2 Allgemeine Regeln
2 General Rules
1. Die Umma glaubt an den Islam als Glaubensbekenntnis, als System, als eigenständige Lebensweise und als Sichtweise auf das Leben. Sie lebt in dieser Welt für ihn und trägt ihn als geistige Führung und als universelle Botschaft in die Welt.
1. The Ummah believes in Islam as a creed, a system, a distinct way of life and a viewpoint about life. She lives for it in this world and carries it to the world as an intellectual leadership and a universal Message.
2. Der Islam ist die himmlische Religion, die Allah (SWT) unserem Herrn Muhammad ﷺ offenbart hat, um das Verhältnis des Menschen zu seinem Herrn, zu sich selbst und zu anderen Menschen zu ordnen.
2. Islam is the heavenly religion that Allah (SWTH) has revealed to our master Muhammad (PBUH) to organise the relationship of man with his Lord, with himself and with other human beings.
3. Der Islam manifestiert sich ausschließlich im Kitāb und in der Sunnah.
3. Islam is only manifested in the Kitaab and Sunnah.
4. Das Kitaab und die Sunnah wurden als Offenbarung von Allah (SWT) an unseren Meister Muhammad, den Gesandten Allahs ﷺ, herabgesandt. So ist das Kitaab durch Offenbarung überbracht worden, als Wort und Bedeutung von Allah; und die Sunnah ist durch Offenbarung überbracht worden, als Bedeutung von Allah (SWT), doch sie wurde in den eigenen Worten des Gesandten ausgedrückt.
4. The Kitaab and Sunnah were sent down as revelation from Allah (SWTH) to our master Muhammad, the Messenger of Allah (PBUH). Thus, the Kitaab has been brought through revelation, as word and meaning from Allah; and the Sunnah has been brought through revelation, as meaning from Allah (SWTH), but it was expressed in the Messenger’s own words.
5. Es ist jedem voll verantwortlichen (mukallaf) Muslim zur Pflicht, in allen seinen Handlungen den Regeln der Scharia zu folgen. Es ist nicht erlaubt, dass sein Handeln als Diener Allahs dem widerspricht, was in der Rede des Gesetzgebers erwähnt wurde, d. h. dem Rechtsurteil der Scharia zuwider ist. Er (SWT) sagte:
5. It is obligatory on every legally responsible (mukallaf) Muslim to adhere to the Sharee’ah rules in all his actions. It is not allowed that, as a servant of Allah, his actions contradict what has been mentioned in the speech of the Legislator, i.e. contrary to the Sharee’ah rule. He (SWTH) said:
„Aber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht gläubig sein, bis sie dich (o Muhammad ﷺ) in allem, worüber sie untereinander uneins sind, zum Richter machen." [An-Nisā’: 65] Und aufgrund des Ausspruchs des Gesandten ﷺ:
“But no, by your Lord, they can have no Faith, until they make you (O Muhammad (PBUH)) judge in all disputes between them.” [An-Nisaa: 65] And due to the saying of the Messenger (PBUH):
„Wer eine Handlung vollzieht, die nicht unserer Lehre entspricht, der wird zurückgewiesen.“ Und aufgrund des Wortes Allahs (SWT):
“Whosoever does an action which is not according to our teaching then it is rejected.” And due to the saying of Allah (SWTH):
„Und was immer euch der Gesandte gibt, das nehmt an, und wovon er euch abhält, davon lasst ab.“ [Al-Haschr: 7] So ist das Befolgen der Scharia-Regel eines der Erfordernisse des Iman. Deshalb sagt Allah (SWT):
“And whatsoever the Messenger (Muhammad (PBUH)) gives you, take it, and whatsoever he forbids you, abstain (from it).” [Al-Hashr: 7] Thus, adherence to the Sharee’ah rule is one of the requisites of Imaan. That is why Allah (SWTH) says:
„Doch nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht eher gläubig sein, bis sie dich ﷺ in allem, worüber sie uneins sind, zum Richter machen.“ [An-Nisaa: 65]
“But no, by your Lord, they can have no Faith, until they make you (O Muhammad (PBUH)) judge in all disputes between them.” [An-Nisaa: 65]
6. Die islamische ʿAqīda ist der Glaube an Allah, Seine Engel, Bücher, Gesandten, den Tag des Gerichts und die Bestimmung (Qadar), deren Gutes und Schlechtes von Allah ist (d. h. die Erkenntnis über Allah).
6. The Islamic ‘Aqeedah is the belief in Allah, His angels, Books, Messengers, Day of Judgement and Qadar, whose good and bad are from Allah (i.e. knowledge of Allah).
7. Glaubensinhalte werden nur über Gewissheit (Yaqeen) angenommen; daher muss der Beweis für den Glauben qat'i sein, denn Allah (SWT) hat jene getadelt, die auf der Grundlage von Zann (Vermutung) glaubten. Allah (SWT) sagte:
7. The beliefs are not taken except through certainty (yaqeen), thus the evidence for belief must be Qat’i, because Allah (SWTH) censured those who believed on the basis of Zann (speculation) Allah SWTH said:
„Sie folgen nur einer Vermutung, und Vermutung ersetzt die Wahrheit keineswegs.“ [An-Najm: 28] Er (SWT) tadelte jene, die der Vermutung (zann) folgen, wenn es um die ʿAqīda geht, und betrachtete die Vermutung als Irrleitung; so sprach Er (SWT):
“They follow but speculation, and verily, speculation is no substitute for the truth.” [An-Najm: 28] He (SWTH) censured those who follow zann, when speaking about ‘aqeedah, and considered zann as misguidance; so He (SWTH) said:
„Und wenn du den meisten derer auf Erden gehorchst, werden sie dich vom Weg Allahs abirren lassen. Sie folgen nur Vermutungen, und sie tun nichts als lügen.“ [Al-An'aam: 116] Und Er (SWT) hat es nicht als Wissen (‘ilm) angesehen, deshalb sagte Er:
“And if you obey most of those on earth, they will mislead you far away from Allah’s Path. They follow nothing but speculations, and they do nothing but lie.” [Al-An’aam: 116] And He (SWTH) did not consider it to be knowledge (‘ilm), so He said:
„Sie haben kein Wissen darüber. Sie folgen nur Vermutungen, und Vermutungen können die Wahrheit doch nicht ersetzen.“ [An-Najm: 28]
“While they have no knowledge thereof. They follow but speculation, and verily, speculation is no substitute for the truth.” [An-Najm: 28]
8. Die Regeln der Scharia können auf der Grundlage von Zann (Wahrscheinlichkeit) oder Yaqeen (Gewissheit) abgeleitet werden. Der Einzelbericht (khabar ahad) gilt in allen Regeln der Scharia als Beweis. Er muss befolgt werden, gleichgültig, ob er die Regeln der Gottesdienste (ʿIbadaat), der gesellschaftlichen Transaktionen (Muʿamalaat), der Strafen (ʿUqubaat) usw. betrifft, denn der Gesandte ﷺ sagte:
8. The Sharee’ah rules can be taken on the basis of Zann (probability)or Yaqeen (certainty). The singular report (khabar ahad) is considered a proof in all Sharee’ah rules. They must be acted upon, whether they are from the rules of worships (‘Ibadaat), societal transactions (Mu’aamalaat), punishments (‘Uqubaat) etc, because the Messenger (PBUH) said:
„Möge Allah den Diener erleuchten, der meine Aussage gehört, sie daraufhin auswendig gelernt, verstanden und weitergegeben hat. Denn es kann vorkommen, dass jemand Wissen (Fiqh) überbringt, ohne selbst kundig (Faqeeh) zu sein, und vielleicht überbringt er das Fiqh an jemanden, der darin größeren Verstand besitzt als er.“ Der Gesandte (ﷺ) sagte „Diener“ und nicht „Diener“ im Plural. Ein solches Wort ist allgemein gehalten und kann auf eine oder mehrere Personen zutreffen. Die Bedeutung ist also, dass er die einzelne Person oder die Personen dafür lobt, dass sie seinen Hadith weitergegeben haben. Dies geschah deshalb, weil der Prophet (ﷺ) einst zwölf Gesandte zu zwölf Königen schickte, um sie zum Islam einzuladen. Zu jedem König wurde ein einzelner Gesandter geschickt. Wäre die Überbringung des Da'wah durch eine einzelne Person nicht verpflichtend zu befolgen gewesen, hätte sich der Gesandte (ﷺ) nicht damit zufriedengegeben, nur einen Gesandten zu schicken. Die Übereinstimmung (Ijmaa') der Sahaabah hat sich über die Frage vollzogen, nach einer einzelnen Überlieferung in Bezug auf die Vorschriften der Scharia zu handeln.
“May Allah illuminate the servant who heard my statement, so he memorized, understood it and conveyed it. For it may occur that somebody carries knowledge (fiqh) without being knowledgeable (faqeeh), and perhaps he will carry the fiqh to somebody who is of greater fiqh than him.” The Messenger (PBUH) said ‘servant’ and not ‘servants’. Such a word is generic and can apply to one or more people. So the meaning is that he is praising the single person or persons for transmitting his hadeeth. This is because the Prophet (PBUH), at one time, sent twelve messengers to twelve kings inviting them to Islam. A single messenger was sent to each king. Had the conveyance of the Da’wah by a single person not been obligatory to follow, the Messenger (PBUH) would not be content to send one messenger. The consensus (Ijmaa’) of the Sahaabah has taken place on the issue of acting upon the single report in regards of the Sharee’ah rules.
9. Die Wörter ‘Aqeedah und I’tiqaad haben dieselbe Bedeutung, nämlich Glaube (Imaan). Imaan ist der feste, entschiedene Glaube, der mit der Wirklichkeit übereinstimmt und auf einem Beweis beruht (al-I’itiqaad al-jaazim al-muTaabiq lil waaqi’ ‘an daleel). Alle drei Merkmale müssen zusammen vorhanden sein: Entschiedenheit, Übereinstimmung mit der Wirklichkeit und das Gründen auf einen Beweis. Sie müssen im Glauben zusammenkommen, damit er Imaan ist, also ‘Aqeedah. Daher ist es nicht verboten, im Khabar Ahad einen nicht entschiedenen Glauben zu haben, denn dies ist kein Glaube (I’tiqaad).
9. The words ‘Aqeedah and I’tiqaad have one meaning, which is belief (Imaan), Imaan is the decisive belief that agrees with the reality and is based on evidence (al-I’itiqaad al-jaazim al-muTaabiq lil waaqi’ ‘an daleel); all three must be present together: decisiveness, agreement with the reality and being derived from evidence and they must come together in the belief if it is to be Imaan, i.e. ‘Aqeedah. Hence, it is not prohibited to have non-decisive belief in the khabar ahad, because it is not belief (I’tiqaad).
10. Die schariatische Regel ist die Rede des Gesetzgebers über die Handlungen der Menschen, in Form von Gebot (Iqtidaa'), Wahlfreiheit (takhyeer) und Verknüpfung (wadh'). Die Rede des Gesetzgebers ist also die schariatische Regel. Was nicht Rede des Gesetzgebers ist, ist daher keine schariatische Regel. Das „Urteil“ (hukm) ist die Ansicht, die sich auf die Handlung eines Menschen bezieht. Stammt diese Ansicht aus der Rede des Gesetzgebers, so ist sie eine schariatische Regel. Stammt sie nicht vom Gesetzgeber, so ist sie keine schariatische Regel. Schariatische Definitionen und umfassende Grundsätze gelten als schariatische Regeln, sofern sie durch sachgemäße Ijtihaad abgeleitet wurden.
10. The Sharee’ah rule is the speech of the Legislator regarding the actions of people by order (Iqtidaa`), option (takhyeer) and attachment (wadh’) Thus, the speech of the Legislator is the Sharee’ah rule. So that which is not a speech of the Legislator is not a Sharee’ah rule. The ‘rule’ (hukm) is the view pertaining to the action of a man. If this view is from the speech of the Legislator, then it is a Sharee’ah rule. If it is not from the Legislator, then it is not a Sharee’ah rule. Sharee’ah definitions and comprehensive principles are considered Sharee’ah rules, if they have been derived by sound Ijtihaad.
11. Die ‚Aqeedah und die Sharee'ah-Regel gelten beide als ein Gedanke. Sie unterscheiden sich aber darin, worauf sich der Gedanke bezieht. Bezieht er sich auf das Handeln des Menschen, dann ist er eine Sharee'ah-Regel, gleichgültig, ob er etwas enthält, woran man glauben muss, oder nicht. Bezieht er sich nicht auf das Handeln des Menschen, dann bezieht er sich auf die Handlungen des Herzens, d. h. er betrifft das Glauben oder Nicht-Glauben an etwas. Dies gehört zur ‚Aqeedah. Hinsichtlich dessen, was in der Rede des Gesetzgebers in Bezug auf Gedanken erwähnt wird, muss man genau prüfen: Wenn er den Glauben fordert, aber kein Handeln fordert, wie etwa die Erzählungen und Berichte über das Verborgene, dann gehört es zur ‚Aqeedah. Wenn er ein Handeln fordert, dann gehört es zu den Sharee'ah-Regeln. Er (SWT) sagte:
11. The ‘Aqeedah and the Sharee’ah rule are both considered to be a thought. But they differ in terms of what the thought relates to. If it is related to the action of man, then it is a Sharee’ah rule, whether it does or does not include something one must believe in. If it is not related to the action of man, then it refers to the actions of the heart, i.e. it relates to believing or not believing in something. This is from the ‘Aqeedah. With respect to that which has been mentioned in the speech of the Legislator, in terms of thoughts, one needs to look into it: if it requests belief but does not request action, such as the stories and reports of the unseen, then it is part of ‘Aqeedah. If it requests an action, then it is from the Sharee’ah rules. He (SWTH) said:
„Glaubt an Allah und an Seinen Gesandten (Muhammad ﷺ).“ [An-Nisa’: 136] Er (SWT) sagte: „Allah ist der Schöpfer aller Dinge.“ [Ar-Ra’d: 16] Er (SWT) sagte:
“Believe in Allah, and His Messenger (Muhammad (PBUH)).” [Al-Nisaa’: 136] He (SWTH) said: ‘Allah is the Creator of all things.’ [Ar-Ra’d: 16] He (SWTH) said:
„Und (gedenke), als Ibrahim (Abraham) und (sein Sohn) Isma'il (Ismael) die Grundmauern des Hauses erhöhten." [Al-Baqara: 127] Er (SWT) sagte:
“And (remember) when Ibrahim (Abraham) and (his son) Isma’il (Ishmael) were raising the foundations of the House.” [Baqarah: 127] He (SWTH) said:
„Und unter ihnen werden Gefäße aus Silber herumgereicht.“ [Al-Insān: 15] Solche Texte der Scharīʿa und alle anderen, die keine Handlungen fordern, gehören zur ʿAqīda. Er (SWTH) sagte:
“And amongst them will be passed round vessels of silver.” [Ad-Dahr: 15] Such Sharee’ah texts and any others which have not requested any actions are from the ‘Aqeedah. He (SWTH) said:
„Wenn sie aber für euch die Kinder stillen, so gebt ihnen ihren Lohn.“ [At-Talaq: 6] Er (SWT) sagte:
“Then if they give suck to the children for you, give them their due payment.” [At-Talaaq: 6] He (SWTH) said:
„Allah hat den Handel erlaubt.“ [Al-Baqarah: 275] Er (SWT) sagte:
“Allah has permitted trading.” [Al-Baqarah: 275] He (SWTH) said:
„Es sei denn, sie (die Frauen) verzichten darauf, oder er (der Ehemann), in dessen Hand das Band der Ehe liegt.“ [Al-Baqarah: 237] Er (SWT) sagte:
“Unless they (the women) agree to forego it, or he (the husband), in whose hands is the marriage tie.” [Al-Baqarah: 237] He (SWTH) said:
„Es gibt kein Gebet ohne die Rezitation der Eröffnungssure (Al-Fatiha) des Buches.“ Er ﷺ sagte:
“There is no Salaah without (reciting) the Opening chapter (Al-Faatiha) of the Book.” He (PBUH) said:
„Die beiden Händler (der Verkäufer und der Käufer) haben das Wahlrecht (den Vertrag abzuschließen oder aufzuheben), solange sie sich nicht voneinander getrennt haben.“
“The two traders (the seller and the purchaser) have the choice (to conclude or cancel the deal) before they departed (from each other).”.
Er ﷺ sagte:
He (PBUH) said:
„Wenn einer von euch das letzte Tashahhud beendet, soll er bei Allah Zuflucht suchen vor vier Dingen: vor der Strafe der Hölle (Jahannam), vor der Strafe des Grabes, vor den Prüfungen der Lebenden und der Toten und vor den Prüfungen des Dadschdschal.“ Dies steht neben anderen Texten der Scharia, die die Ausführung einiger Handlungen fordern, die zu den Regeln der Scharia gehören.
“When any of you finishes the final tashahhud, he should seek refuge with Allah from four things: from the punishment of Jahannam, the punishment of the Grave, the trials of the living and the dead, and the trials of the Dajjal.” This is beside other Sharee’ah texts that request the performance of some actions that are part of the Sharee’ah rules.
Was die neuen Gedanken betrifft, die im Wortlaut des Gesetzgebers nicht erwähnt sind, so muss ihre Wirklichkeit zunächst von denjenigen verstanden werden, die über das nötige Fachwissen verfügen. Der Sharia-Text, der sich auf diese Wirklichkeit bezieht, oder ein Text, der eine ʿIlla enthält, die mit dieser Art von Wirklichkeit zusammenhängt, wird dann untersucht und auf diese Wirklichkeit angewendet. Trifft er auf diese Wirklichkeit zu, so fällt die Wirklichkeit unter diesen Text. Demgemäß wird der Wirklichkeit das zugeordnet, was im Text steht, also ob es sich um eine geforderte Handlung handelt oder nicht. Auf diese Weise wird die Wirklichkeit verstanden, und zwar, ob sie zu den ʿAqāʾid (Glaubensinhalten) oder zu den Aḥkām gehört. Sie gilt dann als so, als wäre sie in der Rede des Gesetzgebers erwähnt worden, da dessen Regelung für sie bereits genannt wurde. Alle Gedanken werden auf diese Weise untersucht. Jeder Gedanke, der sich auf die Handlungen des Menschen bezieht, gehört also zu den Regeln der Sharia, und jeder Gedanke, der nicht mit dem Handeln des Menschen verbunden ist, gehört zu den Glaubensinhalten (ʿAqāʾid).
As regards the new thoughts that are not mentioned in the speech of the Legislator, their reality has to be understood, firstly, by those who have the expertise. The Sharee’ah text that relates to that reality or a text which contains an ‘illah related to that type of reality, will be studied and then applied on that reality. If it applies on that reality, then the reality would come under that text. Accordingly, the reality will be given what is in the text, in terms of whether it was a requested action or not. Thus, the reality will be understood, as to whether it is from the ‘aqaa’id (beliefs) or from the ahkaam. It is thus considered as if it was mentioned in the speech of the Legislator, since it had mentioned its ruling. All thoughts are studied in this manner. So, every thought related to the actions of man is from the Sharee’ah rules and every thought not linked to the action of man is from the beliefs (‘Aqaa`id).
12. Die Ummah ist eine Gemeinschaft von Menschen, die durch einen einzigen ʿAqīda geeint ist, aus dem ihr System hervorgeht. Die islamische Ummah ist durch die islamische ʿAqīda geeint, aus der die Regeln der Sharīʿa hervorgehen. Daher bilden die Muslime eine einzige Ummah.
12. The Ummah is a collection of people united by a single ‘Aqeedah, from which its system emanates. The Islamic Ummah is united by the Islamic ‘Aqeedah, from which the Sharee’ah rules emanate. Therefore, the Muslims are a single Ummah.
13. Das Band, das die Muslime miteinander verbindet, ist der islamische ʿAqīda. Durch diese ʿAqīda entsteht die islamische Brüderlichkeit. Er (SWT) sagte:
13. The bond which unites the Muslims together is the Islamic ‘Aqeedah. Through this ‘Aqeedah, the Islamic brotherhood comes into existence. He (SWTH) said:
„Die Gläubigen sind nichts anderes als Brüder.“ [Al-Hudschurat: 10] Der Gesandte ﷺ sagte:
“The believers are nothing else than brothers.” [Al-Hujuraat: 10] The Messenger (PBUH) said:
„Der Muslim ist der Bruder eines anderen Muslims.“ Durch den Glauben an den Islam werden sie also Brüder.
“The Muslim is a brother of another Muslim.” So by believing in Islam, they become brothers.
14. Das Band, das die Menschen im Staat verbindet, ist die Staatsbürgerschaft und nicht die islamische Ummah. Wer die Staatsbürgerschaft besitzt, hat alle Rechte, die ihm zustehen, und Pflichten, die er zu erfüllen hat, auch wenn er kein Muslim ist. Wer die Staatsbürgerschaft nicht besitzt, hat nicht die Rechte, die den Muslimen zustehen, und die Pflichten, die den Muslimen auferlegt sind, werden ihm nicht auferlegt. Dies liegt daran, dass die Scharia dies den Zimmis (nichtmuslimischen Untertanen) garantiert hat, aufgrund dessen, was überliefert wurde, dass der Gesandte (ﷺ) sagte:
14. The bond that unites the people in the state is citizenship and not the Islamic Ummah. The one who carries citizenship will possess all the rights that he deserves and duties he must undertake, even if he is a non Muslim. The one who does not carry citizenship does not have the rights, which the Muslims have, nor are the duties that are imposed on the Muslims imposed on him. This is because the Sharee'ah has guaranteed this to the Zimmis (non-Muslim subjects), due to what has been narrated, that the Messenger (PBUH) said:
„Speisen Sie die Hungernden, besuchen Sie die Kranken und lösen Sie die Gefangenen aus.“ Abu ‘Ubayd sagte: „Der Dschihad wird um ihretwillen geführt, und ihre Gefangenen werden ausgelöst. Wenn sie (aus der Gefangenschaft) befreit werden, kehren sie als Freie zu ihrem Schutz und ihrem Bund zurück; und es gibt Ahadith zu diesem Thema.“ Dies geschieht, weil der Muslim, der nicht dorthin auswandert, wo er unter der Herrschaft der Muslime lebt, nicht die Rechte haben wird, die die Muslime haben, und ihm werden auch nicht die Pflichten auferlegt, die den Muslimen auferlegt werden. Dies beruht auf dem Hadith von Sulaiman bin Buraidah:
“Feed the hungry, visit the sick and ransom the captive.” Abu ‘Ubayd said: “Jihaad is done for their sake and their captives are ransomed. When they are rescued (from captivity), they return, as free, to their protection and covenant; and there are ahaadeeth regarding this issue.” This is because the Muslim who does not travel to live under the authority of the Muslims will not have the rights the Muslims have, nor will the duties imposed on Muslims be imposed on him. This is due to the Hadeeth of Sulayman bin Buraydah:
„Lade sie ein, aus ihrem Land in das Haus der Auswanderer (Dar al-Muhajireen) umzuziehen; und teile ihnen mit, dass sie, wenn sie auswandern, dieselben Rechte wie die Muhajirun genießen werden und dieselben Pflichten haben werden wie die Muhajirun.“ Dieser Text legt fest, dass sie in das Dar al-Islam umziehen müssen, um dieselben Rechte wie die Muslime zu haben, und an dieselben Pflichten gebunden sind, an die die Muslime gebunden sind, d. h. damit die Regeln auf sie Anwendung finden.
“Invite them to move from their land to Dar al-Muhajireen (the land of the emigrants); and inform them that if they emigrate they will enjoy the same rights as the Muhajireen, and they will have the same duties as the Muhajireen.” This text stipulates that they must move to dar ul-Islam in order to have the same rights as the Muslims and are bound to the same duties that the Muslims are bound to, i.e. in order that the rules cover them.
15. Staatsbürgerschaft bedeutet, dem Staat und dem System gegenüber loyal zu sein und das Dar al-Islam, das unter der Herrschaft des Islam steht, als ständigen Wohnsitz anzunehmen.
15. Citizenship is to be loyal to the state and system and to take Dar al- Islam, which is under the authority of Islam, as a place of permanent residence.
16. Nationalismus ist böser Stolz und zerstörerischer Rassismus. Der Islam hat ihn verboten. Er ﷺ sagte:
16. Nationalism is evil pride and destructive racism. Islam has forbidden it. He (PBUH) said:
„Wer zum ‚Aṣabiyya-Ruf aufruft – ‚Aṣabiyya, ‚aassaabb yyii yyaahh –, der ist, als hätte er die Genitalien seines Vaters gebissen, und scheue sich nicht, dies zu sagen.“ Und er ﷺ sagte über den Stammesfanatismus der Ğāhiliyya:
“He who calls for ‘‘aassaabb yyii yyaahh is as if he bit his father’s genitals and do not be embarrassed to say it.” And he (PBUH) said regarding the chauvinism of Jahiliyyah:
„Lass es liegen, denn es ist verfault.“ Es wird in Saheeh Muslim überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
“Leave it for it is rotten.” It has been reported in Saheeh Muslim that the Messenger of Allah (may the peace and blessings of Allah be upon him) said:
„Und wer unter einer blinden Fahne (rayah) kämpft (es ist nicht bekannt, ob diese Fahne die Wahrheit oder die Falschheit vertritt), zornig wird um seiner Volksgruppe willen, zu einer Volksgruppe aufruft oder eine Volksgruppe unterstützt, und daraufhin getötet wird, dann wird er getötet, wie in der Zeit der Jahiliyyah.“ Als die Kāfir-Staaten den Nationalismus unter den Muslimen verbreiteten, zerrissen sie die Einheit der Muslime in verschiedene Völker und Rassen. Als unter den Muslimen türkischer, arabischer, kurdischer und persischer Nationalismus geschürt wurde, zerfielen die Reihen der islamischen Umma. Dies führte zur Spaltung der Muslime, zum Zerfall ihrer Staaten und dazu, dass eine Region von der anderen getrennt wurde. Seine Gefahr war für die islamische Umma und für den islamischen Staat sehr zerstörerisch. Nachdem sie die Herrschaft über die Muslime erlangt hatten, machten sie diese zu Nationen und zogen um jedes Land einen Graben, der weder gefüllt noch über den eine Brücke gebaut werden kann. Zwischen ihnen errichteten sie Grenzen wie eine Mauer aus Blei, wodurch sie einander zum Dār al-Ḥarb wurden. Daher ist der Aufruf zum Nationalismus eine große Sünde und ein schweres Munkar (Verwerfliches). Ihn als Bindung anzunehmen ist ein Verbrechen gegen den Islam und die Muslime. Gegen den Nationalismus muss gekämpft und sein Aufruf bekämpft werden, so wie man die Pflicht des Dschihad auf sich nimmt. Ähnlich der Sünde und dem Übel des Nationalismus ist die Idee des Regionalismus und des Sektierertums. All dies führt zur Spaltung der Umma und in der Folge zu ihrer Schwäche. Jeden, der zu Nationalismus, Regionalismus und Sektierertum aufruft, sollten wir als Verbrecher behandeln, der die härteste Strafe verdient.
“And whosoever fights under a blind (rayah) banner (it is not known whether this flag represents the truth or falsehood), gets angry along with his group of people, or calls to a group of people, or supports a group of people, and is subsequently killed because of that, then he is killed as if in the time of jahiliyyah.” When the Kaafir states spread nationalism among the Muslims, they tore up the unity of the Muslims into disparate peoples and races. When Turkish, Arab, Kurdish and Persian nationalism was stirred up amongst the Muslims, the ranks of the Islamic Ummah became divided. This led to Muslim division, break-up of their states and one region being separated from another. Its danger was very destructive to the Islamic Ummah and to the Islamic state. After gaining control of the Muslims, they turned them into nations and dug a trench around each country, which cannot be filled nor a bridge built over it. Between them they built borders like a wall of lead, which made them a Dar al-Harb for each other. Thus, calling to nationalism is a great sin and a terrible munkar (evil). Taking this as a bond was a crime committed against Islam and the Muslims. Nationalism needs to be fought and its call needs to be opposed, just as one would undertake the obligation of Jihad. Similar to the sin and evil of nationalism is the idea of regionalism and sectarianism. All of this leads to the division of the Ummah and subsequently to her weakness. We should treat anyone who calls to nationalism, regionalism and sectarianism as a criminal who deserves the most severe punishment.
17. Die gesamte Welt, ob islamische oder nichtislamische Länder, ist entweder Dar al-Islam oder Dar al-Harb/Kufr, und es gibt kein Drittes. Dar al-Islam ist das Land, das durch die Autorität des Islam regiert wird und auf dem die islamischen Gesetze angewandt werden. Seine Sicherheit ist die Sicherheit der Muslime, d. h. sie liegt in deren Autorität. Dar al-Kufr oder Dar al-Harb hingegen sind Länder, die nicht durch die Autorität des Islam regiert werden und auf denen die Regeln des Islam nicht angewandt werden. Oder aber die Sicherheit liegt in der Hand von anderen Menschen als den Muslimen, d. h. sie liegt nicht in deren Autorität. Dies deshalb, weil das Hinzufügen des Wortes Dar zu den Wörtern „Harb“, „Kufr“ oder Islam eine Bezeichnung für Herrschaft und Autorität ist und nicht für die Bewohner oder das Land. Denn der Gesandte (ﷺ) berücksichtigte bei der Beschreibung von „Dar al-Muhajirin“ die Autorität und die Sicherheit, und er gewährte denjenigen, die dorthin zogen, dieselben Rechte wie den Muslimen und wendete auf sie dieselben Regeln an, die auf die Muslime angewandt wurden. So heißt es im Hadith des Sulayman ibn Buraydah:
17. The whole world, whether it is the Islamic countries or the non- Islamic countries, are either Dar al-Islam or Dar al-Harb/Kufr and there is no third. Dar al-Islam is the land, which is ruled by the authority of Islam and on which the Islamic rules are applied. Its security is the security of the Muslims, i.e. in their authority. As for Dar al-Kufr or Dar al-Harb, they are lands which are not ruled by the authority of Islam and nor are the rules of Islam applied on them. Or, the security is in the hand of people other than the Muslims, i.e. it is not in their authority. This is because adding the word dar to the word ‘harb’, ‘kufr’ or Islam is an addition to ruling and authority and not to the inhabitants or the land. This is because the Messenger (PBUH) was considering the authority and security when he described ‘Dar al-Muhaajireen’, and gave those who moved to it the same rights of the Muslims and he applied on them the same rules applied on the Muslims. Thus, in the Hadeeth of Sulayman bin Buraydah:
„Lade sie ein, aus ihrem Land nach Dar al-Muhaajireen (dem Land der Auswanderer) zu ziehen.“ So befahl er, dass sie von einem Land, über dem die Herrschaft des Islam nicht besteht, in ein Land zu ziehen, über dem die Herrschaft des Islam besteht. Unmittelbar danach sagte er ﷺ:
“Invite them to move from their land to Dar al-Muhaajireen (the land of the emigrants).” Thus, he ordered that they move from a land, which does not have the authority of Islam over it, to a land that has the authority of Islam. Straight after that He (PBUH) said:
„Und teile ihnen mit, dass sie, wenn sie auswandern, dieselben Rechte genießen werden wie die Muhājirūn, und dieselben Pflichten haben werden wie die Muhājirūn." So hat er bestimmte Regeln als Folge des Umzugs festgelegt. Er machte den Umzug zur Bedingung dafür, dass sie die Rechte haben, die die Muslime haben, und dass auf sie die Regeln angewendet werden, die auf die Muslime angewendet werden. Dies zeigt, dass bei der Definition eines Dār die Autorität, die Regeln und die Sicherheit berücksichtigt werden. Sind sie islamisch, so ist es ein Dār al-Islām; sind sie Kufr, so ist es ein Dār al-Kufr.
“And inform them that if they do emigrate they will enjoy the same rights as the Muhaajireen and they will have the same duties as the Muhaajireen.” So he made certain rules result from moving. He made moving a condition for having the rights the Muslims have and for having the rules applied on them that are applied on the Muslims. This indicates that the things that are considered when defining a Daar are the authority, rules and security. If they are Islamic, then it will be a Dar al-Islam; if they are Kufr then it will be Dar al-Kufr.
18. Es ist für jemanden, der dauerhaft in Dar al-Harb oder Dar al-Kufr wohnt, nicht erlaubt, ohne Amaan (Schutzzusage) nach Dar al-Islam einzureisen, d. h. ohne eine besondere Erlaubnis zur Einreise, denn dem Harbi ist es untersagt, ohne Amaan (Sicherheitszusage) in Dar al-Islam einzutreten. Wessen Land zwar Dar al-Islam ist, der jedoch nicht unter der Herrschaft des Islam steht, etwa weil er sich vom Khilafah losgesagt hat oder sein Land nicht der Herrschaft des Khilafah angegliedert wurde, der darf ohne Sicherheitszusage, d. h. ohne Erlaubnis, einreisen. Die Bestimmung für eine solche Person ist wie die Bestimmung für denjenigen, der unter der Herrschaft des Khalifen lebt, und zwischen beiden besteht kein Unterschied.
18. It is not for someone who permanently resides in Dar al-Harb or Dar al-Kufr to enter Dar al-Islam without Amaan (pledge of protection), i.e. without special permission to enter, because the Harbi is prevented from entering Dar al-Islam without Amaan (security). As for the one whose land is Dar al-Islam but does not come under the authority of Islam, for instance if he was dissenting from the Khilafah or his country had not been annexed to the authority of the Khilafah, then he will enter without (need of) security, i.e. without permission. The ruling regarding such a person is like the ruling for the one who lives under the authority of the Khaleefah, with no difference between the two.
19. Die islamischen Länder sind jene Länder, die unter der Herrschaft von Muslimen und unter der Autorität des Islam regiert wurden und auf die die Regeln des Islam angewandt wurden. Ob sie noch von Muslimen bewohnt sind, wie etwa im Kaukasus, oder ob die Muslime vertrieben wurden und die Kuffar dieses Land zu ihrer Heimat gemacht haben, wie etwa in al-Andalus (auch bekannt als Spanien). All dies gilt als islamische Länder, solange sie unter der Autorität des Islam von ihm regiert wurden und nach den islamischen Ahkaam regiert worden sind. Das bedeutet, dass die Regeln bezüglich der Länder solcher Staaten so bleiben, wie sie waren, als sie unter der Autorität des Islam standen. Wenn das Land erobert wurde, ist es Kharadsch-Land, wie al-Andalus, doch wenn seine Bevölkerung den Islam darin annimmt (ohne zu kämpfen), dann ist es Ushr-Land, wie Indonesien. Ebenso gilt jedes Land, in dem eine muslimische Mehrheit besteht, selbst wenn es nicht von Muslimen regiert wurde, als islamisches Land, weil seine Bevölkerung den Islam darin angenommen hat.
19. The Islamic lands are the lands that were ruled by Muslims under the authority of Islam and the rules of Islam were applied on them. Whether it was still inhabited by the Muslims such as in the Caucasus, or if the Muslims had been driven out and the Kuffar had made that their homeland, such as in al-Andalus (otherwise known as Spain). These are all considered Islamic lands, as long as they have been ruled by Islam under the authority of Islam and had been ruled by the Islamic ahkaam. This means the rules regarding the lands of such countries remain as they were when they were under the authority of Islam. If the country had been conquered then it is kharaji land like al-Andalus, but if their people embrace Islam over it (without fighting), then it is Ushri land like Indonesia. Also, any land, in which there is a Muslim majority, even if it had not been ruled by Muslims, it will be considered as Islamic land because its people have embraced Islam over it.
20. Die Einheit der islamischen Länder ist für die Muslime eine Fard-Pflicht, denn der Islam hat mehr als einen islamischen Staat untersagt. Daher ist es verboten, mehr als ein Kalifat zu haben. Er ﷺ sagte:
20. The unity of the Islamic lands is Fard on the Muslims, because Islam has forbidden more than one Islamic state. So it is forbidden to have more than one Khilafah. He (PBUH) said:
„Wer einem Imam den Treueid geleistet hat, soll ihm die Hand reichen und die Frucht seiner Hand geben, und er soll ihm gehorchen, solange er kann. Und wenn ein anderer kommt, um mit ihm über die Herrschaft zu streiten, so schlagt dem Mann den Hals ab.“ Er ﷺ untersagte die Teilung des Staates in zwei Staaten, da der Streit eines anderen Khalifen die Zerstückelung eines Teils des Staates und die Errichtung eines zweiten Kalifats bedeutet. Er ﷺ sagte:
“Whosoever pledged allegiance to a Imam, should give him the clasp of his hand, and the fruit of his hand and shall obey him as long as he can, and if another comes to dispute with him, you must strike the neck of that man.” He (PBUH) forbade the division of the state into two states, since the dispute of another Khaleefah means the dismemberment of a part of the state and the establishment of a second Khilafah. He (PBUH) said:
„Wenn der Treueid (bay’ah) für zwei Khalifen geleistet wurde, dann töte den Späteren von ihnen.“ Er untersagte die Errichtung zweier Staaten in den islamischen Ländern, da die bay’ah an zwei Khalifen die Errichtung zweier Staaten darstellt. Diese Texte sind in ihrem Verbot, mehr als einen Staat zu haben, eindeutig. Wenn dies geschieht, gilt es als munkar (Verwerfliches), das beseitigt werden muss; und seine Beseitigung bedeutet die Vereinigung der Länder.
“When an oath of allegiance (bay’ah) has been taken for two Khaleefahs, kill the latter of them.” He forbade the establishment of two states in the Islamic lands since the bay’ah to two Khaleefah constitutes establishment of two states. These texts are clear in their prohibition of having more than one state. If this happens then it is considered a munkar (evil), which has to be removed; and removing it means unification of the lands.
21. Nicht-Muslime werden hinsichtlich der Grundlagen (Usul) und der Einzelbestimmungen (Furu') von den islamischen Regeln angesprochen, da der Islam für die gesamte Menschheit gekommen ist. Er ﷺ sagte:
21. Non-Muslims are addressed by the Islamic rules in terms of the foundations (Usool) and branches (furoo’), since Islam has come for the whole of mankind. He (PBUH) said:
„Und Wir haben dich (o Muhammad ﷺ) nur als Verkünder froher Botschaft und als Warner für alle Menschen gesandt.“ [Saba': 28] Dies ist auch deshalb so, weil Allah (SWT) sie ausdrücklich zu einigen der Zweige verpflichtet hat. Daher schließen die Verse, die zur Anbetung auffordern, die Ungläubigen mit ein, wie etwa dort, wo Er (SWT) sagt:
“And We have not sent you (O Muhammad (PBUH)) except as a giver of glad tidings and a warner to all mankind.” [Saba`: 28] This is also because Allah (SWTH) has explicitly commanded them with some of the branches. So the aayaat that command worship include Kuffar, such as when He (SWTH) said:
„O ihr Menschen! Dient eurem Herrn (Allāh).“ [Al-Baqarah: 21] Er (SWT) sagte:
“O mankind! Worship your Lord (Allâh).” [Al-Baqarah: 21] He (SWTH) said:
„Und die Pilgerfahrt (Hadsch) nach Makkah zum Haus (der Ka'ba) ist eine Pflicht, die den Menschen gegenüber Allâh obliegt." [Âl ‘Imrân: 97] Dies deshalb, weil sie für die Erfüllung der Einzelpflichten nicht verantwortlich wären, würden sie nicht dafür bedroht worden sein, sie nicht zu verrichten. Er (SWT) sagte:
“And Hajj (pilgrimage to Makkah) to the House (Ka’bah) is a duty that mankind owes to Allâh.” [Aali Imraan: 97] This is because if they were not responsible for fulfilling the branches, then they would not have been threatened for not undertaking them. He (SWTH) said:
„Und wehe den Al-Mushrikûn (den Polytheisten), die die Zakāt nicht entrichten.“
“And woe to Al-Mushrikûn (polytheists) those who give not the Zakât.”.
[Fussilat: 6-7] Und Er (SWT) sagte:
Fussilat: 6-7] And He (SWTH) said:
„Er (der Ungläubige) hat weder geglaubt (an diesen Koran, an die Botschaft Muhammads ﷺ) noch hat er gebetet!“ [Al-Qiyāmah: 31] Und Er (SWT) sagte:
“So he (the disbeliever) neither believed (in this Qur’ân, in the Message of Muhammad (PBUH)) nor prayed!” [Al-Qiyaamah: 31] And He (SWTH) said:
„(Und sie werden zu ihnen sagen): ‚Was hat euch in die Hölle gebracht?‘ Sie werden sagen: ‚Wir gehörten nicht zu denen, die ihr Salât (Gebet) verrichteten, und wir speisten nicht den Miskin (Armen); und wir redeten Falsches (alles, was Allah verhasst ist) mit den Schwätzern, und wir leugneten den Tag der Vergeltung.‘“ [Al-Muddaththir: 42-46] Dies beweist, dass sie mit bestimmten Geboten und Verboten beauftragt sind, was tatsächlich auch für die übrigen Gebote und Verbote gilt. Sie werden mit den Regeln des Islam angesprochen und mit den Zweigen (Furu') ebenso verpflichtet wie mit den Grundlagen (Usul); doch sie werden nicht gezwungen, ihren Glauben oder die Regeln, die Teil ihres Glaubens sind, zu ändern. Sie dürfen bei den Regeln bleiben, die der Gesandte Allahs ﷺ gebilligt hat. Denn Er (SWT) hat gesagt:
“(And they will say to them): ‘What has caused you to enter Hell?’ They will say: ‘We were not of those who used to offer their Salât (prayers Nor we used to feed Al-Miskin (the poor); And we used to talk falsehood (all that which Allâh hated) with vain talkers And we used to belie the Day of Recompense.’” [Al- Muddaththir: 42-46] This proves that they are commanded with certain orders and prohibitions, which is actually the case for the rest of the orders and prohibitions as well. They are addressed with rules of Islam and commanded with the branches just as they are commanded with the foundations (usool); though they are not compelled to change their beliefs or change the rules, which are part of their beliefs. They are allowed to remain on the rules, which the Messenger of Allah (PBUH) approved. This is because He (SWTH) said:
„Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ [Al-Baqarah: 256] Und sein Ausspruch ﷺ:
“there is no compulsion in religion.” [Al-Baqarah: 256] And his (PBUH) saying:
„Wer seine Religion des Judentums oder Christentums ausübt, dem wird dafür kein Leid zugefügt.“ Somit werden sie darin belassen, zu glauben, zu verehren und jede Handlung zu vollziehen, die der Gesandte ﷺ erlaubt hat, etwa Alkohol zu trinken oder zu heiraten. In diesen Angelegenheiten widersetzen wir uns ihnen nicht. Jedoch werden alle anderen Angelegenheiten, wie die ‘Uqubaat (Strafen) und die Mu’amalaat (Rechtsgeschäfte), auf sie ebenso angewendet wie auf die Muslime, in genau derselben Weise. Eine Ausnahme davon bilden jedoch die diplomatischen Missionen. Sie genießen das, was als „diplomatische Immunität“ bekannt ist, denn der Prophet ﷺ sagte zu den beiden Gesandten des Musaylamah:
“The one who practices his Judaism or Christianity he will not be afflicted for it.” So they are left to believe, worship and undertake any action, which the Messenger (PBUH) allowed such as drinking alcohol or marriage. In these matters we do not oppose them. However, any other matters, such as the ‘Uqubaat (punishments) and Mu’amalaat (transactions) are applied on them just as they are applied on the Muslims, in exactly the same manner. However, an exception is made from this with regards to diplomatic missions. They have what is known as “diplomatic immunity”, because the Prophet (PBUH) said to the two messengers of Musaylamah:
„Bei Allah! Wären Gesandte nicht unverletzlich, würde ich euch die Hälse abschlagen.“
“By Allah! Had it not been that messengers are not killed I would have struck off your necks.”.
22. Diejenigen, deren Väter vom Islam abgefallen waren, die aber nach dem Abfall ihrer Väter geboren wurden, d. h. Kinder von Vätern, die ungläubige Abtrünnige (murtadd) sind. Sie werden als Ungläubige (Kuffar) betrachtet und nicht als Abtrünnige (murtadd). Dass sie nicht als Abtrünnige gelten, liegt daran, dass sie selbst nicht abgefallen sind; vielmehr sind es ihre Väter, die den Abfall begangen haben. Sie selbst haben nicht abgeschworen. Dass sie als Ungläubige gelten, liegt daran, dass sie von ungläubigen Eltern geboren wurden; jeder, der von ungläubigen Eltern geboren wird, ist ein Ungläubiger. Dies ist aufgrund dessen, was Ibn Mas'ud überliefert hat, dass:
22. Those whose fathers had apostatised from Islam but were born after their fathers had become murtadd (apostates), i.e. they were born to fathers who are kafir murtadd. They are considered Kuffar and not murtadd. As for why they are not considered murtadd, this is because they themselves did not commit apostasy; rather the ones who committed apostasy are their fathers. They did not apostatise. As for why they are Kuffar, this is because they are born to Kuffar parents; anyone who is born to Kuffar parents is kaafir. This is due to what Ibn Mas’ud narrated that:
„Als der Prophet ﷺ den Vorsatz fasste, ‘Uqbah Abi Mu’yat zu töten, fragte jemand: Was ist mit den Frauen und Kindern? Er sagte: Das Feuer.“ Und in einer anderen Überlieferung: „Das Feuer ist für sie und ihren Vater.“ Es ist außerdem überliefert, dass der Prophet ﷺ, als er gefragt wurde, ob man einige der Mushrikeen nachts angreifen dürfe, obwohl dabei einige ihrer Frauen und Kinder zu Schaden kommen oder gefangen genommen werden könnten, sagte:
“When the Prophet (PBUH) wished to kill ‘Uqbah Abi Mu’yat someone asked: what about the women and children? He said: the fire.” And in another narration: “The fire is for them and their father.” It has also been established that when the Prophet (PBUH) was asked about invading some of the Mushrikeen (at night) and thus some of their women and children are harmed (or captured), he (PBUH) said:
„sie (ihre Frauen und Kinder) gehören zu ihnen.“ Jene Menschen, deren Väter abtrünnig geworden waren, werden auf der Grundlage der Religion behandelt, in die sie hineingeboren wurden. Wenn sie also Juden oder Christen sind, werden sie wie Juden oder Christen behandelt, d. h. sie werden wie Leute der Schrift behandelt. Sind sie Mushrik geworden, werden sie wie Mushrik behandelt; ihr geschlachtetes Fleisch wird nicht gegessen, und ihre Frauen werden nicht geheiratet.
“they (their women and children) are from them.” Those people whose fathers had become apostates are dealt with on the basis of the religion into which they were born. So if they are Jewish or Christian then they are treated as Jews or Christians, i.e. they are treated as People of the Book. If they became mushrik they are treated as Mushrik, their slaughtered (meat) is not eaten and nor do we marry their women.
23. Kapitalismus ist wie Kommunismus; beide sind Kufr. Sozialismus in allen seinen Formen ist Kufr. Die Lehre der Trennung von Religion und Leben ist Kufr. Die Lehre des dialektischen Materialismus ist Kufr. Staatssozialismus, Agrarsozialismus usw. sind Kufr. So wie das Christentum Kufr ist, ist auch der Kapitalismus eine kufrische Ideologie. So wie das Judentum Kufr ist, ist auch der Kommunismus eine kufrische Ideologie. Dies sind kufrische Millahs, und Kufr ist eine einzige Millah. Ebenso sind alle Formen des Sozialismus Kufr.
23. Capitalism is like communism; both are Kufr. Socialism in all its forms is Kufr. The creed of separating religion from life is Kufr. The creed of dialectical materialism is Kufr. State socialism and agricultural socialism etc are Kufr. Just as Christianity is Kufr, capitalism is also a kufr ideology. Just as Judaism is Kufr, communism is also a kufr ideology. These are kufr millahs and Kufr is one millah. Also all forms of socialism are Kufr.