China: Prätendent oder Herausforderer
China: Pretender Or Contender
2009 war der 60. Jahrestag der chinesischen Revolution. China erlangte die Unabhängigkeit von Japan und besiegte die Nationalisten, um die Sozialistische Volksrepublik China zu gründen. In den letzten zehn Jahren haben viele Analysten den Aufstieg Chinas als die größte Herausforderung für Amerika betrachtet, und einige Denker sehen China in nicht allzu ferner Zukunft als Supermacht der Welt. Der rasche Aufstieg Chinas auf der politischen Landkarte in den letzten 20 Jahren hat viele schockiert, andere verwirrt und markiert für manche den Wandel der globalen Macht vom Westen in den Osten. China war nie eine Weltmacht, und seine jüngere Geschichte besteht aus einer brutalen Besetzung durch Japan, deren Erinnerung das China nach dem Zweiten Weltkrieg prägte. Der 60. Jahrestag der bevölkerungsreichsten Nation der Welt markiert eine einzigartige Realität in ihrer Geschichte, denn zum ersten Mal wird sie als Weltmacht gezählt.
2009 was the 60th anniversary of the Chinese revolution. China gained independence from Japan and defeated the nationalists to establish the Socialist people’s republic of China. In the last decade many analysts have viewed the rise of China as America's biggest challenge and some thinkers foresee China as the world’s superpower in the not so distant future. The rapid rise of China on the political map in the last 20 years has shocked many, bewildered others and for some marks the shift of global power from West to East. China has never been a world power and its recent history consists of a brutal occupation by Japan, whose memory defined post WW2 China. The 60th anniversary for the world’s most populated nation marks a unique reality in its history as for the first time it is counted as a world power.
Chinas Entwicklung begann 1978, und seitdem haben militärische Erwägungen die Entwicklung von Wissenschaft und Technik dominiert. Dies lässt sich bis in die Ära Mao zurückverfolgen. Mao erklärte sein Ziel, vor allen anderen Bedürfnissen einen Komplex der „Militarisierung“ zu schaffen. Diese „Militarisierung“ bildete die Grundlage der Politik Deng Xiaopings. Deng beabsichtigte, die chinesische Wirtschaft zu diversifizieren, damit die industrielle Basis Chinas nicht nur zur nationalen Verteidigung, sondern auch zum Wirtschaftswachstum und zum Wohlstand der Zivilbevölkerung beiträgt. Dengs berühmte Leitlinie aus 16 Schriftzeichen aus den frühen 1980er Jahren machte dies deutlich: „Militärische und zivile Produktion integrieren; dabei aber sicherstellen, die militärischen Anforderungen auszugleichen; die militärische Fähigkeit erhalten; die zivile Wirtschaft nutzen, um die Modernisierung des Militärs zu dienen.“ Zuvor war die zentral geplante Wirtschaft sowjetischen Musters angewandt worden, die jedoch nur begrenzte Ergebnisse erzielte. Deng setzte daraufhin auf eine stärker marktorientierte Wirtschaft, insbesondere in den Sonderwirtschaftszonen (SWZ) in Guangdong, Fujian und Hainan. Die Ergebnisse waren spektakulär. China veränderte seine Wirtschaft grundlegend: Das Land ging von der Produktion einfacher Exporte minderer Qualität zu anspruchsvollen Hochtechnologiegütern über. Aus einer nach innen gewandten, rückständigen Wirtschaft wurde eine globale Exportmaschine; die chinesischen Exporte haben sich verzehnfacht. Heute hat China Deutschland als weltweit größten Exporteur überholt und exportiert jährlich Waren im Wert von über 1 Billion US-Dollar.
China's development began in 1978 and has been due to military considerations dominating the development of science and technology. This can be traced back to the Mao era. Mao stated his objective of forming a ‘militarization’ complex above all other needs. This ‘militarization’ formed the basis of Deng Xao Ping’s policy. Deng's aim was to diversify the Chinese economy in order for China's industrial base to contribute not just to national defence but also economic growth and civilian prosperity. Deng's famous 16 character guidance in early 1980’s made this clear: ‘integrating military and civilian production; but making sure to balance the military requirements; maintaining military capability; using the civilian economy to serve military modernization.’6 Prior to this the Soviet-style centrally planned economy, was utilized but achieved limited results. Deng then utilized a more market-oriented economy, particularly in the Special Economic Zones (SEZ) located in the Guangdong, Fujian, and Hainan. The results were spectacular. China radically changed its economy moving from producing low quality simple exports to sophisticated high technology goods. The country has changed from an inward backward economy to a global exporting machine, Chinese exports have grown tenfold. Today China has surpassed Germany as the world’s largest exporter, exporting over $1 trillion a year.
Seit 1978 hat China seine Wirtschaft von einer zentral geplanten Wirtschaft sowjetischen Musters zu einer stärker marktorientierten Wirtschaft reformiert, jedoch innerhalb des politischen Rahmens, der von der Kommunistischen Partei Chinas vorgegeben wird. Dieses System wird als „Sozialismus chinesischer Prägung“ bezeichnet und ist eine Form der gemischten Wirtschaft. Die seit 1978 eingeleiteten Reformen haben dazu beigetragen, Millionen Menschen aus der Armut zu holen, und die Armutsquote von 53 % der Bevölkerung im Jahr 1981 auf 8 % bis zum Jahr 2001 gesenkt.
Since 1978, China has been reforming its economy from a Soviet-style centrally planned economy to a more market-oriented economy but within the political framework, provided by the Communist Party of China. This system has been called “Socialism with Chinese characteristics” and is one type of mixed economy. These reforms started since 1978 has helped lift millions of people out of poverty, bringing the poverty rate down from 53% of population in 1981 to 8% by 2001.
Die Umsetzung der chinesischen Außenpolitik stellt eine wichtige Entwicklung gegenüber dem engen und reaktiven Ansatz Pekings in globalen Angelegenheiten der Vergangenheit dar. China gibt seine lang gehegte Opfermentalität der 150 Jahre von Scham und Demütigung auf und übernimmt stattdessen eine Mentalität der Großmacht (daguo xintai). Die natürliche Folge daraus ist die wachsende Rolle Chinas in globalen Fragen. Angetrieben wird dies von führenden Mitgliedern der Kommunistischen Partei, die nicht während der chinesischen Revolution geboren wurden und daher die Welt nicht aus der Perspektive der chinesischen Geschichte betrachten. Führungspersönlichkeiten wie der derzeitige Präsident Hu Jintao, der nur wenige Jahre vor der Revolution geboren wurde, war der erste chinesische Führer, der nicht an dem berüchtigten Langen Marsch teilgenommen hat, bei dem die Nationalisten 1949 besiegt wurden. Es sind solche Führungspersönlichkeiten, die an die Abkehr von der Opfermentalität Chinas und die Übernahme einer Mentalität der Großmacht glauben; es sind solche Führungspersönlichkeiten, die China zunehmend den großen Weltmächten ähnlicher sehen.
The execution of China's foreign policy represents an important evolution from Beijing's narrow and reactive approach to global affairs in the past. China is abandoning its long-held victim mentality of 150 years of shame and humiliation and adopting instead a great power mentality (daguo xintai). The natural extension of this is the increasing role of China in global issues. This has been driven by leading members of the Communist party who were not born during the Chinese revolution and hence do not view the world from the perspective of China's history. Leaders, such as the current president Hu Jintao, who was born only a few years before the revolution, was China's first leader not to have taken part in the infamous long march, where the nationalists were defeated in 1949. It is such leaders who believe in the abandonment of China's victim mentality and the adoption of a great power mentality, it is such leaders who are increasingly seeing China more akin to the world’s major powers.
Sino-US-Beziehungen
Sino - US Relations
US-Politiker legten ihre Strategie gegenüber China erstmals in der Defence Planning Guidance (DPG) für die Haushaltsjahre 1994 bis 1999 dar, der ersten formellen Erklärung der strategischen Ziele der USA in der Nachsowjetzeit: „Wir [müssen] uns bemühen, zu verhindern, dass eine feindliche Macht eine Region dominiert, deren Ressourcen unter konsolidierter Kontrolle ausreichen würden, um globale Macht zu erzeugen.“⁷ Als George W. Bush das Amt antrat, besaß nur noch China die wirtschaftlichen und militärischen Fähigkeiten, die USA als aufstrebende Supermacht herauszufordern. Die USA entwickelten daraufhin eine Politik der Eindämmung statt eines offenen Wettbewerbs mit China; diese würde US-Ressourcen beanspruchen, um China innerhalb seiner Grenzen zu halten und sicherzustellen, dass niemand die Region mit ihm teilt. Diese Politik der Eindämmung legte Condoleezza Rice dar, als sie während des Präsidentschaftswahlkampfes 2000 als außenpolitische Beraterin des damaligen Gouverneurs von Texas, George W. Bush, tätig war. In einem Artikel für Foreign Affairs erklärte sie: „China ist eine Großmacht mit ungelösten lebenswichtigen Interessen, insbesondere in Bezug auf Taiwan. China missfällt zudem die Rolle der Vereinigten Staaten im asiatisch-pazifischen Raum.“ Aus diesen Gründen, so führte sie aus, „ist China keine Macht des ‚Status quo‘, sondern eine, die das Machtgleichgewicht in Asien zu ihren Gunsten verändern möchte. Allein das macht sie zu einem strategischen Konkurrenten und nicht zum ‚strategischen Partner‘, als den die Clinton-Regierung sie einst bezeichnete. Die Vereinigten Staaten müssen ihre Zusammenarbeit mit Japan und Südkorea vertiefen und ihr Bekenntnis zu einer robusten militärischen Präsenz in der Region aufrechterhalten.“ Washington solle außerdem „der Rolle Indiens im regionalen Gleichgewicht größere Aufmerksamkeit schenken und das Land in ein antichinesisches Bündnissystem einbinden“.8
US policy makers spelled out their strategy for China initially in the Defence Planning Guidance (DPG) for fiscal years 1994-99, the first formal statement of US strategic goals in the post-Soviet era "we [must] endeavour to prevent any hostile power from dominating a region whose resources would, under consolidated control, be sufficient to generate global power."7 By the time George W Bush came to office only China possessed the economic and military capacity to challenge the United States as an aspiring superpower. The US developed a policy of containment rather than outright competition with China which would expend US resources, to restrain China within its borders ensuring no-one shares the region with her. This policy of containment was spelt out by Condoleezza Rice while serving as a foreign-policy adviser to George W Bush, then governor of the state of Texas, during the 2000 presidential campaign in a Foreign Affairs article she stated "China is a great power with unresolved vital interests, particularly concerning Taiwan, China also resents the role of the United States in the Asia-Pacific region." For these reasons, she stated, "China is not a ‘status quo' power but one that would like to alter Asia's balance of power in its own favour. That alone makes it a strategic competitor, not the 'strategic partner' the Clinton administration once called it. The United States must deepen its cooperation with Japan and South Korea and maintain its commitment to a robust military presence in the region". Washington should also "pay closer attention to India's role in the regional balance, and bring that country into an anti-Chinese alliance system."8

Auf der anderen Seite haben jene, die Chinas Aufstieg als Bedrohung betrachten, die US-Regierung gedrängt, einen antichinesischen Ring um China zu entwickeln, um es einzudämmen. Die USA haben die sicherheitspolitischen Beziehungen zu Japan ausgebaut und japanische Forderungen nach nuklearer Entwicklung unterstützt, was die seit Jahrzehnten bestehende verfassungsmäßige Verteidigungspolitik aufgeben würde; für die USA würde dies als militärisches Gegengewicht auf Chinas östlicher Flanke wirken. Auf der westlichen Flanke wurde Indien mit wirtschaftlichen Abkommen, dem Transfer von Nukleartechnologie und Ambitionen auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat umworben. In ähnlicher Weise haben die USA die Beziehungen zu Vietnam normalisiert, den historischen Konflikt begraben und bilaterale Partnerschaften mit dem Land gebildet. Den Vietnamesen ist es den USA erfolgreich gelungen, die Interaktion mit ihnen zu verstärken, wodurch die jahrhundertealten chinesischen Verbindungen zur pazifischen Region aufgebrochen wurden. Vietnam hat weiterhin einen Gebietsstreit an seiner nördlichen Grenze mit China. Die USA haben außerdem ihren Konflikt mit Nordkorea genutzt, um China einzudämmen. Im Vergleich zum Iran haben die USA das nukleare Vorankommen in Pjöngjang beträchtlich geschwiegen, während China die Sechs-Parteien-Gespräche verfolgt, um sicherzustellen, dass sein Hinterhof nicht in Brand gerät. Die Verlautbarungen aus solchen Treffen waren widersprüchlich: China sprach von pessimistischen Gesprächen und zeigte Distanz bei Fragen gegenüber den USA, während die USA erfolgreiche Verhandlungen meldeten. Dies liefert eine passende Rechtfertigung für eine dauerhafte und erhebliche US-Präsenz in Südkorea. Die USA haben im September 2009 außerdem einen Kurswechsel gegenüber Myanmar (Birma) angekündigt. Sie planen, über das gegenwärtige Sanktionsregime hinauszugehen und den direkten Kontakt mit der Militärregierung einzubeziehen. Myanmar spielt eine zentrale Rolle in Chinas Strategie für die überseeische Energieversorgung, und durch den direkten Dialog versucht die USA, die Ausweitung einer chinesischen Einflusssphäre in Asien zu minimieren.
On the other hand those who view China's rise as a threat have pushed for the US administration to develop an anti-Chinese ring around China to contain it. The US has upgraded security relations with Japan and has supported Japanese calls for nuclear development, this would mean abandoning the decades old constitutional defensive policy; for the US this would act as a military counter weight on China’s Eastern flank. On the Western flank India has been wooed with economic deals, the transfer of nuclear technology and ambitions of permanent Security Council status. The US in a similar manner has normalised relations with Vietnam burying its historical conflict and forming bilateral partnerships with it. The US has successfully manoeuvred the Vietnamese to increase interaction with it, breaking the age old Chinese links to the pacific region. Vietnam continues to have a territorial dispute on its northern border with China. The US has also used its conflict with North Korea to contain China. The US has been considerably silent to the nuclear progress in Pyongyang compared to Iran, whilst China has been pursuing six party talks trying to ensure its back door is not set on fire. The statements from such meetings have been contradictory where China has been remarking pessimistic talks with distance on issues to the US remarking successful negotiations. This gives a suitable justification for sustained and substantial US presence in South Korea. The US has also announced in September 2009 a shift in policy towards Myanmar (Burma). It plans to move beyond the current sanctions regime to include direct engagement with the military government. Myanmar is playing a central role in China's overseas energy strategy and through direct engagement the US is attempting to minimise the expansion of a Chinese sphere of influence in Asia.
China als innere Dimension
China’s Internal Dimension
In Chinas 5000-jähriger Geschichte war es nie eine Supermacht und hat nie das globale Machtgleichgewicht beeinflusst. Selbst als es den Kommunismus übernahm, trug es ihn nie über seine Grenzen hinaus und beeinflusste keine der Regionen der Welt. Ein großer Teil der 5000-jährigen Geschichte Chinas besteht aus inneren Kriegen und Kämpfen zur Einigung des Heimatlandes. Chinas Außenpolitik ist auf die wirtschaftliche Entwicklung im Inland und die Beschaffung aller notwendigen Rohstoffe zur Erreichung dieser Ziele ausgerichtet. China hat die Eindämmungspolitik der USA herausgefordert, indem es versucht, die Staaten zu schwächen, mit denen die USA China eindämmen wollen. Dies geschieht durch Handel und den Ausbau bilateraler Beziehungen, mit denen die Beziehungen der USA zu Ländern wie Australien, Indien, Japan und Südkorea gelockert werden sollen.
In China’s 5000 year history it has never been a superpower and has never influenced the global balance of power. Even when it adopted Communism it never carried this beyond its borders and never influenced any of the regions of the world. Much of China's 5000 year history is composed of internal wars and struggles in order to unify the homeland. China’s foreign policy is centred on domestic economic development and procuring all the necessary raw materials to achieve such aims. China has challenged America’s containment policy by attempting to weaken the nations the US is attempting to use to contain China. This is through using trade and developing bilateral ties to loosen US relations with the likes of Australia, India, Japan and South Korea.
Aufgrund dieser Realität hat sich China auf seine Region konzentriert und bislang wenig Ambitionen über die Region hinaus gezeigt. Chinas Politik der „Perlenkette“ ist sein erstes Unterfangen jenseits der Region. Die US-Regierung beschrieb die Politik wie folgt: „Die ‚Perlenkette‘ beschreibt die Manifestation des wachsenden geopolitischen Einflusses Chinas durch Bemühungen, den Zugang zu Häfen und Flugplätzen zu erweitern, besondere diplomatische Beziehungen aufzubauen und die Streitkräfte zu modernisieren, die sich vom Südchinesischen Meer durch die Straße von Malakka, über den Indischen Ozean bis zum Persischen Golf erstrecken.“10 Die Seewege verlaufen durch die strategischen Engpässe der Bab-el-Mandeb-Straße, der Straße von Malakka, der Straße von Hormus und der Lombokstraße sowie durch weitere strategische maritime Interessen entlang Pakistan, Sri Lanka, den Malediven und Somalia. All dies sind zentrale strategische Routen für Öl und Gas, und sie werden unweigerlich zu einem Zusammenstoß mit den USA führen.
Due to this reality China has focussed on its region and as of yet has shown little ambition beyond the region. China’s string of pearls policy is its first venture beyond the region. The policy was described by the US government as follows: “The “String of Pearls” describes the manifestation of China’s rising geopolitical influence through efforts to increase access to ports and airfields, develop special diplomatic relationships, and modernize military forces that extend from the South China Sea through the Strait of Malacca, across the Indian Ocean, and on to the Persian Gulf.”10 The sea lines run through the strategic choke points of Strait of Mandab, Strait of Malacca, Strait of Hormuz and Strait of Lombok as well as other strategic naval interests along Pakistan, Sri Lanka, Maldives and Somalia. All of these are key strategic routes for oil and gas and will inevitably lead to a clash with the US.

Seit Jahrhunderten bemüht sich China, eine weite multikulturelle und multiethnische Nation zusammenzuhalten, trotz Phasen politischer Zentralisierung und Zersplitterung. Doch kulturelle und sprachliche Unterschiede haben sich aufgrund ungleichmäßigen Wachstums und einer massiven Fehlverteilung des Reichtums verschärft. Körperliche Misshandlung, Inhaftierung, lasche Arbeitsgesetze und erbärmliche Löhne sowie der Umstand, dass die chinesische Regierung die wirtschaftlichen Bedürfnisse des weitaus größten Teils der Bevölkerung offenbar nicht angegangen ist, verursachen innere Unruhen und Forderungen nach politischer Nachfolge. Im Jahr 2005 bearbeitete China 87.00012 Fälle sozialer Unruhen; damit sind öffentliche Störungen, Demonstrationen und bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen gemeint. Innenpolitisch ist China eine Bombe, die jederzeit hochgehen könnte.
For centuries, China has attempted to hold together a vast multi-cultural and multi-ethnic nation despite periods of political centralization and fragmentation. But cultural and linguistic differences have worsened due to uneven growth and a massive misdistribution of wealth. Physical mistreatment, imprisonment, lax labour laws and pitiful pay and the fact that the Chinese government is seen not to have addressed the economic needs of the vast bulk of the population is causing internal strife and calls for political succession. In 2005 China handled 87,00012 cases of social unrest; this is public disturbances, demonstrations and civil strife. Domestically China is a bomb that could go off at any time.
China wird innenpolitisch vom Kommunismus regiert, weshalb es nach wie vor ein Einparteiensystem hat, wirtschaftlich bewegt es sich jedoch immer stärker in Richtung freier Markt. Zugleich ist China nationalistisch geprägt, was in einigen Regionen Forderungen nach Abspaltung laut werden ließ. Solange China nicht entscheidet, was seine nationale Identität ist, wird das Land weiterhin in verschiedene Richtungen gezogen werden, und China wird nie in der Lage sein, die Supermacht der Welt herauszufordern. Die Vorherrschaft der ethnischen Han über die anderen Volksgruppen trägt nur zum Problem bei. Sollten die USA meinen, China stelle eine unmittelbare Bedrohung ihrer Interessen dar, könnten sie ohne große Mühe eine der Minderheitengruppen unterstützen und so innere Probleme in China verursachen.
China domestically is ruled by Communism, this is why it still has a one party system, but economically it is moving more and more towards the free market. At the same time China is nationalist led which has led to calls for separation by some regions. Until China decides what its national identity is, the nation will continue to be pulled in different directions and China will never be able to pose a threat to the world's superpower. The imposition of the ethnic Hans over the other ethnicities only contributes towards the problem. If the US felt China poses an immediate threat to its interests it could with much ease support one of the minority groups and cause internal problems for China.
Schlussfolgerungen
Conclusions
China stellt derzeit eine wirtschaftliche Herausforderung für die USA dar, und aus diesen Gründen befindet es sich in einer Reihe von Handelsstreitigkeiten. Die USA haben Beschränkungen für chinesische Reifenimporte eingeführt, und gegen China laufen derzeit mehrere Verfahren der Welthandelsorganisation (WTO) wegen wettbewerbswidriger Praktiken.
China currently posses an economic challenge to the US, for these reasons they are engaged in a number of trade disputes. The US has placed restrictions on Chinese tyre imports, and currently China is on the receiving end of a number of World Trade Organisation (WTO) cases into anti-competitive practices.
Für die USA stellt China in Südostasien eine Bedrohung dar, weshalb die USA chinesische politische Ambitionen eindämmen wollen und zugleich vom Binnenmarkt mit 1,4 Milliarden Menschen profitieren möchten. Die Einschätzungen der US-Geheimdienste und die Quadrennial Defense Reviews fordern immer wieder, die Militärausgaben angesichts der chinesischen Bedrohung zu erhöhen. China als Bedrohung für die USA wird jedoch überbewertet, denn bislang hat China seine Interessen und Ambitionen auf seine eigene Region beschränkt. Es ist fraglich, ob eine Nation, die nie eine Weltmacht war und sich nie über ihre Grenzen hinaus ausgedehnt hat, überhaupt globale Ambitionen hat. China befindet sich in einer starken Position, um seine Wirtschaft von einer externen Ausrichtung auf eine inländische Entwicklung umzustellen; die Größe seiner Bevölkerung könnte sein wirtschaftliches Dilemma lösen.
For the US China posses a threat in South East Asia and hence the US wants to restrict potential Chinese political ambitions but at the same time wants to benefit from the 1.4 billion domestic market. US central intelligence estimates and quadrennial reviews constantly propose the US to increase military expenditure in the face of Chinese threats. China as a threat to the US is overblown when China has for the moment restricted its interests and ambitions to its region – it is questionable whether a nation that has never been a world power, who never expanded beyond its borders, even has global ambitions. China is in a strong position to shift its economy from external focus to domestic development, the size of its population would solve its economic dilemma.
Derzeit stellt China eine wirtschaftliche Herausforderung für die USA dar; daher ist es unwahrscheinlich, dass China in absehbarer Zeit die USA als Supermacht der Welt ablösen wird.
Currently China poses an economic challenge to the US, therefore it is unlikely China will be replacing the US as the worlds superpower any time soon.