Weitreichende Veränderungen
Far-reaching Changes
Wenn wir Menschen zum Islam einladen, seien sie Gläubige oder Nichtgläubige, sollten wir eine Tatsache im Blick behalten, eine Tatsache, die dem Islam selbst eigen ist und die man in seiner Geschichte erkennen kann. Der Islam ist eine umfassende Konzeption von Leben und Universum mit eigenen, einzigartigen Merkmalen. Auch das Konzept des menschlichen Lebens in all seinen Aspekten und Beziehungen, das sich daraus ableitet, ist ein in sich geschlossenes System mit besonderen Eigenschaften. Dieses Konzept steht grundsätzlich im Gegensatz zu allen neuen oder alten jahiliyya-Konzepten. Obwohl es in einzelnen Details Ähnlichkeiten zwischen dem Islam und den jahiliyya-Konzepten geben mag, unterscheidet sich das islamische Konzept in Bezug auf die Prinzipien, aus denen diese Einzelheiten abgeleitet sind, von allen anderen Theorien, mit denen der Mensch bisher vertraut war.
When we invite people to Islam, whether they are Believers or non-believers, we should keep in mind one fact, a fact which is a characteristic of Islam itself and which can be seen in its history. Islam is a comprehensive concept of life and the universe with its own unique characteristics. The concept of human life in all its aspects and relationships which are derived from it is also a complete system which has its particular characteristics. This concept is basically against all the new or old jahili concepts. Although there might be some details in which there are similarities between Islam and the jahili concepts, in relation to the principles from which these particulars are derived, the Islamic concept is different from all other theories with which man has been familiar.
Die erste Aufgabe des Islam besteht darin, das menschliche Leben nach diesem Konzept zu formen und ihm eine praktische Gestalt zu geben sowie in der Welt ein System zu errichten, das von Gott vorgeschrieben wurde; und zu eben diesem Zweck hat Gott diese muslimische Gemeinschaft erweckt, damit sie der Menschheit als praktisches Beispiel dient. Gott, der Erhabene, spricht:
The first function of Islam is that it molds human life according to this concept and gives it a practical form, and establishes a system in the world which has been prescribed by God; and for this very purpose God has raised this Muslim nation to be a practical example for mankind. God Most High says:
„Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschheit hervorgebracht wurde. Ihr gebietet das Gute und verbietet das Schlechte, und ihr glaubt an Gott." (3:110)
"You are the best community raised for the good of mankind. You enjoin what is good and forbid what is evil, and you believe in God". (3:110)
Und Er beschreibt diese Gemeinschaft wie folgt:
and He characterizes this community as follows:
„Diejenigen, die, wenn Wir ihnen Macht auf Erden verleihen, das Gebet verrichten, die Zakāt entrichten, das Gute gebieten und das Verwerfliche verbieten."
"Those who, if We give them authority in the land, establish regular prayers, pay Zakat, enjoin good, and forbid evil." (22:41)
Es gehört nicht zur Aufgabe des Islam, sich mit den Vorstellungen der Dschahiliyya, die in der Welt verbreitet sind, zu arrangieren oder zusammen mit einem dschahilischen System im selben Land zu koexistieren. So war es nicht, als er zum ersten Mal in der Welt erschien, und so wird es auch heute nicht sein, noch in Zukunft. Dschahiliyya ist, welcher Epoche sie auch angehört, Dschahiliyya; das heißt, Abweichung von der Anbetung des einen Gottes und von der Lebensweise, die Gott vorgeschrieben hat. Sie leitet ihr System, ihre Gesetze, Regeln, Gewohnheiten, Maßstäbe und Werte aus einer anderen Quelle als Gott ab. Der Islam hingegen ist Hingabe an Gott, und seine Aufgabe besteht darin, die Menschen von der Dschahiliyya hin zum Islam zu rufen.
It is not the function of Islam to compromise with the concepts of Jahiliyyah which are current in the world or to coexist in the same land together with a jahili system. This was not the case when it first appeared in the world, nor will it be today or in the future. Jahiliyyah, to whatever period it belongs, is Jahiliyyah; that is, deviation from the worship of One God and the way of life prescribed by God. It derives its system and laws and regulations and habits and standards and values from a source other than God. On the other hand, Islam is submission to God, and its function is to invite people away from Jahiliyyah toward Islam.
Jahiliyyah ist die Verehrung einiger Menschen durch andere; das heißt, einige Menschen werden herrschend und erlassen Gesetze für andere, ungeachtet dessen, ob diese Gesetze den Geboten Gottes widersprechen, und ohne sich darum zu kümmern, wie ihre Macht gebraucht oder missbraucht wird.
Jahiliyyah is the worship of some people by others; that is to say, some people become dominant and make laws for others, regardless of whether these laws are against God's injunctions and without caring for the use or misuse of their authority.
Der Islam hingegen bedeutet, dass Menschen Gott allein anbeten und Begriffe und Glaubensvorstellungen, Gesetze, Regelungen und Werte aus der Autorität Gottes ableiten und sich von der Knechtschaft gegenüber den Dienern Gottes befreien.
Islam, on the other hand, is people's worshipping God alone, and deriving concepts and beliefs, laws and regulations and values from the authority of God, and freeing themselves from servitude to God's servants.
Dies ist das eigentliche Wesen des Islam und das Wesen seiner Rolle auf der Erde. Dieser Punkt sollte jedem Menschen nachdrücklich vermittelt werden, den wir zum Islam einladen, sei er Muslim oder Nichtmuslim.
This is the very nature of Islam and the nature of its role on the earth. This point should be emphasized to anyone whomsoever we invite to Islam, whether they be Muslims or non-Muslims.
Der Islam kann keine Vermischung mit der Dschahiliyya annehmen, weder in ihrer Konzeption noch in den Lebensweisen, die sich aus dieser Konzeption ergeben. Entweder bleibt der Islam, oder die Dschahiliyya: Der Islam kann eine Situation, die halb Islam und halb Dschahiliyya ist, weder akzeptieren noch ihr zustimmen. In dieser Hinsicht ist die Haltung des Islam sehr klar. Er sagt, dass die Wahrheit eine ist und nicht geteilt werden kann; wenn sie nicht die Wahrheit ist, dann muss sie Falschheit sein. Die Vermischung und das Nebeneinanderbestehen von Wahrheit und Falschheit ist unmöglich. Die Befehlsgewalt gehört Gott, andernfalls der Dschahiliyya; die Scharia Gottes wird sich durchsetzen, oder aber die Wünsche der Menschen.
Islam cannot accept any mixing with Jahiliyyah, either in its concept or in the modes of living which are derived from this concept. Either Islam will remain, or Jahiliyyah: Islam cannot accept or agree to a situation which is half-Islam and half-Jahiliyyah. In this respect Islam's stand is very clear. It says that the truth is one and cannot be divided; if it is not the truth, then it must be falsehood. The mixing and co- existence of the truth and falsehood is impossible. Command belongs to God, or otherwise to Jahiliyyah; God's Shari'ah will prevail, or else people's desires.
„Und richte zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, und hüte dich vor ihnen, damit sie dich nicht von einem Teil dessen abbringen, was Gott dir offenbart hat." (5:49)
"And judge between them according to what God has revealed, and do not follow their opinions, and beware of them lest they confuse you in matters which God has revealed to you." (5:49)
„Dazu rufe nun auf und bleibe standhaft, wie dir befohlen wurde, und folge nicht ihren Neigungen." (42:15)
"Then invite them to this, and remain firmly committed to what you have been commanded, and do not follow their desires." (42:15)
„Und wenn sie dir nicht antworten, dann wisse, dass sie nur ihren eigenen Neigungen folgen. Und wer ist irregeleiteter als derjenige, der seinen eigenen Neigungen folgt, ohne Rechtleitung von Gott? Gewiss, Gott leitet das frevlerische Volk nicht recht."
"And if they do not respond to you, then know that they are following their own opinions; and who can be more misguided than one who follows his own opinion against the guidance from God? Indeed, God does not guide the wicked people". (28:50)
„Dann haben Wir dich auf einen Weg gestellt, der (von Gott) vorgeschrieben ist; so folge ihm, und folge nicht den Neigungen derer, die kein Wissen haben. Sie werden dir vor Gott nichts nützen. Gewiss, die Frevler sind Freunde untereinander, und Gott ist der Freund der Gottesfürchtigen."
"We have set you on a way ordained (by God); then follow it, and do not follow the desires of those who have no knowledge. They will not avail thee anything before God. Surely the evil-doers are friends of one another, and God is the Friend of the Godfearing." (45:18)
„Suchen sie etwa ein Urteil aus der Zeit der Unwissenheit? Wer aber ist im Urteil besser als Gott für ein Volk, das festen Glauben hat?" (5:50)
"Do they want a judgment from the Days of Ignorance? Yet who is better in judgment than God, for a people having sure faith? (5:50)
Diese Verse machen deutlich, dass es nur zwei Wege gibt und keine dritte Möglichkeit besteht: entweder sich Gott und Seinem Gesandten ﷺ zu unterwerfen oder aber der Dschahiliyya zu folgen. Wenn das von Gott gegebene Gesetz nicht zum Richter gemacht wird, wird man natürlich von ihm abweichen. Nach diesem klaren und entschiedenen Gebot Gottes, des Erhabenen, bleibt kein Raum für Streit oder Ausreden.
These verses make it clear that there are only two ways, and no third possibility exists: either to submit to God and His Messenger - peace be on him - or else to follow Jahiliyyah. If the law given by God is not made the arbiter, then naturally one will deviate from it. After this clear and decisive injunction from God Most High there is no room for any controversy or excuse-making.
Die vorrangige Pflicht des Islam in dieser Welt besteht darin, die Dschahiliyya von der Führung des Menschen zu stürzen, die Führung selbst in die Hand zu nehmen und die besondere Lebensweise durchzusetzen, die ihr dauerhaft eigen ist. Der Zweck dieser rechtgeleiteten Führung ist das Wohl und der Erfolg der Menschheit: das Wohl, das aus der Rückkehr zum Schöpfer hervorgeht, und der Erfolg, der daraus erwächst, dass man mit dem übrigen Universum in Einklang steht. Ziel ist es, den Menschen zu jener hohen Stellung zu erheben, die Gott für ihn erwählt hat, und ihn von der Sklaverei der Begierden zu befreien. Dieser Zweck wird von Rabi'i ibn 'Amir erläutert, als er dem Oberbefehlshaber der persischen Armee, Rustam, antwortete. Rustam fragte: „Zu welchem Zweck seid ihr gekommen?“ Rabi'i antwortete: „Gott hat uns gesandt, um jeden, der es wünscht, aus der Knechtschaft gegenüber Menschen in den Dienst Gottes allein zu führen, aus der Enge dieser Welt in die Weite dieser Welt und des Jenseits, aus der Tyrannei der Religionen in die Gerechtigkeit des Islam.“ Der Islam kam nicht, um die Begierden der Menschen zu unterstützen, wie sie sich in ihren Vorstellungen, Institutionen, Lebensweisen sowie Gewohnheiten und Traditionen ausdrücken, ob diese zur Zeit des Aufkommens des Islam verbreitet waren oder heute verbreitet sind, sowohl im Osten als auch im Westen. Der Islam billigt nicht die Herrschaft selbstsüchtiger Begierden. Er ist gekommen, um all solche Vorstellungen, Gesetze, Bräuche und Traditionen abzuschaffen und sie durch ein neues Verständnis menschlichen Lebens zu ersetzen, um auf dem Fundament der Unterwerfung unter den Schöpfer eine neue Welt zu erschaffen. Manchmal scheint es, als ähnelten einige Teile des Islam bestimmten Aspekten des Lebens der Menschen in der Dschahiliyya; doch diese Aspekte sind nicht dschahilisch, und sie stammen nicht aus der Dschahiliyya. Diese scheinbare Ähnlichkeit in einigen geringfügigen Aspekten ist ein bloßer Zufall; die Wurzeln der beiden Bäume sind völlig verschieden. Der Baum des Islam wurde durch die Weisheit Gottes gesät und gepflegt, während der Baum der Dschahiliyya das Erzeugnis des Bodens menschlicher Begierden ist.
The foremost duty of Islam in this world is to depose Jahiliyyah from the leadership of man, and to take the leadership into its own hands and enforce the particular way of life which is its permanent feature. The purpose of this rightly guided leadership is the good and success of mankind, the good which proceeds from returning to the Creator and the success which comes from being in harmony with the rest of the universe. The intention is to raise human beings to that high position which God has chosen for them and to free them from the slavery of desires. This purpose is explained by Raba'i bin 'Amer, when he replied to the commander-in- chief of the Persian army, Rustum. Rustum asked, "For what purpose have you come?" Raba'i answered, "God has sent us to bring anyone who wishes from servitude to men into the service of God alone, from the narrowness of this world into the vastness of this world and the Hereafter, from the tyranny of religions into the justice of Islam." Islam did not come to support people's desires, which are expressed in their concepts, institutions, modes of living, and habits and traditions, whether they were prevalent at the advent of Islam or are prevalent now, both in the East and in the West. Islam does not sanction the rule of selfish desires. It has come to abolish all such concepts, laws, customs and traditions, and to replace them with a new concept of human life, to create a new world on the foundation of submission to the Creator. Sometimes it appears that some parts of Islam resemble some aspects of the life of people in Jahiliyyah; but these aspects are not jahili nor are they from Jahiliyyah. This apparent resemblance in some minor aspects is a mere coincidence; the roots of the two trees are entirely different. The tree of Islam has been sown and nurtured by the wisdom of God, while the tree of Jahiliyyah is the product of the soil of human desires.
„Das fruchtbare Land bringt mit der Erlaubnis seines Herrn gute Pflanzen hervor, während das schlechte Land nur wenig hervorbringt." (7:58)
"The fertile piece of land grows good vegetation with the permission of its Lord, while the bad land brings forth but little." (7:58)
Die Dschahiliyya ist böse und verdorben, sei sie von der alten oder der modernen Art. Ihre äußeren Erscheinungsformen mögen in verschiedenen Epochen unterschiedlich sein, doch ihre Wurzeln sind dieselben. Ihre Wurzeln sind die menschlichen Begierden, die die Menschen nicht aus ihrer Unwissenheit und Selbstüberschätzung herauskommen lassen. Diese Begierden werden zum Nutzen einiger Personen, einiger Klassen, einiger Nationen oder einiger Rassen eingesetzt, und diese Interessen setzen sich gegen die Forderung nach Gerechtigkeit, Wahrheit und Güte durch. Doch das reine Gesetz Gottes schneidet diese Wurzeln ab und stellt ein System von Gesetzen bereit, in das keine menschliche Einmischung hineinreicht. Es wird weder von menschlicher Unwissenheit oder menschlicher Begierde beeinflusst, noch dient es den Interessen einer bestimmten Gruppe von Menschen.
Jahiliyyah is evil and corrupt, whether it be of the ancient or modern variety. Its outward manifestations may be different during different epochs, yet its roots are the same. Its roots are human desires, which do not let people come out of their ignorance and self-importance, desires which are used in the interests of some persons or some classes or some nations or some races, which interests prevail over the demand for justice, truth and goodness. But the pure law of God cuts through these roots and provides a system of laws which has no human interference, and it is not influenced by human ignorance or human desire or for the interests of a particular group of people.
Dies ist der grundlegende Unterschied zwischen dem Lebenskonzept, das Gott lehrt, und von Menschen erdachten Theorien, und deshalb ist es unmöglich, beides unter einem System zu vereinen. Es ist vergeblich, ein Lebenssystem zu konstruieren, das halb Islam und halb Jahiliyyah ist. Gott vergibt keine Beigesellung an Seine Person, und Er akzeptiert keine Beigesellung an Seine offenbarte Lebensweise. Beides ist in den Augen Gottes gleichermaßen Schirk, da beides das Produkt derselben Denkweise ist.
This is the basic difference between the concept of life taught by God and man made theories, and hence it is impossible to gather them together under one system. It is fruitless to try to construct a system of life which is half-Islam and half-Jahiliyyah. God does not forgive any association with His person, and He does not accept any association with His revealed way of life. Both are equally Shirk in the sight of God, as both are the product of the same mentality.
Diese Wahrheit sollte fest und klar in unserem Geist verankert sein, und wenn wir den Menschen den Islam darlegen, sollten unsere Zungen nicht zögern, sie auszusprechen; wir sollten uns nicht schämen und keinen Zweifel in den Köpfen der Menschen zurücklassen, und wir sollten sie nicht gehen lassen, bevor sie überzeugt sind, dass sich ihr Leben vollständig verändern wird, wenn sie dem Islam folgen. Der Islam wird ihre Vorstellungen vom Leben ebenso wie ihre Verhaltensweisen vollständig verwandeln. Indem er sie verwandelt, schenkt er ihnen Segnungen, die über alles Vorstellbare hinausgehen: Er erhebt ihre Vorstellungen, verbessert ihr Verhalten und bringt sie näher an jene würdevolle Stellung, die dem menschlichen Leben gebührt. Von den Lebensweisen der Unwissenheit (Jahiliyyah), in denen sie versunken waren, wird nichts bleiben außer einigen geringfügigen Aspekten, die zufällig manchen Aspekten des Islam ähneln. Auch diese werden nicht genau dieselben bleiben, sobald sie mit der großen Wurzel des Islam verbunden werden, die sich deutlich von jener Wurzel unterscheidet, mit der sie bisher verbunden waren: der fruchtlosen und bösen Wurzel der Jahiliyyah. Während dieses Prozesses wird er ihnen keines der Wissen entziehen, das auf wissenschaftlicher Beobachtung beruht; im Gegenteil, er gibt diesem Bereich einen großen Impuls.
This truth ought to be firmly and clearly impressed on our minds, and when we present Islam to people our tongues should not hesitate to pronounce it, nor should we be ashamed, nor should we leave any doubt in people's minds, nor leave them until they are assured that if they follow Islam their lives will be completely changed. Islam will change their concepts of life as well as their modes of behavior completely. As it changes them, it bestows on them blessings beyond imagination by uplifting their concepts, improving their modes of behavior, and bringing them closer to the position of dignity worthy of human life. Nothing will remain of the modes of Jahiliyyah in which they were steeped, except some minor aspects which by accident appear similar to some aspects of Islam. Even these will not remain exactly the same as they become joined to the great root of Islam, which is clearly different from the root to which they had been joined so far, the fruitless and evil root of Jahiliyyah. During this process it will not deprive them of any of the knowledge based on scientific observation; indeed, it gives a great impetus in this direction.
Wenn wir Menschen zum Islam einladen, ist es unsere Pflicht, ihnen verständlich zu machen, dass er keine der von Menschen gemachten Religionen oder Ideologien ist, und auch kein von Menschen geschaffenes System mit verschiedenen Namen, Bannern und Beiwerk, sondern dass er der Islam ist und nichts anderes. Der Islam hat seine eigene dauerhafte Persönlichkeit, sein eigenes dauerhaftes Konzept und seine eigenen dauerhaften Erscheinungsformen. Der Islam garantiert der Menschheit einen Segen, der größer ist als all diese von Menschen gemachten Systeme. Der Islam ist edel, rein, gerecht und schön, und er entspringt der Quelle des Höchsten, des Größten Gottes.
When we call people to Islam, it is our duty to make them understand that it is not one of the man-made religions or ideologies, nor is it a man-made system-with various names, banners and paraphernalia-but it is Islam, and nothing else. Islam has its own permanent personality and permanent concept and permanent modes. Islam guarantees for mankind a blessing greater than all these man-made systems. Islam is noble, pure, just, beautiful, springing from the source of the Most High, the Most Great God.
Wenn wir das Wesen des Islam auf diese Weise verstehen, erzeugt dieses Verständnis in uns selbst Zuversicht, Stärke, Mitgefühl und Anteilnahme, während wir den Islam den Menschen darlegen: die Zuversicht eines Mannes, der weiß, dass er auf der Wahrheit steht, während das, was die Menschen haben, Falschheit ist; und das Mitgefühl eines Menschen, der das Leiden der Menschheit sieht und weiß, wie er sie zur Linderung führen kann; und die Anteilnahme eines Menschen, der den Irrtum der Menschen sieht und weiß, was die höchste Rechtleitung ist.
When we understand the essence of Islam in this manner, this understanding in itself creates in us confidence and power compassion and sympathy, while presenting Islam to the people: the confidence of a man who knows that he is with the truth, while what the people have is falsehood; and the compassion of a person who sees the suffering of mankind and knows how to bring them to ease; and the sympathy of a person who sees the error of the people and knows what supreme guidance is.
Wir müssen uns vor ihnen nicht dafür rechtfertigen, dass wir den Islam vertreten, und wir müssen ihren Wünschen und verzerrten Vorstellungen nicht entgegenkommen. Wir werden ihnen gegenüber äußerst offen sein: „Die Unwissenheit, in der ihr lebt, macht euch unrein, und Gott will euch reinigen; die Sitten, denen ihr folgt, beschmutzen euch, und Gott will euch säubern; das Leben, das ihr führt, ist niedrig, und Gott will euch erheben; der Zustand, in dem ihr euch befindet, ist belastend, bedrückend und erbärmlich, und Gott will euch Erleichterung, Barmherzigkeit und Gutes schenken. Der Islam wird eure Vorstellungen, eure Lebensweisen und eure Werte verändern; er wird euch zu einem anderen Leben erheben, so dass ihr auf das Leben, das ihr jetzt führt, mit Abscheu blicken werdet; er wird euch Lebensweisen zeigen, so dass ihr alle anderen Weisen, seien sie östlich oder westlich, mit Verachtung betrachten werdet; und er wird euch Werte nahebringen, so dass ihr alle heutigen Werte der Welt mit Geringschätzung betrachten werdet. Und wenn ihr wegen des jämmerlichen Zustands, in dem ihr steckt, das wahre Bild des islamischen Lebens nicht erkennen könnt, da eure Feinde – die Feinde dieser Religion – alle vereint sind gegen die Errichtung dieser Lebensweise, gegen ihre Verwirklichung in der Praxis, dann lasst uns es euch zeigen; und Gott sei Dank liegt sein Bild in unseren Herzen, gesehen durch die Fenster unseres Qur'an, unserer Shari'ah, unserer Geschichte, unseres Begriffs von der Zukunft, deren Kommen wir nicht bezweifeln!“ So sollten wir die Menschen ansprechen, wenn wir den Islam darlegen. Dies ist die Wahrheit, und in dieser Form hat der Islam die Menschen zum ersten Mal angesprochen; so geschah es, ob auf der Arabischen Halbinsel, in Persien oder in den römischen Provinzen oder an welchen anderen Orten auch immer er hinkam.
We need not rationalize Islam to them, need not appease their desires and distorted concepts. We will be extremely outspoken with them: "The ignorance in which you are living makes you impure, and God wants to purify you; the customs which you follow are defiling, and God wants to cleanse you; the life you are living is low, and God wants to uplift you; the condition which you are in is troublesome, depressing and base, and God wants to give you ease, mercy and goodness. Islam will change your concepts, your modes of living and your values; will raise you to another life so that you will look upon the life you are now living with disgust; will show you modes of living such that you will look upon all other modes, whether Eastern or Western, with contempt; and will introduce you to values such that you will look upon all current values in the world with disdain. And if, because of the sorry state you are in, you cannot see the true picture of the Islamic life, since your enemies-the enemies of this religion -are all united against the establishment of this way of life, against its taking a practical form, then let us show it to you; and, thank God, its picture is in our hearts, seen through the windows of our Qur'an, of our Shari'ah, of our history, of our concept of the future, whose coming we do not doubt!" This is the way in which we ought to address people while presenting Islam. This is the truth, and this was the form in which Islam addressed people for the first time; this was the form, whether it was in the Arabian peninsula, in Persia or in the Roman provinces, or in whatever other places it went.
Der Islam betrachtete sie von einer Höhe herab, denn dies ist seine wahre Stellung, und er sprach sie mit äußerster Liebe und Güte an, denn dies ist seine wahre Wesensart, und er erklärte ihnen alles mit vollkommener Klarheit, ohne jede Zweideutigkeit, denn dies ist seine Methode. Er sagte ihnen nie, dass er ihre Lebensweise, ihre Gepflogenheiten, ihre Begriffe und ihre Werte nicht antasten würde, außer vielleicht ein wenig; er schlug keine Ähnlichkeiten mit ihrem System oder ihren Sitten vor, um ihnen zu gefallen, wie es heute manche tun, wenn sie den Islam den Menschen unter Bezeichnungen wie „Islamische Demokratie“ oder „Islamischer Sozialismus“ darstellen oder manchmal sagen, dass die gegenwärtigen Wirtschafts-, Politik- oder Rechtssysteme der Welt nur ein wenig geändert werden müssten, um islamisch annehmbar zu sein. Der Zweck all dieser Rationalisierungen ist es, den Begierden der Menschen zu schmeicheln! Tatsächlich verhält es sich ganz anders! Der Wandel von dieser Dschahiliyya, die die Erde umfasst hat, hin zum Islam ist gewaltig und tiefgreifend; und das islamische Leben ist das Gegenteil aller Formen des dschahilischen Lebens, ob alt oder modern. Die elende Lage der Menschheit wird nicht durch einige geringfügige Änderungen an den gegenwärtigen Systemen und Gepflogenheiten gelindert. Die Menschheit wird ohne diesen gewaltigen und tiefgreifenden Wandel niemals daraus herausfinden – den Wandel von den Wegen der Geschöpfe zum Weg des Schöpfers, von den Systemen der Menschen zum System des Herrn der Menschen und von den Befehlen der Diener zum Befehl des Herrn der Diener.
Islam looked at them from a height, as this is its true position, and addressed them with extreme love and kindness, as this is its true temperament, and explained everything to them with complete clarity, without any ambiguity, as this is its method. It never said to them that it would not touch their way of living, their modes, their concepts and their values except perhaps slightly; it did not propose similarities with their system or manners to please them, as some do today when they present Islam to the people under the names of 'Islamic Democracy' or 'Islamic Socialism', or sometimes by saying that the current economic or political or legal systems in the world need not be changed except a little to be acceptable Islamically. The purpose of all this rationalization is to appease people's desires! Indeed, the matter is entirely different! The change from this Jahiliyyah, which has encompassed the earth, to Islam is vast and far-reaching; and the Islamic life is the opposite of all modes of jahili life, whether ancient or modern. The miserable state of mankind is not alleviated by a few minor changes in current systems and modes. Mankind will never come out of it without this vast and far-reaching change-the change from the ways of the created to the way of the Creator, from the systems of men to the system of the Lord of men, and from the commands of servants to the command of the Lord of servants.
Das ist eine Tatsache – eine Tatsache, die wir verkünden, und zwar laut, ohne im Denken der Menschen irgendeinen Zweifel oder eine Zweideutigkeit zu lassen.
This is a fact - a fact which we proclaim, and proclaim loudly, without leaving any doubt or ambiguity in the minds of people.
Am Anfang mögen die Menschen diese Art der Verkündigung ablehnen, vor ihr davonlaufen und sich vor ihr fürchten. Doch genau so reagierten die Menschen, als ihnen der Islam zum ersten Mal vorgestellt wurde: Sie lehnten ihn ab, liefen vor ihm davon und fürchteten sich vor ihm. Sie hassten ihn und fühlten sich verletzt, als Muhammad ﷺ ihre Vorstellungen kritisierte, ihre Gottheiten verhöhnte, ihre Verhaltensweisen zurückwies, sich von ihren Gewohnheiten und Bräuchen abwandte und für sich selbst sowie für die wenigen Gläubigen, die bei ihm waren, Verhaltensweisen, Werte und Sitten annahm, die sich von denen der Dschahiliyya unterschieden.
In the beginning, people may dislike this method of giving the message, may run away from it, and may be afraid of it. But the people disliked it, ran away from it, and were afraid of it when Islam was presented to them for the first time. They hated it and were hurt when Muhammad - peace be on him-criticized their concepts, derided their deities, rejected their ways of behavior, turned away from their habits and customs, and adopted for himself and for the few believers who were with him modes of behavior, values and customs other than the modes, values and customs of Jahiliyyah.
Was geschah dann? Sie liebten dieselbe Wahrheit, die ihnen anfangs so fremd erschienen war, vor der sie flohen, „als wären sie aufgeschreckte Esel, die vor einem Löwen fliehen …" (74:50-51), gegen die sie mit all ihrer Kraft und List kämpften, ihre Anhänger schwer folterten, solange sie in Mekka schwach waren, und unablässig mit ihnen kämpften, solange sie in Medina stark waren.
Then what happened? They loved the same truth which at first seemed so strange to them, from which they ran away "as if they were startled donkeys fleeing before a lion ..." (74:50-51), against which they fought with all their power and strategy, grievously torturing its adherents when they were weak in Mecca and fighting with them incessantly when they were strong in Medina.
Die Bedingungen, denen sich der islamische Ruf in seiner ersten Zeit gegenübersah, waren nicht günstiger oder besser als die Bedingungen von heute. Er war etwas Unbekanntes, von der Dschahiliyya zurückgewiesen; er war auf das Tal von Mekka beschränkt, von den Machthabern und Autoritäten verfolgt; und zu jener Zeit war er der ganzen Welt völlig fremd. Er war von mächtigen und stolzen Reichen umgeben, die seinen Grundlehren und Zielen entgegenstanden. Trotz all dem war es ein kraftvoller Ruf, wie er es heute ist und morgen bleiben wird. Die Quelle seiner wahren Kraft liegt verborgen in der Natur dieses Glaubens selbst; deshalb kann er unter den schlimmsten Bedingungen und angesichts der heftigsten Widerstände wirken. Er schöpft seine Kraft aus der schlichten und klaren Wahrheit, auf der er ruht. Seine ausgewogenen Lehren entsprechen der menschlichen Natur – jener Natur, die keinen Widerstand auf Dauer ertragen kann –, und es liegt in seiner Macht, die Menschheit voranzuführen, gleichgültig in welcher Stufe wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher oder geistiger Rückständigkeit oder Entwicklung sie sich befinden mag. Ein weiteres Geheimnis seiner Kraft besteht darin, dass er die Dschahiliyya und ihre physische Macht herausfordert, ohne einzuwilligen, auch nur einen einzigen Buchstaben seiner Prinzipien zu ändern. Er geht keine Kompromisse mit dschahilischen Neigungen ein und bedient sich auch keiner Rationalisierungen. Er verkündet die Wahrheit unerschrocken, damit die Menschen begreifen, dass sie gut ist, dass sie eine Barmherzigkeit und ein Segen ist.
The conditions which the Islamic Call had to face in its first period were not more favorable or better than the conditions of today. It was an unknown thing, rejected by Jahiliyyah; it was confined to the valley of Mecca, hounded by the people in power and authority; and, at that time, it was a complete stranger to the whole world. It was surrounded by mighty and proud empires which were against its basic teachings and purposes. In spite of all this it was a powerful Call, as it is powerful today and will remain powerful tomorrow. The source of its real power is hidden in the very nature of this belief; that is why it can operate under the worst conditions and in the face of the most severe opposition. It derives its power from the simple and clear truth on which it stands. Its balanced teachings are according to human nature-that nature which cannot tolerate any resistance for very long - and it is in its power to lead mankind over toward progress, no matter in what stage of economic, social, scientific or intellectual backwardness or development it may be. Another secret of its power is that it challenges Jahiliyyah and its physical power, without agreeing to change even a single letter of its principles. It does not compromise with jahili inclinations nor does it use rationalizations. It proclaims the truth boldly so that people may understand that it is good, that it is a mercy and a blessing.
Gott ist es, Der die Menschen erschaffen hat und ihre Natur kennt sowie die Wege zu ihren Herzen. Er weiß, wie sie die Wahrheit annehmen, wenn sie kühn, klar, nachdrücklich und ohne Zögern und Zweifel verkündet wird! Gewiss besitzt die menschliche Natur die Fähigkeit, sich vollständig von einer Lebensweise zu einer anderen zu wandeln; und dies fällt ihr weit leichter als viele teilweise Veränderungen. Und wenn der vollständige Wandel von einem Lebenssystem zu einem anderen erfolgt, das höher, vollkommener und reiner ist als das frühere, dann entspricht dieser vollständige Wandel der menschlichen Psychologie. Wer aber würde bereit sein, von einem System der Dschahiliyya zum System des Islam überzugehen, wenn das islamische System nicht mehr wäre als eine kleine Änderung hier und eine kleine Abweichung dort? Das Festhalten am bisherigen System ist logischer. Es ist wenigstens eine bestehende Ordnung, die sich reformieren und verändern lässt; wozu also die Notwendigkeit, sie aufzugeben zugunsten einer Ordnung, die noch nicht etabliert oder angewandt wurde, während sie in all ihren wesentlichen Merkmalen der alten Ordnung gleicht?
It is God Who created men and Who knows their nature and the passages to their hearts. He knows how they accept the truth when it is proclaimed boldly, clearly, forcefully, and without hesitation and doubt! Indeed, the capacity exists in human nature to change completely from one way of life to another; and this is much easier for it than many partial changes. And if the complete change were to be from one system of life to another which is higher, more perfect and purer than the former, this complete change is agreeable to human psychology. But who would be agreeable to changing from a system of Jahiliyyah to the system of Islam if the Islamic system were no more than a little change here and a little variation there? To continue with the former system is more logical. At least it is an established order, amenable to reform and change; then what is the need to abandon it for an order not yet established or applied, while it continues to resemble the old order in all its major characteristics?
Wir finden auch Leute, die, wenn sie über den Islam sprechen, ihn den Menschen so darstellen, als sei er eines Vergehens angeklagt, und ihn gegen diese Anklage verteidigen wollen. Unter ihren Verteidigungen lautet eine so: „Man sagt, moderne Systeme hätten dies und jenes getan, während der Islam nichts Vergleichbares getan habe. Aber hört! Er hat all das etwa vierzehnhundert Jahre vor der modernen Zivilisation getan!" Wehe einer solchen Verteidigung! Schande über eine solche Verteidigung! Der Islam nimmt seine Rechtfertigungen gewiss nicht aus dem jahiliyyah-System und seinen bösen Ableitungen. Und diese „Zivilisationen", die viele geblendet und ihren Geist besiegt haben, sind im Kern nichts als ein jahiliyyah-System, und dieses System ist im Vergleich zum Islam fehlerhaft, hohl und wertlos. Das Argument, dass die Menschen, die unter ihm leben, in einem besseren Zustand seien als die Menschen eines sogenannten islamischen Landes oder „der islamischen Welt", hat keinerlei Gewicht. Die Menschen in diesen Ländern sind in diesen elenden Zustand gelangt, weil sie den Islam verlassen haben, und nicht, weil sie Muslime sind. Das Argument, das der Islam den Menschen vorlegt, lautet: Gewiss ist der Islam über alle Vorstellung hinaus besser. Er ist gekommen, um die Jahiliyyah zu verändern, nicht um sie fortzusetzen; um die Menschheit aus ihrer Verderbtheit zu erheben, und nicht, um ihre Erscheinungsformen zu segnen, die das Gewand der „Zivilisation" angenommen haben.
We also find some people who, when talking about Islam, present it to the people as if it were something which is being accused and they want to defend it against the accusation. Among their defenses, one goes like this: "It is said that modern systems have done such and such, while Islam did not do anything comparable. But listen! It did all this some fourteen hundred years before modern civilization!" Woe to such a defense! Shame on such a defense! Indeed, Islam does not take its justifications from the jahili system and its evil derivatives. And these 'civilizations', which have dazzled many and have defeated their spirits, are nothing but a jahili system at heart, and this system is erroneous, hollow and worthless in comparison with Islam. The argument that the people living under it are in a better condition than the people of a so-called Islamic country or "the Islamic world' has no weight. The people in these countries have reached this wretched state by abandoning Islam, and not because they are Muslims. The argument which Islam presents to people is this: Most certainly Islam is better beyond imagination. It has come to change Jahiliyyah, not to continue it; to elevate mankind from its depravity, and not to bless its manifestations which have taken the garb of 'civilization'.
Wir dürfen uns nicht so sehr geschlagen geben, dass wir beginnen, in den heutigen Systemen, in manchen heutigen Religionen oder in heutigen Ideen nach Ähnlichkeiten mit dem Islam zu suchen. Wir lehnen diese Systeme im Osten ebenso ab wie im Westen. Wir lehnen sie alle ab, denn sie sind in der Tat rückschrittlich und stehen im Widerspruch zu der Richtung, in die der Islam die Menschheit führen will.
We ought not to be defeated to such an extent that we start looking for similarities with Islam in the current systems or in some current religions or in some current ideas; we reject these systems in the East as well as in the West. We reject them all, as indeed they are retrogressive and in opposition to the direction toward which Islam intends to take mankind.
Wenn wir die Menschen auf diese Weise ansprechen und ihnen die Grundbotschaft des umfassenden Konzepts des Islam darlegen, wird die Rechtfertigung für den Wechsel von einem Konzept zum anderen, von einer Lebensweise zur anderen, aus den Tiefen ihres Wesens selbst kommen. Wir werden sie aber nicht mit diesem wirkungslosen Argument ansprechen, das lautet: „Wechselt von einem System, das gegenwärtig etabliert ist, zu einem System, das noch nicht angewandt wird; es wird nur eine geringe Veränderung an der bestehenden Ordnung bewirken. Ihr solltet keine Einwände haben; ihr könnt weiter tun, was ihr bisher getan habt. Es wird euch nur insofern stören, als man euch um einige Änderungen eurer Gewohnheiten, Umgangsformen und Neigungen bittet, und es wird euch bewahren, was euch gefällt, und es nur ganz leicht antasten.“ Oberflächlich betrachtet scheint diese Methode einfach, doch hat sie keine Anziehungskraft; außerdem beruht sie nicht auf der Wahrheit.
When we address people in this fashion and present to them the basic message of the comprehensive concept of Islam, the justification for changing from one concept to another, from one mode of living to another, will come from the very depths of their being. But we will not address them with this ineffective argument, saying: "Come from a system which is currently established to a system not yet applied; it will make only a little change in the established order. You should have no objection; you can continue to do what you have been doing. It will not bother you except to ask for a few changes in your habits, manners and inclinations, and will preserve for you whatever pleases you and will not touch it except very slightly." On the surface this method seems easy, but there is no attraction in it; moreover, it is not based on the truth.
Die Wahrheit ist, dass der Islam nicht nur Vorstellungen und Haltungen verändert, sondern auch das System und die Lebensweisen, die Gesetze und Bräuche, da dieser Wandel so grundlegend ist, dass keine Verbindung zur jahiliyya-Lebensweise bestehen bleiben kann, zu dem Leben, das die Menschheit führt. Es genügt zu sagen, dass er sie sowohl im Allgemeinen als auch im Besonderen aus der Knechtschaft gegenüber Menschen in den Dienst an Gott führt, Dem Einen:
The truth is that Islam not only changes concepts and attitudes, but also the system and modes, laws and customs, since this change is so fundamental that no relationship can remain with the jahili way of life, the life which mankind is living. It is sufficient to say that it brings them both in general and in particular from servitude to men into the service of God, Who is One:
„Glaube, wenn du willst, oder verwirf, wenn du willst.“ „Und wer verwirft, so ist Gott doch unabhängig von Seiner Schöpfung“ – die Frage ist im Kern die von Unglauben und Glauben, vom Beigesellen anderer neben Gott und der Einheit Gottes sowie von Dschahiliyya und Islam. Dies muss deutlich gemacht werden. Tatsächlich sind Menschen keine Muslime, als die sie sich ausgeben, solange sie das Leben der Dschahiliyya führen. Wenn jemand sich selbst oder andere täuschen will, indem er glaubt, der Islam lasse sich mit dieser Dschahiliyya in Einklang bringen, so ist das seine Sache. Doch dass diese Täuschung für andere gilt, kann nichts an der tatsächlichen Wirklichkeit ändern. Das ist nicht der Islam, und sie sind keine Muslime. Heute besteht die Aufgabe des Rufes darin, diese unwissenden Menschen zum Islam zurückzuführen und sie aufs Neue zu Muslimen zu machen.
"Believe if one wishes or reject if one wishes." "And if one rejects, then God is independent of His creation," I he question in essence is that of unbelief and belief, of associating others with God and the Oneness of God, and of Jahiliyyah and Islam. This ought to be made clear. Indeed, people are not Muslims, as they proclaim to be, as long as they live the life of Jahiliyyah. If someone wishes to deceive himself or to deceive others by believing that Islam can be brought in line with this Jahiliyyah, it is up to him. But whether this deception is for others, it cannot change anything of the actual reality. This is not Islam, and they are not Muslims. Today the task of the Call is to return these ignorant people to Islam and make them into Muslims all over again.
Wir laden die Menschen nicht zum Islam ein, um von ihnen irgendeine Belohnung zu erlangen; wir begehren für uns selbst nichts, und unsere Abrechnung und unser Lohn liegen nicht bei den Menschen. Vielmehr laden wir die Menschen zum Islam ein, weil wir sie lieben und ihnen Gutes wünschen, auch wenn sie uns quälen mögen; und dies ist die Eigenschaft des Islam-Rufers und dies ist seine Beweggrund. Die Menschen haben das Recht, von uns das Wesen des Islam zu erfahren und das Wesen der Pflichten, die er ihnen auferlegt, ebenso wie den großen Segen, den er ihnen schenkt. Sie haben auch das Recht zu wissen, dass das Wesen dessen, was sie tun, nichts anderes ist als Jahiliyyah; es ist in der Tat Jahiliyyah, ohne irgendetwas vom Islam darin. Es ist bloße Begierde, solange es nicht die Scharia ist; und es ist Falschheit, solange es nicht die Wahrheit ist - und was liegt jenseits der Wahrheit außer Falschheit! An unserem Islam gibt es nichts, dessen wir uns schämen oder um dessen Verteidigung wir besorgt wären; es gibt darin nichts, was den Menschen mit Täuschung untergeschoben werden müsste, noch verhüllen wir die laute Wahrheit, die er verkündet. Dies ist die besiegte Geisteshaltung, besiegt vor dem Westen und vor dem Osten und vor dieser und jener Form der Jahiliyyah, wie sie bei manchen Menschen anzutreffen ist - den „Muslimen" -, die Ähnlichkeiten mit dem Islam in von Menschen geschaffenen Systemen suchen oder die Handlungen des Islam und seine Entscheidungen in bestimmten Angelegenheiten durch die Handlungen der jahilischen Zivilisation zu rechtfertigen versuchen.
We are not inviting people to Islam to obtain some reward from them; we do not desire anything at all for ourselves, nor is our accounting and reward with the people. Indeed, we invite people to Islam because we love them and we wish them well, although they may torture us; and this is the characteristic of the caller to Islam and this is his motivation. The people are entitled to learn from us the nature of Islam and the nature of the obligations it imposes on them, as well as the great blessing which it bestows on them. They are also entitled to know that the nature of what they are doing is nothing but Jahiliyyah; it is indeed Jahiliyyah, with nothing in it from Islam. It is mere desire as long as it is not the Shari'ah; and it is falsehood as long as it is not the truth - and what is beyond the truth but falsehood! There is nothing in our Islam of which we are ashamed or anxious about defending; there is nothing in it to be smuggled to the people with deception, nor do we muffle the loud truth which it proclaims. This is the defeated mentality, defeated before the West and before the East and before this and that mode of Jahiliyyah, which is found in some people - 'Muslims' - who search for resemblances to Islam in man-made systems, or who find justification for the actions of Islam and its decision concerning certain matters by means of the actions of jahili civilization.
Eine Person, die das Bedürfnis nach Verteidigung, Rechtfertigung und Entschuldigung verspürt, ist nicht fähig, den Islam den Menschen darzulegen. Vielmehr ist sie ein Mensch, der das Leben der Dschahiliyya führt, hohl und voller Widersprüche, Mängel und Übel, und der beabsichtigt, die Dschahiliyya, in der er sich befindet, zu rechtfertigen. Sie sind die Angreifer gegen den Islam, und sie lenken einige aufrichtige Menschen ab. Sie verwirren das wahre Wesen des Islam durch ihre Verteidigung, als sei der Islam etwas Angeklagtes, das vor Gericht steht und um seine eigene Verteidigung besorgt ist.
A person who feels the need of defense, justification and apology is not capable of presenting Islam to people. Indeed, he is a person who lives the life of Jahiliyyah, hollow and full of contradictions, defects and evils, and intends to provide justification for the Jahiliyyah he is in. These are the offenders against Islam and they distract some sincere persons. They confuse Islam's true nature by their defense, as if Islam were something accused standing at trial, anxious for its own defense.
Während meines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten gab es einige Leute dieser Art, die mit uns, den wenigen, die als auf der Seite des Islam stehend galten, stritten. Manche von ihnen nahmen eine Haltung der Verteidigung und Rechtfertigung ein. Ich dagegen nahm die Haltung des Angriffs auf die westliche Dschahiliyya ein, auf ihre wackeligen religiösen Überzeugungen, ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnungen und ihre Unsittlichkeiten: „Seht euch diese Vorstellungen von der Dreifaltigkeit, der Erbsünde, dem Opfer und der Erlösung an, die weder mit der Vernunft noch mit dem Gewissen vereinbar sind. Seht euch diesen Kapitalismus mit seinen Monopolen, seinem Wucher und allem anderen Ungerechten darin an; diese individuelle Freiheit, die ohne menschliches Mitgefühl und ohne Verantwortung gegenüber den Verwandten ist, außer unter dem Zwang des Gesetzes; diese materialistische Haltung, die den Geist abstumpft; dieses Verhalten wie bei Tieren, das ihr ‚freie Vermischung der Geschlechter‘ nennt; diese Vulgarität, die ihr ‚Emanzipation der Frau‘ nennt; diese unfairen und umständlichen Gesetze von Ehe und Scheidung, die den Erfordernissen des praktischen Lebens widersprechen. Und seht euch den Islam an mit seiner Logik, seiner Schönheit, seiner Menschlichkeit und seinem Glück, der die Horizonte erreicht, nach denen der Mensch strebt, aber die er nicht erreicht. Er ist eine praktische Lebensweise, und seine Lösungen beruhen auf dem Fundament der gesunden Natur des Menschen.“ Dies waren die Realitäten des westlichen Lebens, denen wir begegneten. Diese Tatsachen, im Licht des Islam betrachtet, brachten die Amerikaner zum Erröten. Dennoch gibt es Menschen – Vertreter des Islam –, die vor diesem Schmutz, in dem die Dschahiliyya versunken ist, kapitulieren, so sehr, dass sie unter diesem Abfallhaufen des Westens und ebenso unter dem bösen und schmutzigen Materialismus des Ostens nach Ähnlichkeiten zum Islam suchen.
During my stay in the United States, there were some people of this kind who used to argue with us-with us few who were considered to be on the side of Islam. Some of them took the position of defense and justification. I, on the other hand, took the position of attacking the Western Jahiliyyah, its shaky religious beliefs, its social and economic modes, and its immoralities: "Look at these concepts of the Trinity, Original Sin, Sacrifice and Redemption, which are agreeable neither to reason nor to conscience. Look at this capitalism with its monopolies, its usury and whatever else is unjust in it; at this individual freedom, devoid of human sympathy and responsibility for relatives except under the force of law; at this materialistic attitude which deadens the spirit; at this behavior, like animals, which you call 'Free mixing of the sexes; at this vulgarity which you call 'emancipation of women,' at these unfair and cumbersome laws of marriage and divorce, which are contrary to the demands of practical life; and at Islam, with its logic, beauty, humanity and happiness, which reaches the horizons to which man strives but does not reach. It is a practical way of life and its solutions are based on the foundation of the wholesome nature of man." These were the realities of Western life which we encountered. These facts, when seen in the light of Islam, made the American people blush. Yet there are people-exponents of Islam-who are defeated before this filth in which Jahiliyyah is steeped, even to the extent that they search for resemblances to Islam among this rubbish heap of the West, and also among the evil and dirty materialism of the East.
Gewiss, wir, die wir dem Volk den Islam darlegen, sind nicht diejenigen, die irgendwelchen Vorstellungen, Lebensweisen und Traditionen der Dschahiliyya folgen, wie groß auch immer ihr Druck auf uns sein mag.
After this, there is no need for me to say: Certainly we who present Islam to the people are not the ones to go along with any of the concepts, modes and traditions of Jahiliyyah however great its pressure on us may be.
Unsere erste Aufgabe ist es, diese Jahiliyyah durch islamische Ideen und Traditionen zu ersetzen. Dies lässt sich nicht erreichen, indem man der Jahiliyyah zustimmt und ein paar Schritte mit ihr mitgeht, von Anfang an, wie einige von uns meinen, dass wir es tun sollten, denn das würde bedeuten, dass wir von Anfang an die Niederlage akzeptiert haben.
Our first task is to replace this Jahiliyyah with Islamic ideas and traditions. This cannot be brought about by agreeing with Jahiliyyah and going along a few steps with it from the very beginning, as some of us think we ought to do, for this will simply mean that from the very beginning we have accepted defeat.
Natürlich üben die gegenwärtigen Vorstellungen der Gesellschaft und ihre vorherrschenden Traditionen großen Druck aus – einen geradezu erdrückenden Druck, besonders im Fall der Frauen; die muslimische Frau steht tatsächlich unter extremem und unterdrückendem Druck. Doch das ist die Lage, und wir müssen ihr ins Auge sehen. Zunächst müssen wir standhaft bleiben; sodann müssen wir uns gegen sie durchsetzen; danach müssen wir der Dschahiliyya zeigen, wie niedrig sie im Vergleich zu den erhabenen und strahlenden Horizonten des islamischen Lebens tatsächlich steht, die wir zu erreichen wünschen.
Of course the current ideas of the society and its prevalent traditions apply great pressure - back-breaking pressure, especially in the case of women; the Muslim woman is really under extreme and oppressive pressure - but this is the situation and we have to face it. First we must be steadfast; next we must prevail upon it; then we must show Jahiliyyah the low state it is really in compared to the lofty and bright horizons of Islamic life which we wish to attain.
Dies kann nicht dadurch erreicht werden, dass man einige Schritte mit der Dschahiliyyah mitgeht, noch dadurch, dass man nun die Beziehungen zu ihr abbricht und sich in eine abgesonderte Ecke zurückzieht; niemals. Der richtige Weg ist, sich mit Umsicht zu vermischen, Geben und Nehmen mit Würde zu pflegen, die Wahrheit in Liebe zu sprechen und die Überlegenheit des Glaubens in Demut zu zeigen. Nach all dem müssen wir uns der Tatsache bewusst werden, dass wir inmitten der Dschahiliyyah leben, dass unsere Lebensweise gerader ist als die der Dschahiliyyah und dass der Wandel von der Dschahiliyyah zum Islam gewaltig und weitreichend ist. Die Kluft zwischen dem Islam und der Dschahiliyyah ist groß, und man soll keine Brücke über sie schlagen, damit die Menschen auf beiden Seiten miteinander vermischt werden, sondern nur, damit die Menschen der Dschahiliyyah zum Islam übertreten, ob sie nun in einem sogenannten islamischen Land wohnen und sich als Muslime betrachten oder außerhalb des „islamischen“ Landes leben, damit sie aus der Finsternis ins Licht gelangen, ihren elenden Zustand hinter sich lassen und jene Segnungen genießen, die wir gekostet haben – wir, die wir den Islam verstanden haben und in seiner Atmosphäre leben.
This cannot come about by going along a few steps with Jahiliyyah, nor by now severing relations with it and removing ourselves to a separate corner; never. The correct procedure is to mix with discretion, give and take with dignity, speak the truth with love, and show the superiority of the Faith with humility. After all this, we must realize the fact that we live in the midst of Jahiliyyah, that our way of life is straighter than that of Jahiliyyah, and that the change from Jahiliyyah to Islam is vast and far-reaching. The chasm between Islam and Jahiliyyah is great, and a bridge is not to be built across it so that the people on the two sides may mix with each other, but only so that the people of Jahiliyyah may come over to Islam, whether they reside in a so-called Islamic country and consider themselves Muslims or they are outside the 'Islamic' country, in order that they may come out of darkness into light and may get rid of their miserable condition, and enjoy those blessings which we have tasted-we who have understood Islam and live in its atmosphere.
Wenn nicht, dann sollen wir ihnen sagen, was Gott Seinem Gesandten zu sagen befohlen hat ﷺ:
If not, then we shall say to them what God commanded His Messenger -peace be on him-to say:
„Euch euer Weg, und mir mein Weg."
"For you your way, for me mine." (109:6)