Dschihad auf dem Weg Gottes
Jihaad In The Cause Of God
Wörtlich „Bemühung“. Dieses arabische Wort bezeichnet jede Form von Aktivität, sei es persönlich oder gemeinschaftlich, mit der Muslime sich darum bemühen, für die Sache Gottes und um des Islam willen einzutreten.
Literally, 'striving'. This Arabic word denotes any form of activity, either personal or community-wide, of Muslims in attempting to strive for the cause of God and for the sake of Islam.
Der große Gelehrte Ibn Qayyim hat in seinem Buch Zad al-Mitad ein Kapitel mit dem Titel „Der Umgang des Propheten ﷺ mit den Ungläubigen und den Heuchlern vom Beginn seines Gesandtseins bis zu seinem Tod" verfasst. In diesem Kapitel hat dieser Gelehrte das Wesen des islamischen Dschihad zusammengefasst.
The great scholar Ibn Qayyim, in his book Zad al-Mitad, has a chapter entitled "The Prophet's Treatment of the Unbelievers and the Hypocrites from the Beginning of His Messengership Until His Death." In this chapter, this scholar has summed up the nature of Islamic Jihaad.
„Die erste Offenbarung von Gott, die dem Propheten ﷺ zuteilwurde, war „Iqraa, bisme Rabbika alladhee ...“ („Lies im Namen deines Herrn, der erschuf ...“). Dies war der Beginn des Prophetentums. Gott befahl dem Propheten ﷺ, dies in seinem Herzen zu rezitieren. Der Auftrag zur Verkündigung war noch nicht gekommen. Dann offenbarte Gott „Ya ayyuha al-Muddathir, qum fandhir“ („O du, der du dich in deinen Mantel gehüllt hast, steh auf und warne“). Die Offenbarung von „Iqraa“ war also seine Berufung zum Prophetentum, während „Ya ayyuha al-muddathir“ seine Berufung zum Gesandtsein war. Später befahl Gott dem Propheten ﷺ, seine nächsten Verwandten zu warnen, dann sein Volk, dann die Araber in ihrer Umgebung, dann ganz Arabien und schließlich die ganze Welt. So rief er dreizehn Jahre nach Beginn seines Gesandtseins die Menschen durch Verkündigung zu Gott, ohne zu kämpfen oder Dschizya zu erheben, [Eine Steuer, die Muslime von nichtmuslimischen Männern in muslimisch regierten Gebieten anstelle des Militärdienstes erhoben.] und er wurde angewiesen, sich zurückzuhalten, Geduld und Nachsicht zu üben. Dann wurde ihm befohlen auszuwandern, und später wurde ihm die Erlaubnis zum Kampf gegeben. Danach wurde ihm befohlen, gegen diejenigen zu kämpfen, die gegen ihn kämpften, und sich gegenüber denjenigen zurückzuhalten, die keinen Krieg mit ihm führten. Später wurde ihm befohlen, gegen die Vielgötterer zu kämpfen, bis die Religion Gottes vollständig etabliert war. Nachdem der Befehl zum Dschihad gekommen war, wurden die Ungläubigen in drei Kategorien eingeteilt: erstens diejenigen, mit denen Frieden bestand; zweitens die Menschen, mit denen die Muslime im Krieg waren; und drittens die Dhimmis. [Wörtlich „Verantwortung“ bedeutend, bezeichnet Dhimmis die nichtmuslimischen Völker, die in einem muslimischen Staat leben, für deren Schutz und Rechte die muslimische Regierung verantwortlich war.] Es wurde geboten, dass er, solange die Ungläubigen, mit denen er einen Friedensvertrag hatte, ihren Verpflichtungen nachkamen, die Bestimmungen des Vertrages erfüllen solle; wenn sie diesen Vertrag jedoch brachen, sollten ihnen Mitteilung darüber gemacht werden, dass sie ihn gebrochen haben; bis dahin sollte kein Krieg erklärt werden. Wenn sie beharrten, dann sollte er mit ihnen kämpfen. Als das Kapitel mit dem Titel „Bara'a" offenbart wurde, wurden die Einzelheiten der Behandlung dieser drei Arten von Ungläubigen beschrieben. Es wurde auch erläutert, dass gegen diejenigen unter den „Leuten der Schrift" [16 Christen und Juden], die offene Feindschaft erklären, Krieg erklärt werden solle, bis sie zustimmen, die Dschizya zu zahlen oder den Islam anzunehmen. Hinsichtlich der Vielgottgläubigen und der Heuchler wurde in diesem Kapitel geboten, gegen sie den Dschihad zu erklären und mit ihnen hart umzugehen. Der Prophet ﷺ führte den Dschihad gegen die Vielgottgläubigen durch Kampf und gegen die Heuchler durch Predigt und Argumentation. Im selben Kapitel wurde geboten, die Verträge mit den Vielgottgläubigen mit Ablauf ihrer Frist zu beenden. In dieser Hinsicht wurden die Menschen, mit denen Verträge bestanden, in drei Kategorien eingeteilt: Die erste Kategorie bestand aus denen, die den Vertrag brachen und seine Bedingungen nicht erfüllten. Ihm wurde befohlen, gegen sie zu kämpfen; er kämpfte mit ihnen und siegte. Die zweite Kategorie bestand aus denen, mit denen der Vertrag auf eine festgelegte Zeit geschlossen war; sie hatten diesen Vertrag nicht gebrochen noch irgendjemandem gegen den Propheten ﷺ geholfen. Hinsichtlich dieser befahl Gott, dass diese Verträge bis zu ihrem vollen Ablauf eingehalten werden. Die dritte Kategorie bildeten diejenigen, mit denen weder ein Vertrag bestand noch die gegen den Propheten ﷺ kämpften, oder solche, für die keine Ablaufzeit festgelegt war. Hinsichtlich dieser wurde geboten, ihnen eine Frist von vier Monaten bis zum Ablauf zu geben, nach deren Ende sie als offene Feinde betrachtet und bekämpft werden sollten. So wurden diejenigen, die den Vertrag brachen, bekämpft, und denen, die keinen Vertrag hatten oder deren Vertragsdauer unbestimmt war, wurde eine Frist von vier Monaten gewährt; mit denen, deren Vertrag ablief, hielt man die Abmachungen ein. Alle diese letzteren Menschen nahmen den Islam an, noch bevor die Frist ablief, und die Nichtmuslime des Staates zahlten die Dschizya. So gab es nach der Offenbarung der Sure „Bara'a“ drei Arten von Ungläubigen: Gegner im Krieg, Menschen mit Verträgen und Dhimmis. Die Menschen mit Verträgen wurden schließlich Muslime, sodass nur noch zwei Arten übrig blieben: Menschen im Krieg und Dhimmis. Die Menschen im Krieg fürchteten ihn stets. Die Menschen der ganzen Welt gliederten sich nun in drei Arten: Erstens die Muslime, die an ihn glaubten; zweitens jene, mit denen er Frieden hatte, und drittens die Gegner, die ihn weiterhin bekämpften. Was die Heuchler betrifft, so befahl Gott dem Propheten ﷺ, ihr äußeres Erscheinen anzunehmen und ihre Absichten Gott zu überlassen, und den Dschihad gegen sie durch Argumente und Überzeugung fortzuführen. Ihm wurde befohlen, weder ihre Totengebete zu sprechen noch an ihren Gräbern zu beten, noch Gott um Vergebung für sie zu bitten, denn ihre Angelegenheit obliege Gott. Dies war also die Praxis des Propheten ﷺ im Umgang mit seinen Feinden unter den Ungläubigen und den Heuchlern. In dieser Beschreibung finden wir eine Zusammenfassung der Stufen des islamischen Dschihad in hervorragender Weise dargestellt. In dieser Zusammenfassung finden wir all die besonderen und weitreichenden Merkmale der dynamischen Bewegung der wahren Religion; wir sollten über sie nachdenken, um sie tiefgehend zu studieren. Hier jedoch beschränken wir uns auf einige erläuternde Bemerkungen.
"The first revelation from God which came to the Prophet - peace be on him - was 'Iqraa, bisme Rabbika alladhee ...'('Read, in the name of Your Sustainer, Who created ...'). This was the beginning of the Prophethood. God commanded the Prophet - peace be on him - to recite this in his heart. The commandment to preach had not yet come. Then God revealed 'Ya ayyuha al-Muddathir, qum fandhir' ('O you who are enwrapped in your mantle, arise and warn'). Thus, the revelation of 'Iqraa' was his appointment to Prophet-hood, while 'Ya ayyuha al-muddathir' was his appointment to Messengership. Later God commanded the Prophet-peace be on him-to warn his near relatives, then his people, then the Arabs who were around them, then all of Arabia, and finally the whole world. Thus for thirteen years after the beginning of his Messengership, he called people to God through preaching, without fighting or Jizyah, [A tax levied by Muslims on non-Muslim men in areas governed by Muslims, in lieu of military service.] and was commanded to restrain himself and to practice patience and forbearance. Then he was commanded to migrate, and later permission was given to fight. Then he was commanded to fight those who fought him, and to restrain himself from those who did not make war with him. Later he was commanded to fight the polytheists until God's religion was fully established. After the command for Jihaad came, the nonbelievers were divided into three categories: one, those with whom there was peace; two, the people with whom the Muslims were at war; and three, the Dhimmies. [Literally meaning 'responsibility', Dhimmies refers to the non-Muslim peoples residing in a Muslim state for whose protection and rights the Muslim government was responsible.] It was commanded that as long as the non-believers with whom he had a peace treaty met their obligations, he should fulfill the articles of the treaty, but if they broke this treaty, then they should be given notice of having broken it; until then, no war should be declared. If they persisted, then he should fight with them. When the chapter entitled 'Bratt' was revealed, the details of treatment of these three kinds of non-believers were described. It was also explained that war should be declared against those from among the 'People of the Book' [16 Christians and Jews] who declare open enmity, until they agree to pay Jizyah or accept Islam. Concerning the polytheists and the hypocrites, it was commanded in this chapter that Jihaad be declared against them and that they be treated harshly. The Prophet-peace be on him-carried on Jihaad against the polytheists by fighting and against the hypocrites by preaching and argument. In the same chapter, it was commanded that the treaties with the polytheists be brought to an end at the period of their expiration. In this respect, the people with whom there were treaties were divided into three categories: The first, those who broke the treaty and did not fulfill its terms. He was ordered to fight against them; he fought with them and was victorious. The second were those with whom the treaty was made for a stated term; they had not broken this treaty nor helped anyone against the Prophet - peace be on him - Concerning them, God ordered that these treaties be completed to their full term. The third kind were those with whom there was neither a treaty nor were they fighting against the Prophetpeace be on him-, or those with whom no term of expiration was stated. Concerning these, it was commanded that they be given four months' notice of expiration, at the end of which they should be considered open enemies and fought with. Thus, those who broke the treaty were fought against, and those who did not have any treaty or had an indeterminate period of expiration were given four months period of grace, and terms were kept with those with whom the treaty was due to expire. All the latter people embraced Islam even before the term expired, and the non-Muslims of the state paid Jizyah. Thus, after the revelation of the chapter 'Bratt', the unbelievers were of three kinds: adversaries in war, people with treaties, and Dhimmies. The people with treaties eventually became Muslims, so there were only two kinds left: people at war and Dhimmies. The people at war were always afraid of him. Now the people of the whole world were of three kinds: One, the Muslims who believed in him; two, those with whom he had peace and three, the opponents who kept fighting him. As far as the hypocrites were concerned, God commanded the Prophet -peace be on him -to accept their appearances and leave their intentions to God, and carry on Jihaad against them by argument and persuasion. He was commanded not to pray at their funerals nor to pray at their graves, nor should he ask forgiveness from God for them, as their affair was with God. So this was the practice of the Prophet-peace be on him- concerning his enemies among the nonbelievers and the hypocrites. ' In this description we find a summary of the stages of Islamic Jihaad presented in an excellent manner. In this L summary we find all the distinctive and far-reaching characteristics of the dynamic movement of the true religion; we should ponder over them for deep study. Here, however, we will confine ourselves to a few explanatory remarks.
Erstens ist die Methode dieser Religion sehr praktisch. Diese Bewegung behandelt die Menschen so, wie sie tatsächlich sind, und setzt Mittel ein, die den praktischen Gegebenheiten entsprechen. Da diese Bewegung mit der Dschahiliyya in Konflikt gerät, die über Ideen und Überzeugungen herrscht und die ein praktisches Lebenssystem sowie eine politische und materielle Macht hinter sich hat, musste die islamische Bewegung parallele Mittel hervorbringen, um dieser Dschahiliyya entgegenzutreten. Diese Bewegung wendet die Methoden der Verkündigung und der Überzeugung an, um Ideen und Überzeugungen zu reformieren, und sie wendet physische Macht und Dschihad an, um die Organisationen und Autoritäten des dschahilischen Systems zu beseitigen, die verhindern, dass Menschen ihre Ideen und Überzeugungen reformieren, sondern sie zwingen, ihren irrigen Wegen zu gehorchen, und sie dazu bringen, menschlichen Herren statt dem Allmächtigen Herrn zu dienen. Diese Bewegung beschränkt sich nicht auf bloße Verkündigung, wenn sie sich physischer Macht entgegenstellt, und sie wendet auch keinen Zwang an, um die Ideen der Menschen zu ändern. Diese beiden Grundsätze sind in der Methode dieser Religion gleichermaßen wichtig. Ihr Ziel ist es, jene Menschen zu befreien, die von der Knechtschaft gegenüber Menschen befreit werden wollen, damit sie allein Gott dienen.
First, the method of this religion is very practical. This movement treats people as they actually are and uses resources Which are in accordance with practical conditions. Since this movement comes into conflict with the Jahiliyyah which prevails over ideas and beliefs, and which has a practical system of life and a political and material authority behind it, the Islamic movement had to produce parallel resources to confront this Jahiliyyah. This movement uses the methods of preaching and persuasion for reforming ideas and beliefs and it uses physical power and Jihaad for abolishing the organizations and authorities of the Jahili system which prevents people from reforming their ideas and beliefs but forces them to obey their erroneous ways and make them serve human lords instead of the Almighty Lord. This movement does not confine itself to mere preaching to confront physical power, as it also does not use compulsion for changing the ideas of people. These two principles are equally important in the method of this religion. Its purpose is to free those people who wish to be freed from enslavement to men so that they may serve God alone.
Der zweite Aspekt dieser Religion besteht darin, dass sie eine praktische Bewegung ist, die Stufe für Stufe voranschreitet. Auf jeder Stufe stellt sie Mittel bereit, die den praktischen Erfordernissen der jeweiligen Lage entsprechen, und bereitet den Boden für die nächste vor. Sie begegnet praktischen Problemen nicht mit abstrakten Theorien, noch tritt sie den verschiedenen Stufen mit unveränderlichen Mitteln entgegen. Jene, die über den Jihaad im Islam sprechen und Koranverse anführen, berücksichtigen diesen Aspekt nicht und verstehen auch nicht die Natur der verschiedenen Stufen, durch die sich diese Bewegung entwickelt, noch die Beziehung der zu verschiedenen Anlässen offenbarten Verse zu jeder Stufe. Wenn sie daher vom Jihaad sprechen, reden sie ungeschickt und vermischen die verschiedenen Stufen, verzerren so das gesamte Konzept des Jihaad und leiten aus den Koranversen endgültige Grundsätze und Verallgemeinerungen ab, für die es keine Rechtfertigung gibt. Das liegt daran, dass sie jeden Vers des Koran so behandeln, als wäre er der endgültige Grundsatz dieser Religion. Diese Gruppe von Denkern, ein Erzeugnis des beklagenswerten Zustands der heutigen muslimischen Generation, besitzt nichts als das Etikett des Islam und hat ihre geistigen und vernunftmäßigen Waffen in der Niederlage niedergelegt. Sie sagen: „Der Islam hat nur den Verteidigungskrieg vorgeschrieben!“, und glauben, sie hätten ihrer Religion einen Dienst erwiesen, indem sie ihr ihre Methode nehmen, die darin besteht, alles Unrecht von der Erde zu beseitigen, die Menschen zur Anbetung Gottes allein zu führen und sie aus der Knechtschaft gegenüber anderen herauszuführen, hin zu Dienern des Herrn. Der Islam zwingt die Menschen nicht, seinen Glauben anzunehmen, sondern er will ein freies Umfeld schaffen, in dem sie die Wahl ihres Glaubens haben. Was er will, ist, jene unterdrückerischen politischen Systeme abzuschaffen, unter denen Menschen daran gehindert werden, ihre Freiheit zu verwirklichen, den Glauben zu wählen, den sie wollen, und danach gibt er ihnen volle Freiheit, zu entscheiden, ob sie den Islam annehmen oder nicht.
The second aspect of this religion is that it is a practical movement which progresses stage by stage, and at every stage it provides resources according to the practical needs of the situation and prepares the ground for the next one. It does not face practical problems with abstract theories, nor does it confront various stages with unchangeable means. Those who talk about Jihaad in Islam and quote Qur'anic verses do not take into account this aspect, nor do they understand the nature of the various stages through which this movement develops, or the relationship of the verses revealed at various occasions with each stage. Thus, when they speak about Jihaad, they speak clumsily and mix up the various stages, distorting the whole concept of Jihaad and deriving from the Qur'anic verses final principles and generalities for which there is no justification. This is because they regard every verse of the Qur'an as if it were the final principle of this religion. This group of thinkers, who are a product of the sorry state of the present Muslim generation, have nothing but the label of Islam and have laid down their spiritual and rational arms in defeat. They say, "Islam has prescribed only defensive war"! and think that they have done some good for their religion by depriving it of its method, which is to abolish all injustice from the earth, to bring people to the worship of God alone, and to bring them out of servitude to others into the servants of the Lord . Islam does not force people to accept its belief, but it wants to provide a free environment in which they will have the choice of beliefs. What it wants is to abolish those oppressive political systems under which people are prevented from expressing their freedom to choose whatever beliefs they want, and after that it gives them complete freedom to decide whether they will accept Islam or not.
Ein dritter Aspekt dieser Religion besteht darin, dass die neuen Mittel oder Methoden, die sie während ihrer fortschreitenden Bewegung einsetzt, sie nicht von ihren grundlegenden Prinzipien und Zielen abbringen. Vom ersten Tag an, ob der Prophet ﷺ sich nun an seine nächsten Verwandten, an die Quraisch, an die Araber oder an die ganze Welt wandte, war sein Aufruf ein und derselbe. Er rief sie zur Unterwerfung unter den einen Gott und zur Zurückweisung der Herrschaft anderer Menschen auf. An diesem Grundsatz gibt es weder Kompromisse noch Flexibilität. Um dieses Ziel zu erreichen, schreitet sie nach einem Plan voran, der einige Stufen umfasst, und jede Stufe hat ihre neuen Mittel, wie wir zuvor beschrieben haben. Ein vierter Aspekt ist, dass der Islam eine rechtliche Grundlage für das Verhältnis der muslimischen Gemeinschaft zu anderen Gruppen bietet, wie aus dem Zitat aus Zad al-Mi'ad hervorgeht. Diese rechtliche Formulierung beruht auf dem Grundsatz, dass der Islam – das heißt die Unterwerfung unter Gott – eine universelle Botschaft ist, die die gesamte Menschheit annehmen oder mit der sie Frieden schließen sollte. Kein politisches System und keine materielle Macht sollte dem Verkünden des Islam Hindernisse in den Weg legen. Sie sollte jedem Einzelnen die Freiheit lassen, ihn anzunehmen oder abzulehnen, und wenn jemand ihn annehmen will, sollte sie ihn nicht daran hindern oder gegen ihn kämpfen. Wenn jemand dies tut, ist es die Pflicht des Islam, gegen ihn zu kämpfen, bis er entweder getötet wird oder bis er seine Unterwerfung erklärt.
A third aspect of this religion is that the new resources or methods which it uses during its progressive movement do not take it away from its fundamental principles and aims. From the very first day, whether the Prophet-peace be on him- addressed his near relatives, or the Quraish, or the Arabs, or the entire world, his call was one and the same. He called them to the submission to One God and rejection of the lordship of other men. On this principle there is no com- promise nor any flexibility. To attain this purpose, it proceeds according to a plan, which has a few stages, and every stage has its new resources, as we have described earlier A fourth aspect is that Islam provides a legal basis for the relationship of the Muslim community with other groups, as is clear from the quotation from Zad al-Mitad. This legal formulation is based on the principle that Islam - that is, submission to God-is a universal Message which the whole of mankind should accept or make peace with. No political system or material power should put hindrances in the way of preaching Islam. It should leave every individual free to accept or reject it, and if someone wants to accept it, it should not prevent him or fight against him. If someone does this, then it is the duty of Islam to fight him until either he is killed or until he declares his submission.
Wenn Schriftsteller mit defätistischer und apologetischer Haltung über "Dschihad im Islam" schreiben und dabei versuchen, diesen "Makel" vom Islam zu entfernen, dann verwechseln sie zwei Dinge: Erstens verbietet diese Religion, ihren Glauben mit Gewalt aufzuzwingen, wie aus dem Vers "Es gibt keinen Zwang in der Religion" (2:256) klar hervorgeht. Zweitens aber trachtet sie danach, alle jene politischen und materiellen Mächte zu vernichten, die zwischen den Menschen und dem Islam stehen, die ein Volk zwingen, sich vor einem anderen Volk zu beugen, und die verhindern, dass sie die Herrschaft Gottes annehmen. Diese beiden Grundsätze haben nichts miteinander zu tun, und es besteht kein Raum, sie zu vermischen. Dennoch versuchen diese defätistisch gesinnten Menschen, die beiden Aspekte zu vermengen, und wollen den Dschihad auf das beschränken, was man heute "Verteidigungskrieg" nennt. Der islamische Dschihad hat weder in seinen Ursachen noch in der Art seiner Durchführung irgendeine Beziehung zur modernen Kriegführung. Die Ursachen des islamischen Dschihads sind in der Natur des Islam selbst und in seiner Rolle in der Welt zu suchen, in seinen hohen Grundsätzen, die ihm von Gott gegeben wurden und zu deren Verwirklichung Gott den Propheten ﷺ als Seinen Gesandten einsetzte und ihn zum letzten aller Propheten und Gesandten erklärte.
When writers with defeatist and apologetic mentalities write about "Jihaad in Islam," trying to remove this 'blot' from Islam, then they are mixing up two things: first, that this f religion forbids the imposition of its belief by force, as is clear from the verse, "There is no compulsion in religion"(2:256), while on the other hand it tries to annihilate all those political and material powers which stand between people and Islam, which force one people to bow before another people and prevent them from accepting the sovereignty of God. These two principles have no relation to one another nor is there room to mix them. In spite of this, these defeatist-type people try to mix the two aspects and want to confine Jihaad to what today is called 'defensive war'. The Islamic Jihaad has no relationship to modern warfare, either in its causes or in the way in which it is conducted. The causes of Islamic Jihaad should be sought in the very nature of Islam and its role in the world, in its high principles, which have been given to it by God and for the implementation of which God appointed the Prophet-peace be on him-as His Messenger and declared him to be the last of all prophets and messengers.
Diese Religion ist in Wirklichkeit eine universelle Erklärung der Freiheit des Menschen von der Knechtschaft gegenüber anderen Menschen und von der Knechtschaft gegenüber seinen eigenen Begierden, die ebenfalls eine Form menschlicher Knechtschaft ist. Sie ist eine Erklärung, dass die Souveränität allein Gott gehört und dass Er der Herr aller Welten ist. Sie bedeutet eine Herausforderung für alle Arten und Formen von Systemen, die auf dem Konzept der Souveränität des Menschen beruhen; mit anderen Worten, dort, wo der Mensch sich das göttliche Attribut angeeignet hat. Jedes System, in dem die letzten Entscheidungen den Menschen überlassen werden und in dem die Quellen aller Autorität menschlich sind, vergöttert den Menschen, indem es andere als Gott zu Herren über die Menschen erklärt. Diese Erklärung bedeutet, dass die usurpierte Autorität Gottes Ihm zurückgegeben und die Usurpatoren hinausgeworfen werden – jene, die von sich aus Gesetze für andere erdenken, denen sie folgen sollen, und sich damit selbst in den Rang von Herren erheben und andere auf den Status von Sklaven herabdrücken. Kurz gesagt bedeutet es, die Autorität und Souveränität Gottes zu verkünden, alle menschliche Königsherrschaft abzuschaffen und die Herrschaft des Erhalters des Universums über die gesamte Erde zu verkünden. Mit den Worten des Qur'an:
This religion is really a universal declaration of the freedom of man from servitude to other men and from servitude to his own desires, which is also a form of human servitude; it is a declaration that sovereignty belongs to God alone and that He is the Lord of all the worlds. It means a challenge to all kinds and forms of systems which are based on the concept of the sovereignty of man; in other words, where man has usurped the Divine attribute. Any system in which the final decisions are referred to human beings, and in which the sources of all authority are human, deifies human beings by designating others than God as lords over men. This declaration means that the usurped authority of God be returned to Him and the usurpers be thrown out-those who by themselves devise laws for others to follow, thus elevating themselves to the status of lords and reducing others to the status of slaves. In short, to proclaim the authority and sovereignty of God means to eliminate all human kingship and to announce the rule of the Sustainer of the universe over the entire earth. In the words of the Qur'an:
„Er ist es allein, der Gott ist, im Himmel und auf Erden." (43:84)
"He alone is God in the heavens and in the earth." (43:84)
„Die Entscheidung gehört allein Gott. Er gebietet euch, niemanden außer Ihm anzubeten. Das ist der rechte Lebensweg." (12:40)
"The command belongs to God alone. He commands you not to worship anyone except Him. This is the right way of life." (12: 40)
{Sprich: O Volk der Schrift, kommt zu einem Wort, das zwischen uns und euch gleich ist: dass wir keinen anbeten außer Gott, ihm nichts beigesellen und einander nicht als Herren neben Gott nehmen. Wenden sie sich jedoch ab, so sprecht: Bezeugt, dass wir Gott ergeben sind.} (2: 64)
"Say: O People of the Book, come to what is common between us: that we will not worship anyone except God, and will not associate anything with Him, and will not take lords from among ourselves besides God; and if they turn away then tell them to bear witness that we are those who have submitted to God." (2: 64)
Der Weg, Gottes Herrschaft auf Erden zu errichten, besteht nicht darin, dass einige geweihte Menschen – die Priester – die Befugnis zum Herrschen erhalten, wie es bei der Herrschaft der Kirche der Fall war, und auch nicht darin, dass einige Sprecher Gottes zu Herrschern werden, wie es in einer „Theokratie“ der Fall ist. Gottes Herrschaft zu errichten bedeutet, dass Seine Gesetze durchgesetzt werden und dass die letzte Entscheidung in allen Angelegenheiten nach diesen Gesetzen getroffen wird.
The way to establish God's rule on earth is not that some consecrated people - the priests - be given the authority to rule, as was the case with the rule of the Church, nor that some spokesmen of God become rulers, as is the case in a 'theocracy'. To establish God's rule means that His laws be enforced and that the final decision in all affairs be according to these laws.
Die Errichtung der Herrschaft Gottes auf Erden, die Beseitigung der Herrschaft des Menschen, das Entziehen der Souveränität vom Usurpator, um sie wieder Gott zurückzugeben, und die Durchsetzung des göttlichen Gesetzes (Scharia) sowie die Abschaffung von Menschengesetzen lassen sich nicht allein durch Predigt erreichen. Diejenigen, die sich die Autorität Gottes angeeignet haben und Gottes Geschöpfe unterdrücken, werden ihre Macht nicht allein durch Predigt aufgeben. Wäre dem so, wäre die Aufgabe, die Religion Gottes in der Welt zu etablieren, für die Propheten Gottes sehr leicht gewesen! Dem widerspricht jedoch das Zeugnis der Geschichte der Propheten und die über Generationen verteilte Geschichte des Kampfes für die wahre Religion.
The establishing of the dominion of God on earth, the abolishing of the dominion of man, the taking away of sovereignty from the usurper to revert it to God, and the bringing about of the enforcement of the Divine Law (Shari'ah) and the abolition of man-made laws cannot be achieved only through preaching. Those who have usurped the authority of God and are oppressing God's creatures are not going to give up their power merely through preaching; if it had been so, the task of establishing God's religion in the world would have been very easy for the Prophets of God! This is contrary to the evidence from the history of the Prophets and the story of the struggle of the true religion, spread over generations.
Diese allgemeine Erklärung der Freiheit des Menschen auf Erden von jeder Autorität außer der Gottes sowie die Erklärung, dass die Souveränität allein Gott gehört und dass Er der Herr des Universums ist, ist nicht bloß eine theoretische, philosophische und passive Verkündigung. Sie ist eine positive, praktische und dynamische Botschaft mit dem Ziel, die Umsetzung der Scharia Gottes herbeizuführen und die Menschen tatsächlich aus ihrer Knechtschaft gegenüber anderen Menschen zu befreien, um sie in den Dienst Gottes zu stellen, des Einzigen ohne Teilhaber. Dies kann nur erreicht werden, wenn sowohl die „Predigt“ als auch „die Bewegung“ genutzt werden. Denn um jeder und jeder praktischen Situation gerecht zu werden, bedarf es geeigneter Mittel.
This universal declaration of the freedom of man on the earth from every authority except that of God, and the declaration that sovereignty is God's alone and that He is the Lord of the universe, is not merely a theoretical, philosophical and passive proclamation. It is a positive, practical and dynamic message with a view to bringing about the implementation of the Shari'ah of God and actually freeing people from their servitude to other men to bring them into the service of God, the One without associates. This cannot be attained unless both 'preaching' and 'the movement' are used. This is so because appropriate means are needed to meet any and every practical situation.
Da diese Religion die Freiheit des Menschen auf Erden von jeder Autorität außer der Gottes verkündet, sieht sie sich in jeder Epoche der Menschheitsgeschichte – gestern, heute oder morgen – Hindernissen gegenüber: Glaubens- und Denkvorstellungen, physischer Macht sowie den Hindernissen politischer, sozialer, wirtschaftlicher, rassischer und klassenbezogener Strukturen. Hinzu kommt, dass sich verderbte Glaubensvorstellungen und Aberglauben mit dieser Religion vermischen, neben ihr wirken und in den Herzen der Menschen Wurzeln schlagen.
Because this religion proclaims the freedom of man on the earth from all authority except that of God, it is confronted in every period of human history-yesterday, today, or tomorrow - with obstacles of beliefs and concepts, physical power, and the obstacles of political, social, economic, racial and class structures. In addition, corrupted beliefs and superstitions become mixed with this religion, working side by side with it and taking root in peoples' hearts.
Wenn durch die „Predigt" Überzeugungen und Ideen angegriffen werden, so werden durch „die Bewegung" die materiellen Hindernisse angegangen. Das vorderste unter diesen ist jene politische Macht, die auf einer komplexen, aber miteinander verflochtenen Stütze aus Ideologie, Rasse, Klasse, Gesellschaft und Wirtschaft ruht. So konfrontieren diese beiden – die Predigt und die Bewegung – vereint die „menschliche Lage" mit allen notwendigen Mitteln. Für die Verwirklichung der Freiheit des Menschen auf Erden – aller Menschen auf der ganzen Erde – ist es notwendig, dass diese beiden Methoden Seite an Seite wirken. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, und er kann nicht genug betont werden.
If through 'preaching' beliefs and ideas are confronted, through 'the movement' material obstacles are tackled. Foremost among these is that political power which rests on a complex yet interrelated ideological, racial, class, social and economic support. Thus these two-preaching and the movement - united, confront 'the human situation' with all the necessary methods. For the achievement of the freedom of man on earth - of all mankind throughout the earth - it is necessary that these two methods should work side by side. This is a very important point and cannot be over- emphasized .
Diese Religion ist nicht bloß eine Erklärung der Freiheit der Araber, noch beschränkt sich ihre Botschaft auf die Araber. Sie wendet sich an die gesamte Menschheit, und ihr Wirkungsbereich ist die ganze Erde. Gott ist nicht nur der Erhalter der Araber, noch ist Seine Vorsehung auf jene beschränkt, die an den Glauben des Islam glauben.
This religion is not merely a declaration of the freedom of the Arabs, nor is its message confined to the Arabs. It addresses itself to the whole of mankind, and its sphere of work is the whole earth. God is the Sustainer not merely of the Arabs, nor is His providence limited to those who believe in the faith of Islam.
Gott ist der Erhalter der ganzen Welt. Diese Religion will die ganze Welt zu ihrem Erhalter zurückführen und sie von der Knechtschaft gegenüber jedem anderen als Gott befreien. Im Angesicht des Islam ist die wahre Knechtschaft das Befolgen von Gesetzen, die von jemandem ersonnen wurden, und genau diese Knechtschaft ist im Islam allein Gott vorbehalten. Wer in diesem Sinne jemandem außer Gott dient, steht außerhalb der Religion Gottes, auch wenn er behauptet, diese Religion zu bekennen. Der Prophet ﷺ hat deutlich erklärt, dass nach der Scharia „gehorchen“ „anbeten“ bedeutet. Ausgehend von dieser Bedeutung der Anbetung gilt: Als die Juden und Christen Gott „ungehorsam“ wurden, wurden sie wie diejenigen, die anderen neben Gott Götter beigesellen.
God is the Sustainer of the whole world. This religion wants to bring back the whole world to its Sustainer and free it from servitude to anyone other than God. In the sight of Islam, the real servitude is following laws devised by someone, and this is that servitude which in Islam is reserved for God alone. Anyone who serves someone other than God in this sense is outside God's religion, although he may claim to profess this religion. The Prophet- peace be on him - clearly stated that, according to the Shari'ah, 'to obey' is 'to worship'. Taking this meaning of worship, when the Jews and Christians 'disobeyed' God, they became like those who 'associate others with God'.
Tirmidhi berichtet auf die Autorität von 'Adi bin Hatim, dass er, als die Botschaft des Propheten ﷺ ihn erreichte, nach Syrien floh (er hatte das Christentum bereits vor der Zeit des Propheten ﷺ angenommen). Seine Schwester und einige Leute seines Stammes gerieten jedoch in Kriegsgefangenschaft. Der Prophet ﷺ behandelte seine Schwester freundlich und gab ihr einige Geschenke. Sie kehrte zu ihrem Bruder zurück, lud ihn zum Islam ein und riet ihm, den Propheten ﷺ aufzusuchen. 'Adi stimmte dem zu. Die Menschen waren sehr begierig, ihn nach Medina kommen zu sehen.
Tirmidhi has reported on the authority of 'Adi bin Hatim that when the Prophet's message reached him, he ran away to Syria (he had accepted Christianity before the Prophet's time), but his sister and some of the people of his tribe became prisoners of war. The Prophet-peace be on him- treated his sister kindly and gave her some gifts. She went back to her brother and invited him to Islam, and advised him to visit the Prophet - peace be on him. 'Adi agreed to this. The people were very anxious to see him come to Medina.
Als er in die Gegenwart des Propheten trat, trug er ein silbernes Kreuz. Der Prophet ﷺ rezitierte den Vers: „Sie (die Leute der Schrift) haben ihre Rabbiner und Priester als Herren neben Gott genommen." 'Adi berichtet: „Ich sagte: ‚Sie beten ihre Priester doch nicht an.'" Da antwortete der Gesandte Gottes ﷺ: „Was ihre Priester und Rabbiner für erlaubt erklären, das nehmen sie als erlaubt an; und was sie für verboten erklären, das halten sie für verboten. Und so beten sie sie an." Diese Erklärung des oben genannten Verses durch den Propheten ﷺ macht deutlich, dass der Gehorsam gegenüber Gesetzen und Urteilen eine Art der Anbetung ist, und wer dies tut, gilt als aus dieser Religion ausgetreten. Es bedeutet, einige Menschen als Herren über andere zu nehmen, während diese Religion gekommen ist, um solche Praktiken zu beseitigen, und sie erklärt, dass alle Menschen auf der Erde frei von der Knechtschaft gegenüber irgendjemand anderem als Gott werden sollen.
When he came into the presence of the Prophet, he was wearing a silver cross. The Prophet - peace be on him-was reciting the verse. "They (the People of the Book) have taken their rabbis and priests as lords other than God". 'Adi reports: "I said, 'They do not worship their priests." God's Messenger replied, "Whatever their priests and rabbis call permissible, they accept as permissible; whatever they declare as forbidden, they consider as forbidden, and thus they worship them." This explanation of the above verse by the Prophet-peace be on him - makes it clear that obedience to laws and judgments is a sort of worship, and anyone who does this is considered out of this religion. It is taking some men as lords over others, while this religion has come to annihilate such practices, and it declares that all the people of the earth should become free of servitude to anyone other than God.
Wenn das tatsächliche Leben der Menschen von dieser Erklärung der Freiheit abweicht, dann wird es dem Islam zur Pflicht, mit Predigt ebenso wie mit Bewegung auf den Plan zu treten und jene politischen Mächte hart anzugreifen, die Menschen zwingen, sich vor ihnen zu beugen, und die über sie herrschen, ohne die Gebote Gottes zu beachten, und die Menschen daran hindern, der Predigt zuzuhören und den Glauben anzunehmen, wenn sie dies wünschen. Nachdem er die tyrannische Gewalt vernichtet hat, sei es in politischer oder rassischer Form oder in Form von Klassenunterschieden innerhalb derselben Rasse, errichtet der Islam ein neues soziales, wirtschaftliches und politisches System, in dem der Begriff der Freiheit des Menschen in der Praxis verwirklicht wird.
If the actual life of human beings is found to be different from this declaration of freedom, then it becomes incumbent upon Islam to enter the field with preaching as well as the movement, and to strike hard at all those political powers which force people to bow before them and which rule over them, unmindful of the commandments of God, and which prevent people from listening to the preaching and accepting the belief if they wish to do so. After annihilating the tyrannical force, whether it be in a political or a racial form, or in the form of class distinctions within the same race, Islam establishes a new social, economic and political system, in which the concept of the freedom of man is applied in practice.
Es ist nicht die Absicht des Islam, den Menschen seine Glaubensvorstellungen aufzuzwingen. Doch der Islam ist nicht bloß „Glaube". Wie wir bereits dargelegt haben, ist der Islam eine Erklärung der Freiheit des Menschen von der Knechtschaft gegenüber anderen Menschen. Daher strebt er von Anfang an danach, all jene Systeme und Regierungen abzuschaffen, die auf der Herrschaft von Menschen über Menschen und auf der Knechtschaft eines Menschen gegenüber einem anderen beruhen. Wenn der Islam die Menschen von diesem politischen Druck befreit und ihnen seine geistige Botschaft darlegt, indem er an ihre Vernunft appelliert, gewährt er ihnen vollständige Freiheit, seine Glaubenslehren anzunehmen oder nicht anzunehmen. Diese Freiheit bedeutet jedoch nicht, dass sie ihre Wünsche zu ihren Göttern machen oder sich dafür entscheiden können, in der Knechtschaft anderer Menschen zu verharren und manche Menschen über andere zu Herren zu machen. Jedes System, das in der Welt errichtet werden soll, muss auf der Autorität Gottes beruhen und seine Gesetze allein von Ihm ableiten. Dann ist jeder Einzelne, unter dem Schutz dieser universellen Ordnung, frei, jeden Glauben anzunehmen, den er wünscht. Nur so kann „die Religion" rein für Gott allein werden. Das Wort „Religion" umfasst mehr als Glauben; „Religion" bedeutet tatsächlich eine Lebensweise, und im Islam gründet diese auf dem Glauben. Doch in einem islamischen System ist Raum für alle Arten von Menschen, ihrem eigenen Glauben zu folgen, während sie den Gesetzen des Landes gehorchen, die ihrerseits auf der göttlichen Autorität beruhen.
It is not the intention of Islam to force its beliefs on people, but Islam is not merely 'belief'. As we have pointed out, Islam is a declaration of the freedom of man from servitude to other men. Thus it strives from the beginning to abolish all those systems and governments which are based on the rule of man over men and the servitude of one human being to another. When Islam releases people from this political pressure and presents to them its spiritual message, appealing to their reason, it gives them complete freedom to accept or not to accept its beliefs. However, this freedom does not mean that they can make their desires their gods, or that they can choose to remain in the servitude of other human beings, making some men lords over others. Whatever system is to be established in the world ought to be on the authority of God, deriving its laws from Him alone. Then every individual is free, under the protection of this universal system, to adopt any belief he wishes to adopt. This is the only way in which 'the religion' can be purified for God alone. The word 'religion' includes more than belief; 'religion' actually means a way of life, and in Islam this is based on belief. But in an Islamic system there is room for all kinds of people to follow their own beliefs, while obeying the laws of the country which are themselves based on the Divine authority.
Wer den besonderen Charakter dieser Religion versteht, wird auch den Platz des Jihaad bis saif (Streben durch Kampf) begreifen, der im Vollzug der islamischen Bewegung den Weg für das Streben durch Verkündigung freimachen soll. Er wird verstehen, dass der Islam keine „Verteidigungsbewegung“ im engen Sinne ist, den man heute technisch als „Verteidigungskrieg“ bezeichnet. Diese enge Bedeutung wird ihm von jenen beigelegt, die unter dem Druck der Umstände stehen und den listigen Angriffen der Orientalisten erliegen, die den Begriff des islamischen Jihaad verzerren. Es war eine Bewegung, um die Tyrannei auszulöschen und den Menschen wahre Freiheit zu bringen, wobei Mittel entsprechend der tatsächlichen menschlichen Lage eingesetzt wurden, und sie hatte bestimmte Stufen, für deren jede sie neue Methoden anwandte.
Anyone who understands this particular character of this religion will also understand the place of Jihaad bis saif (striving through fighting), which is to clear the way for striving through preaching in the application of the Islamic movement. He will understand that Islam is not a 'defensive movement' in the narrow sense which today is technically called a 'defensive war.' This narrow meaning is ascribed to it by those who are under the pressure of circumstances and are defeated by the wily attacks of the orientalists, who distort the concept of Islamic Jihaad. It was a movement to wipe out tyranny and to introduce true freedom to mankind, using resources according to the actual human situation, and it had definite stages, for each of which it utilized new methods.
Wenn wir darauf bestehen, den islamischen Dschihad eine Verteidigungsbewegung zu nennen, dann müssen wir die Bedeutung des Wortes „Verteidigung“ ändern und darunter „die Verteidigung des Menschen“ verstehen, und zwar gegen alle jene Elemente, die seine Freiheit einschränken. Diese Elemente treten in Gestalt von Glaubensvorstellungen und Konzepten auf, ebenso in Gestalt politischer Systeme, die auf wirtschaftlichen, rassischen oder klassenbedingten Unterschieden beruhen. Als der Islam entstand, war die Welt voll von solchen Systemen, und auch die heutige Dschahiliyya kennt verschiedene Arten solcher Systeme.
If we insist on calling Islamic Jihaad a defensive movement, then we must change the meaning of the word 'defense' and mean by it 'the defense of man' against all those elements which limit his freedom. These elements take the form of beliefs and concepts, as well as of political systems, based on economic, racial or class distinctions. When Islam first came into existence, the world was full of such systems, and the present-day Jahiliyyah also has various kinds of such systems.
Wenn wir diese weite Bedeutung des Wortes „Verteidigung“ zugrunde legen, erkennen wir den wahren Charakter des Islam: Er ist eine universelle Proklamation der Befreiung des Menschen von der Knechtschaft gegenüber anderen Menschen, die Errichtung der Herrschaft Gottes und Seiner Herrschaft über die ganze Welt, das Ende des Hochmuts und der Selbstsucht des Menschen sowie die Verwirklichung der Herrschaft der göttlichen Scharia in den menschlichen Angelegenheiten.
When we take this broad meaning of the word 'defense', we understand the true character of Islam, and that it is a universal proclamation of the freedom of man from servitude to other men, the establishment of the sovereignty of God and His Lordship throughout the world, the end of man's arrogance and selfishness, and the implementation of the rule of the Divine Shari'ah in human affairs.
Was diejenigen betrifft, die den islamischen Dschihad zu verteidigen versuchen, indem sie ihn im engen Sinne des heutigen Begriffs vom Verteidigungskrieg auslegen, und die Nachforschungen anstellen, um zu beweisen, dass alle Schlachten, die im islamischen Dschihad geführt wurden, allein der Verteidigung der Heimat des Islam dienten – wobei manche die Heimat des Islam nur auf die Arabische Halbinsel beschränken – gegen die Aggression benachbarter Mächte, so fehlt ihnen das Verständnis für das Wesen des Islam und sein eigentliches Ziel. Ein solcher Versuch ist nichts anderes als das Produkt eines Geistes, der von den gegenwärtigen schwierigen Verhältnissen und von den Angriffen der verräterischen Orientalisten auf den islamischen Dschihad besiegt wurde.
As to persons who attempt to defend the concept of Islamic Jihaad by interpreting it in the narrow sense of the current concept of defensive war, and who do research to prove that the baules fought in Islamic Jihaad were all for the defense of the homeland of Islam - some of them considering the homeland of Islam to be just the Arabian peninsula-against the aggression of neighboring powers, they lack understanding of the nature of Islam and its primary aim. Such an attempt is nothing but a product of a mind defeated by the present difficult conditions and by the attacks of the treacherous orientalists on the Islamic Jihaad.
Kann jemand behaupten, dass Abu Bakr, 'Umar oder 'Uthman, wenn sie überzeugt gewesen wären, dass die römische und die persische Macht nicht die Arabische Halbinsel angreifen würden, sich nicht darum bemüht hätten, die Botschaft des Islam in der ganzen Welt zu verbreiten? Wie hätte sich die Botschaft des Islam verbreiten können, wenn sie auf solche materiellen Hindernisse traf wie das politische System des Staates, das auf Rassen und Klassen gegründete sozioökonomische System und, hinter all dem, die militärische Macht der Regierung?
Can anyone say that if Abu Bakr, 'Umar or 'Othman had been satisfied that the Roman and Persian powers were not going to attack the Arabian peninsula, they would not have striven to spread the message of Islam throughout the world? How could the message of Islam have spread when it faced such material obstacles as the political system of the state, the socio-economic system based on races and classes, and behind all these, the military power of the government?
Es wäre naiv anzunehmen, dass ein Ruf erhoben wird, um die ganze Menschheit auf der ganzen Erde zu befreien, und dass er sich auf Predigt und Darlegung beschränkt. Vielmehr bemüht er sich durch Predigt und Darlegung, wenn Freiheit der Verständigung herrscht und die Menschen von all diesen Einflüssen frei sind, wie es heißt: „Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ Stehen jedoch die genannten Hindernisse und praktischen Schwierigkeiten diesem Ruf im Weg, hat er keine andere Wahl, als sie mit Gewalt zu beseitigen, damit er, wenn er an die Herzen und Sinne der Menschen gerichtet wird, ihnen die Freiheit lässt, ihn mit offenem Sinn anzunehmen oder abzulehnen.
It would be naive to assume that a call is raised to free the whole of humankind throughout the earth, and it is confined to preaching and exposition. Indeed, it strives through preaching and exposition when there is freedom of communication and when people are free from all these influences, as "There is no compulsion in religion; but when the above- mentioned obstacles and practical difficulties are put in its way, it has no recourse but to remove them by force so that when it is addressed to peoples' hearts and minds they are free to accept or reject it with an open mind.
Da das Ziel der Botschaft des Islam eine entschiedene Erklärung der Freiheit des Menschen ist, und zwar nicht nur auf der philosophischen Ebene, sondern auch in den tatsächlichen Lebensverhältnissen, muss er Dschihad einsetzen. Es ist unerheblich, ob sich die Heimat des Islam – im wahren islamischen Sinne Dar ul-Islam – in einem Zustand des Friedens befindet oder ob sie von ihren Nachbarn bedroht wird. Wenn der Islam nach Frieden strebt, zielt er nicht auf jenen oberflächlichen Frieden ab, der verlangt, dass nur derjenige Teil der Erde sicher bleibt, in dem die Anhänger des Islam leben. Der Frieden, den der Islam begehrt, besteht darin, dass die Religion (d. h. das Gesetz der Gesellschaft) um Gottes willen gereinigt wird, dass der Gehorsam aller Menschen allein Gott gilt und dass nicht einige Menschen Herren über andere sein sollen. Nach der Zeit des Propheten ﷺ sind nur noch die letzten Stadien der Bewegung des Dschihad zu befolgen; die anfänglichen oder mittleren Stadien finden keine Anwendung mehr. Sie sind beendet, und wie Ibn Qayyim feststellt: „So gab es nach der Offenbarung der Sure ‚Bara'a‘ drei Arten von Ungläubigen: Kriegsgegner, Menschen mit Verträgen und Dhimmis. Die Menschen mit Verträgen wurden schließlich Muslime, so blieben nur noch zwei Arten: Menschen im Krieg und Dhimmis. Die Menschen im Krieg fürchteten ihn stets. Nun gab es auf der ganzen Welt drei Arten von Menschen: erstens die Muslime, die an ihn glaubten; zweitens diejenigen, mit denen er Frieden hatte (und aus dem vorherigen Satz verstehen wir, dass dies Dhimmis waren); und drittens die Gegner, die ihn weiterhin bekämpften.“ Dies sind die logischen Positionen, die mit dem Charakter und den Zielen dieser Religion übereinstimmen, und nicht das, was von jenen Menschen verstanden wird, die durch die gegenwärtigen Verhältnisse besiegt sind und den Angriffen der hinterhältigen Orientalisten erliegen.
Since the objective of the message of Islam is a decisive declaration of man's freedom, not merely on the philosophical plane but also in the actual conditions of life, it must employ Jihaad. It is immaterial whether the homeland of Islam - in the true Islamic sense, Dar ul-Islam - is in a condition of peace or whether it is threatened by its neighbors. When Islam strives for peace, its objective is not that superficial peace which requires that only that part of the earth where the followers of Islam are residing remain secure. The peace which Islam desires is that the religion (i.e. the Law of the society) be purified for God, that the obedience of all people be for God alone, and that some people should not be lords over others. After the period of the Prophet - peace be on him - only the final stages of the movement of Jihaad are to be followed; the initial or middle stages are not applicable. They have ended, and as Ibn Qayyim states, "Thus, after the revelation of the chapter 'Bratt', the unbelievers were of three kinds: adversaries in war, people with treaties, and Dhimmies. The people with treaties eventually became Muslims, so there were only two kinds left: people at war and Dhimmies. The people at war were always afraid of him. Now the people of the whole world were of three kinds: one, the Muslims who believed in him: two, those with whom he had peace (and from the previous sentence we understand that they were Dhimmies); and three, the opponents who kept fighting him." These are the logical positions consonant with the character and purposes of this religion, and not what is understood by the people who are defeated by present conditions and by the attacks of the treacherous orientalists.
Gott hielt die Muslime in Mekka und in der frühen Zeit ihrer Auswanderung nach Medina davon ab zu kämpfen und sprach zu ihnen: „Haltet eure Hände zurück, verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakat." Danach wurde ihnen der Kampf erlaubt: „Denen, gegen die Krieg geführt wird, wird die Erlaubnis zum Kampf gegeben, weil ihnen Unrecht geschehen ist; und Gott vermag gewiss, ihnen zu helfen. Sie sind diejenigen, die ohne Recht aus ihren Häusern vertrieben wurden." Die nächste Stufe trat ein, als den Muslimen befohlen wurde, gegen jene zu kämpfen, die gegen sie kämpfen: „Kämpft auf dem Weg Gottes gegen diejenigen, die euch bekämpfen." Schließlich wurde der Krieg gegen alle Vielgötterer erklärt: „Und kämpft gegen alle Vielgötterer, so wie sie alle gegen euch kämpfen;" „Kämpft gegen diejenigen von den Leuten der Schrift, die weder an Gott noch an den Jüngsten Tag glauben, die nicht verbieten, was Gott und Sein Gesandter verboten haben, und die die wahre Religion nicht als ihre Religion anerkennen, bis sie sich unterwerfen und die Dschizya entrichten." Demnach wurden die Muslime nach der Erklärung des Imams Ibn Qayyim zunächst vom Kampf zurückgehalten; dann wurde ihnen der Kampf erlaubt; danach wurde ihnen befohlen, gegen die Angreifer zu kämpfen; und schließlich wurde ihnen befohlen, gegen alle Vielgötterer zu kämpfen.
God held back Muslims from fighting in Mecca and in the early period of their migration to Medina, and told them, "Restrain your hands, and establish regular prayers, and pay Zakat". Next, they were permitted to fight: "Permission to fight is given to those against whom war is made, because they are oppressed, and God is able to help them. These are the people who were expelled from their homes without cause. The next stage came when the Muslims were commanded to fight those who fight them: "Fight in the cause of God against those who fight you." And finally, war was declared against all the polytheists: "And fight against all the polytheists, as they all fight against you;" "Fight against those among the People of the Book who do not believe in God and the Last Day, who do not forbid what God and His Messenger have forbidden, and who do not consider the true religion as their religion, until they are subdued and pay Jizyah." Thus, according to the explanation by Imam Ibn Qayyim, the Muslims were first restrained from fighting; then they were permitted to fight; then they were commanded to fight against the aggressors; and finally they were commanded to fight against all the polytheists.
Mit diesen Versen aus dem Qur'an und mit zahlreichen Überlieferungen des Propheten ﷺ zum Lob des Dschihad, und mit der gesamten Geschichte des Islam, die voll von Dschihad ist, lehnt das Herz eines jeden Muslims jene Auslegung des Dschihad ab, die von Menschen erfunden wurde, deren Geist unter ungünstigen Umständen und unter den Angriffen auf den islamischen Dschihad durch die scharfsinnigen Orientalisten vor der Niederlage kapituliert hat.
With these verses from the Qur'an and with many Traditions of the Prophet - peace be on him - in praise of Jihaad, and with the entire history of Islam, which is full of Jihaad, the heart of every Muslim rejects that explanation of lihaad invented by those people whose minds have accepted defeat under unfavorable conditions and under the attacks on Islamic Jihaad by the shrewd orientalists.
Was für ein Mensch ist es, der, nachdem er das Gebot Gottes und die Überlieferungen des Propheten ﷺ gehört und über die Ereignisse gelesen hat, die sich im islamischen Dschihad zugetragen haben, dennoch meint, es handle sich um eine vorübergehende Anordnung, die an vergängliche Umstände gebunden sei und nur die Verteidigung der Grenzen betreffe?
What kind of a man is it who, after listening to the commandment of God and the Traditions of the Prophet - peace be on him-and after reading about the events which occurred during the Islamic Jihaad, still thinks that it is a temporary injunction related to transient conditions and that it is concerned only with the defense of the borders?
Im Vers, der die Erlaubnis zum Kampf gibt, hat Gott den Gläubigen mitgeteilt, dass das Leben dieser Welt so beschaffen ist, dass das Überprüfen einer Gruppe von Menschen durch eine andere das Gesetz Gottes ist, damit die Erde von Verderbnis gereinigt werde. „Die Erlaubnis zum Kampf ist denen gegeben, gegen die Krieg geführt wird, weil ihnen Unrecht geschieht; und Gott vermag ihnen zu helfen. Das sind die Menschen, die ohne Recht aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten: Unser Herr ist Gott. Hätte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen überprüft, dann wären gewiss Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen niedergerissen worden, in denen der Name Gottes häufig gedacht wird.“ {Al-Hadsch 22:39-40} So ist dieser Kampf keine vorübergehende Phase, sondern ein ewiger Zustand – ein ewiger Zustand, da Wahrheit und Falschheit auf dieser Erde nicht nebeneinander bestehen können. Wann immer der Islam mit der allgemeinen Erklärung auftrat, dass die Herrschaft Gottes über die gesamte Erde errichtet werden und dass die Menschen von der Knechtschaft gegenüber anderen Menschen befreit werden sollen, haben die Usurpatoren der Autorität Gottes auf Erden heftig dagegen angekämpft und es nie geduldet. Es wurde dem Islam zur Pflicht, zurückzuschlagen und den Menschen auf der ganzen Erde aus dem Griff dieser Usurpatoren zu befreien. Der ewige Kampf für die Freiheit des Menschen wird so lange andauern, bis die Religion für Gott gereinigt ist.
In the verse giving permission to fight, God has informed the Believers that the life of this world is such that checking one group of people by another is the law of God, so that the earth may be cleansed of corruption. "Permission to fight is given to those against whom war is made, because they are oppressed, and God is able to help them. These are the people who were expelled from their homes without cause, except that they said that our Lord is God. Had God not checked one people by another, then surely synagogues and churches and mosques would have been pulled down, where the name of God is remembered often." Thus, this struggle is not a temporary phase but an eternal state - an eternal state, as truth and falsehood cannot co-exist on this earth. Whenever Islam stood up with the universal declaration that God's Lordship should be established over the entire earth and that men should become free from servitude to other men, the usurpers of God's authority on earth have struck out against it fiercely and have never tolerated it. It became incumbent upon Islam to strike back and release man throughout the earth from the grip of these usurpers. The eternal struggle for the freedom of man will continue until the religion is purified for God.
Das Gebot, während der mekkanischen Zeit vom Kämpfen abzusehen, war eine vorübergehende Stufe auf einem langen Weg.
The command to refrain from fighting during the Meccan period was a temporary stage in a long journey.
Derselbe Grund war auch in den frühen Tagen der Hidschra wirksam, doch nach diesen ersten Phasen war der Grund für den Dschihad nicht allein die Verteidigung Medinas. Gewiss war ihre Verteidigung notwendig, doch dies war nicht das letzte Ziel. Das Ziel war, die Mittel und das Zentrum der Bewegung zu schützen – der Bewegung zur Befreiung der Menschheit und zur Beseitigung der Hindernisse, die die Menschen daran hinderten, diese Freiheit zu erlangen.
The same reason was operative during the early days of Hijra, but after these early stages, the reason for Jihaad was not merely to defend Medina. Indeed, its defense was necessary, but this was not the ultimate aim. The aim was to protect the resources and the center of the movement - the movement for freeing mankind and demolishing the obstacles which prevented mankind from attaining this freedom.
Die Gründe, warum man sich in der mekkanischen Periode des Kampfes enthielt, sind leicht nachvollziehbar. In Mekka war die Verkündigung erlaubt. Der Gesandte ﷺ stand unter dem Schutz der Banu Haschim und hatte daher die Möglichkeit, seine Botschaft offen zu verkünden; er hatte die Freiheit, sowohl mit einzelnen Menschen als auch mit Gruppen zu sprechen und ihre Herzen und Verstände anzusprechen. Es gab keine organisierte politische Macht, die ihn daran hätte hindern können zu predigen und die Menschen daran hätte hindern können zuzuhören. In dieser Phase bestand kein Bedarf an der Anwendung von Gewalt. Darüber hinaus gab es weitere Gründe, und ich habe diese Gründe in meinem Kommentar „Im Schatten des Qur'an“ ausführlich dargelegt, bei der Auslegung des Verses: „Hast du nicht jene gesehen, denen gesagt wurde: ‚Haltet eure Hände zurück, verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakat?‘“ (4:77) Es könnte nützlich sein, 65 Teile dieser Erläuterung hier wiederzugeben.
The reasons for refraining from fighting during the Meccan period are easily understood. In Mecca preaching was permitted. The Messenger - peace be on him - was under the protection of the Banu Hashim and hence he had the opportunity to declare his message openly; he had the freedom to speak to individuals as to groups and to appeal to their hearts and minds. There was no organized political power which could prevent him from preaching and prevent people from listening. At this stage there was no need for the use of force. Besides this, there were other reasons and I have detailed these reasons in my commentary, In the Shades of the Qur'an, in explanation of the verse, "Have you seen the people to whom it was said, 'Restrain your hands, and establish regular prayers, and pay Zakat?" (3:77) It may be useful to reproduce 65 parts of this explanation here.
Ein Grund für das Verbot der Anwendung von Gewalt in der mekkanischen Periode mag gewesen sein, dass dies eine Phase der Erziehung und Vorbereitung in einem bestimmten Umfeld, für eine bestimmte Gemeinschaft und unter bestimmten Bedingungen war.
"A reason for prohibiting the use of force during the Meccan period may have been that this was a stage of training and preparation in a particular environment, for a particular nation and under particular conditions.
Unter diesen Umständen war ein wichtiger Faktor bei Erziehung und Vorbereitung, den einzelnen Araber zu lehren, geduldig zu sein, wenn er selbst oder die, die ihm lieb waren, unterdrückt wurden, seinen Stolz zu bezwingen und es nicht zum Ziel seines Lebens werden zu lassen, persönliche Rache zu nehmen oder Rache für die Seinen zu üben. Es war ebenso nötig, ihn zu schulen, seine Nerven zu beherrschen, nicht beim ersten Anlass die Fassung zu verlieren, wie es seinem Naturell entsprach, und sich nicht bei der ersten Regung zu erregen, sondern Würde und Gelassenheit in seinem Wesen und seinem Handeln zu entwickeln. Er sollte darin unterwiesen werden, der Disziplin einer Gemeinschaft zu folgen, die unter der Führung eines Anführers steht, in jeder Angelegenheit auf diesen Anführer zurückzugreifen und dessen Anweisungen zu gehorchen, selbst wenn sie seinen Gewohnheiten oder seinem Geschmack zuwiderliefen. Ziel war es, Menschen von hohem Charakter heranzubilden, die die muslimische Gemeinschaft bilden, den Weisungen des Anführers folgen und zivilisiert und fortschrittlich sein würden, frei von wilden Gewohnheiten und Stammesdenken.
Under these circumstances, an important factor in training and preparation was to train the individual Arab to be patient under oppression to himself or to those he loved, to conquer his pride, and not to make personal revenge or revenge for one's dear ones the purpose of one's life. Training was also needed so that he could learn control of his nerves, not lose his temper at the first provocation as was his temperament - nor get excited at the first impulse, but so that he could develop dignity and composure in his temperament and in his action. He was to be trained to follow the discipline of a community which is under the direction of a leader, and to refer to this leader in every matter and to obey his injunctions even though they might be against his habit or taste The aim was to develop individuals of high character who would constitute the Muslim community, who would follow the directions of the leader, and who would be civilized and progressive, free of wild habits and tribalism.
Ein weiterer Grund dafür mag gewesen sein, dass die Quraisch stolz auf ihre Abstammung und ihre Ehre waren, und in einem solchen Umfeld konnte nur Überzeugung am ansprechendsten und wirkungsvollsten sein. In diesem Stadium hätte Kämpfen dazu geführt, die Flammen der Rache zu entfachen. Es gab bereits viele Stammeskriege, die auf Blutrache beruhten, wie die Kriege von Dahis, Gabra und Basus, die jahrelang andauerten und Stamm um Stamm vernichteten. Wären Blutfehden in ihren Köpfen mit dem Islam verbunden worden, so wäre dieser Eindruck niemals wieder beseitigt worden. Folglich wäre der Islam, anstatt ein Aufruf zur wahren Religion zu sein, zu einer endlosen Abfolge von Stammesfehden geworden, und seine grundlegenden Lehren wären bereits am Anfang in Vergessenheit geraten.
"Another reason for it may have been that the Quraish were proud of their lineage and honor, and in such an environment only persuasion could be most appealing and effective. At this stage, fighting would have resulted in kindling the fires of revenge- There was already much tribal warfare based on blood feuds, such as the wars of Dahis, Gabra and Basus, which continued for years and annihilated tribe after tribe. If blood feuds were to become associated in their minds with Islam, then this impression would never have been removed. consequently, Islam, instead of being a call toward the true religion, would have become an unending sequence of tribal feuds and its basic teachings would have been forgotten at the very beginning.
Ein weiterer Grund könnte gewesen sein, den Samen der Zwietracht und des Blutvergießens in jeden Haushalt zu säen, zu vermeiden. Zu jener Zeit gab es keine organisierte Regierung, die die Gläubigen folterte und verfolgte; der Gläubige wurde von seinen eigenen Schutzherren verfolgt, gefoltert und „zur Vernunft gebracht“. Unter diesen Umständen hätte die Erlaubnis zu kämpfen bedeutet, dass jedes Haus zu einem Schlachtfeld geworden wäre. Die Menschen hätten gesagt: „Also das ist der Islam!“ Tatsächlich wurde dies über den Islam gesagt, obwohl das Kämpfen nicht erlaubt war.
"Another reason may have been to avoid sowing the seed of discord and bloodshed in every household. At that time, there was no organized government which was torturing and persecuting the Believers; the Believer was persecuted, tortured and 'taught a lesson by his own patrons. Under these circumstances, permission to fight would have meant that every house would have become a battlefield. The people would have said 'So, this is Islam'! In fact, this was said about Islam, even though fighting was not permitted.
Zur Zeit der Saison, in der die Menschen Arabiens zur Pilgerfahrt und zum Handel nach Mekka kamen, pflegten die Quraisch zu ihnen zu gehen und zu sagen: „Muhammad spaltet nicht nur sein Volk und seinen Stamm; er spaltet sogar Söhne von ihren Vätern! Was ist das für eine Sache, die den Sohn dazu anstachelt, seinen Vater zu töten, und den Sklaven, seinen Herrn zu töten, in jedem Haus und in jedem Ort?“ ﷺ „Ein weiterer Grund könnte gewesen sein, dass Gott wusste, dass eine große Mehrheit derer, die die frühen Muslime verfolgten und folterten, eines Tages zu treuen Soldaten des Islam und sogar zu seinen großen Anführern werden würde. War nicht ʿUmar Ibn al-Khattab einer von ihnen?“
During the season when the people of Arabia came to Mecca for pilgrimage and commerce, the Quraish would have gone to them and would have said, 'Muhammad is not only dividing his nation and his tribe; he is even dividing sons from fathers! What kind of a thing is this which incites the son to kill his father, the slave to kill his master, in every house and in every locality?" "Another reason may have been that God knew that a great majority of those who persecuted and tortured the early Muslims would one day become the loyal soldiers of Islam, even its great leaders. Was not 'Umar Ibn al-Khattab one of them?
Ein weiterer Grund mag gewesen sein, dass das Ehrgefühl der Araber, besonders im Rahmen der Stammesstrukturen, demjenigen zu Hilfe kommt, der verfolgt wird, aber nicht klein beigibt, vor allem wenn die Verfolgten vom Volk geehrt werden. Zur Untermauerung dieser These lassen sich mehrere solcher Vorfälle anführen. Als Abu Bakr, ein ehrenhafter Mann, Mekka verließ, um an einen anderen Ort auszuwandern, konnte Ibn ad-Daghna dies nicht ertragen und hielt ihn vom Weggehen ab, weil er es für eine Schande für die Araber hielt; er bot Abu Bakr seinen eigenen Schutz an. Das beste Beispiel für einen solchen Vorfall ist das Zerreißen des Vertrags, wodurch die Banu Haschim im Tal des Abu Talib eingeschlossen waren, als die Zeit ihres Hungers und ihrer Entbehrung unzumutbar lang erschien. Diese Ritterlichkeit war eine Eigenart der Araber, während in den alten „Zivilisationen“, die daran gewöhnt waren, Menschen gedemütigt zu sehen, diejenigen, die litten und verfolgt wurden, ausgelacht, verspottet und verachtet wurden, während man den Unterdrücker und den Tyrannen respektierte.
"Another reason may have been that the sense of honor of the Arabs, especially in a tribal framework, comes to the help of the person who is persecuted yet does not concede defeat, especially if the persecuted are honored by the people. Several such incidents can be quoted to support this thesis. When Abu Bakr, who was an honorable man, left Mecca in order to migrate to some other place, Ibn al-Daghna could not bear it and restrained him from leaving because he considered it a disgrace to the Arabs; he offered Abu Bakr his own protection. The best example of such an incident is the tearing up of the contract under which the Banu Hashim were confined to the Valley of Abu Talib when the period of their hunger and privation seemed unreasonably long. This chivalry was a peculiarity of the Arabs, while in ancient 'civilizations' which were accustomed to seeing people humiliated, those who suffered and were persecuted were laughed at, ridiculed and treated with contempt, and the oppressor and the tyrant were respected.
Ein weiterer Grund könnte gewesen sein, dass die Muslime zahlenmäßig wenige waren und nur in Mekka lebten, da die Botschaft des Islam andere Teile Arabiens nicht erreicht hatte oder nur als Hörensagen dorthin gelangt war. Andere Stämme betrachteten die Sache als einen internen Streit der Quraisch; sie warteten den Ausgang dieses Kampfes ab.
"Another reason may have been that the Muslims were few in number and they lived only in Mecca, as the message of Islam had not reached other parts of Arabia or had reached only as hearsay. Other tribes considered it as a domestic quarrel of the Quraish; they were watching for the outcome of this struggle.
Unter diesen Umständen hätte, wenn Kampf erlaubt gewesen wäre, diese begrenzte Kriegführung zur vollständigen Vernichtung der Muslime geführt; selbst wenn sie eine große Zahl ihrer Gegner getötet hätten, wären sie dennoch völlig vernichtet worden. Der Götzendienst wäre fortgedauert, und die Morgenröte des islamischen Systems wäre niemals angebrochen und hätte niemals ihren Höhepunkt erreicht, während der Islam sich als eine praktikable Lebensweise für die gesamte Menschheit erweist".
Under these circumstances, if fighting had been allowed, this limited warfare would have resulted in the complete annihilation of the Muslims; even if they had killed a great number of their opponents, they would still have been completely annihilated. Idolatry would have continued and the dawn of the Islamic system would never have arrived and would never have reached its zenith, while Islam is revealed to be a practical way of life for all mankind".
In der frühen Phase in Medina war das Kämpfen ebenfalls untersagt. Der Grund dafür war, dass der Prophet ﷺ mit den Juden von Medina und mit den ungläubigen Arabern in und um Medina einen Vertrag geschlossen hatte, eine Maßnahme, die in diesem Stadium notwendig war.
In the early Medinite period fighting was also prohibited. The reason for this was that the Prophet - peace be on him- had signed a pact with the Jews of Medina and with the unbelieving Arabs in and around Medina, an action which was necessary at this stage.
Zunächst bestand eine offene Gelegenheit zur Verkündigung und Überzeugung. Es gab keine politische Macht, die diese Freiheit einschränkte; die gesamte Bevölkerung akzeptierte den neuen muslimischen Staat und stimmte der Führung des Propheten ﷺ in allen politischen Angelegenheiten zu. Im Vertrag wurde von allen Parteien vereinbart, dass niemand ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Propheten ﷺ einen Friedensvertrag schließen, Krieg erklären oder Beziehungen zu einem Außenstehenden aufnehmen würde. So lag die tatsächliche Macht in Medina in den Händen der muslimischen Führung. Auch die Türen zur Verkündigung des Islam standen offen, und es herrschte Glaubensfreiheit.
First, there was an open opportunity for preaching and persuasion. There was no political power to circumscribe this freedom; the whole population accepted the new Muslim state and agreed upon the leadership of the Prophet-peace be on him-in all political maners. In the pact it was agreed by all parties that no one would make a treaty of peace or declare war or establish relations with any outsider without the express permission of the Prophet - peace be on him. Thus, the real power in Medina was in the hands of Muslim leadership. The doors were also open for preaching Islam and there was freedom of belief.
Zweitens wollte der Prophet – Friede sei auf ihm ﷺ – in dieser Phase all seine Kräfte darauf konzentrieren, den Quraisch entgegenzutreten, deren unnachgiebige Feindseligkeit ein großes Hindernis für die Verbreitung des Islam unter den anderen Stämmen darstellte, die den Ausgang des Kampfes zwischen den beiden Gruppen der Quraisch abwarteten. Deshalb beeilte sich der Prophet ﷺ, Aufklärungstrupps in verschiedene Richtungen zu entsenden. Der erste dieser Trupps stand unter dem Befehl von Hamza bin Abdul Muttalib und brach im Monat Ramadan auf, nur sechs Monate nach der Auswanderung.
Secondly, at this stage the Prophet-peace be on him - wanted to conserve all his efforts to combat the Quraish, whose relentless opposition was a great obstacle in spreading Islam to other tribes which were waiting to see the final outcome of the struggle between the two groups of the Quraish. That is why the Prophet - peace be on him - hastened to send scouting parties in various directions. The first such party was commanded by Hamza bin Abdul Muttalib, and it went out during the month of Ramadan, only six months after the Immigration.
Danach folgten weitere Aufklärungstrupps: einer im neunten Monat nach der Hidschra, der nächste im dreizehnten Monat, der dritte sechzehn Monate nach der Hidschra, und im siebzehnten Monat schickte er einen Trupp unter der Führung von Abdullah bin Dschahasch. Dieser Trupp stieß auf Widerstand, und es wurde etwas Blut vergossen. Dies geschah im Monat Radschab, der als heiliger Monat galt. Auf dieses Ereignis bezieht sich der folgende Vers der Sure al-Baqara:
After this, there were other scouting parties, one during the ninth month after Hijra, the next in the thirteenth month the third sixteen months after Hijra, and in the seventeenth month he sent a party under the leadership of Abdullah bin Jahash. This party encountered some resistance and some blood was shed. This occurred during the month of Rajab, which was considered a sacred month. The following verse of Chapter Baqara refers to it:
„Sie fragen dich nach dem Kämpfen in den heiligen Monaten. Sprich: Das Kämpfen in ihnen ist eine große Sünde, doch den Menschen vom Weg Gottes abzuhalten, Gott zu verleugnen, Menschen davon abzuhalten, die Heilige Moschee aufzusuchen, und Menschen aus ihren Häusern zu vertreiben, ist eine weit größere Sünde, und Unterdrückung ist schlimmer als Töten."
"They ask you about fighting in the sacred months. Say: Fighting in them is a great sin, but to prevent people from the way of God, and to reject God, and to stop people from visiting the Sacred Mosque, and to expel people from their homes are a much greater sin, and oppression is worse than killing." (2:217)
Während des Ramadan desselben Jahres fand die Schlacht von Badr statt, und in der Sure al-Anfal wurde diese Schlacht behandelt.
During Ramadan of the same year, the Battle of Badr took place, and in Chapter Anfal this battle was reviewed.
Wenn diese Phase der islamischen Bewegung in der richtigen Perspektive betrachtet wird, dann gibt es keinen Raum für die Behauptung, das grundlegende Ziel der islamischen Bewegung sei „defensiv" im engen Sinne gewesen, wie es manche Leute ihr heute zuschreiben, besiegt durch die Angriffe der hinterlistigen Orientalisten! Wer in der Geschichte der Ausbreitung des Islam nach defensiven Ursachen sucht, gerät in die Falle der aggressiven Angriffe der Orientalisten, zu einer Zeit, in der die Muslime weder Ruhm noch den Islam besitzen. Doch durch die Gnade Gottes gibt es jene, die in der Frage standhaft bleiben, dass der Islam eine universelle Erklärung der Freiheit des Menschen auf der Erde von jeder Autorität außer der Autorität Gottes ist und dass die Religion für Gott gereinigt werden muss; und sie schreiben weiterhin über den islamischen Dschihad.
If this stage of the Islamic movement is viewed in proper perspective, then there is no room to say that the basic aim of the Islamic movement was 'defensive' in the narrow sense which some people ascribe to it today, defeated by the attacks of the treacherous orientalists! Those who look for causes of a defensive nature in the history of the expansion of Islam are caught by the aggressive attacks of the orientalists at a time when Muslims possess neither glory nor do they possess Islam. However, by God's grace, there are those who are standing firm on the issue that Islam is a universal declaration of the freedom of man on the earth from every authority except God's authority, and that the religion ought to be purified for God; and they keep writing concerning, the Islamic Jihaad.
Doch die islamische Bewegung braucht keine Argumente aus der Literatur, denn sie stützt sich auf die klaren Verse des Qur'an.
But the Islamic movement does not need any arguments taken from the literature, as it stands on the clear verses of the Qur'an:
Jene sollen auf dem Weg Gottes kämpfen, die das diesseitige Leben gegen das jenseitige eingetauscht haben; und wer auf dem Weg Gottes kämpft und getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen großen Lohn geben.
"They ought to fight in the way of God who have sold the life of this world for the life of the Hereafter; and whoever fights in the way of God and is killed or becomes victorious, to him shall We give a great reward.
Warum solltet ihr nicht auf dem Weg Gottes kämpfen für die Männer, Frauen und Kinder, die unterdrückt werden, weil sie schwach sind und die rufen: „Unser Herr! Führe uns aus dieser Stadt hinaus, deren Bewohner Unterdrücker sind, und bestimme für uns einen Beschützer und sende für uns einen Helfer!“ Diejenigen, die glauben, kämpfen auf dem Weg Gottes, und diejenigen, die nicht glauben, kämpfen auf dem Weg des Götzen. So kämpft gegen die Freunde des Satans. Wahrlich, die List des Satans ist schwach. {4:74-76}
Why should not you fight in the way of God for those men, women and children who have been oppressed because they are weak and who call 'Our Lord! Take us out of this place whose people are oppressors, and raise for us an ally, and send for us a helper'. Those who believe fight in the cause of God, while those who do not believe fight in the cause of tyranny. Then fight against the friends of Satan. Indeed, the strategy of Satan is weak." (3: 74-76)
Sag den Ungläubigen, dass ihnen, wenn sie ablassen, das vergeben wird, was sie zuvor getan haben; wenn sie sich jedoch wieder abwenden, dann wissen sie, was den früheren Völkern widerfahren ist. Und kämpft gegen sie, bis keine Verfolgung mehr besteht und die Religion ganz Gott gehört. Wenn sie aber ablassen, dann sieht Gott wohl, was sie tun.
"Say to the unbelievers that if they refrain, then whatever they have done before will be forgiven them; but if they turn back, then they know what happened to earlier nations. And fight against them until there is no oppression and the religion is wholly for God. But if they refrain, then God is watching over their actions.
Doch wenn sie sich abwenden, dann wisse, dass Gott dein Beschützer ist und Er dein Helfer ist." (8: 38-40)
But if they do not, then know that God is your Ally and He is your Helper." (8: 38-40)
„Kämpft gegen jene unter den Schriftbesitzern, die nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben, die nicht verbieten, was Gott und Sein Gesandter verboten haben, und die die wahre Religion nicht als ihre Lebensweise anerkennen, bis sie unterworfen sind und die Dschizya entrichten. Die Juden sagen: „Esra ist der Sohn Gottes", und die Christen sagen: „Der Messias ist der Sohn Gottes". Das sind bloße Worte aus ihrem Mund, die denen nachsprechen, die zuvor ungläubig waren. Gott wird sie bekämpfen; wie sind sie doch verblendet! Sie haben ihre Rabbiner und Priester neben Gott zu Herren genommen, ebenso den Messias, den Sohn der Maria; dabei wurde ihnen befohlen, nur einen einzigen Gott zu verehren. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Preis sei Ihm über das, was sie Ihm beigesellen! Sie wollen das Licht Gottes mit ihren Mündern auslöschen, doch Gott wird Sein Licht vollenden, auch wenn die Ungläubigen es verabscheuen." (9:29–32)
"Fight against those among the People of the Book who do not believe in God and the Last Day, who do not forbid what God and His messenger have forbidden, and who do not consider the true religion as their way of life, until they are subdued and pay Jizyah. The Jews say: 'Ezra is the Son of God', and the Christians say: 'The Messiah is the Son of God'. These are mere sayings from their mouths, following those who preceded them and disbelieved. God will assail them; how they are perverted! They have taken their rabbis and priests as lords other that God, and the Messiah, son of Mary; and they were commanded to worship none but One God. There is no deity but He, glory be to Hlm above what they associate with Him! They desire to extinguish God's light with their mouths, and God intends to perfect His light, although the unbelievers may be in opposition" (9: 29-32)
Die Gründe für den Dschihad, die in den obigen Versen beschrieben werden, sind folgende: die Herrschaft Gottes auf der Erde zu errichten; die menschlichen Angelegenheiten gemäß der wahren Rechtleitung zu ordnen, die Gott gewährt hat; alle satanischen Mächte und satanischen Lebensordnungen abzuschaffen; die Herrschaft eines Menschen über andere zu beenden, da alle Menschen Geschöpfe Gottes sind und niemand die Befugnis hat, sie zu seinen Knechten zu machen oder willkürliche Gesetze für sie zu erlassen.
The reasons for Jihaad which have been described in the above verses are these: to establish God's authority in the earth; to arrange human affairs according to the true guidance provided by God; to abolish all the Satanic forces and Satanic systems of life; to end the lordship of one man over others since all men are creatures of God and no one has the authority to make them his servants or to make arbitrary laws for them.
Diese Gründe reichen aus, um den Dschihad auszurufen. Man sollte dabei jedoch stets im Blick behalten, dass es im Glauben keinen Zwang gibt; das heißt: Sobald die Menschen von der Herrschaft der Menschen befreit sind, wird das Recht, das die bürgerlichen Angelegenheiten regelt, allein das Gottes sein, während niemand gezwungen wird, seine Überzeugungen zu ändern und den Islam anzunehmen.
These reasons are sufficient for proclaiming Jihaad. However, one should always keep in mind that there is no compulsion in religion; that is, once the people are free from the lordship of men, the law governing civil affairs will be purely that of God, while no one will be forced to change his beliefs and accept Islam.
Der Dschihad des Islam hat das Ziel, jedem Menschen auf der ganzen Welt vollständige Freiheit zu verschaffen, indem er von der Knechtschaft gegenüber anderen Menschen befreit wird, damit er seinem Gott dienen kann, Der EINER ist und keine Teilhaber hat. Dies allein ist bereits ein hinreichender Grund für den Dschihad. Dies waren die einzigen Beweggründe in den Herzen der muslimischen Krieger. Hätte man sie gefragt: „Warum kämpft ihr?", hätte keiner geantwortet: „Mein Land ist in Gefahr; ich kämpfe zu seiner Verteidigung" oder „Die Perser und die Römer sind über uns hergefallen" oder „Wir wollen unsere Herrschaft ausdehnen und mehr Beute gewinnen." Sie hätten dieselbe Antwort gegeben wie Rabati bin 'Amer, Huzaifa bin Muhsin und Mughira bin Shtuba, als sie der persische General Rustum an drei aufeinanderfolgenden Tagen vor der Schlacht von Qadisiyyah einzeln fragte: „Zu welchem Zweck seid ihr gekommen?" Ihre Antwort war dieselbe: „Gott hat uns gesandt, um jeden, der es wünscht, aus der Knechtschaft gegenüber Menschen in den Dienst Gottes allein zu führen, aus der Enge dieser Welt in die Weite dieser Welt und des Jenseits, und aus der Tyrannei der Religionen in die Gerechtigkeit des Islam. Gott erweckte zu diesem Zweck einen Gesandten, um Seinen Geschöpfen Seinen Weg zu lehren. Wer diesen Lebensweg annimmt, dem kehren wir um und geben ihm sein Land zurück, und wir kämpfen gegen jene, die sich auflehnen, bis wir den Märtyrertod sterben oder siegreich sind."
The Jihaad of Islam is to secure complete freedom for every man throughout the world by releasing him from servitude to other human beings so that he may serve his God, Who IS One and Who has no associates. This is in itself a sufficient reason for Jihaad. These were the only reasons in the hearts of Muslim warriors. If they had been asked the question "Why are you fighting?" none would have answered, "My country is in danger; I am fighting for its defense" or "The Persians and the Romans have come upon us", or, "We want to extend our dominion and want more spoils'.' They would have answered the same as Rabati bin 'Amer, Huzaifa bin Muhsin and Mughira bin Shtuba answered the Persian general Rustum when he asked them one by one during three successive days preceding the battle of Qadisiyyah, "For what purpose have you come?" Their answer was the same: "God has sent us to bring anyone who wishes from servitude to men into the service of God alone, from the narrowness of this world into the vastness of this world and the Here- after, and from the tyranny of religions into the justice of Islam. God raised a Messenger for this purpose to teach His creatures His way. If anyone accepts this way of life, we turn back and give his country back to him, and we fight with those who rebel until we are martyred or become victorious" .
Dies sind die Gründe, die dem Wesen dieser Religion selbst innewohnen. Ebenso gehört ihre Verkündigung einer universellen Freiheit, ihre praktische Art, tatsächlichen menschlichen Verhältnissen mit geeigneten Mitteln zu begegnen, und ihre Entwicklung neuer Möglichkeiten in verschiedenen Phasen von Anfang an zu ihrer Botschaft – und dies nicht wegen irgendeiner Bedrohung durch Angriffe auf islamische Länder oder auf die dort lebenden Muslime. Der Grund für den Dschihad liegt in der Natur ihrer Botschaft und in den tatsächlichen Verhältnissen, die sie in menschlichen Gesellschaften vorfindet, und nicht allein in der Notwendigkeit der Verteidigung, die vorübergehend und begrenzt sein kann. Ein Muslim kämpft mit seinem Vermögen und seiner Person „auf dem Weg Gottes“ für diese Werte, bei denen weder persönlicher Gewinn noch Habgier für ihn ein Beweggrund ist.
These are the reasons inherent in the very nature of this religion. Similarly, its proclamation of universal freedom, its practical way of combatting actual human conditions with appropriate methods, its developing new resources at various stages, is also inherent in its message from the very beginning- and not because of any threat of aggression against Islamic lands or against the Muslims residing in them. The reason for Jihaad exists in the nature of its message and in the actual conditions it finds in human societies, and not merely in the necessity for defense, which may be temporary and of limited extent. A Muslim fights with his wealth and his person "in the way of God" for the sake of these values in which neither personal gain nor greed is a motive for him.
Bevor ein Muslim das Schlachtfeld betritt, hat er bereits einen großen Kampf in sich selbst ausgefochten: gegen Satan, gegen seine eigenen Begierden und Ambitionen, gegen seine persönlichen Interessen und Neigungen, gegen die Interessen seiner Familie und seiner Nation; gegen alles, was nicht aus dem Islam stammt; gegen jedes Hindernis, das sich dem Gottesdienst und der Umsetzung der göttlichen Autorität auf Erden in den Weg stellt, indem diese Autorität wieder Gott zurückgegeben und den aufrührerischen Usurpatoren entzogen wird.
Before a Muslim steps into the battlefield, he has already fought a great battle within himself against Satanagainst his own desires and ambitions, his personal interests and inclinations, the interests of his family and of his nation; against which is not from Islam; against every obstacle which comes into the way of worshipping God and the implementation of the Divine authority on earth, returning this authority to God and taking it away from the rebellious usurpers.
Diejenigen, die sagen, der islamische Dschihad habe lediglich der Verteidigung der „Heimat des Islam" gedient, schmälern die Größe der islamischen Lebensweise und halten sie für weniger wichtig als ihre „Heimat". Das ist nicht der islamische Standpunkt. Ihre Sichtweise ist eine Schöpfung der Neuzeit und dem islamischen Bewusstsein völlig fremd. Was dem islamischen Bewusstsein gemäß ist, ist sein Glaube, die Lebensweise, die dieser Glaube vorschreibt, und die Gesellschaft, die nach dieser Lebensweise lebt. Dem Boden der Heimat wohnt an sich kein Wert oder Gewicht inne. Aus islamischer Sicht kann der Boden nur deshalb einen Wert erlangen, weil auf ihm die Autorität Gottes errichtet und die Rechtleitung Gottes befolgt wird; und so wird er zu einer Festung für den Glauben, zu einem Ort, dem die Lebensweise des Glaubens den Rang einer „Heimat des Islam" verleiht, und zu einem Zentrum der Bewegung für die vollständige Freiheit des Menschen.
Those who say that Islamic Jihaad was merely for the defense of the 'homeland of Islam' diminish the greatness of the Islamic way of life and consider it less important than their 'homeland'. This is not the Islamic point of view, and their view is a creation of the modern age and is completely alien to Islamic consciousness. What is acceptable to Islamic consciousness is its belief, the way of life which this belief prescribes, and the society which lives according to this way of life. The soil of the homeland has in itself no value or weight. From the Islamic point of view, the only value which the soil can achieve is because on that soil God's authority is established and God's guidance is followed; and thus it becomes a fortress for the belief, a place for its way of life to be entitled the 'homeland of Islam', a center for the movement for the total freedom of man.
Natürlich: In diesem Fall ist die Verteidigung der „Heimat des Islam“ die Verteidigung der islamischen Glaubensinhalte, der islamischen Lebensweise und der islamischen Gemeinschaft. Ihre Verteidigung ist jedoch nicht das eigentliche Ziel der islamischen Bewegung des Dschihad, sondern ein Mittel, um darin die göttliche Autorität zu errichten, sodass sie zum Hauptquartier der Bewegung des Islam wird. Von dort aus soll diese Bewegung über die ganze Erde getragen werden, zur gesamten Menschheit, denn das Ziel dieser Religion ist die ganze Menschheit und ihr Wirkungsbereich die gesamte Erde.
Of course, in that case the defense of the 'homeland of Islam' is the defense of the Islamic beliefs, the Islamic way of life, and the Islamic community. However, its defense is not the ultimate objective of the Islamic movement of Jihaad but is a means of establishing the Divine authority within it so that it becomes the headquarters for the movement of Islam, which is then to be carried throughout the earth to the whole of mankind, as the object of this religion is all humanity and its sphere of action is the whole earth.
Wie wir bereits zuvor beschrieben haben, gibt es viele praktische Hindernisse bei der Errichtung der Herrschaft Gottes auf Erden, etwa die Macht des Staates, das gesellschaftliche System und die Traditionen sowie, allgemein gesagt, das gesamte menschliche Umfeld.
As we have described earlier, there are many practical obstacles in establishing God's rule on earth, such as the power of the state, the social system and traditions and, in general, the whole human environment.
Der Islam wendet Gewalt nur an, um diese Hindernisse zu beseitigen, damit zwischen dem Islam und den einzelnen Menschen keine Mauer mehr bestehen bleibt, und damit er sich nach ihrer Befreiung von diesen materiellen Hindernissen an ihre Herzen und Gedanken wenden kann und ihnen anschließend die Freiheit lässt, ihn anzunehmen oder abzulehnen.
Islam uses force only to remove these obstacles so that there may not remain any wall between Islam and individual human beings, and so that it may address their hearts and minds after releasing them from these material obstacles, and then leave them free to choose to accept or reject it.
Wir sollten uns weder durch die Angriffe der Orientalisten auf den Ursprung des Dschihad täuschen noch verunsichern lassen, noch unser Selbstvertrauen unter dem Druck der gegenwärtigen Verhältnisse und dem Gewicht der großen Mächte der Welt so weit verlieren, dass wir nach Gründen für den islamischen Dschihad außerhalb des Wesens dieser Religion suchen und zu zeigen versuchen, er sei eine Verteidigungsmaßnahme unter vorübergehenden Umständen gewesen. Die Notwendigkeit des Dschihad besteht fort und wird fortbestehen, ob diese Umstände nun gegeben sind oder nicht! Bei der Betrachtung geschichtlicher Ereignisse dürfen wir die dem Wesen dieser Religion innewohnenden Aspekte nicht vernachlässigen, ihre Erklärung der universellen Freiheit und ihre praktische Methode. Wir sollten diese nicht mit vorübergehenden Verteidigungsbedürfnissen verwechseln.
We ought not to be deceived or embarrassed by the attacks of the orientalists on the origin of Jihaad, nor lose self- confidence under the pressure of present conditions and the weight of the great powers of the world to such an extent that we try to find reasons for Islamic Jihaad outside the nature of this religion, and try to show that it was a defensive measure under temporary conditions. The need for Jihaad remains, and will continue to remain, whether these conditions exist or not! In pondering over historical events, we should not neglect the aspects inherent in the nature of this religion, its declaration of universal freedom, and its practical method. We ought not to confuse these with temporary needs of defense.
Zweifellos muss sich diese Religion gegen Angreifer verteidigen. Schon ihre bloße Existenz – als allgemeine Erklärung der universalen Herrschaft Gottes und der Freiheit des Menschen von der Knechtschaft gegenüber jedem anderen Wesen als Gott, als Organisation einer Bewegung unter einer neuen Führung, die nicht die bestehende dschahilijja-Führung ist, und als Schaffung einer eigenständigen und dauerhaften Gesellschaft, die auf der göttlichen Autorität und der Unterwerfung unter den Einen Gott beruht – ist ein ausreichender Grund für die umgebende dschahilijja-Gesellschaft, die in der einen oder anderen Form auf menschlicher Autorität gründet, sich zu ihrer eigenen Erhaltung und zur Unterdrückung des Islam gegen ihn zu erheben. Unter diesen Umständen wird sich die neu organisierte islamische Gemeinschaft eindeutig auf die Verteidigung vorbereiten müssen. Diese Bedingungen treten unweigerlich ein und entstehen zugleich mit dem Aufkommen des Islam in jeder Gesellschaft.
No doubt this religion must defend itself against aggressors. Its very existence in the form of a general declaration of the universal Lordship of God and of the freedom of man from servitude to any being other than God, and its organizing a movement under a new leadership other than the existing jahili leadership, and its creating a distinct and permanent society based on the Divine authority and submission to One God, is sufficient cause for the surrounding jahili society, which is based on human authority in some form or another, to rise against it for its own preservation and for the suppression of Islam. Clearly, under these conditions, the newly- organized Islamic community will have to prepare itself for defense. These conditions inevitably occur and come into existence simultaneously with the advent of Islam in any society.
Es geht nicht darum, ob der Islam eine solche Situation mag oder ablehnt, denn der Kampf wird dem Islam aufgezwungen; dies ist ein natürlicher Kampf zwischen zwei Systemen, die auf Dauer nicht nebeneinander bestehen können. Das ist eine Tatsache, die nicht geleugnet werden kann, und daher bleibt dem Islam keine andere Wahl, als sich gegen Aggression zu verteidigen.
There is no question of Islam's liking or disliking such a situation, as the struggle is imposed upon Islam; this is a natural struggle between two systems which cannot co-exist for long. This is a fact which cannot be denied, and hence Islam has no choice but to defend itself against aggression.
Aber es gibt noch eine andere Tatsache, die weit wichtiger ist als diese. Es liegt in der Natur des Islam, die Initiative zu ergreifen, um die Menschen auf der ganzen Erde aus der Knechtschaft gegenüber jedem anderen als Gott zu befreien. Daher kann er nicht auf geografische oder rassische Grenzen beschränkt werden, denn dies würde die gesamte Menschheit auf der ganzen Erde in Unheil, Chaos und Knechtschaft gegenüber anderen Herren als Gott belassen.
But there is another fact which is much more important than this fact. It is in the very nature of Islam to take initiative for freeing the human beings throughout the earth from servitude to anyone other than God; and so it cannot be restricted within any geographic or racial limits, leaving all mankind on the whole earth in evil, in chaos and in servitude to lords other than God.
Es kann vorkommen, dass die Feinde des Islam es für zweckmäßig halten, nichts gegen den Islam zu unternehmen, wenn der Islam sie in ihren geografischen Grenzen unbehelligt lässt, damit sie die Herrschaft einiger Menschen über andere fortführen können, und seine Botschaft und seine Erklärung der universellen Freiheit innerhalb ihres Machtbereichs nicht verbreitet. Der Islam kann dem jedoch nicht zustimmen, es sei denn, sie unterwerfen sich seiner Autorität durch die Zahlung der Jizya. Diese ist eine Garantie dafür, dass sie ihre Türen für die Verkündigung des Islam geöffnet haben und ihr nicht durch die Macht des Staates im Wege stehen werden.
It may happen that the enemies of Islam may consider it expedient not to take any action against Islam, if Islam leaves them alone in their geographical boundaries to continue the lordship of some men over others and does not extend its message and its declaration of universal freedom within their domain. But Islam cannot agree to this unless they submit to its authority by paying Jizyah, which will be a guarantee that they have opened their doors for the preaching of Islam and will not put any obstacle in its way through the power of the state.
Dies ist der Charakter dieser Religion, und dies ist ihre Aufgabe: Sie ist eine Erklärung der Herrschaft Gottes und der Befreiung des Menschen von der Knechtschaft gegenüber jedem anderen als Gott, für alle Menschen.
This is the character of this religion and this is its function, as it is a declaration of the Lordship of God and the freedom of man from servitude to anyone other than God, for all people.
Zwischen dieser Auffassung des Islam und jener anderen, die ihn auf geografische und rassische Grenzen beschränkt und nur aus Furcht vor Angriffen handelt, besteht ein großer Unterschied. Im letzteren Fall geht seine ganze innewohnende Dynamik verloren.
There is a great difference between this concept of Islam and the other, which considers it confined to geographical and racial limits, and does not take any action except out of fear of aggression. In the latter case, all its inherent dynamism is lost.
Um die Dynamik des Islam klar und tiefgründig zu verstehen, ist es notwendig, sich daran zu erinnern, dass der Islam eine von Gott vorgeschriebene Lebensweise für den Menschen ist. Er ist weder ein von Menschen gemachtes System noch die Ideologie einer Gruppe von Menschen oder eine Lebensweise, die einer bestimmten Rasse eigen ist. Von äußeren Gründen für den Dschihad können wir nicht sprechen, solange wir diese große Wahrheit übersehen und vergessen, dass die grundlegende Frage hier die Souveränität Gottes und der Gehorsam Seiner Geschöpfe ist; es ist unmöglich, dass ein Mensch sich dieser großen Wahrheit erinnert und dennoch nach anderen Gründen für den islamischen Dschihad sucht.
To understand the dynamism of Islam with clarity and depth, it IS necessary to remember that Islam is a way of life for man prescribed by God. It is not a man-made system, nor an ideology of a group of people, nor a way of life peculiar to a given race. We cannot talk about external reasons for Jihaad unless we overlook this great truth and unless we forget that the fundamental question here is the sovereignty of God and the obedience of His creatures; it is impossible for a person to remember this great truth and still search for other reasons for Islamic Jihaad.
Die wahre Einschätzung des Unterschieds zwischen der Vorstellung, dass der Krieg dem Islam von der Dschahiliyya aufgezwungen wurde, weil es ihrem Wesen entsprach, dass dschahilīsche Gesellschaften ihn angreifen würden, und der Vorstellung, dass der Islam die Initiative ergreift und in diesen Kampf eintritt, lässt sich in den frühen Phasen seiner Bewegung nicht treffen.
The true estimate of the difference between the concept that war was forced upon Islam by Jahiliyyah because its very nature demanded that jahili societies would attack it, and the concept that Islam takes the initiative and enters into this struggle, cannot be made in the early stages of its movement.
In den frühen Phasen der islamischen Bewegung ist es schwierig, zwischen diesen beiden Konzepten zu unterscheiden, denn in beiden Fällen wird der Islam kämpfen müssen. In den letzten Phasen jedoch, wenn die ersten Kämpfe gewonnen sind, machen die beiden Konzepte einen großen Unterschied – einen großen Unterschied im Verständnis der Ziele und der Bedeutung der islamischen Botschaft. Und hier liegt die Gefahr.
In the early stages of the Islamic movement it is difficult to discriminate between these two concepts, because in either case Islam will have to do battle. However, in the final stages, when the initial battles are won, the two concepts make a great difference-a great difference in understanding the purposes and the significance of the Islamic message. And here lies the danger.
Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen der Vorstellung, dass der Islam eine von Gott verordnete Lebensweise ist, und der Vorstellung, dass er ein geografisch begrenztes System ist. Nach der ersten Vorstellung ist der Islam in diese Welt gekommen, um die Herrschaft Gottes auf Gottes Erde zu errichten, alle Menschen zur Anbetung Gottes einzuladen und seine Botschaft in Gestalt einer muslimischen Gemeinschaft zu einer konkreten Wirklichkeit zu machen, in der die Einzelnen von der Knechtschaft gegenüber Menschen befreit sind, sich unter der Knechtschaft gegenüber Gott versammelt haben und allein der Scharia Gottes folgen. Dieser Islam hat das Recht, alle Hindernisse auf seinem Weg zu beseitigen, damit er den menschlichen Verstand und die menschliche Intuition ungehindert und ohne Einmischung und Widerstand politischer Systeme ansprechen kann. Nach der zweiten Vorstellung ist der Islam lediglich ein nationales System, das nur dann das Recht hat, zu den Waffen zu greifen, wenn seine Heimat angegriffen wird.
There is also a great difference in the idea that Islam is a Divinely-ordained way of life and in the idea that it is a geographically-bounded system. According to the first idea, Islam came into this world to establish God's rule on God's earth, to invite all people toward the worship of God, and to make a concrete reality of its message in the form of a Muslim community in which individuals are free from servitude to men and have gathered together under servitude to God and follow only the Shari'ah of God. This Islam has a right to remove all those obstacles which are in its path so that it may address human reason and intuition with no interference and opposition from political systems. According to the second idea, Islam is merely a national system which has a right to take up arms only when its homeland is attacked.
In beiden Konzepten muss der Islam sich bemühen und kämpfen; doch seine Zielsetzungen und seine Ergebnisse unterscheiden sich vollständig, sowohl konzeptionell als auch praktisch.
In the case of either concept, Islam has to strive and to struggle; but its purposes and its results are entirely different, both conceptually and practically.
Tatsächlich hat der Islam das Recht, die Initiative zu ergreifen. Der Islam ist kein Erbe einer bestimmten Rasse oder eines bestimmten Landes; dies ist die Religion Gottes, und sie ist für die ganze Welt bestimmt. Er hat das Recht, alle Hindernisse in Gestalt von Institutionen und Traditionen zu beseitigen, die die Wahlfreiheit des Menschen einschränken. Er greift nicht einzelne Menschen an, noch zwingt er sie, seine Glaubensinhalte anzunehmen; er greift Institutionen und Traditionen an, um die Menschen von deren giftigem Einfluss zu befreien, der die menschliche Natur verzerrt und die menschliche Freiheit beschneidet.
Indeed, Islam has the right to take the initiative. Islam is not a heritage of any particular race or country; this is God's religion and it is for the whole world. It has the right to destroy all obstacles in the form of institutions and traditions which limit man's freedom of choice. It does not attack individuals nor does it force them to accept its beliefs; it attacks institutions and traditions to release human beings from their poisonous influences, which distort human nature and which curtail human freedom.
Es ist das Recht des Islam, die Menschheit aus der Knechtschaft gegenüber Menschen zu befreien, damit sie allein Gott dient, und seiner Erklärung, dass Gott der wahre Herr aller ist und dass alle Menschen unter Ihm frei sind, praktische Bedeutung zu verleihen. Nach dem islamischen Konzept und in der Wirklichkeit kann die Herrschaft Gottes auf Erden nur durch das islamische System errichtet werden, denn es ist das einzige System, das Gott für alle Menschen bestimmt hat, seien sie Herrscher oder Beherrschte, schwarz oder weiß, arm oder reich, unwissend oder gelehrt. Sein Gesetz gilt einheitlich für alle, und innerhalb dieses Systems sind alle Menschen in gleicher Weise verantwortlich. In allen anderen Systemen gehorchen Menschen anderen Menschen und folgen von Menschen gemachten Gesetzen. Gesetzgebung ist ein göttliches Attribut; jeder Mensch, der diesem Anspruchsteller dieses Recht zugesteht, ob er ihn nun für göttlich hält oder nicht, hat ihn als göttlich anerkannt.
It is the right of Islam to release mankind from servitude to human beings so that they may serve God alone, to give practical meaning to its declaration that God is the true Lord of all and that all men are free under Him. According to the Islamic concept and in actuality, God's rule on earth can be established only through the Islamic system, as it is the only system ordained by God for all human beings, whether they be rulers or ruled, black or white, poor or rich, ignorant or learned. Its law is uniform for all, and all human beings are equally responsible within it. In all other systems, human beings obey other human beings and follow man-made laws. Legislation is a Divine attribute; any person who concedes this right to such a claimant, whether he considers him Divine or not, has accepted him as Divine.
Der Islam ist nicht bloß ein Glaube, sodass es genügt, ihn lediglich zu predigen. Der Islam, der eine Lebensweise ist, unternimmt praktische Schritte, um eine Bewegung zur Befreiung des Menschen zu organisieren. Andere Gesellschaften geben ihm keine Gelegenheit, seine Anhänger nach seiner eigenen Methode zu organisieren, und daher ist es die Pflicht des Islam, alle solchen Systeme zu vernichten, denn sie sind Hindernisse auf dem Weg zur universalen Freiheit. Nur auf diese Weise kann die Lebensweise ganz Gott gewidmet werden, sodass weder irgendeine menschliche Autorität noch die Frage der Knechtschaft bestehen bleibt, wie es in allen anderen Systemen der Fall ist, die auf der Knechtschaft des Menschen gegenüber dem Menschen beruhen. Jene unserer zeitgenössischen muslimischen Gelehrten, die dem Druck der gegenwärtigen Verhältnisse und den Angriffen treuloser Orientalisten erliegen, erkennen diese Eigenschaft des Islam nicht an. Die Orientalisten haben ein Bild des Islam gezeichnet, als sei er eine gewalttätige Bewegung gewesen, die den Menschen seinen Glauben mit dem Schwert aufgezwungen habe. Diese boshaften Orientalisten wissen sehr wohl, dass dies nicht wahr ist, doch auf diese Weise versuchen sie, die wahren Beweggründe des islamischen Dschihad zu verzerren. Unsere muslimischen Gelehrten dagegen, diese besiegten Menschen, suchen nach defensiven Begründungen, mit denen sie diesen Vorwurf entkräften wollen. Sie kennen das Wesen des Islam und seine Aufgabe nicht, und dass er ein Recht hat, die Initiative für die menschliche Freiheit zu ergreifen.
Islam is not merely a belief, so that it is enough merely to preach it. Islam, which is a way of life, takes practical steps to organize a movement for freeing man. Other societies do not give it any opportunity to organize its followers according to its own method, and hence it is the duty of Islam to annihilate all such systems, as they are obstacles in the way of universal freedom. Only in this manner can the way of life be wholly dedicated to God, so that neither any human authority nor the question of servitude remains, as is the case in all other systems which are based on man's servitude to man. Those of our contemporary Muslim scholars who are defeated by the pressure of current conditions and the attacks of treacherous orientalists do not subscribe to this characteristic of Islam. The orientalists have painted a picture of Islam as a violent movement which imposed its belief upon people by the sword. These vicious orientalists know very well that this is not true, but by this method they try to distort the true motives of Islamic Jihaad. But our Muslim scholars, these defeated people, search for reasons of defensive with which to negate this accusation. They are ignorant of the nature of Islam and of its function, and that it has a right to take the initiative for human freedom.
Diese Forschungsgelehrten haben mit ihrer besiegten Mentalität den westlichen Begriff der „Religion“ übernommen, der lediglich eine Bezeichnung für den „Glauben“ im Herzen ist, ohne jede Beziehung zu den praktischen Angelegenheiten des Lebens. Daher verstehen sie den Religionskrieg als einen Krieg, der darauf abzielt, den Glauben den Herzen der Menschen aufzuzwingen.
These research scholars, with their defeated mentality, have adopted the Western concept of 'religion', which is merely a name for 'belief' in the heart, having no relation to the practical affairs of life, and therefore they conceive of religious war as a war to impose belief on peoples' hearts.
Doch dies ist beim Islam nicht der Fall, denn der Islam ist die von Gott für die gesamte Menschheit bestimmte Lebensordnung, und diese Ordnung begründet die alleinige Herrschaft Gottes, das heißt die Souveränität Gottes, und regelt das praktische Leben in all seinen alltäglichen Einzelheiten. Dschihad im Islam ist einfach die Bezeichnung für das Bemühen, diese Lebensordnung in der Welt zur vorherrschenden zu machen. Was den Glauben betrifft, so hängt er eindeutig von der persönlichen Überzeugung ab, unter dem Schutz eines allgemeinen Systems, in dem alle Hindernisse für die Freiheit des persönlichen Glaubens beseitigt wurden. Offensichtlich ist dies eine völlig andere Angelegenheit und wirft ein gänzlich neues Licht auf den islamischen Dschihad.
But this is not the case with Islam, as Islam is the way of life ordained by God for all mankind, and this way establishes the Lordship of God alone-that is, the sovereignty of God - and orders practical life in all its daily details. Jihaad in Islam is simply a name for striving to make this system of life dominant in the world. As far as belief is concerned, it clearly depends upon personal opinion, under the protection of a general system in which all obstacles to freedom of personal belief have been removed. Clearly this is an entirely different matter and throws a completely new light on the Islamic Jihaad.
Daher hat jede islamische Gemeinschaft, die ein konkretes Beispiel der von Gott verordneten Lebensordnung darstellt, von Gott gegebenen Anspruch darauf, vorzutreten und die politische Macht zu übernehmen, damit sie die göttliche Ordnung auf Erden errichten kann, während sie die Frage des Glaubens dem individuellen Gewissen überlässt. Als Gott den Muslimen für eine bestimmte Zeit den Dschihad untersagte, ging es um eine Frage der Strategie und nicht des Prinzips; dies war eine Angelegenheit, die die Erfordernisse der Bewegung betraf, und nicht den Glauben. Nur im Lichte dieser Erklärung können wir jene Verse des Heiligen Qur'an verstehen, die sich mit den verschiedenen Stufen dieser Bewegung befassen. Beim Lesen dieser Verse sollten wir stets im Blick behalten, dass eine ihrer Bedeutungen mit den besonderen Entwicklungsstufen des Islam zusammenhängt, während es eine andere, allgemeine Bedeutung gibt, die mit der unveränderlichen und ewigen Botschaft des Islam verbunden ist. Wir sollten diese beiden Aspekte nicht miteinander verwechseln.
Thus, wherever an Islamic community exists which is a concrete example of the Divinely-ordained system of life, it has a God-given right to step forward and take control of the political authority so that it may establish the Divine system on earth, while it leaves the matter of belief to individual conscience. When God restrained Muslims from Jihaad for a certain period, it was a question of strategy rather than of principle; this was a matter pertaining to the requirements of the movement and not to belief. Only in the light of this explanation can we understand those verses of the Holy Qur'an which are concerned with the various stages of this movement. In reading these verses, we should always keep in mind that one of their meanings is related to the particular stages of the development of Islam, while there is another general meaning which is related to the unchangeable and eternal message of Islam. We should not confuse these two aspects.