16. Die muslimische Welt ist nicht bereit, und sie will den Islam auch nicht.
16. The Muslim world is not ready and nor does it want Islam
Jahrelang argumentierte der Westen, dass Muslime auf der ganzen Welt Demokratie und Freiheit statt des Islam wollen. Man behauptete, dass nur eine Minderheit der Menschen in Pakistan und Afghanistan den Islam wolle, während die Mehrheit der Welt vom Westen angetan sei und nach dem Kapitalismus leben wolle. Heute jedoch sind es modernistische Muslime, die behaupten, die muslimische Welt wolle den Islam nicht und sei nicht bereit dafür.
For years the West argued that Muslims across the world want democracy and freedom rather than Islam. They argued that only a minority of people in Pakistan and Afghanistan want Islam, whilst the majority of the world was smitten by the West and wants to live by Capitalism. However, today it is modernist Muslims who argue the Muslim world does not want Islam and are not ready for it.
Der Westen hingegen ist überzeugt, dass die muslimische Welt den Islam will, und hat deshalb damit begonnen, sich gegen das Aufkommen einer solchen Bedrohung zu verteidigen.
The West on the other hand is convinced the Muslim world wants Islam and therefore has begun the process of defending itself from the emergence of such a threat.
Der Nationale Geheimdienstrat der Vereinigten Staaten veröffentlichte einen Bericht im Anschluss an sein Projekt „Global 2020“ mit dem Titel „Mapping the Global Future“. Der National Intelligence Council (NIC) ist das Zentrum der amerikanischen Geheimdienstgemeinschaft für mittel- und langfristiges strategisches Denken. Der Bericht legte das wahrscheinliche Szenario dar, dem die Welt im Jahr 2020 gegenüberstehen werde. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die heutige Anziehungskraft des Islam auf seinem Ruf beruhe, zu den früheren Wurzeln des Islam zurückzukehren, als die islamische Zivilisation unter dem Kalifat an der Spitze des globalen Wandels stand. Der Bericht entwarf ein fiktives Szenario, „wie eine globale Bewegung, angetrieben von einer radikalen religiösen Identität, entstehen könnte“.33 Der Bericht offenbarte unmissverständlich, dass auf höchster Ebene der US-amerikanischen Politikplanung die Entstehung des Kalifats vorbereitet werde. Andere Berichte von US-amerikanischen Politikentscheidern und Denkfabriken weltweit erkannten an, dass es eine breit angelegte ideologische Bewegung gibt, die die Rückkehr des Kalifats anstrebt.
The US national intelligence council published a report following its ‘global 2020’ project, entitled ‘Mapping the Global Future.’ The National Intelligence Council (NIC) is the American intelligence community’s centre for mid-term and long-term strategic thinking. The report set out the likely scenario the world will face in 2020. The report concluded that the appeal of Islam today revolved around its call to return to earlier roots of Islam where the Islamic civilisation was at the forefront of global change under the Khilafah. The report portrayed a fictional scenario ‘of how a global movement fuelled by radical religious identity could emerge.’33 The report revealed unequivocally that at the highest levels of US policy planning, preparation is being made for the emergence of the Khilafah. Other reports from US policy makers and think tanks across the world acknowledged there is a broad based ideological movement seeking for the return of the Khilafah.
Die CIA hat bereits Programme verheimlichter Einflussnahme wiederbelebt, die einst dabei halfen, den Kalten Krieg zu gewinnen, und die sich gegen islamische Medien, religiöse Führer und politische Parteien richten. Der Geheimdienst erhält einen exponentiell wachsenden Zuwachs an Mitteln, Personal und Ressourcen, um die muslimischen Gesellschaften zu beeinflussen.
The CIA has already revitalised programs of covert action that once helped win the Cold War, targeting Islamic media, religious leaders, and political parties. The agency is receiving an exponential increase in money, people, and assets to help it influence Muslim societies.
Gleichzeitig haben verschiedene Umfragen, Berichte von Denkfabriken und politische Entscheidungsträger allesamt anerkannt, dass Muslime weltweit westliche Werte abgelehnt haben. Dies stellt ein eklatantes Versagen des Westens dar, da seine globale Vorherrschaft keinerlei Herausforderungen ausgesetzt war. Das bedeutet, dass der Kampf um die Herzen und Köpfe verloren wurde und die physische Besetzung eine letzte verzweifelte Anstrengung darstellt, die Entstehung eines alternativen Systems der Staatsführung zu retten.
At the same time various surveys, think tank reports and policy makers have all accepted that Muslims globally have rejected Western values. This represents a glaring failure on the part of the West as it has faced no challenges to its global supremacy. This means the battle for hearts and minds has been lost and physical occupation represents a last ditch effort to salvage the emergence of an alternative system of governance.
Die Handlungen westlicher Regierungen zeigen, dass sie in Bezug auf das, was die Umma will, mehr glauben als viele Muslime selbst. Die Handlungen des Westens zeigen deutlich, dass sie, anstatt dass die Muslime den Islam wollen, diesen Zielen nicht mehr sehr fern sind.
The actions by Western governments show they believe even more than many Muslims about what the Ummah wants. The actions of the West clearly show rather than the Muslim wanting Islam, they are not very far from achieving such aims.
Im April 2007 gab die University of Maryland eine Umfrage in Auftrag, die eine frühere Erhebung der University of Jordan bestätigte. Die Umfrage, die in vier mehrheitlich muslimischen Ländern (Ägypten, Pakistan, Marokko und Indonesien) durchgeführt wurde, zeigte eine überwältigende Unterstützung für das Khilafah, mit Zustimmungswerten weit über 75 %. Diese Nationen unterstützten die Anwendung des Shari’ah-Rechts in muslimischen Ländern, die Vereinigung mit anderen Ländern in einem panislamischen Staat, also einem Kalifat, die Ablehnung von Besatzung und westlicher Außenpolitik, die Ablehnung der Aufzwingung westlicher Werte in muslimischen Ländern sowie die Ablehnung der Gewaltanwendung gegen Zivilisten.
In April 2007 the University of Maryland commissioned a poll, which confirmed an earlier survey from the University of Jordan. The poll conducted across four majority Muslim countries (Egypt, Pakistan, Morocco, and Indonesia) showed overwhelming support for the Khilafah with support well over 75%. Such nations supported the application of Shari’ah law in Muslim countries, unification with other countries in a Pan Islamic state i.e. Caliphate, opposition to occupation and Western foreign policy, opposition to the imposition of Western values in Muslim lands and opposition to the use of violence against civilians.
In einer weiteren groß angelegten Umfrage, die von worldpublicopinion.org in der gesamten muslimischen Welt durchgeführt wurde, wollten über 70 % der Befragten unter der Scharia und dem Kalifat leben. Die Umma, die nach einer langen Phase des Niedergangs nun zur Religion zurückkehren möchte, hält heute stärker an den Islam fest als je zuvor. Sie versteht den Islam besser als seit einigen Jahrhunderten. Die Korruption in der muslimischen Welt ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Menschen das Beste aus dem Chaos machen müssen, das wegen des Fehlens eines jeglichen Systems herrscht. Dies bedeutet keineswegs, dass die Umma nicht bereit für den Islam ist, denn Veränderung entsteht immer aus dem Chaos. Das zeigt sich am Aufkommen liberaler Demokratien in Europa im 16. und 17. Jahrhundert, am Entstehen des kommunistischen Russlands und am gegenwärtigen Aufstieg Chinas. Das Verlangen der muslimischen Umma nach dem Islam zeigt sich fortwährend, wenn sie sich als ein Körper gegen Angriffe auf den Islam erhebt, sei es das Verbot des Hijab in Frankreich oder die Karikaturen, die gegen den Propheten Muhammad ﷺ veröffentlicht wurden. Die muslimische Umma ist mehr als bereit für den Islam; sie braucht nun nur noch einen Staat.
In another huge poll conducted by worldpublicopinion.org across the Muslim world over 70% of respondent’s wanted to live under the Shari’ah and the Khilafah. The Ummah after undergoing a lengthy period of decline now wants to return back to the deen and today she adheres more than she ever has to Islam. She understands Islam better then she has for a few centuries. The corruption in the Muslim world is mainly due to people having to make the best out of the chaos that exists due to the absence of any system. This in no way means the Ummah is not ready for Islam as change always comes from chaos. This can bee seen with the emergence of liberal democracies in Europe in the 16th and 17th centuries, the emergence of Communist Russia and the current rise of China. The Muslim Ummah’s aspiration for Islam is continually being shown when she moves as one body to the attacks on Islam, whether it’s the banning of hijab in France or the cartoons printed against the Prophet Muhammad وسلم وآله عليه الله صلى .The Muslim Ummah is more than ready for Islam, now she just needs a state.
Reference: Geopolitische Mythen - Adnan Khan