USA In A Post American World
USA In A Post American World
13 Bundesstaaten Nordamerikas bildeten 1776 die Vereinigten Staaten von Amerika, nachdem sie Großbritannien im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg besiegt hatten. Durch die Doktrin der offensichtlichen Bestimmung (Manifest Destiny) dehnten sich die USA aus, bis nahezu 50 Staaten Teil der Union wurden. Der Amerikanische Bürgerkrieg von 1865 besiegelte das Schicksal der Nation und ihres Wirtschaftssystems. Der Rüstungsbedarf des Bürgerkriegs legte den Grundstein für die moderne industrielle Wirtschaft der USA. Die Kriegsbedürfnisse hatten die Fertigung enorm angeregt und einen wirtschaftlichen Prozess beschleunigt, der auf der Nutzung von Eisen, Dampf- und Elektrizitätskraft beruhte, ebenso wie auf dem raschen Voranschreiten von Wissenschaft und Erfindungen. Seit der Mitte der 1880er Jahre ist die USA jedes Jahr die größte Volkswirtschaft der Welt.
13 federal states of North America formed United States of America in 1776 after defeating Britain in the American war of independence. Through manifest destiny the USA expanded until nearly 50 states became part of the union. The American civil war of 1865 sealed the destiny of the nation and its economic system. The armament needs of the civil war laid the groundwork for the modern US industrial economy. War needs had enormously stimulated manufacturing, speeding an economic process based on the exploitation of iron, steam, and electric power, as well as the forward march of science and invention. Since the middle of the 1880’s the USA has been the world’s largest economy every year.
Die USA haben sich vom Einwandererland auf dem nordamerikanischen Kontinent zu einer Nation entwickelt, die heute mehr Reichtum erzeugt als die nächsten vier Nationen zusammen. Militärisch dominieren die USA die Welt und kontrollieren die Ozeane der Erde. Politisch sind die USA in die meisten internationalen Angelegenheiten und Konflikte involviert. US-Unternehmen beherrschen den größten Teil der globalen Wirtschaftssektoren, und US-Marken und -Symbole gehören zu den bekanntesten weltweit.
The US turned from a nation of immigrants in the North American continent to a nation today that produces more wealth then the next four nations combined. Militarily the US dominates the world and controls the world’s oceans. Politically the US is involved in most international issues and disputes. US companies dominate most sectors of the global economy and US brands and symbols are some of the most recognised across the globe.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs stieg Amerika zur Weltmacht auf. Die Beteiligung der USA am pazifischen Kriegsschauplatz und ihre Fähigkeit, in Massenproduktion Industriemaschinen und Militärausrüstung für die Alliierten herzustellen, waren entscheidend dafür, den Krieg zu beenden, als Großbritannien durch den deutschen Kriegseinsatz vollständig erschöpft war. Die USA besetzten Japan mit einer halben Million ihrer Soldaten und teilten sich die Besetzung Deutschlands mit Russland und Großbritannien.
America emerged a world power as WW2 drew to a close. US participation in the Pacific zone of the conflict and its ability to produce on mass industrial machinery and military equipment for the allies was decisive in bringing the war to its conclusion when Britain had been completely consumed due to the German war effort. The US occupied Japan with half a million of its troops and shared the occupation of Germany with Russia and Britain.
Der Krieg war historisch gesehen zentral für die Entwicklung Amerikas. George Friedman hat dies in seinem Buch „The Next 100 Years“ dargelegt: „Praktisch jede andere industrialisierte Macht der Welt erlebte im 20. Jahrhundert verheerende Kriege. Die Vereinigten Staaten führten Krieg, doch Amerika selbst hat ihn nie erlebt. Militärische Macht und geografische Realität schufen eine wirtschaftliche Realität. Andere Länder haben Zeit verloren, um sich von Kriegen zu erholen. Die Vereinigten Staaten nicht. Sie sind durch sie sogar gewachsen.“2
War historically has been central to America’s development. George Friedman outlined this in his book: The Next 100 Years: “Virtually every other industrialised power in the world experienced devastating warfare in the 20th century. The United States waged war, but America itself never experienced it. Military power and geographical reality created an economic reality. Other countries have lost time recovering from wars. The United States has not. It has actually grown because of them.”2
Es waren die Vereinigten Staaten, die die Nachkriegswelt gestalteten. Nachdem sie mit der damals technologisch fortschrittlichsten Erfindung, den Atomwaffen, den Zweiten Weltkrieg mit einem einzigen Schlag beendet hatten, waren die Amerikaner in einer günstigen Position, die Bedingungen der Nachkriegswelt zu diktieren; nur die Sowjetunion stellte ein Hindernis dar. Während die Konferenz von Jalta im Jahr 1945 die Beute unter den Siegermächten verteilte, schuf die Konferenz von Bretton Woods den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank und das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT); zudem machte sie den Dollar zur Weltreservewährung. All dies institutionalisierte den amerikanischen Einfluss, den Europa akzeptierte, da es durch den Krieg verwüstet war. Das Brookings Institute bestätigte in einem Bericht: "Die Vereinigten Staaten haben alle multilateralen Organisationen, einschließlich der Weltbank, als Instrumente der Außenpolitik betrachtet, die zur Unterstützung bestimmter amerikanischer Ziele und Vorhaben eingesetzt werden … Die amerikanischen Vorstellungen darüber, wie die Weltwirtschaft organisiert werden sollte, wie Ressourcen verteilt werden sollten und wie Investitionsentscheidungen getroffen werden sollten, wurden in der Charta und in den operativen Richtlinien der Bank verankert."3
It was the United States that constructed the post war world. Having used the most technologically advanced invention at the time – nuclear weapons, to bring to an end in one stroke to WW2, America was well placed to dictate the terms of the post war world, only the Soviet Union presented any obstacle. Whilst the Yalta conference in 1945 distributed the spoils amongst the victors the Bretton Woods conference created the International Monetary Fund, the World Bank and the General Agreement on taxes and Tariffs (GATT), it also made the Dollar the world’s reserve currency – all this institutionalised US influence, which Europe accepted as it was devastated by the war. The Brookings institute confirmed in a report: "The United States has viewed all multilateral organisations including the World Bank, as instruments of foreign policy to be used in support of specific US aims and objectives…US views regarding how the world economy should be organised, how resources should be allocated and how investment decisions should be reached were enshrined in the Charter and the operational policies of the bank."3
Als die Nachkriegsarchitektur errichtet wurde, begann bereits ein neuer Krieg – der Kalte Krieg. Die USA und die UdSSR konkurrierten miteinander. Anstatt Japan und Deutschland zu zerschlagen, entschieden sich die USA, beide Länder zu erfolgreichen kapitalistischen Staaten zu machen, als Gegengewicht zur Ausbreitung des Kommunismus. Während Europa über den Marshallplan Hilfe für den Wiederaufbau erhielt, bekamen Japan und Deutschland jahrzehntelang Zugang zur US-Technologie, was ihre rasche wirtschaftliche Entwicklung erheblich förderte.4
As the post –WW2 architecture was being constructed a new war was beginning – the cold war. The US and the USSR competed with each other, the US rather then deconstructing both Japan and Germany decided to turn them into successful Capitalist nations as a counter weight to the expansion of Communism. Whilst Europe received aid through the Marshall plan for reconstruction, Japan and Germany for decades received access to US technology which significantly aided their rapid economic development.4
Der Kalte Krieg brachte zahlreiche militärische Entwicklungen hervor, bei denen die USA im Wettrüsten und im Wettlauf ins All gegen die Sowjetunion die Führung übernahmen. Die USA bildeten den Westblock, zu dem die meisten liberalen Demokratien der Welt gehörten, als Gegengewicht zum Ostblock. Dadurch konnten die USA ihre Kultur in der ganzen Welt verbreiten. Hollywood wurde zentral für die amerikanische Lebensweise und drang in die Köpfe eines globalen Publikums ein. Der amerikanische Konsument wurde für den amerikanischen Traum, der verwirklicht werden könne, verehrt, und amerikanische Philosophen und Denker gaben den Ton an, was politische und philosophische Ideen betrifft.
The Cold War resulted in numerous military developments which the US led in its arms and space race with the Soviet Union. The US created the Western bloc which consisted of most of the liberal democracies around the world as a counter weight to the Eastern bloc. This allowed the US to disseminate its culture around the world. Hollywood became central to the American way of life infiltrating the minds of the global audience. The US consumer became idolised for the American dream that could be pursued and American philosophers and thinkers led the way on political and philosophical ideas.
Post – Americanismus
Post – Americanism
Am Ende des 20. Jahrhunderts war die USA die unangefochtene Weltmacht. Sie hatte den Kommunismus besiegt, die NATO als weltweit maßgebliche Sicherheitsorganisation etabliert und die Weltwirtschaft dominiert. Es galt daher als sehr wahrscheinlich, dass die Welt noch jahrzehntelang über die Stärke der USA schreiben und berichten würde.
At the end of the 20th century the US was the unrivalled world power, having defeated Communism, established NATO as the world’s default security organisation and dominated the world economy, it was considered very likely that the world would be writing and printing about US prowess for decades to come.
Die USA im 21. Jahrhundert sind jedoch eine ganz andere Weltmacht als die des 20. Jahrhunderts.
The US in the 21st century however is a very different global power to the one of the 20th century.
Heute blutet Amerika aus zwei offenen Wunden im Irak und in Afghanistan, die keinerlei Anzeichen einer Besserung zeigen. Beide Kriege haben inzwischen länger gedauert als der Zweite Weltkrieg. Die US-Armee, die modernste Armee der Geschichte, war nicht in der Lage, eine Gruppe von Kämpfern zu besiegen, die Waffen aus den 1960er Jahren einsetzt. Infolgedessen ist sie auf eine Vielzahl von Stellvertretern angewiesen, um sich vor Peinlichkeiten zu bewahren. Die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie die Tatsache, dass sich die USA nicht aus ihnen lösen konnten, wurden mit dem Burenkrieg von 1899 verglichen, der als Beginn des Endes des British Empire gilt. Die Einzelheiten des Krieges weisen eine ähnliche Parallele zu den USA im Irak und in Afghanistan auf.
Today America is bleeding from two open wounds in Iraq and Afghanistan that show no signs of abating. Both wars have now lasted longer than WW2. The US army, the most technologically advanced in history has been unable to defeat a band of fighters using weapons developed in the 1960’s. As a result it has to rely on a variety of surrogates to avoid embarrassment. The Iraq and Afghan wars and the fact that the US has been unable to extricate itself has been compared to the Boer war of 1899, which is considered the beginning of the end of the British empire. The details of the war bear a similar resemblance to the US in Iraq and Afghanistan.
Burenkrieg
Boer War
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Schlacht von Omdurman im Sudan, bei der die britische Armee zahlenmäßig im Verhältnis zwei zu eins unterlegen war, legte Großbritannien, ebenso wie die USA, seine Gründe für den Krieg dar. Das Empire führte an, die Rechte der englischsprachigen Bevölkerung, die als Bürger zweiter Klasse behandelt werde, müssten geschützt werden. In Wirklichkeit ging es jedoch um die Buren, Farmer, die über Diamantenfelder herrschten. Mit der Entdeckung von Gold im Jahr 1886 eilten viele Ausländer in das heutige Südafrika, um am dortigen Goldrausch teilzunehmen. Im Jahr 1899 produzierte das Burengebiet Südafrikas 25 % des weltweiten Goldes.
After successfully concluding the war of Omdurman in Sudan where the British army was outnumbered two to one. Britain just like the US presented their reasons for the war, the Empire argued the rights of the English speaking people, who were treated as second class citizens had to be protected. In reality the Boers – farmers, resided over diamond fields and with the discovery of Gold in 1886, many foreigners hurried to what is today South Africa to participate in its Gold rush. In 1899 the Boer area of South Africa was producing 25% of the world’s gold.

Das Empire sah sich rund 45.000 Bauern in der Transvaal und im Oranjefreistaat gegenüber, die wussten, wie sie ihr Land verteidigen, sie hatten die Unterstützung der großen Mehrheit der einheimischen Bevölkerung und setzten Guerillataktiken ein, die sich nicht eindämmen ließen, obwohl das Britische Empire eine so große Armee im Feld hatte. Infolgedessen griff das Empire zu brutalen Methoden, zu denen das Niederbrennen ganzer Dörfer, die Errichtung von Konzentrationslagern für die Bevölkerung und standrechtliche Hinrichtungen gehörten.
The Empire faced around 45,000 farmers the Transvaal and the Orange Free State who knew how to defend their land, they had the support of most of the indigenous population and utilised guerrilla tactics which was impossible to contain when the British Empire had such a large army on the ground. As a result the Empire resorted to brutal tactics that included burning down whole villages, creating concentration camps for the population and resorting to summery executions.
Die Buren hielten bis 1902 durch, als sie sich schließlich ergaben. Während Großbritannien den Krieg zwar gewann, da es den Gegner besiegte, hatte es in Wirklichkeit verloren. Bei Kriegsende hatte Großbritannien 450.000 Soldaten am Boden im Einsatz, die gegen eine bloße Miliz von 45.000 Mann kämpften. Großbritannien verlor 45.000 Soldaten, hatte den Kriegsaufwand massiv überschritten und sein Militär bis an die Belastungsgrenze gedehnt. Seine brutalen Taktiken untergruben jedoch die britische Sache dauerhaft, sowohl im eigenen Land als auch im Ausland. Während alle Großmächte der Zeit die britische Vorgehensweise anprangerten, wurde im eigenen Land die Rolle Großbritanniens in der Welt infrage gestellt, wenn man die Massen tötet, um ihnen Freiheit zu geben.
The Boers held out until 1902 when they eventually surrendered. Whilst Britain actually won the war as they defeated the enemy in reality they had lost. By the wars end Britain had 450,000 troops on the ground fighting a mere militia of 45,000. Britain lost 45,000 troops and had massively overspent in the war effort and has stretched its military to breaking point. However its brutal tactics undermined the British cause forever at home and abroad. Whilst all the powers of the day exposed British tactics, domestically Britain’s role in the world was questioned when you kill the masses in order to give them freedom.
Im Vergleich zu heute sind die Parallelen auffallend: Die USA haben über Massenvernichtungswaffen gelogen, aus schnellen Siegen wurden langwierige Besatzungen, und das hat Korruption und Unfähigkeit auf höchster Ebene hervorgebracht. Die Kosten für die USA sind enorm und dauern bis heute an. Guantanamo Bay hat das wichtigste Exportgut Amerikas, die Menschenrechte, seit über einem Vierteljahrhundert untergraben. Ebenso gilt das US-Militär als überdehnt, und Amerikas Position wird als nicht haltbar angesehen.