13. Das Paradigma der Barmherzigkeit als gesellschaftliche Sichtweise im Ruf zu Allah
13. The Paradigm Of Mercy As Social Outlook In Calling To Allah
Wir nehmen oft an, dass der durchschnittliche Mensch von Natur aus konfrontativ oder feindselig gegenüber dem Islam und den Muslimen eingestellt sein könnte. Natürlich verarbeiten wir alle Medieninformationen auf unterschiedliche Weise; manche Menschen sind je nach ihrem Hintergrundwissen, ihrer Demografie und ihren echten Sorgen anfälliger für Stereotypisierung als andere. Als der Gefangene Thumāma ibn Uthāl (Allāh sei mit ihm zufrieden) beschloss, den Islam anzunehmen, sagte er dem Propheten ﷺ, dass es nichts gebe, was er mehr verachtet habe als „dein Land“, nun aber sei dein Land das liebste aller Länder für mich geworden. Das bedeutet, dass seine Abgrenzung gegenüber dem Islam und den Muslimen nicht nur seine Wahrnehmung des Propheten ﷺ beeinflusst hatte, sondern auch seine Wahrnehmung des Landes, das mit dem Propheten ﷺ verbunden ist. Der Prophet ﷺ
We often make an assumption that the average man might be naturally confrontational or hostile to Islam and Muslims. We all, of course, process media information in different ways; there are those who might be more susceptible to stereotyping than others depending on their background information, demographics and genuine concerns. When the prisoner Thumāma ibn Uthāl (Allāh be pleased with him) decided to accept Islam, he said to the Prophet (peace be upon him) that there was nothing he despised more than “your land, but now your land has become the most beloved of lands to me”. This means that his Othering of Islam and Muslims effected not only his perception of the Prophet (peace be upon him), but also of the land associated with the Prophet (peace be upon him). The Prophet’s (peace be upon him)
Sein gesegnetes Antlitz, seine Religion und seine Stadt waren alle ein Anlass zur Sorge für Thumāma, doch der verwandelnde Charakter und die Großmut des Propheten ﷺ eröffneten dem Gefangenen einen neuen Raum des Verstehens. Obwohl er zunächst annahm, dass der Prophet ﷺ ihn tatsächlich töten lassen könnte, wusste er zugleich, dass seine Freilassung aus der Gefangenschaft möglich war.
blessed face, his religion and city were all a point of concern for Thumāma, but the Prophet’s (peace be upon him) transformative character and forbearance opened a new space of understanding for the prisoner. Though he initially assumed that the Prophet (peace be upon him) could in fact have him killed, he also knew that his release from captivity was a possibility.
Bei unserem Umgang mit anderen sollten wir daran denken, dass wir Menschen uns meist durch ähnliche Dinge trösten lassen – durch Zeichen von Güte und Barmherzigkeit. Allah beschreibt den Propheten ﷺ als Verkörperung eines barmherzigen Charakters: „Und Wir haben dich nur als eine Barmherzigkeit für die Welten gesandt.“ (Qur’ān 21:107) Barmherzigkeit, Mitgefühl und Empathie sind miteinander verflochtene Eigenschaften des Besten, wonach alle Menschen streben. Wir ziehen Barmherzigkeit der Härte vor, Nachsicht dem Zorn, Freundlichkeit der Grausamkeit. Der Prophet ﷺ
In our engagement with others, we should remember that we as humans are mostly comforted by similar things – displays of kindness and mercy. Allāh describes the Prophet (peace be upon him) as an embodiment of merciful character: “And We have not sent you (O Muḥammad) except as a mercy to the worlds.” (Qur’ān 21:107) Mercy, compassion and empathy are interlinked features of the best of what all people seek. We prefer mercy over harshness, forbearance over rage, kindness over cruelty. The Prophet (peace be upon him)
… wies er an, dass Freundlichkeit in jeder Situation walten solle, und lehrte einst seine Frau ʿĀʾischa (Allāh sei mit ihr zufrieden): „Freundlichkeit findet sich in nichts, außer dass sie es schön macht, und sie wird von nichts entfernt, außer dass sie es entstellt.“ Allah beschreibt sich selbst mit den schönsten Namen: Al-Raḥmān, Al-Raḥīm – der Barmherzige, der Gnädige, der Gewährer der Barmherzigkeit. Allah gebietet Barmherzigkeit in jeder Situation und wird mit uns entsprechend unserem Umgang mit anderen verfahren. Der Prophet ﷺ erklärte: „Den Barmherzigen wird der Barmherzigste Barmherzigkeit erweisen. Seid barmherzig gegenüber denen auf der Erde, so wird Der im Himmel euch Barmherzigkeit erweisen.“127
instructed that kindness be applied in every situation, once teaching his wife ‘Ā’isha (Allāh be pleased with her): “Kindness is not found in something except that it makes it beautiful, and it is not removed from something except that it makes it tarnished.” Allāh describes Himself with the most beautiful names of Al-Raḥmān, Al-Raḥīm - the Merciful, Gracious, Bestower of Mercy. Allāh commands mercy in every situation and will deal with us in relation to our dealings with others. The Prophet (peace be upon him) explained, “The merciful will be shown mercy by the Most Merciful. Be merciful to those on the earth and the One in the heavens will have mercy upon you.”127
Ibn al-Qayyim erklärte die Worte des Propheten ﷺ:
Ibn al-Qayyim explained the Prophet’s (peace be upon him) words:
„Und Allah ist barmherzig, und Er liebt die Barmherzigen, und Er verhüllt die Sünden der Menschen, und Er liebt jene, die die Sünden anderer verhüllen.“ „Wer anderen vergibt, dem wird Allah vergeben; wer anderen verzeiht, dem wird Allah verzeihen; wer andere entschuldigt, den wird Allah entschuldigen; wer anderen Gutes erweist, dem wird Allah Gutes erweisen. Wie du handelst, so wird dir getan; sei also, wie du sein möchtest, denn gewiss wird Allah dir so begegnen, wie du Seinen Dienern begegnest.“128 Damit die Wahrheit der empathischen Anteilnahme verwirklicht wird und den Neigungen zur Ausgrenzung und Entmenschlichung entgegengewirkt wird, bedarf es einer ganzheitlichen Wertschätzung der Barmherzigkeit. In allem um uns herum, unter Menschen und Tieren, gibt es einen Teil jener Barmherzigkeit, die Allah der Schöpfung geschenkt hat. Dies ist etwas, das der Muslim niemals aus den Augen verlieren darf.
“And Allāh is merciful, and He loves the merciful ones, and He veils the sins of people and He loves those who veil the sins of others ”Whoever pardons others, Allāh will pardon him; whoever forgives others, Allāh will forgive him; whoever excuses others, Allāh will excuse him; whoever shows excellence unto others, Allāh will deal excellently towards him. As you do so shall be done unto you, so be how you choose for indeed Allāh will be unto you as you are unto His servants.”128 In order for the truth of empathic concern to be realised and to offset tendencies of othering and dehumanisation, it is a holistic appreciation of mercy that needs to be realised. In everything around us, among humans and animals there is a part of that mercy which Allāh bestowed upon creation. This is something the Muslim must never lose sight of.
Alle Menschen, Muslime wie Nicht-Muslime, besitzen etwas von Barmherzigkeit – von Güte, Mitgefühl, Empathie und Liebe. Daher müssen unsere Herangehensweisen, unser Umgang und unsere Kommunikation von demselben Geist der Barmherzigkeit geprägt sein. Der Prophet ﷺ hat uns angewiesen, allen gegenüber eine allgemeine Barmherzigkeit zu hegen und die Schöpfung mit einem Auge des Mitgefühls zu betrachten:
All people, Muslims and non-Muslims alike, have something of mercy – of kindness, compassion, empathy, love, and so our approaches, interactions and communication must be inspired by the same spirit of mercy. The Prophet (peace be upon him) instructed us to have a general mercy for all, to look upon creation with an eye of compassion:
„Abū Mūsa Al-Ash‘arī berichtete: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Ihr werdet niemals gläubig sein, bis ihr einander liebt. Soll ich euch sagen, was euch dazu bringt, einander zu lieben?‘
“Abū Mūsa Al-Ash‘arī reported: The Messenger of Allāh, peace and blessings be upon him, said: ‘You will never have faith until you love each other. Shall I tell you what will make you love each other?
Sie sagten: „Gewiss, o Gesandter Allahs.“ Der Prophet ﷺ sagte: Verbreitet den Frieden untereinander. Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, werdet ihr nicht ins Paradies eingehen, bis ihr barmherzig seid.
They said, ‘Of course, O Messenger of Allāh.’ The Prophet said: Spread peace between yourselves. By the one in whose hand is my soul, you will not enter Paradise until you are merciful.
Sie sagten: „O Gesandter Allahs, wir sind alle barmherzig.“ Da sagte der Prophet ﷺ: „Nein, damit ist nicht die Barmherzigkeit untereinander gemeint, sondern die Barmherzigkeit im Allgemeinen, die Barmherzigkeit im Allgemeinen.“129
They said, ‘O Messenger of Allāh, all of us are merciful.’ The Prophet said: Actually, it is not mercy between yourselves, but rather it is mercy in general, it is mercy in general.”129
Empathie definieren und eine prophetische Empathie
Defining Empathy And A Prophetic Empathy
„Empathie ist die Fähigkeit, die Freude oder Traurigkeit, die Gefühle und Empfindungen eines anderen Menschen mitzuempfinden. Diese Fähigkeit führt zu Verständnis, zu Mitgefühl und zu einer großen Vielfalt weiterer Verbindungen zwischen Menschen. Es gibt zwei Wege, auf denen wir Empathie erfahren können: Erstens, weil wir uns selbst in der Lage des anderen befunden haben. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt. Zweitens, weil wir uns vorstellen können, wie der andere sich fühlt. Unsere Vorstellungskraft kann aus einer ähnlichen eigenen Erfahrung stammen, aus der Geschichte eines Freundes oder Familienmitglieds, das diese Erfahrung gemacht hat, oder aus der Beobachtung dessen, was einem Fremden widerfährt. Und obwohl Empathie eine Möglichkeit sein kann, die Freude oder das Glück eines anderen zu teilen, ist es die Empathie, die Schwierigkeiten verbindet, die uns am ehesten zum Handeln bewegt.“
“Empathy is the capacity to share the happiness or sadness, the emotions and feelings of another person. This ability leads to understanding, to compassion and to a wide range of other connections between people. There are two ways that we are able to experience empathy: one, because we have been in the situation that the other person has. We know from personal experience how it feels, and the other is because we can imagine how they feel. Our ability to imagine may come from a similar experience of our own, from a story of a friend or family member who has had that experience or from the observations of what happens to a stranger. And although empathy can be a way of sharing someone else’s joy or happiness, the empathy that connects difficulties is the one that’s most likely to move us to action.
Das Verständnis für die Sorgen anderer kann zu einer gezielten Reaktion führen, zu einer gezielten Form der Hilfe: indem man versucht, ein Unrecht wiedergutzumachen, indem man versucht, ein Problem zu lösen, oder schlicht, indem man Verständnis teilt.
Understanding the troubles of others can bring a focused response, a focused kind of help by trying to right a wrong, by trying to fix a problem, or simply by sharing an understanding.
„Diese Handlungen können so einfach sein wie ein Lächeln oder so komplex wie eine internationale Hilfsaktion in Haiti.“130 (04:03-05:19)
These actions can be as simple as a smile or as complex as an international relief effort in Haiti.”130 (04:03-05:19)
Was Dr. Lisa Rossbacher anspricht, ist die Vorstellung, dass menschliche Verhaltenskodizes im universellen Sinne zwischen allen Menschen bestehen, und dass daher das Mitfühlen mit anderen sowohl körperlich als auch im übertragenen Sinne widergespiegelt wird. Es ruft das Gefühl der eigenen Verletzlichkeit hervor und die Erkenntnis, dass die im Krieg vorherrschende Emotion – die Angst – allen Menschen gemeinsam ist, einschließlich der feindlichen Bevölkerung. Es liegt „in der Anerkennung der eigenen Verletzlichkeit der Beginn von Empathie“.
Empathie als Perspektivübernahme
Empathy As Perspective Taking
Obwohl man die Umstände und Faktoren, aus denen das Leben eines anderen Menschen besteht, oder das, was er in dieser Lage wohl empfunden hat, nie vollständig erfassen kann, entsteht dennoch durch kritische Selbstreflexion über die eigene Verletzlichkeit eine Einsicht in das, was man selbst in einem ähnlichen Moment empfunden hat (gefiltert durch die Abstufungen der Erinnerung). Dies muss die Umstände nicht nachahmen, weder den Schauplatz, noch den Wert des Geschlechts oder die Zeit in der Geschichte, doch es ist existenziell, insofern das „Mitfühlen“ zu unserem eigenen Selbstverständnis beiträgt. Wenn der Muslim mit anderen spricht, sollte er oder sie in der Lage sein, eigene empathische Überlegungen auf das Gegenüber zu übertragen. Mütter können aus ihren eigenen mütterlichen Erwägungen heraus mitfühlen, auch Väter können die Herausforderungen und Freuden der Vaterschaft nachvollziehen. Menschen in einer Gesellschaft können sich in dieselben Arten gesellschaftlicher Sorgen einfühlen, etwa Straßenkriminalität, steigende Wohnkosten, Studiengebühren, Ruhestand und Einsamkeit.
Though there can never be a full understanding of the context and factors that make up another person’s life circumstances or what a person must have ‘felt’ in that circumstance, there is nonetheless a realisation, through critical self-reflection of one’s own vulnerability, what one had felt (mediated by the gradients of memory) at a similar moment. It need not mimic the circumstance, setting, value of gender or time in history, but is existential in as much as ‘feeling for’ contributes to our very own make up of ‘self’. When the Muslim speaks with others, he or she should be able to insert their own empathetic considerations onto the addressee. Mothers are able to ‘feel’ out of their own maternal considerations, fathers too can appreciate the challenges and joys of fatherhood. People in a society can relate to the same kinds of social concerns like street crime, rise in housing costs, university tuition fees, retirement and loneliness.
Empathie ist die Fähigkeit, an den Gefühlen eines anderen Menschen teilzuhaben, an seinem Glück oder seiner Traurigkeit. Dies kann durch Perspektivübernahme geschehen, indem wir uns an eine Zeit erinnern, in der wir uns in derselben oder einer ähnlichen Lage befanden. Wir kannten damals das Gefühl einer solchen Erfahrung und können nachempfinden, wie sich der andere Mensch fühlt. Solche kognitive Verarbeitung kann starke Gefühle des Mitgefühls, der Anteilnahme und vieler anderer Verbindungen zwischen Menschen hervorrufen. Wir mögen sogar mit den Gefühlen eines anderen mitschwingen, aufgrund dessen, was wir über ihn wissen, und aufgrund des Grades der Nähe zu ihm. Dies zeigt sich wunderschön in folgender Überlieferung:
Empathy is the ability to share in the emotions of another person, in his or her happiness or sadness. This can be done through perspective taking, recalling a time wherein we had been in the same or similar situation. We knew how such an experience felt and can appreciate how that other person is feeling. Such cognitive processing can produce strong emotions of compassion, of sympathy and so many other connections between people. We might even associate with another’s feelings due to what we know of them and due to the degree of closeness to them. This is shown beautifully in the following narration:
Mitgefühl für den Anderen
Feeling For The Other
Empathie bedeutet auch, dem anderen mitzuteilen, dass man seine Gefühle versteht. Es bringt große Erleichterung, wenn jemand sich mit den eigenen Gefühlen identifiziert und man weiß, dass die eigene Not oder Sorge es wert ist, gehört zu werden. Es macht viel aus, wenn man mit jemandem spricht, der eine persönliche Geschichte, eine Tragödie erzählt oder eine gute Nachricht mitteilt, ihm Sicherheit zu geben oder seine Schwierigkeiten oder sein Glück anzuerkennen. In solchen Situationen kann man ihre Wichtigkeit zum Ausdruck bringen, indem man einfach sagt: „Es klingt, als hättest du eine wirklich schwere Zeit gehabt. Erzähl mir mehr davon/Wie bist du damit zurechtgekommen?“ Das einfache „Erzähl mir mehr…“ zu einer fröhlichen oder traurigen Schilderung versetzt die Person in eine Lage der Bedeutsamkeit. Dadurch werden deine Worte, Anleitungen und Ratschläge besser aufgenommen und geschätzt.
Empathy is also about communicating your understanding of another person’s feelings. It provides great relief when someone else identifies with your feelings and you know that your distress or concern is worthy enough to be listened to. It goes a very long way, when speaking with someone who is recounting a personal story, tragedy, or sharing a good news, to reassure them, or to acknowledge their difficulties or happiness. In such circumstances, you may express their importance by simply uttering “It sounds like you had a really difficult time. Tell me more about it/how did you cope?” The simple saying of “tell me more…” about a happy or a sad description puts the person in a place of importance. It then makes your words, guidance and instruction better received and appreciated.
Einige der eindrücklichsten Berichte über Empathie entstehen in den prekärsten Situationen.
Some of the most evocative accounts of empathy emerge in the most precarious situations.
Mit der Erkenntnis eines Gefühls der Endgültigkeit oder im Kontext eines Akts des Widerstands können Menschen dazu getrieben werden, Verhaltensweisen auszuführen, die selbst unter den genannten Umständen nicht typisch sind. Diese mögen in der Tat als atypisch betrachtet werden, insofern sie den Kontexten, denen sie angehören, und dem darin enthaltenen Sinn für Selbstaufopferung nicht entsprechen. Das „Teilen“ des Schmerzes eines anderen, das „Sich-Vorstellen“ dieses Schmerzes ist, wie Rossbacher definierte, das Fundament der Empathie.
With realisation of a sense of finality or in the context of an act of defiance, humans can be propelled into enacting behaviours that are not typical even in the said circumstances. These might be viewed as indeed atypical in so much as the contexts to which they belong and the sense of self-sacrifice found in them. The ‘sharing’ in another’s pain, the ‘imagining’ of that pain is, as Rossbacher defined, the foundation of empathy.
Empathie als vorgestelltes Erzählen
Empathy As Imagined Storying
Empathie ist ein vorgestelltes Erzählen, und die Akteure können ganz die eigenen sein. Die Erzählung wird auf der eigenen Leinwand entfaltet. Wenn das Wiedermenschlichmachen die Fähigkeit zur Empathie erfordert, dann müssen die feinen Nuancen, die wir an unserem eigenen körperlichen und seelischen Sein wahrnehmen, auch bei anderen Menschen berücksichtigt werden. Das beste Beispiel dafür, wie einfache Gesten das Leben anderer auf verwandelnde Weise beeinflussen und Menschen näher zu Allāh führen können, stammt vom Propheten ﷺ. Er lehrte, dass die Weitergabe des islamischen Rufes die Gesamtheit deiner selbst ist. Gut gewählte Worte können eine nachhaltige Wirkung haben. Oft ist es das „Wie“ dessen, was gesagt wird, das das „Was“ dessen, was gesagt wurde, übersteigt.
Empathy is an imagined storying and the actors can be very much one’s own. The storying is told on one’s own canvas. If re-humanising requires the ability to empathise then the fine points we recognise in our own physical and emotional being need to be considered in other people. The best example of the way simple gestures can have a transformative effect on the lives of others, and draw people closer to Allāh comes from the Prophet (peace be upon him). He taught that the conveying of the Islamic call is the entirety of you. Words well-spoken can have a lasting impact. It is often the ‘how’ of what is said that transcends the ‘what’ of whatever was said.
Nach der Eroberung Makkas wollte einer der Makkaner, Fuḍāla ibn Umayr, der zwar nominell den Islam angenommen hatte, unbedingt Rache nehmen und hatte geschworen, den Propheten ﷺ zu ermorden. Als der Prophet ﷺ den ṭawāf (die Umkreisung der Ka‘ba) vollzog, hatte Fuḍāla sein Schwert unter seiner Kleidung verborgen und bereitete sich auf die heimtückische Tat vor, die er begehen wollte. Plötzlich befand er sich in unmittelbarer Nähe des Propheten ﷺ. Der Prophet ﷺ blickte zu Fuḍāla auf und fragte: „Was war es, das du zu dir selbst sagtest?“ Fuḍāla wich der Frage aus, indem er sagte, er habe lediglich Allah gepriesen. Der Prophet ﷺ lächelte Fuḍāla an und sagte: „Bitte Allah um Vergebung für dich“, und legte seine Hand auf Fuḍālas Brust. Fuḍāla sagte später: „Bei Allah, von dem Moment an, als er seine Hand von meiner Brust nahm, gab es nichts mehr unter der Schöpfung Allahs, das mir nicht lieber gewesen wäre als er.“153
After the conquest of Makkah, one of the Makkans, Fuḍāla ibn Umayr, though having nominally accepted Islam, was keen on revenge, and had vowed to assassinate the Prophet (peace be upon him). As the Prophet (peace be upon him) was performing ṭawāf (circumambulation of the Ka‘ba), Fuḍāla had hidden his sword under his clothing and was preparing himself for the dastardly deed he was about to commit. Instantly, he found himself within reach of the Prophet (peace be upon him). The Prophet looked up at Fuḍāla and asked, “What is it that you were saying to yourself?” Fuḍāla brushed off the question by saying he was simply praising Allāh. The Prophet (peace be upon him) smiled at Fuḍāla and said, “Ask Allāh to forgive you,” placing his hand on Fuḍāla’s chest. Fuḍāla would later say, “By Allāh, from the moment he lifted his hand from my chest, there remained nothing of Allāh’s creation except that he was more beloved to me than it.”153
127 Sunan al-Tirmidhī 1924.
127 Sunan al-Tirmidhī 1924.
128 Ibn al-Qayyim, Al-Wābil al-Ṣayyib, S. 53-56.
128 Ibn al-Qayyim, Al-Wābil al-Ṣayyib, pp. 53-56.
129 Al-Mustadrak ʿala aṣ-Ṣaḥīḥayn 7391.
129 Al-Mustadrak ‘ala aṣ-Ṣaḥīḥayn 7391.
130 Lisa Rossbacher, „Empathie: In die Schuhe eines anderen schlüpfen“: https://www.youtube.com/watch?v=VPSFWIYoBTE.
130 Lisa Rossbacher, ‘Empathy: Walking in Another’s Shoes’: https://www.youtube.com/watch?v=VPSFWIYoBTE.
131 Beverly Allen, „Women in Bosnia Today: Notes on Gender Issues for Us All“ auf dem Stockholm International Forum 2002, verfügbar unter http://www.d.dccam.org/Projects/Affinity/SIF/DATA/2002/page1691.html.
131 Beverly Allen, ‘Women in Bosnia Today: Notes on Gender Issues for Us All’ at the Stockholm International Forum 2002, available at http://www.d.dccam.org/Projects/Affinity/SIF/DATA/2002/page1691.html.
132 U. Frevert, Emotions in history - Lost and found (Budapest: Central European University Press, 2011), S. 161; Richard Lebow, Reason, Emotion and Cooperation, International Politics 42 (2005), S. 298; N. Head, Justifying Violence:
132 U. Frevert, Emotions in history - Lost and found (Budapest: Central European University Press, 2011), p. 161; Richard Lebow, Reason, Emotion and Cooperation, International Politics 42 (2005), p. 298; N. Head, Justifying Violence:
Kommunikative Ethik und der Einsatz von Gewalt im Kosovo. Reihe: Neue Ansätze zur Konfliktanalyse (Manchester University Press: Manchester: 2012), S. 35.
Communicative Ethics and the Use of Force in Kosovo. Series: New approaches to conflict analysis (Manchester University Press: Manchester: 2012), p. 35.
133 R. Bleiker und E. Hutchinson, Fear no more: Emotions and world politics. Review of International Studies, 34 (S1)
133 R. Bleiker and E. Hutchinson, Fear no more: Emotions and world politics. Review of International Studies, 34 (S1)