Leben ohne Gott – Die Folgen des Atheismus
Life Without God – The Implications Of Atheism
Der Atheismus ist keine intellektuelle Position, die in einer Blase existiert. Wären seine Behauptungen wahr, müsste man einige unausweichliche existenzielle und logische Schlussfolgerungen ziehen, die sehr trostlos sind. Unter dem Atheismus wird das Leben lächerlich. Die folgende Erörterung liefert möglicherweise keinen rationalen Beweis für Gott, und daraus, dass ein Leben ohne Gott absurd erscheint, folgt nicht, dass Gott existiert. Sie bietet jedoch den fruchtbaren Boden, in dem die rationalen Argumente dieses Buches Wurzeln schlagen.
Atheism is not an intellectual position that exists in a bubble. If its claims are true, then one would have to make some inevitable existential and logical conclusions that are very bleak. Under atheism, life is ludicrous. The following discussion may not provide a rational case for God, nor does it follow that God exists simply because life without God seems absurd. However, it does provide the fertile ground in which the rational arguments in this book take root.
Wie in Kapitel 1 erörtert, sind die meisten Atheisten philosophische Naturalisten, die vertreten, dass es kein Übernatürliches gibt und dass alles im Universum mit Bezug auf physikalische Prozesse erklärt werden kann. Atheismus in Verbindung mit philosophischem Naturalismus ist ein Rezept für existenzielles Unheil. Die Formel ist einfach: kein Gott, was die damit verbundenen Vorstellungen göttlicher Rechenschaftspflicht einschließt, ergibt keine letzte Hoffnung, keinen Wert und keinen Sinn. Es führt auch zu keinem ewigen und sinnerfüllten Glück.
As discussed in Chapter 1, most atheists are philosophical naturalists who hold that there is no supernatural and everything in the universe can be explained in reference to physical processes. Atheism combined with philosophical naturalism is a recipe for existential disaster. The formula is simple: no God, which includes the associated concepts of Divine accountability, equals no ultimate hope, value and purpose. It also leads to no eternal and meaningful happiness.
40 Diese Schlussfolgerung ist kein veraltetes religiöses Klischee; sie ist das Ergebnis eines rationalen Nachdenkens über die logischen und existenziellen Folgen des Atheismus.
40 This conclusion is not an outdated religious cliché; it is a result of thinking rationally about the logical and existential implications of atheism.
Keine letzte Hoffnung.
No ultimate hope.
Hoffnung wird definiert als das Gefühl oder die Erwartung und der Wunsch, dass etwas geschieht. Wir alle hoffen auf ein gutes Leben, gute Gesundheit und eine gute Arbeit. Letztlich hoffen wir alle auf eine unsterbliche, glückselige Existenz. Das Leben ist ein so wunderbares Geschenk, dass niemand wirklich wünscht, sein bewusstes Dasein möge enden. Ebenso wünscht sich jeder, dass es irgendeine Form von letzter Gerechtigkeit gibt, in der Unrecht wiedergutgemacht wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Bedeutsam ist: Wenn unser Leben elend ist oder Schmerz und Leid erfahren wird, hoffen wir auf etwas Frieden, Freude und Erleichterung. Dies ist ein Ausdruck des menschlichen Geistes; wir hoffen auf ein Licht am Ende des dunklen Tunnels, und wenn wir Ruhe und Freude haben, wollen wir, dass es so bleibt. Da der Atheismus das Göttliche und das Übernatürliche leugnet, lehnt er auch das Konzept eines Jenseits ab. Ohne dieses kann es keine Hoffnung auf Freude nach einem Leben voller Schmerz geben. Daher geht die Erwartung verloren, dass nach unserem Leben etwas Positives geschieht. Unter dem Atheismus können wir kein Licht am Ende des dunklen Tunnels unserer Existenz erwarten. Stellen Sie sich vor, Sie wären in der Dritten Welt geboren und hätten Ihr ganzes Leben in Hunger und Armut verbracht. Nach der atheistischen Weltsicht sind Sie lediglich dem Tod bestimmt. Dem gegenüber steht die islamische Sichtweise: Alle Leiden, die in unserem Leben geschehen, dienen einem größeren Gut. Daher ist im großen Gefüge der Dinge kein Schmerz und kein Leid, das wir erfahren, sinnlos. Gott kennt all unsere Leiden, und Er wird Vergeltung üben (siehe Kapitel 11). Nach dem Atheismus hingegen sind unsere Schmerzen so sinnlos wie unsere Freude. Die immensen Opfer der Tugendhaften und das Leid der Opfer sind fallende Dominosteine in einer gleichgültigen Welt. Sie geschehen um keines größeren Gutes willen und zu keinem höheren Zweck. Es gibt keine letzte Hoffnung auf ein Jenseits oder irgendeine Form von Glück. Selbst wenn wir ein Leben voller Vergnügen und unermesslichen Luxus führten, wären die meisten von uns unweigerlich einem bösen Schicksal oder einem unablässigen Verlangen nach noch mehr Vergnügen ausgeliefert. Der pessimistische Philosoph Arthur Schopenhauer beschrieb treffend die Hoffnungslosigkeit und das Unheil, das uns erwartet:
Hope is defined as the feeling or expectation and desire for something to happen. We all hope for good lives, good health and a good job. Ultimately, we all hope for an immortal blissful existence. Life is such an amazing gift that no one really wants his or her conscious existence to end. Similarly, everyone desires that there will be some form of ultimate justice where wrongs are made right, and the relevant people will be held accountable. Significantly, if our lives are miserable, or experience pain and suffering, we hope for some peace, pleasure and ease. This is a reflection of the human spirit; we hope for light at the end of the dark tunnel, and if we have tranquillity and joy, we want to keep it that way. Since atheism denies the Divine and the supernatural, it also rejects the concept of an afterlife. Without that, there can be no hope of pleasure following a life of pain. Therefore, the expectation for something positive to happen after our lives is lost. Under atheism we cannot expect any light at the end of the dark tunnel of our existence. Imagine you were born in the third world and spent your whole life in starvation and poverty. According to the atheist worldview, you are merely destined for death. Contrast this with the Islamic perspective: all instances of suffering that happen in our lives are for some greater good. Therefore, in the larger scheme of things, no pain or suffering we undergo is meaningless. God is aware of all our sufferings, and He will provide recompense (see Chapter 11). According to atheism, however, our pains are as meaningless as our pleasure. The immense sacrifices of the virtuous and the distress of the victim are falling dominoes in an indifferent world. They occur for no greater good and no higher purpose. There is no ultimate hope of an afterlife or any form of happiness. Even if we lived a life of pleasure and immense luxuries, most of us would inevitably be doomed to some form of evil fate or an incessant desire for more pleasure. The pessimist philosopher Arthur Schopenhauer aptly described the hopelessness and ill fate that awaits us:
„Wir sind wie Lämmer auf einer Weide, die sich unter den Augen des Metzgers tummeln, der sich bald diesen, bald jenen als Beute auswählt. So kommt es, dass wir in unseren guten Tagen uns alle nicht bewusst sind, welches böse Schicksal uns bald bevorstehen mag – Krankheit, Armut, Verstümmelung, Verlust des Augenlichts oder des Verstandes… Ein nicht geringer Teil der Qual des Daseins liegt darin, dass die Zeit uns unablässig bedrängt, uns nie zu Atem kommen lässt, sondern immer hinter uns her ist wie ein Aufseher mit der Peitsche. Hält die Zeit im Augenblick einmal ihre Hand inne, so nur, wenn wir dem Elend der Langeweile ausgeliefert sind… Die Überzeugung, dass die Welt und der Mensch etwas ist, das besser nicht gewesen wäre, ist in der Tat geeignet, uns voller Nachsicht gegeneinander zu machen. Ja, von diesem Standpunkt aus könnten wir als die richtige Form der Anrede wohl nicht Monsieur, Sir, mein Herr, sondern vielmehr mein Leidensgenosse, Socî malorum, compagnon de miseres! betrachten.“ Der Koran spielt auf diese Hoffnungslosigkeit an. Er argumentiert, dass ein Gläubiger nicht verzweifeln kann; es wird immer Hoffnung geben, und die Hoffnung ist mit der Barmherzigkeit Gottes verbunden, und die Barmherzigkeit Gottes wird sich in diesem Leben und im Jenseits offenbaren: „Gewiss, an der Barmherzigkeit Gottes verzweifeln nur die Leute, die ungläubig sind.“ {Gewiss, an der Barmherzigkeit Allahs verzweifeln nur die ungläubigen Leute.}42
“We are like lambs in a field, disporting themselves under the eye of the butcher, who chooses out first one and then another for his prey. So it is that in our good days we are all unconscious of the evil fate may have presently in store for us—sickness, poverty, mutilation, loss of sight or reason… No little part of the torment of existence lies in this, that Time is continually pressing upon us, never letting us take breath, but always coming after us, like a taskmaster with a whip. If at any moment Time stays his hand, it is only when we are delivered over to the misery of boredom… In fact, the conviction that the world and man is something that had better not have been, is of a kind to fill us with indulgence towards one another. Nay, from this point of view, we might well consider the proper form of address to be, not Monsieur, Sir, mein Herr, but my fellow-sufferer, Socî malorum, compagnon de miseres!” The Qur’an alludes to this hopelessness. It argues that a believer cannot despair; there will always be hope, and hope is connected to God’s mercy, and God’s mercy will manifest itself in this life and the hereafter: “Certainly no one despairs of God’s Mercy, except the people who disbelieve.”42
Unter dem Atheismus ist letztendliche Gerechtigkeit ein unerreichbares Ziel – eine Fata Morgana in der Wüste des Lebens. Da es kein Leben nach dem Tod gibt, ist jede Erwartung, dass Menschen zur Rechenschaft gezogen werden, vergeblich. Man denke an Nazi-Deutschland in den 1940er Jahren. Eine unschuldige jüdische Frau, die gerade mit ansehen musste, wie ihr Mann und ihre Kinder vor ihren Augen ermordet wurden, hat keine Hoffnung auf Gerechtigkeit, während sie darauf wartet, an die Reihe zu kommen, um in die Gaskammer getrieben zu werden. Die Nazis wurden zwar schließlich besiegt, doch diese Gerechtigkeit kam erst nach ihrem Tod. Unter dem Atheismus ist sie nun nichts, nur eine weitere Neuordnung von Materie, und man kann einem leblosen Ding keine Gnadenfrist gewähren. Der Islam hingegen gibt allen Menschen Hoffnung auf die reine, vollkommene göttliche Gerechtigkeit. Niemand wird ungerecht behandelt werden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden:
Under atheism, ultimate justice is an unachievable goal—a mirage in the desert of life. Since there is no afterlife, any expectation of people being held to account is futile. Consider Nazi Germany in the 1940s. An innocent Jewish lady who just saw her husband and children murdered in front of her has no hope for justice when she is waiting for her turn to be cast into the gas chamber. Although the Nazis were eventually defeated, this justice occurred after her death. Under atheism she is now nothing, just another rearrangement of matter, and you cannot give reprieve to something that is lifeless. Islam, however, gives everyone hope for pure Divine, ultimate justice. No one will be treated unfairly and everyone shall be taken to account:
„An jenem Tag werden die Menschen in getrennten Gruppen hervortreten, um ihre Taten gezeigt zu bekommen: Wer auch nur das Gewicht eines Stäubchens an Gutem getan hat, wird es sehen, und wer auch nur das Gewicht eines Stäubchens an Bösem getan hat, wird dies sehen.“ „Gott hat die Himmel und die Erde zu einem wahren Zweck erschaffen: um jede Seele entsprechend ihren Taten zu belohnen. Sie werden nicht ungerecht behandelt werden.“ Das Leben, aus der Sicht des philosophischen Naturalismus betrachtet, gleicht einer Mutter, die ihrem Kind ein Spielzeug gibt und es ihm dann ohne Grund wieder wegnimmt. Das Leben ist zweifellos ein wunderbares Geschenk. Doch jede Freude, jede Lust und jede Liebe, die wir erfahren haben, wird uns genommen und für immer verloren sein. Da der Atheist das Göttliche und das Jenseits leugnet, bedeutet dies, dass die Freuden, die wir im Leben erfahren haben, verschwinden werden. Es gibt keine Hoffnung auf eine Fortdauer von Glück, Vergnügen, Liebe und Freude. Im Islam dagegen werden diese positiven Erfahrungen über unser irdisches Leben hinaus vervollkommnet und fortgesetzt:
“On that Day, people will come forward in separate groups to be shown their deeds: whoever has done an atom’s weight of good will see it, but whoever has done an atom’s weight of evil will see that.” “God created the heavens and the Earth for a true purpose: to reward each soul according to its deeds. They will not be wronged.” Life, from the perspective of philosophical naturalism, is like a mother giving her child a toy and then taking it back for no reason. Life, without a doubt, is a wonderful gift. Yet any pleasure, joy and love we have experienced will be taken away from us and lost forever. Since the atheist denies the Divine and the hereafter, it means that the pleasures we have experienced in life will disappear. There is no hope of a continuation of happiness, pleasure, love and joy. However, under Islam, these positive experiences are enhanced and continued after our worldly life:
„Sie werden darin alles haben, was sie begehren, und bei Uns ist noch mehr für sie.“
“They will have therein whatever they desire and We have more than that for them.”.
„Die Menschen, die ein gottesfürchtiges Leben geführt haben, werden eine gute Belohnung und mehr erhalten …“ „Wahrlich, die Bewohner des Paradieses werden an jenem Tag mit freudigen Dingen beschäftigt sein … (Es wird zu ihnen gesagt werden): ‚Salamun‘ (Friede sei auf euch), ein Wort vom Herrn, dem Barmherzigsten.“
“The people who lived a pious life will have a good reward and more….” “Verily, the dwellers of Paradise that Day, will be busy in joyful things… (It will be said to them): ‘Salamun’ (Peace be on you), a Word from the Lord, Most Merciful.”.
Kein letzter Wert.
No ultimate value.
Was ist der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Schokoladenhasen? Das ist eine ernsthafte Frage. Nach Ansicht vieler Atheisten, die eine naturalistische Weltanschauung vertreten, ist alles, was existiert, im Wesentlichen eine Neuanordnung von Materie, oder zumindest beruht es auf blinden, nicht bewussten physikalischen Prozessen und Ursachen.
What is the difference between a human and a chocolate bunny? This is a serious question. According to many atheists who adopt a naturalistic worldview, everything that exists is essentially a rearrangement of matter, or at least based on blind, non-conscious physical processes and causes.
Wenn das stimmt, macht es dann wirklich einen Unterschied?
If this is true, then does it really matter?
Wenn ich einen Hammer nähme und einen Schokoladenhasen zerschlüge und dann dasselbe mit mir selbst täte, gäbe es laut Naturalismus keinen wirklichen Unterschied. Die Stücke der Schokolade und die Stücke meines Schädels wären bloß Umordnungen derselben Substanz: kalte, leblose Materie.
If I were to pick up a hammer and smash a chocolate bunny and then I did the same to myself, according to naturalism there would be no real difference. The pieces of chocolate and the pieces of my skull would just be rearrangements of the same stuff: cold, lifeless matter.
Die typische Antwort auf dieses Argument umfasst folgende Aussagen: „Wir haben Gefühle“, „wir leben“, „wir empfinden Schmerz“, „wir haben eine Identität“ und „wir sind Menschen!“ Laut dem Naturalismus lassen sich diese Antworten dennoch lediglich auf Umordnungen von Materie zurückführen, genauer gesagt auf neurochemische Vorgänge im Gehirn. In Wirklichkeit lässt sich alles, was wir fühlen, sagen oder tun, auf die grundlegenden Bestandteile der Materie oder zumindest auf irgendeine Art physikalischen Prozess zurückführen. Daher ist dieser Sentimentalismus unbegründet, wenn man Atheist ist, denn alles, auch Gefühle, Emotionen oder sogar das Wertempfinden, beruht lediglich auf Materie und kalten physikalischen Prozessen und Ursachen.
The typical response to this argument includes the following statements: “we have feelings”, “we are alive”, “we feel pain”, “we have an identity” and “we’re human!” According to naturalism these responses are still just reduced to rearrangements of matter, or to be more precise, neuro-chemical happenings in one’s brain. In reality everything we feel, say or do can be reduced to the basic constituents of matter, or at least some type of physical process. Therefore, this sentimentalism is unjustified if one is an atheist, because everything, including feelings, emotions or even the sense of value, is just based on matter and cold physical processes and causes.
Zurück zu unserer ursprünglichen Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Schokoladenhasen? Nach der atheistischen Perspektive lautet die Antwort, dass es keinen wirklichen Unterschied gibt. Jeder Unterschied ist nur eine Illusion – es gibt keinen letzten Wert. Wenn alles auf Materie und vorausgehenden physischen Ursachen und Prozessen beruht, dann hat nichts wirklichen Wert. Es sei denn, man argumentiert natürlich, dass es auf die Materie selbst ankommt. Selbst wenn das stimmte, wie könnten wir dann den Unterschied zwischen einer Anordnung von Materie und einer anderen würdigen? Könnte man behaupten, dass etwas umso wertvoller ist, je komplexer es ist? Aber warum sollte das irgendeinen Wert haben? Man bedenke, dass nach dem Atheismus nichts absichtlich entworfen oder erschaffen wurde. Alles beruht auf kalten, zufälligen und nicht bewussten physischen Prozessen und Ursachen.
Returning to our original question: What is the difference between a human being and a chocolate bunny? The answer, according to the atheist perspective, is that there is no real difference. Any difference is just an illusion—there is no ultimate value. If everything is based on matter and prior physical causes and processes, then nothing has real value. Unless, of course, one argues that what matters is matter itself. Even if that were true, how could we appreciate the difference between one arrangement of matter and another? Could one argue that the more complex something is, the more value it has? But why would that be of any value? Remember, according to atheism nothing has been purposefully designed or created. It is all based on cold, random and non-conscious physical processes and causes.
Die gute Nachricht ist, dass die Atheisten, die diese Sichtweise vertreten, die rationalen Konsequenzen ihrer Überzeugungen nicht zu Ende denken. Würden sie das tun, wäre es deprimierend. Dass sie unserer Existenz letzten Wert zuschreiben, liegt daran, dass ihre angeborenen Veranlagungen, die von Gott erschaffen wurden, eine Neigung haben, Gott und die Wahrheit unserer Existenz zu erkennen (siehe Kapitel 4).
The good news is that the atheists who adopt this perspective do not follow through with the rational implications of their beliefs. If they did, it would be depressing. The reason that they attribute ultimate value to our existence is because their innate dispositions, which have been created by God, have an affinity to recognise God and the truth of our existence (see Chapter 4).
Aus islamischer Sicht hat Gott in uns eine angeborene Veranlagung gelegt, durch die wir unseren Wert erkennen und grundlegende moralische und ethische Wahrheiten anerkennen (siehe Kapitel 9). Diese Veranlagung wird im islamischen Denken als Fitrah bezeichnet (siehe Kapitel 4). Unser Anspruch auf absoluten Wert ist begründet, weil Gott uns mit einem tiefen Sinn erschaffen und uns vor den meisten Seiner Geschöpfe bevorzugt hat. Wir haben Wert, weil Derjenige, der uns erschaffen hat, uns diesen Wert verliehen hat.
From an Islamic point of view, God has placed an innate disposition within us to acknowledge our worth, and to recognise fundamental moral and ethical truths (see Chapter 9). This disposition is called the fitrah in Islamic thought (see Chapter 4). Our claim of ultimate value is justified because God created us with a profound purpose, and preferred us to most of His creation. We have value because the One who created us has given us value.
„Wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt … und sie weit über viele Unserer Geschöpfe erhoben."48
“Now, indeed, We have conferred dignity on the children of Adam… and favoured them far above most of Our creation.”48
„Unser Herr! Du hast dies nicht umsonst erschaffen.“49
“Our Lord! You have not created all this without purpose.”49
Der Islam schätzt das Gute und jene, die die Wahrheit annehmen. Er stellt diejenigen, die Gott gehorchen und dadurch Gutes tun, jenen gegenüber, die sich trotzig widersetzen und dadurch Böses tun: „Ist denn etwa der, der gläubig war, wie der, der frevelhaft gehorchte? Sie sind nicht gleich.“50
Islam values the good and those who accept the truth. It contrasts those who obey God and thereby do good, and those who are defiantly disobedient, and thereby do evil: “Then is one who was a believer like one who was defiantly disobedient? They are not equal.”50
Da der Naturalismus das Jenseits und jede Form göttlicher Gerechtigkeit ablehnt, belohnt er den Verbrecher und den Friedensstifter mit demselben Ende: dem Tod. Wir alle treffen auf dasselbe Schicksal. Welchen letztendlichen Wert haben dann also das Leben Hitlers oder Martin Luther King Jr. wirklich? Wenn ihr Ende dasselbe ist, welchen wirklichen Wert bietet dann der Atheismus? Nicht viel.
Since naturalism rejects the hereafter and any form of Divine justice, it rewards the criminal and the peacemaker with the same end: death. We all meet the same fate. So what ultimate value do the lives of Hitler or Martin Luther King Jr. really have? If their ends are the same, then what real value does atheism give us? Not much at all.
Doch im Islam steht das endgültige Ziel derer, die Gott verehren und mitfühlend, ehrlich, gerecht, freundlich und vergebend sind, dem Ende derer gegenüber, die auf ihrem Bösen beharren. Die Wohnstatt der Guten ist ewige Glückseligkeit, die Wohnstatt der Bösen ist die göttliche Entfremdung. Diese Entfremdung ist eine Folge des bewussten Verleugnens von Gottes Barmherzigkeit und Rechtleitung, was zwangsläufig zu seelischer Qual und Pein führt. Offensichtlich verleiht der Islam uns letztgültigen Wert. Unter dem Atheismus hingegen lässt sich Wert nur dann rational begründen, wenn man ihn als Illusion in unseren Köpfen versteht. Trotz der Stärke dieses Arguments erheben manche Atheisten dennoch Einwände. Einer ihrer Einwände betrifft die folgende Frage: Warum verleiht Gott uns letztgültigen Wert? Die Antwort ist einfach. Gott hat das Universum erschaffen und ist über es erhaben, und Er besitzt unbegrenztes Wissen und unbegrenzte Weisheit. Zu Seinen Namen gehören Der Allwissende und Der Allweise. Was Er schätzt, ist daher universal und objektiv. Anders betrachtet ergibt sich dies aus dem Verständnis, dass Gott das vollkommenste Wesen ist, was bedeutet, dass Er frei von jedem Mangel und jedem Makel ist. Daraus folgt, dass das, was Er schätzt, objektiv und letztgültig ist, denn diese Objektivität ist ein Merkmal Seiner Vollkommenheit. Ein weiterer Einwand besagt, dass selbst dann, wenn wir akzeptieren würden, dass Gott uns letztgültigen Wert verleiht, dieser dennoch subjektiv wäre, da er Seiner Perspektive unterworfen wäre. Diese Behauptung beruht auf einem Missverständnis dessen, was Subjektivität bedeutet. Sie trifft auf den begrenzten Verstand und/oder die Gefühle eines Individuums zu. Gottes Perspektive dagegen gründet auf unbegrenztem Wissen und unbegrenzter Weisheit. Er weiß alles; wir wissen nicht alles. Der klassische Gelehrte Ibn Kathir stellt fest, dass Gott die Gesamtheit von Weisheit und Wissen besitzt, wir hingegen nur ihre Einzelheiten. Mit anderen Worten: Gott hat das ganze Bild, wir haben lediglich einen Pixel. Seyyed Hossein Nasr, Professor für Islamwissenschaften an der George Washington University, liefert eine treffende Zusammenfassung des Konzepts der Menschenrechte und der Würde – die letztlich auf Wert verweisen – in Abwesenheit Gottes:
However, in Islam, the ultimate end of those who worship God and are compassionate, honest, just, kind and forgiving is contrasted with the end of those who persist with their evil. The abode of the good is eternal bliss and the abode of the evil is Divine alienation. This alienation is a consequence of consciously denying God’s mercy and guidance, which inevitably results in spiritual anguish and torment. Clearly, Islam gives us ultimate value. However, under atheism, value cannot be rationally justified except as an illusion in our heads. Despite the force of this argument, some atheists still object. One of their objections involves the following question: Why does God give us ultimate value? The answer is simple. God created and transcends the universe, and He has unlimited knowledge and wisdom. His names include The-Knowing and The-Wise. Therefore, what He values is universal and objective. Another way of looking at it is by understanding that God is the maximally perfect Being, which means He is free from any deficiency and flaw. Therefore, it follows that what He values will be objective and ultimate, because this objectivity is a feature of His perfection. Another objection argues that even if we were to accept that God gives us ultimate value, it would still be subjective, as it would be subject to His perspective. This contention is premised on a misunderstanding of what subjectivity means. It applies to an individual’s limited mind and/or feelings. However, God’s perspective is based on unlimited knowledge and wisdom. He knows everything; we do not. The classical scholar Ibn Kathir states that God has the totality of wisdom and knowledge; we have its particulars. In other words: God has the picture, we merely have a pixel. Seyyed Hossein Nasr, Professor of Islamic studies at George Washington University, provides an apt summary of the concept of human rights and dignity—which ultimately refer to value—in the absence of God:
„Bevor man von menschlichen Pflichten oder Rechten spricht, muss man die grundlegende religiöse und philosophische Frage beantworten: ‚Was bedeutet es, Mensch zu sein?‘ In der heutigen Welt spricht jeder von Menschenrechten und dem heiligen Charakter des menschlichen Lebens, und viele Säkularisten behaupten sogar, sie seien die wahren Verfechter der Menschenrechte im Gegensatz zu jenen, die verschiedene religiöse Weltanschauungen annehmen. Doch seltsamerweise glauben oft gerade dieselben Verfechter der Menschlichkeit, dass der Mensch nichts anderes sei als ein entwickelter Affe, der seinerseits aus niederen Lebensformen und letztlich aus verschiedenen Molekülverbindungen hervorgegangen ist. Wenn der Mensch nichts anderes ist als das Ergebnis ‚blinder Kräfte‘, die auf die ursprüngliche kosmische Ursuppe aus Molekülen einwirken, ist dann nicht die bloße Aussage über die Heiligkeit des menschlichen Lebens intellektuell bedeutungslos und nichts als ein hohler sentimentaler Ausdruck? Ist nicht die menschliche Würde nichts weiter als ein bequem konstruierter Begriff ohne Grundlage in der Wirklichkeit? Und wenn wir nichts anderes sind als hochorganisierte unbelebte Teilchen, worauf stützen sich dann Ansprüche auf ‚Menschenrechte‘? Diese grundlegenden Fragen kennen keine geografischen Grenzen und werden von denkenden Menschen überall gestellt.“ Wir haben einen Wert, doch welchen Wert hat die Welt?
“Before speaking of human responsibilities or rights, one must answer the basic religious and philosophical question, ‘What does it mean to be human?’ In today’s world everyone speaks of human rights and the sacred character of human life, and many secularists even claim that they are true champions of human rights as against those who accept various religious worldviews. But strangely enough, often those same champions of humanity believe that human beings are nothing more than evolved apes, who in turn evolved from lower life forms and ultimately from various compounds of molecules. If the human being is nothing but the result of ‘blind forces’ acting upon the original cosmic soup of molecules, then is not the very statement of the sacredness of human life intellectually meaningless and nothing but a hollow sentimental expression? Is not human dignity nothing more than a conveniently contrived notion without basis in reality? And if we are nothing but highly organized inanimate particles, what is the basis for claims to ‘human rights’? These basic questions know no geographic boundaries and are asked by thinking people everywhere.” We have value, but what value does the world have?
Wenn ich in einen Raum mit all meinen Lieblingsspielen, Gadgets, Freunden und Angehörigen, Speisen und Getränken gesetzt würde, dabei aber wüsste, dass in fünf Minuten ich, die Welt und alles darin zerstört würde, welchen Wert hätten dann meine Besitztümer? Sie hätten überhaupt keinen Wert. Was aber sind fünf Minuten oder 657.000 Stunden (das entspricht 75 Jahren)? Es ist bloß Zeit. Dass wir 75 Jahre leben mögen, macht keinen Unterschied. In der atheistischen Weltsicht wird alles zerstört und vergessen werden. Das gilt auch für den Islam. Alles wird vernichtet werden. In Wirklichkeit hat die Welt also an sich keinen Wert; sie ist vergänglich, flüchtig und kurzlebig. Dennoch hat die Welt aus islamischer Sicht einen Wert, denn sie ist eine Stätte, um Gott nahezukommen, um gute Taten und Gottesdienst zu verrichten, die zum ewigen Paradies führen. Es ist also nicht alles düster. Wir befinden uns nicht auf einem sinkenden Schiff. Wenn wir das Richtige tun, können wir Gottes Vergebung und Wohlgefallen erlangen.
If I were to put you in a room with all your favourite games, gadgets, friends, loved ones, food and drink, but you knew that in five minutes you, the world and everything in it would be destroyed, what value would your possessions have? They wouldn’t have any at all. However, what is five minutes or 657,000 hours (equivalent to 75 years)? It is mere time. Just because we may live for 75 years does not make a difference. In the atheist worldview it will all be destroyed and forgotten. This is also true for Islam. Everything will be annihilated. So in reality the world intrinsically has no value; it is ephemeral, transient and short-lived. Nonetheless, from an Islamic perspective the world has value because it is an abode for getting close to God, good deeds and worship, which lead to eternal paradise. So it is not all doom and gloom. We are not on a sinking ship. If we do the right thing, we can gain God’s forgiveness and approval.
„Im Jenseits gibt es sowohl schreckliche Strafe als auch Vergebung und Wohlgefallen von Gott; eilt daher um die Vergebung eures Herrn zu erlangen…“
“There is terrible punishment in the next life as well as forgiveness and approval from God; so race for your Lord’s forgiveness….”.
Kein letztendlicher Zweck.
No ultimate purpose.
„Ich weiß nicht, warum wir hier sind, aber ich bin ziemlich sicher, dass es nicht ist, um uns zu amüsieren.“53
“I do not know why we are here, but I’m pretty sure that it is not in order to enjoy ourselves.”53
Dies sind die Worte des einflussreichen Philosophen Ludwig Wittgenstein. Wie viele Philosophen hatte auch er keine Antwort auf die Frage:
These are the words of influential philosopher Ludwig Wittgenstein. Like many philosophers, he did not have an answer to the question:
Was ist der Sinn des Lebens? Aber er deutete an, dass das Leben nicht nur ein Spiel ist. Andere Menschen hingegen haben argumentiert, die Frage sei falsch gestellt. Vielleicht gibt es nichts, worüber wir uns Gedanken machen müssten. Wir sollten einfach weiterleben und uns nicht darum sorgen, warum wir hier sind. Der Nobelpreisträger Albert Camus hat diese Haltung auf folgende Weise erklärt:
What is the purpose of life? But he did indicate that life is not just a game. Other people, however, have argued that the question is false. There may be nothing we should be bothered about. We should carry on living and not worry about why we are here. The Nobel Prize winner Albert Camus explained this attitude in the following way:
„Du wirst niemals leben, wenn du nach dem Sinn des Lebens suchst“54.
“You will never live if you are looking for the meaning of life”54.
Camus meinte im Grunde, dass das Wichtigste ist, ein Leben zu führen, das für einen selbst funktioniert, unabhängig davon, ob es eine Wahrheit hinter der eigenen Existenz gibt.
Camus was basically saying that the important thing is to live a life that works for you, regardless of any truth behind your existence.
Angesichts dieser unterschiedlichen Ansichten müssen wir fragen: Ist es vernünftig zu glauben, dass wir einen Zweck haben? Um diese Frage zu beantworten, wollen wir das folgende Beispiel betrachten:
In light of these differing views, we must ask: Is it reasonable to believe we have a purpose? To help answer this question, let us take the following illustration into consideration:
Sie lesen dieses Buch wahrscheinlich, während Sie auf einem Stuhl sitzen, und Sie tragen einige Kleidungsstücke. Deshalb möchte ich Ihnen eine Frage stellen: Wozu? Warum tragen Sie die Kleidung, und welchen Zweck hat der Stuhl? Die Antworten auf diese Fragen liegen auf der Hand. Der Zweck des Stuhls ist es, uns das Sitzen zu ermöglichen, indem er unser Gewicht trägt, und unsere Kleidung dient dazu, uns warm zu halten, unsere Blöße zu bedecken und uns natürlich auch ästhetisch ansprechend aussehen zu lassen. Unsere Kleidung und der Stuhl sind leblose Gegenstände ohne emotionale oder geistige Fähigkeiten, und dennoch schreiben wir ihnen einen Zweck zu. Doch manche von uns glauben nicht, dass ihre eigene Existenz einen Zweck hat. Natürlich erscheint dies absurd und widerspricht unserem intuitiven Empfinden. Einen letzten Zweck für unser Leben zu haben, impliziert, dass es einen Grund für unsere Existenz gibt – mit anderen Worten, eine Art Absicht und Ziel. Ohne einen letzten Zweck haben wir keinen Grund zu existieren, und unserem Leben fehlt eine tiefere Bedeutung. Dies ist die Sichtweise des Naturalismus. Er besagt, dass wir lediglich aus vorausgegangenen physikalischen Prozessen hervorgehen. Diese sind blind, zufällig und nicht-rational. Die logische Schlussfolgerung aus dieser gleichgültigen Sicht auf unsere Existenz ist, dass wir auf einem sinkenden Schiff fahren. Dieses metaphorische Schiff ist unser Universum, denn laut Wissenschaftlern strebt dieses Universum seinem unausweichlichen Untergang entgegen und wird einen sogenannten „Wärmetod“ erleiden. Das menschliche Leben wird vor diesem Wärmetod vernichtet werden, da die Sonne schließlich die Erde auslöschen wird.55 Wenn dieses Schiff also sinken wird, frage ich Sie: Welchen Sinn hat es, die Liegestühle umzustellen oder der alten Dame ein Glas Milch zu geben? Der Qur’an bringt die intuitive Haltung der Menschheit zu dieser Frage zum Ausdruck: „Unser Herr! Du hast all dies nicht ohne Zweck erschaffen.“56
You are probably reading this book sitting on a chair, and you are wearing some clothes. So I would like to ask you a question: For what purpose? Why are you wearing the clothes, and what purpose does the chair have? The answers to these questions are obvious. The chair’s purpose is to allow us to sit down by supporting our weight, and our clothes fulfil the purpose of keeping us warm, hiding our nakedness and of course making us look aesthetically pleasing. Our clothes and the chair are lifeless objects with no emotional or mental abilities, and we attribute purpose to these. Yet some of us do not believe we have a purpose for our own existence. Naturally, this seems absurd and counter-intuitive. Having an ultimate purpose for our lives implies that there is a reason for our existence—in other words, some kind of intention and objective. Without an ultimate purpose we have no reason to exist, and we lack a profound meaning for our lives. This is the perspective of naturalism. It dictates that we merely spring from prior physical processes. These are blind, random and non-rational. The logical conclusion of this indifferent view on our existence is that we are riding on a sinking ship. This metaphorical ship is our universe because, according to scientists, this universe is heading towards its inevitable demise and will suffer what they call a ‘heat death’. Human life will be destroyed prior to this heat death as the Sun will eventually obliterate the Earth.55 Therefore, if this ship is going to sink, I ask you, what is the point of reshuffling the deck chairs or giving a glass of milk to the old lady? The Qur’an represents humanity’s intuitive stance on this issue: “Our Lord! You have not created all this without purpose.”56.
Nichtsdestotrotz ergeben sich aus dieser Diskussion verschiedene Streitpunkte. Erstens kann ein Atheist argumentieren, dass das Fehlen jeglichen Grundes für unsere Existenz uns mehr Freiheit gibt, selbst Sinn für unser Leben zu schaffen. Um dies genauer zu erläutern: Einige Existentialisten haben argumentiert, dass unser Leben auf nichts gründe und wir aus diesem Nichts einen neuen Raum an Möglichkeiten für unser Leben erschaffen können. Dies beruht auf der Vorstellung, dass alles an sich bedeutungslos sei und wir deshalb die Freiheit haben, uns selbst Bedeutung zu geben, um ein erfülltes Leben zu führen. Der Fehler an diesem Ansatz ist, dass wir Bedeutung nicht wirklich entkommen können. Den Zweck als Grundlage unserer Existenz zu leugnen, während wir unserem Leben einen erfundenen Zweck zuschreiben, ist per Definition Selbsttäuschung. Es ist nicht anders, als zu sagen: „Lasst uns so tun, als hätten wir einen Zweck.“ Das unterscheidet sich nicht von Kindern, die Ärzte und Krankenschwestern, Cowboys und Indianer oder Mütter und Väter spielen. Doch wir alle müssen erwachsen werden und der Wahrheit ins Auge sehen, dass das Leben kein bloßes Spiel ist.
Nevertheless, various disputes emerge from this discussion. First, an atheist can argue that the absence of any reason for our existence gives us more freedom to create purpose for ourselves. To further explain, some of the existentialists have argued that our lives are based on nothing, and from this nothingness we can create a new realm of possibilities for our lives. This rests on the idea that everything is intrinsically meaningless, and therefore we have the freedom to create meaning for ourselves in order to live fulfilling lives. The flaw with this approach is that we cannot really escape meaning. Denying purpose for the basis of our existence, while attributing some made-up purpose to our lives is, by definition, self-delusion. It is no different in saying, “Let’s pretend to have purpose.” This is no different from children who pretend to be doctors and nurses, cowboys and Indians, or mothers and fathers. However, we must all grow up and face the truth that life is not just a game.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft die darwinistische Behauptung, unser Zweck bestehe darin, unsere DNA zu vervielfältigen; wie der bekannte Atheist Richard Dawkins in seinem Buch „Das egoistische Gen“ darlegt, haben sich unsere Körper genau zu diesem Zweck entwickelt.57 Das Problem dieser Sichtweise besteht darin, dass sie unsere Existenz zu einem zufälligen Ergebnis eines langwierigen biologischen Prozesses herabstuft. Damit wird der Mensch zu nichts weiter als einem Nebenprodukt, einem beiläufigen Wesen, das durch den zufälligen Zusammenstoß von Teilchen und die zufällige Neuanordnung von Molekülen entstanden ist. Die islamische Sicht auf den Zweck unseres Lebens ist einleuchtend und stärkend. Sie erhebt unsere Existenz von bloßen Produkten der Materie und der Zeit zu bewussten Wesen, die sich dafür entscheiden, eine Beziehung zu Dem zu pflegen, der uns erschaffen hat (siehe Kapitel 15). Atheismus und Naturalismus bieten keinen letztgültigen Sinn für unsere Existenz.
Another disagreement consists of the Darwinian claim that our purpose is to propagate our DNA; as the famous atheist Richard Dawkins proposes in his book, The Selfish Gene, our bodies have developed to do just that.57 The problem with this view is it relegates our existence to a random accident via a lengthy biological process. This renders the human nothing more than a by-product, an incidental being that emerged via the random collision of particles and the random rearrangement of molecules. Islam’s view on the purpose of our lives is intuitive and empowering. It elevates our existence from products of matter and time to conscious beings who choose to have a relationship with the One who created us (see Chapter 15). Atheism and naturalism provide no ultimate purpose for our existence.
Keine ewige und sinnvolle Glückseligkeit.
No eternal and meaningful happiness.
„[U]nd eine glückliche Zukunft gehört denen, die sich vor Ihm in Acht nehmen.“58.
“[A]nd a happy future belongs to those who are mindful of Him.”58.
Das Streben nach Glück ist ein wesentlicher Teil unserer menschlichen Natur. Wir alle wollen glücklich sein – auch wenn wir manchmal nicht genau benennen können, was „Glück“ eigentlich ist. Würde man den durchschnittlichen Menschen fragen, warum er eine gute Arbeit haben möchte, würde er wahrscheinlich antworten: „Um genug zu verdienen, um bequem leben zu können.“ Fragte man jedoch weiter, warum er bequem leben möchte, würde er höchstwahrscheinlich sagen: „Weil ich glücklich sein möchte.“ Wenn man dann fragte: „Warum willst du glücklich sein?“, wäre er um eine Antwort verlegen, denn Glück ist letztlich ein Ziel und kein Mittel. Es ist das endgültige Ziel, nicht unbedingt der Weg. Wir alle wollen glücklich sein, und es gibt keinen Grund, warum wir glücklich sein wollen, außer dem Glück selbst. Deshalb suchen wir unablässig nach Wegen, die uns helfen, diesen endgültigen glücklichen Zustand zu erreichen.
The pursuit of happiness is an essential part of our human nature. All of us want to be happy—even when sometimes we cannot pinpoint exactly what ‘happiness’ is. This is why if you were to ask the average person why they want to get a good job, they would probably reply, “To earn enough to live comfortably”. However, if you questioned them further and asked why they want to live comfortably they would more than likely say, “Because I want to be happy”. If you then asked them, “Why do you want to be happy?” They would be stuck for an answer, because happiness is ultimately an end, not a means. It is the final destination, not necessarily the journey. We all want to be happy, and there is no reason why we want to be happy other than happiness itself. This is why we endlessly seek ways to help us achieve that final happy state.
Die Reise, die Menschen suchen, unterscheidet sich von einem zum anderen. Manche widmen Jahre dem Erwerb von Qualifikationen und beruflichen Abschlüssen für ihren Namen. Andere arbeiten unermüdlich im Fitnessstudio, um eine perfekte Figur zu erreichen. Wer sich die Liebe der Familie wünscht, opfert sich oft der Pflege von Ehepartner und Kindern auf, während manche ihre Wochenenden mit Freunden durchfeiern, um dem unerbittlichen Kreislauf der Arbeit zu entfliehen. Die Liste ist endlos. Dies wirft die Frage auf: Was ist wahres, sinnerfülltes Glück? Um diese Frage zu beantworten, stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Während Sie dies lesen, werden Sie gegen Ihren Willen betäubt. Plötzlich wachen Sie auf und finden sich in einem Flugzeug wieder. Sie sitzen in der ersten Klasse. Das Essen ist himmlisch. Der Sitz ist ein Liegesitz, konzipiert für ein luxuriöses, bequemes Erlebnis. Die Unterhaltung ist grenzenlos. Der Service ist überirdisch. Sie beginnen, alle hervorragenden Einrichtungen zu nutzen. Die Zeit vergeht. Denken Sie nun einen Moment nach und stellen Sie sich die Frage: Würde ich glücklich sein?
The journey that people seek varies from one person to the next. Some dedicate years to adding qualifications and career credentials to their names. Others work tirelessly in gyms to achieve a perfect figure. Those who desire the love of family often end up sacrificing their lives to the care of their spouse and children, while some party their weekends away with friends, seeking a release from the relentless cycle of work. The list is endless. It begs the question: What is true, meaningful happiness? To help answer this question, imagine the following scenario: While reading this, you are sedated against your will. Suddenly you wake up and find yourself on a plane. You’re in first class. The food is heavenly. The seat is a flatbed, designed for a luxurious, comfortable experience. The entertainment is limitless. The service is out of this world. You start to use all of the excellent facilities. Time starts to pass. Now think for a moment, and ask yourself the question: Would I be happy?
Wie könntest du das sein? Dafür müsstest du zuerst einige Fragen beantwortet haben. Wer hat dich sediert? Wie bist du ins Flugzeug gekommen? Was ist der Zweck der Reise? Wohin fliegst du? Wenn diese Fragen unbeantwortet blieben, wie könntest du dann glücklich sein? Selbst wenn du anfingest, all den Luxus zu genießen, der dir zur Verfügung steht, würdest du niemals wahres, sinnerfülltes Glück erreichen. Würde eine schaumige belgische Schokoladenmousse auf deinem Dessertteller ausreichen, um die Fragen zu übertönen? Es wäre eine Täuschung, ein vorübergehendes, falsches Glück, das nur dadurch erreicht wird, dass man diese entscheidenden Fragen bewusst ignoriert.
How could you be? You would need some questions answered first. Who sedated you? How did you get on the plane? What is the purpose of the journey? Where are you heading? If these questions remained unanswered, how could you be happy? Even if you started to enjoy all of the luxuries at your disposal, you would never achieve true, meaningful happiness. Would a frothy Belgian chocolate mousse on your dessert tray be enough to drown out the questions? It would be a delusion, a temporary, fake type of happiness, only achieved by deliberately ignoring these critical questions.
Wende dies nun auf dein eigenes Leben an und frage dich: Bin ich glücklich? Unser Entstehen unterscheidet sich nicht davon, betäubt und in ein Flugzeug gesetzt zu werden. Wir haben unsere Geburt, unsere Eltern und unsere Herkunft nie selbst gewählt. Dennoch stellen manche von uns die Fragen nicht und suchen nicht nach den Antworten, die uns helfen würden, unser letztes Ziel, das Glück, zu erreichen.
Now apply this to your life and ask yourself, am I happy? Our coming into existence is no different from being sedated and thrown on a plane. We never chose our birth, our parents or where we come from. Yet some of us do not ask the questions or search for the answers that will help us achieve our ultimate goal of happiness.
Wo liegt wahres, sinnvolles Glück? Zwangsläufig liegt das Glück, wenn wir das vorherige Beispiel betrachten, wirklich darin, die zentralen Fragen unserer Existenz zu beantworten. Dazu gehören: Was ist der Sinn des Lebens? Wohin gehe ich nach meinem Tod? In diesem Licht liegt unser Glück in unserem Innersten, darin, zu wissen, wer wir sind, und die Antworten auf diese entscheidenden Fragen zu finden. Wenn wir behaupten, glücklich zu sein, aber diese Fragen nie gestellt oder keine Antworten gefunden haben, dann ist unser glücklicher Zustand nicht sehr sinnvoll. Es wäre wie bei einem betrunkenen Menschen, der glücklich wirkt, wenn er für einen Moment die Sorgen des Lebens vergisst.
Where does true, meaningful happiness lie? Inevitably, if we reflect on the previous example, happiness really lies in answering key questions about our existence. These include: What is the purpose of life? Where am I heading after my death? In this light, our happiness lies in our inwardness, in knowing who we are, and finding the answers to these critical questions. If we claim to be happy, but have not asked these questions or found any answers, then our happy state is not very meaningful. It would be like a drunken person who seems to be happy when he temporarily forgets life’s worries.
Anders als Tiere können wir nicht zufrieden sein, indem wir bloß unseren Instinkten nachgeben. Wenn wir unseren Hormonen und bloßen körperlichen Bedürfnissen gehorchen, werden diese Fragen nicht beantwortet und wir finden kein Glück. Um zu verstehen, warum, denke über ein anderes Beispiel nach: Stell dir vor, du wärst einer von 50 Menschen, die in einem kleinen Raum ohne Ausgang eingesperrt sind. Es gibt nur 10 Brotlaibe, und für weitere 100 Tage gibt es kein Essen mehr. Was tut ihr alle? Folgst du deinen tierischen Instinkten, wird es Blut geben. Wenn du aber versuchst, die Frage zu beantworten: Wie können wir alle überleben?, dann wirst du sehr wahrscheinlich überleben, denn du wirst Wege finden, dies zu tun.
Unlike animals, we cannot be content by reacting to our instincts. Obeying our hormones and mere physical needs will not answer these questions and bring happiness. To understand why, reflect on another example: Imagine you were one of 50 human beings locked in a small room with no exit. There are only 10 loaves of bread, and there is no more food for another 100 days. What do you all do? If you follow your animalistic instincts, there will be blood. But if you try to answer the question, how can we all survive? it is likely that you will, because you will devise ways to do so.
Übertrage dieses Beispiel auf dein eigenes Leben. Dein Leben hat weit mehr Variablen, die zu nahezu unendlich vielen Ergebnissen führen können. Doch manche von uns folgen einfach ihren fleischlichen Begierden. Unsere Berufe mögen Doktortitel oder andere Qualifikationen erfordern, und wir mögen mit unseren Partnern essen und feiern, doch all das reduziert sich letztlich auf die bloßen Instinkte des Überlebens und der Fortpflanzung. Wahres, sinnerfülltes Glück kann nur erreicht werden, wenn wir herausfinden, wer wir wirklich sind, und nach Antworten auf die entscheidenden Fragen des Lebens suchen.
Extend this example to your life. Your life has many more variables, which can result in almost an infinite number of outcomes. Yet some of us just follow our carnal needs. Our jobs may require Ph.Ds. or other qualifications, and we may wine and dine with our partners, but all of that is still reduced to the mere instincts of survival and procreation. Meaningful happiness cannot be achieved unless we find out who we really are and search for answers to life’s critical questions.
Doch unter dem Naturalismus haben diese Fragen keine wirklichen Antworten; deshalb kann der Naturalismus niemals zu einem sinnvollen, glücklichen Zustand führen. Warum sind wir hier? Aus keinem Grund überhaupt. Wohin gehen wir?
However, under naturalism these questions do not have any real answers; this is why naturalism can never lead to a meaningful happy state. Why are we here? No reason at all. Where are we going?
Nirgendwo. Wir werden dem Tod einfach gegenübertreten. Wir alle müssen die grundlegende Frage beantworten, warum wir hier sind. Im Islam ist die Antwort einfach und zugleich tiefgründig. Wir sind hier, um Gott zu dienen (siehe Kapitel 15).
Nowhere. We will just face death. We all need to answer the fundamental question of why we are here. In Islam, the answer is simple yet profound. We are here to worship God (see Chapter 15).
Doch die Anbetung ('ibadah) im Islam ist ganz anders als das gängige Verständnis dieses Wortes. Anbetung kann in jeder unserer Handlungen zum Ausdruck kommen: in der Art, wie wir miteinander sprechen, und in den kleinen Taten der Freundlichkeit, die wir jeden Tag verrichten. Wenn wir uns darauf konzentrieren, Gott durch unsere Handlungen zu gefallen, dann werden unsere Handlungen zu Akten der Anbetung.
But worship in Islam is quite different from the common understanding of the word. Worship can be shown in every act that we do. The way we talk to each other and the small acts of kindness we do each day. If we focus on pleasing God by our actions, then our actions become acts of worship.
Anbetung beschränkt sich nicht allein darauf, unsere Gottesdienste ausschließlich an Gott allein zu richten, etwa die geistlichen Handlungen des Gebets und des Fastens. Gott anzubeten bedeutet auch, Ihn über alles zu lieben, Ihm zu gehorchen und Ihn am meisten zu kennen. Gott anzubeten ist der letztendliche Zweck unserer Existenz; es befreit uns von der „Sklaverei“ gegenüber anderen Menschen und der Gesellschaft. Gott präsentiert uns im Qur'an ein eindrucksvolles Beispiel:
Worship is not merely limited to directing our acts of worship to God alone, like the spiritual acts of prayer and fasting. Worshipping God also means loving, obeying and knowing Him the most. Worshipping God is the ultimate purpose of our existence; it frees us from the ‘slavery’ to others and society. God, in the Qur’an, presents us with a powerful example:
„Gott stellt dieses Gleichnis auf: Kann ein Mann, der mehrere miteinander uneinige Herren hat, einem Mann gleichgestellt werden, der sich ganz einem einzigen Herrn hingibt? Alles Lob gebührt Gott, doch die meisten von ihnen wissen es nicht.“59
“God puts forward this illustration: can a man who has for his masters several partners at odds with each other be considered equal to a man devoted wholly to one master? All praise belongs to God, though most of them do not know.”59
Unweigerlich werden wir, wenn wir Gott nicht anbeten, andere „Götter“ anbeten. Denk darüber nach. Unsere Partner, unsere Vorgesetzten, unsere Lehrer, unsere Freunde, die Gesellschaften, in denen wir leben, und sogar unsere eigenen Begierden „versklaven“ uns in gewisser Weise. Nehmen wir zum Beispiel gesellschaftliche Normen. Viele von uns bestimmen Schönheit anhand des gesellschaftlichen Drucks. Wir mögen eine Reihe von Vorlieben und Abneigungen haben, doch diese werden von anderen geprägt. Frag dich selbst: Warum trägst du diese Hose oder diesen Rock? Zu sagen, dass du sie magst, ist eine oberflächliche Antwort; entscheidend ist, warum du sie magst. Wenn wir auf diese Weise weiter nachbohren, werden viele am Ende zugeben: „Weil andere Leute finden, dass es gut aussieht.“ Leider sind wir alle von den endlosen Werbeanzeigen und dem Gruppenzwang beeinflusst worden, die uns unablässig bombardieren.
Inevitably, if we do not worship God, we end up worshipping other ‘gods’. Think about it. Our partners, our bosses, our teachers, our friends, the societies we live in, and even our own desires ‘enslave’ us in some way. Take, for example, social norms. Many of us define beauty based on social pressures. We may have a range of likes and dislikes, but these are shaped by others. Ask yourself, why are you wearing these trousers or this skirt? Saying you like it is a shallow response; the point is, why do you like it? If we keep on probing in this way, many will end up admitting “because other people think it looks nice”. Unfortunately, we’ve all been influenced by the endless adverts and peer pressure that bombard us.
In dieser Hinsicht haben wir viele „Herren“, und alle wollen etwas von uns. Sie stehen alle „im Widerspruch zueinander“, und wir enden damit, verwirrte, unerfüllte Leben zu führen. Gott, der uns besser kennt, als wir uns selbst kennen, der uns mehr liebt, als unsere Mütter uns lieben, sagt uns, dass Er unser wahrer Herr ist, und dass wir uns nur dann wahrhaft befreien, wenn wir Ihn allein anbeten.
In this respect we have many ‘masters’ and they all want something from us. They are all ‘at odds with each other’, and we end up living confused, unfulfilled lives. God, who knows us better than we know ourselves, who loves us more than our mothers love us, is telling us that He is our true Master, and only by worshipping Him alone will we truly free ourselves.
Die muslimische Autorin Yasmin Mogahed erklärt in ihrem Buch „Reclaim Your Heart", dass alles außer Gott schwach und kraftlos ist und dass unsere Freiheit darin liegt, Ihn anzubeten:
The Muslim writer Yasmin Mogahed explains in her book, Reclaim Your Heart, that anything other than God is weak and feeble, and that our freedom lies in worshipping Him:
„Jedes Mal, wenn du etwas Schwaches oder Kraftloses verfolgst, suchst oder erbittest … wirst auch du schwach oder kraftlos. Selbst wenn du das erreichst, wonach du strebst, wird es niemals genug sein. Bald wirst du etwas anderes suchen müssen. Du wirst niemals wahre Zufriedenheit und Genugtuung erlangen. Deshalb leben wir in einer Welt des Eintauschens und der ständigen Aufrüstung. Dein Telefon, dein Auto, dein Computer, deine Frau, dein Mann können jederzeit gegen ein neueres, besseres Modell eingetauscht werden. Doch es gibt eine Freiheit von dieser Sklaverei. Wenn der Gegenstand, auf den du dein ganzes Gewicht legst, unerschütterlich, unzerbrechlich und unvergänglich ist, kannst du nicht fallen.“ Die nächste Frage lautet: Wohin gehen wir? Wir haben eine Wahl: Entweder wir nehmen Gottes ewige, grenzenlose Barmherzigkeit an, oder wir fliehen vor ihr. Seine Barmherzigkeit anzunehmen, indem wir auf Seine Botschaft antworten und Ihm gehorchen, Ihn anbeten und Ihn lieben, wird unser ewiges Glück im Paradies ermöglichen. Die Barmherzigkeit Gottes abzulehnen und vor ihr davonzulaufen, führt dazu, dass wir an einem Ort enden, der fern von Seiner Liebe ist, an einem Ort des Unglücks – der Hölle. Wir haben also eine Wahl. Entweder entscheiden wir uns, Seine Barmherzigkeit anzunehmen, oder wir versuchen, ihr zu entkommen. Wir haben den freien Willen, uns zu entscheiden. Auch wenn Gott Gutes für uns will, zwingt Er uns nicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
“Every time you run after, seek, or petition something weak or feeble… you too become weak or feeble. Even if you do reach that which you seek, it will never be enough. You will soon need to seek something else. You will never reach true contentment or satisfaction. That is why we live in a world of trade-ins and upgrades. Your phone, your car, your computer, your woman, your man, can always be traded in for a newer, better model. However, there is a freedom from that slavery. When the object upon which you place all your weight is unshaking, unbreakable, and unending, you cannot fall.” The next question is: Where are we going? We have a choice: to embrace God’s eternal, unbounded mercy, or to run away from it. Accepting His mercy, by responding to His message, and obeying, worshipping and loving Him will facilitate our eternal happiness in paradise. Rejecting and running away from God’s mercy necessitates that we end up in a place devoid of His love, a place of unhappiness— hell. So, we have a choice. Either we decide to embrace His mercy or try to escape from it. We have the free will to choose. Even though God wants good for us, He does not force us to make the right choices.
Die Entscheidungen, die wir in diesem Leben treffen, werden unser Leben nach dem Tod prägen:
The choices we make in this life will shape our lives after we die:
„…und an jenem Tag wird keine Seele sprechen außer mit Seiner Erlaubnis, und manche unter ihnen werden elend sein und manche glücklich.“61.
“…and when that Day comes, no soul will speak except by His permission, and some of them will be wretched and some happy.”61.
„Dort werden sie verweilen – eine glückliche Wohnstätte und ein Ort der Ruhe!“62
“There they will stay—a happy home and resting place!”62
Da unser letztes Ziel darin besteht, Gott zu verehren, müssen wir unser natürliches Gleichgewicht herstellen, um herauszufinden, wer wir wirklich sind. Wenn wir Gott verehren, befreien wir uns und finden zu uns selbst. Tun wir es nicht, vergessen wir, was uns zu Menschen macht (siehe Kapitel 15):
Since our ultimate purpose is to worship God, we must establish our natural balance to find out who we really are. When we worship God, we free ourselves, and find ourselves. If we do not, we are forgetting what makes us human (see Chapter 15):
„Und seid nicht wie diejenigen, die Gott vergessen haben, weshalb Er sie sich selbst vergessen ließ.“63
“And be not like those who forgot God, so He made them forget themselves.”63
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Atheismus kann keine tiefgründigen Antworten auf die Frage unserer Existenz bieten, und deshalb kann niemals echtes, sinnerfülltes Glück erreicht werden. Wenn jemand behauptet, er sei unter dem Atheismus glücklich, würde ich entgegnen, dass es sich um eine Art betrunkenes Glück handelt. Sie werden erst nüchtern, wenn sie anfangen, tiefgründig über ihre eigene Existenz nachzudenken. Selbst wenn sie versucht haben, die Antworten zu finden, und sich damit abgefunden haben, nicht zu wissen – oder den verfügbaren Antworten gegenüber skeptisch zu sein –, werden sie dennoch kein vollkommenes Glück erlangen. Vergleichen Sie die Person, die weiß, warum sie existiert und wohin sie geht, mit jener, die es nicht weiß. Ihre Lage ist nicht dieselbe, auch wenn beide behaupten, glücklich zu sein.
In summary, atheism cannot provide profound answers for our existence, and therefore real, meaningful happiness can never be achieved. If someone argues that they are happy under atheism, I would argue it is a drunken type of happiness. They only sober up when they start thinking deeply about their own existence. Even if they have attempted to find the answers and have settled with not knowing—or being sceptical about the available responses—they will still not achieve ultimate happiness. Compare the person who knows why they exist and where they are going with the one who does not. Their conditions are not the same, even if they both claim to be happy.
Dieses Kapitel hat deutlich die logischen Folgerungen aus der Leugnung Gottes aufgezeigt. Zwar sind Atheisten emotional berechtigt zu glauben, dass ihr Leben einen Sinn von letztlichem Wert, Hoffnung, Glück und Zweck hat, doch der Punkt ist klar: Intellektuell sind sie haltlos. Selbst Richard Dawkins erkennt die logischen Folgerungen des Naturalismus an. Er argumentiert, dass unter dem Naturalismus alles bedeutungslos ist und auf erbarmungsloser Gleichgültigkeit beruht:
This chapter has clearly shown the logical implications of denying God. While atheists are emotionally justified in believing their lives have a sense of ultimate value, hope, happiness and purpose, the point is clear: intellectually they are groundless. Even Richard Dawkins appreciates the logical implications of naturalism. He argues that under naturalism, everything is meaningless and based on pitiless indifference:
„Im Gegenteil: Wäre das Universum nichts als Elektronen und egoistische Gene, dann wären sinnlose Tragödien wie der Absturz dieses Busses genau das, was wir erwarten sollten, ebenso wie sinnloses Glück. Ein solches Universum wäre weder böse noch gut in seiner Absicht. Es würde keinerlei Absichten erkennen lassen. In einem Universum aus blinden physikalischen Kräften und genetischer Replikation werden manche Menschen verletzt, andere haben Glück, und man wird darin weder Sinn noch Ordnung finden, auch keine Gerechtigkeit. Das Universum, das wir beobachten, hat genau jene Eigenschaften, die wir erwarten sollten, wenn es im Grunde kein Design, keinen Zweck, weder Böses noch Gutes gibt, sondern nichts als blinde, erbarmungslose Gleichgültigkeit.“ Ein Universum, das aus nicht-rationaler, blinder, kalter physischer Materie besteht, kümmert sich nicht um unsere Gefühle. Allein Gott kann die intellektuelle Rechtfertigung für die Dinge liefern, die unser Menschsein ausmachen.
“On the contrary, if the universe were just electrons and selfish genes, meaningless tragedies like the crashing of this bus are exactly what we should expect, along with equally meaningless good fortune. Such a universe would be neither evil nor good in intention. It would manifest no intentions of any kind. In a universe of blind physical forces and genetic replication, some people are going to get hurt, other people are going to get lucky, and you won’t find any rhyme or reason in it, nor any justice. The universe we observe has precisely the properties we should expect if there is, at bottom, no design, no purpose, no evil and no good, nothing but blind, pitiless indifference.” A universe made up of non-rational, blind, cold physical stuff is not concerned with our emotions. Only God can provide the intellectual justification for the things that define our humanity