(53) „Wer unabsichtlich erbricht, muss das Fasten nicht nachholen, wer aber absichtlich erbricht, muss das Fasten nachholen.“ (Saheeh-Hadith, überliefert von at-Tirmidhi, 3/89). Wer absichtlich erbricht, indem er sich einen Finger in den Hals steckt oder auf den Magen drückt, oder absichtlich einen ekelerregenden Geruch einatmet oder etwas betrachtet, das ihn zum Erbrechen bringen könnte, ist verpflichtet, das Fasten nachzuholen. Wenn er spürt, dass er im Begriff ist zu erbrechen, es aber von selbst wieder nachlässt, bricht dies sein Fasten nicht, denn das ist nichts, was er kontrollieren kann. Gelangt das Erbrochene jedoch in seinen Mund und er schluckt es wieder hinunter, bricht dies das Fasten. Wenn ein Mensch ein Übelkeitsgefühl im Magen verspürt, muss er den Brechreiz nicht unterdrücken, denn dies könnte ihm schaden. (Majaalis Sharh Ramadaan, Ibn ‘Uthaymeen, 67). Wenn ein Mensch unabsichtlich etwas hinunterschluckt, das zwischen seinen Zähnen steckt, oder wenn es so klein ist, dass er es nicht bemerkt oder nicht ausspucken konnte, gilt dies als Teil seines Speichels, und sein Fasten wird dadurch nicht gebrochen. Ist es jedoch groß genug, um ausgespuckt zu werden, sollte er es ausspucken. Spuckt er es aus, ist das in Ordnung; schluckt er es aber hinunter, bricht dies das Fasten. Wenn es sich im Mund ganz oder teilweise auflösen kann und einen zusätzlichen Geschmack oder eine Süße hat, ist es für ihn haram, darauf zu kauen. Gelangt davon etwas in den Rachen, bricht dies das Fasten. Wenn ein Mensch das Wasser wieder ausspuckt, nachdem er seinen Mund ausgespült hat, wird sein Fasten nicht durch die Feuchtigkeit oder Nässe beeinträchtigt, die zurückbleibt, da er darauf keinen Einfluss hat.
(53) “Whoever vomits unintentionally does not have to make up the fast later on, but whoever vomits on purpose does have to make up the fast.” (Saheeh hadeeth narrated by al-Tirmidhi, 3/89). A person who vomits deliberately, by sticking his finger down his throat or applying pressure to his stomach, or deliberately smelling a repulsive odour, or looking at something that could make him vomit, is obliged to make up the fast later on. If he feels that he is about to vomit, but then it subsides by itself, this does not break his fast, because it is not something that he can control, but if the vomit comes into his mouth and he swallows it back down, this does break the fast. If a person feels sick in his stomach, he does not have to suppress the urge to vomit, because this could cause him harm. (Majaalis Sharh Ramadaan, Ibn ‘Uthaymeen, 67). If a person unintentionally swallows something that is stuck between his teeth, or if it is so small that he could not tell it was there or spit it out, this is counted as being part of his saliva and it does not break his fast. But if it is big enough to spit out, he should spit it out. If he spits it out, this is OK, but if he swallows it, this breaks his fast. If it can be diluted in the mouth, in whole or in part, and it has an added taste or sweetness, it is haraam for him to chew it. If any of this substance reaches the throat, this breaks the fast. If a person spits out water after rinsing his mouth, his fast is not affected by any moisture or wetness that is left behind, because he cannot help it.