Islam und Sklaverei
Islam And Slavery
Vielleicht ist dies die abscheulichste Form des Zweifels, die von den Kommunisten ausgenutzt wird, um den Glauben der muslimischen Jugend an ihre Religion, den Islam, zu erschüttern. Wäre der Islam für jede Epoche der Menschheitsgeschichte geeignet, so würde er die Sklaverei nicht gutheißen, wie er es tat, was eindeutig beweist, dass der Islam nur für einen begrenzten Zeitraum der Geschichte bestimmt war. Er hat seine Sendung erfüllt und steht nun veraltet und überholt da, denn er war nicht dazu bestimmt, eine Religion für alle Zeiten und alle Breitengrade zu sein.
Perhaps this is the most odious form of doubt exploited by the communists in order to shake the faith of the Muslim youth in his religion, Islam. If Islam were suited to every period of human history, it would not, as it did, approve of slavery, which proves conclusively that Islam was but meant for a limited period of history only. It has fulfilled its mission and now stands outmoded and obsolete for it was not designed to be a religion for all times and climes.
Auch der aufrichtige muslimische Jugendliche wird von ähnlichen Zweifeln geplagt. Warum hat der Islam die Sklaverei erlaubt? Diese Religion ist zweifellos von Gott offenbart – daran kann kein Zweifel bestehen –, und sie wurde zum Wohl der gesamten Menschheit für alle Zeiten offenbart. Wie kommt es jedoch, dass sie die Sklaverei zuließ? Wie konnte eine Religion, die auf dem Gedanken vollkommener Gleichheit unter den Menschen beruht, die ihre gemeinsame Herkunft betont und ihr Gleichheitsverständnis im gesellschaftlichen Leben erfolgreich verwirklicht hat, die Sklaverei als Teil ihrer gesellschaftlichen Ordnung anerkennen und Gesetze für sie erlassen? Will Gott, dass die Menschen für immer in Herren und Sklaven geteilt bleiben? Will Er, dass die Menschheit weiterhin eine Gruppe unter sich hat, die wie bewegliches Eigentum verkauft und gekauft wird, wie es bei den Sklaven der Fall war, obwohl Er selbst von allen Menschen sagt: „Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt“? Und wenn Gott dies nicht wollte oder billigte, warum hat Er es dann nicht in Seinem Buch ausdrücklich verboten und vollständig abgeschafft, so wie Er zum Beispiel das Trinken, das Glücksspiel und den Wucher abgeschafft hat, Praktiken, die Er verabscheut? Kurz gesagt: Der muslimische Jugendliche weiß, dass der Islam eine wahre Religion ist, doch wie Abraham ist er verwirrt und scheint sich in jenem seelischen Zustand zu befinden, den der Koranvers beschreibt:
The sincere Muslim youth is also haunted by similar doubts. Why did Islam permit slavery? This religion is no doubt revealed by God: there can be no doubt about that, and that it was revealed for the good of the whole of mankind for all times to come, but how is it that it allowed slavery? How did the religion based on the notion of perfect equality among men, stressing the common origin of them all and then successfully translating its concept of equality in its social life, recognize slavery as a part of its social system and as such made laws for it'? Does God intend that human beings for ever should remain divided as masters and slaves'? Does He want that the human race should continue to have a group of people among them that is sold and bought as chattel as was the case with the slaves, when He Himself said of hum all beings:" And surely We have dignified the children of Adam,” and if God did not intend or like it, why did He not then explicitly forbid it in His Book and abolish it outright as He did, for instance, abolish drinking, gambling and usury etc., the practices which He abhors? In short the Muslim youth knows that Islam is a true religion but like Abraham he is perplexed and seems to be in a state of mind described in the Qur'anic verse:
Und als Abraham sagte: „Mein Herr, zeige mir, wie Du die Toten lebendig machst“, sprach Er:
“And when Abraham said, my Lord, show me how You give life to the dead, He said:
„Was! Und glaubst du nicht?" Er sagte: „Doch, aber damit mein Herz Ruhe finde." (2:260)
What! And do you not believe? He said: Yes, but that my heart may be at ease” (ii: 260).
Im Gegensatz dazu lässt sich die Jugend, deren Verstand durch die imperialistischen Machenschaften getrübt und deren Glaubensüberzeugungen verwirrt sind, nicht Zeit, bis ihr die Wahrheit klar vor Augen steht, sondern wird von ihren Leidenschaften fortgerissen und zieht, ohne jede Neigung, der Wirklichkeit nachzuforschen, den voreiligen Schluss, der Islam sei veraltet und deshalb vom Menschen nicht mehr benötigt.
As against this the youth, whose reason is impaired and beliefs confused by the imperialistic machinations, does not wait for the truth to be made clear before him but is swept away by his passions and, without any inclination to inquire into the reality, jumps to the conclusion that Islam is antiquated and, hence, is no longer needed by man.
Die Kommunisten, die die Menschen mit dem Anspruch täuschen, wissenschaftlich zu sein, handeln mit Ideen, die sie von ihren Meistern im Ausland übernommen haben, und die sie hochmütig zur Schau stellen, wobei sie den falschen Eindruck erwecken, eine unveränderliche und ewige Wahrheit entdeckt zu haben, deren Echtheit weder angefochten noch widerlegt werden kann. Die Wahrheit, die sie angeblich entdeckt haben, ist der dialektische Materialismus, die Theorie, nach der das menschliche Leben in bestimmte, festgelegte wirtschaftliche Phasen unterteilt ist, die die Menschheit weder vermeiden noch überspringen kann, nämlich zuerst den Kommunismus, dann die Sklaverei, den Feudalismus, den Kapitalismus und schließlich den zweiten Kommunismus (der als die letzte Seite im Buch der Geschichte gilt). Ferner behaupten sie, alle Glaubensrichtungen, Lehren und Gedanken, die die menschliche Geschichte kennt, seien in Wahrheit nichts weiter als ein Spiegelbild der jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnisse bzw. Wirtschaftssysteme, die zu verschiedenen Zeiten der menschlichen Geschichte herrschten. Diese früheren Glaubensvorstellungen und Überzeugungen seien für jene vergangenen Zeitalter durchaus richtig gewesen, da sie vollkommen mit der wirtschaftlichen Struktur und den Umständen jener Zeiten übereingestimmt hätten, könnten jedoch für die nächsthöheren Stufen der menschlichen Entwicklung niemals geeignet sein, da diese stets auf einem völlig neuen und anderen wirtschaftlichen Muster beruhten. Daher, so ihr Schluss, könne es kein einziges Lebenssystem geben, das für alle kommenden Zeiten geeignet wäre. Da nun der Islam in die Welt kam zu einer Zeit, als die Phase der Sklaverei zu Ende ging und die des Feudalismus gerade begann, brachte er Gesetze, Glaubensvorstellungen und eine Lebensordnung mit sich, die alle mit den damals herrschenden wirtschaftlichen Verhältnissen im Einklang standen. Deshalb billigte er die Sklaverei und erlaubte den Feudalismus, denn der Islam konnte die nächste Stufe der wirtschaftlichen Entwicklung nicht vorwegnehmen und der Welt kein System geben, für das die wirtschaftlichen Bedingungen noch nicht reif waren, wie der gesegnete Herr Karl Marx sagte, es sei absolut unmöglich gewesen.
The communists, who hoodwink people by claiming to be scientific, trade in ideas borrowed from their masters abroad which they arrogantly parade giving a false impression of having discovered an unalterable and eternal truth, the genuineness of which cannot be challenged, nor contradicted. The truth they claim to have discovered is dialectical materialism-the theory which states that human life is divided into certain definite economic phases such as can neither be avoided, nor passed by mankind viz. first communism, slavery, feudalism, capitalism and the second communism (deemed to be the last page in the book of history) and that all creeds, disciplines, and thoughts that human history knows of were in fact a mere reflection of the various economic conditions or economic systems that prevailed at different periods of human history. These past creeds and beliefs were all right for those bygone ages, for they fully coordinated with the economic structure and circumstances of those times but they can never be suitable for the next higher stages of human development as these are always based on quite a new and different pattern of economy. Hence, they conclude, there can be no single system of life such as could be suitable for all times to come. Now as Islam came to the world at a time when the stage of slavery was coming to an end and that of feudalism just beginning, it brought with itself laws, creeds and a discipline of life all of which were in concord with the prevalent circumstances of economic existence. That is why it approved of slavery as well as permitted feudalism, for Islam could not anticipate the next stage of economic development nor give any system to the world for which the economic Conditions were not yet ripe for, as the blessed Lord Karl Marx said, it was absolutely impossible.
Wir beabsichtigen, dieses Problem der Sklaverei in seinem historischen, sozialen sowie psychologischen Kontext mit offenem Geist zu erörtern, und wir wollen uns nicht von dem Geschrei dieser Betrüger und sogenannten wissenschaftlichen Gelehrten täuschen lassen.
We intend to discuss this problem of slavery in its historical, social as well as Psychological Context with an open mind and without allowing ourselves to be hoodwinked by the clamors of these tricksters and so-called scientific scholars.
Wenn ein moderner Mensch das Problem der Sklaverei mit seinem Hintergrund des zwanzigsten Jahrhunderts betrachtet und im Lichte der abscheulichen Verbrechen, die während des Sklavenhandels begangen wurden, sowie der unsagbar barbarischen Behandlung, die Sklaven zuteilwurde (besonders im Römischen Reich), erkennt er darin ein höchst schockierendes und grauenhaftes Verbrechen. Er steht ratlos da und findet es äußerst schwierig zu begreifen, wie eine solche Sache von einer Religion oder einer Lebensordnung gutgeheißen werden könnte. Er fragt sich: Wie konnte der Islam die Sklaverei erlauben, wo doch alle seine übrigen Gesetze und Grundsätze auf die Freiheit des Menschen von jeglicher Art und Form der Knechtschaft hinweisen? Und dann, überwältigt von einem Gefühl der Scham, wünscht er sich: Would that Islam had set our hearts and minds at ease by banning slavery in clear, explicit terms! – Wäre doch der Islam so gewesen, dass er unsere Herzen und Gemüter beruhigt hätte, indem er die Sklaverei in klaren, eindeutigen Worten verboten hätte! Lassen wir uns hier einen Augenblick innehalten und sehen, welche Geschichte die historischen Tatsachen zu erzählen haben. Tatsache ist, dass die grauenhaften Verbrechen, die im Römischen Reich an Sklaven begangen wurden, der islamischen Geschichte völlig fremd sind. Wir haben reichlich Belege über das Leben, das die Sklaven in der römischen Welt führten, und diese genügen vollauf, um den großen Wandel zu veranschaulichen, den der Islam in ihrem Schicksal bewirkt hat.
When a modern man looks at the problem of slavery with his twentieth century background and in the light of the hideous crimes perpetrated during the slave trade and the abominably barbarous treatment that was meted out to slaves (especially in the Roman Empire) he discovers it as a most shocking and horrid crime. He is at a loss and finds it extremely difficult to understand as to how such a thing could be approved of by a religion or a system of life. He wonders: how could Islam allow slavery when all its other laws and principles point towards the freedom of man from all types and forms of slavery? and then overwhelmed by a sense of shame he desires: would that Islam had set our hearts and minds at ease by banning slavery in clear, explicit terms! Let us pause here awhile and see as to what story the historical facts have got to tell us. The fact is that the hideous crimes committed against the slaves in the Roman Empire are quite foreign to Islamic history. We have got ample evidence with regard to the life the slaves in the Roman world led which is quite sufficient to illustrate the great change brought about by Islam in their fate.
Der Sklave in der römischen Welt wurde als bloße „Ware“ betrachtet und nicht als Mensch. Er hatte überhaupt keine Rechte, obwohl ihm beschwerliche Pflichten und Verpflichtungen auferlegt waren. Und woher stammten diese Sklaven? Sie wurden in Kriegen gefangen genommen, die nicht von einem edlen Prinzip oder hohen Idealen ausgelöst wurden, sondern allein von dem Wunsch geleitet waren, andere Völker zu versklaven und zur eigenen Bereicherung auszubeuten. Diese Kriege wurden geführt, damit das römische Volk seinen zügellosen Luxus ausleben und in Wohlstand leben konnte, kalte und heiße Bäder, kostspielige Kleidung, köstliche und schmackhafte Speisen jeder Art genießen und sich sinnlichen Vergnügungen hingeben konnte: Trinkgelage, Hurerei, Tanz sowie öffentliche Versammlungen und Feste. Um diese Vergnügungen zu ermöglichen, unterwarfen sie andere Nationen und beuteten sie auf das Unbarmherzigste aus. Ägypten, das durch den Islam von der römischen Oberherrschaft befreit wurde, wurde nicht minder grausam behandelt. Es bildete eine Kornkammer für das Römische Reich und lieferte darüber hinaus verschiedene andere materielle Ressourcen.
The slave in the Roman world was considered a mere "commodity" and not a human being. He had no rights what so ever although he was encumbered with cumbrous duties and obligations. And whence did these slaves come? They were captured in wars, which were not initiated by any noble principle or lofty ideals but were solely directed by a wish to enslave other peoples and exploit them for self-aggrandizement. These wars were waged in order to enable the Roman people indulge in licentious luxuries and live in prosperity, enjoy cold and hot baths, costly costumes, delicious and tasty foods of every kind, and revel in sensual pleasures-drinking bouts, whoredom, dancing as well as public gatherings and festivals. In order to provide for these enjoyments they subjugated other nations and exploited them most mercilessly. Egypt which was freed from the Roman over lordship by Islam was treated no less cruelly. It constituted a granary of wheat for the Roman Empire, besides furnishing various kinds of other material resources.
Um diese gierige Lust der römischen Imperialisten zu befriedigen, mussten die Sklaven für sie auf den Feldern schuften. Wie oben erwähnt, genossen sie keinerlei Rechte. Bei der Feldarbeit waren sie mit schweren Fesseln gebunden, damit sie nicht fliehen konnten. Man ernährte sie nie ordentlich, sondern gab ihnen nur so viel Verpflegung, dass sie am Leben blieben und für ihre Arbeit tauglich waren, und auch dies nicht, weil man meinte, es stehe ihnen als Recht zu, versorgt zu werden, so wie es selbst Tiere und Bäume werden. Während der Arbeit wurden sie ausgepeitscht, einzig zum wilden Vergnügen, das ihr grausamer Herr oder dessen Aufseher daran fand. Am Ende des Tages wurden große Gruppen von ihnen – je zehn bis fünfzig Männer pro Gruppe und immer noch in ihren Fesseln – zusammengetrieben, um in dunklen, übel riechenden Zellen zu schlafen, die von Mäusen und Insekten verseucht waren. Selbst den Komfort weiter und geräumiger Ställe, wie sie das Vieh in seinen Gehegen genießt, verweigerte man ihnen.
To satisfy this greedy lust of the Roman imperialists the slaves toiled for them in the fields. As mentioned above, they enjoyed no rights. When working in the fields they were fettered in heavy manacles so as to prevent their running away. They were never fed properly but given provisions just sufficient to keep them alive and fit to do their work, and this too not because they thought it was their right to be provided for with sustenance as even the beasts and trees are. During the work they were whipped just for the savage pleasure of it which was much relished by their sadist lord or his agent. At the end of the day large groups of them-from ten to fifty men a group and still fettered in their manacles-were herded together to sleep in dark, foul-smelling cells infested with mice and insects. They were denied even the comfort of wide and spacious folds such as are enjoyed by cattle in their enclosures.
Aber das Schlimmste und Abstoßendste an der römischen Haltung gegenüber diesen Sklaven zeigte sich in dem, was ihre beliebteste Unterhaltung bildete. Dies wirft übrigens auch ein Licht auf den angeborenen, barbarischen und unmenschlichen Charakter der römischen Zivilisation, jener Zivilisation, die in der Neuzeit durch das moderne Europa und Amerika repräsentiert wird, mit allen Mitteln imperialistischer Ausbeutung, die ihnen zur Verfügung stehen. Die Sklaven, mit Schwertern und Lanzen bewaffnet, wurden mit ihren Herren in die Arenen geführt, und gelegentlich nahm auch der Kaiser selbst auf erhöhten Sitzen Platz, um zu beobachten, wie sie zu ihrer Belustigung in vollem Ernst miteinander kämpften. Die Sklaven fielen mit Schwertern und Speeren übereinander her und hieben sich rücksichtslos in Stücke. Der Höhepunkt war erreicht, wenn einer der Kämpfer einen seiner Mitsklaven tötete und ihn kalt und leblos auf den Boden warf. Dafür wurde er unter lautem Jubel, kräftigem Händeklatschen und fröhlichem, herzlichem Gelächter lautstark beklatscht.
But the worst and most revolting feature of the Roman attitude towards these slaves was represented by what formed their best-loved diversion Which, by the way, also brings into light the innate, barbarous and inhuman character of the Roman civilizationthe civilization which is in modern times represented by modern Europe and America with all the means of imperialistic exploitation at their disposal. The slaves carrying swords and lances were led out into the arenas with their masters and occasionally the emperor himself seated around exalted seats in order to watch them fight, in dead earnest, for their diversion. The slaves fell upon one another with their swords and spears, recklessly hacking themselves to pieces. The climax was reached when someone of the fighters killed a fellow-slave and threw him cold and lifeless on the ground. At this he was lustily applauded with loud hurrahs, vigorous hand clapping and joyous, hearty laughter.
So erging sich das Los der Sklaven in der römischen Welt. Auf ihre rechtliche Stellung in diesem System braucht hier nicht näher eingegangen zu werden: das uneingeschränkte Recht des Herrn, sie zu töten, zu bestrafen oder schonungslos auszubeuten, ohne dass sie ein Recht hatten, sich auch nur zu beschweren, und ohne dass sie von irgendeiner Seite moralische Unterstützung erwarten konnten. Dies würde unser Wissen kaum erweitern, nachdem wir all das, was oben kurz beschrieben wurde, durchgegangen sind.
This was how the slaves fared in the Roman world. We need not dwell upon their legal position in this set-up: the absolute right of the master to kill, punish or exploit them mercilessly without any right on their part, to complain even, and without expecting any moral support whatever from any quarter, as it would add little to our knowledge after going over all that we have in brief described above.
Dem Sklaven ging es in Persien, Indien und anderen Ländern nicht besser als hier. Trotz all ihrer geringfügigen Unterschiede blieb das Schicksal des Sklaven bei all diesen Völkern dasselbe.
The slave was no better off than this in Persia, India and other countries. Despite all their minor differences the fate of the slave remained the same among all these nations:
Sein Leben hatte keinen Wert, und für seine Tötung gab es keine Vergeltung; er war mit lästigen Pflichten belastet, die ihm wenig oder gar keine Rechte im Gegenzug einbrachten. Die in diesen Ländern vorherrschenden Systeme unterschieden sich weder in ihrer Absicht noch in ihrem Inhalt hinsichtlich der Sklaven; sie unterschieden sich lediglich im Grad oder in der Intensität der Grausamkeit und Abscheulichkeit, die sie in ihrer Haltung gegenüber den Sklaven offenbarten.
his life had no worth, is murder no retaliation, he was burdened with cumbersome obligations carrying with them little or no rights in return. The systems prevalent in these countries differed neither in intent nor ill Content with regard to the slaves: they differed merely in the degree or intensity of their cruelty and hideousness which they betrayed in their attitudes towards slaves.
So sahen die Lebensbedingungen aus, als der Islam auf den Plan trat. Sein Erscheinen kündigte die Wiederherstellung der menschlichen Würde dieser Sklaven an. Er sagte den Herren in Bezug auf ihre Sklaven:
Such were the conditions of life that obtained when Islam arrived on the scene. Its advent heralded the restoration of human dignity to these slaves. It told the masters as to their slaves:
„Ihr seid (entsprungen) einer aus dem anderen" (iv: 25). Er verkündete: „Wer seinen Sklaven tötet, den werden wir töten; wer ihm die Nase abschneidet, dem werden wir die Nase abschneiden; und wer unseren Sklaven kastriert, den werden wir kastrieren lassen"1. Er anerkannte eine gemeinsame Abstammung und Heimkehr für alle Menschen, Herren wie Sklaven gleichermaßen, indem er sagte: „Ihr alle seid Söhne Adams, und Adam wurde aus Staub erschaffen"2, und er betonte, dass einem Herrn gegenüber seinem Sklaven kein Vorrang allein deswegen zukomme, weil er Herr sei: Ein etwaiger Vorrang beruhe auf Frömmigkeit: „Ein Araber hat keinen Vorzug vor einem Schwarzen, noch ein Schwarzer vor einem Roten, noch ein Roter vor einem Schwarzen, außer durch Frömmigkeit."1
“You are (sprung) the one from the other" (iv: 25). It proclaimed that: “He who kills his slave, we shall kill him; who mutilates his nose, we shall cut his nose; and who gelds our slave, We shall get him gelded ill return"1. It recognized a common, descent abode as well as return for all men, master and slave alike, saying “You are all sons of Adam and Adam was created from dust,2" and stressed that there was no superiority for a master over his slave merely because of his being a master: whatever superiority there was, it rested on piety: "There is no superiority for an Arab, nor for a black man over a red one, nor for a red over a black man save due to piety”.1
Der Islam kam und sagte den Herren, dass sie gerecht und gut im Umgang mit den Sklaven sein sollten: „Und seid gut zu den Eltern und zu den Verwandten und den Waisen und den Bedürftigen, dem Nachbarn, der euch nahe ist, und dem Nachbarn, der fern ist, und dem Gefährten auf der Reise und dem Wanderer und denen, die eure rechte Hand besitzt; gewiss, Allah liebt nicht den, der eingebildet und prahlerisch ist" (IV: 36). Er betonte die Tatsache, dass die wahre Beziehung zwischen dem Herrn und seinem Sklaven nicht eine der Sklaverei und Oberherrschaft war, auch nicht eine der Unterwerfung oder Widersetzung, sondern eine der Verwandtschaft und Brüderlichkeit. So wurde den Herren erlaubt, die Sklavinnen, die sich in ihrem Besitz befanden, zu heiraten: „……Heiratet die gläubigen Mägde, die eure rechte Hand besitzt. Allah weiß am besten um euren Glauben. Ihr (stammt) einer vom anderen … so heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Familien und gebt ihnen ihren Brautgabe in Güte" (IV: 25).
Islam came and told the masters that they should be fair and good in their dealings with the slaves: "And be good to the parents and to the near of kin and the orphans and the needy neighbor of (your) kill and the alien neighbor and the companion in a journey and the wayfarer and those whom your right hand possesses; surely Allah does not love him who is proud, boastful" (iv: 36). It stressed the fact that the true relationship between the master and his slave was not one of slavery and over-lordship, nor of subjection or objection but that of kinship and brotherhood. Thus the masters were permitted to marry the slave-girls they had in their possession: "……Let them marry from the believing maids whom your right hands possess. Allah knoweth best (concerning) your faith. Ye (proceed) one from another.. so wed them by permission of their folk, and give unto them their portions in kindness" (iv: 25).
So wurden die Herren als Brüder ihrer Sklaven beschrieben: „Eure Sklaven sind eure Brüder … Wer also einen Bruder unter sich hat, soll ihm zu essen und zu trinken geben, wie er selbst isst, und ihn kleiden, wie er selbst sich kleidet; verlangt von ihnen keine Dinge, die über ihre Kraft gehen, und wenn ihr ihnen solche Dinge doch aufbürdet, so helft ihnen dabei.“2
Thus the masters were described as brothers to their slaves: “Your slaves are your brothers..so he who has a brother under him should feed him and clothe him as he himself feeds and dresses; do not ask them to do things which are beyond their power and if you do ask them to do such things then help them".2
Als Zeichen der Rücksicht auf die Gefühle der Sklaven fügte der Heilige Prophet hinzu: „Keiner von euch soll sagen: Dies ist mein Sklave und dies ist meine Sklavin; er soll vielmehr sagen: Dies ist mein Mann und dies ist meine Magd.“ ﷺ3 Auf dieser Autorität hin sagte Abu Huraira, als er einen Mann auf einem Pferd reiten sah, während sein Sklave ihm mühsam hinterherging, zu dem Mann: „Lass ihn hinter dir auf dem Pferd Platz nehmen, denn er ist gewiss dein Bruder, und seine Seele gleicht der deinen.“
With a mark of deference to the feelings of the slaves the Holy Prophet added: “None of you should say: this is my slave and this is my slave-girl: he should rather say: This is my man and this is my maiden".3 It was on this authority that Abu Huraira, on seeing a man riding a horse and his slave trudging along after him, said to the man: "Get him seated on the horse behind you, for, surely he is your brother, and his soul is similar to yours".
Dies war jedoch nicht alles, was der Islam für die Sklaven getan hat. Doch bevor wir unsere Untersuchung fortsetzen, möchten wir zunächst den großen Fortschritt zusammenfassen, der dank des Islam in dieser vorläufigen Phase in der Stellung des Sklaven eingetreten ist.
This was, however, not all that Islam did for the slaves, but before proceeding with our inquiry, we would first like to sum up the great advance that, thanks to Islam, came about in the position of the slave at this preliminary stage.
Der Sklave wurde nun nicht mehr bloß als Handelsware betrachtet, sondern als menschliches Wesen mit einer Seele, die der seines Herrn ähnlich ist. Früher hingegen galt er als ein Wesen, das von seinem Herrn ganz verschieden und dazu erschaffen war, ihm in jeder Hinsicht zu dienen und Erniedrigung zu ertragen. Aus dieser Vorstellung heraus regte sich bei ihnen das Gewissen nie, wenn sie ihre Sklaven töteten, bestraften, brandmarkten oder sie zu verabscheuungswürdigen und mühseligen Arbeiten zwangen. Der Islam befreite sie aus diesem Zustand erniedrigender Sklaverei und erhob sie zum hohen Rang der Brüderlichkeit mit freien Menschen. Diese Errungenschaften des Islam waren keine bloßen Llippenbekenntnisse, sondern eine Tatsache, die die Geschichte bezeugt. Selbst die voreingenommenen Schriftsteller Europas gestehen ein, dass der Sklave in der frühen Zeit des Islam zu einer so edlen Stufe des Menschseins erhoben wurde, wie sie zuvor in keinem anderen Teil der Welt je beobachtet worden war. Sie erlangten innerhalb der muslimischen Gemeinschaft einen so würdevollen Status, dass die freigelassenen Sklaven es verabscheuten, ihre früheren Herren zu verraten, obwohl sie diese nun nicht mehr brauchten und nicht mehr fürchten mussten und ebenso frei waren wie sie. Der Grund dafür lag darin, dass sie sich als Mitglieder der Familie ihrer früheren Herren betrachteten und mit ihnen durch Bande verbunden waren, die denen des Blutes gleichen.
The slave was now no longer regarded just a commodity-a merchandize-but was looked Upon as a human being with a soul similar to that of his master, whereas in the past be was regarded as a being quite different from his master, and created to serve as a slave in every way fit to suffer humiliation, It was because of this notion that their conscience never twinged them when murdering, punishing, cauterizing, or making their slaves perform loathsome and burdensome jobs.4 Islam them from this state of abject slavery to the exalted status of brotherhood with free men. These achievements of Islam were not mere professions but a fact to which history bears witness. Even the prejudiced writers of Europe too admit that in the early period of Islam the slave was exalted to such a noble state of humanity as was never before witnessed in any other part of the world, They won so dignified a status within the Muslim community as made the freed slaves abhor betraying their erstwhile masters although now they stood in no need or fear of them and were now as free as they, The reason for this lay in the fact that they considered themselves to be members of the family of their previous masters and linked to them with ties akin to those of blood.
Auch der Sklave wurde nun als Mensch betrachtet, dessen persönliche Sicherheit durch das Gesetz gewährleistet war, das keinerlei Übergriff gegen ihn durch Wort oder Tat zuließ. Was das Wort betrifft, so untersagte der Prophet ﷺ den Muslimen, von ihren Sklaven als solchen zu sprechen, und befahl ihnen stattdessen, sie in einer Weise anzureden, die sie sich selbst als Angehörige ihrer Familie betrachten lässt und das Brandmal der Sklaverei von ihrer Person tilgt. In diesem Sinne sagte er ﷺ: „Gewiss, Gott hat euch über sie zu Herren gemacht; und hätte Er gewollt, hätte Er sie ebenso über euch als Sklaven gesetzt.“ Damit ist gemeint, dass es die besonderen Umstände und Verhältnisse waren, die sie zu Sklaven gemacht hatten; ansonsten waren sie ihren Herren ebenbürtig. Auf diese Weise dämpfte der Islam den aufgeblasenen Stolz der Herren ein wenig und hob zugleich den Status der Sklaven, um sie alle in einem rein menschlichen Verhältnis miteinander zu verbinden. Er brachte sie einander näher und förderte die Liebe unter ihnen, indem er ihnen sagte, dass allein die Liebe und nichts anderes die Grundlage all ihrer gegenseitigen Beziehungen bilden solle. Im Falle körperlicher Verletzung oder Schädigung wurde für beide ausdrücklich eine gleichartige Strafe festgelegt. „Wer seinen Sklaven tötet, den werden wir töten“ ist ein Grundsatz, dessen weitreichende Implikationen sehr klar sind und alle darauf hinweisen, dass zwischen Sklave und Herr ein Zustand vollkommener Gleichheit herrschte, wie zwischen einem Menschen und einem anderen, und zugleich beiden das Recht garantiert wurde, als Menschen zu leben. So machte der Islam deutlich, dass die bestehende Lage der Sklaverei sie nicht von ihren Rechten als Menschen ausschloss. Diese Garantien reichten nicht nur völlig aus, um einem Sklaven Sicherheit für Leben und Unversehrtheit zu gewähren, sondern waren auch so großzügig und edel, dass es in der gesamten Geschichte der Sklavengesetze weder vor noch nach dem Aufkommen des Islam eine vergleichbare Parallele gibt. In diesem Punkt ging der Islam so weit, dass er es dem Herrn untersagte, seinen Sklaven auch nur zu ohrfeigen, außer zum Zweck der Züchtigung (die ihre eigenen, vorgeschriebenen Grenzen haben, welche unter keinen Umständen überschritten oder außer Acht gelassen werden dürfen; die Strafe ähnelt jedoch derjenigen, die der Herr seinen eigenen Kindern für deren Übeltaten auferlegen darf). Dies bot auch eine rechtliche Grundlage für die Freilassung der Sklaven. Und damit gelangen wir zur nächsten Stufe – der Stufe der tatsächlichen Befreiung.
Also the slave now came to be regarded as a human being whose personal safety was guaranteed by law not permitting the commission of any transgression against him through word or act. As to the word, the Prophet forbade the Muslims to talk of their slaves as such and instead commanded them to address them in a manner that should make them think of themselves as members of their family, and blot out from their persons the stigma of slavery. With this in view he said: “Sure/y God has made you their masters: and if He had willed He could have likewise given you in their possession as slaves".1 This means that it was the particular conditions and circumstances that had made them slaves, otherwise they were as good as their masters. In this way Islam deflated a little the swollen pride of the masters along with raising the status of slaves so as to connect them all in a purely human relationship. It brought them closer and fostered love among them telling them that love and nothing else should form the basis of all their mutual relationships. In the case of physical harm or injury, for both of them a kindred punishment was explicitly laid down. “He who Slavs his slave we shall put him to death," is a principle very clear in its vast implications, all of which go to show that a state of perfect equality prevailed between the slave and his master as between one man and another, besides guaranteeing to both of them the right to live as human beings. Thus Islam made it clear that the present situation slavery-did not preclude them from their rights as human beings, These guarantees were not only quite sufficient to grant a slave his safety and security of life but were also so generous and noble that no other parallel in the whole history of slave laws exists at all either before or after the advent of Islam. In this respect Islam went to such an extent that it forbade the master to even slap his slave, except for the purpose of correction (which has its own prescribed limits that may neither be passed by nor overlooked under any circumstances, the punishment given being, however, similar to the punishment the master may award his own children on their mischief). This also provided a legal justification for setting the slaves at liberty. And with this we pass on to the next stage-the stage of actual enfranchisement.
In der ersten Phase gab der Islam Sklaven die geistige Emanzipation. Er gab ihnen ihre Menschlichkeit zurück und lehrte, dass sie von einem gemeinsamen Ursprung her einen Status genossen, der dem ihrer Herren ähnlich war, und dass allein äußere Umstände ihnen die Freiheit genommen und sie dadurch daran gehindert hatten, unmittelbar am gesellschaftlichen Leben der Gemeinschaft teilzunehmen. Abgesehen von diesem einen Punkt des Unterschieds gab es jedoch keinen anderen Unterschied zwischen Sklaven und Herren, was ihre Rechte als Menschen betraf.
In the first stage Islam gave spiritual enfranchisement to slaves. It gave them back their humanity and taught that from the stand point of a common origin they enjoyed a status similar to that of their masters and that it was the external circumstances alone that had deprived them of their freedom, preventing them thereby from participating directly in the social life of the community. But for this only point of different, there was no other difference between slaves and masters as far as their rights as human beings were concerned.
Aber der Islam blieb nicht bei diesem Punkt stehen, denn sein großes Grundprinzip ist die Verwirklichung vollkommener Gleichheit unter allen Menschen, wodurch jeder Einzelne gleichermaßen frei wird.
But Islam did not stop short there as the great fundamental principle of it is the achievement of perfect equality among all men making everyone of them equally free.
Daher wirkte er auf die tatsächliche Befreiung der Sklaven durch zwei wichtige Mittel hin: (1) die freiwillige Freilassung durch die Herren (Al Itq) und (2) die schriftliche Vereinbarung ihrer Freiheit (Mukatabah). (1) Was das erste davon betrifft, also Al Itq, so war es eine freiwillige Handlung des Herrn, einen Sklaven in die Freiheit zu entlassen. Diese Praxis wurde vom Islam sehr gefördert, und auch darin gab der Heilige Prophet ﷺ selbst seinen Anhängern das beste Beispiel. Er gab alle Sklaven frei, die er besaß. Seine Gefährten folgten seinem Beispiel, insbesondere Abu Bakr, der große Summen ausgab, um Sklaven von den götzendienerischen Häuptlingen der Quraisch zu kaufen und sie anschließend zu befreien. Außerdem wurden Sklaven aus der öffentlichen Staatskasse freigekauft, wann immer dafür Geld übrig war. Yahya bin Saeed sagt: „Umar bin Abdul Aziz schickte mich, um Almosen in Afrika einzusammeln. Ich sammelte die Almosen und suchte dann nach Armen, um sie unter ihnen zu verteilen, aber ich fand keine, und ich fand auch niemanden, der sie von mir hätte annehmen wollen, denn Umar bin Abdul Aziz hatte den Menschen Wohlstand gebracht. So kaufte ich mit dem Geld einen Sklaven und setzte ihn dann in die Freiheit.“ Der Prophet ﷺ pflegte einen Sklaven freizulassen, der zehn Muslimen Lesen und Schreiben beibrachte oder der der muslimischen Gemeinschaft einen anderen gleichwertigen Dienst erwies. Der Qur'an ordnete an, dass die Sühne für manche Sünden in der Freilassung von Sklaven bestehe, wie auch der Prophet ﷺ sie zur Wiedergutmachung jeder anderen Sünde, die jemand begehen mochte, empfahl. Dies trug mehr als alles andere dazu bei, der größten Zahl von Sklaven die Freiheit zu bringen, denn niemand konnte hoffen, völlig frei von Sünde zu sein, wie der Prophet ﷺ sagte: „Alle Söhne Adams sind Sünder.“ Es mag hier angebracht sein, auf eine der Sühneleistungen hinzuweisen, die der Islam für Sünden vorschreibt, da sie besonders den Standpunkt des Islam hinsichtlich der Sklaverei veranschaulicht. Der Islam schrieb als Sühne für die versehentliche Tötung eines Gläubigen die Freilassung eines gläubigen Sklaven und die Zahlung des Blutgeldes an seine Angehörigen vor: „Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, soll einen gläubigen Sklaven befreien, und Blutgeld soll an seine Angehörigen gezahlt werden“ (Sure 4, Vers 92). Der irrtümlich getötete Mann war ein Mensch, dessen Dienste sowohl seinen Angehörigen als auch der Gemeinschaft ohne rechtfertigenden Grund entzogen wurden. Daher schrieb der Islam vor, beiden Seiten eine Entschädigung zu leisten: den Angehörigen ein gerechtes Blutgeld und der Gesellschaft einen anderen Menschen, der an seiner Stelle dienen sollte, nämlich den neu befreiten gläubigen Sklaven. Die Freilassung eines Sklaven bedeutete somit, als Ausgleich für den durch die versehentliche Tötung Verlorenen einen Menschen wieder zum Leben zu erwecken. Daraus wird deutlich, dass der Islam die Sklaverei als Tod oder als einen diesem sehr ähnlichen Zustand betrachtet, ungeachtet all der Sicherheiten, die er einem Sklaven bot. Deshalb nutzte er jede Gelegenheit eifrig, diese elende Klasse von Menschen wieder zum Leben zu erwecken, indem er ihnen ihre Freiheit zurückgab.
Die Geschichte zeigt, dass durch diese freiwillige Freilassung (Al-Itq) im Islam eine so große Zahl von Sklaven ihre Freiheit erlangte, wie sie in der Geschichte keiner anderen Nation vor oder nach dem Islam bis in die Neuzeit ihresgleichen hat. Hinzu kommt, dass die Beweggründe für diese Freilassung rein menschlicher Natur waren und aus dem aufrichtigsten Wunsch der Muslime entsprangen, das Wohlgefallen ihres Gottes zu erlangen, indem sie die Sklaven, die sie besaßen, befreiten.
History tells us that such large numbers of slaves achieved their freedom through this voluntary emancipation (Al Itq) in Islam as have no other parallel in the history of any other nation, before or after Islam till modern times, besides the fact that the factors that contributed towards this emancipation were purely humane springing up from Muslims' sincerest wish to win their God's pleasure by freeing the slaves they possessed.
(2) Das zweite Mittel, durch das der Islam den Sklaven Freiheit brachte, war die Mukatabah, d. h. die schriftliche Zusicherung der Freiheit an einen Sklaven, wenn dieser sie vom Herrn verlangt, gegen eine bestimmte Summe Geldes, auf die beide sich geeinigt haben. Der Herr konnte in einem solchen Fall weder die Freilassung eines Sklaven, der bereit war, sich seine Freiheit zu erkaufen, verweigern noch verzögern:
(2) The second means whereby Islam brought freedom to slaves was that of Mukatabah i.e. the writing of freedom to a slave on his asking for it by the master in return for a certain amount of money agreed upon by both of them. The master could in such a case neither refuse nor delay the freeing of a slave ready to ransom his freedom:
Er muss ihn nach Erhalt des Lösegelds freilassen. Andernfalls könnte der Sklave das Gericht anrufen, damit dieses seine Freilassung anordnet.
he needs must set him at liberty on the receipt of the ransom. Otherwise the slave could move the court to decree his enfranchisement.
Durch diese Einrichtung der Mukatabah bereitete der Islam den Weg für die Freilassung all jener Sklaven, die ihre Freiheit wünschten und nicht passiv darauf warteten, dass ihre Herren aus gutem Willen oder Frömmigkeit sie zu einem ihnen genehmen Zeitpunkt in die Freiheit entlassen.
By this institution of Mukatabah, Islam paved the way for the freedom of all those slaves who happened to desire their freedom and not passively wait for their masters' good will or piety to set them at liberty at their own convenience.
Von dem Moment an, in dem ein Sklave anbot, sich freizukaufen, konnte sein Herr dieses Angebot nicht ablehnen, und er musste auch keine Repressalien befürchten, denn die Islamische Regierung garantierte, dass er fortan gegen eine festgelegte Zahlung für seinen Herrn arbeiten würde, oder sie würde Vorkehrungen treffen, dass er außerhalb für jeden anderen gegen Lohn arbeiten könne, bis er das Geld zusammenhabe, das zum Wiedererlangen seiner Freiheit nötig sei.
From the moment a slave offered to ransom his freedom, not only his master could not turn down the offer, but there was also no need for him to fear any repercussions, for the Islamic Government guaranteed that he would henceforth work for his master in return for a fixed payment, or it would make arrangements for him to work outside for anyone else on hire till the time he is able to collect the money needed for the winning back of his freedom.
Was danach im vierzehnten Jahrhundert in Europa geschah, also etwa sieben Jahrhunderte, nachdem der Islam sie in seinem Herrschaftsbereich bereits durchgesetzt hatte, war ein Vorgang, der sich kaum anderswo finden lässt. Das große Kennzeichen des Islams war die finanzielle Unterstützung, die der islamische Staat Sklaven gewährte, damit sie ihre Freiheit aus der öffentlichen Staatskasse erkaufen konnten. Dies war ein deutlicher Ausdruck des großen Interesses, das der Islam an der freiwilligen Befreiung von Sklaven hatte, ohne dafür materiellen Gewinn zu erwarten, allein um das Wohlgefallen Gottes zu erlangen und den eigenen Pflichten als Sklave Ihm gegenüber nachzukommen. Der Koranvers, der die Verwendungszwecke der Armensteuer (Az-Zakat) beschreibt, lautet:
This was what happened in Europe afterwards in the fourteenth century, that is Some seven centuries after Islam had already enforced it in its domain, The great distinguishing feature of Islam that can hardly be looked for anywhere else, was the financial aid the Islamic Government advanced to slaves such as would demand the writing of their freedom out of the Public Exchequer. This was a clear manifestation of the great interest Islam had in the voluntary emancipation of slaves without expecting any material gains in return, merely with a view to securing God's pleasure and fulfilling one's obligations as a slave towards Him, The Qur'anic verse describing the uses of poor-rate (Az-Zakat) says:
„Almosen sind nur für die Armen und Bedürftigen bestimmt und für die Beamten, die über sie eingesetzt sind ... und für die Loskaufung von Gefangenen" (Sure 9, Vers 60). Damit hat der Koran festgelegt, dass die Armensteuer (Az-Zakat) dazu verwendet werden soll, die Freiheit solcher Sklaven zu erkaufen, die ihre Freiheit mit Hilfe ihres eigenen Verdienstes nicht selbst erwirken konnten.
“Alms are only for the poor and the needy, and the officials (appointed) over them….,and the (ransoming of) captives" (ix : 60). Thus the Qur'an laid it down that the poor-rate (Az-Zakat) should be spent for purchasing the freedom of such slaves as were unable to work out their own liberty with the help of their personal earnings.
Diese beiden Institutionen im Islam bedeuteten einen großen praktischen Fortschritt, den der Islam in der Geschichte der Sklaverei erreichte. Sie nahmen die übliche historische Entwicklung der Menschheit um mindestens sieben Jahrhunderte vorweg und wiesen darüber hinaus einige ganz neue Elemente des Fortschritts auf, etwa den Schutz, den der Staat dem Sklaven gewährte – etwas, das in der Geschichte der Menschheit bis in die Neuzeit selten war –, und andere, die die Menschheit bis heute noch lange nicht verwirklicht hat, nämlich die edle und großzügige Behandlung der Sklaven und ihre Freilassung aus freiem Willen, ohne äußeren Druck durch wirtschaftliche oder politische Entwicklungen, wie sie schließlich die Völker Europas zwangen, den Sklaven die Freiheit zu gewähren.
These two institutions in Islam signified a great practical advancement achieved by Islam in the history of slavery, It forestalled the normal historical advancement of mankind by at least seven centuries besides featuring Some quite new ingredients of advancement such as security afforded by the state to the slave-something rare in the history of mankind till modern times-and others which mankind is far from having yet realized i.e. the noble and generous treatment of slaves, or freeing them of one's own free will without any external pressure of economic or political developments such as at last forced the peoples of Europe to grant freedom to slaves.
Diese beiden Dinge genügen, um die falschen Behauptungen der Kommunisten zu widerlegen, die behaupten, alle Systeme, einschließlich des Islam, stellten nur eine bestimmte Stufe in der wirtschaftlichen Entwicklung der Menschheit dar. Getreu dem Gesetz des dialektischen Materialismus sei auch der Islam mit all seinen Glaubenssätzen und Ansichten zu einer Zeit entstanden, die am besten dafür geeignet war, und habe die wirtschaftlichen und materiellen Verhältnisse jener Epoche widergespiegelt, denn ein System könne nach ihrer Auffassung nur das wirtschaftliche Leben widerspiegeln, aber keinesfalls eine künftige wirtschaftliche Stufe vorwegnehmen. Sie bestehen darauf, dass diese Theorie nicht falsch sein kann, da sie durch die Vernunft Dessen bezeugt sei, der "weder durch Falschheit von oben noch von unten beeinflusst werden kann", nämlich die Vernunft Karl Marx', des Erhabensten und Gesegnetsten! Doch dieser Falschheit wird durch den Islam der Boden entzogen – ein dauerhafter Beweis gegen all diesen marxistischen Humbug, denn er entwickelte sich nicht in der Weise, die Marx vorschrieb, innerhalb der Arabischen Halbinsel, noch außerhalb von ihr in der ganzen Welt. Und dies gilt nicht nur für das Leben der Sklaven unter dem Islam, sondern ebenso für seine Art der Verteilung des Reichtums, für die Bestimmung des gegenseitigen Verhältnisses von Herrscher und Beherrschten sowie von Arbeitgeber zu Lohnarbeiter.¹ Der Islam hingegen errichtete seinen gesamten sozialen und wirtschaftlichen Überbau auf freiwilligem Gehorsam, und zwar in einer Weise, die in vielerlei Hinsicht bis heute in der Geschichte der Gesellschaftssysteme unübertroffen und unerreicht bleibt.
These two things are sufficient to confute the false assertions of the communists, who claim that all systems including Islam represent but a particular stage in the economic development of mankind. Faithful to the law of dialectical materialism thus Islam too with all its beliefs and views came at a time best suited for it, reflecting the economic and material conditions of the period, for a system may, according to them only reflect the economic life but can by no means anticipate a future economic stage. They insist that this theory cannot be false as it has been testified by the Reason of the One who "can neither be influenced with falsehood from above nor from below"-the Reason of Karl Marx, the most Exalted and Blessed one! But the bottom is knocked out of this falsehood by Islam- standing refutation of all this Marxist humbug, for it did not work up its way in the manner Marx prescribed, inside the Arabian peninsula, nor outside it all the world over, And this is true not only with regard to the life of slaves under Islam but is equally tenable in its manner of distributing wealth, in determining the mutual relationship of the ruler and the ruled, and of a master's to his hireling.1 On the other hand, Islam raised its whole social and economic superstructure on voluntary obedience of such a style as in many ways still remains unsurpassed and unmatched in the history of social systems.
Hier könnte sich manchen Menschen eine sehr verwirrende Frage aufdrängen: Warum hat der Islam, ein so großer Vorkämpfer der Sklavenbefreiung, der aus freien Stücken und ohne jeden äußeren Druck oder Zwang vor aller Welt so radikale Schritte in diese Richtung unternommen hat, nicht auch den letzten und entscheidenden Schritt getan und sie ein für alle Mal abgeschafft? Dies hätte der Menschheit auf diese Weise ungeheuren Nutzen gebracht und zugleich bewiesen, dass es sich tatsächlich um ein überaus vollkommenes System handelt, das in Wahrheit von Gott offenbart wurde, Der die Söhne Adams über viele Seiner Geschöpfe erhoben hat?
Here a very perplexing question may haunt some persons: Why is it that Islam-so great a champion of slave emancipation and taking such radical steps towards that end voluntarily and without any outside pressure or coercion before all the world did not also take the final and decisive step, and abolish it once for all, as it might have in that way immensely benefited mankind besides proving thereby that it was really a system most perfect and in effect revealed by God, Who dignified the sons of Adam over many of His creations?
Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir die damit verbundenen sozialen, psychologischen und politischen Probleme der Sklaverei untersuchen – die Gründe, derentwegen der Islam die erwartete und vollständige Abschaffung der Sklaverei hinausgezögert hat. Bei dieser Untersuchung sollten wir ferner im Blick behalten, dass die Abschaffung der Sklaverei tatsächlich stärker verzögert wurde, als der Islam es gewollt oder erlaubt hätte, wenn er in seiner ursprünglichen Reinheit, unverfälscht durch fremde Zutaten der Abweichung, weiterhin richtig funktioniert hätte.
For an answer to this question we need must inquire into the allied social, psychological and political problems of slavery-the reasons due to which Islam delayed its much expected and outright abolition. We must also during this inquiry bear in mind that actually the abolition of slavery was rather delayed more than Islam would have desired or allowed it if it had continued functioning properly in its pristine purity, unadulterated by extraneous ingredients of deviation.
Zunächst ist festzuhalten, dass zur Zeit des Aufkommens des Islam die Sklaverei überall auf der Welt als anerkannte Tatsache der sozioökonomischen Ordnung bestand. Kaum jemand war anzutreffen, der sie ablehnte oder der ein Bedürfnis nach einer Veränderung empfand. Daher erforderte ihre Veränderung oder völlige Abschaffung einen allmählichen Prozess, der sich über einen langen Zeitraum erstreckte. So sehen wir, dass das Verbot von Alkohol nicht sofort, sondern erst nach Jahren der Vorbereitung durchgesetzt wurde, obwohl es vor allem anderen eine bloße individuelle Gewohnheit darstellte, ungeachtet der Tatsache, dass es auch viele gesellschaftliche Auswirkungen hatte, und dass einige Araber schon in den Tagen der Unwissenheit Enthaltsamkeit übten, weil sie es für ein Laster hielten, das eines wahrhaft edlen Mannes unwürdig sei. Die Sklaverei dagegen betrachteten sie als etwas ganz anderes. Sie war tief in der sozialen Struktur der Zeit wie auch in der Psychologie der Einzelnen verwurzelt, sie hatte individuelle wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, und wie wir oben festgestellt haben, betrachtete niemand ihr Bestehen als etwas Unerwünschtes. Deshalb erforderte ihre Abschaffung einen Zeitraum, der weit länger war als das Leben des Heiligen Propheten ﷺ, und zwar jenen Zeitraum, der mit der Zeit der göttlichen Offenbarung durch ihn zusammenfiel. Gott, der am besten Wissende über alles, was Er geschaffen hat, wusste, dass das vollständige Verbot von Wein nach einigen Jahren allein durch ein Gebot erreicht werden würde.
In the first place then it must be recorded that when Islam came, slavery was prevalent throughout the world as an acknowledged fact of socio-economic existence, There was hardly a man to be met with who was repelled by it, or who felt any need for a change. As such the changing or the total discarding of it required a gradual process stretched over a long period of time. Thus we see that prohibition of liquor was effected not immediately but after years of preparation although it before all other things constituted a mere individual habit, not withstanding the fact that it carried so many social implications as well and that some of the Arabs practiced abstinence even in the days of ignorance believing it a vice degrading for a truly noble man. But slavery was looked upon by them as something quite different. It was deep-rooted in the social structure of the time as well as the psychology of the individuals, it entailed individual as well as social and economical implications and, as we observed above, nobody regarded its existence as something undesirable, That is why its abolition required a period of time far longer than the life of the Holy Prophet, the period which coincided with the period of Divine revelation through him. God, the Best Knower of all that He created, knew that the total prohibition of wine would be achieved after a few years by a mere commandment.
So Er hat ihr Verbot zu gegebener Zeit tatsächlich geboten. Ebenso hätte Gott der Allmächtige, wenn die Umstände des Lebens so beschaffen gewesen wären, dass eine bloße Anordnung genügt hätte, um das Übel der Sklaverei zu unterdrücken, sie ein für alle Mal ausdrücklich verboten, ohne weitere Verzögerung.
So He did command its prohibition when such time came. Similarly, if the conditions of life had been such as a mere direction were to suffice to suppress the evil of slavery, God Almighty would have expressly forbidden it once for all without any further delay.
Wenn wir sagen, dass der Islam eine Religion für die ganze Menschheit und für alle Zeiten ist und dass er in sich alle gesunden Elemente vereint, die für das Bestehen und den Fortbestand eines guten Lebens notwendig sind, meinen wir keineswegs, dass er ein für alle Mal alle detaillierten Regeln für alle Zeiten und Klimazonen festgelegt hat. Nein, so verhält es sich nicht, denn er hat solche detaillierten Anweisungen nur für jene grundlegenden menschlichen Probleme gegeben, die sich durch alle Wechselfälle der Geschichte hindurch unverändert erhalten, weil ihre Wurzeln tief in den unveränderlichen, instinktiven Quellen der menschlichen Natur liegen. Was die sich ständig wandelnden Lebensbedingungen betrifft, begnügt sich der Islam damit, allgemeine Grundsätze für sie festzulegen, um ihren künftigen Entwicklungsverlauf zu umreißen. Genau so hat er es in Bezug auf das Problem der Sklaverei gehalten. Er legte eine solide Grundlage für die Befreiung der Sklaven durch freiwillige Freilassung oder durch den Loskauf ihrer Freiheit, und darüber hinaus wies er den Weg zu einer dauerhaften Lösung dieses alten und komplizierten Problems in der Zukunft.
When we say that Islam is a religion for all mankind and for all times, and that it embraces in itself all the healthy elements necessary for the existence and continuance of good life, we do not at all mean that it has once for all laid down all the detailed rules for all times and climes. No, that is not so, for it has given such detailed directions only with regard to those basic human problems that remain unaltered through all the different vicissitudes of history, for the roots of these problems lie deep in the unchangeable, instinctive headsprings of human nature. As to the ever-changing conditions of life, Islam is content with laying down some general principles for them so as to outline their future course of development. This is precisely what it did with respect to the problem of slavery. It laid down a sound basis for the freeing of slaves through voluntary enfranchisement or by the ransoming of their freedom besides pointing out the course to a permanent resolution of this old and complicated problem in future.
Der Islam wollte die menschliche Natur nicht verändern. Vielmehr suchte er sie zu zivilisieren, wobei er ihren unvermeidlichen Grenzen gebührend Rechnung trug, um ihr zu helfen, die höchstmöglichen Stufen der Vollkommenheit zu erklimmen, ohne auf Unterdrückung oder Repression zurückzugreifen. Er erzielte einen wundersamen Erfolg bei der Wandlung einzelner Menschen. Was die menschliche Gesellschaft als Ganzes betrifft, so war sein Erfolg nicht minder glorreich: Er hat keine Entsprechung in irgendetwas, das je auf dem Gebiet der Menschheitsgeschichte erreicht wurde. Doch trotz alldem strebte er nicht danach, Menschen zu einem Grad der Vollkommenheit zu verwandeln, der sowohl selten als auch im praktischen Leben der Menschen mit all ihren gegenwärtigen menschlichen Grenzen unmöglich ist. Denn hätte Gott dies beabsichtigt, so hätte Er die Menschen von Anfang an wie Engel erschaffen und ihnen befohlen, Lasten zu tragen, die nur Engel tragen können, von denen es heißt: „Sie widersetzen sich Gott nicht in dem, was Er ihnen befiehlt, und sie tun, was ihnen befohlen wird“ (Sure 66:6). Gott beabsichtigte nicht, Menschen in solche Engel zu verwandeln. Vielmehr machte Er sie zu Menschen, und als solche kennt Er ihre Potenziale und die Zeit, die zu ihrer Entfaltung nötig ist, damit sie einen Befehl befolgen und erfolgreich ausführen können. Es genügt dem Islam jedoch völlig, der Erste gewesen zu sein, der die Emanzipationsbewegung eingeleitet hat, die die Welt etwa sieben Jahrhunderte brauchte, um sie zu übernehmen und durchzusetzen. Tatsache ist jedoch, dass der Islam bald darauf die Sklaverei auf der Arabischen Halbinsel praktisch beendet hatte, und hätte es nicht die Präsenz einer neuen Quelle der Sklaverei gegeben, aufgrund derer die Sklaverei überall in der Welt fortbestand, wäre er durchaus in der Lage gewesen, ihre ähnliche Tilgung in der gesamten islamischen Welt ernsthaft in Angriff zu nehmen. Angesichts dieser neuen Ursache der Knechtschaft war es dem Islam nicht möglich, sie vollständig abzuschaffen, denn sie betraf nicht nur die Muslime, sondern auch deren Gegner, über die der Islam keine Kontrolle oder Macht ausübte. Die Quelle, die somit die völlige Abschaffung der Sklaverei verhinderte, war der Krieg, die zu jener Zeit ergiebigste Quelle der Sklaverei. Wir werden darauf kurz im Detail eingehen.
Islam did not mean to change human nature. It rather sought to civilize it making due allowance for its inevitable limitations so as to help it ascend the highest possible planes of perfection without any recourse to suppression or repression. It recorded a miraculous success in transforming some individuals. As regards human society as a whole its success was no less glorious: it bears no analogy to anything else ever achieved in the domain of human history. But despite all this it did not aim at transmuting human beings to a degree of perfection both rare as well as impossible in the practical life of human beings with all their present human limitations. For, if God had intended that, He would have from the very first created men like angels and as such ordered them to bear burdens that can be borne by angels only, of whom it is said that: "They do not disobey God in all that He orders them: and they do what they are commanded to” (Ixvi : 6). God did not intend to transmute men into angels such as these. He rather made them men and as such He knows their potentialities and the time necessary for their flourishing so as to enable them to follow and successfully execute an order. However it is quite sufficient for Islam to be the first to initiate the emancipation movement which took the world some seven centuries to adopt and enforce. The fact nonetheless is that Islam had before long practically put an end to slavery in the Arabian peninsula and but for the presence of a new headspring of slavery due to which slavery lingered on everywhere in the world, it was quite capable of undertaking in earnest its similar effacement in the whole world of Islam. In the presence of this new cause of servitude it was not possible for Islam to abolish it outright, for it concerned not only the Muslims but their opponents as well on whom Islam exercised no control or power. The source that thus prevented the total effacement of slavery was war, the most fruitful source of slavery at the time. We would discuss it shortly in some detail.
Der Islam hat im Umgang mit Sklaven und in der Wiederherstellung ihres menschlichen Status einige der wunderbarsten und bewundernswertesten Beispiele hinterlassen. Von diesen haben wir bereits auf einige Koranverse und Überlieferungen des Heiligen Propheten ﷺ hingewiesen. Hier wollen wir kurz einige weitere Beispiele aus dem praktischen Leben der frühen Zeit anführen. Als der Heilige Prophet ﷺ in Madina weilte, stiftete er die Bruderschaft zwischen einigen arabischen Häuptlingen und einigen freigelassenen Sklaven. So verband er als Brüder Bilal, den Sohn des Rabah, und Khalid, den Sohn des Ru-waihata Al-Khas'ami; Zaid, den freigelassenen Sklaven des Propheten ﷺ, und Hamza, den Onkel des Propheten ﷺ; sowie Kharijah, den Sohn des Zaid, und Abu Bakr. Diese Bruderschaft war ein wahres Band, dem Blutsverwandtschaft gleichkam, so sehr, dass die beiden auf diese Weise zu Brüdern gemachten Personen einander beerbten, ganz so, wie es heute nur Blutsverwandte tun.
In treating slaves well and restoring their human status Islam has left behind some most wonderful and admirable examples. Of these we have already referred to some of the Qur'anic verses and traditions of the Holy Prophet, Here we would in brief take some more examples from practical life in the early period. When in Madina, the Holy Prophet established brotherhood between some Arab chiefs and some freed slaves. Thus he joined as brothers Bilal son of Rabah and Khalid son of Ru-waihata Al-Khas'ami; Zaid, the treed slave of the Prophet, and Hamza, the uncle of the Prophet; and Kharijah son of Zaid and Abu Bakr. This relationship of brotherhood was a real bond akin to blood-relationship, so much so that the two persons thus made brothers inherited from each other just as only the blood relations now do.
Aber der Islam blieb nicht dabei. Er ging noch einen Schritt weiter. So verheiratete der Prophet ﷺ seine Cousine Zainab, die Tochter des Jahsh, mit seinem ehemaligen Sklaven Zaid. Doch die Ehe berührt einen sehr empfindlichen Bereich im Leben eines Menschen, besonders im Leben einer Frau. Deshalb konnte sich Zainab, obwohl sie einen Mann akzeptierte, der gesellschaftlich weit unter ihr stand, nicht damit abfinden, die Ehefrau eines Mannes zu sein, der nicht wie sie aus einer edlen Familie stammte und auch keinen Reichtum besaß. Der Heilige Prophet ﷺ gab mit dieser Handlung jedoch ein Beispiel, um zu zeigen, dass ein Sklave aus dem Abgrund der Schmach, in den ihn seine grausamen Mitmenschen gestoßen hatten, bis zur höchsten Stufe eines Anführers der Quraisch aufsteigen konnte. Doch auch damit gab sich der Islam noch nicht zufrieden.
But Islam did not stop at that. It went a step farther. Thus the Prophet married away his cousin Zainab, daughter of Jahsh, to his ex-slave Zaid. But marriage touches a very delicate aspect of a person's life especially in that of a woman. Therefore, although Zainab accepted a man far below her in social status, she could not reconcile herself to be the wife of one who did not come of a noble family like her, nor possessed wealth, But the Holy Prophet did by this act set an example to show that a slave could attain to the highest level of a Qureishite chief from out of the abyss of ignominy into which he was hurled by his cruel fellow human beings. But still this did not satisfy Islam.
Sklaven wurden in die Stellung von Feldherren und Anführern erhoben. Als der Heilige Prophet ein Heer aussandte, das aus den engsten unter den Gefährten bestand – den Auswanderern und den Helfern, den anerkannten Anführern der Araber –, da übertrug er Zaid, dem Sklaven, den Oberbefehl über das Heer. Nach dem Tod Zaids ernannte der Heilige Prophet ﷺ dessen Sohn Usama zum Befehlshaber des Heeres, zu dem so angesehene Männer wie Abu Bakr und Omar gehörten, seine beiden wichtigsten Minister und späteren Nachfolger. So wurden Sklaven nicht nur ein Status gleich und ähnlich dem anderer gewährt, sondern sie wurden zugleich in die erhabenen Stellungen erhoben, an der Spitze der Heere freier Männer zu stehen. In dieser Hinsicht ging der Heilige Prophet ﷺ so weit, dass überliefert wird, er habe den Gläubigen geboten:
Slaves were exalted to the position of military commanders and leaders. Thus when the Holy Prophet sent out an army which consisted of the closest of the Companions- Emigrants and the Helpers, the acknowledged leaders of the Arabs-he entrusted Zaid, the slave, with the generalship of the army. After the death of Zaid the Holy Prophet appointed his son, Osma as the commander of the army consisting of such illustrious men as Abu Bakr and Omar, his two principal ministers and afterwards successors. Thus slaves were given not only a status equal and similar to others but were at the same time raised to the exalted positions of heading the armies of free men. In this regard the Holy Prophet went to such a great length that he is reported to have commanded the believers:
„Hört und gehorcht (den Anordnungen eurer Führer), selbst wenn der Mann, der über euch als euer Führer eingesetzt wird, ein schwarzer Sklave mit einem rosinenartigen Kopf ist, solange er unter euch Gottes Gesetz durchsetzt".1 So konnte selbst ein Sklave nach dem höchsten Amt im islamischen Staat streben. Als Omar vor das Problem gestellt war, seinen Nachfolger zu bestimmen, sagte er: „Wäre Salim, der Sklave des Abi Huzaifa, noch am Leben, hätte ich ihn zum Kalifen ernannt." Dies war lediglich eine Fortführung der Tradition, die der Heilige Prophet ﷺ begründet hatte.
"Hear and obey (the orders of your leaders) although the man appointed above you as your leader be a negro slave with a raisin-like head so long as he continues to enforce among you God's law".1 Thus even a slave could aspire to the highest office in the Islamic state. When faced with the problem of appointing his successor, Omar said: "Had Salim, the slave of Abi Huzaifa been alive, I would have appointed him caliph". This was just a continuation of the tradition founded by the Holy Prophet.
Omars Leben liefert ein weiteres bewundernswertes Beispiel für die Achtung, die Sklaven in der muslimischen Gesellschaft genossen. Als Omar von Bilal, dem Sohn Rabahs, einem ehemaligen Sklaven, in der Frage des Fay (eroberteLändereien) heftig widersprochen wurde, bat er Gott in seiner Verzweiflung, ihn mit allen anderen Mitteln zum Schweigen zu bringen, es gebe keinen anderen Weg mehr: „Mein Gott! Vergilt mir mit Bilal und seinen Gefährten!“ Welch eine Reaktion für einen Kalifen angesichts des Widerspruchs eines ehemaligen Sklaven unter seinen Untertanen.
Omar's life affords yet another admirable instance bearing upon the respect enjoyed by slaves in the Muslim society. When he was vehemently opposed by Bilal, son of Rabah, an ex-slave, concerning the problem of Fay (conquered lands) Omar despairing of all other means of silencing his opposition prayed to God: "My God! Requite me with Bilal and his comrades!" What a reaction for a caliph in the face of opposition by one of ex-slaves from among his subjects.
Die große Überlegenheit des Islam in Bezug auf die Sklaverei zeigt sich in verschiedenen Aspekten. Er zielte darauf ab, Sklaven sowohl äußerlich als auch innerlich zu befreien, doch zur Erreichung dieses Ziels verließ er sich nicht allein auf fromme Wünsche, wie es Abraham Lincoln getan hatte, als er eine Anordnung erließ, ohne die Sklaven geistig vorzubereiten. Dies zeugt von Islams tiefem Verständnis der menschlichen Natur und davon, wie er alle möglichen Mittel einsetzte, um sein Ziel zu erreichen. Er stellte diesen Menschen ihre Freiheit nicht nur großzügig wieder her, sondern bildete sie auch aus, damit sie diese bewahren und die daraus erwachsenden Verantwortlichkeiten tragen konnten. Er durchdrang die gesamte Gesellschaft mit einem Geist der Liebe und Zusammenarbeit. Er wartete nicht, bis Konflikte innerhalb der Gesellschaft über diese Rechte ausbrechen würden, wie es in Europa geschehen war, und hinterließ dort ein verhasstes Erbe von bitterer Feindseligkeit und Hass, das alle geistigen Quellen im menschlichen Herzen versiegen ließ. Lassen Sie uns abschließend nun die Hauptgrundlage betrachten, auf der der Islam nach einem angemessenen Prozess der geistigen Erhebung der Sklaven die endgültige Emanzipation bewirkte.
The great superiority of Islam with regard to slavery is manifest in various aspects. It aimed at freeing slaves externally as well as internally but to achieve that end it did not merely rely upon the pious wishes as Abraham Lincoln had done by issuing an order without preparing slaves mentally. This demonstrates Islam's deep understanding of the human nature and how it employed all possible means to achieve its objective. It not only liberally restored these people's liberty but also trained them so as to safeguard it and bear responsibilities flowing from it. It infused a spirit of love and cooperation throughout the society. It did not wait till conflicts should break out within the society over these rights as had happened in Europe leaving behind them an odious legacy of bitter malice and hatred and sapping all the spiritual headsprings in human heart. In the end, let us now take up the main basis on which Islam worked out the final emancipation after a due process of spiritual elevation of slaves.
Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass der Islam all jene alten Quellen, aus denen die Sklaverei entstanden war, erfolgreich beseitigt hat, mit Ausnahme einer einzigen, die er praktisch nicht beseitigen konnte: den Krieg, die einzige wirksame Quelle dieses Übels, die nach dem Kreuzzug des Islam gegen die Sklaverei übrig geblieben war. Wir beabsichtigen, uns damit ausführlich zu befassen.
We have already pointed out that Islam successfully put an end to all those old sources whence slavery sprang up save one, which it was virtually impossible for it to do away with, and that was war, the only effective source of this evil left behind after the crusade of Islam against it. We propose to deal with it at some length.
Die hauptsächliche Praxis, die bis in die fernste Vergangenheit zurückreichte und zur damaligen Zeit weit verbreitet war, bestand darin, dass Kriegsgefangene entweder versklavt oder getötet wurden.1 Es war eine Praxis, die sich im Laufe der Zeit als notwendige Bedingung menschlicher Existenz in jenen vergangenen Zeitaltern etabliert hatte.
The principal practice that dated back to the remotest past and was prevalent at the time was that prisoners of war were either enslaved or put to death.1 It was a practice such as had with the passage of time come to stay as a necessary condition of human existence in those past ages.
Vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund wurde der Islam der Menschheit offenbart. Zwischen den Streitkräften des Islam und seinen Gegnern kam es zu vielen Schlachten. Die Muslime, die in diesen Kriegen gefangen genommen wurden, wurden von ihren Häschern zu Sklaven gemacht. Ihre Freiheit ging verloren.
It was against this social background that Islam was revealed to mankind. Many battles took place between the forces of Islam and its opponents. The Muslims taken prisoners in these wars were made slaves by their captors. Their liberties were forfeited.
Männer waren Unterdrückung und all jenen Nöten ausgesetzt, die damals gemeinhin das Los eines Sklaven waren. Die Ehre der Frau wurde auf höchst offensichtliche Weise verletzt; mehrere Männer – Väter, Söhne und Freunde – teilten sich gemeinsam eine einzige gefangene Frau, ohne jede Rücksicht auf irgendeine Regel oder ein Gesetz, ohne Achtung vor ihrem Frausein und ohne jede Rücksicht darauf, ob sie eine jungfräuliche Maid oder eine verheiratete Frau war. Darüber hinaus wurden die Kinder, sofern sie gefangen genommen wurden, in einer höchst verabscheuungswürdigen und erniedrigenden Knechtschaft aufgezogen.
Men were exposed to oppression and all those miseries that were commonly the lot of a slave at the time, The honor of woman was violated in a most flagrant manner; several men-fathers, sons and friends-all jointly shared a single captive woman with no regard whatever to any rule or law, or respect for her womanhood, or any consideration whatever about her being a virgin maid or a married Woman. Besides this, the children, if captured, were brought up in a most odious and abject servitude.
Unter den damaligen Umständen war es dem Islam nicht möglich, alle Gefangenen, die aus dem feindlichen Lager in seine Hände fielen, sogleich in die Freiheit zu entlassen. Das wäre nicht nur eine schlechte politische Entscheidung gewesen, sondern hätte den Feinden zugleich faktisch einen Anreiz geboten, zumal Muslime sowie ihre nahen und geliebten Angehörigen, die im Krieg gefangen genommen worden waren, von den Feinden versklavt und allen erdenklichen Qualen, Gräueltaten und Demütigungen ausgesetzt wurden. Unter solchen Umständen blieb dem Islam als beste und einzig verbleibende Möglichkeit, die Gefangenen so zu behandeln, wie sie die Muslime behandelten. Die Versklavung von Kriegsgefangenen konnte vom Islam nicht einseitig abgeschafft werden, solange die Feinde auf ihrer Fortführung bestanden. Diese Praxis wurde daher nur so lange geduldet, wie es keine Alternative dazu gab, und bis die Völker der ganzen Welt untereinander übereinkommen würden, ihre Kriegsgefangenen auf einer anderen Grundlage als der der Sklaverei zu behandeln. Auch dürfen wir den großen Unterschied zwischen dem Islam und anderen Religionen in ihrer Kriegführung und in der Behandlung der in diesen Kriegen gefangen genommenen Gefangenen nicht übersehen.
As the conditions stood, it was not possible for Islam to forth with set at liberty all the prisoners falling in its hands from the camp, for it would have not only been a piece of bad policy but would have also implied a virtual encouragement to its enemies especially as the Muslims as well as their dear and near ones captured in war were being made slaves by the enemies and exposed to all sorts of tortures, atrocities and humiliations. In such circumstances, the best and the only course left Open to Islam was to treat them as captives as they treated the Muslims, The enslaving of the prisoners of war could not be abolished unilaterally by Islam when the enemies insisted on its continuance. So the practice was tolerated just so long as there did exist no alternative to it and till the time the peoples all the world over should agree among themselves Upon a basis other than that of slavery in dealing with their prisoners of war. We must not also overlook the great difference between Islam and other religions in their wars or the treatment of the prisoners captured in these wars.
Kriege waren und sind noch immer ein Gemenge aus Verrat, Überraschung und Gewalt sowie die Unterwerfung eines Volkes durch ein anderes, aufgrund dessen expansionistischer Pläne und der Gier nach Ausbeutung, um die eigenen selbstsüchtigen Ziele voranzutreiben. Solche Kriege sind und waren das Ergebnis persönlichen Ehrgeizes, Stolzes, Eitelkeit oder des Rachedurstes eines Königs oder eines Heerführers. Da diese Kriege von niedrigen irdischen Absichten angetrieben waren, wurden die dabei gefangenen Menschen nicht deshalb zu Sklaven gemacht, weil sie einem anderen Glauben oder Ideal angehörten, noch weil sie ihren Gefangenennehmern körperlich, seelisch oder geistig unterlegen gewesen wären, sondern schlicht deshalb, weil sie die Schlacht verloren hatten und zur unterlegenen Partei gehörten.
Wars have been aud still are a melee of treachery, surprise, violence; and the enslavement of one nation to another due to its expansionist designs and the lust for exploitation in order to advance its own selfish ends. Such wars are and have been the outcome of personal ambition, pride, vanity or a wish for vengeance of a king or a military commander. Motivated as these wars were by low earthly designs, the people captured therein were made slaves not because of their creed or ideal, nor because they were inferior in their physical, psychological or Intellectual equipment to that of their captors, but simply because they had lost the battle and belonged to the vanquished party.
Außerdem gab es nichts, was im Kriegsfall eine siegreiche Partei daran hätte hindern können, das unterworfene Volk zu Erniedrigung und Schande zu zwingen, dessen Ehre zu verletzen, friedliche Städte dem Erdboden gleichzumachen und Frauen, Kinder sowie alte Männer mit dem Schwert niederzumachen – eine logische Folge des Fehlens eines erhabenen Ideals, Grundsatzes oder Glaubensbekenntnisses, das sie hätte leiten können.
Moreover, there was nothing that could in the event of war, prevent a victorious party to subject the conquered people to humiliation and disgrace, violate their honor, raze peaceful cities to the ground and put women, children as well as old men to sword,-a logical sequence to lack of a lofty ideal, principle or creed to guide them.
Mit dem Aufkommen des Islam wurden all diese Praktiken abgeschafft. Er untersagte alle Kriege mit Ausnahme desjenigen, der auf dem Weg Gottes geführt wird; um Grausamkeit und Unrecht gegenüber Muslimen abzuwenden; um einen tyrannischen Unterdrücker zu zerschlagen, der Gewalt anwendet, um Menschen davon abzuhalten, die wahre Religion anzunehmen; oder um einen mächtigen, aber ungerechten Betrüger zu beseitigen, der sich zwischen die Menschen und ihren Gott stellt und sie daran hindert, die Wahrheit selbständig zu sehen oder zu hören und ihr zu folgen. So verkündete der Heilige Qur'an: „Kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch beginnt keine Feindseligkeiten. Siehe, Allah liebt die Angreifer nicht“ (ii: 190), und: „Kämpft gegen sie, bis die Verfolgung nicht mehr besteht und die Religion ganz Allah gehört“ (viii: 39).
With the advent of Islam all these practices were abolished. It prohibited all wars save the one fought in the way of God; to avert cruelty and injustice to Muslims; crush a tyrannous oppressor resorting to force and violence to prevent people from embracing true religion; or to remove a powerful but iniquitous impostor interposing between men and their God incapacitating them to see or hear and follow the truth independently. Thus the Holy Qur'an declared: "Fight in the way of Allah against those who fight against you, but begin not hostilities. Lo! Allah loveth not aggressors" (ii: 190) and, "Fight them until persecution is no more, and religion is all for Allah" (viii: 39).
Die Botschaft des Islam wird damit zu einer Botschaft des Friedens, die niemand wagen kann zu ignorieren:
The message of Islam thus becomes a message of peace, which none can dare ignore:
„Es gibt keinen Zwang im Glauben. Die Richtung ist von nun an klar vom Irrtum unterschieden" (II:256). Dass es auch heute noch Christen und Juden in der muslimischen Welt gibt, die ihre jeweilige Religion ungehindert ausüben, zeugt von der unumstößlichen Tatsache, dass der Islam die Anwendung von Gewalt bei der Bekehrung von Menschen zu seiner eigenen Sichtweise nicht billigt.1
"There is no compulsion in religion. The right (direction) is henceforth distinct from error" (ii : 256). That there are even today Christians and Jews in the Muslim world who follow their respective religions unchecked bears testimony to the irrefutable fact that Islam does not approve of using force in converting men to its own viewpoint.1
Wenn Menschen diese Botschaft des Islam annehmen und zustimmen, der Wahrheit zu folgen, enden die Feindseligkeiten zwischen ihnen und den Muslimen unverzüglich. Sie werden Teil der muslimischen Gemeinschaft und dürfen weder unterworfen noch erniedrigt werden. Sie genießen Rechte, die denen anderer Muslime ähnlich sind, denn zwischen einem Muslim und einem anderen darf kein Unterschied gemacht werden, und kein Araber hatte gegenüber einem Nicht-Araber einen Vorrang, außer aufgrund seiner Frömmigkeit.
If people accept this message of Islam and agree to follow the truth, the hostilities between them and the Muslims cease forthwith. They become part of the Muslim community and are not to be put to subjection or humiliation. They enjoy rights similar to those enjoyed by other Muslims, for no distinction is permissible between one Muslim and the other, nor had any Arab any superiority over a non-Arab except due to his piety.
Im Falle eines Volkes, das sich weigerte, den Islam als seine Religion anzunehmen, aber unter dessen Schutz mit seiner eigenen Religion leben wollte, zwang der Islam es nicht, dessen Glaubensbekenntnis anzunehmen, sondern übernahm bereitwillig den Schutz für sie im Gegenzug für eine besondere Steuer (Jizyah), mit der Maßgabe, dass alle solche Steuern an sie zurückgezahlt würden, falls die Muslime sich als unfähig erwiesen, sie gegen äußere Aggression zu verteidigen. Und dies, obwohl der Islam glaubte, dass er ein Glaubensbekenntnis sei, das dem, dessen Schutz er übernommen hatte, weit überlegen und besser sei. Aber wenn ein Volk seine Überlegenheit an materiellem Reichtum und Waffen besitzt, dann und nur dann wird Krieg gegen dieses Volk erklärt. Doch auch ein solcher Krieg wird nicht ohne ein formelles Ultimatum oder eine formelle Erklärung begonnen, als letzter Versuch, das Blutvergießen wenn möglich zu verhindern und den Frieden in der ganzen Welt zu verbreiten: „Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, so neige auch du dich ihm zu und vertraue auf Allah“ (viii: 61).
In the case of a people who refused to adopt Islam as their religion but were desirous to live under its protection with their own religion, Islam did not compel them to adopt its creed but gladly undertook to protect them in return for a special tax (Jizyah) with the understanding that all such taxes would be paid back to them in the event of Muslims proving unable to defend them against outside aggression.2 And that despite the belief of Islam that its was a creed far superior to and better than the one it had undertaken to protect. But if a people their superiority in material wealth and arms. Only then and against these people it is that war is declared. But even such a war is not plunged in without a formal ultimatum or declaration as a last effort to prevent bloodshed if possible and spread peace the world over: “ And if they incline to peace incline thou also to it, and trust in Allah" (viii: 61).
So verlief die Geschichte der Kriege des Islam, die aus dem Wunsch entsprangen, die Menschheit auf den rechten Weg zu führen, falls alle friedlichen Mittel zu diesem Ziel sich als wirkungslos erweisen sollten.
Such then is the story of the wars of Islam which sprang out of its wish to direct mankind to the right path if all peaceful means towards that end should prove ineffective.
Sie wurden nicht von irgendeinem Ehrgeiz angetrieben, ein Volk durch einen Feldherrn auszubeuten oder zu bezwingen, denn es waren, kurz gesagt, Kriege, die im Weg Gottes geführt wurden. Darüber hinaus wurden auch klare Anweisungen und Regeln für die Führung dieser Kriege festgelegt. Der Heilige Prophet ﷺ ermahnte die Muslime und sprach: „Zieht im Namen Gottes aus, um auf dem Weg Gottes zu kämpfen; tötet den, der Gott verwirft; kämpft, begeht aber keinen Verrat, verstümmelt nicht und tötet kein Kind.“¹ Ebenso sollte niemand getötet werden außer demjenigen, der gegen das muslimische Heer die Waffen erhoben hatte. Nichts sollte zerstört oder verwüstet werden, und niemandes Ehre sollte verletzt werden. Kein Unheil und kein Übel sollte gefördert werden, denn „Gewiss, Gott liebt die Unheilstifter nicht“.
They were not motivated by any ambition to exploit or vanquish a people by any military commander, for they were, in a word, wars waged in the way of God. Not only this but clear injunctions and rules were also laid down for the conduct of these wars. The Holy Prophet admonishing the Muslims said: "Go in the name of God to fight in the way of God; kill him who rejects God; fight but do not commit a perfidy, nor mutilate, nor kill a child".1 Also no man except he who carried arms against the Muslim army was to be killed. Nothing was to be destroyed or ruined, nor anybody's honor violated. No mischief or evil was to be encouraged, for “Surely God does not love the mischief-makers".
Die Geschichte bezeugt, dass die Muslime all diese edlen Traditionen in ihren Kriegen gegen ihre Feinde hochhielten, selbst in jenen Kämpfen, die sie gegen ihre treulosen Gegner, die Kreuzfahrer, führen mussten. Die Christen, die im Besitz von Jerusalem waren, begingen allerlei Unrecht und Übertretungen gegen die Muslime, die in der Stadt lebten. Sie verletzten deren Ehre und machten sie bedenkenlos mit dem Schwert nieder. Selbst die große Moschee dort entging ihrer Übertretung nicht. Als die Muslime jedoch die Stadt eroberten, trachteten sie nicht danach, sich an ihnen zu rächen, obwohl Gott es ihnen erlaubt hatte, den Übeltätern mit gleicher Münze heimzuzahlen: „Und wer euch angreift, den greift ebenso an, wie er euch angegriffen hat“ (2:194). Stattdessen wählten sie einen Weg, der bis heute an Großmut und Edelmut unübertroffen bleibt.
History bears witness that the Muslims upheld all these noble traditions in their wars against their enemies, including even those they had to fight against their treacherous opponents, the Crusaders. The Christians when in possession of Jerusalem committed all sorts of iniquity and transgression against the Muslims living in the city. They violated their honor and recklessly put them to sword. Even the great mosque there did not escape from their transgression. But when the Muslims captured the city, they did not try to seek revenge against them although they were permitted by God to pay the transgressors back in their own coins: “And one who attacked you, attack him in like manner, as he attacked you" (ii: 94). Instead, they chose a course such as to this day remains unsurpassed in generosity and nobility.
Dies bildete das große grundlegende Unterscheidungsmerkmal hinsichtlich ihrer Kriegsziele und Traditionen zwischen den Muslimen und den Nicht-Muslimen. Der Islam hätte sehr leicht die Ansicht vertreten können, dass alle jene, die auf ihrem verwerflichen Götzendienst beharrten und aktiv gegen die Wahrheit und das Licht kämpften, nur halbmenschlich seien und daher allein dafür taugten, in Knechtschaft gehalten zu werden. Denn wie könnte ein Volk, das in seiner geistigen oder menschlichen Beschaffenheit nicht mangelhaft ist, Licht und Wahrheit zurückweisen? Und somit verdienten sie weder Achtung noch jene Freiheit, die allein Menschen vorbehalten ist.
This constituted the great fundamental distinguishing mark as to their war-aims and traditions between the Muslims and non Muslims. Islam could very easily adopt the view that all those who insisted on their despicable idol-worship and actively fought against Truth and Light were half-human and thus fit for being held in bondage only, for how could a people not defective in their intellectual or human make-up refuse Light and Truth? And that, therefore, they neither deserved respect, nor the freedom which is the privilege of human beings only.
Aber der Islam schlug diesen Weg nicht ein. Er erlaubte nicht, Kriegsgefangene in Knechtschaft zu nehmen unter dem Vorwand, sie seien Untermenschen. Sie wurden nur deshalb als Sklaven genommen, weil auch ihr Volk die gefangenen Muslime als seine Sklaven behandelte. Das Problem der Sklaverei ließ der Islam daher ungelöst, bis alle Kriegführenden sich auf einen anderen Grundsatz im Umgang mit ihren Kriegsgefangenen einigen würden als den der Sklaverei, denn unter den damaligen Verhältnissen war dies die einzige Garantie dafür, dass die Nichtmuslime ihre muslimischen Gefangenen nicht schlecht behandelten oder sie ohne jede Furcht vor Vergeltung in Elend und Erniedrigung hielten.
But Islam did not adopt this course. It did not allow taking prisoners of war in servitude on the plea that they were sub-humans. They were taken slaves just because their people too treated the captured Muslims as their slaves, The problem of slavery was thus left by Islam undecided till all the belligerents should agree to a principle other than that of slavery in dealing with their prisoners of war, for, as the conditions stood, this was the only guarantee against the non-Muslims' ill-treatment of their Muslim prisoners or Subjecting them to misery and humiliation without any fear of retaliation.
Bei diesem Preis muss auch nebenbei erwähnt werden, dass der einzige Koranvers, der das Schicksal von Kriegsgefangenen berührt, besagt: „Und danach entweder sie aus Gnade freizulassen oder sie loskaufen zu lassen, bis der Krieg seine Waffen niederlegt“ (xlvii:
At this price it must also be mentioned in passing that the only Qur'anic verse touching upon the fate of prisoners of war says that: "And afterwards either set them free as a favor or let them ransom (themselves) until the war lays down its weapons” (xlvii:
Er erwähnt nicht die Versklavung von Kriegsgefangenen, was sie als dauerhafte Kriegsregel festgeschrieben hätte. Was er ausdrücklich festlegt, ist vielmehr das Loskaufen oder die Freilassung als Gunst, denn genau diese beiden hat der Koran als dauerhaftes Kriegsrecht vorgeschrieben. Wenn die Muslime Kriegsgefangene in Sklaverei hielten, war dies daher rein eine politische Maßnahme, die durch die Umstände erzwungen wurde. Sie bildet kein wesensmäßiges Prinzip des islamischen Rechts.
4), It does not mention the enslaving of prisoners, which would have enforced it as a permanent rule of war, What it explicitly laid down is rather the ransoming or setting them free as a favor, for it is these two that the Qur'an prescribed as a permanent law of war, Thus if the Muslims held the prisoners of war in slavery it was purely an act of policy dictated by the force of circumstances. It does not form intrinsic principle of the Islamic law.
Doch trotz dieses Umstands schrieb die im Islam allgemein befolgte Praxis nicht vor, Kriegsgefangene als Sklaven zu nehmen. Wurde der Friede wiederhergestellt, wurden sie niemals zu Sklaven gemacht. Der Heilige Prophet ﷺ ließ einige der bei der Schlacht von Badr gefangenen Mekkaner gegen ein Lösegeld frei, während er die übrigen aus Gunst freilieβ. Ebenso nahm er von der christlichen Delegation aus Najran die Dschizya an und übergab ihnen ihre Gefangenen zurück. All diese edlen Taten sollten der Menschheit als Vorbild dienen, sobald sie das verhaßte Erbe ihrer Vergangenheit abgeschüttelt haben und bereit sein würde, Kriegsgefangene als Menschen zu behandeln.
But despite this the practice generally followed in Islam did not insist on taking prisoners of war as slaves. If peace was restored, they were never made slaves. The Holy Prophet set at liberty some of the Meccan prisoners captured in the battle of Badr, in return for a redemption, while he freed the others as a mark of favor. Similarly, he accepted Jizyah from the Christian deputation of Najran and returned their prisoners over to them. All these noble deeds were meant to serve as precedents for mankind when once it should be able to shake off the odious legacy of its past and be ready to treat the prisoners of war as human beings.
Wir können außerdem hinzufügen, dass die Kriegsgefangenen, die in Kriegen in die Hände der Muslime fielen, niemals misshandelt, gefoltert oder der oben beschriebenen Demütigung unterworfen wurden. Ihnen hingegen stand, wenn sie den Weg in die Freiheit wählten, dieser Weg offen, vorausgesetzt, sie waren auch bereit, die Verantwortung zu tragen, die mit der Freiheit einhergeht. Erfüllten sie diese Bedingungen, wurden sie freigelassen, obwohl die meisten von ihnen vor ihrer Gefangennahme durch die Muslime Leibeigene waren und zu jenen Sklaven gehörten, die von Persern und Römern gefangen genommen und in den Kampf gegen die Muslime geschickt worden waren.
We may also add that the prisoners fallen in the hands of Muslims in wars were never ill-treated, tortured or subjected to the humiliation such as described above, They, on the, other hand, found that if they chose the way to freedom lay open before them provided also that they were ready to bear the responsibilities that go with freedom, If they fulfilled these conditions they were set free, although most of them were bondsmen before falling into the hands of the Muslims, and comprised to those slaves who were seized by Persians and Romans, and packed off to fight against the Muslims.
Was die Frauen betrifft, so respektierte der Islam sie auch in ihrer Gefangenschaft, selbst wenn sie als Kriegsgefangene aus fremden feindlichen Ländern genommen worden waren. Niemand durfte ihre Ehre verletzen oder sie lediglich als einen Teil der im Krieg erbeuteten Beute behandeln. Sie sollten nicht länger als gemeinsames Eigentum aller gelten, wobei jeder Mann freien Zugang zu ihnen hatte, um seine tierischen Leidenschaften zu befriedigen. Von nun an sollten sie allein ihren Herren gehören. Niemand sonst durfte geschlechtliche Beziehungen zu ihnen aufnehmen. Darüber hinaus wurde ihnen, wie den Männern, das Recht eingeräumt, sich durch Mukatabah die Freiheit zu erarbeiten, ferner wurde bestimmt, dass eine Sklavin in dem Augenblick frei wird, in dem sie von ihrem Herrn ein Kind gebiert.
As far as the women were concerned, Islam respected them even in their captivity even if they were taken prisoners from foreign enemy lands. No one was allowed to violate their honor or treat them merely as a part of booty captured in war. They were no longer to be treated as a common property of all with every man having free access to them to gratify his animal passions. They were hence forth to belong to their masters alone. None else could establish sexual relations with them. Moreover, they were, like men, granted the right to work out their freedom through Mukatabah, besides providing that a slave-maid would be free the moment she gave birth to a child by her master.
Neben der Mutter würde auch das Kind als frei gelten. Die Behandlung, die der Islam ihnen während ihrer Gefangenschaft insgesamt zuteilwerden ließ, war ebenso edel und großzügig.
Besides the mother, the child would also be deemed free. The treatment given them by Islam on the whole during their captivity was equally noble and generous.
So sieht die Geschichte der Sklaverei im Islam aus – eine Geschichte, die zu den glänzendsten Seiten der Menschheitsgeschichte gehört. Der Islam hat die Sklaverei im Grundsatz niemals gebilligt, sondern sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bemüht, sie ein für alle Mal abzuschaffen. Ihr Fortbestehen duldete er vorerst nur deshalb, weil es dafür keine andere Möglichkeit gab, denn die Angelegenheit betraf nicht nur die Muslime, sondern auch jene Menschen, die nicht unter seiner unmittelbaren Herrschaft standen. Diese hielten die Muslime in Knechtschaft und unterwarfen sie den schlimmsten denkbaren Formen von Demütigung und Elend, was die Muslime dazu bewog, ihnen gegenüber ein gleichartiges Vorgehen anzunehmen, zumindest bei der Behandlung ihrer Kriegsgefangenen als Sklaven, wenn auch nicht im späteren tatsächlichen Umgang mit diesen Sklaven.
Such is the story of slavery in Islam-a story which constitutes one of the brightest pages of human history. Islam never approved of slavery in principle as it strove hard with all the different means at its disposal to eliminate slavery once for all. It tolerated its existence for the time being just because it had no other alternative for it concerned not only Muslims but those people as well who were not under its direct control. They held the Muslims in servitude making them suffer the worst possible forms of humiliation and miseries which drove the Muslims to adopt with respect to these people a Course of like treatment, at least in treating their prisoners of war as slaves though not in their actual transactions with these slaves afterwards.
Der Islam konnte die Abschaffung der Sklaverei nicht herbeiführen, solange sich die Welt nicht darauf einigte, der einzigen Quelle der Sklaverei ein Ende zu setzen: der Versklavung von Kriegsgefangenen. Als diese Übereinkunft erreicht war, begrüßte der Islam sie daher, da sie den unabänderlichen Grundsatz seiner Staatsordnung bildete: Freiheit für alle, Gleichheit für alle.
Islam could not effect the abolition of slavery so long as the world did not agree to put an end to the only source of slavery enslavement of prisoners of war. So when that concord was achieved Islam welcomed it as it formed the unalterable fundamental principle of its polity: liberty for all, equality for all.
Was die Fälle von Sklaverei, Sklavenhandel, Verschleppung und Verkauf von Muslimen betrifft, die in einigen späteren Perioden der islamischen Geschichte vorkamen, ohne dass zuvor regelrechte Kriege stattgefunden hatten, so stehen sie in keinerlei Zusammenhang mit dem Islam. Sie können dem Islam nicht mit größerer Berechtigung und Wahrheit zur Last gelegt werden als die schändlichen Verbrechen und Schuld, die heute von einigen muslimischen Herrschern im Namen des Islam begangen werden.
As to the instances of slavery, slave-traffic, seizure and sale of Muslims met with in some latter periods of Islamic history without any regular religious Wars having taken place, they have no relation whatsoever to Islam. They can with no more justification and truth be imputed to Islam than the vicious crimes and guilt that are perpetrated by some Muslim rulers in the name of Islam at the present times.
In dieser Hinsicht täten wir gut daran, Folgendes im Auge zu behalten: (1) Die Regierungen in den späteren Phasen der Geschichte förderten und duldeten die Sklaverei auf verschiedene Weise, ohne dass dafür ein echter Bedarf bestand. Sie wurden von ihrer Machtgier und ihrem Streben nach Eroberung angetrieben, wobei eine Nation oder Klasse von Menschen eine andere Nation oder Klasse von Menschen unterwarf. Die anderen Formen der Sklaverei entstanden aus Ursachen wie Armut, der Geburt in eine als minderwertig geltende Klasse und dem Umstand, dass ein Mensch als Pächter auf einem bestimmten Stück Land arbeitete. Der Islam trat für die Abschaffung all dieser Formen der Sklaverei ein, mit Ausnahme einer einzigen, und zwar derjenigen Form, die er aufgrund der ungünstigen Umstände nicht wirksam eindämmen konnte. Die Sklaverei wurde so lange geduldet, bis die Umstände reif würden und ihre Abschaffung begünstigten.
In this respect we would do well to bear the following in mind:- (1) The governments in the latter stages of history encouraged and tolerated slavery in several ways without any genuine need. They were motivated by their lust for power and conquest, one nation or class of people holding another nation or class of people in subjection. The other forms of slavery sprang up from causes such as poverty, birth into a certain class held as inferior and the fact that a man worked as a tenant on a Particular tract of land. Islam stood for the abolition of all these forms of slavery except that one and the only form of it, which, due to the unfavorable circumstances, it could not effectively check. Slavery was tolerated till such time as the circumstances should grow ripe and favor its abolition.
(2) Obwohl die Sklaverei in Europa in so vielen Formen ohne jede echte Notwendigkeit bestand, haben die Europäer sie tatsächlich nie abgeschafft, selbst dann nicht, als sie sich endlich dazu herabließen, sie zu verbieten. Europäische Schriftsteller selbst gestehen ein, dass die Sklaverei in Europa tatsächlich nur dann ein Ende fand, als die Sklaven aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten, mangelnden Willens zur Anstrengung und ihrer Unfähigkeit zur Arbeit für ihre Herren eher eine wirtschaftliche Last als einen Gewinn darstellten. Der Herr musste weit größere Summen für den Unterhalt und die Aufsicht seiner Sklaven aufwenden, als er an Erträgen aus deren Anstrengung zurückerhielt. Es war also ein rein wirtschaftlicher Faktor, eine bloße Frage von Gewinn und Verlust, der zur Befreiung dieser europäischen Sklaven beitrug, und als solcher hat er keine Ähnlichkeit mit dem erhabenen Ideal, das jeden Menschen um seines Menschseins willen achtete und das, von diesem erhabenen Menschheitsbegriff inspiriert, dem Sklaven seine Freiheit zurückgab. Die so von dem Sklaven in Europa errungene Freiheit schrumpft zur Bedeutungslosigkeit, wenn man sie im Zusammenhang mit jenen aufeinanderfolgenden Revolutionen betrachtet, die dort als Folge der Unruhe unter den Sklaven ausbrachen und die es den Herren schließlich unmöglich machten, sie weiterhin in Unterwerfung zu halten.
(2) Despite the fact that in Europe slavery prevailed in so many forms without any genuine need, the Europeans in fact did never abolish it even when they at last condescended to ban it. European writers themselves confess that in fact slavery in Europe came to an end only when due to their economic difficulties, lack of will to exert themselves and their incapacity to work, the slaves became more of an economic liability than an asset to their masters. The master had to spend far larger amounts of money on the sustenance and supervision of their slaves than the profits they got back as a result of their exertion. It was thus a Purely economic factor just a matter of profit and loss-that helped in bringing about the liberation of these European slaves and as such it bears no analogy to the lofty ideal that respected every man for his humanity and which inspired by that lofty concept of humanity restored to the slave his freedom. The freedom thus Won by the slave in Europe sinks into insignificance when viewed in the context of those successive revolutions that broke out there as a result of the restlessness among slaves and which in the end made it impossible for their masters to hold them any longer in subjection.
Doch all diese aufeinanderfolgenden Umwälzungen konnten den Sklaven nicht dabei helfen, ihre Freiheit zurückzugewinnen. Vielmehr wurden sie infolge dieser Umwälzungen umso fester gebunden, denn sie waren fortan als Leibeigene an den Boden gebunden, den sie bestellten, und wechselten bei Verkauf oder Übertragung des Landes den Herrn. Der Sklave durfte den Boden nicht verlassen; tat er es doch, wurde er gesetzlich als Flüchtling erklärt, in Ketten gelegt, mit Feuer gebrandmarkt und seinem Herrn zurückgegeben. Diese Form der Sklaverei bestand in Europa fort, bis sie schließlich im achtzehnten Jahrhundert durch die Französische Revolution hinweggefegt wurde, das heißt etwa elfhundert Jahre, nachdem der Islam bereits das Prinzip der Befreiung verkündet hatte.
All these series of revolutions could not, however, help the slaves in winning back their liberty. They were rather as a result of these revolutions bound all the more securely, for henceforth they were held in serf hood bound to the soil they tilled and changed masters on the sale pr transfer of land. The slave could not leave the soil which, if he did, he was declared a fugitive by law, bound in chains, cauterized with fire and returned to his master, This form of slavery continued to exist in Europe till it was finally swept away by the French Revolution in the eighteenth century that is, some eleven hundred years after Islam had already enunciated the principle of emancipation.
Wir sollten uns nicht von schönen Namen täuschen lassen. Die Französische Revolution in Europa und Lincoln in Amerika haben die Sklaverei abgeschafft, zusammen mit dem Verständnis unter den Völkern der Welt, sie in all ihren Formen zu unterdrücken. Doch all dies waren nur Namen, schöne Namen natürlich, denn ist die Sklaverei in Wirklichkeit abgeschafft worden? Stolziert die Tyrannei nicht noch immer überall auf der Welt in verschiedenen Gestalten einher? Wie nennt man das, was die Franzosen in Algerien getan haben? Mit welchen anderen Begriffen können wir die schwarzen Verbrechen der Amerikaner an den Schwarzen dort beschreiben und die Untaten der Engländer an den farbigen Menschen in Südafrika? Ist Sklaverei nicht faktisch die Unterwerfung eines Volkes unter ein anderes und die Entziehung der Rechte, die andere Menschen wie sie selbst genießen, von einer Klasse von Menschen? Es bedeutet genau das und nichts anderes. Warum sollten wir dann nicht die Dinge beim Namen nennen? Warum sollten wir diese verschiedenen Formen der Sklaverei mit Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit falsch benennen? Denn die äußere Verzierung hat sicherlich wenig Wert, wenn die darunter begangenen Verbrechen von der monströsesten und abscheulichsten Art sind, die die Menschheit während ihres langen Weges auf der Erde je erlebt hat.
We should not be taken in by beautiful names. The French Revolution in Europe and Lincoln in America abolished slavery along with the understanding among the peoples the world over to suppress it in all its forms hut all these were mere names, beautiful ones, of course, for, has slavery been abolished in reality? Isn't tyranny still strutting all the world over in different guises? What is called that which the French did in Algeria? In what other terms can we describe the black crimes of the Americans towards the negroes there, and the felonies of the English against the colored people of South Africa? Is not slavery in effect the subjection of a nation to another and the deprivation of a class of people of the rights enjoyed by other men like themselves? It means just that and nothing else. Why should we not then call a spade a spade? Why misname these different forms of slavery as liberty, fraternity, and equality? For, surely the surface decoration is of little value where the crimes perpetrated underneath are of the most monstrous and hideous nature yet witnessed by mankind during their long career on the earth.
Der Islam war sehr offen und eindeutig in dem, wofür er eintrat und was er befürwortete. Er sagte den Menschen auf unmittelbare Weise, in klaren und unmissverständlichen Worten, was er von der Sklaverei hielt: dass diese und jene ihre eigentliche Ursache sei, dass dies der Weg aus ihr in die Freiheit sei und dass dies der Weg zu ihrer restlosen Abschaffung sei ... der Weg, der vorerst nicht beschritten wurde, da unter den Völkern der Welt Uneinigkeit darüber herrschte, wie mit ihren Kriegsgefangenen zu verfahren sei.
Islam was very frank and explicit on what it stood for and advocated. It told the people in a straightforward manner, in clear and unequivocal terms as to what it thought of slavery, that such and such was the real cause of it, this is the way out of it to freedom; and that this is the way to its outright abolition...the way that was for the time being not checked due to the disagreement among the peoples of the world as to the treatment of their prisoners of war.
Aber die verlogene Zivilisation der Neuzeit ist in ihren wahren Zielen und Methoden weder so offen noch so geradlinig. Sie zeichnet sich nur in einem Punkt aus: Sie bemalt ihre Außenseite in den leuchtendsten Farben, äußerlich elegant, innerlich aber finster und trostlos. Sie hat in Tunesien, Algerien und Marokko Hunderttausende Menschen getötet, nur weil diese ihre Freiheit und ihre menschliche Würde forderten: die Freiheit, in ihrer jeweiligen Heimat ohne jede Einmischung von außen zu leben, die Freiheit, ihre eigene Sprache zu sprechen, ihrem Glauben und ihrer Religion zu folgen, und eine freie Heimat sowie einen unmittelbaren Anteil daran zu haben, ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur übrigen Welt selbst zu bestimmen. Sie töteten diese unschuldigen Menschen, schleppten sie in abscheuliche Kerker ohne Nahrung und Wasser, verletzten ihre Ehre und vergewaltigten ihre Frauen ... töteten sie und schlitzten ihnen die Bäuche auf, wobei sie darauf wetteten, ob das Kind, das sie trugen, ein Junge oder ein Mädchen war. Diese ungeheuerlichen Verbrechen werden begangen, doch die heuchlerische Zivilisation des zwanzigsten Jahrhunderts beschreibt sie als die Verbreitung der Prinzipien von Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit, während die freiwillige, ideale, respektvolle und großzügige Behandlung der Sklaven im Islam vor dreizehn Jahrhunderten sowie seine Erklärung, dass Sklaverei kein dauerhafter Zustand des Lebens, sondern nur ein vorübergehender sei, als Rückständigkeit, Reaktionarismus und Barbarei bezeichnet werden! Ebenso findet diese heuchlerische Zivilisation nichts Anstößiges daran, dass die Amerikaner in ihren Hotels und öffentlichen Plätzen Schilder anbringen, die verkünden: „Nur für Weiße“; „Schwarze und Hunde nicht erlaubt“; und wenn eine Menge „zivilisierter“ weißer Amerikaner einen farbigen Mann gnadenlos lyncht, ihn zu Boden wirft und mit ihren Stiefeln so lange herumtritt, bis er tot ist, weil er es – obwohl farbig – gewagt hatte, der Versuchung nachzugeben, Beziehungen zu einem weißen amerikanischen Mädchen zu haben, wobei die Initiative jedoch von ihr und nicht von ihm ausging, während all dem die Polizisten untätig herumstehen und nichts unternehmen, um sie aufzuhalten oder einen ihrer Landsleute zu retten, der mit ihnen durch gemeinsame Sprache, Religion und Menschlichkeit verbunden ist. Sie begehen all diese ungeheuerlichen Verbrechen und bleiben dennoch so „zivilisiert“ wie eh und je, und ihre Nation gilt als Gipfel moderner Zivilisation und Fortschritts!! Dem gegenüber sehen wir, dass, als ein parsischer Sklave Omar mit Mord drohte, den Islam ablehnte und sich weigerte, die Dschizya an den islamischen Staat zu zahlen, sie als echte Gegner behandelt wurden, die hartnäckig ihre Feindseligkeiten gegen den Islam fortsetzten und sein Angebot eines friedlichen Übereinkommens ausschlugen. Sie waren es, die es auf sich nahmen, die Verbreitung von Wahrheit und Licht aufzuhalten, indem sie rücksichtslos alles einsetzten. Omar sagte nichts zu dem Sklaven, obwohl er verstand, was die Drohung beinhaltete. Der Sklave wurde weder eingesperrt noch aus dem Land verbannt, und Omar ordnete auch nicht seine Hinrichtung an mit der Begründung, er gehöre einer untermenschlichen Spezies an, die aus reinem Vorurteil und Übermut darauf bestand, das Falsche anzubeten, selbst nachdem sie mit eigenen Augen die Wahrheit und das Licht gesehen hatte.
Wie vulgär von ihm und wie verächtlich seine Haltung gegenüber dem Sklaven als Mensch, dass er, als er die Drohung hörte, stattdessen sagte: „Der Sklave hat mir gedroht“, und dann seines Weges ging, ohne seine Freiheit in irgendeiner Weise einzuschränken. Er wurde erst dann des Mordes am Kalifen angeklagt, nachdem er das abscheuliche Verbrechen tatsächlich begangen hatte.
How vulgar of him and how contemptuous his attitude towards the slave as a man when he on hearing the threat said instead: "The slave has threatened me", and then went his way without in any way curtailing his freedom. He was charged with the assassination of the Caliph only after he did actually commit the heinous crime.
Andererseits sehen wir, dass die farbigen Menschen Afrikas unterdrückt, getötet oder, wie es die englischen Zeitungen ausdrücken, gejagt werden; und ihre Menschenrechte werden ihnen vorenthalten, weil sie es gewagt haben, ihre menschliche Würde zu erkennen und von dem englischen Volk ihre Freiheit zu fordern. Das ist die englische Gerechtigkeit auf ihrem Höhepunkt und die menschliche Zivilisation in ihrer besten Form!! Und genau dies sind die "erhabenen" und "glorreichen" moralischen Prinzipien, auf deren Grundlage Europa Vorrang und Herrschaft über die ganze Welt beansprucht. Was den Islam betrifft, so ist er jedoch äußerst barbarisch und leichtfertig, denn indem er gegenüber seinen Feinden eine Behandlung nach gleichem Maßstab wählte, erlaubte er die vorübergehende Versklavung von Kriegsgefangenen, ohne jedoch die Sklaverei grundsätzlich zu billigen. Er ist auch sehr rückständig, denn er erlaubte niemals die „Menschenjagd“, und er ging auch nicht dazu über, Menschen zu töten, weil sie eine schwarze Hautfarbe hatten. Im Gegenteil, sein Reaktionarismus ging so weit, dass er erklärte: „Höre und gehorche, auch wenn der über dich Eingesetzte ein schwarzer Sklave mit einem rosinenartigen Kopf ist.“
On the other hand, we see that the colored people of Africa are oppressed, killed or, as the English papers put it, are hunted down; and their human rights withheld from them as they have dared realize their human dignity and so demand of the English people their freedom. This is the English justice at its highest and the human civilization at its best!! And these precisely arc the "sublime" and "glorious" moral principles on the basis of which Europe claims precedence and dominance over the whole of the world. But so far as Islam is concerned it is extremely barbarous and frivolous, for adopting the course of a like-treatment towards its enemies, it allowed the enslaving of prisoners of war temporarily without, however, approving of slavery in principle. It is also very backward, for it never allowed 'man-hunting,' nor did it indulge in the killing of men because of their having a black skin. Far from that, its reactionarism advanced to such an extent that it declared: "Hear and obey even if the one appointed over you be a negro slave with a raisin-like head".
Was die Sklavinnen betrifft, so stellten sie ein ganz anderes Problem dar.
As far as women-slaves were concerned, they constituted a quite different problem.
Der Islam hat es einem Herrn erlaubt, eine Anzahl von Sklavinnen zu haben, die in Kriegen gefangen genommen wurden, und hat angeordnet, dass er allein mit ihnen geschlechtlichen Verkehr haben darf und dass er, wenn er es wünscht, eine von ihnen heiraten kann. Europa verabscheut dieses Gesetz, erlaubt aber zugleich bereitwillig jene überaus verwerfliche Form der Tierhaftigkeit, nach der ein Mann mit jedem Mädchen, dem er auf seinem Weg begegnet, um seine tierischen Leidenschaften zu befriedigen, unerlaubten Verkehr haben darf, ohne jede Rücksicht auf irgendein Gesetz oder die menschliche Würde. Die eigentliche Schuld des Islam besteht darin, dass er den Ehebruch nicht duldete. Deshalb scheinen die Europäer so erzürnt über ihn zu sein.
Islam made it lawful for a master to have a number of slave-women captured in wars and enjoined that he alone may have sexual relations with them and that he might, if he wished, marry anyone of them. Europe abhors this law but at the same time gladly allows that most odious form of animalism according to which a man may have illicit relations with any girl coming across him on his way to gratify his animal passions without any consideration whatsoever to any law or human dignity. The guilt of Islam in reality is that it did not countenance adultery. That is why the Europeans seem so wroth with it.
Die Frauen, die in Kriegen gefangen genommen wurden, mussten bei anderen Völkern ein schändliches und niederträchtiges Leben der Prostitution führen, denn sie hatten niemanden, der sich um sie kümmerte oder für sie sorgte, und das Ehrgefühl ihrer Herren wurde durch ihren Lebenswandel in solch einer Verderbtheit selten verletzt. Im Gegenteil: Die Herren zwangen sie oft lieber dazu, um sich selbst materielle Vorteile zu verschaffen. Der Islam hingegen, „der reaktionäre und rückständige Islam“, hat den Ehebruch niemals geduldet; vielmehr hat er sich bemüht, die Gesellschaft von diesem abscheulichen moralischen Makel rein zu halten. Deshalb hat er angeordnet, dass diese Sklavinnen nur ihren Herren gehören sollten; diese sollten für ihren Unterhalt sorgen, sie ernähren und sie davor bewahren, einer solchen Verkommenheit zum Opfer zu fallen, und sie sollten ihre sexuellen Bedürfnisse ebenso wie die eigenen auf saubere, achtbare Weise befriedigen.
The women captured in wars were among other nations forced to lead a shameful and vile life of prostitution, for they had none to take care of or look after them and as their masters' sense of honor was seldom injured by their pursuing such a wicked course of life. Far from it, the masters would often rather force them to it for their own material gains. But Islam, "the reactionary and backward Islam", never countenanced adultery; it rather made efforts to keep society clean of this hideous moral taint. Therefore, it enjoined that these slave women would belong to their masters only; they were to provide for their maintenance, feed and safeguard them from falling a prey to such a depravation, gratifying their sexual needs along with satisfying their own in a clean, respectable manner.
Aber das „gewissenhafte“ Europa bringt es nicht über sich, diese Tierhaftigkeit zu dulden.
But the "conscientious" Europe cannot bring itself to countenance this animalism.
Deshalb billigt es den Ehebruch, gewährt ihm jede mögliche Unterstützung und den Schutz des Gesetzes, und begnügt sich damit nicht, sondern verbreitet seinen Kult in der ganzen Welt, überall dorthin, wohin ihn seine imperialistischen Pläne führen. Die Namen haben sich geändert, die Wirklichkeit dahinter aber ist unverändert geblieben: Die Frau ist nach wie vor Sklavin der Begierde der Männer. Denn ist eine moderne Prostituierte trotz all ihrer viel propagierten Freiheit wirklich frei, ihre Kunden abzuweisen – Kunden, die kein Interesse an ihr haben, außer als Mittel, um ihren eigenen tierischen Trieb zu befriedigen? Ist sie wirklich eine freie Frau? Zwischen diesem schmutzigen, abscheulichen Handel mit menschlichen Körpern und jener reinen und geistigen Bindung, die im Islam eine Magd an ihren Herrn knüpft, gibt es nichts Gemeinsames.
That is why it approves of adultery extending it all possible support and protection of law and then, not content with that, spreads its cult throughout the world wherever its imperialistic designs would lead it. The names have changed but the reality behind them remains unchanged: the woman is as slave to the lust of men as ever she was, for is a modern prostitute, despite all her much publicized freedom, really free to reject her customers the customers who have no interest in her save as a means to achieve the gratification of their own animal urge? Is she really a free woman? There is nothing common between this filthy, abominable trade of human bodies and that clean and spiritual bond that ties a maid to her master in Islam.
Im Gegensatz zum Islam fehlt der modernen Zivilisation Bestimmtheit und Klarheit der Vision. Sie erkennt zum Beispiel an, dass Prostitution eine Einrichtung der Sklaverei ist, besteht aber dennoch auf ihrer Fortdauer mit der Begründung, sie sei eine „gesellschaftliche Notwendigkeit“.
As against Islam, modern civilization lacks definiteness and clarity of vision. It does, for instance, recognize that prostitution is an institution of slavery, but still insists on its continuance on the plea that it is a "social necessity".
Ich sehe in Ihrer Nachricht keinen Text aus einem islamischen Buch, sondern eine Frage. Als Übersetzer kann ich nur den vorliegenden Text ins Deutsche übertragen. Bitte senden Sie den englischen Text, den Sie übersetzt haben möchten.
And why do Europeans consider prostitution a "social necessity"?
Die Prostitution ist in der europäischen Zivilisation als gesellschaftliche Notwendigkeit gekommen, um zu bleiben, denn ein „zivilisierter" Europäer möchte sich nicht damit belasten, irgendjemanden zu unterhalten, sei es eine Ehefrau oder Kinder. Er will Vergnügen haben, ohne die Verantwortung, die es gewöhnlich mit sich bringt. Deshalb sucht er eine Frau, gleichgültig, wer sie ist oder was sie von ihm denkt oder er von ihr, zur Befriedigung seines Geschlechtstriebs. Er will ihren Körper und nichts weiter. Somit ist er weit davon entfernt, an eine bestimmte Frau gebunden zu sein, denn er kann seine tierische Leidenschaft mit jeder Frau stillen, die auf der Straße vorbeigeht.
Prostitution has come to stay as a social necessity in European civilization because a "civilized" European does not want to burden himself by supporting anyone, a wife or children. He wants to have pleasure without the responsibilities that it generally carries with it. Therefore what he seeks is a woman, no matter who she is, or what she thinks of him or he of her, for the gratification of his sexual instinct. He wants her body and nothing else. As such he is far from being attached to any particular woman, for he may satisfy his animal passion with any woman walking in the street.
Dies ist die gesellschaftliche Notwendigkeit, auf deren Grundlage die Versklavung der Frauen in der modernen Epoche gerechtfertigt wird. Doch sie ist nichts weiter als ein bloßes Blendwerk, denn sie hört in dem Augenblick auf zu bestehen, in dem der europäische Mann seine Eitelkeit und seine tierischen Leidenschaften ablegt und sich bereit erklärt, auf eine höhere Stufe der Menschlichkeit aufzusteigen.
This is the social necessity on the basis of which slavery of women in the modern epoch is justified. However, it is no more than a mere bluff, for it ceases to exist the moment the European man should get rid of his vanity and animal passions and agree to ascend to a higher plane of humanity.
Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die zivilisierten westlichen Regierungen, die die Prostitution schließlich verboten, dies keineswegs aus Achtung vor dem menschlichen Status einer Prostituierten als solcher taten, und sie zeigten auch nicht in irgendeiner Weise ihre moralische, psychische und geistige Erhebung, die sie gegen dieses Verbrechen immun gemacht hätte. Es entsprang vielmehr der Tatsache, dass diese Prostituierten jede Nützlichkeit verloren hatten, da ihr Platz von den gewöhnlichen wollüstigen Gesellschaftsdamen eingenommen worden war. Das Verbrechen wurde nicht mehr als Verbrechen betrachtet. Und die Regierungen empfanden einfach keine Notwendigkeit, in die Freiheit ihrer Bürger einzugreifen.
It may also be mentioned here that the civilized western governments, which at last prohibited prostitution, did not act so out of any respect for the human status of a prostitute as such, nor did they in any way manifest their moral, psychological and spiritual elevation rendering them immune to this crime. It rather sprang out of the fact that these prostitutes had lost all their usefulness, their place having been taken by the common sybaritic society girls. The crime was no longer regarded as a crime. And the governments just did not feel any need to interfere with the freedom of its citizens.
Dennoch haben die Europäer die Unverfrorenheit, dem Islam die Lösung des Problems der Kriegsgefangenen-Frauen vor dreizehnhundert Jahren zur Last zu legen, und erklären, dies sei lediglich eine vorübergehende Regelung gewesen, die nicht dazu bestimmt war, für immer fortzudauern. Dabei ist das System, für das der Islam stand, weit überlegen und sauberer als das, was ihre Zivilisation des zwanzigsten Jahrhunderts verkörpert, und zwar das natürlichste und vollkommenste System – nach ihrer Auffassung, das niemand zu verleugnen oder auch nur an eine Veränderung zu denken wagen dürfe, da es den Gipfel der menschlichen Zivilisation darstelle und daher dazu bestimmt sei, für immer Bestand zu haben.
But still the Europeans have the audacity to blame Islam for its solution of the problem of captive women thirteen hundred years ago declaring that it was just a temporary arrangement and was not meant to perpetuate for ever and notwithstanding the fact that the system Islam stood for was far more superior and cleaner to that represented by their twentieth century modern civilization, the natural and the most perfect one, according to them that none may dare disown or even think of changing, it being the pinnacle of human civilization and as such destined to last for ever.
Wir dürfen uns nicht von der scheinbaren Freiheit täuschen lassen, mit der diese genusssüchtigen modernen Gesellschaftsmädchen sich anderen hingeben und glauben, sie seien frei. Wir wissen, dass es stets eine Gruppe von Sklaven gegeben hat, die froh waren, ihre Freiheit aufzugeben, und die die Knechtschaft willentlich der Freiheit vorzogen. Genau das hat die europäische Zivilisation in Wirklichkeit erreicht. Sie fördert Ehebruch und sittlichen Verfall, sei es in Form der traditionellen Prostitution oder in Gestalt der genusssüchtigen Gesellschaftsmädchen, die sich den Männern bereitwillig hingeben.
We must not be taken in by the ostensible freedom with which these sybaritic modern society girls surrender themselves to others and think that they are free, for we know that there has always been a group of slaves who were glad to surrender their freedom and willingly prefer servitude to freedom. That is what European civilization has, in fact, accomplished. It encourages adultery and moral corruption be it in the form of traditional prostitution or the presence of the sybarite society girls who willingly surrender themselves to men.
Das ist, kurz gesagt, die Geschichte der Sklaverei in Europa bis hin zu diesem zwanzigsten Jahrhundert:
This, in short, is the story of slavery in Europe right up to this twentieth century:
...Sklaverei von Männern, Frauen, ganzen Nationen und Klassen. Es war eine Sklaverei, die aus verschiedenen neuen Quellen und Ursachen entstand; eine Sklaverei, die ohne jede echte und wirkliche gesellschaftliche Notwendigkeit aufrechterhalten wurde, wie sie den Islam vor dreizehnhundert Jahren dazu zwang, eine solche Form zu dulden und als unvermeidlich hinzunehmen. Sie gründete sich auf die Niedrigkeit der europäischen Zivilisation und deren angeborenen unmenschlichen Charakter.
slavery of men, women, of whole nations and classes. It was a slavery that sprang up from various new sources and causes; a slavery that was sustained without any real and genuine social need such as thirteen hundred years ago forced Islam to tolerate one and an inevitable form of it. It was founded in the vileness of European civilization and its innate inhuman character.
Wir können ein Wort über die Sklaverei hinzufügen, unter der die Völker der kommunistischen Länder stöhnen. In diesen Ländern ist die Regierung der einzige Herr, und alle anderen Menschen sind nichts als Sklaven, die stets bereit sind, Befehlen zu gehorchen. Männer und Frauen haben nicht einmal die Freiheit, ihren Beruf oder den Ort zu wählen, an dem sie arbeiten möchten. Sie sind nicht mehr als Sklaven. Eine ähnliche Lage herrscht in den kapitalistischen Ländern des Westens, wo die großen Kapitalisten die eigentlichen Herren sind, die die wirkliche Macht ausüben. Die Arbeiterklassen sind hilflos und völlig abhängig von ihnen.
We may add a word about slavery under which the peoples of the communist countries are groaning. The government is the only master in these countries, all the other people being just slaves to it ever ready to obey orders. Men and Women do not even have the freedom to choose their job or the place they would like to work in. They are not more than slaves. A similar situation prevails in the capitalist countries of the West where big capitalists are the virtual masters who wield real power. The working classes are helpless and completely dependent upon them.
Der Leser mag auf die Anhänger und Verfechter des einen oder anderen dieser Systeme stoßen, doch sollte er sich von ihren lauten Bekenntnissen niemals täuschen lassen, wenn er sich nur all das vor Augen hält, was wir oben kurz skizziert haben. Daraus kann er selbst leicht urteilen, ob beide Systeme – Kapitalismus und Kommunismus – mehr sind als die Fortsetzung jener jahrhundertealten Formen der Sklaverei, die den Menschen im Namen der Zivilisation und der gesellschaftlichen Entwicklung auferlegt wurden. Er kann auch erkennen, ob die Menschheit in den vergangenen vierzehn Jahrhunderten unablässig auf dem Weg des Fortschritts und des Ruhmes vorangeschritten ist, indem sie die Rechtleitung des Islam ignorierte, oder ob sie vielmehr stetig gesunken ist, immer tiefer hinab, und damit zeigt, wie dringend sie der Rechtleitung des Islam bedarf, um aus der Finsternis herauszufinden, in die sie seit langem gestürzt ist, und ihren früheren Zustand der Knechtschaft willentlich wieder anzunehmen. Doch diese Bereitschaft gewisser unterwürfiger Einzelner, auf ihren freien menschlichen Status zu verzichten, ist keine Rechtfertigung dafür, ihre Knechtschaft nach dem Islam ebenso wenig wie nach jeder anderen Religion oder Lebensphilosophie fortzuschreiben. Dieses Phänomen ist jedoch ein sehr trauriger Spiegel jenes Lebenssystems, das wirtschaftliche, soziale, politische, philosophische und geistige Bedingungen schafft, unter denen Menschen
The reader may come across the votaries and supporters of one or the other of these systems but he should never be taken in by their loud professions if he would but keep in mind all that we have briefly sketched above. From this he can easily judge for himself if both these systems-capitalism and communism-are anything more than the continuance of all those centuries-old forms of slavery that have been imposed on the people in the name of civilization and social development. He can also see whether mankind during the last fourteen centuries has continually moved ahead on the path of progress and glory by ignoring the guidance of Islam or has it in stead been steadily sinking low going down and down showing there by how desperately it stands in need of the guidance of Islam to help it get out of the darkness it has long since been plunged in willingly accept their former state of servitude. But such readiness on the part of certain slavish individuals to forego their free human status is no justification to perpetuate their servitude according to Islam as well as any other religion or philosophy of life. This phenomenon is, however, a very sad reflection on the system of life that creates economic, social, political, philosophical and spiritual conditions under which people.
1 Das Hadith, überliefert von Bukhari und Muslim sowie von Abu Daud, Tirmidhi und Nasai.
1 Al-Hadith, narrated by both Bukhari & Muslim besides Abu Daud Tirmidhi and Nasai.
2 Al.-Hadith-Muslim &. Abu Daud.
2 Al.-Hadith-Muslim &. Abu Daud.
1 Bukhari.
1 Bukhari.
2 Al-Hadith.
2 Al-Hadith.
3 Hadithe, überliefert von Abu Huraira.
3 Hadith narrated by Abu Huraira.
4 Die Hindus (Indien) glaubten, dass die Sklaven (die Shudras) aus den Füßen Gottes hervorgegangen seien, und sie nahmen daher an, dass sie von Natur aus niedrig und verachtenswert seien, ein Schicksal, dem sie nie entgegentreten oder das sie nie ändern könnten. Der einzige Weg, der ihnen daher offenstand, war, diese Demütigung und Züchtigung geduldig zu ertragen in der Hoffnung, dass ihre Seelen nach dem Tod in eine bessere Schöpfung übergehen könnten. So begnügten sich ihre Unterdrücker nicht damit, sie in den elenden Zustand körperlicher Sklaverei zu zwingen, sondern gingen weiter und nahmen ihnen sogar den Willen, sich gegen die ungerechte gesellschaftliche Ordnung aufzulehnen, die sie der Erniedrigung und dem Elend unterwarf.
4 The Hindus (India) believed that the slaves (the Sudras) had sprung from the feet of the God and hence they assumed that they were innately mean and low, a fate they could never contend or change. Therefore the only way open before them was that they should suffer this humiliation and chastisement patiently in the hope that their souls may after their death transmigrate into a better creation. Thus their oppressors, not content with reducing them to the wretched state of physical slavery, proceeded further to deprive them even of the will to rise in revolt against the unjust social order that subjected them to humiliation and misery.
1 Zur Orientierung siehe das Kapitel über die Rechte der Sklaven in Ghazalis „Ihya-Uloom-i-Din“.
1 For reference please see Ghazali’s 'lhya-Uloom-i-Din chapter on Rights of Slaves.
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1 Bukhari.
1 Bukhari.
1 Auf Seite 2273 der historischen Enzyklopädie mit dem Titel „Universal History of the World“ erfahren wir, dass der römische Kaiser Marius im Jahr 599 n. Chr., getrieben von seiner Liebe zur Sparsamkeit, es ablehnte, einige der Millionen Gefangenen loszukaufen, die seine Streitkräfte in den Kriegen gefangen genommen hatten. Stattdessen ließ er sie alle ohne Ausnahme über die Klinge springen.