Al-Afkaar und Al-Mafaahim (Gedanken und Konzepte):
Al-afkaar And Al-mafaahem (thoughts And Concepts):
Gedanken sind ein Ausdruck über eine bestimmte wahrgenommene Wirklichkeit, die außerhalb des Menschen besteht, oder über eine Wirklichkeit, die im Geist vorgestellt wird. Dass ein Gedanke extern vorhanden ist, bedeutet, dass er ein Urteil über eine bestimmte Wirklichkeit darstellt, das auf irgendeine der Ausdrucksweisen zum Ausdruck gebracht wird. Begreift er also die Bedeutung dieses Gedankens, das heißt, begreift er die Wirklichkeit, über die geurteilt wurde, und wird das Urteil darauf vollkommen angewendet, und entsteht durch die Anwendung des Gedankens auf seine Wirklichkeit Bejahung, dann wird dieser Gedanke zum Regulator des Verhaltens, das mit jener Wirklichkeit verbunden ist. Mit anderen Worten: Das Begreifen des Gedankens ist eingetreten und er wurde (in der Anwendung) bejaht, und damit ist der Gedanke zu einem Begriff geworden. Begreift er hingegen seine Bedeutung nicht, oder tritt keine Bejahung (Tasdeeq) ein, dann verbleibt dieser Gedanke bzw. dieser Ausdruck des Gedankens lediglich als Information, die im Gehirn gespeichert ist. Der Mensch mag diese (Information) dann benötigen, wenn eine entsprechende Wirklichkeit dafür entsteht oder ihr widerspricht. Hat der Ausdruck oder die Formulierung jedoch keine Wirklichkeit oder lässt sich keine Wirklichkeit für sie denken oder vorstellen, dann stellt dieser Ausdruck nicht mehr dar als Fiktion, Illusionen und Mythen.
Thoughts are an expression about a specific sensed reality that is external or a reality that is envisioned in the mind. Being present externally means that it is a judgment upon a specific reality that expresses it by any means from amongst the means of expression. So if he comprehends or realises the meaning of this thought, in other words he comprehends the reality that has been judged upon and the judgement has been applied upon it perfectly and affirmation has resulted via the application of the thought upon its reality, then this thought would become the regulator of the behaviour that is linked to that reality. In other words the comprehension of the thought has occurred and it has been affirmed (in application) and as such the thought would have become a concept. However if he was not to comprehend its meaning or affirmation (Tasdeeq) does not occur then this thought or this expression of the thought remains merely as information that is stored in the brain. The human may then require this (information) when a certain reality for it comes into being or opposes it. However if the expression or wording does not have a reality or cannot be conceived to have a reality, or it is not possible to envisage a reality for it, then this expression would represent no more than fiction, illusions and myths.
Das Folgende stellt in Kürze die Wissensbestände dar, über die der Mensch verfügt:
The following represents in summary the collections of knowledge that the human possesses:
a) Wissen, dass man seine Wirklichkeit auf wahrhafte Weise erfasst hat, und dass es bestätigt und geglaubt wird, durch die Anwendung dieses Wissens auf seine Wirklichkeit in entschiedener Weise. Mit anderen Worten: Gewissheit ist erlangt worden in Bezug auf die Anwendung dieses Wissens (Ma'rifah) auf seine Wirklichkeit, die auf einem rationalen (verstandesmäßigen) Beweis (Daleel 'Aqli) gründet, d. h. auf dem Urteil des menschlichen Verstandes, das durch die unausweichliche Anwendung dieses Wissens auf seine Wirklichkeit zustande gekommen ist. Dies kann entweder durch ein unmittelbares Urteil des Verstandes (Intellekts) geschehen, wie das Urteil, das über sinnlich wahrnehmbare und greifbare Dinge hinsichtlich ihres Daseins gefällt wird.
a) Knowledge that he has comprehended its reality in a true manner and it has been affirmed and believed in, by the application of that knowledge upon its reality, in a decisive way. In other words certainty has been attained in relation to the application of that knowledge (Ma’rifah) upon its reality which has been built upon rational (intellectual) evidence (Daleel ‘Aqli) i.e. the judgement of the human mind that has occurred by the inevitable application of this knowledge upon its reality. This can occur either by a direct judgement from the mind (intellect) like the judgment that is made upon sensed and tangible matters in regards to their existence.
Zu den grundlegenden aqeedah-Gedanken gehören solche wie der Glaube an Allah, dass der Qur'an die Rede Allahs ist, der Glaube, dass Muhammad ﷺ der Prophet Allahs (SWT) ist, und der Glaube an al-Qadaa wa-l-Qadr, ebenso Gedanken, die sich auf sinnlich wahrnehmbare und greifbare Dinge beziehen, mit denen wir umgehen und die existieren.
Fundamental Aqeedah thoughts fall into this category like the belief in Allah, that the Qur’aan is the speech of Allah, the belief that Muhammad (saw) is the Prophet of Allah (swt) and the belief in Al-Qadaa Wa-l-Qadr, or thoughts that are related to sensed and tangible things that we interact with which exist.
Oder es kann ein rationales oder intellektuelles Urteil sein, das aus einem Daleel Naqli (überliefertem Beweis) abgeleitet wird, dessen Herkunft durch den ‘Aql (Verstand/Intellekt) bestätigt wurde, wie etwa die Gedanken der ʿAqīda, die nicht unter die Sinne fallen, wie der Glaube an die Engel, die Auferstehung, das Paradies (Jannah), das Feuer und den Tag der Abrechnung, neben anderen Glaubensinhalten oder Informationen, von denen der Verstand mit Gewissheit überzeugt ist und die sich nicht widerlegen oder leugnen lassen, wie die mutawātir-informativen (Khabariy) Texte.
Or it can be a rational or intellectual judgement that is derived from a Daleel Naqli (Transmitted evidence) which has been confirmed in origin by the ‘Aql (mind/intellect) like the thoughts of the Aqeedah that do not fall under the senses such as the belief in angels, the resurrection, Jannah, the fire and the Day of account amongst other beliefs or information that the mind decisively has certainty in and is impossible to falsify or deny like the Mutawaatir informative (Khabariy) texts.
b) Es gibt eine zweite Stufe des Wissens, nämlich das Wissen, das bejaht und geglaubt wird und dessen Wirklichkeit erfasst worden ist. Dieser Glaube enthält jedoch einen gewissen Zweifel und hat nicht die Stufe der Yaqeen (Gewissheit) erreicht. Der ‘Aql (Verstand/Intellekt) ist daher hinsichtlich dessen, was ihm überliefert wurde, nicht eindeutig gewiss, und so vermag er die Möglichkeit eines Irrtums, einer Vergesslichkeit oder dessen, dass das ihm Überlieferte mehr als eine mögliche Bedeutung haben kann, nicht auszuschließen. Deshalb begnügt er sich damit, eine seiner Bedeutungen zu bevorzugen, die der Text zulässt. Dies gilt für die Begriffe (Mafaaheem) der Shar’iyah, für das Wissen über die Aqeedah, das aus Aahaad-Überlieferungen (Einzelüberlieferungen) abgeleitet wird, für die Shar’iyah-Urteile, die aus den detaillierten Beweisen abgeleitet werden, sowie für Wissen aus Geschichte, Sprachwissenschaft und anderen Bereichen, in denen das richtige Verständnis durch Abwägung bestimmt wird.
b) There is a secondary level of knowledge which is the knowledge which has been affirmed and believed in and its reality has been comprehended. However this belief contains some doubt and has not reached the level of Yaqeen (certainty). So the ‘Aql (mind/intellect) is not decisively certain about that which has been transmitted to it and as such it is not able to deny the possibility of error, forgetfulness or that what has been transmitted to him can hold more than one possible meaning. Therefore he suffices by outweighing one of its meanings that the text allows and this applies to the concepts (Mafaaheem) of the Shar’iyah, knowledge of the Aqeedah that is derived from Aahaad (single line) narrations, the Shar’iyah rulings that are derived from the detailed evidences or knowledge related to history, linguistics and other areas in which the correct understanding is outweighed.
c) Eine Art von Wissen, dessen Wirklichkeit noch nicht vollständig erfasst wurde oder dessen Geltungsbereich in Bezug auf die Wirklichkeit noch nicht vollständig vorgestellt oder begriffen wurde. Das bedeutet, dass der Verstand sich vorstellen kann, dass es eine Wirklichkeit dafür gibt, und es auf diese Wirklichkeit anwenden kann. Es ist daher ein Fikrah (Gedanke), d. h. ein Urteil über eine bestimmte oder spezifische Wirklichkeit; das Tasdeeq (Bejahung/Glaube) tritt jedoch in Bezug darauf nicht ein, das heißt, die Bejahung hat sich in Bezug auf dessen Anwendung auf jene Wirklichkeit nicht eingestellt. Solche Gedanken treten im Verlauf der Geschichte des menschlichen Lebens im Allgemeinen sehr zahlreich auf, und Wissen aus den Bereichen Geographie und Astronomie ist hinsichtlich Bejahung und Glauben einerseits und Nichtglauben andererseits gleichwertig; Wissen dieser Art stellt Gedanken dar. Das bedeutet, es sind Urteile über eine bestimmte Wirklichkeit, und jeder Aspekt des Wissens darin wird zu einem Mafhoom (Begriff), sobald ein Beweis erbracht wird, der die Richtigkeit dieser Gedanken und ihre Anwendung auf ihre Wirklichkeiten bestätigt. Dies gilt, ob der Beweis ‘Aqliy ist, wie das Wahrnehmen oder Sehen einer Sache oder Angelegenheit, oder Naqliy (überliefert ist), wenn wir der Wahrhaftigkeit desjenigen vertrauen, der uns das Wissen über eine Angelegenheit überliefert hat.
c) A type of Knowledge where its reality has not been fully comprehended or the extent of its application upon the reality has not been fully conceived or comprehended. This means that the mind is able to envisage that it has a reality and can apply it upon this reality. It is therefore a Fikrah (thought) i.e. a judgment upon a particular or specific reality however the Tasdeeq (affirmation/belief) does not occur in regards to it which means that the affirmation has not occurred in relation to its application upon that reality. These types of thoughts occur very numerously throughout the course of the history of human life in general and knowledge related to Geography and Astronomy are equal in terms of affirmation and belief and not believing and the like of this type of knowledge represents thoughts. This means they are judgements upon a particular reality and every aspect of knowledge within them transforms into a Mafhoom (concept) when evidence is obtained that confirms the correctness of these thoughts and their application upon their realities. This is whether the evidence is ‘Aqliy like witnessing or seeing a thing or matter, or if it is Naqliy (transmitted) when we trust the truthfulness of the one who has transmitted the knowledge of a matter to us.
d) Eine Art von Wissen, dessen Wirklichkeit nicht vollständig erfasst wird oder das nicht auf die Wirklichkeit angewendet wird, die es beschreibt, und dieses Wissen bleibt im Verstand lediglich als Information gespeichert. Daher führt es nicht zur Erhöhung, weil es zu Gedanken oder Begriffen geworden ist, die der Mensch unter bestimmten Umständen benötigen mag, etwa um ihre Falschheit zu bestätigen oder ihren Irrtum aufzudecken. Dazu gehört das Wissen über die kapitalistische Ideologie, Freiheit, Demokratie oder Kommunismus, unter anderem, die lediglich Information darstellen.
d) A type of knowledge where its reality is not fully comprehended or it does not apply upon the reality that it is describing and this type of knowledge remains stored in the mind as information alone. Therefore they do not lead to elevation because they have become thoughts or concepts that the human may need in specific circumstances like to confirm their falsity or reveal their error. This is like knowledge about the capitalist ideology, freedom, democracy or communism amongst others which merely represent information.
Zum Beispiel: Die Wirklichkeit, die der Kommunismus in Bezug auf das Denken behandelt, hat eine erfasste und wahrgenommene Wirklichkeit; das Urteil über diese Wirklichkeit jedoch, wenn er erklärt, sie sei die Widerspiegelung der Materie im Gehirn, ist ein falsches Urteil, das nicht auf die Wirklichkeit des Denkens zutrifft.
So for example the reality that communism discusses in relation to thinking has a comprehended and perceived reality however the judgment upon this reality when stating that it is the reflection of matter upon the brain is an incorrect judgment that does not apply to the reality of thinking.
Das Gleiche gilt in Bezug auf die Wirklichkeit, die der Kapitalismus im Zusammenhang mit der Demokratie anspricht, wenn er erklärt, sie sei die Herrschaft des Volkes und durch das Volk. Obwohl diese Wirklichkeit erfasst wird, lautet das Urteil darüber dennoch, dass sie falsch ist, denn die Herrschaft des Volkes durch das Volk wird (tatsächlich) nicht verwirklicht. Das liegt daran, dass das Volk nicht seine Verfassung oder seine Gesetze festlegt, sondern dies nur eine bestimmte Gruppe innerhalb des Volkes tut.
The same applies in respect to the reality that capitalism discusses in relation to democracy when it states that it is the rule of the people and by the people. Despite this reality being comprehended the judgment upon it however is that it is incorrect because the rule of the people by the people is not (in actual fact) realised. This is because the people do not lay down their constitution or their laws but rather it is only a specific group from amongst the people that do this.
e) Eine Art von Wissen, das keine Wirklichkeit besitzt und für das es nicht möglich ist, sich eine Wirklichkeit vorzustellen und zu sehen. Darüber hinaus ist es nicht möglich, es hinsichtlich seiner Anwendbarkeit oder Nichtanwendbarkeit auf eine Wirklichkeit zu untersuchen und zu prüfen. Dazu gehören Illusionen, Mythen und eingebildete Fiktionen, wie etwa Kobolde, Phönixe und Science-Fiction sowie weitere Dinge, die imaginär und mythisch sind.
e) A type of knowledge that does not have a reality and it is not possible to envisage and see a reality for it. In addition it is not possible to study and look into it in terms of its application or non applicability upon a reality. These are the illusions, myths and imaginary fictions which include the like of goblins, phoenixes and science fiction amongst other matters that are imaginary and mythical.
Die oben beschriebene Wirklichkeit ist die Gesamtheit der verschiedenen Arten von Wissen, die ein Mensch in seinem Leben erwerben kann, sei es durch Experimentieren oder Nachahmung, durch Aneignung und Ableitung, durch das Lesen in einem Buch oder das Hören von einer anderen Person oder auf irgendeinem anderen Wege. Erwirbt er jedoch irgendein Wissen, so besteht der Grundsatz darin, dass er es als Gedanken aufnimmt, damit es Teil seines Wissensspeichers wird, selbst wenn die Quelle nicht er selbst war. Mit der Aufnahme als Gedanke oder intellektuell meinen wir, dass er die Bedeutungen der Wortausdrücke und Sätze versteht, die er liest, hört oder sieht. Sodann versucht er, für dies eine sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit vorzustellen, und anschließend versucht er, das, was er gelesen oder gehört hat, auf diese vorgestellte Wirklichkeit anzuwenden, bzw. auf das, was sie ausdrückt. Trifft es auf sie zu, so ist es als richtig anzusehen, bzw. es ist richtig, und damit wird es zu einem seiner Begriffe, die sein Verhalten beeinflussen und seine Handlungsweisen lenken, wenn er daran geht, seine Bedürfnisse zu befriedigen oder seine Wünsche zu erfüllen.
The above is the reality of the collection of different types of knowledge that a human can gain in his life and whether these were gained through experimentation or imitation or by acquisition and derivation or by reading it in a book or hearing it from another person or through any other means. However when he acquires any knowledge then the origin is that he receives it as a thought so that it becomes part of his knowledge bank and even if the source was other than him. What we mean by receiving it as a thought or intellectually, is that he understands the meanings of the worded expressions and sentences that he is reading or hears or sees. He then attempts to envisage for that a sensed reality and then he attempts to apply what he has read or heard upon that envisaged reality or what it is expressed upon. If it applies upon it then it is viable to be correct or it is correct and as such it would become part of his concepts that affect his conduct and control his behaviours when he proceeds to satisfy his hungers or fulfil his wants.
Wenn er es jedoch nicht vermag, sich eine Wirklichkeit dafür vorzustellen, oder es nicht auf eine vorgestellte Wirklichkeit anwenden kann, dann wird er es leugnen, und es bleibt in seinem Geist als bloße Information, die als falsch erwiesen wurde oder deren Richtigkeit er nicht bestätigen konnte. Außerdem ist in Bezug darauf kein Tasdeeq (Bejahung/Bestätigung) eingetreten, und daher wird es für ihn kein Mafhoom (Begriff) sein und wird keinen Einfluss oder keine Wirkung auf sein Verhalten und sein Benehmen haben.
If however he is unable to envisage a reality for it or is unable to apply it upon an envisaged reality then he will deny it and it would remain in his mind as mere information that has been confirmed to be false or has been unable to confirm its correctness. In addition Tasdeeq (affirmation/confirmation) has not occurred in respect to it and as such will not be a Mafhoom (concept) for him and will not have an impact or effect upon his conduct and behaviours.
Der Grund, weshalb die Bedeutungen dieser Arten menschlichen Wissens dargelegt und zwischen ihnen unterschieden wird, besteht darin, den Einfluss der Begriffe auf das Verhalten des Menschen und sein Benehmen verständlich zu machen. Das gilt gleichermaßen, ob diese Begriffe sich auf Dinge beziehen oder auf das Leben. Das Verhalten des Menschen und sein Handeln im Hinblick auf die Befriedigung seiner Begierden und die Erfüllung seiner Bedürfnisse ist das Zeichen, das auf seine Erhebung oder sein niedriges Niveau und seinen Verfall hinweist. Er kann sich entweder zu einem hohen Rang erheben und besser sein als die Engel, oder er kann herabsinken und irregeleiteter werden als die Tiere.
The reason behind presenting the meanings of these types of human knowledge and distinguishing between them is so that the effect of the concepts upon the conduct of the human and his behaviour can be understood. This is the same whether these concepts include those concepts that are about things or they are concepts about life. The behaviour of the human and his behaviour in relation to satisfying his hungers and fulfilling his wants is the sign that indicates his elevation or his low level and decline. He can either rise to a high level and be better than the angels or he can fall down and become more astray than the animals.
Sie sind nicht anders als das Vieh, ja sie irren sogar noch weiter vom Weg ab (Al-Furqaan 44).
They are not except live-stock, rather indeed they are even further astray from the path (Al-Furqaan 44).
Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Gedanken und Vorstellungen so zu kennen, dass wir in der Lage sind, die richtigen, gesunden Gedanken von den falschen zu unterscheiden, die erhabenen Gedanken zu erkennen und sie von den abgelehnten Gedanken zu trennen sowie zwischen dem oberflächlichen, dem tiefgründigen und dem erleuchteten Denken zu unterscheiden. All dies dient dem Zweck, dass die Vorstellungen des Menschen und seine Gedanken erhabene, richtige Vorstellungen sind, die er mit Bewusstsein und in erleuchteter Weise angenommen hat, damit er durch sie zu der Stufe emporgehoben wird, zu der Allah ihn emporsteigen lassen wollte. Mit anderen Worten: dass er zur Stufe des Menschseins erhoben wird.
For this reason it is essential to know the thoughts and the concepts in a manner that makes us capable of distinguishing the sound correct thoughts from those that are incorrect and to know the elevated thoughts and distinguish them from the declined thoughts, and to distinguish between the shallow thought, the deep thought and the enlightened thought. All of this is so that the concepts of the human and his thoughts are elevated correct concepts that he has taken with awareness and in an enlightened manner so that he can be elevated by them to the level that Allah has wanted for him to ascend to. In other words that he is elevated to the level of a human being.
Eine genaue Prüfung, um zwischen Gedanken und Konzepten zu unterscheiden, die erhoben oder abgelehnt werden, erfordert ein Prinzip oder mehrere Prinzipien, die als Grundlage dienen, nach der diese Gedanken und Konzepte beurteilt werden können. Auf der Grundlage dieses Prinzips bzw. dieser Prinzipien lassen sich die Gedanken klassifizieren, um zwischen Weizen und Spreu (d. h. dem Guten und dem Wertlosen) sowie zwischen dem Richtigen und dem Falschen zu unterscheiden. Daher müssen wir bei der Beurteilung jedes Gedankens und jedes Konzepts präzise Kriterien anwenden. Andernfalls verschwimmen die Farben, die Sicht wird unscharf, und der Mensch wird im Zweifel sein zwischen dem Rechtschaffenen und dem Frevelhaften, dem Guten und dem Schlechten, dem Schönen und dem Hässlichen. Was also ist dieses Prinzip, dieses Kriterium und dieser Maßstab, die wir anwenden müssen, um ein Urteil zu fällen und damit festzustellen, was erhoben und was abgelehnt wird?
A close examination to distinguish between the thoughts and concepts in regards to being elevated or declined requires for there to be a principle or principles to act as a basis by which these thoughts and concepts can be judged. Built upon this principle or principles the thoughts can be classified and in order to distinguish between the wheat and the chaff (i.e. good from the waste) and the correct from the incorrect. So we must utilise the precise criteria when making judgement in relation to understanding every thought and every concept. Otherwise the colours will become blurred and the vision will become fuzzy and the human will be puzzled between the righteous and wicked, the good and the bad, and the pretty and ugly. So what then is this principle, criteria and measurement that we are required to use to pass judgement and which will then be used to establish that which is elevated and what is declined?
Die Antwort lautet wie folgt:
The answer is as follows:
Unser Themenbereich ist der Mensch, der in dieser Existenz, in diesem Leben lebt und der nach Wiederbelebung, Erhebung strebt und auf dem Weg der Vollkommenheit voranschreiten will. Wird er dies erreichen können, ohne den Sinn seines Daseins im Leben und den Sinn dieses zeitlichen Lebens zu kennen, in dem er seine Zeit verbringen muss? Dies gilt umso mehr, als er sich selbst nur als einen einzelnen Menschen unter den Menschen betrachten kann, der mit einer Gemeinschaft von Menschen zusammen mit anderen Lebewesen auf dieser Erde lebt, die innerhalb eines weiten Universums liegt!! Es besteht ein gewaltiger Unterschied, ob der Mensch sich selbst als Zaid oder ‘Amr betrachtet, oder ob er sich als Mensch betrachtet. Dieser gewaltige Unterschied würde mit absoluter Klarheit offenbar, wenn wir einigen Schritten in Bezug darauf folgen würden. Der tiefste Punkt des Verfalls zeigt sich somit in der Annahme jener individualistischen, selbstbezogenen Sichtweise, die eine Reaktion auf den Überlebenstrieb ist, und die Erscheinungsformen des Überlebenstriebs sind in der Tat zahlreich. Diese individualistische Sichtweise könnte sich ein wenig ausweiten und über ihn selbst hinauswachsen, sodass er sieht, dass er der Sohn des und des ist, dass er Brüder und Schwestern hat und dass er Mitglied einer Familie ist, die er liebt. Und er möchte deren Herr sein, was eine weitere Erscheinungsform des Überlebenstriebs ist, was bedeutet, dass er sich noch immer gemäß der instinktiven Reaktion verhält. Diese Sichtweise könnte sich dann weiter auf seine erweiterte Familie, seinen Stamm, sein Dorf oder die Stadt, in der er lebt, ausdehnen, und das Ergebnis davon ist sehr deutlich bei jenen zu sehen, die den Namen ihrer Stadt oder ihres Dorfes mit einem bestimmten Namen verbinden, wie Zaid Al-Khaleeli oder ‘Amr Al-Baghdaadi. Diese Sichtweise könnte sich noch weiter ausdehnen und nationalistisch (Wataniyan) werden, zugehörig zu Boden und Erde, sodass man dann Misry (Ägypter), oder Shaami (aus der Levante), oder Hindi (Inder) genannt wird, neben anderen Bezeichnungen. Sein Horizont und seine Vision könnten sich noch mehr erweitern, um das Qawm (ein Volk, d. h. ...Arabs), zu der er gehört, und wird dadurch zu einem Qawmi (einem weiter gefassten Nationalisten). Trotz all dieser Ausweitung erhob er sich nicht zu dem Niveau des Menschseins. Allah hatte ihn geehrt und in der besten Gestalt erschaffen, und dennoch sah er sich selbst nicht als einen Menschen, der unter anderen Menschen lebt.
Our subject area is the human being who lives in this existence in this life and who seeks revival, elevation and to proceed on the path of completeness. Will he be able to achieve this without knowing the meaning of his existence in life and the meaning of this temporal life that he must spend time in? This is particularly the case as he can see himself as just one individual from amongst the humans who lives with a collection of people along with other living creatures upon this earth which lies within a vast universe!! There is a vast difference between the human looking at himself as being Zaid or ‘Amr and between looking at himself as a human. This vast difference would be revealed with absolute clarity if we were to follow some of the steps in regards to it. As such the furthest point of decline is represented in his adoption of that individualistic self-centred view, that view which is a reaction to the survival instinct and the manifestations of the survival instinct are indeed many. His individualistic view could expand and widen a little and expand beyond himself so that he sees that he is the son of so and so and that he has brothers and sisters, and that he is member of a family that he loves. And he likes to be the master of it which is another manifestation of the survival instinct which means that he is still behaving according to the instinctive reaction. This view could then extend further to include his wider family, tribe, village or town that he lives in and the result of this can be seen very clearly amongst those who link the name of their town or village to a certain name like Zaid Al-Khaleeli or ‘Amr Al-Baghdaadi. This view could widen even further to become nationalistic (Wataniyan) belonging to the soil and earth so he is then called Misry (Egyptian), or Shaami (From the Levant), or Hindi (Indian) amongst other namings. His horizons and vision could widen even more to include the Qawm (a people i.e. Arabs) that he belongs to and as such he becomes Qawmi (A wider Nationalist). Despite all of this expansion he did not elevate to arrive to the level of the human being. Allah had honoured him and created him in the best of moulds and yet he did not see himself as a human being who lives amongst others from amongst mankind.
Aus dieser grundlegenden Sichtweise auf das Dasein, das Leben und den Menschen lassen sich der erhabene Gedanke und der abgesunkene oder niedrige Gedanke unterscheiden. Wollten wir eine erklärende Linie ziehen, so würden wir die niedrigste Stufe des Menschen auf null setzen. Diese Null würde zur Sichtweise auf den Menschen hinführen, insofern er ein Mensch ist. Das, was unter diesem Punkt liegt, stellt dann den Anfangspunkt des Verfalls dar, etwa von der Qawmiyyah (dem Nationalismus, der sich auf ein Volk bezieht) über den Regionalismus und das weitere Familiennetzwerk, bis hin zum Ende (der Kette), nämlich dem selbstbezogenen Individuum. Die Erhebung dagegen beginnt damit, die Sichtweise auf den Menschen als Menschen anzunehmen, bis er den höchsten Grad erreichen kann, der auf dieser Sichtweise beruht. Dann begreift er vollständig, dass er der Sklave Allahs ist. Daher stellt die Sichtweise auf den Menschen als Menschen einen erhabenen Gedanken dar, bzw. den Beginn geistiger Erhebung, während alles, was unter dieser Sichtweise liegt, einen abgesunkenen oder niedrigen Gedanken darstellt. Was das Erklimmen der Stufen der Erhebung und den Versuch betrifft, diesen Menschen wiederzubeleben, so ist dies in der Antwort auf die andere Frage enthalten, nämlich in der Erlangung des Wissens über die Bedeutung der Existenz des Menschen im Leben. Jede Untersuchung oder jeder Gedanke, der sich um die Bestimmung des Sinns des Lebens und des Sinns des Menschen darin bemüht, stellt eine erhabene Beschäftigung dar, unabhängig von den erreichten Ergebnissen. Es ist die Art von Denken, die zur Wiederbelebung führt, unabhängig davon, ob diese Wiederbelebung richtig oder falsch ist.
From this fundamental view towards existence, life and the human we are able to distinguish between the elevated thought and the declined or low level thought. So if we were to draw an explanatory line we would place the lowest level of the human being at zero. This zero would guide towards the view of the human in terms of him being a human being. As for that which is less than this point then this would represent the beginning point of decline like from Qawmiyyah (nationalism related to a people) to regionalism to the wider family network until it reaches the end (of the chain) i.e. the self-centred individual. As for elevation then this begins from adopting the view of the human in terms of him being a human being until he is able to reach the highest level based on this view. This is when he fully comprehends that he is the slave of Allah and as such adopting the view of the human as a human represents elevated thought or the beginnings of intellectual elevation whilst anything less than this view represents a declined thought or a low level one. As for climbing the stairs of elevation and attempting to revive this human, then this is represented in the answer to the other question, which attaining knowledge about the meaning of the human’s existence in life. And any study or thought in regards to defining the meaning of life and the meaning of the human being within it represents and elevated study irrespective of the results that are reached. It is the type of thought that leads to revival irrespective of whether this revival is correct or incorrect.
Aus dieser Perspektive ist das erste Kriterium für die Erhabenheit oder Geringwertigkeit eines Gedankens seine Umfassendheit. Wenn der Gedanke die Wirklichkeit, die untersucht wird, umfassend erfasst und nicht auf einen Bereich, einen Einzelfall oder einen bestimmten Umstand beschränkt ist, dann besitzt dieser Gedanke das Merkmal der Umfassendheit unter den Merkmalen des erhabenen Gedankens. Ist der Gedanke hingegen nicht umfassend, so wird er auch nicht erhaben sein.
From this perspective the first criteria in relation to a thought being elevated or declined is comprehensiveness. So if the thought is comprehensive in encompassing the reality that is being investigated and not restricted to one area, case or circumstance then this thought would possess the attribute from amongst the attributes of the elevated thought which is the attribute of being comprehensive. As such if the thought is not comprehensive then it will not be elevated.
Das zweite Merkmal des erhabenen Denkens ist die Tiefe in der Untersuchung oder Erforschung, und zwar, indem man beim Anfang beginnt, wo die grundlegende wahre Wirklichkeit der zu untersuchenden Sache erreicht wird. Dies geschieht, wenn er das Universum, das Leben oder den Menschen untersucht und dabei nicht nur einen seiner Aspekte oder Erscheinungsformen herausgreift, sondern sein Blick tief sein muss, damit er den Grund kennt, aus dem diese Wirklichkeit, die er untersucht, hervorgegangen ist. Wenn er zum Beispiel den Menschen untersucht, muss sein Blick die Art dieses Menschen von Anfang an umfassen, was erfordert zu wissen, ob dieser Mensch ewig (azalī) ist oder die Schöpfung eines Schöpfers. Von dort geht er weiter zu der Erkenntnis, woraus dieser Mensch besteht und was ihn von den anderen Lebewesen unterscheidet. Dann geht er dazu über, die Triebe und Beweggründe zu erkennen oder zu verstehen, die ihn in Bewegung und Handlung versetzen, und ob er gezwungen ist, diese Handlungen auszuführen, oder ob er nach seiner Wahl handelt. Er untersucht dies unter anderen Fragen, die daraus ein tiefes, grundlegendes Nachdenken über diesen Menschen machen. Und wenn er diese Untersuchung unternimmt, tut er es nicht bloß, um seinen geistigen Reichtum zu vermehren, eine philosophische Meinung zu entwickeln oder einfach sein Wissen und seine Informationen zu erweitern. Vielmehr unternimmt er sie, weil er ein Mensch ist, der in diesem Leben innerhalb dieses weiten Daseins (des Universums) lebt, und weil er den Sinn seines Daseins innerhalb des Lebens erkennen möchte. Zu dieser Erkenntnis wird er nur gelangen, wenn er den Anfang dieses Daseins, in dem er lebt, und die Richtung, auf die es zuläuft, kennt und versteht. Und auf der Grundlage seiner Antwort darauf – ob sie richtig oder falsch ist – bestimmt er sein Verhalten und regelt seine Verhaltensweisen. Diese Tiefe in der Untersuchung ist das zweite Kennzeichen oder Merkmal des erhabenen Denkens, und damit, dass wir dies festgestellt haben, haben wir seine wahre Wirklichkeit dargelegt. Das erhabene Denken ist jenes Denken, das sich durch Umfassendheit und Tiefe auszeichnet. Es ist das Denken, das dem Menschen als Menschen angemessen ist, und es ist das Denken, das zur Nahdah (Wiedererweckung) führt. Es ist das Denken, das für den Menschen tragfähig und gesund ist, wenn er den Weg der Erneuerung und der Erhebung beschreiten will. Andernfalls würde er verfallen und in die Tiefen der Tiere sinken; ja, die Tiere wären dann besser als er.
As for the second attribute from amongst the attributes of the elevated thought, it is the depth in the study or investigation and to begin from the beginning, where the fundamental true reality of the matter that is being studied is reached. So this happens when he examines the universe, life or the human being and he does not just take one of its aspects or manifestations but rather it is necessary for his view to be deep so that he knows the basis from which this reality that he is investigating arose from. So when for example he examines the human being, it is necessary for his view to encompass the type of this human from the very beginning which necessitates knowing whether this human is Azaly (eternal) or a creation of a creator. From there he moves on to knowing what this human is made up of and what distinguishes him from the other living creatures. He then moves on to knowing or understanding the drives and motives that lead him into motion and action and whether he is compelled to undertake these actions or acts according to his choice. He studies this amongst other matters that would make it a deep fundamental thought about this human being. And when he undertakes this study he does not do so merely to increase his intellectual wealth, to develop a philosophical opinion or just to increase his knowledge and information. Rather he undertakes it because he is a human who lives in this life within this wide existence (universe) and this is because he wants to know the meaning of his existence within life. He will not be able to arrive at this knowledge unless he knows and understands the beginning of this existence that he is living within and the direction that it is heading to. And built upon his answer to that (whether it is correct or incorrect) he defines his conduct and regulates his behaviours. This depth in the study is the second characteristic or attribute of the elevated thought and by establishing that we have established its true reality. This is that the elevated thought is the thought that is characterised by comprehensiveness and depth. This is the thought that is fitting for the human as a human being and it is the thought that leads to Nahdah (revival). It is the thought that is viable and sound for the human if he wants to tread the path of revival and elevation. Otherwise he would decline falling to the depths of animals, indeed animals would be better than him.
Sie sind nicht anders als das Vieh, ja sie irren sogar noch weiter vom Weg ab (Al-Furqaan 44).
They are not except live-stock, rather indeed they are even further astray from the path (Al-Furqaan 44).
Aus diesem Grund finden wir, dass der Herr der Welten und die gesamte Schöpfung uns in Hunderten von Âyât auf diese Art des Denkens hinlenkt, etwa in Seinen Worten (SWT):
It is for this reason that we find the Lord of the worlds and all creation directing us towards this type of thinking in hundreds of Aayaat like His (swt)’s speech:
Haben sie denn nicht zum Himmel über sich geschaut – wie Wir ihn gebaut und geschmückt haben und dass er keine Risse hat?
Have they not looked at the heaven above them - how We structured it and adorned it and [how] it has no rifts?
Und die Erde – Wir haben sie ausgebreitet und darin feste Berge gesetzt und darin [etwas] von jeder schönen Art wachsen lassen.
And the earth - We spread it out and cast therein firmly set mountains and made grow therein [something] of every beautiful kind.
Einsicht und eine Erinnerung für jeden Diener, der sich [zu Allah] wendet.
Giving insight and a reminder for every servant who turns [to Allah].
Und Wir haben vom Himmel gesegneten Regen herabgesandt und damit Gärten und Getreide wachsen lassen, das geerntet wird, und hochragende Dattelpalmen mit übereinander geschichteten Früchten.
And We have sent down blessed rain from the sky and made grow thereby gardens and grain from the harvest And lofty palm trees having fruit arranged in layers.
Als Versorgung für die Diener, und Wir haben damit ein totes Land wieder zum Leben erweckt. So wird auch die Auferstehung sein.
As provision for the servants, and We have given life thereby to a dead land. Thus is the resurrection.
(Sure Qaf 6-11).
(Surah Qaf 6-11).
Wahrlich, in der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag liegen Zeichen für die Verständigen.
Indeed, in the creation of the heavens and the earth and the alternation of the night and the day are signs for those of understanding.
Die Allah gedenken, stehend, sitzend und auf ihren Seiten liegend, und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: „Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! So bewahre uns vor der Strafe des Feuers.
Who remember Allah while standing or sitting or [lying] on their sides and give thought to the creation of the heavens and the earth, [saying], "Our Lord, You did not create this aimlessly; exalted are You [above such a thing]; then protect us from the punishment of the Fire.
(Āl ʿImrān 190-191).
(Aali ‘Imraan 190-191).
Und ein Zeichen für sie ist die tote Erde. Wir haben sie zum Leben erweckt und aus ihr Getreide hervorgebracht, und von ihm essen sie.
And a sign for them is the dead earth. We have brought it to life and brought forth from it grain, and from it they eat.
(Ya Sin 33).
(Ya Seen 33).
O ihr Menschen, ein Gleichnis wird angeführt, so hört darauf: Diejenigen, die ihr außer Allah anruft, werden niemals auch nur eine Fliege erschaffen, selbst wenn sie sich zusammentäten, um dies zu tun. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubt, könnten sie es ihr nicht wieder entreißen. Schwach sind der Verfolger und der Verfolgte.
O people, an example is presented, so listen to it. Indeed, those you invoke besides Allah will never create [as much as] a fly, even if they gathered together for that purpose. And if the fly should steal away from them a [tiny] thing, they could not recover it from him. Weak are the pursuer and pursued.
(Al-Hadsch 73).
(Al-Hajj 73).
Oder wurden sie aus nichts erschaffen, oder waren sie selbst die Schöpfer [ihrer selbst]?
Or were they created by nothing, or were they the creators [of themselves]?
(At-Tur 35).
(At-Tur 35).
Und hast du das Wasser gesehen, das du trinkst?
And have you seen the water that you drink?
Habt ihr es aus den Wolken herabgesandt, oder sind Wir es, die es herabsenden?
Is it you who brought it down from the clouds, or is it We who bring it down?
(Al-Waaqi’ah 68-69).
O Mensch, was hat dich über deinen Herrn getäuscht, den Großzügigen?
O mankind, what has deceived you concerning your Lord, the Generous.
Wer hat dich erschaffen, dir Gestalt gegeben und dich ausgewogen gemacht?
Who created you, proportioned you, and balanced you?
(Al-Infitaar 6-7).
O Menschheit, du mühst dich gewiss auf deinen Herrn zu mit Anstrengung und wirst Ihm begegnen.
O mankind, indeed you are labouring toward your Lord with [great] exertion and will meet it.
(Al-Inshiqaaq 6).
Die oben angeführte Auswahl stellt nur einige unter einer großen Zahl von Āyāt dar, die die Fähigkeit des menschlichen Verstandes ansprechen. Sie sprechen ihn als Menschen an, lenken seine Aufmerksamkeit auf das, was ihn im Hinblick auf das Leben umgibt, und machen ihm die Notwendigkeit deutlich, auf dieses weite Universum zu achten, in dem er lebt.
The above selection represents just some from amongst a great number of Aayaat which address the faculty of the human mind. They address him as a human and bring his attention to that which is around him in terms of life and impresses upon him the need to pay attention to this vast universe that he lives in.
Ebenso lenken die Āyāt seine Aufmerksamkeit darauf, sich auf die Sache bzw. Angelegenheit im Hinblick auf ihren Ursprung zu konzentrieren.
Similarly the Aayaat bring his attention to focus upon the thing or matter in respect to its source:
Oder wurden sie aus nichts erschaffen, oder waren sie selbst die Schöpfer [ihrer selbst]?
Or were they created by nothing, or were they the creators [of themselves]?
(At-Tur 35).
(At-Tur 35).
Und Wir haben aus Wasser alles Lebendige geschaffen. Wollen sie denn nicht glauben? (Al-Anbiyaa 30)
And we have made everything from water. Will they not (then) believe (Al-Anbiyaa 30).
Dies betrifft die Erhebung und den Verfall im Denken. Was die Unterscheidung zwischen oberflächlichem Denken, tiefem Denken und erleuchtetem Denken angeht, so gibt es dafür verschiedene Kriterien und Grundsätze, anhand derer das Niveau dieses Denkens bestimmt wird. Es ist jedoch zu beachten, dass es dennoch als Denken gilt und als ein Urteil über eine Wirklichkeit, und welches Maß an Oberflächlichkeit auch erreicht wird, es gilt weiterhin als Denken. Es unterscheidet sich von der instinktiven Reaktion und unterscheidet sich von Nachahmung und Vortäuschung, und sein Träger wird auf die Stufe des Menschseins erhoben, und es stellt dar, den Menschen als Menschen zu betrachten. Es ist das Produkt des menschlichen Verstandes und die Frucht einer geistigen Anstrengung, andernfalls wäre es nicht geeignet für die Wiederbelebung oder dafür, auf dem Weg zur Vollkommenheit voranzuschreiten, oder einen Einzelnen oder eine Gesellschaft in einen besseren Zustand und eine bessere Lage zu überführen.
This is in terms of the elevation and decline in the thinking. As for distinguishing between the shallow thought, the deep thought and the enlightened thought then there are different criteria for this and principles that are used to determine the level of this thought. It is worth noting however that is still considered a thought and a judgment upon a reality and whatever the level of shallowness that is reached it is still considered to be a thought. It is distinguished from the instinctive reaction and is distinguished from imitation and simulation, and its possessor is raised to the level of a human and it represents viewing the human as a human being. It is the product of the human mind and the fruit of an intellectual effort otherwise it would not be fitting for revival or to proceed towards the path of completeness, or to transfer an individual or society to a better state and condition.
Das oberflächliche Denken bedeutet, über die grundlegendsten oder einfachsten Aspekte und Erscheinungsformen von Dingen und ihren Wirklichkeiten zu urteilen, ohne diese Sache oder Wirklichkeit zu kennen und gut zu verstehen, etwa zu wissen, was sie ist, worauf sie beruht, aus welchem Ursprung sie hervorgegangen ist oder welche Umstände sie umgeben, ohne bedeutende Informationen darüber zu besitzen und ohne sich zu bemühen, die Informationen zu erlangen, die diese Wirklichkeit erklären. Oder es bedeutet, dass jemand Informationen annimmt, die ihm erklärt wurden, während dieses Denken durch Oberflächlichkeit oder Naivität gekennzeichnet ist. Menschen, die durch diese Denkweise gekennzeichnet sind, lassen sich sehr leicht täuschen, und zwar durch trügerische Schaustellungen oder Erscheinungen, süße Worte und falsche Versprechen. Zudem bleibt eine Gesellschaft, in der solche oberflächlichen Denkweisen vorherrschen, in der Hand ihrer Führer und Herrscher. Diese Menschen werden von mitreißenden, charismatischen Reden geleitet, von der Erregung der Gefühle bewegt und begnügen sich mit dem geringsten Gewinn oder Ergebnis. Und wie wahr waren die Worte dessen, der diese Menschen mit den Worten beschrieb: „Sie werden durch die Trommel versammelt und durch den Stock zerstreut.“ Und wie groß ist die Zahl der Beispiele in unserer Gesellschaft, die diese Oberflächlichkeit widerspiegeln, und wie oft eilen die Menschen Gedanken entgegen, die von außen betrachtet barmherzig erscheinen, während ihr Inneres und ihre wahre Wirklichkeit Leid bringen. Dies geschieht, damit die Führer und Herrscher das Volk zähmen können und es bis zur Stufe der Verzweiflung und Niedergeschlagenheit hinabzieht, während sie es dazu bringen, jede Lösung anzunehmen, die der Führer oder Herrscher für es wählt. Das deutlichste Beispiel für die Oberflächlichkeit der Menschen zeigt sich darin, wie leicht sie sich durch trügerische Trugbilder und falsche Erscheinungen lenken lassen, und dieser Zustand wiederholt sich immer wieder. Das beste Beispiel hierfür ist die Palästina-Frage und die Lagen, die sie seit ihrem Beginn bis zu dieser Stunde durchlaufen hat. Den Herrschern und Machthabern wurden weiterhin Raum und Möglichkeiten belassen, Palästina als Mittel zu nutzen, um ihre Ziele zu erreichen oder ihre eigenen Wünsche oder die ihrer Herren umzusetzen, indem sie die Ummah in einen Zustand der Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Resignation treiben, obwohl sich ihre Wirklichkeit nicht wesentlich von jener der übrigen muslimischen Länder unterscheidet. Das eigentliche Problem ist dasselbe und unterscheidet sich nur in der Erscheinungsform, die ihm gegeben wurde. Denn alle muslimischen Länder leiden unter derselben Wirklichkeit, unter der Palästina leidet, und der Prozess der Zähmung der Muslime ist ein einziger Prozess, auch wenn seine Erscheinungsformen vielfältig sind. Syrien, Libanon, Irak, Iran, Pakistan, Marokko, Algerien, Saudi-Arabien und Jemen sind daher alle gleich in Bezug auf den Wunsch, die Menschen zu zähmen und sie dazu zu bringen, die Regeln des Kufr (Unglaubens) anzunehmen.
The shallow thought means to judge upon the most basic or simple aspects or appearances of things and their realities without knowing that thing or reality and understanding it well, like knowing what it is or the basis that it has emanated from, or the circumstances that surround it, or without possessing significant information about it and without attempting to obtain the information that explains that reality. Or the one who accepts information that has been explained to him whilst this thought is distinguished by shallowness or naivety. It is very easy to deceive people who are characterised by this thinking which is done through deceptive displays or appearances, sweet speech and false promises. In addition a society in which the like of these shallow thoughts dominate remains in the hands of its leaders and rulers. These people are led by resounding charismatic speeches, moved by the stirring of emotions and are satisfied with the least of gains or outcomes. And how truthful were the words of the one who described these people with the words: ‘They are gathered by the drum and they are dispersed by the stick’. And how great the number of examples there are in our society which reflect this shallowness and how often do the people hasten towards thoughts which on the outside appear to be merciful whilst their inside (and true reality) bring suffering. This is so that the leaders and rulers are capable of taming the people and of bringing them down to the level of despair and despondency whilst leading them to accept any solution that the leader or ruler chooses for them. The most vivid example of the shallowness of the people is reflected in how easy it is to lead them by utilising deceptive mirages and fake appearances, and this state of affairs repeats itself time and time again. The best example of this is the issue of Palestine and the situations that is has passed through since its beginning until this hour. Room and possibilities have still been left available for the leaders and rulers to take Palestine as a means to achieve their aims or implement their desires or those of their masters by bringing the Ummah to a condition and state of despair, hopelessness and surrender despite its reality not differing much from the remaining Muslim lands. There (real) issue is the same issue and it does not differ except from the angle of the appearance that has been cast upon it. This is because all of the Muslim lands suffer from the same reality Palestine suffers from and the process of taming the Muslims is one single process even if its manifestations are many. So Syria, Lebanon, Iraq, Iran, Pakistan, Morocco, Algeria, Saudi and Yemen are all the same in relation to the desire to tame the people and make them accept the rulings of Kufr (disbelief).
Das oberflächliche Denken ist, wie wir dargelegt haben, das Urteil über die einfachste Erscheinungsform einer bestimmten Wirklichkeit, ohne auf die Wahrheit dieser Wirklichkeit zu achten und ohne sich zu bemühen, diese wahre Wirklichkeit zu verstehen, indem man ihre Ursachen und Wirkungen kennt oder die Grundlage erfasst, aus der sie hervorgegangen ist, oder das, was auf ihr aufbaut. Hinzu kommt, dass man ihre Umstände, Bedingungen und alles, was mit ihr zusammenhängt, weder kennt noch versteht. Ein Beispiel: Wenn wir draußen auf der Straße einen Tumult hören, gehen wir hinaus und sehen eine Menschenmenge, die Banner hochhält und Parolen ruft. In diesem Fall wäre es oberflächlich, sich damit zu begnügen, festzustellen, dass es sich lediglich um eine Demonstration handelt. Höher und erhabener ist es, sich darum zu bemühen, zu erkennen und zu verstehen, was dahintersteckt und welche Parteien oder Gruppen sie anführen. Noch erhabener wäre es, die eigentlichen Ziele und Beweggründe zu kennen, die sich hinter dieser Demonstration verbergen, und die Umstände, Bedingungen und Wirklichkeiten zu erfassen, die diese Partei dazu bewogen haben, einen Protest zu organisieren. Ebenso notwendig ist es, sich darum zu bemühen herauszufinden, ob es hinter der anführenden Partei noch einen anderen Einfluss oder eine andere Lenkung gibt, die sie dazu gebracht hat, zu demonstrieren, um ein bestimmtes Ziel oder einen bestimmten Zweck zu erreichen.
The shallow thought as we have stated is the judgement upon the most simple manifestation of a specific reality without paying attention to the truth of this reality and without expending effort to understand this true reality by knowing its causes and effects or to understand the basis that it has emanated from or what is built upon it. This in addition to not knowing or understanding its circumstances, conditions and what is related to it. For example: When we here a commotion outside in the street we go out to see a mass of people raising banners and shouting slogans. It would in this case be shallow or superficial to find it enough to state that what has been witnessed is merely a demonstration. It is higher and more elevated to expend effort to know and understand what lies behind it and which parties or groups are leading it. And it would be even more elevated to know the real goals and motives that are hidden behind this demonstration and what the circumstances, conditions and realities are that has driven this party to organise a protest. It would also be necessary to make effort to understand if there is behind this party leading the protest any other influence or direction that has pushed this party in the direction of demonstrating in order to achieve a specific aim or objective.
All dies ist notwendig, damit unser Urteil über die Wirklichkeit, wenn wir es fällen, richtig ist oder dem Richtigen nahekommt. Es genügt nicht, dass unser Urteil oberflächlich ist und sich nur auf eine von den Erscheinungsformen dieser Wirklichkeit beschränkt. Vielmehr müssen wir uns bemüht haben, die Wirklichkeit in ihrer wahren Beschaffenheit zu verstehen, und wir müssen die Faktoren, Ziele, Umstände und Bedingungen untersucht haben, die mit diesem Vorfall zusammenhängen. Erst danach sollten wir ein Urteil fällen.
All of this is necessary so that when we issue our judgment upon the reality it is correct or near to being correct. It is sufficient for our judgement to have been deep and not merely restricted to one manifested reality from amongst the manifestations related to that reality. Rather we would have expended effort to understand the reality according to its true reality and we would have examined the factors, objectives, circumstances and conditions that relate to this incident and after that we would have issued a judgement.
Ein junger Mann möchte heiraten; er sieht ein schönes Mädchen und urteilt dann anhand ihres Äußeren, dass sie für ihn als Ehefrau geeignet ist. Dies ist ein oberflächliches und seichtes Urteil. Es wäre erhabener, zu wissen, ob sie bereits verheiratet ist oder nicht? Ist sie gesund oder krank? Kann sie sprechen oder ist sie stumm? Ist sie fruchtbar oder unfruchtbar? Und noch erhabener als das wäre es für ihn, ihre Familie von ihrem Vater her zu kennen? Und in welchem Haus sie lebt? Und noch erhabener als dies wäre es, ihre Lebensauffassung und was ihre Überzeugungen sind zu verstehen? Welchen Gedanken sie in sich trägt? Wenn er diese Untersuchung durchführt und ein Verständnis dieser Wirklichkeit gewinnt, dann würde sein Urteil über diese Wirklichkeit erhabener werden und dem Richtigen nahekommen.
Another example: A young man wishes to marry; he sees a beautiful girl and then judges from her appearance that she is suitable to be his wife. This is a shallow and superficial judgement. It would be more elevated to know whether she is already married or not? Is she healthy or sick? Is she able to speak or is she mute? Is she fertile or barren? And even more elevated than that would be for him to know her family from her father? And what house she is living in? And even more elevated than this would be to understand her viewpoint towards life and what her beliefs are? What thought does she carry? If he fulfils this study and gains an understanding of this reality then his judgement upon this reality would become elevated and close to what is correct.
Another example: Wenn wir einen Text hören, der vorgelesen wird, oder einen Gegenstand lesen, und unser Lesen oder Zuhören dieses Textes um des Totschlagens der Zeit oder der Selbstbelustigung willen geschah oder es uns an Einsicht und Tiefe fehlte, was das Erfassen seiner Bedeutungen betrifft, oder wir dazu nicht in der Lage waren, dann würden wir ein oberflächliches oder seichtes Urteil über diesen Text fällen. Wenn wir jedoch seine literarische Form untersuchen und uns bemühen, ihre Übereinstimmung mit den Regeln der Sprache zu erkennen, dann können wir in diesem Fall ein Urteil unter literarischem Blickwinkel und Gesichtspunkt fällen. Wenn wir aber versuchen, über seine Bedeutungen nachzudenken und die Wirklichkeit zu verstehen, auf die er zutrifft, den Verfasser des Textes kennenzulernen und den Anlass oder die Umstände, unter denen er entstanden ist, dann hätten wir aus diesem Text oder dieser Untersuchung einen geistigen Gewinn gezogen, der weit von Oberflächlichkeit oder Seichtheit entfernt ist. Unser Urteil darüber wäre dann ein tiefgründiges Urteil, das infolgedessen weit von Seichtheit und Oberflächlichkeit entfernt ist.
Another example: When we listen to a text that is read out or we read a subject. If our reading or listening to that text was for the sake of killing time or self-amusement or if it was absent in terms of vision and depth in regards to comprehending its meanings or we were unable to do that, then we would pass a superficial or shallow judgement upon this text. However when we examine its literary form and make effort to know its conformity to the rules of the language, then in this case we can make a judgment from a literary angle and aspect. However when we try to contemplate its meanings and understand the reality upon which it applies, to know the one who has compiled the text and the occasion or circumstances in which it was made, then we would have taken from this text or this study an intellectual taking which is far from superficiality or shallowness. Our judgement upon it would then be a deep judgement that is far away from shallowness and superficiality as a result.
Was das tiefe Nachdenken betrifft, so ist es ebenfalls ein Urteil über eine Wirklichkeit; es setzt jedoch die Kenntnis dieser Wirklichkeit voraus und ist nicht auf eine ihrer Erscheinungsformen oder auf eine ihrer Besonderheiten beschränkt.
As for the deep thought, it is also a judgment upon a reality however it requires the knowledge of the reality and is not restricted to one manifestation from amongst its manifestations or one particularity from amongst its particularities.
Das Erkennen und Verstehen von Dingen und Sachverhalten erfordert die Kenntnis ihrer Teilaspekte und Besonderheiten, damit ihre feine Zusammensetzung erfasst werden kann. Um die Wirklichkeiten und Ereignisse zu verstehen, ist es notwendig, die Seiten zu kennen und zu begreifen, die an dem Streit beteiligt sind, ebenso den Gegenstand, um den gestritten wird, dazu die Umstände oder Bedingungen, unter denen sich der Streit ereignet, sowie die unmittelbaren und mittelbaren Ursachen dafür, sofern sie vorhanden sind. Das Verstehen des gesetzgebenden Textes hingegen erfordert etwas anderes, denn es verlangt umfassende Kenntnisse, die zur Auslegung des Textes und zu seinem Verständnis nötig sind, zusätzlich zur Bemühung, zwischen dem gesetzgebenden Text und dem literarischen oder mathematischen Text und so weiter zu unterscheiden. Ebenso verlangt es umfassende Kenntnisse, um die Hinweise der Ausdrücke zu verstehen, ob sie wörtlich oder metaphorisch sind, und um die Bedeutungen der Sätze und Satzgefüge zu erfassen. Wenn all dieses Wissen vorhanden ist und wir uns bemüht haben, über den Text zu urteilen oder ihn zu verstehen, dann werden wir ihn richtig beurteilt oder verstanden haben, oder zumindest nahe am Richtigen. Dies ist der tiefe Gedanke.
Knowing and understanding matters and things requires knowledge of its partialities and specificities so that there minute composition can be arrived at. As for understanding the realities and events then it is necessary to know and understand the sides involved in the dispute and the matter being disputed over, in addition to the circumstance or conditions that the dispute is occurring upon and the direct causes and indirect causes for it if they exist. As for understanding the legislative text then this requires another matter as it requires wide knowledge needed to interpret the text and understand it, in addition to expending effort to distinguish between the legislative text and the literary text or algebraic text and so on. It also requires wide knowledge needed to understand the indications of the worded expressions whether they are literal or metaphorical and to comprehend the meanings of the sentences and compositional structures. If all of this knowledge is present and we have expended effort to judge upon the text or understand it, we would have then judged upon it or understood it correctly or close to that which is correct. This is the deep thought.
Dennoch bleibt sie unvollständig und genügt nicht allen Anforderungen, die das Studium stellt. Dies liegt daran, dass Dinge, Angelegenheiten und Wirklichkeiten Umstände und Bedingungen haben, die auf sie einwirken, und verwandte Angelegenheiten, die zu begreifen notwendig ist, während diese Umstände, Bedingungen und verwandten Angelegenheiten nicht Teil der Dinge, Angelegenheiten, Wirklichkeiten oder Ereignisse sind. Das Studium eines Gedichts bedeutet also nicht, dass der Dichter bekannt ist, oder dass die Umstände, unter denen es gesprochen oder geschrieben wurde, bekannt sind, so wie das Verstehen einer zerstörerischen Explosion nicht bedeutet, dass derjenige bekannt ist, der dahintersteckt, oder das Ziel dahinter oder wer angeordnet hat, sie durchzuführen. Tiefe im Studium führt nicht zum Erreichen dieser Dinge, denn die Tiefe im Studium beschränkt sich auf die Teilaspekte einer Sache, ihre strukturierte Zusammensetzung und ihre Gesetze. Was sie umgibt und was mit ihr zusammenhängt, liegt hingegen außerhalb der tiefen Untersuchung, vielmehr erfordert es während des Studiums, das Licht auf das zu werfen, was den untersuchten Gegenstand umgibt, um zu wissen, was ihn umgibt und was mit ihm zusammenhängt, denn es ist nicht (tatsächlich) Teil davon.
However it still remains incomplete and falls short in fulfilling all that the study requires. This is because things, matters and realities have circumstances and conditions that have an effect upon them and they have related matters that it is necessary to comprehend whilst these circumstances, conditions and related matters are not part of the things, matters, realities or events. So studying a poem does not mean that the poet is known, or the circumstance in which it was said or written are known, just as understanding a destructive explosion does not mean that the one who is behind it is known or the aim behind it or who ordered it to be done are known. Depth in the study does not lead to the arrival of these matters because the depth in the study is restricted to the partialities of a matter, its structured composition and its laws. As for what lies around it and what is related to it then this lies outside of the deep study and rather it requires during the study shedding light upon that which surrounds the studied matter to know what surrounds it and what is related to it because it is not (actually) part of it.