18. Die Einheit der muslimischen Welt ist aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Sekten und Länder unmöglich.
18. The unity of the Muslim world is impossible due to the number of diverse sects and countries
Für viele ist die Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten hinreichender Beleg dafür, dass das Konzept einer einzigen Ummah in der modernen Welt nicht mehr praktikabel sei. Zwar war die islamische Geschichte von Einheit geprägt, mit gelegentlichen Spaltungen unter den Muslimen, doch heute sind an die Stelle dieser Einheit vielerorts nationale Grenzen getreten, und das islamische Konzept der Ummah wird auf ein Modell zurückprojiziert, das vor Jahrhunderten bestand. Eine solche Spaltung hat dazu geführt, dass sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime den Säkularismus als den einzigen Weg betrachten, mit Unterschieden umzugehen, während Aufrufe zur islamischen Einheit und zum Khilafah von manchen als idealistisch wahrgenommen werden.
For many the Sunni and Shi’ah fracture is sufficient evidence that the concept of one Ummah is no longer practical in the modern world. Whilst Islamic history has been characterised by unity with the odd schism amongst Muslims, today many national boundaries have become the new unity, with the Islamic concept of Ummah predated to a model that existed centuries ago. Such a schism has led to both Muslims and non-Muslims to view secularism as the only way to deal with differences, whilst calls for Islamic unity and the Khilafah are perceived by some to be idealistic.
Im Kern dreht sich die Debatte darum, wie der Islam mit Unterschieden umgeht, und ob das Bestehen vieler Gruppen, Richtungen und Nationen bedeutet, dass ein weltumspannender Staat mit muslimischer Einheit unmöglich ist?
In essence the debate is about how Islam deals with differences and does the existence of many groups, sects and nations mean a pan-global state with Muslim unity is impossible?
Um dies richtig zu verstehen, muss klar sein, dass die islamische Welt nicht die erste Nation ist, die solche Spannungen erlebt. Die USA erlebten 1861 einen Bürgerkrieg, einen erbitterten Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den Konföderierten Staaten von Amerika, die aus elf südlichen Staaten bestanden, welche sich nach der Wahl Abraham Lincolns zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im Jahr 1860 von der Union lösen wollten. Großbritannien steht heute vor der Aussicht, dass Schottland sich abspaltet und bis 2013 ein unabhängiges Land wird. Bei beiden Konflikten wurde nie darüber diskutiert, ob der Säkularismus in der Lage sei, die Menschen zu einen. Der Bürgerkrieg in den USA gilt als Teil ihrer Geschichte und wird in ihren Schulen gelehrt.
In understanding this it must be clearly understood that the Islamic world is not the first nation to have such differences. The US suffered from a Civil War in 1861 which was a bitter, sectional conflict between the United States of America and the Confederate States of America, formed of eleven southern states which moved to secede from the Union after the 1860 election of Abraham Lincoln as President of the United States. Britain today is facing the prospect of Scotland separating and becoming an independent country by 2013. Both conflicts never saw any discussion on secularism’s ability to unify people. The civil war in the US is considered a part of its history and taught in its schools.
Der Islam ist mit verschiedenen Völkern, Bräuchen, Kulturen, Sprachen und unterschiedlichen Denkschulen nicht unvertraut. Mit der Ausdehnung der islamischen Länder wurden Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen allesamt zu Untertanen des Islam. Unter der Herrschaft der Abbasiden gelangte die islamische Herrschaft in Gebiete, in denen die Anhänger anderer Religionen mit den Denkern und Gelehrten der eroberten Gebiete aneinandergerieten. Aus diesem Zusammenprall entstanden die rationalen Wissenschaften, d. h. die Beschäftigung mit dem Glaubensbekenntnis des Islam. Die Entwicklung war auch dem Bedürfnis geschuldet, den islamischen Glauben mit rationalen Beweisen zu untermauern. Infolgedessen gliederten sich die Disziplinen in Zweige, und die islamischen Wissenschaften diversifizierten sich entsprechend.
Islam is no stranger to different peoples, customs, cultures, languages and different schools of thought. As the Islamic lands expanded people of different denominations all became Islamic subjects. Islamic rule under the Abbasids reached lands where the inhabitants of other religions clashed with the thinkers and scholars in the conquered territories. It was this clash that resulted in the development of the rational sciences, i.e. the studying of the creed of Islam. The development was also due to the need for presenting the Islamic belief with rational evidences. As a result, disciplines became divided into branches and Islamic disciplines became diversified accordingly.
Diese Disziplinen befassten sich mit vielen Fragen und wurden jedes Mal bereichert, wenn sich die Eroberungen weiter ausdehnten. Infolgedessen begannen viele Muslime im Staat, sich den Disziplinen, Wissenschaften, dem Studium und der Forschung zu widmen. Innerhalb der islamischen Länder bildete sich eine vielschichtige islamische Kultur heraus, sodass sich die Menschen dem Erlernen dieser Kultur widmeten, um das Kalifat zu erhöhen. Jeder Gelehrte, gleich welcher Kulturrichtung er oder sie sich widmete, und jeder Schriftsteller, gleich welchem literarischen Ansatz er folgte, sowie jeder Mathematiker, Wissenschaftler oder Handwerker debattierte und artikulierte aufgrund dieser Auseinandersetzung den Islam.
These disciplines dealt with many issues and were enriched every time the conquests expanded further. As a result many Muslims in the state began to devote themselves to the disciplines, sciences, study and research. A multi-faceted Islamic culture took shape within the Islamic lands, so the people dedicated themselves to learning it to elevate the Khilafah. Every scholar, whatever type of culture he or she specialised in, and every writer, whatever their literary approach, and every mathematician, scientist or artisan, would debate and articulate Islam due to this clash.
Dies führte zur Entstehung einer Vielzahl von Gruppen, Sekten und Meinungsverschiedenheiten, von denen nur eine Handvoll als außerhalb der Gemeinschaft des Islam stehend betrachtet wurde. Solche Sekten, deren Zahl in die Hunderte ging, wurden jedoch nicht als Spaltung unter den Menschen angesehen. Tatsächlich wurde Bagdad unter den Abbasiden zu einem Zentrum intellektueller und revolutionärer Ideen. Denker unterschiedlicher Herkunft und Gelehrsamkeit wurden willkommen geheißen und erhielten eine Plattform zur Debatte. Dies führte dazu, dass die Gesellschaft ein reines Verständnis des Islam entwickelte, da der Islam den verschiedenen an ihn gestellten Prüfungen standhielt. Daher stärkte das Bestehen unterschiedlicher Gruppen und Sekten das Verständnis des Islam, anstatt eine Quelle von Problemen zu sein. Dies lag daran, dass die Unterschiede das Verständnis der islamischen Quellen betrafen, die damals katalogisiert und kodifiziert wurden. Das Bestehen mehrerer Gruppen und Sekten half hierbei tatsächlich.
This led to the emergence of a variety of groups, sects and differences of opinion, only a handful of which were considered to have gone outside the fold of Islam. However, such sects which went into the hundreds were not considered a division amongst the people. In fact under the Abbasids, Baghdad became a centre for intellectual and revolutionary ideas. Thinkers from various backgrounds and learning were welcomed and given a platform to debate. This resulted in a pristine understanding of Islam by society as Islam was withstanding the various tests thrown at it. Hence the existence of diverse groups and sects actually strengthened the understanding of Islam rather than being a source of problems. This was because the differences were on understanding the Islamic sources, which were going through the period of being catalogued and codified. The existence of multiple groups and sects actually aided this.
Die Spaltung in der muslimischen Welt heute geht auf zwei Ursachen zurück. Die erste ist die Schwäche, die sich bei den Muslimen im Verständnis des Islam breitgemacht hat, und die zweite wurde von Professor David Fromkin, Experte für Wirtschaftsgeschichte an der University of Chicago, treffend benannt. Er hebt in seinem Buch sehr deutlich hervor, dass ein Großteil der Lage in der muslimischen Welt auf die Kolonialzeit zurückgeht. Er sagt:
The division in the Muslim world today is down to two issues. The first is the weakness that overtook Muslims in understanding Islam and the second was encapsulated by Professor David Fromkin, expert on Economic History at the University of Chicago. He highlights very clearly in his book that much of the situation in the Muslim world stems from the colonial era. He says:
„Ein großer Teil des Reichtums des alten Osmanischen Reiches fiel nun den Siegern zu. Man muss sich jedoch daran erinnern, dass das islamische Reich jahrhundertelang versucht hatte, das christliche Europa zu erobern, und die Machthaber, die über das Schicksal der besiegten Völker entschieden, waren verständlicherweise entschlossen, dass diese Länder sich nie wieder organisieren und die westlichen Interessen erneut bedrohen können sollten. Mit jahrhundertelanger merkantilistischer Erfahrung schufen Großbritannien und Frankreich kleine, instabile Staaten, deren Herrscher ihre Unterstützung benötigten, um an der Macht zu bleiben. Die Entwicklung und der Handel dieser Staaten wurden kontrolliert, und sie sollten nie wieder eine Bedrohung für den Westen darstellen. Diese äußeren Mächte schlossen dann Verträge mit ihren Marionetten ab, um arabische Ressourcen billig aufzukaufen, wodurch die feudale Elite enorm reich wurde, während die meisten Bürger in Armut blieben.“34
‘Massive amounts of the wealth of the old Ottoman Empire were now claimed by the victors. But one must remember that the Islamic empire had tried for centuries to conquer Christian Europe and the power brokers deciding the fate of those defeated people were naturally determined that these countries should never be able to organize and threaten Western interests again. With centuries of mercantilist experience, Britain and France created small, unstable states whose rulers needed their support to stay in power. The development and trade of these states were controlled and they were meant never again to be a threat to the West. These external powers then made contracts with their puppets to buy Arab resources cheaply, making the feudal elite enormously wealthy while leaving most citizens in poverty.’34
Die Schaffung von Spaltungen in der muslimischen Welt durch die Gründung „kleiner, instabiler Staaten" war eine gezielte Politik der europäischen Kolonialmächte, um sicherzustellen, dass sich die muslimische Welt niemals vereinen kann. Frankreich und Großbritannien hatten die Länder des Nahen Ostens bereits vor dem Ersten Weltkrieg unter sich aufgeteilt. Sie zogen Linien auf Papierkarten und schufen Transjordanien, Syrien, Saudi-Arabien, Kuwait, den Irak und den Iran. Pakistan, Indien und Afghanistan entstanden später und trennten Menschen, die hunderte von Jahren zusammengelebt hatten. Aus solchen kolonialen Politiken sind inzwischen zahlreiche Probleme erwachsen. Jedem Staat wurden Herrscher eingesetzt, die sowohl Großbritannien als auch Frankreich untergeordnet waren. Die Familie Saud arbeitete tatsächlich mit den Briten zusammen, um das Kalifat zu zerstören, und erhielt dafür die Herrschaft über den Hidschas.
Creating divisions in the Muslim world by establishing ‘small, unstable states’ was a deliberate policy by the European colonialists to ensure the Muslim world never can unite. France and Britain prior to World War 1 had already carved up the Middle East amongst themselves. They drew lines on paper maps and created Transjordan, Syria, Saudi Arabia, Kuwait, Iraq and Iran. Pakistan, India and Afghanistan were later created which separated people who had lived for hundreds of years together. It is such colonial polices which have now ballooned into multiple problems. Each nation was appointed with rulers who were subservient to both Britain and France. The Saud family actually collaborated with the British to destroy the Khilafah in return for leadership of the Hijaz.
Solche künstlichen Grenzen sind heute zu dem Blickwinkel geworden, durch den viele Muslime die Welt betrachten. Daher war das Problem in der muslimischen Welt größtenteils das Ergebnis einer organisierten Vorgehensweise der Kolonialmächte, die die Muslime zunächst physisch voneinander trennten und anschließend dafür sorgten, dass keine Vorstellungen von muslimischer Einheit entstehen konnten, indem sie Nationalflaggen, Unabhängigkeitstage und Nationalhymnen schufen.
Such artificial boundaries have today become the lens through which many Muslims view the world. Hence the problem in the Muslim world to a large extent was an organised affair by the colonialists where initially they segregated Muslims physically, and then they ensured any ideas of Muslim unity would never arise by creating national flags, national independence days and national anthems.
Die Einheit in der Vergangenheit gründete sich auf den Islam, und er machte die islamischen Länder zu blühenden Gesellschaften, die alle willkommen hießen und in verschiedenen Bereichen Hervorragendes leisteten. Daher ist das Fehlen des Islam, worauf die Kolonialmächte hingearbeitet haben, der Grund dafür, dass heute über 50 Nationen dort bestehen, wo einst eine einzige Nation stand.
Unity in the past was built upon Islam and it turned the Islamic lands into prosperous societies which welcomed all and excelled in various fields. Hence the absence of Islam, which is what the colonialists worked for, is the reason why over 50 nations exist where one nation once stood.
Es ist nicht der Islam, der Spaltungen verursacht, sondern die Abwesenheit des Islam, die Probleme entstehen lässt. Ein treffendes Beispiel dafür sind die Versuche der westlichen Welt, den Säkularismus als Modell zum Umgang mit dem Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten durchzusetzen. Ein solcher Ansatz ist den Menschen, die in den Konflikt verwickelt sind, fremd, und statt den Konflikt zu lösen, verlagert er ihn tatsächlich in die Privatsphäre und stellt sicher, dass er keinen Einfluss auf die Politik im öffentlichen Raum hat. Der ursprüngliche Streit um die Nachfolge des Propheten Muhammad ﷺ kann in Wirklichkeit nur gelöst werden, indem man die islamischen Belege in dieser Frage prüft; aus dieser Perspektive kann nur der Islam jemals die Lösung sein. Die Handlungen einiger Muslime in der Vergangenheit gegen die Familie des Propheten ﷺ, die Handlungen Mu'awiyahs und die Geschichte im Allgemeinen sind keine Quellen der islamischen Rechtswissenschaft und können daher nicht der Bezugspunkt sein. Der Bezugspunkt in diesem Fall wäre der Koran und die Hadithe, wobei hier naturgemäß unterschiedliche Auslegungen entstehen können, wie es bei allen Rechtswissenschaften der Fall ist. Auslegung ist jedoch kein grenzenloser Prozess, und es gibt Regeln für die Auslegung.
It is not Islam that is the cause of divisions but the absence of Islam that causes problems. A pertinent example of this is the attempts by the Western world in imposing secularism as the model to deal with the Sunni and Shi’ah problem. Such an approach is alien to the people involved in the conflict and rather than solving the conflict it is in fact placing it in the private sphere ensuring it has no influence in polices in the public sphere. The original dispute over the successor to the Prophet Muhammad وسلم وآله عليه الله صلى can in reality only be solved by assessing the Islamic evidence in this regard, from this perspective only Islam can ever be the solution. The actions of some Muslims in the past against the Prophet’s وسلم وآله عليه الله صلى family, the actions of Mu’awiyah and history generally are not sources of Islamic jurisprudence and hence cannot be the reference point. The reference point in this case would be the Qur’an and the hadith and naturally different interpretations can occur here, which is the case with all jurisprudence. However, interpretation is not a limitless process and there are rules for interpretation.
In jeder Ideologie gibt es Meinungsverschiedenheiten über Lösungen, die auf den glaubensmäßigen Grundsätzen aufbauen. In demokratischen Ländern sind aufgrund unterschiedlicher Auslegungen zahlreiche Denkschulen entstanden.
In every ideology there exists difference of opinion on solutions built upon the creedal tenets. In democratic countries, numerous schools of thought have arisen due to differences in interpretation.
In den USA gibt es heute Demokraten und Republikaner. Im Vereinigten Königreich gibt es Labour, die Liberal Democrats und die Konservativen. Über die gesamte westliche Welt verteilt finden sich außerdem Neokonservative ebenso wie Libertäre, Fabier, Umweltschützer und Christdemokraten. Sie alle unterscheiden sich darin, wie sich liberale Ideen verwirklichen sollen, doch alle haben den Säkularismus – das kapitalistische Glaubensbekenntnis – als ihre Grundlage. Auch die Wirtschaftswissenschaft ist von solchen Unterschieden geprägt: Die keynesianische Schule befürwortet staatliche Intervention, während die Monetaristen dagegen sind. Auch der Sozialismus hat eine Reihe von Denkschulen hervorgebracht, die auf seinem Glaubensbekenntnis aufbauen. Die Befürworter des Sozialismus sahen die Ungerechtigkeit, die aus dem Konzept der „Eigentumsfreiheit“ folgte, und kamen zu dem Schluss, dass der Unterschied im Privatbesitz zwischen den Menschen das Problem sei, das einer Lösung bedürfe. Eine Denkschule (die kommunistische Schule)
In the US today we have Democrats and Republicans. In the UK we have Labour, Liberal Democrats and Conservatives. Across the Western world we have neoconservatives as well as libertarians, Fabians, environmentalists and Christian Democrats. All differ in the manner that liberal ideas should manifest themselves but they all have secularism – the Capitalist creed - as their basis. Economics is also prone to such difference with the Keynesian school, advocating government intervention, against the Monetarists. Socialism also had a number of schools of thought built upon their creed. Advocates of Socialism saw the injustice that resulted from the concept of ‘Freedom of Ownership’ and concluded that the difference in private ownership between people was the problem that required a solution. One school of thought (the communist school)
vertrat die praktische Gleichheit in allem und die vollständige Abschaffung des Privateigentums. Eine andere Denkschule (die agrarischen Sozialisten) schlug vor, das Privateigentum nur an landwirtschaftlichen Flächen abzuschaffen. Dann entstand eine dritte sozialistische Denkschule (bekannt als Staatssozialismus), bei der Privateigentum im Namen des öffentlichen Interesses in öffentliches Eigentum überführt wurde, d. h. Verstaatlichung in jedem Fall, in dem das öffentliche Interesse dies verlangte.
advocated practical equality in everything and absolute abolition of private property. Another school of thought (the agrarian socialists) proposed abolishing private property in agricultural land only. Then came a third socialist school of thought (known as state Socialism) where private property was transferred to public ownership in the name of public interest i.e. nationalization in every situation where public interest called for it.
Viele Akademiker und Forscher im Westen haben Arbeiten über die Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten verfasst und diese als Grundlage genutzt, um das Konzept der einen Ummah zu untergraben. Solche Handlungen haben jedoch zu einem Wandel beigetragen, der seit Jahrzehnten an Dynamik gewinnt und in der muslimischen Welt gerade jetzt zu brodeln beginnt.
Many academics and researchers in the West have presented papers on the Sunni-Shi’ah schism and have used it as a basis to undermine the concept of one Ummah. However, such actions have contributed to a process of change that has been gaining momentum for decades and is just coming to the boil now in the Muslim world.
Wir erleben gegenwärtig, wie die muslimische Ummah weltweit geschlossen den Kapitalismus und den Individualismus offen ablehnt. Selbst die Muslime in Palästina, die selbst unter Besatzung leben, haben Märsche und Kundgebungen aus Solidarität mit den Muslimen in Afghanistan und im Irak abgehalten. Die Ummah empfindet Abscheu, wenn der Begriff der „Meinungsfreiheit“ dazu benutzt wird, den Islam anzugreifen, wie der Fall der in Europa veröffentlichten Karikaturen gegen den Propheten ﷺ zeigt.
We are currently witnessing the Muslim Ummah openly rejecting Capitalism and individualism all over the world as one body. Even the Muslims in Palestine, themselves under occupation, held marches and rallies in solidarity with the Muslims of Afghanistan and Iraq. The Ummah feels revulsion when the concept of ‘freedom of expression’ is used to attack Islam, as can be seen in the case of the cartoons printed against the Prophet وسلم وآله عليه الله صلى in Europe.
Die Umma hat weltweit klar erkannt, dass die verräterischen Herrscher nicht ihre Vertreter sind. Tatsächlich besteht inzwischen eine wachsende Kluft zwischen den Herrschern und der Umma. Angesichts der langen Phase des Niedergangs, die die Umma durchlaufen hat, war sie nie so geeint wie heute. Alles, was im letzten Teil des Puzzles noch fehlt, das die Einheit schützt, ist ein Staat.
The Ummah globally has clearly seen that the traitor rulers are not representatives of her. In fact a widening gulf now exists between the rulers and the Ummah. Considering the lengthy period of decline the Ummah underwent she has never been so united. All that remains in the final part of the jigsaw which protects unity is a state.
Ein Staat, der auf den Idealen aufbaut, an die die Gesellschaft glaubt, sorgt dafür, dass Einheit entsteht und bewahrt wird. Die Sahabah gingen sehr hart mit den Khawarij um, die fremde Ideen in den Islam einführten, die Spaltung hervorgerufen hätten. Die Rückkehr des Khilafah gilt heute als in greifbarer Nähe, denn verschiedene Denkfabriken und Experten, darunter die nationale Geheimdienstbehörde CIA, haben das Entstehen des Khilafah vorhergesagt. Ohne einen Staat ist Einheit praktisch unmöglich. Ohne eine zentrale Regierung hätte der amerikanische Bürgerkrieg dazu geführt, dass in Nordamerika zwei Länder entstanden wären. Ohne eine Regierung hätte es keine Union zwischen England und Schottland gegeben. Es ist ein Staat, der Menschen miteinander vereint. Ohne ihn ist Einheit praktisch unmöglich. Wie die islamische Geschichte gezeigt hat, enthält der Islam detaillierte Regeln für Einheit und Integration und hat eine erfolgreiche Bilanz darin, Menschen unterschiedlicher Herkunft zu vereinen. Die Uneinigkeit, die wir heute sehen, wurde vom Westen geschaffen und wird von ihm weiterhin genährt.
A government built upon the ideals society believes in, ensures unity is created and protected. The Sahabah dealt very harshly with the Khawarij who introduced foreign ideas into Islam which would have created disunity. The return of the Khilafah is today considered well on the horizon, with various think tanks and experts including the CIA national intelligence have predicted the emergence of the Khilafah. Without a state it is virtually impossible to have unity. Without central government the US civil war would have resulted in two countries in North America. Without a government there would have been no union between England and Scotland. It is a state that brings unity amongst people. Without it unity is virtually impossible. As Islamic history has shown Islam has detailed rules for unity and integration and actually has a successful track record of uniting people from different backgrounds. The disunity we see today was created by the West and continues to be fed by them.
Reference: Geopolitische Mythen - Adnan Khan