1. Einleitung
1. Introduction
Als Menschen sind wir zu vielem fähig. Wir können einander in schwindelerregender Weise lieben, Güte und Freundschaft, Barmherzigkeit und Mitgefühl vorleben. Menschen erleben mütterliche Liebe, elterliche Fürsorge und freiwillige Opferbereitschaft, und indem Menschen ihre Beziehungen verschönern, können sie Gefühle von Wärme, Schutz und Wohlwollen hervorbringen. Doch so wie der Mensch zu solcher Güte fähig ist, kann er auch unvorstellbare Grausamkeit verüben. Wenn es um die dunkle Seite menschlicher Möglichkeiten geht, gehört die Entmenschlichung anderer zu den verheerendsten Dingen, die wir tun können. Einen Menschen zu entmenschlichen heißt, zu entscheiden, dass er die grundlegenden Rechte und Ansprüche, die wir uns selbst und jedem, den wir bevorzugen, zugestehen, nicht besitzt und auch nicht verdient. Es heißt, ihn zu einem Untermenschen zu machen, unwürdig, fremd und folglich völlig entbehrlich.
As humans, we are capable of a lot. We are able to display dizzying acts of love towards one another, to exemplify kindness and friendship, mercy and compassion. Humans are witness to motherly love, to parental care, to voluntary sacrifice, and in beautifying their relationships humans can foster feelings of warmth, protection and goodwill. But just as the human is capable of such goodness so too can he inflict unimaginable cruelty. When it comes to the dark side of human potential, one of the most devastating things we can do is to dehumanise others. To dehumanise someone is to decide they do not have, nor do they deserve, the basic rights and dues we give to ourselves and anybody we favour. It is to render them sub-human, unworthy, alien and as a result, completely expendable.