6 Den Blick auf Frauen richten
6 Looking at Women
Wann immer jemand eine Frau heiraten möchte, hat er das Recht, sie anzusehen, aber nicht in Abgeschiedenheit (Khulwah). Jabir berichtete, dass der Gesandte Allahs (Friede sei mit ihm) sagte: „Wenn ein Mann um eine Frau anhält und er in der Lage ist, das zu sehen, was ihn dazu bewegen würde, sie zu heiraten, dann soll er es tun.“ Er sagte: „Ich hielt um eine Frau an, die ich aus einem Versteck heraus beobachtete, bis ich sah, was mich bewog, sie zu heiraten, und dann heiratete ich sie.“ Es ist erlaubt, sie mit oder ohne ihre Erlaubnis anzusehen. Dies beruht darauf, dass der Prophet ﷺ uns befahl, ohne Einschränkung zu schauen. Im Hadith von Jabir (ich verbarg mich und schaute) ist es jedoch nicht erlaubt, mit ihr in Abgeschiedenheit (Khulwah) zu sein. Denn der Prophet ﷺ sagte: „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, soll nicht mit einer Frau in Abgeschiedenheit sein, ohne dass ihr Mahram anwesend ist, denn der Dritte unter ihnen wird der Satan sein.“ Dies ist eine allgemeine Regel, und für denjenigen, der um eine Heirat anhält, wird keine Ausnahme gemacht, wie es beim Anschauen der Fall ist. Der Heiratsinteressent darf das Gesicht und die Hände sowie andere Körperteile ansehen. Dies beruht darauf, dass das Anschauen von Gesicht und Händen für jeden erlaubt ist, auch für den Heiratsinteressenten. Eine Ausnahme für den Heiratsinteressenten hätte daher nur dann einen Sinn, wenn sie bedeutet, dass ihm erlaubt ist, mehr als Gesicht und Hände zu sehen. Außerdem sagte der Gesandte ﷺ: „Um sie anzusehen.“ Dies ist allgemein gehalten und umfasst daher das Gesicht und die Hände sowie andere Körperteile, die zum Zweck der Heirat bekannt sein müssen, damit er um sie anhalten kann. Zudem hat Allah (subhanahu wa ta'ala) den Gläubigen befohlen, ihren Blick zu senken. Den Blick zu senken bedeutet, dass man nicht direkt schaut, sei es Männer zu Frauen oder Frauen zu Männern. Der Hadith von Jabir erlaubt dem Heiratsinteressenten, die Frau direkt anzusehen, und er ist deshalb von der Anordnung, den Blick zu senken, ausgenommen. Das bedeutet, dass gläubige Männer ihren Blick senken müssen, mit Ausnahme derjenigen, die einen Heiratsantrag machen wollen; diese haben das Recht, ihren Blick nicht zu senken, damit sie die Frauen anschauen können, um die sie anhalten möchten.
Whenever someone wants to marry a woman, He has the right to look at her but not in seclusion (Khulwahy). Jabir said that the Messenger of Allah (pbuh) said: “If a man proposes to a woman and He is able to look at whatever would encourage Him to marry her, let Him do so.” He said, “I proposed to a woman whom I used to look at from a hide out, I did this until I saw what invited me to marry her then I married her.” It is allowed to look at her with or without her permission. This is due to the fact that the Prophet (pbuh) ordered us to look without restriction. In the Hadith of Jabir (I used to hide and look) it is not allowed, however, to be in seclusion (Khulwahy) with her. For the Prophet (pbuh) said: “Whoever believes in Allah and the Day of Judgement He should not be in a khulwahy with a woman without her mahram for the third (person) that will be with them is the shaytan.” This is a general rule, and no exception is made for the one who is seeking marriage, as is the case with looking. The person seeking marriage may look at the face and the hands as well as other parts. This is due to the fact that looking at the face and hands is allowed for everyone, including the one seeking marriage. So giving an exception to the one who is seeking marriage would be meaningless unless it means allowing Him to see more than the face and hands. Also, the Messenger (pbuh) said: “To look at her”. This is general and therefore includes the face and hands as well as other parts, which are needed to be known for the purpose of marriage in order for Him to propose to her. In addition, Allah (swt) commanded the believers to lower their gaze. Lowering their gaze requires that one should not look directly, be they men to women, or women to men. The Hadith of Jabir allows the marriage seeker to look directly at the woman and therefore, it excludes Him from the order of lowering the gaze. This means, believing men must lower their gaze except the ones proposing, who have the right not to lower their gaze, in order for them to look at the women they seek to propose to.
Den Eheleuten ist es erlaubt, den gesamten Körper des anderen anzuschauen. Bahz b. Hakeem berichtete von seinem Vater, dieser von seinem Großvater, dass er sagte: „Ich sagte: O Gesandter Allahs ﷺ, was sollen wir von unseren Schamteilen verbergen und was dürfen wir zeigen?“ Da sagte er zu mir ﷺ: „Bewahre deine ʿAwra, außer vor deiner Ehefrau und deinen Sklavinnen.“ Außerdem darf der Mann bei seinen Mahram-Frauen, seien sie Muslimas oder Nicht-Muslimas, mehr als das Gesicht, die Hände und die Stellen der Zierde (Zīna) sehen. Dies beruht auf dem unbeschränkten (Muṭlaq) Text zu diesem Thema. Allah (swt) sagt:
It is allowed for the married couple to look at the entire body of the other. Bahz b. Hakeem reported from his father from his grandfather, He said: “I said, O Messenger of Allah, what should we hide and what should we show of our private parts?’ He (swt) said to me ‘protect your ‘Awrah except from your wife and concubines.’” In addition, the man is permitted to see more than the face and hands and the places of charms (Zeenah) of his Mahram women, be they Muslims or non-Muslims. This is due to the unrestricted (Mutlaq) text on the matter. Allah (swt) says:
„Sie sollen ihren Zeenah (Schmuck) nicht in der Öffentlichkeit zeigen, außer dem, was (schicklicherweise) davon sichtbar ist; sie sollen ihre Kopftücher (khumur) über ihre Hälse und Brüste (juyub) ziehen. Und sie sollen ihren Schmuck niemandem zeigen außer ihren Ehemännern, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehemänner, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehemänner, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder, den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, ihren Sklavinnen, den männlichen Bediensteten, die keinerlei sexuelles Verlangen mehr haben, oder Kindern, die noch nichts von der Blöße der Frauen wissen; und sie sollen beim Gehen nicht mit den Füßen aufstampfen, damit nicht ihr verborgener Schmuck bekannt wird.“ [An-Nur: 31] All diesen ist es erlaubt, das Haar, den Hals und die Stellen von Armband, Halskette und Beinband der Frau zu sehen, ebenso andere Stellen, die unter die Kategorie des Schmucks (Zeenah) fallen. Dies, weil Allah (swt) sagt: „Sie sollen ihren Schmuck nicht zeigen“, d. h. die Stelle ihres Schmucks (Zeenah), außer denen, die im Qur’an genannt sind. Diesen Personen ist es erlaubt zu sehen, was von ihr sichtbar ist, wenn sie Hauskleidung trägt. Ash-Shafi‘i überlieferte in seinem Musnad von Zaynab bint Abi Salama, dass sie von Asma, der Frau von Az-Zubair, gestillt wurde. Sie sagte: „Ich sah ihn wie einen Vater an. Er pflegte hereinzukommen, während ich mein Haar kämmte; er nahm eine Strähne meines Haares und sagte: Komm her.“ Ferner wird überliefert, dass Abu Sufyan, als er nach Madina kam, um den Vertrag von Hudaybiyah zu erneuern, zu seiner Tochter Umm Habiba ging, die die Frau des Gesandten (ﷺ) war. Als er ihr Haus betrat, faltete sie das Bett des Gesandten (ﷺ) zusammen, damit er sich nicht darauf setze. Sie verhüllte sich nicht in seiner Gegenwart. Sie berichtete dem Gesandten Allahs (ﷺ) von dem Vorfall, und er billigte ihr Verhalten und befahl ihr nicht, sich in der Gegenwart ihres Vaters zu verhüllen, da er für sie ein Mahram war, obwohl er ein Mushrik war.“
“They should not show their Zeenah (charms) in public beyond what may (decently) be apparent thereof; hence let them draw their head-coverings (khumur) over their necks and bosoms (juyub). And let them not display (more of) their charms to any but their husbands, their fathers, their husbands fathers, their sons, their husbands sons, their brothers, their brothers sons, their sisters sons, their women folk, their concubines, such male attendants as are beyond all sexual desire, or children that are as yet unaware of women's nakedness; and let them not swing their legs (in walking) so as to draw attention to their hidden charms”. [An- Nur: 31] All of these are allowed to see of the woman's hair, neck and places of bracelet, necklace, and leg band, as well as other places that fit the category of charms (Zeenah). This is because Allah (swt) says: “They shouldn't show their charm” i.e. the place of their charm (Zeenah), except to those mentioned in the Qur'an. Such people are allowed to see what appears of her when she is wearing house clothes. Ash-Shafee reported in his Musnad from Zaynab bint Abi Salama that she was breastfed by Asmaa, Az-Zubayr's wife. She said: “I used to see Him as a father. He used to walk in while I was combing my hair - He would hold a lock of my hair and say come here.” It was also reported that Abu Sufyan upon coming to Madinah to renew the treaty of Hudaybiyah, went to his daughter, Ummu Habibah, who was the Messenger's wife. Upon entering her house, she folded the Messenger's bed so that He would not sit on it. She did not cover up in his presence. She mentioned the incident to the Messenger of Allah (pbuh), and He approved of her action and did not order her to cover up in her father's presence as He was a mahram to her even though He was a Mushrik.
Bezüglich der Person, die nicht zu den Mahram gehört, weder um die Hand anhält noch Ehemann ist, gibt es detaillierte Regeln für ihr Ansehen einer Frau. Besteht für den Mann die Notwendigkeit, die Frau anzusehen, oder für die Frau, den Mann anzusehen, so ist es erlaubt, nur jenen Teil anzusehen, der notwendig ist. Darüber hinaus ist es ihm oder ihr nicht erlaubt, mehr als das Gesicht und die Hände zu sehen. Zu den Personen, die möglicherweise einen Grund haben, solche Körperteile der Frau anzusehen, die der Gesetzgeber ihnen zu sehen erlaubt hat, gehören der Arzt, die Krankenschwester, der Ermittler und andere solche Personen. Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ, als er Saad zum Richter über die Banu Quraiza bestellte, die Izar (das Tuch, das die Intimbereiche bedeckt) von Kindern abnehmen ließ. Ferner wurde Uthman, möge Allah mit ihm zufrieden sein, ein Junge gebracht, der gestohlen hatte. Uthman sagte: „Schaut unter seine Izar.“ Sie fanden keine Schamhaare und schnitten ihm daher die Hand nicht ab. Uthmans Handeln geschah in voller Kenntnis der Gefährten, und keiner von ihnen erhob Einspruch; daher gilt dies als Ijma’.
With regards to the person who is non-Mahram, not proposing, nor a husband, there are detailed rules that address his seeing of a woman. If there is a need for the man to look at the woman or the woman to look at the man, then it is allowed to look only at that part which is necessary. Other than that, He or she is not allowed to see more than the face and hands. People who might have a need to look at such parts of the woman's body which the Legislator allowed them to see include the doctor, the nurse, the investigator and other such people. It was reported that when the Prophet (pbuh) appointed Saad to give his verdict on Bani Quraythah, He used to remove children's Izar (piece of cloth used to cover their private parts). Also, Uthman, may Allah be pleased with Him, was brought a boy who stole. Uthman said: “Look under his Izar.” They found no pubic hair and so did not cut his hand. Uthman's action was with the full knowledge of the sahabah and none of them objected, therefore this is considered Ijma’a.
Wenn jedoch keine Notwendigkeit besteht, solche Teile anzusehen, und der nicht mit ihr verwandte Mann nicht zu denen gehört, die kein Verlangen und keine Fähigkeit haben, ist es ihm nur erlaubt, das Gesicht und die Hände zu sehen, und es ist ihm verboten, irgendetwas anderes anzuschauen. Aischa berichtete, dass Asmaa bint Abu Bakr in dünner Kleidung die Gemächer des Gesandten Allahs ﷺ betrat. Der Gesandte ﷺ wandte sein Gesicht ab und sagte: „O Asmaa, wenn die Frau die Pubertät erreicht, ist es nicht erlaubt, dass von ihr etwas gesehen wird außer diesem und diesem.“ Dabei zeigte er auf sein Gesicht und seine Hände. Die Hände und das Gesicht sind die einzige Ausnahme, die der Koran von dem Verbot macht, die Stellen der Reize zu zeigen. Allah (SWT) sagte:
However, if there is no need to look at such parts, and the non-Mahram man is not from the people who have no desire and ability, He is allowed to see the face and hands only and is forbidden to look at anything else. Aisha reported that Asmaa bint Abu Bakr entered the quarters of the Messenger of Allah (pbuh) wearing thin clothes. The Messenger (pbuh) turned his face away and said: “O Asmaa, if the woman reaches puberty, it is not allowed to be seen from her except this and this.” and He pointed to his face and hands. The hands and face are the only exception made by the Qur'an to the prohibition of showing the places of charm. Allah (swt) said:
„Und sie sollen ihren Schmuck nicht zur Schau stellen, außer dem, was davon sichtbar ist.“ [An-Nur: 31] Ibn Abbas erklärte den obigen edlen Vers und sagte, damit seien das Gesicht und die Hände gemeint. Der Befehl an die Frau, ihren Reiz nicht zu zeigen, ist ein Befehl, ihre Intimbereiche (Awrah) nicht zu zeigen. Dass es ihr verboten ist, diese zu zeigen, bedeutet, dass es Männern verboten ist, sie anzusehen. Dass das, was sichtbar ist, als Ausnahme vom Verbot des Zeigens genannt wird, bedeutet, dass es eine Ausnahme vom Verbot des Ansehens ist. Das heißt, es ist erlaubt, sie anzusehen. Daher darf ein nicht-mahram Mann das Gesicht und die Hände einer nicht-mahram Frau ansehen. Der erlaubte Blick beschränkt sich auf das, was ihm ermöglicht, sie zu erkennen und von anderen Frauen zu unterscheiden, für oder gegen die er gegebenenfalls aussagen müsste, sie wiederzuerkennen, falls er mit ihr Handel treibt, mit ihr oder für sie etwas vermietet oder mietet, oder sie zu identifizieren, falls er von ihr Geld leiht oder ihr Geld leiht.
“And let them not show their charms except that which is apparent from it”. [An- Nur: 31] Ibn Abbas in explaining the above honourable Ayah said this means the face and hands. The command to the woman not to show her charm is a command not to show her private parts (Awrah). The fact that it is prohibited for her to show them means it is prohibited for men to look at them. To make what is apparent as an exception from the prohibition of showing them means it is an exception from the prohibition of looking at them. This means, it is allowed to look at them. Therefore, a non-Mahram man is allowed to look at the face and hands of a non-Mahram woman. The look that is permissible is limited to that which would enable Him to recognise her and distinguish her from other women whom He might testify for or against if required, to recognise her if He traded with her, rented to or from her, or to identify her if He borrowed from, or lent money to her.
Ebenso darf die Frau auf die Körperteile des Mannes schauen, die nicht zur Awrah gehören. Aischa sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ deckte mich mit seinem Gewand zu, während ich den Abessiniern in der Moschee zusah. Ferner gilt: Als der Prophet ﷺ die Khutba des Eid beendet hatte, ging er mit Bilal zu den Frauen, hielt ihnen eine Predigt und befahl ihnen, Sadaqa zu geben. Daraus wird deutlich, dass der Gesandte ﷺ den Frauen erlaubte, Männer anzuschauen. Dass das Schauen auf die Körperteile beschränkt sei, die nicht zur Awrah gehören, ergibt sich daraus, dass Aischa den Abessiniern beim Spielen zusah, wobei sie alle außer der Awrah sah. Das Schauen war also nicht eingeschränkt, sondern uneingeschränkt. Ferner berichtete Amr ibn Schu'aib von seinem Vater und dieser von seinem Großvater, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Wenn ihr euren Diener mit eurer Sklavin oder einer angestellten Person verheiratet, dann sollt ihr nicht auf etwas unterhalb des Nabels und oberhalb des Knies schauen, denn es ist Awrah.‘“ Aus diesem Hadith lässt sich schließen, dass das Schauen auf andere Bereiche erlaubt ist. Die Erlaubnis ist nicht eingeschränkt und umfasst daher Männer und Frauen.
Similarly, the woman is allowed to look at non-Awrah body parts of the man. Aisha said: The Messenger of Allah (pbuh) used to cover me with his garment while I was watching the Abyssinians in the masjid. Also, when the Prophet (pbuh) finished the Eid Khutbah, He went to the women with Bilal and preached to them and commanded them to give sadaqa. It is clear from this that the Messenger (pbuh) approved the women to look at men. As for looking being restricted to the non-Awrah parts, this is because Aisha was watching the Abyssinians playing, where she saw all of them except the 'Awrah. Looking was therefore, not restricted, rather it was absolute. Also, Amru bin Shuayb reported from his father from his grandfather who said: “The Messenger of Allah (pbuh) said: “If you get your servant married to your slave or a hired hand, you should not look at anything below the navel and above the knee, for it is ‘Awrah.” One can conclude from this Hadith, permission to look at other than this area. The permission is not restricted and thus includes men and women.
Was den Bericht der Umm Salamah betrifft, in dem sie sagte: „Hafsa und ich saßen beim Propheten ﷺ, als Ibn Umm Maktum um Erlaubnis zum Eintreten bat. Der Prophet ﷺ sagte (zu uns): ‚Verbergt euch vor ihm.' Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs, er ist blind und kann nicht sehen.' Da sagte er ﷺ: ‚Seid ihr beide etwa blind und könnt ihn nicht sehen?'", so wird dieser Hadith von Abu Dawud und anderen auf die Überlieferung des Nabhan hin berichtet. An-Nasa'i sagte: „Wir kennen keine Personen, die von Nabhan überliefert haben, außer Az-Zuhri." Ibn 'Abd al-Barr sagte: „Nabhan ist unbekannt; es ist keine Überlieferung von ihm bekannt außer diesem Hadith von Az-Zuhri." Die Überlieferung von einem Unbekannten ist ein schwacher (Da'if) Hadith, der nicht als Beweis taugt.
As for the report of Umm Salamah in which she said: “Hafsah and I were sitting with the Prophet (pbuh) and Ibn Umm Maktoom sought permission to enter. The Prophet (pbuh) said (to us): ‘hide from Him’. I said: ‘O Messenger of Allah, He is blind and cannot see.’ He (pbuh) said: ‘Are you both blind and cannot see Him?”’ This Hadith is reported by Abu Daud and others on the authority of Nabhan. An-Nisai said: “We do not know persons who reported from Nabhan except Az-Zuhri.” Ibn 'Abd el- Birr said, 'Nabhan is unknown, no narration from Him is known except this Hadith by Az-Zuhri'. The narration from the unknown is a weak (Daif) Hadith, which is not good as an evidence.
Was die Überlieferung von Jarir ibn Abdullah betrifft, der sagte: „Ich fragte den Gesandten Allahs ﷺ nach dem unbeabsichtigten Blick, da befahl er mir, den Blick abzuwenden.“ Und was von Ali überliefert ist, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte zu mir: „Lass dem (ersten) Blick keinen zweiten folgen. Der erste ist dir erlaubt, der zweite nicht.“ Diese Ahadith beziehen sich auf Männer, die Frauen anschauen, nicht auf Frauen, die Männer anschauen. Aus dem ersten Hadith geht hervor, dass der Blick auf andere Körperteile als Gesicht und Hände gemeint ist, denn diese dürfen gesehen werden. Das zweite Hadith behandelt das Verbot des wiederholten Blickens, da dieses Begierde hervorrufen kann. Das Verbot bezieht sich nicht auf das bloße Anschauen.
As for what was reported from Jarir ibn Abdullah who said: “I asked the Messenger of Allah (pbuh) about the look of surprise, so He commanded me to look away.” And what was reported from Ali who said: The Messenger of Allah (pbuh) said to me: “Do not follow up the (first) glance with a second look. The first is permitted for you but not the second.” These Ahadith are regarding men looking at women, not women looking at men. What is understood from the first Hadith is looking at other than the face and hands, since they are allowed to be seen. The second Hadith is addressing the prohibition of looking repeatedly since it might cause desire. The prohibition is not regarding the mere looking.
Was die Aussage Allahs betrifft: „Und sag den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken sollen", so bezieht sie sich darauf, die Blicke von dem abzuwenden, was den Gläubigen zu betrachten verboten ist, und sich auf das zu beschränken, was zu betrachten erlaubt ist. Es bedeutet nicht, den Blick uneingeschränkt zu senken. Das ist deshalb richtig, weil der Gesetzgeber erlaubt hat, das Haar, die Brust, die Brüste, die Arme, die Beine und die Füße der Mahram anzusehen. Bei einer Frau, die kein Mahram ist, ist es nicht erlaubt, mehr als ihr Gesicht und ihre Hände zu sehen. Außerdem bedeutet der Ausdruck Ghadd ul-Basar (das Senken des Blicks) lediglich, den eigenen Blick zu senken.
As for the saying of Allah: “And command the believers to lower down their gaze”, it refers to lowering their gaze from that which the believers are forbidden to look at, and restricting themselves to that which is allowed to be looked at. It doesn't mean lowering the gaze absolutely. This is true due to the fact that the Legislator has permitted looking at the Mahrams hair, chest, breasts, arms, legs and feet. As for the non-Mahram woman, it is not allowed to see of her more than her face and hands. In addition, the word Ghadd ul Basar (lowering the gaze) is merely lowering one's sight.
Daher ist es dem Mann und der Frau erlaubt, einander anzusehen, solange sie nicht die 'Awrah des anderen betrachten und ohne die Absicht der Wollust. Die 'Awrah der Frau ist ihr gesamter Körper außer ihrem Gesicht und ihren Händen. Somit sind ihr Hals, ihr Haar (selbst ein einzelnes Haar) und jede Seite ihres Kopfes 'Awrah. Alles andere muss bedeckt werden. Dies ist dem Ausspruch Allahs (SWT) entnommen: „Und sie sollen ihre Reize nicht zeigen, außer dem, was davon sichtbar ist.“ Das, was sichtbar ist, sind das Gesicht und die Hände, denn sie sind die Körperteile, die die muslimischen Frauen vor dem Propheten ﷺ zeigten und denen er durch sein Schweigen zustimmte. Außerdem sind dies die Körperteile, die beim Hadsch und beim Salah gezeigt werden, und sie waren auch die Teile, die zur Zeit des Gesandten ﷺ, also zur Zeit der Offenbarung des Verses, gewöhnlich gezeigt wurden.
Therefore, it is allowed for the man and woman to look at each other as long as they are looking at other than each others 'Awrah and without the intention of lust. The 'Awrah of the woman is her entire body except her face and hands. Thus, her neck, hair (even one hair) and any side of her head are 'Awrah. Anything other than that must be covered. This is taken from the saying of Allah (swt): “And they are not to show their charms except that which is apparent”. That which is apparent are the face and the hands because they are the body parts that were shown by the Muslim women in front of the Prophet (swt) and to which He approved by his silence. Also, these are the parts of the body that are shown in Hajj and Salah, as well as being the parts which were usually shown at the time of the Messenger (swt), i.e. at the time of the revelation of the Ayah.
Außerdem gibt es weitere Belege, die bestätigen, dass die 'Awrah der Frau ihr ganzer Körper ist, wobei nur ihre Hände und ihr Gesicht eine Ausnahme bilden. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Die Frau ist 'Awrah.“ Er sagte auch: Wenn die Frau das Alter der Pubertät erreicht, ist es ihr nicht erlaubt, etwas zu zeigen außer ihrem Gesicht und dem, was darüber hinausgeht, wobei er seinen Arm nahm und einen Abstand von etwa einer Faust zwischen seiner Faust und der Hand ließ. In einer anderen Überlieferung sagte er (swt) zu Asmaa bint Abu Bakr: „O Asmaa, wenn die Frau das Alter der Pubertät erreicht, sollte von ihr nichts zu sehen sein außer diesem und diesem“ – dabei wies er auf sein Gesicht und seine Hände. Dies sind klare und eindeutige Belege dafür, dass der gesamte Körper der Frau 'Awrah ist mit Ausnahme des Gesichts und der Hände, und dass die Frau verpflichtet ist, ihre 'Awrah zu bedecken, d. h. ihren gesamten Körper mit Ausnahme des Gesichts und der Hände.
Furthermore, there are other proofs confirming that the woman's 'Awrah is her entire body while her hands and face are the only exception. The Messenger of Allah (pbuh) said: “The woman is ‘Awrah.” He also said: If the woman reaches the age of puberty, she is not permitted to show but her face and what is beyond this (point), where He held his arm and left a distance of a fist or so between his fist and the hand. In another report, He (swt) said to Asmaa bint Abu Bakr: “O Asmaa, if the woman reaches the age of puberty, nothing should be seen of her but this and this” - pointing to his face and hands. These are clear and explicit evidences that the entire body of the woman is 'Awrah with the exception of the face and hands, and that the woman is obliged to cover her 'Awrah i.e. her entire body with the exception of the face and hands.
Was das Material betrifft, mit dem der Körper der Frau bedeckt wird, so hat der Gesetzgeber keine bestimmte Kleidung zur Bedeckung der 'Awrah vorgeschrieben. Der Gesetzgeber hat lediglich gesagt: „und sie sollen nicht von ihnen offenbaren“, d. h., die 'Awrah soll nicht zu sehen sein; sie dürfen sie nicht zeigen, es ist ihr nicht erlaubt, sie zu zeigen, und es ziemt sich nicht, dass man sie an ihr sieht. Daher gilt jede Art von Kleidung, die ihren gesamten Körper außer ihrem Gesicht und ihren Händen bedeckt, als Bedeckung (Saatir), gleich welche Form sie hat. Das lange Kleid, die Hose, der Rock oder die Socken gelten somit alle als Bedeckung (Saatir). Dies deshalb, weil weder die Art noch die Form der Kleidung vom Gesetzgeber festgelegt wurde. Folglich ist jedes Tuch, das die 'Awrah bedeckt, also die 'Awrah nicht durch es hindurch zu sehen ist, rechtlich gültig als Bedeckung der 'Awrah, unabhängig von seiner Form, Art und Anzahl der Teile.
As for the material used for covering the body of the woman, the Legislator did not specify a specific attire to cover the 'Awrah. The Legislation merely said: and not to appear from her i.e. the 'Awrah should not appear, they are not to show, she is not allowed to show, and it is not fitting to be seen from her. Thus, any type of clothing that covers her entire body except her face and hands is considered a covering (Saatir) whatever its shape. So, the long dress, the pants, skirt or the socks are all considered covering (Saatir). This is because neither the type of clothes nor the shape of clothes has been specified by the Legislator. Therefore, every cloth that covers the 'Awrah i.e. the 'Awrah is not seen through it, is considered legally valid to cover the 'Awrah regardless of its shape, type and number of pieces.
Der Gesetzgeber hat jedoch festgelegt, dass Kleidung die Haut bedecken muss. Das bedeutet, dass die Kleidung die Farbe der Haut verbergen muss, sodass sie nicht als weiß, rot oder schwarz erkennbar sein darf. Mit anderen Worten: Was auch immer zur Bedeckung der 'Awrah verwendet wird, muss dies so tun, dass die Hautfarbe nicht erkennbar ist. Ist die Kleidung so dünn, dass die Hautfarbe durchscheint, dann ist diese Kleidung zur Bedeckung der 'Awrah ungeeignet. Die 'Awrah gilt in solchen Fällen als entblößt, denn eine Bedeckung gilt nur dann als gültig, wenn sie die Haut verbirgt. 'Aisha, möge Allah mit ihr zufrieden sein, berichtete, dass Asma bint Abu Bakr in dünner Kleidung in die Wohnung des Gesandten Allahs ﷺ eintrat. Er ﷺ wandte sein Gesicht ab und sprach: „O Asma, wenn die Frau die Pubertät erreicht, ist es nicht erlaubt, dass von ihr außer diesem und diesem gesehen wird.“ Der Gesandte Allahs ﷺ betrachtete das dünne Gewand nicht als Bedeckung der 'Awrah. Er ﷺ hielt Asma für jemanden, der ihre 'Awrah entblößt hatte, weshalb er sein Gesicht abwandte und ihr befahl, ein Gewand anzulegen, das ihre 'Awrah bedeckt. Dies wird durch das Hadith von Usama weiter verdeutlicht, in dem der Gesandte ﷺ ihn nach dem Qubtiyya (dünnes Gewand) fragte, und er antwortete, dass er seine Frau darin gekleidet habe. Der Gesandte ﷺ sprach daraufhin: „Befiehl ihr, darunter ein Ghilala (Unterkleid) zu tragen, denn ich fürchte, es könnte die Größe ihrer Knochen beschreiben.“ Das Qubtiyya-Tuch ist eine Art dünner Stoff. Als der Gesandte ﷺ erfuhr, dass Usama seine Frau darin gekleidet hatte, befahl er ihm, ihr zu sagen, sie solle ein Gewand darunter tragen, damit ihre Haut nicht durch das Qubtiyya-Tuch hindurchscheint. Der Gesandte ﷺ sagte: „Befiehl ihr, ein Ghilala darunter zu tragen.“ Den Grund für diesen Befehl nannte er mit den Worten: „Denn ich fürchte, es könnte die Größe ihrer Knochen beschreiben.“ Das Wort, das der Gesandte ﷺ verwendete, war tasif. Ein solches Wort wird in Bezug auf etwas verwendet, das durchsichtig ist. So ist seine Aussage "Tasif" vom Verbalnomen "wasf" abgeleitet. "Wasf" wird nur für etwas verwendet, das zeigt, was dahinter liegt, und nicht für etwas, das die Form des dahinterliegenden Körpers beschreibt. Deshalb sagte Er (swt) "Tasif" und nicht "Tushakkil", d. h. ich fürchte, dass es offenbart, was dahinter liegt, nämlich die Größe der Knochen, das heißt ihre Farbe, nicht ihre Form. Beide oben erwähnten Ahadith machen deutlich, dass der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, dass das Material, mit dem die 'Awrah bedeckt wird, die Haut so bedecken muss, dass sie nicht offenbart, was dahinter liegt. Daher muss die Frau einen Stoff verwenden, der nicht zu dünn ist, um die 'Awrah zu bedecken.
However, the Legislator stipulated that clothes must cover the skin. This means the clothes must hide the colour of the skin, for example, it should not be identified as white, red or black. In other words, whatever is used to cover the 'Awrah must do so in such a way that the colour of the skin is not known. If the clothing is thin enough to let the colour of the skin be seen, then that clothing is unfit to cover the 'Awrah. The 'Awrah in such cases is considered to be revealed, for the covering is not considered valid unless it conceals the skin. 'Aisha, may Allah be pleased with her, reported that Asmaa bint Abu Bakr entered upon the dwelling of the Messenger of Allah (pbuh) while wearing thin clothes. He (pbuh) turned his face away and said: “O Asmaa, if the woman reaches puberty, it is not allowed to be seen from her except this and this.” The Messenger of Allah (pbuh) did not consider the thin garment to be covering the 'Awrah. He (pbuh) considered Asmaa to have revealed her 'Awrah, to which He reacted by turning his face away and commanded her to wear a garment, which would cover her 'Awrah. This is further illustrated by the Hadith of Usama where the Messenger (pbuh) inquired from Him about the cuptiyah (thin garment) and to which He replied that He dressed his wife in it. The Messenger (pbuh), in response said: “Command her to wear a ghilalah (under garment) underneath it, for I fear it might describe the size of her bones.” The cuptiyah cloth is a type of cloth that is thin. Once the Messenger (pbuh) found out that Usama dressed his wife in it, He commanded Him to tell her to wear a garment under it in order for her skin not to appear through the cuptiyah cloth. The Messenger (pbuh) said: “Command her to wear a ghilalah under it”. He gave his reason for this command by saying: “For I fear it might describe the size of her bones.” The word He (pbuh) used was tasif. Such a word is used in reference to something that is transparent. Thus his saying Tasif is derived from the verbal noun wasf. Wasf is only used for something that shows what is behind it, and not for something that describes the form of the body behind it. That is why He (swt) said Tasif and not Tushakkil, i.e. I fear that it will reveal what is behind it, meaning the size of the bones, that is, their colour, not their shape. Both of the above mentioned Ahadith are clear that the Legislator stipulated that the material used to cover the 'Awrah must cover the skin in such a way that it does not reveal what is behind it. Therefore, the woman must use a cloth that is not too thin in order to cover the 'Awrah.
Dieses Thema betrifft die Bedeckung der 'Awrah. Es darf nicht mit der Kleidung der Frau im öffentlichen Leben oder mit dem Tabarruj (der Zurschaustellung der Schönheit) verwechselt werden, das durch bestimmte Arten von Kleidung entsteht. Auch wenn ein Kleidungsstück die 'Awrah bedeckt, heißt das nicht, dass die Frau es in der Öffentlichkeit tragen darf, denn für die Öffentlichkeit hat der Gesetzgeber eine bestimmte Art von Kleidung vorgeschrieben. Es genügt nicht, in der Öffentlichkeit einfach etwas zu tragen, das die 'Awrah bedeckt. So bedeckt zum Beispiel eine Hose zwar die 'Awrah, dennoch kann sie nicht allein in der Öffentlichkeit getragen werden, das heißt, es ist nicht angemessen, sie auf der Hauptstraße zu tragen. Der Grund ist, dass die Scharia eine bestimmte Kleidung vorschreibt, die auf der Hauptstraße getragen werden muss. Wenn die Frau dem Gebot des Gesetzgebers zuwiderhandelt und eine Kleidung trägt, die von der durch den Gesetzgeber bestimmten abweicht, begeht sie eine Sünde. Die Frage der Bedeckung der 'Awrah darf daher nicht mit der Kleidung der Frau in der Öffentlichkeit verwechselt werden. Ebenso darf die Frage der Bedeckung der 'Awrah nicht mit der Frage des Tabarruj verwechselt werden. Eine Hose zum Beispiel bedeckt, solange sie nicht aus dünnem Stoff ist, die 'Awrah, doch das bedeutet nicht, dass eine Frau sie vor nicht-mahram Männern so tragen darf, dass sie ihre Schönheit und ihren Reiz zur Schau stellt. Auch wenn sie in diesem Fall ihre 'Awrah bedeckt, befindet sie sich im Zustand des Tabarruj, der vom Gesetzgeber verboten ist. Dass die Frau ihre 'Awrah bedeckt hat, bedeutet also nicht, dass ihre Kleidung sie davor bewahrt, sich im Zustand des Tabarruj zu befinden. Folglich darf es keine Verwechslung zwischen den Fragen der Bedeckung der 'Awrah und des Tabarruj geben. Jede der beiden ist eigenständig und von der anderen verschieden.
This is the subject of covering the 'Awrah. This subject should not be confused with the woman's dress in public life, or the Tabarruj (revealing the beauty) portrayed by some types of clothes. Even though a garment covers the 'Awrah, it does not mean that the woman is allowed to wear it in public, whilst in public a specific type of clothing has been specified by the Legislator. To merely use something that covers the 'Awrah while in public is not sufficient. So trousers, for example, do cover the 'Awrah, but still cannot be worn alone in public i.e. it is not proper to be worn in the main street. This is because there is a specific dress that Shar’a obliged to be worn in the main street. If the woman disobeyed the command of the Legislator and wore clothes different from those determined by the Legislator, she would have sinned. The issue of covering the 'Awrah therefore, must not be confused with the woman's dress in public. Similarly, the issue of covering the 'Awrah must not be confused with the issue of Tabarruj. Trousers for example, as long as they are not made of thin material, do cover the 'Awrah, but this does not mean that a woman can wear them in front of non-mahram men in such a way that she would be revealing her beauty and charm. While she would be covering her 'Awrah in this case, she would be in a state of Tabarruj, which is forbidden by the Legislator. So, the fact that the woman has her 'Awrah covered, does not mean that her clothing prevents her from being in a state of Tabarruj. Consequently, there should be no confusion between the issues of covering the 'Awrah and Tabarruj. Each is different from the other.
Was die Kleidung der Frau im öffentlichen Leben betrifft, so hat der Gesetzgeber ihr auferlegt, einen Umhang (Dschilbab) zu tragen, der ihre (Haus-)Kleidung verdeckt und bis zu ihren Füßen herabfällt. Hat sie keinen solchen Umhang (Dschilbab), muss sie sich einen von einer Nachbarin, einer Freundin oder einer Verwandten leihen. Ist sie nicht in der Lage, einen zu leihen, so darf sie ohne ein solches Tuch nicht hinausgehen. Verlässt sie das Haus ohne einen Umhang über ihrer (Haus-)Kleidung, so begeht sie eine Sünde, denn sie hat damit eine Pflicht von Allah (swt) aufgegeben. Dies bezieht sich auf den unteren Teil der Kleidung der Frau. Was den oberen Teil betrifft, so muss sie einen Chimar (Kopfbedeckung) oder etwas Ähnliches tragen, das den ganzen Kopf, den Hals und den Halsausschnitt des Gewandes an der Brust bedeckt. Ein solcher Chimar sollte vorhanden sein, wenn sie sich in der Öffentlichkeit zeigt, denn dies bildet im öffentlichen Leben den oberen Teil der Kleidung der Frau. Hat die Frau diese beiden Kleidungsstücke, darf sie ihr Haus verlassen. Besitzt sie diese beiden Kleidungsstücke nicht, darf sie überhaupt nicht ausgehen. Das liegt daran, dass das Gebot, diese beiden Stücke zu tragen, allgemein gilt und allgemein bleibt, da es keinen Beweis gibt, der eine Ausnahme davon rechtfertigt. Was den Beleg betrifft, der das Tragen dieser beiden Kleidungsstücke im öffentlichen Leben verpflichtend macht, so ist es der Ausspruch Allahs (swt) hinsichtlich des oberen Teils der Kleidung:
With regard to the woman's dress in public life, the Legislator has obliged her to wear a wrap (Jilbab) which conceals her (home) clothes and drapes down until it covers her feet. If she does not have such a wrap (Jilbab), she must borrow one from a neighbour, female friend or relative. If she is unable to borrow one, she is not allowed to go out without such a cloth. If she leaves without a wrap over her (home) clothes, she would be sinful, for she has abandoned an obligation from Allah (swt). This is in reference to the lower portion of woman's clothes. As for the upper portion, she must have a Khimar (head cover) or anything similar, which covers the entire head, the neck and the opening of the garment on the chest. Such a Khimar should be available when she goes out in public as this constitutes the upper portion of the woman's dress in public life. Once the woman has these two items of clothing, she is allowed to leave her home. If the woman does not have these two pieces of clothes, she is not allowed to go out at all. This is because the command to wear these two pieces is general and it will remain so, since there is no proof to make an exception to that. As for the evidence which obliges these two items of clothing to be worn in public life, it is the saying of Allah (swt) with respect to the upper part of the clothing:
„Und sie sollen ihre Kopftücher (khumur) über ihre Hälse und Brüste (juyub) ziehen. Und sie sollen ihre Reize keinem anderen zeigen als ihren Ehemännern...“ [An-Nur: 31] Was Seine (swt) Aussage bezüglich des unteren Körperteils betrifft:
“Let them draw their head-coverings (khumur) over their necks and bosoms (juyub). And let them not display (more of) their charms to any but their husbands...” [An- Nur: 31] As for his (swt) saying regarding the lower half:
„O Prophet! Sag deinen Ehefrauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Gewänder (Jalabeeb) über ihren ganzen Körper ziehen“ [Al-Ahzab: 59]. Außerdem wird überliefert, dass Umm Atiyya (ra.) sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ befahl uns, die jungen Frauen, die menstruierenden Frauen und die verschleierten Frauen zu den beiden Festen des Eid hinauszuführen. Die menstruierenden Frauen sollten vom Gebet fernbleiben, jedoch das Gute bezeugen und den Aufruf (Da'wah) an die Muslime hören. Ich fragte: „O Gesandter Allahs ﷺ, was ist mit derjenigen, die keine Jilbab hat?“ Er sagte: „Sie soll den Jilbab ihrer Schwester benutzen.“ Diese Belege sind in ihrer Aussage über die Kleidung der Frau in der Öffentlichkeit eindeutig. Allah hat somit in den oben genannten Versen die Kleidung, die Er (swt) der Frau im öffentlichen Leben vorgeschrieben hat, genau, vollständig und umfassend beschrieben. Allah (swt) hat in Bezug auf den oberen Teil der Kleidung der Frau gesagt:
“Oh Prophet! Tell your wives and your daughters and the women of the believers to draw their cloaks (Jalabeeb) all over their bodies” [Al- Ahzab: 59] Additionally, it has been narrated from Umm Atiyya (ra.), who said: The Messenger of Allah (pbuh) ordered us to bring out the young women, the menstruating women and veiled women for the two Eid festivals. The menstruating women were to keep away from prayer, yet witnessing the goodness and the Daw’ah (address) to the Muslims. I asked, “O Messenger of Allah, what about one who does not have a Jilbab?.” He said: “Let her use the Jilbab of her sister”. These evidences are clear in their indication of a woman's dress when in public. Allah has thus described accurately, completely and comprehensively in these above verses clothing which He (swt) has obliged the woman to wear in public life. Allah (swt) has said with respect to the upper part of a woman's clothing:
„Sie sollen ihre Kopftücher (khumur) über ihre Hälse und Busen (juyub) ziehen“ [An-Nur: 31], d. h., sie sollen ihre Kopftücher über Hals und Brust legen und den Kragen des Hemdes und Gewandes am Hals und an der Brust verbergen. Was den unteren Teil der Kleidung einer Frau betrifft, so sagte Er (swt):
“Let them draw their head-coverings (khumur) over their necks and bosoms (juyub)” [An- Nur: 31] i.e., to drape their head-coverings over their necks and bosoms and to conceal the collar of the shirt and garment from the neck and chest. As regards the lower part of a woman's clothing He (swt) said:
„Sie sollen ihre Gewänder über ihre Körper herabziehen“ [Al-Ahzab: 59], d. h. sie sollen ihre Obergewänder über ihren Körper legen, die sie über ihrer gewöhnlichen Kleidung tragen, wenn sie ausgehen, indem sie eine Hülle (Mula'a) oder ein Tuch (Milhafa) aus Stoff tragen, das herabfällt. Über die allgemeine Art, wie diese Kleidung getragen werden soll, hat Allah (SWT) gesagt:
“To draw their cloaks all over their bodies” [Al- Ahzab: 59] i.e. to drape their garments over their bodies which they wear over their normal clothes when going out, wearing a cover (Mula'a) or sheet (Milhafa) of cloth which is draped down. Concerning the general manner in which this clothing should be worn Allah (swt) has said:
„Und sie sollen ihren Schmuck (Zeenah) nicht zur Schau stellen, außer dem, was davon sichtbar ist.“ [An-Nur: 31] Die Schmuckstücke am Körper, einschließlich der Ohren, Arme und Unterschenkel, dürfen nicht gezeigt werden, außer dem, was von ihr gewöhnlich zu der Zeit sichtbar war, als dieser Vers offenbart wurde, also den Händen und dem Gesicht. Nach dieser strengen Beschreibung ist klar ersichtlich, wie die Kleidung der Frau im öffentlichen Leben beschaffen sein soll. Das Hadith von Umm Atiyya erklärt sehr deutlich die Pflicht der Frau, beim Ausgehen ein Gewand zu tragen, das ihre gewöhnliche Kleidung bedeckt. Sie sagte zum Gesandten Allahs (Friede und Segen seien auf ihm): „O Gesandter Allahs, was ist mit einer, die keinen Dschilbab hat?“ Der Gesandte Allahs ﷺ antwortete ihr: „Sie soll den Dschilbab ihrer Schwester benutzen.“ Als sie dem Gesandten Allahs ﷺ sagte, sie habe kein Gewand, das sie über ihrer Kleidung tragen könne, um auszugehen, befahl er ihr, sich eines von ihrer Schwester zu leihen. Das bedeutet, dass es nicht richtig wäre, auszugehen, wenn sie sich keines leihen könnte. Dies ist ein Hinweis (Qarina) darauf, dass die Anordnung in diesem Hadith eine Pflicht (Wujub) darstellt. Es ist daher für die Frau verpflichtend, einen Dschilbab über ihrer gewöhnlichen Kleidung zu tragen, wenn sie hinausgehen möchte. Es ist vorgeschrieben, dass der Dschilbab bis zum Boden reicht und die Füße verdeckt, denn Allah sagt im Vers: „dass sie ihre Gewänder (Jalabeeb) über ihre Körper ziehen sollen.“ [Al-Ahzab: 59], d. h. sie sollen ihre Dschilbabs herunterziehen, denn die Präposition min ist hier nicht partitiv, sondern erklärend. Mit anderen Worten: Sie sollen ihren Umhang (Mula'a) und ihr Tuch (Milhafa) bis zum Boden herablassen. Da von Ibn Umar überliefert wird, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Am Tag des Gerichts wird Allah denjenigen nicht mit Barmherzigkeit ansehen, der sein Gewand aus hochmütigem Stolz hinter sich herschleift“, fragte Umm Salama: „Was sollen dann die Frauen mit den Säumen ihrer Kleider tun?“ Er antwortete: „Sie sollen ihre Säume um die Länge einer Handspanne verlängern.“ Sie fragte: „Dann werden ihre Füße unbedeckt sein!“ Darauf erwiderte er: „Sie sollen sie um eine Unterarmlänge verlängern, und nicht mehr.“ Das zeigt deutlich, dass das Gewand, das über der Kleidung getragen wird, also der Umhang (Mula'a) und das Tuch (Milhafa), bis zum Boden herabgelassen werden soll, bis es die Füße bedeckt. Selbst wenn die Füße durch Socken oder Schuhe verdeckt sind, ersetzt dies nicht das Herabfallenlassen des Gewandes bis zum Boden in einer Weise, die zeigt, dass es herabgelassen wurde. Es ist nicht notwendig, die Füße (durch das Herabfallen des Gewandes) zu bedecken, wenn die Füße (durch Schuhe und Socken) verdeckt sind. Doch das Herabfallenlassen des Gewandes muss erfolgen: Der Jilbab muss in deutlich erkennbarer Weise bis zum Boden reichen, sodass verstanden wird, dass es sich um die Kleidung des öffentlichen Lebens handelt, die die Frau zu tragen verpflichtet ist. Das Herabfallen muss gut sichtbar sein, entsprechend dem Wort Allahs (swt): „Lasst sie ihre Jilbabs über sich herabziehen.“ [] Daraus ergibt sich, dass die Frau verpflichtet ist, ein weites, locker fallendes Gewand zu besitzen, das sie über ihrer gewöhnlichen Kleidung trägt, wenn sie ausgeht. Besitzt sie kein solches Gewand und möchte sie dennoch ausgehen, so soll sie sich eines von ihrer Schwester leihen, das heißt, sie soll das Gewand von irgendeiner muslimischen Frau leihen, das über ihrer Hauskleidung getragen wird. Findet sie niemanden, von dem sie es leihen kann, soll sie nicht ausgehen, bis sie ein Gewand findet, das sie über ihrer Hauskleidung tragen kann. Geht sie in ihrer Hauskleidung ohne ein weites, locker fallendes Gewand hinaus, das bis zum Boden reicht, so sündigt sie, auch wenn ihre gesamte 'Awrah bedeckt ist. Das Tragen eines weiten, locker fallenden Gewandes, das bis zu den Füßen herabreicht, ist verpflichtend (Fard). Trägt sie dieses Gewand nicht, handelt sie gegen diese Fard und ist in den Augen Allahs (swt) sündig. Sie wird vom Staat mit der Strafe des Ta'zir (diskretionäre Strafe) bestraft.
Zwei Fragen bleiben in Bezug auf die Frau, die den Mann anblickt, und den Mann, der die Frau anblickt, noch zu erörtern. Die erste Frage betrifft die Anwesenheit von Männern, die keine Mahram sind, in Häusern mit Erlaubnis der Bewohner, und deren Blick auf Frauen, die in ihrer gewöhnlichen Hauskleidung gekleidet sind und dabei Körperteile zeigen, die über Hände und Gesicht hinausgehen. Die zweite betrifft nichtmuslimische und sogar muslimische Frauen in der Öffentlichkeit, die mehr als Hände und Gesicht zeigen. Diese beiden Fragen sind Wirklichkeit, ebenso wie ihre Verbreitung unter den Muslimen. Daher muss das Urteil Allahs (SWT) in Bezug auf diese beiden Fragen klargestellt werden.
Two issues remain to be discussed with regards to the woman looking at the man and the man looking at the woman. The first issue is the presence of male non-Mahrams in houses with the permission of their occupants, and their looking at the women who are attired in their normal home clothes and seeing the parts of the woman's body which exceed the limit of the hands and face. The second is the issue of non-Muslim and even Muslim women in public who display more than their hands and face. These two issues are a reality and so is the reality of their affliction on Muslims. Therefore, the ruling of Allah (swt) with regards to these two issues must be clarified.
Zum ersten Problem: Es kann vorkommen, dass Brüder oder Verwandte im selben Haus mit ihren Frauen zusammenleben, und die Ehefrauen erscheinen einander in ihrer Hauskleidung, wobei Haar, Hals, Arme und Unterschenkel sichtbar sind sowie alles andere, was die Hauskleidung erkennen lässt. Ihre Schwäger oder ihre nichtmahram-Verwandten sehen sie genauso an, wie ihre Brüder, ihr Vater und andere solche Mahram sie ansehen, obwohl ihr Schwager wie jeder andere Nichtmahram ein Nichtmahram ist. Ebenso besuchen Verwandte einander, etwa Cousins (mütterlicherseits und väterlicherseits), und andere solche nichtmahram-Beziehungen oder Nichtverwandte. Es kommt vor, dass sie die Frauen grüßen und sich zu ihnen setzen, während diese in ihrer gewöhnlichen Hauskleidung sind, die mehr zeigt als Hände und Gesicht, etwa Haar, Hals, Arme und Unterschenkel. Die nichtmahram-Männer behandeln ihre unverhüllten weiblichen Verwandten, als wären sie Mahram. Leider ist dieses Problem weit verbreitet, die meisten Muslime sind davon betroffen, und sie halten es für erlaubt (Mubah). Das Urteil hierzu lautet: Allah hat der Frau absolut verboten, ein Gegenstand des Angeschaut-Werdens oder der sinnlichen Lust zu sein. Er hat die sinnliche Lust für die Ehepartner ausgenommen, und dann hat Er die Reize, also den Blick darauf, für zwölf Kategorien von Menschen zusätzlich zu ihnen und denjenigen, die ihnen ähnlich sind, wie die mütterlichen und väterlichen Onkel, ausgenommen. Allah (swt) hat eine Ausnahme gemacht, dass die Frau vor allen Männern Hände und Gesicht zeigen darf. Die sinnliche Lust, also der begehrliche Blick, ist völlig haram, außer beim Ehemann. Den bloßen Blick auf nur Hände und Gesicht ohne Lust ist zweifellos erlaubt (Mubah) ohne Einschränkung. Der Blick auf mehr als Hände und Gesicht ist absolut haram, außer bei den Mahram, die Allah erwähnt hat.
As for the first issue, there may be brothers or relatives living together in the same house with the wives of each appearing before each other in their home clothes, with their hair, neck, arms and lower legs showing as well as anything else the home clothes may reveal. Her brother-in-laws or her nonmahram relatives look at her in the same way as her brothers, father and other such Mahrams look at her, even though her brother-in-law is non- Mahram like any other non-Mahram. Similarly, relatives visit each other such as cousins (on the maternal and paternal sides), and other such non-mahram relations or non-relatives. It happens that they greet the women and sit with them whilst they are attired in their normal home clothes that show more than their hands and face such as their hair, neck, arms and lower legs. The non-Mahram men deal with their uncovered female relatives as if they are Mahrams. Sadly, this problem is widespread and most Muslims are afflicted by it and they think it is permitted (Mubah). The ruling concerning this is that Allah has absolutely forbidden the woman to be an object to be looked at or for sensual pleasure. He made the sensual pleasure an exception for spouses and then He made the charms i.e. the gaze at it, an exception for twelve categories of people in addition to them and those that are similar to them such as the maternal and paternal uncles. Allah (swt) made an exception of the woman showing her hands and face to all men. The sensual pleasure, that is, the lustful look is completely Haram except for the husband. Looking at just the hands and face as a mere look is undoubtedly permitted (Mubah) without restriction. Looking at more than the hands and face is absolutely Haram except for the Mahrams whom Allah has mentioned.
Zuvor wurde das Urteil der Scharia hinsichtlich des öffentlichen Lebens behandelt, wie es in den Texten (Nusus) zu finden ist. Im Hinblick auf das Privatleben hat der Gesetzgeber der Frau erlaubt, mehr zu zeigen als die Hände und das Gesicht, also das, was üblicherweise zum Vorschein kommt, wenn sie ihre Hausarbeit verrichtet. Allah (swt) sagt:
Previously discussed was the Shari'ah ruling with regards to public life as can be found in the texts (Nusus). Regarding the private life, the Legislator has permitted the woman to reveal more than the hands and face of that which normally appears when she does the housework. Allah (swt) said:
„O ihr, die ihr glaubt! Eure rechtmäßig besessenen Sklaven und Sklavinnen sowie jene unter euch, die das Alter der Pubertät noch nicht erreicht haben, sollen euch in drei Zeiten um Erlaubnis bitten (bevor sie zu euch kommen): vor dem Morgengebet (Fadschr), wenn ihr eure Kleider zur Mittagsruhe ablegt, und nach dem Nachtgebet (Ischa)“ [An-Nur: 58]. Allah (swt) hat den Knaben, die das Alter der Pubertät noch nicht erreicht haben, und den Sklaven befohlen, in diesen drei Zeiten nicht bei den Frauen einzutreten. Danach hat Er ihnen erlaubt, zu anderen Zeiten als diesen drei einzutreten.
“Oh you who believe! Let your legal slaves and slave-girls, and those amongst you who have not reached the age of puberty ask your permission (before they come to your presence) on three occasions; before fajr (morning) prayer, and while you take off your clothes for the noon day (rest), and after ishaa (late-night) prayer” [An- Nur: 58] Allah (swt) has ordered the boys who have not reached the age of puberty, and slaves, not to call upon women at those three times. He then permitted them to enter at other than those three times:
„Diese drei Zeiten sind für euch Zeiten der Intimsphäre; außer zu diesen Zeiten liegt weder auf euch noch auf ihnen eine Sünde, wenn sie sich untereinander bewegen.“ [An-Nur: 58] Es ist klar, dass außerhalb dieser drei Zeiten junge Knaben und die Sklaven der Frauen die Frauen ohne deren Erlaubnis besuchen dürfen, während sie ihre Hauskleidung tragen. Daraus versteht man, dass die Frau im Haus in ihrer Hauskleidung wohnen darf und ihr erlaubt ist, in dieser Kleidung vor jungen Knaben und ihren Sklaven zu erscheinen. Somit darf die Frau ohne jeden Zweifel in ihrem Haus in ihrer Hauskleidung leben, und sie begeht dabei keine Sünde. Es ist erlaubt, dass junge Knaben und ihre Sklaven ohne Erlaubnis ihr Haus betreten und sie in einem solchen Zustand sehen. Den Sklaven ähnlich sind die Dienstboten, die im Haus arbeiten, auch wenn sie Männer sind, die nicht zu den Mahram gehören. Da der Vers das Eintreten der Sklaven ohne Erlaubnis damit begründet, dass sie sich bei ihnen bewegen, sagt Allah (swt):
“These three times are of privacy for you, other than these times there is no sin on you or on them to move about”. [An- Nur: 58] It is clear that other than at those three times, young boys and the slaves of women can visit women without their permission whilst wearing their home clothes. So it is understood that the woman is allowed to reside in the house whilst attired in her home clothes, and permitted for her to appear in these clothes before young boys and her slaves. Thereupon, the woman is allowed to live in her house in her home clothes without any doubt, and she will not be committing any sin. It is permissible for young boys and her slaves to enter her home without permission and to see her in such a condition. Similar to slaves are the servants who work in the house even if they are non-mahram men. Since the verse justifies the slave entering without permission by the fact that they move about them, as Allah (swt) said:
„Oder sich gegenseitig umhergehend zu bedienen“ [An-Nur: 58], d. h. weil sie bei euch umhergehen, oder sie gehen bei ihnen umher. Dieser Grund (Illa), der beim Sklaven besteht, besteht auch beim Diener und allen, die dem Diener ähnlich sind. Dementsprechend ist die Frau im privaten Bereich nicht verpflichtet, das zu bedecken, was über die Hände und das Gesicht hinausgeht, hinsichtlich dessen, was üblicherweise sichtbar ist, wenn sie ihre Hausarbeit verrichtet, außer wenn sie nackt oder halbnackt ist, also außer in diesen drei Fällen. Was jene anbelangt, die keine kleinen Jungen, Sklaven oder Diener sind, so hat Allah (swt) das Urteil über sie im privaten Leben klargestellt, indem Er ihnen befohlen hat, um Erlaubnis zu bitten, bevor sie eintreten:
“Or to move about attending to each other”. [An- Nur: 58] i.e. because they move about you, or, they move about them. This reason (Illa) that exists for the slave, exists for the servant and all those similar to the servant. Accordingly, the woman in private is not obliged to cover that which exceeds the hands and face in terms of what normally appears when she is doing her household work except if she is naked or semi-naked, that is except in those three circumstances. As for those other than young boys, slaves and servants, Allah (swt) has clarified the judgement on them in the private life as He ordered them to seek permission before they enter:
„O ihr, die ihr glaubt! Betretet keine Häuser außer euren eigenen, bis ihr euch bemerkbar gemacht und den Bewohnern den Friedensgruß entboten habt.“ [An-Nur: 27] Allah (swt) hat befohlen, dass der Muslim um Erlaubnis bittet (Istizan) – wofür Er das Wort istinas, also „sich bemerkbar machen“, verwendet hat –, wenn er ein fremdes Haus betreten will. Wenn er sein eigenes Haus betreten will, ist es nicht nötig, um Erlaubnis zu bitten. Der Anlass der Offenbarung (Asbab an-Nuzul) dieses Verses lässt sich daran erkennen, dass eine Frau aus den Ansar sagte: „O Gesandter Allahs! Ich wohne in einem Haus, in einem Zustand, in dem ich nicht wünsche, dass jemand mich sieht. Weder mein Vater noch mein Sohn. Doch mein Vater kommt und tritt in mein Haus ein (ohne Erlaubnis). Männer aus meiner Familie treten weiterhin ein, während ich mich in diesem Zustand befinde. Was soll ich also tun?“ Daraufhin wurde der Vers über das Um-Erlaubnis-Bitten (Istizan) offenbart. Wird der Anlass der Offenbarung mit dem Wortlaut (Mantuq) und dem Sinn (Mafhum) dieses Verses in Verbindung gebracht, so zeigt sich, dass es im Privatleben nicht um das Bedecken oder Nicht-Bedecken der 'Awrah geht, sondern um die Kleidung der Frau für ihr Zuhause. Allah (swt) hat den Frauen nicht befohlen, keine Hauskleidung zu tragen oder sich abzuschirmen, sondern Er hat befohlen, dass Männer um Erlaubnis bitten, bevor sie eintreten. In dieser besonderen Situation macht es keinen Unterschied, ob es sich um Mahrams, Nicht-Mahrams, Männer oder Frauen handelt. Der Vater und der fremde Mann (Ajnabi) stehen somit dem Mann und der Frau gleich, mit der einzigen Ausnahme von kleinen Jungen, Sklaven und Dienern. Folglich gilt für einen Mann, der mit seiner Frau in einem Haus lebt, in dem ein anderer Mann oder eine andere Frau wohnt, dieselbe Regel wie für das Zusammenleben mit dem Bruder und dem Vater, ob Mahram oder Nicht-Mahram (Ajnabi). Die Frau trifft keine Schuld, wenn sie sich im Privaten in ihrer Hauskleidung zeigt. Was den Mann betrifft, so muss er um Erlaubnis bitten, wenn er ein fremdes Haus betreten will. Was den Mann betrifft, der die Frau in ihrer Hauskleidung ansieht, so ist dies eine andere Angelegenheit, da sie das Blicken betrifft, sei es im Verborgenen oder anderswo. Allah (swt) hat dem Nicht-Mahram verboten, mehr als die Hände und das Gesicht zu sehen, während Er dies den Mahrams erlaubt hat. Er befahl den Männern, ihren Blick zu senken, wenn er über die Hände und das Gesicht hinausgeht. Allah (swt) hat jedoch den Blick vergeben, der kein vollständiger Blick ist. Das Verbot, mehr als die Hände und das Gesicht anzusehen, ist eindeutig. Das Senken des Blicks von dem, was über die Hände und das Gesicht hinausgeht, wird dort deutlich, wo Allah (swt) gebietet:
“Oh you who believe! Enter not houses other than your own, until you establish familiarisation and greet their inhabitants.”[An- Nur: 27] Allah (swt) has commanded that the Muslim seeks permission (Istizan) (for which He has used the word istinas meaning familiarisation) when He wishes to enter a house other than his own.When He wishes to enter his own house it is not necessary for Him to seek permission. The cause of revelation (Asbab Nuzul) for this verse can be seen when a woman from the Ansar said: “Oh Messenger of Allah! I live in the house in such a state (condition) that I do not wish anyone to see me. Neither my father nor my son. But my father comes and enters my house (without permission). Menfolk from my family continue to enter whilst I am in such a state. So what shall I do?” The verse of Istizan (seeking permission) was then revealed. If the cause of revelation is linked with the wording (Mantuq) and meaning (Mafhum) of this Ayah it would indicate that the issue in the private life is not the covering or not covering of the 'Awrah, rather it is the woman's attire of her home clothes. Allah (swt) did not order the women not to wear home clothes or to screen themselves but rather ordered that men seek permission before they enter. In this particular situation there is no difference if they are Mahrams, non- Mahrams, men or women. The father and the foreign man (Ajnabi) are thus the same as the man and the woman, the only exceptions being young boys, slaves and servants. Consequently, a man living with his wife, in a house where another man or woman resides, has the same ruling as living with the brother and the father, whether Mahram or non-Mahram (Ajnabi). There is no blame on the woman if she appears in her home clothes in private. As for the man, He must seek permission if He wishes to enter a house other than his own. As for the man looking at the woman in her home clothes, this is a different matter since it relates to looking, whether it is in private or elsewhere. Allah (swt) has forbidden the non-Mahram from seeing more than the hands and face while permitting that to the Mahrams. He ordered men to lower their gaze when it exceeds the hands and face. Allah (swt) has however forgiven the look, which is not a full glance. The prohibition of looking at more than the hands and face is clear. The lowering of the gaze from that which exceeds the hands and face, becomes evident where Allah (swt) commands:
„Sag den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken“ [An-Nur: 30] Gemeint ist hier das Senken des Blicks von dem, was über die Hände und das Gesicht hinausgeht, wie die Erlaubnis, auf das Gesicht und die Hände zu schauen, belegt. Al-Bukhari überlieferte: Said b. Abu al-Hasan sagte zu al-Hasan: „Die Frauen der Nicht-Araber entblößen ihre Brust und ihren Kopf.“ Al-Hasan erwiderte: „Wende deinen Blick ab.“ Im Hadith über das Verbot, auf den Straßen zu sitzen, sagte er: „Senkt eure Blicke“, das heißt, dass Frauen in der Öffentlichkeit mehr als ihre Hände und ihr Gesicht zeigen können, wobei den Männern geboten wird, ihren Blick zu senken und überhaupt nicht hinzuschauen. Als Allah den Blick verbot, untersagte Er das, was über die Hände und das Gesicht hinausgeht, was Er als den absichtlichen Blick bestimmte. Den unabsichtlichen Blick hingegen verbot Er nicht und gebot auch nicht, sich von ihm zu enthalten, sondern gebot, den Blick zu senken, wie Er (swt) sagt:
“Tell the believing men to lower from their gaze” [An- Nur: 30] What is meant here is the lowering of the gaze from that which exceeds the hands and face as evidenced by the permissibility of looking at the face and hands. Bukhari narrated: Said b. Abu al-Hasan said to al-Hasan: “The wives of the non-Arabs reveal their chests and heads.” Al-Hasan responded: “Divert your gaze.” In the Hadith regarding the prohibition of sitting in the streets He said: “Lower your gaze,” that is, whilst in public women may reveal more than their hands and face in which case men are commanded to lower their gaze and not look at all. When Allah forbade the look He prohibited that which exceeds the hands and face which He defined as the premeditated look. As for the non-premeditated look, He did not forbid it or order its abstention but ordered that the gaze should be lowered as He (swt) says:
„ihre Blicke ein wenig zu senken (min)" [An-Nur: 30] Die Präposition „min" ist hier partitiv und zeigt an, dass sie einen Teil ihres Blickes senken sollen, was die Zulässigkeit des teilweisen Blickes bedeutet, also des gewöhnlichen Blickes, nicht des absichtlichen Hinschauens.
“lower from (min) their gaze” [An- Nur: 30] The preposition 'Min' here is partative, indicating that they should lower a portion of their gaze, which means the permissibility of the partial gaze, that is the ordinary gaze, and not the premeditated look.
Demnach ist es einem Mann erlaubt, mit seinen Verwandten zusammenzuleben. Diesbezüglich sind Mahram und Nicht-Mahram alle gleich, etwa der Vater, der Bruder und der Cousin. Es ist kein Vergehen für die Frau, in ihrer Hauskleidung vor denjenigen zu erscheinen, die mit ihrem Ehemann oder Bruder im selben Haus wohnen. Der Mann, der darin wohnt, ist verpflichtet, seinen Blick zu senken. Es ist kein Vergehen für ihn, sie normal anzusehen, während sie ihre Hauskleidung trägt, außer unter den drei Umständen, das heißt außer in den drei genannten Zeitabschnitten, also außer in der Situation, in der sie sich zu den drei (festgelegten) Zeiten befindet.
Accordingly, it is permitted for a man to live with his relatives. In this respect the Mahram and non-Mahram are all equal, for example, the father, brother and cousin. There is no harm for the woman to appear in her home clothes in front of those living in the same house with her husband or brother. The man who resides therein is obliged to lower his gaze. There is no harm for Him to look at her normally whilst she is attired in her home clothes except in the three circumstances, i.e. except in the three mentioned time periods, that is, except the situation in which she will be in the three (stipulated) times.
Alle, die von außen in das Haus kommen, seien es Verwandte oder Nicht-Verwandte, Mahram oder Nicht-Mahram, sind verpflichtet, um Erlaubnis zu bitten, bevor sie eintreten. Wenn Mahram das Haus betreten, ist die Frau nicht verpflichtet, sich vor ihnen zu bedecken, da es ihnen erlaubt ist, ihre Reize, d. h. ihre 'Awrah, zu sehen. Handelt es sich bei den Besuchern um Nicht-Mahram, ist die Frau verpflichtet, ihre Reize vor ihnen zu verbergen und nicht mehr als ihre Hände und ihr Gesicht zu zeigen. Kommt sie dem nicht nach und bleibt in ihrer gewöhnlichen Hauskleidung, begeht sie eine Sünde. In diesem Fall ist der Mann verpflichtet, seinen Blick zu senken. Der Unterschied zwischen dem Besucher und dem Bewohner des Hauses besteht darin, dass Letzterer nicht um Erlaubnis bitten muss, weil es sein eigenes Zuhause ist, und die Frau nichts tun muss, da sie sich an einem privaten Ort befindet. Im Fall eines Besuchers, der ein Haus betritt, hat Allah (swt) verlangt, dass er um Erlaubnis bittet. Dies impliziert, dass die Frau nicht in ihrer Hauskleidung sein sollte, außer wenn der Besucher ein Mahram für sie ist. Ihre Verpflichtung, sich zu bedecken, ergibt sich aus dem Anlass der Offenbarung des Verses. Wenn also jemand eine Frau besucht, muss er um Erlaubnis bitten, einzutreten, unabhängig davon, ob er ein Mahram oder ein Nicht-Mahram ist. Das Einholen der Erlaubnis impliziert, dass sie sich vor Nicht-Mahram bedecken sollte.
As for those entering the house from the outside whether relatives, nonrelations, Mahrams or non-Mahrams, they are all obliged to seek permission before they enter. In the case of Mahrams entering the house, the woman is not required to cover herself from them because it is permitted for them to look at her charm, i.e. her 'Awrah. If the visitors are non-Mahrams, the woman is obliged to conceal her charm from them, showing no more than her hands and face. If she does not comply and remains in her ordinary home clothes then she will be sinful. The man is obliged in this case to lower his gaze. The difference between the visitor and the one living in the house is that the latter is not required to seek permission because it is his home and the woman is not required to do anything as she is in a private place. In the situation of a visitor going to a house, Allah (swt) has demanded that He seeks permission. This implies that the woman should not be wearing her home clothes except if the visitor is a Mahram to her. The requirement of her to cover herself is evidenced by the cause of revelation for the Ayah. So if anyone visits a woman, He must ask permission to enter, whether He is a mahram or non-Mahram. The seeking of permission implies that she should cover herself from non-Mahram.
Zum zweiten Punkt: Seit dem Ansturm der westlichen Kultur und der Herrschaft der Systeme des Kufr über die muslimischen Länder haben nichtmuslimische Frauen begonnen, halbnackt in die Öffentlichkeit zu gehen, und zeigen ihre Brust, ihren Rücken, ihr Haar, ihre Arme und ihre Unterschenkel. Einige muslimische Frauen fingen an, sie nachzuahmen, und gingen ebenfalls in dieser Weise in der Öffentlichkeit umher, bis ein Mann nicht mehr unterscheiden konnte, ob eine Frau Muslimin oder Nichtmuslimin war, wenn sie auf dem Markt entlangging oder in einem Laden stand und um einen Kauf feilschte. Die muslimischen Männer, die in diesen Städten lebten, waren nicht in der Lage, dieses Munkar aus eigener Kraft zu beseitigen. Sie konnten auch nicht in diesen Städten leben, ohne auf die 'Awrah der Frauen zu blicken. Ein Mann würde aufgrund ihrer Lebensweise und der Art der Gebäude, in denen sie wohnten, zwangsläufig auf die 'Awrah einer Frau schauen. Kein Mann konnte sich davor bewahren, auf die 'Awrah der Frauen zu blicken – ihre Arme, Brüste, Rücken, Unterschenkel und ihr Haar –, so sehr er sich auch bemühte, nicht hinzusehen, außer er säße in seinem eigenen Haus und verließe es nicht. Ein Mann kann jedoch nicht zu Hause bleiben, denn er muss Beziehungen zu Menschen aufnehmen, sei es beim Kaufen, Verkaufen, Vermieten, bei der Arbeit oder Ähnlichem. Solche Beziehungen kann er nicht eingehen, während er sich vor einem solchen Anblick der 'Awrah bewahrt. Dennoch ist das Verbot, auf solche Frauen zu blicken, im Kitab und in der Sunnah eindeutig, und dieses Problem lässt sich nur in zwei Situationen umgehen:
As for the second issue; since the onslaught of the western culture and the rule of the Muslim countries by the systems of Kufr, non-Muslim women have started to go out semi-naked; showing their chests, backs, hair, arms and lower legs. Some Muslim women began to imitate them and also went out in public attired in this manner, until a man could not tell the difference between a Muslim woman and a non-Muslim woman when they walk in the market or stand in a shop haggling for purchase. The Muslim men who lived in these cities were unable to eradicate this munkar by themselves. They were also unable to live in these cities without looking at these 'Awrah of women. A man would inevitably look at a woman's 'Awrah due to their lifestyle and the type of building in which they lived. No man could guard Himself from looking at the 'Awrah of women; their arms, chests, backs, lower legs and hair, no matter how much He tried not to look, except if He sat in his own house and didn't leave it. A man could not remain at home as He has to establish relations with people in terms of buying, selling, leasing, work and others similar. He could not undertake such relationships whilst guarding Himself from such 'Awrah. However, the prohibition of looking at such women is clear in the Kitab and Sunnah and this problem is circumvented only in two situations:
Erstens der plötzliche Blick (Nazrat al-Fuja'a), dem man in der Öffentlichkeit begegnet. Diese Person wird für den ersten unerwarteten Blick (auf eine 'Awrah) vergeben, ist aber verpflichtet, nicht noch einmal hinzusehen, wie von Jarir b. Abdullah überliefert ist, der sagte: Ich fragte den Gesandten Allahs ﷺ nach dem plötzlichen Blick (Nazrat al-Fuja'a), woraufhin er mich anwies, meinen Blick abzuwenden. Von Ali ist überliefert, dass er sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte zu mir: „Lass dem ersten Blick keinen zweiten folgen. Der erste ist dir erlaubt, der zweite jedoch nicht.“ Befindet sich ein nicht-mahram Mann in einer Situation, in der er mit einer Frau spricht, deren Kopf und Arme unbedeckt sind sowie andere Körperteile, die sie sich zu zeigen angewöhnt hat, so muss er seinen Blick abwenden und seine Augen senken. Dies wird von Abu Dawood überliefert: al-Fadhl b. Abbas war zur Zeit des Propheten ﷺ sein Reisegefährte, als eine Frau aus den Banu Khath'am kam, um ein Urteil zu erbitten. Al-Fadhl begann, sie anzusehen, und sie blickte ihn an, woraufhin der Gesandte Allahs ﷺ ihn veranlasste, sein Gesicht von ihr abzuwenden. Allah (swt) hat gesagt:
Firstly, the sudden look (Nazrat al-Fuja'a) which is what He encounters whilst in public. This person is forgiven for the first unexpected look (at an 'Awrah) but He is obliged not to look again as has been narrated from Jarir b. Abdullah, He said: I asked the Messenger of Allah (pbuh) about the sudden look (Nazrat al-Fuja'a), so He instructed me to divert my gaze. It has been narrated on the authority of Ali that He said: The Messenger of Allah (pbuh) told me: “Do not follow up the (first) glance with a second look. The first is permitted for you but not the second.” In a situation where a non-Mahram man is talking to a woman whose head and arms are uncovered as well as other parts she has become accustomed to show, He must divert his sight and lower his gaze. This has been narrated by Abu Dawood: al-Fadhl b. Abbas was the Prophet's riding partner at the time when a woman from Banu Khath'am came seeking a Hukm (ruling), so al-Fadhl began to look at her and she at Him, so the Messenger of Allah (pbuh) made Him turn his face from her. Allah (swt) Has said:
„Sag den gläubigen Männern, dass sie ihren Blick senken und ihre Scham bewahren sollen.“ [An-Nur: 30] Mit dem Senken des Blickes ist gemeint, ihn einzuschränken. Die Lösung für dieses Problem ist das Senken des Blickes durch den Mann, während er zum Beispiel notwendige Gespräche mit ihr führt, mit dem Auto fährt oder aufgrund der starken Sommerhitze auf dem Balkon sitzt. Dies sind Bedürfnisse, die zu den notwendigen Erfordernissen des öffentlichen Lebens des Mannes gehören. Er hat nicht die Möglichkeit, diese Heimsuchung durch das Entblößen ihrer ʿAwra durch die Frauen abzuwehren, und so ist er verpflichtet, seinen Blick gemäß der Bestimmung des Verses zu senken.
“Tell the believing men to lower from their gaze and protect their private parts”. [An- Nur: 30] What is meant by 'lowering the gaze' is to curtail it. The solution to this problem is the lowering of the gaze by the man whilst, for example, partaking in necessary conversations with her, travelling by car or sitting on a balcony due to the intense summer heat. These are needs which are part of the necessities of the public life for man. He does not have the ability to repulse this affliction of the womens' uncovering of their 'Awrah and so He is obliged to lower from his gaze in accordance with the provision of the Ayah.
Hier kann nicht gesagt werden: Dass diese Prüfung, auf die 'Awrah von Frauen zu schauen, unvermeidbar geworden ist und schwer zu vermeiden ist. Tatsächlich widerspricht dieser Grundsatz der Shar'a. Das Haram wird nicht zu Halal, wenn es zu einer Prüfung wird, und das Halal wird nicht zu einem Haram, wenn es zu einer Prüfung wird. Es kann nicht behauptet werden, dass diese Frauen Ungläubige sind und daher genauso behandelt werden sollten wie die Sklavinnen. Somit ist ihre 'Awrah dieselbe wie die einer Sklavin. Das ist nicht wahr, denn das Hadith ist allgemein gehalten und gilt für alle Frauen, nicht ausschließlich für muslimische Frauen. Der Prophet ﷺ sagte: „O Asmaa, wenn die Frau die Pubertät erreicht, ist es nicht erlaubt, dass von ihr etwas gesehen wird außer diesem und diesem“, und er deutete auf sein Gesicht und seine Hände. Das Hadith verbietet, eine Frau anzuschauen, ob sie Muslimin oder Nichtmuslimin ist, und dies gilt allgemein für alle Situationen. Die ungläubige Frau wird nicht mit der Sklavin verglichen, denn dieser Analogieschluss entbehrt jeder Grundlage.
It cannot be said here: that this affliction of looking at the 'Awrah of women has become unavoidable and is difficult to guard against. Indeed, this principle contradicts the Shar’a. The Haram does not become Halal when it becomes an affliction and nor does the Halal become a Haram when it becomes an affliction. It cannot be stated that these women are unbelievers and so they should be dealt with in the same way as the slave girls. Thus their 'Awrah is the same as that of the slave girl. This is not true because the Hadith is general and applies to all women, not exclusively to Muslim women. The Prophet (pbuh) said: “O Asmaa, if the woman reaches puberty, it is not allowed to be seen from her except this and this”, and He pointed to his face and hands. The Hadith prohibits looking at a woman whether she is Muslim or non-Muslim and this is general applicable to all situations. The Kafir woman is not compared to the slave girl because the analogy is devoid of meaning.
Männer, die Häuser betreten, die nicht ihre eigenen sind und in denen nicht-mahram Frauen wohnen, sollen ihren Blick von dem abwenden, was über die Hände und das Gesicht hinausgeht. Diejenigen, die in den Städten leben und gezwungen sind, mit der Gesellschaft zu verkehren oder Geschäfte zu tätigen, sei es beim Kaufen, Reden, Vermieten, Mieten oder Verkaufen, mit ungläubigen Frauen, die ihre 'Awrah entblößen, sollen während dieser Zeit ihren Blick senken. Sie sollen die Begegnung auf das beschränken, was sie unbedingt benötigen.
Men who visit houses other than their own, where non-Mahram women reside, should lower their gaze from that which exceeds the hands and face. Those who live in the cities and are forced to go into society or deal who are in terms of buying, talking, renting, leasing or selling with Kafir women revealing their 'Awrah, should lower their gaze during that time. They should limit the encounter to that which they necessarily need.
Was die Begrüßung per Handschlag zwischen einem Mann und einer Frau betrifft, so ist sie erlaubt, sofern keine Trennung zwischen ihnen besteht, aufgrund dessen, was in Sahih al-Bukhari über Umm Atiyya überliefert ist. Sie sagte: „Wir leisteten dem Gesandten Allahs ﷺ den Treueid (Bay'a), und er ﷺ trug uns vor, dass wir Allah nichts beigesellen sollten, und er ﷺ untersagte uns das Wehklagen (um die Toten). Eine Frau unter uns zog ihre Hand zurück…“ Die Treueeid-Leistung geschah damals durch Handschlag. Sie zog ihre Hand zurück und nahm sie wieder, nachdem sie sie für den Treueid ausgestreckt hatte. Daraus folgt auch, dass die anderen ihre Hände nicht zurückzogen und den Treueid durch Handschlag leisteten. Ebenso weist der Sinngehalt (Mafhum) des Wortes Allahs (SWT): „Oder ihr habt die Frauen berührt“ [An-Nisa 43] mit seinem Wortlaut, der alle Frauen einschließt, hinsichtlich der Frage, dass die Berührung die Wudu ungültig macht, darauf hin, dass die Regel auf die Ungültigkeit der Wudu durch Berührung von Frauen beschränkt ist. Somit ist die Berührung ohne Begierde nicht haram, und daher ist auch der Handschlag mit ihnen nicht haram. Ebenso wie die Hand der Frau nicht 'Awrah ist und es nicht verboten ist, sie ohne Begierde anzusehen, ist auch der Handschlag nicht verboten.
With regard to a handshake, between a man and a woman, it is permitted with no barrier between them due to what has been established in the Sahih Bukhari regarding Umm Atiyya. She said: “We gave our Bay’a to the Messenger of Allah (pbuh), so He (pbuh) recited to us they should associate none with Allah and He forbade us from wailing (for the dead). A woman among us withdrew her hand.....” The pledge used to be taken by the shaking of hands. She withdrew her hand and retracted it after extending it for the pledge. This also implies that the others did not withdraw their hands and they took the pledge by shaking hands. Also the meaning (Mafhum) of the saying of Allah (swt) “Or you have touched the women” [ An-Nisa 43] with its wording that includes all women regarding that touching invalidates ablution (Wudu), indicates the restriction of the rule to the invalidation of Wudu by touching of women. Thus touching them without desire, is not Haram and so shaking their hands is not Haram either. Just as the woman's hand is not 'Awrah, and it is not forbidden to look at her without desire, handshaking is not forbidden either.
Die Zulässigkeit des Händeschüttelns steht im Gegensatz zum Küssen. Der Kuss eines Mannes auf eine (nicht mahram) Frau und umgekehrt ist verboten, da er zu den Vorstufen der Unzucht (Zina) gehört. Es liegt in der Natur eines solchen Kusses, dass er normalerweise zu Zina führt, selbst wenn kein wirkliches Verlangen dabei besteht und er nicht zur Zina führt. Der Prophet ﷺ sagte zu Ma'iz, als dieser zu ihm kam und verlangte, von seiner Zina gereinigt zu werden: „Vielleicht hast du geküsst.“ Dies zeigt, dass solche Küsse eine Vorstufe zur Zina sind. Die Verse und Hadithe, die Zina verbieten, umfassen das Verbot aller Vorstufen dazu, sogar der Berührung, wenn diese ihrer Natur nach eine Vorstufe zur Zina darstellt. Solche Vorstufen entstehen, wenn eine Person, die eine Frau im Sinn hat, sie verführen oder küssen möchte, sie fest umfasst oder umarmt, ähnlich wie es heute zwischen einigen der verkommenen Jugendlichen geschieht. Diese Art des Küssens ist verboten, selbst wenn es zur Begrüßung einer Person bei der Rückkehr von einer Reise geschieht, da die Natur eines solchen Kusses zwischen jungen Männern und Frauen eine Vorstufe zur Zina ist.
The permissibility of the shaking of hands is contrary to the act of kissing. A man's kissing of a (non-Mahram) woman and vice versa is forbidden because it is one of the preludes to fornication (Zina). It is the nature of such a kiss that would normally be a prelude to zina, even if there was no actual desire in it and it did not lead to zina. The Prophet (pbuh) said to Maiz, when He came to Him demanding that He be purified because He had committed fornication; “perhaps you kissed”. This indicates that such kisses are a prelude to zina. The verses and Ahadith, which prohibit Zina, include the prohibition of all the preludes to it even the touching, if by its nature it constitutes a prelude to zina. Such preludes take place if a person who has designs on a woman, wishes to seduce or kiss her, hold her tightly, or embrace her similar to what takes place between some of the disgraceful youth today. This kind of kissing is prohibited even if it was for the purpose of greeting someone on return from a journey as the nature of such a kiss between young men and women acts is a prelude to zina.