Lendenmans (1983) Untersuchung hat aufeinanderfolgende negative Darstellungen von Arabern in politischen Karikaturen amerikanischer Zeitungen wie The Washington Post, The Washington Star, The Miami News, The Baltimore Sun und anderen aufgedeckt. Palmers (1995) Analyse politischer Karikaturen in The Washington Post nach Israels Kriegen von 1956, 1957 und 1973 sowie der palästinensischen Intifada. Schon vor dem ersten Golfkrieg zeigte sich dieselbe Tendenz zu negativen und entmenschlichenden Darstellungen von Arabern, häufig auch speziell von palästinensischen Arabern. Solche negativen Bilder werden oft genutzt, um amerikanische Kriege zu befördern oder, im Fall von Palmers (1995) Analyse, Israels Feldzüge gegen die Palästinenser zu rechtfertigen.26 Nasirs (1979) Studie zur Darstellung von Arabern in amerikanischen Filmen zwischen 1894 und 1960
Lendenman’s (1983) research has revealed successive negative portrayals of Arabs in political cartoons in American newspapers such as The Washington Post, The Washington Star, The Miami News, The Baltimore Sun and others. Palmer’s (1995) analysis of political cartoons in The Washington Post following Israel’s wars of 1956, 1957 and 1973, the Palestinian Intifida. Even prior to the first Gulf War, there was reflected the same tendency of negative and dehumanising portrayals of Arabs, and oftentimes specifically Palestinian Arabs. Such negative images are often used to promote American wars, or in the case of Palmer’s (1995) analysis, to promote Israel’s campaigns against Palestinians.26 Nasir’s (1979) study of the portrayal of Arabs in American movies between 1894 and 1960
…offenbarte ein vorherrschendes Bild von Arabern als rückständig, böse und unmenschlich.27 In Shaheens umfassender Studie zu über 900 Hollywood-Filmen, die zwischen 1896 und 2001 erschienen, zeigt sich ein dominanter Trend in der medialen Darstellung von Arabern als entmenschlichte Schurken.28
revealed a predominant image of Arabs as backwards, evil and inhumane.27 In Shaheen’s comprehensive study of over 900 Hollywood movies released between 1896 and 2001, a dominant trend of media presentations of Arabs as the dehumanised villain is evident.28
Ähnlich untersuchte Kamalipour (2000) die negative Darstellung der Araber in Radio, Fernsehen und Filmen und zeigte auf, dass Araber dazu neigen, terroristische Anschläge gegen Amerikaner zu verüben.29 Weitere Arbeiten von Ayish (1994) und Qazzaz (1975) belegten, dass solche mythischen Bilder von Arabern als von Natur aus böse, gewalttätig, ungebildet und bedrohlich in den Sozialkundebüchern der Grundschule, der Mittelstufe und der Oberstufe weit verbreitet sind und so negative Stereotype über Araber festigen.30
Similarly, Kamalipour (2000) assessed the negative portrayal of Arabs in radio, television, and movies, revealing how Arabs are prone to committing acts of terrorism against Americans.29 Further works by Ayish (1994) and Qazzaz (1975) showed how such mythical images of Arabs as inherently evil, violent, uncultured and threatening are prominent in social science textbooks in elementary school, junior high and high school, which perpetuated negative stereotypes about Arabs.30
Es bedarf einer Entlarvung, eines schrittweisen Abtragens einer durch Feindseligkeit entstellten Vorstellungswelt. Edward Said hat geschrieben:
There needs to be an unmasking, a successive peeling away of an imagination disfigured by hostility. Edward Said has written:
„Der Araber erscheint als sexuell übersteigerter Entarteter, zwar fähig zu geschickt hinterhältigen Ränken, im Wesen jedoch sadistisch, verräterisch, niederträchtig … In Wochenschauen und Zeitungen wird der Araber stets in großer Zahl gezeigt. Keine Individualität, keine persönlichen Eigenschaften oder Erfahrungen. Die meisten Bilder stellen massenhafte Wut und Elend dar oder irrationale (daher hoffnungslos exzentrische) Gesten.“31
“The Arab appears as an oversexed degenerate, capable, it is true, of cleverly devious intrigues, but essentially sadistic, treacherous, low…In news reels and or newspapers, the Arab is always shown in large numbers. No individuality, no personal characteristics or experiences. Most of the pictures represent mass rage and misery, or irrational (hence hopelessly eccentric) gestures.”31
Said führt aus, dass „diese zeitgenössischen orientalistischen Haltungen die Presse und das Volksbewusstsein überschwemmen. Araber etwa gelten als kamelreitend, terroristisch, hakennasig, käuflich und lüsterne Wüstlinge, deren unverdienter Reichtum eine Beleidigung für die wahre Zivilisation sei“.32 Damit wird eine metaphysische Unterscheidung zwischen „Gut“ und „Böse“ nahegelegt, wie Butler sie im Hinblick auf den Irakkrieg und die Fotos des Missbrauchs im Gefängnis Abu Ghraib im Jahr 2004 dargelegt hat. Dies „dämonisiert nichtwestliche Andere und rechtfertigt die imperialistische Logik der ‚neuen humanitären Kriege‘ gegen diese ‚Anderen‘ (2006).
Said states that “these contemporary Orientalist attitudes flood the press and the popular mind. Arabs, for example, are thought of as camel riding, terroristic, hook-nosed, venal lechers whose undeserved wealth is an affront to real civilization”.32 What is suggested is a metaphysical distinction between ‘good’ and ‘evil’ as Butler has outlined in relation to the Iraq War and the 2004 Abu Ghraib prison abuse photos. This “demonizes non-western Others and justifies the imperialist logic of ‘new humanitarian wars’ against those ‘Others’ (2006).
Der Begriff des Menschen selbst wird in Frage gestellt; es geht nicht einfach darum, dass manche Menschen als Menschen behandelt werden und andere entmenschlicht werden. Vielmehr wird die Entmenschlichung zur Bedingung für die Hervorbringung des Menschen, insofern sich eine „westliche“ Zivilisation über eine Bevölkerung definiert, die als grundsätzlich illegitim, wenn nicht gar fragwürdig menschlich verstanden wird.33
The very conception of the human is brought into question; it is not simply “that some humans are treated as humans, and others are dehumanized; it is rather that dehumanization becomes the condition for the production of the human to the extent that a “western” civilization defines itself over and against a population understood as definitionally illegitimate, if not dubiously human.”33
Edward Said verweist auf die Arbeit der libanesischen Schriftstellerin Sania Hamady, Temperament and Character, in der sie die arabischen Völker und ihre Gesellschaften vereinheitlicht und damit ihre Vielfalt und Unterschiede auslöscht. Den einzigen Unterschied, den er bei den Arabern feststellt, sieht er darin, dass sie sich durch ihre negative Charakterisierung von allen anderen abheben.
Edward Said makes reference to Lebanese writer Sania Hamady’s work Temperament and Character, in which she homogenises Arab peoples and their societies and thus eradicates their plurality and differences. The only difference he notes about Arab people is that they are set apart from everyone else in their negative characterisation.
„Die Araber haben bisher eine Unfähigkeit zu disziplinierter und dauerhafter Einheit bewiesen. Sie erleben kollektive Ausbrüche der Begeisterung, verfolgen gemeinsame Bestrebungen jedoch nicht geduldig; solche Unternehmungen werden meist nur halbherzig angenommen. Sie zeigen einen Mangel an Koordination und Harmonie in Organisation und Funktion, und sie haben auch keine Fähigkeit zur Zusammenarbeit erkennen lassen. Jede gemeinsame Aktion zum allgemeinen Nutzen oder zum gegenseitigen Vorteil ist ihnen fremd.“34
“The Arabs so far have demonstrated an incapacity for disciplined and abiding unity. They experience collective outbursts of enthusiasm but do not pursue patiently collective endeavours, which are usually embraced half-heartedly. They show lack of coordination and harmony in organization and function, nor have they revealed an ability for cooperation. Any collective action for common benefit or mutual profit is alien to them.”34
Eine so simplifizierende Verallgemeinerung einer ganzen Rasse ist nicht nur kindisch, sie bringt auch eine Andersmachung der Araber ins Spiel, die jener der Juden im Nazi-Deutschland ähnelt. Es wird nicht erwähnt, worin die „Begeisterung“ bestehen könnte, noch welche „gemeinsamen Bestrebungen“, welche „Koordination“, welche „Zusammenarbeit“, welche Art von „kollektiver Handlung“ oder welche Art von „gemeinsamem Nutzen“ gemeint ist. In seiner Unbestimmtheit erscheinen auch die Araber unbestimmt und ohne Zweck. Said äußert sich zur Andersmachung, die der obige Auszug den arabischen Völkern unterstellt:
Such simplistic broad brushing of an entire race is not only puerile, it also puts into play an Othering of Arabs akin to that of Jews in Nazi Germany. There is no mention of what the “enthusiasm” might be or the “collective endeavours”, or the “coordination”, or the “cooperation”, or the type of “collective action”, or the type of “common benefit”. In its vagueness, Arabs too appear vague and without purpose. Said comments on the Othering the above excerpt posits of the Arab peoples:
„Der Stil dieser Prosa verrät vielleicht mehr, als Hamady beabsichtigt. Verben wie „demonstrieren“, „offenbaren“, „zeigen“ werden ohne Dativobjekt verwendet: Wem offenbaren, demonstrieren, zeigen die Araber etwas? Niemandem im Besonderen, offensichtlich, sondern allen im Allgemeinen. Das heißt anders gesagt, dass diese Wahrheiten nur einem privilegierten oder eingeweihten Beobachter selbstverständlich sind, da Hamady nirgends allgemein zugängliche Belege für ihre Beobachtungen anführt.“
“The style of this prose tells more perhaps than Hamady intends. Verbs like “demonstrate,” “reveal,” “show,” are used without an indirect object: to whom are the Arabs revealing, demonstrating, showing? To no one in particular, obviously, but to everyone in general. This is another way of saying that these truths are self-evident only to a privileged or initiated observer. since nowhere does Hamady cite generally available evidence for her observations.
Außerdem: Angesichts der Belanglosigkeit dieser Beobachtungen, welche Art von Beweis könnte es denn geben? Während ihre Prosa voranschreitet, wächst die Zuversicht ihres Tons: „Jede kollektive Handlung ... ist ihnen fremd.“ Die Kategorien verhärten sich, die Behauptungen werden unnachgiebiger, und die Araber sind vollständig von Menschen in nichts weiter verwandelt worden als in das vermeintliche Subjekt von Hamadys Stil.35
Besides, given the inanity of the observations, what sort of evidence could there be? As her prose moves along, her tone increases in confidence-: “Any collective action ... is alien to them.” The categories harden, the assertions are more unyielding, and the Arabs have been totally transformed from people into no more than the putative subject of Hamady’s style.”35
Menschen suchen Würde darin, respektiert zu werden, und dies ist etwas, das Allāh dem Menschen in seinem innersten, menschlichen Wesen gewährt. Dies ist entscheidend für unser eigenes Verständnis von uns selbst und von anderen. Die Art, wie wir unsere eigene Würde zu schützen suchen, gibt uns Einblick in die Art, wie auch andere sich selbst wertschätzen, und in die Form des Respekts, der zwischen Menschen bestehen muss. Diese Haltung, mit Würde zu leben, ist in Zeiten des Konflikts und dann, wenn Menschen am verletzlichsten sind, noch wesentlicher. Dieses Bestreben, die Würde eines Menschen zu fördern und zu achten, ist von zentraler Bedeutung für den Ruf zu Allāh, denn es stellt jede Haltung der Überheblichkeit in Frage, die leicht als Hindernis für die Aufrichtigkeit des Muslims wirken kann. Diese Herangehensweise des Muslims verhindert, dass seine Begegnungen mit anderen in einen Kampf der Egos zerfallen. Jeder Versuch, sie an diesem Punkt über den Islam zu informieren, geht dann einfach verloren. Manchmal kann sogar ein Sich-Zurückhalten oder Innehalten weitaus lohnender sein, als an jeder Wegkreuzung das Gefühl zu haben, etwas sagen zu müssen. Zu diesem Zweck heißt es: Wissen bedeutet zu wissen, was man sagen soll, Weisheit bedeutet zu wissen, wann man es sagen soll, und gute Charakterstärke bedeutet zu wissen, wie man es sagt.
Humans seek dignity in being respected and this is something Allāh affords man in his core, human state. This is crucial in our own understanding of ourselves and of others. The way we seek to protect our own dignity gives us an insight into the way others too value themselves and the mode of respect that needs to exist between people. This attitude of living with the bearing of dignity is even more essential in times of conflict and when people are at their most vulnerable. This sense of promoting and respecting a person’s dignity is pivotal in calling others to Allah since it challenges any attitudes of superiority that can easily act as a barrier to the Muslim’s sincerity. This approach from the Muslim prevents his interactions with others disintegrating into a battle of egos. Any attempt at informing them of Islam at that point is simply lost in translation. Sometimes even ‘retreating’, or holding back can be so much more worthwhile than feeling a need to say something at every junction. For this end, it is said that knowledge is knowing what to say, wisdom is knowing when to say it, and that good character is knowing how to say it.