Russlands Wiedererstarken
Russia’s Resurgence
Die USA und die Sowjetunion konkurrierten jahrzehntelang um den Status der Weltsupermacht. Beide wetteiferten im Wettrüsten, um die stärksten Raketen zu produzieren, und im Wettlauf ins All, um als Erste einen Menschen auf den Mond zu bringen. Dieser Wettbewerb zehrte schließlich die Sowjetunion aus, und im Jahr 1990, nach verschiedenen Revolutionen, zerfiel die Sowjetunion.
The US and the Soviet Union competed with each other for decades over the post of the world’s superpower. Both competed in the arms race in order to produce the most powerful missiles and the space race to place the first man on the moon. This competition eventually consumed the Soviet Union and in 1990 after various revolutions the Soviet Union disintegrated.
Viele politische Entscheidungsträger in den USA betrachteten die Zerschlagung Russlands als unvollendete Aufgabe. Nach dem Zerfall der Sowjetunion begann der Westen unter Führung der USA, seine Grenzen in Europa rasch nach Osten zu verschieben und damit Russlands Fähigkeit zu zerstören, die Region zu beeinflussen. Die prowestlichen Linien rückten in den vergangenen zwei Jahrzehnten über die Erweiterung der NATO und der EU nach Osten vor, bis sie hart an Russlands Grenzen stießen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion arbeiteten die USA daran, die von der UdSSR geschaffene Architektur abzubauen, und sie versuchten, Russland einzudämmen, indem sie alle ehemaligen Sowjetrepubliken in ihren Einflussbereich brachten. Im folgenden Jahrzehnt verknüpften sie diese über den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank wirtschaftlich mit dem Westen.
Many US policy makers saw the dismemberment of Russia as unfinished business. After the fall of the Soviet Union, the West led by the US began working to push its boundaries in Europe rapidly eastward, destroying Russia’s ability to influence the region. The pro-Western lines moved to the east for the past two decades, via NATO and EU expansion, until they pushed hard up against Russia’s borders. With the collapse of the Soviet Union the US worked to dismantle the architecture established by the USSR, it worked to contain Russia by bringing all the former Soviet republics under its sphere of influence and for the next decade through the IMF and the World Bank it economically linked them to the West.
Die USA weiteten außerdem ihre Präsenz auf dem Balkan aus. Die USA bemühten sich, das nachsowjetische Russland einzudämmen, und arbeiteten darauf hin, es vom Balkan und aus Osteuropa zu verdrängen. Die USA blockierten die Vereinbarung über ein bundesstaatlich kontrolliertes, aber halbunabhängiges Jugoslawien, was 1993 zum Bürgerkrieg führte. Diesen nutzten sie als Vorwand, um einen Krieg gegen Serbien zu beginnen, zu dem Russland ethnische Bindungen zu den slawischen Völkern unterhält. Mit der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo schwächten sie die russische Präsenz zusätzlich. Die USA bemühten sich, wirtschaftliche und militärische Beziehungen zu osteuropäischen Staaten aufzubauen, und monopolisierten so die Sicherheit der Region. Die Einkreisung Russlands wurde weiter durch die sogenannten Farbrevolutionen versucht, bei denen prorussische Regierungen gestürzt und prowestliche Politiker an die Macht gebracht wurden. Solche Beziehungen dienten als Grundlage, um Osteuropa in die NATO einzugliedern.
The US also expanded its presence in the Balkans. The US worked to contain the post-Soviet Russia, working to drive it out of the Balkans and Eastern Europe. The US obstructed the deal on a federally controlled but semi independent Yugoslavia which led to civil war in 1993, it used this as a pretext to launch war against Serbia where Russia has ethnic ties with the Slavic’s, and by inaugurating Kosovo’s independence it further weakened Russian presence. The US worked to establish economic and military relations with Eastern European states, hence monopolising the security of the region. The encirclement of Russia was further attempted through the so called colour revolutions where pro-Russian regimes were overthrown and pro-Western leaders took the helms. Such relations were used as a basis to annex Eastern Europe into NATO.
Wiederaufleben
Resurgence
Wladimir Putin folgte 1999 auf Boris Jelzin, einen Nationalisten, der sich bemühte, das Schicksal Russlands zum Besseren zu wenden. Putin leitete den Prozess der Wiederverstaatlichung wichtiger Sektoren, Vermögenswerte, Versorgungsunternehmen und Industrien ein, durch Maßnahmen, die den Kurs der Nation ändern sollten. Er ging gegen die Oligarchen vor, die das Land im Wesentlichen ausplünderten, indem er die Summen begrenzte, die sie aus dem Land abziehen konnten; einigen wurde erlaubt, das Land zu verlassen, andere wurden rücksichtslos behandelt. Er stabilisierte die innenpolitische Lage durch wirtschaftliche Maßnahmen, die nur unter einer Diktatur möglich waren – jedes Parlament oder jeder Senat hätte bei so weitreichenden Entscheidungen blockiert und eigene Interessen ins Spiel gebracht.
Vladimir Putin succeeded Boris Yeltsin in 1999, a nationalist who endeavoured to change the fortunes of Russia. Putin began the process of re-nationalizing key sectors, assets, utilities and industries through policies intended to change the course of the nation. He dealt with the oligarchs who were essentially looting the nation, by restricting the amount of money they took out of the nation; some were allowed to leave the country whilst others were dealt with ruthlessly. He stabilised the domestic situation through economic policies which were only possible under a dictatorship - any parliament or senate would have stalled on such huge decisions and would have allowed their own interests to get in the way.
Seit Wladimir Putin russischer Präsident wurde, ist es ihm gelungen, die Nation fest in den Griff zu bekommen und den Versuchen der USA, Russland zu schwächen, entgegenzutreten. Heute entwickelt sich Russland rasant, ohne dem Beispiel der westlichen liberalen Demokratie zu folgen. Russland hat sich entschieden, dem Westen und den USA praktisch bei jeder Gelegenheit offen die Stirn zu bieten, sei es durch das Setzen einer Flagge auf dem Meeresboden unter der arktischen Eiskappe, durch den Test der massiven Luftdruckbombe oder durch den Widerspruch gegen die Stationierung amerikanischer Frühwarn-Verteidigungssysteme in Osteuropa, deren Aufstellung es vorerst erfolgreich verhindern konnte. Russland beginnt, sich als Weltmacht neu zu erfinden, indem es Anspruch auf sein nahes Ausland erhebt – das Recht Russlands auf seine ehemaligen Republiken.
Since Vladimir Putin become Russian President he has managed to gain a grip on the nation and counter US attempts to weaken Russia. Today Russia is rapidly developing without following the example of Western liberal democracy. Russia has opted to openly challenge the West as well as the US at practically every turn, whether by planting a flag on the seabed beneath the Arctic icecap, testing the massive ordnance air blast bomb or disputing the sitting of US early-warning defence systems in Eastern Europe, which it has managed to successfully halt for the moment. Russia has begun re-inventing itself as a world power by laying its claim to it’s near abroad – this is Russia’s right over its former republics.
Russische Durchsetzungsfähigkeit
Russian Assertiveness
Die auswärtigen Beziehungen Russlands werden derzeit von dem Bestreben bestimmt, den Trend nach dem Kalten Krieg umzukehren und seine Peripherie zu sichern, indem alle ehemaligen Sowjetrepubliken unter seinen Einfluss gebracht werden. Russland tritt damit erneut in direkte Konkurrenz zur Supermacht der Welt.
Russian foreign relations are currently being driven on reversing the post Cold War trend and securing Russia’s periphery by bringing all the former Soviet republics under its influence. Russia is directly completing with the worlds superpower once again.
Russland hat die Beschäftigung Amerikas mit der islamischen Welt voll ausgenutzt, um alle von Amerika unterstützten Farbenrevolutionen rückgängig zu machen. Das Projekt, alle ehemaligen Sowjetrepubliken unter russischen Einfluss zu bringen, ist eine akribische Aufgabe, die von Wladimir Putin geleitet wird. Russland hat bereits erhebliche Fortschritte in der Ukraine, Kasachstan, Belarus und Armenien erzielt und wird voraussichtlich auch in Aserbaidschan bedeutende Gewinne erzielen; dort sollte es den verbleibenden westlichen Einfluss im kaukasischen Staat beseitigen. Die Neuformierung einer politischen Union in weiten Teilen des ehemaligen Sowjetraums macht rasche Fortschritte.
Russia has taken full advantage of America’s preoccupation with the Islamic world to reverse all the American sponsored colour revolutions. The project to bring all of the former Soviet republics under Russian influence has been a meticulous task led by Vladimir Putin. Russia has already made significant gains in Ukraine, Kazakhstan, Belarus and Armenia and set to make significant gains in Azerbaijan and should have removed what remains of western influence in the Caucasian nation. The reformulation of a political union in much of the former Soviet space is making rapid progress.

Kasachstan, Belarus und Armenien sind bereits Mitglieder der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), einer von Moskau geführten Sicherheitsgruppe, der pro-russische ehemalige Sowjetstaaten angehören. Die OVKS ist in erster Linie ein Bündnis, das Russland nutzt, um sich über die Sicherheitskoordination mit den ehemaligen Sowjetrepubliken zu integrieren und dort Einfluss geltend zu machen. Russland hat eine Vereinbarung über eine Zollunion mit Kasachstan, Belarus und Armenien geschlossen, die deren Volkswirtschaften weiter an Moskau binden wird. Aserbaidschan erwägt eine Mitgliedschaft in der OVKS. Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine im Januar 2010 kam ein pro-russischer Kandidat an die Macht, und in Kirgisistan kam es im Mai 2010 zu einem von Russland unterstützten Regimewechsel.
Kazakhstan, Belarus and Armenia are already members of the Collective Security Treaty Organization (CSTO), a Moscow-led security group comprising pro-Russian former Soviet states. The CSTO is primarily a bloc that Russia uses to integrate with and project influence throughout former Soviet republics via security coordination. Russia has concluded a deal for a Customs Union with Kazakhstan, Belarus and Armenia which will align their economies to Moscow further. Azerbaijan is considering CTSO membership and in Ukraine’s January 2010 elections a pro-Russian came to power and in Kyrgyzstan, similarly Russia inspired regime change in May 2010.
Russland wird sehr bald 70 % der ehemaligen Sowjetunion unter seiner Kontrolle haben, und jeder Versuch, die russische Expansion zu verändern, müsste gewaltig sein, wenn er Erfolg haben soll. Ist dies erreicht, ist Russland in der besten Position, seinen Einfluss über die ehemaligen Sowjetrepubliken hinaus auszudehnen. Solange die USA noch versuchen, sich aus dem Irak und Afghanistan zurückzuziehen, scheint Russland in die Pole-Position zu rücken, um das globale Machtgleichgewicht zu verschieben.
Russia will very soon have 70% of the former Soviet Union under its control and any effort to change Russian expansion must be monumental if it is to succeed. Once achieved Russia is in pole position to expand its influence beyond the former Soviet Republics. With the US still looking to extricate itself from Iraq and Afghanistan, Russia looks to be moving into poll position in attempting to shift the global balance of power.
Herausforderungen
Challenges
Bevölkerungsrückgang
- Population decline
Die Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1990 hatte nicht nur politische und wirtschaftliche Folgen; sie hatte auch massive soziale Folgen. Russen hörten auf, Kinder zu bekommen, aufgrund der Unsicherheit, da die Todesfälle infolge des Zusammenbruchs in den sowjetischen Gebieten zunahmen. Die Krise ließ die Armut von 2 Millionen auf 60 Millionen ansteigen, eine Steigerung um 3000 %. UNICEF stellte fest, dass dies jährlich zu 500.000 „zusätzlichen“ Todesfällen führte. Das sowjetische Gesundheitssystem brach zusammen, Selbstmorde und AIDS nahmen zu, sodass die Zahl der Todesfälle die der Geburten übertraf. Russlands Bevölkerung betrug am Vorabend seines Zusammenbruchs 148 Millionen und ist heute auf 141 Millionen gesunken. Das Problem, vor dem Russland steht, besteht darin, dass die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen derzeit das größte Segment der russischen Bevölkerung bildet; sie wurden in den 1980er Jahren geboren, als Russland noch eine Weltmacht war. Die unter 20-Jährigen sind deutlich kleiner, sie wurden nach der Auflösung der Sowjetunion geboren. Dieses Segment kann die hohen Geburtenraten der vorangegangenen Generation nicht aufrechterhalten, und daher steht Russland vor einem großen Problem, da sein Arbeitskräftepotenzial stark schrumpfen wird. Während Russland sich ausdehnt, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach immer mehr nicht-ethnische Russen in seinem Staatsgebiet haben. Wie Russland sie integriert, wird den territorialen Zusammenhalt beeinflussen.
The disintegration of the Soviet Union in 1990 didn’t just have political and economic consequences; it also had massive social consequences. Russians stopped having children, due to the uncertainty as deaths increased due to the collapse across the Soviet territories. The crisis raised poverty from 2 million to 60 million, a 3000% increase. UNICEF noted that this resulted in 500,000 'extra' deaths per year. The Soviet health system crumbled, suicide and AIDS increased leading to deaths outstriping births. Russia’s population on the eve of its collpase was 148 million, today it has declined to 141 million. The problem Russia faces is the 20 – 29 year old categary is currently the largest segment of Russia’s population, they were born in the 1980’s when Russia was still a world power. The under 20’s are much smaller, born after the dissolution of the Soviet Union. This segment cannot sustain the high bith rates of the preceeding generation and hence Russia faces a big problem as its labour force will be severly depleeted. As Russia expands it will in all liklehood have more and more non-ethnic Russians in its territary. How Russia integrates them will impact is terratorial cohesion.
- US-Stellvertreter
- US proxies

Amerika war angesichts der russischen Expansion nicht in der Lage, ausreichende Mittel aufzubringen, um Russlands erfolgreiche Umkehr der Farbrevolutionen zu erreichen, so wie es nicht in der Lage war, sich aus den Debakeln im Irak und in Afghanistan zu lösen. Das Jahr 2010 ist jedoch das Jahr, in dem die USA plant, die Truppenstärke zu verringern, während ihre Regelung der Konflikte in Afghanistan und im Irak Gestalt annimmt. All dies bedeutet, dass die USA in der Lage sein werden, die notwendigen Ressourcen einzusetzen und der russischen Wiedererstarkung Aufmerksamkeit zu schenken. Russland wird alle Instrumente Amerikas zurückweisen müssen. Seit der Auflösung des Warschauer Pakts im Jahr 1991 wurden die ehemaligen Staaten der Sowjetunion von Washington mit Versprechungen gelockt und mit Vorteilen bestochen, dem NATO beizutreten. Anstatt nach der Auflösung des Warschauer Pakts 1991 Gespräche über eine systematische Auflösung der NATO anzustoßen, hat Washington die NATO Schritt für Schritt in das verwandelt, was nur als militärisches Werkzeug eines amerikanischen globalen Imperiums bezeichnet werden kann, verbunden durch ein Netz von Militärstützpunkten vom Kosovo über Polen und die Türkei bis in den Irak und nach Afghanistan. 1999 traten die ehemaligen Mitglieder des Warschauer Pakts Ungarn, Polen und die Tschechische Republik der NATO bei. Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und die Slowakei folgten im März 2004. Indem Amerika diese Staaten in die NATO aufnimmt, sorgt es für deren Sicherheit und kontrolliert damit folglich ihren Verteidigungsapparat. Ähnlich wurden Estland, Lettland und Litauen 2004, als sie Vollmitglieder wurden, politisch in die Europäische Union integriert. Ebenso bemüht sich die Türkei im Kaukasus, Bindungen zu Georgien, Aserbaidschan und Armenien zu knüpfen, was Russlands Versuche erschwert, die Region sich unterzuordnen. In dem kommenden Jahrzehnt wird Russland sich mit US-Stellvertretern auseinandersetzen müssen, die daran arbeiten, die russische Expansion einzudämmen. Russland wird eine Reihe von Instrumenten einsetzen müssen, um die USA und ihre Instrumente herauszufordern; zentral dafür ist, durch ein starkes Militär das Bild von Stärke zu vermitteln, und dieser Bereich ist eine weitere Herausforderung, der sich die Russen stellen müssen.
America has been unable in the face of Russian expansion to commit sufficient resources to Russia’s successful reversal of the colour revolutions, as it has been unable to extricate itself from the debacles in Iraq and Afghanistan. 2010 however is the year the US plans to reduce troop levels as its settlement to the Afghan and Iraqi conflicts takes shape. All of this means the US will be able to deploy the necessary resources and give attention to Russia’s resurgence. Russia will need to push back all of America’s tools. Since the dissolution of the Warsaw Pact in 1991, former states of the Soviet Union have been lured and bribed with promises by Washington into joining NATO. Rather than initiate discussions after the 1991 dissolution of the Warsaw Pact about a systematic dissolution of NATO, Washington has steadily converted NATO into what can only be called the military vehicle of an American global empire, linked by a network of military bases from Kosovo to Poland to Turkey to Iraq and Afghanistan. In 1999, former Warsaw Pact members Hungary, Poland and the Czech Republic joined NATO. Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Romania and Slovakia followed suit in March 2004. By bringing such nations into NATO America provides their security and hence controls their defence apparatus. Similarly politically Estonia, Latvia and Lithuania were integrated into the European Union in 2004 when they become full members. Similarly in the caucuses Turkey has been working to forge ties with Georgia, Azerbaijan and Armenia complicating Russia’s attempts at making the region subordinate to it. In the decade ahead Russia will need to contend with US proxies, who are working to curtail Russian expansion. Russia will need to make use of a number of tools to challenge the US and its tools, central to this is projecting an image of strength through a strong military, and this area is another challenge the Russians will have to contend with.
Militärindustrie
- Military Industry
Die Rüstungsindustrie Russlands liegt eine Generation hinter der Amerikas zurück. Während des Kalten Krieges konkurrierte die Sowjetunion mit den USA im Wettrüsten und im Wettlauf ins All. Beide Staaten entwickelten leistungsstarke Atomwaffen. Sie wetteiferten auch bei den Trägersystemen, und beide waren in der Lage, Interkontinentalraketen (ICBM) zu bauen, die starke Sprengköpfe zusammen mit strategischen Waffensystemen ins Ziel bringen konnten. Beide Nationen verfügten über riesige militärisch-industrielle Komplexe, die technologisch fortschrittliche Waffen lieferten. Der Zerfall der Sowjetunion führte dazu, dass die neu unabhängigen Staaten das militärische Vermögen unter sich aufteilten. Die Russische Föderation erbte den größten und produktivsten Anteil der ehemaligen sowjetischen Verteidigungsindustrie, die bis zu 9 Millionen Beschäftigte in 1.125 bis 1.500 Forschungs-, Konstruktions- und Produktionsstätten umfasste. Die meisten russischen Rüstungsbetriebe verloren nach und nach ihre besten Arbeitskräfte an westliche Unternehmen. Im Jahr 1997 umfasste die russische Rüstungsindustrie noch rund 2,5 Millionen Beschäftigte. Angesichts dieser Lage verließ sich der Kreml zunehmend auf sein Atomwaffenarsenal als Garanten der territorialen Integrität. Russlands Atomwaffen sind in allen Verteidigungsszenarien sein wichtigster Trumpf. Bis Putin an die Macht kam, hatte der Kreml weder offensive Fähigkeiten noch entsprechende Ambitionen. Russland unterhält weiterhin ein sehr großes Arsenal, das bewährte und funktionsfähige Raketenmodelle umfasst, während es zugleich mit manövrierfähigen Wiedereintrittsfahrzeugen und Durchdringungshilfen experimentiert, um seine Fähigkeit gegenüber Raketenabwehrsystemen zu verbessern. Zwanzig Jahre nach der Auflösung der Sowjetunion hat Amerika als einziges Land den Kampfjet der 5. Generation entwickelt und eingesetzt, die F-22 Raptor. Es verfügt über 11 Flugzeugträger, die ständig auf See sind, mit jeweils 90 Kampfflugzeugen an Bord, einsatzbereit für den Kampf. Noch wichtiger ist, dass die USA in den letzten 20 Jahren expeditionäre Einsätze in Übersee durchgeführt haben. Das US-Militär hat sich bei den logistischen Anforderungen von Einsätzen in Übersee sowie bei den Rotationen und Ausbildungszyklen, die zur Aufrechterhaltung expeditionärer Streitkräfte nötig sind, hervorgetan. Russland dagegen hat ballistische Raketen-U-Boote, die keine Patrouillen fahren, und der Großteil seiner einsetzbaren Gefechtsköpfe wird auf veralteten schweren Interkontinentalraketen aus sowjetischer Zeit transportiert. Die russische Armee liegt eine Generation hinter den USA zurück. Um die USA überhaupt herausfordern zu können, muss Russland seine Rüstungsindustrie modernisieren und mobile, flexible Militäreinheiten aufbauen, die kurzfristig einsatzbereit verlegt werden können.
Russia’s military industry is a generation behind America’s. During the Cold War the Soviet Union competed with the US in the arms and space race. Both nations developed powerful nuclear weapons. They both competed in delivery systems and both were able to construct Intercontinental Ballistic Missiles (ICBM) to deliver powerful warheads alongside strategic weapons systems. Both nations had huge military industry complexes which supplied technologically advanced weapons. The disintegration of the Soviet Union resulted in the newly independent states dividing up the military's assets. The Russian Federation inherited the largest and most productive share of the former Soviet defence industry, employing as many as 9 million workers in 1,125 to 1,500 research, design, and production facilities. Most Russian defence enterprises steadily lost their best workers to Western companies. In 1997 the Russian defence industry consisted of some 2.5 million workers. In dealing with this situation, the Kremlin came to rely increasingly on its nuclear arsenal as the guarantor of territorial integrity. Russia’s nuclear weapons are its trump card in all defensive scenarios. Until Putin came to power the Kremlin had no offensive capabilities or ambition. Russia continues to field a very sizable arsenal that includes established missile designs that work, even as it continues to toy with maneuverable re-entry vehicles and penetration aids to improve its capability against ballistic missile defenses. 20 years since the dissolution of the Soviet Union America has developed and deployed the only 5th generation fighter jet – the F22 –Raptor, it has 11 aircraft carriers that are constantly at sea with 90 fighter jets on each carrier, ready for combat. More importantly the US in the last 20 years has been conducting expeditionary overseas operations. The US military has excelled in the logistical requirements of overseas deployments, and the rotations and training cycles required for sustaining expeditionary forces. Russia on the other hand has ballistic missile submarines that do not conduct patrols, the bulk of its deliverable warheads are carried aboard aging Soviet-era heavy intercontinental ballistic missiles. Russia’s military is a generation behind the US. To pose any challenge to the US Russia will need to modernise its military industry and develop mobile and agile military units, that can be deployed at a moments notice.
Schlussfolgerungen
Conclusions
Russland hat eine Geschichte globaler Ambitionen und war in seiner jüngeren Vergangenheit eine Weltmacht. Die Auflösung der Sowjetunion löste eine Krise in allen Bereichen der russischen Gesellschaft aus. Der KGB und die Mafia traten die Ordnung mit Füßen. Seit Putin an die Macht kam, ist es ihm gelungen, das Land wieder unter Kontrolle zu bringen und in vielen Bereichen Stabilität herzustellen. Dies hat es Russland ermöglicht, seine Verteidigung aufzubauen, seine zerrüttete Wirtschaft wieder aufzubauen, und heute ist es in der Lage, global Macht zu projizieren.
Russia has a history of global ambitions and was a world power in its recent history. The dissolution of the Soviet Union created a crisis in all aspects of Russian society. Russia’s KGB and mafia ran riot. Since Putin came to power he has managed to gain a grip on the country and brought stability to many areas. This has enabled Russia to build its defences, reconstruct its broken economy and today it is able to project power globally.
Die Beschäftigung Amerikas mit dem Irak und Afghanistan hat Russland erlaubt, seine offensiven Fähigkeiten wieder aufzubauen und viele der Strategien rückgängig zu machen, die die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion umgesetzt hatten. Dieses Zeitfenster schließt sich jedoch rasch, da die USA ihren Abzug aus dem Irak und Afghanistan beginnen, und Russland wird feststellen, dass die USA mehr Ressourcen aufwenden können, um Russland zurückzudrängen.
America’s occupation with Iraq and Afghanistan has allowed Russia to rebuild its offensive capabilities and reverse many of the strategies the US implemented when the Soviet Union collapsed. However this window of opportunity is fast closing as the US begins its drawdown in Iraq and Afghanistan and Russia will find the US able to expend more resources to push Russia back.
Russland verfügt über den Vorteil reichlicher Energievorräte, um seine globalen Ambitionen zu untermauern. Russland besitzt die größten nachgewiesenen Erdgasreserven der Welt, es ist der zweitgrößte Erdölproduzent der Welt und verfügt über die drittgrößten Uranreserven der Welt. Russland hat seine Energie als politisches Instrument gegen Europa eingesetzt, und die Umkehr der EU-Erweiterung ist auf Russlands energiepolitische Vorteile gegenüber Europa zurückzuführen.
Russia has the advantage of ample supplies of energy to fuel its global ambitions. Russia has the world’s largest proven natural gas reserves, it is the worlds second largest oil producer in the world and posses the worlds third largest Uranium reserves. Russia has used its energy as a political tool against Europe and the reversal of EU expansion has been due to Russia’s energy advantages over Europe.
Während Russland dabei ist, die ehemaligen Sowjetrepubliken in seiner unmittelbaren Nachbarschaft zurückzugewinnen, ist es gut positioniert, seinen Einfluss global zur Geltung zu bringen. Verbunden mit globalen Ambitionen könnte Russland mit den richtigen Maßnahmen die USA herausfordern, doch seine Streitkräfte liegen weiterhin deutlich hinter denen Amerikas zurück. Solange dieser Rückstand nicht aufgeholt ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Russland die USA von ihrer Stellung als weltweite Supermacht verdrängen kann.