentriert.
When ʿInāyatullāh Mashriqī reached his thirties, he had an idea of writing an explanation of the Qur’an in light of modern scientific discoveries – a task that he embarked on and completed. He finished the first volume when he was 36 years old, in 1924, naming it Tazkirah. Attention drew towards him and he was provisionally nominated for the Nobel Peace Prize, though the Nobel Committee stipulated for it to be translated into a European language, causing him to refuse to accept the award. He said, ‘I do not wish to receive an award that does not acknowledge my Urdu language.’ Even though he specialised in a number of fields in Cambridge and any such translation project could have been easily commissioned, his self-worth as an Indian scholar took precedence. ʿInāyatullāh Mashriqī entered politics, where he assumed a number of governmental roles. Then he went independent and founded a political party called the Khaksar Movement. He also founded a weekly newspaper, called Iṣlāḥ. In addition, he was jailed numerous times. Unfortunately, the picture is not as rosy as it seems. Mashriqī had a number of misconceptions regarding the prophetic tradition (Sunnah), the impact of different prophethoods on legislation, the Islamic theory of hermeneutics, and other areas. For more on the personality of ʿInāyatullāh Mashriqī and his role, refer to the book Allama Inayatullah Mashraqi by Muhammad Mālik, published in Oxford. Note that the book focuses more on his political career.
Nun zum eigentlichen Thema, dem Vergleich der beiden Persönlichkeiten: des englischen Astrophysikers James Jeans und des indisch-pakistanischen Mathematikers ʿInāyatullāh Mashriqī. Zur selben Zeit, als ʿInāyatullāh Mashriqī in Cambridge war, um sein Mathematikstudium fortzusetzen, traf er auf James Jeans, der an der Universität lehrte. Sie lernten einander kennen. ʿInāyatullāh Mashriqī berichtet von einer Begebenheit, die sich zwischen ihnen ereignete. Diese Geschichte wurde von der Zeitschrift Nuqoosh in Pakistan in einer Sonderausgabe veröffentlicht, die dem Leben ʿInāyatullāh Mashriqīs gewidmet war. Von dort wurde sie vom indischen Gelehrten Waḥīduddīn Khān in sein Buch God Arises: Evidence of God in Nature and in Science übernommen. In der Einleitung erwähnte er, dass die Wendung „God Arises“ einem Vers aus der Bibel entnommen ist.
Now to the core issue, which is to compare the two personalities: the English astrophysicist James Jeans, and the Indian-Pakistani mathematician ʿInāyatullāh Mashriqī. At the same time that ʿInāyatullāh Mashriqī was at Cambridge to further his studies in maths, he met James Jeans, who was teaching at the university. They came to know each other. ʿInāyatullāh Mashriqī relates a story that transpired between them. This story was published by the Nuqoosh magazine in Pakistan, in a special edition dedicated to ʿInāyatullāh Mashriqī’s life. From there, it was copied by the Indian scholar Waḥīduddīn Khān in his book God Arises: Evidence of God in Nature and in Science. In the introduction, he mentioned that the phrase ‘God Arises’ is taken from a verse in the Bible.
Lassen Sie uns nun zu dieser ausführlichen Diskussion übergehen. Waḥīduddīn Khān sagt: Um es zusammenzufassen, hier ist ein Vorfall, der sich in England ereignete, wie ihn Inayat-ullah Mashriqi berichtet: „Es war Sonntag", schreibt er, „das Jahr 1909. Es regnete heftig. Ich war auf einem Botengang unterwegs, als ich den berühmten Astronomen der Universität Cambridge, Sir James Jeans, mit einer Bibel unter dem Arm auf dem Weg zur Kirche sah. Als ich näher kam, grüßte ich ihn, aber er antwortete nicht. Als ich ihn ein zweites Mal grüßte, sah er mich an und fragte: ‚Was wollen Sie?' ‚Zwei Dinge', antwortete ich. ‚Erstens regnet es in Strömen, aber Sie haben Ihren Regenschirm nicht aufgespannt.' Sir James lächelte über seine eigene Zerstreutheit und spannte seinen Schirm auf. ‚Zweitens', fuhr ich fort, ‚würde ich gern wissen, was ein Mann von so universalem Ruhm wie Sie tut – geht er in der Kirche beten?' Sir James hielt einen Moment inne, dann sagte er, mich anblickend: ‚Kommen Sie heute Abend zum Tee zu mir.' Also ging ich an diesem Nachmittag in sein Haus. Genau um 4 Uhr erschien Lady James. ‚Sir James wartet auf Sie', sagte sie. Ich ging hinein, wo der Tee auf dem Tisch bereitstand. Sir James war in Gedanken versunken. ‚Was war noch einmal Ihre Frage?', fragte er, und ohne eine Antwort abzuwarten, begann er eine mitreißende Beschreibung der Erschaffung der Himmelskörper und der erstaunlichen Ordnung, der sie folgen, der unglaublichen Entfernungen, die sie zurücklegen, und der unfehlbaren Regelmäßigkeit, die sie einhalten, ihrer verschlungenen Bahnen durch den Raum auf ihren Umlaufbahnen, ihrer gegenseitigen Anziehung und dass sie niemals von dem ihnen bestimmten Weg abwichen, so kompliziert er auch sein mochte. Seine lebhafte Schilderung der Macht und Majestät Gottes ließ mein Herz zu zittern beginnen. Was ihn betraf, so standen die Haare auf seinem Kopf aufrecht. Seine Augen leuchteten vor Ehrfurcht und Staunen. Die Furcht vor dem Gedanken an die allwissende und allmächtige Natur Gottes ließ seine Hände zittern und seine Stimme stocken." „Weißt du, Inayat-ullah Khan“, sagte er, „wenn ich die wunderbaren Schöpfungswerke Gottes betrachte, erzittert mein ganzes Wesen vor Ehrfurcht vor Seiner Majestät. Wenn ich in die Kirche gehe, neige ich mein Haupt und sage: ‚Herr, wie groß Du bist‘, und nicht nur meine Lippen, sondern jedes Teilchen meines Körpers stimmt in diese Worte ein. Ich finde im Gebet unglaublichen Frieden und Freude. Verglichen mit anderen empfange ich aus meinem Gebet tausendmal mehr Erfüllung. Sag mir also, Inayatullah Khan, verstehst du nun, warum ich in die Kirche gehe?“ Die Worte Sir James Jeans’ ließen Inayat-ullah Mashriqis Gedanken kreisen. „Sir“, sagte er, „Ihre inspirierenden Worte haben einen tiefen Eindruck auf mich gemacht. Ich erinnere mich an einen Vers des Qurʾān, den ich, wenn Sie erlauben, gern zitieren würde.“ „Aber natürlich“, erwiderte Sir James. Inayat-ullah Khan rezitierte daraufhin diesen Vers: „Und in den Bergen gibt es Streifen von verschiedenen Schattierungen von Weiß, Rot und rabenschwarz; ebenso sind Menschen, Lebewesen und Vieh in verschiedenen Farben. Von all den Dienern Allāhs fürchten Ihn in Wahrheit nur die Wissenden um Seine Macht.“369 „Was war das?“, rief Sir James aus. „Nur diejenigen, die Wissen besitzen, fürchten Gott. Wunderbar! Wie außergewöhnlich! Ich habe fünfzig Jahre ununterbrochenen Studierens und Beobachtens gebraucht, um diese Tatsache zu erkennen. Wer hat es Muhammad ﷺ gelehrt? Steht das wirklich im Qurʾān? Wenn ja, dürfen Sie meine Aussage festhalten, dass der Qurʾān ein inspiriertes Buch ist. Muhammad ﷺ war Analphabet. Er kann diese überaus wichtige Tatsache nicht aus eigener Kraft gelernt haben. Gott muss sie ihm gelehrt haben. Unglaublich! Wie außergewöhnlich!“370
Diese interessante Diskussion zwischen Jeans und Mashriqī enthält viele Punkte, die jeden Leser überraschen würden. Dass Jeans – als Astronomiestudent, der er war – tief von dem Koranvers beeinflusst wurde und seine spontane Sichtweise unter Tränen äußern konnte, war eine Szene, die jedes menschliche Herz mit Glauben beleben würde. Da Mashriqī jünger war als Jeans, und da Letzterer sichtbar vom Glauben an Allah beeinflusst wurde, den Mashriqī besaß, hatte dies wiederum einen tiefen Einfluss darauf, den Glauben des jungen Mannes zu festigen, als wäre Jeans ein Geschenk des Himmels für ihn gewesen.
This interesting discussion between Jeans and Mashriqī contains many points that would surprise any reader. That Jeans – being the student of astronomy that he was – was deeply influenced by the Qur’anic verse and was able to tearfully offer his improvised perspective was a scene that would animate any human heart with faith. Because Mashriqī was younger than Jeans, and given that the latter was visibly influenced by the faith in Allah that Mashriqī had, this in turn had a deep influence in shoring up the youngster’s faith in Allah, as if Jeans was a godsend for him.
Dieses wunderbare Universum mit all seinen Galaxien, Sternen, Planeten, Monden, Umlaufbewegungen und Planetensystemen führte Professor Jeans dazu, nach der Religion zu suchen, die ihm am nächsten stand, und das war zufällig das Christentum. Stell dir vor, was der Fall gewesen wäre, hätte er das Bewahrte Buch Allahs gekannt und die wunderbare wissenschaftliche, gesetzgeberische, rhetorische und geistliche Unnachahmlichkeit darin gesehen. Bedenke auch, dass Jeans erschrocken war, als er die Aussage Allahs erfuhr: „Nur diejenigen unter Seinen Dienern, die Wissen besitzen, fürchten Allah“, womit bezeugt wird, dass der Qur'an die Wahrheit ist. Es ist in der Tat wunderbar, wie der Qur'an die Herzen der Menschen berührt. Ein zentraler Aspekt dieser Betrachtung war, dass man sehen kann, wie Professor Jeans mit seiner angeborenen menschlichen Fitra übereinstimmte, als er Allah verherrlichte und sagte: „Herr, wie groß Du bist.“ Stell dir vor, was der Fall gewesen wäre, hätte er die Führung des Gesandten Allahs ﷺ gekannt und wie dieser mit Allah sprach, mit den besten Dhikr-Formeln und zu den besten Zeitpunkten, so sehr, dass seine Füße anschwollen, wenn er im Gebet stand. Darüber hinaus sieh, wie Professor Jeans von Frieden und Zufriedenheit überwältigt wurde, während er mit Allah sprach und Ihn verherrlichte. Stell dir vor, was das Ergebnis gewesen wäre, hätte er den Frieden gekostet, den der Qur'an bietet, die Zufriedenheit, die das nächtliche Gebet (Tahajjud) schenkt, und den süßen Geschmack von Demut und Unterwerfung vor Allah.
This wonderful universe with all its galaxies, stars, planets, moons, orbital movements, and planetary systems led Professor Jeans to seek out the religion closest to him, which happened to be Christianity. Imagine what would have been the case had he known the Preserved Book of Allah and saw the wondrous scientific, legislative, rhetorical, and spiritual inimitability therein. Also consider that Jeans was shocked to learn the statement of Allah ‘It is those alone who have knowledge who fear God’, testifying that the Qur’an is the truth. It is indeed wondrous how the Qur’an makes human hearts feel. One key aspect of this discussion was how you can see Professor Jeans was in agreement with his innate human fiṭrah, as he glorified Allah and said, ‘Lord, how great You are.’ Imagine what would have been the case had he known the guidance of the Messenger of Allah , and how he conversed with Allah with the best of remembrance phrases and at the best of occasions, so much so that his feet became swollen as he stood in prayer. In addition, look at how Professor Jeans was overcome by peace and contentment as he conversed with Allah as he glorified Him. Imagine what would have been the result had he tasted the peace offered by the Qur’an, the contentment offered by the vigil (tahajjud) prayer, and the sweet taste of humility and submission in front of Allah.
All diese Elemente in der Verherrlichung Allahs offenbarten sich Professor Jeans, als er die Wunder der Himmel und der Erde betrachtete, so sehr, dass er schließlich bezeugte, dass der Koran und das Prophetentum Muhammads ﷺ wahr sind. Tatsächlich hat Allah die Wahrheit gesprochen: „Wir werden ihnen Unsere Zeichen im Universum und in ihnen selbst zeigen, bis ihnen klar wird, dass dieser Koran die Wahrheit ist. Genügt es nicht, dass dein Herr über alle Dinge Zeuge ist?“371
All these elements in the glorification of Allah manifested for Professor Jeans, as he contemplated the wonders of the heavens and the Earth, so much so that he ended up testifying that the Qur’an and the prophethood of Muhammad are true. Indeed, Allah spoke the truth: ‘We will show them Our signs in the universe and within themselves until it becomes clear to them that this Quran is the truth. Is it not enough that your Lord is a Witness over all things?’371
Diese Gefühle, die Professor Jeans empfand, als er über die großartigen Wunder der Himmel und der Erde und die Schönheit der Astronomie nachsann, wurden auch vielen anderen Menschen als ihm zuteil. Immanuel Kant (gest. 1804) war eine führende Gestalt der deutschen Philosophie. In seiner Trilogie zur Moralphilosophie leitete er den Schluss des zweiten Buches mit einem interessanten Ausspruch ein: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender wir über sie nachdenken: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“372
These feelings that Professor Jeans felt, as he contemplated the great wonders of the heavens and the Earth and the beauty of astronomy, was presented to many people other than him as well. Immanuel Kant (d. 1804) was a leading figure in German philosophy. In his trilogy on moral philosophy, he started the conclusion to the second book with an interesting expression: ‘Two things fill the mind with ever new and increasing admiration and awe, the oftener and the more steadily we reflect on them: the starry heavens above and the moral law within.’372
Wenn man darüber nachdenkt, was Kant sagte, während er diese Gefühle in sich selbst schilderte, und dann die zentrale Stellung betrachtet, die Kant innerhalb der Philosophie im Allgemeinen und der deutschen Philosophie im Besonderen einnimmt, gelangt man zwangsläufig zu dem erstaunlichen Schluss, dass selbst ein Mensch, der tief in diesen komplexen Disziplinen verwurzelt war, nicht anders konnte, als von den astronomischen Zeichen am Himmel bewegt zu werden.
When you ponder over what Kant said as he related these feelings in himself, and then you look at the central position that Kant holds within philosophy in general and German philosophy in particular, you will inevitably reach the spectacular conclusion that even a person who was deeply entrenched in these complex disciplines could not but be animated by the astronomical signs in the heaven.
Lassen Sie uns über diese Klasse von Wissenschaftlern und Philosophen hinausblicken. Lassen Sie uns auf eine Klasse schauen, die ehrwürdiger, reiner und wissender ist als sie – die Führer des islamischen Wissens und Glaubens. Wenn wir diese Klasse von Gelehrten analysieren, kann ich persönlich an der Geschichte, die Abū Ḥafṣ al-Bazzār (gest. 749 n. H.) erzählt und die er in seinem Buch al-Aʿlām al-ʿAliyyah fī Manāqib Ibn Taymiyyah festhält, nicht vorbeigehen. Das Buch von Bazzār ist meiner Ansicht nach das beste, das je geschrieben wurde, um die Tugenden Ibn Taymiyyahs festzuhalten. Ja, die Biografien von Ibn ʿAbd al-Hādī und Ibn Kathīr enthalten in manchen Bereichen mehr Einzelheiten; Bazzār jedoch berichtet von den feinen Eigenheiten, wie Ibn Taymiyyah im Laufe des Tages und der Nacht mit Angelegenheiten umging. Diese Darstellung finden wir nirgendwo sonst. Sogar die Art, wie Ibn Taymiyyah den Takbīr rezitierte und sein Gebet eröffnete, ist überliefert. Vielleicht lag der Grund dafür darin, dass Bazzār außerordentlich daran interessiert war, das persönliche Leben und die Zeit Ibn Taymiyyahs festzuhalten. Ibn Taymiyyah hielt Bazzār nah bei sich. Bazzār sagt: „Als ich in Damaskus wohnte, war ich fast den ganzen Tag und den größten Teil der Nacht bei ihm. Er ließ mich neben sich sitzen.“373 Ich beneide jeden, der al-Aʿlām al-ʿAliyyah noch nicht gelesen hat, denn es ist in der Tat die freudvollste Lektüre.
Let us look beyond this class of scientists and philosophers. Let us look at a class that is more honourable, pure, and knowledgeable than them – the leaders of Islamic knowledge and faith. If we analyse this class of scholars, I for one cannot look past the story that Abū Ḥafṣ al-Bazzār (d. 749 AH) relates, which he records in his book al-Aʿlām al-ʿAliyyah fī Manāqib Ibn Taymiyyah. Bazzār’s book, in my view, is the best that has ever been written that records the virtues of Ibn Taymiyyah. Yes, the biographies written by Ibn ʿAbd al-Hādī and Ibn Kathīr have more details in some areas; however, Bazzār relates the subtle mannerisms of how Ibn Taymiyyah dealt with issues throughout the day and night. We cannot find this exposition elsewhere. Even the manner in which Ibn Taymiyyah recited takbīr and opened his prayer is recorded. Maybe the reason for this was that Bazzār was extremely interested in recording the personal life and times of Ibn Taymiyyah. Ibn Taymiyyah used to keep Bazzār close to him. Bazzār says, ‘When I was residing in Damascus, I was with him for almost all of the day and most of the night. He would make me sit next to him.’373 I am envious of anyone who has not yet read al-Aʿlām al-ʿAliyyah, for it is indeed the most joyous read.
Diese Geschichte über Ibn Taymiyyah, die Bazzār überliefert, steht im Zusammenhang mit unserem Thema der Astronomie. Unmittelbar nach dem Fadschr-Gebet hatte Ibn Taymiyyah eine feste Gewohnheit. Bazzār sagt: „Dann begann er damit, Allah zu gedenken. Alle wussten, dass es seine Gewohnheit war, nach dem Fadschr-Gebet nicht angesprochen zu werden, außer in dringender Not. Er fuhr fort, Allah in einer Stimme zu gedenken, die er selbst hören konnte; manchmal geschah dies in einer Stimme, die jemand in seiner Nähe hören konnte. Während dieser Zeit richtete er häufig seinen Blick zum Himmel. Dies war seine Gewohnheit, bis die Sonne aufging und die verbotene Zeit für das Gebet vorüberging.“374
This story about Ibn Taymiyyah, which Bazzār relates, is connected to our topic on astronomy. Immediately after the Fajr prayer, Ibn Taymiyyah had a routine. Bazzār says, ‘Then he would start off by remembering Allah. Everyone knew that after the Fajr prayer, his habit was to not be spoken to without a dire need. He would continue to remember Allah in a voice he would be able to hear; sometimes it would be in a voice that someone sitting nearby would be able to hear. During this time, he would frequently raise his gaze to the sky. This was his routine until the Sun would rise and the unlawful time for prayer would pass.’374
Sieh nur, wie oft Abū al-ʿAbbās Ibn Taymiyyah nach dem Morgengebet auf das Reich der Himmel und der Erde blickte, während er Allah gedachte. Er richtete seinen Blick zum Himmel, da ihm dies half, sich auf die Größe des Göttlichen zu konzentrieren. Der einzige Grund, weshalb das Erheben des Blickes zum Himmel im Gebet nicht erlaubt ist, liegt darin, dass dieser ein Ort der Demut und Ehrfurcht ist; abgesehen davon gibt es kein Verbot, den Blick zum Himmel zu erheben. Der Prophet ﷺ pflegte sein Gesicht zum Himmel zu wenden, da er sich nach der Umwendung der Qibla sehnte: „Wahrlich, Wir sehen, wie du, o Prophet ﷺ, dein Gesicht zum Himmel wendest. Nun werden Wir dich zu einer Gebetsrichtung wenden, die dir gefallen wird.“375
Look at how much Abū al-ʿAbbās Ibn Taymiyyah used to look at the kingdom of the heavens and the Earth after the Fajr prayer, as he remembered Allah. He turned his gaze to the heaven as that helped him focus on the magnificence of the Divine. The only reason why raising the gaze to the heaven is not allowed in prayer is because it is a place to be humble and respectful; apart from that, there is no prohibition on raising the gaze to the heaven. The Prophet used to turn his face to the sky as he yearned for the switching of the qiblah: ‘Indeed, We see you O Prophet turning your face towards heaven. Now We will make you turn towards a direction of prayer that will please you.’375
Eine der besten Möglichkeiten, die Astronomie als Weg zum Glauben zu nutzen, die weit über das hinausgeht, was gewöhnliche Menschen erwähnen, ist das, was Ibrāhīm hinsichtlich der Himmelskörper widerfuhr. Allah erwähnt in Seinem Buch, dass Er Ibrāhīm „die Wunder der Himmel und der Erde" zeigte, um ein klares Ergebnis zu erreichen: „damit er im Glauben gewiss werde". Welcher Beweis könnte größer sein als dieser? Er zeigt, dass die Astronomie ein Weg des Aufstiegs zum Glauben ist. Was könnte größer sein als die Himmelskörper und ihr Verhalten, als eine Treppe für das Herz, sich über die Zweifel zur Gewissheit zu erheben? „Und so zeigten Wir Ibrāhīm die Wunder der Himmel und der Erde, damit er im Glauben gewiss werde." { Al-An'am: 75 }376
One of the best ways to leverage astronomy as a gateway to faith, which far exceeds that which is mentioned by ordinary people, is what happened to Ibrāhīm vis-à-vis the celestial bodies. Allah mentions in his Book that He showed Ibrāhīm ‘the wonders of the heavens and the Earth’ to achieve a clear result: ‘so he would be sure in faith’. Which proof can possibly be greater than this? It shows that astronomy is a way of ascent to faith. What can be greater than the celestial bodies and their behaviours in being a staircase for the heart to rise above doubts to reach certainty? ‘We also showed Abraham the wonders of the heavens and the Earth, so he would be sure in faith.’376
Betrachte die Wunder der Himmel und der Erde. Wer dies tut, würde im Paradies der Gewissheit landen. Allah lädt uns ein, die Wunder der Himmel und der Erde zu betrachten: „Haben sie denn nie über die Wunder der Himmel und der Erde nachgedacht…?“377 Wer auch immer die Geschichte des Astrophysikers James Jeans liest und seine Ergriffenheit über die Großartigkeit der Schöpfung Allahs und die Neuartigkeit in Seinem System, die ihn zu Tränen rührte … Wer Kants Aussage betrachtet, als er schilderte, wie er beeindruckt und ehrfürchtig wurde, sooft er den gestirnten Himmel über uns ansah … Wer bedenkt, wie Ibn Taymiyyah nach dem Morgengebet seinen Blick zum Himmel richtete, bis die Sonne aufging … Und wer nach all dem die Aussage Allahs liest: „Und so zeigten Wir Abraham die Wunder der Himmel und der Erde, damit er im Glauben gewiss würde …“378, der hat eines der großen Geheimnisse des Qur’an gelernt, das Gewissheit in die Herzen und Köpfe der Menschen pflanzt.
Look at the wonders of the heavens and the Earth. Anyone who does this would end up in the paradise of certainty. Allah invites us to look at the wonders of the heavens and the Earth: ‘Have they ever reflected on the wonders of the heavens and the Earth…?’377 In any case, whoever reads the story of astrophysicist James Jeans, and his animation over the magnificence of Allah’s making and the innovation in His system that led him to tears…Whoever looks at Kant’s statement when he discussed how he was impacted and awed whenever he looked at the starry heaven above us…Whoever ponders how Ibn Taymiyyah would turn his gaze to the sky after the Fajr prayer until the Sun would rise… And after all of this, he reads the statement of Allah: ‘We also showed Abraham the wonders of the heavens and the Earth, so he would be sure in faith…’378 He would have learned one of the great secrets of the Qur’an that implants certainty in the hearts and minds of humans.
Wenn ein Mensch über die letzte Passage – „damit er im Glauben gewiss sein möge“ – sorgfältig nachdenkt, werden ihm die großen Türen zum Iḥsān geöffnet. Es ist die höchste Stufe der Religion, die über dem Īmān und dem Islām steht. Sie bedeutet, Allah so zu verehren, als sähest du Ihn, was ein sehr starkes Maß an Überzeugung ausdrückt. Wenn du die Sterne vor deinen Augen leuchten siehst, nutze diese Gelegenheit, um zum Gipfel der Gewissheit aufzusteigen. Allah weiß es am besten. Möge Allah Segen und Friedensgruß auf unseren Propheten Muhammad ﷺ, seine Familie und seine Gefährten senden.
Whenever a person thinks carefully of the last passage – ‘so he would be sure in faith’ – the great doors to iḥsān would open up for him. It is the highest station of the religion, sitting above īmān and islām. It means to worship Allah as if you are seeing Him, denoting a very strong sense of belief. When you see the stars shining in front of your eyes, use that opportunity to ascend to the summit of conviction. Allah knows best. May Allah send benedictions and salutations on our Prophet Muhammad, his Family, and his Companions.
15. Schawwāl, 1433 n. H.
15 Shawwāl, 1433 AH.
364 The Story of Physics, S. 25. 365 Physics and Philosophy, Cambridge, 1943, S. 2.
364 The Story of Physics, p. 25. 365 Physics and Philosophy, Cambridge, 1943, p. 2.
366 Elements of the Philosophy of Right, S. xxi.
366 Elements of the Philosophy of Right, p. xxi.
367 Philosophy in the United States, Mind magazine, S. 95.
367 Philosophy in the United States, Mind magazine, p. 95.
368 ‘On Hating and Despising Philosophy,’ London Book Review, 1996, S. 16.
368 ‘On Hating and Despising Philosophy,’ London Book Review, 1996, p. 16.
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369 Fāṭir, 27-28.
370 God Arises: Evidence of God in Nature and in Science, S. 381–383.
370 God Arises: Evidence of God in Nature and in Science, pp. 381-383.
371 Fuṣṣilat, 53.
371 Fuṣṣilat, 53.
372 Kritik der praktischen Vernunft, S. 138.
372 Critique of Practical Reason, p. 138.
373 Al-Aʿlām al-ʿAliyyah, S. 38.
373 Al-Aʿlām al-ʿAliyyah, p. 38.
374 Al-Aʿlām al-ʿAliyyah, S. 38.
374 Al-Aʿlām al-ʿAliyyah, p. 38.
375 Al-Baqarah, 144.
375 Al-Baqarah, 144.
376 Al-Anʿām, 75. 377 Al-Aʿrāf, 185.
376 Al-Anʿām, 75. 377 Al-Aʿrāf, 185.
378 Al-Anʿām, 75
378 Al-Anʿām, 75