6 Der Kharāj
6 The Kharaj
Das Charadsch ist das Recht der Muslime, das auf das Land erhoben wird, das von den Ungläubigen erobert wird, entweder durch den Einsatz von Gewalt oder auf friedlichem Wege; es wäre also ein Charadsch der Gewalt und ein Charadsch des Friedens.
The Kharaj is the right of the Muslims imposed on the land that is conquered from the Kuffar, either by the use of force or by peaceful means, it would thus be a Kharaj of force and a Kharaj of peace.
Das Kharaj der Gewalt (Kharaj Al-Unwa)
The Kharaj of Force (Kharaj Al-Unwa)
Es ist die Abgabe, die auf jedes Land erhoben wird, das die Muslime den Ungläubigen mit Gewalt abgenommen haben, etwa die Länder Irak, Ash-Sham und Ägypten. Das Wesen des Kharaj wird im Ausspruch Allahs (SWT) erwähnt:
It is the levy imposed on any land which the Muslims have conquered from the disbelievers by the use of force, such as the lands of Iraq, Ash- Sham and Egypt. The basic nature of Kharaj is referred to in Allah (swt)’s saying:
„Was Allah (swt) seinem Gesandten (saw) von den Bewohnern der Städte (als Beute) zurückgegeben hat, gehört Allah (swt) und Seinem Gesandten (saw), den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen und dem Wanderer – damit es nicht unter den Reichen unter euch im Kreislauf bleibt. Nehmt also, was der Gesandte (saw) euch gibt, und enthaltet euch dessen, was er euch untersagt. Und fürchtet Allah (swt); denn Allah (swt) ist streng im Bestrafen. (Ein Teil steht) den mittellosen Muhajirun zu, jenen, die aus ihren Häusern und ihrem Besitz vertrieben wurden, während sie die Huld Allahs (swt) und Sein Wohlgefallen suchten und Allah (swt) und Seinen Gesandten (saw) unterstützten; sie sind wahrlich die Wahrhaftigen. Und jene, die vor ihnen die Wohnstätte (in Madinah) innehatten und den Glauben angenommen hatten, erweisen denen, die zu ihnen geflüchtet sind, ihre Zuneigung und hegen in ihren Herzen kein Verlangen nach dem, was jenen gegeben wurde, sondern bevorzugen sie vor sich selbst, auch wenn sie selbst in Armut lebten. Und jene, die vor der Habgier ihrer eigenen Seelen bewahrt wurden – das sind diejenigen, die Erfolg erlangen. Und jene, die nach ihnen kommen, sagen: „Unser Herr! Vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorausgegangen sind.“ [Al-Hashr: 7-10]
“What Allah (swt) has bestowed on His Messenger (saw) (and taken away) from the people of the townships, belongs to Allah (swt) and His Messenger (saw), to the kindred, orphans, the needy and the wayfarer; in order that it may not remain a circuit between the wealthy among you. So take what the Messenger (saw) gives you and refrain from what he prohibits you. And fear Allah (swt); for Allah (swt) is strict in punishment. (Some part is due) to the indigent Muhajirs, those who were expelled from their homes and their property, while seeking grace from Allah (swt) and (His) good pleasure, and aiding Allah (swt) and His Messenger (saw): such are indeed the truthful;- And those who before them had homes (in Madinah) and had adopted the faith,- show their affection to such as came to them for refuge, and entertain no desire in their hearts for things given to the (latter), but give them preference over themselves, even though poverty was their (own lot). And those saved from their covetousness of their own souls,- they are the ones that achieve prosperity. And those who came after them say: “Our Lord! Forgive us, and our brethren who came before us into the faith.” [Al-Hashr: 7-10]
Diese Verse wurden von ʿUmar herangezogen, um seine Ansicht zu stützen, dieLändereien des Irak, von Ash-Sham und Ägypten nicht unter den Kämpfern aufzuteilen, wie es Bilal, ʿAbdurrahman und Az-Zubair verlangt hatten. Sie baten ihn, diese Länder aufzuteilen, die Allah (swt) ihnen mit Hilfe ihrer Schwerter geschenkt hatte, und argumentierten, dass der Gesandte Allahs ﷺ mit dem Land von Khaybar genauso verfahren sei, denn er habe dieses Land nach seiner Eroberung unter den Kämpfern verteilt. Als ʿUmar die Ansar zusammenrief, um sich mit ihnen zu beraten, soll er zur Unterstützung seiner Ansicht gesagt haben: „Ich habe beschlossen, das Land und seine Bäume zu unveräußerlichem Eigentum zu machen, und den Bewohnern die Kharādsch-Steuer sowie ihren Besitzern die Dschizya aufzuerlegen. Diese sollen als Fai' für die Muslime gelten, seien es die Kämpfer, ihre Kinder und jene, die nach ihnen kommen. Denkt ihr nicht, dass diese Grenzen (Frontlinien) von Soldaten besetzt werden müssen? Denkt ihr nicht, dass diese großen Städte von Ash-Sham, Al-Dschazira, Al-Kufa, Basra und Ägypten mit bewaffneten Streitkräften befestigt werden müssen, denen wir großzügig begegnen sollten? Woher sollen wir ihnen geben, wenn das Land und die Bäume aufgeteilt würden?“ Danach untermauerte ʿUmar seine Argumentation mit Belegen aus dem Qur'an. Er rezitierte die Verse über das Fai', bis er zu Allahs (swt) Worten gelangte:
These verses have been used by ‘Umar to support his argument about not dividing the lands of Iraq, Ash-Sham and Egypt among the fighters, as requested by Bilal, Abdul Rahman and Al-Zubayr. They asked him to divide these lands which Allah (swt) had bestowed on them with the help of their swords, arguing that this was what the Messenger of Allah (saw) did with the land of Khaybar, for he divided that land among the fighters after he had conquered it. ‘Umar is reported to have said to the Ansar, when he summoned them to consult them, in support of his argument: “I have decided to make the land and their trees an inalienable property, and to impose on them the Kharaj and on their owners the Jizya, these would be a Fai’ to the Muslims, be it the fighters, their children and those who come after them. Do you not think that these frontiers (front lines) need to be manned by soldiers? Do you not think that these great cities of Ash-Sham, Al-Jazira, Al-Kufa, Basra and Egypt need to be fortified with armed forces to whom we ought to be generous? Where do we give them from, if the lands and the trees were divided?.” ‘Umar then backed his argument with evidence from the Qur’an. He recited the verses of Al-Fai’ until he reached Allah (swt)’s saying:
„Und diejenigen, die nach ihnen kamen“ [Al- Hashr: 10]
“And those who came after them” [Al- Hashr: 10]
und sagte dann: „Dieser Vers bezieht sich auf alle Menschen bis zum Tag des Gerichts, und jeder einzelne Muslim hat Anspruch auf einen Anteil an diesem Fai’.“ Die Ansar stimmten ihm zu und sagten: „Deine Meinung ist richtig, du hast das Richtige gesagt und die richtige Entscheidung getroffen. Wenn diese Grenzposten und diese Städte nicht von den Kämpfern befestigt würden und wenn jenen Männern keine Versorgung gegeben würde, würden die Ungläubigen in ihre Städte zurückkehren.“ Daraufhin sagte ‘Umar: „Die Angelegenheit ist mir nun klar geworden. Kennt ihr einen Mann, der Fähigkeit und Erfahrung im Vermessen besitzt und der das Land vermessen und die Erträge angemessen einschätzen könnte?“ Da stimmten alle darin überein, dass ‘Uthman Ibn Hanif der beste Mann für diese Aufgabe sei, und sagten: „Du kannst dich bei verwickelteren Angelegenheiten als dieser auf ihn verlassen, denn er besitzt Weitblick, Verstand und Erfahrung.“ ‘Umar eilte daraufhin zu ihm und beauftragte ihn mit der Aufgabe, das Land des Sawad (das Gebiet des heutigen Irak und Iran) zu vermessen.
and then said: “This verse refers to all the people till the day of Judgement, and every single Muslim is entitled to share of this Fai’.” The Ansar agreed with him and said: “Your opinion is right, you have said the right thing and come up with the right decision, if these frontlines and these cities were not fortified by the fighters, and if those men were not given provisions, the disbelievers would return to their cities.” Upon this ‘Umar said: “The matter has become clear to me, do you know a man who has a ability and experience in measurement, who could survey the land and assess the fruits reasonably?.” Then all agreed that Uthman Ibn Hanif was the best man for the job and said: “You can rely on him in more complicated matters than this, for he has vision, intelligence and experience.” ‘Umar then hurried to him and assigned him with the task of surveying the land of the Sawad (land of Iraq and Iran).
Uthman zog dann los und vermaß das Sawad. Er legte auf das Sawad eine Kharaj-Abgabe fest und berichtete anschließend ‘Umar, der die Vermessung billigte. Allein die Einnahmen aus dem Sawad von al-Kufa erreichten noch vor dem Tod ‘Umars die Summe von hundert Millionen Dirham. Der Dirham entsprach damals dem Gewicht des Miskal. ‘Umar erlaubte daher den Landbesitzern, das Land zu behalten, und legte ihnen eine Kharaj-Abgabe auf, die sie an das Bait ul-Mal entrichteten. ‘Umar machte das Land zu einem Fai’ für die Muslime bis zum Tag des Gerichts. Es wird eine Kharaj-Abgabe bleiben, bis Allah (swt) die Erde und alle, die auf ihr sind, erbt. Es kann nicht übertragen oder in ein ‘Ushr-Land umgewandelt werden, selbst wenn die Landbesitzer den Islam annehmen oder das Land an einen Muslim verkaufen. Dies liegt daran, dass die Beschaffenheit des Landes so bleibt und sich nicht ändert, das heißt, ein Land, das mit Gewalt erobert wurde, und ein Land, auf das eine Kharaj-Abgabe festgesetzt wurde.
Uthman then set off and surveyed the Sawad. He put on the Sawad a Kharaj, then reported back to ‘Umar who approved the survey. The revenues from the Sawad of Al-Kufa alone reached before the death of ‘Umar a hundred million Dirhams. The Dirham at the time was equal to the weight of the Miskal. ‘Umar therefore allowed the landowners to keep the land and imposed on them a Kharaj which they paid to the Bait ul-Mal and ‘Umar made the land a Fai’ for the Muslims till the day of Judgement. It will remain a Kharaj until Allah (swt) inherits the Earth and those on it, it cannot be transferred or converted into a ‘’Ushr (to the land), even if the landowners embraced Islam or sold the land to a Muslim. This is because the nature of the land will remain as such and will not change, i.e. a land that has been conquered by force and a land that a Kharaj has been imposed on.
Tariq Ibnu Shihab berichtete: „‘Umar b. Al-Khattab schrieb mir über den Stamm der Dahqana in Nahr Al-Malik, die den Islam angenommen hatten. Er schrieb: ‚Gebt dem Stamm sein Land, damit sie die Kharaj-Steuer für dieses Land entrichten.‘“ Dies zeigt deutlich, dass ‘Umar b. Al-Khattab die Kharaj-Steuer auf dem mit Waffengewalt eroberten Land, dessen Eigentümer den Islam angenommen hatten, nicht erlassen hat, und er ordnete an, dass sie nach ihrem Übertritt zum Islam die Kharaj-Steuer für dieses Land weiterhin entrichten sollten.
Tariq Ibnu Shihab reported: ‘‘Umar b. Al-Khattab wrote to me about the tribe of Dahqana in Nahr Al-Malik, who had embraced Islam. He wrote: “Give the tribe her land so that they pay the Kharaj of that land.” This clearly indicates that ‘Umar b. Al-Khattab did not waiver the Kharaj imposed on the land conquered by force and whose owners embraced Islam, and he ordered them to continue to pay the Kharaj of that land after becoming Muslims.
Die Kharaj des Friedensvertrags
The Kharaj of the peace treaty
Es handelt sich um die Kharaj-Abgabe, die auf jedes Land erhoben wird, dessen Bewohner einen Friedensvertrag geschlossen haben. Sie unterliegt dem Friedensvertrag, der zwischen den Muslimen und den Menschen, mit denen sie Frieden geschlossen haben, vereinbart wurde. Wenn der Friedensvertrag auf der Grundlage geschlossen wurde, dass das Land uns gehört oder dass es seinen Bewohnern erlaubt, sich dort niederzulassen, gegen die Kharaj, die sie zahlen werden, dann bleibt diese Kharaj für immer auf diesem Land bestehen, und sein Land bleibt Kharaj-Land bis zum Tag des Gerichts, selbst wenn es durch die Konversion der Bewohner zum Islam oder durch den Kauf des Landes durch Muslime usw. an Muslime übergegangen ist.
It is the Kharaj levied on every land whose inhabitants a peace treaty has been signed. It will be subject to the peace treaty agreed between the Muslims and the people with whom they made peace. If the peace treaty was on the basis that the land belongs to us or that it allows its inhabitants to settle there in return for Kharaj which they will pay then this Kharaj will remain for ever on this land and its land shall remain Kharaji land until the Day of Judgement, even if it was transferred to Muslims through the inhabitants conversion to Islam or by purchasing it by Muslims, etc.
Wenn jedoch der Friedensvertrag auf der Grundlage geschlossen wurde, dass das Land ihnen gehört, es in ihrem Besitz verbleibt und sie sich dort gegen einen festgelegten Betrag an Kharaj niederlassen, der von ihnen erhoben wird, dann steht dieses Kharaj an der Stelle der Jizya. In diesem Fall entfällt es, wenn sie den Islam annehmen oder das Land an Muslime verkaufen, aufgrund des Wortes Allahs (SWT): „Und haltet die Verpflichtung ein, denn über die Verpflichtung wird man zur Rechenschaft gezogen werden." [Al-Isra: 34] Ebenso aufgrund des Wortes des Propheten ﷺ: „Die Muslime sind an ihre Bedingungen gebunden." Verkaufen sie ihr Land jedoch an einen Kafir, so bleibt das Kharaj bestehen und entfällt nicht, denn der Kafir gehört zu den Menschen des Kharaj und der Jizya.
However if the peace treaty was on the basis that the land belonged to them and that it shall remain in their hands and they shall settle there for a known amount of Kharaj which would be levied on them, then this Kharaj will be in the position of the Jizya. In this case it will cease if they embrace Islam or sell the land to Muslims due to the saying of Allah (swt) : “And fulfil the covenant. Verily! The covenant, will be questioned about.” [Al-Isra: 34] It is also due to the Prophet (saw)’s saying: ‘Muslims are bound by their conditions’. As for if they sold their land to a Kafir then the Kharaj will remain and will not cease because the Kafir is from the people of Kharaj and Jizya.
Kombinierung von ʿUshr und Kharādsch
Combining the ‘Ushr and Kharaj
Das Kharaj wird von Anfang an auf das Land von ‘Unwah (gewaltsam eröffnet) erhoben, das den Kuffar zur Zeit seiner Eroberung gehörte. Bleibt das Land in den Händen der Kuffar, so wird das Kharaj dafür entrichtet, gleichgültig, ob das Land bebaut wurde oder nicht. Es fällt kein ’Ushr darauf an, denn der ’Ushr ist Zakat, und die Kuffar zahlen keine Zakat. Werden sie Muslime oder verkaufen sie das Land an einen Muslim, so entfällt das Kharaj nicht, weil die Beschreibung des Landes als gewaltsam eröffnetes Land für immer bestehen bleibt. Daher müssen sie den ’Ushr zusammen mit dem Kharaj entrichten. Der Grund dafür ist, dass das Kharaj ein Recht ist, das auf dem Land liegt, und der ’Ushr ein Recht ist, das auf dem Ertrag des Landes liegt, wenn es einem Muslim gehört, gemäß den Qur'an-Versen und den Überlieferungen. Zwischen beiden Rechten besteht kein Widerspruch, denn sie wurden aus zwei verschiedenen Gründen verpflichtend. Dies gleicht dem Fall, dass ein Muslim im Ihram (Zustand der rituellen Weihe) im Haram (heilige Bezirke) ein Jagdtier tötet, das jemandem gehört. Er ist dann verpflichtet, dessen Wert an seinen Eigentümer zu zahlen, und die ihm auferlegte Sühne an Allah (swt). Was die Hanafiten als Beweis dafür anführen, dass ’Ushr und Kharaj nicht zusammen erhoben werden dürfen, nämlich eine Überlieferung, die sie vom Gesandten (saw) berichten: „Im Land eines Muslims darf ’Ushr und Kharaj nicht zusammen erhoben werden“, so ist dies keine Überlieferung, und die Gelehrten der Hadith-Wissenschaft haben nicht bestätigt, dass sie von der Rede des Gesandten (saw) stammt.
Kharaj is imposed from the beginning on the land of ‘Unwah (opened by force) which the Kuffar used to own at the time it was conquered. If the land continues in the hands of the Kuffar then Kharaj will be paid for it whether the land was cultivated or not. It will have no ’Ushr because ‘Ushr is Zakat and the Kuffar do not pay Zakat. If they become Muslim or sell it to a Muslim the Kharaj does not cease because its description as a land opened by force remains for all time. So they have to pay the ’Ushr with the Kharaj. This is because Kharaj is a right obliged on the land and ’Ushr is a right obliged on the produce of the land owned by a Muslim according to the Ayat and Ahadith. There is no contradiction between the two rights because they became obligatory for two different causes. This is similar to the case when a Muslim in Ihram (state of ritual consecration) kills in the Haram (ritual places) a hunt (animal) owned by somebody, he is then obliged to pay its value to its owner and the penalty due upon him to Allah (swt) As for what the Hanafis cite as proof for not combining the ’Ushr and Kharaj from a Hadith which they report from the Messenger (saw) : ‘There shall be no combining of the ’Ushr and Kharaj in the land of a Muslim’. It is not a Hadith and the scholars of Hadith did not confirm if it was from the speech of the Messenger (saw) .
Die Zahlung der Kharaj wird also zuerst geleistet. Wenn nach der Zahlung der Kharaj noch Feldfrüchte und Früchte übrig bleiben, die das Nisab erreichen, auf das Zakat zu entrichten ist, dann wird die Zakat eingefordert. Erreicht es das Nisab nicht, so entfällt die Zakat für ihn.
Die praktische Wirklichkeit, nach der wir heute vorgehen müssen
The Practical Reality According To Which We Must Proceed Today
Da wir uns nun sehr weit von der Zeit der Eroberungen entfernt befinden und die große Mehrheit der Menschen in allen Ländern, sei es, dass sie mit Gewalt erobert oder durch Friedensvertrag übergeben wurden, zum Islam übergetreten ist, und nachdem die meisten Diwane und Register, die das Land, das als Lehen vergeben, belebt und besiedelt wurde, von dem Land unterschieden, das mit Gewalt oder durch Friedensvertrag genommen wurde, veraltet sind, lässt sich dies nun auf folgende Weise unterscheiden: indem man die vorherrschende allgemeine Lage des Landes betrachtet, von dem bekannt ist, dass es mit Gewalt eröffnet wurde, oder dessen Bewohner den Islam angenommen haben, oder das auf eine bestimmte Weise behandelt wurde.
Now that we are very distant from the time of the conquests and the great majority of the people have become Muslims in all the lands whether conquered by force or by peace treaty. Now after the majority of the Diwans and registers, which distinguished the land which is granted, revived and settled in from the land taken by force or peace treaty became obsolete, then this can be distinguished in the following manner: by considering the most predominant general situation of the land that is known to have been opened by force, or its people have embraced Islam or it has been dealt with in a specific way.
Das gesamte Land Irak, einschließlich Kuwait, Iran, Indien, Pakistan, Afghanistan, Turkestan, Buchara, Samarkand, das Land Asch-Scham, die Türkei, Ägypten, der Sudan und Nordafrika, gilt all dies als Land des Kharadsch, da es mit Gewalt erobert wurde. Über diese Gebiete muss das Kharadsch von den Muslimen und den Ungläubigen entrichtet werden. Ebenso ist die Zahlung des ’Ushr für Muslime verpflichtend, wenn der Ertrag des Landes so beschaffen ist, dass Zakat verpflichtend ist, oder wenn er nach Abzug des Kharadsch die Nisab erreicht, ausgenommen jene Muslime, die mit Belegen und Dokumenten nachweisen können, dass ihr Land ’Ushri-Land ist; diese zahlen dann kein Kharadsch, sondern den ’Ushr als Zakat.
The whole of the land of Iraq, including Kuwait, Iran, India, Pakistan, Afghanistan, Turkistan, Bukhara, Samarqand, the land of Ash-Sham, Turkey, Egypt, Sudan and north Africa, all of these are considered Kharaji land because they have been opened by force. Kharaj must be paid over them by the Muslims and Kuffar. Payment of ’Ushr is likewise obligatory on the Muslims if the produce of the land is such that Zakat is obligatory or that it reaches the Nisab after paying the Kharaj, except those Muslims who can prove with evidences and documents that their land is ‘Ushri land, who will then not pay Kharaj but but will pay the ’Ushr as Zakat.
Was die Arabische Halbinsel einschließlich des Jemen, Indonesien, Südostasien und andere solche Länder betrifft, so handelt es sich um Land, das ’Ushri und nicht Kharaji ist. Es ist nur verpflichtend, ’Ushr als Zakat auf die Erzeugnisse zu zahlen, auf die Zakat verpflichtend ist.
Die Methode der Erhebung der Charādsch
The Method of Levying the Kharaj
Bei der Festsetzung des Kharaj muss der Kalif Personen aus den Reihen der Erfahrenen betrauen, die wissen, wie man das Land vermisst, seinen Wert bestimmt und den Ertrag abschätzt, so wie es bei ʿUmar b. al-Khattab geschah, als er das ländliche Gebiet des Irak (as-Sawad) vermessen lassen wollte, um das Kharaj festzusetzen. Er zog die Muslime zu Rate, wen man für diese Aufgabe bestimmen solle. Er sagte zu ihnen: „Die Angelegenheit ist mir nun klar geworden. Wer ist also der Mann, der Weitblick und Verstand besitzt, um das Land auf das richtige Niveau und an den richtigen Platz zu setzen und den Ungläubigen, den Besitzern, die Menge an Kharaj aufzuerlegen, die sie tragen können?“ Da einigten sie sich alle auf ʿUthman b. Hunaif. Sie sagten: „Du kannst ihn für wichtigere Aufgaben einsetzen. Er ist ein Mann von Weitblick, Verstand und Erfahrung.“ So eilte ʿUmar zu ihm und übertrug ihm die Verantwortung für die Vermessung des Sawad.
When putting down the Kharaj the Khalifah must delagate persons from the people of experience, who know how to survey the land, value it and estimate the produce, as it happened with ‘’Umar b. Al-Khattab when he wanted to survey the rural area of Iraq (As-Sawad) in order to fix the Kharaj. He consulted the Muslims as to who should be assigned for this task. He told them. The matter has become clear for me. So who is the man who has vision and intellect to put the land in its right level and place on its owners of the Kuffar the amount of Kharaj that they can afford. So they all agreed upon ‘Uthman b. Haneef. They said: “You can send him to tasks that are more important. He is a man of vision, intelligence and experience.” Thus ‘Umar hastened to him and assigned him the responsibility of surveying the Sawad.
Derjenige, der mit der Festsetzung des Kharaj beauftragt ist, muss die Beschaffenheit des Landes berücksichtigen: ob es sehr fruchtbar ist und qualitativ hochwertigen und reichlichen Ertrag bringt, oder ob es von geringer Qualität ist und nur wenig Ertrag von geringer Qualität liefert. Wird es durch Regen, aus Quellen und Brunnen oder durch Kanäle und Flüsse bewässert? Wird es durch Regen, Beregnungsanlagen oder Maschinen bewässert, denn die Kosten sind nicht dieselben? Welche Arten von Feldfrüchten und Früchten werden angebaut und hervorgebracht, denn es gibt Feldfrüchte und Früchte, deren Preis hoch ist und einen hohen Wert hat, und andere Feldfrüchte, die billig sind und einen geringen Wert haben? Wie ist seine Lage? Liegt es nahe bei den Städten und ihren Märkten oder weit von ihnen entfernt? Gibt es eine befahrbare Straße, sodass es erreicht und seine Ernte zu den Märkten gebracht werden kann, oder sind die Wege beschwerlich?
The one assigned to estimate the Kharaj must consider the reality of the land in terms of whether it is very fertile, it gives quality and plentiful produce, or it is of low quality and gives little low quality yield. Is it watered by rain, from springs and wells or canals and rivers? Is it watered by rain, sprinklers or machines, because the cost is not the same. What types of crops and fruits are cultivated and produced, because there are crops and fruits whose price is expensive and of a high value and other crops that are cheap and of low value. What is its location? Is it close to the cities and their markets or far from them? Does it have a passable road so that it can be reached and its harvest can be transferred to the markets or are the paths rugged?
Der Wert des Kharaj
The Value of Kharaj
Die Festsetzung des Kharaj, das auf das Land auferlegt wird, muss durch Sachverständige erfolgen, die wissen, wie man es festlegt, wie im vorangegangenen Thema erläutert wurde, so wie 'Umar b. al-Khattab es tat, als er 'Uthman b. Haneef entsandte, nachdem er die Menschen über dessen Ernennung befragt hatte, weil dieser über Weitblick, Verstand und Erfahrung verfügte. Er setzte ihn für Kufa ein, diesseits des Euphrat, so wie er Huzayfah b. al-Yamaan über das Gebiet jenseits des Tigris setzte. Sie vermaßen das Sawad (ländliche Gebiete des Irak) und berechneten, was kharajpflichtig war, und sie legten die Angelegenheit 'Umar vor, der sie daraufhin billigte. Überliefert wurde von 'Amr b. Maymun, der sagte: „Ich sah 'Umar b. al-Khattab, und Ibn Haneef kam zu ihm, und sie begannen, mit ihm zu sprechen. Und ich hörte ihn sagen: ‚Bei Allah (swt)! Würde ich auf jede Parzelle bebaubaren Landes einen Dirham und ein Qafeez an Nahrungsmitteln erheben, so wäre das für sie keine Überlastung, und es würde sie auch nicht erschöpfen.'" In einer Überlieferung von Muhammad ﷺ b. 'Abeed Ath-Thaqafi heißt es, er sagte: „'Umar b. al-Khattab erhob von den Leuten des Sawad für jede Parzelle bebaubaren Landes, ob besiedelt oder mit Wasser bedeckt, einen Dirham und ein Qafeez, und auf nasses Land erhob er fünf Dirham." Ash-Sha'bi berichtete von 'Umar, dass er 'Uthman b. Haneef ins Sawad entsandte, und er erhob zwei Dirham auf eine Parzelle Gerste, auf eine Parzelle Weizen erhob er vier Dirham, auf eine Parzelle Zuckerrohr erhob er sechs Dirham, auf Dattelpalmen erhob er acht Dirham, auf Weintrauben erhob er zehn Dirham und auf Oliven erhob er zwölf Dirham.
Setting the value of Kharaj which is imposed on the land must be done by experts who know how to fix it as clarified in the previous topic as ‘Umar b. al-Khattab did when he sent ‘Uthman b. Haneef after he had consulted the people about his appointment due to the fact that he enjoyed vision, intelligence and experience. He assigned him for Kufa, over the Euphrates just as he assigned Huzayfah b. al-Yamaan over the area beyond the Tigris river. So they surveyed the Sawad (rural areas of Iraq) and calculated that which was liable to Kharaj and they raised the matter with ‘Umar who then approved it. It was narrated from ‘Amr b. Maymun who said: “I saw ‘Umar b. al-Khattab and Ibn Haneef came to him and began speaking to him and I heard him say: “By Allah (swt)! If I levied a Dirham and Qafeez of food on every patch of arable land then that would not be overburdening for them, nor will it wear them out.” In a report from Muhammad (saw) b. ‘Abeed Ath-Thaqafi he said: “Umar b. al-Khattab levied, on the people of Sawad for every patch of arable land whether populated or filled with water, a Dirham and Qafeez and on the wet land he levied five Dirhams’. Ash-Sha’bi narrated from ‘Umar: that he sent ‘Uthman b. Haneef to Sawad and he levied two Dirhams on a patch of barley, on a patch of wheat he levied four Dirhams, on a patch of sugar cane he levied six Dirhams, on date palm he levied eight Dirhams, on grapes he levied ten Dirhams and on olives he levied twelve Dirhams”.
Die Verwendung des Kharādsch
The Expenditure of the Kharaj
Was in der Rede ʿUmars b. al-Khattāb in seiner Auseinandersetzung mit denjenigen erwähnt wurde, die ihm hinsichtlich der Frage widersprachen, das Land von Irak, Ash-Sham und Ägypten zu verteilen, verdeutlicht eindeutig die Verwendung des Kharādsch. In dieser Auseinandersetzung wird folgende Aussage überliefert: „Hätte ich es verteilt, so wäre seitdem nichts für diejenigen übriggeblieben, die nach euch kommen. Wie ist es möglich, dass die Muslime, die nach euch kommen, finden, dass das Land verteilt und durch die Väter vererbt und besessen wurde? Was für eine Meinung ist das? Was wird die Grenzen füllen? Was wird für die Kinder und Witwen dieses Landes sein und für andere aus dem Land von Ash-Sham und Irak?“ Seine Aussage gegenüber den Ansar, die er um Rat fragte, lautete: „Ich vertrat die Ansicht, dass ich das Land in den Händen seiner Ungläubigen belassen, darauf ein Kharādsch festsetzen und ihnen die Dschizya auferlegen sollte, die sie entrichten werden. So wird es Fai’ für die Muslime sein, für die Kämpfer und die Nachkommen und jene, die nach ihnen kommen. Seht ihr diese Grenzen, die Männer haben müssen, die dort leben? Seht ihr nicht diese großen Städte: Ash-Sham, al-Dschazīra, Kufa, Basra und Ägypten? Sie müssen mit Armeen besetzt werden, und diesen Armeen muss man genügend Versorgung gewähren. Wer also soll jenen Menschen geben, wenn das Land und die Ungläubigen aufgeteilt werden?“ Nachdem er die Verse über das Fai’ rezitiert hatte, rezitierte er den Vers: „Und jene, die nach ihnen kamen.“ Dieser Vers umfasst alle Muslime. Es wird nicht einen einzigen Muslim geben, der nicht ein Recht auf diesen Reichtum hat. Hätte Allah (swt) mir mehr Lebenszeit gegeben, so würde jeder Muslim sein Recht erhalten, bis hin zu dem Hirten, der in Hemyer weidet, der seinen Anteil haben wird, obwohl er sich dafür nicht angestrengt hat.“
What has been mentioned in the speech of ’Umar b. al-Khattab in his discussion with those who differed with him regarding the matter of dividing the land of Iraq, Ash-Sham and Egypt clearly indicates the expenditure of the Kharaj. In this discussions the following saying has been reported: ‘If I had divided it, since then nothing would have remained for those coming after you. How is it possible that Muslims coming after you will find that the land has been divided and inherited through the fathers and owned? What kind of opinion is this? What will fill the frontiers? What will be for the children and widows of this country, and for others from the land of Ash- Sham and Iraq?” His saying to the Ansar whom he consulted was: “I took the view that I should keep the land in the hands of its disbeliever and set down a Kharaj on it and impose Jizya on their necks which they will give. So it will be Fa’i for the Muslims, for the fighters and the offspring and those who come after them. Do you see these frontiers which must have men who will live in. Do you not see these great cities; Ash-Sham, Al-jazeera, Kufa, Basra and Egypt. They have to be manned with armies and grant these armies enough provisions. So who will give those people that if the land and disbelievers are divided up? He said after reciting the verses of Fa’i and he recited the Ayah: ‘And those who came after them.’ This Ayah encompases all the Muslims. There will not be a single person from the Muslims who will not have a right in this wealth. If Allah (swt) gave me more time to live, every Muslim would receive his right, to the point that the shepherd grazing in Hemyer will have his share, though he did not do effort in that.”.