Deutschland: Der schlafende Riese
Germany: The Sleeping Giant
Das deutsche Volk trat auf der europäischen Bühne auf spektakuläre Weise in Erscheinung. Deutschland industrialisierte sich rasch und unternahm zweimal den Versuch, das globale Machtgleichgewicht zu verändern. Das mittelalterliche Deutschland, das in der offenen norddeutschen Tiefebene lag, war seit der Entstehung des Römischen Reiches in Hunderte miteinander konkurrierende Königreiche, Fürstentümer, Herzogtümer, Bistümer und freie Städte zersplittert. Über tausend Jahre hinweg versuchten verschiedene Könige und Herrscher vergeblich, die deutschen Staaten zu einen. Infolgedessen führte das deutsche Volk zahlreiche innere Kriege und Konflikte untereinander.
The German people emerged on the European scene in spectacular fashion. Germany rapidly industrialised and on two occasions attempted to change the global balance of power. Medieval Germany, lying on the open Northern European plain, was divided into hundreds of competing kingdoms, principalities, dukedoms, bishoprics and free cities since the formation of the Roman Empire. Over a thousand years various kings and rulers attempted to unify the German states without success. As a result the German people engaged in many internal wars and conflicts amongst each other.
Otto von Bismarck leitete die deutsche Einigung, die die Nation auf den Weg zur industriellen Vormachtstellung brachte. Ab 1884 begann Deutschland, mehrere Kolonien außerhalb Europas zu errichten. Bismarck gelang die Einigung der deutschen Länder, die viele fast tausend Jahre lang versucht hatten. Eine solche Einigung bedeutete, dass deutsche Ressourcen und Bodenschätze einer einheitlichen Politik folgen konnten, und erstmals konnte Deutschland im Inland entwickelt werden, ohne dass Forderungen nach Abspaltung laut wurden.
Otto Van Bismarck oversaw German unification which set the nation on the path to industrial supremacy. Beginning in 1884, Germany began establishing several colonies outside of Europe. Bismarck managed to achieve unification of the German lands which many had attempted for nearly a thousand years. Such unification meant German resources and minerals could all follow one unified policy and for once Germany could be domestically developed without facing any secessionist calls.
Deutschlands rasche Entwicklung brachte es in direkten Konflikt mit Großbritannien, und bis 1900 stand Deutschland der militärischen Stärke Großbritanniens in nichts nach und konkurrierte mit ihm um die Kolonisierung der Welt. Deutschland nutzte die Ermordung des Thronfolgers des Österreich-Ungarischen Kaiserreichs durch Serbien in vollem Umfang aus. Es marschierte in Frankreich ein, brach sein Bündnis mit Russland und begann, in den Osten Russlands einzufallen. Deutschland blieb nicht dabei stehen und setzte die Invasion Europas fort; als seine Kriegsmaschinerie nach Belgien vorrückte, mobilisierte Großbritannien für den Krieg, und der Erste Weltkrieg hatte begonnen. Die Kontrolle des British Empire über das Öl und die Eroberung der reichen Ölfelder von Baku am Kaspischen Meer entzogen Deutschland lebenswichtige Versorgungsgüter und führten schließlich zur Kapitulation Deutschlands.
Germany’s rapid development placed it in direct conflict with Britain and by 1900 Germany matched the military prowess of Britain and competed with it in the colonisation of the world. Germany took full advantage of Serbia’s assassination of the heir to the Austria-Hungary Empire. Germany invaded France, broke its alliance with Russia and began invading Eastern Russia. Germany didn’t stop there and continued the invasion of Europe and when its military machine went into Belgium Britain mobilised for war and WW1 had begun. The British empires control of oil and the capturing of the rich oil fields of Baku on the Caspian Sea denied vital supplies to Germany and resulted in the eventual surrender of Germany.
Der Versailler Vertrag von 1919 beendete offiziell den Ersten Weltkrieg zwischen den alliierten und assoziierten Mächten einerseits und dem Deutschen Reich andererseits. Nach sechsmonatigen Verhandlungen wurde Deutschland gezwungen, die volle Verantwortung für die Verursachung des Krieges anzuerkennen, und musste sich laut den Vertragsbedingungen zu Reparationszahlungen an bestimmte Mitglieder der Alliierten verpflichten. Deutschland verlor zudem einen Teil seines eigenen Staatsgebiets an eine Reihe umliegender Länder, wurde aller seiner überseeischen Kolonien beraubt, und seine Fähigkeit, erneut Krieg zu führen, wurde durch Beschränkungen der Größe seines Militärs eingeschränkt.
The Treaty of Versailles in 1919 officially ended World War I between the Allied and Associated Powers and the German Empire. After six months of negotiations, Germany was forced to accept full responsibility for causing the war and, under the terms of agreement would make reparations to certain members of the Allies. Germany would also lose certain amount of its own territory to a number of surrounding countries, be stripped of all its overseas colonies, and its ability to make war again was limited by restrictions on the size of its military.
In solchen Umständen kam Hitler an die Macht, ein rechtsgerichteter Faschist, der Deutschland für einen großen Staat hielt. Hitler gelang es, die deutschen Massen auf seine Vision zu einen, dass Deutschland ein großer Staat sei und daher eine starke Wirtschaft brauche, um sein Potenzial zu verwirklichen, das Hitler wohl als das einer Weltmacht ansah. Die Vision eines Tausendjährigen Reiches vermochte die Vorstellungskraft eines großen Teils der deutschen Bevölkerung zu fesseln, was Hunderttausende von ihnen dazu bewegte, an den Zielen des Nationalsozialismus zu arbeiten.
It was in such circumstances Hitler emerged, a rightwing fascist who believed Germany to be a great state. Hitler managed to unify the German masses on his vision, that Germany is a great state, and therefore needed a strong economy in order to achieve her potential, which arguably Hitler perceived, as a world power. The vision of a thousand-year Reich managed to capture the imagination of a large section of the German public, which motivated hundreds of thousands of them to work towards the aims of Nazism.
Bei den beiden Gelegenheiten, als Deutschland durch seine Kriegswirtschaft versuchte, zur Weltmacht aufzusteigen, wurde es schnell zu einer Weltmacht; der rasante Aufstieg des nationalsozialistischen Deutschlands wurde erst durch die Mobilisierung der Mächte der Welt im Zweiten Weltkrieg gestoppt.
On the two occasions Germany embarked on becoming a world power through its war economy it quickly became a world power, the rapid rise of Nazi Germany was only halted through the mobilisation of the world’s powers through WW2.
Die deutschen Niederlagen in beiden Weltkriegen haben die Nachkriegspolitik der Nation geprägt. Die Hilfe, die aus den USA kam, um eine mögliche Hinwendung zum Kommunismus einzudämmen, führte dazu, dass die USA Deutschland wieder aufbauten, und seitdem hat Deutschland eine weitgehend wirtschaftszentrierte Außenpolitik entwickelt, die aus europäischer Perspektive betrachtet wird. Deutschland arbeitet weiterhin in Partnerschaften, bedingt durch sein historisches Erbe, und nutzt seine wirtschaftliche Stärke, um Deutschland zu stärken. Daraus ist kein politischer Einfluss erwachsen, da die Nachkriegsgeneration dies als eine Rückkehr zu seinem kolonialen Erbe betrachtet. Deutschland expandierte nach der Wiedervereinigung wirtschaftlich durch einen eigenen Satz wirtschaftspolitischer Maßnahmen und erlangte eine faktische Hegemonie in Osteuropa. Während des Kalten Krieges, als ein Großteil des osteuropäischen Geschäfts austrocknete, wurde Deutschland zum größten westlichen Handelspartner jedes Landes innerhalb der ehemaligen Sowjetunion. Als das kommunistische System zusammenbrach, bewegten sich deutsche Banker und Industrielle schnell, um das entstandene Vakuum zu füllen. Dieses Mal waren es nicht Panzer und Soldaten, die in Osteuropa einfielen, sondern Geld und Industrie.
German defeats in both the world wars have defined the nations post war policies. The help received from the US to curtail the possible shift towards Communism resulted in the US to redevelop Germany and ever since Germany has developed a largely economic centric foreign policy viewed from the lens of Europe. Germany continues to work in partnerships due to its historical legacy and uses its economic strength to strengthen Germany. This has not resulted in political influence as the post war generation views this as a return to its colonial legacy. Germany after reunification expanded economically through a distinct set of economic policies with virtual hegemony in Eastern Europe. During the Cold War, when much of Eastern European business dried up, Germany became the largest Western trading partner of every country within the former Soviet Union. When the communist system collapsed German bankers and industrialists moved quickly to fill the vacuum. This time it was not tanks and soldiers that invaded Eastern Europe but money and industry.
Deutschlands Rückkehr zu Bedeutung nach dem Zweiten Weltkrieg ist auf eine vorsichtige Politik zurückzuführen. Die USA zerstörten nach dem Zweiten Weltkrieg die militärische und industrielle Basis Deutschlands; seit der Wiedervereinigung zeigt Deutschland jedoch Interesse an militärischen und politischen Zielen mit globaler Dimension. Das beste Beispiel dafür ist die zunehmende Beteiligung an NATO-Einsätzen in Bosnien, im Kosovo und in Afghanistan. Deutschland hat zusammen mit Frankreich und Großbritannien an multilateralen Besuchen im Iran teilgenommen, die den Iran unter Druck setzten, ein Zusatzprotokoll zu unterzeichnen, das unangekündigte Inspektionen seiner Nuklearanlagen erlaubt. Deutschland spielte außerdem eine aktive Rolle bei der erfolgreichen Vermittlung im Streit um den Austausch von Gefangenen zwischen Israel und der Hisbollah. Im Jahr 2006 entsandte Deutschland zudem eine Seestreitkraft während der israelischen Invasion im Libanon. Der Einsatz bestand aus zwei Fregatten – der Mecklenburg-Vorpommern und der Karlsruhe – unterstützt von Hubschraubern, Versorgungsschiffen und Patrouillenbooten, mit etwa 1.500 Soldaten an Bord. Dies ist der größte militärische Einsatz Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg.27
Germanys return to prominence after WW2 has been due to tentative political policies. The US destroyed Germany’s military and manufacturing base after WW2; however since reunification Germany has begun showing interest in military and political aspirations that have global dimensions. The best example of this is the increasing participation in NATO activities in Bosnia, Kosovo and Afghanistan. Germany has participated with France and Britain in the multilateral visits to Iran. Which put pressure on Iran to become signatory to an additional protocol that allows unplanned inspection of its nuclear installations. Germany also played an active role in the successful mediation in the issue of exchanging prisoners between Israel and Hezbollah. Germany also deployed a naval force in the Israeli invasion of Lebanon in 2006. Its deployment consisted of two frigates - the Mecklenburg-Vorpommern and Karlsruhe - supported by helicopters, supply ships and patrol boats, with about 1,500 men on board. This is Germany’s largest military deployment since WW2.27
Deutschland ist heute die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und die größte Volkswirtschaft Europas und damit die wirtschaftliche Großmacht Europas. Bis zum jüngsten Aufstieg Chinas war Deutschland regelmäßig der weltweit größte Exporteur. Deutschland hat eine Geschichte als Weltmacht; allerdings gibt es eine Reihe von Stolpersteinen, die Deutschland behindern und die, wenn sie überwunden würden, es Deutschland erlauben würden, wieder eine Weltmacht zu sein:
Germany today is the worlds 4th largest economy and the largest economy in Europe making it the economic powerhouse in Europe. Germany until the recent rise of China was regularly the world’s largest exporter. Germany has a history of being world power, however there are a number of stumbling blocks that hinder Germany, which if overcome would allow Germany once again to be a world power:
Durch eine Vielzahl politischer Maßnahmen hat die deutsche Gesellschaft über ihren Bildungsplan, die öffentliche Meinung, Literatur und Kultur ihre Geschichte der Versuche, Europa zu beherrschen, verachtet gelernt. Die Deutschen betrachten ihre Geschichte der Bemühungen, das globale Machtgleichgewicht zu verschieben, als etwas, für das sie sich fortwährend entschuldigen müssen, und infolgedessen arbeitet Deutschland bei internationalen Fragen mit Europa und der internationalen Gemeinschaft zusammen. Seit Hitlers Versuch, Europa zu erobern, hat Deutschland keine eigenständige Außenpolitik mehr verfolgt. Diese auf Entschuldigung ausgerichtete Strategie wird Deutschland immer davon abhalten, eine Weltmacht zu werden.
- Through a variety of polices German society through its education curriculum, public opinion, literature and culture has come to despise its history of attempting to dominate Europe. Germans view their history of attempting to shift the global balance of power as something that it needs to continually apologize for and as a result it works with Europe and the international community on international issues. Ever since Hitler attempt to conquer Europe, Germany has not pursued an independent foreign policy. This apologetic strategy will always stop Germany from becoming a world power.
- Seit dem Zweiten Weltkrieg verfolgt Deutschland eine eurozentrische Außenpolitik. Aufgrund seiner Versuche, Europa zu erobern, und der darauf folgenden Kriege betrachtet Deutschland die Welt durch die Linse Europas. Deutschland hat sich mit Frankreich abgestimmt, als es die Europäische Union gründete, und obwohl es die größte Volkswirtschaft Europas ist, ist es innerhalb der EU politisch schwach. Frankreich ist der Gründervater der Europäischen Union. Nach dem Zweiten Weltkrieg sah Frankreich die Vereinigten Staaten und insbesondere deren Dominanz über die europäische Außen- und Verteidigungspolitik durch die NATO als Bedrohung, die Paris bedeutungslos machen könnte. Damals betrachteten die Franzosen ihr Land als eine Schlüsselmacht der Welt, die keine weitreichenden Bündnisse benötigte und sich von den Vereinigten Staaten abgrenzen musste. Im Jahr 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman vor, eine Gemeinschaft zu schaffen, welche die Kohle- und Stahlindustrien Europas integrieren sollte – zwei Elemente, die notwendig sind, um Kriegswaffen herzustellen. Ähnlich bemühte sich auch das Vereinigte Königreich, sich innerhalb der Europäischen Union zu stärken, als 1961 zwischen der Sowjetunion und den USA die Entspannung vereinbart wurde. Die EU ist ein Werkzeug, das diese Staaten nutzen, um ihre eigenen nationalen Interessen zu verfolgen; Deutschland hat die EU zu seinem nationalen Interesse gemacht. Solange dies nicht durch globale Ziele und Ambitionen ersetzt wird, wird dies ein Hindernis für Deutschland bleiben.
- Since WW2 Germany has pursued a European centric foreign policy. Due to its attempts at conquering Europe and the subsequent wars Germany has come to view the world through the lens of Europe. Germany coordinated with France in setting up the European Union and whilst it is the largest economy in Europe it is politically weak inside the EU. France is the forefather to the European Union, after WW2 France perceived the United States and particularly the US dominance of European foreign and defence policies through NATO, as a threat that could make Paris irrelevant. At the time, the French saw their country as a key world power that did not need hefty alliances, and that needed to stand apart from the United States. In 1950 French Foreign Minister Robert Schuman proposed a community to integrate the coal and steel industries of Europe - two elements necessary to make weapons of war. Similarly the UK worked to strengthen itself in the European Union when the détente was agreed between the Soviet Union and the US in 1961. The EU is a tool used by these nations to achieve their own national interests; Germany has made the EU its national interests. Until this is not replaced with global aims and ambitions this will act as an impediment to Germany.
Die wirtschaftlich ausgerichtete Außenpolitik Deutschlands hat das Land zu einer Handelsmacht gemacht, die die Entwicklung in wichtigen Industriesektoren gehemmt hat, welche Deutschland dabei helfen würden, eine Weltmacht zu werden. Deutschland nutzte den Zerfall der Sowjetunion voll aus, und seine Unternehmen eroberten sich den größten Teil der Märkte der ehemaligen Sowjetrepubliken. Deutschland brilliert weiterhin in der Produktion von Automobilen, Werkzeugmaschinen und Chemikalien. Die deutsche Industrie wird nach wie vor von kleinen und mittelgroßen Fertigungsbetrieben dominiert, die sich auf Nischenprodukte spezialisieren. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler wurde im Mai 2010 zum Rücktritt gezwungen, weil er das Offensichtliche aussprach. Dennoch brachte er die wirtschaftlich ausgerichtete Außenpolitik Deutschlands auf den Punkt: „Nach meiner Einschätzung kommen wir jedoch – und damit meine ich die deutsche Gesellschaft insgesamt – zu der allgemeinen Erkenntnis, dass ein Land unserer Größe angesichts dieses [starken] Fokus und der entsprechenden Abhängigkeit vom Export sich bewusst sein muss, dass im Bedarfsfall oder in einem Notfall auch militärische Einsätze notwendig sind, wenn wir unsere Interessen schützen wollen, etwa die Sicherung freier Handelswege oder die Verhinderung regionaler Instabilitäten, die unsere Fähigkeit, Handel, Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern, gewiss ebenfalls negativ beeinflussen würden. All dies sollte diskutiert werden, und ich denke, der Weg, auf dem wir uns befinden, ist nicht so schlecht.“28
- Germany’s economic driven foreign policy has turned the nation into a trade powerhouse which has stifled development in key industrial sectors that would aid Germany in becoming a world power. Germany took full advantage in the fall of the Soviet Union and its companies cornered most of the markets of the former Soviet republics. Germany continues to excel in the production of automobiles, machine tools, and chemicals. German industry continues to be dominated by small to medium sized manufacturing firms, which specialise in niche products. The German president Horst Kohler, was forced to resign for stating the obvious in May 2010, however he encapsulated Germany’s economic driven foreign policy: "In my estimation, though, we—including [German] society as a whole—are coming to the general understanding that, given this [strong] focus and corresponding dependency on exports, a country of our size needs to be aware that where called for or in an emergency, military deployment, too, is necessary if we are to protect our interests such as ensuring free trade routes or preventing regional instabilities which are also certain to negatively impact our ability to safeguard trade, jobs and income. All of this should be discussed and I think the path we are on is not so bad."28
- Deutschlands Mangel an Bodenschätzen hat es nie davon abgehalten, den größten Teil des europäischen Kontinents zu beherrschen und zu erobern. Dies war möglich, weil Deutschland globale Ambitionen hatte. Seine politischen Ziele mobilisierten die Nation, sich auf den Aufbau seiner Verteidigungs- und Angriffsfähigkeiten zu konzentrieren; dadurch bedrohte es Europa, und es brauchte die beiden Weltkriege, um die deutsche Expansion zu stoppen. Die Technologie für Raketen stammte von den Raketen, die die Nazis entwickelt hatten und die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entwicklung von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen genutzt wurden. Im Mittelpunkt der amerikanischen Bemühungen, als Erste ins All zu gelangen, stand die Entführung von Wernher von Braun, dem Raketenexperten der Nazis, der später Direktor der NASA wurde und US-amerikanische ballistische Raketen konstruierte. Außerdem war es Deutschland, das das weltweit erste Kampfflugzeug erfand, die Messerschmitt Me 262, die zur Blaupause für alle Düsenflugzeuge nach dem Zweiten Weltkrieg wurde. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sagten Winston Churchill, Franklin Roosevelt und Josef Stalin: „Es ist unser unnachgiebiger Entschluss, den deutschen Militarismus und Nazismus zu zerstören und sicherzustellen, dass Deutschland nie wieder in der Lage sein wird, den Frieden der Welt zu stören. Wir sind entschlossen, alle deutschen Streitkräfte zu entwaffnen und aufzulösen; den deutschen Generalstab für alle Zeiten zu zerschlagen; sämtliche deutsche Militärausrüstung zu entfernen oder zu zerstören und jede deutsche Industrie auszuschalten oder zu kontrollieren, die für militärische Produktion genutzt werden könnte.“ Deutschland hat heute nur noch 247.000 Soldaten; seine Rüstungsindustrie produziert vor allem gepanzerte Fahrzeuge sowie U-Boote und Kriegsschiffe. Deutschland könnte sehr schnell Atomwaffen entwickeln, wenn es dies wollte, es fehlt ihm jedoch am politischen Willen oder Ehrgeiz. Auch wenn die deutsche Rüstungsindustrie hinter den anderen Weltmächten zurückliegt, befindet sich Deutschland doch in einer Lage, in der es bei vorhandenem politischem Willen seine bestehende industrielle Basis rasch ausbauen und die USA herausfordern könnte. Doch obwohl Deutschland derzeit die Voraussetzungen besitzt, eine Weltmacht zu sein, fehlt ihm die entscheidende Zutat – der politische Wille.
- Germany’s lack of mineral resources never stopped it from dominating and conquering most of the European continent. This was possible as Germany had global ambitions. Its political aims mobilised the nation to focus on building its defensive and offensive capabilities, due to this it menaced Europe and it took the two world wars to halt German expansion. The technology used for missiles came from rockets the Nazi’s developed which were used to develop cruise missiles and ballistic missiles after WW2. At the heart of America’s attempts to be the first into space was the kidnapping of Wernher von Braun, the Nazi rocket expert, who eventually became director of NASA and constructed US ballistic missiles. It was also Germany who invented the worlds first fighter jet, the Messerschmitt Me 262, which became the blueprint for all post WW2 jets. Towards the end of WW2, Winston Churchill, Franklin Roosevelt and Joseph Stalin said, “It is our inflexible purpose to destroy German militarism and Nazism and to ensure that Germany will never again be able to disturb the peace of the world. We are determined to disarm and disband all German armed forces; break up for all time the German General Staff, remove or destroy all German military equipment, eliminate or control all German industry that could be used for military production.” Germany today only has 247,000 troops, its military industry produces mainly armored vehicles, with submarines and warships. Germany has the ability to develop nuclear weapons very quickly if it desired, but lacks the political will or ambition. Whilst Germany’s military industry is behind the other world powers, Germany is still in a position where with the political will it can rapidly build upon its existing industrial base and challenge the US. However currently whilst Germany posses the ingredients to be a world power, it does not posses the key ingredient – political will.
Schlussfolgerungen
Conclusions
Deutschland hat zweimal versucht, eine Weltmacht zu werden. Es erreichte dies durch eine gründliche industrielle Entwicklung und durch den raschen Aufbau seiner Rüstungsindustrie sowie durch die Mobilisierung für den Krieg. Heute stellt Deutschland eine wirtschaftliche Macht dar, die große Exporte vorweisen kann; dies hat sich jedoch nicht in politischen Einfluss übersetzt. Deutschland, das stets an einem Mangel an Bodenschätzen litt, glich dies durch Expansion und Annexion aus. Anders als Großbritannien und Frankreich, die die Europäische Union nutzen, um ihre eigenen Interessen voranzubringen, hat Deutschland keine Politik für deutsche Interessen entwickelt, sondern seine Politik zielt darauf ab, Europa zu stärken. Solange sich dieser Wandel nicht vollzieht, wird Deutschland seinen Wohlstand durch seine wirtschaftliche Stärke steigern, aber niemals die Supermacht der Welt sein und nie in der Lage sein, die USA herauszufordern. Deutschland verfügt über eine etablierte Industrie, die ihm gegenüber einigen anderen potenziellen Herausforderern der USA einen deutlichen Vorteil verschafft. Außerdem hat es eine Geschichte als Weltmacht. Die politischen und wirtschaftlichen Fakten sprechen alle zugunsten Deutschlands; Deutschland muss sich dessen nur bewusst werden.
Germany on two occasions embarked on becoming a world power. It achieved this thorough industrial development and through rapidly constructing its military industry and mobilising for war. Germany today represents an economic power, which has large exports; however this has not translated into political influence. Germany who has always had a shortage of mineral resources overcame this through expansion and annexation. Unlike Britain and France who use the European Union to further their own interests, Germany has not developed policies for German interests, but rather its policies are to strengthen Europe. Until this shift takes place Germany will increase its prosperity through its economic strength but will never be the world’s superpower and never be in a position to challenge the US. Germany has an established industry, which places it in a distinct advantage over some of the other potential challengers to the US. It also has a history of being a world power. The political and economic facts are all in Germany’s favour, Germany just needs to realise this.