10 Die islamische Gemeinschaft
10 The Islamic Community
Man könnte sich fragen: Wie ist es der Frau möglich, all die Pflichten zu übernehmen, die ihr die Schari'a erlaubt hat, etwa als Staatsangestellte, als Richterin, die Streitigkeiten beilegt, oder als Mitglied der Majlis al-Ummah, das Herrscher ermahnt und zur Rechenschaft zieht, wenn man bedenkt, welche Einschränkungen ihr auferlegt wurden, nämlich das Verbot der Khalwa, das Nichtzurschaustellen ihrer Reize und die Verbringung ihres Privatlebens mit Frauen und Mahram?
It may occur to some to ask: How is it possible for the woman to undertake all the responsibilities that the Shar’a has permitted her such as being a government employee, or a judge settling disputes, or a member of the Majlis al-Ummah remonstrating with rulers and accounting them, bearing in mind the restrictions which have been placed on her in terms of the absence of Khalwa, non display of her charms, and the spending of her private life with women and Mahrams?
Es mag anderen in den Sinn kommen zu fragen, wie die Sittlichkeit geschützt werden soll. Ebenso: Wie sollen die Sitten bewahrt werden, wenn Frauen den Markt besuchen, mit Männern sprechen und ihren Tätigkeiten im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft nachgehen dürfen?
It may occur to others to inquire as to how the morals are to be protected? Also how are the morals to be safeguarded if women are allowed to frequent the marketplace, talk to men and undertake their activities in the public life and in the society.
Diese beiden Fragen und andere ähnlicher Art entspringen Skepsis und Ungewissheit, die solchen Menschen oft dann kommen, wenn man ihnen die Shari'ah-Regeln des (islamischen) Gesellschaftssystems darlegt. Das liegt daran, dass sie die Wirklichkeit des Lebens sehen, in dem sie leben, unter dem kapitalistischen System und im Schatten der Fahne des Kufr. Daher fällt es ihnen schwer, sich die Umsetzung des Islam vorzustellen.
These two questions and others like them are borne out of scepticism and incertitude, which often occur to such people when you present to them the Shari’ah rules of the (Islamic) social system. This is because they see the reality of the life in which they live, under the capitalist system and in the shadow of the banner of Kufr. Hence it becomes difficult for them to conceive the implementation of Islam.
Die Antwort auf solche Fragen lautet: Das soziale System im Islam besteht aus einer Vielzahl von Scharia-Regeln, die miteinander verbunden sind. Die Pflicht, eine dieser Regeln zu befolgen, bedeutet nicht, dass man eine andere aufgibt. Vielmehr sollen Muslim und Muslimin alle Scharia-Regeln befolgen, damit es in einer einzelnen Person keine Widersprüche gibt, andernfalls würden Diskrepanzen in den Ahkam entstehen. Der Islam beabsichtigt nicht, dass die Frau, weil ihr bestimmte Tätigkeiten erlaubt sind, in ein Regierungsgebäude geht und dort als Angestellte arbeitet, selbst als Krankenschwester in einem Krankenhaus, nachdem sie sich mit Schmuck geschmückt und so gekleidet hat, als wäre sie eine Braut im Hochzeitszug, die Männern ihre verführerischen Reize zeigt und ihre Begierden nach ihr entfacht. Ebenso beabsichtigt der Islam nicht, dass sie mit solchem Schmuck den Laden aufsucht oder eine Ware in weicher und verführerischer Haltung verkauft, mit einer Redeweise, die den Käufer verlockt, sich während des Feilschens gern mit ihr zu unterhalten, wodurch sich der Preis der Ware erhöht oder er zum Kauf verleitet wird. Auch beabsichtigt der Islam nicht, dass sie als Sekretärin eines Anwalts oder als Assistentin eines Geschäftsmannes arbeitet und dabei mit ihm allein gelassen wird, wann immer die Arbeit Khalwa erfordert, oder dass sie solche Kleidung trägt, die ihr Haar, ihren Busen, ihren Rücken, ihre Arme und ihre Unterschenkel entblößt und zur Schau stellt, was er sich von ihrem nackten Körper wünscht.
The response to such questions is: that the social system in Islam is a set of diverse Shari’ah rules linked with each other. The requirement to follow one of its rules does not mean the abandonment of another. Rather, the Muslim man and woman should adhere to all of the Shari’ah rules so that there are no contradictions within a single person, otherwise discrepancies would appear in the Ahkam. Islam does not intend by permitting the woman certain activities that she should go to a government building and work as an employee, even as a nurse in a hospital after she has adorned herself with ornaments and dressed in a manner as if she is a bride in procession, showing men her alluring charms, and inciting their desires for her. Nor does Islam intend that she goes to the store wearing such adornments, or selling a product in a state of softness and seductivity, using a manner of speech which tempts the buyer to enjoy chatting to her during the haggling, thereby increasing the price of the commodity or enticing Him to make a purchase. Nor does Islam intend that she works as a clerk for a lawyer or as a secretary for a businessman leaving her alone with Him whenever the job necessitated Khalwa, wearing for Him such clothes that reveal her hair, bosom, back, arms and lower legs and displaying that which He desires from her naked body.
Der Islam beabsichtigt gewiss keines dieser Dinge. Ebenso beabsichtigt er auch nicht andere derartige Beispiele, die sich innerhalb einer Gemeinschaft ereignen, die in einer nichtislamischen, von der westlichen Lebensweise geprägten Gesellschaft lebt. Vielmehr beabsichtigt der Islam, dass der Muslim alle Regeln des Islam auf sich selbst anwendet. Deshalb hat der Islam, als er der Frau erlaubte, auf dem Markt zu kaufen und zu verkaufen, ihr untersagt, hinauszugehen und ihre Reize zur Schau zu stellen, und sie angewiesen, beide Bestimmungen zugleich zu befolgen. Der Glaube an den Islam verpflichtet den Muslim daher, alle seine Vorschriften auf sich selbst anzuwenden. Der Islam hat Regeln festgelegt, die sowohl das Ausführen bestimmter Handlungen als auch das Unterlassen anderer umfassen und die den Muslim, sei es Mann oder Frau, davor schützen, vom Pfad der sittlichen Tugend abzuweichen. Sie dienen dem Muslim als Schutz und verhindern, dass er, während er in der Gemeinschaft lebt, in eine sexuell ausgerichtete Denkweise abgleitet.
Islam certainly does not intend any of those things. Nor does it intend other such examples that take place within a community which resides in a non Islamic society dominated by the western way of life. Indeed what Islam intends is that the Muslim implements all the rules of Islam on him/herself. Hence when Islam permitted women to buy and sell in the marketplace, it prohibited her from going out displaying her charms and ordered her to adopt both rulings concurrently. So the belief in Islam obliges the Muslim to apply all its rules on him/herself. Islam has legislated rules, which include the undertaking of some actions and abstaining from others, which protects the Muslim, whether man or woman, from deviating from the path to moral virtue. They will act as a defence for the Muslim, preventing Him from sliding into a sex-orientated outlook whilst living in the community.
Die Regeln, die das Ausführen von Handlungen umfassen, sind:
These rules number many. The rules, which include the performance of actions, are:
1. Sowohl dem Mann als auch der Frau wurde befohlen, ihren Blick zu senken und ihre Scham zu bewahren. So sprach Allah (SWT):
1. Both the man and the woman have been ordered to lower their gaze and protect their private parts. So Allah (swt) said:
„Sag den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist über alles unterrichtet, was sie tun. Und sag den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren sollen.“ [An-Nur: 30-31] Das Senken des Blickes durch jeden Mann und jede Frau ist der wahre Schutz für jeden von ihnen. Dieser innewohnende Schutz hält einen Menschen davon ab, sich in das Haram zu verstricken, denn der Blick ist das wirksame Mittel, um in das Haram zu fallen. Wenn der Blick gesenkt wird, dann wird das Munkar verhindert.
“Tell the believing men to lower from their gaze, and protect their private parts. That is purer for them. Verily, Allah is All Aware of what they do. And tell the believing women to lower from their gaze and protect their private parts” [An- Nur: 30-31] The lowering of the gaze by every man and woman is the true protection for each of them. That intrinsic protection prevents a person from involving in Haram, because the sight is the effective means to fall in Haram.When the gaze is lowered then the Munkar is prevented.
2. Der Islam hat dem Mann und der Frau befohlen, Allah (SWT) zu fürchten. Er (SWT) sprach:
2. Islam ordered the man and the woman to fear Allah (swt). He (swt) said:
„O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und sprecht (stets) die Wahrheit.“ [Al-Ahzab: 70] Er (swt) sagte:
“Oh you who believe! Fear Allah and speak (always) the truth.” [Al- Ahzab: 70] He (swt) said:
„Und fürchtet Allah. Gewiss, Allah ist über alle Dinge stets Zeuge.“ [Al-Ahzab: 55] Und Er (swt) sagte:
“And fear Allah. Verily, Allah is Ever All-Witness over everything”. [Al- Ahzab: 55] And He (swt) said:
„Und das gute Ende (d. h. das Paradies) ist für die Gottesfürchtigen.“ [Ta-Ha: 132] Wenn der Muslim durch die Furcht vor Allah (SWT) gekennzeichnet ist, Seine Strafe fürchtet, Sein Paradies ersehnt und Sein Wohlgefallen zu erlangen wünscht, dann wird ihn diese Furcht davon abhalten, ein Munkar zu begehen, und davon abhalten, Allah (SWT) ungehorsam zu sein. Dies ist die innere Abschreckung, über die hinaus es keine Abschreckung gibt, und wenn der Muslim Allah (SWT) fürchtet, dann ist er durch die erhabensten Eigenschaften der Vollkommenheit gekennzeichnet.
“And the good end (i.e. Paradise) is for the God fearing persons.” [Ta- Ha: 132] When the Muslim is characterised by the fear of Allah (swt) and He fears his punishment, desires his Paradise and wishes to attain his good pleasure, then this fear will deter Him from committing a Munkar and deter Him from disobeying Allah (swt). This is the intrinsic deterrent beyond which there is no deterrent and when the Muslim fears Allah (swt) then He is characterised by the sublimest attributes of perfection.
3. Der Islam hat dem Mann und der Frau befohlen, sich von Bereichen der Ungewissheit fernzuhalten und in dieser Hinsicht vorsichtig zu sein, damit sie nicht in den Ungehorsam gegenüber Allah verfallen. Dem Muslim wurde geboten, keinen Ort aufzusuchen und keine Handlung vorzunehmen noch sich in eine Situation hineinziehen zu lassen, in der Ungewissheit besteht, damit er nicht das Haram begeht. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Sowohl das Erlaubte (Halal) als auch das Verbotene (Haram) sind offensichtlich, doch zwischen ihnen liegen zweifelhafte Dinge, und die meisten Menschen haben kein Wissen darüber. Wer sich vor diesen zweifelhaften Dingen bewahrt, bewahrt damit seine Religion und seine Ehre. Und wer sich in diese zweifelhaften Dinge einlässt, wird ins Haram verfallen, wie ein Hirte, der seine Tiere in der Nähe des Schutzgebiets (Hima) eines anderen weiden lässt und jederzeit Gefahr läuft, hineinzugeraten. O Menschen! Nehmt euch in Acht! Jeder König hat ein Schutzgebiet, und das Schutzgebiet Allahs auf der Erde sind die Dinge, die Er als Haram erklärt hat.“ Der Zweifel tritt hier in drei Fällen auf:
3. Islam ordered the man and the woman to keep away from areas of uncertainty, and to be careful with regards to that, lest they fall into disobeying Allah . The Muslim has been ordered not to frequent any place nor do any action, nor be drawn into any situation in which there is uncertainty, lest they commit Haram. The Messenger of Allah (pbuh) said: “Both legal (Halal) and illegal (Haram) things are evident but in between them there are doubtful things and most of the people have no knowledge about them. So whoever saves Himself from these doubtful things, He would save his religion and his honour. And whoever indulges in these doubtful things would fall into Haram like a shepherd who grazes (his animals) near the Hima (private pasture) of someone else and at any moment He is liable to fall into it. Oh people! Beware! Every king has a Hima and the Hima of Allah on the earth is what He declared as Haram things.” The doubt here occurs in three cases:
Erstens) Er zweifelt, ob eine Sache verboten oder erlaubt (Mubah) ist, oder bei einer Handlung, ob sie verpflichtend (Fard), verboten (Haram), verpönt (Makruh), empfohlen (Mandub) oder erlaubt (Mubah) ist. Das Bestehen eines solchen Zweifels hinsichtlich der Beschaffenheit einer Sache oder der Vorschrift einer Handlung erlaubt ihm nicht, sich ihr zu nähern, bis die Vorschrift Allahs (swt) dazu klar geworden ist. Das bedeutet, dass er sich ihr mit dem geringsten Maß an Zweifel nähert, im Vertrauen darauf, dass dies die Vorschrift Allahs (swt) dafür ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sein eigenes Ijtihad war oder ob er die Vorschrift Allahs (swt) dazu erfahren hat, sei es von einem Mujtahid oder von jemandem, der die Vorschrift kennt, auch wenn er selbst ein Nachahmer (Muqallid) oder Anhänger (Aam) ist. Voraussetzung ist lediglich, dass er seiner Gottesfurcht (Taqwa) und seinem Wissen um die Vorschrift mehr vertraut als seinem allgemeinen Wissen.
Firstly) He doubts whether a thing is prohibited or permissible (Mubah) or concerning an action whether it is obligatory (Fard), prohibited (Haram), disliked (Makruh), recommended (Mandub) or permissible (Mubah). The existence of such doubt concerning the description of a thing or the rule of an action, does not permit Him to approach it until the rule of Allah (swt) concerning it becomes clear. This means that He approaches it with the least amount of doubt, trusting that it is the rule of Allah (swt) for it. This is irrespective of whether it was his own Ijtihad or after becoming aware of the rule of Allah (swt) concerning it, either from a Mujtahid or from one who is aware of the rule, even if He be an imitator (Muqallid) or follower (Aam). This is so long as He trusts his Taqwa and knowledge of the rule rather than in his general knowledge.
Zweitens) Er hegt den Verdacht, dass er durch eine erlaubte (mubah) Handlung eine verbotene (haram) Tat begehen könnte, wegen ihrer Nähe zum Verbotenen und wegen der Möglichkeit, dass sie dorthin führen könnte, etwa wenn er Geld bei einer Bank anlegt, die mit Zinsen arbeitet, oder Trauben an einen Händler verkauft, der eine Brauerei besitzt, oder Mädchen regulären Unterricht erteilt usw. Solche Handlungen sind erlaubt und ihm gestattet, doch ist es für seine Rechtschaffenheit besser, sie aus Frömmigkeit nicht zu tun.
Secondly) He suspects that He will commit a Haram through a Mubah action because of its closeness to the Haram and because of the possibility that it might lead to it such as depositing money in a bank which deals with interest, or selling grapes to a trader who owns a brewery or teaching girls regular lessons etc. Such actions are Mubah and allowed for Him to do, but it is better for his integrity if He does not do them by way of piety.
Drittens) Dass Menschen vermuten, eine erlaubte (mubah) Handlung sei verboten, weshalb die Person die erlaubte Handlung meidet, damit die Leute nicht schlecht von ihr denken. Dies gleicht jemandem, der an einem Ort vorbeigeht, der im Verdacht steht, verdorben zu sein, sodass die Leute ihn für einen verdorbenen Menschen halten. Damit die Leute nicht so von ihm reden, meidet er die erlaubte Handlung. Ähnlich verhält es sich mit demjenigen, der streng darauf achtet, dass seine Ehefrau oder seine Mahram-Verwandten ihre Gesichter bedecken. Er vertritt die Ansicht, dass das Gesicht nicht 'Awrah ist, doch er ist streng, damit die Leute nicht sagen: Die Frau dieses oder jenes Mannes oder seine Schwester läuft unverschleiert und schamlos umher. Diese Absicht lässt sich in zwei Hinsichten erkennen:
Thirdly) That people suspect a Mubah action is prohibited hence the person avoids the Mubah action lest people think ill of Him. This is like someone who passes a place suspected of corruption, and thus people suspect Him of being a corrupt person. In order that people do not speak of Him in such a way, He avoids the Mubah. Similarly the person who is strict about his wife or Mahrams covering their faces. He takes the opinion that the face is not 'Awrah, but He is strict lest people say that the wife of such and such person or his sister is going about brazenly unveiled. This intent can be seen in two respects:
a: Das, was Menschen als haram oder makruh anzweifeln, ist tatsächlich haram oder makruh im Schari'a-Recht. Wenn eine Person eine erlaubte (mubah) Handlung ausführt, verstehen die Leute, dass sie eine verbotene Handlung begangen hat. In einer solchen Situation sollte die Person die erlaubte Handlung meiden, damit die Leute nicht schlecht von ihr denken, oder sie sollte sich ihnen gegenüber erklären. Auf die Autorität von Ali b. al-Husayn wird überliefert, dass Safiyya bint Huyai (ra), die Ehefrau des Propheten ﷺ, ihm berichtete, sie sei zum Gesandten Allahs ﷺ gegangen, um ihn in der Moschee zu besuchen, während er in den letzten zehn Tagen des Ramadan i'tikaf hielt. Sie sprach eine Weile mit ihm nach dem Ischa-Gebet, dann stand sie auf, um nach Hause zurückzukehren. Der Prophet ﷺ begleitete sie. Als sie das Tor der Moschee erreichte, gegenüber der Tür von Umm Salama, der Ehefrau des Propheten ﷺ, gingen zwei Männer der Ansar vorbei. Sie grüßten den Gesandten Allahs ﷺ und gingen weiter. Er sagte zu ihnen: „Wartet ein wenig!“ und sprach: „Sie ist (meine Ehefrau) Safiyya bint Huyai.“ Beide sagten: „Subhan Allah, wie könnten wir es wagen, etwas Böses zu denken, o Gesandter Allahs ﷺ!“, und sie fühlten sich verletzt, dass sie so etwas denken könnten. Der Prophet ﷺ sagte (zu ihnen): „Der Satan gelangt überall im menschlichen Körper hin, wie das Blut darin fließt. Ich fürchtete, der Satan könnte einen bösen Gedanken in eure Herzen einflößen.“ Aus diesem Hadith geht hervor, dass der Gesandte ﷺ den Zweifel ausräumte, der in den Gedanken seiner beiden Gefährten hätte entstehen können, obwohl er ﷺ über jeden Zweifel und jeden Verdacht erhaben ist.
a: The thing that people doubt as being Haram or Makruh is actually, Haram or Makruh in the Shari’ah. By the person performing a Mubah action people understand that He has performed a prohibited action. In this situation the person should avoid the Mubah action in case people think badly of Him or He should explain Himself to them. It has been narrated on the authority of Ali b. al-Husayn that Safiyya bint Huyai (ra), the wife of the Prophet (pbuh) told Him that she went to the Messenger of Allah (pbuh) to visit Him in the Mosque while He was in Itikaf in the last ten days of Ramadhan. She spoke to Him for a while after Ishaa, then she got up in order to return home. The Prophet (pbuh) accompanied her. When she reached the gate of the Mosque, opposite the door of Umm Salama the wife of the Prophet (pbuh), two Ansari men were passing by and they greeted the Messenger of Allah (pbuh) and continued on. He told them: “Wait a little!” and said, “She is (my wife) Safiyya bint Huyai”. Both of them said, “Subhan Allah, how dare we think of any evil O Messenger of Allah”, and they felt hurt that they would think such a thing. The Prophet (pbuh) said (to them): “Shaytan reaches everywhere in the human body as blood reaches in it. I was afraid lest Shaytan might insert an evil thought in your minds”. It is understood from this Hadith that the Messenger dispelled the doubt, which may have arisen in the minds of his two companions even though He (pbuh), is beyond all doubt and suspicion.
b: Dass eine Sache von den Menschen im Verdacht stehen kann, verboten zu sein, obwohl sie in Wirklichkeit erlaubt ist. Wenn jedoch die Leute sagen, dass er eine verbotene Handlung begangen habe, und er sie deshalb meidet, dann geschieht dies nicht, weil sie verboten ist, sondern wegen dessen, was die Leute sagen würden. Es ist nicht erlaubt, solchen Arten von Verdacht aus dem Weg zu gehen, vielmehr soll man es so tun, wie die Scharia es vorschreibt, und nicht nach der Einschätzung der Menschen. Allah hat den Gesandten dafür milde getadelt. Er (swt) sagte:
b: That a thing should be suspected by people of being prohibited but in reality it is permitted. However in case people say that He has committed a prohibited action, He avoids it, not because it is prohibited but because of what people would say. It is not permitted to keep away from such types of suspicion, rather He should undertake it according to the manner the Shari’ah has instructed and not according to the estimation of the people. AllahI has mildly reproached the Messenger for that. He (swt) said:
„Du (o Muhammad ﷺ) hast die Menschen gefürchtet, doch es geziemt sich mehr, dass du Allah fürchtest“ [Al-Ahzab: 37]. Dies zeigt, dass der Muslim, wenn er sieht, dass der Ash-Shaari' etwas nicht verboten hat, es tun sollte, auch wenn alle Menschen sagen, es sei verboten.
“You (Oh Muhammad) did fear the people, but it is more fitting that you should fear Allah” [Al- Ahzab: 37] This indicates that if the Muslim sees that the Shara' has not forbidden a thing then He should do it even if all the people say it is prohibited.
Wenn sich der Mann und die Frau von diesen Verdächtigungen fernhalten, die die Scharia verboten hat, dann wird sie das vor dem Ungehorsam gegenüber Allah (SWT) bewahren und ihnen ermöglichen, sich durch sittliche Vortrefflichkeit auszuzeichnen.
If the man and woman stay away from these suspicions which the Shar’a has forbidden then it will protect them from disobedience to Allah (swt) and enable them to be characterised by moral excellence.
4. Der Islam ermutigt zur Ehe in jungen Jahren, damit die sexuelle Aktivität von Mann und Frau von früh an auf die Ehe beschränkt wird. So wächst man in dieser Atmosphäre auf und wird geschützt, indem die sexuelle Aktivität auf die Ehe beschränkt wird, wenn der Geschlechtstrieb erwacht. Er ﷺ sagte: „O ihr jungen Leute! Wer unter euch die Mittel zur Eheschließung hat, soll heiraten.“ Die Ehe wurde außergewöhnlich leicht gemacht, indem dazu aufgerufen wurde, den Brautpreis (Mahr) niedrig zu halten. Er ﷺ sagte: „Diejenige (unter euren Frauen), die den geringsten Betrag an Mahr erhält, ist die Gesegnetste (Baraka).“ 5. Männern, deren besondere Umstände es nicht erlauben zu heiraten, wurde geboten, sich durch Keuschheit und Selbstbeherrschung auszuzeichnen. Er (SWT) sagte:
4. Islam encourages marriage at an early age so that it begins to restrict the sexual activity of a man and a woman to marriage from an early age. Thus one is brought up in this atmosphere and one is protected by restricting the sexual activity to marriage when the sexual instinct begins to be agitated. He (pbuh) said: “O you who are young. Whoever amongst you who can afford to marry should marry”. Marriage has been made exceptionally easy by urging the reduction of the bridal dower (Mahr). He (pbuh) said: “The one (amongst you, women) who receives the least amount of mahr is the most blessed (Baraka).” 5. Those men whose specific circumstances do not allow them to get married, they have been commanded that they should be characterised by chastity and self control. He (swt) said:
„Und diejenigen, die nicht die finanziellen Mittel zur Eheschließung haben, sollen sich keusch halten, bis Allah sie aus Seiner Huld bereichert.“ [An-Nur: 33] Und sie wurden angewiesen, zu fasten als Heilmittel für den Geschlechts- oder Fortpflanzungstrieb, damit sie zur Verehrung durch das Fasten Zuflucht nehmen, um ihn zu überwinden, und sich mit dem beschäftigen, was erhabener und edler ist, d. h. mit der Stärkung ihrer Beziehung zu Allah (swt) durch fromme Taten. Er (swt) sagte: „O ihr Jugendlichen! Wer von euch in der Lage ist zu heiraten, soll heiraten, denn dies hilft ihm, den Blick von anderen Frauen abzuwenden und seine Keuschheit zu wahren (d. h. seine Schamteile vor unerlaubtem Geschlechtsverkehr zu bewahren). Und wer nicht in der Lage ist zu heiraten, soll fasten, denn dies wird ihn schützen.“ Das Fasten dient nicht dazu, den Fortpflanzungstrieb zu unterdrücken, sondern dazu, Vorstellungen hervorzubringen, die mit dem Trieb der Heiligung verbunden sind, wodurch er von den Vorstellungen des Fortpflanzungstriebs abgelenkt wird und somit nicht aufgewühlt wird, sodass ihm keine Unruhe und kein Schmerz entstehen. Das Fasten ist nicht dazu bestimmt, den Körper zu schwächen, denn das Essen in der Nacht und das ausreichende Essen dienen als Ersatz für das Essen am Tag. Eine Entkräftung durch das Fasten wird also nicht erreicht, wohl aber das Vorhandensein geistiger Vorstellungen durch ein solches freiwilliges Fasten.
“And let those who find not the financial means for marriage keep themselves chaste, until Allah enriches them of his Bounty”. [An- Nur: 33] And they have been ordered to fast as a treatment for the sexual or procreation instinct so that they seek recourse to the worship of fasting in order to overcome it and occupy themselves with that which is more sublime and noble i.e. the strengthening of their relationship with Allah (swt) by way of pious deeds. He (swt) said: “O you who are young. Whoever amongst you can afford to marry should marry, because it will help Him refrain from looking at other women, and guard his modesty (i.e. private parts from unlawful sex). And whoever is not able to marry He should fast because it will protect Him”. Fasting is not there to suppress the procreation instinct but to generate concepts linked to the instinct of sanctification by which He will be distracted from the concepts of the procreation instinct, thus it will not agitate Him causing Him anxiety and pain. Fasting is not intended to weaken the body because eating at night and taking enough food serves as a substitute for eating during the day. So debilitation by way of fasting is not realised but what is realised is the presence of spiritual concepts through such optional fasting.
6. Frauen wurde geboten, sich im öffentlichen Leben sittsam zu kleiden, indem sie die vollständige Bekleidung tragen. Darüber hinaus beschränkt der Islam das Privatleben auf Frauen und auf Männer, die nicht heiratsfähig sind (Mahram). Es besteht kein Zweifel, dass das Erscheinen der Frau in einer sittsamen, ernsthaften Kleidung als Schranke wirken wird zwischen ihr und den zügellosen Blicken derer, die Allah (swt) nicht fürchten. Der Koran hat diese Kleidung auf präzise, vollständige und umfassende Weise beschrieben. Wenn die Frau dieses vollständige Gewand trägt, das heißt, wenn sie ihr Khimar über den Busen zieht und ihre Kopfbedeckung um Hals und Brust schlingt, und wenn sie ihren Jilbab über ihren Körper legt und ihn bis zum Boden herabsenkt, sodass ihr ganzer Körper bis zu den Füßen verborgen ist, dann kann man sagen, dass sie das vollständige Gewand getragen, sich durch ihre Kleidung geschützt und ihre Sittsamkeit bewiesen hat. Wenn sie dieses vollständige Gewand trägt, kann sie in das öffentliche Leben hinausgehen, um ihren Tätigkeiten auf die sittsamste und würdevollste Weise nachzugehen, und sie wird sich so vor den zügellosen Blicken derer schützen, die Allah (swt) nicht fürchten.
6. Women have been instructed to act modestly by wearing the complete attire in the public life. In addition Islam restricts the private life to women and non-marriageable men (Mahram). There is no doubt that the appearance of the woman in a modest serious fashion will act as a barrier between her and the unscrupulous gazes of those who do not fear Allah (swt). The Qur'an has described this dress in a precise, complete and comprehensive manner. When the woman wears this complete dress which is when she draws her Khimar over her bosom and wraps her head-covering around her neck and chest, and when she drapes her Jilbab over her body and lowers it towards the floor such that her whole body is concealed even to the feet, then she can be said to have worn the complete dress, taken protection in her attire and manifested her modesty.Wearing this complete dress, she can go out into the public life in order to pursue her activities in the most modest and dignified manner, which, will thus guard herself against the unscrupulous gazes of those who do not fear Allah (swt).
Dies sind die göttlichen Regeln, die das Ausführen von gebotenen Handlungen umfassen. Die Regeln der Scharia, die das Unterlassen von Handlungen umfassen, lauten dagegen:
These are the divine rules which include the performance of affirmative actions. As for the Shari’ah rules which include the abstention from actions they are:
1. Das private Alleinsein eines Mannes und einer Frau ist verboten. Khalwa ist das Zusammensein eines Mannes und einer Frau an einem Ort, zu dem niemand Zutritt hat außer mit deren Erlaubnis. Ein Beispiel dafür ist, wenn sie sich in einem Haus oder auf einem offenen Platz fernab des öffentlichen Zugangs treffen. Khalwa ist also das Zusammensein zweier Menschen in Abgeschiedenheit, geschützt vor der Anwesenheit anderer. Diese Khalwa ist an sich schon Verderbnis, weshalb der Islam sie zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht miteinander verwandt im Sinne der Mahram sind, kategorisch verboten hat, wer diese beiden Personen auch sein mögen und was diese Khalwa auch sein mag. Der Prophet ﷺ sagte: „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der soll nicht mit einer Frau allein sein, die keinen Mahram bei sich hat. Denn der Dritte von ihnen ist der Satan!“ Indem er die Khalwa verhinderte, traf die Scharia die notwendigen Vorkehrungen zwischen Männern und Frauen. Die Wirklichkeit der Khalwa besteht darin, dass sie Mann und Frau sexuell stärker erregt. Indem dieses einsame Alleinsein (Khalwa fardiyya) verboten wird, werden die Ursachen der Verderbnis beseitigt, denn die Khalwa ist eines der unmittelbaren Mittel zur Verderbnis.
1. The private meeting between a man and a woman alone is prohibited. Khalwa is the meeting of a man and a woman in a place where no one is able to enter except by their permission. An example is such as their getting together in a house or in an open space remote from public access. So the Khalwa is the meeting of two people in isolation, secure from the presence of others. This Khalwa is corruption itself, therefore Islam has categorically prohibited it between a man and woman who are not Mahram to each other, whoever these two persons may be and whatever this Khalwa may be. The Prophet (pbuh) said: “Whosoever believes in Allah and the Last Day (Alyawm al-akhir) let Him not be alone with a woman who has not a Mahram with her. Indeed, the third (person) is al-Shaytan!” By preventing Khalwa the Shar’a took the necessary safeguards between the men and women. The reality of Khalwa is that it makes the man and woman more sexually agitated. And by prohibiting this solitary privacy (Khalwa fardiyya) the causes of corruption are eliminated, because the Khalwa is one of the direct means to corruption.
2. Der Frau ist es verboten, ihre Reize zur Schau zu stellen (Tabarruj), seit dem Zeitpunkt, als Allah (SWT) es untersagt hat. Er (SWT) sagte:
2. The woman has been forbidden from displaying her charms (Tabarruj) from the time when Allah (swt) prohibited it. He (swt) said:
„Und was die Frauen betrifft, die die Zeit der Empfängnis hinter sich haben und keine Ehe mehr erwarten, so ist es keine Sünde für sie, wenn sie ihre (äußere) Kleidung ablegen, und zwar so, dass sie nicht ihre Reize zur Schau stellen“ [An-Nur: 60] So hat Allah (swt) Frauen, die das gebärfähige Alter überschritten haben, untersagt, ihre Reize zur Schau zu stellen (Tabarruj), und ihnen erlaubt, das Kleid abzulegen, ohne ihre Reize zur Schau zu stellen (Tabarruj). Darin liegt implizit das Verbot des Tabarruj. Da Frauen, die das Alter der Geburtsfähigkeit überschritten haben, untersagt ist, ihre Reize zur Schau zu stellen (Tabarruj), so gilt umso mehr, dass Frauen, die dieses Alter noch nicht erreicht haben, keinen Tabarruj betreiben sollten. Er (swt) sagte:
“And as for women past childbearing who do not expect wed-lock, it is no sin on them, if they discard their (outer) clothing in such a way as not to show their charms” [An- Nur: 60] Thus, Allah (swt) has forbidden women past child-bearing age from displaying their charms (Tabarruj), allowing the discarding of the dress, without displaying their charms (Tabarruj). Implicit in this, is the prohibition of Tabarruj. Since women past the age of childbirth have been prohibited from displaying their charms (Tabarruj) then by greater reason women who have not reached such an age should not make Tabarruj. He (swt) said:
„Und lass sie nicht mit ihren Füßen aufstampfen, damit nicht offenbar wird, was sie an Reizen verbergen" [An-Nur: 31]. Beispiele wie diese gelten als Tabarruj. Tabarruj bedeutet, Reize (Zeena) und Schönheit (Mahaasin) gegenüber nicht heiratsfähigen Männern (Nicht-Mahrams) zur Schau zu stellen. Es heißt, die Frau habe sich geschmückt (Tabarrajat), das heißt: Sie hat ihre Reize (Zeena) und Schönheit (Mahaasin) gegenüber nicht heiratsfähigen Männern (Nicht-Mahrams) zur Schau gestellt. Es gibt eine Reihe von Ahadith, die verbieten, was als Tabarruj gilt. Abu Musa al-Asch'ari überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Jede Frau, die Parfüm benutzt und an Männern vorbeigeht, damit sie ihren Duft riechen, ist eine Unzüchtige", das heißt, sie gleicht dem Unzüchtigen in der Sünde. Und er ﷺ sagte: „Zwei Arten von Menschen habe ich (noch) nicht gesehen: Menschen, die Peitschen haben wie die Schwänze der Kühe, mit denen sie die Leute schlagen, und Frauen, die bekleidet, aber halbnackt sind, sich neigen und die Blicke der Männer auf sich ziehen. Ihre Köpfe sind wie die geneigten Höcker der Kamele. Diese Frauen werden das Paradies nicht betreten und nicht seinen Duft riechen, obwohl sein Duft aus einer Entfernung von soundso vielen Tagen zu spüren ist." All diese Belege sind in ihrem Verbot des Tabarruj sehr eindeutig, und daher ist Tabarruj haram. Folglich ist jeder ungewöhnliche Reiz (Zeena), der die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zieht und die Schönheit (Mahaasin) der Frau offenbart, Tabarruj, wenn die Frau sich so im öffentlichen Leben zeigt oder sich so vor nicht-mahram Männern im privaten Leben zeigt. Beispiele dafür sind der Gebrauch von Parfüm, Make-up, das Tragen falscher Haare auf dem Kopf ohne Khimar oder das Tragen von Hosen ohne Jilbab, wenn sie in die Öffentlichkeit geht. Die Wirklichkeit des Tabarruj besteht darin, dass er die Gefühle sowohl von Männern als auch von Frauen aufwühlt und den Fortpflanzungstrieb zum Geschlechtsverkehr erregt. Es fordert den Mann dazu auf, eine Frau zu umwerben, wodurch ihre Verbindung auf Anziehung gründet und ihre Beziehung dadurch einen sexuellen Charakter annimmt. Dies untergräbt die Zusammenarbeit zwischen ihnen. Sie macht diese Zusammenarbeit ungeeignet für den Aufbau einer Gemeinschaft und führt vielmehr zu deren Zerstörung. Dieses Tabarruj wirkt als Hindernis für die wahre Verbindung, deren Grundlage Reinheit und Taqwa sind. Ohne gebotene Sorgfalt kann es auch die große Leere im Leben eines Menschen füllen, indem es die Gefühle aufwühlt und den Fortpflanzungstrieb anstachelt. Das Leben sollte nur mit großen Verantwortungen und ernsten Anliegen gefüllt werden, und es sollte nicht darauf verwendet werden, körperliche Begierden zu befriedigen, einschließlich der Begierden, die durch Tabarruj angeregt werden. Mit diesem Verständnis gäbe es eine klar bestimmte Schranke zwischen Mann und Frau, die zur erfolgreichen Erfüllung seiner bzw. ihrer Lebensaufgabe führt. Diese Aufgabe besteht darin, den islamischen Ruf zu tragen und Dschihad zu üben, um das Wort Allahs (swt) emporzuheben. Deshalb müssen wir die Gefahr des Tabarruj für die islamische Gemeinschaft erkennen und begreifen, was Tabarruj ist, bei dem sich die Frau dem Mann zur Schau stellt und ihn dadurch reizt, und welche Gefahr es für die Gemeinschaft und ihre Beziehungen darstellt. Dies ist das Tabarruj, das der Islam verboten hat; dies ist seine Wirklichkeit und das, was es an Gefahr für eine islamische Gemeinschaft birgt. Was jedoch das Zeigen von Reizen und Schmuck im Haus und im Privatleben betrifft, so gilt dies nicht als Tabarruj, und Tabarruj trifft darauf nicht zu.
3. Der Islam hat jedem Mann und jeder Frau untersagt, Berufe auszuüben, die die Sitten gefährden und Verderbnis in der Gesellschaft verursachen. Daher ist es der Frau verboten, Tätigkeiten auszuüben, die darauf abzielen, ihre Weiblichkeit auszunutzen. Raf'i b. Rifa'aa (ra) überliefert: „Der Prophet ﷺ hat uns die Einnahmen der Sklavin untersagt, außer dem, was sie mit ihren eigenen zwei Händen verdient.“ Und er ﷺ sagte, indem er mit seinen Fingern andeutete, dies bedeute Backen, Garnspinnen und Gravieren. Daher ist es der Frau untersagt, in Geschäften zu arbeiten, deren Ziel es ist, Kunden aufgrund ihres Geschlechts anzulocken, oder in Botschaften, Konsulaten und ähnlichen Einrichtungen zu arbeiten, um ihre Weiblichkeit zur Verwirklichung politischer Ziele einzusetzen. Ebenso ist es ihr untersagt, als Flugbegleiterin in einem Flugzeug oder in anderen Berufen zu arbeiten, in denen die Frau mit der Absicht tätig ist, ihre Weiblichkeit auszunutzen.
3. Islam has prohibited every man and woman from pursuing occupations which endanger morals and cause corruption in society. Hence the woman is prohibited from performing jobs which aim to exploit her femininity. Raf'i b. Rifa'aa (ra) narrates: “The Prophet (pbuh) forbade us from the earnings of the slave-girl except that which she earned with her own two hands.” And He (pbuh) said indicating with his fingers to mean baking, spinning yarn, and engraving. So the woman has been forbidden from working in shops where the aim is to attract customers because of her sex or to work in embassies, consulates and other such places in order to use her femininity to realise political objectives. She is also prohibited from working as an airhostess in an aeroplane or other occupations where the woman works with the intention of using her femininity.
4. Der Islam hat die Verleumdung ehrbarer Frauen verboten, das heißt, ihnen Unzucht vorzuwerfen. Er (SWT) sagte:
4. Islam forbade the defamation of chaste woman, i.e. accusing them of fornication. He (swt) said:
„Und diejenigen, die achtbaren Frauen Unzucht vorwerfen und dann nicht vier Zeugen beibringen, die peitscht mit achtzig Hieben aus und nehmt ihre Aussage nie mehr an; sie sind wahrhaftig die Frevler (Fasiqun).“ [An-Nur: 4] Und Er (swt) sagte:
“And those who accuse chaste women, and produce not four witnesses, flog them eighty stripes, and reject their testimony forever, they indeed are the Fasiqun (transgressors)”. [An- Nur: 4] And He (swt) said:
„Wahrlich, diejenigen, die unbescholtene, gläubige und achtlose Frauen verleumden, sind verflucht im Diesseits und im Jenseits, und ihrer harrt eine gewaltige Pein.“ [An-Nur: 23] Und der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Meidet die sieben verderblichen Großsünden.“ Die Leute fragten: „O Gesandter Allahs! Welche sind das?“ Er ﷺ sagte: „Allah Partner beigesellen, Zauberei betreiben, das Leben töten, das Allah verboten hat, Riba (Wucher) verzehren, das Vermögen einer Waise verzehren, im Kampf vor dem Feind den Rücken kehren und unbescholtene, achtlose gläubige Frauen verleumden.“ Mit den unbescholtenen Frauen sind hier die sittsam gekleideten Frauen gemeint. Die Verleumdung einer sittsamen Frau ist verboten. Indem die Scharia die Beschuldigung unbescholtener Frauen untersagt, hat sie den Zungen derer Einhalt geboten, die daran gewöhnt sind, schlecht über andere zu reden und zu verleumden, und die nur danach trachten, die Ehre der Menschen zu beschmutzen. Daher verbreiten sich in der islamischen Gemeinschaft weder böses Gerede und Gerüchte noch falsche Anschuldigungen. Darin liegt ein Schutz für die islamische Gemeinschaft.
“Verily, those who accuse chaste unaware and believing women, are cursed in this life and in the Hereafter, and for them will be a great torment. [An- Nur: 23] And the Messenger of Allah (pbuh) said: “Avoid the seven great destructive sins”. The people enquired, “O Allah's Messenger! What are they?” He (pbuh) said: “to associate partners along with Allah, to practice sorcery, to kill the life which Allah has forbidden, to eat up Riba (usury), to eat up an orphan’s wealth, to retreat in front of the enemy at the time of fighting, and to accuse chaste and unaware women believers”.What is meant by chaste women here are the modestly attired women. Defamation of a modest woman is prohibited. By prohibiting the accusation of chaste women the Shar’a has silenced the tongues of those which have become accustomed to speak badly of and slander, who wish only to lap up the honour of people. Hence evil gossip and rumours do not spread in the Islamic community neither does the false accusation. In this, is a protection for the Islamic community.
So sorgen diese göttlichen Regeln, die das Unterlassen bestimmter Handlungen einschließen, dafür, dass die islamische Gemeinschaft überall dort, wo Zusammenarbeit stattfindet, innerhalb der Grenzen von Reinheit (Tahara) und Taqwa (Gottesfurcht) zusammenarbeitet.
So, these divine rules which include the abstention from certain actions ensure that the Islamic community, wherever co-operation may occur, proceeds to co-operate within the limits of purity (Tahara) and Taqwa (God fearing).
Auf diese Weise ist es einem Menschen möglich, sich ein Bild davon zu machen, was die islamische Gemeinschaft ist, und zu begreifen, was die muslimische Frau ausmacht. Er kann erkennen, dass das Wirken der Frau im öffentlichen Leben, das die Shar'a ihr erlaubt hat, nicht zu Verderbnis führt und keinen Schaden verursacht. Er kann sehen, dass es für das öffentliche Leben und den Aufstieg der Gemeinschaft notwendig ist. Deshalb müssen Muslime den Regeln der Shar'a folgen, ob sie sich nun im Dar ul-Islam oder im Dar ul-Kufr befinden, in einem islamischen oder nichtislamischen Land, inmitten einer Gemeinschaft von Muslimen oder Nichtmuslimen. Sie müssen die Tätigkeiten ausüben, welche die Shar'a für die Frauen erlaubt hat, und sie sollten sich deswegen nicht vor Tadel fürchten. Tatsächlich ist das Handeln gemäß den Regeln der Shar'a ein Schutz für die Frau, ein Aufstieg für die Gemeinschaft und Gehorsam gegenüber den Geboten und Verboten Allahs (swt). Die Shar'a ist am besten darin, zu weisen, was dem Menschen als Einzelperson oder als Gemeinschaft im privaten und öffentlichen Leben zuträglich ist.
Through all of this, it is possible for a person to visualise what the Islamic community is and comprehend what the Muslim woman is. He can realise that the woman's performance of actions in the public life which the Shar’a has permitted her, will not result in corruption nor lead to any harm. He can see it is necessary for the public life and elevation of the community. Therefore, Muslims must adhere to the rules of Shar’a whether they be in Dar ul-Islam, Dar ul-Kufr, in a Islamic or non-Islamic country, amidst a community of Muslims or non-Muslims. They must undertake the activities the Shar’a has permitted for the women, and they should not fear any blame from it. Indeed acting according to the Shar’a rules is a protection for the woman, elevation for the community and obedience to the orders and prohibitions of Allah (swt). The Shar’a is the best in informing of what will suit man as an individual or a community in the private and public life.
Dies ist kurz gefasst das System, mit dem der Islam die Begegnung behandelte, aus der Probleme entstehen, nämlich die Begegnung von Männern und Frauen. Aus diesem System wird deutlich, dass göttliche Regeln gekommen sind, um die Verhinderung von Verderbnis sicherzustellen, die aus dieser Begegnung entstehen kann. Sie sichern außerdem das Wohl (Salah) der islamischen Gemeinschaft, das Reinheit, Taqwa, Fleiß und Arbeit hervorbringt. Sie garantieren ein Privatleben, in dem der Mensch Gelassenheit und Ruhe von den Mühen des Lebens findet. Und sie sichern ein öffentliches Leben, das ernsthaft, produktiv ist und der Gemeinschaft das gibt, was sie an Glück und Erleichterung im Leben benötigt. Diese Regeln sind Teil des Gesellschaftssystems, weil sie den sozialen Umgang von Männern und Frauen ordnen. Die Beziehungen, die aus diesem sozialen Umgang entstehen, und die Probleme, die daraus hervorgehen, bilden einen anderen Teil des Gesellschaftssystems. Dazu gehören: Ehe, Scheidung, Abstammung und finanzieller Unterhalt (Nafaqah) usw. Obwohl diese Regeln (über Ehe und Scheidung) zu den Systemen der Gesellschaft gehören, weil sie die Beziehung zwischen Einzelpersonen ordnen, sind sie dem Ursprung nach doch aus dem sozialen Umgang zwischen Männern und Frauen hervorgegangen. Deshalb werden sie im Gesellschaftssystem im Hinblick auf ihren Ursprung und ihre Quelle untersucht. Was ihre Einzelheiten und Verzweigungen betrifft, gehören sie zu den Systemen der Gesellschaft und werden unter der Kategorie der gesellschaftlichen Transaktionen (Mu'amalat) untersucht.
This is briefly the system by which Islam treated the meeting from which problems arise, which is the meeting of men and women. It becomes clear from this system that divine rules have come to ensure the prevention of corruption, which may arise from this meeting. They also ensure the attainment of the well being (Salah) of the Islamic community, which provides the purity, Taqwa, diligence and work. It guarantees a private life in which the person attains tranquillity and rest from life's troubles. And it ensures a public life, which is serious, productive and provides for the community that which it requires in life in terms of happiness and ease. These rules are part of the social system because they organise the social intercourse of men and women. As for the relationships, which arise from this social intercourse and the problems that branch out from it, they are another part of the social system. These are: marriage, divorce, sonship and financial maintenance (Nafaqah) etc. Although these rules (of marriage and divorce) are from the systems of society because they organise the relationship between individuals, from the point of view of their origin, they have however resulted from the social intercourse that takes place between men and women. Therefore, they are studied in the social system in view of their origin and source. As for their details and ramifications, they are part of the systems of society, and they are studied under that category of societal transactions (Mu’amalat).