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Der zweite rationale Hinweis auf die Existenz Allahs: Das teleologische Argument
The Second Rational Indicator For The Existence Of Allah: The Teleological Argument
by Abdullāh ibn Ṣāliḥ al-ʿUjayrī74 min readViewed 44 times
Der britische Physiker Paul Davies hat ein interessantes Buch mit dem Titel „The Goldilocks Enigma“ verfasst. Das Buch versucht, ein merkwürdiges Problem zu ergründen, das die Beschaffenheit des Universums betrifft, in dem wir leben: Es ist auf eine Weise perfekt passend und ausbalanciert für uns, als wäre es ein Goldlöckchen-Universum. Wie jeder weiß, der mit dem Begriff vertraut ist, ist dieser Titel einer berühmten und beliebten Kindergeschichte entlehnt, „Goldlöckchen und die drei Bären“. Kurz zusammengefasst: Ein Mädchen namens Goldlöckchen findet im Wald ein Bärenhaus. Jeder Bär hat sein eigenes Essen, seinen eigenen Stuhl und sein eigenes Bett. Beim Probieren stellt Goldlöckchen fest, dass zwei der drei (die dem Vater und der Mutter gehören) für sie nicht geeignet sind, weil sie zu heiß und zu kalt (Essen), zu hoch oder zu niedrig (Stühle) und zu hart oder zu weich (Betten) sind. Nur die des kleinen Bären findet sie für sich passend. Die Parallele liegt darin, dass das Universum, in dem wir leben, auf meisterhafte Weise erschaffen wurde: Es ist in einem solchen Maße fein abgestimmt, dass es, wäre es auch nur anders beschaffen, kein Leben hätte tragen können. Daraus entsteht das teleologische Argument. Dieses Argument wurde quer durch das gesamte religiöse Spektrum, in allen Epochen und Regionen verwendet. So sagte etwa Rāzī: Die Fiṭrah bezeugt, dass das Erscheinen eines Hauses, das mit ungewöhnlichen Inschriften versehen und auf fein ausbalancierte Weise mit Weisheit und Nutzen erbaut ist, nicht möglich ist ohne einen kundigen Schreiber und einen umsichtigen Baumeister. Bekanntlich sind die Zeichen der Weisheit in der oberen und unteren Welt weit zahlreicher als die Erscheinungsformen der Weisheit in jenem kleinen Haus. Da die ursprüngliche Fiṭrah bezeugt, dass die Inschrift einen Schreiber und das Gebäude einen Baumeister braucht, würde dieses Zeugnis umso mehr gelten, wenn es um diese gesamte Welt geht, die einen Schöpfer braucht, der mit Wahl und Weisheit handelt.243
The British physicist Paul Davies has an interesting book titled The Goldilocks Enigma. The book attempts to uncover a curious issue pertaining to the nature of the universe that we live in, in terms of how it is perfectly suitable and balanced for us, as if it were a Goldilocks universe. As is known to anyone familiar with the term, this title is borrowed from a famous and popular children’s story, Goldilocks and the Three Bears. In summary, a girl by the name of Goldilocks finds a bear house in the forest. Each bear has its own food, chair, and bed. Sampling each, Goldilocks finds that two of the three (belonging to the father and mother) are not suitable for her because they are too hot and too cold (food), too high or too low (chairs), and too hard or too soft (beds). The only one she finds suitable for herself are the ones belonging to the small bear. The similitude here is that the universe in which we live has been made in a masterful manner: It has been fine-tuned to such a great degree that, had it been any other way, it would not have been able to support life. From this, the teleological argument takes shape. The argument has been used right across the religious spectrum and in all eras and geographies. For example, Rāzī said, Fiṭrah testifies that the appearance of a house inscribed with unusual inscriptions and built in a finely balanced manner with wisdom and benefit cannot be possible without a knowledgeable scribe and a prudent builder. It is known that the signs of wisdom in the upper and lower worlds are far more than the manifestations of wisdom in that small house. Given that the original fiṭrah is a testament to the inscription needing a scribe, and the building needing a builder, this testament would be all the more so in the case of this entire world needing a maker that acts with choice and wisdom.243
Ibn al-Qayyim sagte: Allah hat Seine Diener – und selbst die Tiere – so veranlagt, dass sie Gefallen daran finden, alles an seinen rechtmäßigen Platz zu setzen, Dinge zu ihrem passenden Zeitpunkt auszuführen und Dinge auf die gewünschte Weise zu erwerben. Ebenso hat Er sie veranlagt, das Gegenteil zu verabscheuen und den genannten Methoden zuwiderzuhandeln. Das Erstere zeugt von der Vollkommenheit, dem Wissen, der Macht und der Geschicklichkeit des Handelnden; sein Gegenteil zeugt von seiner eigenen Unzulänglichkeit und der Unzulänglichkeit seines Wissens, seiner Macht und seiner Sachkenntnis. Dies ist die fiṭrah, von der die Menschen sich schlechterdings nicht lösen können. Es ist bekannt, dass derjenige, der sie so veranlagt und diese Fähigkeit in sie gelegt hat, dieser lobenswerten Eigenschaften würdiger wäre als sie selbst. Allah setzt die Dinge an ihren rechtmäßigen Platz. Er macht sie einzigartig, indem Er ihnen Eigenschaften, Formen, Gestalten und Größen zuweist, auf eine Weise, die Er besser kennt als jeder andere. Er bringt sie ans Licht – und zwar zu dem einzigen Zeitpunkt, der ihnen angemessen ist. Wer über eine gesunde Analyse und einen aufrechten Verstand verfügt und so nachdenkt, wie man es tun sollte, würde dies in dem bezeugen, was er sieht und weiß. Er würde das, was er wahrnimmt, als Beweis für das Verborgene heranziehen. Alles ist das Werk des Weisen, des Allwissenden. Um dies zu zeigen, genügt es, die Weisheit hinter der Erschaffung der Tiere, ihrer Glieder, Eigenschaften und Gestalten zu kennen, den Nutzen, der aus ihnen gezogen werden kann, und dass sie durchaus die Weisheit verkörpern, die an ihnen gewollt ist. Allah hat Seinen Dienern empfohlen, dies zu tun: „…und auch in euch selbst. Könnt ihr denn nicht sehen?“244; und „Betrachten sie denn nicht die Kamele – wie sie kunstvoll erschaffen wurden?…“245 In ähnlicher Weise wird man, wenn man all Seine oberen und unteren Schöpfungen und alles, was dazwischen liegt, richtig betrachtet und beobachtet, finden, dass alles mit großer Weisheit gestaltet und umhüllt ist. Er würde die Weisheit, die in sie eingeprägt ist, zu lesen vermögen und ausrufen: „Dies ist das Werk des Allwissenden und Weisen, und es ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden. Wenn Verstände etwas Passenderes als dies finden können, sollen sie es empfehlen; wenn sie etwas Schöneres als dies sehen, sollen sie es hervorbringen und zur Schau stellen. Das ist das Werk dessen, Der sieben Himmel übereinander erschaffen hat. Du wirst in der Schöpfung des Barmherzigen niemals irgendeinen Mangel sehen. Schau also noch einmal hin: Siehst du irgendeinen Fehler?“246
Wer diese Welt betrachtet und sie so bedenkt, wie es recht ist, der weiß, dass ihr Schöpfer sie meisterhaft gestaltet und befestigt hat. Wenn er über sie nachsinnt, wird er finden, dass sie einem Haus gleicht, in dem alle Einrichtungen bereitet sind. Der Himmel ist wie ein Dach erhoben, die Erde ist wie ein Teppich ausgebreitet, die Sterne sind wie Lampen gebündelt, und das Wohl ist darin wie Schätze verwahrt. Alles darin ist für das bestimmt, wozu es geeignet ist. Der Mensch gleicht dem Hausherrn, der dazu berechtigt gemacht wurde. Die verschiedenen Arten von Pflanzen wurden für seine Zwecke bereitet. Verschiedene Tiere werden zu seinem Nutzen eingesetzt. Manche von ihnen dienen nur dem Melken, der Zucht und der Ernährung; manche nur dem Reiten und dem Transport; andere der Schönheit und dem Schmuck; und wieder andere all diesem zugleich, wie etwa die Kamele, deren Mägen Behälter für Getränk, Nahrung, Medizin und Heilmittel sind. In ihnen liegt eine Lehre für jene, die beobachten wollen, und Zeichen für jene, die unterscheiden können. Und in der Vogelwelt – mit all ihrer Vielfalt, ihren Formen, Farben, Bestandszahlen, dem Nutzen, den sie gewähren, ihren Gesängen, mit ausgebreiteten und angelegten Flügeln sowie ihren Zug- und Nistgewohnheiten – liegt eine große Lehre und ein klarer Hinweis auf die Weisheit des Schöpfers, des Allwissenden.“247
Ibn Rushd hat dieses Argument hervorragend formuliert. Er sagte: Was die Methode betrifft, derer sich die Religion bediente, um die Massen über die Welt als Schöpfung Allahs zu belehren, so ist zu beachten, dass sich bei der Betrachtung der Verse, die diese Bedeutung tragen, zeigt, dass diese Methode eine der Vorsehung ist. Es ist eine Weise, die wir als Hinweis auf die Existenz des Schöpfers dargelegt haben. Ferner: Wenn ein Mensch einen wahrnehmbaren Gegenstand betrachtet und feststellt, dass er in eine bestimmte Form, Größe und Anordnung gebracht ist, und dass all dies auf den Nutzen und das Endziel ausgerichtet ist, das man von ihm erwarten würde (so dass er zugeben müsste, dass dieser Nutzen nicht vorhanden wäre, wenn er in eine andere Form, Anordnung oder Menge gebracht worden wäre), dann würde er überzeugt sein, dass dieses Ding einen Macher hat, der es gemacht hat. Deshalb sind seine Form, Anordnung und Größe auf seinen Nutzen abgestimmt. Ebenso wäre es nicht möglich, dass all diese Dinge rein zufällig auf diesen Nutzen hin zusammengetroffen wären. Wenn etwa jemand einen Stein auf dem Boden sieht und feststellt, dass er so geformt ist, dass man sich darauf setzen kann, und ebenso Anordnung und Größe entsprechend findet, dann würde er wissen, dass dieser Stein von einem Macher zu einem Stuhl geformt wurde, der ihn an dieser Stelle so gestaltet und geformt hat. Wenn er hingegen keine solche Anordnung zum Sitzen sieht, würde er sicher sein, dass das Erscheinen des Steines an diesem Ort und in dieser Weise zufällig war, ohne dass jemand ihn dorthin gelegt hat. Dasselbe gilt für die gesamte Welt. Der Mensch kann darin die Sonne, den Mond und die Sterne sehen – die Ursache der vier Jahreszeiten, von Tag und Nacht, von Regen, Wasser und Wind sind, von Gebieten der Erde, die von Menschen bewohnt werden, und von Landtieren, die dort zu finden sind – und dass das Wasser für Wassertiere geeignet ist und die Luft für fliegende Lebewesen tauglich gemacht wurde. Er kann sehen, dass, wenn eine dieser Formen und Strukturen gestört würde, alle hier vorhandenen Geschöpfe ebenfalls aus dem Gleichgewicht geraten würden. Er würde daher mit Gewissheit wissen, dass es unmöglich ist, dass sich alle Teile der Welt bloß zufällig zum Wohle des Menschen, der Tiere und der Pflanzen zusammengefügt haben; vielmehr geschah dies nach dem Plan eines Wesens, das dies wollte. Das wäre Allah. Der Mensch würde auch mit voller Überzeugung wissen, dass die Welt erschaffen wurde, denn er würde instinktiv erkennen, dass eine solche Übereinstimmung ohne einen Schöpfer unmöglich allein durch Zufall entstehen kann. Diese Art von Beweis ist entscheidend und schlicht, wie aus dem hier Geschriebenen deutlich wird. Seine Grundlage bilden zwei Prinzipien, die jeder anerkennt. Das eine besagt, dass die Welt mit all ihren Bestandteilen auf die Existenz des Menschen und aller Tiere, die hier leben, ausgerichtet ist. Das zweite besagt, dass alles, mit all seinen Bestandteilen, das auf eine einzige Handlung und ein einziges Ziel ausgerichtet ist, als gemacht betrachtet werden muss. Aus diesen beiden Prinzipien folgt offensichtlich: Die Welt ist gemacht, und sie hat einen Schöpfer. Das Argument aus der Vorsehung weist gleichzeitig auf beide Punkte hin. Deshalb gilt es als das angesehenste der Argumente für die Existenz des Schöpfers.
Einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Abschnitte für dieses Argument im westlichen Raum ist die faszinierende Analogie von William Paley in seinem Buch Natural Theology: „Wenn ich beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein stoße und gefragt würde, wie der Stein dorthin gekommen ist, könnte ich möglicherweise antworten, dass er, soweit ich wisse, schon immer dort gelegen habe; und es wäre vielleicht nicht sehr leicht, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Doch angenommen, ich fände eine Uhr auf dem Boden, und es würde gefragt, wie die Uhr an diesen Ort gelangt ist; dann würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr, soweit ich wisse, schon immer dort gewesen sein könnte. Warum sollte diese Antwort aber für die Uhr nicht ebenso gelten wie für den Stein?“249
One of the most famed and widespread passages for this argument in the Western space is the fascinating analogy by William Paley in his book Natural Theology: ‘In crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for anything I knew to the contrary, it had lain there forever; nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for anything I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone?’249
Die Antwort liegt auf der Hand. Die komplexe Konstruktion einer Uhr verrät instinktiv die Existenz ihres Machers. Paley wollte mit der Uhr eine Analogie für das Universum ziehen, die die Existenz eines Uhrmachers notwendig macht. Von hier aus ist dieses Beispiel als „Uhrmacher-Analogie“ berühmt geworden, als Metapher dafür, dass die Welt einen weisen, allwissenden Schöpfer braucht.
The answer is obvious. The complex composition a watch contains instinctively reveals the existence of its maker. Paley wanted to draw an analogy for the universe from the watch, which necessitates the existence of a watchmaker. It is from here that this example has become famously known as the ‘watchmaker analogy’, as a metaphor for the world needing a Wise, Omniscient Maker.
Zusammensetzung des Arguments
Composition of the argument
Die Struktur dieses Arguments ähnelt der des Schöpfungsarguments insofern, als es sich ebenfalls auf zwei Dinge stützt: a) sinnlich wahrnehmbare Daten und b) angeborene und instinktive Vorstellungen. Eben darin liegt seine Stärke. Dieses Argument ist leicht zu verstehen und zu begreifen; es bereitet keine Schwierigkeiten. Betrachtet ein Mensch zum Beispiel den Grand Canyon, die steilwandige Schlucht in Arizona, und vergleicht ihn mit dem Mount Rushmore in South Dakota, wo eine kolossale Skulptur von vier amerikanischen Präsidenten in die Granitwand des Berges gemeißelt ist, oder mit anderen von Menschenhand geschaffenen Skulpturen und Reliefs, so wird er einen offensichtlichen Unterschied erkennen. Zwar ist nachvollziehbar, dass ersterer durch Wind- und Flusserosion entstanden ist, doch mag er nicht glauben, dass dieselben Kräfte zu letzterem fähig wären. Auch wenn er die Entstehung nicht selbst miterlebt hat, weiß er mit großer Sicherheit, dass Menschen am Werk waren. Denkt man über diesen Punkt weiter nach und fragt nach dem Grund für diesen Unterschied, so liegt er schlicht in der Art der Gestaltung und der Komplexität der Struktur, die eine menschliche Gestaltung plausibler erscheinen lassen. Dies erklärt, warum dieses Argument zum Beweis der Existenz Allahs so weit verbreitet ist. Wie sein Vorgänger gehört es zu den meistgebrauchten Argumenten in religiösen und philosophischen Kreisen, und es macht die Schöpfung zum Gegenstand, auf den vernunftgemäße und rationale Überlegungen angewendet werden. Während das Schöpfungsargument dazu dient zu zeigen, dass es für die Schöpfung notwendigerweise einen Schöpfer geben muss, nutzt dieses Argument die fein abgestimmte Beschaffenheit der Schöpfung, die auf einen weisen, allwissenden Schöpfer hindeutet. Das erste Argument schöpft seine Begründung aus dem Augenblick der Erschaffung selbst; dieses Argument schöpft seine Begründung aus dem, was nach dem Entstehen der Schöpfung besteht. Letzteres fällt auch insofern auf, als es weitere Eigenschaften des Schöpfers einführt, wie Seine vollkommene Macht, Seinen Willen, Sein Wissen, Seine Weisheit und andere.
The composition of this argument is similar to the composition of the argument from creation in that it also relies on: a) sensory and perceptible data, and b) innate and instinctive concepts. It is what gives the argument its strength. This argument is easy to comprehend and conceptualise – it has no difficulty to it. For example, when a person looks at the Grand Canyon, which is the steep sided canyon found in Arizona, and then he compares this to Mount Rushmore in South Dakota, where a colossal sculpture of four American presidents is carved into the granite face of the mountain, or other man-made sculptures and carvings, he would perceive that there is an obvious distinction to be made. Although it is understandable that the former was caused by wind and river erosion, he may not be able to believe the same are capable of the latter. Even though he would not have seen them being carved and sculptured in person, he would most certainly know that there were people who did this. If you contemplate on this point further and try to identify the reason for this distinction, it would simply be down to the nature of the composition and complexity of the structure that would make man made design to be more plausible. This explains why this argument is so widespread in its usage to prove the existence of Allah. Like its predecessor, it is one of the most used arguments in religious and philosophical circles, and it makes the creation the subject matter, where reasoning and rational concepts are applied to them. Whereas the argument from creation is leveraged to prove that there must be a creator for the creation, this argument leverages the finely-tuned nature of the creation, which suggests there is a Wise, Omniscient Creator. The first argument draws its reasoning from the actual moment of creation; this argument draws its reasoning after creation comes into existence. The latter also stands out insofar as it introduces further attributes of the Creator, such as His perfect power, will, knowledge, wisdom, and others.
Namen für dieses Argument
Names for this argument
Da dieses Argument weit verbreitet ist, gibt es verschiedene Bezeichnungen dafür, die jedoch alle dieselbe Bedeutung haben: Argument aus der Systematisierung; Argument aus der Feinabstimmung; Argument aus dem Design (teleologisches Argument); Argument aus der Vorsehung; Argument aus dem Zweck; und Argument aus der Planung.
As this argument is used extensively, there have been various terms to describe it, though they all refer to the same meaning: argument from systemisation; argument from fine-tuning; argument from design (teleological argument); argument from providence; argument from purpose; and argument from planning.
Offenbarung als Hinweis auf dieses rationale Argument
Revelation pointing to this rational argument
Betrachtet man die Offenbarung, so findet man zahlreiche Verwendungen dieses Arguments als Beweis, der den Dienern hilft, die Größe des Herrn und Seines vollkommenen Wissens, Seiner Macht und Weisheit zu erkennen. Es regt die angeborene Veranlagung des Menschen an, die diese Zeichen meisterhafter Gestaltung einem weisen und wollenden Urheber zuschreibt. Man lese zum Beispiel folgende Aussage Allahs: „Denen, die nicht an das Jenseits glauben, gehören die schlechten Eigenschaften, Allah aber gehören die herrlichsten Eigenschaften. Und Er ist der Allmächtige, der Allweise.“250
Looking at revelation, one can find many usages of this argument as evidence to assist servants in revealing the greatness of the Lord and His perfect knowledge, power, and wisdom. It stimulates man’s innate predisposition, that invites him to ascribe these manifestations of masterful construction to a Wise and Willing Doer. Read, for example, the following statements of Allah : • ‘To those who disbelieve in the Hereafter belong all evil qualities, whereas to Allah belong the finest attributes. And He is the Almighty, All-Wise.’250
• „Allah ist es, Der die Himmel ohne Stützen erhoben hat – so wie ihr es seht –, dann Sich auf dem Thron niedergelassen hat. Er hat die Sonne und den Mond unterworfen, jedes läuft für eine bestimmte Frist. Er lenkt die ganze Angelegenheit. Er macht die Zeichen klar, damit ihr im Vertrauen auf die Begegnung mit eurem Herrn seid.“251
• ‘It is Allah Who has raised the heavens without pillars – as you can see – then established Himself on the Throne. He has subjected the Sun and the Moon, each orbiting for an appointed term. He conducts the whole affair. He makes the signs clear so that you may be certain of the meeting with your Lord.’251
Obwohl diese Verse im Zusammenhang stehen, zu beweisen, warum der Herr allein der Anbetung würdig ist – der Beweis dafür ist, dass die Vielgötterer bestätigten, dass Er allein die absolute Herrschaft innehat252 – implizieren sie notwendigerweise auch, dass Allah existiert. Tatsache ist, dass die Verse, die in dieser Hinsicht angeführt werden können, zu zahlreich sind, um sie alle aufzuzählen.253 Es sind die Verse, die die Diener anweisen, ihre Denkkraft zu beleben, um über die Erschaffung der Himmel und der Erde, den Wechsel von Tag und Nacht und die Fürsorge für die Sterne, Wolken, Winde und alle Naturphänomene nachzudenken, die auf die Größe ihres Schöpfers hinweisen. Hinzu kommen jene Verse, die von den Wundern Allahs im Tier- und Pflanzenreich sprechen. Auch der Mensch selbst bleibt von diesem Prozess des Nachdenkens nicht ausgenommen – er soll beobachten und zugleich selbst Gegenstand der Beobachtung sein. Deshalb sprach Allah ﷺ: „Auf der Erde gibt es unzählige Zeichen für jene, die festen Glauben haben.“254
Einschätzung der Tragweite dieses Arguments
Sizing the impact of this argument
Es besteht kein Zweifel, dass dieses Argument in der Debatte um dieses Thema eine enorme Wirkung entfaltet hat. Es hat eine solche Überzeugungskraft entfaltet, dass viele Atheisten gezwungen waren, seine Macht anzuerkennen; tatsächlich hat es einige ihrer berühmtesten Vertreter dazu gebracht, den Atheismus gänzlich aufzugeben. Der britische Philosoph Antony Flew, ein bekannter ehemaliger Atheist, der zuvor eine Reihe von atheismusfreundlichen Forschungsarbeiten verfasst und an zahlreichen Debatten teilgenommen hatte, bekannte sich schließlich zur Existenz eines weisen, allwissenden Schöpfers, der das Universum erschaffen hat. In seinem Buch „There is a God“ brachte er zum Ausdruck, wie tief dieses Argument ihn persönlich beeindruckt hatte und ihn dazu bewogen hatte, den Atheismus aufzugeben: „Obwohl ich einst die Gottesbeweis-Argumentation scharf kritisierte, bin ich inzwischen zu der Einsicht gelangt, dass dieses Argument, wenn es korrekt formuliert wird, einen überzeugenden Beleg für die Existenz Gottes darstellt. Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich besonders zu dieser Schlussfolgerung geführt. Der erste ist die Frage nach dem Ursprung der Naturgesetze und die damit verbundenen Einsichten bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem Ursprung des Lebens und der Fortpflanzung.“255 Dieses Argument hat sogar die entschiedensten Atheisten dazu gebracht zuzugeben, dass es eine der besten Argumentationen ist, die von Theisten vorgebracht werden.
There is no doubt that this argument has had a huge impact in the debate surrounding this issue. Such has been its sway that it has forced many atheists to acknowledge its power; in fact, it has caused some of their most famous figures to abandon atheism altogether. British philosopher Antony Flew, a famous ex atheist who had previously written a number of pro-atheism research papers and participated in numerous debates, ended up affirming the existence of a Wise, Omniscient Creator who made the universe. In his book There is a God, he expressed the deep impact this argument had on him personally, which led him to abandon atheism: ‘Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.’255 This argument has forced even the most ardent of atheists into admitting that it is one of the best polemics offered by theists.
Struktur des Arguments
Structure of the argument
Das teleologische Argument beruht auf den folgenden Prämissen:
The teleological argument is based on the following propositions:
• Erste Prämisse: Das Universum, das wir sehen und in dem wir leben, ist meisterhaft gestaltet und vollkommen. Die Zeichen von Fürsorge und Vorsehung darin sind offensichtlich.
• First proposition: The universe we see and live in is masterfully made and consummate. The signs of care and providence therein are apparent.
• Zweite Prämisse: Diese vollendete Beherrschung legt nahe, dass es einen weisen, allwissenden Urheber gibt, der sie auf diese Weise erschaffen hat.
• Second proposition: This consummate mastery suggests that there is a Wise, Omniscient Doer who created it in this manner.
• Fazit: Allah ist der Weise, Allwissende Schöpfer, der das Universum erschaffen hat.
• Conclusion: Allah is the Wise, Omniscient Creator who created the universe.
Das Argument kann auch auf einem Ausschlussverfahren beruhen: Man listet zuerst alle Möglichkeiten auf und streicht dann die unplausiblen. Die Aussage lautet hier, dass das Universum meisterhaft erschaffen und vollkommen ist. Für diesen Sachverhalt gibt es drei Möglichkeiten.
The argument can also be based on an elimination process: list all the possibilities first, then remove the implausible ones. The statement here is that the universe is masterfully made and consummate. The possibilities for this being the case are three:
i. Es entstand aus kausaler Determiniertheit.
ii. Es entstand aus Zufall.
i. It appeared out of causal determinism. ii. It appeared out of coincidence.
iii. Sie ist durch einen weisen und wollenden Schöpfer entstanden.
iii. It appeared thanks to a Wise and Willing Creator.
Indem die ersten beiden Möglichkeiten ausgeräumt werden (was später noch ausführlicher behandelt werden soll), bleibt allein die dritte übrig.
By dispelling the first two options (which is to be discussed in more detail soon), the only option remaining is the third.
Beweis für die erste Prämisse: „Das Universum ist meisterhaft und vollkommen gestaltet“
Proof for the first proposition: ‘The universe is masterfully and consummately made’
Wenn ein Mensch über das Phänomen der Meisterschaft nachdenkt, die in diesem Universum existiert, und ihre wunderbaren Erscheinungsformen und Bilder betrachtet, wird er erkennen, dass dieses Argument in reichem Maße überall auf der Welt zu finden ist, in der wir leben. Das Universum ist voll von erstaunlichen Szenen der Schönheit, Erhabenheit und Meisterschaft. Der atheistische Physiker Steven Weinberg sagte: „Ich muss zugeben, dass die Natur manchmal schöner erscheint, als es streng genommen notwendig wäre.“256 Es genügt zu sagen, dass wir, hätte es diese Schönheit und Meisterschaft nicht in solcher Fülle gegeben, in einem völlig anderen Universum leben würden – und unsere Welt wäre ein schwerer Ort zum Leben geworden.
When a person thinks about the phenomenon of the mastery that exists in this universe and looks at its wonderful manifestations and imagery, he would see that this argument can be found abundantly across the world that we live in. The universe is laden with amazing scenes of beauty, grandeur, and mastery. The atheist physicist Steven Weinberg said, ‘I have to admit that sometimes nature seems more beautiful than strictly necessary.’256 Suffice it to say that, had this beauty and mastery not been in such abundance, we would have been in a totally different universe – and our world would have become a hard place to live.
Diese Fülle an Belegen für die meisterhafte Gestaltung des Universums hat die Verbreitung des teleologischen Arguments und die Einfachheit seiner Anwendung stark beeinflusst. Diese Fülle macht es tatsächlich für einen breiten Kreis von Menschen geeignet, denn Menschen können sich erheblich darin unterscheiden, wie gut sie die Zeichen des intelligenten Entwurfs in der Schöpfung begreifen und betrachten können. Dies liegt auch daran, dass Menschen sich in ihren kognitiven Erfahrungen und ihrem Wissen unterscheiden. Immer wenn die intellektuellen Werkzeuge in einem Menschen in größerer Fülle und Reife vorhanden sind, gewinnt er einen Weitblick für die Feinheit einer makellosen Gestaltung, den jemand ohne diese Werkzeuge nicht erlangen könnte. Das Wesen dieser Fähigkeit findet sich bei allen Menschen, solange ihre Fiṭrah und ihre Sinne unverdorben sind. Darüber hinaus können sie darin variieren, in welchem Maße sie das Nachdenken – einen Akt der Anbetung – ausüben, ebenso wie darin, welche Wirkung das Nachdenken auf sie hat. In der überlieferten Literatur findet sich auf der Suche nach dem Verständnis des Schöpfers und zur Vertiefung der Erkenntnis über Ihn und Seine vollkommenen Eigenschaften eine glaubensbasierte Antwort, die das Nachdenken anspricht. Eines der besten Werke dazu ist das, was Imam Ibn al-Qayyim in seinen Büchern Shifā’ al-ʿAlīl und Miftāḥ Dār al-Saʿādah schrieb, wo er diese Frage ausführlich erforschte, um die Weisheit Allahs in vielen Aspekten Seiner Schöpfung zu ergründen und so Seine Allwissenheit in der Offenbarung einer meisterhaften und vollendeten Gestaltung, die der Schöpfung innewohnt, aufzuzeigen. Abū Ḥāmid al-Ghazālī hat ebenfalls eine Abhandlung zu demselben Thema mit dem Titel al-Ḥikmah fī Makhlūqāt Allah verfasst.
Zeitgenössische wissenschaftliche Konzepte, die auf das teleologische Argument hindeuten:
Contemporary scientific concepts that are indicative of the teleological argument:
Erstes Konzept: Die Feinabstimmung des Universums.
First concept: The fine-tuning of the universe.
Ein wissenschaftliches Konzept, mit dem sich die zutiefst vollkommene Beschaffenheit des Universums aufdecken lässt, ist als die Feinabstimmung des Universums bekannt. Diese Idee tauchte erstmals in einer Arbeit des Physikers Brandon Carter aus dem Jahr 1974 auf, die den Titel „Large number coincidences and the anthropic principle in cosmology“ trug. Die nächste Arbeit zu diesem Thema erschien 1979 von Bernard Carr und Martin Rees unter dem Titel „The anthropic principle and the structure of the physical world“, gefolgt von dem klassischen enzyklopädischen Werk The Anthropic Cosmological Principle von John Barrow und Frank Tipler aus dem Jahr 1986. Danach erschienen zahlreiche Schriften zu diesem Thema, die alle dieselbe Prämisse vertreten.
One scientific concept that can be leveraged to uncover the deeply consummate construct of the universe is known as the fine-tuning of the universe. This idea first surfaced in a paper written by the physicist Brandon Carter in 1974, which was titled ‘Large number coincidences and the anthropic principle in cosmology’. The next work to appear on this was by Bernard Carr and Martin Rees in 1979 called ‘The anthropic principle and the structure of the physical world’, followed by the classic encyclopaedic work The Anthropic Cosmological Principle by John Barrow and Frank Tipler in 1986. Subsequently, many writings on this issue appeared, all of which carry the same premise.
Die zentrale Prämisse lautet: Betrachtet man das Universum, so erkennt man, dass standardisierte und äußerst fein abgestimmte Gesetze und Konstanten bestehen, die die Existenz von Leben ermöglichen. Tatsächlich sind einige dieser Gesetze so fein austariert, dass die Existenz des gesamten Universums von ihnen abhängt und jede Unausgewogenheit einer dieser Konstanten zur vollständigen Zerstörung führen würde. Das Maß an Meisterschaft, das bei der Erschaffung des Universums zu erkennen ist, beschränkt sich nicht nur auf biologische Lebewesen oder auf diesen erstaunlichen Planeten, auf dem wir leben. Diese Meisterschaft erstreckt sich auch auf die Gesetze und Konstanten, die dieses Universum regieren. Diese Konstanten sind eine Reihe numerischer Daten, die sehr sorgfältig ausgewählt wurden: Würden sie auch nur geringfügig unter oder über diesen Zahlen liegen, so würde das gesamte System des Lebens – und tatsächlich das gesamte Universum selbst – verschwinden. Die Existenz des Universums ist unmittelbar mit diesen entscheidenden Zahlen verknüpft. Stephen C. Meyer, Gründer und Direktor des Discovery Institute, verdeutlicht dies an einem Beispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie sind ein kosmischer Forscher, der gerade in den Kontrollraum des gesamten Universums gestolpert ist. Dort entdecken Sie eine aufwendige ‚Universum-Erschaffungsmaschine' mit Reihen um Reihen von Drehknöpfen, von denen jeder viele mögliche Einstellungen hat. Bei Ihren Untersuchungen erfahren Sie, dass jeder Drehknopf einen bestimmten Parameter darstellt, der auf einen präzisen Wert eingestellt werden muss, damit ein Universum entsteht, in dem Leben existieren kann. Ein Knopf repräsentiert die möglichen Einstellungen der starken Kernkraft, einer die Gravitationskonstante, einer das Plancksche Wirkungsquantum, einer das Verhältnis der Neutronenmasse zur Protonenmasse, einer die Stärke der elektromagnetischen Anziehung und so weiter. Als Sie, der kosmische Forscher, die Drehknöpfe untersuchen, stellen Sie fest, dass sie leicht auf andere Einstellungen hätten gedreht werden können. Außerdem ermitteln Sie durch sorgfältige Berechnung, dass Leben aufhören würde zu existieren, wenn auch nur eine der Einstellungen geringfügig verändert würde." „Doch aus irgendeinem Grund ist jeder dieser Regler genau auf den Wert eingestellt, der nötig ist, damit das Universum läuft. Was schließen Sie über den Ursprung dieser fein abgestimmten Reglereinstellungen?"
Schwerkraft
Gravity
Wenn wir über die Anziehungskraft der Erde nachdenken, über ihre Kontrolle über uns und darüber, wie sie uns immer wieder zu sich herunterzieht, spüren wir, dass es eine gewaltige Kraft gibt, der man nicht entkommen kann. Verglichen mit anderen Naturkräften erscheint sie jedoch sehr schwach. Tatsächlich ist sie 1036-mal schwächer als die starke Kernkraft. Die Schwäche der Gravitation im Vergleich zu anderen Naturkräften ist ein zentrales Element der äußerst präzisen Feinabstimmung für das Leben. Im New Scientist Magazin heißt es in dem Artikel mit dem Titel „Gravity mysteries: Why is gravity fine-tuned?“: „Die Schwäche der Gravitation ist etwas, wofür wir dankbar sein sollten. Wäre sie auch nur ein kleines bisschen stärker, wäre keiner von uns hier, um über ihre armselige Natur zu spotten.“258
When we ponder over the Earth’s gravitational pull, its control over us, and how it pulls us back down to itself, we feel that there is a mighty force from which there is no escape. However, when compared to other natural forces, it appears to be very weak. In fact, it is 1036 times weaker than the strong nuclear force. The weakness of gravity compared to other natural forces is a key element in the extremely precise fine-tuning for life. In the New Scientist magazine, in the article titled ‘Gravity mysteries: Why is gravity fine-tuned?’, it states, ‘The feebleness of gravity is something we should be grateful for. If it were a tiny bit stronger, none of us would be here to scoff at its puny nature.’258
Die Gravitationskonstante des Universums ist unglaublich und präzise abgestimmt – wäre sie auch nur um 10⁶⁰ abgewichen, würde es uns nicht geben. Zum Verständnis: 257 Science and Evidence for Design in the Universe, S. 57.
The gravitational constant of the universe has been incredibly and precisely tuned – had it been off even by 1060, we would not have existed. To understand 257 Science and Evidence for Design in the Universe, p. 57.
Wie außerordentlich schmal dieser lebensermöglichende Bereich ist. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Feinabstimmungsmaschine oder eine Kalibrierskala. Dann würden Sie die Grade der Skala durch 1060 (1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000000
how exceedingly narrow this life-permitting range is, imagine you have a fine tuning machine or a calibrating dial. Then you divided the degrees of the dial by 1060(1,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000
(0,000,000,000) Wahrscheinlichkeiten, und du musst die Feinabstimmung aus diesem Haufen von Wahrscheinlichkeiten richtig treffen. Ein anderes Beispiel: Du nimmst ein Messwerkzeug wie ein Lineal, misst das Universum von einer Seite zur anderen und überträgst dann den Wert der Gravitationskraft der Erde auf dieses Lineal – wenn du auch nur um einen Zoll danebenliegst, würde das eine Katastrophe auslösen. Wäre es angesichts dieser fein abgestimmten Zahl nicht vernünftiger zu glauben, dass dies das Ergebnis von Wissen war und nicht bloßer Zufall sein konnte?
Starke Kernkraft
Strong nuclear force
Dies ist die Kraft, die für die Stabilität der Materie verantwortlich ist, indem sie Protonen und Neutronen des Atomkerns zusammenhält und so Atomkerne bildet. Alle Protonen tragen bekanntlich eine positive Ladung; was es ihnen ermöglicht, im Atomkern stabil zu bleiben – und nicht ausgestoßen zu werden –, ist die starke Kernkraft. Es ist, als würde man versuchen, zwei Magnete mit gleichen Polen zusammenzudrücken – dies würde zur Abstoßung führen. Ist allerdings die Kraft, die sie zusammenzubringen versucht, stärker, wäre es möglich, die Abstoßung zu überwinden. Die starke Kernkraft ist außerdem auf äußerst präzise Weise ausbalanciert. Wäre sie um 2 % schwächer gewesen, hätten sich Wasserstoffatome abgestoßen und niemals mit anderen Chemikalien verbinden können, sodass das Universum lediglich aus umherschwirrenden Wasserstoffatomen bestünde. Wäre diese Kraft hingegen um 2 % stärker gewesen, hätten sich die Wasserstoffatome so schnell miteinander verbunden, dass sie alle zu Helium geworden wären, das dann das bei Weitem vorherrschende chemische Element im gesamten Universum gewesen wäre. In dieser Kraft liegt ein wunderbares Gleichgewicht: Manche Wasserstoffatome verbinden sich zu Heliumatomen, während der übrige Wasserstoff bleibt, um alle anderen chemischen Elemente zu bilden, etwa indem er sich mit Sauerstoff zu Wasser verbindet. Es wäre schwer vorstellbar, dass Leben ohne dieses perfekte Gleichgewicht existieren könnte. Was über die starke Kernkraft gesagt wurde, gilt gleichermaßen für die schwache Kernkraft sowie für die elektromagnetische Kraft. Zusammen mit der Gravitation und der starken Kernkraft bilden sie die vier Kräfte, die das Universum regulieren. Alle vier sind so fein ausbalanciert, dass Leben nicht hätte existieren können, wenn sich auch nur eine von ihnen auch nur geringfügig verändert hätte. Beispiele, die auf eine Feinabstimmung hinweisen, sind zu zahlreich, um sie alle aufzuzählen. Sie können in den Büchern untersucht und beobachtet werden, die sich mit diesem wundersamen Phänomen befassen. Einige Werke, die in diesem Zusammenhang in den Sinn kommen, sind Just Six Numbers von Martin Rees, Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life? von Rodney Holder, The Science of God: The Convergence of Scientific and Biblical Wisdom von Gerald Schroeder, A Fine-Tuned Universe: The Quest for God in Science and Theology von Alister McGrath, The Goldilocks Enigma von Paul Davies und God and Design: The Teleological Argument and Modern Science von Neil Manson. Tatsächlich zeigen die meisten westlichen Schriften, die dieses Argument erforscht haben, eine Vielzahl von Beispielen, um die fein abgestimmte Beschaffenheit des Universums, seiner Gesetze und seiner Konstanten zu demonstrieren. Das Wundersame an diesem fein abgestimmten Zustand ist, dass das Universum, wären einige dieser Kräfte nicht genau dort, wo sie sind, schon längst nicht mehr in der Form existieren würde, wie wir es kennen. Einige Kräfte sind so ausbalanciert, dass sie die Entstehung von Sternen, Planeten und Materie ermöglichten. Andere Kräfte sind so fein ausbalanciert, dass sie einfach eingerichtet wurden, um den Menschen willkommen zu heißen. Der letztgenannte Punkt ist das, was als anthropisches Prinzip bekannt ist. Es gibt eine Reihe von Daten zur Beschaffenheit dieses Universums, die es für das Leben ungeeignet gemacht hätten, wären sie anders gewesen. Der britische Philosoph Antony Flew zeichnete dieses Argument geschickt in seinem Buch There is a God nach.
War das Universum vorherbestimmt und war es immer dazu bestimmt, so zu sein, wie es ist?
Was the universe determined and always supposed to be like this?
Was die atheistische Sichtweise betrifft, wonach das Universum – angeblich – schon immer auf den Punkt zusteuern musste, an dem es sich heute befindet, so trifft dies nicht unbedingt zu. Diese Ansicht vertreten die meisten Physiker, etwa Stephen Hawking, Paul Davies, George Ellis und andere. So erklärt Davies: „Eine echte Theorie von allem muss nicht nur erklären, wie unser Universum entstanden ist, sondern auch, warum es die einzige Art von Universum ist, die es hätte geben können – warum es nur einen Satz physikalischer Gesetze geben konnte.“264
As for the atheist viewpoint that the universe was – supposedly – always going to come to a point where it is now at, then that is not necessarily the case. This is the stance that most physicists adopt, such as Stephen Hawking, Paul Davies, George Ellis, and others. For example, Davies states, ‘A genuine theory of everything must explain not only how our universe came into being, but also why it is the only type of universe that there could have been – why there could only be one set of physical laws.’264
Die deterministische Position, die behauptet, diese Konstanten hätten zwangsläufig auftreten müssen, führt zu dem Schluss, dass es unmöglich wäre, dass ein Universum entsteht, in dem es kein Leben gibt, und dass die Existenz des Universums in dieser eng passenden Weise bestimmt war und immer geschehen musste. Dies widerspricht der Wirklichkeit: Alle Daten deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Universums – wie unseres –, das Leben unterstützen würde, im Vergleich zu den unendlichen Wahrscheinlichkeiten lebensloser Universen äußerst gering ist. Es gibt nicht einmal den geringsten Hinweis, der nahelegen würde, dass diese Konstanten immer auf diese Weise entstehen müssen. Tatsächlich sprechen manche Wissenschaftler von einer Theorie, die bis heute nicht entdeckt wurde. Sie wird als „Theorie von Allem“ (TOE) bezeichnet. Sie versucht, eine Theorie anzubieten, die die vier Naturkräfte in einem einzigen Gesetz ordnet, was viele Aspekte der Physik enorm vereinfachen würde. Die Suche nach dieser Theorie hatte bereits mit Einstein begonnen, der sagte: „Was mich wirklich interessiert, ist, ob Gott die Welt irgendwie anders hätte erschaffen können.“ Seine diesbezüglichen Bemühungen blieben allerdings ohne Erfolg. Die „Stringtheorie“ ist eine Fortsetzung des Versuchs, die TOE zu finden. Der heute bekannteste Versuch, der im Mittelpunkt dieser Diskussionen steht und die führende Theorie ist, ist die sogenannte „M-Theorie“, die versucht, alle widerspruchsfreien Versionen der Stringtheorie unter einer einzigen Regel zu vereinen. Solche Annahmen sind für manche Menschen der Standardweg, um zu erklären, warum die Gesetze und Konstanten des Universums so sind, wie sie sind. Victor Stenger sagt: „Viele Physiker erwarten, dass letztlich eine Theorie von Allem (TOE) entdeckt wird, die eine Berechnung aller ihrer Parameter einschließt. In diesem Fall gäbe es nichts mehr feinzujustieren.“265
Ist es möglich, dass das Universum reiner Zufall ist?
Is it possible that the universe is sheer coincidence?
Wir überlassen die Antwort darauf Weinberg:
We leave the answer to this to Weinberg:
Ich meine, es ist nicht nur eine Spekulation. Die Theorie wäre spekulativ, aber wir haben keine Theorie, in der diese Spekulation mathematisch umgesetzt ist, ja. Aber es ist eine Möglichkeit. Die einzige andere Erklärung ist jedoch keine Erklärung, weil wir keine Kandidatentheorie haben. Die einzige Erklärung, die zu funktionieren scheint, ist, dass dies einfach eines jener Dinge ist, die von Teiluniversum zu Teiluniversum variieren, von Urknall zu Urknall. Bei den meisten Urknällen ist es um ein Vielfaches größer als das, was wir beobachten. Und in diesen Urknällen durchlaufen sie, weil diese Energie die Expansion des Universums antreibt, je nachdem, ob sie positiv oder negativ ist. In dem Universum, das so schnell explodiert, bleibt keine Zeit für die Entstehung von Galaxien oder Sternen, oder es kollabiert oder fällt so schnell wieder zusammen, dass keine Zeit bleibt, damit sich Leben entwickeln kann, ja. Deshalb muss sie klein sein, damit Leben existieren kann, und sie ist in der Tat ungefähr so klein, wie sie sein müsste, um die Entstehung von Leben zu ermöglichen. Das ist interessant: Sie ist nicht viel kleiner, als sie sein müsste. Und sie muss mindestens 10^56 betragen, oder wenn Sie eine Vorstellung von Fluktuationen über noch kürzere Distanzen haben, würden Sie wahrscheinlich sagen, mindestens 10^120. Tatsächlich ist das ein wenig beunruhigend.271
I mean it's not only a speculation. The theory would be speculative, but we don’t have a theory in which that speculation is mathematically realized, yeah. But it’s a possibility. But the only other explanation is that is not even an explanation because we don’t have a candidate theory. But the only explanation that seems to work is that this is just one of those things that varies from sub-universe to sub-universe, from Big Bang to Big Bang. In most of the Big Bangs, it’s much larger than what we observe. And in those Big Bangs, they go through because this energy drives the expansion of the universe depending on whether it’s positive or negative. In the universe that blows up so rapidly, there’s no time for galaxies or stars to form, or it crunches or re-collapses so rapidly again there’s no time after life to form, yes. So it has to be small for life to exist, and it’s about as small as it as in fact that’s interesting it’s not much smaller than it would have to be to allow life to arise…and it must be at least 1056, or if you think you have some idea about fluctuations in even shorter distances I think you would say at least 10120. In fact, that's a little disturbing.271
Alexander Vilenkin sagt: „Eine winzige Abweichung von der erforderlichen Stärke führt zu einer kosmologischen Katastrophe, etwa dazu, dass der Feuerball unter seinem eigenen Gewicht zusammenfällt oder das Universum nahezu leer ist … Dies ist der berüchtigtste und rätselhafteste Fall von Feinabstimmung in der Physik.“ Der Stringtheoretiker Leonard Susskind, ein nicht religiöser Wissenschaftler wie Vilenkin, schreibt in seinem Artikel „Disturbing Implications of the Cosmological Constant“, dass ohne diese Feinabstimmung „statistisch wundersame Ereignisse“ nötig wären, damit unser Universum lebensfreundlich ist. Er deutet daraufhin an, dass es möglich sei, dass ein unbekannter Akteur die Anfangsbedingungen des heute beobachteten Universums festgelegt hat.272
Zweites Konzept: Irreduzible Komplexität
Second concept: Irreducible complexity
Ein Fachbegriff, den der Biochemiker Dr. Michael Behe an der Lehigh University in Pennsylvania geprägt hat, lautet „irreduzible Komplexität“. Er schrieb ihn in seinem berühmten Buch Darwin’s Black Box, in einem Kapitel, das danach benannt ist. Irreduzible Komplexität bezeichnet die Vorstellung, dass komplexe zusammengesetzte Phänomene, die aufeinander abgestimmt zusammenwirkende Bestandteile erfordern, auf einen Schlag so geschaffen worden sein müssen; wenn auch nur einer dieser Bestandteile in der Evolution zurückgeblieben wäre, wäre das gesamte System solcher Phänomene zusammengebrochen. Dies beweise, dass es einen Schöpfer geben müsse, der diese Phänomene auf einen Schlag gestaltet habe. Damit ein biologisches System ordnungsgemäß funktionieren kann, muss es drei Elemente besitzen:
One piece of jargon coined by the biochemist Dr. Michael Behe at Lehigh University in Pennsylvania is ‘irreducible complexity’. He wrote this in his famous book Darwin’s Black Box, in a chapter titled after it. Irreducible complexity is the idea that complex composite phenomena that require component parts that work in mutual harmony must have been made as thus in one go; if any lagged behind in evolution, the entire system of such phenomena would have collapsed. This proves that there must have been a designer who fashioned these phenomena in one go. So that any biological system can function properly, it must have three elements to it:
1. Alle seine Bestandteile müssen vorhanden sein.
1. All its constituent parts must be present.
2. Alle seine Bestandteile müssen gleichzeitig vorhanden sein.
2. All its constituent parts must be present simultaneously.
3. Alle seine Bestandteile müssen auf präzise und harmonische Weise miteinander zusammenwirken. Die Position, die das Universum für einen Zufall hält, ist auf einem sehr holprigen Weg, bevor sie überhaupt diese drei Bedingungen erfüllen könnte. Daraus sollte automatisch folgen, dass es einen Schöpfer gab, der diese Phänomene auf die geordnete und präzise Weise erschuf, wie sie sind, und dass sie sich nicht durch die blinden Naturgesetze, zufällige genetische Mutationen oder natürliche Selektionsprozesse aus primitiven Formen entwickelt haben, bis sie zu den komplexen Wesen wurden, die sie heute sind, wie Atheisten behaupten. Eine solche Position neigt zu Reduktionismus und Vereinfachung, was der Evolutionstheorie widerspricht, die annimmt, dass sich jedes komplexe biologische System aus immer einfacheren Formen schrittweise entwickelt hätte, bis hin zu seiner allerersten und einfachsten Form. Würden sich Phänomene einer solchen Vereinfachung fügen, bedeutete das automatisch, dass sie alle in einem Schritt geschaffen wurden. Angesichts dessen ist die Schöpferposition die vernünftigere Antwort auf die Frage, wie wir ins Dasein gekommen sind. In seinem Buch nennt Behe eine Reihe von 286 https://www.economist.com/letters/2006/01/19/on-devan-nair-american-poverty-the-death-penalty evolution-deutsche-bank-gay-marriage Beispielen aus der natürlichen Welt für diese Phänomene. Das bekannteste und ikonischste Beispiel für irreduzible Komplexität ist das bakterielle Flagellum. Dieses Bakterium besitzt einen molekularen Motor, der sich dreht und es ihm erlaubt, sich mit großer Leichtigkeit in Flüssigkeit fortzubewegen. Sein Schwanz besteht aus 40 verschiedenen Proteinteilen – fehlte auch nur einer davon zu irgendeinem Zeitpunkt, wäre das Bakterium funktionsunfähig gewesen. Dies zeigt, dass es sich um einen irreduzibel komplexen Organismus handelt, der nicht durch Evolution entstanden sein kann, sondern in einem Schritt in die Natur gekommen ist. Systeme wie der bakterielle Flagellenmotor ließen sich am einfachsten und vernünftigsten dadurch erklären, dass sie durch den willentlich und wählend handelnden Urheber entstanden, der sie so gestaltet hat, und nicht dadurch, dass sie sich allmählich durch natürliche Selektion oder langsame genetische Mutation entwickelten, wie es dem grundlegenden Darwin-Modell entspricht. Dies ist nur ein Beispiel. Es gibt viele weitere Beispiele. „Zum Beispiel widmete die führende Fachzeitschrift Cell 1998 eine Sonderausgabe den „Makromolekularen Maschinen“. Molekulare Maschinen sind unglaublich komplexe Vorrichtungen, die alle Zellen nutzen, um Informationen zu verarbeiten, Proteine aufzubauen und Stoffe durch ihre Membranen hin und her zu bewegen. Bruce Alberts, Präsident der National Academy of Sciences, leitete diese Ausgabe mit einem Artikel mit dem Titel „Die Zelle als Sammlung von Proteinmaschinen“ ein. Darin erklärte er: ‚Wir haben Zellen immer unterschätzt … Die gesamte Zelle kann als Fabrik betrachtet werden, die ein kunstvolles Netzwerk miteinander verzahnter Fließbänder enthält, von denen jedes aus einer Reihe großer Proteinmaschinen besteht … Warum nennen wir die großen Proteinkomplexe, die der Zellfunktion zugrunde liegen, Proteinmaschinen? Gerade weil diese Proteinkomplexe, ähnlich wie vom Menschen erfundene Maschinen, mit denen die makroskopische Welt effizient bewältigt wird, hochgradig koordinierte bewegliche Teile enthalten.‘“287 Die Zelle ist eine Welt für sich, voller Systeme und verschiedener Mechanismen. Jedes davon ist auf eine bestimmte Weise geschaffen worden und erfüllt seine eigene Aufgabe. Insgesamt spielen diese Systeme und Mechanismen eine Rolle im Leben dieser Zelle.
Dritter Begriff: Die in das Universum eingebetteten Hinweise auf seine Merkmale (Ayat/Zeichen)
Third concept: The aspect information signatures embedded within the universe
Als James Watson und Francis Crick die Doppelhelix der DNA entdeckten, gelang es ihnen, ein Rätsel des Lebens zu lösen. Doch es führte zu einem weiteren Rätsel. Die Beschaffenheit der Daten im genetischen Code war ein Geheimnis, das Wissenschaftler verwirrte. Viele versuchten, die unglaubliche Menge biologischer Information, die in den Zellen eingebettet ist, durch die enge Linse der materialistischen Weltsicht zu erklären, die keine andere Erklärung außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs anerkennt. Tatsächlich scheint es für den Szientismus schwierig zu sein, dies zu erklären. Mit ihrer Entdeckung der Zusammensetzung des genetischen Codes konnten Watson und Crick einen riesigen Datenschatz innerhalb der DNA aufdecken, der durch vier Basen und vier chemische Buchstaben ausgedrückt wird: Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). Diese vier Basen sind in bestimmten Strukturen angeordnet, um die Liste der genetischen Anweisungen zur Herstellung von Proteinen und anderen Enzymen zu speichern und weiterzugeben, damit die Zellen am Leben bleiben. Im Jahr 1955 theoretisierte Crick, dass die chemischen Bestandteile der DNA ähnlich wie die Buchstaben einer Sprache beim Bilden von Sätzen funktionieren oder wie Code bei der Erstellung von Computerprogrammen wirkt. Anders ausgedrückt: So wie Computerprogramme zusammengesetzt werden, um bestimmte Aufgaben auszuführen, wird ebenso diese Sequenz in den Nukleotiden zusammengefügt, um bestimmte Funktionen zu erfüllen, was als programmierte Sequenzierung bezeichnet wird. Bemerkenswert ist, dass Dawkins einräumte: „Der Maschinencode der Gene ist auf unheimliche Weise computerartig. Abgesehen von Unterschieden im Fachjargon könnten die Seiten einer molekularbiologischen Fachzeitschrift mit denen einer Fachzeitschrift für Computertechnik vertauscht werden.“290 Dem stimmte Bill Gates, Mitbegründer von Microsoft, zu: „Die menschliche DNA ist wie ein Computerprogramm, aber weit, weit fortschrittlicher als jede Software, die je geschaffen wurde.“291
When James Watson and Francis Crick discovered the double helix of DNA, they were able to solve a mystery of life. However, it led to another mystery. The nature of the data present in the genetic code was a mystery that puzzled scientists. Many tried to explain the incredible amount of biological information embedded within cells through the narrow lens of the materialistic outlook on the universe that does not recognise any other explanation outside its remit. Indeed, it would appear to be difficult for scientism to explain this. Through their discovery of the make up of the genetic code, Watson and Crick were able to reveal a huge data mine inside DNA, which is expressed through four bases and four chemical letters: adenine (A), cytosine (C), guanine (G) and thymine (T). These four bases are organised into particular shapes, in order to store and disseminate the list of genetic instructions for making proteins and other enzymes for cells to remain alive. In 1955, Crick theorised that the chemical components in DNA work similar to the letters of a language in constructing sentences, or how code operates in creating computer programmes. In other words, just like how computer programmes are put together to undertake specific tasks, likewise this sequence is put together in the nucleotides to perform specific duties, referred to as programmed sequencing. Significantly, Dawkins admitted: ‘The machine code of the genes is uncannily computerlike. Apart from differences in jargon, the pages of a molecular-biology journal might be interchanged with those of a computer engineering journal.’290 This was echoed by Bill Gates, co-founder of Microsoft: ‘Human DNA is like a computer program but far, far more advanced than any software ever created.’291
Die bekanntesten Einwände gegen das Argument aus Vollkommenheit und Makellosigkeit
The most famous objections to the argument from mastery and immaculateness
Nachdem wir die Erörterung des zweiten rationalen Indizes für die Existenz Allahs – des Arguments aus der Systematisierung und Makellosigkeit – abgeschlossen haben, stellen wir nun die wichtigsten Einwände vor, die dagegen erhoben wurden. Diese Einwände richteten sich sowohl gegen dessen Prämissen als auch gegen dessen Schlussfolgerung.
Having concluded the discussion on the second rational indicator for Allah’s existence – the argument from systemisation and immaculateness – we now present the most salient objections that have been made to it. These objections have targeted both its propositions and its conclusion.
Einwände gegen die erste Prämisse: „Das Universum ist meisterhaft und makellos erschaffen“
Objections to the first proposition: ‘The universe is masterfully and immaculately made’
Erste Einwand: Meisterschaft ist nur eine Projektion
Dieser Einwand ist seltsam. Ich bin Atheisten begegnet, die die Anzeichen von Meisterschaft und Größe in diesem Universum ablehnen, alle in unterschiedlichem Maße und unter verschiedenen Vorwänden. Manche zweifeln bereits daran, ob das Universum überhaupt meisterhaft gestaltet ist, und glauben, eine solche Behauptung sei nur eine persönliche Projektion auf den Kosmos. Sie meinen, unsere Deutung des Universums vermittle uns diese Illusion, obwohl sie im Universum selbst keine objektive Bedeutung habe. Mit anderen Worten: Die Meisterschaft um uns herum bedeute nicht zwingend, dass es an sich einen meisterhaften Herstellungsprozess gegeben habe. Betrachten wir beispielsweise die Skulptur eines Menschen, so würdigen wir die Art der Gestaltung. Schließlich sind wir, die wir diese Szene betrachten, selbst Menschen. Angenommen, ein Geschöpf hätte in seinem ganzen Leben nie einen Menschen gesehen, so könnte es an der Skulptur vorbeigehen, ohne irgendein Merkmal von Meisterschaft darin wahrzunehmen. Es würde wohl denken, dies sei nichts als ein gewöhnlicher Stein oder ein etwas verwitterter Stein, der keinem Eingriff (also keiner Bildhauerei) durch einen willentlich handelnden Akteur unterzogen wurde. Ähnlich verhält es sich, wenn jemand die Buchstaben einer Sprache und Schrift sieht, die er nicht versteht: Er könnte meinen, es handle sich um bloße zufällige Kritzeleien. Daher wäre jede Wahrnehmung eines Merkmals darin eine Projektion auf sie.
Ich pflegte zu denken, dass solche Ansichten auf Aussagen von Philosophen am Rande beschränkt seien, etwa des atheistischen Philosophen Baron d’Holbach (gest. 1789), und nicht in der modernen atheistischen Philosophie kursierten. Erst als ich einiges davon in zeitgenössischen Schriften las sowie in Diskussionen und Begegnungen, die ich persönlich erlebte, wurde mir klar, dass ein solcher Einwand noch immer in Mode ist. Tatsächlich ist dieser Einwand sehr merkwürdig, denn er enthält einen groben Starrsinn und einen bizarren Irrtum. Ja, gerade die hier angeführten Beispiele decken den Irrtum auf. Die Gestaltung eines Felsens durch einen willentlich handelnden Künstler sowie das Zeichen- und Schriftsystem einer bestimmten Sprache offenbaren Meisterschaft als objektive Wirklichkeit in diesen Angelegenheiten; Erkenntnis und Wissen sind es, die zur Entdeckung dieser Wirklichkeit führen. Daher würde jedes meisterhafte Gebilde, das es im Universum gibt, unsere Erfahrungen und unser Wissen stetig vermehren. Dieser Prozess der Entdeckung wird so lange andauern, wie Erfahrung und Wissen weiterhin Ertrag bringen. Eine solche Denkweise führt einen Menschen zweifellos dazu, jede objektive Wirklichkeit zu leugnen. Wenn man skeptisch ist, ob eine komplexe Komposition Erkenntnis vermitteln kann, und sich unter dem Vorwand der Relativität jeder solchen Beurteilung dieser Art der Begriffsbildung entzieht, weil ihr keine objektive Wirklichkeit zukomme, wird man zwangsläufig gegenüber allem um einen herum skeptisch, denn es wäre möglich, dass auch alles nur eine Projektion ist und keinen objektiven, von einem selbst getrennten Wert besitzt. Dies nimmt der menschlichen Begriffsbildung jeden objektiven Wert und stellt sie stattdessen auf bloße relative Erkenntnis, die dem Zweifel unterliegt, was den Träger einer solchen Philosophie in eine Art Sophisterei führen kann. Die Wahrheit ist, dass diese Skeptiker sich selbst in ihrem Alltag nicht so verhalten würden, da dies dem gesunden menschlichen Fiṭrah diametral entgegensteht und weil seine Konsequenzen die Begründung jeglicher Entdeckung der Welt und jeglicher Interaktion mit ihr zerstören würden.
Zweiter Einwand: Der Trugschluss der Feinabstimmung
Second objection: The fallacy of fine-tuning
Ein wichtiges Buch für die Neuen Atheisten in der Debatte über die Frage, ob das Universum präzise abgestimmt ist, ist das Werk des atheistischen Physikers Victor Stenger, The Fallacy of Fine-Tuning: Why the Universe is Not Designed for Us. Er ist übrigens auch der Autor von God: The Failed Hypothesis: How Science Shows That God Does Not Exist, einem zentralen Text des Neuen Atheismus. Das Konzept hinter dem Buch The Fallacy of Fine-Tuning ist aus seinem Titel offensichtlich. Es versucht, die vorherrschende Vorstellung zu widerlegen, das Universum sei durch ein hohes Maß an Feinabstimmung gekennzeichnet – selbst auf der Ebene seiner kosmologischen Konstanten und Ereignisse – und unsere Existenz wäre ohne diese präzise Austarierung unmöglich gewesen. Diese Vorstellung ist in den Werken vieler Wissenschaftler verbreitet, sowohl theistischer als auch atheistischer. Tatsächlich schreibt Stenger selbst: „Selbst atheistische Physiker finden dieses sogenannte ‚anthropische Prinzip‘ schwer auf natürliche Weise zu erklären, und viele meinen, sie müssten zu seiner Erklärung mehrere Universen annehmen.“298
An important book for the New Atheists in the debate over the issue of the universe being precisely calibrated is by the atheist physicist Victor Stenger, The Fallacy of Fine-Tuning: Why the Universe is Not Designed for Us. He by the way is also the author of God: The Failed Hypothesis: How Science Shows That God Does Not Exist, which is a key text in New Atheism. The concept behind the book The Fallacy of Fine-Tuning is obvious from its title. It attempts to refute the prevailing notion that the universe is characterised by a high level of fine-tuning – even at the level of its cosmological constants and events – and that our existence would have been impossible were it not for this precise balancing. This notion is widespread across the works of many scientists, both theists and atheists. In fact, Stenger himself states, ‘Even atheist physicists find this so-called “anthropic principle” difficult to explain naturally, and many think they need to invoke multiple universes to do so.’298
Tatsache ist, dass die Liste der Menschen, die an die Feinabstimmung des Universums glauben, lang ist und viele Namen umfasst, die auf unterschiedliche Weise erklären, wie das Phänomen der Feinabstimmung zustande kam. Diese Personen sind: Barrow, Carr, Carter, Davies, Dawkins, Deutsch, Ellis, Greene, Guth, Harrison, Hawking, Linde, Page, Penrose, Polkinghorne, Rees, Sandage, Smolin, Susskind, Tegmark, Tipler, Vilenkin, Weinberg, Wheeler, Wilczek und viele andere.299 In seinem Buch wählt Stenger eine Reihe von Passagen von Wissenschaftlern aus, die ihr Erstaunen über dieses Phänomen der präzisen Feinabstimmung zum Ausdruck bringen:
The fact is that the list of people who believe in the fine-tuning of the universe is lengthy and comprises of many names, who have a variety of ways in expressing how the phenomenon of fine-tuning came about. These people are: Barrow, Carr, Carter, Davies, Dawkins, Deutsch, Ellis, Greene, Guth, Harrison, Hawking, Linde, Page, Penrose, Polkinghorne, Rees, Sandage, Smolin, Susskind, Tegmark, Tipler, Vilenkin, Weinberg, Wheeler, Wilczek, and many others.299 In his book, Stenger selects a number of passages from scientists who express their amazement at this phenomenon of precise fine-tuning:
Dritter Einwand: Das Element der Feinabstimmung ist im Vergleich zum weiten Universum als Ganzem äußerst gering.
Third objection: The element of fine-tuning is extremely minimal compared to the vast wider universe
Eine Position, die eine Art Leugnung des Arguments aus der Feinabstimmung darstellt – wenn auch keine vollständige –, ist jene, die anerkennt, dass das Universum fein austariert ist, dass dieser Bereich jedoch winzig ist im weiten Universum, dessen überwältigende Mehrheit für Leben nicht geeignet ist. Sie behaupten: „Wie kann es zutreffend sein, zu sagen, das Universum sei sorgfältig und fein abgestimmt, wenn 99,9999999999 % dieser Welt leer und für Leben ungeeignet sind?“ Dies ist ein Einwand, den ich von Christopher Hitchens häufig gehört habe. Als Richard Dawkins in dem berühmten Gespräch im Video „The Four Horsemen“ einräumte, das Argument aus der Feinabstimmung sei das stärkste Argument der Theisten, warf Hitchens dazwischen und brachte genau diesen Einwand vor. Richard Carrier beschreibt das Thema mit den Worten: „Würden wir den tödlichen Vakuum des Weltraums, durchflutet von tödlicher Strahlung, in einen Raum von der Größe eines Hauses packen, würde man den vergleichsweise winzigen Fleck, der Leben erhält, niemals finden (er wäre buchstäblich kleiner als ein einziges Proton).“314
One position that expresses a denial of sorts – though not a complete denial – of the argument from fine-tuning is the one that acknowledges that the universe is finely balanced, but that it is miniscule amid the expansive universe, the overwhelming majority of which is not suitable for life. They claim: ‘How is it accurate for us to say that the universe has been carefully and finely-tuned when 99.9999999999% of this world is empty and unsuitable for life?’ This is an objection I frequently heard from Christopher Hitchens. In fact, when Richard Dawkins, in his famous sit down in The Four Horsemen video, admitted that the argument from fine-tuning is the strongest argument of theists, Hitchens interjected and offered this same objection. Richard Carrier depicts the topic by saying, ‘In fact, if we put all the lethal vacuum of outer space swamped with deadly radiation into an area the size of a house, you would never find the comparably microscopic speck of area that sustains life (it would literally be smaller than a single proton).’314
Erstens ist diese Art, den Einwand darzustellen, irreführend. Die Feinabstimmung bedeutet, dass das Universum, in dem wir leben, Leben hervorbringt, obwohl die Wahrscheinlichkeit für die Existenz vieler anderer Universen, die für Leben ungeeignet sind, groß ist – so klein wie ein mikroskopisch winziges Staubkorn in einem Haus. Dies ist eine äußerst einzigartige Position, und zwar nach dem eigenen Eingeständnis der Physiker selbst, angesichts der Beispiele, die sie anführen. Sie verdient es, als solche anerkannt zu werden, und ihre Ursache sollte untersucht werden. Folglich lautet die Frage hier nicht, warum es im Universum ein riesiges Vakuum gibt, sondern vielmehr, warum Leben im Universum zu finden ist, obwohl die immense Wahrscheinlichkeit besteht, dass es unerreichbar wäre. Daher genügt allein die Tatsache, dass dieses Maß an Feinabstimmung existiert – auch wenn es im Vergleich zum übrigen Universum gering ist –, um den erforderlichen Hinweis auf die Existenz Gottes zu liefern, selbst wenn dieses Maß an Feinabstimmung an anderen Orten nicht vorhanden ist. Es wäre wie bei einem Mann, der seinen Kindern befiehlt, ein äußerst unordentliches Haus und Gelände aufzuräumen und in Ordnung zu bringen. Wenn er zurückkehrt und feststellt, dass ein winziger Teil des Hauses aufgeräumt wurde: Könnte man dann leugnen, dass dieser kleine Teil von niemandem aufgeräumt wurde, nur weil der Rest des Hauses noch ein unordentliches Durcheinander war?
Vierter Einwand: Unser Wissen ist auf dieses Universum beschränkt, daher können wir kein Urteil über andere fällen.
Fourth objection: Our knowledge is confined to this universe, so we cannot pass judgement on other ones
Ein zweifelhafter Einwand, der die Präzision und fein abgestimmte Beschaffenheit des Universums in Zweifel zu ziehen versucht, lautet, dass wir nur das Universum erfahren haben, in dem wir leben; daher hätten wir keine Möglichkeit, unser Universum mit anderen Universen zu vergleichen, um festzustellen, wie meisterhaft – oder eben nicht – diese geschaffen wurden. Victor Stenger sagt: „Zugleich sehe ich keinen Grund, ein Universum mit anderen ‚Gesetzen‘ vorstellen zu wollen, da es für uns Menschen keine solchen Gesetze gibt, auf die wir Zugriff haben. Abgesehen von Offenbarung wissen wir nur, was wir beobachten, und das Beste, was wir tun können, ist, Modelle zu bauen, die diese Beobachtungen beschreiben.“316
One dubious objection that attempts to throw doubt on the precision and finely tuned nature of the universe is that we have only experienced the universe we are in; therefore, we have no way of conducting a comparison between our universe and other universes in order to ascertain how masterfully – or not – they have been made. Victor Stenger says, ‘At the same time, I see no reason to try to imagine a universe with different “laws”, since there are no such laws that we have access to as humans. Barring revelation, all we know is what we observe, and the best we can do is build models to describe those observations.’316
Die Tatsache ist, dass dieser Einwand eine gewisse Halsstarrigkeit oder Unwissenheit gegenüber der Natur der Meisterhaftigkeit zeigt, über die wir sprechen – und eine Unwissenheit über die schiere Anzahl beobachtbarer Feinabstimmungsbeispiele in unserem Universum. Dazu sagte der Physiker John Barrow: Nimm ein Blatt Papier und setze darauf einen roten Punkt. Dieser Punkt stellt unser Universum dar. Verändere nun leicht eine oder mehrere der fein abgestimmten Konstanten und physikalischen Größen, die im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit standen. Dadurch erhalten wir eine Beschreibung eines anderen Universums, das wir als neuen Punkt in der Nähe des ersten darstellen können. Wenn diese neue Menge an Konstanten und Größen ein lebensermöglichendes Universum beschreibt, mache es zu einem roten Punkt; wenn es ein Universum beschreibt, das lebensfeindlich ist, [...]
The fact is that this objection demonstrates a degree of obstinance or ignorance vis-à-vis the nature of the mastery we are talking about – and an ignorance of the sheer number of examples of observable fine-tuning in our universe. On this, the physicist John Barrow said, Take a sheet of paper and place upon it a red dot. That dot represents our universe. Now alter slightly one or more of the finely-tuned constants and physical quantities that have been the focus of our attention. As a result we have a description of another universe, which we may represent as a new dot in the proximity of the first. If that new set of constants and quantities describes a life-permitting universe, make it a red dot; if it describes a universe that is life- 316 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 234.
Einwände gegen die zweite Prämisse: „Feinabstimmung erfordert etwas, das sie bewirkt“
Objections to the second proposition: ‘Fine-tuning requires something that does it’
Die Einwände beruhen auf der Annahme, dass die Erscheinungsformen von Vollkommenheit und Makellosigkeit in dieser Welt nicht zwingend darauf zurückgehen, dass sie von einem allwissenden, wollenden und allmächtigen Urheber hervorgebracht wurden. Diese Einwände behaupten, es sei möglich, dass diese Erscheinungsformen stattdessen durch natürliche und materielle Ursachen entstanden sind. Wenn wir über die Fragen von Zufall und Determinismus hinausblicken, die aus den zuvor dargelegten Gründen als zwei geeignete Antworten zur Erklärung dieses Phänomens der Feinheit des Universums ausscheiden, so werden wir sehen, dass Atheisten viele Vorschläge zur Erklärung dieser Vollkommenheit machen. Diese alternativen Vorschläge stellen die bedeutendsten Einwände dar; einige davon werden im Folgenden dargelegt.
Objections here are based on the notion that the manifestations of mastery and immaculateness in this world do not necessarily mean that they emanated from an Omniscient, Willing, and Omnipotent Doer. These objections assert that it is possible that these manifestations came about as a result of natural and material causes instead. If we look beyond the issues of coincidence and determinism as two suitable answers to explain this phenomenon of the universe’s intricacy for the reasons outlined before, we will see there are many proposals by atheists to explain this mastery. These alternative proposals represent the most significant objections, with some of them being outlined below.
Erster Einwand: Die Evolutionstheorie
First objection: The theory of evolution
Diese Theorie beherrscht die Biologie. Tatsächlich reicht ihr Einfluss in mehrere ideologische und kognitive Bereiche hinein. Um das Wesen der heutigen westlichen kulturellen Identität herauszustellen, bezeichnete Dr. ʿAbd al-Wahhāb al-Masīrī sie als „darwinistische Moderne“. Die beste Darstellung der Evolution, die der dem Lebewesen innewohnenden intelligenten Planung widerspricht, ist die These, die Richard Dawkins in seinem Buch *Climbing Mount Improbable* vorlegt. Die These verläuft folgendermaßen: Stellen wir uns vor, wir befinden uns auf einem hohen Berg. Eine Seite ist außerordentlich steil und nicht zu bezwingen. Die andere Seite ist zwar etwas steil, aber nicht so sehr, dass Menschen davor zurückschrecken, hinaufzugehen, um den Gipfel zu erreichen. Wir können daher versuchen, den Gipfel von der extrem steilen Seite aus zu erreichen, obwohl diese kürzer ist, oder wir können auf der anderen Seite auf leichtere Weise aufsteigen. Dafür müssten wir jedoch den längeren Weg zum Gipfel nehmen. Nehmen wir in diesem Beispiel an, dass die komplexen biologischen Systeme der Gipfel sind – die Möglichkeit, diese Systeme auf dem kurzen Weg zu erreichen, ist sehr gering, denn jede schrittweise Selbstzusammensetzung solcher Systeme wäre unmöglich. Diese Systeme können sich jedoch durch natürliche Auslese selbst zusammensetzen, indem sie jene Merkmale bewahren, die ihr Überleben sichern und es ihnen ermöglichen, sich in die nächste Phase weiterzuentwickeln, und ebenso für die künftigen Schritte – Schritt für Schritt –, bis wir den Gipfel erreichen.
This theory dominates biology. In fact, its influence stretches to multiple ideological and cognitive branches. Highlighting the nature of the contemporary Western cultural identity, Dr. ʿAbd al-Wahhāb al-Masīrī stated it is ‘Darwinist modernism’. The best representation of evolution that opposes the idea of intelligent design built into living beings is the thesis offered by Richard Dawkins in his book Climbing Mount Improbable. The thesis goes like this: Imagine we are on a high mountain. One side is extremely steep and cannot be negotiated. The other side is somewhat steep but not enough to put people off from walking up to ascend to the summit. We can therefore try to reach the summit from the extremely steep side even though it is shorter, or we can ascend from the other side in easier fashion. However, we would need to take the longer route to reach the summit. In this example, let us assume that the complex biological systems are the summit – the possibility of reaching these systems from the short way is very hard, because any gradual self-composition of such systems would be impossible. However, these systems can self-compose through natural selection by way of retaining those characteristics that will ensure their survival and allow them to evolve to the next phase, and likewise for future steps – step by step – until we reach the summit.
Ich erinnere mich, dass ich einmal mit einigen Jugendlichen diskutiert habe, die vom Atheismus beeinflusst waren. Einer von ihnen brachte einen Einwand vor, der so offensichtlich vom oben genannten Argument inspiriert war. Nach einer langen Diskussion gab er zu, dass Zufall als Erklärung für die Erscheinungsformen von Komplexität, Zusammensetzung und Meisterschaft in unserer Existenz nicht geeignet ist. Er sagte zu mir: „Die Komplexität, die wir heute im Universum und in den Lebewesen sehen, hätte nicht wirklich einfach so auf einen Schlag durch Zufall entstehen können. Was aber, wenn alles am Anfang einfach war, dann aber im Laufe der Zeit sich entwickelte, bis es zu den komplexen Zusammensetzungen wurde, die wir heute sehen? Es wäre unmöglich, dass etwa der Mensch in einem Schritt aus dem Wasser gekommen wäre, durch zufällige chemische Reaktionen; plausibler aber wäre, dass eine Zelle durch Zufall entstand, die dann begann, sich allmählich zu entwickeln, bis verschiedene Lebewesen – einschließlich des Menschen – hervorgingen.“ Abgesehen davon, ob es jemals eine einfache Zelle gab, wie plausibel es war, dass die Existenz zufällig entstand, oder dass sie der Anfang allen Lebens war, ist die Grundidee der Evolution sehr klar. Die „gefährliche Idee“ (so nennt Daniel Dennett es im Titel seines Buches) der Theorie Charles Darwins besteht darin, dass komplexe Systeme über einen langen Zeitraum allmählich entstehen können – es ist nicht notwendig, dass sie auf einen Schlag entstehen.
Zweiter Einwand: Die Multiversum-Theorie
Second objection: The multiverse theory
Dieser Einwand beruht auf der Vorstellung, dass unser Universum nicht das einzige Universum existiert, sondern dass es vielmehr eine unendliche oder unermesslich große Anzahl von Universen gibt. Diese große Anzahl von Universen würde erklären, warum unser Universum so präzise und fein abgestimmt ist, ohne dass man annehmen müsste, es gebe einen willentlich handelnden Schöpfer, der unser Universum erschaffen hat. Mit anderen Worten: Innerhalb der gewaltigen Zahl von Universen muss es zwangsläufig eines geben, das perfekt für uns eingerichtet ist. Es ist wie bei der Lotterie: Die Chance, dass eine bestimmte Person den Milliardenpreis gewinnt, ist außerordentlich gering; die Chance, dass wenigstens eine Person gewinnt, ist jedoch hoch. Um ihre Sichtweise weiter zu verdeutlichen, bringen sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich vor, ein Mann sollte hingerichtet werden. Als man ihn zum Galgen brachte und bevor sich seine Augen schlossen, sah er hundert erfahrene Scharfschützen vor sich, die alle ihre Gewehre auf ihn gerichtet hatten. Er schloss die Augen und hörte dann das Geräusch der Schüsse. Er hielt den Atem an, weil er glaubte, er werde gleich sterben, doch er spürte nichts. Er tastete seinen Körper ab und stellte fest, dass ihn nicht einmal eine einzige Kugel getroffen hatte. Ist es möglich, dass dies durch Zufall geschehen ist? Man beachte, dass es sich um erfahrene Scharfschützen handelte, und es ist äußerst unwahrscheinlich, dass alle daneben geschossen haben. Er begann nachzudenken: „Vielleicht haben sie sich verschworen, mich nicht zu töten, oder vielleicht hat jemand alle bestochen, danebenzuschießen, oder es gibt einen anderen Grund.“ Dann wurde ihm die Augenbinde abgenommen. Es stellte sich heraus, dass er unter hundert anderen Menschen war, und die Zahl der Hinzurichtenden betrug 101. Natürlich würde in diesem Fall immer noch einer am Leben bleiben. Dies ist die Ansicht, die Stephen Hawking in seinem Buch „The Grand Design“ vertrat, das er zusammen mit Leonard Mlodinow verfasste. Dort heißt es: „Die Feinabstimmungen in den Naturgesetzen lassen sich durch die Existenz multipler Universen erklären. Viele Menschen haben im Laufe der Zeit Gott die Schönheit und Komplexität der Natur zugeschrieben, die zu ihrer Zeit keine wissenschaftliche Erklärung zu haben schien.“ Doch so wie Darwin und Wallace erklärten, wie die scheinbar wundersame Gestaltung der Lebewesen ohne das Eingreifen eines höchsten Wesens entstehen konnte, kann das Multiversum-Konzept die Feinabstimmung der physikalischen Gesetze erklären, ohne dass ein gütiger Schöpfer nötig ist, der das Universum zu unserem Nutzen erschuf.“333 Es ist auch die zentrale Idee, auf die sich Dawkins in seinem Buch „Der Gotteswahn“ stützte, als er auf das Argument der Theisten aus der Feinabstimmung antwortete.
This objection is based on the notion that our universe is not the only universe in existence, but there are rather an infinite or an immeasurable number of universes. This large number of universes would explain how our universe is precise and finely turned, without the need to assume there was a willing doer who created our universe. In other words, within the gargantuan number of universes, there is bound to be one which is conditioned perfectly for us. It is like the lottery: The chances of a person winning the billionaire prize is extremely low; however, the chance of at least one person winning is high. To clarify their view further, they offer this example: Imagine a man was presented for execution. When he was brought to the gallows, and before his eyes closed, he saw a hundred expert snipers in front of him, all of whom had trained their rifles on him. He shut his eyes, and then heard the sound of fire as the rifles were shot. He held his breath as he thought he was about to die, but he felt nothing. He felt his body and noticed he had not been impacted by even one bullet. Is it possible that this could have occurred by accident? Note that the snipers were experts, and it is highly unlikely they could have all missed. He started to think: ‘Perhaps they conspired not to kill me, or perhaps someone bribed them all to miss, or perhaps there was some other reason.’ The blindfold was removed from him. It turned out he was among a hundred other people, and the number of people to be executed were 101. Of course, in this case, one would still be alive. This is the view Stephen Hawking proposed in his book The Grand Design, which he co-authored with Leonard Mlodinow. It reads: ‘The fine-tunings in the laws of nature can be explained by the existence of multiple universes. Many people through the ages have attributed to God the beauty and complexity of nature that in their time seemed to have no scientific explanation. But just as Darwin and Wallace explained how the apparently miraculous design of living forms could appear without intervention by a supreme being, the multiverse concept can explain the fine-tuning of physical law without the need for a benevolent creator who made the universe for our benefit.’333 It is also the central idea that Dawkins relied upon in his book The God Delusion as he responded to the theists’ argument from fine-tuning.
Dritter Einwand: Das kunstvolle Schaffen des Menschen ist sein Werk; es ist nicht angebracht, die Meisterschaft in der Natur mit der vom Menschen geschaffenen Meisterschaft zu vergleichen.
Third objection: Man’s masterful making is his deed; it is improper to consider mastery in nature analogous to man-made mastery
Dieser Einwand beruht darauf, die Erscheinungen der Meisterhaftigkeit, die belegen, dass sie das Werk eines allwissenden und willensmächtigen Urhebers sind, mit den Taten des Menschen zu vergleichen. Als Theisten kommt uns beim Anblick von etwas in der Natur, das meisterhaft geschaffen ist, automatisch der Gedanke, dass dies das Werk eines Urhebers sei. Können wir dieses Werk keinem Menschen zuschreiben, so schreiben wir es automatisch einem anderen Urheber zu. Der Einwand besagt, dass diese Analogie falsch sei. Unsere Beobachtung des meisterhaften Werks des Menschen ist es, die uns nahelegt, dass dessen Herstellung ihm zuzuschreiben ist. Was Natur und Universum betrifft, so haben wir nicht gesehen, wie sie entstanden sind, und wir haben auch nicht gesehen, wie die Erscheinungen der Meisterhaftigkeit darin Gestalt annahmen. Deshalb können wir nicht über etwas urteilen, bei dem wir nicht zugegen waren.
This objection is based on analogising the manifestations of mastery proving they constitute the doing of an Omniscient and Willing Doer to that of man’s deeds. As theists, when we see something in nature that is masterfully made, it would automatically come into our minds that this was the making of a doer. If we are unable to ascribe this making to a human, we would automatically ascribe it to some other doer. This objection states that this analogy is incorrect. Our observation of man’s masterful work is what suggests to us that his making is to be ascribed to him. As for nature and the universe, we have not seen how they were made, nor did we see how the manifestations of mastery took shape therein. Therefore, we cannot pass judgement on what we were not there to witness.
Obwohl dieser Einwand verhältnismäßig alt ist, hat ihn David Hume systematisiert, und zwar über seine typische Skepsis gegenüber dem Kausalitätsprinzip. Diese Skepsis hat der atheistische Denken weitgehend verinnerlicht, was eine Vielzahl von Problemen hervorgebracht hat. Hume hat sich zu diesem Einwand ausführlich geäußert, besonders in seinem Buch Dialogues Concerning Natural Religion. Die Präsenz dieses Einwands unter Atheisten ist zunehmend auffällig geworden, besonders wenn sie mit Befürwortern des intelligenten Designs oder mit Kreationisten debattieren. Sie behaupten, dass meisterhafte Konstruktion an sich nicht notwendigerweise bedeute, dass ein wählender Urheber existiere. Diese Täuschung, die wir in uns selbst wahrnehmen, rühre daher, dass wir die meisterhaften Werke des Menschen beobachten, sodass es unserem Verstand so erschien, als sei der Wille eines Handelnden die Ursache der Meisterschaft. Dies ist ein Fehlschluss. Deshalb finden wir einen Einwand gegen Paleys berühmtes Uhrmacher-Argument, dass es unzulässig sei, die Meisterschaft im Universum mit der Meisterschaft einer Uhr zu vergleichen. Zwar stamme die Konstruktion einer Uhr von einem wollenden Uhrmacher, doch müsse dies beim Universum nicht der Fall sein. Man könne höchstens sagen, dass manche Erscheinungsformen von Meisterschaft einem Handelnden zugeschrieben werden können – unter der Bedingung, dass dies auf Beobachtung und Induktion beruhe. Unser Urteil, dass Uhren einen Hersteller haben, gründe darauf, dass wir die erste Uhr gefertigt sehen, die zweite Uhr gefertigt sehen und so weiter. Beim Universum hingegen können wir nicht sehen oder begreifen, dass es einen Schöpfer hat, geschweige denn begreifen, dass dieser Schöpfer ein zweites oder drittes Universum gemacht haben könnte. Daher ist es nicht angemessen, zu einem solchen Schluss zu gelangen – nämlich, dass das Universum einen Schöpfer hat –, allein aufgrund der Tatsache, dass sowohl das Universum als auch Uhren meisterhaft gefertigt sind. Dieser Einwand kam während der Debatte zwischen Dr. ʿAmr Sharīf und Bassām al-Baghdādī im Satellitenkanal Misr 25 auf, moderiert von Eng. Fāḍil Sulaymān über drei Folgen. Eng. Fāḍil nahm ein Glas in die Hand und fragte Bassām: „Hier steht dieses Glas vor dir. Ist nicht seine Existenz ein Beweis für die Existenz eines Machers, der dieses Glas gemacht hat?"
Bassām: „Wir wissen, dass dieser Becher existiert, und wir kennen die Fabrik, die ihn hergestellt hat. Hast du gesehen, was das Universum erschaffen hat, in dem wir uns befinden? Hast du andere Universen gesehen, um dieses mit ihnen zu vergleichen?"
Einwände gegen die Schlussfolgerung: „Gott ist Derjenige, der die Welt auf diese feste und meisterhafte Weise erschaffen hat“
Objections to the conclusion: ‘God is the One Who created the world in this solid and masterful manner’
Erster Einwand: Wer hat die Maßstäbe festgelegt?
First objection: Who set the standards?
Die Person, die ich am häufigsten diesen Einwand wiederholen gehört habe, ist Richard Dawkins. Dieser Einwand bildet das zentrale Argument in seinem Buch The God Delusion. Kurz gesagt besagt dieser Einwand: Wenn Gott derjenige ist, der die Gesetze des Universums festgelegt hat, wer hat dann diese Gesetze überhaupt festgelegt? Mit anderen Worten: Wenn Gott das Universum auf die vollkommene Weise erschaffen hat, wie er es getan hat, wer hat dann Gott erschaffen? Im Kern gründet sich dieser Einwand auf die berühmte atheistische Frage: „Wer hat Gott erschaffen?“ Wir haben sie ausführlich in dem Abschnitt über das Schöpfungsargument behandelt, das die Existenz Allahs belegt. Dort finden sich Antworten auf viele Elemente dieses Einwands. Die Form, die Dawkins diesem Einwand gibt, ist tatsächlich eine weiterentwickelte Version eines Einwands, den er an anderer Stelle vorgebracht hat, nämlich gegen das Argument aus der systematischen Beschaffenheit des Universums und seiner meisterhaften Gestaltung. Wenn die Frage „Wer hat Gott erschaffen?“ ein zentraler Einwand gegen das Schöpfungsargument ist, dann ist ein zentraler Einwand gegen das Argument aus der systematischen Beschaffenheit des Universums und seiner meisterhaften Gestaltung: „Wer hat den Stimmer gestimmt?“ und „Wer hat den Designer entworfen?“ Diese Weiterentwicklung des Arguments trägt einen zusätzlichen Einwand neben der Frage „Wer hat Gott erschaffen?“, wie Richard Dawkins es formuliert: „Gott oder jeder intelligente, entscheidungsfähige, rechnende Akteur müsste im selben statistischen Sinne höchst unwahrscheinlich sein wie die Entitäten, die er erklären soll.“360 Der Punkt, den er mit diesem Einwand machen will, lautet: Wenn wir eine Erklärung für die Zusammensetzung und Komplexität suchen, die in der meisterhaften Schöpfung Allahs vorhanden ist, dann ist Allah selbst weit zusammengesetzter und komplizierter als das Universum. Daher fügen wir nur weitere Komplexität hinzu, wenn wir annehmen, dass Allah existiert, als Lösung für ein Problem, das weniger kompliziert ist als der Vorschlag, dass Er existiert. Dawkins hat sich dabei in eine Reihe gefährlicher Irrtümer verstrickt:
The person I have heard repeating this objection the most is Richard Dawkins. This objection forms the central argument in his book The God Delusion. In brief, this objection states that if God is the One Who set the standards of the universe, then who set those standards in the first place? In other words, if God created the universe in the consummate manner that He did, then who created God? At its core, this objection is based on the famous atheist question – ‘Who created God?’ We have discussed it in detail, in the section of the argument from creation that denotes the existence of Allah . It contains answers to many elements of this objection. The nature of this objection that Dawkins raises is in fact an evolved version of the objection that he adopted elsewhere, which was his objection to the argument from the systematic nature of the universe and its masterful construct. If the question ‘Who created God?’ is a central objection to the argument from creation, then a central objection to the argument from the systematic nature of the universe and its masterful making is ‘Who tuned the Tuner?’ and ‘Who designed the Designer?’ This evolution in the argument carries an additional objection on top of the ‘Who created God?’ question, as Richard Dawkins puts it: ‘God, or any intelligent, decision-taking, calculating agent, would have to be highly improbable in the very same statistical sense as the entities he is supposed to explain.’360 The point he wants to make from this objection is that if we want an explanation for the composition and complexity that is present in the masterful construct of Allah, then Allah Himself is far more composite and more complicated than the universe; therefore, we are only adding further complexity by assuming that Allah exists as a solution to the problem that is less complicated than the proposal that He exists. Dawkins landed himself into a number of dangerous errors:
Zweiter Einwand: Die systematische Beschaffenheit des Universums und seine meisterhafte Erschaffung als Beweis für den Theismus bestimmen nicht, dass der Schöpfer tatsächlich Gott ist.
Second objection: The systematic nature of the universe and its masterful making, as proof for theism, does not determine that the Creator is actually God
Kurz gesagt, der Gedankengang hinter diesem Einwand lautet: „Angenommen, nur um der Argumentation willen (arguendo), dass der Beweis tatsächlich auf die Existenz eines willensbegabten Urhebers hinweist, der die Welt in der meisterhaften Weise erschaffen hat, die wir sehen – wer hat dir gesagt, dass dies Gott ist?“ Dieser Einwand wurde bereits entkräftet, als wir über das Argument aus der Schöpfung sprachen. Der eigentliche Streitpunkt mit Atheisten ist, ob das Universum von einem willensbegabten Urheber erschaffen wurde oder nicht. Wird bejaht, dass diese Instanz existiert, lässt sich sicher annehmen, dass es Allah ist, und dass das Argument aus der systematischen Ordnung des Universums auf einige Eigenschaften Allahs hinweist. Tatsächlich ist der Beleg dafür äußerst klar, denn er führt uns zu der Erkenntnis, dass dieser willensbegabte Urheber die Eigenschaften Willen, Macht, Wissen, Weisheit, Leben, Barmherzigkeit und weitere Attribute besitzt, die gemeinhin mit Allah verbunden werden. Ich schließe diesen Punkt, indem ich auf die Art der atheistischen Logik bei solchen Fragen hinweise: Sie ist so verschachtelt aufgebaut, dass Atheisten es unmöglich macht, irgendein Argument für die Existenz Allahs überhaupt zu erwägen. Ein arabischer Atheist erklärte, selbst wenn er Gott gesehen und Ihn angenommen hätte, würde das immer noch nicht beweisen, dass Er der Schöpfer des Universums ist; würde Er vor unseren Augen etwas erschaffen, „wäre das immer noch kein Beweis dafür, dass Er mich erschaffen hat“. Das ist die Art von Starrsinn, die die Kluft zwischen uns und ihnen offenbart, welche sich bei der Diskussion dieses Themes mit solchen Menschen praktisch kaum überbrücken lässt. Denn die Rechtleitung liegt in der Hand Allahs – Er leitet recht, wen Er will, und Er führt irre, wen Er will.
In brief, the thought process behind this objection is this: ‘Assuming, arguendo, that the proof does indeed point to the existence of a willing doer that made the world in the masterful manner that we see, who told you that it is God?’ This objection was dismantled when we discussed the argument from creation. The actual point of contention with atheists is whether the universe was created by a willing doer or not. If it is affirmed that this entity exists, it would be possible to safely assume that it is Allah, and that the argument from the systematic nature of the universe is indicative of some of Allah’s attributes. In fact, the evidence for this is extremely clear, for it guides us to the fact that this willing doer has the characteristics of will, power, knowledge, wisdom, life, mercy, and other attributes that are typically associated with Allah. I conclude this point by clarifying the nature of atheist logic when dealing with these types of issues by pointing out that they are composed in such a complex manner that disallows atheists from ever considering any argument in support of the existence of Allah. One Arab atheist states that had he even seen God and embraced Him, that would still not prove that He is the Creator of the universe; were He to create something in front of us, ‘that would still not be proof that He created me’. That is the type of stubbornness that reveals the chasm between us and them, which is virtually impossible to be bridged when discussing this topic with these types of people. After all, guidance is in the Hand of Allah – He guides whom He wishes and He leads astray whom He wishes.
252 Anmerkung des Übersetzers: Diese Auffassung wird vor allem von denjenigen vertreten, die der Tradition des Gelehrten Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb al-Najdī aus dem 18. Jahrhundert folgen. Andere muslimische Gruppen lehnen die Vorstellung entschieden ab, dass die Polytheisten von Makka die absolute Herrschaft Allahs anerkannt hätten.
253 Dr. Suʿūd al-ʿArīfī hat all diese Belege zusammengetragen und in seinem wichtigen Werk al-Adillah al-ʿAqliyyah al-Naqliyyah (Die vernunftgemäßen und überlieferten Beweise) dargelegt, dass sie diesen Punkt belegen.
252 Translator’s note: This is an argument most commonly supported by those following the tradition of the 18th century figure Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb al-Najdī. Other Muslim groups vehemently disagree with the notion that the Makkan polytheists acknowledged absolute lordship for Allah. 253 Dr. Suʿūd al-ʿArīfī gathered all of this evidence and detailed how they are indicative of this point in his important work al-Adillah al-ʿAqliyyah al-Naqliyyah (The Rational Proofs of Scripture).
Sure: "254 Al-Dhāriyāt, 20." is a label/reference, so I translate it as is.
254 Al-Dhāriyāt, 20.
Ibn al-Qayyim said, Allah predisposed His servants – and even animals – to take a liking to placing everything in its rightful place, to carry things out at their appropriate moment, and to acquire things in the desired manner. He also predisposed them to dislike the opposite and to go against the aforementioned methods. The first is indicative of the perfection, knowledge, power, and proficiency of the doer; its opposite is indicative of his own deficiency and the deficiency of his knowledge, power, and expertise. This is the fiṭrah that people simply cannot depart from. It is known that the one who predisposed them like this and placed this capacity in them would be worthier of these praiseworthy traits than they are. Allah places things in their rightful place. He makes them unique by assigning to them attributes, shapes, configurations, and sizes in a manner that He knows better than anyone else. He brings them out into the open – and that too at the only time suitable for them. One who possesses sound analysis and upright thought, and contemplates as one should do so, would testify to that in what he sees and knows. He would use what he witnesses in evidence for what is concealed. Everything is from the making of the Wise, the Omniscient. To demonstrate this, it suffices to know the wisdom behind creating animals, their limbs, attributes, configurations, the benefit that can be derived from them, and that they absolutely represent the wisdom that is desired in them. Allah recommended His servants to do this: “…as there are within yourselves. Can you not see?”244; and “Do they not ever reflect on camels – how they were masterfully created?...”245 In a similar fashion, if one properly contemplates and observes all of His upper and lower creations and everything in between, he will find it all to be designed and enveloped in great wisdom. He would be able to read the wisdom etched into them and proclaim: “This is the making of the Omniscient and the Wise, and it is the decree of the Almighty and the Omniscient. If minds can find anything more suitable than this, they should recommend it; if they see anything more beautiful than it, they should bring it forth and showcase it. That is the making of ‘the One Who created seven heavens, one above the other. You will never see any imperfection in the creation of the Most Compassionate. So look again: do you see any flaws?’”246 One who observes this world and contemplates it as it rightly should would know that its Creator masterfully designed it and fortified it. When he ponders over it, he would find it to be like a house in which all its installations are prepared. The sky is raised like a roof, the Earth is stretched out like a carpet, the stars are clustered like lamps, and welfare is stored therein like treasures. Everything in it is designed for something it is suited for. Man is like the owner who was made entitled to it. The various types of flora have been prepared for his purposes. Different animals are utilised to his advantage. Some of them are only for milking, siring, and nourishment; some are only for riding and transportation; others are for beauty and adornment; and others are for all of these, such as camels – their stomachs are storage containers for drink, food, medicine, and cure. There is a lesson in them for those who want to observe and signs for those who are discerning. And within the avian species – with all of its variety, shapes, colours, population numbers, the advantages they afford, their songs, with their wings outspread and folded in, and with their migration and settlement patterns – there is a great lesson and clear indicator to the wisdom of the Creator, the Omniscient.’247
Ibn Rushd excellently phrased this argument. He said, As for the method the religion pursued in edifying the masses on the world being from the making of Allah , note that when the verses carrying this meaning are contemplated, this method can be found to be one of providence. It is one way that we have stated is indicative of the existence of the Creator . Furthermore, when a man looks at a perceptible item and finds it to be fashioned into a specific shape, size, and configuration, and that all of these are aligned to the benefit and end goal one would expect from it (such that he would have to admit that this benefit would not have been found if it was fashioned into any other shape, configuration, or quantity), he would be convinced that this thing has a maker who made it. This is why its shape, configuration, and size are aligned to its benefit. It is also why it would not be possible for all these things to have just coincidentally converged for that benefit. For example, when a person sees a stone on the ground, and he finds it to be shaped in a way that makes it fit to be sat on, and he likewise finds its configuration and size to be as such, he would know that this stone was fashioned into a chair by a maker who configured and shaped it in that place. As for when he does not see this sort of arrangement for sitting, he would be certain that the stone’s appearance in this place and manner was coincidental, without any person having placed it there. The same is applicable to the entire world. Man can look therein and see the Sun, the Moon, and the stars – which are the cause of the four seasons, night and day, rain, water, wind, sections on Earth becoming inhabited with people and terrestrial animals being found therein – and that water is acclimatised for aquatic creatures, and the air made suitable for flying creatures. He can see that if any of these forms and structures are disturbed, the creations present here would all be disrupted. He would therefore be certain that it would not be possible that all segments of the world just coincidentally converged for the sake of man, animal, and flora; rather, that was by the design of someone who willed this. That would be Allah . Man would also know with all conviction that the world was constructed, because he would instinctively know that it is impossible to find such convergence out of sheer coincidence without any maker. This type of evidence is decisive and simple, as is obvious from what we have written here. Its basis lies on two principles that everybody acknowledges. One is that the world, along with all its constituent parts, is aligned to the existence of man and all animals that live here. The second is that anything – along with all its constituent parts – that is aligned to a single act and a singular goal must be considered made. These two principles obviously result in this: The world is made, and it has a maker. The argument from providence denotes both of these points simultaneously. This is why it is the most esteemed of arguments for the existence of the Maker.’248
Though these verses are in the context of proving why the Lord alone is worthy of worship – the proof being that the polytheists affirmed that He is alone in absolute Lordship252 – they also necessarily imply that Allah exists. The fact is that the verses that can be presented in this regard are too numerous to be all listed.253 They are the verses that instruct servants to animate their powers of contemplation to ponder over the creation of the heavens and the Earth, the alternation of day and night, and the care given to the stars, clouds, winds, and all natural phenomena that are indicative of their Creator’s magnificence. This is in addition to those verses that speak of the wonders of Allah in the animal and plant kingdoms. Man himself is not precluded from this process of contemplation – he is to observe and be the subject of observation at the same time. This is why Allah said, ‘There are countless signs on Earth for those with sure faith.’254
So gehört zu den eindeutig festgelegten Punkten der Offenbarung die Feier des Gottesdienstes. Dies wird dadurch erreicht, dass man über die Schöpfungen Allahs nachdenkt, wobei man ihre Betrachtung nutzt, um an Allah und an Seine vollkommenen Eigenschaften zu glauben und – als Folge davon – zu erkennen, dass Er allein würdig ist, dass wir Ihm dienen und Ihn anbeten.
Thus, one of the decisively established points in revelation is about celebrating the act of worship. This is achieved by reflecting on Allah’s creations, where one utilises the observation of them to believe in Allah and His perfect attributes, and – as a result – to understand His worthiness of being the only worthy being for our servitude and worship.
This abundance of evidence for the masterful construction of the universe has had a huge influence in the teleological argument’s spread and the simplicity of its application. In fact, this abundance makes it suitable for a wide range of people, as people can differ vastly in terms of their ability to comprehend and contemplate the signs of intelligent design in the creation. This is also because people differ in terms of their cognitive experiences and knowledge. Whenever the intellectual tools inside a person are in greater abundance and maturity, he would gain a foresight into the subtlety of an immaculate construction that someone without these tools would not be able to acquire. The essence of this capability is found in all people so long as their fiṭrah and senses are uncorrupted. Beyond this, they can vary in terms of the extent they can exercise reflection – an act of worship – just as they can vary in terms of the impact that reflection can have on them. In traditional writings, in the pursuit of understanding the Creator and to deepen one’s knowledge of Him and His perfect attributes, there is a faith-based response that speaks to reflection. One of the best writings on this is what Imam Ibn al-Qayyim wrote in his books Shifā’ al-ʿAlīl and Miftāḥ Dār al-Saʿādah, where he extensively researched this issue in the search of Allah’s wisdom in many aspects of His creation, revealing His omniscience in the manifestation of masterful and consummate construction embedded in the creation. Abū Ḥāmid al Ghazālī also has a treatise on the same issue, titled al-Ḥikmah fī Makhlūqāt Allah.
Mit dem Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis haben sich uns weitere Erscheinungsformen der Größe, Erhabenheit und Meisterschaft in der Schöpfung Allahs (SWT) eröffnet. Dadurch sind viele Verstände in Staunen versetzt worden. Zahlreiche heutige wissenschaftliche Untersuchungen haben uns hochentwickelte Erkenntnisinstrumente an die Hand gegeben, die ebendieselbe Bedeutung unterstreichen, die wir erfassen können, wenn wir die Zeichen vollendeter Gestaltung im Universum betrachten – nur auf detailliertere und tiefgründigere Weise.
With the advancement in scientific knowledge, further manifestations of greatness, grandeur, and mastery in the creation of Allah have opened up for us. This has left many minds astounded. Many contemporary scientific studies today have presented highly sophisticated tools of knowledge to us, underscoring the same meaning that we can ascertain when observing the manifestations of consummate construct in the universe – only in a more detailed and in-depth manner.
Damit wir präzise sind: Was die Wissenschaft in diesem Feld leisten kann, sind Belege für die Prämissen, auf deren Grundlage die Existenz Allahs vernünftig erörtert werden kann. Die Naturwissenschaft in ihrer gegenwärtigen Definition und dem Bereich, in dem sie arbeitet, kann in dieser Frage keinen unmittelbaren Beweis liefern, denn sie sucht die materiellen und natürlichen Ursachen beobachtbarer Ereignisse aufzudecken. Sie kann jedoch Vorstufen liefern, auf denen der gewünschte Beleg aufbauen kann.
Hier liegt einer der problematischen Punkte in vielen atheistischen Diskursen, besonders in jenen, die die Wissenschaft zur alleinigen Quelle des Wissens erklären und dadurch den Weg versperren, einen Beleg für die Existenz Allahs aufzuzeigen. Denn dies würde bedeuten, dass die Erkenntnisquellen auf materielle Mittel allein beschränkt sind. Das errichtet ein Gefängnis, aus dem man nicht entkommen kann. Ein Mensch könnte Wissen über Ursachen und deren Ursachen nur innerhalb dieses materiellen Gefängnisses gewinnen, selbst wenn alle Hinweise darauf deuten, dass die Lösung außerhalb dieser Gefängnismauern liegt. Nach derselben Logik sind auch die Bemühungen von Atheisten, die Nichtexistenz Allahs zu beweisen, außerhalb dieses materiellen Rahmens angesiedelt, da sie lediglich philosophische Zusammenfassungen auf der Grundlage dieses Wissens sind. Deshalb ist es wichtig, auf die Vermischung hinzuweisen, die häufig zwischen wissenschaftlichem Wissen, das als richtig gilt, einerseits und den philosophischen Theorien, die auf der Wissenschaft beruhen, andererseits entsteht. Diese Theorien könnten sich nach Destillation und Analyse am Ende doch als richtig erweisen, aber sie könnten ebenso gut auch als falsch erwiesen werden.
So that we are precise, what science can offer in this field is evidence for the propositions upon which the existence of Allah can be rationally negotiated. Natural science, as per its current definition and the field in which it operates – cannot offer any direct evidence in this issue, because it seeks to reveal the material and natural causes to observable events. However, what it can provide are preludes upon which the desired evidence can be based. This uncovers what is one of the problematic areas in many atheist discourses, especially those that make science out to be the sole source of knowledge, thus shutting down the path of demonstrating evidence for Allah’s existence. This is because this would mean the sources of knowledge are restricted to material means alone. It casts a prison from which one cannot escape. A person may only be able to source knowledge of causes – and their causes – from inside this material prison, even if all the evidence suggests that the solution lies outside these prison walls. By the same logic, the efforts of atheists to demonstrate the non-existence of Allah are also from outside this material framework, as they are merely philosophical summaries based on that knowledge. This is why it is important to highlight the conflation that oftentimes occurs between scientific knowledge that is known to be correct on the one hand, and the philosophical theories that are based on science on the other. These theories, after distillation and analysis, might turn out to be correct after all, though they might be proven false as well.
The key premise is that when the universe is contemplated, we can see that there are standardised and extremely finely-tuned laws and constants in place for life to exist; in fact, some of these laws are so finely balanced that the existence of the entire universe rests upon it, and that any imbalance in any of these constants would lead to ultimate destruction. The level of mastery present in the making of the universe is not restricted only to biological living beings or this astonishing planet in which we live. This mastery extends to the laws and constants that govern this universe. These constants are a set of numerical data that have been very carefully selected, such that if they would have fallen either side of those numbers to even a small extent, the entire system of life – and in fact the entire universe itself – would disappear. The very existence of the universe is linked to these crucial numbers. Stephen C. Meyer, founder and director of the Discovery Institute, clarifies this with an example: ‘Imagine that you are a cosmic explorer who has just stumbled into the control room of the whole universe. There you discover an elaborate “universe-creating machine”, with rows and rows of dials, each with many possible settings. As you investigate, you learn that each dial represents some particular parameter that has to be calibrated with a precise value in order to create a universe in which life can exist. One dial represents the possible settings for the strong nuclear force, one for the gravitational constant, one for Planck’s constant, one for the ratio of the neutron mass to the proton mass, one for the strength of electromagnetic attraction, and so on. As you, the cosmic explorer, examine the dials, you find that they could easily have been tuned to different settings. Moreover, you determine by careful calculation that if any of the dial settings were even slightly altered, life would cease to exist. Yet for some reason each dial is set at just the exact value necessary to keep the universe running. What do you infer about the origin of these finely-tuned dial settings?’257
Die logische Schlussfolgerung, auf die wir noch zu sprechen kommen, lautet, dass es etwas gibt, das diese Stellrädchen so eingestellt hat, dass diese Konstanten die ihnen eigenen Werte annehmen und behalten konnten, die für die Existenz des Lebens und des Universums notwendig sind.
The logical conclusion, which we shall come onto, is that there is something that calibrated these dials so that those constants could gain and retain the values that are distinct to them and necessary for the existence of life and the universe.
Im Universum finden sich eine Reihe von Beispielen, die Feinabstimmung belegen. Einige davon können wir als Beispiele nennen.
There are a number of examples showcased in the universe that demonstrate fine-tuning. We can mention a few as examples.
,000,000,000) probabilities, and you are required to get the tuning right from this pile of probabilities. Another example is this: You grab a measuring tool like a ruler and measure the universe from one side to the other, then you measure up the gravitational force of the Earth and place that value on that ruler – if you erred by even one inch, it would spark a cataclysm. Surely it would be more rational to believe, given that this finely-tuned number is in play, that this was a result of knowledge, and that it could not have been by sheer coincidence.
Martin Rees, der berühmte britische Physiker und Autor von Just Six Numbers, stellt klar, dass die Sterne ausbrennen und ihre Energie rasch aufgebraucht wäre, wenn die Gravitation etwas stärker wäre, als sie ist, was zu ihrem vorzeitigen Tod führen würde. Würde beispielsweise die Schwerkraft der Sonne verdoppelt, würde sich ihr mögliches Alter von möglichen 10 Milliarden Jahren auf nur 100 Millionen Jahre verringern.259 Außerdem würde diese Anziehungskraft dazu führen, dass die um sie kreisenden Planeten extrem klein wären. Was die Lebewesen betrifft, die auf diesen fragilen, lebensfördernden Planeten am Leben bleiben, so würden sie von der Schwerkraft zermalmt, wenn ihre Größe auch nur um die Spanne eines Insekts zunähme, was bedeuten würde, dass intelligentes Leben jeder Art unmöglich wäre. Der Artikel im Magazin New Scientist geht noch weiter und erwähnt, dass für das Universum, damit es Leben tragen kann, ein Balanceakt zwischen der Expansionsrate des Universums und der Gravitation auf etwa einen Teil in 10^15 erforderlich gewesen sei, nur eine Sekunde nach dem Urknall – jegliches Ungleichgewicht in diesem frühen Moment des Universums hätte jede Aussicht auf Leben zunichtegemacht.
Martin Rees, the famous British physicist and author of Just Six Numbers, clarifies that had gravity been slightly stronger than it is, the stars would burn out and their energy would be rapidly depleted, causing their untimely death. If, for example, the Sun’s gravity was doubled, its possible age would reduce from a possible 10 billion years to just 100 million years.259 In addition, this gravitational pull would cause the planets orbiting around it to be extremely small. As for living beings that stay alive on those fragile planets that support life, they would be crushed by gravity if their size increased even by the span of an insect, which would mean that any intelligent life would be impossible. The New Scientist magazine article goes further and mentions that for the universe to be able to support life, there must have been a balancing act between the expanding rate of the universe and the gravity to within one part in 1015, just one second after the Big Bang – any imbalance in this early moment of the universe would have spelled doom for any prospect of life.
This is the force that is responsible for the stability of matter by holding together protons and neutrons of the atomic nucleus, thereby forming atomic nuclei. All protons as we know carry a positive charge; what allows it to remain stable inside the atom nucleus – and not being expelled – is the strong nuclear force. It is like trying to force two magnets of the same pole together – doing so would lead to repulsion. However, if the power that is attempting to put them together is stronger, it would be possible to overcome repulsion. The strong nuclear force is also balanced in extremely precise fashion. Had it been weaker by 2%, hydrogen atoms would have undergone repulsion and would have never been able to bond with other chemicals, leaving the universe in a state of nothing other than hydrogen atoms roaming around. Conversely, had this force 259 Astrophysicists estimate that the Sun is 4.6 billion years old, and that it has enough hydrogen to remain alive for a further 5 billion + years. been 2% stronger, the hydrogen atoms would have bonded with each other so rapidly that they would have all become helium, which would have been the overwhelmingly predominant chemical element across the universe. There is a wonderful balance in this force: Some hydrogen atoms bond to become helium atoms, whereas the rest of the hydrogen remains to form all other chemical elements, such as bonding with oxygen to form water. It would be difficult to envisage any life without this perfect balance in this force. What has been said for the strong nuclear force is equally applicable to the weak nuclear force, as well as the electromagnetic force. Along with gravity and the strong nuclear force, they represent the four forces that regulate the universe. All four are so finely balanced that if any of them were to change even in the slightest, life would not have been able to exist. Examples that are indicative of fine-tuning are too numerous to mention. They can be studied and observed in the books that deal with this wondrous phenomenon. Some works that come to mind in this regard are Just Six Numbers by Martin Rees, Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life? by Rodney Holder, The Science of God: The Convergence of Scientific and Biblical Wisdom by Gerald Schroeder, A Fine-Tuned Universe: The Quest for God in Science and Theology by Alister McGrath, The Goldilocks Enigma by Paul Davies, and God and Design: The Teleological Argument and Modern Science by Neil Manson. In fact, most Western writings that have researched this argument showcase a variety of examples to demonstrate the finely-tuned nature of the universe, its laws, and its constants. What is wondrous about this state of being finely-tuned is that, had some of these forces not been where they exactly are, the universe would have long ceased to exist the way we know it. Some forces are balanced in a way that allowed the development of stars, planets, and matter. Other forces are so finely balanced that they were simply put in place to welcome mankind. The lattermost point is what is known as the anthropic principle. There is a set of data related to the nature of this universe that would have made it unsuitable for life had it been any different. The British philosopher Antony Flew skilfully painted an image of this argument in his book There is a God:
Stellen Sie sich vor, Sie betreten bei Ihrem nächsten Urlaub ein Hotelzimmer. Auf dem Nachttisch spielt der CD-Player leise einen Titel aus Ihrer Lieblingsaufnahme. Das gerahmte Bild über dem Bett ist identisch mit dem Bild, das daheim über dem Kamin hängt. Der Raum duftet nach Ihrem Lieblingsparfum. Sie schütteln verwundert den Kopf und lassen Ihre Taschen auf den Boden fallen. Plötzlich sind Sie hellwach. Sie gehen zur Minibar, öffnen die Tür und betrachten staunend den Inhalt. Ihre Lieblingsgetränke. Ihre Lieblingskekse und Süßigkeiten. Sogar die Marke des Mineralwassers, das Sie bevorzugen. Dann wenden Sie sich vom Minibar ab und blicken sich im Zimmer um. Sie bemerken das Buch auf dem Schreibtisch: Es ist der neueste Band Ihres Lieblingsautors. Sie werfen einen Blick ins Badezimmer, wo Pflege- und Körperpflegeprodukte auf der Ablage aufgereiht stehen, jedes so, als wäre es eigens für Sie ausgewählt worden. Sie schalten den Fernseher ein; er ist auf Ihren Lieblingssender eingestellt. Mit jeder neuen Entdeckung über Ihre gastfreundliche neue Umgebung würden Sie wohl weniger geneigt sein, das Ganze für einen bloßen Zufall zu halten, nicht wahr? Sie könnten sich fragen, wie die Hotelleitung so detaillierte Informationen über Sie erlangt hat. Sie könnten über ihre akribische Vorbereitung staunen. Vielleicht würden Sie sogar nachprüfen, was all das kosten wird. Doch Sie würden mit Sicherheit eher glauben, dass jemand wusste, dass Sie kommen.260
Imagine entering a hotel room on your next vacation. The CD player on the bedside table is softly playing a track from your favorite recording. The framed print over the bed is identical to the image that hangs over the fireplace at home. The room is scented with your favorite fragrance. You shake your head in amazement and drop your bags on the floor. You’re suddenly very alert. You step over to the minibar, open the door, and stare in wonder at the contents. Your favorite beverages. Your favorite cookies and candy. Even the brand of bottled water you prefer. You turn from the minibar, then, and gaze around the room. You notice the book on the desk: it’s the latest volume by your favorite author. You glance into the bathroom, where personal care and grooming products are lined up on the counter, each one as if it was chosen specifically for you. You switch on the television; it is tuned to your favorite channel. Chances are, with each new discovery about your hospitable new environment, you would be less inclined to think it was all a mere coincidence, right? You might wonder how the hotel managers acquired such detailed information about you. You might marvel at their meticulous preparation. You might even double-check what all this is going to cost you. But you would certainly be inclined to believe that someone knew you were coming.’260
Er fügt hinzu: Dieses Urlaubsszenario ist eine plumpe, begrenzte Parallele zu dem sogenannten Feinabstimmungsargument. Die jüngste Beliebtheit dieses Arguments hat eine neue Dimension der Naturgesetze ins Licht gerückt. „Je mehr ich das Universum untersuche und die Details seiner Architektur studiere“, schreibt der Physiker Freeman Dyson, „desto mehr Belege finde ich dafür, dass das Universum in gewisser Hinsicht wusste, dass wir kommen würden.“ Mit anderen Worten: Die Naturgesetze scheinen so gestaltet worden zu sein, dass sie das Universum auf die Entstehung und Erhaltung des Lebens zusteuern lassen. Dies ist das anthropische Prinzip, popularisiert von Denkern wie Martin Rees, John Barrow und John Leslie.261
He adds, That vacation scenario is a clumsy, limited parallel to the so-called fine-tuning argument. The recent popularity of this argument has highlighted a new dimension of the laws of nature. “The more I examine the universe and study the details of its architecture”, writes physicist Freeman Dyson, “the more evidence I find that the universe in some sense knew we were coming.” In other words, the laws of nature seem to have been crafted so as to move the universe toward the emergence and sustenance of life. This is the anthropic principle, popularized by such thinkers as Martin Rees, John Barrow, and John Leslie.261
Als Ibn Rushd in seinem Buch al-Kashf ʿan Manāhij al-Adillah das Argument aus der Vorsehung formulierte, wies er auf die Fürsorge hin, die der Mensch erfährt:
When Ibn Rushd coined the argument from providence in his book al-Kashf ʿan Manāhij al-Adillah, he pointed out the care a man receives:
Die Methode, die das Glorreiche Buch aufzeigt und allen zu seinem Tor einlädt, ist folgende: Wenn eine umfassende Betrachtung des Großen Buches vorgenommen wird, zeigt sich, dass diese Argumentationsweise in zwei Arten unterteilt werden kann. Die eine ist die Methode der Vorsehung im Hinblick auf den Menschen und die Erschaffung aller Dinge des Daseins um seinetwillen. Nennen wir sie das Argument aus der Vorsehung. Die zweite Methode ist die Gestaltung der Wesenheiten innerhalb der existierenden Dinge, etwa die Hervorbringung des Lebens in einem ansonsten leblosen Gegenstand sowie die sinnlichen und vernunftmäßigen Wahrnehmungen des Menschen. Nennen wir sie das Argument aus der Gestaltung. Die erste Methode beruht auf zwei Grundsätzen. Der eine besagt, dass alle Dinge des Daseins hier auf die Interessen der Existenz des Menschen ausgerichtet sind. Der zweite Grundsatz besagt, dass diese Ausrichtung durch Notwendigkeit von einem wollenden Täter geschieht, der dies gewollt hat, denn es ist nicht möglich, dass diese Ausrichtung zufällig entstanden ist. Dass sie auf die Interessen der Existenz des Menschen ausgerichtet sind, kann man mit Gewissheit daran erkennen, wie Nacht, Tag, Sonne und Mond seinen Interessen dienen; dasselbe gilt für die Abfolge der vier Jahreszeiten und den Ort, an dem er sich befindet – die Erde. Zu dieser Ordnung gehören auch viele Tiere, Pflanzen, leblose Dinge und die übrigen zahlreichen Elemente wie die Regenfälle, die Flüsse und das gesamte Gefüge aus Erde, Wasser, Feuer und Wind. Die Vorsehung zeigt sich ebenso in den Gliedmaßen des Menschen und der Tiere, das heißt, sie sind alle für das Leben und Dasein des Menschen eingerichtet. Insgesamt ist zu verstehen, dass die Vorteile, die alles Dasein bietet, unter diese Art fallen. Deshalb ist es für denjenigen, der Allah vollständig erkennen will, geboten, die Vorteile zu betrachten, die alle Dinge des Daseins bieten.262
The method the Glorious Book pointed out and invited all to its gate is this: When a comprehensive assessment of the Great Book is conducted, this method of argument can be found to be designated as two types. One is the method of providence vis-à-vis man and the creation of all things in existence for his sake. Let us name this the argument from providence. The second method is the design of the essences inside existing things, such as the fashioning of life in an otherwise inanimate object, and one’s sensory and rational perceptions. Let us name this the argument from design. As for the first method, it is based on two principles. One is that all things in existence here are aligned to the interests of the existence of man. The second principle is that this alignment is by way of necessity from a willing doer who willed this, as it is not possible that this alignment occurred by chance. As for their alignment to the interests of the existence of man, one can be certain of that thanks to how night, day, the Sun, and the Moon are in line with his interests; the same applies to the alignment of the four seasons, and the place he is in – Earth. This arrangement also includes many animals, plants, inanimate objects, and the other many elements such as the rains, the rivers, and the entire set of Earth, water, fire, and wind. Providence also manifests in the limbs of humans and animals, meaning they are all arranged for man’s life and existence. In all, it is understood that the benefits offered by everything in existence fall under this type. This is why it is incumbent upon one who wants to fully understand Allah to look at the benefits offered by all things in existence.’262
Neben der geordneten Beschaffenheit des Universums und all seinen Gesetzen und Konstanten, die Allah darin festgelegt hat, ist es noch erstaunlicher, dass dieses Universum ein Gegenstand des Lernens und des Verstehens ist. Das ist kein nebensächlicher Punkt; es hätte ohne Weiteres so bestimmt werden können, dass dies nicht der Fall ist. Was also war der Grund dafür, dass das Universum nicht nur geordnet und ein Gegenstand der Untersuchung ist, sondern seine Gesetze und Regeln auch in mathematischen Begriffen mit einem sehr hohen Grad an Präzision ausdrücken kann? Einstein bemerkte treffend: „Das Unbegreiflichste an der Welt ist, dass sie überhaupt begreifbar ist.“ Unser Dasein in dieser Welt ist an einen festen Ort und einen festen Zeitpunkt gebunden. Mit den hochspezifischen, präzisen und fein abgestimmten Messungen über die Welt, die wir heute kennen, hat sich der Raum für uns, das Universum zu entschlüsseln, nun wirklich geöffnet. Dies wäre ohne die kosmologischen Messungen, die uns vorliegen, nicht möglich gewesen. In der Einleitung zu dem Buch The Privileged Planet: How Our Place in the Cosmos is Designed for Discovery von Guillermo Gonzalez und Jay Richards heißt es:
In addition to the organised nature of the universe and all of its laws and constants that Allah placed therein, it is even more wondrous that this universe is an object of education and understanding. This is not a light point; it could have so easily been decreed not to be so. So what was the reason for the universe being not only organised and an entity to be studied, but also able to express its laws and regulations in mathematical terms to a very high degree of precision? Einstein quipped, ‘The most incomprehensible thing about the world is that it is at all comprehensible.’ Our existence in this world is at a fixed place and a fixed moment in time. With highly specific, precise, and finely-tuned measurements about the world that we now know of, the space for us to decipher the universe has now really opened up. This would not have been possible without these cosmological measurements in front of us. In the introduction to the book The Privileged Planet: How Our Place in the Cosmos is Designed for Discovery by Guillermo Gonzalez and Jay Richards, it reads:
Die Tatsache, dass unsere Atmosphäre klar ist; dass unser Mond genau die richtige Größe und Entfernung zur Erde hat und seine Schwerkraft die Rotation der Erde stabilisiert; dass unsere Position in unserer Galaxie genau so ist; dass unsere Sonne ihre präzise Masse und Zusammensetzung hat – all diese Fakten und viele weitere sind nicht nur notwendig für die Bewohnbarkeit der Erde, sondern waren auch auf überraschende Weise entscheidend für die Entdeckung und Vermessung des Universums durch Wissenschaftler. Die Menschheit ist in ungewöhnlich günstiger Position, um den Kosmos zu entschlüsseln. Hatten wir in dieser Hinsicht nur Glück?263
The fact that our atmosphere is clear; that our Moon is just the right size and distance from Earth, and that its gravity stabilizes Earth’s rotation; that our position in our galaxy is just so; that our Sun is its precise mass and composition – all of these facts and many more not only are necessary for Earth’s habitability but also have been surprisingly crucial to the discovery and measurement of the universe by scientists. Mankind is unusually well positioned to decipher the cosmos. Were we merely lucky in this regard?263
Diese Präzision und Feinabstimmung werfen eine Reihe von Fragen auf: Wie wurden diese Konstanten, Zustände und Datenpunkte entdeckt? Gibt es jemanden oder etwas, das sie alle auf diese genaue Weise zusammengebracht hat? War es immer so vorgesehen? Oder ist das Universum einfach durch Zufall entstanden?
This degree of mastery and fine-tuning brings about a set of questions: How were these constants, states, and data points found? Is there someone or something that brought them all together in this precise fashion? Was it always meant to be this way? Or did the universe simply come about as an accident?
The determinist position claiming that these constants were bound to appear leads to the position that it would be impossible for any universe to come into existence in which there is no life, and that the existence of the universe in this narrowly suitable manner was determined and always bound to happen. This goes against reality: All the data suggest that the probability of a universe – like ours – that would support life is extremely minuscule compared to the infinite probabilities of lifeless universes. There is not even a whiff of evidence that would suggest that these constants must always come about in this manner. Indeed, some scientists speak of a theory that has not been discovered until now. It is called the ‘theory of everything’ (TOE). It attempts to offer a theory that organises the four forces of nature into one law, which will hugely simplify a lot of aspects in physics. The search for this theory had already begun with Einstein, who said, ‘What really interests me is whether God could have created the world any differently.’ Of course, his efforts in this regard did not come to any fruition. The ‘string theory’ is a continuation of the attempt to find TOE. The most famous attempt today – which is at the forefront of these discussions and is the lead theory – is what is known as the ‘M-theory’, which attempts to unify all consistent versions of string theory under one rule. Such assumptions are the go to default of some people who want to explain why the universe’s laws and constants are as they are. Victor Stenger says, ‘Many physicists expect that ultimately a theory of everything (TOE) will be discovered that will include a calculation of all its parameters. In that case, there will be nothing to fine-tune.’265
Würde daher die nachweisbare Existenz von etwas wie der M-Theorie zur Richtigkeit der deterministischen Sicht auf das Universum führen und damit zur Leugnung der Existenz Allahs? Es scheint nicht so – aus zwei Gründen.
Therefore, would the demonstrable existence of something like the M-theory lead to the accuracy of the deterministic view of the universe, leading to the denial of the existence of Allah ? It does not seem so – for two reasons.
Nehmen wir zunächst an, dass diese Arten kosmologischer Konstanten einem Gesetz unterliegen, dessen Werte angesichts dieses Gesetzes nur mit den vorhandenen Daten übereinstimmen können. Wäre ein solches Gesetz an sich deterministisch und nur als solches gedacht? Oder wäre es möglich, dass es verschiedene Szenarien und Variationen annimmt, die zu unterschiedlichen Werten der kosmologischen Konstanten führen? Wenn dem so ist, verschiebt sich die Frage von „Warum sind die Konstanten so, wie sie sind?“ zu „Warum ist unter all den möglichen Versionen gerade diese Version das absolute Gesetz?“ Damit verliert das Bestreben, eine absolute und universelle Regel zu finden, die alle Theorien beherrscht, seine Bedeutung für die Debatte über die Existenz Allahs nicht mehr, denn Allah selbst wäre der Urheber dieser ersten Regel gewesen, und Er hätte jene Werte und Zahlen festgelegt, die das Universum für das Leben geeignet machten.
Firstly, let us assume that these types of cosmological constants are governed by a law whose values – in light of that law – can only be in accordance with the existing data. Would such a law in itself be deterministic and envisaged only as such? Or would it be possible for it to assume different scenarios and variations that result in different values for the cosmological constants? If that is the case, the question would switch from one of ‘Why are the constants like this?’ to ‘Out of all the probable versions, why is it only this version of absolute law?’ Therefore, the process of seeking out an absolute and universal rule that would govern all theories would no longer have any impact in the debate over the existence of Allah , because Allah Himself would have been the author of this first rule, and He would have been the One Who delineated those values and numbers that made the universe suitable for life.
Zweitens stelle man sich vor, jemand nähme einen entschiedeneren Standpunkt ein und behauptete, dieses Gesetz könne nur so sein, wie es ist, in dem Sinne, dass nie vorstellbar sei, es gäbe in irgendeinem anderen möglichen Universum andere, abweichende Fassungen davon. Setzt man die Existenz anderer Universen voraus, wären sie alle Kopien unseres Universums, denn dieses absolute Gesetz würde alle Universen regieren. Daher wäre dieses Gesetz an sich deterministisch, ebenso wie die aus ihm hervorgehenden Naturgesetze. Doch auch diese Wahl erscheint unannehmbar. Sie wirft weitere Fragen von tiefgreifend grundsätzlicher Art auf. Tatsächlich beruht sie auf vorgefassten Annahmen, die sich wissenschaftlich nicht beweisen lassen. In Wahrheit handelt es sich lediglich um eine metaphysische Behauptung, die der Methodik des Szientismus widerspricht. Eine legitime wissenschaftliche Frage, die sich hier stellen lässt – und die auch für denjenigen ein Rätsel ist, der diese Auffassung vertritt –, lautet: Was bedeutet es, dass ein einziges absolutes Gesetz (das nur nach dieser Methode bestimmt sein kann) der Ursprung ist, aus dem die Ausprägungen von Präzision und Feinabstimmung in unserem Universum hervorgehen? Was bedeutet es, dass die Konstanten, die das Universum lebensfreundlich machen, im Lichte eines unveränderlichen deterministischen Gesetzes entstehen? Eine solche Auffassung würde unsere eigene Existenz deterministisch machen, was jeden, der diese Ansicht vertritt, außerordentlich verwirren sollte. Peter van Inwagen bietet ein Beispiel, das das Problem – ein Rätsel – offenlegt, das mit dieser Auffassung verbunden ist und das eine erneute Prüfung zu größerer Genauigkeit und besserem Verständnis verlangt: Stellen Sie sich ein großes Blatt Papier vor. Sie zeichnen eine Tabelle mit tausend Zeilen und tausend Spalten. Beginnend oben schreiben Sie nacheinander jede Ziffer der Folge von π (3,14159265369…) auf, bis jede Zelle eine Zahl enthält. Dann weisen Sie jeder einzelnen Ziffer eine bestimmte Farbe zu und färben alle Zellen, die mit dieser Ziffer belegt sind, in derselben Farbe ein. Stellen Sie sich vor, Sie treten einen Schritt zurück und betrachten das Blatt Papier – es stellt sich heraus, dass es eine hochwertige Zeichnung ist, etwa wie das Gemälde der Mona Lisa. Wäre dies nicht erstaunlich und seltsam? Doch dann erinnern Sie sich daran, dass es so bestimmt war, d. h., dass dieses Bild erscheinen würde, wenn die Folge der Ziffern von π auf diese Weise niedergeschrieben würde. Könnte es dennoch möglich sein, dass wir dies durch legalen Determinismus als reinen Zufall akzeptieren? Es scheint, dass diese Denkweise nicht akzeptabel ist, oder dass dies keine vernünftige Erklärung wäre. In ihrer klassischen wegweisenden Abhandlung „The anthropic principle and the structure of the physical world“ sagten Bernard Carr und Martin Rees: „Doch selbst wenn alle scheinbaren anthropischen Zufälle auf diese Weise erklärt werden könnten, wäre es immer noch bemerkenswert, dass die durch die physikalische Theorie vorgegebenen Beziehungen zufällig gerade jene wären, die dem Leben förderlich sind.“267
Secondly, imagine a man adopted a more vigorous stance and claimed that this law can only be in the manner it is, in the sense that it cannot ever be envisaged that there are other different versions of it in any other possible universe. If we assume the existence of other universes, they would all be copies of our universe, because this absolute law would be governing all universes; therefore, this law in itself would be deterministic, as well as the laws of physics that are born out of the law. However, it would appear that this choice too is unacceptable. It raises further questions of a profoundly deep nature. In fact, it is based on preconceived notions that cannot be scientifically proven. In reality, it is just a claim in metaphysics that contradicts the scientism methodology. One legitimate scientific question that may be put forward here – which is also a conundrum for someone who adopts this conceptualisation – is this: What is the meaning of a single absolute law (which can only be according to this method) being the one from which the manifestations of precision and fine-tuning in our universe are born out of? What is the interpretation of an unchangeable deterministic law being the one in whose light the constants that make the universe suitable for life are formed? Such a conceptualisation would make our very existence deterministic, which should be incredibly perplexing to anyone who adopts this view. Peter van Inwagen offers an example that reveals the problem – a mystery – associated with the view, which mandates that it be revisited for greater scrutiny and understanding: Imagine you have a large piece of paper. You draw a table with a thousand rows and a thousand columns. Starting from the top, you write every number in the π sequence (3.14159265369…) in order, until every cell has a number inside it. Then you assign a specific colour to each single digit and colour all the cells alongside that digit with the same colour. Imagine you then take a step back and look at the paper – it turns out to be a high quality drawing, something like the Mona Lisa painting. Would this not be astonishing and strange? However, you then remember that this was meant to be, i.e., that this image would appear if the π sequence was written in this manner. In spite of this, could it be possible that we accept this to be sheer coincidence by way of legal determinism? It would seem that this line of thought is not acceptable, or that this would be a rational explanation. In their classic pioneering paper, ‘The anthropic principle and the structure of the physical world’, Bernard Carr and Martin Rees said, ‘However, even if all apparently anthropic coincidences266 could be explained in this way, it would still be remarkable that the relationships dictated by physical theory happened also to be those propitious for life.’267
Nachdem er den Standpunkt jener „hartgesottenen Physiker“ erwähnt hatte, die an die Determiniertheit dieser Konstanten glauben, und zwar in der Weise, wie sie von der TOE ergriffen sind, sagte Richard Dawkins: „Andere Physiker (Martin Rees selbst wäre ein Beispiel) finden das unbefriedigend, und ich glaube, ich stimme ihnen zu. Es ist durchaus plausibel, dass es für ein Universum nur eine einzige Art zu sein gibt. Aber warum musste diese eine Art eine so perfekte Vorbereitung für unsere eventuelle Evolution sein? Warum musste es die Art von Universum sein, die fast so erscheint, als habe sie, in den Worten des theoretischen Physikers Freeman Dyson, ‚gewusst, dass wir kommen würden‘?“268
After mentioning the point of view of those ‘hard-nosed physicists’ who believe in the determinism of these constants in this manner gripped by TOE, Richard Dawkins said, ‘Other physicists (Martin Rees himself would be an example) find this unsatisfying, and I think I agree with them. It is indeed perfectly plausible that there is only one way for a universe to be. But why did that one way have to be such a set-up for our eventual evolution? Why did it have to be the kind of universe which seems almost as if, in the words of the theoretical physicist Freeman Dyson, it “must have known we were coming”?’268
Außerdem führt die Beschäftigung mit dieser Art von Gedanken zur Einstellung der wissenschaftlichen Forschung unter dem Vorwand „So ist das eben“, sodass kein Raum mehr für weitere Untersuchungen bleibt. Man bedenke, dass Atheisten die Theisten häufig dafür tadeln, dass sie die Türen zum wissenschaftlichen Fortschritt verschließen269, da sie die Existenz Allahs als Erklärung für Naturphänomene betrachten. Diese Art von Gedanken setzt daher voraus, dass wir dasselbe tun werden: dass wir, sobald wir dieses Gesetz entschlüsselt haben, jedes Naturphänomen im Universum mit einer einzigen universellen Regel erklären können. Das Gesetz selbst wird nie untersucht werden, unter dem Vorwand, dass es deterministisch ist und man ihm nicht entkommen kann. Selbst wenn er die Mona Lisa sieht, wie im obigen Beispiel, wird er behaupten, die absolute Regel des Universums sei der Richter, und das genüge.
Furthermore, entertaining this sort of idea leads to the shutdown of scientific research under the excuse of ‘This is just how things are’, leaving no room to conduct any further investigation. Remember that atheists frequently lament theists for closing the doors to scientific progress269 as they consider the existence of Allah to be an explanation for natural phenomena. Therefore, this sort of idea assumes we will do the same: that when we crack this law, we will be able to explain every natural phenomenon in the universe with a single universal rule. The law itself will never be subject to investigation, under the pretence that it is deterministic and is not something one can escape from. Even if he sees the Mona Lisa like in the example above, he will claim that the absolute rule of the universe is the judge, and that is enough.
Beachten Sie, dass das gesamte Problem hier auf dem Punkt beruht, der weiter oben behandelt wurde. Wir haben bewiesen, dass Atheisten tatsächlich an eine verborgene Zukunft glauben, die die Wissenschaft später offenbaren wird. Wir haben dies als das „Wissen der Lücken“ oder den „Atheismus der Lücken“ bezeichnet. Diese Position ist eine hoffnungslos idealistische Sichtweise.
Note that the entire issue here is based on the problem that was dealt with earlier on. We proved that atheists do indeed have faith in an unseen future that science shall later on reveal. We referred to this as the ‘knowledge of the gaps’ or the ‘atheism of the gaps’. This position of theirs is a hopelessly idealistic viewpoint.
Es gab eine ausführliche Diskussion zwischen Richard Dawkins und dem atheistischen Physik-Nobelpreisträger Steven Weinberg. Dawkins erörterte seine Antworten auf das Feinabstimmungsargument und erklärte, dass es auf eine von drei Arten beantwortet werden könne: 1) Gott hat diese Konstanten so eingerichtet – ein Vorschlag, den er offensichtlich ablehnte; 2) durch die Nutzung der Theorie des Multiversums, um dieses Phänomen zu erklären; und 3) das, was er Weinberg zuschrieb, nämlich dass wir nicht genug Informationen haben, um darauf eine Antwort zu geben, und dass wir auf künftige Entdeckungen warten sollten, die es uns ermöglichen werden, die TOE zu erreichen, die schließlich die Antwort offenbaren wird. Im Lichte dieser Diskussion räumte Dawkins ein, dass er Weinbergs Position missverstanden hatte. Weinberg merkte an: „Ich glaube aber nicht, dass man unterschätzen sollte, in welcher Klemme wir stecken: dass wir am Ende die Welt nicht erklären können, dass wir eine Reihe von Naturgesetzen haben werden, die wir allein aufgrund mathematischer Konsistenz nicht herleiten können, denn wir können bereits mathematisch konsistente Gesetze denken, die die Welt, wie wir sie kennen, nicht beschreiben, und wir werden immer mit der Frage zurückbleiben, warum die Naturgesetze so sind, wie sie sind, und nicht anders. Ich sehe keinen Weg, dem zu entkommen.“270
There was a lengthy discussion between Richard Dawkins and the atheist Nobel laureate physicist Steven Weinberg. Dawkins discussed his answers to the argument from fine-tuning, and that it can be answered in one of three ways: 1) God is the one who set up these constants in this way – a proposal he obviously rejected; 2) leveraging the theory of the multiverse to explain this phenomenon; and 3) what he ascribed to Weinberg, that we do not have enough information to offer an answer to this, and that we should wait for future discoveries that will enable us to reach the TOE, which will ultimately reveal the answer. In light of that discussion, Dawkins admitted he had misunderstood Weinberg’s position. Weinberg noted: ‘But I don’t think one should underestimate the fix we’re in, that in the end we will not be able to explain the world, that we will have some set of laws of nature we will not be able to derive on the ground simply of mathematical consistency, because we can already think of mathematically consistent laws that don’t describe the world as we know it, and we will always be left with a question why are the laws of nature what they are rather than some other laws and I don’t see any way out of that.’270
Alexander Vilenkin says, A tiny deviation from the required power results in a cosmological disaster, such as the fireball collapsing under its own weight or the universe being nearly empty…This is the most notorious and perplexing case of fine-tuning in physics. String theorist Leonard Susskind, a non-religious scientist, as is Vilenkin, writes in his article, Disturbing Implications of the Cosmological Constant, that unless this constant was fine-tuned, “statistically miraculous events” would be needed for our universe to be life-permitting. He suggests that, in light of this, it is possible that an unknown agent set the early conditions of the universe we observe today.272
Der britische Physiker und Mathematiker Roger Penrose ging noch weiter:
The British physicist and mathematician Roger Penrose went further:
[Er] berechnete, dass die Wahrscheinlichkeit, dass unser Universum zu Beginn der Zeit eine so geringe Unordnung aufweist, bei 1 zu 10^10^123 liegt (eine Eins, gefolgt von einer Million Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden Nullen). Diese Zahl ist so groß, dass sie, wenn man alle Nullen ausschreiben würde, die gesamte Galaxie umspannen würde. Es ist wahrscheinlicher, 10.000 Lotterien hintereinander zu gewinnen – und dabei bei jedem Gewinn vom Blitz getroffen zu werden –, als jemals ein Universum mit geringer Unordnung zu seinem Anfang vorzufinden.
Der Atheist John Loftus stimmte der Realität der Feinabstimmung zu. Unter Berufung auf die Arbeit anderer Physiker schreibt er: „Diese Beispiele lassen sich vermehren, doch der Punkt ist, dass ‚bei einer Veränderung eines beliebigen von mehreren Faktoren‘ das ‚Universum sich als lebloses, unbewusstes Wesen entwickelt hätte.‘“
Don Page vom Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, berechnete die Wahrscheinlichkeit gegen die Entstehung unseres Universums. Seine genaue Berechnung ergab 10.000.000.000 hoch 124, eine Zahl, die so groß ist, dass sie als „astronomisch“ zu bezeichnen eine maßlose Untertreibung wäre.273
[He] calculated that the odds of our universe having such low disorder at the beginning of time are 1 in 1010^123 power (one followed by a million billion billion billion billion billion billion billion billion billion billion billion billion billion zeroes). This number is so large that if you wrote out all the zeroes it would stretch across the galaxy. You’re more likely to win 10,000 lotteries in a row – and get struck by lightning every time you won – than you ever finding a universe with low disorder at its inception. Atheist John Loftus agreed with the reality of fine-tuning. Citing the work of other physicists, he writes, “These examples can be multiplied, but the point is that ‘with a change in any one of a number of factors’, the ‘universe would have evolved as a lifeless, unconscious entity.’” Don Page of the Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, calculated the odds against the formulation of our universe. His exact computation was 10,000,000,000 to the 124th power, a number so large that to call it “astronomical” would be to engage in a wild understatement.273
Paul Davies, ein theoretischer Physiker, sagt: „Das wirklich Erstaunliche ist nicht, dass das Leben auf der Erde auf des Messers Schneide balanciert, sondern dass das gesamte Universum auf des Messers Schneide balanciert und in totales Chaos stürzen würde, wenn eine der natürlichen ‚Konstanten‘ auch nur geringfügig abwiche. Sehen Sie, selbst wenn man den Menschen als zufälliges Ereignis abtut, bleibt die Tatsache bestehen, dass das Universum auf unvernünftige Weise für die Existenz von Leben geeignet zu sein scheint – fast schon gestellt –, man könnte sagen eine ‚abgekartete Sache‘.“274 Er fügt hinzu: „Das Klischee, dass ‚das Leben auf des Messers Schneide balanciert‘, ist in diesem Fall eine maßlose Untertreibung: Kein Messer im Universum könnte eine so feine Schneide haben.“275
Paul Davies, a theoretical physicist, says, ‘The really amazing thing is not that life on Earth is balanced on a knife-edge, but that the entire universe is balanced on a knife-edge, and would be total chaos if any of the natural “constants” were off even slightly. You see, even if you dismiss man as a chance happening, the fact remains that the universe seems unreasonably suited to the existence of life – almost contrived – you might say a “put-up job”.’274 He adds: ‘The cliche that “life is balanced on a knife-edge” is a staggering understatement in this case: no knife in the universe could have an edge that fine.’275
Um die Unwahrscheinlichkeit einer zufälligen Ausbalancierung durch das genannte „Messerschneiden“ zu veranschaulichen, stellen Sie sich vor, Sie werfen eine Banane auf einen sehr dünnen, in der Luft gespannten Faden, und die Banane landet genau darauf und balanciert. Danach werfen Sie einen Löffel auf die Banane, und er balanciert senkrecht. Dann legen Sie ein Ei auf den Löffel, und es balanciert immer noch senkrecht. Anschließend legen Sie einen Stift darauf, und alles bleibt in senkrechtem Gleichgewicht, und auf den Stift kommt eine Stecknadel, die senkrecht balanciert, und so weiter. So unmöglich ist es.
Wissenschaftler bringen viele weitere Beispiele, um die Unwahrscheinlichkeit zu zeigen, dass solche Zahlenkonstellationen durch Zufall zusammenkommen. Um etwa die Unmöglichkeit zu verdeutlichen, dass die einfachste Zelle durch Chaos und Zufall entsteht, sagte Fred Hoyle: „Ein Schrottplatz enthält alle Einzelteile einer Boeing 747, zerlegt und in Unordnung. Ein Wirbelsturm fegt zufällig über den Platz. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass danach eine vollständig montierte, flugbereite 747 dort steht? So klein, dass sie vernachlässigbar ist, selbst wenn ein Tornado über genug Schrottplätze fegte, um das ganze Universum zu füllen.“276
Just to paint a picture of how impossible any coincidental balancing by the aforementioned ‘knife-edge’ would be, imagine you throw a banana onto a very thin piece of thread stretched out in the air and the banana lands on it perfectly and balances. Afterwards you throw a spoon onto the banana and it balances vertically. Then you place an egg on top of that and it still balances vertically. Subsequently, you place a pen and it remains all in vertical balance, and on top of the pen goes a pin and it balances vertically, and so on. It is that impossible. Scientists offer many other examples to demonstrate the improbability of these sorts of numbers converging out of coincidence. For example, clarifying the impossibility of the most primitive of cells coming into existence by way of chaos and coincidence, Fred Hoyle said, ‘A junkyard contains all the bits and pieces of a Boeing 747, dismembered and in disarray. A whirlwind happens to blow through the yard. What is the chance that after its passage a fully assembled 747, ready to fly, will be found standing there? So small as to be negligible, even if a tornado were to blow through enough junkyards to fill the whole Universe.’276
Der Astrophysiker Michael Turner sagte, es wäre, als würde man einen Pfeil vom Rand des Universums abschießen, um an dessen anderem Ende ein Ziel zu treffen, mit einer Fehlertoleranz von einem Millimeter.277 Der Astrophysiker Hugh Ross sagte, wenn man Amerika mit Metallmünzen auffüllte, bis der Haufen den Mond erreicht, der 380.000 Kilometer von der Erde entfernt ist, diesen Vorgang für eine Milliarde weiterer Kontinente wiederholte, eines der Metallstücke rot färbte und unter einem dieser Haufen vergrübe, und dann einen Mann mit verbundenen Augen hineinschickte und ihn bat, dieses rote Stück herauszusuchen, dann betrüge die Wahrscheinlichkeit, dass er dieses rote Stück findet, eins zu 10^40.
Astrophysicist Michael Turner said it would be like shooting an arrow from the edge of the universe to hit a target at the other end, with a margin of error of one millimetre.277 Astrophysicist Hugh Ross said that if we filled America with metal currency until the mound reaches the Moon, which is 380,000 kilometres from Earth, repeated the process for a billion other continents, coloured one metal piece in red and buried it under one of these mounds, and then we sent in a blindfolded man and asked him to pick out that red piece, the probabilities of him picking out that red piece is one in 1040.
Vergleiche diese Zahl mit den zuvor genannten Zahlen, um zu verstehen, wie unwahrscheinlich dies als Zufall wäre. Tatsächlich würde selbst der Versuch, auszudrücken, wie fernliegend eine solche Möglichkeit ist, ihre Unglaubwürdigkeit nicht annähernd erfassen.
278 Compare this figure with the aforementioned numbers to understand how improbable this would be as a coincidence. In fact, even expressing how remote a possibility it is would not begin to convey its implausibility.
Antony Flew sagte: Meine letzte öffentliche Debatte, ein Symposium an der New York University, fand im Mai 2004 statt. Die anderen Teilnehmer waren der israelische Wissenschaftler Gerald Schroeder, Autor von Bestsellern über Wissenschaft und Religion, insbesondere The Science of God, und der schottische Philosoph John Haldane, dessen Theism and Atheism eine Debatte über die Existenz Gottes mit meinem Freund Jack Smart war. Zur Überraschung aller Beteiligten erklärte ich zu Beginn, dass ich nun die Existenz eines Gottes anerkenne. Was ein intensiver Austausch gegensätzlicher Ansichten hätte werden können, endete als gemeinsame Erkundung der Entwicklungen in der modernen Wissenschaft, die auf eine höhere Intelligenz hinzuweisen schienen. Im Video des Symposiums deutete der Ansager an, dass von allen großen Entdeckungen der modernen Wissenschaft die größte Gott sei. Als ich in diesem Symposium gefragt wurde, ob neuere Arbeiten zum Ursprung des Lebens auf das Wirken einer schöpferischen Intelligenz hinweisen, sagte ich: „Ja, ich denke nun, dass sie das tun … fast ausschließlich wegen der DNA-Untersuchungen. Was meiner Meinung nach das DNA-Material gezeigt hat, ist, dass durch die nahezu unglaubliche Komplexität der Anordnungen, die zur Hervorbringung (des Lebens) nötig sind, Intelligenz beteiligt gewesen sein muss, um diese außerordentlich vielfältigen Elemente dazu zu bringen, zusammenzuwirken. Es ist die enorme Komplexität der Anzahl der Elemente und die enorme Feinheit der Art, wie sie zusammenwirken. Dass diese beiden Teile zur richtigen Zeit durch Zufall zusammentreffen, ist schlicht winzig unwahrscheinlich. Alles hängt von der enormen Komplexität ab, durch die die Ergebnisse erreicht wurden, was mir wie das Werk von Intelligenz erschien.“ Diese Aussage bedeutete einen großen Kurswechsel für mich, stand aber dennoch im Einklang mit dem Prinzip, das ich seit Beginn meines philosophischen Lebens verfolge: dem Argument zu folgen, wohin immer es führt. Besonders beeindruckt hat mich Gerry Schroeders Punkt-für-Punkt-Widerlegung dessen, was ich die „Affentheorie“ nenne. Diese Idee, die in einer Reihe von Formen und Abwandlungen vorgetragen wurde, verteidigt die Möglichkeit, dass Leben durch Zufall entsteht, und bedient sich dabei des Bildes einer Vielzahl von Affen, die auf Computertastaturen einhämmern und schließlich ein Shakespeare-Sonett schreiben. Schroeder bezog sich zunächst auf ein Experiment, das vom britischen National Council of Arts durchgeführt wurde. Ein Computer wurde zusammen mit sechs Affen in einen Käfig gesperrt. Nachdem die Affen einen Monat lang darauf herumgehämmert hatten (und ihn außerdem als Toilette benutzt hatten!), hatten sie fünfzig getippte Seiten produziert – aber nicht ein einziges Wort. Schroeder merkte an, dass dies selbst dann der Fall war, wenn das kürzeste Wort der englischen Sprache nur aus einem Buchstaben besteht (a oder I). A ist nur dann ein Wort, wenn sich auf beiden Seiten ein Leerzeichen befindet. Nehmen wir an, die Tastatur hat dreißig Zeichen (die sechsundzwanzig Buchstaben und weitere Symbole), dann liegt die Wahrscheinlichkeit, ein einbuchstabiges Wort zu erhalten, bei 30 mal 30 mal 30, also 27.000. Die Wahrscheinlichkeit, ein einbuchstabiges Wort zu erhalten, beträgt somit eine Chance von 1 zu 27.000. Schroeder wandte die Wahrscheinlichkeiten dann auf das Sonett-Beispiel an. „Wie groß ist die Chance, ein Shakespeare-Sonett zu bekommen?“, fragte er. Er fuhr fort: „Alle Sonette haben die gleiche Länge. Per Definition sind sie vierzehn Zeilen lang. Ich wählte dasjenige aus, dessen Anfangszeile ich kannte: ‚Shall I compare thee to a summer’s day?‘ Ich zählte die Buchstaben; in diesem Sonett gibt es 488 Buchstaben. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, durch Herumhämmern genau 488 Buchstaben in genau der Reihenfolge zu erhalten wie in ‚Shall I Compare Thee to a Summer’s Day?‘ Man erhält 26 multipliziert mit sich selbst 488-mal – oder 26 hoch 488. Anders ausgedrückt, im Zehnersystem, 10 hoch 690.[Nun] liegt die Anzahl der Teilchen im Universum – ich spreche nicht von Sandkörnern, sondern von Protonen, Elektronen und Neutronen – bei 10 hoch 80. Zehn hoch 80 ist eine 1 mit 80 Nullen dahinter. Zehn hoch 690 ist eine 1 mit 690 Nullen dahinter. Im Universum gibt es nicht genug Teilchen, um die Versuche aufzuschreiben; man läge um den Faktor 10 hoch 600 daneben. „Wenn man das gesamte Universum nähme und in Computerchips verwandelte – die Affen lassen wir außen vor – jeder Chip wiegt ein Millionstel Gramm und kann etwa 488 Versuche pro Sekunde, sagen wir eine Million Mal pro Sekunde, durchführen; wenn man das gesamte Universum in diese Mikrocomputerchips verwandelte und diese Chips eine Million Mal pro Sekunde zufällige Buchstaben [erzeugten], dann wäre die Zahl der Versuche seit Anbeginn der Zeit 10 hoch 90. Das wäre wiederum um einen Faktor von 10 hoch 600 zu klein. Ein Sonett würde man niemals durch Zufall erhalten. Das Universum müsste 10 hoch 600 Mal größer sein. Dennoch glaubt die Welt, dass die Affen es jedes Mal schaffen.“
Nachdem ich Schroeders Vortrag gehört hatte, sagte ich ihm, dass er sehr zufriedenstellend und entschieden nachgewiesen habe, dass das „Affentheorem“ Unsinn sei, und dass es besonders gut sei, dies gerade mit nur einem Sonett zu tun. Das Theorem wird manchmal mit den Werken Shakespeares oder mit einem einzelnen Stück, etwa Hamlet, vorgebracht. Wenn das Theorem schon bei einem einzigen Sonett nicht funktioniert, dann ist es natürlich schlicht absurd anzunehmen, dass das weitaus anspruchsvollere Wunder des Ursprungs des Lebens durch Zufall hätte zustande kommen können.279
Antony Flew said, The last of my public debates, a symposium at New York University, occurred in May 2004. The other participants were the Israeli scientist Gerald Schroeder, author of best sellers on science and religion, notably The Science of God, and the Scottish philosopher John Haldane, whose Theism and Atheism was a debate on God’s existence with my friend Jack Smart. To the surprise of all concerned, I announced at the start that I now accepted the existence of a God. What might have been an intense exchange of opposing views ended up as a joint exploration of the developments in modern science that seemed to point to a higher intelligence. In the video of the symposium, the announcer suggested that of all the great discoveries of modern science, the greatest was God. In this symposium, when asked if recent work on the origin of life pointed to the activity of a creative intelligence, I said: “Yes, I now think it does…almost entirely because of the DNA investigations. What I think the DNA material has done is that it has shown, by the almost unbelievable complexity of the arrangements which are needed to produce (life), that intelligence must have been involved in getting these extraordinarily diverse elements to work together. It’s the enormous complexity of the number of elements and the enormous subtlety of the ways they work together. The meeting of these two parts at the right time by chance is simply minute. It is all a matter of the enormous complexity by which the results were achieved, which looked to me like the work of intelligence.” This statement represented a major change of course for me, but it was nevertheless consistent with the principle I have embraced since the beginning of my philosophical life – of following the argument no matter where it leads. I was particularly impressed with Gerry Schroeder’s point-by point refutation of what I call the “monkey theorem.” This idea, which has been presented in a number of forms and variations, defends the possibility of life arising by chance using the analogy of a multitude of monkeys banging away on computer keyboards and eventually ending up writing a Shakespearean sonnet. Schroeder first referred to an experiment conducted by the British National Council of Arts. A computer was placed in a cage with six monkeys. After one month of hammering away at it (as well as using it as a bathroom!), the monkeys produced fifty typed pages – but not a single word. Schroeder noted that this was the case even though the shortest word in the English language is one letter (a or I). A is a word only if there is a space on either side of it. If we take it that the keyboard has thirty characters (the twenty-six letters and other symbols), then the likelihood of getting a one-letter word is 30 times 30 times 30, which is 27,000. The likelihood of a getting a one-letter word is one chance out of 27,000. Schroeder then applied the probabilities to the sonnet analogy. “What’s the chance of getting a Shakespearean sonnet?” he asked. He continued: “All the sonnets are the same length. They’re by definition fourteen lines long. I picked the one I knew the opening line for, ‘Shall I compare thee to a summer’s day?’ I counted the number of letters; there are 488 letters in that sonnet. What’s the likelihood of hammering away and getting 488 letters in the exact sequence as in ‘Shall I Compare Thee to a Summer’s Day?’? What you end up with is 26 multiplied by itself 488 times – or 26 to the 488th power. Or, in other words, in base 10, 10 to the 690th.[Now] the number of particles in the universe – not grains of sand, I’m talking about protons, electrons, and neutrons – is 10 to the 80th. Ten to the 80th is 1 with 80 zeros after it. Ten to the 690th is 1 with 690 zeros after it. There are not enough particles in the universe to write down the trials; you’d be off by a factor of 10 to the 600th. If you took the entire universe and converted it to computer chips – forget the monkeys – each one weighing a millionth of a gram and had each computer chip able to spin out 488 trials at, say, a million times a second; if you turn the entire universe into these microcomputer chips and these chips were spinning a million times a second [producing] random letters, the number of trials you would get since the beginning of time would be 10 to the 90th trials. It would be off again by a factor of 10 to the 600th. You will never get a sonnet by chance. The universe would have to be 10 to the 600th times larger. Yet the world just thinks the monkeys can do it every time.” After hearing Schroeder’s presentation, I told him that he had very satisfactorily and decisively established that the “monkey theorem” was a load of rubbish, and that it was particularly good to do it with just a sonnet; the theorem is sometimes proposed using the works of Shakespeare or a single play, such as Hamlet. If the theorem won’t work for a single sonnet, then of course it’s simply absurd to suggest that the more elaborate feat of the origin of life could have been achieved by chance.’279
Gerald Schroeder hat ein humorvolles Beispiel, um zu veranschaulichen, warum die Theorie des Zufalls zur Erklärung der Naturphänomene unplausibel ist. Ein Mann geht in die Glücksspielhauptstadt der Welt, Las Vegas, und betritt ein Kasino. Er setzt sich an einen Spielautomaten. Er wirft eine Münze ein, zieht seinen Arm zurück, und die Walzen beginnen sich zu drehen. Er gewinnt den Jackpot. Er wäre sicherlich überglücklich, und auch die Menschen um ihn herum würden sich wahrscheinlich für ihn freuen und ihm gratulieren. Nun stelle man sich vor, diese Person hätte das Gefühl, es sei ihr Glückstag. Sie wirft eine Münze ein und gewinnt erneut den Jackpot. Ihre Freude wäre unbeschreiblich. Nun stelle man sich vor, dasselbe geschähe auch beim dritten, vierten und fünften Mal: Jedes Mal gewinnt er große Beträge, nicht irgendeinen kleinen Preis. Es wäre unvermeidlich, dass seine Freude nach einigen Durchgängen in Zweifel umschlüge. Er würde denken, dass das nicht möglich sei, dass vielleicht mit dem Automaten etwas nicht stimme oder dass jemand festgelegt habe, dass er bei jedem Durchgang gewinnen solle. Schroeder sagt: Mit dem Universum haben wir nicht nur eine einzige Lotterie gewonnen. Wir haben bei der Wahl der Stärke der elektromagnetischen Kraft gewonnen (die Atome dazu anregt, sich zu Molekülen zu verbinden). Wir haben bei der Stärke der starken Kernkraft gewonnen (die Atomkerne zusammenhält; wäre sie etwas stärker, wäre nicht Wasserstoff, sondern das Diproton der Hauptbestandteil des Universums, und ohne Wasserstoff gäbe es keine leuchtenden Sterne). Weitere gewonnene Lotterien waren die Stärke der schwachen Kernkraft und die Stärke der Gravitation (die das Universum über Entfernungen hinweg beherrscht, die größer sind als die Größe von Molekülen, und Masse zu Galaxien, Sternen und Planeten verdichtet), die Masse und Energie des Urknalls, die Temperatur des Urknalls, die Expansionsrate des Universums und vieles mehr. Lotterie um Lotterie, und alle Gewinner. Sie haben zusammengewirkt, um die wunderbare Welt hervorzubringen, in der wir leben. Durch Zufall? Nicht, wenn unser Verständnis der Naturgesetze auch nur annähernd richtig ist. Für diesen Naturbeobachter sieht unser Universum aus wie eine abgekartete Sache.280
Gerald Schroeder has a humorous example to demonstrate why the theory of coincidence to explain the natural phenomena is implausible. A man goes to the gambling capital of the world, Las Vegas, and enters a casino. He sits at a slot machine. He inserts a coin and pulls his arm away and the wheels start spinning. He hits the jackpot. He would most certainly be over the Moon, and those around him would probably be happy for him as well, and would congratulate him. Now, imagine this person felt it was his lucky day. He inserted a coin and hit the jackpot again. His joy would be indescribable. Now, pretend the same happened on the third, fourth, and fifth occasions: every time he is winning big, not just any small prize. It would be inevitable that after a few turns, his joy would turn into doubt. He would start thinking this is not possible, and that maybe there is something wrong with the machine, or that someone determined that he should win on every turn. Schroeder says, With the universe we did not win just one lottery. We won at the choice for the strength of the electromagnetic force (which encourages atoms to join into molecules). We won at the strength of the strong nuclear force (which holds atomic nuclei together; were it a bit stronger the diproton and not hydrogen would be the major component of the universe, and no hydrogen means no shining stars). Other winning lotteries were the strength of the weak nuclear force and the strength of gravity (which dominates the universe at distances greater than the size of molecules and clusters mass into galaxies, stars, and planets), the mass and energy of the big bang, the temperature of the big bang, the rate of expansion of the universe, and much more. Lottery upon lottery, and all winners. They have meshed to produce the wonderful world in which we live. By chance? Not if our understanding of the laws of nature is even approximately correct. To this observer of nature, our universe looks like a put-up job.280
Der amerikanische Mathematiker William Dembski unternahm den Versuch, eine Gleichung für unwahrscheinliche Ereignisse zu entwickeln, die sogenannte universelle Wahrscheinlichkeitsschranke. Die Frage, die er zu lösen versuchte, lautete: Bis zu welchem Punkt kann der Grad der Unwahrscheinlichkeit sinken, unterhalb dessen ein spezifiziertes Ereignis von diesem Grad der Unwahrscheinlichkeit vernünftigerweise nicht mehr dem Zufall zugeschrieben werden kann, unabhängig davon, welche probabilistischen Ressourcen aus dem bekannten Universum berücksichtigt werden? Anders gesagt: An welchem Punkt verbleibt ein unwahrscheinliches Geschehen nicht mehr innerhalb der Grenzen von Wahrscheinlichkeit und Unwahrscheinlichkeit, sondern muss durch den Willen einer wollenden Macht erklärt werden, die gewählt hat, dass es auf diese Weise geschieht?
Dembski leitete einen außerordentlich hohen Wert ab, mit dem sich bestimmen lässt, dass etwas nicht durch Zufall entstanden sein kann. Sein Vorschlag lag bei eins zu 10^150. Wie kam er auf diese gewaltige Zahl? Er verwendete folgende Daten:
The American mathematician William Dembski attempted to make an equation for improbable things, called the universal probability bound. The question he was attempting to solve was this: To what point can the degree of improbability stoop down to, below which a specified event of that level of improbability cannot reasonably be attributed to chance, regardless of whatever probabilistic resources from the known universe are factored in? In other words, at what point does an improbable occurrence no longer remain within the bounds of probability/improbability, but must be explained through the will of a willing power that chose for it to occur this way? Dembski deduced an extremely high value equation, by which it can be determined that something could not have occurred by coincidence. His proposal was one out of 10150. How did he come up with this massive number? He used the following data:
• Die Anzahl der Elementarteilchen, die Wissenschaftler geschätzt haben, beträgt 1080.
• The number of elementary particles that scientists have estimated is 1080.
• Damit Materie von einem Zustand in einen anderen übergehen kann, kann dies nicht in weniger als der Planck-Zeit geschehen, einer äußerst geringen Zeitspanne, gegenüber der ein Augenblick wie eine Ewigkeit wirkt. Die Planck-Zeit wird auf 10^-45 geschätzt. Nach dieser Schätzung ist es möglich, dass Materie sich in nur 10^-45 Sekunden umwandelt.
• In order for matter to transform from one state to another, it cannot occur in less than plank time, which is an extremely meagre amount of time that makes an eye blink feel like ages in comparison. Plank time is estimated to be at 1045. By this estimate, it is possible that matter can transform in just 1045 of a second.
• Das Universum ist etwa 14 Milliarden Jahre alt, was bedeutet, dass es um Millionen von Jahren jünger ist als 10^25 Sekunden.
• The universe is approximately 14 billion years old, which means it is younger than 1025 seconds by millions of years.
• Auf dieser Grundlage würde jedes physikalische Ereignis im Universum mindestens die Umwandlung eines einzelnen Teilchens erfordern, und diese würde so lange dauern wie die Planck-Zeit. Nehmen wir an, wir wollen sicherstellen, dass genügend Zeit besteht, damit dieses Ereignis durch Zufall eintritt – nehmen wir an, dass das Alter des Universums (oder länger) der Zeitraum dafür ist. Dieses Ereignis würde sich 1045 Mal wiederholen
• Based on this, for any physical event to occur in the universe would require at least a single particle to transform, which would be as long as the plank time. Let us assume that we want to ensure there is enough time for this event to happen out of coincidence – let us say that the age of the universe (or longer) is the timeframe for this to occur. This event would repeat itself 1045
Zeitfenster innerhalb einer Sekunde. Dies würde sich über einen Zeitraum von 1025 Sekunden wiederholen, was länger ist als das Alter des Universums selbst. Daher gilt 1080 × 1045 × 1025 = 10150. 280 The Science of God: The Convergence Of Scientific And Biblical Wisdom, S. 27.
times within one second. This would repeat itself over a period of time that is 1025 seconds, longer than the age of the universe itself. Therefore, 1080 × 1045 × 1025 =10150. 280 The Science of God: The Convergence Of Scientific And Biblical Wisdom, p. 27.
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Das bedeutet, dass jedes zufällige physikalische Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit unter eins zu 10^150 liegt, unmöglich sein muss, selbst wenn wir jedes einzelne Teilchen und jede einzelne Sekunde in diesem Kosmos ausschöpfen, damit dieses Ereignis eintritt. Offensichtlich sind diese Zahlen im Vergleich zu den tatsächlichen Zahlen, bei denen wir das Gefühl hätten, dass etwas durch Design und nicht durch Zufall geschehen sein muss, gewaltig.281 Was aber sollen wir mit jenen anfangen, die dem Zufall eine unglaubwürdige Möglichkeit einräumen? Genau hier liegt einer der größten Problempunkte für Atheisten. Eine Reihe von Atheisten hat großes Vertrauen in die angeblich hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Zufall die Ursache der Feinabstimmung ist. Ich glaube, dies stellt einen der zentralen Unterschiede zwischen Theisten und Atheisten dar. Zwar mögen manche Gläubige meinen, dass einige Dinge durch Zufall geschehen können, doch ihr Glaube an die Fähigkeiten des Zufalls bliebe dennoch stark auf einmalige Ereignisse beschränkt. Dabei ist sogar vorausgesetzt, dass sie denselben Begriff von Zufall haben. Atheisten hingegen haben ein großes Vertrauen in die Wahrscheinlichkeit, dass der Zufall die Schöpfung auslöst. Dies zeigt sich deutlich in dogmatischen atheistischen Schriften, mit Formulierungen wie: „Wie ist das Universum entstanden? Durch Zufall. Wie hat das Leben begonnen? Durch Zufall. Wie wurden die Gesetze und Regeln des Universums so fein abgestimmt? Durch Zufall“, und so weiter. Wenn Dawkins etwa über das Prinzip des Lebens, des Bewusstseins und des Verstehens spricht, führt er all dies auf den Zufall zurück. Als Daniel Dennett das Prinzip von Bewusstsein und Verstehen erklären wollte, sagte er: „…und dann geschieht das Wunder.“282
This means that any coincidental physical event that has the probability of less than one in 10150 must be impossible, even if we exhaust every last particle – and second – in this cosmos for this event to occur. Obviously, these numbers are huge compared to the actual numbers we feel would tell us that something must have occurred by design and not by accident.281 However, what are we to do with those who grant implausible possibility to coincidence? This is precisely one of the greatest problematic areas for atheists. A number of atheists have great faith in the supposedly high probability of an accident being the cause of fine-tuning. I believe this represents one of the key differences between theists and atheists. Although some believers might believe that some things may occur out of coincidence, their faith in the capabilities of accidents would still be highly confined to one-off events. This is even assuming they have the same definition of coincidence. Atheists, on the other hand, have a great faith in the probability of coincidence triggering creation. This comes across quite conspicuously in atheist dogmatic writings – rhetoric like: ‘How did the universe come about? By accident. How did life start? By accident. How did the laws and regulations of the universe become so finely-tuned? By accident’, and so on. For example, when Dawkins speaks about the principle of life, conscience, and understanding, he puts all of these down to accident. When Daniel Dennett wanted to explain the principle of conscience and understanding, he said, ‘…and then the miracle happens.’282
Tatsächlich geht ihr Glaube an die Macht des Zufalls weit darüber hinaus. Man bedenke dieses Beispiel für Dawkins’ Glauben an die Macht des Zufalls in Tat und Handlung, der es leicht erscheinen lässt, jede Frage nach der Komplexität des Lebens und des Universums zu beantworten, und den Zufall jedes Mal zu einer plausiblen Antwort macht. In seinem Buch The Blind Watchmaker sagt er: „Ein Wunder ist etwas, das geschieht, aber äußerst überraschend ist. Würde eine Marmorstatue der Jungfrau Maria plötzlich ihre Hand heben und uns zuwinken, so würden wir das als Wunder betrachten, denn unsere ganze Erfahrung und unser Wissen sagen uns, dass Marmor sich nicht so verhält. Ich habe soeben die Worte geäußert: ‚Möge ich in dieser Minute vom Blitz getroffen werden.‘ Würde mich in genau dieser Minute tatsächlich der Blitz treffen, so würde man dies als Wunder betrachten. Doch keines dieser beiden Ereignisse würde von der Wissenschaft als völlig unmöglich eingestuft. Sie würden lediglich als sehr unwahrscheinlich beurteilt, die winkende Statue sehr viel unwahrscheinlicher als der Blitzschlag. Menschen werden tatsächlich vom Blitz getroffen. Jeder von uns könnte vom Blitz getroffen werden, doch die Wahrscheinlichkeit dafür ist in einer bestimmten Minute ziemlich gering…“283
In fact, their belief in the powers of coincidence go well beyond that. Reflect on this example of Dawkins’s faith in the powers of coincidence in deed and act, which makes answering any question on the complexities of life and the universe look easy, and renders coincidence a plausible answer every time. In his book The Blind Watchmaker, he says, A miracle is something that happens, but which is exceedingly surprising. If a marble statue of the Virgin Mary suddenly waved its hand at us we should treat it as a miracle, because all our experience and knowledge tells us that marble doesn’t behave like that. I have just uttered the words “May I be struck by lightning this minute”. If lightning did strike me in the same minute, it would be treated as a miracle. But actually neither of these two occurrences would be classified by science as utterly impossible. They would simply be judged very improbable, the waving statue much more improbable than the lightning. Lightning does strike people. Any one of us might be struck by lightning, but the probability is pretty low in any one minute…283
Dawkins führt seine Haltung zum ersten Beispiel weiter aus:
Dawkins goes on to clarify his stance on the first example:
Im Fall der Marmorstatue bewegen sich die Moleküle im festen Marmor unablässig und in zufälligen Richtungen gegeneinander. Die Stöße der verschiedenen Moleküle heben sich gegenseitig auf, sodass die ganze Hand der Statue ruhig bleibt. Doch wenn durch reinen Zufall alle Moleküle im selben Augenblick in dieselbe Richtung stießen, würde sich die Hand bewegen. Würden sie dann alle im selben Augenblick ihre Richtung umkehren, würde sich die Hand wieder zurückbewegen. Auf diese Weise ist es möglich, dass eine Marmorstatue uns zuwinkt. Es könnte geschehen. Die Wahrscheinlichkeit gegen ein solches Zusammentreffen ist unvorstellbar groß, aber nicht unberechenbar groß. Ein physikalischer Kollege hat sie mir freundlicherweise berechnet. Die Zahl ist so groß, dass die bisherige Gesamtdauer des Universums zu kurz wäre, um all die Nullen niederzuschreiben! Theoretisch ist es mit ungefähr derselben Unwahrscheinlichkeit möglich, dass eine Kuh über den Mond springt. Die Schlussfolgerung dieses Teils der Argumentation lautet: Wir können uns durch Berechnungen in Bereiche wundersamer Unwahrscheinlichkeit hineinrechnen, die weit über das hinausgehen, was wir uns als plausibel vorstellen können.284
In the case of the marble statue, molecules in solid marble are continuously jostling against one another in random directions. The jostlings of the different molecules cancel one another out, so the whole hand of the statue stays still. But if, by sheer coincidence, all the molecules just happened to move in the same direction at the same moment, the hand would move. If they then all reversed direction at the same moment the hand would move back. In this way it is possible for a marble statue to wave at us. It could happen. The odds against such a coincidence are unimaginably great but they are not incalculably great. A physicist colleague has kindly calculated them for me. The number is so large that the entire age of the universe so far is too short a time to write out all the noughts! It is theoretically possible for a cow to jump over the Moon with something like the same improbability. The conclusion to this part of the argument is that we can calculate our way into regions of miraculous improbability far greater than we can imagine as plausible.284
Er wiederholte dasselbe Beispiel und dieselbe Argumentation in seinem späteren Buch The God Delusion.
He repeated the same example and discourse in his later book The God Delusion.
285 Solche Aussagen offenbaren den tiefen Glauben dieser Menschen an Zufall, und an die Möglichkeit, dass irgendetwas von selbst entsteht. Selbst die unvorstellbar entferntesten Möglichkeiten erlauben es Dawkins zu behaupten, etwas sei nicht wunderbar oder unmöglich; stattdessen behauptet er, es sei weiterhin möglich, solange die Daten dies zulassen. Wenn ein Mensch diese Haltung hat und sie unter dem Vorwand akzeptiert, es sei möglich – selbst wenn seine Plausibilität höchst unwahrscheinlich ist –, dann wäre er bereit, alles zu akzeptieren. Deshalb verwenden Norman Geisler und Frank Turek diese treffende Beschreibung als Titel ihres Buches: I Don't Have Enough Faith to Be an Atheist. In einem Brief an das internationale Nachrichtenmagazin The Economist benutzte ein Leser dieselbe Vorstellung symbolisch in einem etwas sarkastischen Leserbrief, den er als Antwort auf einen pro-evolutionistischen Artikel verfasste, der in der Wochenzeitschrift erschienen war: „Ich bin erstaunt über Ihren Glauben an die Evolution („Die Geschichte des Menschen“, 24. Dezember [2005]). Er übertrifft meinen Glauben an die Schöpfung bei Weitem. Mein Glaube benötigt nur einen Mechanismus: Gottes Liebe. Ihrer benötigt drei: dass etwas aus nichts entstehen kann (der „Urknall“), dass Steine spontan lebende Wesen hervorbringen können (Leben aus anorganischen Elementen) und dass genetische Mutationen einen Plattwurm in einen Einstein verwandeln können. Sie gewinnen; es gibt keinen Zweifel, dass Ihr Glaube meinen weit übertrifft.“286
285 Such words reveal the deep belief they have in things occurring by coincidence, and that it is possible for anything to occur spontaneously. Even the indescribably remotest of possibilities allows Dawkins to claim something is not miraculous or impossible; instead, he claims it is still possible so long as the data allow it to remain as such. When a person has this attitude and accepts it under the pretence that it is possible – even if its plausibility is highly unlikely – he would be prepared to accept anything. This is why Norman Geisler and Frank Turek use the apt description to title their book, I Don’t Have Enough Faith to Be an Atheist. In a letter to The Economist international newspaper magazine, one reader symbolically used the same idea in a somewhat sarcastic letter he penned in response to a pro-evolution article that was published by the weekly periodical: ‘I am amazed at your faith in evolution (“The story of man”, December 24th [2005]). It far outweighs my faith in creation. My faith requires only one mechanism: God's love. Yours requires three: that something can come of nothing (the “Big Bang”), that rocks can spontaneously spawn living things (life from inorganic elements) and that genetic mutations can turn a flatworm into an Einstein. You win; there is no doubt that your faith far outweighs mine.’286
Wenn wir dazu die skeptische Haltung hinzunehmen, die Atheisten gegenüber grundlegenden rationalen Konzepten einnehmen (wie zuvor besprochen), wie stünde es dann um die menschliche Erkenntnis? Rationale Konzepte würden in Zweifel gezogen. Auch unsere Erfahrungen bei der Analyse dieses Universums würden hinterfragt. Die wissenschaftliche und intellektuelle Landschaft wäre äußerst düster, wenn dem so wäre. Glücklicherweise wendet niemand eine solche Skepsis auf konsequente Weise an – das sollte genügen, um ihren tiefgreifenden Fehler deutlich zu machen.
If we add this to the sceptical attitude that atheists have with basic rational concepts (as discussed earlier), what would then be the state of human cognition? Rational concepts would be doubted. Our experiences through analysing this universe would also be questioned. The scientific and intellectual scene would be extremely gloomy if that were the case. Thankfully, nobody ever applies such scepticism in any consistent way – this should be sufficient to highlight its deep flaw.
3. All its constituent parts must bond with one another in a precise and harmonious manner. The position purporting the universe to be an accident is on a very bumpy road before it could ever acquire these three conditions. This automatically should mean that there was a designer who fashioned these phenomena in the organised and precise manner that it did, and that they did not evolve through what atheists say are the blind laws of nature, random genetic mutations, or natural selection processes from primitive forms until they became the complex entities that they are. Such a position lends itself to reductionism and oversimplification, which contradicts the evolution theory that assumes that any complex biological system would have progressively evolved from simpler and simpler forms, going all the way back to its very first and simplest form. If phenomena lent themselves to such an oversimplification, it would automatically mean that they were all made in one go. Given this, the designer position is the more rational answer to the question of how we came into existence. In his book, Behe mentioned a number of 286 https://www.economist.com/letters/2006/01/19/on-devan-nair-american-poverty-the-death-penalty evolution-deutsche-bank-gay-marriage examples from the natural world for these phenomena. The most famous and most iconic example of irreducible complexity is bacterial flagellum. This bacterium has a molecular motor that spins around, which allows it to move around in liquid with great ease. Its tail is made up of 40 different protein parts – if any one of those was not present at any given time, the bacteria would have been rendered non-functional. This demonstrates that it is an irreducibly complex organism that could not have gone through evolution, but rather came into nature in one go. Systems like the bacterial flagellum would be most easily and rationally explained by having come into existence through the willing and choosing doer that designed them as such, not that they gradually evolved by way of natural selection or slow genetic mutation as per the basic Darwin model. This is just one example. There are many other examples. ‘For example, in 1998 the leading journal, Cell, featured a special issue on “Macromolecular Machines”. Molecular machines are incredibly complex devices that all cells use to process information, build proteins, and move materials back and forth across their membranes. Bruce Alberts, President of the National Academy of Sciences, introduced this issue with an article entitled, “The Cell as a Collection of Protein Machines”. In it, he stated that: ‘We have always underestimated cells…The entire cell can be viewed as a factory that contains an elaborate network of interlocking assembly lines, each of which is composed of a set of large protein machines…Why do we call the large protein assemblies that underlie cell function protein machines? Precisely because, like machines invented by humans to deal efficiently with the macroscopic world, these protein assemblies contain highly coordinated moving parts.’287 The cell is a world unto its own, brimming with systems and various mechanisms. Each has been made in a specific way and carries out its own task. In toto, these systems and mechanisms play a role in the life of this cell.
Ein Konzept, das dem von Behe entwickelten Begriff der nicht reduzierbaren Komplexität nahe kommt, ist die spezifizierte Komplexität, vorgeschlagen von William Dembski, einem Philosophen und Mathematiker. Die spezifizierte Komplexität ist eine Denkmethode für das Argument aus dem Design für die Existenz eines Designers. Sie besagt, dass überall in der Natur, wo irgendeine spezifizierte Komplexität gefunden wird, es dann unmöglich wäre, dass sie durch einen Zufall entstanden ist. Vielmehr muss es jemanden geben, der sie in ihrer zusammengesetzten und komplexen Art festgelegt hat. Dembski sagt: „Ein einzelner Buchstabe des Alphabets ist spezifiziert, ohne komplex zu sein. Ein langer Satz aus zufälligen Buchstaben ist komplex, ohne spezifiziert zu sein. Ein Shakespeare-Sonett ist sowohl komplex als auch spezifiziert.“288
One concept that is close to the notion of irreducible complexity developed by Behe is specified complexity, proposed by William Dembski, a philosopher and mathematician. Specified complexity is a method of reasoning for the argument from design for the existence of a designer. It denotes that wherever in nature any specified complexity is found, it would then be impossible for it to have come about as an accident. Rather, there must be someone who specified it to be in its composite and complex manner. Dembski says, ‘A single letter of the alphabet is specified without being complex. A long sentence of random letters is complex without being specified. A Shakespearean sonnet is both complex and specified.’288
Bitte senden Sie mir den Text, den ich übersetzen soll. Ich habe bisher nur die Buchstabenfolgen erhalten, und die Übersetzung bezieht sich immer auf den Text, den Sie mir senden.
Here are three letter sequences:
Dasjf fdafds sdhf dusduewpf bdf dfda.
1. Dasjf fdafds sdhf dusduewpf bdf dfda.
2. Der verrückte Fuchs sprang über die faulen Hunde.
2. The crazy fox jumped over the lazy dogs.
3. A b a b a b a b a b a b a b a b a b a b a b a b.289
3. A b a b a b a b a b a b a b a b a b a b a b a b.289
Aus diesem Gedankengang lässt sich Folgendes schließen: In den ersten beiden Beispielen erscheinen die Buchstaben als dicht gefügt, zusammenhängend und komplex, weil die Buchstaben darin verschieden sind, sich nicht wiederholen und nicht offen für Deutungen sind. Das dritte Beispiel ist unkompliziert, aber repetitiv. Im zweiten Beispiel wird klar, dass ein willentlich handelnder Urheber die Buchstaben in genau dieser Weise angeordnet haben muss, damit die beabsichtigte Bedeutung vermittelt wird. Sprache besteht nicht nur darin, Buchstaben aneinanderzureihen; sie umfasst das Anordnen der Buchstaben so, dass Wörter entstehen, und das Verknüpfen der Wörter nach grammatischen Regeln. Ohne dies haben sie keine Bedeutung. In dieser Hinsicht hebt sich das zweite Beispiel vom ersten und dritten ab. Obwohl das erste komplex erscheint, fehlt ihm jede Spezifität. Wir können daher schließen, dass das erste eine Zusammensetzung zufällig gewählter Buchstaben ohne einen bestimmten Willen war, durch sie eine Bedeutung zu vermitteln. Das dritte wiederum mag geordnet erscheinen, doch seine Einfachheit lässt uns die Möglichkeit erwägen, dass es durch eine Regel (zum Beispiel) entstanden ist, ohne dass ein bestimmender Wille dahinter stand. Nur das zweite Beispiel weist auf einen wissenden und willentlich handelnden Urheber hin, wie es uns unsere angeborenen Veranlagungen und unsere menschlichen Erfahrungen nahelegen. Dies war nur ein annäherndes Beispiel für den Punkt, den Dembski aufzeigen wollte, um eine Unterscheidung zu treffen zwischen dem, was Determinismus und Gesetzmäßigkeiten hervorbringen können, und dem, was Zufälle, Zufälligkeit und Indeterminismus hervorbringen können; nur Ersteres kann als Ergebnis eines Designers gelten. Daher sollten wir immer dann, wenn sich eine komplexe und spezifische Erscheinung der Natur zeigt, wissen, dass es jemanden gab, der sie so bestimmt hat.
Looking at this, one can conclude the following: In the first two examples, the letters appear to be compact, adjoined, and complex, because the letters therein are different, not repetitive, and not open to interpretation. The third example is noncomplex but repetitive. It is clear in the second example that there must have been a willing doer who sequenced the letters in that specific manner so that the intended meaning was conveyed. Language is not only about putting letters together; it comprises of placing the letters in a way that form words and linking the words up according to grammatical rules. Without this, they offer no meaning. The second example stands out from the first and third in this regard. So although the first appears to be complex, there is no specificity to it. We can conclude that the first was a composition of randomised letters without any particular will to offer any meaning through them. As for the third, even though it appears to be organised, its simplicity leads us to entertaining the possibility of it having come about through some rule (for example) without any specifying will behind it. It is only the second example that points to a knowledgeable and willing doer, as our innate predispositions and our human experiences would dictate to us. This was just an approximative example to the point that Dembski wished to point out in order to draw a distinction between what determinism and laws can produce, and what accidents, randomness, and indeterminism can produce; only the former can be said to have come about as a result of a designer. Therefore, whenever a complex and specific manifestation of nature shows itself, we should know that there was someone who specified it to be in that way.
Programmcodes beruhen auf der spezifischen Abfolge der Ziffern 0 und 1, die ausreichen, um Daten zu speichern und Computeranwendungen laufen zu lassen. Und so wie das Arabische mit allen seinen 29 Buchstaben ausreicht, um Sätze zu bilden und Bedeutungen zu vermitteln, beruht die DNA auf einer feinen Reihenfolge der vier Nukleotide, nämlich A, C, G und T. Diese vier Basen, also vier Buchstaben, sind dafür verantwortlich, genetische Informationen zu speichern und weiterzugeben, die das Vorhandensein und den Aufbau besonderer Proteine betreffen. Daher umfasst die programmierte Abfolge nicht nur eine große Komplexität, sondern auch spezifische Aufgabenzuweisungen. Dies führt zu einer größeren Frage: Wie ist diese festgelegte programmierte Abfolge entstanden? Anders ausgedrückt: Woher stammt dieses erstaunliche Maß an Information?
Programme codes are based on the specific sequencing of the 0 and 1 digits that suffice to store data and play computer applications. And as Arabic with all its 29 letters is sufficient to compose sentences and convey meanings, DNA relies on a type of subtle series of the four nucleotides, or ACGT. These four bases, or four letters, are responsible for storing and transporting genetic information that deals with the presence and construction of special proteins. Based on this, programmed sequencing comprises not only of great complexity but also specific duty assignments. This leads to a greater question: How did this specified programmed sequencing come about? In other words, from where did this astonishing level of information come?
Dies ist eine äußerst wichtige Frage. Sie legt das große Problem offen, vor dem materialistische Ideologien bei ihrer Suche nach einer Antwort auf die Frage „Wie ist das Leben entstanden?“ stehen. Einfach gesagt scheinen Materialisten zu einem falschen Ergebnis zu gelangen, weil sie die Antwort am falschen Ort suchen. Seit den späten 1920er Jahren glaubten diese Wissenschaftler, dass es möglich sei, die ersten Augenblicke des Lebens durch Prozesse zu erklären, die nicht von einer chemischen Evolution gesteuert werden. In dem 1938 veröffentlichten Buch „Der Ursprung des Lebens“ stellte Alexander Oparin eine frühe Theorie der chemischen Evolution vor, die das Entstehen des Lebens durch allmähliche Veränderungen umfasst, die mit einfachen chemischen Lösungen organischer Stoffe in den frühen Phasen der Erde begannen. Während der Darwinismus sich mit der Erklärung der Wurzel dieser Vielfalt unter den Lebewesen befasste und damit, wie sich aus einfachen Formen unzählige komplexe Typen entwickelten, befasst sich die chemische Evolution mit der Entstehung des Lebens und der ersten Zellen oder genauer gesagt mit der ersten chemischen Verbindung, die sich selbst replizieren konnte. Seit den späten 1970er Jahren bis heute haben wissenschaftliche Theorien zur chemischen Evolution die Entstehung des Lebens nicht erklären können, ganz zu schweigen von der Komplexität und Spezifität der DNA-Basen, die für eine lebende Zelle notwendig sind. Der belgische Chemiker und Physiker Ilya Prigogine, ein Nobelpreisträger, sagte: „Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass organische Strukturen und die präzise aufeinander abgestimmten Reaktionen, die lebende Organismen kennzeichnen, durch Zufall entstehen, ist null.“292
This is a hugely important question. It exposes the great problem facing materialistic ideologies in their quest to answer the ‘How did life come about?’ question. It seems that materialists would arrive at a wrong outcome, because – simply put – they are looking for the answer in the wrong place. Ever since the late 1920s, those scientists believed that it is possible to explain the first moments of life in accordance with processes that are not directed by chemical evolution. In the book The Origin of Life, that was published in 1938, Alexander Oparin presented an early theory of chemical evolution that comprised of the appearance of life through gradual changes that began with simple chemical solutions of organic matter during the early phases of Earth. Whereas Darwinism dealt with the interpretation of the root of this variety across living organisms and how multitudes of complex types evolved from simple forms, chemical evolution deals with the emergence of life and the first cells, or in more precise terms, the first chemical composite that was able to replicate itself. Since the late 1970s up to today, scientific theories on chemical evolution have been unable to explain the origin of life, let alone the complexity and specificity in the DNA bases that are necessary for a live cell. The Belgian chemist and physicist Ilya Prigogine, a Nobel laureate, said, ‘The statistical probability that organic structures and the most precisely harmonized reactions that typify living organisms would be generated by accident, is zero.’292
Professor Francis Crick sagte: „Ein ehrlicher Mensch, ausgerüstet mit all dem Wissen, das uns heute zur Verfügung steht, könnte nur feststellen, dass der Ursprung des Lebens in gewisser Hinsicht derzeit beinahe einem Wunder gleicht, so zahlreich sind die Bedingungen, die erfüllt sein mussten, damit es in Gang kommen konnte.“293
Professor Francis Crick said, ‘An honest man, armed with all the knowledge available to us now, could only state that in some sense, the origin of life appears at the moment to be almost a miracle, so many are the conditions which would have had to have been satisfied to get it going.’293
So damit wir ein Gefühl dafür bekommen, mit welchem Ausmaß des Problems die Materialisten hier konfrontiert sind und wie komplex die Frage für sie ist, stellen wir uns ein Zahlenschloss mit vier Ziffern vor – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Dieb die richtige Zahlenfolge trifft? Da jede Ziffer eine beliebige Zahl zwischen 0 und 9 sein kann, beträgt die Wahrscheinlichkeit, eine Ziffer richtig zu treffen, eins zu 10⁴ = 10.000. Nehmen wir an, jeder Versuch dauert ihn 10 Sekunden, dann braucht er 15 Stunden für 5.000 Versuche. Gehen wir davon aus, dass er falsche Kombinationen nicht wiederholt, würde er höchstens 30 Stunden benötigen, bevor er alle möglichen Kombinationen durchprobiert hat, und dann wäre ihm gewiss, dass er die Kombination schließlich findet. Höchstwahrscheinlich würde er die richtige Kombination aber schon vor 9.999 Versuchen finden, also in weniger als 30 Stunden.
Machen wir das Ganze komplizierter und nehmen an, das Schloss hat zehn Ziffern, dann beträgt die Zahl der Möglichkeiten 10¹⁰ = eine Milliarde. Jeder Versuch, die Zahl durch Zufall richtig zu treffen, wäre sehr langsam und könnte möglicherweise ein ganzes Leben in Anspruch nehmen.
Kommen wir nun zu einem Gen, das für die Bildung einer bestimmten Art von Protein verantwortlich ist und einige andere lebenswichtige Funktionen übernimmt. Dieses Gen muss in äußerst präziser Weise sequenziert sein, damit das benötigte Protein entsteht. Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers darin beträgt 10⁷⁷ – nur eine einzige Anordnung wäre richtig. Anders gesagt: Um auf den Code dieses Gens zuzugreifen, müsste man die Folge aus ATGC aus 100.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 richtig treffen.0
So that we can begin to comprehend the scope of the problem faced by the materialists here, and how complex the issue is for them, imagine you have a combination lock made up of four numbers – what is the probability of a thief getting the right sequence? With each number being any digit between 0 and 9, the probability of getting one digit right is one in 104 = 10,000. If we assume that each attempt would take him 10 seconds, he will need 15 hours to get through 5,000 tries. If we assume he does not repeat erroneous combinations, it would take him a maximum of 30 hours before exhausting all possible combinations, guaranteeing him that he would eventually get the combination right. Most probably, he would get the right combination before reaching 9,999, in under 30 hours. If we complicate this further and assume the lock has ten digits to it, the number of possibilities would be 1010 = a billion. Any attempt to get the number right accidentally would be very slow and possibly consume a lifetime. Let us now come to one gene that is responsible for creating a type of protein and for undertaking some other vital functions. This gene must be sequenced in an extremely precise fashion in order to create the required protein. The probability of fault therein is 1077 – only one would be correct. In other words, in order to access the code of this gene, one must get the ATGC correct out of 100,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,0
00.000.000.000.000.000.000.000 Möglichkeiten. Diese Zahl ist von gewaltigem Ausmaß. Um dies in einen Kontext zu setzen: Die Anzahl der Atome in der Milchstraße wird auf etwa 1065 geschätzt. Dies zeigt, dass Zufall eine völlig unzureichende Erklärung für diese Informationscodes ist.
00,000,000,000,000,000,000,000 possibilities. This is a number of gargantuan proportions. Just to put it into context, the number of atoms in the Milky Way Galaxy is estimated to be at 1065. This demonstrates how coincidence is a wholly inadequate explanation for these information codes.
Unsere menschliche Erfahrung zeigt, dass die Quelle jeder Information eine wissende Instanz sein muss. Die Speicherung einer gewaltigen Menge an Information im Zellkern jeder menschlichen Zelle lässt sich nicht erklären ohne ein willentliches, allwissendes Wesen, das all diesen Code erschaffen und in unsere Zellen gelegt hat. Diese einleuchtende Wahrheit, die mit der menschlichen Fiṭrah übereinstimmt, veranlasste Francis Crick, eine Vorstellung zu entwickeln, die dieses Phänomen oder „Wunder“, wie er es nannte, erklären sollte. In seinem Buch Life Itself schrieb er, es sei möglich, dass eine uns überlegene Zivilisation aus dem Weltraum den ersten Keim des Lebens auf der Erde ausgesät habe und für das erste Programm in den Lebewesen verantwortlich sei. Tatsächlich aber beantwortete Crick die Frage nicht; vielmehr schob er das Problem nur auf jemand anderen ab, damit dieser es lösen möge. Wie hat man diese Weltraumzivilisationen gefunden, falls überhaupt? Wer waren sie überhaupt? Außerdem sprach Crick vom Weltraum. Mit den Behauptungen der Wissenschaft, die ihn zu dieser Antwort führten, verwirrte er die Möglichkeit, dass sie zutrifft, indem er die Möglichkeit eröffnete, dass sie widerlegt werden kann. Es ist klar, dass der Beweggrund für eine solche Antwort darin liegt, den Atheismus als tragfähige Ideologie aufrechtzuerhalten. Die Zeichen, die er beobachtete, weisen eindeutig auf einen weisen und allwissenden Schöpfer hin, doch er war nicht fähig, Ihn anzuerkennen. Stattdessen hielt er an seiner materialistischen Sicht auf Dasein und Universum fest und schrieb das Ganze einer höheren Spezies zu.
In seinem Buch Evolution: A Theory in Crisis bemerkte Michael Denton: „Crick hat kürzlich auch eingeräumt, dass Leben vielleicht doch sehr unwahrscheinlich ist, und hat sich einer interessanten Variante der saltationistischen Alternative zugewandt, der Idee, dass das Leben ursprünglich aus dem Weltraum auf die Erde gebracht wurde – der Idee der Panspermie.“294
Our human experience reveals that the source of any information must be a knowledgeable entity. This storage of a colossal amount of information in the nucleus of every human cell cannot be explained without a Willing Omniscient being who created and placed all of this code in our cells. This self-evident truth that aligns with the human fiṭrah is what led Francis Crick to offer a vision that would explain this phenomenon, or ‘miracle’ as he put it. He said in his book Life Itself that it is possible that a civilisation more advanced than us from space planted the first seed of life on Earth, and that it was responsible for the first programme in living beings. But the fact is that Crick did not actually answer the question; rather, he merely kicked the can down the road for someone else to answer it. How were those space civilisations found, if ever? Who were they anyway? Furthermore, Crick referred to space. With the assertions made by science that led him to this answer, he muddled the possibility of it being correct by opening it up the possibility of being falsified. It is clear that the motivator for such an answer is to maintain atheism as a viable ideology. The signs for what he observed are clearly indicative of a Wise and Omniscient Creator, but he was unable to acknowledge Him. Instead, he clinged onto his materialistic outlook on existence and the universe, and ascribed the whole thing to a higher species. In his book Evolution: A Theory in Crisis, Michael Denton noted: ‘Crick has also recently conceded that life may after all be very improbable and has turned to an interesting variation on the saltational alternative, the idea that life was originally seeded on Earth from space – the idea of panspermia.’294
Der Aspekt der Informationssignaturen beschränkt sich nicht auf den zuvor genannten Rahmen. Vielmehr ist er in der gesamten Existenz vorhanden. Materie und Energie allein erklären nicht die Systeme, Mechanismen und lebendigen Ordnungen, die existieren. Information spielt eine zentrale Rolle beim Entstehen aller Dinge im Universum in der makellosen Weise, in der wir sie vorfinden. Dies weist auf ein weises, allwissendes Wesen hin, das diese Welten durch Seine vollkommene Erkenntnis, Macht und Weisheit ins Dasein gebracht hat. Für mehr zu diesem Thema sei auf das ausgezeichnete Buch von Stephen C. Meyer mit dem Titel „Signature in the Cell: DNA and the Evidence for Intelligent Design“ verwiesen. Dieses Buch behandelt die in Zellen eingebetteten Informationssignaturen sehr ausführlich. William Dembski, Winston Ewert und Robert Marks verfassten 2015 gemeinsam einen wissenschaftlichen Aufsatz, der im Journal des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veröffentlicht wurde. Der Titel des Aufsatzes lautete „Algorithmic Specified Complexity in the Game of Life“. Er suchte einen theoretischen Rahmen zu entwickeln, der die Bedeutung der Existenz in der Natur offenbaren soll. Die zuvor erwähnten Zeichen der Meisterschaft zeigen, dass dieses Universum einen Zweck hat. Daraus können wir Weisheiten in den Dingen erkennen. Diese Beschaffenheit des Universums weist auf Allah hin, der das Universum und alles, was darin ist, nicht vergeblich erschaffen hat. Vielmehr hat Er es um großer Weisheiten und Ziele willen erschaffen. Al-Bayhaqī sagte: „Wenn du dir die Gestalt dieser Welt vor Augen führst und über sie nachdenkst, wirst du sie wie ein errichtetes Haus finden, mit allem, dessen eine Person, die darin wohnt, bedarf. Der Himmel ist wie ein Dach erhoben; die Erde ist wie ein Teppich ausgebreitet; die Sterne sind wie Lampen zusammengeballt; Edelsteine sind darin wie Schätze gespeichert; die verschiedenen Arten von Pflanzen sind zum Essen, zum Tragen und für andere Nutzzwecke bereitet; verschiedene Tiere sind zum Reiten unterworfen und dienen anderen vorteilhaften Zwecken.“ Der Mensch gleicht dem Besitzer, dem es zugesprochen wurde.
The aspect of information signatures is not confined to the aforementioned framework. Rather, it is present in all of existence. Matter and energy alone do not explain the systems, mechanisms, and living orders that are in existence. Information represents a pivotal part in the emergence of all things in the universe in the immaculate manner that we find them in. This is indicative of a Wise Omniscient being who brought these worlds into existence by way of His perfect knowledge, power, and wisdom. For more on this issue, refer to the excellent book by Stephen C. Meyer titled Signature in the Cell: DNA and the Evidence for Intelligent Design. This book is very detailed in dealing with information signatures embedded inside cells. William Dembski, Winston Ewert, and Robert Marks co-wrote a scientific paper in 2015, which was published in the Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) journal. The name of the paper was ‘Algorithmic Specified Complexity in the Game of Life’. It sought to place a theoretical framework that would reveal the meaning of existence in nature. The manifestations of mastery that have been mentioned before reveal that this universe has a purpose to it. From this, we are able to detect wisdoms in things. This nature of the universe is indicative of Allah , Who did not create the universe and all that is in it in vain. Rather, He created it for great wisdoms and objectives. Bayhaqī said, ‘When you visually ponder how this world is and think about it, you will find it to be like a built house with everything a person residing in it would be in need of. The sky is raised like a roof; the Earth is spread out like a carpet; the stars are clustered like lamps; precious stones are stored therein like treasures; the various types of flora have been prepared for eating, wearing, and other utilities; different animals have been subjugated for riding and are used for other advantageous purposes. Man is like the owner who was made entitled to it.
„Hier gibt es einen klaren Hinweis darauf, dass die Welt durch Planung, Bestimmung und Ordnung erschaffen wurde und dass sie einen weisen Schöpfer hat, der allmächtig und allweise ist. Ich habe dies im Buch von Abū Sulaymān al-Khaṭṭābī gelesen.“295
‘There is a clear indication here that the world is created by way of planning, determination, and organisation, and that it has a Wise Maker Who is Omnipotent and the All-Wise. I read this in the book of Abū Sulaymān al-Khaṭṭābī .’295
Zum Beweis des zweiten Satzes („Meisterhaftigkeit und Makellosigkeit bedeuten einen weisen und allwissenden Urheber“): Sein Beweis ist das Kausalitätsprinzip, das zuvor ausführlich behandelt wurde. Meisterhaftigkeit und Makellosigkeit bedeuten, dass es eine Ursache gab. Diese Ursache ist ein allwissender Urheber, von dem das meisterhafte Werk ausging, wie es sich in dem zeigt, was Er meisterhaft erschaffen hat.
Ich erinnere mich, dass ich mit einigen Jugendlichen debattierte, die die Existenz Allahs leugneten. Nach einer langen Diskussion waren sie überzeugt, dass es über diesem Universum eine höhere Macht gibt, dass diese höhere Macht die Ursache dafür ist, dass das Universum entstanden ist, und dass ihr Macht zugeschrieben wird. Wäre Er nicht so beschaffen, hätte Er nicht die Ursache für das Entstehen der Welt sein können. Die Diskussion ging danach weiter, indem bewiesen und aufgezeigt wurde, dass dieser allmächtige Beweger auch allwissend ist. Ich sagte ihnen: „Ihr habt zugegeben, dass die Existenz meisterhafter Erschaffung auf die Macht des Erschaffers hinweist. Ihr solltet daher auch zugeben, dass meisterhafte Gestaltung die Allwissenheit des Gestalters bedeutet.“ Ich war verblüfft, als einer von ihnen einwandte, meisterhafte Konstruktion sei nicht zwangsläufig ein Hinweis auf Wissen, sondern könne auch zufällig entstanden sein. Ich bot ihnen ein Beispiel aus meiner eigenen Lebenserfahrung an: „Eines Tages war ich bei Verwandten zu Besuch. Eine meiner Töchter war bei mir. Sie war klein. Weil sie klein war, konnte sie den Stift nur mit einem zylindrischen Griff halten und kritzelte über das ganze Papier. Plötzlich hob sie das Blatt, zeigte es ihrer Mutter und rief: ‚Mama, Delfin!‘ Ich drehte mich um, um zu sehen, was tatsächlich ein Delfin war.“ Ich sagte zu ihm: „Könnte ich allein aufgrund dieser Zeichnung behaupten, dass meine Tochter zeichnen konnte?“ Er sagte: „Das ist durchaus möglich.“ Ich sagte: „Gut. Wenn ich feststellen wollte, ob sie tatsächlich zeichnen konnte und das Gezeichnete kein Zufall war, hätte ich sie zumindest bitten müssen, dasselbe Bild noch einige Male zu wiederholen.“ Wenn sie dazu fähig gewesen wäre, hätten wir sagen können, sie kann zeichnen; andernfalls wäre ihre erste Zeichnung durch Zufall entstanden.“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte: „Lassen wir das Argument weitergehen. Sagen wir, die überall im Universum zu findende wiederholte Meisterschaft deutet auf die Allwissenheit des Schöpfers hin.“ Auch dem stimmte er zu. Dann sagte ich zu ihm: „Stell dir vor, ich sähe meine Tochter eine komplexe Zeichnung eines Hauses, von Wolken, Sonne, Bäumen, Flüssen, Vögeln usw. anfertigen – wäre es nötig, dass ich sie bitte, etwas anderes für mich zu zeichnen, oder würden mir diese Bilder genügen, um zu wissen, dass sie zeichnen kann?“ Er sagte: „Sie wären ausreichend.“ Ich sagte: „Dann lass uns das noch etwas weiterführen und sagen: Die wiederholte Art meisterhafter Konstruktion und Komposition im gesamten Universum legt nahe, dass der Schöpfer Allwissenheit besitzt.“ Das Kausalitätsprinzip zeigt, dass solch makellose Abläufe die Existenz eines Urhebers erfordern, der die Ursache der Makellosigkeit ist und seine Wirkung darin zeigt. Dies wird dadurch untermauert, dass die Wahrscheinlichkeiten, wie makellose Erscheinungen zustande kommen, auf eine von drei Möglichkeiten hinauslaufen: Determinismus, Zufall oder der Wille eines allwissenden Urhebers. Für das, was wir hier erörtern, scheint es nicht durch das Auf und Ab der Natur oder durch gesetzlichen Determinismus erklärbar zu sein, wie zuvor erwähnt. Ebenso ist es nicht möglich, dass diese Makellosigkeit durch Zufall entstanden ist – auch dies wurde bereits besprochen. Die letzte Möglichkeit – dass dies als Ergebnis des Willens eines allwissenden Urhebers entstanden ist – ist die einzige, die übrig bleibt.
Ich möchte eine fiktive, aber zum Nachdenken anregende Diskussion zwischen einem Scheich und einer Person namens Ḥayrān ibn al-Aḍʿaf (Verwirrter, Sohn des Schwächsten) hinzufügen. Sie stammt aus Nadīm al-Jisrs Buch „Die Geschichte des Glaubens“ (Qiṣṣah al-Īmān). Er sagt:
Scheich: Nun zu den Nadeln. Nimm diese Tafel und stecke eine Nadel hinein. Dann stecke eine weitere Nadel in das Loch. Ḥayrān, wenn ein vernunftbegabter Mensch diese beiden Nadeln sähe und danach fragte, wie die zweite Nadel in das Loch der ersten gelangt ist, und ihm dann ein Mensch, der für seine Ehrlichkeit bekannt ist, sagte, ein geschickter Mensch habe dies aus einer Entfernung von zehn Metern getan und es geschafft, das Loch der ersten Nadel zu treffen, und ein anderer Mann, ebenfalls für seine Ehrlichkeit bekannt, sagte, derjenige, der sie geworfen habe, sei ein kleiner Junge gewesen, der blind geboren wurde, und die zweite Nadel sei zufällig in das Loch gefallen: Welche der beiden Möglichkeiten wäre dann die wahrscheinlichste?
As for the proof of the second proposition (‘Mastery and immaculateness means there is a Wise and Omniscient Doer’), its proof is the principle of causality, which has been discussed in detail previously. Mastery and immaculateness mean there was a cause. That cause is an Omniscient Doer, from whom the act of mastery emanated, as manifested in what He masterfully made. I remember debating some youth who denied the existence of Allah. After a long discussion, they became content that there is a Higher Power over this universe, that this Higher Power is the cause of the universe coming into existence, and that He is ascribed with power. Had He not been this way, He would not have been able to be the cause of the world’s emergence. The discussion continued thereafter in proving and demonstrating that this All Powerful Mover was also Omniscient. I told them, ‘You have admitted that the existence of masterful making is suggestive of the power of the Maker. You should therefore also admit that masterful design means the omniscience of the Maker.’ I was taken aback when one of them objected that masterful construction is not necessarily indicative of knowledge, and that it may have occurred by accident. I offered them an example from my own personal life experience: ‘One day, I was staying with family. One of my daughters was with me. She was small. Because she was small, she was only able to hold a pen with a cylindrical grasp of her hand and scribble all across the paper. All of a sudden, she raised the paper and told her mother, “Mama, dolphin!” I turned around to see what really was a dolphin.’ I said to him, ‘Would it be possible for me to say, based on this drawing alone, that my daughter knew how to draw?’ He said, ‘It is quite possible.’ I said, ‘Alright. If I wanted to ascertain whether she was able to draw, and that what she drew was not an accident, I should have been able to at least ask her to repeat drawing the same picture a few more times. If she was able, we could have said she can draw; otherwise, her first drawing would have occurred by coincidence.’ He said, ‘Yes.’ I said, ‘Let us take the argument further. Let us say that the repeated mastery found all across the universe is indicative of the omniscience of the Maker.’ He agreed at this point. I then said to him, ‘Imagine if I saw my daughter fashioning a complex drawing of a house, clouds, Sun, trees, rivers, birds, etc. – would it be necessary for me to ask her to draw something else for me, or would these pictures be enough for me to know she is able to draw?’ He said, ‘They would be sufficient.’ I said, ‘So let us take this a little further and say that the repeated nature of masterful construction and composition across the universe suggest that the Maker has omniscience.’ The principle of causality reveals that these sorts of immaculate workings require the existence of a doer that is the cause of immaculateness, showing its effect therein. This is underscored by the fact that the probabilities of how manifestations of immaculateness come about are one of three: determinism, accident, or the will of an omniscient doer. For what we are discussing, it would not seem that it can be explained though nature’s ebb and flow, or legal determinism, as has been mentioned before. Likewise, it is not possible that this immaculateness came about by accident – also discussed before. The final possibility – that this came as a result of the will of an omniscient doer – is the only option that remains. I want to add a fictitious yet thought-provoking discussion between a sheikh and a person named Ḥayrān ibn al-Aḍʿaf (Confused, son of the Weakest). This is in Nadīm al-Jisr’s book The Story of Faith (Qiṣṣah al-Īmān). He says: Sheikh: Now to the needles. Take this tablet and stick a needle in it. Then stick another needle in that hole. Tell me Ḥayrān, if a rational human being saw those two needles and asked about how the second needle was placed into the hole of the first, and then a human who is known for his honesty told him that a skilled person did this from a distance of ten meters and managed to hit the hole of the first needle, then another man also known for honesty said that the one who threw it was a little boy who was born blind and the second needle fell into the hole by way of accident, which of the two options would be the most likely?
Ḥayrān: Ich habe keinen Zweifel daran, dass die erste Person wahrscheinlicher ist. Doch angesichts der Ehrlichkeit beider lässt sich die Möglichkeit der zweiten (der zufällige Wurf des blinden Jungen) nicht ausschließen. Daher kann man nicht fest davon ausgehen, dass der Erste die Wahrheit sagt und der Zweite nicht.
Scheich: Was ist nun, wenn der Mann eine dritte Nadel im selben Loch sieht – bleibt dieses Zögern dann bestehen?
Ḥayrān: I have no doubt in my mind that the first person is more likely. But considering the honesty of both, the possibility of the second (the random throw by the blind boy) cannot be ruled out. Therefore, one cannot firmly assume that the former is speaking the truth and the latter is not. Sheikh: So how about if the man sees a third needle in the same hole, will this indecision remain?
Ḥayrān: Nein, die Wahrscheinlichkeit einer Absicht würde zwar stärker werden als die eines Zufalls, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es absichtlich geschah, wäre nur geringfügig stärker.
Scheich: Wie ist es dann, wenn ein Mann sieht, dass zehn Nadeln vorhanden sind, jede von ihnen nacheinander in das Loch gesteckt, wobei sie genau am selben Punkt eintreten? Wird dadurch die Wahrscheinlichkeit steigen, dass dies beabsichtigt war?
Ḥayrān: No, the probability of purpose would grow stronger than that of it being a coincidence, but the chances of it being on purpose still would only be a marginally stronger probability. Sheikh: So how about when a man sees that there are ten needles, each of them stuck in the hole one after the other, entering from exactly the same point. Will it increase the probability of this being intentional?
Ḥayrān: Nein. Die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls wäre so gering, dass sie praktisch einer Nichtexistenz gleichkäme.
Scheich: Doch wenn ein Mensch, der der Beschreibung im Qur'an entspricht – „Doch der Mensch ist von allen Geschöpfen der streitsüchtigste“296 – kommt und darüber zu debattieren beginnt, was rationale Unmöglichkeit und was gewohnheitsmäßige Unmöglichkeit bedeutet, und dann argumentiert, dass dies weder rational noch gewohnheitsmäßig unmöglich sei, obwohl er einräumt, dass es sich dabei – in seltenen Fällen – um eine sehr entfernte Möglichkeit handelt, dann muss unser rationaler Freund nachgeben.
Ḥayrān: Der Verstand mag nachgeben, doch das Herz wird trotzdem dazu neigen zu glauben, dass die absichtliche Handlung hier die wahrscheinlichste der Möglichkeiten ist.
Ḥayrān: No. The accident probability would be so weak that it would be tantamount to non-existent. Sheikh: But if a person fitting the description of what the Qur’an says: ‘But humankind is the most argumentative of all beings’296, comes and starts debating what rational impossibility means and what customary impossibility means, then starts arguing that this is neither rationally nor customarily impossible, though he affirms that this – on occasions – would be a very remote possibility, our rational friend must then yield. Ḥayrān: The mind may yield, but the heart will still incline to believe that the intentional act is the most probable of the options here.
Scheich: Wenn wir das Rätsel noch komplizierter machen wollen, sagen wir, dass die zehn Nadeln mit Linien nummeriert sind. Jede von ihnen trägt eine Zahl von 1 bis 10. Ohne zu sehen, was geschieht, wird uns berichtet, dass dem blinden Jungen ein Beutel mit diesen zehn Nadeln gegeben wurde, die willkürlich hineingelegt worden waren. Er musste mit den Händen in den Beutel greifen, um jede Nadel in der richtigen Zahlenfolge herauszunehmen, durch Zufall, und sie dann auf die Tafel werfen. Die erste würde in das Loch fallen; die zweite würde ihr in dasselbe Loch folgen; die dritte ebenfalls in dasselbe Loch; die vierte genauso, und so weiter. Alle Nadeln reihten sich hintereinander in dieses Loch ein, entsprechend ihrem Zahlenwert, und all dies geschah durch Zufall. Wenn dann unser streitlustiger Freund käme, um zu beweisen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass all dies ein zufälliger Zufall ist, immer noch besteht und dass es logisch immer noch möglich ist, was würden wir über diesen streitlustigen Menschen sagen?
Sheikh: If we are to complicate the riddle further, let us say that the ten needles are numbered with lines. Each of them has a number on them, from 1 to 10. Without seeing what happened, we are told that the blind boy was given a bag containing these ten needles, which were placed at random. He had to put his hands into the bag to take each needle out in its correct sequence of numbers by accident, and then throw it at the tablet. The first would fall into the hole; the second would follow it into the same hole; the third into the same hole; the fourth likewise, and so on. All the needles stacked up behind each other into that hole according to their numerical value, and all of this happened by accident. If that argumentative friend of ours then came to prove that the probability of this all being a coincidental accident still exists, and that it is still logically possible, what would we say about this argumentative person?
Ḥayrān: Ich bin sicher, dass man ihm nicht glauben würde. Die Möglichkeit, dass dies zufällig geschehen ist, ist so gering, dass sie praktisch unmöglich ist.
Sheikh: Ḥayrān, wenn es um sehr große Zahlen geht, sind sie offensichtlich unmöglich.
Ḥayrān: I am sure that he would not be believed. The possibility of this being coincidental is so remote it is virtually impossible. Sheikh: Ḥayrān, when it comes to very large numbers, they are self evidently impossible.
Ḥayrān: Ich dachte, dass diese Selbstverständlichkeit aus unseren gelebten Erfahrungen stammt, dass zufällige Wiederholungen eine Seltenheit sind.
Ḥayrān: I thought that this self-evidence came to us from our lived experiences of coincidental repetitions being a rarity.
Scheich: Nein, diese Selbstevidenz – in den Tiefen unseres Unterbewusstseins – beruht auf einer unausweichlichen mathematischen Regel.
Sheikh: No, this self-evidence – within the depths of our subconscious minds – is reliant on an inescapable mathematical rule.
Ḥayrān: Was ist diese Regel, mein Herr?
Ḥayrān: What is this rule, sir?
Scheich: Es handelt sich um die Regel der Wahrscheinlichkeit, nach der die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Zufalls umgekehrt proportional zur Anzahl der anderen konkurrierenden Möglichkeiten steigt und fällt. Wenn die Anzahl der konkurrierenden Dinge abnimmt, steigt die Erfolgschance; wenn die konkurrierenden Möglichkeiten zunehmen, sinken die Erfolgschancen. Besteht der Wettbewerb zwischen zwei gleichwertigen Dingen, beträgt die Erfolgschance die Hälfte. Besteht er zwischen zehn Dingen, beträgt die Erfolgschance ein Zehntel. Das liegt daran, dass jede Wahl eine gleiche Erfolgschance hat, sofern es natürlich keine Überlegenheit einer Wahl gibt. Insofern stehen die Erfolgschancen im Wettbewerb auf gleicher Stufe, selbst wenn es hundert oder tausend sind. Wenn der Zahlenwert jedoch exponentiell ansteigt, werden die Erfolgschancen nicht existent, ja unmöglich. Zieht ein blindes Kind zufällig beim ersten Mal die Nadel Nr. 1, würden wir sagen, dass es eine Chance von eins zu zehn hatte, diese Nummer zu ziehen. Hat es aber die Nadeln Nr. 1 und Nr. 2 nacheinander gezogen, wäre dies eine Wahrscheinlichkeit von eins zu hundert, denn beim zweiten Zug würden alle zehn konkurrieren, was einen Wettbewerb zwischen hundert Möglichkeiten darstellt. Zieht das blinde Kind die Nadeln Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 nacheinander, sprechen wir von einer Chance von eins zu tausend, und so weiter. Nehmen wir an, das Kind hätte alle zehn Nadeln in numerischer Reihenfolge gezogen, betrüge die Chance dafür eins zu zehn Milliarden…297
Sheikh: It is the rule of probability, which states that the probability of a certain accident increases and decreases in an inversely proportional manner with the number equal to the other competing possibilities. Whenever the number of competing things decreases, the chance of success increases; whenever the competing choices increase, the chances of success decrease. If the competition is between two equal things, the chance of success would be half. If it is between ten things, the chances of success would be a tenth. This is because each choice has an equal chance of success – when there is, of course, no superiority for any one choice. To this extent, the chances of success between the competition lie in equal stead, even if they are a hundred or a thousand. However, when the numeric value increases exponentially, the chances of success would become non-existence, nay impossible. If a blind child by chance pulls out #1 the first time, we would say that he had a one in ten chance of pulling that number out. But if he pulled out #1 and #2 in succession, this would be a one-in-a-hundred probability, because all ten would be competing in the second draw, thus making it a competition between a hundred choices. If the blind child pulls out needles #1, #2, and #3 in succession, we would say that this is a one-in-a-thousand chance, and so on. If we assume that the child pulled all ten needles in numerical order, the chance of this happening would be one in ten billion…’297
First objection: Mastery is just a projection This is a strange objection. I have come across atheists who reject the manifestations of mastery and greatness in this universe, all to varying degrees and under various pretences. Some are sceptical of whether the universe is masterfully made to begin with, believing that such a claim is just a personal projection on the cosmos. They claim that our reading of the universe offers us this illusion, even though it has no objective meaning in the universe. In other words, the mastery all around us does not necessarily mean that there was a masterful process of construction per se. For example, when we see the sculpture of a human, we would appreciate the nature of construction there. After all, we, looking on at this scene, are humans as well. If it were assumed that some creation never saw a human in its entire life, he might pass by the sculpture without noting any feature of mastery therein; he would probably think this is nothing more than a regular rock, or a rock that has been eroded somewhat, without having been the subject of intervention (i.e., sculpturing) by a willing actor. Similarly, if someone were to see the letters of a language and script that he does not understand, he might think that they were just random scribbles. Therefore, seeing any feature therein would be a projection onto them. I used to think that these sorts of views were confined to statements by philosophers on the peripheries – such as those by the atheist philosopher Baron d’Holbach (d. 1789) – and were not in circulation within modern atheist philosophy. It was not until when I read some of this in contemporary writings, as well as some discussions and encounters I personally experienced, that it dawned on me that such an objection is still in vogue. The fact is that this objection is very odd, for it comprises a gross obstinance and a bizarre error. In fact, the very examples brought here expose the error. The sculpting of a rock by a willing actor, and the set of letters and script belonging to a specific language, reveal mastery as an objective reality in these matters; cognition and knowledge is what leads to the discovery of this reality. So whatever masterful construct exists in the universe there is, it would carry on increasing our experiences and knowledge. This process of discovery will remain so long as experience and knowledge keep on giving. Such a form of thinking undoubtedly leads a person to negate all objective reality. If you are sceptical about whether a complex composition can offer knowledge, and you avoid this sort of conceptualisation under the pretence of the relativity of any such judgement, and that it has no objective reality to it, it will land you into becoming sceptical of everything around you, as it would be possible that everything is also just a projection and devoid of any objective value that is separate from you. This takes away any objective value from human conceptualisation, and instead refers it to mere relative cognition that is subject to doubt, which can lead the bearer of such a philosophy into a type of sophism. The truth is that these sceptics themselves would not behave in this way in their day-to-day lives, as it is diametrically opposed to any sound human fiṭrah, and also because its implications would lead to the destruction of any justification for discovering the world and interacting with it.
Lassen Sie uns einige Zitate betrachten, die aus der umfangreichen Literatur zu diesem Thema ausgewählt wurden. Bereits 1985 schrieb der Astronom Edward Robert Harrison: „Hier ist der kosmologische Beweis für die Existenz Gottes – das Designargument von Paley – aktualisiert und überarbeitet. Die Feinabstimmung des Universums liefert prima facie Belege für ein deistisches Design. Wählen Sie: blinder Zufall, der unzählige Universen erfordert, oder Design, das nur ein einziges erfordert.“ Der Genetiker Francis Collins war Leiter des Humangenomprojekts und leitet zum Zeitpunkt dieser Niederschrift die United States National Institutes of Health. In seinem Bestseller von 2006, The Language of God: A Scientist Presents Evidence for Belief, argumentiert Collins für folgende Deutung der Daten: „Die präzise Abstimmung aller physikalischen Konstanten und physikalischen Gesetze, um intelligentes Leben möglich zu machen, ist kein Zufall, sondern spiegelt das Wirken dessen wider, der das Universum überhaupt erschaffen hat.“ Der Arzt Michael Anthony Corey schreibt: „Das gewaltige Maß an Feinabstimmung, das unmittelbar nach dem Urknall zwischen diesen fundamentalen Parametern bestand, offenbart ein wundersames Maß an mikroskopischer Ingenieurskunst, das in Abwesenheit eines ‚superrechnenden‘ Designers schlicht undenkbar ist.“ Der Astronom George Greenstein behauptet: „Wenn wir die Belege betrachten, drängt sich der Gedanke beharrlich auf, dass eine übernatürliche Instanz – oder vielmehr eine Instanz – beteiligt sein muss. Ist es möglich, dass wir plötzlich, ohne es zu beabsichtigen, auf wissenschaftlichen Beweis für die Existenz eines höchsten Wesens gestoßen sind? War es Gott, der eingriff und den Kosmos so vorsehend zu unserem Nutzen erschuf?“ Und der theoretische Physiker Tony Rothman fügt hinzu: „Der mittelalterliche Theologe, der mit den Augen des Aristoteles in den Nachthimmel blickte und Engel sah, die die Sphären in Harmonie bewegen, ist zum modernen Kosmologen geworden, der mit den Augen Einsteins auf denselben Himmel blickt und die Hand Gottes nicht in Engeln, sondern in den Konstanten der Natur sieht … Angesichts der Ordnung und Schönheit des Universums und der seltsamen Zufälle der Natur ist es sehr verlockend, den Glaubenssprung von der Wissenschaft zur Religion zu wagen. Ich bin sicher, dass viele Physiker das wollen. Ich wünschte nur, sie würden es zugeben.“300
Let us look at a few quotations selected from the vast literature on the subject. Back in 1985, astronomer Edward Robert Harrison wrote: “Here is the cosmological proof of the existence of God – the design argument of Paley – updated and refurbished. The fine-tuning of the universe provides prima facie evidence of deistic design. Take your choice: blind chance that requires multitudes of universes, or design that requires only one.” Geneticist Francis Collins was the head of the Human Genome Project and at this writing directs the United States National Institutes of Health. In his 2006 bestseller, The Language of God: A Scientist Presents Evidence for Belief, Collins argues for the following interpretation of the data: “The precise tuning of all the physical constants and physical laws to make intelligent life possible is not an accident, but reflects the action of the one who created the universe in the first place.” Physician Michael Anthony Corey writes: “The stupendous degree of fine tuning that instantly existed between these fundamental parameters following the Big Bang reveals a miraculous level of micro engineering that is simply inconceivable in the absence of a ‘supercalculating’ Designer. Astronomer George Greenstein asserts: “As we survey the evidence, the thought insistently arises that some supernatural agency – or rather Agency – must be involved. Is it possible that suddenly, without intending to, we have stumbled upon scientific proof of the existence of a Supreme Being? Was it God who stepped in and so providentially crafted the cosmos for our benefit?” And theoretical physicist Tony Rothman adds, “The medieval theologian who gazed at the night sky through the eyes of Aristotle and saw angels moving the spheres in harmony has become the modern cosmologist who gazes at the same sky through the eyes of Einstein and sees the hand of God not in angels but in the constants of nature…When confronted with the order and beauty of the universe and the strange coincidences of nature, it's very tempting to take the leap of faith from science to religion. I am sure many physicists want to. I only wish they would admit it.”’300
Dies sind einige der Zitate, die Stenger erwähnte. Es gibt viele weitere Aussagen von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, die zeigen, wie sehr sie von der fein abgestimmten Beschaffenheit des Universums beeindruckt sind. Einige wurden bereits zuvor erwähnt; andere werden bald folgen.
These are some of the citations that Stenger mentioned. There are many other statements from scientists of various branches that reveal how they are impressed by the finely-tuned nature of the universe. Some have already been mentioned previously; others will soon follow.
Stengers Vorschlag konzentriert sich auf eine Reihe von Datenpunkten: Er argumentiert, wie genau die Berechnungen in Bezug auf einige Konstanten sind, und dass die Fehlermarge größer ist, als manche Forscher behaupten. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen. Selbst wenn seine Berechnungen richtig und die der anderen falsch wären, bliebe das Argument aus der Feinabstimmung dennoch intakt. Wenn ein Mann sagte: „Die Chance, den Preis zu gewinnen, liegt bei eins zu einer Million“, und jemand anderes entgegnete: „Tatsächlich kann der Preis gewonnen werden, wenn jemand die Nummer 1 oder die Nummer 2 zieht“, würde die Möglichkeit, dass diese beiden Optionen eintreten, angesichts des bloßen Zufalls dennoch als höchst unwahrscheinlich gelten. Dies gilt natürlich in Bezug auf einige der von ihm genannten Berechnungen. Dabei ist zu beachten, dass hier eine Abstimmung zwischen den kosmologischen Konstanten und den verschiedenen Datenpunkten erforderlich ist, damit das Universum die notwendigen Voraussetzungen erfüllen kann, um zu entstehen und Leben zu tragen. Ob das Universum existiert, hängt nicht davon ab, ob es mit dieser oder jener Konstante verbunden ist. Anders gesagt: Es kommt nicht darauf an, ob die Bandbreite der für es spezifischen Wahrscheinlichkeiten weiter gefasst und ausreichend ist, um das Ziel zu erreichen, sodass die Möglichkeit, die geforderte Zahl zu ziehen, nicht als Zufall erscheint. Vielmehr ist erforderlich, dass alle übrigen Werte erfüllt sind.
Stenger’s proposal focuses on a number of data points: He argues over how precise the calculations are vis-à-vis some constants, and that the margin of error is larger than what some researchers claim. However, this should not be a problem. Even if his calculations are right and others are wrong, the argument from fine-tuning would still be intact. If a man said, ‘There is a one-in-a-million chance to win the prize’, and someone else said, ‘Actually, the prize can be won if someone manages to pick out #1 or #2’, the possibility of these two options occurring would still be considered highly improbable in light of sheer coincidence. This is of course in relation to some of the calculations he mentioned. It should be noted that what is required here is an alignment between the cosmological constants and the various data points, so that the universe can fulfil the required prerequisites in order to come into existence and support life. The measure of whether the universe exists or not is not down to whether it is connected to one constant or another. In other words, it is not down to whether the scale of probabilities specific to it are broadened further and sufficient to achieve the goal, so to not render the possibility of picking out the required number a coincidence. Rather, what is required is that all the other values are met.
Eine Idee, die er vorschlägt, lautet, dass der Zusammenbruch des gesamten kosmologischen Systems nicht allein dadurch eintritt, dass sich eine einzige Konstante ändert. Es ist möglich, dass sich eine Konstante ändert, ohne dass dies nachteilige Auswirkungen auf den Rest des Systems hat, solange die übrigen Konstanten so angepasst sind, dass sie den Kosmos im Gleichgewicht halten. Mit anderen Worten: Es ist möglich, dass eine Konstante zahlreiche Werte annehmen kann; die übrigen Konstanten müssten jedoch neu kalibriert werden, damit sie zu dieser neuen Veränderung passen. Die gesamte Menge der Konstanten, die Leben ermöglicht, ist nicht auf einen einzigen Satz von Konstanten in unserem Universum beschränkt; vielmehr ist es möglich, andere Abfolgen von Ketten zu bilden, die Leben hervorbringen können. Dies erweitert den Raum für die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Kette zufällig entsteht, ohne dass ein Prozess der Feinabstimmung angewendet werden muss.301
One idea he proposes is that the collapse of the entire cosmological system does not occur just because one constant changes. It is possible that one changes and it would not have an adverse impact on the rest of the system, so long as the other constants are properly conditioned to keep the cosmos afloat. In other words, it is possible that one constant possesses numerous values; however, the other constants would need recalibration so that they match up with this new change. The whole set of constants that captures life is not confined to a single set of constants in our universe; rather, it is possible to create other sequences of chains that are able to capture life. This broadens the scope for the chance of a chain coming as an accident, without the need for the process of fine-tuning being applied.301
Die folgenden Beobachtungen lassen sich zu dieser Idee machen:
The following observations can be made on this idea:
1. Selbst wenn dies für einige Konstanten zutrifft, muss es nicht zwangsläufig für andere kosmologische Konstanten oder bestimmte Ereignisse gelten. Eine der erforderlichen Voraussetzungen für die Existenz von Leben sind unabhängige Parameter. Es scheint, dass schon die geringste Störung dieser Parameter dazu führen würde, dass das Universum für Leben ungeeignet wird.
1. Even if this is true for some constants, it is not necessarily true for other cosmological constants or specific events. One of the requisite parameters for the existence of life is independent parameters. It would appear that even the slightest disruption to them would lead to the universe becoming unsuitable for life.
2. Die Erschaffung zahlreicher Reihen physikalischer Konstanten, die das Leben im Kosmos ermöglichen und sichern können, ist mit einem Problem konfrontiert: Die Anzahl möglicher Reihen, die kein Leben erhalten können, übersteigt die der Reihen, die dazu imstande sind, bei weitem. Tatsächlich ist ein Vergleich gar nicht möglich. Dieser Einwand beantwortet jedoch nicht die grundlegende Frage, um die es hier geht: Wie wurden diese physikalischen Konstanten bestimmt? Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Reihe von Konstanten, die Leben hervorbringen kann, unter den vielen anderen Reihen von Konstanten, die dies nicht können, ausgewählt wird, ist äußerst gering. Dies wirft die Frage auf: Warum wurde gerade diese Reihe von Konstanten gewählt und nicht irgendeine andere?
2. Creating numerous series of physical constants that are able to capture and secure life for the cosmos is faced by a problem: The number of possible series unable to sustain life are exceedingly more than those that are able to do so. In fact, there is no comparison. This objection does not answer the fundamental question here, which is this: How were these physical constants determined? The probability of one set of constants that can comprise of life, to the exclusion of the many other sets of constants that do not, is highly unlikely. This begs the question: Why was this set of constants selected and not any other?
3. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Konstanten durch eine einzige Reihe erfasst werden und in der Weise aufeinander ausgerichtet sind, wie es zur Unterstützung des Lebens erforderlich ist, ist sehr gering, verglichen mit den Wahrscheinlichkeiten, dass die physikalischen Konstanten zu gering ausfallen, um Leben zu unterstützen, oder in einer Weise zu gering ausfallen, die nicht erfordert, dass die anderen Konstanten die notwendige Veränderung durchlaufen, um das Leben zu erhalten.
3. The probability of all constants being captured by one series and becoming aligned in the manner required to support life is very low, compared to the probabilities of the physical constant falling short to support life, or falling short in a way that does not require the other constants to undergo the required change to maintain life.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrscheinlichkeiten für eine Feinabstimmung und für das Austarieren in der erforderlichen Weise im Vergleich zu konkurrierenden Möglichkeiten astronomisch gering sind – oder mit den Worten von Richard Dawkins: „Doch so viele Arten des Lebendigseins es auch geben mag, es ist gewiss, dass es weitaus mehr Arten des Totseins gibt, oder vielmehr des Nicht-lebendig-Seins.“302
In summary, the probabilities of fine-tuning and the balancing act in the required manner are astronomically small compared to rival possibilities – or in the words of Richard Dawkins: ‘But, however many ways there may be of being alive, it is certain that there are vastly more ways of being dead, or rather not alive.’302
Stenger kritisiert die Vorstellung, organische Lebensformen auf kohlenstoffbasierte Formen zu beschränken. Er argumentiert, dass der Gedanke der Feinabstimmung nur vorgeschlagen wurde, um die Eignung des Universums für kohlenstoffbasierte Lebensformen zu erklären. Was verhindert die Möglichkeit anderer Lebensformen, die nicht kohlenstoffbasiert sind, sondern zum Beispiel siliziumbasiert? Wenn es möglich ist, dass es Lebensmuster gibt, die außerhalb der Kohlenstoffregel liegen, bleiben die Wahrscheinlichkeiten für das Entstehen solchen Lebens auch dann bestehen, selbst wenn sich die Werte der Naturkonstanten von den heutigen unterscheiden. Das Höchste, was man sagen kann, ist, dass die Konstanten unseres Universums geeignet sind, kohlenstoffbasiertes Leben zu tragen; würden sie sich verändern, könnte das Universum möglicherweise auch andere Lebensformen tragen.
Um auf diesen Einwand zu antworten, müssen wir nicht auf die Einzelheiten eingehen, ob siliziumbasiertes Leben entstehen kann oder welche Zeitskalen für die Entstehung nichtkohlenstoffbasierter Lebensformen zu betrachten sind. Dieser Einwand ist schlicht unzulässig unter der Voraussetzung, dass das Universum sorgfältig kalibriert ist. Wie bereits erwähnt, wurden diese Umstände so kalibriert, dass das Universum nach seiner Entstehung bestehen kann und nicht in sich selbst zusammenfällt und schließlich verschwindet. Hinzu kommt das kosmologische Gleichgewicht, das das Universum besitzt, um Sterne und Planeten zu erzeugen, die wiederum eine Rolle bei der Entstehung von Elementen durch chemische Reaktionen spielen. Manche Muster im Kosmos haben ein so feines Gleichgewicht gefunden, dass das Universum nicht zu einer Suppe aus Wasserstoff oder einem Eintopf aus Helium werden konnte. Die Feinabstimmung erklärt uns zahlreiche Fragen, darunter die Entstehung des Lebens. Was Stenger versucht, ist im Wesentlichen, die Möglichkeiten, die nicht im Interesse des Universums liegen, zu minimieren und jene zu maximieren, die in seinem Interesse liegen. Doch das Problem besteht darin, dass selbst dann, wenn wir seine These als zutreffend akzeptieren, der Unterschied zwischen den Wahrscheinlichkeiten auf beiden Seiten nach wie vor gewaltig bleibt. Dies würde die Berechtigung und den Stellenwert der Frage nach Feinabstimmung und Justierung bestätigen. Stellen Sie sich vor, jemand sagt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eintritt, liegt bei eins zu einer Milliarde Milliarden Milliarden Milliarden Milliarden“, und ein anderer entgegnet: „Nein, sie liegt bei hundert zu einer Milliarde Milliarden Milliarden Milliarden“ – dann würde man meinen, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens in beiden Fällen äußerst gering ist.
Eine der besten Kritiken an Stenger, die ich gesehen habe, ist die wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel The Fine-Tuning of the Universe for Intelligent Life303 von Luke A. Barnes, veröffentlicht in den Publications of the Astronomical Society of Australia. Es handelt sich um eine umfangreiche Kritik an großen Teilen dessen, was in Stengers Buch steht. Die Kritik war so fundiert, dass Barnes Stenger schließlich vorwarf, viele wissenschaftliche Fehler begangen zu haben. Tatsächlich deckte Barnes zahlreiche Fehler auf. Dies veranlasste Stenger, eine 12-seitige Erwiderung auf Barnes mit dem Titel Defending The Fallacy of Fine-Tuning304 zu verfassen, woraufhin Barnes im Blog der Letters to Nature antwortete.305 Ich komme zu dem Schluss, dass die Dissertation von Barnes gegenüber Stengers These entschieden überwiegt – und zwar aus den folgenden Gründen:
Stenger critiques the idea of restricting the forms of organic life to carbon forms. He argues that the notion of fine-tuning was only proposed to explain the suitability of the universe to sustain carbon-based forms of life. What prevents the possibility of other life forms that are not carbon-based but are, for example, silicon-based? If it is possible that we have life patterns that fall outside the carbon rule, the probabilities of such life emerging would still be intact, even if the values of the natural constants change from what they are right now. The most that can be said is that the constants of our universe are suitable for supporting carbon based life; were they to change, the universe might also be able to support different forms of life. To answer this objection, we do not need to enter into the detail of whether silicon-based life can emerge, or what timescales we should be looking at for the emergence of non-carbon forms of life. This objection is simply inadmissible in the circumstance that the universe is carefully calibrated. As mentioned before, those sets of circumstances have been calibrated so that the universe could survive after coming into existence, and so that it does not collapse in on itself and ultimately disappear. This is in addition to the cosmological balance the universe possesses in order to create stars and planets, which have a role to play in producing elements through chemical reactions. Some patterns within the cosmos have struck such a fine balance that it has not allowed the universe to become a soup of hydrogen or a stew of helium. Fine-tuning explains numerous issues to us, one of which is the birth of life. The most Stenger is attempting to do is to minimise the possibilities that are not in the interest of the universe, and to maximise the possibilities that are in its interest. However, the problem here is that even if we accept his thesis as accurate, the difference between the possibilities on both sides will still remain vast. This would uphold the legitimacy and standing of the question of fine-tuning and calibration. Imagine a person said, ‘The probability of this occurring is one in a billion billion billion billion billion’, and another says, ‘No, it is a hundred in a billion billion billion billion’ – one would think that the probability of its occurrence in either case is extremely low. One of the best critiques of Stenger that I have seen is the scientific paper titled The Fine-Tuning of the Universe for Intelligent Life303 by Luke A. Barnes, published by the Publications of the Astronomical Society of Australia. It is a lengthy critique of much of what is in Stenger’s book. The critique was so robust that Barnes ended up accusing Stenger of perpetrating many scientific errors. Indeed, Barnes uncovered many errors. This spurred Stenger to pen a 12-page response to Barnes called Defending The Fallacy of Fine-Tuning304, only for Barnes to reply on the Letters to Nature blog.305 I conclude that the dissertation of Barnes is decisively preponderant against Stenger’s thesis – for the following points:
1. Barnes beschäftigt sich mit der Kosmologie und hat eine Reihe veröffentlichter Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet vorzuweisen. Dieses Thema passt besser zu unserer Diskussion als Stengers Spezialgebiet, die Teilchenphysik.
2. Stenger äußert bei vielen Gelegenheiten nur seine persönlichen Ansichten. Die wissenschaftliche Position, von der Barnes ausgeht, ist dagegen in wissenschaftlichen Kreisen weiter verbreitet.
3. Stenger geht von einer eigenartigen Reihe von Prämissen aus. Nehmen wir beispielsweise, was er bei der Erörterung des Problems der präzisen Abstimmung zwischen der Masse des Elektrons und der des Protons sagt: „Was mehr ist, wir können argumentieren, dass die Elektronenmasse in jedem auch nur entfernt unserem Universum ähnlichen Universum viel kleiner sein wird als die Protonenmasse.“306 Er will damit sagen, dass die geringe Größe der Elektronen im Vergleich zur Masse der Protonen natürlich ist und keiner Feinabstimmung bedarf. Interessant ist, wie er diesen Satz beendet, und dabei verrät er, wie gründlich er das Phänomen der Feinabstimmung missversteht, obwohl gerade dieses der springende Punkt der Diskussion ist. Es ist natürlich nicht überraschend, dass Universen wie unseres Eigenschaften wie unsere haben, etwa die geringe Größe der Elektronen im Vergleich zu der der Protonen. Die eigentliche Frage der Diskussion lautet: „Warum ist es so?“ Diese Frage bezieht sich nicht auf einen begrenzten Vergleich mit Universen, die unserem ähneln, sondern auf die unendliche Zahl von Möglichkeiten, wie sie in unähnlichen Universen dargestellt werden. Das ist das Rätsel, dessen Lösung Stenger leider mit dem vorhandenen physikalischen Wissen für einfach hält, ohne Annahmen aus der Gattung des Multiversums anzubieten (die später zusammen mit anderen Dingen besprochen werden). Stengers Position vereinfacht den Umfang des Problems wirklich stark, wenn man nach einer natürlichen und materialistischen Erklärung dafür fragt.
1. Barnes deals with cosmology and has a number of published research papers on this area. This is a subject that is more aligned to our discussion than Stenger’s speciality, which is in particle physics. 2. On many occasions, Stenger expresses only his personal views. As for the scientific position that Barnes operates from, it is more widespread across scientific circles. 3. Stenger operates from a strange set of propositions. Take, for example, what he says when discussing the problem of precise calibration between electron and proton mass: ‘What is more, we can argue that the electron mass is going to be much smaller than the proton mass in any universe even remotely like ours.’306 What he is trying to say is that the small size of electrons compared to the mass of protons is natural and does not require any calibration. What is interesting is how he ended this sentence, revealing how badly he misunderstood the phenomenon of fine tuning, which is the entire point of the discussion. Obviously, it is not surprising that universes like ours have characteristics like ours, including the small size of electrons compared to that of protons. What is the point of discussion here is the question: ‘Why is it like this?’, which is not a limited comparison with universes similar to ours, but rather with the endless number of probabilities, as represented in dissimilar universes. This is the mystery, the solution to which Stenger unfortunately believes is simple through extant knowledge of physics, without offering assumptions from the genus of the multiverse (which will be discussed later alongside other things). Stenger’s position really does oversimplify the scope of the problem when asked for a natural and materialistic explanation for it.
4. Stenger vertritt philosophische Ansichten, die sehr problematisch sind. Seine wissenschaftlichen Positionen sind weder konsistent noch mit solchen Ansichten im Einklang. Das kann bei jedem, der ihm folgt, große Bestürzung und Zweifel hervorrufen, was die wahre Natur seiner Forschung betrifft, und ob sie von ideologischen Vorannahmen seinerseits durchdrungen ist. Nehmen wir zum Beispiel seine Erörterung des Kausalitätsprinzips: „Betrachten wir Prämisse (1). Beruht sie auf empirischen Tatsachen? Ist es eine Tatsache, dass alles, was beginnt, eine Ursache hat? Offensichtlich haben wir den Beginn von allem nicht beobachtet, also können wir nicht sagen, dass alles, was beginnt, eine Ursache hat. Wie der große schottische Philosoph David Hume (gest. 1776) in An Enquiry Concerning Human Understanding darlegte, können wir selbst dann, wenn wir beobachten, dass ein Ereignis auf ein anderes folgt, nicht schlussfolgern, dass zwischen beiden eine kausale Beziehung besteht.“307 Eine solche Position müsste jeden, der sie vertritt, dazu bringen, sich von allem Wissenschaftlichen abzuwenden. Dieses Axiom nicht zugrunde zu legen, sondern es stattdessen zu bestreiten, heißt, dem wissenschaftlichen Gebot zuwiderzuhandeln, die natürlichen Ursachen von Phänomenen zu suchen. Tatsächlich ging er auch auf die möglichen Irrtümer ein, in die unsere Sinne verfallen. Als Beispiel führt er an: „Der Mond ist wahrscheinlich real.“308 Außerdem erwähnt er, dass Raum und Zeit lediglich quantitative Maße seien, die von Physikern ersonnen wurden und keine reale Existenz benötigen.309 Was zudem seine Voreingenommenheit für seine materialistische Sichtweise offenlegt, ist, dass er erklärt, die Vorstellung, das Universum sei von Außerirdischen erschaffen worden, sei rationaler als die Annahme eines Schöpfers.310 In seiner Erörterung der kosmologischen Konstanten sagt er: „Jede Berechnung, die um 50 oder 120 Größenordnungen von den Daten abweicht, ist schlicht falsch und sollte nicht ernst genommen werden. Wir müssen lediglich auf die korrekte Berechnung warten.“311 Diese Passage offenbart die grundsätzliche Position, zu der er neigt, und die der Vorstellung der Feinabstimmung widerspricht. Was sie wirklich aussagt, ist, dass die Berechnungen falsch sein müssen. Warum? Denn sollten sie nicht so sein, würde das bedeuten, dass die kosmologische Konstante tatsächlich bestimmt ist. In seiner Arbeit wies Barnes auf das Defizit in Stengers Verständnis des Problems hin, und darauf, dass zwischen den Daten und den mathematischen Berechnungen hier kein echter Widerspruch besteht.
4. Stenger adopts philosophical views that are very problematic. His scientific positions are not consistent or aligned with such views. This can cause a lot of consternation and doubt in anyone following him with regard to the true nature of his research and whether it drips of ideological preconceptions on his part. Take, for example, his discussion on the principle of causality: ‘Let’s consider premise (1). Is it based on empirical fact? Is it a fact that everything that begins has a cause? Obviously we haven’t observed the beginning of everything, so we can’t say that everything that begins has a cause. As the great Scottish philosopher David Hume (d. 1776) pointed out in An Enquiry Concerning Human Understanding, even when we observe one event following another, we cannot conclude that a causal relation between the two exist.’307 Such a position should make anyone who adopts it abandon anything to do with science. To not operate from this axiom, and to instead dispute it, is to go against the scientific requirement of seeking out the natural causes of phenomena. In fact, he touched upon the issue of the possible mistakes that our senses fall into – he offers as an example: ‘The Moon is probably real.’308 He also mentions that space and time are only quantitative measures concocted by physicists that do not need any real existence.309 What also exposes his partiality to his materialistic view is that he states that the idea of the inception of the universe from aliens is more rational than the notion of a Creator.310 On his discussion on the cosmological constants, he says, ‘Any calculation that disagrees with the data by 50 or 120 orders of magnitude is simply wrong and should not be taken seriously. We just have to await the correct calculation.’311 This passage reveals the position of principle he is biased towards, which goes against the notion of fine-tuning. What it is really saying is that the calculations must be wrong. Why? Because if they are not, it would mean that the cosmological constant really is determined. In his paper, Barnes highlighted the deficiency in Stenger’s understanding of the issue, and that there is no real contradiction between the data and the mathematical calculations here.
5. In Abschnitt 13 seines Buches erhob Stenger Einwände gegen die Feinabstimmung. Dabei griff er auf das Computerprogramm zurück, das er zwei Jahrzehnte zuvor entwickelt und „MonkeyGod“ genannt hatte. Dieses Programm ist auf seiner persönlichen Website zu finden. Die Idee dahinter ist, mit vier physikalischen Konstanten zu spielen und so eine Art Erzählung für das Universum zu bieten, bei der sich allein durch das Neujustieren dieser Konstanten verschiedene virtuelle Welten mit unterschiedlichen Eigenschaften erzeugen lassen. Stenger programmierte es mit einem Datensatz, den er für die Existenz von Leben als notwendig erachtete. Das Programm liefert Ergebnisse darüber, welche virtuellen Welten Leben tragen können und welche nicht. Barnes kritisierte die Ergebnisse dieses Programms gründlich und stellte fest: „Wir kommen zu dem Schluss, dass MonkeyGod so tiefgreifend fehlerhaft ist, dass seine Ergebnisse bedeutungslos sind.“312 Eine seiner Kritikpunkte lautete, dass die Annahmen, auf denen Stenger die Lebensfreundlichkeit stützte, nicht aus präzisen Daten stammten und dass von den acht lebensermöglichenden Kriterien, auf die er sich stützte, „drei falsch sind, zwei irrelevant sind und eines unzureichend ist. Es fehlen noch viele weitere. Vor allem aber lauern allerlei sorgfältig ausgewählte Annahmen außer Sicht, und das ganze Vorgehen verkörpert den Fehlschluss des billigen Fernglases. Wir beginnen mit den irrelevanten. Die Länge eines Tages und eines Jahres sind keine lebensermöglichenden Kriterien. Mir ist kein Artikel zur Feinabstimmung in der wissenschaftlichen Literatur bekannt, der eine solche Grenze verteidigt, und das aus gutem Grund – der Ursprung und das Überleben primitiver Lebensformen würden wahrscheinlich nicht durch einen kürzeren Tag oder ein kürzeres Jahr beeinflusst. Plausibel wäre nur, dass größere Organismen und Ökosysteme betroffen wären…“313
5. In section 13 of his book, Stenger objected to fine-tuning. He did so by resorting to the computer programme he had made two decades prior, which he had named ‘MonkeyGod’. This programme can be found on his personal website. The idea behind it is to offer a type of narrative for the universe by playing around with four physical constants, in which it would be possible to create different virtual worlds with different characteristics just by retuning those constants. Stenger programmed it with a set of data that he believed to be necessary for the existence of life. The programme offers results on which virtual worlds can support life, versus the ones that cannot. Barnes thoroughly critiqued the results of this programme, stating, ‘We conclude that MonkeyGod is so deeply flawed that its results are meaningless.’312 One critique he presented was that the assumptions Stenger based life sustainability on were not taken from precise data, and that of the eight life-permitting criteria he relied upon, ‘three are incorrect, two are irrelevant, and one is insufficient. Plenty more are missing. Most importantly, all manner of cherry-picked assumptions are lurking out of sight, and the whole exercise exemplifies the cheap-binoculars fallacy. We’ll begin with the irrelevant. The length of a day and a year are not life-permitting criteria. I know of no fine-tuning article in the scientific literature defends such a limit, and for good reason – the origin and survival of primitive forms of life probably wouldn’t be affected by a shorter day or year. Plausibly, only larger organisms and ecosystems would be influenced…’313
Ich glaube, dass dies ausreicht, um einen Eindruck von einigen der Probleme in Victor Stengers Einwand zu vermitteln. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, auf die ich auf den vorherigen Seiten angespielt habe. Außerdem gibt es eine kritische Dissertation von Robin Collins mit dem Titel „Stenger’s Fallacies“.
I believe this is sufficient to give a picture of some of the problems in Victor Stenger’s objection. For more on this, refer to the dispute between the two men that I alluded to in the previous pages. There is also a critical dissertation by Robin Collins entitled as Stenger’s Fallacies.
There are two points that ought to be noted when answering this objection. Firstly, this way of presenting the objection is misleading. The idea of fine-tuning means that the universe we are in has life, even in spite of the probabilities of the existence of many other universes that are unsuitable for life, even if as small as a microscopic speck in a house. This is an extremely unique position to be in – by the very admission of physicists themselves, given the examples they offer. It is a position worthy of being recognised as such, the cause of which ought to be investigated. Consequently, the question here is not why there is a huge vacuum in the universe, but rather why life can be found in the universe in spite of the massive probability of it being unattainable. As thus, the fact that this level of fine-tuning exists – even if it is meagre compared to the rest of the universe – is sufficient to establish the required indication for the existence of God, even if this level of fine-tuning is not present in other places. It would be like a man ordering his children to organise and tidy up an extremely messy house and leaves. When he returns, he finds that a tiny part of the house has been tidied. Would it be possible to deny that this small part was not tidied by anyone, just because the rest of the house was still a disorganised mess?
Zweitens rechtfertigt die Tatsache, dass wir den Grund für das weite Universum nicht kennen, nicht, dass wir unser Wissen über die Existenz von Leben in einem winzigen Teil dieses Universums aufgeben und übersehen. Tatsächlich weisen einige Physiker darauf hin, dass bestimmte wichtige Daten für die Existenz von Leben die Notwendigkeit dieser weiten Ausdehnung nahelegen. So erklärt Luke Barnes in der Podcast-Folge „11 Responses to Fine-Tuning“ aus der Reihe „Conversations from the Pale Blue Dot“, dass die Masse des Universums dort ebenfalls zunehmen müsste, damit es in weiteren Regionen Leben beherbergen kann; würde dies erreicht, müsste auch die Gravitation steigen; und eine stärkere Gravitation hätte zur Folge gehabt, dass der Kollaps unmittelbar nach dem Urknall beschleunigt worden wäre. Die Frage erfordert daher eine Untersuchung der Ursachen, die hinter dieser gewaltigen Ausdehnung stehen, und ob sie einen insgesamt positiven Einfluss auf die Existenz des Lebens in unserem Universum hat. Die Frage muss die Komplexität der verschiedenen Parameter, die für die Entstehung eines lebensfähigen Universums nötig sind, nicht herunterspielen. Außerdem bemisst sich der Wert der Dinge nicht an materiellen Dimensionen. Zwar erkennen wir an, dass der Mensch im Vergleich zu diesem gewaltigen Kosmos unbedeutend ist, doch ist es das geistige Element des Menschen, seine Bestimmung und Sinnhaftigkeit, das ihn überlegen macht. Die Würde und Ehre, die Allah ihm verliehen hat, steht nicht dagegen, dass dieses Universum mit allem, was darin ist, um seinetwillen erschaffen wurde. Der arabische Dichter sagte:
Secondly, the fact that we do not know the wisdom behind the expansive universe is not a sufficient justification to relinquish our knowledge of the information on the existence of life in a minute part of this universe and overlooking it. In fact, some physicists mention that some important data for the existence of life mean there is a need for this wide expanse. For example, in a ‘Conversations from the Pale Blue Dot’ podcast episode titled 11 Responses to Fine-Tuning315, Luke Barnes mentions that for the universe to accommodate life in wider regions, its mass must increase there as well; if that was achieved, gravity would have to increase; if gravity increased, it would have meant that the crunch right after the Big Bang would have been accelerated. The issue therefore requires an investigation of the causes that are behind this huge expanse, and whether it has a net positive influence on the existence of life in our universe. The issue does not need to marginalise the complexity of the various parameters we need for the creation of a universe that can sustain life. Furthermore, the value of things is not measured in material dimensions. Though we acknowledge that the size of man compared to this awesome cosmos is insignificant, it is man’s spiritual element of purpose and meaning that makes him superior. The esteem and honour that Allah has given him does not prevent this universe, with all that is in it, from being created for his sake. The Arab poet said:
Du hältst dich für einen kleinen Körper, doch in dir ist die größte Welt enthalten.
You think you are of a small body Yet the largest world is represented in you.
Es ist offensichtlich, dass Atheisten den Menschen auf diese herabsetzende Weise sehen, als wäre er nichts weiter als ein biologischer Zufall. Sie betrachten seinen letztendlichen Aufenthaltsort als den einer Spezies, die unweigerlich auf Vernichtung zusteuert. Er kam aus dem Nichts (Nichtexistenz), und sein Ziel ist die Vernichtung (Tod), und das alles, ohne einen objektiven Wert oder Zweck zu besitzen, um zu leben.
It is obvious that atheists see man in this derogatory fashion, as if he is nothing more than a biological accident. They view his ultimate abode as being that of a species that is inevitably heading to annihilation. He came from annihilation (non existence) and his destination is annihilation (death), all the while without possessing any objective value or purpose to live.
verbieten, mache einen blauen Punkt. Wiederhole nun dieses Verfahren beliebig oft, bis das Blatt mit Punkten gefüllt ist. Was dabei herauskommt, ist ein Meer aus Blau mit nur wenigen winzigen roten Punkten. Genau in diesem Sinne ist es überwältigend unwahrscheinlich, dass das Universum lebensermöglichend ist. In unserer näheren Umgebung möglicher Universen gibt es schlicht weit mehr lebensverhindernde Universen als lebensermöglichende.317
prohibiting, make it a blue dot. Now repeat the procedure arbitrarily many times until the sheet is filled with dots. What one winds up with is a sea of blue with only a few pinpoints of red. That is the sense in which it is overwhelmingly improbable that the Universe should be life-permitting. There are simply vastly more life-prohibiting universes in our local area of possible universes than there are life permitting universes.317
Tatsächlich ist es offensichtlich, dass die Möglichkeit, Meisterhaftigkeit zu beobachten, nicht zwingend davon abhängt, ob ein Vergleich zwischen ihr und dem Chaos angestellt werden kann, damit wir erfahren, ob das, was vor uns liegt, meisterhaft gestaltet ist oder nicht. Meisterhaftigkeit ist ein Zustand, der in den meisten Fällen erkannt werden kann, ohne zu wissen, wie ihr Gegenteil aussähe. Allgemein gesprochen verschließt eine solche Denkweise die Tür zur wissenschaftlichen Forschung nach der Ursache dieser Konstanten in der Art, wie sie sind. Ein Mensch mit einer solchen Geisteshaltung würde sagen: „Es ist, wie es ist, und damit basta.“ Dieser Denkprozess verschließt zudem jede Möglichkeit, die andere Seite von der Existenz Allahs zu überzeugen, da er die Vorstellung nahelegen kann, dass diese Sache nur in unserem Universum vorhanden ist und wir nicht auf andere Universen treffen können, um zu überprüfen, wie außergewöhnlich oder einzigartig unser Universum ist. Wenn wir beispielsweise entdecken, dass der menschliche genetische Code mit „Von Allah erschaffen“ eingeprägt ist, dann wäre es wahrscheinlich, dass dieser Gegner sogar bestreitet, dass dem so ist. Es gäbe keine Möglichkeit zu wissen, ob dies eine außergewöhnliche Angelegenheit ist, die nur von einem Allmächtigen und Wollenden Urheber stammen könnte, oder ob sie für das Universum, in dem wir leben, natürlich ist.
In fact, it is self-evident that the possibility of observing mastery is not necessarily dependent on whether or not a comparison can be conducted between it and chaos, just in order for us to learn whether what is in front of us is masterfully designed or not. Mastery is a state that can be recognised in most instances without knowing what the opposite of it would look like. Generally speaking, such a train of thought shuts down the door to scientific research on the cause behind these constants in the way they are. A person of such a mentality would say, ‘It is as it is and that’s it.’ In fact, this type of thought process shuts down any possibility to convince the other side of the existence of Allah , as it might invoke the notion that this matter is extant in our universe, and we cannot come across other universes to verify how exceptional or unique our universe is. For instance, if we discover that the human genetic code has ‘Made by Allah’ imprinted onto it, it would be probable that this opponent will even dispute that is the case. There would be no way to know whether this is an exceptional matter that could have only come from an Omnipotent and Willing Doer, or whether it is natural for the universe that we are living in.
Eng eng damit verbunden ist das schwache anthropische Prinzip, das an sich die seltsamste und schwächste aller atheistischen Thesen ist, obwohl es ziemlich weit verbreitet ist. Wie zuvor erwähnt, ist das anthropische Prinzip die Vorstellung, dass ein gewisses Maß an Feinabstimmung dieses Kosmos für das Entstehen des Menschen notwendig ist, ohne die wir nicht existiert hätten. Daraus ergibt sich die Frage: Was hat also bewirkt, dass unser Universum so ist, wie es ist?
Das schwache anthropische Prinzip beschränkt sich auf einen kleinen Teil dieses Prinzips, ohne sich in das Labyrinth der Fragen zu begeben, die sich daraus ergeben würden. Es besagt Folgendes: Wäre das Universum nicht auf genau die Weise abgestimmt, wie es ist, gäbe es uns nicht, die wir darüber sprechen könnten. Mit anderen Worten: Weil wir existieren, muss das Universum für unsere Existenz fein abgestimmt sein. Folglich beträgt die Wahrscheinlichkeit unserer Existenz in einem Universum, das uns Leben ermöglicht, tatsächlich 100 %, und es ist daher überhaupt nicht überraschend oder fragwürdig, warum wir entstanden sind.
John Leslie verdeutlicht die Schwäche dieses Einwands an folgendem Beispiel: Stell dir vor, ein Mann wird zur Hinrichtung vorgeführt. Als man ihn zum Galgen bringt und bevor sich seine Augen schließen, sieht er hundert Scharfschützen vor sich, die alle ihre Gewehre auf ihn gerichtet haben. Er schließt die Augen und hört dann das Schussgeräusch der Gewehre. Er hält den Atem an, da er glaubt, gleich sterben zu müssen, doch er spürt nichts. Er fühlt seinen Körper und stellt fest, dass er nicht einmal von einer einzigen Kugel getroffen wurde. Ist es möglich, dass dies durch Zufall geschehen ist? Man bedenke, dass es sich um Experten handelte, und es ist höchst unwahrscheinlich, dass sie alle danebengeschossen haben. Er beginnt zu denken: „Vielleicht haben sie sich verschworen, mich nicht zu töten, oder vielleicht hat jemand sie alle bestochen, daneben zu schießen, oder es gab einen anderen Grund.“ Dann wird ihm die Augenbinde abgenommen. Es stellte sich heraus, dass er unter hundert anderen Menschen war und die Zahl der Hinzurichtenden 101 betrug. Natürlich würde man in diesem Fall noch leben.318
Closely linked to this objection is the weak anthropic principle, which in itself is the oddest and flimsiest of all atheist theses, even though it is quite widespread. As mentioned before, the anthropic principle is the notion that a degree of calibration in this cosmos is necessary for the emergence of man, without which we would not have existed. The question on the back of this would be: So what caused our universe to be as it is? As for the weak anthropic principle, it is confined to a small part of the principle without entering into the maze of questions that would ensue as a result. It says this: Had the universe not been calibrated in the precise manner it has been, we would not have come into existence to speak about it. In other words: Because we exist, the universe must have been finely-tuned for us to exist. Consequently, the probability of our existence in a universe that allows us to live is actually 100%, and it is therefore not surprising or questionable at all why we came into existence. John Leslie highlights the problem of this objection through this example: Imagine a man was presented for execution. When he was brought to the gallows, and before his eyes closed, he saw a hundred expert snipers in front of him, all of whom had trained their rifles on him. He shut his eyes, and then heard the sound of fire as the rifles were shot. He held his breath as he thought he was about to die, but he felt nothing. He felt his body, and noticed he had not been impacted by even one bullet. Is it possible that this could have occurred by accident? Note that the snipers were experts, and it is highly unlikely they could have all missed. He started to think: ‘Perhaps they conspired not to kill me, or perhaps someone bribed them all to miss, or perhaps there was some other reason.’ The blindfold was removed from him. It turned out he was among a hundred other people, and the number of people to be executed was 101. Of course, in this case, one would still be alive.318
Die rationale Haltung wäre, nach der Ursache dafür zu suchen, warum er nicht getötet wurde. Doch wie die Skeptiker einwenden, besteht kein Anlass zur Verwunderung darüber, dass er noch lebt und dass alle Kugeln ihn verfehlt haben, denn er wäre tot gewesen, wenn er getroffen worden wäre. Der Haken an dieser allzu simplen Denkweise ist folgender: Wir dürfen uns nicht über jene ungeheure Zahl an Wahrscheinlichkeiten wundern, angesichts der präzisen Feinabstimmung des Kosmos, weil du ja da bist, um sie zu sehen. Es wäre genau wie bei einem Mann, der tausendmal hintereinander im Glücksspiel gewonnen hat. Fragt man, wie er auf diese Weise all dieses Geld gewonnen hat, wäre es dann überzeugend zu sagen: „Er hat dieses Geld gewonnen, weil er das Spiel jedes Mal gewonnen hat, wenn er gespielt hat – hätte er das Spiel nicht gewonnen, hätte er es nicht gewonnen“?
The rational position on this would be to find out the cause of why he was not killed. However, as per the objection of the sceptics, there is no need to be surprised that he is still alive and that all bullets missed him, because he would have been dead had he been hit. This is the problematic point of this overly simplistic train of thought: We must not be surprised at that huge number of probabilities in the face of the precise calibration of the cosmos, because you are there to see it. It would be just like a man who won at gambling a thousand times in a row – if we ask how he won all this money in this manner, would it be convincing to say, ‘He won this money because he won the game every time he played it – had he not won the game, he would not have won it’?
Die Tatsache ist, dass diese Art von Einwand der durchaus berechtigten Frage ausweicht, warum diese schwache Möglichkeit für ein fein abgestimmtes Universum, so wie es ist, gefunden wurde, im Vergleich zu den unendlichen Wahrscheinlichkeiten unausgewogener Universen. Martin Rees sagte: „Eine nüchterne Antwort lautet, dass wir nicht existieren könnten, wenn die Gesetze langweilige Folgen hätten. Wir sind offensichtlich hier, also gibt es nichts zu verwundern.“ Ich fürchte, das lässt mich unbefriedigt. Ich bin von einer bekannten Analogie beeindruckt, die der Philosoph John Leslie vorgebracht hat ...319
The fact is that this type of objection is evading the quite legitimate question of why this weak possibility for the finely balanced universe being the way it is was found, in comparison to the infinite probabilities of imbalanced universes. Martin Rees said, ‘One hardheaded response is that we couldn’t exist if the laws had boring consequences. We manifestly are here, so there is nothing to be surprised about. I’m afraid this leaves me unsatisfied. I’m impressed by a well known analogy given by the philosopher John Leslie...’319
Dies sind die gewichtigsten Einwände gegen das Konzept der Feinabstimmung des Universums. Ich denke, die meisten Menschen würden das nicht bestreiten. Sowohl die unmittelbare Sinneswahrnehmung als auch wissenschaftliche Tatsachen legen es nahe. Wäre unser Universum ohne jede Wirkung der Feinabstimmung entstanden, wäre es grundlegend anders als das, was es ist. Tatsächlich wären wir nicht hier, um diesen Unterschied überhaupt zu besprechen.
These are the most salient objections to the concept of the universe being finely-tuned. I would think most people would not dispute this. Both sensory instinctiveness and scientific facts suggest it. Had our universe been devoid of any effect of fine-tuning, it would have been substantially different from what it is. In fact, we would not have been here to discuss this difference to begin with.
I remember discussing this once with some youth who had been influenced by atheism. One of them raised an objection that was so brazenly inspired by the above argument. After a lengthy discussion, he admitted that coincidence is not suitable as an explanation for the manifestations of complexity, composition, and mastery in our existence. He said to me, ‘The complexity we see today in the universe and living beings could not have really come into existence simply in one go out of coincidence. However, what if all of this in the beginning was simple, but then with the passing of time, evolved until it became what we now see to be complex compositions? It would be impossible that man, for example, just left the water in one go because of random chemical reactions; however, that a cell left by chance would be more plausible, which then started to gradually evolve until various living beings – including man – emerged.’ Away from debating the details of whether there ever was a simple cell, how plausible it was for existence to appear as an accident, or that it was the beginning of all life, the basic idea of evolution is very clear. The ‘Dangerous Idea’ (as expressed by Daniel Dennett in the title of his book) of Charles Darwin’s theory is that complex systems can gradually emerge over a lengthy period of time – it is not necessary that they come into existence in one go.
Dies ist nicht der Ort für eine ausführliche Diskussion über Darwins Theorie oder über die Einwände, die gegen einige ihrer Einzelheiten erhoben werden können. Das würde eine eigene, gesonderte Untersuchung erfordern, wie jeder nachvollziehen kann, der sich für dieses Thema interessiert. Was ich in den Mittelpunkt stellen möchte, ist die Prüfung des Zusammenhangs zwischen dieser Theorie und dem Begriff der Existenz Allahs. Anders gesagt: Stellt diese Theorie tatsächlich einen vernünftigen Einwand gegen die Vorstellung dar, dass Vollkommenheit und Makellosigkeit auf die Existenz Allahs hinweisen? Vielleicht lässt sich dieses Anliegen in folgenden Punkten zusammenfassen:
This is not the place for a detailed discussion on Darwin’s theory or the objections that can be laid at some of its details. This would require an entirely separate piece of research, as can be appreciated by anyone who has some interest in this issue. What I want to focus on is to scrutinise the connection between this theory and the concept of Allah’s existence. In other words, does this theory really comprise of a reasonable objection against the notion that mastery and immaculateness are indicative of the existence of Allah ? Perhaps I can summarise this issue into the following points:
1. Gibt es einen inhärenten Zusammenhang zwischen dem Darwinismus und dem Atheismus? Dies ist ein Streitpunkt im westlichen Diskurs. Ich habe eine ausführliche Dokumentation hierzu gesehen, außerdem eine Diskussion zwischen Kenneth Miller und Ursula Goodenough mit dem Titel „Does Evolution Imply Atheism?“ sowie eine Reihe von Büchern. Richard Dawkins besteht darauf, dass ein Zusammenhang zwischen der Evolutionstheorie und dem Atheismus besteht. Tatsächlich behauptet er, dass sein Weg zum Atheismus durch diese Theorie begann. Ist dieser Zusammenhang jedoch wirklich so gegeben? Es scheint, dass es keine notwendige Verbindung zwischen beiden gibt. Wir sehen, dass es viele Theisten gibt, die ebenfalls an die Evolution glauben. Tatsächlich war Darwin selbst kein Atheist, als er sein richtungweisendes Werk zur Evolutionsbiologie, „On the Origin of Species“, verfasste. Daher war die Theorie an sich für ihn kein Grund, Allah zu leugnen; vielmehr kam sein Atheismus erst später in seinem Leben zustande, als eine seiner Töchter starb, wodurch er vom Problem des Übels und der göttlichen Gerechtigkeit ergriffen wurde. Die Frage muss daher neu gestellt werden: Ist dies ausreichend, um zu zeigen, dass es keinen tatsächlichen Zusammenhang zwischen der Evolutionstheorie und dem Atheismus gibt? Anders gefragt: Sind evolutionsgläubige Theisten einem wissenschaftlichen Widerspruch ausgesetzt? Oder genügt die Existenz theistischer Evolutionisten, um zu zeigen, dass es keine Verbindung zwischen beiden gibt? Mir scheint, dass es keine Verbindung gibt, nicht weil es solche Menschen gibt oder selbst auf theoretischer Ebene, sondern vielmehr weil es keinen rationalen Hinderungsgrund gibt, der jemanden daran hindert, an Allah zu glauben und zugleich an die Evolutionstheorie zu glauben. Dies wird im nächsten Punkt weiter verdeutlicht.
1. Is there an inherent correlation between Darwinism and atheism? This is a point of contention in Western discourse. I have seen a lengthy documentary on this, as well as a discussion between Kenneth Miller and Ursula Goodenough titled Does Evolution Imply Atheism?, and a number of books. Richard Dawkins insists there is a link between the theory of evolution and atheism. In fact, he asserts that his journey of atheism began through the theory. However, is that correlation really so? It would appear that there is no necessary link between the two. We see that there are many theists who also believe in evolution. In fact, Darwin himself was not an atheist when he wrote his seminal work on evolutionary biology, On the Origin of Species. As thus, the theory per se was not a cause for him denying Allah; rather, his atheism came about later in his life when one of his daughters died, through which he became gripped by the problem of evil and divine justice. The question must be restated: Is this sufficient evidence to demonstrate that there is no actual correlation between the theory of evolution and atheism? In other words, are evolutionary theists prey to scientific contradiction? Or is the presence of theist evolutionists sufficient to show that there is no link between the two? It would seem to me that there is no link, though not because such people exist or even at a theoretical level, but rather because there is no rational block which prevents someone from believing in Allah and also believing in the theory of evolution. This can be clarified further in the next point.
2. Der Darwinismus konzentriert sich auf biologische Systeme. Obwohl diese Systeme Ausdruck von Meisterschaft sind, oder wie Dawkins es in seinem Buch The Blind Watchmaker ausdrückt: „Biologie ist die Untersuchung komplizierter Dinge, die den Anschein erwecken, für einen 170
2. Darwinism focuses on biological systems. Though these systems are manifestations of mastery, or as Dawkins puts it in his book The Blind Watchmaker: ‘Biology is the study of complicated things that give the appearance of having been designed for a 170
Die Streitfrage ist hier nicht das Design an sich. Strittig ist vielmehr, ob das Design nur den Eindruck von Zweck erweckt oder ob es tatsächlich zu einem Zweck gestaltet wurde. Wie dem auch sei, die Zeichen von Meisterschaft, Brillanz, Makellosigkeit und Großartigkeit reichen weit über den Bereich der Biologie hinaus. Der Darwinismus hat mit diesen anderen Bereichen nichts zu tun, auch wenn manche – mit geschickter Rhetorik – den Darwinismus gerne auch in diese Fachgebiete hineindeuten möchten. Die Konstanten des Universums, die Naturgesetze, die es ordnen, die Umstände seiner allerersten Augenblicke, die Mengen an Materie und andere Dinge, die sich in ihm bilden, haben zum Beispiel überhaupt keinen Bezug zur Evolutionstheorie. Der Darwinismus ist nicht in der Lage, diese Fragen zu erklären. Selbst wenn er zuträfe, ließe sich allenfalls sagen, dass der Darwinismus eine begrenzte Sphäre der Wissenschaft erklärt, nicht aber das Ganze der Existenz. Dennoch leugnet der Darwinismus die Rolle Gottes nicht, auch nicht im biologischen Bereich, wie gleich erörtert wird. Deshalb war es ziemlich übertrieben von Richard Dawkins, sein Buch The Blind Watchmaker mit dem Untertitel zu versehen: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe Without Design.
purpose’320, design per se is not the point of dispute here. What is the point of dispute here is whether design merely gives the impression of purpose, or whether it was indeed designed for a purpose? Whatever the case, the signs of mastery, brilliance, immaculateness, and magnificence go well beyond the field of biology. Darwinism has nothing to do with those other fields, even though some – with clever rhetoric – may like to interpolate Darwinism into those subject areas as well. For example, the universe constants, the laws of physics that organise it, the circumstances of its very first moments, the quantities of matter, and other things that are formed in it have no bearing on the theory of evolution at all. Darwinism is unable to offer an explanation for these issues. The most that can be said, even if it were true, is that Darwinism offers an explanation of a limited space in science, not the entirety of existence. In spite of this, Darwinism does not negate the role of God, even in the biological space, as will be discussed momentarily. This is why it was quite the exaggeration on Richard Dawkins’s part to subtitle his book The Blind Watchmaker with: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe Without Design.
3. Es ist vernunftmäßig möglich, dass diese Theorie Teil der Methode Allahs bei der Erschaffung ist und dass Er die Evolution benutzt hat, um verschiedene Gattungen und Arten zu erschaffen. Obwohl die Erschaffung Adams ﷺ laut der Offenbarung im Islam feststeht, bleibt es vernunftmäßig möglich, dass andere Lebewesen – sowohl im Tier- als auch im Pflanzenreich – auf diese Weise entstanden sind. Ich kann nichts in der Religion erkennen, das den Gedanken der Evolution für diese beiden Reiche ausschließen würde. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass etwas, das möglich ist, nicht deshalb auch tatsächlich geschehen sein muss, denn dafür wären Belege und Schlussfolgerungen nötig, um ihre Wahrheit und reale Anwendbarkeit zu zeigen – Belege, die ich bisher nicht sehe. Ich sehe vielmehr, dass die Evolutionstheorie viele Lücken aufweist und sich in einer ernsten Krise befindet. Ich entschuldige mich erneut dafür, nicht näher auf diese Einzelheiten und Einwände einzugehen, da dies für eine Diskussion zu umfangreich wäre; ein solches Thema verdient ein eigenständiges Buch. Einige der wichtigsten Einwände möchte ich dennoch kurz erwähnen.
3. It is rationally possible that this theory is part of the method of Allah in the process of creating, and that He used evolution to create various genera and species. Though the creation of Adam has been decided by scripture insofar as Islam is concerned, it remains rationally possible that other living beings – in both the animal and the plant kingdoms – were created in this manner. I cannot see anything in the religion that would prevent the notion of evolution for these two kingdoms. However, it should be pointed out that just because something is possible, it does not mean it actually occurred, for that would require evidence and reasoning in order to demonstrate its veracity and real-life applications – evidence I do not see forthcoming. To the contrary, what I do see is that the theory of evolution has many holes in it, and is in a serious quandary. I once again excuse myself from delving into these details and objections, as that would be too lengthy for a discussion; such a topic should be dealt with in a standalone book. However, I should quickly mention some of the more salient objections.
Ein humorvoller Einwand ist der, den der Agnostiker David Berlinski erwähnt hat:
One humorous objection is what the agnostic David Berlinski mentioned:
Das interessante Argument über den Wal, der ja immerhin ein Säugetier ist – er gehört zur selben Gruppe von Lebewesen wie ein Hund, ein Mensch, ein Schimpanse oder ein Tiger – das interessante Argument über den Wal lautet: Wenn seine Ursprünge ursprünglich an Land lagen, dann haben wir eine grobe Möglichkeit, das Ausmaß des Umwandlungsprojekts quantitativ zu bestimmen – nicht qualitativ, sondern quantitativ. Das Projekt ist sehr einfach, machen wir es anschaulich. Man hat eine Kuh. Man möchte ihr beibringen, ihr ganzes Leben im offenen Ozean zu verbringen, wobei sie ihre luftatmenden Eigenschaften behält. Was müsste man aus ingenieurtechnischer Sicht tun, um die Kuh in einen Wal zu verwandeln? Das ist grob, doch es vermittelt die wesentliche Idee. Stellt man dieselbe Frage bezüglich eines Autos und fragt, was nötig wäre, um ein Auto in ein U-Boot zu verwandeln, würden wir sofort verstehen, dass es sehr viele Veränderungen bräuchte; das Vorhaben wäre ein massives technisches Projekt der Neukonstruktion und Anpassung. Nun stellt sich dieselbe Frage in Bezug auf die sprichwörtliche Kuh. Praktisch jedes Merkmal der Kuh müsste verändert und angepasst werden. Da wir aber wissen, dass Leben an Land und Leben im Wasser grundlegend verschiedene Unternehmungen sind, haben wir ein Gefühl für die Anzahl der nötigen Veränderungen. Immer wenn sich eine Wissenschaft davor drückt, sich mit Zahlen auseinanderzusetzen, verstrickt sie sich in einen vielleicht unvermeidlichen, aber gewiss unattraktiven Nebel. Hier ergibt sich die Gelegenheit, Berechnungen tatsächlich mit Zahlen zu unterlegen. Wir sprechen nicht von Genetik, sondern von einfachen Zahlen. Die Haut muss sich vollständig verändern – sie muss wasserundurchlässig werden. Das ist eine Veränderung. Der Atmungsapparat muss sich verändern. Ein Tauchapparat muss eingerichtet werden. Milchbildende Systeme müssen neu konzipiert werden. Die Augen müssen geschützt werden. Das Gehör muss verändert werden. Die Speicheldrüsen müssen umgestaltet werden. Die Fressmechanismen müssen verändert werden. Schließlich frisst eine Kuh Gras, ein Wal dagegen nicht. Wie ich schon sagte, habe ich einige dieser Berechnungen versucht. Die Berechnungen sind gewiss nicht schwer. Aber sie sind interessant, denn ich bin bei 50.000 stehen geblieben – das sind morphologische Veränderungen. Und vergessen Sie nicht, dass diese Veränderungen nicht unabhängig voneinander sind – sie hängen alle zusammen: Wenn man das Sehsystem eines Organismus verändert, muss man auch sehr viele Teile seines Kleinhirns, seines Großhirns und seines Nervensystems verändern. Alle diese Veränderungen müssen aufeinander abgestimmt sein. Wenn wir also über eine evolutionäre Abfolge wie diese sprechen, ist das Interessante am Übergang von der Kuh zum Wal – und ich nehme dieses Beispiel nur, weil es so leicht zugänglich ist – dass wir sehen können, wie eine andere Umwelt schwerwiegende Konstruktionsbeschränkungen für eine mögliche evolutionäre Abfolge auferlegt. Wie werden diese Beschränkungen erfüllt, wenn es etwa 50.000 sind? Wenn es zwei Millionen Beschränkungen sind, wie sollen die dann erfüllt werden? Und was deutet das darauf hin, was wir im Fossilbericht erwarten sollten? Nach meiner Auffassung müsste, wenn darwinistische Hypothesen zutreffen, dies auf eine enorme Vielfalt von Zwischentieren zwischen etwa Ambulocetus und dem nächsten Schritt hindeuten. Das löst nicht alle Probleme – man möchte wissen, was diesen Wandel lenkt, falls überhaupt etwas. Aber es bringt die Frage zumindest in die Größenordnung einer quantitativen Schätzung, was kaum jemals geschieht.321
The interesting argument about the whale, which is a mammal after all – it belongs to the same group of organisms as a dog, a human being, a chimpanzee, or a tiger – the interesting argument about a whale is that if its origins were land-based originally, then we have some crude way of assessing quantitatively – not qualitatively – but quantitatively the scope of the project of transformation. The project is very simple – let’s put it in vividly accessible terms. You’ve got a cow. You want to teach it how to live all of its life in the open ocean, still retaining its air-breathing characteristics. What do you have to do from an engineering point of view to change the cow into a whale? This is crude, but it gives you the essential idea. Now if the same question were raised with respect to a car and you asked what it would take to change a car into a submarine, we would understand immediately it would take a great many changes, the project is a massive engineering project of redesign and adaptation. Well the same question occurs with respect to that proverbial cow. Virtually every feature of the cow has to be changed, has to be adapted. But since we know that life on Earth and life in the water are fundamentally different enterprises, we have some sense of the number of changes. You know, anytime a science avoids coming to grips with numbers, it’s somehow immersing itself in perhaps an unavoidable but certainly an unattractive miasma. Here’s a chance actually to put some numbers on calculations. We’re not talking about genetics – we’re talking about simple numbers. The skin has to change completely – it has to become impermeable to water. That’s one change. Breathing apparatus has to change. A diving apparatus has to be put in place. Lactation systems have to be designed. The eyes have to be protected. The hearing has to be altered. Salivary organs have to be changed. Feeding mechanisms have to be changed. After all, a cow eats grass; a whale doesn’t. As I say, I’ve tried to do some of these calculations. The calculations are certainly not hard. But they’re interesting because I stopped at 50,000 – that is morphological changes. And don’t forget these changes are not independent – they’re all linked: if you change an organism’s visual system, you have to change a great many parts of its cerebellum, its cerebrum, its nervous system. All of these changes are coordinated. So when we’re talking about an evolutionary sequence such as this, what’s interesting about the cow-to-whale transition – and I’m just using this as an easily accessible idea – what’s interesting about the cow-to-whale transition is that we can see a different environment is going to impose severe design constraints on a possible evolutionary sequence. How are these constraints met if they’re roughly 50,000? If they’re two million constraints, how are those meant? And what does this suggest about what we should see in the fossil record? To my way of thinking, if Darwinian hypotheses are correct, it should suggest an enormous plethora of intermediary animals between say ambulocetus and the next step. That won’t solve all problems – one wants to know what’s directing this change, if anything. But at least it will put it in the ballpark of a quantitative estimate, which is hardly ever done.’321
Das Problem dabei ist, dass die Fossilienfunde nicht dazu beitragen, die fehlenden Glieder zwischen dem, was die Evolutionstheorie als erste Formen und als entwickelte Formen beschreibt, zusammenzusetzen. Dies ist ein großer Mangel der darwinistischen Theorie. Natürlich werden Darwinisten einige Zwischenglieder vorweisen und behaupten, sie hätten beispielsweise zehn davon gefunden. Doch im Vergleich zu dem, was tatsächlich hätte entdeckt werden müssen, um eine so entscheidende Frage zu beantworten, ist dies eine äußerst geringe Zahl. Wo sind die übrigen Zwischenglieder?
Es verhält sich ähnlich wie bei jemandem, der über mehrere Jahre hinweg täglich ein Foto seines Kindes macht und daraus ein Bewegtbild erstellt, sodass die allmählichen Veränderungen im Gesicht und Körper des Kindes als Zeitraffer sichtbar werden. Es wäre nicht problematisch, wenn hier und da einige Bilder fehlten, denn die allmähliche Natur der Veränderung würde im endgültigen Video dennoch deutlich. Genau das hätte bei der Evolutionstheorie geschehen müssen. Die Fossilienfunde gleichen einer Reihe von Bildern, die den allmählichen Evolutionsprozess zeigen. Das Problem besteht darin, dass die Menge der erhaltenen „Bilder“ weit geringer ist als die Anzahl der Bilder, die man erwarten müsste. Damit werden die fehlenden Glieder zur Regel und nicht zur Ausnahme.
Dieses Problem veranlasste den bekannten Evolutionsbiologen Stephen Jay Gould und den Paläontologen Niles Eldredge, ein Evolutionsmodell vorzuschlagen, das auf dem Gedanken sprunghafter Phasen beruht, das sie „punktuelles Gleichgewicht“ (punctuated equilibrium) nannten. Es besagt, dass die Evolution nicht, wie weithin angenommen, kontinuierlich über einen langen Zeitraum verläuft, sondern in einer Reihe von „Sprüngen“ innerhalb kurzer Zeitspannen, die dann von langen Perioden der Stabilität – bzw. des Stillstands – der Art unterbrochen werden. Sie argumentieren, dass die Fossilienfunde deshalb keine allmähliche Veränderung verzeichnet haben, weil dieser Zyklus aus „langer Stagnation und rascher Evolution“ vorliegt. In diesem Modell wäre es möglich, dass sich die Evolution von Punkt A bis Punkt Z in einer Reihe von Sprüngen vollzieht, wobei das Fenster der tatsächlichen Evolution äußerst schmal ist, im Gegensatz zur herkömmlichen Sicht der Evolution. Obwohl diese Lösung eine Frage beantwortet, wirft sie eine Reihe weiterer Fragen auf und bringt größere Probleme mit sich, was alles erklärt, warum dieses Evolutionsmodell nicht breitere Akzeptanz gefunden hat. Tatsächlich hat Gould selbst seine Sicht gegen Ende seines Lebens zurückgenommen.
The problem here is that fossil records are not helpful in putting together the missing links in between what the evolution theory describes as first forms and evolved forms. This is a major flaw in Darwinist theory. Of course, Darwinists will show some intermediary links and claim – for example – they have found ten of them. However, this is an extremely meagre number compared to what should have actually been discovered for what is such a critical question. Where are the rest of the intermediary links? It is like someone who takes a daily photograph of their child for several years, and then makes them into a motion video so the gradual changes in the child’s face and body can be seen as a time lapse. It would not be problematic if some pictures here and there were missing, as the gradual nature of change would still be reflected in the final video album. This is exactly what should have happened with the theory of evolution. Fossil records are tantamount to a series of images that showcase the gradual evolutionary process. The problem here is that the quantity of preserved ‘images’ is far less than the number of images that have been identified, thus rendering the lost links to be the rule, not the exception to the rule. This problem led the famous evolutionist Stephen Jay Gould and the palaeontologist Niles Eldredge to propose an evolutionary model that is based on the notion of sudden jump phases, which they named ‘punctuated equilibrium’. It states that evolution does not continuously occur over a long period as is widely understood, but rather in a series of ‘jumps’ over short periods of time which are then punctuated by lengthy periods of stability – or stasis – of the species. They argue that fossil records have not recorded a gradual change because of this ‘lengthy stasis and rapid evolution’ cycle. In this model, it would be possible for evolution to take place from point A to point Z in a series of leaps, with the window of actual evolution being extremely narrow, as opposed to the conventional view of evolution. Though this solution answers one question, it opens up a can of worms and introduces greater problems, all of which explains why this model of evolution has not gained wider acceptance. In fact, Gould himself retracted his view towards the end of his life.
Ein weiteres Problem betrifft die Makroevolution, also die Evolution von Taxa oberhalb der Artebene (etwa Gattungen, Familien, Ordnungen usw.). Evolution bezeichnet die Veränderung über einen bestimmten Zeitraum, die sich innerhalb einer einzigen Art vollziehen kann. Hunde zum Beispiel können sich verändern und ihre Größe, Körperlänge, Form, Farbe und andere Merkmale anpassen. Dies kann auch einschließen, dass Hunde sich aus alten Caniden entwickelt haben und dabei von der Wolfsart abgewichen sind. Eine solche Evolution wird als Mikroevolution bezeichnet, und sie lässt sich beobachten. Sie ist nicht so problematisch, und die Bedingungen und Mittel, die diese Art der Evolution hervorbringen, sind bekannt. Problematisch ist dagegen die Evolution, die dem Modell „Wassertiere → Halbwassertiere → Reptilien → Säugetiere → Vögel“ folgt. Im darwinistischen Modell sollen die Menschen von wasserlebenden Formen abstammen. Das Problem liegt hier in der Vorstellung, dass Menschen einen gemeinsamen Vorfahren mit Fliegen, Pflanzen und sogar Bakterien haben, da sie alle Teil des sich verzweigenden evolutionären Stammbaums sind. Die Theorie postuliert, dass eine solche großflächige Evolution das Ergebnis geringfügiger Veränderungen über Millionen von Jahren war. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit dieser Evolution? Welche Bedingungen haben dazu geführt, dass eine Klasse von Lebewesen aus einer Gattung in eine andere übergegangen ist? Damit hat der Darwinismus nicht gut umgehen können, denn das Problem besteht darin, ob eine solche Abfolge von Veränderungen jemals für alle Lebewesen stattgefunden hat.
Der Evolutionist Gerald A. Kerkut unterscheidet zwischen dem, was er „Allgemeine Evolutionstheorie“ und „Spezielle Evolutionstheorie“ nennt. Die letztere bezieht sich auf neue Phyla; die erstere betrifft die Frage, wie verschiedene Phyla auf eine gemeinsame Wurzel zurückgehen. Er behauptet, dass die „Allgemeine Evolutionstheorie“ nur eine Hypothese sei, und sagt: Diese Theorie kann als „Allgemeine Evolutionstheorie“ bezeichnet werden, und die Belege, die sie stützen, sind nicht stark genug, um sie als mehr denn eine Arbeitshypothese zu betrachten. Es ist nicht klar, ob die Veränderungen, die zur Artbildung führen, von derselben Art sind wie jene, die zur Entstehung neuer Stämme [der großen Gliederungen der Lebewesen, von denen es etwa 80 gibt, einschließlich der Mikroben] geführt haben. Die Antwort wird sich in künftiger experimenteller Arbeit finden und nicht durch dogmatische Behauptungen, dass die Allgemeine Evolutionstheorie korrekt sein muss, weil es nichts anderes gibt, das sie zufriedenstellend ersetzen könnte.322
Another problem is in relation to macroevolution, which is evolution of taxa above the species level (like genera, families, orders, etc.). Evolution denotes change over a specific period of time, which can occur in one species. For example, dogs can change and adapt their size, length, shape, colour, and other features. This may also potentially include dogs evolving out of ancient canids, thus diverging from the wolf species. Such evolution is referred to as microevolution, which can be observed. This is not as problematic, and the conditions and tools to bring about this type of evolution are known. What is problematic is the evolution that suggests the ‘aquatics → semiaquatics → reptiles → mammals → birds’ evolution model. In the Darwinist model, humans are said to have evolved from aquatic forms. The problem here lies in the notion that humans share a common ancestor with flies, plants, and even bacteria, as they are all part of the evolutionary tree that is branching out. The theory postulates that such large-scale evolution was a result of slight changes over millions of years. What was the probability of this evolution? What were the conditions that pushed a class of living beings out from one genus into another? This is something that Darwinism has not coped well with, as the problem lies in whether such a series of changes ever occurred for all living creatures. The evolutionist Gerald A. Kerkut makes a distinction between what he calls the ‘General Theory of Evolution’ and ‘Specific Theory of Evolution’. The latter is in relation to new phyla; the former is about how different phyla go back to a common root. Asserting that the ‘General Theory of Evolution’ is just a hypothesis, he says, This theory can be called the “General Theory of Evolution” and the evidence that supports it is not sufficiently strong to allow us to consider it as anything more than a working hypothesis. It is not clear whether the changes that bring about speciation are of the same nature as those that brought about the development of new phyla [major divisions of living things, of which there are about 80, including microbes]. The answer will be found in future experimental work and not by the dogmatic assertions that the General Theory of Evolution must be correct because there is nothing else that will satisfactorily take its place.’322
So we can begin to grasp how difficult this would be: the creation of an entirely new species does not merely require re-engineering information in the genetic code or even triggering random changes within it, which would on most occasions be harmful. The evolutionary journey from microbes to man requires the emergence of new and complex data mechanisms capable of producing muscles, bones, cells, nerves, and so on. The genome of a single fundamental microbe contains around 500,000 nucleotides; the human genome comprises 3 billion nucleotides. This tells us that the scope of information generated inside the genome is massive. This leads to the next question: Where did this information come from?
So we can start to comprehend how difficult it would be: the creation of an entirely new species does not require re-engineering information from the genetic code or even triggering random change therein, which would on most occasions be harmful. Just the evolutionary journey of microbes to man requires the concoction of new and complex data mechanisms that can create muscles, bones, cells, nerves, etc. The genome of a single fundamental microbe contains around 500,000 nucleotides; the genome of a human comprises of 3 billion nucleotides. This tells us that the scope of information generated inside the genome is massive. This leads to the next question: Where did this information come from?
1980 kamen in Chicago im Field Museum of Natural History eine Gruppe der bedeutendsten Evolutionisten der Welt zusammen. In seinem Bericht über die Konferenz in der Zeitschrift Science schrieb Roger Lewin: „Die zentrale Frage der Konferenz in Chicago war, ob die Mechanismen, die der Mikroevolution zugrunde liegen, auf die Erklärung der Phänomene der Makroevolution extrapoliert werden können. Auf die Gefahr hin, den Positionen einiger der Teilnehmer der Tagung Gewalt anzutun, lautet die Antwort ein klares Nein.“323
In 1980, a group of the most important evolutionists in the world came together at the Field Museum of Natural History in Chicago. In the Science magazine’s report on the conference, Roger Lewin wrote, ‘The central question of the Chicago conference was whether the mechanisms underlying microevolution can be extrapolated to explain the phenomena of macroevolution. At the risk of doing violence to the positions of some of the people at the meeting, the answer can be given as a clear, No.’323
Daher ist es ziemlich irreführend, wenn Darwinisten anderen entgegenhalten: „Da du nicht an die Evolution glaubst, hör auf, Medikamente zu nehmen.“ Dies ist irreführend, weil die Evolution eine akzeptable Form (Mikroevolution) und eine umstrittene Form (Makroevolution) umfasst. Zum Beispiel ist die Evolution innerhalb von Bakterien, durch die künftige Varianten resistenter gegen Antibiotika werden – was Ärzte und Wissenschaftler dazu zwingt, Antibiotika gegen neue Bakterienstämme zu entwickeln –, überhaupt nicht Teil der Diskussion. Vielmehr besteht der Streitpunkt darin, ob Menschen und Bakterien einen gemeinsamen Vorfahren haben.
• Man muss zwischen Mikroevolution und Makroevolution unterscheiden. Erstere kann akzeptabel sein, während letztere mit Problemen behaftet ist und noch einen langen Weg vor sich hat, um sich zu bewähren. Es scheint, dass die Evolutionstheorie dadurch angetrieben wird, dass sie einige vorläufige Schritte unternommen hat, um die Komplexität des Universums zu erklären; sie ist jedoch noch weit davon entfernt, den Gipfel zu erreichen. Dies ähnelt dem Training von Pferden, über Hindernisse zu springen. Ein Pferd wird zunächst darauf trainiert, über ein niedriges Hindernis zu springen; dann wird es etwas höher gesetzt, dann noch höher und so weiter. Doch es käme irgendwann eine Höhengrenze, die es nicht mehr bewältigen könnte.
It is therefore quite misleading for Darwinists to object to others by telling them, ‘As you do not believe in evolution, stop taking medicine.’ This is misleading because evolution comprises of an acceptable form (microevolution) and one that is the point of contention (macroevolution). For example, the evolution inside bacteria that makes future versions of it more resistant to antibiotics – which requires doctors and scientists to develop antibiotics to combat new strains of bacteria – is not part of the discussion at all. Rather, the point of contention is whether humans and bacteria have a common ancestor. • There is a distinction to be made between microevolution and macroevolution. The former can be acceptable, whereas the latter is fraught with problems and has a long way to prove itself. It seems that the theory of evolution is propelled by the fact that it has taken some preliminary steps to start explaining the complexity of the universe; however, it is far from reaching the summit. This is similar to training horses to jump over obstacles. A horse would be first trained to jump over a low obstacle; then it would be raised slightly, then further, and so on. However, there would come a height threshold which it would not be able to negotiate.
• Wenn wir verstehen, dass eine der Triebkräfte der darwinistischen Evolution die zufällige Mutation ist, wird die Frage unendlich viel komplexer, denn die Evolution wäre dann mit Sicherheit auf den Zufall angewiesen – eine Tatsache, die Richard Dawkins zu verschleiern versucht, indem er den Prozess der natürlichen Auslese übermäßig betont. Natürliche Auslese bedeutet, dass die geeigneten Merkmale eines Lebewesens überleben. Wie diese Merkmale aber überhaupt entstehen, ist Aufgabe der genetischen Mutation, so wie es der moderne Darwinismus sieht. Genetische Mutation ist absolut zufällig und ungeplant. Vorteilhafte Mutationen können auftreten und wären für das Lebewesen von Nutzen; solche Mutationen sind jedoch selten im Vergleich zu schädlichen Mutationen oder neutralen Mutationen, die keine Auswirkung haben. Selbst wenn diese vorteilhaften Mutationen ein neues Merkmal hervorbringen, muss das Lebewesen, das es trägt, in einer bestimmten Umgebung leben, die für das Gedeihen der Mutationen geeignet ist. Das erschwert ihre zufällige Entstehung zusätzlich. Wir haben es in der Praxis also mit zwei Zufällen zu tun: dem Zufall, dass ein neues Merkmal entsteht, und dem Zufall, dass dieses Merkmal den Bedürfnissen des Lebewesens entspricht. Daher ist die Behauptung, die Evolution verlaufe immer aufwärts, nicht korrekt, denn sie kann ebenso gut in die entgegengesetzte Richtung gehen. In jedem Fall vollzieht sich die Evolution stets in winzigen Schritten.
• If we understand that one driver of Darwinist evolution is random mutation, the issue becomes infinitely more complex, because evolution would then most definitely be reliant on accident – a fact which Richard Dawkins attempts to conceal by magnifying the process of natural selection. Natural selection is how the suitable characteristics of a living entity survive. However, how these characteristics emerge to begin with is the job of genetic mutation, which is how modern Darwinism sees it. Genetic mutation is absolutely random and coincidental. Beneficial mutations can occur and they would be to the advantage of the living entity; however, such mutations are rare compared to harmful mutations, or neutral mutations that have no impact. Even if these beneficial mutations bring about a new characteristic, the living entity hosting it must be in a specific environment that is suitable for the mutations to flourish. This increases the difficulty of it emerging just by chance. We therefore have two accidents in practice: the coincidence of the new characteristic emerging, and the coincidence of this characteristic being suitable for the needs of the living entity. As thus, the claim that evolution always has an upward trajectory is incorrect, as it can go the opposite way as well. In any case, evolution always occurs in minute steps.
Interessanterweise beschreibt Richard Dawkins in seinem Buch „The Blind Watchmaker" ein Experiment, das er mit einem Computer durchgeführt hat:
Interestingly, in his book The Blind Watchmaker, Richard Dawkins describes an experiment he had done with a computer:
Ich weiß nicht mehr, wer zuerst darauf hingewiesen hat, dass ein Affe, der lange genug wahllos auf einer Schreibmaschine herumhämmert, sämtliche Werke Shakespeares hervorbringen könnte. Die entscheidende Wendung lautet natürlich: lange genug.
Wir wollen die Aufgabe unseres Affen etwas eingrenzen. Angenommen, er soll nicht die gesamten Werke Shakespeares schreiben, sondern nur den kurzen Satz „Methinks it is like a weasel“ (aus Hamlet). Um es relativ einfach zu machen, geben wir ihm eine Schreibmaschine mit eingeschränkter Tastatur, die nur die 26 (großen) Buchstaben und eine Leertaste besitzt. Wie lange wird er brauchen, um diesen einen kleinen Satz zu schreiben? Der Satz hat 28 Zeichen, also nehmen wir an, dass der Affe eine Reihe von einzelnen „Versuchen“ unternimmt, wobei jeder aus 28 Anschlägen auf der Tastatur besteht. Tippt er die Phrase richtig, ist das Experiment beendet. Wenn nicht, gestehen wir ihm einen weiteren „Versuch“ mit 28 Zeichen zu.
Ich kenne keine Affen, doch zum Glück ist meine elf Monate alte Tochter ein erfahrener Zufallsgenerator, und sie war nur allzu bereit, die Rolle der Affen-Schreibkraft zu übernehmen. Dies ist es, was sie auf dem Computer getippt hat:
I don't know who it was first pointed out that, given enough time, a monkey bashing away at random on a typewriter could produce all the works of Shakespeare. The operative phrase is, of course, given enough time. Let us limit the task facing our monkey somewhat. Suppose that he has to produce, not the complete works of Shakespeare but just the short sentence “Methinks it is like a weasel” (from Hamlet), and we shall make it relatively easy by giving him a typewriter with a restricted keyboard, one with just the 26 (capital) letters, and a space bar. How long will he take to write this one little sentence? The sentence has 28 characters in it, so let us assume that the monkey has a series of discrete “tries”, each consisting of 28 bashes at the keyboard. If he types the phrase correctly, that is the end of the experiment. If not, we allow him another “try” of 28 characters. I don't know any monkeys, but fortunately my 11-month old daughter is an experienced randomising device, and she proved only too eager to step into the role of monkey typist. Here is what she typed on the computer:
Das ist keine Übersetzung möglich: Der Text besteht nur aus zufälligen Buchstabenfolgen ohne erkennbare Wörter. Der letzte Satz ist jedoch klar auf Englisch und lautet auf Deutsch:
„Sie hat andere wichtige Verpflichtungen, die ihre Zeit beanspruchen, daher sah ich mich gezwungen, den Computer so zu programmieren, dass er ein zufällig tippendes Baby oder einen Affen simuliert…“324
UMMK JK CDZZ F ZD DSDSKSM S SS FMCV PU I DDRGLKDXRRDO RDTE QDWFDVIOY UDSKZWDCCVYT H CHVY NMGNBAYTDFCCVD D RCDFYYYRM N DFSKD LD K WDWK JJKAUIZMZI UXDKIDISFUMDKUDXI She has other important calls on her time, so I was obliged to program the computer to simulate a randomly typing baby or monkey…’324
Er fuhr fort und sagte, dass er den Satz in Pascal statt in BASIC geschrieben habe, was ihm in nur 11 Sekunden gelungen sei. Die Wirklichkeit ist, dass dieses Experiment keinen Wert hat, um darzustellen, wie die Evolutionstheorie tatsächlich ist. Das Computerprogramm wurde auf das Erreichen eines beabsichtigten Ziels voreingestellt, und deshalb platziert es die Buchstaben bei jedem Versuch an ihren richtigen Stellen und kommt mit der Anzahl der Versuche immer näher an die richtige Antwort heran, bis es die richtige Antwort erreicht. Was den blinden Uhrmacher betrifft, so hat er von vornherein kein Ziel. Dies macht das Programm unbrauchbar, um die Macht der natürlichen Auslese gegenüber dem Zufall im Hinblick auf die Entwicklung der Gattungen und der Schöpfung insgesamt aufzuzeigen. Es ist seltsam, dass Dawkins selbst einräumt, dass dieses Experiment in mehrfacher Hinsicht gefährlich irreführend ist, und eine davon lautet: „Evolution hat kein langfristiges Ziel. Es gibt kein fernes Ziel, keine endgültige Vollkommenheit, die als Kriterium für die Auslese dienen könnte ...“325
He went on to say that he wrote the sentence in Pascal instead of BASIC, which he managed to do so in 11 seconds only. The reality is this experiment has no worth in expressing how the theory of evolution actually is. The computer programme has been pre-set to reach an intended target, and therefore it situates the letters in their correct places on each try, coming closer and closer to the correct answer with the number of attempts it has, until it reaches the correct answer. As for the blind watchmaker, he does not have a goal to begin with. This renders the programme useless in uncovering the power of natural selection over randomness vis-à-vis the development of genera and the creations overall. It is strange that Dawkins himself admits that this experiment is dangerously misleading in a number of ways, one of which is: ‘Evolution has no long-term goal. There is no long-distance target, no final perfection to serve as a criterion for selection...’325
• Offensichtlich kann die Reihe der Einwände gegen diese Theorie noch weitergehen. Einer dieser Einwände ist das Dilemma der Kambrischen Explosion. Die Kambrium-Periode ist die Zeit, in der plötzlich eine Reihe komplexer Arten auftauchte, als wären sie dort eingepflanzt worden, ohne aus irgendwelchen primitiven Formen hervorgegangen zu sein. Dies ist ein berühmter Einwand, den Atheisten anerkennen, angefangen bei Darwin selbst, gefolgt von anderen Evolutionisten nach ihm. Eines der besten Bücher, die ich zu diesem Thema gelesen habe, ist Steven C. Meyers Darwin's Doubt: The Explosive Origin of Animal Life and the Case for Intelligent Design. Das Problem vertiefte sich, als offenbar wurde, dass die Komplexität jener Lebewesen zu jener Zeit – im Vergleich zu den vorangegangenen – bedeutet hätte, eine große Menge genetischer Information in das Genom einzubringen, das für die Entstehung neuer Körperbaupläne zuständig ist; es scheint, dass genetische Mutationen allein nicht das erforderliche Maß an Information hervorbringen konnten. Das Buch löste eine Debatte aus und zog verschiedene Erwiderungen auf sich, darunter Debating Darwin's Doubt: A Scientific Controversy That Can No Longer Be Denied von David Klinghoffer.
• Obviously, the series of objections to this theory can continue. One such objection is the dilemma of the Cambrian explosion. The Cambrian Period is when a number of complex species suddenly appeared, as if they were planted there without having evolved from any primitive forms. This is a famous objection that is acknowledged by atheists, starting from Darwin himself, followed by other evolutionists after him. One of the best books I have studied for this issue is Steven C. Meyer’s Darwin's Doubt: The Explosive Origin of Animal Life and the Case for Intelligent Design. The problem deepened when it was revealed that the complexity of those living organisms at that time – compared to those before them – would mean implanting a lot of genetic information into the genome dedicated to the creation of new body plans; it would seem genetic mutations alone could not have spurred the level of required information. The book sparked debate and attracted various responses, including Debating Darwin’s Doubt: A Scientific Controversy That Can No Longer Be Denied by David Klinghoffer.
• Ein weiterer Einwand betrifft das Problem der erdgeschichtlichen Zeitskala der Evolution. Mit anderen Worten: Der Darwinismus hat Schwierigkeiten, viele hochkomplexe Phänomene zu erklären, etwa die Entstehung von Verstand, Gewissen, Instinkten usw., wie die Explosion an Information in den Zellen mit der darwinistischen Zufälligkeit zusammenpasst, wie Erscheinungen nicht reduzierbarer Komplexität zu erklären sind, sowie viele andere Fragen.
• Another objection is the problem of evolution’s geological timescale. In other words, Darwinism has a problem with explaining many of the highly complex phenomena, such as the emergence of understanding, conscience, instincts, etc., how the explosion of cell information matches up with Darwinist randomness, how manifestations of irreducible complexity are to be explained, as well as many other matters.
Ich möchte die Diskussion über den Darwinismus wirklich nicht weiter vertiefen. Wie Sie sehen, kann sie sehr schnell sehr ausführlich werden. Mir ging es hier darum, einen Eindruck von den verschiedenen Problemen zu vermitteln, mit denen er konfrontiert ist. Ganz allgemein gilt: Ob die Theorie an sich richtig ist oder sich als nachweislich falsch erweist, hat nichts damit zu tun, die Existenz Allahs zu leugnen. Der Darwinismus bietet lediglich eine Erklärung für das Rätsel des Lebens – er bietet keine vollständige Antwort auf diese Frage. Von dem Punkt der Vollkommenheit und Makellosigkeit im Universum ganz zu schweigen: Selbst die Frage, wie das Leben überhaupt entstanden ist, liegt außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Darwinismus. Jede Erklärung des Lebens, die er liefern kann – und zwar im Bereich der Biologie und vorausgesetzt, sie ist korrekt –, muss nicht automatisch im Widerspruch zur Existenz Allahs stehen, denn es ist möglich, dass sie eine annehmbare Sichtweise darstellt und ein Teil des Schöpfungsprozesses Allahs ist. In der islamischen Vorstellung ist der Zusammenhang zwischen den Naturgesetzen des Universums und den Handlungen Allahs offensichtlich. Das muslimische Denken sieht keinen Widerspruch darin, dass Allah zum Beispiel den Regen und den Wasserkreislauf bewirkt, denn es ist Allah, der Ursache und Wirkung in der Natur bestimmt. Ich schließe diesen Punkt mit der Wiederholung ab, dass einer der größten Antriebe für viele Atheisten, die am Darwinismus festhalten wollen, und ihre engstirnige Haltung gegenüber jeder abweichenden Ansicht oder jedem Einwand dagegen, darin liegt, dass er aus einer materialistischen Weltsicht hervorgeht, nach der alles im Kosmos erklärt werden muss. Der Blickwinkel, aus dem Atheisten auf den Kosmos schauen, beschränkt sie auf natürliche materialistische Ursachen, etwa wenn es darum geht, die Entstehung des Lebens und seine Vielfalt zu erklären, selbst wenn ein Teil davon durch Zufall oder blinde Natur erklärt wird. Sie tun dies, um dem Problem zu entgehen, die Existenz von irgendetwas außerhalb ihres engen Materialismus anzuerkennen. Dies ist eine voreingenommene Haltung, die in diesen Fragen die aufrichtige Suche nach der Wahrheit wirklich erschwert. Ein Beispiel dafür ist das, was einer von ihnen gesagt hat: „Selbst wenn alle Daten auf einen intelligenten Schöpfer hinweisen, ist eine solche Hypothese von der Wissenschaft ausgeschlossen, weil sie nicht naturalistisch ist.“326
I really do not want to go further into discussing Darwinism. As you can see, it can become a lengthy discussion very quickly. What I wanted to do here is to throw in a flavour of the various problems facing it. Generally speaking, whether the theory is correct in itself or is proven to be demonstrably false, the matter has no connection with denying the existence of Allah . All what Darwinism offers is an explanation of the mystery of life – it does not offer a full answer to this question. Forget the point of mastery and immaculateness in the universe – even the very question of how life came about is outside the remit of Darwinism. Any explanation on life it can offer – which would be in biology, and assuming the explanation is correct – does not automatically have to be in opposition to the existence of Allah, for it is possible that it is an acceptable view and is part and parcel of Allah’s creation process. In the Islamic conceptualisation, the connection between the natural laws of the universe and the acts of Allah is evident. Muslim rationality does not see any contradiction between, for example, Allah causing rain and the water cycle, for it is Allah who determines cause and effect in nature. I conclude this point by reiterating that one of the biggest drivers for many atheists who want to cling onto Darwinism, and their narrow minded attitude when hearing any opposing view or objection to it, is that it is born from a materialistic outlook, through which everything in the cosmos must be explained. The viewpoint of the cosmos from which atheists operate is that which restricts them to natural materialistic causes, such as how to explain the inception of life and the variety therein, even if some part of it is explained by randomness or blind nature. They do this in order to escape the problem of admitting to the existence of anything outside their narrow materialism. This is a biased position that causes real problems in one’s sincerity to the search for the truth in these matters. An example of this is what one of them said: ‘Even if all the data point to an intelligent designer, such a hypothesis is excluded from science because it is not naturalistic.’326
Die Wahrheit ist, dass die Anerkennung von Darwins Theorie bei den meisten ihrer Befürworter nicht unbedingt wegen der verschiedenen Belege geschieht, die sie stützen, auch wenn diese offensichtlich eine Rolle dabei spielen, dass sie der Theorie anhängen. Vielmehr liegt es daran, dass die Theorie eine natürliche und materialistische Erklärung für die Vielfalt in der Schöpfung und den Gattungen bietet. Wenn wir daher annehmen, die Theorie würde ohne jeglichen Beleg angeboten, werden wir sehen, dass viele sie dennoch als einziges plausibles materialistisches Modell akzeptieren würden, das die Vielfalt der uns umgebenden biologischen Welt erklärt. Wird die Welt dann durch die Brille Darwins betrachtet, ist es unvermeidlich, dass bestimmte Bilder und Szenerien aufgegriffen und als Beleg für die Richtigkeit der Theorie gewertet werden, obwohl dies nicht unbedingt der Fall ist, da es für diese Phänomene andere Erklärungen geben könnte, wenn wir jene getrübten Brillen abnehmen.
The fact is that the acceptance of Darwin’s theory in the case of most of its proponents is not necessarily because of the various proofs that support it, even though they obviously have a role to play for them to adhere to the theory. It is rather because the theory offers a natural and materialistic option to explain the variety in the creation and the genera. Therefore, if we assume that the theory is offered without any evidence, we will see that many would even then accept it as the sole plausible materialistic model that explains the diversity in the biological world we see. If the world is then observed through the lens of Darwin, it is inevitable that some imagery and scenery would be picked up on and treated as evidence for the accuracy of the theory, when in fact that is not necessarily the case, as there might be other explanations for those phenomena if and when we take off those tainted glasses.
Hinzu kommt, dass dieses Thema in der westlichen Gesellschaft und in der Öffentlichkeit heftig umstritten ist. Die Lage hat sich zunehmend verschlechtert und überall Engstirnigkeit hervorgebracht, so sehr, dass auf allen Seiten eine enorme Menge an Propaganda entstanden ist, die zum Verlust der wissenschaftlichen Ausgewogenheit geführt hat, die bei der Diskussion dieses Themas erforderlich wäre. Es ist gleichsam zur unantastbaren heiligen Lade der Wissenschaft geworden. Die Position jedes Andersdenkenden wird als wissenschaftsfeindlich beschrieben, und Vertreter solcher Ansichten werden der Rückständigkeit beschuldigt. Für viele – selbst in der westlichen Gesellschaft – ist es schwierig geworden, dies zu kritisieren. Dies ist die Beobachtung von Forschern wie dem Biologen Jerry Bergman in seiner Buchtrilogie „Slaughter of the Dissidents“. Bergman gehört zu den Personen, die in „Who’s Who in America“, „Who’s Who in the Midwest“ und „Who’s Who in Science and Religion“, veröffentlicht von Marquis, verzeichnet sind. Sehenswert ist auch der Dokumentarfilm „Expelled: No Intelligence Allowed“ aus dem Jahr 2008, der die intellektuelle Unterdrückung aufzeigt, die das akademische Establishment in der westlichen Gesellschaft gegenüber denjenigen ausübt, die sich Darwins Theorie widersetzen.
Add to this the fact that this issue is one of hot debate in Western society and in the public domain. It has progressively gotten worse and created bigotry all round, so much so that there is a huge amount of propaganda on all sides that has resulted in a loss of the scientific balance required when discussing this issue. It has become like science’s version of the untouchable holy chest.327 The position of anyone from the opposition is described as anti-science, and bearers of such views are accused of backwardness. For many – even in Western society – it has become difficult to critique this. This is the observation of researchers like the biologist Jerry Bergman in his Slaughter of the Dissidents trilogy of books. Bergman is one of the people listed in Who’s Who in America, Who’s Who in the Midwest, and Who’s Who in Science and Religion, published by Marquis. The 2008 documentary Expelled: No Intelligence Allowed can also be seen, which reveals the intellectual oppression exercised by the academic establishment against those who oppose Darwin’s theory in Western society.
Zum Beispiel ist Richard Dawkins dafür bekannt, äußerst bestimmt aufzutreten und zugunsten der Evolution bigotte Aussagen zu machen, und zwar in einem solchen Maße, dass viele seiner Verlautbarungen weit über die Wissenschaft hinaus in Dogma und Ideologie übergehen. Dies hat schwerwiegende Folgen für seine Sicht auf das Universum, das Leben und die Existenz. Er sagte berühmterweise: „Es ist absolut sicher zu sagen, dass jemand, der behauptet, nicht an die Evolution zu glauben, ignorant, dumm oder wahnsinnig ist (oder boshaft, aber ich möchte das lieber nicht in Betracht ziehen).“328
For example, Richard Dawkins is known for being extremely assertive and making bigoted statements in favour of evolution, so much so that many of his proclamations go far beyond science and into dogma and ideology. This has severe repercussions on his outlook on the universe, life, and existence. He famously said, ‘It is absolutely safe to say that if you meet somebody who claims not to believe in evolution, that person is ignorant, stupid or insane (or wicked, but I'd rather not consider that).’328
Ist dieses Maß an Zuversicht in Darwins Theorie das Ergebnis unvoreingenommener wissenschaftlicher Forschung? Oder verrät es seinen blinden Glauben an die Theorie, der weit über das hinausgeht, was ihre Auslegung der Wissenschaft vorgibt? In seinem Buch „The God Delusion“ schrieb er: „Dieses Buch wird eine alternative Sichtweise vertreten: Jede schöpferische Intelligenz, die komplex genug ist, um irgendetwas zu entwerfen, entsteht erst als Endprodukt eines langen Prozesses allmählicher Evolution.“329
Is this level of confidence in Darwin’s theory the result of impartial scientific research? Or does it reveal his blind faith in the theory, well beyond what is dictated by their interpretation of science? In his book The God Delusion, he said, ‘This book will advocate an alternative view: any creative intelligence, of sufficient complexity to design anything, comes into existence only as the end product of an extended process of gradual evolution.’329
Ich bin nicht als Übersetzer hier, um diese Frage zu beantworten; meine Aufgabe ist ausschließlich, Texte aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen. Wenn du möchtest, übersetze ich dir die Passage gern:
Gledhill, die Interviewerin und frühere Religionskorrespondentin der Times, fragte ihn: „Aber hielt er es in seinem Kopf nicht für eine winzige Möglichkeit, dass einer dieser künftigen Physiker Gott in einer dieser Dimensionen entdecken könnte?“
Dawkins: „Nun, ich bin überzeugt, dass künftige Physiker etwas entdecken werden, das mindestens so wunderbar ist wie jeder Gott, den du dir jemals vorstellen könntest.“
Gledhill: „Warum nennt man es nicht Gott?“
Dawkins: „Ich halte es nicht für hilfreich, es Gott zu nennen.“
What does Dawkins actually want to convey through this passage? In one of his discussions, the interviewer and former religion affairs correspondent at The Times Ruth Gledhill asked him, But was there not, in his mind, a tiny possibility that one of these future physicists could discover God in one of these dimensions?’ Dawkins: Well, I’m convinced that future physicists will discover something at least as wonderful as any god you could ever imagine. Gledhill: Why not call it God? Dawkins: I don’t think it’s helpful to call it God.
Gledhill: Gut, aber wie wäre „es“ dann?
Gledhill: OK, but what would ‘it’ be like?
Dawkins: Ich glaube, es wird etwas Wunderbares und Erstaunliches sein, etwas, das schwer zu begreifen ist. Ich denke, dass alle theologischen Vorstellungen im Vergleich dazu als engstirnig und kleinlich erscheinen werden.
Dawkins: I think it’ll be something wonderful and amazing and something difficult to understand. I think that all theological conceptions will be seen as parochial and petty by comparison.
Wenn man das liest, kann man kaum glauben, dass man tatsächlich die Worte des berüchtigtsten und hartgesottensten Atheisten liest. Doch er fährt fort: „Aber diese gewaltige Intelligenz selbst würde eine Erklärung benötigen. Es genügt nicht, sie Gott zu nennen; sie bräuchte eine Erklärung irgendeiner Art, etwa Evolution. Vielleicht hat sie sich in einem anderen Universum entwickelt und eine Computersimulation geschaffen, zu der wir alle gehören. Dies sind alles science-fiction-artige Vorschläge, doch ich versuche, die Grenzen des Denkens im 21. Jahrhundert zu überwinden. Es wird größer und gewaltiger sein, schöner und wunderbarer, und es wird die Theologie in den Schatten stellen.“330 Dawkins äußerte Ähnliches in dem Dokumentarfilm Expelled.
When you read this, you cannot help but doubt whether you are actually reading the words of the most infamous and hardcore atheist. Yet, he goes on to say, ‘But that gigantic intelligence itself would need an explanation. It’s not enough to call it God, it would need some sort of explanation such as evolution. Maybe it evolved in another universe and created some computer simulation that we are all a part of. These are all science-fiction suggestions but I am trying to overcome the limitations of the 21st-century mind. It’s going to be grander and bigger and more beautiful and more wonderful and it’s going to put theology to shame.’330 Dawkins had similar things to say in the Expelled documentary.
Wie Sie sehen können, ist eine solche Aussage weit entfernt vom Geist der empirischen Wissenschaft und offenbart einen blinden Glauben an den Darwinismus, und zwar nicht nur in Bezug auf das beobachtbare Universum, sondern auf die Existenz selbst. Es kann niemals einen Weg geben, einen denkenden Geist zu erlangen, außer auf einem langsamen und schrittweisen Weg. Wenn Dawkins Theisten für ihren Glauben an die Vorstellung eines Schöpfers kritisieren will, sollte er wissen, dass auch er eine ähnliche glaubensbasierte Voreingenommenheit zugunsten des Darwinismus hat. Wir müssen jedoch keine Schlussfolgerungen aus seinen Aussagen ziehen – wir können seine eigenen ausdrücklichen Worte heranziehen. Im BBC Radio 4 fragte Fi Glover ihn die jährliche Frage von edge.org: Was glauben Sie, ist wahr, obwohl Sie es nicht beweisen können?
As you can see, such a statement is far removed from the spirit of empirical science and exposes a blind faith in Darwinism, not only in relation to the observable universe, but existence itself. There cannot ever be a way to acquire a thinking mind unless it is through a slow and gradual route. If Dawkins wants to criticise theists for their faith in the notion of a Creator, he should know that he too has a similar faith-based bias in favour of Darwinism. But there is no need for us to make deductions from his statements – we can take his own explicit words. On BBC Radio 4, Fi Glover asked him the annual edge.org question, What do you believe is true even though you cannot prove it?
Dawkins: Nun, meine Antwort bezog sich auf den Darwinismus, also auf mein eigenes Fachgebiet. Der Darwinismus ist die Erklärung für das Leben auf diesem Planeten. Ich glaube jedoch, dass alle Intelligenz, alle Kreativität und alles Design irgendwo im Universum das direkte oder indirekte Produkt der darwinschen natürlichen Selektion sind. Daraus folgt, dass Design spät im Universum auftritt, nach einer Phase der darwinschen Evolution. Design kann der Evolution nicht vorausgehen und kann daher dem Universum nicht zugrunde liegen. Das war meine Antwort.331
Dawkins: Well, my response was about Darwinism, which is my own field. Darwinism is the explanation for life on this planet, but I believe that all intelligence, all creativity, and all design anywhere in the universe is the direct or indirect product of Darwinian natural selection. It follows that design comes late in the universe, after a period of Darwinian evolution. Design cannot precede evolution and therefore cannot underlie the universe. That was my response.331
Diese Antwort zeigt deutlich, wie sehr Dawkins den Darwinismus übertreibt und dass er einen gehörigen Anteil blinden Glaubens an dessen Macht und Einfluss hat. Seine Haltung zur Existenz des Schöpfers geht auf diesen sehr tiefen Glauben an den Darwinismus zurück, nicht auf wissenschaftliche Tatsachen. Trotz seiner extremen Parteilichkeit für Darwins Theorie ist es seltsam zu sehen, dass Dawkins in einem seiner Bücher eine überraschend kühle Haltung einnimmt, die sogar an Skepsis grenzt, gegenüber Darwins Sicht. Er sagte: „Darwin mag am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts triumphieren, doch wir müssen die Möglichkeit anerkennen, dass neue Tatsachen ans Licht kommen könnten, die unsere Nachfolger im einundzwanzigsten Jahrhundert zwingen werden, den Darwinismus aufzugeben oder ihn bis zur Unkenntlichkeit abzuändern.“332
This answer, as you can see, exposes how much Dawkins exaggerates Darwinism, and that he has a healthy dose of blind faith for its power and influence. His position on the existence of the Creator goes back to this very deep faith in Darwinism on his part, not to scientific fact. In spite of his extreme partiality towards Darwin’s theory, it is strange to see Dawkins adopt what is a surprisingly cool attitude – which may even come across as borderline sceptical – to Darwin’s view in one of his books. He said, ‘Darwin may be triumphant at the end of the twentieth century, but we must acknowledge the possibility that new facts may come to light which will force our successors of the twenty-first century to abandon Darwinism or modify it beyond recognition.’332
Ist die Person, die dies gesagt hat, wirklich dieselbe wie die, die all jene früheren nachdrücklichen Aussagen gemacht hat? Warum sind diese Aussagen dann so eindeutig formuliert? Es scheint jedoch, dass diese eher nuancierte Passage durch die nachdrücklicheren Aussagen ersetzt wurde, die Darwins Theorie als gesicherte wissenschaftliche Tatsache behandeln – oder sogar als theologische Frage, an die man auch ohne jeden Beleg glauben müsse.
Is the person who said this really the same as the one who made all those previous emphatic statements? Why then are those statements stated in such an unequivocal manner? It would appear though that this somewhat nuanced passage has been superseded by the more emphatic statements he made, which treat Darwin’s theory to be settled scientific fact – or even a theological issue that ought to be believed in even without any evidence.
Dies ist nur ein Modell des atheistischen Dogmas und ihres materialistischen Glaubens an das Unsichtbare. Es gibt viele andere Beispiele dafür, etwa die Überzeugung vieler Atheisten, dass das Universum vor-ewig sei, sowie die Multiversum- bzw. Paralleluniversum-Theorie usw.
This is just one model of atheist dogma, and their materialistic faith in the unseen. There are many other examples of this, such as the belief of many atheists that the universe is pre-eternal, and the multiverse or parallel universe theory, etc.
Die Multiversum-Theorie ist tatsächlich ein Oberbegriff für verschiedene Modelle, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft alle heftig umstritten sind. Dennoch sind sich alle vorerst einig, dass es sich dabei lediglich um quantitative Annahmen handelt, für die es keine Belege gibt, wie die Wirklichkeit tatsächlich beschaffen ist. Diese Modelle sind folgende:
The multiverse theory is in fact an umbrella term for various models, all of which are hotly contested in the scientific community. However, all agree for now that these are all merely quantitative assumptions that have no evidence in terms of how it is actually is. These models are as follows:
• Das zyklische Modell oder oszillierende Modell
Dies wurde bereits im ersten rationalen Argument angesprochen. Es besagt, dass das Universum explodiert und sich bis zur größtmöglichen Grenze ausdehnt, dann in sich zusammenfällt (oder kollabiert), und sich der Prozess wiederholt. Bei jeder Iteration hat das Universum andere universelle Konstanten, mit denen diese Zahlen ihre Versuche zur Entstehung von Leben erproben können – ein Prozess, der immer weiter geht. Dies liegt daran, dass die Anzahl der Male, in denen dies geschehen kann, unbegrenzt ist, sodass die gewünschten Zahlen, die dem Leben förderlich wären, zwangsläufig eintreten würden. Dieses Modell hat eine Reihe von Problemen. Schon die Vorstellung einer Oszillation ist nicht akzeptabel, besonders im Lichte von Vilenkins Ansichten, der behauptet, dass es unmöglich sei, dass der Explosions-Kollaps-Prozess von der Vor-Ewigkeit bis ins Unendliche andauert – das Universum muss einen eindeutigen Anfang haben, wie zuvor erörtert. Selbst wenn angenommen wird, dass dieses Modell zutrifft, würde es mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in Konflikt geraten, der besagt, dass die Entropie nur zunehmen kann. Das Universum beginnt mit Ordnung; während es sich ausdehnt, geht es zu einer größeren Entropie über. Wenn das Universum kollabiert, würde es nicht zu demselben Ordnungsgrad zurückkehren, den es zuvor hatte, sondern zu einem geringeren Grad an Ordnung. Wenn die nächste Explosion eintritt, wird weniger Ordnung vorhanden sein, was bedeutet, dass Leben noch unwahrscheinlicher wäre. Tatsächlich würde die Entropie bei fortgesetztem Anstieg, wie es die Implikation des oszillierenden Modells nahelegt, einen Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreichen – etwas, das offensichtlich noch nicht eingetreten ist.
• Die Viele-Welten-Interpretation (MWI) der Quantenphysik
In der Quantenmechanik spricht man hier von Quantensuperposition. Zum Beispiel: Während sich ein Elektron dreht, lässt sich nicht bestimmen, in welche Richtung es sich dreht. Gemäß der Quantensuperposition sind beide Möglichkeiten gegeben, solange wir es nicht sehr genau zu beobachten beginnen. Erst bei genauerer Beobachtung können wir feststellen, in welche Richtung es sich dreht. Es geht hier nicht so sehr darum, diesen konkreten Fall der Elektronen zu diskutieren, sondern vielmehr um seinen Zusammenhang mit einem der vorgeschlagenen Modelle zur Entstehung von Multiversen. Hugh Everett war der Erste, der dieses Modell vorschlug. Er sagte, dass sich das Universum zum Zeitpunkt der Beobachtung in zwei teilt: In dem einen Universum dreht sich das Elektron in die eine Richtung; im anderen dreht sich das Elektron in die andere Richtung. Es scheint, dass dieses Modell zur Frage, wie das Universum so fein abgestimmt ist, nichts beitragen kann. Während die Multiversum-Theorie vorschlägt, dass es unendlich viele Universen gibt und eines von ihnen perfekt für das Leben bedingt sein muss, unterliegt das Multiversum in Everetts Vorschlag – auch wenn es mehrere Universen erzeugt – denselben Gesetzen und Konstanten. Daher bietet dieses Modell keine wirkliche Antwort auf die Frage.
• The cyclic model or oscillating model This was touched upon earlier on in the first rational argument. It proposes that the universe explodes and expands to the farthest limit possible, then it collapses on itself (or crunches), and the process is repeated. In each iteration, the universe has different universal constants in which these numbers can experiment their attempts at creating life – a process that goes on and on. This is because the number of times this can happen is limitless, so the desired numbers that would be conducive to life would inevitably come. This model has a number of problems. The very idea of oscillation is not acceptable, especially in light of Vilenkin’s views that assert it is impossible for the explosion-crunch process to continue from pre-eternality into infinity – the universe must have a definite beginning, as discussed previously. Even if it is assumed that this model is accurate, it would run into problems with the second law of thermodynamics, which states that entropy can only increase. The universe begins with order; as it expands, it would switch to greater entropy. When the universes crunches, it would not return to the same level of order that it previously had, but rather to a lesser degree of order. When the next explosion occurs there will be less order, meaning life would be even more improbable. In fact, if entropy was to continue to increase as per the implication of the oscillating model, the universe would reach a state of thermodynamic equilibrium – something that has obviously not yet occurred. • The many-worlds interpretation (MWI) of quantum physics In quantum mechanics, this is what is known as quantum superposition. For example, as an electron spins, it cannot be determined in which direction it is spinning. As per quantum superposition, both are possible unless we start observing it very closely. It is only upon closer observation that we can ascertain which direction it is spinning in. The point here is not to discuss this specific issue of electrons as much as its connection to one of the proposed models for the creation of multiverses. Hugh Everett was the one who first proposed this model. He said that at the time of observation, the universe is divided into two: in one universe, the electron spins one way; in the other, the electron is spinning the other way. It would seem that this model has nothing to offer to the question of how the universe is so finely tuned. Whereas the multiverse theory proposes that there are an infinite number of universes and one of them must be conditioned perfectly for life, the multiverse in Everett’s suggestion – even though it does create multiple universes – is governed by the same set of rules and constants. Therefore, this model does not really offer any answer to the question.
• Das Inflationsmodell
Diese Theorie befasst sich mit den Problemen der traditionellen Urknall-Theorie oder, wie Stephen Hawking es ausdrückte: „Die Inflation erklärt den Knall im Urknall.“334 Diese Position hat sich unter modernen Wissenschaftlern einigen Respekt verschafft, ist jedoch kein wissenschaftlicher Konsens. Kurz gesagt postuliert sie, dass das Universum unmittelbar nach dem Urknall eine Phase rascher Ausdehnung (Inflation) durchlief, sodass es sich in einem winzigen Bruchteil einer Sekunde von einer anfänglichen Masse von 10^-25 auf eine Länge von 10 Metern ausdehnte; danach dehnte sich das Universum weniger rasch aus. Danach fand das traditionelle Modell der Ausdehnung des Urknalls statt. Mit anderen Worten: Das Universum dehnte sich um den Faktor 10^35 in 0,0000000000000000000000000000000001 Sekunden aus. Um zu begreifen, wie schnell dies geschah, gibt Hawking das folgende Beispiel: „Es war, als würde eine Münze mit einem Zentimeter Durchmesser plötzlich auf das Zehnmillionenfache der Breite der Milchstraße explodieren.“335 Diese Idee wurde später weiterentwickelt, wobei hinzugefügt wurde, dass sich dieses Phänomen in verschiedenen Teilen des Kosmos endlos wiederholt; jedes Mal, wenn es auftritt, bringt es eine neue Reihe von Konstanten hervor. Dieses Modell und die Einwände dagegen wurden bereits bei der Diskussion über Andrei Lindes Theorie erwähnt. Für uns von Belang ist, dass dieses Modell – wie manche meinen – trotz der Annahme eines Multiversums, in dem jedes Universum seine eigenen physikalischen Konstanten besitzt, nicht die erforderliche Anzahl an Universen bereitstellen wird, die es ermöglichen würde, das zufällige glückliche Universum entstehen zu lassen.
• Stringtheorie
Diese Theorie besagt, dass alle Materie in allen Formen letztlich durch eindimensionale Objekte ersetzt wird, die Strings genannt werden. Diese sind – anders als nulldimensionale Elementarteilchen – eindimensionale ausgedehnte Gebilde mit Längen von 10^-33 cm. Diese Strings schwingen und bestimmen die Substanz der Dinge, nämlich Protonen, Photonen, Quarks usw. Da diese Strings in mehrdimensionalen Räumen existieren (den drei räumlichen Dimensionen sowie der Zeit), erreichen sie in manchen Modellen zehndimensionale Raumzeit oder sogar mehr. Darauf aufbauend beträgt die Zahl der Formen, die diese Strings annehmen können, ungefähr gewaltige 10^500. Jedes Modell kann ein Universum auf seine eigene Weise hervorbringen, in dem die Strings von denen in anderen Universen verschieden wären.
• Parallele Universen: Diese Vorstellung wurde von Max Tegmark vorgeschlagen. Sie betrachtet jede Wahrscheinlichkeit als in einem Universum tatsächlich existierend. Wenn etwa ein sechsseitiger Würfel geworfen wird, gibt es sechs Universen, in denen jeweils eine der sechs Zahlen erscheint. Auf ähnliche Weise würde jede Möglichkeit, die man sich vorstellen kann, durch die Zahl der unendlichen und parallelen Universen repräsentiert. Mir scheint nicht, dass Physiker diese Theorien mit der Ernsthaftigkeit behandeln, wie sie im Fernsehen und in Science-Fiction-Filmen dargestellt werden.
Kurz gesagt lässt sich sagen, dass die Idee des Multiversums für viele Atheisten zum letzten Strohhalm geworden ist, an den sie sich klammern, wenn sie mit dem Feinabstimmungs-Argument und der Tatsache konfrontiert werden, dass dieses Universum meisterhaft und makellos erschaffen wurde. Wie der Philosoph Neil Manson es formulierte, ist es „die letzte Zuflucht des verzweifelten Atheisten“.336
• The inflation model This theory deals with the problems of the traditional Big Bang theory, or as Stephen Hawking put it: ‘Inflation explains the bang in the Big Bang.’334 This position has won some respect among the ranks of modern scientists, though it is not a matter of scientific agreement. In brief, it postulates that just after the Big Bang, the universe went through a period of rapid expansion (inflation), so that it expanded in just a tiny fraction of a second from an initial mass of 10-25 to 10 metres long, after which the universe started to expand less expeditiously. After that, the traditional model of the Big Bang’s expansion took place. In other words, the universe expanded by a factor of 1035 in 0.0000000000000000000000000000000001 of a second. To be able to comprehend how fast this was, Hawking gives the following example: ‘It was as if a coin 1 centimetre in diameter suddenly blew up to ten million times the width of the Milky Way.’335 This idea was further developed later on, where it was added that this phenomenon endlessly repeats itself in various parts of the cosmos; every time it occurs, it produces a fresh list of constants. This model and the objections to it have been mentioned during the discussion on Andrei Linde’s theory. What concerns us here is that even though it theorises a multiverse, with each universe possessing its own physical constants, this model will fail – as some see it – to offer the required number of universes that would make it possible for it to create the accidental lucky universe. • String theory This theory states that all matter in all forms is ultimately replaced by one dimensional objects called strings, which are – unlike zero-dimensional elementary particles – one-dimensional extended entities with lengths of 10-33 cm. These strings vibrate, and determine the substance of things, namely protons, photons, quarks, etc. Because these strings are found in multi-dimensional spaces (the three spatial dimensions as well as time), they reach ten-dimensional spacetime or even more in some models. Based on this, the forms these strings can assume is approximately a huge 10500. Each model can make a universe in its own fashion, in which strings would be different to other universes. • Parallel universe This was proposed by Max Tegmark. It considers each probability to be in actual existence in any one universe. So when a six-faced dice is thrown, there are six universes with each number showing up in the six universes. In a similar fashion, any possibility you can think of would be represented in the number of infinite and parallel universes. It does not seem to me that physicists deal with these theories with the seriousness they are dealt with on television and in sci-fi movies. In brief, it can be said that the idea of the multiverse has become the last resort for many atheists to cling onto when they are confronted with the fine tuning argument and the fact that this universe has been masterfully and immaculately created. As the philosopher Neil Manson put it, it is ‘the last resort for the desperate atheist’.336
Dies kann im Lichte der folgenden Punkte erörtert werden:
This can be discussed in light of the following points:
1. Alles, was bisher genannt wurde, sind lediglich willkürliche Schätzungen von Physikern. Sie beruhen auf keinerlei tatsächlichen empirischen Daten. Diese Schätzungen sind sogar nicht in der Lage, Vorhersagen über die zukünftige Wissenschaft zu treffen. Die meisten, die solche Behauptungen aufstellen, geben selbst zu, dass es keinen materiellen Beweis dafür gibt, dass es ein anderes Universum gibt, das sich von dem unterscheidet, in dem wir leben, geschweige denn das Konzept eines unendlichen oder quasi unendlichen Multiversums.
1. Everything that has been mentioned is just random estimates from physicists. It is not based on any actual empirical data. In fact, these estimates are unable to offer any forecasts on future science. Most of those who make such claims admit that there is no material evidence that there is another universe different from the one we live in, let alone the concept of an infinite or quasi infinite multiverse.
Obwohl Martin Rees die Multiversum-Theorie der Intelligenten Planung vorzog, räumte er ein, dass die Multiversum-Theorie lediglich eine unbelegte Hypothese sei und dass seine Neigungen allein auf seinem Instinkt beruhten.337 Tatsächlich schrieb Richard Dawkins selbst in einer Fußnote zu der Frage, wie die Multiversum-Theorie geeignet ist, die feine Abstimmung unseres Universums zu erklären: „Susskind liefert ein großartiges Plädoyer für das anthropische Prinzip im Megaversum. Er sagt, die Idee werde von den meisten Physikern verabscheut. Ich kann nicht verstehen, warum. Ich finde sie wunderschön – vielleicht, weil mein Bewusstsein durch Darwin geschärft wurde.“338
Even though Martin Rees preferred the theory of the multiverse over intelligent design, he admitted that the multiverse theory is just an unsubstantiated hypothesis, and that his inclinations were merely based on instinct.337 In fact, in a footnote on how the multiverse theory is a suitable way to explain why our universe is well tuned, Richard Dawkins himself said, ‘Susskind gives a splendid advocacy of the anthropic principle in the megaverse. He says the idea is hated by most physicists. I can’t understand why. I think it is beautiful – perhaps because my consciousness has been raised by Darwin.’338
Paul Davies stellt klar, dass nur eine Minderheit von Wissenschaftlern – wenn auch eine wachsende – die Multiversums-Theorie unterstützt: „Eine Minderheit von Wissenschaftlern, aber eine wachsende, unterstützt inzwischen die Multiversums-Theorie in der einen oder anderen Version.“339 Unter der Abschnittsüberschrift „Viele Wissenschaftler hassen die Multiversums-Idee“ schrieb er: „Dennoch ist der Widerstand gegen die Multiversums-Idee heftig. Prominente Wissenschaftler und Kommentatoren haben in ihren Verurteilungen Worte wie Fantasie, Virus und intellektuell bankrott verwendet. Paul Steinhardt, Albert-Einstein-Professor an der Princeton University, empfindet das gesamte Konzept als so abstoßend, dass er seinen Geist einfach dagegen verschlossen hat: ‚Dies ist eine gefährliche Idee, mit der ich mich einfach nicht befassen will‘, hat er erklärt.“340
Paul Davies clearly states that only a minority of scientists – albeit a growing one – supports the multiverse theory: ‘A minority of scientists, but a growing one, now support the multiverse theory in one version or another.’339 Under the section heading ‘Many Scientists Hate the Multiverse Idea’, he said, ‘Nevertheless, the backlash against the multiverse idea has been fierce. Prominent scientists and commentators have used words such as fantasy, virus, and intellectually bankrupt in their denunciations. Paul Steinhardt, Albert Einstein Professor at Princeton University, finds the entire concept so distasteful that he has simply closed his mind to it: “This is a dangerous idea that I am simply unwilling to contemplate”, he has declared.’340
Multiversum: Ein Universum oder viele?
A thought-provoking panel session titled Multiverse: One Universe or Many?
Am World Science Festival im Jahr 2013 kamen mehrere Wissenschaftler zusammen, darunter Andrei Linde, Alan Guth, Neil Turok und Andreas Albrecht. In dieser Diskussion sagte Turok: „Das Multiversum ist mit Sicherheit in unseren Köpfen. Ob es in der Wirklichkeit existiert, ist für mich eine sehr offene Frage. Was ich sagen würde, ist, dass die Belege aus dem vergangenen Jahr vom Large Hadron Collider, der das Higgs-Boson entdeckt hat, stark gegen das Multiversum sprechen. Stattdessen erwarteten die meisten Theoretiker mehr als ein Higgs-Boson, viele andere Teilchen und viele Komplikationen. Stattdessen fand der Large Hadron Collider nur ein einziges Higgs-Boson mit erstaunlich einfachen Eigenschaften – Eigenschaften, die darauf hindeuten, dass wir vielleicht zurückverfolgen können, was mit dem Higgs-Feld bis zur Singularität selbst geschah, und die auf außergewöhnliche Einfachheit in dieser Singularität hinweisen. Ebenso zeigt der Planck-Satellit ein weit einfacheres Muster, als es die inflationären Modelle im Allgemeinen vorhergesagt hatten. Inflation ist eigentlich keine Theorie. Sie ist eine umfangreiche Sammlung von Modellen. Und die überwiegende Mehrheit dieser Modelle wurde durch die Daten ausgeschlossen. Ich würde also sagen, dass das Universum uns einen Einblick in außergewöhnliche Einfachheit und Schönheit in seiner Struktur gewährt. Was wir jetzt brauchen, sind Reihen von Prinzipien und Mathematik, die die Einfachheit erklären, die wir sehen. Das Multiversum entwickelt sich in die falsche Richtung.“ Ebenso sagte Weinberg bei Richard Dawkins’ Treffen mit Steven Weinberg mehrfach, dass die Multiversum-Theorie bestenfalls nur eine Schätzung sei.
at the World Science Festival in 2013 brought together a number of scientists, including Andrei Linde, Alan Guth, Neil Turok, and Andreas Albrecht. In this discussion, Turok said, ‘The multiverse is certainly in our minds. Whether it is in reality is for me a very open question. What I would say is that the evidence from last year from the Large Hadron Collider in discovering the Higgs boson goes strongly against the multiverse. Instead, most theorists were expecting more than one Higgs boson, lots of other particles, and lots of complications. Instead, the Large Hadron Collider found just one Higgs boson with amazingly simple properties – properties which indicate that perhaps we can trace what happened to the Higgs field all the way back to the singularity itself, and they point to extraordinary simplicity in that singularity. Likewise, the Planck satellite is showing us a far simpler pattern than what the inflationary models in general were predicting. Inflation isn’t really a theory. It is a vast collection of models. And the vast majority of those models have ruled out by the data. So I would say the universe is giving us a glimpse of extraordinary simplicity and beauty in its structure. What we need now are series of principles and mathematics which explain the simplicity we see. The multiverse is all going in the wrong direction.’341 Likewise, in Richard Dawkins’s meeting with Steven Weinberg, Weinberg said on multiple occasions that the multiverse theory is just an estimate at best.
Das Problem wird dadurch noch verschärft, dass viele Physiker zugeben, dass sie keine Möglichkeit haben, empirisch zu überprüfen, dass jene Universen zum Zeitpunkt des Ursprungs existierten, selbst wenn sie heute tatsächlich existieren. Sie fügen hinzu, dass die theoretische Physik in diesem Bereich höchstens mathematische Modelle anbieten kann, ohne jeglichen materiellen Beleg. Dies zeigt deutlich, dass Atheisten, wenn man sie direkt nach den natürlichen und empirischen Belegen für die Existenz des Multiversums fragt, völlig versagen und keine Antwort geben können. Paul Davies geht auf diesen Punkt ein, indem er den „Glaubens“-Aspekt dieser Sichtweise aufzeigt: „Man mag es zwar leichter finden, an eine unendliche Anordnung von Universen zu glauben als an einen unendlichen Gott, doch eine solche Überzeugung muss sich auf Glauben statt auf Beobachtung stützen.“342
The issue is further complicated given that many physicists admit they do not have any way of empirically verifying that those universes existed at inception, even if they indeed do exist now. They add that the most that theoretical physics can offer in this space are mathematical theoretical models only, without any material evidence. This clearly reveals that, when atheists are asked point blank about the natural and empirical evidence for the existence of the multiverse, they fall completely flat and are unable to answer. Paul Davies makes a note on this issue, as he reveals the ‘faith’ aspect of this view: ‘Of course, one might find it easier to believe in an infinite array of universes than in an infinite Deity, but such a belief must rest on faith rather than observation.’342
2. Wenn wir die Alternativen sorgfältig betrachten, die Physiker anbieten, die eine unendliche Anzahl von Universen postulieren, um das Problem der Feinabstimmung zu lösen, stellen wir fest, dass sie auf vorgefassten Vorstellungen beruhen, ebenso wie auf Vermutungen, die auf anderen Vermutungen aufgebaut sind. Die Idee der Inflation ist kein wissenschaftlicher Konsens. In der Podiumsdiskussion „Multiverse: One Universe or Many?“, an der der Theoriepionier Alan Guth und der Entwickler der Multiversumstheorie Andrei Linde teilnahmen, wurde eingeräumt, dass die Theorie viele Probleme aufweist und dass sie keine künftigen Entdeckungen in der Wissenschaft in Aussicht stellen kann. Tatsächlich bestand Uneinigkeit darüber, ob die Multiversumstheorie überhaupt zutreffend ist. Das Ausmaß der Meinungsverschiedenheit unter den Diskussionsteilnehmern war an ihrer Mimik abzulesen. Ähnlich wie bei der Multiversumstheorie verhält es sich mit den Stringtheorien: Sie sind bloße Vermutung und ein Versuch, ein mathematisches Modell des Universums zu entwerfen, ohne dass es dafür tatsächlich belastbare Belege gäbe. Deshalb herrscht in der Physikergemeinschaft eine tiefe Kluft bei dieser Theorie: Manche akzeptieren sie, andere lehnen sie ab, und wieder andere haben sich noch nicht entschieden. Dieses Thema wurde in der Podiumsdiskussion behandelt, in der Neil Turok sagte: „Ich würde darauf antworten, dass diese Behauptung, die Stringtheorie sage ein Multiversum mit 10500 oder mehr verschiedenen möglichen Universen voraus, auf sehr starken Näherungen beruht. Sie ist höchst unbewiesen. Keines dieser Universen, die konstruiert wurden – und sie wurden nur teilweise konstruiert –, hat einen mathematischen Beweis dafür, dass es sinnvoll ist… Ich denke, dem lässt sich kaum widersprechen. Aber keines von ihnen ist ein dynamisches Universum. Jedes einzelne weist zumindest eine Singularität auf, die so problematisch ist wie die Urknall-Singularität, über die wir immer gesprochen haben. Und keiner, der diese Universen untersucht, hat diese Singularität gelöst. Deshalb ergibt keines von ihnen mathematisch Sinn.“ Albrecht reagierte darauf mit den Worten: „Ich greife das auf. Sie haben 10500 von etwas, aber jedes dieser Etwas erzeugt auf dem Bild für sich allein das Multiversum, und allein mit einem dieser Multiversen gibt es ernste Probleme. 10500 oder mehr davon lösen nichts. Und die Probleme sind, dass man unendlich viele Taschenuniversen haben kann … man kann sie nicht einmal abzählen, also lässt sich nicht bestimmen, was man vorhersagt, was häufiger ist als etwas anderes. Insbesondere denke ich, dass die technische Frage lautet, wie man überhaupt Wahrscheinlichkeiten bildet. Irgendjemand hat heute Abend irgendwo etwas über Wetten in Las Vegas erwähnt … Die Art, wie Menschen mit Wahrscheinlichkeiten versuchen, mit diesen vielen ewig inflationierenden Universen zurechtzukommen, damit könnte man kein Kasino betreiben; das sind keine solide Anwendungen von Wahrscheinlichkeiten. Alle rennen und ringen darum, das irgendwie zum Laufen zu bringen, aber wozu? 10500 zu haben ist noch verwirrender.
Guth räumte ein, dass es ein Problem gibt, das er als „Maßproblem“ beschrieb: „Das grundlegende Problem ist, dass alles, was passieren kann, unendlich oft passieren wird. Wenn man also sagen will, dass eine Art von Ereignis häufiger ist als eine andere, ist es schwer, sie zu vergleichen, wenn beide unendlich oft vorkommen. Das ist ein Problem, dem ich zustimmen muss …“343
2. If we look carefully at the choices offered by physicists that postulate an infinite number of universes to deal with the fine tuning problem, we will find that they are based on preconceived notions, as well as guesswork built on other guesswork. The idea of inflation is not a point of scientific consensus. In the panel discussion Multiverse: One Universe or Many?, in which theory pioneer Alan Guth and multiverse theory developer Andrei Linde participated, there was an admission that there are many problems with the theory, and that it is unable to offer any future discoveries in science. In fact, there was a difference of opinion on whether the multiverse theory is accurate to begin with. You could detect the scope of the difference among the panellists in their facial expressions. Similar to the theory of the multiverse is the issue of strings, which is just guesswork and an attempt at a mathematical model for the universe without any real evidence backing it up in actuality. This is why there is a wide divide in the physics community over this theory: some accept it; others reject it; others have still not decided either way. This issue was dealt with in the panel discussion, in which Neil Turok said, ‘I would answer it by saying that this claim that string theory predicts a multiverse 10500 or more different possible universes is based on very strong approximation. It’s very unproved. None of these universes that have been constructed – and they’ve only been partially constructed – there’s no mathematical proof they make sense…I think that’s very hard to disagree with. But none of them is a dynamical universe. Each one of them at the very least has a singularity as bad as the Big Bang singularity we’ve always talked about. And none of these who study these universes have resolved that singularity. So none of them make mathematical sense.’ Albrecht reacted by saying, ‘I’ll pick up on that. You have 10500 of something, but each one of these somethings is generating the multiverse on its own in this picture, and there are serious problems just with the one of those multiverses. Having 10500 or more doesn’t fix anything. And the problems are that you can have infinitely many pocket universes…you can’t even count them up, so you can’t tell what you are predicting which is more common than something else. And in particular, I feel the technical question is how you even do probabilities, so someone mentioned Las Vegas betting somewhere earlier in the evening…The way people use probabilities to cope with these multiple eternally inflating universes – you couldn’t run a casino on that, they’re not solid use of probabilities. Everyone’s still ripping, scrambling away, trying to get it to work, just for what? Having 10500 is even more confusing.’ Guth admitted there was what he described as a ‘measure problem’: ‘The basic issue is that everything that can happen will happen an infinite number of times, which means that if you want to say that type of event is more common than another type of event, it’s hard to compare them if they’re each happening an infinite number of times. So that is a problem which I have to agree…’343
Ein interessantes Werk, das die Stringtheorie kritisiert, ist das Buch von Peter Woit mit dem Titel „Not Even Wrong“, das so heißt, weil es den Unmut widerspiegelt, auf den diese Theorie stößt. Ein weiteres Buch ist „The Trouble With Physics“ von Lee Smolin. David Berlinski übt in seinem Buch „The Devil's Delusion“ eine scharfe Kritik an der Theorie.
One interesting work that critiques string theory is the book by Peter Woit called Not Even Wrong, which is named as such since it represents the resentment this notion faces. Another book is The Trouble With Physics by Lee Smolin. David Berlinski has a sharp critique of the theory in his book The Devil’s Delusion.
Als die Website edge.org ihre jährliche humorvolle Frage stellte: „Welche wissenschaftliche Idee ist reif für den Ruhestand?“, antwortete Frank Tipler: „So wie es am Anfang der modernen Wissenschaft war, so sollte es auch jetzt sein. Wir sollten an der grundlegenden Forderung festhalten, dass experimentelle Bestätigung das Kennzeichen wahrer Wissenschaft ist. Da Stringtheoretiker bisher keinen Weg vorgeschlagen haben, die Stringtheorie experimentell zu bestätigen, sollte die Stringtheorie noch heute in den Ruhestand geschickt werden.“345
When the edge.org website put its annual humorous question: ‘What Scientific Idea is Ready For Retirement?’, Frank Tipler replied, ‘As it was in the beginning of modern science, so it should be now. We should keep the fundamental requirement that experimental confirmation is the hallmark of true science. Since string theorists have failed to propose any way to confirm string theory experimentally, string theory should be retired, today, now.’345
Tatsächlich ist der bekannte Atheist Lawrence Krauss eine Persönlichkeit, die diese Annahme zurückweist. Er hat die Multiversum-Theorie bei mehreren Gelegenheiten scharf kritisiert. Er hat zu diesem Thema eine Diskussion mit dem bekannten Physiker Brian Greene geführt. Das umfassendere Problem bei dieser Hypothese besteht darin, dass sie häufig als endgültige wissenschaftliche Tatsache dargestellt wird und in wissenschaftlichen Kreisen Akzeptanz gefunden hat. Wer liest, was in der populären Wissenschaft zu diesem Thema geschrieben wurde, oder Informationen aus Dokumentarfilmen oder öffentlichen Vorträgen aufnimmt, wird die unmissverständliche Sprache bemerken, die die erforderliche wissenschaftliche Nuancierung vermissen lässt. Die Themen, die sie verbreiten wollen, werden als reine Wahrheit präsentiert, nicht nur als Theorien, Annahmen oder bloße Vermutungen, obwohl sie in der Wissenschaft selbst nicht als solche geklärt sind. In Debatten nutzen atheistische Wissenschaftler dies aus, um ihre Theorien als wissenschaftliche Fakten darzustellen, so als seien sie in der Wissenschaft allgemein anerkannt. Die Wahrheit ist, dass sie an diesen Schätzungen nur deshalb festhalten, weil vorgefasste ideologische Voreingenommenheiten sie dazu treiben, sowohl die Existenz eines übermateriellen Schöpfers abzulehnen als auch ihre enge materialistische Sicht der Existenz aufzugeben. Clifford Longley sagte: „Das [anthropische Designargument] und das, worauf es hinweist, hat eine solche Größenordnung an Gewissheit, dass es in jedem anderen Bereich der Wissenschaft als geklärt gelten würde. Anders zu argumentieren ist, als wollte man behaupten, Shakespeare sei nicht von Shakespeare geschrieben worden, weil es vielleicht von einer Milliarde Affen an einer Milliarde Tastaturen, die eine Milliarde Jahre lang tippen, verfasst wurde. Das mag sein. Doch der Anblick wissenschaftlicher Atheisten, die sich an solche verzweifelten Strohhalme klammern, hat den Theisten neuen Schwung verliehen.“346
In fact, the famous atheist Lawrence Krauss is one personality that rejects this assumption. He has offered a stinging critique of the multiverse theory on a number of occasions. He has a discussion with the famous physicist Brian Greene on this subject. The wider problem with this hypothesis is that it is presented oftentimes as conclusive scientific fact and has become accepted in scientific circles. If one reads what has been written in popular science on the topic, or information that is received via documentaries or public lectures, they will notice the unequivocal language employed that defies the required scientific nuance. They present the issues they seek to disseminate to be the gospel truth, not just theories, assumptions, or mere guesswork, even though they have not been settled as such in science itself. During debates, atheist scientists leverage this to present their theories as scientific facts, as if they have been agreed upon in science. The fact is they have clung onto these estimates only because of preconceived ideological biases that push them to refuse both accepting a supermaterial creator and leaving their narrow materialistic outlook on existence. Clifford Longley said, ‘The [anthropic-design argument] and what it points to is of such an order of certainty that in any other sphere of science, it would be regarded as settled. To insist otherwise is like insisting that Shakespeare was not written by Shakespeare because it might have been written by a billion monkeys sitting at a billion keyboards typing for a billion years. So it might. But the sight of scientific atheists clutching at such desperate straws has put new spring in the step of theists.’346
3. Ein Problem, das die Multiversumstheorie aufwirft, besteht darin, dass die Entstehung des Multiversums eine Feinabstimmung erfordert. Dies führt unmittelbar zur Frage: Wer hat das Mutteruniversum, aus dem das Multiversum hervorging, feinabgestimmt? Paul Davies schreibt:
3. One problem that the multiverse theory triggers is that the creation of the multiverse requires some fine-tuning. This immediately leads to the question: Who tuned the mother universe, from which the multiverse was born? Paul Davies writes:
Die Multiversum-Theorie entzieht dem intelligenten Design zweifellos den Boden, doch sie reicht nicht aus, um die Existenz vollständig zu erklären. Zunächst muss es einen physikalischen Mechanismus geben, der all diese Universen erzeugt und ihnen jeweils ihre Gesetze zuweist. Dieser Prozess verlangt seinerseits eigene Gesetze oder Meta-Gesetze. Woher stammen sie? Das Problem wurde lediglich von der Ebene der Naturgesetze auf die Ebene der Meta-Gesetze des Multiversums verschoben. Die Wurzel der ganzen Schwierigkeit liegt in der Tatsache, dass sowohl Religion als auch Wissenschaft eine Instanz außerhalb des Universums anrufen, um dessen gesetzmäßige Ordnung zu erklären. Das Problem einem bereits bestehenden Designer zuzuschieben, ist überhaupt keine Erklärung, denn es wirft nur die Frage auf, wer den Designer entworfen hat. Doch der Verweis auf eine Vielzahl ungesehener Universen und eine Reihe unerklärter Meta-Gesetze ist kaum besser.347
The multiverse theory certainly cuts the ground from beneath intelligent design, but it falls short of a complete explanation of existence. For a start, there has to be a physical mechanism to make all those universes and allocate bylaws to them. This process demands its own laws, or meta-laws. Where do they come from? The problem has simply been shifted up a level from the laws of the universe to the meta-laws of the multiverse. The root cause of all the difficulty can be traced to the fact that both religion and science appeal to some agency outside the universe to explain its lawlike order. Dumping the problem in the lap of a pre-existing designer is no explanation at all, as it merely begs the question of who designed the designer. But appealing to a host of unseen universes and a set of unexplained meta-laws is scarcely any better.347
Der Philosoph Robin Collins sagt: „In allen bisher ausgearbeiteten Vorschlägen dafür, was dieser Universumsgenerator sein könnte – etwa das oszillierende Urknall-Modell und die Vakuumfluktuationsmodelle… – wird der ‚Generator‘ selbst von einem komplexen Satz von Gesetzen beherrscht, die es ihm erlauben, Universen hervorzubringen. Es liegt daher nahe, dass der Generator, wenn diese Gesetze auch nur geringfügig anders wären, wahrscheinlich keine Universen hervorbringen könnte, die Leben tragen könnten.“348
The philosopher Robin Collins says, ‘In all currently worked out proposals for what this universe generator could be – such as the oscillating big bang and the vacuum fluctuation models… – the “generator” itself is governed by a complex set of laws that allow it to produce universes. It stands to reason, therefore, that if these laws were slightly different the generator probably would not be able to produce any universes that could sustain life.’348
Hinsichtlich der Inflationstheorie, die als Erklärung für das Multiversum vorgeschlagen wurde, sagte Stephen Hawking: „Das Problem ist, dass damit unsere theoretischen Modelle der Inflation funktionieren, der Anfangszustand des Universums auf eine sehr besondere und höchst unwahrscheinliche Weise eingerichtet sein musste. Somit löst die traditionelle Inflationstheorie eine Reihe von Problemen, schafft aber eine andere …“349
Regarding inflation theory, which has been proposed as an explanation for the multiverse, Stephen Hawking said, ‘The problem is, for our theoretical models of inflation to work, the initial state of the universe had to be set up in a very special and highly improbable way. Thus traditional inflation theory resolves one set of issues but creates another...’349
4. Das Problem, das mit diesem Denkmuster des Multiversums verbunden ist, besteht darin, dass es den Geist darauf konditioniert, auf diese Antwort zurückzugreifen, wann immer sich ein unerklärliches Problem ereignet. Dies gilt besonders für einige Kreise der Physik, die dem Multiversum wohlwollend gegenüberstehen, indem sie das von Max Tegmark und anderen vorgeschlagene Modell eines unendlich sich aufspaltenden Universums akzeptieren, welches letztlich jede Möglichkeit als in Wirklichkeit eintretend erscheinen lässt.
4. The problem associated with this multiverse thought pattern is that it conditions the mind to resort to that answer whenever an inexplicable problem transpires. This is especially the case in some physics circles that have a favourable view of the multiverse by accepting the infinitely splitting universe model as proposed by Max Tegmark and others, which ultimately renders any possibility to be occurring in actuality.
Stellen wir uns vor, eine Person schließt mit jemandem eine Wette ab. Sie wählt eine Zahl auf einem Würfel, wirft ihn, und er landet genau auf dieser Zahl. Die Wahrscheinlichkeit dafür lag bei eins zu sechs. Die Person hat dieselbe Zahl gewählt und dasselbe Ergebnis erzielt, als sie würfelte. Man nahm an, das Ergebnis sei vernünftig, da es wieder durch Zufall eingetreten sei. Stellen wir uns nun vor, dieser Vorgang wurde hundertmal wiederholt, und bei jedem Mal landete der Würfel auf derselben Zahl. Würde das Zufallsargument dann noch funktionieren?
Im Lichte der Multiversum-Theorie sollte dies durchaus möglich und gar nicht überraschend sein. Wenn die Person den Werfer des Betrugs beschuldigt, kann dieser einfach entgegnen, dass er überhaupt nicht betrogen habe. Er könnte sagen: „Es ist einfach so, dass wir in dem Universum sind, in dem dies geschehen sollte.“ Dieser Gedankengang führt uns erneut – nur auf einem umständlicheren Weg – zu den unfassbar großen Kräften des Zufalls. Egal wie entfernt die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses auch sein mag, es müsste in einem Universum innerhalb des Multiversums eintreten. Nichts hindert uns daran anzunehmen, dass dieses Universum unser Universum ist.
Ausgehend davon gilt: Immer wenn wir Unbehagen empfinden bei dem Gedanken, dass etwas zufällig geschehen ist, selbst wenn wir es mathematisch so annehmen und selbst wenn wir um die unglaublich geringe Wahrscheinlichkeit wissen, dass es jemals durch Zufall eintritt, sollte es dennoch als machbar und möglich betrachtet werden, gemäß der Vorstellung, dass unser Universum dazu bestimmt war, dieses unwahrscheinliche Ereignis zu beherbergen. Genau diese Idee vertreten die Befürworter der Multiversum-Theorie, die diese Theorie nutzen, um jedes unwahrscheinliche Geschehen in unserem Universum zu erklären, ohne das – ihrer Ansicht nach – Leben nicht möglich gewesen wäre.
Die Denkweise, die diese metaphysische Vorstellung akzeptiert, verschließt alle Wege zu einem möglichen Nachweis der Existenz Allahs (SWT), denn welcher Beweis für makellose Gestaltung ihnen auch vorgelegt wird, er kann mit dem Stock des unendlichen Multiversums beiseitegeschoben werden. Also, was ist der Sinn, unwahrscheinliche Ereignisse in unserem Universum überhaupt zu untersuchen oder Schlüsse aus ihnen zu ziehen? Dass dieses Problem ein echtes Problem ist und dass es Auswirkungen auf die gesamte Diskussion über die Existenz Gottes hat, zeigt sich in diesem Abschnitt aus der Debatte zwischen Dan Barker (Atheist) und Trent Horn mit dem Titel „God: Supreme Being or Imaginary Friend?“ („Gott: höchstes Wesen oder imaginärer Freund?“).
Imagine a person has a bet with someone. He chooses a number on a dice, throws it, and it lands to match the number. There was a one-sixth probability of that occurring. The same number was chosen and the same result appeared when he threw the dice. They assumed the outcome is reasonable, as it happened by chance again. Now imagine that this process was repeated a hundred times and on every occasion, the dice landed on the same number – would the coincidence argument work anymore? In light of the multiverse theory, this should be perfectly possible and not surprising at all. If the person accuses the thrower of cheating, he can simply turn around and say he did not cheat at all. He could say, ‘It just so happens that we are in the universe where this was supposed to occur.’ This thought process leads us yet again – just in a more long-winded way – to the high powers of chance. No matter how remote the probability of something is, it would need to occur in one universe within the multiverse. There is nothing to stop that universe being our universe. Based on this, whenever we are uncomfortable with the idea that something occurred by accident, even if we believe it to be so mathematically, and even if we know of the incredibly low probability of it ever occurring by chance, it should still be considered feasibe and possible according to the notion that our universe was meant to host that improbable event. This is exactly the idea proposed by the pro-multiverse theorists, who use this theory to explain any improbable occurrence in our universe, without which life – according to them – would not have been possible. The mindset that accepts this metaphysical idea shuts down all routes to the possible demonstration of the existence of Allah , because whichever proof vis-à-vis immaculate design is presented to them, it can be batted away using the stick of the infinite multiverse. As thus, what is the point in ever investigating improbable events in our universe, or making deductions from them? Highlighting that this problem is a real issue, and that it has an impact on the entire discussion on the existence of the Divine, look at this segment from the debate between Dan Barker (atheist) and Trent Horn, titled God: Supreme Being or Imaginary Friend?:
Horn: Kannst du uns ein hypothetisches Beispiel geben für etwas, das die Aussage „Ein Beweis für Gott, der diesem Muster nicht entspricht, lautet: Wir kennen die Erklärung für x nicht, also existiert Gott“ falsifizieren würde? Du hast gesagt, ich hätte gerade ein „Gott-der-Lücken“-Argument vorgebracht, und mich interessiert, welche Art von Evidenz diesem Muster nicht entspricht. „Wir kennen die Erklärung für das, was wir x beobachtet haben, nicht, also Gott.“ Könntest du ein Beispiel geben, das dazu nicht passt?
Horn: Can you give us a hypothetical example of something that would falsify the statement ‘An evidence for God that does not conform to this pattern, we don’t know the explanation for x, therefore God exists’, because you said I just proposed ‘God of the gaps’ arguments. I’m curious what kind of evidence doesn’t conform to this pattern. ‘We don’t know the explanation for what we observed x, therefore God.’ Could you give us an example that does not correspond with that?
Barker: Ja. Die Bibel sagt sehr deutlich, dass ihr alles, worum ihr im Gebet mit Glauben bittet, empfangen werdet. Das steht in der Bibel, und euer Glaube gründet sich auf dieses Buch. Das ist ziemlich eindeutig – alles heißt alles. Ein Beweis für mich wäre also, wenn du Gott um etwas bitten würdest, was wir unmöglich wissen könnten. Hier ist ein verrücktes Beispiel. Wenn du zu Gott beten und mir sagen würdest, dass Gott dir mitgeteilt hat, dass morgen um 12:43:16 ein Asteroid aus Süd-Südwest in einem Winkel von 83° dein Haus treffen wird …
Horn: Ich verstehe, worauf du hinauswillst. Du sagst, dass wir nicht wissen, wie du vorhergesagt hast, wo genau dieser Asteroid einschlägt, also muss es Gott sein.
Barker: Ich würde nicht sagen „also Gott“; ich würde sagen, du hast einen guten Beleg.
Barker: Yeah. The Bible is very clear that all things whatsoever you shall ask for in prayer believing, you shall receive. The Bible says that, and you faith is based on that book. That’s pretty clear – all means all. So evidence for me would be if you were to ask God for something we couldn’t possibly know. Here’s a wild example. If you were to pray to God and you told me that God told you that tomorrow at 12:43:16, an asteroid from the south-south-west at an 83° angle would strike your house… Horn: I see where you’re going. What you’re saying is that we don’t know how you predicted how that asteroid landed there, therefore God. Barker: I wouldn’t say ‘therefore God’; I would say you have some good evidence.
Horn: Wofür?
Horn: For what?
Barker: Für diesen Gott, an den du glaubst.
Barker: For this God you believe in.
Horn: Aber woher willst du wissen, dass es nicht etwas Natürliches ist, das wir noch nicht entdeckt haben?
Horn: But how would you know it isn’t something natural we haven’t discovered yet?
Barker: Denn wie würdest du das erklären? Horn: Wie würdest du das erklären!? Ich weiß es nicht! Wie würdest du das erklären!?
Barker: Because how would you explain it? Horn: How would you explain it!? I don’t know! How would you explain it!?
Barker: Wenn du nach Beweisen fragst, bräuchtest du so etwas wie das … (Wenige Augenblicke später)
Barker: If you’re asking for evidence, you would need something like that… (A few moments later)
Horn: Ich schätze, ich habe da etwas Interessantes zum Multiversum. Du hast gesagt, es könnte unendlich sein.
Horn: I guess I have something interesting with the multiverse. You said it could be infinite.
Barker: Nein. Wir wissen nur, dass es mindestens eins ist. Mehr wissen wir im Moment nicht.
Horn: In Ordnung, denn man braucht doch viele Universen, oder? Es kann nicht einfach eine Milliarde sein, denn dann bekäme man keine riesigen Zahlen. Wäre es aber unendlich, dann entsteht dieses Problem: Gäbe es in einem unendlichen Multiversum ein Universum, in dem man natürlicherweise den Einschlag eines Meteoriten vorhersagt?
Barker: No. We know that it is at least one. That is all we know right now. Horn: Alright, because you need a lot of universes right? It can’t just be a billion because that won’t give you huge numbers. But if it was infinite, here’s the problem. In infinite multiverse, will there be one universe where you naturally predict a meteor strike?
Barker: Es gäbe ein Universum, in dem jemand getroffen würde, das ist richtig.
Barker: There would be a universe in which someone would get struck, that’s right.
Horn: Es gäbe also keinen Weg zu wissen, ob es Gott war oder ob man sich bloß im Multiversum befindet?
Horn: So there would be no way to know if it was God or if you’re just in the multiverse?
Barker: Aber ich würde es in diesem Universum als Beweis akzeptieren.
Barker: But I would accept it as evidence in that universe.
Horn: Aber woher weißt du, dass es Gott gibt und du dich nicht im unendlichen Multiversum befindest?
Horn: But how do you know it’s God and you’re not in the infinite multiverse?
Barker: In diesem Fall würde ich einfach sagen, dass ich das als Beleg für Gott akzeptieren würde. Es könnte falsch sein – nicht als Beweis, aber ich würde es als Beleg in diesem Universum akzeptieren.350
Barker: In that case, I would just say I would accept that as an evidence for God, it might be wrong – not as proof – but I would accept it as evidence in that universe.350
Stellen wir uns vor, einer dieser Atheisten, der an das unendliche Multiversum glaubt und daran, dass alle Möglichkeiten, die man sich vorstellen kann, im Multiversum verwirklicht sind, würde Zeuge eines Wunders Gottes, das durch die Hand eines Seiner Propheten geschah. Er würde darauf sofort erwidern: „Ich weiß nicht. Vielleicht ist es zufällig geschehen, weil ich in dem Universum war, in dem dieser Zufall eintrat.“ Bemerkenswert war, dass Barker trotz des Drucks der selbstevidenten Wahrheiten und dessen, was ihm seine eigene Fitra hätte sagen müssen, einräumte, dass das von ihm Erwähnte ausreiche, um ihn selbst zu überzeugen. Dabei sind seine Wahrscheinlichkeiten meiner Einschätzung nach zahlenmäßig weit größer als die Wahrscheinlichkeit, dass diese Universalgesetze und Konstanten von einer äußeren Instanz festgelegt wurden. In seiner Kritik an der Multiversum-Theorie sagte David Berlinski: „Es gibt Universen, in denen das Elektron weiterhin einem Gesetz folgt, und solche, in denen es dies nicht tut. In einer Landschaft, in der alles möglich ist, ist nichts notwendig. In einem Universum, in dem nichts notwendig ist, ist alles möglich.“351
This discussion reveals the scale of the problem. Imagine if one of these atheists who believe in the infinite multiverse and that all possibilities one can envisage are represented in the multiverse, and he witnessed a miracle of God that occurred at the hand of one of His Prophets. In response, he would immediately retort, ‘I don’t know. Perhaps it occurred as an accident because I was in the universe where this accident occurred.’ What was quite remarkable was that Barker admitted – in spite of pressure from self-evident truths and what his own fiṭrah would have been telling him – that what he mentioned was enough to convince himself. This is notwithstanding the fact that his probabilities – in my estimation – are numerically far more than the probabilities of those universe standards and constants being set in place by an external entity. In critiquing the multiverse theory, David Berlinski said, ‘There are universes in which the electron continues to follow some law, and those in which it does not. In a Landscape in which anything is possible, nothing is necessary. In a universe in which nothing is necessary, anything is possible.’351
5. Solange ihre Behauptung auf Vermutungen beruht, wo sollte dann die Verarbeitung der Unterschiede innerhalb des Multiversums enden? Warum sollten wir uns etwa auf die Unterschiede zwischen ihren Konstanten beschränken? Warum kann es nicht auch Variationen in den Naturgesetzen geben? Warum kann dieser Unterschied nicht innerhalb der Teilchen jener Universen liegen? Ja, warum wird der Prozess nicht durchgehend verallgemeinert, sodass das gesamte Spektrum der Wahrscheinlichkeiten hinsichtlich der Verschiedenheit zur Debatte offensteht? Dies wurde tatsächlich beispielsweise in dem Modell vorgeschlagen, das Max Tegmark anbietet, nämlich dass es in jedem Universum, in dem wir möglicherweise sein können, Wiederholungen von uns selbst gibt, ebenso wie mehrere Universen entsprechend jeder Möglichkeit in unserem Leben und jeder Wahl, die wir treffen können. Das bedeutet, dass der streitlustigste Atheist in diesem Universum in einem anderen Universum ein muslimischer Theist wäre, in einem anderen ein Christ, in einem anderen ein Abtrünniger vom Islam, in einem anderen jemand, der Göttlichkeit beansprucht, in einem anderen ein verrückter Wahnsinniger, und so weiter. Diese Situation gleicht eher einem Science-Fiction-Film als der Wirklichkeit; tatsächlich ist sie genau das. Alan Guth, Professor für Physik am Massachusetts Institute of Technology und Pionier der Theorie der kosmischen Inflation, sagte: „Im Wesentlichen geschieht alles, was geschehen kann, in einer der Alternativen, was bedeutet, dass über dem Universum, das wir kennen, ein alternatives Universum liegt, in dem Al Gore Präsident ist und Elvis Presley noch lebt.“352
5. So long as their claim is based on guesswork, where then would the processing of the differences between the multiverse stop at? Why should we limit ourselves to, for example, the differences between their constants? Why can there not be variation in the laws of physics as well? Why can this difference not be inside the particles of those universes? In fact, why is the process not regularised across the board and the entire raft of probabilities vis-à-vis difference is opened up for debate? This has actually been proposed in, for example, the model offered by Max Tegmark, namely that there are repetitions of ourselves in each universe we can possibly be in, as well as multiple universes in accordance with each possibility in our lives and each choice we can make. This means that the most belligerent of atheists in this universe would be a Muslim theist in another universe, a Christian in another, an apostate from Islam in another, a claimant of divinity in another, a crazed madman in another, and so on. This situation resembles a sci-fi movie more than it does reality; in fact, it is exactly that. Alan Guth, Professor of Physics at the Massachusetts Institute of Technology and pioneer of cosmic inflation theory, said, ‘Essentially anything that can happen does happen in one of the alternatives which means that superimposed on top of the Universe that we know of is an alternative universe where Al Gore is President and Elvis Presley is still alive.’352
An anderer Stelle sagte er: „In einem einzigen Universum sind Kühe, die mit zwei Köpfen geboren werden, seltener als Kühe, die mit einem Kopf geboren werden.“ Doch in einem unendlich verzweigten Multiversum „gibt es unendlich viele einköpfige Kühe und unendlich viele zweiköpfige Kühe. Was geschieht mit dem Verhältnis?“353
Elsewhere, he said, ‘In a single universe, cows born with two heads are rarer than cows born with one head’. But in an infinitely branching multiverse, ‘there are an infinite number of one-headed cows and an infinite number of two-headed cows. What happens to the ratio?’353
Davies war von dieser Vorstellung beunruhigt und sagte: „Aber selbst wenn du keine Begegnung mit einem Doppelgänger deiner selbst fürchten musst, ist schon der Gedanke, dass es nicht nur ein, sondern unendlich viele identische Kopien von dir geben könnte, die identische Leben führen (und unendlich viele andere, die ähnliche, aber nicht identische Leben führen), zutiefst verstörend. Selbst Tegmark gibt zu, dass seine spontane Reaktion darin besteht, die Idee „seltsam und unplausibel“ zu finden.“354
Vexed by this idea, Paul Davies said, ‘But even if you need not fear an encounter with a duplicate you, the very notion that there could be not just one, but an infinity of identical copies of you, leading identical lives (and infinitely many others leading similar but not identical lives) is deeply unsettling. Even Tegmark admits that his gut reaction is to find the idea “strange and implausible.”’354
Was diese Menschen dazu verleitet, sich in solch „hypothetischer Physik“ zu verlieren, zeigt sich daran, dass einige Wissenschaftler ernsthaft über die folgende Frage nachzudenken begonnen haben: Sind wir mit unserem Geist an ein universelles Kommunikationswerkzeug angeschlossen, das es uns erlaubt, durch unser Bewusstsein in einer virtuellen Welt zu leben? Oder stehen wir in Wechselwirkung mit der tatsächlichen, objektiven Wirklichkeit? Ist unser Zustand dem ähnlich, der im berühmten amerikanischen Film „Matrix“ beschrieben wird?
Paul Davies erwähnte, dass eine Folge der Annahme eines unendlichen Multiversums darin besteht, dass man fiktive Universen akzeptieren müsste, die den Eindruck erwecken, wirkliche Universen zu sein. Das führt offensichtlich zu dem Problem, wie wahrscheinlich es ist, dass wir feststellen können, ob das Universum, in dem wir leben, real und nicht fiktiv oder virtuell ist.355
Tatsächlich können wir die Vorstellung der virtuellen Welt noch weiterdenken, denn manche sagen, wir selbst seien lediglich virtuelle Wesen, die keine wirkliche, tatsächliche Existenz besitzen, sondern das Ergebnis eines Programmierers sind, der uns auf seinem bzw. seinem Computer programmiert und durch seinen bzw. seinen Computer in diese virtuelle Welt gesetzt hat. Er bzw. Es hat uns so programmiert, dass wir das Gefühl haben zu existieren, ohne jemals zu wissen, dass das, was uns umgibt, nicht real ist. Diese „Position“ würde unsere Existenz zu einer weiterentwickelten Version des PC-Spiels „Die Sims“ machen, das Jugendliche spielen, bei dem fortschrittliche Zivilisationen am Computer vom Komfort ihres Schlafzimmers aus aufgebaut werden.
Es ist daher recht überraschend zu sehen, dass Neue Atheisten glauben, solche Fantasien seien rationaler als der Glaube an einen Herrn, der erschaffen hat. Obwohl Neue Atheisten nicht ausdrücklich behaupten, dass wir in einer Sims-artigen Welt leben, können sie dies dennoch nicht widerlegen und betrachten dieses spielähnliche Erleben sogar als vereinbar mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Tür ist für sie für solche Ideen offen. Dies offenbart die große Gefahr, sich von jeder noch so wilden Idee oder Fantasie, die der Verstand hervorbringen kann, mitreißen zu lassen. Er hebt auch den sehr hohen Preis hervor, den der Mensch – seine Menschlichkeit selbst – zahlt, wenn er sich mit derartigen Gedanken abgibt. Solche Gedanken können einen Menschen in einen Strudel ziehen und ihn zwingen, endlose Spitzfindigkeit auf Kosten echten Erkennens und Wissens zu betreiben. Tatsächlich macht er sein gesamtes Leben zu einem sinnlosen Durcheinander aus Nihilismus, Irrationalität und Chaos. Kein Bereich seines Lebens bliebe von dieser Sinnlosigkeit verschont. Zum Beispiel hätte Ethik in einer virtuellen Welt keinen Sinn – besäße ein virtuelles Leben einen echten Wert, der einen Menschen davon abhalten könnte, gegen die Ethik zu verstoßen?356
Es ist in der Tat ein seltsamer Gedanke. Beunruhigend ist, dass viele Atheisten bei diesen Fragen bereit sind, sich in die Kategorie der Gläubigen einzureihen, nur um sich davor zu bewahren, ihren Herrn und Schöpfer anzuerkennen. Wenn der Mensch nicht an dem festhält, was er aus seinem eigenen rationalen Instinkt und seinen angeborenen und notwendigen Gefühlen weiß, wird er bei diesen Zweifeln und Phantasien zweifellos ins Straucheln geraten. Deshalb halte ich es für geboten, dass ein Mensch an den instinktiven und angeborenen Prägungen seiner Seele festhält und sie zur Blaupause seines Lebens macht. Wer diese Blaupause ignoriert oder zerreißt, dem wird ein solcher Schritt einen extrem hohen Preis abverlangen – er wird ihn buchstäblich alles kosten.
Zu den sophistischen Fragen, den Ursachen und ihrem Zusammenhang mit der Wahrheit und ihrem Beweis bietet Ibn Taymiyyah diese knappe, aber treffende Passage: „Erkenne, dass es keine Wahrheit und keinen Beweis gibt, die nicht sophistischen Zweifeln ausgesetzt sein können. Sophistik entspringt entweder einem verdorbenen Verstand oder dem Starrsinn, die Wahrheit nicht anzunehmen. Für keines von beiden gibt es eine Regel, die sie festlegen könnte; vielmehr sind es stets die verderbten Phantasien und die hartnäckigen Verleugnungen der Wahrheit, die in die Seelen gelangen.“357 Er sprach in der Tat die Wahrheit, .
What shines a light on these people getting carried away with this sort of ‘hypothetical physics’ behaviour is that some scientists have started to think seriously about the following question: Are we connected with our minds to a universal communication tool that allows us to live in a virtual world though our consciousness? Or are we interacting with actual objective reality? Is our state like the one described in the famous American movie The Matrix? Paul Davies mentioned that one implication of accepting the infinite multiverse is one would accept fictitious universes that give the illusion that they are actual universes. This obviously leads to the problem of how probable it is for us to ascertain that the universe that we live in is real and not fictitious or virtual.355 In fact, we can take the idea of the virtual world further, because some actually do say that we ourselves are simply virtual beings, and that we do not have any real actual existence but are rather the result of a programmer who programmed us on his/its computer, and placed us in this virtual world through his/its computer. He/It programmed us in such a way that we feel we exist without ever knowing that what is around is not real. This ‘position’ would make our existence like an evolved version of the PC game The Sims that adolescents play, where advanced civilisations are built on computers from the comfort of their bedrooms. It is therefore quite surprising to see that New Atheists believe these sorts of fantasies to be more rational than believing in a Lord Who created. Even though New Atheists do not explicitly state that we are living in a Sims like world, they nonetheless cannot falsify it and in fact consider this game-like experience to be congruent with scientific knowledge. The door for them is open to these sorts of ideas. This uncovers the great danger of getting carried away with any and every wild idea or fantasy that the mind can conjure up. It also highlights the very high price man pays – his humanity itself – when dabbling with these sorts of thoughts. Such thoughts can take a person down a rabbit hole and force him to adopt endless sophistry at the price of actual cognition and knowledge. In fact, it renders his entire life into a pointless mess of nihilism, irrationality, and chaos. No aspect of his life would ever be free from such meaninglessness. For example, ethics would have no point in a virtual world – would a virtual life possess any real value that would stop a person from violating ethics?356 It is indeed a strange proposition. What is disconcerting is that many atheists are, on these issues, prepared to jump into the believers’ category, all to save themselves from acknowledging their Lord and Creator. When man does not hold fast onto what he knows from his own rational self-instincts, and his innate and necessary feelings, he would no doubt slip up at these doubts and fantasies. This is why I consider it incumbent for a person to adhere to the instinctive and innate imprints on one’s soul, and to make that the blueprint by which one lives. If someone ignores that blueprint or tears it up, the price for such a deed would be extremely high – it will quite literally cost him everything. On the sophistic questions, causes, and their link with the truth and its evidence, Ibn Taymiyyah offers this brief yet graceful passage: ‘Realise that there is no truth or evidence that cannot be subject to sophistic doubts. Sophism is either about a corrupted mind or obstinance from accepting the truth. Neither have a rule to pin them down; rather, it would always be down to the corrupt fantasies and stubborn denials of the truth that come into the souls.’357 He spoke the truth indeed, .
6. Diese Idee bietet eine übermäßig schwierige Lösung für die Frage, wie die Zusammensetzung und Komplexität unseres Universums zu erklären sind. Sie widerspricht dem Ockhamschen Rasiermesser, dem berühmten wissenschaftlichen Grundsatz der Problemlösung, nach dem Entitäten nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden sollen, oder anders gesagt: Die einfachste Erklärung ist in der Regel die beste. Es scheint deshalb absurd zu sein, eine riesige oder unendliche Zahl von Universen zu behaupten, um ein einziges Universum zu erklären. Interessant ist, dass Richard Dawkins in *The God Delusion* sagt: „Das Multiversum mag in der schieren Anzahl der Universen extravagant erscheinen. Doch wenn jedes dieser Universen in seinen grundlegenden Gesetzen einfach ist, postulieren wir damit noch nichts höchst Unwahrscheinliches.“358 Wenn jedes Universum tatsächlich so einfach ist, wie er sagt, und unser Universum offensichtlich Teil dieses Multiversums ist, wozu war dann die Annahme eines Multiversums nötig, um unser einfaches Universum zu erklären? Denn jedes Universum in der unendlichen Reihe von Universen wäre nicht einfach, sondern komplex. Jedes würde seine eigene Erklärung benötigen. Daher ist es absolut sinnlos, das Multiversum als Erklärung für unser Universum anzubieten. Dies gilt umso mehr angesichts von Dawkins’ Beharren darauf, dass diese Universen nicht in der Weise komplex seien, wie es Paul Davies und andere dazu veranlasste, nach einer Klärung der Natur des Vorgangs zu fragen, der zur Entstehung multipler Universen führt und ebenfalls ein gewisses Maß an Feinabstimmung erfordern würde. Angenommen, jedes Universum für sich genommen sei einfach – wäre es dann richtig zu sagen, dass das Multiversum als Ganzes nicht komplex ist? Stellen wir uns eine große Maschine vor. Jeder einzelne Bestandteil der Maschine ist einfach. Wenn diese Teile zusammengefügt die Maschine bilden, wäre es dann angemessen zu behaupten, dass die Maschine ebenfalls einfach sei, weil ihre Teile einfach sind? Stellen Sie sich vor, jemand behauptete, der Mensch mit all seinen lebendigen Gliedern sei einfach, weil man, wenn man ihn auf seine Grundbestandteile reduziert, sagen kann, diese Grundbestandteile seien einfach, und daher sei der Mensch einfach. Es ist klar, dass hier ein grundlegender Fehler vorliegt. Offensichtlich ergibt auch seine Aussage, „wenn jedes dieser Universen in seinen grundlegenden Gesetzen einfach ist, postulieren wir dennoch nichts höchst Unwahrscheinliches“, nicht viel Sinn. Worauf genau bezieht sich der Umfang der Wahrscheinlichkeit, die hier verglichen wird? Wie kann er wissen, wie wahrscheinlich die Theorie des unendlichen Multiversums im Vergleich zu dem einzelnen Universum ist? Dies sind einige der Einwände gegen die Multiversums-Theorie und ihre Eignung, das Phänomen der Beherrschung und vollendeten Gestaltung des Universums zu erklären. Liebhaber dieses Themas sollten die folgenden Bücher zurate ziehen, um weitere Einwände kennenzulernen: The Goldilocks Enigma, Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life?, The Devil’s Delusion, God’s Undertaker, God and Design, Science and Evidence for Design in the Universe und andere.
6. This idea offers an overly difficult solution in interpreting the cause of composition and complexity in our universe. This contradicts Occam’s Razor, the famous scientific problem solving concept, which means that entities should not be multiplied beyond necessity, or that the simplest explanation is usually the best one. It would therefore seem to be absurd to claim a huge or infinite number of universes to explain one universe. What is interesting is that in The God Delusion, Richard Dawkins says, ‘The multiverse may seem extravagant in sheer number of universes. But if each one of those universes is simple in its fundamental laws, we are still not postulating anything highly improbable.’358 If each universe is really simple as he says, and given that our universe is obviously part of that multiverse, then what was the need to claim the multiverse just to explain our simple universe? This is because each universe in the infinite series of universes would not be simple, but rather complex. Each would require its own explanation. Therefore, to offer the multiverse as an explanation for our universe is absolutely pointless. This is especially given Dawkins’s insistence that they are not complex in the way that led Paul Davies and others to seek a clarification on the nature of the operation that results in the creation of multiple universes, which would also be in need of some degree of fine-tuning. In addition, let us assume that each universe in its own right is simple – would it then be correct to say that the multiverse in toto is not complex? Imagine there is a large machine. Each constituent part of the machine is simple. When these parts are put together to form the machine, would it be proper to claim that because these parts are simple, the machine is also simple? Imagine if a person claimed that man with all his living limbs is simple, because if we reduce him to his basic elements, we can say that these basic parts are simple, and therefore man is simple. It is clear that there is a fundamental error here. Obviously, his statement, ‘if each one of those universes is simple in its fundamental laws, we are still not postulating anything highly improbable’ does not make much sense. What exactly is the scope of probability being compared to here? How can he know how probable the infinite multiverse theory is compared to the single universe? These are some of the objections to the multiverse theory and its suitability in explaining the phenomenon of mastery and consummate construction of the universe. Enthusiasts of this issue should avail themselves of the following books in order to learn further objections: The Goldilocks Enigma, Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life?, The Devil’s Delusion, God’s Undertaker, God and Design, Science and Evidence for Design in the Universe, and others.
Though this objection is relatively ancient, the one who systemised it is David Hume via his typical scepticism vis-à-vis the principle of causality. This scepticism has been imbibed by atheist thought to a large degree, giving rise to a plethora of problems. Hume commented extensively on this objection, especially in his book Dialogues Concerning Natural Religion. The presence of this objection among atheists has become increasingly conspicuous, especially when they debate proponents of intelligent design or creationists. They claim that masterful construction in itself does not necessarily mean that a selective maker exists. This delusion that we sense in ourselves comes from observing the masterful makings of man, so it appeared to our minds that the will of a doer is the cause of mastery. This is a non sequitur. This is why we find one angle of objection made on Paley’s famous watchmaker argument to be that it is improper to analogise mastery in the universe to mastery in a watch. Though the construct of a watch is from a willing maker, this does not have to be the case for the universe. The most that can be said is that some manifestations of mastery can be ascribed to a doer – with the condition that it be as a result of observation and induction. Our judgement that watches have a maker is based on seeing the first watch being made, the second watch being made, and so on. As for the universe, we cannot see or comprehend that it has a maker, let alone comprehend that the maker may have made a second or third universe. Therefore, it is not proper to jump to this sort of conclusion – i.e., that the universe has a maker – based on the fact that both the universe and watches are masterfully constructed. This objection surfaced during the debate between Dr. ʿAmr Sharīf and Bassām al-Baghdādī on the Misr 25 satellite channel, moderated by Eng. Fāḍil Sulaymān over three episodes. Eng. Fāḍil picked up a glass in his hand and asked Bassām, There is this glass in front of you. Is its existence not evidence for the existence of a maker who made this glass?’ Bassām: We know that this cup exists and we know the factory that manufactured it. Have you seen what made the universe that we are in? Have you seen other universes to compare this one to them?
Eng. Fāḍil: Nein – du hast meine Frage nicht verstanden. Ich frage dich, Bassām: Wenn du die Fabrik nicht kennst, in der es hergestellt wurde, wäre dann nicht allein die Existenz des Glases ein Beweis dafür, dass es einen Hersteller hat?
Eng. Fāḍil: No – you have not understood my question. I am asking you, Bassām, that if you do not know the factory in which it was manufactured, would the mere existence of the glass still not be evidence that it has a maker?
Dies offenbart die gewaltige Kluft zwischen Atheisten und Theisten in der Erkenntnistheorie der Theologie. Der Grund für diesen Unterschied liegt darin, dass Theisten sich auf den selbstevidenten, von der Fitra getragenen Begriff der Kausalität stützen, während Atheisten dieses Prinzip leugnen und es zu einer Frage induktiven Schließens machen. Das Problem ist, dass es Teil eines induktiven Schlussverfahrens ist, das manchmal nicht funktionieren kann; tatsächlich kann in der atheistischen Philosophie etwas aus nichts hervorgehen. Daher kann selbst im Uhr-Beispiel ein Mensch dieselbe Polemik gebrauchen und sagen: „Dass Uhr X einen Hersteller hat, Uhr Y einen Hersteller hat und Uhr Z einen Hersteller hat, bedeutet nicht, dass auch die Uhren A, B und C einen Hersteller haben.“ Genau dies haben viele Atheisten aus den Worten David Humes geschlossen und sich seine Theorie zu eigen gemacht, obwohl sie in der Praxis gezwungen sind, dem zu folgen, was ihnen ihre eigene Fitra vorschreibt. Ich werde nicht wiederholen, was bereits darüber gesagt wurde, welche Gefahr die Leugnung des Kausalitätsprinzips für das menschliche Erkennen birgt und welche vielfältigen erkenntnistheoretischen Probleme sie nach sich zieht, sodass selbst der Atheist ihnen nicht entkommen kann. Tatsächlich sind Atheisten nicht in der Lage, ihre Sichtweise in der Praxis durchzuhalten. Es ist völlig willkürlich, auf dieses Prinzip mit der Begründung zu verzichten, dass Sinneserfahrung und Induktion allein ausreichen. Dies wäre wahrhaftig das Tor zum uneingeschränkten Skeptizismus, nicht nur in dieser Frage, sondern in allem Wissen. Es ist methodisch falsch, hier der Vorstellung zu erliegen, die Sicht der Theisten sei durch eine Form des Analogieschlusses vom Gleichen auf Gleiches zustande gekommen. Die Wahrheit ist, dass es von Anfang an keine Analogie war, sondern vielmehr die allgemeine Anwendung des instinktiven und vernunftgemäßen Begriffs, der besagt, dass schon das bloße Wahrnehmen eines meisterhaften Gebildes darauf hinweist, dass dahinter ein willentlich handelnder und allwissender Urheber steht. Dies gilt selbst dann, wenn angenommen wird, dass wir die genaue Beschaffenheit dieses Urhebers und die Eigenschaften, die Er besitzt, nicht kennen.
This reveals the yawning chasm between atheists and theists in the epistemology of theology. The cause of this difference is that theists rely on the self-evident, fiṭrah-driven concept of causality, whereas the atheists deny this principle and make it an issue of inductive reasoning. The problem is that it is part and parcel of an inductive reasoning process that can sometimes not work; in fact, in atheist philosophy, something can come out of nothing; therefore, even in the watch example, a man can use the same polemic and say, ‘The fact that watch X has a maker, watch Y has a maker, and watch Z has a maker does not mean that watches A, B, and C also have a maker.’ This is exactly what many atheists inferred from David Hume’s words and took ownership of its theory, even though in practice they are compelled to adhere to what their own fiṭrah dictates to them. I will not repeat what has been already reiterated about the danger the denial of the principle of causality has on human cognition and the multiple epistemic problems it leads to, leaving even the atheist unable to escape them. In fact, atheists are unable to adhere to their view in practice. It is utterly arbitrary to dispense with this principle on the excuse that sense experience and induction alone will suffice. This would truly be the gateway to ultimate scepticism, not only in this issue, but in all knowledge. It is methodologically incorrect here to be duped into thinking that the view of theists was negotiated by some form of like for-like analogy. The fact is this was not an analogy to start with, but rather the general application of the instinctive and rational concept that dictates that merely noting something’s masterful construct would denote that there is a willing and omniscient Doer behind it. This is the case even if it is assumed that we do not know the exact nature of this Doer and the attributes He possesses.
Hier sind einige weitere Informationen, die für die Natur dieses Einwands relevant sind:
Here is some further information relevant to the nature of this objection:
1. Stellen wir uns vor, wir stoßen auf etwas Gebautes, und wir wissen, dass der Mensch etwas Ähnliches oder etwas, das dem gleicht, hergestellt hat. Können wir glauben, dass auch dieses Gebilde aus der Hand des Menschen stammt? Wäre es nicht möglich, dass dieses bestimmte Ding von einem anderen Wesen hergestellt wurde? Wenn die Antwort bejahend ist, macht es dann unser Unwissen über die Beschaffenheit dieses Dings richtig, zurückzuweisen, dass es gemacht wurde? Haben wir die Fähigkeit zu begreifen, dass es für dieses Ding einen Urheber geben muss, auch wenn wir die genaue Natur dieses Urhebers nicht kennen? Ich würde meinen, dass ein Atheist an der Linie festhält, die Bassām vertrat, nämlich der theoretischen Leugnung dieser Frage. Das ist äußerst problematisch. Stellen wir uns vor, wir fänden eine Uhr auf einem anderen Planeten – werden wir sagen, dass diese Uhr darauf hinweist, dass der Mensch diesen Planeten erreicht hat? Sagen wir zumindest, dass ein wählender Hersteller diesen Planeten erreicht hat? Oder sagen wir, dass wir keinen Menschen kennen, der diesen Planeten erreicht hat? Können wir auf dieser Grundlage nicht behaupten, dass diese Uhr einen Urheber hat? Ich würde erwarten, dass die Antwort eines Atheisten, gemessen an unserem Verstand und unserem angeborenen Verständnis, in der Tat seltsam ausfällt.
1. Imagine we come across something that is constructed, and we know that man has made something like it or something similar to it. Can we believe that this constructed item too is from the makings of man? Would it not be possible that this specific item could have been made by another entity? If the answer is in the affirmative, then does our lack of knowledge of the nature of this item make it proper for us to reject that this was made? Do we have the power to comprehend that there must have been a designer for this item, even if we do not know the precise nature of this designer? I would believe that an atheist would stick to the line that Bassām held, which is the theoretical denial of this issue. This is extremely problematic. Imagine we found a watch on another planet – will we say that this watch denotes that man has reached that planet? Shall we say at the very least that a choosing maker reached that planet? Or do we say that we do not know of any man who has reached this planet? Based on this, can we not claim that this watch has a designer? I would expect an atheist’s answer to be strange indeed when assessed by our cognitive and innate understandings.
2. Tatsache ist, dass Atheisten in der Praxis nicht an den theoretischen Annahmen festhalten, die sie vorbringen, wenn sie Einwände gegen die Existenz Allahs erheben. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass Wissenschaftler in verschiedenen Erkenntnisbereichen von der Grundlage eines meisterhaften Gefüges als einem Werkzeug ausgehen, das die Existenz eines wählenden Urhebers offenbart. Das (inzwischen eingestellte) Projekt SETI der NASA gründete sich genau auf diese Idee, nämlich die Suche nach Signalen intelligenten außerirdischen Lebens. Das Projekt setzt voraus, dass wir aufgefangene Signale filtern und erkennen können, was zufällig und determiniert ist und was von einem wählenden Urheber stammt. Stellen wir uns vor, wir empfingen ein echtes und einzigartiges Signal: Könnten wir dann behaupten, es sei zufällig oder zufällig entstanden, weil wir es nicht kennen? Könnten wir ernsthaft als Ausrede anführen, dieses Signal weise in keiner Weise auf die Existenz desjenigen hin, der es gesendet hat? Dass diese Signale lediglich von Menschen gemachten Signalen ähneln, sollte uns nicht zu der Überzeugung verleiten, Außerirdische hätten sie gesendet. Wir haben im Weltraum keine lebenden Wesen gesehen, die solche Signale für uns gesendet hätten, nach denen wir urteilen könnten. Ich glaube, dies ist die wissenschaftlich angemessene Haltung, auch wenn ich meine, dass die atheistische Methode, das teleologische Argument zugunsten des Schöpfers zu leugnen, auf dieselbe Weise verfährt.
2. The fact is that atheists do not – in practice – adhere to their own theoretical assumptions that they aver in the context of casting objections against the existence of Allah. What further underscores this problem is that scientists adhere to the foundation of masterful construct in multiple cognitive fields as a tool that reveals the existence of a choosing doer. NASA’s (now defunct) project SETI was founded precisely on this idea, which was the search for signals of intelligent extraterrestrial life. The project assumes that we can filter out intercepted signals, and that we can understand what is random and deterministic versus what came from a choosing doer. Imagine if we picked up a real and unique signal – could we then claim that this was random or accidental because it is something we are unaware of? Could we really have given the excuse that this signal does not in any way reveal the existence of the one who sent those signals? The fact that these merely resemble man-made signals should not validate for us the belief that aliens sent those signals. We have not seen any life beings in space that would have sent these sorts of signals for us to pass judgement. I believe this is the scientific stance to adopt, though I do believe that the atheist methodology of denying the teleological argument in favour of the Creator operates in the same way.
1. Es ist klar, dass Dawkins von einer körperlichen Vorstellung Gottes ausgeht, in der er annimmt, dass der Schöpfer derselben Gattung angehören müsse wie diese geschaffene Welt. Deshalb ist er bereit, Gott mit mehrdeutigen Begriffen wie „zusammengesetzt“ und „komplex“ zu beschreiben, obwohl Gott in Wahrheit weit über dieser materiellen Existenz steht. Zwischen Seinem Wesen und dem übrigen Seiner Schöpfung besteht überhaupt kein Vergleich, wie Allah von Sich selbst sagt: „Ihm gleicht nichts; Er ist der Allhörende, der Allsehende.“361
1. It is clear that Dawkins operates from a corporealist conceptualisation of God, in which he assumes that the Creator should be of the same genus of this created world. This is why he is prepared to depict God with ambiguous phrases such as ‘composite’ and ‘complex’, when in fact God is far above this material existence. There is absolutely no comparison between His essence and the rest of His creation, as Allah says of Himself: ‘There is nothing like Him, for He alone is the All-Hearing, All Seeing.’361
2. Dawkins begeht einen komischen Fehler, indem er meint, die Einführung Gottes als Antwort auf die Frage nach der systematischen Beschaffenheit des Universums und seiner meisterhaften Erschaffung sei eine zusammengesetzte und komplexe Antwort. Das ist überhaupt nicht der Fall; tatsächlich ist sie die offensichtlichste und einfachste aller Antworten. Es scheint, dass Dawkins zwei Fragen miteinander vermengt hat:
2. Dawkins commits a comical error where he thinks that introducing God as an answer to the question of the systematic nature of the universe and its masterful making is a composite and complex answer. This is not the case at all; in fact, it is the most obvious and simplest of all answers. It appears that Dawkins has conflated two issues:
a. Das, was sich auf das Wesen und die Essenz Gottes bezieht.
a. That which is in relation to the essence and entity of God.
b. Das, was eine plausible Erklärung für das besprochene Phänomen darstellt.
b. That which is a plausible explanation for the phenomenon under discussion.
Es mag sein, dass die Entität, die erklärt werden soll, an sich komplex ist. Dennoch ist sie trotzdem die bestmögliche Erklärung für das Phänomen. Nehmen wir als Beispiel: Ein Mann geht in eine Höhle und findet Schriftzüge oder Inschriften, die in ihre Wände eingeritzt sind. Sein Verstand denkt sofort, dass es jemanden gegeben haben muss, der in dieser Höhle lebte und diese Schriftzüge geschrieben und diese Zeichnungen angefertigt hat. Ist das nicht eine vernünftige Antwort, die keine Komplexität beinhaltet? Wir können dennoch anerkennen, dass die tatsächliche Person, die diese Schriftzüge oder Zeichnungen eingeritzt hat, schwerer zu bestimmen und zu identifizieren ist als die Annahme, dass diese Einritzungen von einem Menschen stammen.
3. Das vorherige Problem unterstreicht, dass die meisten Menschen an die Existenz Gottes glauben. Dies legt nahe, dass für die meisterhafte Erschaffung des Universums Gott die offensichtlichste, einfachste und für die meisten Menschen annehmbarste Antwort ist, im Gegensatz zu dem Konzept, das Dawkins vertritt, der behauptet, diese Antwort bringe weitere Komplexität mit sich. Wäre dem so, hätte die große Mehrheit der Menschheit nicht zur theistischen Schlussfolgerung gefunden. Gerade diese Antwort mit ihrer Einfachheit und ihrer Angeborenheit beim Menschen hat dazu geführt, dass sie sich in großem Maßstab verbreitet hat.
It might be the case that the entity that is being explained is complex in and of itself. However, in spite of that, it is still the best possible explanation for the phenomenon. Take this as an example: A man goes into a cave and finds writings or inscriptions etched into its walls. His mind immediately thinks that there must have been someone who lived in this cave and wrote those writings and sketched those drawings. Is this not a rational answer that does not comprise of any complexity? We can still accept that the actual person who etched those writings or drawings is more complex to pinpoint and identify than the suggestion that these etchings are from a person. 3. The previous issue underscores that most people believe in the existence of God. This suggests that for the universe’s masterful making God is the most obvious, easiest, and acceptable answer according to most humans, as opposed to the concept supported by Dawkins, who claims that this answer brings about further complexity. Had that been the case, most of humankind would not have reached the theist conclusion. It is this answer, with its simplicity and innateness to humans, that led to its spread on a mass scale.
4. Dies unterstreicht, dass eine Frage, für die eine passende Antwort gefunden wurde, nicht aufgegeben werden muss, nur weil man auf einen neuen Einwand stößt. Stellen wir uns im vorherigen Beispiel vor, jemand würde bestreiten, dass es eine Person gab, die diese Inschriften in die Wand der Höhle eingeritzt hat, nur weil er ihren Namen nicht kennt, nicht weiß, zu welchem Stamm sie gehörte, wann sie lebte, wann sie in der Höhle war und so weiter. Wäre eine solche Haltung akzeptabel?
4. This underscores that whenever a suitable answer is found to a question, it is not necessary that people abandon it just because they were confronted by a new objection. In the previous example, imagine that a person rejected that there was a person who etched those writings in the wall of the cave just because he does not know his name, which tribe he came from, when he was alive, when he was in the cave, and so on. Would such an attitude be acceptable?
5. Der Ansatz, den Dawkins zur Lösung des Problems wählt, ist in Wirklichkeit weit komplexer als die Antwort, die Theisten auf die Frage nach der meisterhaften Erschaffung des Universums geben. Dawkins schlägt das Multiversum als Antwort auf die Frage vor. Zweifellos ist es überlegen, sich für eine einzige Entität zur Beantwortung der Frage zu begnügen, statt die Annahme einer riesigen, möglicherweise unendlichen Anzahl von Entitäten zu treffen. Interessant ist, dass Dawkins glaubt, seine Wahl der Antwort sei die einfachere Option und plausibler. Meiner Einschätzung nach ist das schlichte Halsstarrigkeit seinerseits – er wird ganz offensichtlich von einer materialistischen Weltsicht angetrieben, die von seiner vorgefassten Voreingenommenheit gelenkt wird. Er hält es für plausibler, dass ein irgendein Teenager einer höher entwickelten menschlichen Zivilisation uns mithilfe eines fortschrittlichen Computerprogramms erschaffen und diese virtuellen Welten für uns geschaffen hat, was bedeutet, dass wir bloße virtuelle Wesen ohne jede wirkliche Existenz sind. Daher überrascht es überhaupt nicht, dass er diese Vorurteile gegenüber dem Glauben an die Existenz Gottes hegt, der weit besser mit der menschlichen Natur, der menschlichen Veranlagung, dem menschlichen Wissen und der menschlichen Neigung zur Religiosität übereinstimmt. Diese Grundlagen zu leugnen führt zur völligen Destabilisierung der Fundamente, auf denen Wissen, Wissenschaft und eine kohärente Moralphilosophie ruhen. Ohne die Bejahung Seiner Existenz gibt es tatsächlich keine glaubwürdige Alternative, anzuerkennen, dass wir als Menschen objektiv vorhanden sind und existieren.
5. The view adopted by Dawkins to deal with the problem is in reality far more complex than the answer offered by theists to deal with the question of the universe’s masterful making. Dawkins proposes the multiverse as an answer to the question. There is no doubt that to suffice on one entity to answer the question is superior to the assumption of a huge, possibly infinite, number of entities. It is interesting that Dawkins believes that his choice of answer in solving the question is the simpler option and more plausible. In my estimation, this is sheer obstinance on his part – he is clearly motivated by a materialistic outlook that is propelled by his preconceived bias. He believes that it is more plausible that some adolescent teen living in a higher human civilisation made us through an advanced computer programme and created these virtual worlds for us, which means that we are mere virtual beings without any real existence. Therefore, it is not surprising at all that he has these biases against the idea of faith in the existence of God, which happens to be far more congruent with human nature, human predisposition, human knowledge, and human partiality to religiosity. Denying these bases leads to the complete destabilisation of the fundamentals upon which knowledge, science, and a coherent moral philosophy are founded. In fact, without affirming His existence, there is no credible alternative for us to acknowledge that we as human beings are objectively present and are in existence.
Und mit diesem letzten Einwand schließen wir diesen Abschnitt ab und kommen zum Schluss des Buches.
And with this final objection, we end this section and come to the conclusion of the book.
254 Al-Dhāriyāt, 20.
255 Es gibt einen Gott, S. 95.
255 There is a God, p. 95.
256 Dreams of a Final Theory: The Search for the Fundamental Laws of Nature, S. 250.
256 Dreams of a Final Theory: The Search for the Fundamental Laws of Nature, p. 250.
257 Science and Evidence for Design in the Universe, S. 57.
257 Science and Evidence for Design in the Universe, p. 57.
258 https://www.newscientist.com/article/mg20227123-000-gravity-mysteries-why-is-gravity-fine-tuned/
259 Astrophysiker schätzen, dass die Sonne 4,6 Milliarden Jahre alt ist und dass sie genug Wasserstoff besitzt, um weitere 5 Milliarden + Jahre am Leben zu bleiben.
260 Es gibt einen Gott, S. 113.
258 https://www.newscientist.com/article/mg20227123-000-gravity-mysteries-why-is-gravity-fine-tuned/ 259 Astrophysicists estimate that the Sun is 4.6 billion years old, and that it has enough hydrogen to remain alive for a further 5 billion + years. 260 There is a God, p. 113.
262 Al-Kashf ʿan Manāhij al-Adillah fī ʿAqā’id al-Millah, S. 118.
262 Al-Kashf ʿan Manāhij al-Adillah fī ʿAqā’id al-Millah, p. 118.
263 The Privileged Planet: How Our Place in the Cosmos is Designed for Discovery, S. x.
263 The Privileged Planet: How Our Place in the Cosmos is Designed for Discovery, p. x.
264 Der Geist Gottes, S. 161.
264 The Mind of God, p. 161.
265 Der Trugschluss der Feinabstimmung: Warum das Universum nicht für uns geschaffen ist, S. 234.
265 The Fallacy of Fine-Tuning: Why the Universe Is Not Designed for Us, p. 234.
266 d. h., alle Daten, die sich auf die Frage beziehen, wie das Universum für den Menschen geeignet ist.
266 i.e., all the data that is in relation to the issue of how the universe is suitable for man.
267 Das anthropische Prinzip und die Struktur der physischen Welt.
267 The anthropic principle and the structure of the physical world.
268 The God Delusion, S. 144.
268 The God Delusion, p. 144.
269 Fast bei fast jeder Gelegenheit verwechseln Atheisten die Vorstellung, dass Allah die letzte Ursache ist, auf die alle Erscheinungen zurückgehen, mit der Vorstellung, dass Allah für das Universum ein systematisches Gefüge von Gesetzen geschaffen hat. Nach islamischer Auffassung besteht kein Widerspruch darin, dass Allah zum Beispiel Regen herabsendet und dass zugleich das natürliche Phänomen des Wasserkreislaufs besteht.
270 https://www.youtube.com/watch?v=U2IisaNC4bE
271 https://www.youtube.com/watch?v=kNpiX8XQhJM
272 Answering Atheism, S. 153.
269 On almost every occasion, atheists conflate the notion that Allah is the ultimate cause to Whom all phenomena go back, and the notion that Allah created a systemised set of laws for the universe. In the Islamic view, there is no contradiction between Allah, for example, sending down rain and the natural phenomenon that is the water cycle. 270 https://www.youtube.com/watch?v=U2IisaNC4bE 271 https://www.youtube.com/watch?v=kNpiX8XQhJM 272 Answering Atheism, p. 153.
286 https://www.economist.com/letters/2006/01/19/on-devan-nair-american-poverty-the-death-penalty evolution-deutsche-bank-gay-marriage 287 Science and Evidence for Design in the Universe, S. 67.
286 https://www.economist.com/letters/2006/01/19/on-devan-nair-american-poverty-the-death-penalty evolution-deutsche-bank-gay-marriage 287 Science and Evidence for Design in the Universe, p. 67.
288 Intelligent Design, S. 47.
288 Intelligent Design, p. 47.
289 Anmerkung des Übersetzers: Diese Beispiele ersetzen die arabischen Buchstabenbeispiele, die der Autor anführt.
289 Translator’s note: These examples are substitutes for the Arabic letter examples offered by the author.
290 River Out of Eden, S. 17.
290 River Out of Eden, p. 17.
291 The Road Ahead, S. 228.
291 The Road Ahead, p. 228.
292 Beyond a Reasonable Doubt, S. 258.
292 Beyond a Reasonable Doubt, p. 258.
293 The Comprehensive Guide to Science and Faith: Exploring the Ultimate Questions About Life and the Cosmos, S. 281. 294 Evolution: A Theory in Crisis, S. 271.
293 The Comprehensive Guide to Science and Faith: Exploring the Ultimate Questions About Life and the Cosmos, p. 281. 294 Evolution: A Theory in Crisis, p. 271.
295 Al-Iʿtiqād wa al-Hidāyah ilā Sabīl al-Rashād ʿalā Madhhab al-Salaf wa-Aṣḥāb al-Ḥadīth, S. 39.
295 Al-Iʿtiqād wa al-Hidāyah ilā Sabīl al-Rashād ʿalā Madhhab al-Salaf wa-Aṣḥāb al-Ḥadīth, p. 39.
296 Al-Kahf, 54.
296 Al-Kahf, 54.
297 Qiṣṣah al-Īmān, S. 292.
297 Qiṣṣah al-Īmān, p. 292.
298 Der Trugschluss der Feinabstimmung, S. 37.
298 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 37.
299 https://letterstonature.wordpress.com/2014/08/17/carrolls-five-replies-to-the-fine-tuning-argument number-1/ 300 The Fallacy of Fine-Tuning, S. 18.
299 https://letterstonature.wordpress.com/2014/08/17/carrolls-five-replies-to-the-fine-tuning-argument number-1/ 300 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 18.
303 https://arxiv.org/pdf/1112.4647v1.pdf 304 https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1202/1202.4359.pdf 305 https://letterstonature.wordpress.com/2012/05/02/in-defence-of-the-fine-tuning-of-the-universe-for intelligent-life/ 306 The Fallacy of Fine-Tuning, S. 164.
303 https://arxiv.org/pdf/1112.4647v1.pdf 304 https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1202/1202.4359.pdf 305 https://letterstonature.wordpress.com/2012/05/02/in-defence-of-the-fine-tuning-of-the-universe-for intelligent-life/ 306 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 164.
307 Die Fehlannahme der Feinabstimmung, S. 116.
307 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 116.
308 Der Irrtum der Feinabstimmung, S. 53.
308 The Fallacy of Fine-Tuning, p. 53.
309 Der Trugschluss der Feinabstimmung (Fine-Tuning), S. 51.
327 Anmerkung des Übersetzers: Dies bezieht sich auf die Geschichte von Ṭālūt im Qur'an; sie wird auch in den biblischen Schriften erwähnt. Ein anderes Beispiel hätte das goldene Kalb sein können.
327 Translator’s note: This is in reference to the story of Ṭālūt in the Qur’an; it also has been mentioned in the biblical scriptures. Another analogy could have been the golden calf.
328 https://secularhumanism.org/2001/07/ignorance-is-no-crime/ 329 The God Delusion, S. 31.
328 https://secularhumanism.org/2001/07/ignorance-is-no-crime/ 329 The God Delusion, p. 31.
330 https://www.thetimes.co.uk/article/god-in-other-words-wvkzwdjwxxz 331 https://www.edge.org/edgenews/question/2005 332 The Devil's Chaplain, S. 81.
330 https://www.thetimes.co.uk/article/god-in-other-words-wvkzwdjwxxz 331 https://www.edge.org/edgenews/question/2005 332 The Devil’s Chaplain, p. 81.
337 Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life?, S. 133.
337 Big Bang, Big God: A Universe Fit for Life?, p. 133.
338 The God Delusion, S. 145.
338 The God Delusion, p. 145.
339 Das Goldlöckchen-Rätsel, S. 298.
339 The Goldilocks Enigma, p. 298.
340 The Goldilocks Enigma, S. 194.
340 The Goldilocks Enigma, p. 194.
341 https://www.youtube.com/watch?v=aUW7patpm9s
342 God and the New Physics, S. 174.
341 https://www.youtube.com/watch?v=aUW7patpm9s 342 God and the New Physics, p. 174.
343 https://www.youtube.com/watch?v=aUW7patpm9s 344 The Devil's Delusion, S. 121.
343 https://www.youtube.com/watch?v=aUW7patpm9s 344 The Devil’s Delusion, p. 121.
345 https://www.edge.org/responses/what-scientific-idea-is-ready-for-retirement
346 Science and Evidence for Design in the Universe, S. 65.
345 https://www.edge.org/responses/what-scientific-idea-is-ready-for-retirement 346 Science and Evidence for Design in the Universe, p. 65.
347 https://www.theguardian.com/commentisfree/2007/jun/26/spaceexploration.comment; siehe auch The Goldilocks Enigma, S. 298.
347 https://www.theguardian.com/commentisfree/2007/jun/26/spaceexploration.comment; see also The Goldilocks Enigma, p. 298.
348 Science and Evidence for Design in the Universe, S. 63.
348 Science and Evidence for Design in the Universe, p. 63.
349 Das große Design, S. 167.
349 The Grand Design, p. 167.
350 https://www.youtube.com/watch?v=_nC99sCxFbE 351 The Devil’s Delusion, S. 133.
350 https://www.youtube.com/watch?v=_nC99sCxFbE 351 The Devil’s Delusion, p. 133.
352 https://www.bbc.co.uk/science/horizon/2001/parallelunitrans.shtml 353 https://www.quantamagazine.org/the-multiverses-measure-problem-20141103/ 354 The Goldilocks Enigma, S. 202.
352 https://www.bbc.co.uk/science/horizon/2001/parallelunitrans.shtml 353 https://www.quantamagazine.org/the-multiverses-measure-problem-20141103/ 354 The Goldilocks Enigma, p. 202.
356 Anmerkung des Übersetzers: Der Mangel an Ethik und Moral in der virtuellen Welt wird in Filmen wie Minority Report angedeutet. 357 Sharḥ al-ʿAqīdah al-Aṣbahāniyyah, S. 60.
356 Translator’s note: The lack of ethics and morality in the virtual world is alluded to in movies such as Minority Report. 357 Sharḥ al-ʿAqīdah al-Aṣbahāniyyah, p. 60.
358 The God Delusion, S. 147.
358 The God Delusion, p. 147.
359 https://www.youtube.com/watch?v=aiGY3xj-_rY&t=660s Anmerkung des Übersetzers: Dieser Kanal wurde geschlossen, als Abdel Fattah el-Sisi die Kontrolle über Ägypten übernahm.
359 https://www.youtube.com/watch?v=aiGY3xj-_rY&t=660s Translator’s note: This channel was shut down when Abdel Fattah el-Sisi took control of Egypt.