6.4 Studienfächer
6.4 Study subjects
6.4.1 Grundlage, auf der die Lehrgegenstände aufgebaut sind
6.4.1 Foundation Upon Which Teaching Subjects Are Built
Die islamische 'Aqīda ist die Grundlage des Lebens des Muslims. Sie ist die ausschließliche Grundlage des Kalifatstaates, sodass nichts in der Einrichtung, den Institutionen, den Handlungen des Staates oder in allem, was damit zusammenhängt, stattfinden kann, außer auf der Grundlage der islamischen 'Aqīda.
The Islamic ‘aqeedah is the basis of the Muslim’s life. It is the exclusive basis of the Khilafah State such that nothing in the State’s entity, agencies, actions or anything related to it can take place except based upon the Islamic ‘aqeedah.
Demnach ist die islamische ʿAqīdah die Grundlage jedes Wissens, das der Schüler im Staat des Kalifats studiert, sei es Wissen, das unbedingt aus der islamischen ʿAqīdah hervorgehen muss, wie die Gedanken der ʿAqīdah und die Regeln der Scharīʿah, oder Wissen, das notwendigerweise auf der islamischen ʿAqīdah aufbauen muss, etwa Geschichte und Naturwissenschaften. Auf der islamischen ʿAqīdah aufzubauen bedeutet, dass die islamische ʿAqīdah zu deren Maßstab wird, sodass der Muslim das ablehnt und verwirft, was der islamischen ʿAqīdah widerspricht, während er das übernehmen darf, was ihr nicht widerspricht. Die islamische ʿAqīdah ist der alleinige Maßstab des Muslims in Glauben und Handeln, und sie ist der Maßstab für Annahme und Ablehnung. Das Studium anderer Glaubenslehren und Wissensgebiete, die dem Islam widersprechen und seinen Gedanken entgegenstehen, ist nicht untersagt, sofern es dazu geschieht, sie zu widerlegen und die Haltung der Scharīʿah ihnen gegenüber zu bestimmen.
Accordingly, the Islamic ‘aqeedah is the basis of every knowledge that the student studies in the Khilafah State whether such knowledge is of the type that must emanate from the Islamic ‘aqeedah such as thoughts of the ‘aqeedah and Shari’ah rules, or knowledge that must be built upon the Islamic ‘aqeedah e.g. history and sciences. Building it upon the Islamic ‘aqeedah means that the Islamic ‘aqeedah becomes its criterion such that the Muslim rejects and denies that which contradicts the Islamic ‘aqeedah while being allowed to adopt that which does not contradict it. The Islamic ‘aqeedah is the Muslim’s sole criterion in creed and action, and it is the criterion for adoption and rejection. Studying other creeds and knowledge that contradict Islam and oppose its thoughts is not prevented provided this is done to refute them and adopt the Shari’ah position towards them.
6.4.2 Arten von Unterrichtsfächern
6.4.2 Types Of Teaching Subjects
Lehrgegenstände sind von zweierlei Art: Entweder handelt es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entwicklung des Verstandes, so dass der Mensch mit ihrer Hilfe über die Wirklichkeit und Eigenschaften von Aussagen, Handlungen und Dingen sowie über deren Übereinstimmung mit der angeborenen Natur des Menschen urteilt, wie etwa Chemie, Physik, Astronomie, Mathematik und andere empirische Wissenschaften. Diese Erkenntnis hat keine unmittelbare Wirkung auf den Aufbau der Persönlichkeit. Oder es handelt sich um die Scharia-Erkenntnis bezüglich dieser Aussagen, Handlungen und Dinge, um die scharia-rechtliche Regel aufzuzeigen, die sich entweder auf die Verantwortlichkeit bezieht (ob verpflichtend (waajib), empfohlen (mandoub), erlaubt (mubah), verabscheut (makruh) oder verboten (haram)) oder auf die Umstände (ob es sich um die Ursache (sabab), die Bedingung (shart) oder den Hinderungsgrund (mani’), die Erleichterung (rukhsa) oder die Regelnorm ('azeemah), deren Gültigkeit (saheeh), Nichtigkeit (baatil) oder Fehlerhaftigkeit (faasid) handelt). Solche Erkenntnis bildet die islamische Persönlichkeit. Wenn diese scharia-rechtlichen Regeln mit dem Ziel verbunden werden, dass der Muslim die scharia-konforme Haltung gegenüber Dingen, Handlungen und Aussagen einnimmt, also ob er sich ihnen zuneigt oder nicht, sowie hinsichtlich der Annahme oder Ablehnung beim Ausführen von Handlungen, um seine Triebe und körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen, bilden sie die islamische Veranlagung (nafsiyyah). Die islamische Persönlichkeit setzt sich aus der islamischen Geisteshaltung zusammen, zusammen mit der islamischen Veranlagung. Es ist eine Persönlichkeit, die den islamischen 'Aqeedah als Grundlage ihres Denkens und ihrer Neigungen nimmt.
Teaching subjects are one of two types: Either scientific knowledge to develop the intellect such that man uses it to judge upon the reality and attributes of statements, actions and things as well as their conformity with man’s innate nature e.g. chemistry, physics, astronomy, mathematics and other empirical sciences. This knowledge has no direct effect in building the personality. Or Shari’ah knowledge regarding these statements, actions and things in order to demonstrate the Shari’ah rule related either to accountability (whether obligatory (waajib), recommended (mandoub), permissible (mubah), disliked (makruh) or forbidden (haram)) or circumstances (whether it is the cause (sabab), condition (shart) or preventor (mani’), dispensation (rukhsa) or normative rule (‘azeemah), its being correct (saheeh), void (baatil) or corrupt (faasid)). Such knowledge forms the Islamic personality. If these Shari’ah rules are linked to the goal of the Muslim adopting the Shari’ah position upon things, actions and statements with respect to inclining towards them or not, as well as adoption or rejection when performing actions in order to satisfy his instincts and organic needs, they form the Islamic disposition (nafsiyyah). The Islamic personality is composed of the Islamic mentality together with the Islamic disposition. It is a personality that takes the Islamic ‘Aqeedah as the basis of its thinking and inclinations.
6.4.3 Zweige der Studienfächer in den drei Schulstufen
6.4.3 Branches Of The Study Subjects In The Three School Stages
a) Arabische Sprache: Lesen, Schreiben, Grammatik, Morphologie (Sarf), Eloquenz (Balāġa), literarische Texte, sprachwissenschaftliche Wörterbücher (Maʿājim) usw.
a) Arabic Language: Reading, Writing, Grammar, Morphology (sarf), Eloquence (balaagha), literature texts, linguistic dictionaries (ma’ajim), etc.
b) Islamische Kultur: Der Edle Koran, ʿAqīdah, Fiqh, die prophetische Sunnah, Tafsīr, Sīrah, islamische Geschichte, Gedanken des islamischen Aufrufs (Daʿwah) usw.
b) Islamic Culture: The Noble Qur’an, ‘Aqeedah, Fiqh, Prophetic Sunnah, Tafseer, Seerah, Islamic History, Thoughts of the Islamic Call (Da’wah), etc.
c) Wissenschaften, Wissen und Fertigkeiten: Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Landwirtschaft, Industrie, Handel, militärische Ausbildung usw.
c) Sciences, Knowledge and Skills: Mathematics, Physics, Chemistry, Computing, Agriculture, Industry, Commerce, Military Training, etc.
Hinweis: Der Text enthält nur die Überschrift „6.4.3.1 Arabic Language“, daher lautet die Übersetzung: 6.4.3.1 Arabische Sprache
6.4.3.1 Arabic Language
Das Erlernen der arabischen Sprache ist für jeden Muslim eine scharia-rechtliche Pflicht, denn sie ist die Sprache des Islam sowie des Qur'an. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Wunders des Qur'an, und der Qur'an wäre ohne sie nicht der Qur'an. Darüber hinaus verehren wir Allah durch ihre Aussprache. Ijtihad kann ohne sie nicht stattfinden, da Allah die Texte der Scharia mit ihren Worten offenbart hat. Daher ist es verpflichtend, die arabische Sprache zur ausschließlichen Sprache des Staates Khilafah zu machen, ebenso zur alleinigen Unterrichtssprache (im Bildungswesen) im Staat Khilafah. Die Pflicht, sie zu erlernen, ergibt sich aus dem Grundsatz: „Die Voraussetzung einer Pflicht ist selbst eine Pflicht.“ Daher muss darauf geachtet werden, die arabische Sprache in allen Fächern des Lehrplans der Schulen und der Hochschulen fließend zu verwenden, sodass sie zum Gefäß der Gedanken und des Wissens wird, sei es wissenschaftlicher oder kultureller Art. Wirksame Methoden und geeignete Mittel müssen angewendet werden, um sie zu lehren und zu lernen, damit sie fließend beherrscht wird und für alle Bürger des Staates sowohl die Sprache des Diskurses als auch das Gefäß des Denkens wird.
Learning the Arabic language is a Shari’ah obligation upon every Muslim for it is the language of Islam as well as the Qur’an. It is an essential element of the Qur’an’s miracle; and the Qur’an would not be the Qur’an without it. Moreover, we worship Allah via its pronunciation. Ijtihad cannot take place without it since Allah revealed the Shari’ah texts using its words. Thus it is obligatory to make the Arabic language the exclusive language of the Khilafah State, as well as making it the sole language of instruction (in education) in the Khilafah State. The obligation to learn it comes from the principle: “The prerequisite of an obligation is an obligation.” Thus care must be taken to use the Arabic language proficiently in all school and higher education curriculum subjects such that it becomes the receptacle of thoughts and knowledge, whether scientific or cultural. Effective styles and appropriate means must be used to teach and learn it, in order to use it proficiently, and to make it both the language of discourse and the receptacle of thought for all the State’s citizens.
Das Ziel des Arabischunterrichts besteht darin, dem Schüler die Fähigkeit zu vermitteln, das Arabische schriftlich, mündlich und im Gespräch zu verstehen und fehlerfrei auszudrücken. Anschließend soll versucht werden, in ihm eine Neigung zur Literatur zu wecken. Denn diese Neigung zur Literatur hilft nicht nur beim Verstehen der Texte der Scharia und der literarischen Werke, sondern weckt in ihm auch den Eifer, seine Beherrschung der Wissenschaften der arabischen Sprache zu vertiefen und den Koran und die Sunna zu verstehen.
The goal of teaching the Arabic language is to establish the student’s ability to understand and flawlessly express Arabic via writing, speech and address. Then, it is to attempt to create an inclination to literature within him; since this inclination to literature not only assists in understanding the Shari’ah and literature texts; it also creates an eagerness within him to increase mastery of the Arabic language’s sciences, as well as understand the Qur’an and Sunnah.
6.4.3.2 Islamische Kultur
6.4.3.2 Islamic Culture
i) Die islamische ʿAqīda
i) The Islamic ‘Aqeedah
Beim Studium der islamischen ʿAqīda richtet sich die Aufmerksamkeit auf die grundlegenden Gedanken der ʿAqīda, aus denen jeder islamische Gedanke hervorgeht, sei es ein Gedanke der ʿAqīda oder ein allgemeiner Rechtsgrundsatz. Die islamische ʿAqīda lautet: der Glaube (Imān) an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den Jüngsten Tag und an al-Qadhāʾ wa al-Qadar (göttliche Vorherbestimmung und Bestimmung), wobei das Gute wie das Schlechte von Allah (swt) ist.
When studying the Islamic ‘aqeedah, attention is focused upon the fundamental ‘aqeedah thoughts from which every Islamic thought emanates, whether such thought is of the ‘aqeedah or (general) rules. The Islamic ‘Aqeedah is: Belief (imaan) in Allah, His Angels, His Books, His Messengers, the Last Day and al-Qadha wa al-Qadr (Divine fate and destiny) the good and bad of which is from Allah (swt).
Der Lehrplan vermittelt die Gedanken der ʿAqīda entsprechend dem Alter des Schülers. Dabei wird die Aufmerksamkeit des Schülers auf das Studium der einzigartigen Schöpfung Allahs gelenkt, die ihn umgibt. Dies beeinflusst seinen jungen Geist, über diese einzigartige Schöpfung nachzudenken, um Überzeugung von der Existenz des Schöpfers, des Lenkers (Al-Mudabbir) zu erlangen, damit er Allah für Seine Gunst lobt und Ihm dankt, indem er Ihn anbetet und Ihm gehorcht. Der Lehrplan schreitet dann in den folgenden Stufen fort und bietet eindeutige Beweise für die Gedanken der ʿAqīda, seien sie verstandesmäßiger oder überlieferungsbasierter (naqlī) Art, etwa den vernunftgemäßen Beweis für die Existenz Allahs, das Prophetentum Muhammads (ṣallā Llāhu ʿalaihi wa sallam) und dass der Qur’ān von Allah stammt, sowie die überlieferungsbasierten Beweise für die Existenz der Engel und für den Tag des Gerichts. Danach richtet er den Blick auf die Gedanken zur ʿAqīda von al-Qaḍāʾ wa al-Qadr und auf die Auswirkung des Glaubens daran auf das Handeln des Muslims, etwa die Übernahme des Prinzips der Kausalität, sowie auf weitere Gedanken der ʿAqīda, wie das Vertrauen (Tawakkul) auf Allah und dass Allein Er Lebensdauer (ajal) und Lebensunterhalt (rizq) bestimmt.
The curriculum graduates in teaching the ‘aqeedah’s thoughts according to a student’s age. So the student’s attention is attracted to studying Allah’s unique creation surrounding him, influencing their young minds to ponder upon this unique creation to attain conviction in the existence of the Creator, the Director (Al-Mudabbir) in order to praise and thank Allah for this favours via worshipping and obeying Him. The curriculum then advances, in the following stages, to offering definitive proofs for the ‘aqeedah’s thoughts, whether intellectual or informative (naqliyy), like the rational proof of Allah’s existence, the Prophethood of Muhammad (Salla Allahu ‘alaihi wa sallam) and the Qur’an being from Allah; and the informative proofs for the existence of Angels and the Day of Judgement. Then, it focusses upon thought related to the ‘aqeedah of al-Qadha wa al-Qadr and the effect of believing in them upon the Muslim’s action like adopting the principle of causality, and then other ‘aqeedah thoughts such as Tawakul (depending) upon Allah, and that Allah Alone controls lifespan (ajal) and sustenance (rizq).
ii) Der Edle Qur'an und seine Wissenschaften
ii) The Noble Qur’an and its Sciences
- Auswendiglernen und Rezitation: Schulen müssen die Zeit vor der Pubertät nutzen, damit die Schüler möglichst großen Teil des Edlen Qur’an auswendig lernen. Das Auswendiglernen beginnt bereits im Vorschulalter, wobei Schüler mit einem ausgeprägten Gedächtnis an die Abteilung für Qur’an-Memorierung gewiesen werden, die der Schule angegliedert ist. Die Schule muss außerdem darauf bedacht sein, die korrekte Rezitation des Qur’an sowie seine Intonation (Tadschwid) bei den Schülern zu verbessern.
- Memorisation and Recitation: Schools must exploit the period before the age of puberty to make students memorise the greatest portion possible of the Noble Qur’an. Memorisation begins at the pre-school interval while directing students distinguished with strong memorization to the faculty of the Qur’an memorization section associated with the school. The school must also be keen to improve students’ proper recitation of the Qur’an together with its intonation (tajweed).
- Tafsir: Schülern wird beigebracht, den Koran schrittweise zu verstehen. In der ersten Stufe genügt es, die allgemeine Bedeutung zusammen mit der Erklärung schwieriger Wörter zu vermitteln, während die jeweils einschlägigen Verse mit den für Schüler verpflichtenden Regeln verknüpft werden, etwa dem Gebet und der Waschung (Wudu). Auf der nächsten Stufe folgt dann die Tafsir und das, was sie umfasst, in Bezug auf Glaubenslehren, die mit dem Handeln verbundenen Vorschriften der Scharia, die Umstände der Offenbarung und die Abrogation (Naskh).
- Tafseer: Students are taught to understand the Qur’an gradually. In the first stage, teaching the general meaning together with explaining the difficult words suffices, while linking the relevant ayat to the rules mandatory for students e.g. prayer, wudhu. Then progressing in the next stage to Tafseer and what it encompasses with respect to creeds, Shari’ah rules linked to action, circumstances of revelation and abrogation.
iii) Die prophetische Sunnah
iii) The Prophetic Sunnah
Der Schüler studiert die prophetische Sunnah von dem Zeitpunkt an, da er die Schule betritt, durch Auswendiglernen und Verstehen. Zu Beginn werden solche Ahadith ausgewählt, die dem kindlichen Verstand nahe sind, sodass sie leicht auswendig zu lernen und zu verstehen sind, z. B. sein (SAW) Ausspruch:
The student studies the Prophetic Sunnah from his first joining school via memorisation and understanding. In the beginning, those ahadith close to children’s mind are chosen such that they are easy to memorise and understand e.g. his (SAW) saying:
Das Hadith-Fragment lautet im Original, mit Arabisch und englischer Übertragung: „Islam is founded upon five (pillars)…“ Die Übersetzung ins Deutsche: „Der Islam ist auf fünf (Säulen) errichtet…“
»... ، بني الإسلَم على خمس « “Islam is founded upon five (pillars)…” and:
»الْمُسْلِمُ أَخُو الْمُسْلِمِ« „Der Muslim ist der Bruder des Muslims …“ Danach geht der Schüler dazu über, Ahadith sowie deren passende Umstände (munaasabaat) auswendig zu lernen und zu verstehen, indem er diejenigen Ahadith auswählt, die sich auf die schari'atischen Regeln beziehen, die für seine Altersgruppe gelten. Zum Beispiel lernt er mit Vollendung des siebten Lebensjahres auswendig, was der Prophet ﷺ sagte:
» ... المسلم أخو المسلم « “The Muslim is the brother of a Muslim…” Then the student graduates to memorising and understanding ahadith as well as their relevant situations (munaasabaat) by choosing those ahadith related to Shari’ah rules specific to the student’s age group. For instance, he memorises upon attaining seven years the Prophet’s (SAW) saying:
»... Befehlt euren Kindern, mit sieben Jahren das Gebet zu verrichten.« „Befehlt euren Kindern, mit sieben Jahren zu beten …“ Und mit dem Eintritt in die Pubertät prägt er sich den Ausspruch des Propheten ﷺ ein:
»... مروا صبيانكم بالصلَة لسبع سنين « “Command your children to pray at seven years…” And upon attaining puberty, he memorises the Prophet’s (SAW) saying:
„...Die Feder ist von drei Personen aufgehoben: vom Kind, bis es das Mündigkeitsalter erreicht ...“
،»... رفع القلم عن ثلَثة: عن الصبي حتى يبلغ « “The pen (i.e. accountability) is lifted from three (persons): The child until he matures…” and:
»... يَ أسماء، إن المرأة إذا بلغت المحيض « „O Asma, wenn die Frau die Menstruation erreicht…“ In den höheren Stufen der Schule studieren die Schüler die Sunnah des Propheten ﷺ, indem sie die Ahadith mit ihrem jeweiligen Anlass verbinden, so wie sie mit den Regeln der Scharia verbunden werden, die aus ihnen abgeleitet sind.
iv) Rechtswissenschaft (Fiqh)
iv) Jurisprudence (Fiqh)
Die Fiqh wird anhand der Shari'ah-Texte des Qur'an und der Sunnah studiert. Der Schüler lernt die Shari'ah-Regeln, die ihm entsprechend seinem Alter obliegen, da Fiqh definiert wird als: Kenntnis der praktischen Shari'ah-Regeln, die aus ihren detaillierten Belegen abgeleitet sind. Kinder beginnen mit den Regeln des Gebets, des Fastens und der Etikette im Umgang mit den Eltern und Menschen, ohne sich bereits mit den Regeln zu befassen, die im Alter der Pubertät erforderlich sind, z. B. die Regeln der großen rituellen Unreinheit (janabah), der großen rituellen Waschung (ghusl), der Menstruation und des Wochenbetts, die zeitlich nahe an der Pubertät vermittelt werden. Ebenso liegt der Schwerpunkt auf Regeln, die mit der Moral zusammenhängen, wie Loyalität, Vertrauenswürdigkeit und Mut, die Wahrheit zu sagen. Danach schreitet man fort zum Studium der Fiqh auf allgemeine Weise, etwa des Dschihads und der Führung samt ihren Regeln, zusammen mit dem Studium einiger Grundsätze der Fiqh, z. B. die Grundsätze: „Kein Schaden zufügen und keinen Schaden erleiden“, „Jeder Zweifel wendet die Hudud ab“ und „Die Voraussetzung einer Pflicht ist selbst eine Pflicht.“
Fiqh is studied via the Shari’ah texts of the Qur’an and Sunnah. The student learns the Shari’ah rules obliged on him according to his age, since Fiqh is defined as: Knowledge of the practical Shari’ah rules derived from their detailed evidences. Children begin with the rules of prayer, fasting, etiquette of dealing with parents and people without exploring the rules required at the age of puberty e.g. rules of major ritual impurity (janabah), major ritual wash (ghusl), menstruation and childbirth which are taught at a time close to the stage of puberty. Likewise, the focus is upon rules related to morals such as loyalty, trustworthiness, boldness in speaking the truth. Then, it progresses to studying Fiqh in a general manner such as jihad and leadership and their rules together with studying some of the Fiqh principles e.g. the principle(s): “No (inflicting) harm or being harmed”, “Any doubt will avert the hudood” and “The prerequisite of an obligation is an obligation.”
v) Prophetische Sīra
v) Prophetic Seerah
Das Kind beginnt das Studium der prophetischen Sīra bereits mit seinem ersten Schuleintritt, und dieses Studium wird im Umfang stufenweise erweitert. Der Schüler lernt in der ersten Stufe (dem ersten Kurs) das gesamte Leben des Propheten ﷺ im Überblick, von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Dasselbe wird dann dem Alter des Schülers entsprechend in erweiterter und vertiefter Form wiederholt, sodass der Schüler nach Abschluss der drei Schulstufen die prophetische Sīra im Detail zusammen mit ihrer Fiqh und den daraus abgeleiteten Regeln vollständig studiert hat. Besonderes Gewicht muss dabei auf die Regeln der Verbreitung der Da‘wa, der Errichtung des Staates und der Ausbreitung des Islam gelegt werden.
The child begins studying the Prophetic Seerah from his first joining school with such study graduating in terms of expansion. The student studies the whole life of the Prophet (SAW) in summary, from his birth to death in the first course (first stage). The same is reviewed in an expansive and deeper form according to the student’s age, such that the student completes studying the Prophetic Seerah in detail together with its Fiqh and derived rules upon completing the three school stages. Focus must be paid upon the rules of carrying the Da’wah, and establishing the State and spreading Islam.
vi) Muslimische Geschichte
vi) Muslim History
Der Schüler studiert dies entsprechend seinem Alter, ebenso wie sein Studium der Siyar (Seerah) und der Fiqh. Der Schwerpunkt muss auf dem Studium der mutigen Haltungen (mawaqif) islamischer Persönlichkeiten liegen, wie der Sahaba, der Tabi'in sowie der Herrscher und Gelehrten, die nach ihnen kamen, z. B. die Haltungen Abu Bakrs bei der Verteidigung des Gesandten Allahs ﷺ und während der Abtrünnigkeitskriege, Umars während seiner Hidschra, Uthmans in seiner großzügigen Freigebigkeit, Alis in seiner Tapferkeit, Bilals in seiner Geduld und Ausdauer, Umar ibn Abdulaziz in der Wahrung der Gerechtigkeit, Mu'tasim Billahs im Sinn für die Wahrung der Ehre, Saladins während seiner Kriege (gegen die Kreuzfahrer), Sultan Abdulhamid II. im Schutz Palästinas, Qadi Shurayh im gerechten Urteilen, Asch-Schafi'i in der Fiqh, Ahmad ibn Hanbal in seiner Kühnheit, Khalid ibn al-Walid in seinem Gehorsam sowie ähnlichen Haltungen. Dies geschieht, um die islamischen Konzepte über das Leben zu festigen.
The student studies this according to what suits his age just like his study of the Seerah and Fiqh. Focus must be paid upon studying the bold attitudes (mawaqif) of Islamic personalities like the Sahabah, Tabi’in and the rulers and scholars who came after them e.g. the attitudes adopted by Abu Bakr in defending the Messenger (SAW) and during the apostasy wars, and Umar during his Hijrah, Uthman in his liberal generosity, Ali in bravery, Bilal in patience and endurance, Umar bin Abdulaziz in upholding justice, Mu’tasim Billah in the sense of upholding honour, Salahuddin during his wars (against the Crusaders), Sultan Abdulhamid II in protecting Palestine, Qadhi Shurayh in judging with justice, As-Shafi’i in Fiqh, Ahmad bin Hanbal in boldness, Khalid bin Walid in obedience and similar attitudes. This is done to consolidate the Islamic concepts about life.
Die Geschichte anderer Nationen und Völker wird im dritten Schulabschnitt sowie in einigen Universitätsfakultäten allein deshalb studiert, um aus ihren Lehren Nutzen zu ziehen, die Denkweisen anderer Völker und Nationen zu verstehen, um mit ihnen in Kontakt zu treten und ihnen die Da'wah zu bringen.
The history of other nations and peoples is studied merely to take heed of their lessons during the third school stage as well as in some university faculties, in order to understand the mentalities of other peoples and nations so as to interact with, and carry the Da’wah to them.
6.4.3.3 Wissenschaften, Wissen und Fertigkeiten:
6.4.3.3 Sciences, Knowledge And Skills: