11 Al-'Ushr (Zehnt) – Steuern
11 Al-’Ushur (Tithes) Taxes
Dies ist das Recht der Muslime, das von den Angehörigen der Dhimma (Dhimmis) und von deren Handelsgütern erhoben wird, sowie von den Menschen des Kriegsgebiets (Dar al-Harb), die die Grenzen des Staates des Kalifats überqueren. Derjenige, der mit der Einziehung beauftragt ist, wird Al-‘Ashir genannt.
This is the right of Muslims taken from the people of Zimmah (Zimmis) and their trading goods, and from the people of the land of war (Dar ul-Harb) who are crossing through the frontiers of the Khilafah State. The one who is in charge of collecting it is known as Al- ‘Ashir.
Die Maks wird dennoch erhoben, obwohl es zahlreiche Ahadith gibt, die die Abgaben (al-Maks) verurteilen und hart gegen deren Einzieher sind, so etwa das, was Uqba b. Amir überliefert hat, dass er den Gesandten Allahs ﷺ sagen hörte: „Der Steuereinnehmer wird nicht ins Paradies eintreten.“ Bei einer solchen Abgabe handelt es sich um die Gelder, die von Kaufleuten erhoben werden, wenn sie die Grenzen des Staates überschreiten. Ferner wurde von Kareez b. Sulaiman überliefert, der sagte: „‘Umar b. ‘Abdul-‘Aziz schrieb an Abdullah b. Awf al-Qari, dass er nach Rafah reisen solle, zu dem Haus, das als das Haus der Steuer bekannt ist, und es niederreißen solle, dann solle er es zum Meer bringen und verstreuen. Er schrieb auch an Ady b. Arta’a, dass er Lösegeld, Verpflegung und Steuern von den Menschen erlassen solle, denn sie seien keine Steuern, sondern eine Minderung (des Besitzes der Menschen), über die Allah (swt) gesagt hat:
The Maks is taken despite the fact that there are many Ahadith which censure taxes (The maks) and are harsh against its collector, such as what was narrated by Uqba b. Amir that he heard the Messenger of Allah (saw) saying: “The tax-collector will not enter Paradise.” Such tax is the funds taken from merchants when they cross the State frontiers. It was also narrated by Kareez b. Sulaiman, who said: “‘Umar b. Abdul Aziz wrote to Abdullah b. Awf al-Qari that he should travel to the house known as the house of tax in Rafah and demolish it, then carry it to the sea and scatter it. He also wrote to Ady b. Arta’a to waive ransom, food and taxes from the people for they are not taxes but reduction (of the people’s properties) about which Allah (swt) said:
„Verkürzt den Menschen nicht ihre Rechte und richtet kein Unheil auf der Erde an.“ [Hud: 85]
“Do not withhold from the people the things that are their due nor commit evil in the land” [Hud: 85]
Wer also mit einer Spende zu dir kommt, dessen Gabe nimm an, und wer nicht zu dir kommt, den wird Allah (SWT) zur Rechenschaft ziehen.
So whoever comes to you with charity accept it from him, and he who doesn’t come to you then Allah (swt) will account him.
Alle diese Ahadith und Überlieferungen tadeln das Maks, und sie sind streng und hart gegen dessen Einnehmer, was auf die Unzulässigkeit des Einziehens desselben hinweist.
All these Ahadith and reports censure the Maks, and are severe and harsh against its collector which indicates the illegality of collecting it.
Es gibt außerdem weitere Berichte, die klarstellen, dass der Zehnte (Ushr) weder von Muslimen noch von den Handelsgütern der Zimmis erhoben wurde, wenn sie diese über die Grenzen brachten, sondern nur von den Kaufleuten der Händler des Dar ul-Harb. So wurde überliefert von Abdurrahman bin Ma'qil, der sagte: „Ich fragte Ziyad bin Hudayr: ‚Von wem habt ihr den Ushr eingezogen?' Er sagte: ‚Vom Muslim nahmen wir den Ushr nicht, auch nicht von einem Mu'ahid (unter Vertrag).' Ich fragte: „Von wem habt ihr dann den Ushr genommen?" Er sagte: ‚Von den Kaufleuten des Harb, so wie sie uns besteuerten, als wir in ihre Länder kamen.'" Und Amr bin Dinar überlieferte: „Muslim bin Misbah berichtete mir, dass er Ibn ‘Umar fragte: ‚Weißt du, ob ‘Umar von Muslimen den Ushr genommen hat?' Er sagte: ‚Nein, das weiß ich nicht.'" Diese Berichte machen deutlich, dass der Ushr nicht von Muslimen oder Zimmis erhoben wurde, sondern nur von den Harbis, als Gegenmaßnahme.
There also came other reports that clarify that the tithe (Ushr) is not taken from Muslims or the trading goods of the Zimmis when they carry them across the frontiers, but only from businessmen of the traders of Dar ul-Harb such as what was narrated by AbdurRahman bin Ma’qil who said “I asked Ziyad bin Hudayr ‘from whom did you collect Ushr?’ He said: ‘We did not take ushr from Muslims or a Mu’ahid (under covenant).’ I said: “From whom then did you take Ushr?” He said: ‘The merchants of harb just as they used to tax us when we reached their lands.” And Amru bin Dinar narrated: ‘Muslim bin Misbah informed me that he asked ibn ‘Umar: ‘Do you know if ‘Umar took Ushr from Muslims?’ He said: ‘No, I do not know that.’ These reports clarify that Ushr was not taken from Muslims or Zimmis but only from Harbis as a reciprocal measure.
Allerdings gibt es andere Berichte, nach denen ʿUmar ibn al-Khattab und die Khulafa' nach ihm, ʿUthman, ʿAli und ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAziz, den ʿUshr von Waren erhoben, die die Grenzen des Staates überquerten. Sie nahmen von muslimischen Kaufleuten einen Viertelzehnt (2,5 %), von den Zimmis einen halben Zehnt (5 %) und von den Harbi-Kaufleuten den Zehnt (10 %). Ein Bericht von Ziyad ibn Hudayr besagt: „ʿUmar ibn al-Khattab setzte mich über den Zehnt ein und befahl mir, von muslimischen Kaufleuten einen Viertelzehnt zu nehmen.“ In einem anderen Bericht sagte er: „ʿUmar ibn al-Khattab befahl mir, von den Christen der Banu Taghlib den Zehnt und von den Christen der Ahl al-Kitab (Leute der Schrift) einen halben Zehnt zu nehmen.“ In der zuvor erwähnten Überlieferung von ʿAbd ar-Rahman ibn Maʿqil von Ziyad ibn Hudayr heißt es, dass er von Harbi-Kaufleuten den Zehnt nahm. Von As-Saib ibn Yazid wird berichtet, er sagte: „Ich wurde zur Zeit ʿUmars über den Markt von Madinah eingesetzt. Er sagte: ‚Wir nahmen den Zehnt von den Nabatäern.‘“ ʿAbdullah ibn ʿUmar überlieferte: „ʿUmar nahm einen halben Zehnt von Öl und Weizen, um deren Einfuhr nach Madinah zu steigern (um die Nabatäer zu ermutigen, Öl und Weizen nach Madinah zu bringen), und er nahm den Zehnt von Gemüse.“ Zareeq ibn Hayyan al-Damashqi, der für den Grenzübergang nach Ägypten zuständig war, berichtete, dass ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAziz ihm schrieb: „Nimm von jedem, der von den Zimmis mit Handelsgütern aus ihrem Vermögen, das sie im Umlauf haben, vorbeizieht, einen Dinar von zwanzig. Wende diese Berechnung auf alles an, was darunter liegt, bis es zehn Dinar erreicht, und nimm nichts, wenn es um ein Drittel eines Dinars abnimmt.“
However, there are other reports which indicate that ‘Umar ibn Al-Khattab and the Khulafa’a after him, Uthman, Ali and ‘Umar bin Abdul Aziz, used to take Ushr from merchandise crossing the State frontiers. They used to take quarter-tithe (2.5%) from Muslim merchants, half-tithe (5%) from Zimmis and the tithe (10%) from Harbi merchants. A report from Ziyad bin Hudayr states: “‘Umar ibn Al-Khattab appointed me over the tithe and commanded me to take quarter-tithe from Muslim merchants.” And in another report he said: “Umar ibn Al-Khattab commanded me to take the tithe from the Christians of Bani Taghlib and half-tithe from the Christians of Ahl ul-Kitab (people of the Book).” In the previous mentioned narration of Abdur Rahman bin Ma’qil from Ziyad bin Hudayr, he said that he used to take tithe from Harbi merchants. From As-Saib bin Yazid, he said: “I was appointed over the market of Madinah in the time of ‘Umar. He said: ‘We used to take the tithe from the Nabateans.’” Abdullah bin ‘Umar narrated: “‘Umar used to take half-tithe from oil and wheat so as to increase their load into Madinah (in order to encourage the Nabateans to bring oil and wheat to Madinah) and he took tithe from vegetables.” Zareeq bin Hayyan al-Damashqi who was responsible about the passage of Egypt narrated that ‘Umar bin Abdul Aziz wrote to him: ‘Take one Dinar out of every twenty from whoever passes from the Zimmis from the trading goods of their wealth which they circulate. Use this calculation for whatever is less (than 20 Dinars) until it reaches ten Dinars, and don’t take anything when it decreases by a third of a Dinar.’.
Die Berichte sind eindeutig: ‘Umar und die Khulafa’ nach ihm pflegten vom Warenbestand muslimischer Händler, die die Grenze überschritten, den Viertelzehnt zu nehmen, von dhimmitischen Händlern den Halbzehnt und von harbitischen Händlern den Zehnt. Dies geschah vor den Augen der Sahaba mit ihrer Zustimmung, was ihren Ijma’a über die Zulässigkeit der Erhebung bekräftigt. Ferner befahl ‘Umar bin ‘Abd al-‘Aziz, der Ady bin Arta’a anwies, die Erhebung von Steuern von den Menschen einzustellen, und Abdullah bin Awf al-Qari, das Steuerhaus in Rafah zu zerstören, seinem Statthalter in Ägypten, Zareeq bin Hayyan al-Damashqi, den Halbzehnt von den Zimmis zu nehmen. Zudem berichtete Ziyad bin Hudayr: „Wir haben von Muslimen oder Mu’ahids (Menschen unter Bund) keinen Ushr genommen.“ Andere Überlieferungen besagen: „‘Umar befahl ihm, von Muslimen den Viertelzehnt und von Zimmis den Halbzehnt zu nehmen.“ Diese Ahadith und Berichte scheinen den vorherigen Ahadith zu widersprechen, die den Maks mit Härte und Strenge tadeln und gegen seinen Einnehmer scharf vorgehen, ebenso jenen, die besagen, dass ‘Umar und Ziyad weder Muslime noch Zimmis besteuerten.
The reports are explicit that ‘Umar and the Khulafa’a after him, used to take quarter-tithe from the merchandise of Muslim merchants crossing the frontier, half-tithe from Zhimmi merchants and the tithe from Harbi merchants. This was witnessed by the Sahabah with their consent, confirming their Ijma’a on the permissibility of taking it. Also ‘Umar bin Abdul Aziz, who commanded Ady bin Arta’a to stop taking taxes from the people and Abdullah bin Awf al-Qari to destroy the house of tax in Rafah, commanded his governor in Egypt, Zareeq bin Hayyan al-Damashqi to take half-tithe from the Zimmis; In addition Ziyad bin Hudayr narrated: “We did not take Ushr from Muslims or Mu’ahids (people under covenant)” Other narrations state: “‘Umar commanded him to take quarter-tithe from Muslims and halftithe from Zimmis.” These Ahadith and reports appear to contradict the previous Ahadith which censure the Maks with harshness and severity against its collector, and also those which say that ‘Umar and Ziyad did not tax Muslims or Zimmis.
Bei genauer Prüfung aller dieser Ahadith und Berichte zu diesem Thema zeigt sich, dass zwischen ihnen überhaupt kein Widerspruch besteht. Der Maks, der im Zusammenhang mit dem Einnehmer mit Schärfe getadelt wird, bezieht sich nur auf Geld, das den Muslimen unrechtmäßig, also zu Unrecht, genommen wird, etwa wenn man ihnen den Zehnten abnimmt oder von ihren Kaufleuten, die die Grenze überqueren, mehr als den Viertelzehnten nimmt. Den Muslimen werden keine Ushr-Abgaben auferlegt, und auf ihre Handelswaren wird nichts anderes erhoben als die Zakat, die ein Viertelzehnt (2,5 %) ist. Dies ist weder ein Maks noch ein Zehnt (Ushr). Damit wird auch der Sinn der Ahadith von Ibn ʿUmar und Ziyad bin Hudayr geklärt, in denen es heißt, dass ʿUmar den Zehnten nicht genommen habe; vielmehr habe er von ihnen die Zakat genommen, und deren Betrag war ein Viertelzehnt, nicht der Zehnte (2,5 %).
Close scrutiny of all these Ahadith and reports on this issue shows that there is no contradiction between them whatsoever. The Mak which is censured with harshness against the collector refer only to money taken without right (i.e. illegitimately) from Muslims such as taking the tithe from them or taking more than a quarter-tithe from their merchants crossing the frontier. Ushur are not obliged upon the Muslims, nor is anything imposed upon their trading merchandise except Zakat, which is a quarter-tithe (2.5%). This is neither a Maks nor a tithe (Ushr). This clarifies the meaning of the Ahadith of ibn ‘Umar and Ziyad bin Hudayr in saying that ‘Umar did not take the tithe; instead he took Zakat from them and its amount was quarter-tithe not the tithe (2.5%).
Was die Zimmis betrifft, so wurde von ihnen kein Zehnt (ʿUschr) erhoben; der erhobene Betrag war nur ein halber Zehnt. Der von ihnen erhobene halbe Zehnt war eine Bedingung der Friedensverträge (Sulh), die zur Zeit von ʿUmar ibn Al-Chattab mit ihnen geschlossen wurden, als Irak, Asch-Scham und Ägypten erobert wurden. Demnach ist die Maks, die verboten ist und deren Eintreiber streng getadelt wird, jene, die von Muslimen, Zimmis oder Harbis unrechtmäßig eingezogen wird, unabhängig davon, ob mehr als der festgelegte Betrag verlangt wird oder ob sie höher ist als das, was von muslimischen Kaufleuten erhoben wird, wenn sie ihre Länder besuchen.
As for Zimmis, the tithe was not taken from them, the amount taken was only half-tithe. The half-tithe taken from them was a condition of the peace agreements (Sulh) contracted with them at the time of ‘Umar ibn Al-Khattab when Iraq, Ash-Sham and Egypt were conquered. Thus, the Maks which is prohibited and its collector harshly rebuked is that which is taken illegitimately from Muslims, Zimmis or Harbis, irrespective of whether more than the stipulated amount is taken or is greater than that taken from Muslim merchants when they visit their lands.
Einige Berichte beseitigen diesen scheinbaren Widerspruch. Abu Ubaid zitierte in seinem Buch al-Amwal ein Marfu'-Hadith, als er den Steuereintreiber (al-'Ashir) erwähnte, in dem es heißt: „Er ist derjenige, der die Sadaqah auf unrechtmäßige Weise nimmt.“ Abu Ubaid legte dies aus und sagte: „Wenn er mehr nimmt als die ursprüngliche Zakat, dann hat er es auf unrechtmäßige Weise genommen.“ Dann fuhr er fort: „Ähnlich verhält es sich mit dem Hadith des Ibn 'Umar, als er gefragt wurde: ‚Weißt du, ob 'Umar den Ushr von den Muslimen genommen hat?‘ Er sagte: ‚Nein, davon weiß ich nichts.‘ Wir halten dafür, dass er damit meint, dass ['Umar] mehr als die ursprüngliche Zakat nahm, aber nicht die Zakat selbst meinte, denn wie hätte Ibn 'Umar dies leugnen können? 'Umar und andere Khulafa’a nahmen es, als sie die Zuwendungen verteilten, und es war Ibn 'Umars Meinung, es ihnen zu geben.“ Er sagte weiter: „Ähnlich ist der Hadith des Ziyad bin Hudayr, als er sagte: ‚Wir haben von keinem Muslim oder Mu'ahid den Ushr genommen.‘ Gemeint war, dass wir von Muslimen den Viertelzehnt und von Zimmis den Halbzehnt nahmen, wie es ausdrücklich in anderen von ihm überlieferten Berichten erwähnt wird.“ Abu Ubaid erwähnte, dass ihm das Eintreiben von Abgaben bei den Zimmis unklar war, da sie weder Muslime sind, von denen Sadaqah genommen wird, noch Harbis, von denen so genommen wird, wie sie von Muslimen nehmen. Er fuhr fort: „Bis ich über das Hadith nachdachte und fand, dass 'Umar mit ihnen unter dieser Bedingung einen Friedensvertrag schloss, abgesehen von der Jizya auf ihren Köpfen und dem Kharaj auf dem Land.“ Dies ähnelt dem, was in der Überlieferung des Qatada von Abu Majliz steht, als 'Umar ‚Uthman bin Haneef nach Irak schickte, in einem langen Hadith: „Und er auferlegte auf das Geld der Zimmis, mit dem sie handeln, einen Dirham von zwanzig, und die Jizya auf ihren Köpfen.“ Er fuhr fort: „Ich halte dafür, dass das Eintreiben bei ihren Händlern im Ursprung des Friedensvertrags liegt, daher ist es heute ein Recht für die Muslime.“ Ebenso pflegte Malik bin Anas zu sagen: „Sie wurden verpflichtet, in ihren Ländern zu wohnen, daher sollten sie jedes Mal besteuert werden, wenn sie es zum Handel überqueren.“ So wird deutlich, dass kein Widerspruch besteht und dass die getadelte Abgabe (Maks) das widerrechtliche Einziehen von Besitz ist.
Some reports remove this apparent contradiction. Abu Ubaid, in the book of al-Amwal, cited a Marfu’ Hadith when he mentioned the taxman (Al- ’Ashir) which stated: “He is the one who takes the Sadaqah illegitimately.” Abu Ubaid translated this and said: “If he takes more than the original Zakat then he has taken it illegitimately.” Then he continued to say: “Similarly what is understood from the Hadith of ibn ‘Umar when he was asked: ‘Do you know if ‘Umar took Ushr from Muslims?’ He said: ‘No, I do not know of this.’ We consider that he means taking more than the original Zakat but did not mean the Zakat, for how could ibn ‘Umar deny this? ‘Umar and other Khulafa’a took it when they distributed the grants and it was ibn ‘Umar’s opinion to give it to them.” He then said: “Similar is the Hadith of Ziyad bin Hudayr when he said: ‘We did not take Ushr from a Muslim or Mu’ahid.’ What he meant was that we used to take quarter-tithe from Muslims and halftithe from Zimmis as mentioned explicitly in other reports narrated by him.” Abu Ubaid mentioned that collecting from Zimmis was ambiguous to him as they were not Muslims from whom Sadaqah is taken nor Harbis such that it is taken from them as they take from Muslims. He went on to say: “Until I contemplated the Hadith and found that ‘Umar contracted peace with them upon this, apart from Jizya on their heads and Kharaj on the land.” This is similar to what came in the narration of Qatada from Abu Majliz when ‘Umar sent Uthman bin Haneef to Iraq in a long Hadith: “And he imposed on the money of the Zimmis in which they trade with, one dirham in every twenty and Jizya on their heads.” He continued: “I deem the collecting from their merchants is in the origin of the peace treaty so it is a right today for the Muslims.” Similarly Malik bin Anas used to say: “They were covenanted to settle in their lands, so every time they cross it for trade they should be taxed.” Thus it becomes clear that there is no contradiction and the tax (Maks) that is censured is the collection of property illegitimately.
Ein Viertelzehnt wird von den Waren muslimischer Kaufleute, die die Grenze des Staates überschreiten, als Zakat erhoben, denn die Zakat auf Handelswaren ist dieselbe wie die Zakat auf Geld, da Waren nach diesem bewertet werden. Die pflichtmäßige Zakat auf Geld beträgt ein Viertelzehnt (2,5 %), somit ist die Zakat auf Handelswaren dieselbe. Sie darf weder erhöht noch verringert werden, da sie ein Recht am Vermögen des Muslims ist, das Allah (swt) verpflichtend gemacht hat, an die acht Kategorien als Zakat und Läuterung gegeben zu werden. Sie wird in den Bereich der Sadaqah eingeordnet und unter jene verteilt, die im Vers aufgeführt sind.
A quarter-tithe is taken from the merchandise of Muslim merchants crossing the State frontier as Zakat, as Zakat on trade merchandise is the same as Zakat on currency, for merchandise is evaluated by it. The obligatory Zakat on currency is quarter-tithe (2.5%), so the Zakat on trade merchandise is the same. It should neither be increased nor decreased as it is a right on the Muslim’s wealth which Allah (swt) obliged to be given to the eight categories as Zakat and purification. It is placed in the department of Sadaqah and spent amongst those listed in the Ayah.
Der Halbzehnt (5 %) wird von den Waren der dhimmitischen Kaufleute erhoben, wenn sie die Grenzen überschreiten, gemäß dem Friedensvertrag und den Vereinbarungen, die zur Zeit ʿUmars ibn al-Khattāb mit ihnen geschlossen wurden. Wenn heute neue Vereinbarungen mit den Leuten der Schrift oder anderen getroffen werden, die den Betrag festlegen, der von den Waren erhoben wird, mit denen sie die Grenzen des Staates überschreiten – sei es ein Zehnt (10 %), ein Drittel, ein Viertel, die Hälfte oder mehr oder weniger als das –, so ist es verpflichtend, dem zu entsprechen, was vereinbart wurde.
Half-tithe (5%) is taken from the merchandise of Zimmi merchants when they cross the frontiers according to the peace treaty and agreements contracted with them at the time of ‘Umar ibn Al-Khattab. Today, if new agreements are contracted with the people of the Book or others, determining the amount taken from the goods with which they cross the State’s frontiers whether this is at the tithe (10%), one-third, one-quarter, one half, or more or less than that, then it is obligatory to conform to what is agreed upon.
Der Zehnte (10%) wird von den Waren der Harbi-Kaufleute erhoben, wenn sie die Grenzen überqueren. Diese Abgabe richtet sich danach, was von muslimischen Händlern und Kaufleuten im Rahmen eines Gegenseitigkeitsverhältnisses erhoben wird. Der Zehnte war zur Zeit von ‘Umar und den Khulafa’ nach ihm der Betrag, den die Harbis von muslimischen Kaufleuten erhoben, wenn diese ihr Land durchquerten; deshalb wurde den Harbis im Gegenzug der Zehnte abgenommen. Von Ziyad bin Hudayr wird überliefert, er habe gesagt: „Ich war die erste Person, die ‘Umar ibn Al-Khattab entsandte, um den Zehnten einzuziehen. Er befahl mir, niemanden zu durchsuchen, und von jedem, der unter den Muslimen durchzieht, einen Dirham von vierzig zu nehmen, von den Zimmis einen von zwanzig, und von denjenigen ohne Schutzvertrag den Zehnten.“ Von Anas bin Malik wird überliefert, er habe gesagt: „‘Umar ibn Al-Khattab schickte mich, um den Ushr einzuziehen. Er gab mir eine Anweisung, von den Waren, mit denen Muslime reisten, den Viertelzehnt zu nehmen, von den Zimmis den halben Zehnt und von den Harbis den Zehnt.“
Tithe (10%) is taken from the goods of Harbi merchants when they cross the frontiers. This amount is determined by what is taken from Muslim traders and merchants in a reciprocal arrangement. The tithe was the amount taken by Harbis from Muslim merchants crossing their lands at the time of ‘Umar and the Khulafa’a after him, so tithe was taken from the Harbis in reciprocation. From Ziyad bin Hudayr, he said: “I was the first person sent by ‘Umar ibn Al-Khattab to collect tithe. He said: ‘He commanded me that I should not search anyone and to take one Dirham out of every forty from whoever passes among the Muslims, one out of twenty from Zimmis and the tithe from those without a covenant.’” From Anas bin Malik, he said: “‘Umar ibn Al-Khattab sent me to collect Ushr. He gave me a decree to take quartertithe from what Muslims moved with of their merchandise, half-tithe from Zimmis and the tithe from Harbis.”.
Abu Musa al-Ash'ari schrieb an 'Umar und sagte: „Die muslimischen Kaufleute gehen in das Land des Krieges, und sie nehmen von ihnen den Zehnten.“ Da schrieb ihm 'Umar: „Nimm von ihnen dasselbe, was sie von muslimischen Kaufleuten nehmen.“ Die Leute von Manbaj schrieben an 'Umar: „Erlaube uns, als Kaufleute in dein Land einzutreten, und du kannst uns besteuern.“ Da beriet sich 'Umar mit den Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ darüber, und sie rieten ihm, ihr Angebot anzunehmen und sie zu besteuern. So entsprach der Betrag, der von den Harbis genommen wurde, dem Betrag, den sie von muslimischen Kaufleuten nahmen. Wenn heute neue Abkommen geschlossen werden, ist es notwendig, den Betrag, der von harbischen Kaufleuten und Händlern genommen wird, entsprechend dem Betrag zu begrenzen, den die Harbis von muslimischen Kaufleuten besteuern.
Abu Musa al-Ash’ari wrote to ‘Umar saying: “The Muslim merchants go to the land of war and they take tithe from them. He said: ‘’Umar wrote to him: Take from them the same as they take from Muslim merchants.’” The people of Manbaj wrote to ‘Umar: “Allow us to enter your land as merchants and you can tax us. He said: ‘’Umar consulted the companions of the Messenger of Allah (saw) about this and they advised him to accept their offer and tax them.’” Thus the amount that was taken from Harbis was equivalent to the amount they took from Muslim merchants. If new agreements are contracted today it is necessary to restrict the amount taken from Harbi merchants and traders in accordance with the amount taxed by the Harbis on Muslim traders.
Steuern, die von Händlern der Zimmi und Harbi erhoben werden, sind Beute für die Muslime. Sie sind in die Abteilung für Beute und Kharaj zu legen und wie die Ausgaben von Jizya und Kharaj zu verwenden.
Taxes taken from Zimmi and Harbi merchants is booty for Muslims. It is to be placed in the department of booty and Kharaj and to be spent like the expenditure of Jizya and Kharaj.
Der Betrag, der von Zimmi- und Harbi-Kaufleuten erhoben wird, wird dem Khalifah übertragen. Er darf ihn entsprechend den bereits geschlossenen oder noch zu schließenden Friedensverträgen erhöhen oder senken. Er darf auch wechselseitig handeln, so wie mit muslimischen Kaufleuten verfahren wird, im Sinne des Interesses der Muslime und der Verbreitung der Da’wah. Abdullah bin ‘Umar berichtete, dass ‘Umar von Öl und Weizen den halben Zehnten (5 %) nahm, um deren Einfuhr nach Madinah zu fördern, und von Gemüse (Erbsen, Bohnen, Linsen) den Zehnten nahm.
The amount taken from Zimmi and Harbi merchants is delegated to the Khalifah. He may increase or decrease it according to the peace agreements either already contracted or to be contracted. He may also act reciprocally to how Muslim merchants are treated in accordance to the interest of the Muslims and the conveying of the Da’wah. Abdullah bin ‘Umar narrated that “‘Umar used to take half-tithe (5%) from oil and wheat so as to increase their load into Madinah and took the tithe from vegetables (peas, beans, lentils).”.
Von welchem ist der ‘Ushr (Zehnte) zu entrichten und wann?
From What is the ‘Ushr (Tithe) Taken and When.
Der ʿUschr wird von allen Arten von Handelsgütern erhoben, gleich welcher Art sie sind, seien es Waren, Tiere, Feldfrüchte oder Obst. Er wird nicht von nicht zum Handel bestimmtem Besitz erhoben, also nicht von der Kleidung einer Person, ihren Werkzeugen, persönlichen Gegenständen oder Nahrungsmitteln. Wenn jemand behauptet, die Waren, die er mit sich führt, seien nicht zum Handel bestimmt, obwohl vergleichbare Waren zum Handel bestimmt sind, dann wird seine Behauptung nur angenommen, wenn er einen Beweis vorlegt, der seine Behauptung stützt.
‘Ushr is taken from all types of trading properties, whatever their type, whether goods, animals, crops or fruits. It is not taken from non-trading properties, so it is not taken from a person’s clothes, his tools, personal articles or food. If anyone claims that the commodities he is carrying are not for trade, where similar commodities are for trade, then his claim will not be accepted except with proof supporting his claim.
ʿUschr wird von Zimmi- oder Harbi-Händlern nur auf Waren erhoben, die die Grenzen überschreiten. Er wird nicht auf die Handelswaren von Zimmis oder Harbis im Inland (innerhalb des Staates) erhoben, es sei denn, dies ist in den Friedens- oder Handelsverträgen mit anderen Staaten festgelegt. Dies geschieht deshalb, weil für sie keine Zakat gilt und den Zimmis innerhalb des Staates nichts auferlegt wird außer der Dschizya auf ihren Köpfen und dem Ḫarādsch auf ihrem Land, oder dem, was in den Friedensverträgen mit ihnen festgelegt wurde, wie etwa die Verpflegung des Heeres oder die Bewirtung von Muslimen, wie es in der vertraglichen Verpflichtung zur Zeit ʿUmars war. Was die Harbis betrifft, so ist mit ihnen auf Gegenseitigkeit zu verfahren und gemäß den Texten der Abkommen und Bedingungen, die ihnen den Eintritt in Dār ul-Islām gestatten. Erlauben diese, von ihren Waren im Inland etwas zu nehmen, so wird es genommen. Wenn nicht, so wird ihnen nichts genommen. Was die Muslime betrifft, so wird die Zakat auf ihr Vermögen und ihre Handelsware erhoben.
‘Ushr is not taken from Zimmi or Harbi traders except from goods crossing the frontiers. It is not taken from trading goods of Zimmis or Harbis internally (within the State) unless stated in the peace or trading agreements with other states. This is so because there is no Zakat upon them, nor is anything obliged upon Zimmis within the State except Jizya on their heads and Kharaj on their lands, or what was stated in the peace treaties with them such as their feeding the army or showing hospitality to Muslims, as in the contractual obligation in ‘Umar’s time. As for Harbis, it is necessary to deal with them reciprocally and according to the texts of the agreements and conditions that allow them to enter Dar ul-Islam. If these allow the taking of something from their goods internally then it is taken. If not, then nothing is taken from them. As for Muslims, Zakat is imposed upon their properties and trading merchandise.
‘Ushr wird nur einmal im Jahr auf eine einzelne Ware erhoben, selbst wenn der Händler mit ihr wiederholt am Zöllner (Al-’Ashir) vorbeizieht. Von Ziyad bin Hudayr wird überliefert, er habe gesagt: „Sein Vater pflegte zweimal jährlich von einem Christen einzuziehen. Da gingen die Christen zu ‘Umar ibn Al-Khattab und sagten: ‘O Amir al-Mumineen, dein Statthalter nimmt von mir zweimal im Jahr den ‘Ushr.’ ‘Umar sagte: ‘Das ist nicht richtig. Er soll nur einmal im Jahr einziehen.’ Dann kam er erneut und sagte: ‘Ich bin ein alter christlicher Mann.’ ‘Umar sagte: ‘Und ich bin ein alter muslimischer Mann. Ich habe in deiner Angelegenheit geschrieben (das heißt, ich habe mich deiner angenommen).’“
‘Ushr is only taken once each year upon a single good even if the trader crosses with it by the collector (Al-’Ashir) repeatedly. From Ziyad bin Hudayr, he said: “His father used to collect from a Christian twice in every year, so the Christians went to ‘Umar ibn Al-Khattab and said: ‘O Amir al-Mumineen, your governor takes from me Ushr twice each year.’ ‘Umar said: ‘That is not correct. He should collect it only once each year.’ Then he came again and said: ‘I am an old Christian man.’ ‘Umar said: ‘And I am an old Muslim man. I have written regarding your case (in other words, taken care of you).’”.
Für einen Zimmi- oder Harbi-Händler, der wiederholt mit unterschiedlichen Waren die Grenze überquert, gilt in jedem neuen Handelsvorgang, mit dem er die Grenze überquert, dieselbe Regelung wie für den Muslim, bei dem von jedem Handelsvorgang, mit dem er die Grenze überquert, Zakat erhoben wird. Behauptet der Muslim, er habe die Zakat auf seinen Handel bereits entrichtet, wird dies durch seinen Eid oder dadurch angenommen, dass er einen rechtlichen Beweis vorlegt, der belegt, dass er die Zakat auf seinen Handel entrichtet hat, da Zakat nur einmal im Jahr fällig wird. Vom jeweiligen Handel, für den er die Zakat nicht entrichtet hat, wird als Zakat ein Viertelzehnt (2,5 %) erhoben.
As for a Zimmi or Harbi trader repeatedly crossing with different goods on each trip, his case for each new trade he crosses with is the same as that of the Muslim where Zakat is taken for each trade he crosses with. If the Muslim claims he has given the Zakat on his trade, it will be accepted by his oath or his presenting a legal proof supporting that he has given the Zakat on his trade, as Zakat is not obliged except once in a year. Quarter-tithe (2.5%) is taken as Zakat from each trade that he has not given Zakat upon.
Der Viertelzehnt wird vom muslimischen Händler erhoben, wenn sein Handelsvermögen den Nisab (Mindestbetrag) der Zakat erreicht und ein Jahr vergangen ist. Mit anderen Worten: wenn der Wert 20 goldene Mithqal bzw. 85 Gramm Gold oder 200 silberne Dirham bzw. 595 Gramm Silber erreicht hat. Von ihm wird nichts genommen, wenn sein Handelsvermögen den Nisab der Zakat nicht erreicht. Bei dem Zimmi oder Harbi hingegen wird er von allen Handelsgütern erhoben, die sie mit sich führen, unabhängig von der Menge.
Quarter-tithe is taken from the Muslim trader if his trade reaches the Nisab (limited amount) of Zakat and a year has passed. In other words, if the value has reached 20 golden Mithqal or 85 grams of gold, or 200 silver Dirhams or 595 grams of silver. Nothing is taken from him if his trade has not reached the Nisab amount of Zakat. As for the Zimmi or Harbi, it is taken from all trading properties that they carry irrespective of the amount.
Das Amt des al-ʿĀschir (des Ushr-Einsammlers) ist ein heikles, denn der Einsammler könnte die Menschen unterdrücken oder Versuchungen und Bestechung ausgesetzt sein. Deshalb ist es notwendig, dass der Einsammler ein guter und frommer Mensch ist, der die Menschen nicht unterdrückt, nicht hart mit ihnen umgeht und nicht mehr von ihnen nimmt, als er verpflichtet ist. Ebenso darf er nicht empfänglich für Versuchungen oder Bestechung sein, sodass er das, was von den Händlern genommen werden muss, nicht verringert. Würde er so handeln, schadete er den Rechten der Muslime im Bait ul-Mal. Es ist daher wichtig, die Eigenschaften des Einsammlers fortwährend zu überprüfen, damit jeder, der sich als anstößig erweist, bestraft, diszipliniert oder abgesetzt wird.
The post of Al-’Ashir (Ushr collector) is a sensitive one since the collector may possibly oppress the people, or be subject to temptation and bribery, therefore it is necessary that the collector be a good and pious person such that he does not oppress people, deal with them harshly nor take more than that which is obliged from them. Similarly he should not be susceptible to temptation or bribery so as to reduce what must be taken from the traders. In doing this, he would harm the rights of Muslims in Bait ul-Mal. It is thus important to continuously examine the characteristics of the collector so that whoever is found to be offensive is punished, disciplined or removed.