Einführung
Introduction
Viele Menschen gehen zu weit, wenn sie den Begriff „soziales System“ auf alle Lebenssysteme anwenden. Diese Anwendung ist fehlerhaft. Die Lebenssysteme verdienen eher die Bezeichnung „Gesellschaftssysteme“, denn in Wirklichkeit bilden sie genau das, indem sie die Beziehungen ordnen, die zwischen den Menschen entstehen, die in einer bestimmten Gesellschaft leben, unabhängig davon, ob sie zusammenkommen oder sich zerstreuen. Nicht das Zusammenkommen der Menschen wird berücksichtigt, sondern allein die Beziehungen (‘Alaqat). Folglich sind sie vielfältig und unterscheiden sich entsprechend den verschiedenen Beziehungen. Dazu gehören die Wirtschaft, die Herrschaft, die Politik, die Erziehung, das Strafrecht (‘Uqubat), die gesellschaftlichen Transaktionen (Mu’amalat) und die Regeln der (Zeugnis-)Beweise (Bayyinat) usw.
Many people overstep the mark and apply the term 'social system' to all systems of life. This is an erroneous application; given that the systems of life befit more to be called the 'systems of society' since in reality that is what they constitute, as they organise the relationships which arise between a people living in a particular society regardless of their meeting or dispersing. The meeting of people is not considered, what is noted is only the relationships (‘Alaqat). Consequently, they will be diverse and differ according to the different relationships. They include economics, ruling, politics, education, penal code ('Uqubat), societal transactions (Mu’amalat) and the rules of (testimonial) evidences (Bayyinat) etc.
Daher ist die Anwendung des Begriffs „Gesellschaftssystem“ auf all diese Beziehungen bedeutungslos und unanwendbar. Außerdem ist das Wort „gesellschaftlich“ eine Beschreibung eines Systems; der Gegenstand dieses Systems sollte daher die Ordnung der Probleme sein, die aus dem Zusammentreffen (von Menschen) entstehen, bzw. der Beziehungen, die daraus entstehen, dass Menschen zusammenkommen. Das Zusammentreffen eines Mannes mit einem Mann und einer Frau mit einer Frau erfordert kein System, da daraus keine Probleme entstehen und keine Beziehungen erwachsen, die ein System erfordern. Nur die Ordnung ihrer Interessen erfordert ein System, angesichts der Tatsache, dass sie im selben Land leben, selbst wenn sie einander nicht begegnet wären. Was das Zusammentreffen eines Mannes mit einer Frau und umgekehrt betrifft, so entstehen aus diesem Zusammentreffen Probleme und Beziehungen, die durch ein System geordnet werden müssen. Somit verdient dieses Zusammentreffen (Ijtima') eher, als Gesellschaftssystem bezeichnet zu werden, denn in Wirklichkeit ist es dieses System, das das Zusammentreffen zwischen Männern und Frauen sowie die Beziehungen ordnet, die aus solchen Begegnungen entstehen. Deshalb beschränkt sich das Gesellschaftssystem auf jenes System, das die Ordnung des Zusammentreffens der Frau mit dem Mann und umgekehrt darlegt und die Beziehung der Frau zum Mann und umgekehrt regelt. Das Gesellschaftssystem behandelt also die Beziehungen, die aus dem Zusammentreffen von Männern und Frauen entstehen, und nicht ihre Interessen (Masalih) in der Gesellschaft, und es klärt alles, was sich aus dieser Beziehung verzweigt. Der Handel zwischen Männern und Frauen gehört daher zu den Systemen der Gesellschaft und nicht zum Gesellschaftssystem, denn er fällt unter das Wirtschaftssystem. Das Verbot der Khalwa (Abgeschiedenheit) zwischen Männern und Frauen, die Frage, wann eine Frau das Recht hat, die Scheidung für sich selbst zu betreiben, oder wer das Sorgerecht für ein Kind hat – all diese Angelegenheiten gehören zum Gesellschaftssystem. Daher wird das soziale System definiert als: das System, welches das Zusammentreffen eines Mannes mit einer Frau und umgekehrt regelt, und die Beziehung, die aus ihrem Zusammentreffen entsteht, sowie alles, was sich aus dieser Beziehung verzweigt, regelt.
Thus, the application of the term 'social system' to all of these relationships is meaningless and inapplicable. Besides, the word 'social' is a description of a system, thus the subject matter of this system should be the organisation of the problems arising from the meeting (of people) or the relationships that arise from people meeting together. The meeting of a man with a man and a woman with a woman does not require a system because no problems arise from it, nor do relationships arise which require a system. Only the organisation of their interests requires a system in view of the fact that they live in the same country even if they did not meet. As for the meeting of a man with a woman and vice versa, it is from this meeting that problems and relationships arise which need to be organised by a system. Thus, this meeting (Ijtima') befits more to be designated as the social system, because in reality it is this system which organises the meeting between men and women, and the relationships which arise from such meetings. That is why the social system is confined to the system which demonstrates the organisation of the woman's meeting with the man and vice versa, and organises the woman's relationship with the man and vice versa. Thus the social system addresses the relationships that result from men and women meeting and not from their interests (Masalih) in society, and it clarifies all that branches out from this relationship. Thus, trade between men and women pertains to the systems of society and not to the social system, because it falls within the economic system. As for the prohibition of (Khalwa) seclusion between men and women, or when a woman has the right to instigate divorce for herself, or who has the right of custody for a child, all of these issues pertain to the social system. Therefore, the social system is defined as: the system which organises the meeting of a man with a woman and vice versa and organises the relationship which results from their meeting and all that branches out from this relationship.
Die Vorstellung der Menschen, besonders der Muslime, vom gesellschaftlichen System im Islam wurde äußerst verworren. Ihr Verständnis entfernte sich weit von der Wirklichkeit des Islam, da sie sich von dessen Gedanken und Regeln entfremdet hatten. Sie gerieten in die Extreme: Die einen vertraten die Ansicht, eine Frau habe das Recht, nach Belieben mit einem Mann allein zu sein (Khalwa), oder sie könne mit unbedecktem 'Awrah ausgehen, in welcher Kleidung sie wolle. Andere schlugen das andere Extrem ein und vertraten die Auffassung, Frauen hätten unter keinen Umständen das Recht, Handel zu treiben oder mit Männern zusammenzukommen. Sie betrachteten den gesamten Körper der Frau als 'Awrah, einschließlich der Hände und des Gesichts. Infolge dieses Extremismus kam es zum Verfall der Moral und zur Erstarrung des Denkens (Tafkeer). Die Folgen all dessen sind der Zerfall des gesellschaftlichen Gefüges, Unruhe innerhalb der muslimischen Familie, eine verbreitete Unzufriedenheit und Unzufriedenheit unter den Familienmitgliedern sowie zahlreiche Streitigkeiten und Spaltungen zwischen ihren Einzelnen.
Peoples' conception, especially the Muslims, of the social system in Islam became extremely confused. Their understanding became far removed from the reality of Islam due to their alienation from its thoughts and rules. They went to the extreme, holding the view that a woman has the right to be in seclusion (Khalwa) with a man as she wished, or that she can go out with her 'Awrah uncovered wearing whatever she pleased. Others went far to the other extreme taking the view that women do not have the right to practise trade or meet with men under any circumstances, and viewed the whole of the woman's body as 'Awrah including the hands and face. Due to this extremism there was degeneration of morals and a stagnation of thinking (Tafkeer). The results of all this has been the break up of the social aspect, unrest within the Muslim family, the prevalence of dissatisfaction and discontent amongst family members, and numerous disputes and divisions between its individuals.
Das Bedürfnis, die Familie zusammenzuhalten und ihr Glück zu sichern, wurde von allen Muslimen empfunden, und die Suche nach einer Lösung für dieses ernste Problem beschäftigte die Gedanken vieler Menschen. Verschiedene Versuche unterschiedlicher Art erschienen, die solche Lösungen darzustellen schienen. Viele Bücher wurden geschrieben, die die gesellschaftliche Lösung aufzeigen sollten, und an den Gesetzen der Scharia-Gerichte sowie an den Wahlsystemen wurden Änderungen vorgenommen. Viele versuchten, ihre Ansichten auf ihre Familien anzuwenden, in Bezug auf ihre Ehefrauen, Schwestern und Töchter. An dem Schulsystem wurden Änderungen im Hinblick auf die Vermischung von Jungen und Mädchen vorgenommen. So tauchten diese Versuche in diesen und ähnlichen Formen immer wieder auf. Doch keiner von ihnen konnte eine Lösung finden, ein System entwickeln oder eine Methode entdecken, um umzusetzen, was sie als Reform (Islah) ansahen. Der Grund dafür ist, dass das Verhältnis zwischen den beiden Geschlechtern in den Köpfen vieler Muslime unklar geworden ist. Sie waren nicht in der Lage zu begreifen, auf welche Weise die beiden Geschlechter miteinander zusammenarbeiten können, obwohl das Wohlergehen (Salah) der Ummah auf dieser Zusammenarbeit beruht. Sie waren völlig unwissend über die Gedanken und Regeln des Islam, die das Zusammentreffen von Mann und Frau betreffen. Dies führte dazu, dass sie über die Mittel der Behandlung diskutierten und stritten, während sie die Untersuchung ihrer Wirklichkeit mieden, bis infolge ihrer Versuche Angst und Verwirrung zunahmen. In der Gesellschaft entstand ein Riss, und daraus wuchs die Sorge um die Existenz der islamischen Ummah als einer Gemeinschaft mit eigenständigen Merkmalen. Man befürchtete, dass der muslimische Haushalt seinen islamischen Charakter verlieren und die muslimische Familie die Leitung durch die Gedanken des Islam einbüßen und sich davon entfernen würde, seine Regeln und Gedanken zu achten.
The need to unite the family and to ensure its happiness was felt by all Muslims, and the search for a solution to this serious problem occupied the minds of many people. Different attempts of various sorts appeared to present such solutions. Many books were written demonstrating the societal solution and amendments were made to the laws of the Shari'ah courts and electoral systems. Many tried to apply their views on their families in terms of their wives, sisters and daughters. Changes were made to the school system with regards to the mixing of boys and girls. Thus, these attempts continued to appear in these and similar guises. However, none of them could succeed in finding a solution, or come with a system or find a method to implement what they conceived as reform (Islah). This is because the issue of the relationship between the two sexes became obscure in the minds of many Muslims. They were unable to comprehend the way in which the two genders can co-operate with each other, even though the well being (Salah) of the Ummah stems from this co-operation. They were completely ignorant of the thoughts and rules of Islam, which relate to the meeting of the man and the woman. This led them to discuss and debate over the means of treatment, avoiding the study of its reality, until as a consequence of their attempts anxiety and confusion increased. A chasm began to exist in society due to which grew a concern for the entity of the Islamic Ummah, in its capacity as an Ummah with distinct characteristics. It was feared that the Muslim household would lose its Islamic character, and the Muslim family would lose the guidance of the thoughts of Islam, and stray from valuing its rules and thoughts.
Was die Ursache dieser Verwirrung und Abweichung vom richtigen Verständnis betrifft, so ist sie dem erdrückenden Ansturm der westlichen Kultur zuzuschreiben. Die westliche Kultur beherrschte unser Denken und unseren Geschmack (Dhawq) vollständig, veränderte unsere Vorstellungen (Mafahim) vom Leben, die Maßstäbe (Maqayees) für die Dinge und unsere Überzeugungen (Qana'at), die bei uns einst tief verwurzelt waren, etwa unsere Sorge um den Islam und unsere Verehrung für das, was wir als heilig betrachten. So war der Sieg der westlichen Kultur über uns umfassend und erstreckte sich auf alle Lebensbereiche, unter denen auch der gesellschaftliche Bereich war.
As for the cause of this confusion, and deviation from the correct understanding, it is attributable to the crushing onslaught of Western culture. Western culture completely dominated our thinking, tastes (Dhawq), changed our concepts (Mafahim) about life, the criteria (Maqayees) for things and our convictions (Qana'at) which used to be deep rooted within us, such as our concern for Islam and our veneration for the things we hold to be sacred. Thus, the victory of western culture over us was comprehensive - encompassing all sectors of life amongst which was the social aspect.
Dies geschah, weil die westliche Kultur in den muslimischen Ländern zusammen mit ihren materiellen Formen und materialistischen Fortschritten aufkam, und viele waren von ihr geblendet. Infolgedessen versuchten sie, diese Kultur zu übernehmen, da jene materiellen Formen, hervorgebracht von den Anhängern und Verfechtern dieser Kultur, als Zeichen des Fortschritts galten. Deshalb versuchten sie, die westliche Kultur nachzuahmen, ohne zwischen dieser westlichen Kultur und ihren materiellen Formen zu unterscheiden. Sie begriffen nicht, dass Kultur einen Komplex von Vorstellungen über das Leben und eine bestimmte Lebensweise darstellt, während Zivilisation (Madaniyya) die materiellen Formen bzw. die greifbaren Gegenstände im Leben bezeichnet, unabhängig von Vorstellungen über das Leben oder der Lebensweise. Sie erkannten nicht, dass die westliche Kultur auf einer Grundlage errichtet wurde, die der Grundlage der islamischen Kultur widerspricht, und dass sie sich von der islamischen Kultur in ihrer Sicht auf das Leben und in ihrem Verständnis von Glückseligkeit (Sa'ada), nach deren Erreichung der Mensch strebt, unterscheidet. Dass es für die islamische Ummah undenkbar ist, von der westlichen Kultur zu übernehmen, war ihnen nicht ersichtlich. Ebenso wenig war ihnen bewusst, dass es keiner Gemeinschaft der islamischen Ummah in irgendeinem Land möglich ist, diese Kultur zu übernehmen und dennoch Teil der islamischen Ummah zu bleiben oder weiterhin als muslimische Gemeinschaft bezeichnet zu werden.
This happened because when the western culture emerged in Muslims countries, together with its material forms and materialistic advancements, many were dazzled by it. Consequently they tried to adopt this culture because those material forms, produced by the followers and advocates of this culture, were seen as a sign of progress. That is why they tried to imitate western culture without distinguishing between this western culture and its material forms. They did not comprehend that culture constitutes a set of concepts about life and a specific way of living while civilisation (Madaniyya) denotes the material forms, or tangible objects, in life, irrespective of concepts about life or the way of living. They did not realise that western culture was founded upon a basis which contradicts the basis of Islamic culture, and that it differs from the Islamic culture in its perspective about life and its understanding of happiness (Sa'ada), for which man strives to achieve. The inconceivability of the Islamic Ummah taking from western culture was not apparent to them. Nor was the fact that it is not possible for any community of the Islamic Ummah, in any country, to adopt this culture and remain part of the Islamic Ummah or to continue to be described as a Muslim community.
Ihr fehlendes Bewusstsein für den grundlegenden Unterschied zwischen islamischer und westlicher Kultur führte zu Übertragung und Nachahmung. Viele Muslime versuchten, die westliche Kultur zu übernehmen, ohne sie zu verstehen, so wie jemand, der ein Buch abschreibt und sich dabei nur auf das Schreiben von Wörtern und Buchstaben beschränkt. Manche begannen, die westliche Kultur nachzuahmen, indem sie deren Konzepte und Maßstäbe übernahmen, ohne über die Auswirkungen und Folgen einer solchen Übernahme nachzudenken. Diese Menschen bemerkten, dass Frauen in westlichen Gesellschaften ohne Unterschied neben Männern standen, ohne Sorge um die Konsequenzen, die sich daraus ergeben würden. Sie bemerkten auch, dass sich die materiellen Erscheinungsformen in der westlichen Frau zeigten und sie diese zum Ausdruck brachte, weshalb sie sie nachahmten oder zu imitieren versuchten, ohne zu erkennen, dass diese Formen mit der westlichen Kultur, ihren Vorstellungen vom Leben und ihrer Darstellung des Lebens übereinstimmen, die dem Islam, seinen Vorstellungen vom Leben und seiner Darstellung des Lebens widersprechen. Sie taten dies, ohne auch nur das geringste Augenmerk darauf zu richten, was diese Formen in ihr und durch sie zum Ausdruck brachten und welche Probleme und Fragen sie nach sich zogen. Ja, sie sahen dies und glaubten daraufhin, dass muslimische Frauen unabhängig von den Folgen neben Männern in der Gesellschaft stehen und mit ihnen zusammentreffen sollten. Sie meinten, dass westliche materielle Erscheinungsformen sich in der muslimischen Frau zeigen und sie westliche materielle Erscheinungsformen zum Ausdruck bringen solle, ungeachtet dessen, welche Probleme und Fragen sich daraus ergeben. Daher forderten sie, die persönliche Freiheit der muslimischen Frau zu sichern und ihr das Recht zu geben, zu tun, was immer sie wolle. Infolgedessen forderten sie die Vermischung von Männern und Frauen, selbst wenn keine Notwendigkeit dafür bestand, und sie forderten, dass Frauen ihre Reize (Tabarruj) und ihre Schönheit (Zeena) zur Schau stellen und Herrschaftspositionen übernehmen. Sie betrachteten dies als Fortschritt und als Zeichen der Wiederbelebung.
Their lack of awareness of the intrinsic difference between the Islamic and Western cultures led to transference and imitation. Many Muslims attempted to transfer western culture without understanding it, like the one who copies a book restricting Himself just to the writing of words and letters. Some began to imitate western culture by adopting their concepts and criteria without reflecting on the effects and consequences of such adoption. These people noticed that women in western societies stood alongside men without differentiation and without concern for the consequences that would entail. They also noticed that the material forms were manifested in western woman and she manifested them, so they imitated her or tried to imitate her without realising that these forms agreed with the western culture, its concepts about life, and its depiction of life which contradict with the culture of Islam, its concepts about life, and its depiction of life. They did this without the slightest consideration for what these forms manifested in her and by her, and what they entailed in terms of issues. Yes, they witnessed this and consequently believed that Muslim women should stand alongside men in society and meet with them, regardless of the consequences. They thought that western material forms should be manifested in Muslim woman, and she should manifest western material forms, irrespective of what they entailed in terms of problems and issues. Therefore, they called for securing the personal freedom of Muslim woman and granting her the right to do whatever she wished. As a result of this they called for the mixing of men and women even when a need did not exist, and they called for women to reveal their charms (Tabarruj) and beauty (Zeena), and for women to take up positions of ruling. They viewed this as progress and as a sign of revival.
Was die Lage noch verschlimmerte, war, dass die Nachahmer sich in Fragen der persönlichen Freiheit völlig zügellos gaben, bis hin dazu, dass eine Frau einen Mann direkt kontaktierte, allein um des Kontakts willen und um den Genuss der persönlichen Freiheit zu erleben. Dies geschah ohne einen Grund, der einen Kontakt erforderlich machte, und ohne dass die Gesellschaft eine Notwendigkeit für eine solche Vermischung hatte. Dieser Kontakt zwischen den Geschlechtern diente dem geselligen Umgang und lediglich dem Genuss der persönlichen Freiheit. Die schädliche Wirkung dieser Gruppe von Nachahmern, die begann, solche Ideen umzusetzen, bestand darin, dass sich die Beziehung zwischen Mann und Frau allein auf eine Mann-Frau-Beziehung beschränkte. Die schädliche Wirkung dieser Gruppe breitete sich auf die übrigen Gruppen der Gesellschaft aus. Dieser Kontakt brachte keinerlei Form der Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen in irgendeinem Lebensbereich hervor. Im Gegenteil, daraus folgte moralischer Verfall, etwa dass Frauen ihre Reize und ihren Schmuck anderen Menschen als ihren Ehemännern oder mahram-Männern zur Schau stellten. Unter den Muslimen führte dies unter anderem zur Abkehr von der richtigen Denkweise, zur Verderbnis ihres Geschmacks, zu Misstrauen und zur Zerstörung der Maßstäbe (für das Handeln). Der gesellschaftliche Aspekt im Westen wurde als Idealmodell genommen, und die westliche Gesellschaft wurde als Maßstab (Miqyas) herangezogen, ohne zu bedenken, dass der westlichen Gesellschaft außerehelicher Geschlechtsverkehr gleichgültig ist und sie darin keine Schande, keine Verleumdung und keinen Bruch des richtigen und akzeptablen Verhaltens sieht, auch keine Verletzung oder Bedrohung der Moral. Sie taten dies, ohne zu bemerken, dass die muslimische Gesellschaft dem grundsätzlich widerspricht und dem vollständig zuwiderläuft. Denn die islamische Gesellschaft betrachtet die außereheliche Beziehung als eine der schweren Sünden (Kaba'ir), auf die harte Strafe steht: entweder Auspeitschung oder Steinigung zum Tode. Sie betrachtet außerdem den, der diese Sünde begeht, als Ausgestoßenen und Abweichler, der mit Abscheu und Verachtung angesehen wird. Auch sie betrachtet es als selbstverständlich, dass die Ehre geschützt werden muss, und dies ist eine der Fragen, die nicht zur Diskussion oder Debatte offenstehen, eine Sache, zu deren Verteidigung Vermögen und Leben bereitwillig und mit Eifer geopfert werden sollten, ohne jede Ausrede.
What made things worse was that the imitators gave themselves complete free reign over personal freedom, until a woman would directly contact a man just for the sake of contact and for the enjoyment of personal freedom. This was without a reason which necessitated contact, and without the need in society for such mixing. This contact between the sexes was made for the sake of socialising and merely for the enjoyment of personal freedom. The evil effect that this faction of imitators who embarked on applying such ideas had was that the relationship between a man and a woman became solely restricted to a male-female relationship. The evil effect of this faction, spread to the other factions in society. This contact did not produce any form of co-operation between men and women in any sector of life. On the contrary what resulted from it was moral degeneration, such as women displaying their charms and adornment to people other than their husbands or mahram men. Amongst Muslims other results were the deviation from the correct way of thinking, corruption in their taste, mistrust and destruction of the criteria (for actions). The social aspect in the West was taken as the ideal model and western society was taken as a benchmark (Miqyas) without considering the fact that western society does not care about extra-marital sex and does not see in it any shame, defamation or breach of the correct and acceptable behaviour, nor any violation or threat to morality. They did this without noticing that Muslims society fundamentally disagrees with it and completely contradicts it. This is because the Islamic society considers the extra-marital relationship as one of the grave sins (Kaba'ir) for which there is severe punishment; either flogging or stoning to death. It also considers the one who commits this sin as an outcast, and a deviant who is looked upon with loathing and contempt. It as well, sees it as axiomatic that honour should be protected and it is one of the issues that is not open to discussion or debate, an issue for the defence of which wealth and lives should be sacrificed willingly and with zeal, without any excuses.
Tatsächlich berücksichtigten jene Übernehmer und Nachahmer weder den Unterschied zwischen den beiden Gesellschaften noch die gewaltige Kluft zwischen den beiden Positionen, ebenso wenig wie sie bedachten, was das islamische Leben ihnen zur Pflicht machte und was die Regeln der Scharia von ihnen verlangten. Sie stürzten sich kopfüber in die Jagd nach Übernahme und Nachahmung, bis der Ruf nach der Wiederbelebung der Frau mit Zügellosigkeit (Ibahiyyah) und Gleichgültigkeit gegenüber der Bewertung moralisch verwerflichen Verhaltens bekleidet war. Auf diese Weise setzten jene Übernehmer und Nachahmer ihr Zerstörungswerk am gesellschaftlichen Aspekt im Leben der Muslime fort, im Namen der Wiederbelebung der Frau und unter dem Vorwand, an der Wiederbelebung der Umma zu arbeiten. Anfangs jedoch waren solche Leute eine Minderheit, und die Umma nahm ihren Ruf zunächst nicht an. Nachdem das kapitalistische System in den Ländern der Muslime eingeführt worden war und sie von den ungläubigen Kolonialisten und dann von deren Agenten regiert wurden, die deren Weisungen blind folgten, gelang es der Minderheit, die meisten Menschen in den Städten und einige Bewohner der Dörfer zu beeinflussen und sie dazu zu bringen, den von ihr eingeschlagenen Weg zu gehen. So begannen sie, die westliche Kultur zu übernehmen und nachzuahmen, bis der islamische Charakter in vielen Vierteln der Städte der Muslime ausgelöscht war. Zwischen Istanbul und Kairo gab es keinen Unterschied, ebensowenig zwischen Tunis und Damaskus. Auch zwischen Karatschi und Bagdad oder zwischen Al-Quds und Beirut gab es keinen Unterschied. Alle beschritten den Weg der Übernahme und Nachahmung westlicher Kultur.
Indeed, those transferors and imitators did not consider the difference between the two societies and the huge disparity between the two positions just as they did not consider what the Islamic life made incumbent on them and what the Shari'ah rules demanded of them. They rushed headlong in the pursuit of transference and imitation until the call for woman's revival dressed with licentiousness (Ibahiyyah) and indifference to the characterisation of morally reprehensible behaviour. In this manner those transferors and imitators continued to destroy the social aspect in Muslims life in the name of reviving women and under the pretext of working to revive the Ummah. However, in the beginning, such people were a minority and the Ummah did not initially accept their call. After the capitalist system was implemented in the Muslims countries and they were ruled by the disbelieving colonialists and then by their agents who followed their direction blindly, the minority was able to influence and bring most people in the cities, and some of the inhabitants of the villages, to proceed along the path they had taken. So they started to transfer from and imitate western culture until the Islamic character was erased from many quarters of Muslims cities. There was no difference between Istanbul and Cairo or between Tunis and Damascus. Nor was there a difference between Karachi and Baghdad or Al- Quds and Beirut. All of them proceeded on the path of transferring and imitating western culture.
Es war naturgemäß, dass sich eine Gruppe unter den Muslimen erhob und gegen diese Gedanken ankämpfte. Es war unvermeidlich, dass sich eine große Zahl von Menschen aus den muslimischen Ländern daran machte, diese Ideen zu bekämpfen. So bildeten sich eine Gruppe oder vielmehr mehrere Gruppen, die die Pflicht forderten, muslimische Frauen zu schützen und die Tugenden in der Gesellschaft zu wahren. Sie taten dies jedoch, ohne die Systeme des Islam zu verstehen, und die Regeln der Scharia waren ihnen nicht klar. Sie nahmen das Interesse (Maslaha), wie es der Verstand wahrnimmt, als Grundlage für das Studium und als Maßstab für die Beurteilung von Ideen und Angelegenheiten an. Sie forderten auch die Bewahrung von Sitten und Traditionen. Sie riefen die Menschen dazu auf, an der Moral festzuhalten, ohne zu begreifen, dass die Grundlage die islamische 'Aqida ist und der Maßstab die Regeln der Scharia. Blinder Fanatismus in Bezug auf das Hijab der Frau ging so weit, dass sie Einschränkungen für Frauen befürworteten, ihnen nicht erlaubten, das Haus zu verlassen, ihre Bedürfnisse zu erledigen oder Angelegenheiten selbst zu betreiben. Späte Rechtsgelehrte (Fuqaha) schrieben Frauen fünf (Arten von) 'Awra zu: die 'Awra beim Gebet, die 'Awra in Gegenwart männlicher Mahram, die 'Awra in Gegenwart fremder (nicht zur Familie gehörender) Männer, die 'Awra unter muslimischen Frauen und die 'Awra unter nichtmuslimischen Frauen. Dementsprechend forderten sie die völlige Absonderung (Hijab) der Frauen, sodass niemand sie sehen oder von ihnen gesehen werden konnte. Sie forderten, der Frau die Teilnahme an den Aktivitäten des Lebens zu verwehren. So vertraten sie die Ansicht, ihr solle das Recht zu wählen genommen werden, indem man sie davon ausschloss, eine Meinung zu Politik, Regierung, Wirtschaft oder Gesellschaft zu haben. So stellten sie sich zwischen sie und das Leben, bis sie meinten, dass einige Verse sich allein an Männer unter Ausschluss der Frauen richteten. Sie führten das Hadith des Propheten ﷺ an, in dem er die Hände von Frauen beim Treueeid (Bay'a) berührte, seine Ahadith über die 'Awrah der Frauen und seine gesellschaftlichen Umgangsformen (Mu'amalat) mit Frauen, und dabei legten sie diese Texte so aus, dass sie mit dem übereinstimmten, was sie für die Frauen beabsichtigten, und nicht mit dem, was der Hukm Shar'i erforderte.
It was natural for a group from amongst the Muslims to rise up and struggle against these thoughts. It was inevitable that a great number of people from the Muslims countries would set about to fight these ideas. So a group or rather groups were formed which called for the obligation of protecting Muslim women and safeguarding the virtues in society. However, they did this without understanding the systems of Islam nor were the Shari'ah rules clear to them. They accepted interest (Maslaha), as perceived by the mind, as a basis for study and as a criterion for judging ideas and matters. They also called for the preservation of customs and traditions. They called people to hold on to morals, without comprehending that the basis is the Islamic 'Aqeedah and that the criterion is the Shari'ah rules. Blind fanaticism concerning the Hijab of women reached the point where they advocated restrictions over women, not giving them permission to leave their house, or to undertake the fulfilment of their needs, or pursue matters themselves. Late jurists (Fuqaha) ascribed five (types) of 'Awrah to women: 'Awrah in prayer, 'Awrah when in the presence of male Mahrams, 'Awrah when in the presence of foreign (non Mahram) men, 'Awrah when amongst other Muslim women and 'Awrah amongst non-muslim women. According to this they called for the total segregation (Hijab) of women preventing them from seeing or being seen by anyone. They called for barring the woman from pursuing life's activities. So they maintained that she should be banned from practising her right to vote by excluding her from holding an opinion about politics, ruling, economics or society. So they stood between her and life until they thought that some verses had come to address men to the exclusion of women. They gave the Hadith of the Prophet (pbuh) about his (pbuh) shaking the hands of woman in the Bay’a, his Ahadith about the 'Awrah of women and his (pbuh) societal transactions (Mu’amalat) with women, interpretations that agreed with what they intended for women and not what was required by the Hukm Shar'i.
So alles diente dazu, die Menschen von den Regeln der Scharia zu entfernen und den Aspekt des gesellschaftlichen Systems in den Köpfen der Muslime zu verschleiern. Infolgedessen waren ihre Ansichten nicht in der Lage, den angreifenden Gedanken standzuhalten, den überwältigenden Strom westlicher Ideen aufzuhalten oder auch nur im Geringsten dazu beizutragen, die Aspekte des gesellschaftlichen Systems unter den Muslimen zu verbessern. Dies geschah trotz der Existenz von Gelehrten in der Umma, die hinsichtlich ihres Wissens und ihrer Gelehrsamkeit zu den bedeutendsten Mudschtahidin und Gelehrten der Rechtsschulen (Madhahib) zählen, und trotz des intellektuellen und gesetzgeberischen Reichtums, der den Muslimen zur Verfügung steht und der mit keinem Reichtum irgendeiner anderen Nation vergleichbar ist. Es geschah trotz der Fülle an Büchern und wertvollen Werken, die Muslime in ihren öffentlichen und privaten Bibliotheken besaßen. All dies konnte jene, die darauf aus waren, von ihrem Irrtum zu übernehmen und ihn nachzuahmen, nicht zurückhalten, noch konnte es die engstirnigen Menschen von der islamischen Ansicht überzeugen, die von einem Mudschtahid korrekt abgeleitet worden war, solange sie dem widersprach, was man von den Frauen wollte. Das liegt daran, dass solche Menschen auf beiden Seiten – unter den Nachahmenden, den Engstirnigen, den Gelehrten und den Gebildeten – weit davon entfernt waren, als Denker bezeichnet zu werden. Sie verstanden die Wirklichkeit nicht oder sie verstanden das Urteil Allahs (SWT) nicht. Sie studierten die Regeln der Scharia nicht intellektuell, indem sie sie genau auf die Wirklichkeit anwendeten, um so in vollem Einklang mit ihr zu stehen. Deshalb pendelte die Gesellschaft in den muslimischen Ländern weiterhin zwischen zwei Vorstellungen: Nachahmung (Taqlid) und starre Engstirnigkeit (Dschumud). Der gesellschaftliche Aspekt verharrte in einem verwirrten Zustand, bis die muslimische Frau verwirrt wurde. Sie stand zwischen zwei Gruppen: auf der einen Seite Frauen, die beunruhigt und verwirrt waren, die von der westlichen Gesellschaft übernahmen, ohne sie zu verstehen und ohne sich ihrer Wirklichkeit bewusst zu sein, oder ohne den Widerspruch zu kennen, der zwischen ihr und der islamischen Kultur bestand; und auf der anderen Seite engstirnige Frauen, die weder sich selbst nutzten noch deren Anwesenheit den Muslimen nützte. All dies war auf ein Versagen zurückzuführen, den Islam intellektuell zu studieren, und darauf, das islamische Gesellschaftssystem nicht zu verstehen.
Thus, all of this served to distance people away from the Shari'ah rules and obscure the aspect of social system in the minds of the Muslims. Consequently, their views were not able to stand in the face of attacking thoughts, or impede the overwhelming flow of western ideas, or have even the slightest effect in elevating the aspects of the social system amongst the Muslims. This happened inspite of the existence of scholars in the Ummah, who are of the foremost Mujtahidin and scholars of mazahib in terms of their knowledge and erudition, and in spite of the existence of an intellectual and legislative wealth at the disposal of Muslims which is unparalleled compared to any other wealth of any other nation. This occurred inspite of the abundance of books and valuable works in the possession of Muslims in their public and private libraries. All of this had no effect in holding back those bent on transferring and imitating from their error, or in convincing the narrow minded, of the Islamic opinion which had been derived correctly by a mujtahid, as long as it disagreed with what they wanted women to do. This is because such people on both sides, amongst the imitators, the narrow minded, the scholars and the educated were far from being described as thinkers. They did not understand the reality, or they didn't understand the Hukm of Allah (swt). They did not study the Shari'ah rules intellectually by accurately applying them to the reality so as to be in full agreement with it. Due to this, the society in Muslims countries continued to oscillate between two notions: imitation (Taqleed) and rigid narrow mindedness (Jumud). The social aspect continued in a confused state until the Muslim woman became bewildered. She stood between on one side women who were anxious and confused, taking from western society without understanding it and without being aware of its reality, or knowing the contradiction that existed between it and the Islamic culture; and narrow minded women who did not benefit themselves, nor did their presence benefit the Muslims on the other side. All of this was due to a failure in studying Islam intellectually and not understanding the Islamic social system.
Daher müssen wir das islamische Sozialsystem umfassend studieren. Wir müssen es so gründlich studieren, bis erkannt wird, dass das Problem das Zusammentreffen von Mann und Frau ist, die daraus entstehende Beziehung und das, was sich aus dieser Beziehung verzweigt. Und dass erforderlich ist, dieses Zusammentreffen, die daraus entstehende Beziehung und das, was sich aus ihr verzweigt, zu behandeln. Es ist zu verstehen, dass diese Lösung nicht vom Verstand diktiert wird, sondern von der Schari'a. Die Aufgabe des Verstandes besteht darin, die Lösung zu begreifen: dass die Lösung für muslimische Männer und Frauen gilt, die eine bestimmte Lebensweise führen, nämlich jene Lebensweise, zu der Allah (swt) sie verpflichtet hat. Sie sind ganz gewiss verpflichtet, ihr Leben ausschließlich auf diese Lebensweise zu beschränken, wie Allah (swt) es im Qur'an und in der Sunnah geboten hat, ungeachtet dessen, ob dies dem Westen widerspricht oder den Sitten und Traditionen ihrer Väter und Vorfahren zuwiderläuft.
Therefore, we must study the Islamic social system comprehensively. We must study it deeply until it is realised that the problem is the meeting between the man and the woman and the relationship that results from their meeting and that which branches out from this relationship. And that what is required is the treatment of this meeting and the resultant relationship and that which branches out from it. It should be understood that this solution is not dictated by the mind but by the Shar’a. As for the mind, its role is to understand the solution, that the solution is for Muslim men and women who live a specific lifestyle which is the lifestyle which Allah (swt) has obliged them to live. They are most definitely obliged to restrict their living solely to this lifestyle as Allah (swt) has commanded in the Qur'an and Sunnah irrespective of whether it contradicts with the West or disagrees with the customs and traditions of their own fathers and forefathers.