11. Eine historische Andersmachung: Papst Urban II., die Kreuzzüge und der andersgemachte Mauren
11. A Historical Othering: Pope Urban Ii, The Crusades And The Othered Moor
Die europäische Wahrnehmung von Arabern, Muslimen und Türken als dunkle und teuflische Andere ging von den osmanischen Feldzügen auf dem Balkan aus und spielte eine höchst bedeutsame Rolle bei der Konstruktion des Anderen sowie bei der Bildung des Selbstbildes: „Diese Haltungen ziehen sich durch einen Großteil der Kirchengeschichte, durch die aufkommenden Vorstellungen von Souveränität und die europäische Kultur und Selbstwahrnehmung und wurden in gewissem Maße an die Amerikaner weitergegeben.“91
European perception of Arab, Muslims and Turks as dark and devilish Others emanated from Ottoman military engagements in the Balkans and played a most significant role in creating the Other, as well as in self-image making: “These attitudes thread through much of church history, emerging notions of sovereignty, and European culture and self-image, and to some degree were handed on to Americans.”91
Die Herabsetzung eines Volkes bringt eine Reihe von Propaganda mit sich. Die Berichte christlicher Pilger nach Jerusalem zeigen, dass vor dem zwölften Jahrhundert eine große Erzählung von den Muslimen als Feinden, als „Plünderern Jerusalems“ und als „Heiden“ nicht existierte. Die Bühne war noch nicht bereitet. Die politischen Umstände, namentlich das Vordringen der Seldschuken bis nach Konstantinopel und die Bitte der Byzantiner an Papst Urban II. in Frankreich um Unterstützung, setzten eine gedankliche Vorstellung oder Neuvorstellung der Muslime als Feinde Gottes in Gang, die bekämpft werden müssten. Die vier erhaltenen Berichte von Urbans Rede stellen jeweils eine deutlich unterschiedliche Fassung dessen dar, was seine Rede beinhaltete, doch der Aufbau antimuslimischer Rhetorik ist unverkennbar. Er stellte Jerusalem als bedroht durch ein „böses“ Volk dar, das an „abscheulichen“ Praktiken teilhabe. Kreuzzugspropagandisten brachten von Papst Urbans II. Rede in Clermont im Jahr 1095 bis zu weiteren Kreuzzügen in den folgenden Jahrzehnten das Bild des Muslims als gottloser Schänder christlicher Heiligtümer, als barbarischen Folterer von Christen und als Götzenanbeter hervor. Die Andersmachung der Muslime hatte begonnen und wurde deutlicher, als Muslime außerhalb der Grenzen der normativen, zivilisierten Gesellschaft gestellt wurden, als Tiere, was sich in „die denen, die sie quälen wollen, die Nabel aufschneiden...“ zeigt, einer Stelle aus folgendem Bericht von Urbans Rede:
The vilification of a people carries with it a train of propaganda. The accounts of Christian pilgrims to Jerusalem reveal that before the twelfth century, a grand narrative of Muslims as enemies, as ‘despoilers of Jerusalem’ and as ‘heathens’, did not exist. The stage had not yet been set. The political circumstances involving the Seljuqs’ encroaching into Constantinople and Byzantine requesting assistance from Pope Urban II in France, set in motion a mental imagining or re-imagining of Muslims as the enemies of God who had to be fought. The four surviving accounts of Urban’s speech each present a distinctly different version of what his speech entailed, but the build-up of anti-Muslim rhetoric is unmistakable. He presented a city of Jerusalem under threat of a ‘wicked’ race who partake in ‘abominable’ practices. Crusade propagandists from Pope Urban II’s speech in Clermont in 1095 to further crusades in subsequent decades produced the image of the Muslim as a godless defiler of Christian sanctities, as a barbaric torturer of Christians, as an idol worshipper. The Othering of the Muslims had begun and became more pronounced when Muslims were outside the bounds of normative civilised society, as animals, which is illustrated in “who cut open the navels of those whom they choose to torment...”, taken from the following account of Urban’s speech:
„Ein schwerer Bericht ist aus den Landen um Jerusalem gekommen … dass ein Volk, das Gott völlig fremd ist … in das Land der Christen eingefallen ist … Sie haben die Kirchen Gottes entweder bis auf den Grund niedergerissen oder sie gezwungen, ihren eigenen Riten zu dienen … Sie schneiden denen den Nabel auf, die sie zu quälen wählen … indem sie diese auf dem Boden liegend mit herausquellenden Eingeweiden zurücklassen … Was soll ich von der entsetzlichen Schändung der Frauen sagen? Wer hat die Aufgabe, dies zu rächen, wenn nicht ihr? … Brecht auf zum Weg zum Heiligen Grab, befreit jenes Land und herrscht selbst über es, denn jenes Land, wie die Schrift sagt, fließt über von Milch und Honig … Nehmt diesen Weg zur Vergebung eurer Sünden, gewiss des unvergänglichen Ruhmes des Himmelreiches.‘ Als Papst Urban diese Worte gesprochen hatte … rief alle Welt einmütig: Deus vult! Deus vult!, ‚Gott will es! Gott will es!‘“92
“A grave report has come from the lands around Jerusalem ...that a race absolutely alien to God...has invaded the land of the Christians...They have either razed the churches of God to the ground or enslaved them to their own rites...They cut open the navels of those whom they choose to torment...them as they lie on the ground with all their entrails out.... What can I say of the appalling violation of women? On whom does the task lie of avenging this, if not on you?...Take the road to the Holy Sepulchre, rescue that land and rule over it yourselves, for that land, as scripture says, floweth with milk and honey...Take this road for the remission of your sins, assured of the unfading glory of the kingdom of heaven.’ When Pope Urban had said these things...everyone shouted in unison: Deus vult! Deus vult!, ‘God wills it! God wills it!’”92
Die Propaganda spielte daher eine wesentliche Rolle bei der Vorbereitung der Kreuzzüge. Die Rede von Papst Urban II. bediente sich stark aufwiegelnder Bilder, um moralische Empörung zu schüren, und am auffälligsten in seiner Ansprache war die Andersmachung der Muslime, die er mit der Vorstellung von der Schändung christlicher Stätten verknüpfte. Es war vor allem seine Predigt über die Grausamkeit gegenüber anderen Christen, die seinen Zuhörern vermittelte, wer die Muslime seien. Obwohl es keine systematische Verfolgung von Christen durch die Muslime des Heiligen Landes gegeben hatte, reichte die Rede Papst Urbans II. aus, um eine breite, leidenschaftliche Reaktion auf den Aufruf auszulösen.
Propaganda therefore played an essential part in the build-up to the crusades. Pope Urban II’s speech used highly inflammatory imagery to provoke moral outrage and what was most prominent in his address was the Otherising of Muslims and he connected that to the idea of despoiling of Christian sites. It was what he preached of the barbarity towards other Christians that came to inform his audience about who the Muslims were. Though there had been no systematic persecution of Christians by the Muslims of the Holy Land, Pope Urban II’s speech did enough to generate a mass passionate response to the appeal.
Die Grausamkeit, die später bei der Belagerung von Antiochia und der Eroberung Jerusalems entfesselt wurde, war das Ergebnis mehrerer Faktoren, darunter der dreijährige Marsch, religiöser Eifer und eine kompromisslose Andersmachung, die gegen die Muslime gerichtet war. Die Kreuzfahrer entfesselten eine unaussprechliche Grausamkeit und suchten die Heilige Stadt von Ungläubigen zu reinigen – Muslimen und Juden.
The savagery later unleashed in the siege of Antioch and the capture of Jerusalem was a combination of factors including the three-year march, religious fervour and an uncompromising Othering levelled against the Muslims. The Crusaders unleashed an unspeakable savagery and sought to purge the Holy City of unbelievers – Muslims and Jews.
Die Einwohner der Stadt wurden enthauptet, mit Pfeilen durchbohrt, von Türmen gestürzt, gefoltert und zu Tode verbrannt. Gruppen, die sich ergeben hatten, wurden ebenfalls hingerichtet, und Frauen und Kinder wurden nicht verschont. Die Kreuzfahrer „rissen Säuglinge an den Fußsohlen aus dem Schoß ihrer Mütter oder aus ihren Wiegen und schmetterten sie gegen Wände oder brachen ihnen das Genick“. Dieses brutale Orgie der Zerstörung war zum Teil das Ergebnis der sehr negativen, wenn auch unwahren Geschichten, die über Muslime im Heiligen Land erzählt wurden. Ein Augenzeuge sagte: „Niemand hat jemals ein solches Gemetzel an den Heiden gesehen oder davon gehört, denn sie wurden auf Scheiterhaufen wie Pyramiden verbrannt.“93 Der Prozess der Entmenschlichung erklärt weitgehend die grausame Brutalität, die gegen unbewaffnete muslimische Zivilisten entfesselt wurde. Die Kreuzfahrer waren vor dem Aufruf von Papst Urban II. nicht mit Muslimen in Berührung gekommen, und das Fehlen menschlicher Begegnungen hätte in jedem Fall eine wirksame Perspektivübernahme verhindert. In der Kreuzzugspropaganda erschienen Muslime als jedes Klischee eines als Anderer gezeichneten Feindes.
The inhabitants of the city were beheaded, pierced by arrows, plunged from towers, tortured and burned to death. Groups who had surrendered were also put to death, and women and children were not spared. The Crusaders “seized infants by the soles of their feet from their mothers’ laps or their cradles and dashed them against walls or broke their necks”. The brutal orgy of destruction was a result, in part, of the very negative though untrue stories told about Muslims in the Holy Land. One eyewitness said, “No one has ever seen or heard of such a slaughter of the pagans, for they were burned on pyres like pyramids.”93 The process of dehumanisation goes a long way in explaining the savage cruelty unleashed onto unarmed Muslim civilians. The Crusaders had not been exposed to Muslims prior to the appeal of Pope Urban II and the void of human interactions would in any situation disallow effective perspective taking. Muslims emerged in Crusade propaganda as every stereotype of an Othered enemy.
Im spanischen Inquisitionsverfahren des 16. Jahrhunderts wurden Muslime als „Sarazenen“, „Hagarener“ und „hagarenische Bestien“ dargestellt. Im Habsburgerreich des 16. Jahrhunderts wurden muslimische Türken als „schrecklicher Türke“ und als untermenschlicher Feind porträtiert. Spanier beschrieben die Mauren als habgierig und sadistisch. In amtlichen Dokumenten wurden die Moriscos regelmäßig als „Pest“, „Seuche“, „Fieber“, „pestilenzielle Horde“ oder als „Bestien“ bzw. „Vipern“ im „Schoß Spaniens“ bezeichnet. Diese Sprache fand sich in polemischen Texten, in Schriften zur Unterstützung der Vertreibung der Muslime. Einer dieser Autoren, ein ehemaliger Prediger aus Valencia namens Fonseca, schrieb, wie der „Verrat und die schlechten Sitten“ der Moriscos in ihrem „verdorbenen Blut und der Muttermilch“ weitergegeben würden.94
In the Spanish Inquisition during the sixteenth century, Muslims were depicted as ‘Saracens’, ‘Hagarenes’ and ‘Hagarene beasts’. In the sixteenth-century Hapsburg Empire, Muslim Turks were portrayed as “terrible Turk” and as a subhuman enemy. Spaniards described the Moors as greedy and sadistic. In official documents, the Moriscos were routinely referred to as a “pestilence,” a “plague,” a “fever,” a “pestilential horde,” or “beasts” or “vipers” within the “bosom of Spain.” This was the kind of language used in polemic texts, in texts written in support of the expulsion of Muslims. One of them, a former preacher in Valencia, Fonseca wrote how the “treason and bad customs” of the Moriscos were inherited in their “corrupted blood and their mother’s milk.”94
Das Konzept des Othering und der Entmenschlichung ist zentral, um die Ideologie hinter dem Völkermord an Muslimen in Bosnien (1992–95) zu verstehen. Dieses Konzept ist ebenso entscheidend, um die Denkweise des neuseeländischen Moscheeattentäters Brenton Tarrant zu begreifen, der den Terroranschlag von Christchurch verübte, bei dem 2019 50 Muslime ums Leben kamen, die in der Al-Noor-Moschee und im Linwood Islamic Centre beteten. In Tarrants Manifest zeigte sich ein tief verwurzeltes Gefühl der Andersmachung von Muslimen. Vieles verbindet den Drahtzieher des bosnischen Völkermords, Radovan Karadžić, mit Tarrant. Radovan Karadžić war berüchtigt dafür, bosnische Muslime als Dreck, als Verräter und als Ungeziefer zu bezeichnen, das ausgelöscht werden müsse. Mit den Worten von Biljana Plavšić, Karadžićs Stellvertreterin: „Es war [serbisches] genetisch deformiertes Material, das den Islam annahm.“95
The concept of Othering and dehumanisation is central to understanding the ideology behind the genocide of Muslims in Bosnia (1992-95). This concept is critical in understanding the mindset of the New Zealand mosque gunman Brenton Tarrant, who carried out the Christchurch terror attack which claimed the lives of 50 Muslims praying at the Al Noor Mosque and the Linwood Islamic Centre in 2019. There existed an entrenched sense of othering of Muslims in Tarrant’s manifesto. There is much that connects the mastermind of the Bosnian genocide, Radovan Karadžić and Tarrant. Radovan Karadžić was infamous in describing Bosnian Muslims as filth, as traitors and vermin that needed to be annihilated. In the words of Biljana Plavsić, Karadžić’s deputy, “It was [Serb] genetically deformed material that embraced Islam.”95
Die Parallelen zur Entmenschlichung der Juden im Holocaust sind nur allzu offensichtlich. Muslime wurden jeglichen menschlichen Wertes beraubt und als fremd, minderwertig und abscheulich dargestellt. Diese Haltung gegenüber ihren muslimischen Nachbarn wandelte sich allmählich. Jede unschuldige nachbarschaftliche Freundlichkeit wurde nun verdächtig; der Muslim im Bild erfuhr im Denken der bosnisch-serbischen Täter eine Metamorphose. Der Prozess der Entmenschlichung wurde durch eine konzertierte Anstrengung umgesetzt, die bosnischen Muslime zu den "Anderen" zu machen, betrieben von politischen, religiösen und intellektuellen Strömungen der serbischen Elite, und anschließend in den Medien normalisiert. Polarisierende Propaganda wurde für die serbischen und bosnisch-serbischen Medien zur Tagesordnung, um ihre Opfer zu "Anderen" zu machen.
The parallels with the dehumanising of Jews in the Holocaust are all too similar. Muslims were stripped of all human value and rendered alien, inferior and hideous. This attitude towards their Muslim neighbours slowly transformed. Any innocent neighbourly pleasantries were now suspect, the Muslim in the frame underwent a metamorphosis in the mind of Bosnian Serb perpetrators. The process of dehumanisation was implemented through a concerted effort of Othering the Bosnian Muslims by political, religious and intellectual strands of the Serb elite, and then normalised in the media. Polarising propaganda became the flavour of the day for Serbian and Bosnian Serb media to Otherise their victims.
In einem entsetzlichen Fall, der zeigt, in welchem Ausmaß die Andersmachung als Prozess zur Legitimierung von Gewalt dient, steht die Belagerung Sarajevos. Das staatliche Belgrader Fernsehen verbreitete eine erfundene Geschichte, die Hass schüren und die Belagerung rechtfertigen sollte, mit der Aussage: „Muslimische Extremisten haben die grausamste Art der Folter erdacht, die es auf der Welt gibt. Letzte Nacht haben sie serbische Kinder im Zoo ‚Pionirska Dolina‘ der Stadt an die Löwen verfüttert.“96
In one horrifying case which reflects the extent of Othering as a process to legitimise violence is the siege of Sarajevo. The state-run Belgrade TV aired a false story intended to fuel hatred and justify the siege, including the line: “Muslim extremists have come up with the most horrifying way in the world of torturing people. Last night they fed the Serb children to the lions in the city’s ‘Pionirska Dolina’ zoo.”96
Dies wurde in den Abendnachrichten berichtet und von mehreren Millionen Zuschauern verfolgt. Den Tätern wurde eingeredet, die Vernichtung des muslimischen Volkes sei eine notwendige Aufgabe, die der Staat verlange, und ihre eigene Freiheit und Sicherheit sei durch die Anwesenheit muslimischer „Eindringlinge“ gefährdet. Der Prozess der Andersmachung war damit abgeschlossen.
This was reported on the evening news and was watched by several million viewers. The perpetrators were led to think that the annihilation of the Muslim people was necessary work demanded of the State and that their own freedom and security was compromised by the presence of Muslim “invaders”. The process of Othering was complete.
In einem abgefangenen Gespräch mit einem engen Vertrauten aus dem Oktober 1991 machte Karadžić deutlich:
In an intercepted conversation with a close associate from October 1991, Karadžić made clear:
„Die Muslime werden verschwinden, dieses Volk wird von der Erdoberfläche verschwinden, wenn sie jetzt damit anfangen. Unser Angebot war ihre einzige Chance. Sie werden bis zum Hals im Blut stehen, und das muslimische Volk [in BiH] würde verschwinden. In nur wenigen Tagen wird Sarajevo nicht mehr existieren, und es wird fünfhunderttausend Tote geben; innerhalb eines Monats werden die Muslime in BiH vernichtet sein.“97
“Muslims will disappear, that people will disappear from the face of the earth if they start now. Our offer was their only chance. They will be up to their necks in blood and the Muslim people [in BiH] would disappear. In just a couple of days, Sarajevo will be gone and there will be five hundred thousand dead, in one month Muslims will be annihilated in BiH.”97
Karadžić sprach sich gegen eine Ideologie der „Brüderlichkeit und Einheit“ und der Vermischung der Gemeinschaften aus und ließ stattdessen zu, dass ein Diskurs der Opferrolle die serbische Reaktion prägte.
Karadžić spoke against an ideology of “brotherhood and unity” and the mixing of communities, and instead allowed a discourse of victimhood to frame the Serbian response.
Er suchte sich Beispiele serbischen Leidens unter den Osmanen heraus und wob daraus eine Erzählung von der Traumatisierung seines eigenen Volkes. Er spielte auf die Erzeugung einer Angst vor den Muslimen an, einer Angst vor dem Anderen, die die bosnisch-serbischen Täter in ihrem Völkermord miteinander verband. In Biljana Plavsićs Schuldeingeständnis vor dem ICTY erklärte sie:
He picked out examples of Serb suffering at the hands of the Ottomans and wove a narrative of traumatisation of his own people. He played on generating a fear of the Muslims, a fear of the Other, which connected the Bosnia Serb perpetrators in their genocide. In Biljana Plavsić’s guilty plea before the ICTY, she explained:
„Damals redete ich mir leicht ein, dass es um Überleben und Selbstverteidigung ging. Tatsächlich war es mehr als das. Unsere Führung, zu der ich als notwendiger Teil gehörte, betrieb ein Vorgehen, das unzählige unschuldige Menschen zu Opfern machte. Erklärungen mit Selbstverteidigung und Überleben rechtfertigen dies nicht. Am Ende hieß es, auch unter unserem eigenen Volk, dass wir in diesem Krieg unseren Charakteradel verloren hatten. Die naheliegenden Fragen lauten: Wenn diese Wahrheit inzwischen offensichtlich ist, warum habe ich sie damals nicht erkannt? Und wie konnten unsere Führer und diejenigen, die ihnen folgten, solche Taten begehen? Die Antwort auf beide Fragen ist, glaube ich, Angst, eine blendende Angst, die zu einer Besessenheit führte, besonders bei uns, für die der Zweite Weltkrieg eine lebendige Erinnerung war, nämlich dass die Serben sich nie wieder zu Opfern machen lassen würden. Dabei verletzten wir in der Führung die grundlegendste Pflicht jedes Menschen, die Pflicht, sich selbst zu zügeln und die menschliche Würde anderer zu achten. Wir hatten uns verpflichtet, alles zu tun, was nötig war, um zu siegen.“98
“At the time, I easily convinced myself that this was a matter of survival and self-defence. In fact, it was more. Our leadership, of which I was a necessary part, led an effort which victimised countless innocent people. Explanations of self-defence and survival offer no justification. By the end, it was said, even among our own people, that in this war we had lost our nobility of character. The obvious questions become: if this truth is now self-evident, why did I not see it earlier? And how could our leaders and those who followed have committed such acts? The answer to both questions is, I believe, fear, a blinding fear that led to an obsession, especially for those of us for whom the Second World War was a living memory, that Serbs would never again allow themselves to become victims. In this, we in the leadership violated the most basic duty of every human being, the duty to restrain oneself and to respect the human dignity of others. We were committed to do whatever was necessary to prevail.”98
Um die Ziele eines serbischen Staates westlich der Drina zu erreichen, hielten es die bosnischen Serben für notwendig, sich von der muslimischen Bevölkerung zu trennen, und sie glaubten, dies bedeute die Auslöschung dieser Muslime. Ein solches Unterfangen wäre nicht möglich gewesen, ohne die muslimische Bevölkerung zuvor so weit zu entmenschlichen, dass die Täter sie nicht mehr als Menschen, sondern als Nagetiere betrachten würden, die getötet werden müssten. Karadžić ist dafür verantwortlich, ein staatlich getragenes Programm der Entmenschlichung ins Werk gesetzt zu haben, das heute rechtsextremen Nationalisten als Vorbild dient.
To achieve the goals of a Serb state west of Drina, Bosnian Serbs deemed it necessary to separate themselves from the Muslim population and they believed this meant the extermination of those Muslims. Such an undertaking could not be possible without first dehumanising the Muslim population to such an extent that perpetrators would no longer see them as human beings, but as rodents that needed to be killed. Karadžić is responsible for putting in place a state-run program of dehumanisation that serves as inspiration for far-right nationalists today.
Der Christchurch-Attentäter Brenton Tarrant ließ sich stark von dem verurteilten Kriegsverbrecher Radovan Karadžić inspirieren. Auf dem Weg zu seinem Mordrausch spielte Tarrant ein serbisch-nationalistisches Lied ab, in dem Radovan Karadzic verherrlicht und dazu aufgerufen wird, die Serben anzuführen. Das Lied verherrlicht zudem serbische Kämpfer und ruft zur Tötung von Türken auf, eine Bezeichnung, die strikt nationalistische Serben für bosnische Muslime verwenden. Tarrants Manifest „The Great Replacement“ beschreibt, dass das Motiv für seinen Angriff darin bestand, Angst zu verbreiten, und ruft zur Tötung von Muslimen in Europa auf. Es droht den Türken und bezeichnet sie mit dem entmenschlichenden Ausdruck „Kakerlaken“: „Aber wenn ihr versucht, in europäischen Ländern zu leben, irgendwo westlich des Bosporus, werden wir euch töten und euch Kakerlaken aus unseren Ländern vertreiben.“99
Christchurch gunman Brenton Tarrant drew much inspiration from the convicted war criminal Radovan Karadžić. En route to his killing spree, Tarrant played a Serbian nationalist song in which Radovan Karadzic is glorified and called on to lead Serbs. The song further glorifies Serbian fighters and calls for the killing of Turks who hard-line Serb nationalists use to refer to Bosnian Muslims. Tarrant’s manifesto ‘The Great Replacement’ describes that the motive for his attack was to create fear and calls for the killing of Muslims in Europe. It threatens Turks, referring to them with the dehumanising “roaches”: “But if you attempt to live in European lands, anywhere west of the Bosphorus. We will kill you and drive you roaches from our lands.”99
Tarrant zitierte die Rede von Papst Urban II. zum Ersten Kreuzzug, in der Muslime als Barbaren, Heiden und Schänder der Heiligtümer Gottes dargestellt werden. Die Othering-Darstellung der Muslime in der Rede Papst Urbans II. traf den Nerv seines Publikums. Die Anschuldigungen waren nicht nur falsch, sondern das Bild eines türkischen Anderen, der einem anderen Glauben angehörte, eine andere Sprache sprach und zu einem anderen Gott betete, befeuerte das Blutbad des Ersten Kreuzzugs. Das Othering der Muslime hatte begonnen und kehrt hier in Tarrants Ansprache „An die Christen“ zurück.
Tarrant cited Pope Urban II’s First Crusade speech in which Muslims are presented as barbarians, heathen, and despoilers of the sanctities of God. The Othering of Muslims as presented in Pope Urban II’s speech struck a chord with his audience. Not only were the allegations false, but the image of a Turkish Other who belonged to a different faith, spoke a different language and who prayed to a different God spurred the carnage of the First Crusade. The Othering of the Muslims had begun, and returns here with Tarrant’s address “To Christians”:
„Die Menschen, die der Herrlichkeit würdig sind, die Menschen, die von Gott unserem Herrn gesegnet sind, stöhnen und brechen unter der Last dieser Gräueltaten und schändlichsten Demütigungen zusammen. Das Geschlecht der Auserwählten erleidet ungeheuerliche Verfolgungen, und das gottlose Geschlecht der Sarazenen achtet weder die Jungfrauen des Herrn noch die Kollegien der Priester. Sie überrennen die Schwachen und die Alten, sie entreißen die Kinder ihren Müttern, damit sie unter den Barbaren den Namen Gottes vergessen. Jenes verderbte Volk entweiht die Hospize … Der Tempel des Herrn wird wie ein Verbrecher behandelt, und die Ornamente des Heiligtums werden geraubt. FRAGE DICH SELBST, WAS WÜRDE PAPST URBAN II. TUN?“ Tarrant schlug außerdem ein „Europa für die Europäer“ vor:
“The people worthy of glory, the people blessed by God Our Lord, moan and fall under the weight of these outrages and most shameful humiliations. The race of the elect suffers outrageous persecutions, and the impious race of the Saracens respects neither the virgins of the Lord nor the colleges of priests. They run over the weak and the elderly, they seize the children from their mothers so that they might forget, among the barbarians, the name of God. That perverse nation profanes the hospices … The temple of the Lord is treated like a criminal and the ornaments of the sanctuary are robbed. ASK YOURSELF, WHAT WOULD POPE URBAN II DO?” Tarrant further proposed a “Europe for Europeans”:
„Die Eindringlinge müssen aus europäischem Boden entfernt werden, ungeachtet dessen, woher sie kamen oder wann sie kamen. Roma, Afrikaner, Inder, Türken, Semiten oder andere. Wenn sie nicht zu unserem Volk gehören, sondern in unseren Ländern leben, müssen sie entfernt werden. Wohin sie gebracht werden, ist nicht unsere Sorge oder Verantwortung. Unsere Länder sind nicht ihre Heimat; sie können in ihre eigenen Länder zurückkehren oder anderswo eine Heimat gründen. Sie werden jedoch unseren Boden nicht besetzen. Wie sie entfernt werden, ist unerheblich, ob friedlich, gewaltsam, freiwillig, gewalttätig oder diplomatisch. Sie müssen entfernt werden.“
“The invaders must be removed from European soil, regardless from where they came or when they came. Roma, African, Indian, Turkish, Semitic or other. If they are not of our people, but live in our lands, they must be removed. Where they are removed to is not our concern, or responsibility. Our lands are not their home, they can return to their own lands or found their homelands elsewhere. But they will not occupy our soil. How they are removed is irrelevant, peacefully, forcefully, happily, violently or diplomatically. They must be removed.
Solange diese Eindringlinge nicht in die Länder ihrer Völker zurückgeführt sind, besitzt Europa keine wahre Souveränität, und jeder, ungeachtet seiner Ethnie oder seines Glaubens, kann Europa als das Seine beanspruchen.
Until these interlopers are repatriated to their people’s lands, then Europe has no true sovereignty, and anyone, no matter their ethnicity or beliefs can call Europe their own.
„DIE EINDRINGLINGE ENTFERNEN, EUROPA ZURÜCKERLANGEN“100
REMOVE THE INVADERS, RETAKE EUROPE”100
Das „Gespenst“ des Islam: Islamfeindlichkeit, weiße Vorherrschaft, Kolonialismus und Imperialismus
The ‘spectre’ Of Lslam: Islamophobia, White Supremacy, Colonialism And Imperialism
W. E. Dubois stellt uns in den einleitenden Zeilen von Souls of Black Folk die Frage: „Wie fühlt es sich an, ein Problem zu sein?“101 Seine Frage fordert eine emotionale Distanz heraus, durch die jemand, der kein „Problem“ ist und nie eines war, die problematische Selbstbeschreibung der vielen, die Dubois meinte, nicht nachvollziehen könnte. Am 17. Juli 2014 wurde der 43-jährige Eric Garner von einem Beamten des New York City Police Department in einem Würgegriff getötet, während er mindestens elfmal wiederholte: „I can’t breathe“ („Ich kann nicht atmen“). Garner war nicht körperlich still, als er die Hände hob und den New Yorker Polizisten, die auf ihn trafen, seine Unschuld beteuerte. Seine Haltung war der Versuch, zwischen sich und den Beamten Raum zu schaffen. Er fühlte sich in seinem Raum bedroht und verletzt. Aktivisten suchten die Tötung des 43-Jährigen zu „metonymisieren“, indem sie den symbolischen Code des erhobenen Hände als Unschuldsbeteuerung verwendeten, um sich in Garners Lage zu versetzen und so symbolisch neuen Raum zu schaffen. Die drei Worte, die Garner sprach, „I can’t breathe“, standen laut dem Yale Book of Quotations auf der Liste der bemerkenswertesten Zitate des Jahres 2014.102 Doch es ist das erste seiner Worte, das schlichte, aber hochgradig eindringliche Pronomen „I“ („Ich“), das uns durch die Betrachtung einer Reihe vorgestellter Tonlagen dazu bringt, die Perspektive Eric Garners einzunehmen. Wie Zimmer (2014) beschreibt: „Die Worte ‚I can’t breathe‘ zu intonieren, umgeben von Tausenden anderen, die dasselbe tun, ist ein Akt intensiver Empathie und Solidarität. Die Empathie entsteht dadurch, dass man für einen Augenblick in die Person Eric Garners schlüpft, in jenem Moment, als ihm das Leben abgewürgt wurde. Es ist eine Art rhetorische Hommage, seine Subjektposition einzunehmen, das Pronomen ‚I‘ zu übernehmen und die Worte zu wiederholen, die er hilflos elfmal wiederholte.“103 Wiedergegebene Worte, wie das Singen populärer Lieder verstorbener Künstler oder das Rezitieren von Worten bei Pilgerritualen oder Gedenkfeiern, enthalten alle ein Gefühl empathischer Solidarität durch Nachahmung.
W. E. Dubois questions us in the opening lines of Souls of Black Folk, ‘How does it feel to be a problem?’101 His question challenges an emotional disengagement whereby one who is not and has not been a ‘problem’ could not understand the ‘problematic’ self-description of the many whom Dubois was intending. On July 17 2014, 43-year-old Eric Garner was killed in a chokehold by a New York City Police Department officer, whilst having repeated “I can’t breathe” at least eleven times. Garner was not physically still when he held up his hands, protesting his innocence to the NY police officers who encountered him. His positioning was one of trying to create space between him and the officers. He felt threatened within his space and violated. Activists sought to ‘metonymise’ the 43-year-old’s killing, using the symbolic code of holding up of hands as a declaration of innocence, as a way of placing themselves in the frame of Garner and thus symbolically creating new space. The three words spoken by Garner, “I can’t breathe” topped the list of the most notable quotations of 2014 according to the Yale Book of Quotations.102 But it is the first of his words, it is the simple but highly evocative pronoun “I” which draws us, through a consideration of a range of imagined tones to a perspective-taking with Eric Garner. As Zimmer (2014) describes, “To intone the words “I can’t breathe,” surrounded by thousands of others doing the same, is an act of intense empathy and solidarity. The empathy comes from momentarily stepping into the persona of Eric Garner at that instant the life was being choked out of him. It is a kind of rhetorical tribute to inhabit his subject position, taking on the pronoun “I” and repeating the words he helplessly repeated eleven times.”103 Words reminisced, like the singing of popular songs of deceased artists or the chanting of words during pilgrimage rituals, or during memorials, all contain a sense of empathic solidarity through mimicry.
Die Tragödien von Ota Benga und Emmett Till
The Tragedies Of Ota Benga And Emmett Till
Foto- und Nachlynchings Bilder von Opfern vor und nach dem Lynchmord versuchten, eine verdrehte bildliche Erzählung zu schaffen: Schrecken und Furcht mündeten vollständig in Erniedrigung im Tod. 6.000 Menschen wohnten 1893 in Swainsboro, Georgia, der Hinrichtung von Charles Johnston bei, einem Ereignis, zu dessen Nebenattraktionen Shows gehörten. Solche Lynchmorde und Hinrichtungen gleichen modernen Theaterunterhaltungen, Veranstaltungen spannenden Vergnügens. Die Opfer von Lynchmorden wurden wie Tiere zur Schau gestellt. Frederickson (2002), Jahoda (1999) und Santa Ana (2002) zeigen, dass Entmenschlichung eine notwendige Voraussetzung für kulturell und/oder staatlich sanktionierte Gewalt ist. Sie stellen fest, dass die Entmenschlichung von Gruppen bedeutet, diese moralisch auszuschließen, und somit billigt und zulässig macht, sie auf eine Weise zu behandeln, die ihre Menschlichkeit verneint.
Pre-lynching and post-lynching pictures of victims sought to create a twisted pictorial narrative – dread and fear was altogether fulfilled with humiliation in death. 6,000 people attended the execution of Charles Johnston in Swainsboro, Georgia in 1893, an event which hosted shows as side attractions. Such lynchings and executions resemble modern theatrical entertainment, events of thrilling amusement. The victims of lynching were displayed like animal attractions. Frederickson (2002), Jahoda (1999) and Santa Ana (2002) show that dehumanization is a necessary precondition for culturally and/or state-sanctioned violence, noting that the dehumanising of groups is to morally exclude them, and thus approve and make permissible to treat then in a way that denies their humanity.
Dies zeigte sich in der Tragödie von Ota Benga. Im Jahr 1906 im Bronx Zoo in New York untergebracht, zeitweise zusammen mit einem Orang-Utan im Affenhaus, wurde Ota zum Schauspiel schlechthin für eine Bevölkerung, die es genoss, ihre Attraktion zu „sehen“. Scharen von Menschen versammelten sich, um einen Blick auf den Pygmäenjungen zu erhaschen. Er wurde hinter Gitterstäben in einen Käfig gesperrt, um angestarrt zu werden, und die Leute lachten, obwohl er nicht vollständig begreifen konnte, dass die Menschen nicht mit ihm, sondern über ihn lachten.
This was seen in the tragedy of Ota Benga. Housed at the Bronx Zoo, New York, in 1906, at times with an orangutan in the Primate House, Ota became the spectacle par excellence for a population that relished in ‘seeing’ their attraction. Swarms gathered to catch a sight of the pigmy boy. He was locked behind bars in a cage to be stared at, and people would laugh, though he could not fully understand that the people were laughing not with him but at him.
Pamela Newkirk, Autorin von Spectacle: The Astonishing Life of Ota Benga (Amistad, New York: 2015), beschreibt in einem Artikel über ihr Buch, wie Ota Benga mit der folgenden Schlagzeile der New York Times über Nacht zur Sensation wurde: „Bushman Shares a Cage with Bronx Park Apes“. Der Boden im Zoo war mit Knochen übersät, um den Eindruck zu erwecken, Ota sei ein Kannibale – obwohl das Feilen der Zähne unter kongolesischen Männern üblich war.
91 John Tirman, The Death of Others: The Fate of Civilians in America’s Wars (Oxford: Oxford University Press), S. 345.
91 John Tirman, The Death of Others: The Fate of Civilians in America’s Wars (Oxford: Oxford University Press), p.345.
92 Robert von Reims, Bericht über die Rede Urbans II. in Clermont, entnommen aus L. und J.S.C. Riley-Smith, The Crusades: Idea and Reality, 1095-1274 (London, 1981), S. 42-45. Den vollständigen Text der Chronik Robert von Reims' siehe Robert the Monk's History of the First Crusade, übers. C. Sweetenham (Aldershot, 2005).
92 Robert of Rheims, account of Urban II’s speech at Clermont, taken from L. and J.S.C. Riley-Smith, The Crusades: Idea and Reality, 1095-1274 (London, 1981), pp. 42-45. For the full text of Robert of Rheims’s chronicle, see Robert the Monk’s History of the First Crusade, tr, C. Sweetenham (Aldershot, 2005).
93. August. C. Krey, The First Crusade: The Accounts of Eyewitnesses and Participants, (Princeton: 1921), S. 262.
93 August. C. Krey, The First Crusade: The Accounts of Eyewitnesses and Participants, (Princeton: 1921), p. 262.
94 Matthew Carr, Blood and Faith: The Purging of Muslim Spain (The New Press, New York: 2009), S. 34.
94 Matthew Carr, Blood and Faith: The Purging of Muslim Spain (The New Press, New York: 2009), p. 34.
95 Patrick Bishop, „Genocide charges expected today for Serbs’ Iron Lady“ – https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/bosnia/1314344/Genocide-charges-expected-today-for-Serbs-Iron-Lad y.html.
95 Patrick Bishop, ‘Genocide charges expected today for Serbs’ Iron Lady’ - https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/bosnia/1314344/Genocide-charges-expected-today-for-Serbs-Iron-Lad y.html.
96 Al Jazeera News, „Was sind die 10 Stufen eines Völkermords?“ - https://www.aljazeera.com/news/europe/2019/07/10-stages-genocide-190710112516344.html.
96 Al Jazeera News, ‘What are the 10 stages of genocide?’ - https://www.aljazeera.com/news/europe/2019/07/10-stages-genocide-190710112516344.html.
97 Refik Hodžić, „Die Entmenschlichung der Muslime hat Karadžić zu einer Ikone des rechtsextremen Extremismus gemacht“ - https://justicehub.org/article/dehumanisationmuslims-made-karadzic-icon-far-right-extremism.
97 Refik Hodžić, ‘Dehumanisation of Muslims made Karadzic an icon of far-right extremism’ - https://justicehub.org/article/dehumanisationmuslims-made-karadzic-icon-far-right-extremism.