3 Die intellektuelle Führerschaft des Islam, Teil 2
3 The Intellectual Leadership of Islam Part 2
Die geistige Führung des Islam stimmt mit der Natur des Menschen (fiṭrah) überein. Trotz ihrer Tiefe ist sie leicht verständlich. Herz und Verstand öffnen sich ihr rasch, bemühen sich eifrig, sie zu begreifen, und denken mit Wertschätzung über ihre Einzelheiten nach. Dies liegt daran, dass Religiosität dem Menschen instinktiv eigen ist. Jeder Mensch ist von Natur aus religiös, und keine Macht kann ihm diese Natur (fiṭrah) nehmen, denn sie ist tief in ihm verwurzelt. Von Natur aus spürt der Mensch, dass er unvollkommen ist, und dass es eine größere Macht gibt, die Heiligung verdient. Der Instinkt der Religiosität ist das Bedürfnis nach dem Schöpfer, dem Ordner, das aus seiner natürlichen Schwäche erwächst. Dieser Instinkt der Religiosität ist beständig und hat eine bestimmte Erscheinungsform, nämlich die Heiligung (taqdīs). Folglich ist die Menschheit religiös und hat im Lauf der Geschichte immer etwas verehrt. Die Menschheit hat den Menschen, die Planeten, Steine, Tiere, das Feuer und andere Dinge angebetet. Der Islam jedoch kam mit seiner Lehre, um den Menschen von der Anbetung geschaffener Dinge hin zur Anbetung Allahs (swt) zu führen, der alles erschaffen hat. Das Aufkommen der materialistischen Ideologie, die die Existenz Allahs (swt) und unsere Beziehung zu Ihm (swt) leugnet, konnte diese angeborene Religiosität nicht beenden. Sie verschob jedoch die Vorstellung des Menschen von einer ihn übersteigenden Macht und seine Heiligung dieser Macht. Sie verlagerte all dies auf die Vorstellung, diese Macht liege in den Menschen, und richtete seine Heiligung allein auf sie. Es ist, als sei man rückwärts gegangen, und als habe man die Heiligung der Menschen von der Anbetung Allahs (swt) zur Anbetung der Diener (Allahs) verschoben, weg von der Verehrung der Zeichen (āyāt) Allahs (swt) hin zur Verehrung der Worte der Geschöpfe. In diesem Punkt war es also ein Rückschritt. Sie konnte die Natur (fiṭrah) der Religiosität nicht beseitigen; vielmehr verschob sie sie trügerisch rückwärts. Daher ist die geistige Führung der materialistischen Ideologie (Kommunismus) eine negative Führung, die der Natur des Menschen widerspricht. Deshalb ist es aus dieser Sicht ein Fehlschlag. Es manipuliert die Menschen nur, indem es an ihren Bauch appelliert. Es zieht die Armen, die Verängstigten und die Geschlagenen an. Diejenigen, die daran festhalten, sind geistig Minderbemittelte, die Versager im Leben, die ihm gegenüber voller Groll sind, und geistig Hinterlistige, die danach streben, als Intellektuelle zu gelten, wenn sie über die Theorie der Dialektik schwadronieren, deren Falschheit und Verderbtheit sowohl für den Verstand als auch für die Wirklichkeit so offensichtlich sind. Es greift zur Gewalt, um die Menschen seiner Ideologie zu unterwerfen. Daher sind Unterdrückung, Repression, Anarchie, Unruhe, Zerstörung und Instabilität seine wichtigsten Mittel.
The intellectual leadership of Islam agrees with man's nature (fiTrah). In spite of its depth it is easily understood. One's heart and mind are quickly opened to it, eagerly trying to understand it and pondering over its details with appreciation. This is because religiousness is instinctive in man. Every man is religious by his nature and no power can remove from him this nature (fiTrah), because it is deeply rooted in him. Man, by nature, feels that he is incomplete and that there is a greater power which deserves to be sanctified. Man's instinct of religiousness is the need for the Creator the Organiser that arises from his natural weakness. This instinct of religiousness is constant and has a specific manifestation, which is the sanctification (taqdees). Consequently, mankind is religious and has always worshipped something throughout history. Humanity has worshipped man, planets, stones, animals, fire and other things. Islam, however, with its doctrine came to lead man away from worshipping created things to the worship of Allah (swt) who created everything. The advent of the materialistic ideology, which denies the existence of Allah (swt) and our relationship with Him (swt), could not put an end to this innate religiousness. However, it shifted man's conception of power greater than himself and of his sanctification of this power. It shifted all that to conceiving this power in men and made his sanctification to them alone. It is as if it went backward, and shifted people's sanctification from worshipping Allah (swt) to worshipping the servants (of Allah), away from venerating the ayat of Allah (swt) to venerating the words of the created. So it was backward in that regard. It could not eliminate the nature (fiTrah) of religiousness; it rather, deceitfully shifted it backward. Therefore, the intellectual leadership of the materialistic ideology (Communism) is a negative leadership, which disagrees with man's nature. Therefore it is a failure from this perspective. It only manipulates the people through appealing to their stomach. It attracts the poor, the scared and the defeated ones. Those who adhere to it are those low in their thinking, the failures in life and resentful of it and those mentally devious who aspire to be known as intellectuals when they chatter about the theory of dialectics whose falsehood and corruption are so visible by both the intellect and reality. It resorts to force to subjugate people to its ideology. Hence, oppression, suppression, anarchy, turmoil, destruction and instability are its most important instruments.
Die kapitalistische intellektuelle Führung widerspricht ebenso der Natur des Menschen (fiṭrah), d. h. dem Instinkt der Religiosität. Das liegt daran, dass sich der Instinkt der Religiosität sowohl in der Heiligung als auch in der Regelung der Angelegenheiten des Menschen im Leben äußert. Die Widersprüche und Unstimmigkeiten zeigen sich, wenn der Mensch diese Regelung selbst übernimmt, und bezeugen so seine Unfähigkeit. Folglich muss das Din (das vom Schöpfer offenbarte Din) die Angelegenheiten des Menschen im Leben regeln. Somit widerspricht die Trennung des Din vom Leben der Natur des Menschen (fiṭrah). Die Gegenwart des Din im Leben bedeutet jedoch nicht, die Funktionen des Lebens zu religiösen Riten zu machen. Vielmehr bedeutet die Gegenwart des Din im Leben, dass das System, das Allah (SWT) angeordnet hat, die Probleme des Menschen im Leben löst. Dieses System geht aus der ʿAqīdah hervor, die mit der Natur des Menschen (fiṭrah) übereinstimmt. Dieses System zu entfernen und durch ein System zu ersetzen, das aus einem Glaubenssystem hervorgeht, das dem Instinkt der Religiosität widerspricht, widerspricht der Natur des Menschen (fiṭrah). Daher scheitert die intellektuelle Führung des Kapitalismus auf instinktiver (fiṭrī) Ebene, weil sie negativ ist: Sie trennt das Din vom Leben, verbannt die Religiosität aus dem Leben und macht sie zu einer individualistischen Angelegenheit, und sie entfernt das von Allah (SWT) angeordnete System aus der Lösung der Probleme des Menschen.
The Capitalistic intellectual leadership likewise disagrees with man's nature (fiTrah) i.e. the instinct of religiousness. This is because the instinct of religiousness manifests itself in sanctification as well as in management of man's affairs in life. The inconsistency and contradictions appear when man undertakes this management; testifying to man's inability. Consequently, the deen (revealed from the Creator) must manage man's affairs in life. Thus the separation of the deen from life contradicts man's nature (fiTrah). The presence of the deen in life does not mean making the functions of life religious rites. Rather, the presence of the deen in life means making the system that Allah (swt) ordained, solve man's problems in life. This system emanates from the ‘aqeedah, which agrees with man's nature (fiTrah). Removing this system and replacing it with a system which emanates from a creed that disagrees with the instinct of religiousness disagrees with man's nature (fiTrah). Therefore, the intellectual leadership of Capitalism fails from the instinctive (fiTriy) aspect because it is a negative one, for it separates the deen from life, banishes religiousness from life and making it an individualistic issue and removes Allah's (swt) system which He ordained, from solving man's problems.
Die islamische geistige Führung ist positiv, da sie den Verstand zur Grundlage des Glaubens an die Existenz Allahs (swt) macht. Sie lenkt die Aufmerksamkeit des Menschen auf die Elemente des Universums, des Menschen und des Lebens, um die Existenz Allahs (swt), des Schöpfers dieser Dinge, schlüssig und eindeutig zu belegen. Sie bestimmt für den Menschen die höchste Vollkommenheit, nach der er seinem Wesen nach strebt und die weder in ihm noch im Leben oder im Universum existiert, und sie richtet den Verstand des Menschen auf diese höchste (überragende) Macht, damit er Seine Existenz erkennt und an Ihn glaubt. Die kommunistische geistige Führung gründet auf dem Materialismus und nicht auf dem Verstand, auch wenn der Verstand sie schlussfolgert. Sie hält dafür, dass die Materie vor dem Denken existiert und die Materie der Ursprung aller Dinge ist; daher ist sie materialistisch. Die kapitalistische geistige Führung hingegen beruht auf einer Kompromisslösung, die nach einem blutigen Kampf zwischen dem Klerus und den Intellektuellen erreicht wurde, der viele Jahrhunderte gedauert hatte, und sie führte zu der Idee der Trennung von Religion (Deen) und Staat.
The Islamic intellectual leadership is positive since it establishes the mind as the basis for the belief in the existence of Allah (swt). It draws man's attention to the elements of the universe, man and life to conclusively and decisively establish the existence of Allah (swt), the Creator of these things. It defines for man the utmost perfection which he innately searches for and does not exist in him, the life, or the universe and directs man's mind to this utmost (Supreme) power so as to realise His existence and believe in Him The Communist intellectual leadership is built upon materialism and not the intellect though the mind concludes it. It considers that matter exists before thought and matter is the origin of all things, hence it is materialistic. The Capitalist intellectual leadership however, is based upon a compromise solution reached after a bloody struggle between the clergy and the intellectuals, which had lasted for many centuries and it resulted with the idea of separation of the deen from the state.
Daher sind sowohl die kommunistische als auch die kapitalistische intellektuelle Führung gescheitert, da sie der menschlichen Natur (Fitra) widersprechen und nicht auf dem Verstand gründen.
Therefore, both the Communist and Capitalist intellectual leaderships failed since they contradict man's nature (fiTrah) and are not built upon the intellect.
Abschließend ist von den drei geistigen Führungsrichtungen nur die islamische geistige Führung richtig, weil sie auf dem Verstand aufgebaut ist, mit der Natur des Menschen (fiTrah) übereinstimmt und der Mensch darauf daher positiv reagiert. Die übrigen geistigen Führungsrichtungen hingegen sind falsch, weil sie nicht auf dem Verstand aufgebaut sind und der Natur des Menschen (fiTrah) widersprechen. Das heißt, die geistige Führung im Kommunismus beruht auf dem Materialismus und nicht auf dem Verstand. Dies ist so, weil er behauptet, dass die Materie dem Denken vorausgeht, d. h. dem Verstand vorausgeht. Wenn sich die Materie im Gehirn widerspiegelt, bringt sie dort also das Denken hervor, sodass (das Gehirn) über die Materie denkt, die sich in ihm widerspiegelt. Vor der Widerspiegelung der Materie im Gehirn gab es kein Denken, und dementsprechend ist alles auf Materie aufgebaut. Folglich liegt der Ursprung der kommunistischen geistigen Führung in der Materie und nicht im Denken.
In conclusion, of the three intellectual leaderships, only the Islamic intellectual leadership is correct, because it is built upon the mind, it agrees with man's nature (fiTrah) and, thus man positively responds to it. While the other intellectual leaderships are false because they are not built upon the mind and they disagree with man's nature (fiTrah). That is, the intellectual leadership in communism is built on materialism and not on the mind. This is because it maintains that matter precedes thought i.e. it precedes the mind. Thus when matter is reflected onto the brain it initiates thought in it, so it (the brain) thinks in the matter that was reflected on it. Prior to the reflection of the matter onto the brain there was no thought, and accordingly everything is built upon matter. Consequently, the origin of the Communist intellectual leadership is matter and not thought.
Dieser Standpunkt ist aus zwei Gründen falsch: Erstens gibt es keine Widerspiegelung zwischen Materie und Gehirn; weder wird das Gehirn in der Materie widergespiegelt, noch wird die Materie im Gehirn widergespiegelt. Das liegt daran, dass Widerspiegelung voraussetzt, dass die Gegenstände die Eigenschaft der Widerspiegelung besitzen, wie etwa ein Spiegel, damit eine Widerspiegelung stattfinden kann. Diese Eigenschaft besitzen weder das Gehirn noch die Materie. Daher findet zwischen Materie und Gehirn überhaupt keine Widerspiegelung statt, denn die Materie wird weder im Gehirn widergespiegelt noch auf es übertragen. Vielmehr wird die Empfindung der Materie durch die Sinne an das Gehirn weitergeleitet. Die Empfindung der Materie durch das Gehirn ist weder eine Widerspiegelung der Materie im Gehirn noch eine Widerspiegelung des Gehirns in der Materie, sondern lediglich die Empfindung der Materie. In dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied zwischen dem Sehen und den übrigen Sinnen beim Wahrnehmen der Materie. So geschieht die Empfindung durch Riechen, Hören, Tasten und Schmecken ebenso wie durch Sehen. Was geschieht, ist daher nicht eine Widerspiegelung im Gehirn, sondern eine Empfindung der Dinge. Demnach nimmt der Mensch die Dinge durch seine fünf Sinne wahr, und die Dinge werden nicht im Gehirn widergespiegelt.
This perspective is wrong for two reasons: The first: There is no reflection between matter and brain; neither the brain is reflected on matter, nor matter is reflected on the brain. This is because reflection requires that objects be endowed with the characteristic of reflection, such as a mirror, for reflection to happen. This characteristic is not possessed by the brain or by the matter. Therefore, there is no reflection at all between matter and the brain, because matter is not reflected on the brain, nor is it transferred to it. Rather, the sensation of the matter is transferred to the brain through the senses. The sensation of matter to the brain is not a reflection of matter to the brain, nor a reflection of the brain to matter; it is only the sensation of matter. In this regard there is no difference between sight and the other senses in the sensing of matter. Thus sensation occurs by smelling, hearing, touching and tasting as it occurs by seeing. Therefore, what happens is not reflection on the brain but rather it is sensation of the things. Accordingly, man senses things through his five senses and things are not reflected on the brain.
Zweitens: Die Sinneswahrnehmung allein erzeugt kein Denken, sondern erzeugt lediglich Empfindung, d. h. die Empfindung des greifbaren Gegenstandes. Empfindung plus Empfindung plus eine Million Empfindungen ergeben immer noch nur eine Empfindung und überhaupt kein Denken. Damit der Mensch denken kann, muss er über vorherige Informationen verfügen, durch die er das wahrgenommene Ding erklären kann. Wenn zum Beispiel ein Buch in der altsyrischen Sprache einem Menschen gegeben wird, der keine vorherigen Informationen über die syrische Sprache besitzt, und alle seine Sinne auf das Buch gerichtet werden, durch Sehen und Tasten, und dies eine Million Mal wiederholt wird, so wird er dennoch kein einziges Wort des Buches verstehen können, es sei denn, ihm werden die entsprechenden Informationen über die syrische Sprache gegeben. Danach wird er beginnen zu denken und zu verstehen. Nehmen wir ein weiteres Beispiel: ein Kind mit gesunden Sinnen, aber ohne vorherige Informationen. Stellt man dem Kind ein Stück Gold, ein Stück Messing und einen Stein vor und lässt alle seine Sinne diese Dinge wahrnehmen, so wird das Kind sie nicht begreifen können, egal wie sehr diese Wahrnehmung abgewandelt und wiederholt wird. Erhält das Kind jedoch vorherige Informationen über sie, so wird es diese Informationen nutzen, um sie zu begreifen. Würde das Kind ohne jegliche Informationen zwanzig Jahre alt werden, bliebe es am Stand seines ersten Lebenstages, unabhängig vom biologischen Wachstum des Gehirns. Denn nicht das Gehirn befähigt den Menschen zum Begreifen, sondern die vorherigen Informationen zusammen mit dem Gehirn und dem wahrgenommenen Gegenstand. Das instinktive Verhalten hingegen, im Gegensatz zum intellektuellen Prozess beim Menschen, ist lediglich eine Reaktion auf Instinkte und organische Bedürfnisse, eine Erscheinung, die sowohl bei Tieren als auch beim Menschen auftritt. Ein Säugling erkennt zum Beispiel durch wiederholtes Darreichen eines Apfels und eines Steins, dass der Apfel gegessen werden kann, der Stein aber nicht. Ebenso erkennt der Esel, dass Gerste essbar, Erde aber nicht essbar ist. Diese Unterscheidung erfolgt nicht durch Denken oder Verstand, sondern durch die Reaktion auf die Instinkte und die organischen Bedürfnisse, die sowohl bei Tieren als auch beim Menschen vorhanden sind. Daher kann Denken nicht entstehen, es sei denn, vorausgehende Informationen werden mit der Übertragung des Wahrgenommenen durch die Sinne an das Gehirn verbunden.
The second: Sensation alone does not produce thought, but merely produces sensation i.e. a sensation of the tangible object. Sensation, plus sensation, plus a million sensations will still only produce a sensation and no thought at all. In order for man to think, he must have previous information through which he can explain the sensed matter. For example, if a book in the ancient Syriac language was given to someone who has no previous information about the Syriac language, and all his senses were made to fall on the book, by sight and touch, and this was repeated a million times, he still would not be able to understand a single word of the book unless he is given the relevant information about the Syriac language. Thereafter, he will start thinking and understanding. Let us take another example of a child with sound senses but with no previous information. If we were to place in front of the child a piece of gold, brass and a stone and make all his senses, sense these things the child would not be able to comprehend them, no matter how much this sensation was diversified and repeated. However, if the child was given previous information about them, he would use this information to comprehend them. Were the child to grow up to be twenty years of age without any information he would remain as his first day of life, regardless of the biological growth in the brain. Since it is not the brain that enables man to comprehend, rather it is the previous information together with the brain and the sensed object. As for the instinctual behaviour, in contrast to the intellectual process in man, it results as a mere response to the instincts and organic needs, a matter, which occurs with animals as well as man. For example, a baby recognises through giving him an apple and stone repeatedly, that the apple can be eaten while the stone cannot. Likewise, the donkey recognises that barley is edible but soil is not. This differentiation occurs not through thought or intellect, but through the response to the instincts and the organic needs, which are present in animals and man. Thus thought cannot be produced unless previous information is coupled with the transference of the sensed thing through the senses to the brain.
Demnach kann der Verstand, die Vernunft oder das Begriffsvermögen definiert werden als die Übertragung eines wahrgenommenen Gegenstandes durch die Sinne an das Gehirn und das Vorhandensein früherer Informationen, durch die diese Wirklichkeit erklärt wird.
Accordingly, the mind, intellect, or comprehension can be defined as the transmission of a sensed object through the senses to the brain and the existence of previous information by which this reality is explained.
Daher ist die kommunistische intellektuelle Führung sowohl falsch als auch fehlerhaft, denn sie beruht nicht auf dem Verstand, und ihr Verständnis von Denken und Verstand ist falsch.
Therefore, the Communist intellectual leadership is both false and incorrect, because it is not built upon the mind and the meaning of the thought and mind in its understanding is false.
Die kapitalistische geistige Führerschaft beruht auf einem Kompromiss, auf den sich Geistliche und Intellektuelle nach ihrem blutigen Konflikt geeinigt haben, der viele Jahrhunderte andauerte. Dieser Kompromiss ist die Trennung des Deen vom Leben, also die stillschweigende Anerkennung des Deen bei gleichzeitiger Abtrennung von der Lebenspraxis. Daher beruht die kapitalistische geistige Führerschaft nicht auf dem Verstand, sondern auf eben diesem Kompromiss. Tatsächlich ist die Idee des Kompromisses tief in den Kapitalisten verwurzelt, die das Haqq dem Baatil und den Imaan dem Kufr annähern sowie das Nur dem Dhalam. Dabei gibt es einen solchen Kompromiss gar nicht, denn die Sache ist entweder Haqq oder Baatil, Imaan oder Kufr und Licht oder Finsternis. Der Kompromiss, auf dem sie ihre Lehre und ihre geistige Führerschaft errichtet haben, hat sie vom Wahren, vom Imaan und vom Licht abgebracht. Deshalb ist diese geistige Führerschaft nicht auf dem Verstand gegründet und somit falsch.
The Capitalist intellectual leadership is built on a compromise solution agreed upon by the clergy and the intellectuals after their bloody conflict which lasted for many centuries. This compromised solution is the separation of the deen from life i.e., the implicit acknowledgement of the deen while separating it from life. Thus, the Capitalist intellectual leadership is not built on the mind, it is rather based on this compromise solution. Indeed, the idea of a compromise is deeply rooted in the Capitalists who draw the truth (haqq) near to the falsehood (baTil) and imaan near to Kufr, the light (nur) near the dark (DHalam). This is despite the fact that the compromise solution does not exist because the matter is either the haqq or the baTil, imaan or Kufr and light or darkness.The compromise on which they have built their doctrine and intellectual leadership has made them swerve from the truth, the iman and the light. Therefore, this intellectual leadership is not built on the mind thus it is false.
Dennoch gründet sich die islamische Glaubenslehre auf den Verstand, denn sie verpflichtet den Muslim, durch den Gebrauch des Verstandes an die Existenz Allahs (swt), an das Prophetentum Muhammads ﷺ und an den Koran zu glauben. Sie verpflichtet den Muslim, an das Ghaib (das, was jenseits der Sinne liegt) zu glauben, unter der Bedingung, dass es in einer Quelle erwähnt wird, deren Verlässlichkeit vernunftgemäß eindeutig bewiesen ist, etwa im Koran oder in einem mutawatir überlieferten Hadith. Somit beruht der islamische Glaube auf dem Intellekt. Dies gilt aus der Perspektive der Vernunft. Hinsichtlich der menschlichen Natur (Fitrah) stimmt die islamische intellektuelle Führung jedoch mit der Fitrah des Menschen überein, da sie die Existenz der Religion (Din), deren Notwendigkeit im Leben und die Pflicht anerkennt, das Leben nach den Geboten und Verboten Allahs (swt) zu gestalten. Die Religiosität ist dem Menschen angeboren (fitriy), denn sie ist einer der Instinkte des Menschen mit einer eigenen Reaktion, nämlich der Heiligung, einer natürlichen Antwort auf einen bestimmten Instinkt, die sich von allen anderen Reaktionen anderer Instinkte unterscheidet. Somit ist der Glaube an die Religion und die Pflicht, nach den Geboten und Verboten Allahs (swt) zu leben, instinktiv. Er stimmt mit der Fitrah des Menschen überein und spricht daher den Menschen positiv an.
However, the Islamic doctrine is built upon the mind, because it obliges the Muslim to believe in the existence of Allah (swt), in the Prophethood of Muhammad (saw) and the Qur'an, through the use of the mind. It obliges the Muslim to believe in the ghaib, (things beyond the senses) on the condition that it is mentioned in a source which was conclusively proven rationally like the Qur'an or hadith mutawatir. Thus, the Islamic creed is based upon the intellect. This is from the rational perspective. However with regards to man's nature (fiTrah), the Islamic intellectual leadership agrees with man's nature (fiTrah) since it recognises the existence of deen, its necessity in life and the obligation to manage life according to the commands and prohibitions of Allah (swt). Religiousness is innate (fiTriy) in man since it is one of man's instincts with its own response, namely sanctification, which is a natural response to a specific instinct that differs from all the other responses of other instincts. Thus, the belief in deen and the obligation to live according to the commands and prohibitions of Allah (swt) is instinctive. It agrees with man's nature (fiTrah) and therefore responds positively to man.
Dies unterscheidet sich von der kommunistischen und der kapitalistischen Führung, die jeweils der menschlichen Natur (fiTrah) widersprechen. Die intellektuelle Führung des Kommunismus leugnet die Existenz des Dīn schlechthin und lehnt dessen Anerkennung ab. Demnach widerspricht sie der menschlichen Natur (fiTrah). Die intellektuelle Führung des Kapitalismus erkennt den Dīn weder an, noch leugnet sie ihn. Sie macht die Anerkennung oder Leugnung des Dīn nicht zum Gegenstand der Diskussion. Sie besteht jedoch auf der Trennung des Dīn vom Leben und vertritt die Auffassung, das Leben solle nach dem Nutzen geordnet werden, ohne jeglichen Bezug zum Dīn. Daher widerspricht sie der menschlichen Natur (fiTrah). Dies steht im Widerspruch zur Natur (fiTrah) und liegt weit von ihr entfernt.
This differs from the Communist and the Capitalistic leaderships, each of which disagrees with man's nature (fiTrah). The Communist intellectual leadership denies the existence of deen absolutely and opposes its recognition. Accordingly, it contradicts man's nature (fiTrah). The Capitalist intellectual leadership neither recognises nor denies deen. It does not make the recognition or denial of deen an issue for discussion. However, it insist on the separation of deen from life and advocates that life be managed according to benefit with no relation to deen. Therefore, it contradicts man's nature (fiTrah). This disagrees with the nature (fiTrah) and stands far away from it.
Die islamische geistige Führung ist daher die einzig richtige geistige Führung, weil sie mit der Natur und dem Verstand des Menschen übereinstimmt; alle anderen geistigen Führungen sind falsch. Dementsprechend ist die islamische geistige Führung die einzige richtige und erfolgreiche geistige Führung.
The Islamic intellectual leadership therefore, is the only correct intellectual leadership because it agrees with man's nature and mind; all other intellectual leaderships are false. Accordingly, the Islamic intellectual leadership is the only correct and successful intellectual leadership.
Eine Frage bleibt noch: Haben die Muslime den Islam umgesetzt, oder haben sie nur seine Lehre angenommen, während sie andere Systeme und Gesetze umsetzten? Die Antwort auf diese Frage lautet: Die Muslime haben während aller Zeitalter, von der Ankunft des Rasool Allah ﷺ in Madinah bis 1336 n. H., das heißt 1918 n. Chr., als der Islamische Staat unter den Händen des Kolonialismus zusammenbrach, ausschließlich den Islam umgesetzt. Die Umsetzung des Islam durch die Muslime war umfassend, und ihr Erfolg bei dieser umfassenden Umsetzung war überwältigend.
One question remains: Did the Muslims implement Islam, or did they only embrace its doctrine while implementing other systems and laws? The answer to this question is that Muslims implemented only Islam through all the ages from the arrival of Rasool Allah to Madinah until 1336 A.H i.e. 1918 C.E when the Islamic State collapsed at the hands of colonialism. The Muslims implementation of Islam was comprehensive and its success in their comprehensive implementation was overwhelming.
Die praktische Umsetzung des Islam wird von zwei Instanzen vorgenommen, die die Verantwortung für die Durchführung des Systems tragen. Sie sind: der Richter, der dafür zuständig ist, Streitigkeiten zwischen Menschen beizulegen, und der Herrscher, der die Menschen regiert. Durch aufeinanderfolgende Berichte (tawatur) ist überliefert, dass die Richter, die vom Zeitalter des Gesandten Gottes ﷺ bis zum Untergang des Kalifats in Istanbul die Streitigkeiten zwischen Menschen beilegten, in allen Angelegenheiten nach den Gesetzen der Scharia urteilten. Dies galt, ob die Streitigkeiten zwischen Muslimen oder zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen bestanden. Die Gerichte, die Streitfälle wie Rechtsverletzungen, Familienangelegenheiten, Strafverfolgung usw. entschieden, unterstanden einem einzigen Gericht, das ausschließlich auf der islamischen Scharia beruhte. Niemand hat je berichtet, dass auch nur ein einziger Fall nach anderen als den Regeln der islamischen Scharia entschieden worden wäre, noch hat je ein einziges Gericht in den islamischen Ländern nach anderem als dem Islam geurteilt, bevor die Gerichte unter dem regelmäßigen Einfluss des Kolonialismus in scharʿi (scharia-gemäße) und nizami (zivile) Gerichte aufgeteilt wurden. Der deutlichste Beweis dafür findet sich in den Protokollen der scharʿi-Gerichte, die in den alten Städten Jerusalem, Bagdad, Damaskus, Kairo und Istanbul erhalten sind. Diese Protokolle sind ein schlüssiger Beweis dafür, dass allein die Scharia von den Richtern angewandt wurde. Selbst Nicht-Muslime pflegten islamische Fiqh-Literatur zu studieren und zu verfassen, wie Saleem al-Baz, der einen Kommentar zur al-Madschalla verfasste. Gesetze, die gegen Ende des Staates eingeführt wurden, wurden auf der Grundlage von Fatwas der Gelehrten eingeführt, dass solche Gesetze den Ahkam der Scharia nicht widersprechen. Folglich wurde das osmanische Strafgesetzbuch im Jahr 1275 n. H. (1857 n. Chr.) zur Anwendung eingeführt, und das Gesetz über Rechte und Handel wurde im Jahr 1276 n. H. (1858 n. Chr.) eingeführt. Darauf folgte im Jahr 1288 n. H. (1870 n. Chr.) die Teilung der Gerichte in zwei: scharʿi-Gerichte und staatliche Rechtsgerichte, und ein Erlass wurde verabschiedet, um diese Teilung zu regeln. Im Jahr 1295 n. H. (1877 n. Chr.) wurde ein Gesetz zur Regelung der gesetzlichen Gerichte erlassen. Im Jahr 1296 n. H. H (1878 n. Chr.) wurde die Verfahrens- und Strafordnung erlassen. Da die 'Ulema' keinen Anlass fanden, das bürgerliche Recht anzuwenden, wurde es beiseitegelegt, und die Scharia-Rechtssammlung (al-Majallah) wurde 1286 n. H. (1868 n. Chr.) als Regelwerk für Rechtsgeschäfte herausgegeben. Alle diese Regelwerke wurden als vom Islam erlaubte Bestimmungen erlassen und, wie in den Erlassen, mit denen sie eingeführt wurden, eindeutig dargelegt, nicht anders in Kraft gesetzt, als nachdem eine Fatwa ihre Zulässigkeit bestätigt hatte und sie vom Scheich al-Islam genehmigt worden waren. Die kolonialistischen Behörden haben seit 1918 n. Chr. einige islamische Länder besetzt und Zivilstreitigkeiten nach nichtislamischen Gesetzen beigelegt. Die Länder hingegen, die nicht physisch von kolonialistischen Armeen besetzt wurden, obwohl sie unter deren Einfluss standen, regelten ihre Rechtspflege bis vor Kurzem nach dem Islam, so etwa Afghanistan und die Arabische Halbinsel, also Hidschaz, Nadschd und Kuwait, wenngleid die Herrscher dieser Länder den Islam heute nicht mehr umsetzen. Demnach stellen wir fest, dass der Islam in der Rechtspflege angewandt wurde und während aller Epochen des islamischen Staates kein anderes Recht in der Rechtspflege zur Anwendung kam.
Die Umsetzung des Islam durch den Herrscher zeigt sich in den Ahkam Schar'iyyah, die sich auf fünf Bereiche beziehen: Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung, Außenpolitik und Regierung. Die Ahkam Schar'iyyah zu diesen Angelegenheiten wurden allesamt vom Staat umgesetzt. Das Gesellschaftssystem legt die Beziehung zwischen Mann und Frau sowie die Angelegenheiten fest, die aus dieser Beziehung entstehen, also den Personenstand. Allein das Schari'ah-Recht wird im Gesellschaftssystem nach wie vor angewandt, ungeachtet der Anwesenheit der Kolonialmächte in den islamischen Ländern und der Herrschaft des Kufr; ein anderes System wurde definitiv nicht eingeführt. Das Wirtschaftssystem zeigt sich auf zwei Weisen: erstens in der Art und Weise, wie der Staat öffentliche Einnahmen erhebt, um die Angelegenheiten der Menschen zu besorgen, und zweitens in der Art und Weise, wie diese Einnahmen ausgegeben werden. Was die Erhebung der Einnahmen betrifft, so erhebt der Staat die Zakat auf Geld, Land und Vieh als verpflichtende Gottesverehrung, und sie wird ausschließlich unter den acht im Qur'an genannten Kategorien verteilt. Der Staat hat den Zakat-Fonds niemals zur Deckung seiner Ausgaben verwendet. Der Staat beschaffte die notwendigen Mittel für seine Ausgaben gemäß der Schari'ah. So erhob er Kharadsch auf das Land, Dschizya von Nichtmuslimen und Zölle in seiner Eigenschaft als Aufseher über den inneren und äußeren Handel. Der Staat erhob keine Mittel außer gemäß der Schari'ah. Was die Verteilung der Mittel betrifft, so hatte der Staat ein Nafaqah-System (finanzielle Unterstützung) für Behinderte, stellte den Safih (Unfähigen) und den Mubaddir (den, der sein Vermögen für Haram verschwendet) unter Vormundschaft und richtete in jeder Stadt sowie entlang der Pilgerwege Herbergen ein, um Arme, Bedürftige und Reisende zu unterstützen. Diese Überreste sind noch heute in großen muslimischen Städten zu sehen. Die Ausgaben des Staates wurden allein von der Schari'ah bestimmt und von keinem anderen System. Jeder Mangel, der in diesem Bereich festgestellt werden mag, war auf Nachlässigkeit und Fehlanwendung zurückzuführen und nicht auf das Fehlen der Umsetzung der (Shar'a).
The implementation of Islam by the ruler is represented in AHkam Sharai'ah related to five areas: social, economics, education, foreign affairs and ruling. The AHkam Sharai'ah relating to these matter were all implemented by the state. The social system defines the relationship between men and women and the matters that arise as a result of this relationship i.e. personal status. Alone the Shari’ah is still applied in the social system in spite of the presence of the colonial powers in the Islamic lands and the presence of Kufr ruling; definitely no other system has been implemented. Concerning the economic system, it is represented in two ways, firstly the way in which the state collects public revenue in order to look after the peoples affairs, secondly, the way in which this revenue is spent. As far as collecting revenue is concerned, the State collects the zakat due on money, land and livestock as an obligatory worship and is exclusively distributed amongst the eight categories mentioned in the Qur'an. The State never used the zakat fund for managing its expenditures. The State collected the necessary funds for its expenditures according to the Shari’ah. Thus, it collected kharaj over the land, jizyah from non-Muslims, and customs duties in its capacity as the supervisor over internal and external trade. The State did not collect funds except according to the Shari’ah. As for funds distribution, the state had a nafaqah system (financial support) for the disabled, placed the safeeh (incompetent) and mubaddir (the one who spends his wealth on haram) under guardianship and established lodgings in every city and along the roads to the pilgrimage to assist the poor, destitute and the travellers. These relics can still be seen in major Muslim cities. The State's expenditure was solely governed by the Shari’ah and by no other system. Any deficiency that may be noticed in this field was due to negligence and misapplication and not due to the absence of (shar’a) implementation.
Die Grundlage der Bildungspolitik war islamisch, und die islamische Kultur bildete die Basis des Lehrplans. Man achtete darauf, dass keine fremde Kultur übernommen wurde, wenn sie dem Islam widersprach. Die Vernachlässigung der Schulgründungen gegen Ende des Osmanischen Staates war typisch für alle islamischen Länder jener Zeit, aufgrund des geistigen Niedergangs, der in dieser Periode seinen Tiefpunkt erreichte. In allen anderen Epochen des islamischen Staates war allgemein bekannt, dass nur das islamische Land die Qibla der Gelehrten und Studierenden war. Die Universitäten in Cordoba, Bagdad, Damaskus, Alexandria und Kairo hatten einen enormen Einfluss auf den Verlauf der Bildung in der ganzen Welt.
The foundation of the educational policy was Islamic and the Islamic culture constituted the basis of the curriculum. Care was exercised to ensure that foreign culture was not adopted if it contradicted Islam. The neglect in opening schools towards the demise of the Ottoman state was typical of all the Islamic countries at that time, due to the intellectual decline which reached its lowest level in that period. In all the other ages of the Islamic State, it was well known that only the Islamic land was the qiblah of the scholars and students. The universities in Cordoba, Baghdad, Damascus, Alexandria and Cairo had a tremendous effect on the course of education throughout the world.
Die Außenpolitik des Islamischen Staates gründete sich auf den Islam. Der Islamische Staat gestaltete seine Beziehungen zu allen anderen Staaten auf der Grundlage des Islam, und alle anderen Staaten behandelten ihn als einen Islamischen Staat. Alle seine äußeren Beziehungen beruhten auf dem Islam und auf dem Interesse der Muslime. Es ist auf der ganzen Welt bekannt, dass die Außenpolitik des Islamischen Staates eine islamische Politik war, in einem Maße, dass es keines Beweises bedarf.
The foreign policy of the Islamic State was founded upon Islam. The Islamic State built its relationship with all other states on the basis of Islam and all other states dealt with it as an Islamic State. All of its external relationships were based on Islam and the interest of Muslims. It is known all over the world that the foreign policy of the Islamic State was an Islamic policy, to the extent that no evidence is required.
Hinsichtlich des Herrschaftssystems ruht die Struktur des Staates im Islam auf acht Säulen: dem Khaleefah, also dem Staatsoberhaupt, den delegierten Assistenten des Khaleefah (Mo'aawen TafweeD), den ausführenden Assistenten des Khaleefah (Mo'aawen Tanfeedh), dem Ameer des Jihad, den Gouverneuren (Wulah), den Richtern (QuDah), den Staatsdepartements und der Staatsversammlung (Majlis al-Ummah). Diese Struktur bestand, und die Muslime waren nie ohne einen Khaleefah, bis die ungläubigen (Kafir) Kolonialmächte durch die Hand von Mustapha Kemal das Kalifat im Jahr 1342 n. H. (1924 n. Chr.) abschafften. Die Existenz eines Khaleefah für die Muslime war vor dessen Abschaffung ununterbrochen gegeben. Starb ein Khaleefah oder wurde er abgesetzt, folgte ihm stets ein anderer, selbst in der Zeit des Niedergangs. Da der Islamische Staat der Khaleefah ist, bedeutet dies, dass der Islamische Staat besteht, solange ein Khaleefah vorhanden ist. Seine Assistenten in Herrschaft und Ausführung waren in allen Epochen vorhanden; sie waren Assistenten und keine Wazire. Obwohl sie in der Abbasidenzeit als Wazire bezeichnet wurden, waren sie Assistenten und besaßen überhaupt nicht die Befugnis von Ministern (Wazire), wie sie im demokratischen System vorhanden ist. Sie waren vielmehr Assistenten in Herrschaft und Ausführung, auf Ermächtigung des Khaleefah, während alle Exekutivbefugnisse in den Händen des Khaleefah lagen. Die Existenz der Gouverneure (Wulah), Richter (QuDah) und Staatsdepartements war offensichtlich. Als die Kuffar die Länder besetzten, liefen all ihre Angelegenheiten weiter, und es gab dort Gouverneure, Richter und Staatsdepartements, eine Tatsache, die keines Beweises bedarf. Was den Ameer des Jihad betrifft, so leitete er die Angelegenheiten des Heeres in seiner Eigenschaft als islamisches Heer in aller Welt; es war dafür bekannt, unbesiegt zu sein. Hinsichtlich der Majlis al-Ummah wurde ihrer Existenz nach der Zeit der Rechtgeleiteten Khulafaa nicht viel Beachtung geschenkt. Der Grund dafür ist, dass sie zwar zur Herrschaftsstruktur gehört, aber keine ihrer Säulen ist. Die Schura ist eines der Rechte der Menschen gegenüber dem Khalifen. Vernachlässigt er sie, so ist er nachlässig, doch das Herrschaftssystem bleibt dennoch islamisch. Denn die Schura (Beratung) im Islam dient dazu, die Meinung einzuholen, und nicht dazu, zu herrschen. Dies steht im Gegensatz zum parlamentarischen System in der Demokratie. Daher ist klar, dass das islamische Herrschaftssystem angewandt wurde.
With regards to the ruling system, the structure of the state in Islam is established upon eight pillars: the Khaleefah, i.e., the head of State, the Khaleefah's delegated assistants (Mo'aawen TafweeD), the Khaleefah’s executing assistants (Mo'aawen Tanfeedh), the Ameer of Jihad, the Governors (Wulah), the Judges (QuDah)), state departments, and the state assembly (Majlis al-Ummah). This structure existed and Muslims have never been without a Khaleefah until at the hands of Mustapha Kemal, the disbelieving (Kafir) colonial powers abolished the Khilafah in 1342 A.H (1924 C.E). The existence of a Khaleefah for the Muslims, prior to its removal, had been continuous. Whenever a Khaleefah died or was removed, he was succeeded by another, even during the era of decline. Since the Islamic State is the Khaleefah, it means that when a Khaleefah is present the Islamic State exists. As for his assistants in ruling and execution they were present in all ages and were assistants and not wazirs. Although, they were named wazirs during the 'Abbassid era they were assistants and did not possess the capacity of ministers (wazirs) present in the democratic system at all, they were rather assistants in ruling and execution by authorisation from the Khaleefah, while all the executive powers were in the hands of the Khaleefah. The existence of the governors (wulah), judges (quDah) and state departments was obvious. When the kuffar occupied the lands, all their affairs had been running and there were therein governors, judges and state departments, a matter that does not need any evidence. As for the ameer of jihad, he used to run the affairs of the army in its capacity as an Islamic army all over the world, it was known to be undefeated. With regards to the Majlis al-Ummah, after the era of the Khulafaa ar-Rashidun, its existence was not given much attention. The reason for that is that it is one of the ruling structure but not one of its pillars. Shura is one of the rights of the people upon the Khaleefah. Thus, if he neglects it he would be negligent, but the ruling system would still remain Islamic. This is because the shura (consultation) in Islam is for seeking the opinion and not for ruling. This is contrary to the parliamentary system in democracy. Therefore, it is clear that the Islamic ruling system was applied.
Eine Frage kann sich in Bezug auf die Bai'ah (Treueid) an den Khaleefah ergeben. Es ist eine feststehende Tatsache, dass es im Khilafah kein Erbsystem gab. Mit anderen Worten: Das Erbsystem wurde im Staat nicht eingeführt, durch das die Herrschaft, d. h. die Staatsführung, erlangt wird, wie es bei der Monarchie der Fall ist. Stattdessen wurde die Staatsführung in manchen Epochen durch den Empfang der Bai'ah von den Muslimen erlangt, in späteren Epochen von den einflussreichen Personen (Ahl al-Hall wal-'Aqd) oder, wie es gegen Ende des Staates geschah, vom Scheich al-Islam. In allen Zeitaltern des Islamischen Staates war das Verfahren so, dass kein Khaleefah ohne den Empfang der Bai'ah eingesetzt wurde. Niemals wurde auch nur ein einziger Fall überliefert, in dem der Khaleefah durch Erbschaft ohne den Empfang der Bai'ah eingesetzt wurde. Dennoch wurde die Art und Weise, die Bai'ah zu erlangen, falsch angewandt. So nahm ein Khaleefah noch zu seinen Lebzeiten für seinen Sohn, Bruder, Cousin oder eine andere Person aus der Familie die Bai'ah von den Menschen. Nach dem Tod des Khaleefah wurde die Bai'ah für diese Person erneuert. Dies ist eine Fehlanwendung der Bai'ah, doch sie stellt weder eine erbliche Herrschaft noch eine Thronfolge dar. Ebenso wird die Fehlanwendung von Wahlen in einem parlamentarischen oder demokratischen System weiterhin als Wahlen bezeichnet und nicht als Ernennung, selbst wenn die regierungsnahen Kandidaten die Wahlen gewinnen. Folglich muss man anerkennen, dass das islamische System in allen Epochen des Islamischen Staates angewandt wurde.
A question may arise concerning the bai’ah (pledge) to the Khaleefah. It is an established fact that there was no hereditary system in the Khilafah. In other words, the hereditary system was not established in the state, by which ruling i.e. the state leadership was acquired as is the case in the monarchy. Instead, the State leadership would be acquired through receiving the bai’ah from the Muslims in some eras, from the influential people (ahle al-halli wal-'aqd) in later eras or as what occurred towards the demise of the state from the Sheikh al-Islam. Throughout the ages of the Islamic State, the procedure was that no Khaleefah was appointed without receiving bai’ah. Never was a single incident reported that the Khaleefah was appointed through inheritance without receiving bai’ah. However, notwithstanding this, the manner of attaining bai’ah was misapplied. Thus, a Khaleefah would take a bai’ah from the people before his death for his son, brother, cousin, or any other individual of the family. After the death of the Khaleefah the bai’ah was renewed for that person. This is a misapplication of the bai’ah but it neither constitutes hereditary rule or succession to the throne. Likewise, the misapplication of the elections in a parliamentary or a democratic system is still called elections and not an appointment even if the government-backed candidates succeed in the elections. Consequently, one must acknowledge that the Islamic system was applied throughout all periods of the Islamic State.
Was den praktischen Erfolg der islamischen intellektuellen Führung betrifft, so war dieser vor allem in den folgenden zwei Punkten beispiellos: Erstens hob die islamische Ideologie alle Araber von einem niedrigen geistigen Niveau, auf dem sie planlos in der Finsternis blutiger Familienfehden und der Unwissenheit handelten, in ein Zeitalter geistiger Erneuerung, das im Licht des Islam erstrahlte. Dessen Morgenröte beschränkte sich nicht auf die Araber, sondern breitete sich über die ganze Welt aus. Muslime eilten herbei, um den Islam in die Welt zu tragen, und kamen dabei über Persien, Irak, die Länder der Levante (ash-Sham), Ägypten und Nordafrika. Jedes dieser Völker hatte seine eigene Religion, Nationalität, Sprache, Sitten und Traditionen. Alle unterschieden sich voneinander. Die Nationalität der Perser unterschied sich von der der Römer in Sham, von der der Kopten in Ägypten und von der der Berber in Nordafrika. Sobald sie unter der Herrschaft des Islam lebten und ihn verstanden, nahmen sie ihn alle an und wurden zu einer einzigen Nation (Umma), der islamischen Umma. Daher war der Erfolg der islamischen intellektuellen Führung darin, diese Völker und Nationalitäten zu einer einzigen Nation zu verschmelzen, beispiellos. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass das damalige Transportmittel das Kamel und das Kommunikationsmittel das gesprochene Wort und die Schrift der Feder war.
As for the practical success of the Islamic intellectual leadership, it was without parallel particularly in the following two matters: Firstly, the Islamic ideology transferred all of the Arabs from a low level of intellect in which they were acting haphazardly in the darkness of bloody family feuds and ignorance to an age of intellectual revival glittering in the light of Islam whose sunrise was not restricted to the Arabs but prevailed all over the world. Muslims rushed in conveying Islam to the world, putting their hands in the process over Persia, Iraq, the lands of ash-Sham, Egypt and North Africa. Each of these peoples had their own religion, nationality, language, customs and traditions. All were different from one another. The nationality of Persians differed from that of the Romans of Sham, from that of the Copts of Egypt and from that of the Berbers of North Africa. Once they lived under the rule of Islam and understood it, they all embraced it and became one nation (Ummah), the Islamic Ummah. Therefore the success of the Islamic intellectual leadership in melting these peoples and nationalities into one nation was unparalleled. This is in spite of the fact that the means of transportation at the time was the camel and the means of communication was the word of the mouth and the writing of the pen.
Al-Fath (Eroberung) bestand jedoch darin, die materiellen Hindernisse gewaltsam zu beseitigen, um den Menschen freien Zugang zu dem zu verschaffen, wohin ihr Verstand und ihre angeborene Veranlagung (Fitrah) sie leiten. Auf diese Weise traten die Menschen in Scharen zum Islam über. Die unterdrückerische Eroberung (Fath) von Ländern hingegen entfremdet die Eroberer von den Eroberten. So dauerte etwa die Kolonisierung des Ostens durch den westlichen Imperialismus jahrzehntelang an, ohne irgendein Ergebnis zu erzielen. Wäre es nicht der Einfluss der trügerischen westlichen Kultur und die Unterdrückung durch ihre Agenten, die bald verschwinden werden, dann wäre die Rückkehr in den Bereich des Islam, in seiner Ideologie und seinem System, schneller als ein Augenblick. Dementsprechend ist der Erfolg der islamischen geistigen Führung darin, all die verschiedenen Völker zu einer islamischen Ummah zu schmieden, ohnegleichen. Diese Völker sind bis heute Muslime geblieben, trotz der Unheil, der Bosheit und der Planungen der Kolonialisten, die die Glaubensvorstellungen verdarben und die Gedanken vergifteten. Diese Völker werden bis zum Tag des Gerichts eine einzige islamische Nation (Ummah) bleiben. Es ist niemals vorgekommen, dass ein Volk (oder eine ethnische Gruppe), das den Islam angenommen hatte, von ihm abgefallen wäre.
Al-FatH (conquer), however was to remove by force the physical obstacles to give the people free access towards what their minds and their innate (fiTrah) guides them to. In this manner people entered Islam in masses. On the other hand, the oppressive conquering (fatH) of countries alienates the conquerors from the conquered. For example, the colonisation of the East by Western imperialism lasted for decades without gaining any result. If it was not for the influence of the deceptive Western culture and the oppression of its agents which will soon vanish, then the return to the domain of Islam in its ideology and system would be quicker than the blink of an eye. Accordingly, the success of the Islamic intellectual leadership in forging all the various peoples into one Islamic Ummah is without parallel. These peoples have remained as Muslims to this day, in spite of the colonialists calamities, wickedness and planning in corrupting the creeds and poisoning the thoughts. These people will remain one Islamic nation (Ummah) till the Day of Judgement. It has never happened that any people (or ethnic group) which had embraced Islam have apostatised from it.
Was die Muslime von Andalus (Spanien) betrifft, so wurden sie von den Inquisitionsgerichten massakriert, mit der Guillotine hingerichtet und in den Öfen der Henker verbrannt. Die Muslime von Buchara, dem Kaukasus und Turkestan erlitten dasselbe verhängnisvolle Schicksal wie diejenigen vor ihnen. Dass diese Menschen den Islam annahmen und zu einer einzigen Umma wurden, die darauf bedacht war, ihre ʿAqīda zu schützen, belegt als Beweis das Ausmaß des Erfolgs der islamischen geistigen Führung und der Anwendung des Islam durch den islamischen Staat.
As for the Muslims of Andalus (Spain), they were massacred by the Courts of Inquisition, the guillotine and burnt in the ovens of the executioners. The Muslims of Bukhara, the Caucasus and Turkistan met with the same disastrous fate as those before them. The fact that these people embraced Islam and became one Ummah that was concerned to protect her ‘aqeedah, portrays, as evidence the degree of success of the Islamic intellectual leadership and the application of Islam by the Islamic State.
Die zweite Sache, die den Erfolg dieser Ideologie aufzeigt, ist die Tatsache, dass die islamische Umma die führende Nation der Welt in Bezug auf Zivilisation, materiellen Fortschritt, Kultur und Wissenschaft war. Zwölf Jahrhunderte lang, vom siebten Jahrhundert n. Chr. bis zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts n. Chr., blieb der islamische Staat der führende und mächtigste Staat der Welt. Während dieser ganzen Zeit war er die Blüte des Erdkreises und die aufgehende Sonne unter den Nationen, eine Tatsache, die den Erfolg dieser intellektuellen Führungsrolle und den Erfolg des Islam bei der Umsetzung seines Systems und seiner ‘Aqeedah unter den Menschen bestätigt. Als der islamische Staat und die Umma ihre intellektuelle Führungsrolle aufgaben und es an Verständnis und Anwendung des Islam fehlen ließen, verfiel er und ging unter den anderen Nationen zurück.
The second matter, which denotes the success of this ideology, is the fact that the Islamic Ummah was the leading nation in the world in respect to civilisation, material advancement, culture and science. For twelve centuries, dating from the seventh century C.E to the middle of the eighteenth century C.E, the Islamic State remained as the leading and most powerful state in the world. Throughout this period it was the flower of the globe and the rising sun amongst the nations, a fact that confirms the success of this intellectual leadership and the success of Islam in implementing its system and ‘aqeedah upon the people. When the Islamic State and Ummah abandoned carrying its intellectual leadership and fell short in understanding and applying Islam, it lapsed and declined among other nations.
Daher sagen wir, dass allein die islamische geistige Führung richtig ist und allein in die Welt getragen werden sollte. Wenn der Islamische Staat, der diese Führung trägt, errichtet ist, wird der Erfolg dieser Führung heute ebenso verwirklicht werden, wie er es früher war.
Therefore, we say that only the Islamic intellectual leadership is correct and it alone should be carried to the world. When the Islamic State, which carries this leadership, is established, the success of this leadership will be realised today as it was before.
Wir haben bewiesen, dass der Islam mit seiner ’Aqīdah und dem aus ihr hervorgehenden System mit der menschlichen Natur (Fitrah) übereinstimmt. Folglich betrachtet der Islam den Menschen nicht als ein mechanisches Wesen, das wie eine Maschine präzise funktioniert und das System auf der Grundlage feiner mathematischer Maße ohne jede Abweichung umsetzt. Vielmehr ist der Mensch aus islamischer Sicht ein soziales Wesen, das das System mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualitäten anwendet. Daher ist es für den Islam einerseits naturgemäß, die Kluft zwischen den Menschen zu verringern, ohne alle gleichzumachen, und zugleich die Ruhe für alle zu gewährleisten. Andererseits ist es ebenso natürlich, dass einzelne Menschen vom System abweichen und ihm daher nicht folgen, während andere nicht darauf reagieren oder sich vom System abwenden. Unweigerlich wird es in der Gesellschaft Übeltäter (Fussāq), Menschen, die sich Lastern hingeben (Fujjār), Ungläubige (Kuffār), Heuchler (Munāfiqūn), Abtrünnige (Murtaddūn) und Atheisten (Mulḥidūn) geben. Das Wichtige ist, dass die Gesellschaft als Ganzes, unter dem Gesichtspunkt ihrer Gedanken, Gefühle, Systeme und Menschen, als islamische Gesellschaft betrachtet wird, die den Islam anwendet, wenn diese Elemente sich als islamisch zeigen.
We have proven that Islam with its ’aqeedah and it's system, which emanates from it, agrees with man's nature (fiTrah). Consequently, Islam does not view man as a mechanical being functioning accurately like a machine and implementing the system on the basis of fine mathematical measures without disparity. On the contrary, from the Islamic perspective man is a social being who applies the system with varying capabilities and qualities. Thus, it is natural for Islam, on the one hand, to narrow the gap between people without making everyone equal while guaranteeing tranquillity for all. On the other hand, it is also natural to find some individuals who deviate from the system and thus don't comply with it and others who do not respond or who turn away from the system. Inevitably, there will be in the society evildoers (fussaq), people who indulge in vices (fujjar), unbelievers (kuffar), hypocrites (munafiqoon), apostates (murtaddun) and atheists (mulhidoon). The important thing is that the society as a whole, from the point of view of its thoughts, emotions, systems and people, is considered as an Islamic society, which applies Islam when these elements manifest themselves as Islamic.
Der Beweis dafür ist, dass es unmöglich ist, dass jemand ein System auf dem Niveau der Anwendung Muhammads ﷺ umsetzt. Dennoch gab es auch zu seiner Zeit ﷺ Ungläubige, Heuchler, Abtrünnige, Atheisten, Übeltäter und Menschen, die sich den Lastern hingaben. Daher kann niemand behaupten, der Islam sei nicht vollständig angewendet worden oder die Gesellschaft sei nicht islamisch gewesen. Dennoch bezieht sich die islamische Anwendung auf den Menschen als soziales Wesen, nicht als mechanisches Wesen.
The evidence for this is that it is impossible for anyone to apply a system at the level of Muhammad (saw)'s application. In spite of this, at his (saw)'s time there were also disbelievers, hypocrites, apostates, atheists, evildoers and people who indulged in vices. Therefore, no one can claim that Islam was not applied completely or that the society was non-Islamic. Yet the Islamic application is on man as a social being, not a mechanical being.
Der Islam wurde auf die gesamte islamische Umma, Araber und Nicht-Araber gleichermaßen, angewendet, von der Zeit an, als sich der Prophet ﷺ in Madinah niedergelassen hatte, bis die Kolonialmächte die islamischen Länder besetzten und den Islam durch das kapitalistische System ersetzten.
Islam continued to be applied on the entire Islamic Ummah, Arab and non-Arabs, from the time Prophet settled down in Madinah till the colonial powers occupied the Islamic lands and replaced Islam with the Capitalist system.
So wurde der Islam von dem ersten Jahr der Hidschra bis zum Jahr 1336 n. H. (1918 n. Chr.) angewandt, und die islamische Ummah wandte in dieser ganzen Zeit kein anderes System als den Islam an.
Thus, Islam was implemented from the first year of the Hijrah until 1336A.H (1918 C.E) and the Islamic Ummah did not apply any system other than Islam throughout this period.
Obwohl die Muslime Bücher über Philosophie, Wissenschaft und verschiedene fremde Kulturen ins Arabische übersetzten, übersetzten sie niemals Gesetzgebung, System oder Kanon anderer Nationen, weder zur Forschung noch zur Anwendung. Da sie den Islam als ein System betrachteten, haben manche ihn gut angewandt, andere hingegen falsch. Dies hing von der Stärke oder Schwäche des Staates ab, vom Grad seines Verständnisses des Islams oder seines Mangels an Verständnis, und davon, ob er bei der Wahrnehmung seiner intellektuellen Führungsrolle stark oder selbstgefällig war. Folglich brachte die falsche Anwendung des Islams in manchen Zeitaltern einen gewissen Niedergang der islamischen Gesellschaft mit sich. Dies ist jedoch etwas, dem kein System entgehen kann, denn die Anwendung des Systems hängt von den Menschen ab. Die falsche Anwendung bedeutet jedoch nicht, dass der Islam nicht umgesetzt wurde. Gewiss wurde der Islam umgesetzt, und kein anderes System oder keine andere Ideologie wurde angewandt. Denn der entscheidende Punkt liegt in der Anwendung der vom Staat erlassenen Kanones und Systeme. In dieser Hinsicht übernahm der Staat keinen dem Islam fremden Kanon oder fremdes System. Was geschah, war die falsche Anwendung einiger seiner Regeln durch einige Herrscher. Dennoch muss man bei der Untersuchung der Umsetzung des Islams in seiner gesamten Geschichte zwei Punkte beachten. Der erste Punkt ist, dass die Geschichte nicht von den Feinden des Islams übernommen werden darf, die ihm gegenüber Hass hegen. Vielmehr muss die Geschichte von den Muslimen selbst übernommen werden, nach umfassender Forschung, damit kein verzerrtes Bild übernommen wird. Der zweite Punkt ist, dass bei der Untersuchung der Gesellschaft nicht verallgemeinert werden sollte, indem man die Geschichte einzelner Personen oder nur eines Aspekts der Gesellschaft heranzieht. So wäre es etwa falsch, über die Geschichte der Umayyaden-Zeit zu urteilen, indem man die Geschichte der Zeit Yazids untersucht, oder über die Geschichte der Abbasiden-Zeit anhand einiger Vorfälle unter ihren Kalifen zu urteilen. Ebenso dürfen wir die Gesellschaft der Abbasidenzeit nicht nach dem Kitab al-Aghani (Buch der Lieder) beurteilen, das geschrieben wurde, um die Geschichten maßlos verschwenderischer Menschen, Dichter und Schriftsteller zu erzählen, und auch nicht nach der Lektüre der Bücher über Askese (Zuhd) und ähnlicher Werke, um dann zu meinen, die gesamte Gesellschaft habe sich in Ausschweifung und Sünde oder in Askese und Abgeschiedenheit befunden. Vielmehr müssen wir die gesamte Gesellschaft untersuchen. Wir müssen jedoch anerkennen, dass die Geschichte der islamischen Gesellschaft als Gesellschaft in irgendeiner Epoche nie vollständig niedergeschrieben wurde. Geschrieben wurden vielmehr die Angelegenheiten der Herrscher und einiger Beamter. Diejenigen, die solche Geschichte verfassten, waren nicht vertrauenswürdig; sie waren entweder Verleumder oder Schmeichler, und was sie niederschrieben, kann nicht ohne Prüfung angenommen werden.
Although the Muslims translated books of philosophy, science and different foreign cultures into Arabic, they never translated any legislation, system, or canon of other nations neither for research nor for application. Considering Islam to be a system, some people applied it well and others misapplied it. This depended on the strength or weakness of the state and on the degree of its comprehension of Islam or lack of understanding and according to whether it was strong or complacent in carrying its intellectual leadership. Consequently, the misapplication of Islam in some ages brought about some decline in the Islamic society, but this is something, which no system can avoid, because the application of the system depends on human beings. However, the misapplication does not mean that Islam was not implemented. Surely Islam was implemented and no other system or ideology was applied. This is because the crucial point is in the applying of canons and systems enacted by the state. In this respect the state did not adopt any canon or system alien to Islam. What occurred was the misapplication of some of its rules by some rulers. However, notwithstanding this, one must observe two points when examining the implementation of Islam throughout its history. The first point is that history must not be taken from the enemies of Islam who harbour hatred towards it. Instead history must be taken from Muslims themselves after an extensive research so as not to adopt a distorted image. The second point is that the generalisation in study of the society should not be taken from the history of individuals or from one aspect of the society. For example, it would be wrong to pass judgment on the history of Ummayad era by studying the history of Yazid's era. Or to pass judgment on the history of the Abbassid era from some incidents of their Khulafaa. Likewise, we must not pass judgment on the society of the Abbassid era from Kitab al-aghani (book of songs) which was written to narrate the stories of recklessly extravagant people, poets and authors or from reading the books of asceticism (zuhd) and the like and thus start thinking that the entire society was in a state of extravagance and sin or asceticism and isolation. Rather, we have to study the whole society. We have to acknowledge however that the whole history of the Islamic society as a society in any era was never written. What has been written rather is the affairs of the rulers and some officials. Those who wrote such history were not trustworthy, they were either slanderers or adulators and whatever they wrote can't be accepted without investigation.