15 Das Eheleben
15 Married Life
Eine Ehefrau ist nicht die Teilhaberin ihres Mannes im Leben, sondern vielmehr seine Gefährtin. Ihr Zusammenleben beruht nicht auf einer Partnerschaft, und sie sind nicht gezwungen, ihr ganzes Leben lang so zusammenzuleben. Vielmehr beruht ihr Zusammenleben auf Gefährtenschaft, und sie werden in jeder Hinsicht vollkommene Gefährten füreinander. Gefährtenschaft bedeutet, dass man beim anderen Ruhe und Geborgenheit findet. Allah hat diese Ehe zu einer Quelle der Ruhe für beide Ehepartner gemacht. Er (SWT) sagte:
A wife is not a partner of her husband in life rather she is his companion. Their living together is not based on partnership and they are not forced to live it all their lives. Rather, their living together is based on companionship and they become complete companions of each other in all respects. Companionship is where one finds repose and tranquillity in the other, Allah has made this marriage a source of tranquillity for both spouses. He (swt) said:
„Er ist es, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat, und aus ihm hat Er seine Gattin erschaffen, damit er bei ihr Ruhe finde.“ [Al-A'raf: 189] Und Er (swt) sagte:
“It is He Who has created you from a single person, and He has created from Him his wife, in order that He might enjoy the pleasure of living with her”. [Al- Araf: 189] And He (swt) said:
„Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er für euch Gattinnen aus euch selbst erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet, und Er hat zwischen euch Zuneigung und Barmherzigkeit gesetzt.“ [Ar-Rum: 21] Die Wohnstatt ist die Ruhe, d. h., dass der Ehemann Frieden und Ruhe bei seiner Ehefrau findet und die Ehefrau Frieden und Ruhe bei ihm findet und dass sich jeder dem anderen zuneigt, anstatt sich voneinander abzuwenden. Die Grundlage der Ehe ist also die Ruhe, und die Grundlage des ehelichen Lebens ist Ruhe und Seelenfrieden. Damit diese Beziehung zwischen den Ehegatten zu einer voller Behaglichkeit und Ruhe wird, hat die Scharia die Rechte der Ehefrau gegenüber dem Ehemann und die Rechte des Ehemanns gegenüber der Ehefrau klargestellt. Verse und Ahadith sind gekommen, um diese Angelegenheiten deutlich zu erklären. Allah (SWT) sagt:
“And among his Signs is this, that He created for you wives from among yourselves, that you may find repose in them, and He has put between both of you affection and mercy”. [Ar- Rum: 21] The dwelling is the tranquillity i.e. so that the husband finds peace and tranquillity in his wife and his wife finds peace and tranquillity in Him and that each one inclines to the other rather than shuns each other. So the basis of Marriage is tranquillity and the basis of marital life is tranquillity and peace of mind. In order that this relationship between the spouses becomes one full of comfort and tranquillity, the Shari’ah has clarified the rights of the wife over the husband and the rights of the husband over the wife. Verses and Ahadith have come clearly to explain these issues. Allah (swt) said:
„Und sie (die Frauen) haben Rechte (gegenüber ihren Ehemännern), die den Rechten (ihrer Ehemänner) ihnen gegenüber entsprechen, in angemessener Weise.“ [Al-Baqarah: 228] d. h. Frauen haben gegenüber den Männern dieselben ehelichen Rechte, wie die Männer ihnen gegenüber Rechte haben. Deshalb sagte Ibn 'Abbas: „Ich schmücke mich für meine Frau, und sie schmückt sich für mich, und ich liebe es, dass ich alle Rechte, die ich gegenüber meiner Frau habe, einlöse, damit auch sie alle Rechte einlöst, die sie mir gegenüber hat, denn Allah (SWT) hat gesagt:
“And they (women) have rights (over their husbands) similar (to those of their husbands) over them, in reasonable terms”. [Al- Baqarah: 228] i.e. women have the same marital rights over the men as the rights men have over them. That is why Ibn 'Abbas said: 'Indeed I spruce myself up for my wife and she adorns herself for me, and I love that I should redeem all the rights I have over my wife, so that she should redeem all the rights she has over me, because Allah (swt) said:
„Und sie (die Frauen) haben Rechte (gegenüber ihren Ehemännern), die den Rechten (ihrer Ehemänner) ihnen gegenüber ähnlich sind, in angemessener Weise“ [Al-Baqarah: 228], d. h. die Reize, bei denen keine Sünde begangen wird. Außerdem wird von Ihm überliefert, dass Er sagte: „Sie (die Frauen) haben das Recht auf gute Gesellschaft und Vertrautheit, ähnlich den Rechten des Gehorsams, die ihnen gegenüber ihren Ehemännern obliegen.“ Allah (swt) hat befohlen, dass zwischen den Ehegatten ein gutes eheliches Verhältnis bestehen soll. Er (swt) sagte:
“And they (women) have rights (over their husbands) similar (to those of their husbands) over them, in reasonable terms'' [Al- Baqarah: 228] i.e. the charms in which there is no sin. Also it is reported from Him that He said: 'They (women) have the right of good companionship and intimacy similar to the rights of obedience obliged over them towards their husbands' Allah (swt) has ordered that there should be a good marital relationship between spouses. He (swt) said:
„Und behandelt sie in Anstand“ [An-Nisa: 19] Und Er sagte:
“And live with them honourably” [An- Nisa: 19] And He said:
„…dann behaltet sie in Anständigkeit“ [Al-Baqarah: 229] Gesellschaft bedeutet sowohl Vertrautheit als auch Vermischung, also gemeinsam zu leben. Daher hat Allah (swt) den Männern befohlen, gute Beziehungen zu ihren Frauen zu pflegen, damit die Vertrautheit und das Zusammenleben zwischen ihnen zur Vollkommenheit heranwächst. Dies führt zu Ruhe und Behaglichkeit im Leben. Die Beziehung zwischen Mann und Frau besteht nicht nur darin, ihr Recht zu erfüllen, indem man ihr das Brautgeld und den Unterhalt zahlt. Vielmehr darf er ohne Grund nicht finster dreinblicken, und er muss fröhlich mit ihr sprechen und nicht grob, hart oder jeglichen Hang zu anderen als ihr zeigen.
“so retain her (to you) honourably” [Al- Baqarah: 229] Companionship is both intimacy and mixing, meaning to live together. Thus, Allah (swt) has ordered men to have good relations with their wives, so that intimacy and intermixing between them grows to perfection. This results in tranquillity and comfort in life. The relationship between men and women is more than just fulfilling her right by paying her Mahr and maintenance. Rather He must not frown at her for no reason, and He must be cheerful when speaking to her and not rude, harsh or displaying any inclination to other than her.
Außerdem hat der Gesandte (Friede sei mit ihm) die Männer angewiesen, gut zu ihren Frauen zu sein. Muslim hat in seinem Sahih auf die Autorität von Jabir überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ in seiner Rede bei der Abschiedswallfahrt (Hijjat-ul-wida') sagte: „Fürchtet Allah im Hinblick auf die Frauen! Wahrlich, ihr habt sie unter dem Schutz Allahs genommen, und der Beischlaf mit ihnen ist euch durch das Wort Allahs erlaubt worden. Auch ihr habt Rechte über sie: Sie sollen niemandem erlauben, auf eurem Bett zu sitzen, den ihr nicht mögt. Tun sie dies aber, dürft ihr sie züchtigen, jedoch nicht schwer. Ihr Recht auf euch ist, dass ihr sie in angemessener Weise mit Nahrung und Kleidung versorgt.“ Und es wird vom Propheten ﷺ überliefert, dass er sagte: „Der Beste unter euch ist derjenige, der zu seinen Frauen am besten ist, und ich bin der Beste von euch zu meinen Frauen.“ Ferner wird von ihm ﷺ überliefert, dass er eine enge Beziehung zu seinen Frauen hatte; er spielte mit ihnen, war sanftmütig zu ihnen und scherzte mit ihnen, so sehr, dass er mit 'A'isha (ra), der Mutter der Gläubigen, um die Wette lief und dadurch ihre Zuneigung gewann. Sie sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ lief mit mir um die Wette, und ich gewann. Das war, bevor ich an Gewicht zunahm. Später lief ich wieder mit ihm um die Wette, als ich etwas zugenommen hatte, und da gewann er und sagte: ‚Das ist (als Ausgleich) für jenes Mal (als du mich besiegt hast)‘.“ Der Prophet ﷺ verbrachte nach dem Gebet des Ischa einen kurzen Teil des Abends damit, mit seinen Frauen zu plaudern, bevor er schlafen ging, und schuf so eine freundliche Atmosphäre. Ibn Maja berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Die Besten unter euch sind diejenigen, die zu ihren Frauen am besten sind.“ All dies zeigt, dass Ehemänner gute Beziehungen zu ihren Frauen pflegen sollten. Da sich im Eheleben Dinge ereignen können, die die Ordnung stören, hat Allah dem Ehemann die Führung des Haushalts gegenüber der Frau übertragen, d. h. er wurde zu ihrem Beschützer gemacht. Er (swt) sagte:
Also the Messenger (pbuh) has ordered men to treat their women well. It has been reported by Muslim in his Sahih on the authority of Jabir that the Messenger of Allah (pbuh) said in his speech at the Hijjat-ul-wida' (farewell Hajj): “Fear Allah concerning women! Verily, you have taken them on the security of Allah, and intercourse with them has been made lawful unto you by the word of Allah. You too have rights over them, they should not allow anyone to sit on your bed whom you do not like. But if they do that you can chastise them but not severely. Their rights upon you are that you should provide them with food and clothing in a fitting manner.” And it has been narrated from the Prophet (pbuh) that He said: “The best amongst you is the one who is best to his wives and I am the best of you to my wives.” And it has been narrated from Him (pbuh) that He had a close relationship with his wives, He would play with them, be mild-mannered toward them and to have fun with them to the extent that He used to race with 'A'isha (ra), the mother of the believers, and with that win her love. She said: “Allah's Messenger (pbuh) raced me and I beat Him, that was before I gained weight. Later I raced Him when I had put on some weight, so He beat me and said: “This was (in return) for that (time when you had beaten me)”. The Prophet (pbuh) after praying 'Isha would spend a short part of the evening chatting with his wives before sleeping thereby creating a friendly atmosphere. Ibn Maja reported that the Prophet (pbuh) said: “The best amongst you are the ones who are best to their wives.” All of this indicates that husbands should have good relations with their wives. Since things may happen in married life that may disturb the order, Allah has granted the leadership of the home to the husband over the wife, i.e. He has been made a guardian over her. He (swt) said:
„Die Männer sind die Beschützer und Versorger der Frauen.“ [An-Nisa: 34] Und Er (swt) sagte:
“Men are the protectors and guardians over women”. [An- Nisa: 34] And He (swt) said:
„Und sie (die Frauen) haben Rechte (gegenüber ihren Ehemännern), die den Rechten ihrer Ehemänner ihnen gegenüber gleichen, in angemessener Weise, doch die Männer haben eine Stufe (der Verantwortung) über ihnen“. [Al-Baqarah: 228] Er (swt) hat der Frau auch befohlen, ihrem Ehemann zu gehorchen. Er ﷺ sagte: „Wenn eine Frau die Nacht fern vom Bett ihres Ehemannes verbringt, verfluchen sie die Engel, bis sie zurückkehrt.“ Und er ﷺ sagte zu einer Frau: „Hast du einen Ehemann?“ Sie antwortete: „Ja.“ Er sagte: „Dann ist er dein Paradies (Jannah) und dein Höllenfeuer (Nar).“ Bukhari berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Es ist einer Frau nicht erlaubt zu fasten, ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes, solange er anwesend ist, noch jemanden in sein Haus einzulassen ohne seine Erlaubnis, und was sie von seinem Vermögen (für wohltätige Zwecke) ohne seine Erlaubnis ausgibt, dafür geht die Hälfte des Lohnes an ihn.“ Ibn Batta hat in seinem Ahkam an-Nisa (Das Buch der Regeln betreffend die Frauen) auf die Autorität von Anas überliefert, dass ein Mann auf eine Reise gegangen war und seiner Frau verbot, auszugehen. Ihr Vater erkrankte, daraufhin bat sie den Gesandten Allahs ﷺ um Erlaubnis, ihren Vater besuchen zu dürfen. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Fürchte Allah und widersetze dich nicht deinem Ehemann.“ Ihr Vater starb dann. Sie bat den Gesandten Allahs ﷺ erneut um Erlaubnis, dem Totengebet für ihn beiwohnen zu dürfen. Er sagte ihr: „Fürchte Allah und widersetze dich nicht deinem Ehemann.“ Da offenbarte Allah dem Propheten ﷺ: „Ich habe ihr ihre Sünden vergeben aufgrund ihres Gehorsams gegenüber ihrem Ehemann.“ (Hadith Qudsi) Die Shar'a hat dem Mann das Recht gegeben, seine Frau daran zu hindern, das Haus zu verlassen, sei es, dass sie ihre Eltern besuchen oder aufsuchen möchte, sei es für eine Sache, die sie benötigt, oder nur zur Erholung. Es ist ihr daher nicht erlaubt, ohne seine Erlaubnis auszugehen. Der Ehemann sollte seiner Frau jedoch nicht verwehren, ihre Eltern aufzusuchen und zu besuchen, denn das würde einen Riss zwischen ihnen erzeugen und seine Frau dazu bringen, ihm ungehorsam zu sein. Allah (swt) hat ihnen befohlen, ehrenhaft miteinander zu leben. Ihr daran zu hindern, ihre Eltern zu besuchen, bedeutet nicht, in Anstand mit ihr zu leben. Der Ehemann sollte sie auch nicht daran hindern, in die Moschee zu gehen, denn es wird vom Propheten ﷺ überliefert, dass er sagte: „Haltet die Sklavinnen Allahs (die Frauen) nicht davon ab, die Moscheen Allahs aufzusuchen.“ Wenn sich die Ehefrau gegen ihren Ehemann auflehnt, hat Allah ihm das Recht gegeben, seine Ehefrau zu züchtigen. Er (SWT) sagt:
“And they (women) have rights (over their husbands) similar (to those of their husbands) over them in a fitting manner, but men have a degree (of responsibility) over them”. [Al- Baqarah: 228] He (swt) also ordered the woman to obey her husband. He (pbuh) said: “If a woman spends the night away from her husband’s bed then the Angels curse her until she returns.” And He (pbuh) said to a woman: ‘Do you have a husband?’ She replied: ‘Yes.’ He said: ‘Then He is your Paradise (Jannah) and Hellfire (Nar).’ Bukhari reported that the Prophet (pbuh) said: ‘It is not allowed for a woman to fast without the permission of her husband whilst He is present, nor admit someone to his house without his permission, and whatever she spends of his wealth (on charitable purposes) without his permission, half the reward will go to Him.’” Ibn Batta has reported in his Ahkam an-Nisa (The book of rules pertaining to women) on the authority of Anas that a man had gone on a journey and forbade his wife from going out. Her father became ill so she asked permission from Allah's Messenger to visit her father. The Messenger of Allah said: “Fear Allah and do not disobey your husband”. Her father then died. So she asked permission from Allah's Messenger (pbuh) to attend his Janaza (funeral prayer). He told her: “Fear Allah and do not disobey your husband”. So Allah revealed to the Prophet (pbuh): “I have forgiven her sins due to her obedience to her husband.” (Hadith Qudsi) The Shar’a has given the man the right to prevent his wife from leaving the house whether she wishes to call on or visit her parents or for a thing she needs or just for recreation. It is not therefore allowed for her to go out without his permission. However, the husband should not prevent his wife to call on and visit her parents because that will create a rift between them and lead his wife to disobey Him. Allah (swt) has ordered them to live together honourably. Preventing her from visiting her parents is not living honourably. Nor should the husband prevent her from going to the Mosque, Since it has been narrated from the Prophet (pbuh) that He said: “Do not prevent slave girls of Allah (women) from going to the Masajid of Allah”. If the wife rebels against her husband, Allah has given Him the right to discipline his wife. He (swt) said:
„Was die Frauen betrifft, bei denen ihr Widersetzlichkeit befürchtet, so ermahnt sie, meidet sie im Bett und schlagt sie (zuletzt). Wenn sie euch gehorchen, so sucht keinen Vorwand gegen sie.“ [An-Nisa: 34] Das hier erwähnte Schlagen soll leicht sein, also nicht schwer. Wie der Gesandte Allahs ﷺ auf der Abschiedswallfahrt erklärte, als er sagte: „Wenn sie das tun, dann dürft ihr sie züchtigen, aber nicht schwer.“ Dem Ehemann wurde die Befugnis gegeben, seine Frau zu bestrafen, wenn sie Unrecht tut, weil er der Verantwortliche für die Führung und Versorgung der Angelegenheiten des Hauses ist. Bei allem, was über das hinausgeht, wozu Allah (swt) sie verpflichtet hat, ist es dem Ehemann auf keinen Fall erlaubt, sie damit zu belästigen. Er (swt) sagt:
“As to those women on whose part you see ill-conduct, admonish them (first), (next), disengage from them in beds, (and last) beat them (lightly), but if they return to obedience, seek not against them means (of annoyance)” [An- Nisa: 34] The beating mentioned here should be light i.e. not severe. As the Messenger (pbuh) explained in the farewell Hajj when He said: “But if they do then you can chastise them but not severely”. The husband has been given the authority to punish his wife if she does wrong because He is the guardian in running and looking after the affairs of the house. In anything other than what Allah (swt) has ordered her to undertake, the husband is absolutely not allowed to harass her with it. He (swt) said:
„Doch wenn sie zum Gehorsam zurückkehren, so suchet nicht gegen sie Mittel der Belästigung.“ [An-Nisa: 34] Vielmehr soll er ihr ein Freund sein und freundlich, wenn er etwas von ihr verlangt, und zwar so weit, dass er, wenn er sie begehrt, den besten Zeitpunkt und den für sie passendsten Zustand wählt. Er ﷺ sagte: „Nähert euch den Frauen nicht nachts, bis die mit den zerzausten Haaren ihr Haar gekämmt hat und die, deren Mann abwesend war, ihre Intimstelle (von Haaren) gereinigt hat.“ Die Vormundschaft des Ehemannes über die Ehefrau und seine Führung des Hauses bedeutet nicht, dass er in ihm herrisch sein oder als Herrscher gebieten darf, sodass keinem Anliegen widersprochen werden dürfte. Vielmehr besteht die Führung des Ehemannes im Haus darin, sich um dessen Angelegenheiten zu kümmern und es zu verwalten; es gibt darin weder Herrschaft noch Befehlsgewalt. Daher hat die Frau das Recht, ihrem Ehemann zu antworten, mit ihm zu debattieren und das zu kritisieren, was er sagt, denn sie sind Gefährten und nicht Befehlender und Befehlsempfänger oder Herrscher und Beherrschte. Vielmehr sind sie zwei Gefährten, von denen einer die Führung in der Leitung des Hauses und der Sorge um seine Angelegenheiten innehat. Auch in seinem Haus war der Gesandte Allahs ﷺ ein Gefährte seiner Ehefrauen, kein herrschsüchtiger Gebieter über sie, obwohl er das Oberhaupt eines Staates und ein Prophet war. ‚Umar b. al-Khattab berichtete in einem Hadith: „Bei Allah, zur Zeit der Unwissenheit achteten wir die Frauen nicht, bis Allah, der Erhabene, über sie offenbarte, was Er offenbart hat, und ihnen einen Anteil gab.“ Er sagte: „Es geschah, dass ich über eine Angelegenheit nachdachte, als meine Frau sagte: ‚Ich wünschte, du hättest dies und jenes getan.‘ Ich sagte zu ihr: ‚Das geht dich nichts an, und du sollst dich nicht in das einmischen, was ich vorhabe.‘ Sie sagte zu mir: ‚Wie seltsam ist es doch, dass du, Sohn des Khattab, nicht willst, dass jemand dir widerspricht, während deine Tochter dem Gesandten Allahs ﷺ widerspricht, bis er den Tag über verärgert ist.‘“ Umar sagte: „Ich nahm meinen Umhang, dann ging ich aus meinem Haus, bis ich Hafsa besuchte, und sagte zu ihr: Oh Tochter, (ich habe gehört), dass du dem Gesandten Allahs ﷺ widersprichst, bis er den Tag in Verdruss verbringt.“ Hafsa sagte: „Bei Allah, wir widersprechen ihm tatsächlich.“ Ich sagte: „Sei vorsichtig, meine Tochter, ich warne dich vor der Strafe Allahs und dem Zorn Seines Gesandten ﷺ. Lass dich nicht täuschen von der, deren Schönheit und die Liebe des Gesandten Allahs ﷺ zu ihr dich verzaubert haben“ (gemeint ist Aischa). Dann besuchte ich, Umar, Umm Salama wegen meiner Verwandtschaft mit ihr und sprach mit ihr. Umm Salama sagte zu mir: „Umar Ibn al-Khattab, wie seltsam ist es, dass du dich in jede Angelegenheit einmischst, so sehr, dass du dich sogar zwischen den Gesandten Allahs ﷺ und seine Frauen drängen willst.“ Das verwirrte mich so sehr, dass ich davon absah, zu sagen, was ich sagen wollte, und ich verließ ihre Wohnung. Muslim überliefert in seinem Sahih, dass Abu Bakr kam und um Erlaubnis bat, den Gesandten Allahs ﷺ zu sehen. Sie wurde Abu Bakr gewährt, und er trat ein. Dann kam Umar, bat um Erlaubnis, sie wurde ihm gewährt, und er fand den Gesandten Allahs ﷺ traurig und schweigend sitzend, mit seinen Frauen um ihn herum. Er (Umar) sagte: „Ich wollte etwas sagen, das den Propheten ﷺ zum Lachen bringen würde, also sagte ich: ‚Oh Gesandter Allahs ﷺ, ich wünschte, du hättest die Tochter von Kharijah gesehen, als sie mich um Unterhalt (Nafaqah) bat, und ich stand auf und schlug sie auf den Hals.‘ Der Gesandte Allahs ﷺ lachte und sagte: ‚Sie sind um mich herum, wie du siehst, und bitten um Unterhalt (Nafaqah).‘“ Daraus wird deutlich, dass die Bedeutung der Vormundschaft des Mannes über die Frau darin besteht, dass die Entscheidungsgewalt bei ihm liegt, dass dies aber eine Autorität sein soll, die aus Gefährtenschaft erwächst und nicht aus Herrschaft und Kontrolle. So kann sie ihm widersprechen und mit ihm diskutieren.
Unter dem Gesichtspunkt der Gefährtenschaft: Was die Ausübung der häuslichen Pflichten betrifft, so ist es der Ehefrau verpflichtend, ihrem Ehemann zu dienen, indem sie den Teig knetet, backt und kocht sowie das Haus abstaubt und reinigt. Sie muss ihm auch Wasser geben, wenn er um einen Trunk bittet, und ihm Speise zum Essen bereitstellen und den Dienst an allem verrichten, was im Haus nötig ist. Dies gilt für alles, was in allen Angelegenheiten des Haushalts erforderlich ist, ohne Einschränkung. Was den Ehemann betrifft, so muss er ihr bringen, was sie von außerhalb des Hauses benötigt, z. B. das Wasser holen, sowie alles, was nötig ist, um Schmutz zu entfernen, die Nägel zu schneiden, und die Mittel, um sich für ihn mit dem zu schmücken, was ihr geziemt.
This is from the angle of companionship. As for the aspect of performing household functions, it is obligatory on the wife to serve her husband by making the dough, baking and cooking and by dusting and cleaning the house. She must also give Him water when He requests a drink and provide Him with food to eat and undertake the service of all that is necessary in the house. This applies to whatever is required in all affairs of the home without restriction. With regard to the husband He must bring her what she needs from what is outside the home e.g. bringing the water, and whatever is necessary to remove dirt, clip nails and the means to adorn herself for Him with that which is fitting for her.
Zusammenfassend gilt: Jede Arbeit, die innerhalb des Hauses zu verrichten ist, hat die Frau zu übernehmen, gleich welcher Art sie ist. Jede Arbeit, die außerhalb des Hauses zu verrichten ist, hat der Mann zu übernehmen. Dies geht auf das zurück, was über den Propheten ﷺ in der Geschichte von ‘Ali und Fatima (Allah sei mit ihnen zufrieden) überliefert ist: Er legte seiner Tochter Fatima die Pflicht auf, im Haus zu arbeiten, und ‘Ali legte er auf, alles an Arbeit zu verrichten, was außerhalb des Hauses anfiel. Der Gesandte Allahs ﷺ pflegte seine Frauen anzuweisen, ihm zu dienen. Er sagte: „O ‘A’isha, bring uns etwas Wasser. O ‘A’isha, bring uns Essen zum Verzehr. O ‘A’isha, bring mir das Rasiermesser und schärfe es an einem Stein.“ Es wird berichtet, dass Fatima zum Propheten ﷺ kam und sich bei ihm über ihre Mühe beim Bedienen der Handmühle beklagte und fragte, ob sie einen Diener bekommen könne, der sie davon befreie. All dies zeigt, dass es zu den Pflichten der Ehefrau gehört, ihrem Ehemann im Haus zu dienen und sich um das Haus zu kümmern, und dass sie diese Pflicht übernehmen muss. Die Ausführung solcher Arbeit richtet sich jedoch nach ihrer Fähigkeit. Wenn so viel Arbeit anfällt, dass sie in Bedrängnis geriete, ist es dem Ehemann geboten, ihr einen Diener zu stellen, der die Arbeit erledigen hilft, und sie hat das Recht, dies zu verlangen. Ist die Arbeit hingegen nicht überwältigend und sie in der Lage, sie zu verrichten, dann ist der Ehemann nicht verpflichtet, einen Diener zu stellen. In diesem Fall ist sie verpflichtet, die Arbeit selbst zu übernehmen, wie es der Beleg dafür ist, was der Gesandte Allahs ﷺ seiner Tochter Fatima in Bezug auf die Versorgung des Hauses auferlegte.
In summation, any work that needs to be carried out inside the house the woman must undertake, whatever the type of work. Any work that needs to be carried out outside the house the man must undertake. This is due to what has been narrated from the Prophet in the story of 'Ali and Fatimah (may Allah be pleased with them): He imposed on his daughter Fatimah the duty of working in the house and imposed on 'Ali whatever was outside the house in terms of work. Allah's Messenger used to order his wives to serve Him. He said: “O ‘A’isha, bring us some water. Oh ‘A’isha bring us food to eat. O ‘A’isha bring me the razor and sharpen it against a stone.” It has been reported that Fatimah came to the Prophet complaining to Him about her difficulty in working a handmill, and she asked if she could get a servant to save her from that. All of this indicates that serving the husband in the house and looking after the house is one of the obligations of the wife which must be undertaken by her. However, the performance of such work is subject to her ability. If there is a lot of work to be done which would put her in hardship, then it is incumbent on the husband to provide her a servant that will enable the work to get done, and she has the right to demand this. However, If the work is not overwhelming and she is capable of doing it, then the husband is not obliged to provide a servant. In this case she is required to undertake the work by herself as evidenced by what the Messenger of Allah imposed on his daughter Fatimah in tending to the house.
Daher ist der Ehemann verpflichtet, seine Frau in angemessener Weise zu behandeln, und die Ehefrau ist verpflichtet, alle ihre Pflichten zu erfüllen, ebenso wie es vom Ehemann gefordert wird. So soll das eheliche Leben ein Leben der Ruhe sein, in dem sich das Wort Allahs verwirklicht:
Hence the husband is obliged to deal with his wife in a fitting manner, and the wife is under an obligation to perform all her duties, in the same way as it is required of the husband. Such that marital life be one of tranquillity in which the saying of Allah (swt) is realised:
„Und zu Seinen Zeichen gehört dies: Er hat euch Gattinnen aus euch selbst geschaffen, damit ihr Ruhe bei ihnen findet, und Er hat zwischen euch Zuneigung und Barmherzigkeit gesetzt." [Ar- Rum: 21]
“And among his Signs is this, that He created for you wives from among yourselves, that you may find repose in them, and He has made between you affection and mercy” [Ar- Rum: 21]