Göttliche Einzigkeit – Die Einheit Gottes
Divine Singularity – The Oneness Of God
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Forscher, der mit einem Raumschiff zu einem anderen Planeten gereist ist, um menschenähnliche Wesen zu besuchen. Sobald Sie auf dem Planeten gelandet sind, treffen Sie Ihren Führer. Er teilt Ihnen mit, dass Ihr Raumschiff auf Sphinga gelandet ist, dem grenzenlosen Land des Planeten. Sie sind verwirrt und fragen Ihren Führer, ob es auf dem Planeten noch andere Länder gibt. Er lacht und antwortet: „Ja, es gibt zwei.“ Sie entgegnen: „Nun, woran erkennt man, dass man in einem anderen Land ist, wenn es nichts gibt, das sie voneinander unterscheidet?“ Ihr Führer seufzt und sagt: „Ja, wir haben dasselbe Problem. Es gibt keine Grenzen, und die Merkmale des einen Landes sind dieselben wie die des anderen.“ Sie beenden die Diskussion schließlich mit den Worten: „Dann hättet ihr doch einfach ein einziges Land daraus machen sollen, denn genau so sieht es für mich aus.“ Sie setzen Ihre Reise fort, um sich mit einer Gruppe von Beamten zum Mittagessen zu treffen. Während der Mahlzeit lobt einer der Beamten die Könige des Landes. Als Sie das hören, fragen Sie höflich: „Sie meinen, es gibt mehr als einen König?“ Der Beamte antwortet: „Ja, wir haben zwei Könige.“ Sie wirken verblüfft und fragen, wie das Land mit zwei Königen funktionieren kann. „Wie gibt es Harmonie in euren Gesetzen und Ordnung in eurer Gesellschaft?“ Der Beamte antwortet: „Nun, sie sind sich immer einig. Ihr Wille ist eins.“ Sie können sich nicht zurückhalten und erwidern: „Nun, dann habt ihr in Wahrheit gar keine zwei Könige, denn sie handeln gemäß einem einzigen Willen.“ Diese Geschichte enthält drei der fünf Argumente, die ich dafür vorlegen werde, dass es nur einen Gott geben kann. Der erste Teil der Geschichte fasst ein Argument zusammen, das ich „konzeptuelle Differenzierung“ nenne. Es besagt, dass für das Bestehen von Vielheit einige Konzepte vorhanden sein müssen, die eine Sache von einer anderen unterscheiden. Wenn ich zum Beispiel sagen würde, dass auf dem Tisch zwei Bananen liegen, könnten Sie diese Aussage überprüfen, indem Sie sie betrachten. Dass Sie zwei Bananen sehen können, liegt daran, dass es Konzepte gibt, die sie unterscheiden, etwa ihre Größe, Form und Lage auf dem Tisch. Wenn es jedoch nichts gäbe, was sie voneinander unterscheidet, könnte man sie nicht auseinanderhalten. Ebenso gilt: Da dieses Buch bisher dargelegt hat, dass es einen notwendigen, ungeschaffenen Schöpfer gibt, der mächtig, wissend, allumfassend bewusst und transzendent ist, müsste man, um zwei davon zu behaupten, ein Konzept angeben, das sie unterscheidet. Doch damit der Schöpfer Schöpfer sein kann, muss Er diese Eigenschaften besitzen. Zu sagen, es gebe zwei, ohne dass der eine sich vom anderen unterscheidet, bedeutet im Grunde, dass es nur einen Schöpfer gibt. Wenn alles, was auf den einen Schöpfer zutrifft, auch auf einen anderen zutrifft, dann haben wir nur einen Schöpfer definiert und nicht zwei.
Imagine you are an explorer who took a spaceship to another planet to visit human-like creatures. Once you land on the planet, you meet your guide. He tells you that your spaceship landed on Sphinga, the planet’s borderless country. You are confused and ask your guide if there are any other countries on the planet. He laughs and replies, “Yes, there are two.” You retort, “Well, how do you know when you’re in another country if there is nothing to differentiate them?” Your guide sighs and says, “Yeah, we have the same problem. There are no borders and the features of one country are the same as the other.” You finally end the discussion by saying, “You should have just made them into one country then, because that is what it looks like to me.” You both continue your journey to meet a group of officials for lunch. During the meal, one of the officials praises the kings of the country. Upon hearing this, you politely ask, “You mean, there is more than one king?” The official replies, “Yes, we have two kings.” You seem perplexed and ask how the country can function with two kings. “How do you have harmony in your laws, and order in your society?” The official replies, “Well, they always agree. Their wills are one.” You cannot hold yourself back and you respond, “Well, you do not really have two kings, then. Because they are acting in accordance with one will.” This story contains three of the five arguments I will present for the fact that there can only be one God. The first part of the story summarises an argument that I call ‘conceptual differentiation’. It postulates that in order for multiplicity to exist, there must be some concepts that differentiate one thing from another. For example, if I said that there are two bananas on the table, you would be able to verify that statement by observing them. The reason you can see two bananas is because there are concepts that differentiate them; for example, their size, shape and location on the table. However, if there was nothing to differentiate them, you could not distinguish between them. Similarly, since this book so far has argued that there is a necessary, uncreated creator who is powerful, knowing, All-Aware and transcendent, then to claim that there are two would require a concept that differentiates them. But in order for the Creator to be a creator, He must have these attributes. So saying there are two without one being different from another is basically saying that there is only one creator. If whatever is true of one creator is true of another, then we have just defined one creator and not two.
Der zweite Teil der Geschichte fasst sowohl das Argument aus dem Ausschluss als auch das Argument aus der Definition zusammen. Das Argument aus dem Ausschluss besagt, dass es nur einen göttlichen Willen geben kann. Gäbe es zwei Schöpfer und wollte einer von ihnen einen Baum erschaffen, wären nur drei Möglichkeiten denkbar. Die erste ist, dass sich beide gegenseitig aufheben; dies ist keine vernünftige Möglichkeit, da die Schöpfung existiert, und würden sie sich gegenseitig aufheben, gäbe es überhaupt keine Schöpfung. Die zweite Möglichkeit ist, dass der eine Schöpfer den anderen überwältigt, indem er sicherstellt, dass sein Baum erschaffen wird. Die dritte Möglichkeit ist, dass sie sich darauf einigen, denselben Baum auf dieselbe Weise zu erschaffen. Die zweite und dritte Möglichkeit implizieren, dass es nur einen Willen gibt, und ein Wille bedeutet im Rahmen unserer Überlegungen einen Schöpfer. Das Argument aus der Definition behauptet, dass es nicht mehr als einen Schöpfer geben kann. Gäbe es mehr als einen Schöpfer, würde das Weltall nicht die Harmonie aufweisen, die es tatsächlich zeigt. Neben dem Vorlegen von Argumenten für einen Schöpfer rechtfertigt dieses Buch auch die traditionelle Vorstellung von Gott. Da die traditionelle Vorstellung Gott als einen Willen besitzend beschreibt, der gebieterisch ist und durch nichts Äußeres begrenzt werden kann, folgt logisch, dass es nicht zwei unbegrenzte göttliche Willen geben kann.
The second part of the story summarises both the argument from exclusion and the argument from definition. The argument from exclusion maintains that there can only be one Divine will. If there were two creators and one wanted to create a tree, only three options would be possible. The first is that they both cancel each other out; this is not a rational possibility since creation exists, and if they cancelled each other out, there would be no creation at all. The second is that one creator overpowers the other by ensuring his tree is created. The third option is that they both agree to create the same tree in the same way. The second and third options imply that there is only one will, and one will in the context of our discussions indicates one creator. The argument from definition asserts that there cannot be more than one creator. If there was more than one creator, the cosmos would not display the harmony that it does. As well as presenting arguments for a creator, this book warrants the traditional conception of God. Since the traditional conception refers to God as having an imposing will that cannot be limited by anything external to Him, then it logically follows there cannot be two unlimited Divine wills.
Dieses Kapitel wird diese Argumente weiter ausführen und zwei weitere vorstellen, um zu zeigen, dass dieser Schöpfer einer sein muss:
This chapter will elaborate on these arguments and present another two to show that this creator must be one:
Das Argument durch Ausschluss.
• The argument from exclusion.
• Begriffliche Unterscheidung.
• Conceptual differentiation.
• Occams Rasiermesser.
• Occam’s razor.
• Das Argument aus der Definition.
• The argument from definition.
• Das Argument aus der Offenbarung.
• The argument from revelation.
Argumentum ex exclusione
Argument from exclusion.
Dieses Argument behauptet, dass die Existenz mehrerer Schöpfer unmöglich sei, da es nur einen Willen geben könne. Ich habe bereits erörtert, dass der Schöpfer einen Willen haben muss (siehe Kapitel 5), und die Frage, wie viele Willen existieren können, führt uns daher auf natürliche Weise dazu, dieses Argument ausführlich zu besprechen. Nehmen wir der Argumentation halber an, es gäbe zwei Schöpfer. Schöpfer A wollte einen Felsen bewegen, und Schöpfer B wollte denselben Felsen ebenfalls bewegen. Dabei können drei mögliche Szenarien entstehen:
This argument maintains that the existence of multiple creators is impossible because there can only be one will. I have already discussed that the Creator must have a will (see Chapter 5), so questioning how many wills can exist leads us nicely to discuss this argument in detail. For the sake of argument, let’s say there were two creators. Creator A wanted to move a rock, and creator B also wanted to move the same rock. There are three possible scenarios that can arise:
1. Einer der Schöpfer überwältigt den anderen, indem er den Stein in eine andere Richtung bewegt als der andere.
1. One of the creators overpowers the other by moving the rock in a different direction from the other.
2. Sie heben sich gegenseitig auf, und der Fels bewegt sich nicht.
2. They both cancel each other out, and the rock does not move.
3. Beide bewegen den Stein in dieselbe Richtung.
3. They both move the rock in the same direction.
Das erste Szenario impliziert, dass nur ein einziger Wille sich manifestiert. Das zweite Szenario bedeutet, dass kein Wille am Werk ist. Dies ist nicht möglich, denn es muss einen Willen geben, der verwirklicht wird, da die Schöpfung existiert. Das dritte Szenario beschreibt letztlich nur einen einzigen Willen.
The first scenario implies only one will manifests itself. The second scenario means that there is no will in action. This is not possible because there must be a will acted upon, as we have creation in existence. The third scenario ultimately describes only one will.
Daher ist es vernünftiger, den Schluss zu ziehen, dass es nur einen Schöpfer gibt, weil es nur einen Willen gibt.
Therefore, it is more rational to conclude that there is only one creator because there is only one will.
Wenn jemand argumentiert, dass man mehrere Wesenheiten haben und dennoch nur einen Willen besitzen kann, würde ich fragen: Woher weißt du, dass es mehr als eine Wesenheit gibt? Das klingt nach einem Argument aus Unwissenheit, denn für eine solche Behauptung gibt es nicht den geringsten Beleg. Damit kommen wir zum nächsten Argument.
If someone argues that you can have more than one entity and still have one will, I would respond by asking: How do you know there is more than one entity? It sounds like an argument from ignorance, because there is no evidence whatsoever for such a claim. This leads us to the next argument.
Begriffliche Unterscheidung.
Conceptual differentiation.
Damit es zwei Schöpfer geben könnte, müssten sie sich in irgendeiner Weise voneinander unterscheiden. Wenn man zum Beispiel zwei Bäume hat, unterscheiden sie sich in Größe, Form, Farbe und Alter. Selbst wenn sie in ihren körperlichen Merkmalen völlig gleich wären, gäbe es doch mindestens eine Sache, durch die wir erkennen können, dass es tatsächlich zwei Bäume sind. Dazu kann auch ihr Standort oder ihre Position gehören. Dasselbe gilt für Zwillinge: Wir wissen, dass es zwei Menschen sind, weil sich etwas an ihnen unterscheidet. Dieser Unterschied könnte sogar schon allein darin bestehen, dass sie nicht zur selben Zeit denselben Ort einnehmen können.
For two creators to exist, they must be different in some way. For example, if you have two trees, they will differ in size, shape, colour and age. Even if they had identical physical attributes, there would be at least one thing that allows us to distinguish that they are in fact two trees. This can include their placement or position. You can also apply this to twins; we know there are two people because something makes them different. This could even be the mere fact that they cannot occupy the same place at the same time.
Wenn es mehr als einen Schöpfer gäbe, müsste es etwas geben, das sie voneinander unterscheidet. Wenn sie jedoch in jeder denkbaren Hinsicht gleich sind, wie können wir dann sagen, es seien zwei? Wenn etwas mit einem anderen identisch ist, dann gilt für das eine auch, was für das andere gilt. Nehmen wir an, wir hätten zwei Dinge, A und B. Wenn sie in jeder Hinsicht gleich sind und nichts es erlaubt, sie voneinander zu unterscheiden, dann sind sie dasselbe Ding. Wir können dies in einen hypothetischen Satz fassen: Wenn alles, was für A wahr ist, auch für B wahr ist, dann ist A identisch mit B.
If there were more than one creator, then there must be something to differentiate between them. However, if they are the same in every possible aspect, then how can we say there are two? If something is identical to another, then what is true of one is also true for the other. Say we had two things, A and B. If they are the same in every way, and nothing allows us to differentiate between them, then they are the same thing. We can turn this into a hypothetical proposition: If whatever is true of A is true of B, then A is identical to B.
Nun wollen wir dies auf den Schöpfer anwenden. Stell dir vor, es gäbe zwei Schöpfer, genannt Schöpfer X und Schöpfer Y, und alles, was für Schöpfer X zutrifft, treffe auch auf Schöpfer Y zu. Zum Beispiel ist Schöpfer X allmächtig und allweise; also ist auch Schöpfer Y allmächtig und allweise. Wie viele Schöpfer gibt es in Wirklichkeit? Nur einen, weil es nichts gibt, das sie voneinander unterscheidet. Würde jemand behaupten, sie seien verschieden, so würde er nicht einen anderen Schöpfer beschreiben, sondern etwas Geschaffenes, denn dieses hätte nicht dieselben Eigenschaften, die dem Schöpfer gebühren.
Now let us apply this to the Creator. Imagine that two creators exist, called creator X and creator Y, and that whatever is true of creator X is also true of creator Y. For instance, creator X is All-Powerful and All-Wise; so, creator Y is All-Powerful and All-Wise. How many creators are there in reality? Only one, due to the fact that there is nothing to differentiate between them. If someone were to argue that they are different, then they would not be describing another creator but something that is created, as it would not have the same attributes befitting the Creator.
Wenn jemand hartnäckig behauptet, es könne zwei Schöpfer geben, die sich voneinander unterscheiden, dann frage ich einfach: „Worin unterscheiden sie sich?“ Versucht er, diese Frage zu beantworten, begibt er sich in den Bereich der Argumentation aus Unwissenheit, denn er muss Beweise erfinden, um seine falsche Schlussfolgerung zu rechtfertigen.
If someone is adamant in claiming that there can be two creators and they are different from each other, then I simply ask, “How are they different?” If they attempt to answer the question, they enter the realm of arguing from ignorance, because they will have to make up evidence to justify their false conclusion.
Ockhams Rasiermesser
Occam’s razor.
Im Lichte des Vorstehenden mag man auf einige unvernünftige und halsstarrige Menschen treffen, die dennoch an eine Vielheit von Schöpfern oder Ursachen glauben. Im Lichte des Rasiermessers Occams ist dies kein stichhaltiges Argument. Das Rasiermesser Occams ist ein philosophisches Prinzip, das dem Logiker und Franziskanermönch Wilhelm von Ockham aus dem 14. Jahrhundert zugeschrieben wird. Dieses Prinzip besagt: „Pluralitas non est ponenda sine necessitate“; auf Deutsch: „Eine Vielheit sollte nicht ohne Notwendigkeit angenommen werden.“ Mit anderen Worten: Die einfachste und zugleich umfassendste Erklärung ist die beste.
In light of the above, we might find a few irrational and stubborn people who still posit a plurality of creators or causes. In light of Occam’s razor, this is not a sound argument. Occam’s razor is a philosophical principle attributed to the 14th century logician and Franciscan friar, William of Occam. This principle enjoins: ‘Pluralitas non est ponenda sine necessitate’; in English: ‘Plurality should not be posited without necessity.’ In other words, the simplest and most comprehensive explanation is the best one.
In diesem Fall haben wir keinen Beweis dafür, dass der Schöpfer des Universums tatsächlich eine Kombination aus zwei, drei oder sogar eintausend Schöpfern ist; daher ist die einfachste Erklärung, dass der Schöpfer einer ist. Die Annahme einer Vielzahl von Schöpfern trägt auch nicht zur Umfassendheit der Argumentation bei. Anders ausgedrückt: Mehr Schöpfer hinzuzufügen würde die Erklärungskraft und den Geltungsbereich des Arguments nicht verbessern. Zu behaupten, dass ein allmächtiger Schöpfer das Universum erschaffen hat, ist genauso umfassend wie die Behauptung, dass zwei allmächtige Schöpfer es erschaffen haben. Ein einziger Schöpfer ist alles, was benötigt wird, einfach deshalb, weil er allmächtig ist. Ich würde argumentieren, dass die Annahme mehrerer Schöpfer tatsächlich eine geringere Erklärungskraft und einen geringeren Geltungsbereich hat; denn sie wirft weit mehr Probleme auf, als sie löst. Zum Beispiel legen die folgenden Fragen die Unvernunft dieser Form des Polytheismus offen: Wie können viele ewige Wesen nebeneinander existieren? Wie steht es mit der Möglichkeit widersprüchlicher Willen? Wie wirken sie aufeinander ein?
In this case, we have no evidence that the Creator of the universe is actually a combination of two, three or even one thousand creators, so the simplest explanation is that the Creator is one. Postulating a plurality of creators does not add to the comprehensiveness of the argument either. In other words, to add more creators would not enhance the argument’s explanatory power or scope. To claim that an All-Powerful creator created the universe is just as comprehensive as claiming that two All-Powerful creators created it. One creator is all that is required, simply because it is All-Powerful. I would argue that postulating multiple creators actually has reduced explanatory power and scope; this is because it raises far more problems than it solves. For example, the following questions expose the irrationality of this form of polytheism: How do many eternal beings co-exist? What about the potential of any conflicting wills? How do they interact?
Ein verbreiteter Einwand gegen dieses Argument lautet: Würde man dieses Prinzip auf die Pyramiden in Ägypten anwenden, müsste man absurderweise die Ansicht vertreten, sie seien von einer einzigen Person erbaut worden, denn das scheint die einfachste Erklärung zu sein. Das ist eine Fehlanwendung des Prinzips, denn sie übersieht den Punkt der Umfassendheit. Die Ansicht, die Pyramiden seien von einer einzigen Person erbaut worden, ist nicht die einfachste und zugleich umfassendste Erklärung, denn sie wirft weit mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Wie hätte etwa ein einzelner Mensch die Pyramiden errichten können? Umfassender ist es, anzunehmen, dass viele Menschen sie erbaut haben. Vor diesem Hintergrund könnte jemand sagen, das Universum sei so komplex, dass es absurd wäre anzunehmen, nur ein einziger Schöpfer habe es erschaffen. Diese Behauptung ist zwar gültig, aber fehl am Platz. Ein mächtiges Wesen, das das gesamte Universum erschafft, ist eine weitaus kohärentere und einfachere Erklärung als eine Vielzahl von Schöpfern, denn eine Vielzahl von Schöpfern wirft die im vorigen Absatz genannten, unbeantwortbaren Fragen auf. Dennoch könnte der Kritiker weiter einwenden, nicht eine Person habe die Pyramiden erschaffen, sondern ein Allmächtiger Schöpfer. Das Problem daran ist, dass nichts innerhalb des Universums ein allmächtiges Wesen ist. Da die Pyramiden Bauwerke sind und Bauwerke von einer wirkenden Ursache (einer Person oder mehreren Personen, die handeln) errichtet werden, müssen die Pyramiden von derselben Art von Ursache geschaffen worden sein. Das führt uns zurück zum ursprünglichen Punkt, dass zum Bau der Pyramiden mehr als eine dieser Ursachen erforderlich war.
A popular objection to this argument is that if we were to apply this principle to the pyramids in Egypt, we would absurdly adopt the view that they were made by one person, because it seems to be the simplest explanation. This is a misapplication of the principle, because it ignores the point about comprehensiveness. Taking the view that the pyramids were built by one person is not the simplest and most comprehensive explanation, as it raises far more questions than it answers. For instance, how could one man have built the pyramids? It is far more comprehensive to postulate that it was built by many men. In light of this, someone can say that the universe is so complex that it would be absurd to postulate that only one creator created it. This contention, although valid, is misplaced. A powerful Being creating the whole universe is a far more coherent and simple explanation than a plurality of creators, because a plurality of creators raises the unanswerable questions stated in the previous paragraph. Nevertheless, the critic may continue to argue that it wasn’t one person that created the Pyramids, but an All-Powerful creator. The problem with this is that nothing within the universe is an All-Powerful Being, and since the Pyramids are buildings, and buildings are built by an efficient cause (a person or persons that act), then the Pyramids must have been created by the same type of cause. This leads us back to the original point, that more than one of these causes was required to build the Pyramids.
Das Argument aus der Definition.
The argument from definition.
Die Vernunft verlangt, dass das Universum im Chaos läge, wenn es mehr als einen Schöpfer gäbe. Auch gäbe es dann nicht das Maß an Ordnung, das wir im Kosmos vorfinden. Der Koran enthält ein ähnliches Argument: „Hätte es in den Himmeln und auf der Erde außer Gott noch andere Götter gegeben, so wären beide zugrunde gegangen."294
Reason necessitates that if there were more than one creator, the universe would be in chaos. There would also not be the level of order we find in the cosmos. The Qur’an has a similar argument: “Had there been within the heavens and Earth gods besides God, they both would have been ruined.”294
Der klassische Korankommentar, bekannt als Tafsir al-Jalalayn, besagt: „Himmel und Erde hätten ihre gewohnte Ordnung verloren, denn es hätte unweigerlich innere Zwietracht gegeben, wie es üblich ist, wenn es mehrere Herrscher gibt: Sie widersprechen einander in den Dingen und sind sich nicht einig.“295
The classical commentary known as Tafsir al-Jalalayn states: “Heaven and the Earth would have lost their normal orderliness since there would have inevitably been internal discord, as is normal when there are several rulers: they oppose one another in things and do not agree with one another.”295
Man könnte jedoch einwenden: Da mehrere Personen dein Auto hergestellt haben – die eine hat die Räder montiert, eine andere den Motor eingebaut und wieder eine andere das Computersystem installiert –, könnte das Universum vielleicht auf die gleiche Weise erschaffen worden sein. Dieses Beispiel zeige, dass ein komplexes Objekt von mehr als einem Schöpfer hervorgebracht werden könne.
However, one might point out that since more than one person made your car—one person fitted the wheels, someone else installed the engine and another person installed the computer system—maybe the universe was created in the same way. This example indicates that a complex object can be created by more than one creator.
Um auf diesen Einwand zu antworten, muss man verstehen, dass die vernünftigste Erklärung für den Ursprung des Universums, wie in den vorangegangenen Kapiteln erörtert, das Konzept Gottes ist und nicht bloß ein „Schöpfer“. Es mag eine abstrakte gedankliche Möglichkeit mehrerer Schöpfer geben, wie das Beispiel des Autos verdeutlicht, doch kann es nicht mehr als einen Gott geben. Denn Gott ist per Definition das Wesen, dessen überragender Wille durch nichts außerhalb Seiner selbst begrenzt werden kann. Gäbe es zwei oder mehr Götter, so würden sie in einen Wettstreit der Willen geraten, was zu Chaos und Unordnung führen würde. Das Universum, das wir beobachten, wird von mathematischen Gesetzen und Ordnung beherrscht; daher ist es sinnvoll, dass es das Ergebnis eines einzigen überragenden Willens ist. Interessanterweise unterstützt der oben genannte Einwand tatsächlich die Einheit Gottes. Damit das Auto funktionieren konnte, mussten sich die verschiedenen Menschen, die für seine Herstellung verantwortlich waren, dem Gesamtwillen des Konstrukteurs fügen. Der Entwurf begrenzte den Willen derer, die das Auto anfertigten. Da Gott per Definition nicht zulassen kann, dass Sein Wille durch etwas außerhalb Seiner selbst begrenzt wird, folgt daraus, dass es nicht mehr als einen göttlichen Willen geben kann.
In order to respond to this contention, what has to be understood is that the most rational explanation for the origins of the universe, as discussed in the previous chapters, is the concept of God and not just a ‘creator’. There may be an abstract conceptual possibility of multiple creators, as highlighted by the car example, but there cannot be more than one God. This is because God, by definition, is the Being that has an imposing will that cannot be limited by anything external to Him. If there were two or more Gods, they would have a competition of wills, which would result in chaos and disorder. The universe we observe is governed by mathematical laws and order; therefore, it makes sense that it is the result of one imposing will. Interestingly, the objection above actually supports Divine oneness. In order for the car to work, the different people who were responsible for making it had to conform to the overall ‘will’ of the designer. The design limited the wills of those responsible for making the car. Since God, by definition, cannot have His will limited by anything outside of Himself, it follows that there cannot be more than one Divine will.
Man könnte jedoch einwenden, dass mehrere Götter sich darauf einigen könnten, denselben Willen zu haben, oder dass jeder von ihnen seinen eigenen Zuständigkeitsbereich haben könnte. Dies würde jedoch bedeuten, dass ihre Willen begrenzt und passiv wären, was wiederum zur Folge hätte, dass sie per Definition keine Götter mehr wären.
However, one may argue that multiple Gods can agree to have the same will or they can each have their own domain. This would mean that their wills are limited and passive, which would require that they are not Gods any more, by definition.
Der muslimische Denker und Philosoph des 12. Jahrhunderts Ibn Rushd, im westlichen Traditionsraum auch als Averroes bekannt, fasst dieses Argument zusammen:
The 12th century Muslim thinker and philosopher Ibn Rushd, also known as Averroes in the western tradition, summarises this argument:
„Die Bedeutung des … Verses ist von Natur aus in den Instinkten [des Menschen] verankert. Es ist selbstverständlich, dass, wenn es zwei Könige gäbe, deren Handlungen jeweils denen des anderen gleichen, es nicht möglich wäre, [dass sie] dieselbe Stadt verwalten, denn aus zwei Handelnden derselben Art kann nicht ein und dieselbe Handlung hervorgehen. Daraus folgt notwendigerweise, dass die Stadt zugrunde ginge, wenn sie gemeinsam handelten, es sei denn, einer von ihnen handelte, während der andere untätig bliebe; und dies ist mit dem Attribut der Göttlichkeit unvereinbar. Wenn zwei Handlungen derselben Art auf einem Substrat zusammentreffen, wird dieses Substrat notwendigerweise verdorben.“296.
“The meaning of the… verse is implanted in the instincts [of man] by nature. It is self-evident that if there are two kings, the actions of each one being the same as those of the other, it would not be possible [for them] to manage the same city, for there cannot result from two agents of the same kind one and the same action. It follows necessarily that if they acted together, the city would be ruined, unless one of them acted while the other remained inactive; and this is incompatible with the attribute of Divinity. When two actions of the same kind converge on one substratum, that substratum is corrupted necessarily.”296.
Das Argument aus der Offenbarung.
The argument from revelation.
Eine einfachere Art, Belege für die Einheit Gottes zu liefern, besteht darin, sich auf die Offenbarung zu berufen. Dieses Argument geht davon aus, dass dann, wenn Gott sich der Menschheit kundgetan hat und sich nachweisen lässt, dass diese Offenbarung von Ihm stammt, das, was Er über sich selbst sagt, wahr ist. Ein Skeptiker mag jedoch einige der Annahmen hinter diesem Argument infrage stellen. Dazu gehören, dass Gott sich der Menschheit kundgetan hat und dass die Offenbarung in Form eines Buches erfolgt. Lassen Sie uns zunächst die letzte Annahme untersuchen. Wenn Gott sich der Menschheit kundgetan hat, gibt es nur zwei mögliche Wege, dies herauszufinden: innerlich und äußerlich. Mit „innerlich“ meine ich, dass man allein durch Introspektion und Verinnerlichung herausfinden kann, wer Gott ist, und mit „äußerlich“ meine ich, dass man durch Kommunikation von außerhalb seiner selbst herausfinden kann, wer Gott ist; mit anderen Worten, es ist in der realen Welt verwirklicht. Etwas über Gott auf innerlichem Wege herauszufinden, ist aus den folgenden Gründen unplausibel:
A simpler way of providing evidence for God’s oneness is to refer to revelation. This argument postulates that if God has announced himself to humanity, and this revelation can be proven to be from Him, then what He says about Himself is true. However, a sceptic may question some of the assumptions behind this argument. These include that God has announced Himself to humankind and that the revelation is in the form of a book. Let’s first tackle the last assumption. If God has announced Himself to humankind, there are only two possible ways to find out: internally and externally. What I mean by ‘internally’ is that you can find out who God is solely by introspection and internalisation, and what I mean by ‘externally’ is that you can find out who God is via communication from outside of yourself; in other words, it is instantiated in the real world. Finding out about God internally is implausible for the following reasons:
1. Menschen sind verschieden; sie besitzen das, was Psychologen als „individuelle Unterschiede“ bezeichnen. Dazu gehören die DNA, Erfahrungen, soziale Kontexte, intellektuelle und emotionale Fähigkeiten, geschlechtsbedingte Unterschiede und viele weitere. Diese Unterschiede spielen eine Rolle für unsere Fähigkeit, durch Introspektion oder Intuition etwas zu verinnerlichen.
1. Human beings are different; they have what psychologists call ‘individual differences’. These include DNA, experiences, social contexts, intellectual and emotional capacities, gender differences and many more. These differences play a role in our ability to internalise via introspection or intuition.
Daher werden die Ergebnisse des Denkens voneinander abweichen. Würden diese Prozesse allein dazu dienen, etwas über Gott herauszufinden, würden zwangsläufig Unterschiede in unserer Vorstellung von Ihm entstehen. Das gilt auch aus historischer Sicht. Von der antiken Welt um 6000 v. Chr. bis zur Gegenwart gibt es Aufzeichnungen von etwa 3,700
Therefore, the results of thinking will differ. If these processes were solely used to find out about God, inevitably differences in our conception of Him would arise. This is true from a historical point of view. From the ancient world of 6000 BCE to the present, there are records of approximately 3,700
Verschiedene Namen und Begriffe für Gott.
different names and concepts for God.
2. Da die Methode, mit der man zu dem Schluss gelangt, dass Gott existiert, eine Methode des „gesunden Menschenverstands“ ist (von Philosophen als „rationales Denken“ und von muslimischen Theologen als „angeborenes Denken“ bezeichnet), wäre der Versuch, herauszufinden, wer Gott ist, anstatt lediglich Seine Existenz zu bejahen, trügerisch. Unserem Denken sind Grenzen gesetzt. Abstraktes Denken und Überlegungen über die physische Welt können uns nur zu dem Schluss führen, dass ein Schöpfer existiert und dass Er mächtig, wissend usw. ist. Über diese Schlussfolgerungen hinauszugehen, wäre spekulativ. Der Qur’an fragt treffend: „Sprecht ihr über Gott, was ihr nicht wisst?“297 Der Versuch, durch Introspektion herauszufinden, wer Gott ist, wäre so, als versuchte eine Maus, eine Galaxie zu begreifen. Der Mensch ist nicht ewig, nicht einzigartig und nicht mächtig. Daher kann der Mensch nicht begreifen, wer Gott ist. Gott müsste es einem durch äußere Offenbarung mitteilen.
2. Since the method used to conclude that God does exist is a ‘common sense’ method (referred to by philosophers as ‘rational thought’ and by Muslim theologians as ‘innate thinking’), then trying to find out who God is, rather than just affirming His existence, would be fallacious. There are limits to our reasoning. Abstract thinking and reflections on the physical world can only lead us to the conclusion that a creator exists, and He is powerful, knowing, etc. To go beyond those conclusions would be speculative. The Qur’an aptly asks, “Do you say about God that which you do not know?”297 Trying to find out who God is via introspection would be like a mouse trying to conceptualise a galaxy. The human being is not eternal, unique and powerful. Therefore, the human being cannot conceptualise who God is. God would have to tell you via external revelation.
Stellen Sie sich das folgende Beispiel vor: Ihr Wissen, dass Gott existiert, gleicht dem Klopfen an der Tür. Sie nehmen mit Sicherheit an, dass dort jemand ist, aber wissen Sie, wer es ist? Sie haben niemanden erwartet, daher gibt es nur einen Weg herauszufinden, wer hinter der Tür steht: Die Person muss es Ihnen sagen. Daraus können Sie schließen, dass alles, was Gott gesagt oder verkündet hat, von außen kommen muss, also nicht aus dem Menschen selbst stammen kann. Alles andere wäre bloße Spekulation.
Take the following example into consideration. Your knowledge that God exists is like the knocking of the door; you safely assume that something is there, but do you know who it is? You weren’t expecting anyone, so the only way to find who is behind the door is if the person tells you. Therefore, you can conclude that if God has said or announced anything, it must be external to the human being. Anything else would be mere speculation.
Aus islamischer Sicht ist diese äußere Mitteilung der Koran (siehe Kapitel 13), denn er ist der einzige Text, der beansprucht, von Gott zu stammen, und der zugleich die Kriterien erfüllt, die an einen göttlichen Text gestellt werden. Zu diesen Kriterien gehören:
From an Islamic perspective, this external communication is the Qur’an (see Chapter 13), as it is the only text to claim to have come from God that fits the criteria for a Divine text. These criteria include:
1. Es muss mit der vernunftgemäßen und intuitiven Schlussfolgerung über die Existenz Gottes übereinstimmen. Wenn beispielsweise ein Buch behauptet, Gott sei ein Elefant mit 40 Beinen, könnte man getrost annehmen, dass dieses Buch nicht von Gott stammt, denn Gott muss außerhalb des Universums stehen und unabhängig sein. Ein Elefant ist, unabhängig von seiner Gestalt, ein abhängiges Wesen. Das liegt daran, dass er begrenzte physische Eigenschaften besitzt, wie Größe, Form und Farbe. Alle Dinge mit begrenzten physischen Eigenschaften sind abhängig, weil äußere Faktoren ihre Begrenzungen hervorgebracht haben. Gott ist nicht „physisch“ und ist unabhängig. Daher kann nichts mit begrenzten physischen Eigenschaften Gott sein (siehe Kapitel 6).
1. It must be consistent with the rational and intuitive conclusion of God’s existence. For example, if a book says God is an elephant with 40 legs, you could safely assume that this book is not from God, as God must be external to the universe and independent. An elephant, regardless of form, is a dependent being. This is because it has limited physical qualities, such as size, shape and colour. All things with limited physical qualities are dependent because there are external factors that gave rise to their limitations. God is not ‘physical’ and is independent. Therefore, nothing with limited physical qualities can be God (see Chapter 6).
2. Es muss in sich und nach außen hin konsistent sein. Mit anderen Worten: Wenn auf Seite 20 steht, dass Gott einer ist, und auf Seite 340 steht, Gott sei drei, wäre das ein innerer, unvereinbarer Widerspruch. Außerdem wäre es ein äußerer Widerspruch, wenn das Buch behauptet, das Universum sei nur 6.000 Jahre alt, denn die Wirklichkeit bestätigt, dass das Universum älter ist als das. Allerdings kann sich unser Verständnis der Wirklichkeit ändern (siehe Kapitel 12).
2. It must be internally and externally consistent. In other words, if it says on page 20 that God is one and then on page 340 its says God is three, that would be an internal, irreconcilable inconsistency. Additionally, if the book says that the universe is only 6,000 years old, then that would be an external inconsistency as reality affirms that the universe is older than that (however, our understanding of reality can change; see Chapter 12).
3. Sie muss Hinweise auf das Transzendente enthalten. Die Offenbarung muss Inhalte aufweisen, die darauf hindeuten, dass sie von Gott stammt, und die sich nicht hinreichend naturalistisch erklären lassen. Einfach gesagt muss sie Belege dafür liefern, dass sie von Gott ist.
3. It must have signposts to the transcendent. The revelation must contain material that indicates it is from the Divine and that it cannot be adequately explained naturalistically. In simple terms, it must have evidence to show that it is from God.
Der Koran weist Zeichen auf, die darauf hindeuten, dass er ein göttlicher Text ist. Das Buch lässt sich nicht naturalistisch erklären; daher sind übernatürliche Erklärungen die beste Erklärung. Einige dieser Zeichen sind:
The Qur’an has signposts that indicate it is a Divine text. The book cannot be explained naturalistically; therefore, supernatural explanations are the best explanation. Some of these signposts include:
1. Die sprachliche und literarische Unnachahmlichkeit des Qur'an (siehe Kapitel 13).
1. The Qur’an’s linguistic and literary inimitability (see Chapter 13).
2. Einige der geschichtlichen Berichte im Qur'an konnten zur Zeit der Offenbarung von Menschen nicht bekannt gewesen sein.
2. Some of the historical accounts in the Qur’an could not have been known to man at the time of revelation.
3. Ihre einzigartige Anordnung und Struktur.298.
3. Its unique arrangement and structure.298.
Zum Schluss: Da der einzige Weg, auf dem man erfahren kann, was Gott der Menschheit mitgeteilt hat, die äußere Offenbarung ist, und sich diese Offenbarung als der Koran erweisen lässt, ist das, was er über Gott sagt, wahr. Der Koran ist hinsichtlich Seiner Einheit eindeutig klar: „Und streitet mit den Leuten der Schrift nur auf die beste Weise, außer mit denen unter ihnen, die Unrecht getan haben, und sprecht: ‚Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde, und an das, was zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer, und wir sind Ihm ergeben [im Islam].‘“299
To conclude, since the only way to know what God has announced to humankind is via external revelation, and this revelation can be proven to be the Qur’an—then what it says about God is true. The Qur’an is explicitly clear concerning His oneness: “And do not argue with the people of the Scripture except in a way that is best, except for those who commit injustice among them, and say, ‘We believe in that which has been revealed to us and revealed to you. And our God and your God is one; and we are Muslims [in submission] to Him.’”299
Dies sind einige der Argumente, mit denen gezeigt werden kann, dass Gott einer ist; doch dieses Thema wird, once es wirklich verstanden ist, tiefgreifende Auswirkungen auf das menschliche Gewissen haben. Wenn ein einziger Gott uns erschaffen hat, folgt daraus, dass wir alles durch Seine Einheit sehen müssen und nicht durch unsere abstrahierten Sichtweisen von Uneinigkeit und Spaltung. Wir sind eine menschliche Familie, und wenn wir uns so sehen, kann dies tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Wenn wir Gott lieben und an Ihn glauben, dann sollten wir Mitgefühl und Barmherzigkeit gegenüber dem zeigen, was Er erschaffen hat. So wie der Prophet Muhammad ﷺ gesagt hat:
These are some of the arguments that can be used to show that God is one; however, this topic—once truly understood—will have some profound effects on the human conscience. If one God has created us, it follows that we must see everything via His oneness and not our abstracted perspectives of disunity and division. We are a human family, and if we see ourselves this way, it can have profound effects on our society. If we love and believe in God, then we should show compassion and mercy to what He has created. Just like what the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم said:
„Die Barmherzigen werden vom Allbarmherzigen Barmherzigkeit erfahren. Seid barmherzig gegenüber denen auf der Erde, so wird Der im Himmel euch Barmherzigkeit erweisen.“300
“Those who are merciful will be shown mercy by the Most Merciful. Be merciful to those on the Earth and the One in the heavens will have mercy upon you.”300