2.2 Die dem Muslimen gesetzte Frist zur Errichtung eines Khalifats
2.2 The Time Limit given to Muslims to Establish a Khaleefah
Tatsächlich beträgt die Frist, die Muslimen zur Einsetzung eines Khalifen gegeben ist, zwei Nächte. Kein Muslim darf also länger als zwei Nächte verbringen, ohne eine Bay'ah am Hals zu haben. Dass die obere Grenze bei zwei Nächten liegt, hat seinen Grund darin, dass die Einsetzung eines Khalifen vom Moment an Fard ist, in dem der vorherige Khalif stirbt oder abgesetzt wird. Es ist jedoch erlaubt, die Einsetzung aufzuschieben, solange man sich in ihr engagiert, und zwar für zwei Nächte. Überschreitet die Verzögerung zwei Nächte und haben die Muslime keinen Khalifen eingesetzt, so wird die Angelegenheit geprüft. Waren die Muslime mit der Einsetzung eines Khalifen beschäftigt, konnten sie diese aber wegen überwältigender Umstände, denen sie nicht widerstehen konnten, nicht innerhalb von zwei Nächten vollenden, so fällt die Sünde von ihnen ab, weil sie damit beschäftigt waren, die Pflicht zu erfüllen, und durch eine zwingende Gewalt gezwungen wurden, sie aufzuschieben. Der Prophet ﷺ sagte: „Die Sünde aus Irrtum, Vergesslichkeit und Zwang wird von meiner Umma genommen.“ Haben sie sich aber nicht mit der Erfüllung der Pflicht beschäftigt, so sind sie alle sündig, bis der Khalif eingesetzt ist, und erst dann fällt die Fard von ihnen ab. Die Sünde jedoch, die sie begangen haben, indem sie die Einsetzung eines Khalifen vernachlässigten, fällt nicht von ihnen ab, sondern bleibt auf ihnen lasten, und Allah (SWT) wird sie dafür zur Rechenschaft ziehen, so wie Er (SWT) jeden Muslim für jeden Ungehorsam zur Rechenschaft zieht, den er begeht, wenn er es versäumt, eine Pflicht zu erfüllen.
Indeed the time limit given for Muslims to establish a Khaleefah is two nights. So no Muslim is allowed to stay for more than two nights without having a Bay’ah on his neck. Making the upper limit as two nights is due to the fact that appointment of a Khaleefah is Fard from the moment the previous Khaleefah dies or is deposed. But it is allowed to delay the appointment while engaging in it for two nights. If the delay exceeded two nights and the Muslims did not establish a Khaleefah, the matter is examined. If the Muslims were busy in establishing a Khaleefah but could not complete it within two nights due to overwhelming matters they cannot resist, then the sin will drop from them because they were engaged in establishing the duty and they were forced to delay it by compelling power. The Prophet (saw) said: “The sin due to mistake, forgetfulness and compulsion is removed from my Ummah.” But if they were not engaged in performing the duty, then they would all be sinful until the Khaleefah is established and at that time the Fard will drop from them. But the sin they committed in neglecting the establishment of a Khaleefah does not drop from them, it rather remains on them, and Allah (swt) will bring them to account for it the same way He (swt) brings any Muslim to account for any disobedience he commits when he neglects to perform a duty.
Was die Belege zur Frist von zwei Nächten angeht, die Muslimen für die Pflicht zur Einsetzung eines Khalifen gegeben wird, so handelt es sich um einen Ijma' der Sahaba. Die Sahaba begannen, sich im Hof der Banu Sa'ida zu versammeln, um die Bestimmung eines Nachfolgers für den Gesandten Allahs ﷺ zu besprechen, sobald die Nachricht vom Tod des Propheten ﷺ sie erreichte. Sie setzten die Beratung im Hof fort, und am zweiten Tag versammelten sie die Leute in der Moschee, damit sie den Bay'a leisten konnten. Dies dauerte zwei Nächte und drei Tage. Ferner: Als 'Umar (r.a.) sicher wurde, dass sein Tod infolge der Stichwunde unmittelbar bevorstand, übertrug er den einflussreichen Leuten, den sechs verbliebenen angesehenen Sahaba, die Angelegenheit und gab ihnen drei Tage Zeit, einen neuen Khalifen zu wählen. Er ordnete an, dass derjenige, der nach Ablauf der drei Tage nicht zustimmte, getötet werden solle. Dies geschah, obwohl es sich um die hervorragenden Sahaba handelte. 'Umar (r.a.) bevollmächtigte außerdem fünfzig Muslime mit Schwertern, denjenigen zu töten, der widersprach. Diese Anordnungen wurden in Gegenwart der Sahaba erlassen, und es wird nicht berichtet, dass jemand sie leugnete oder ihnen widersprach. Daher ist es ein Ijma' der Sahaba, dass Muslimen nicht erlaubt ist, länger als zwei Nächte und drei Tage ohne Khalifen zu bleiben, und der Ijma' der Sahaba ist ein rechtmäßiger Daleel Shar'i (Beweis) wie der Qur'an und die Sunna des Gesandten Allahs ﷺ.
In regard to the evidence concerning the two nights time limit given to Muslims to perform the duty of establishing a Khaleefah, it is an Ijma’a of the Sahabah. The Sahabah started to meet in the courtyard of Bani Sa’idah, to discuss the appointment of a successor to the Messenger of Allah (saw) as soon as the news of the death of the Prophet (saw) reached them. They kept discussing in the courtyard, and on the second day they gathered the people in the mosque in order that they might give the Bay’ah. This took two nights and three days. Also, when ‘Umar (r.a.) became certain that his death was imminent as a result of the stab wound, he entrusted the people of influence, the six remaining senior Sahabah, and gave them three days to choose a new Khaleefah. He ordered that if after the three days an agreement was not reached the one who disagreed should be killed. This was despite the fact that these were of the eminent Sahabah. ‘Umar (r.a.) also empowered fifty Muslims with swords to kill the one who disagreed. These orders were given in front of the Sahabah, and no one was reported to deny or disagree with it, so it becomes Ijma’a of the Sahabah that Muslims are not permitted to stay without a Khaleefah for more than two nights and three days, and the Ijma’a of the Sahabah is a legitimate Daleel Shari’i (evidence) like the Qur’an and Sunnah of the Messenger of Allah (saw).
Daher ist die Wiedererrichtung des Kalifats die wichtigste Angelegenheit und die vorrangige Pflicht für die Muslime. Dafür waren nicht nur die Sahaba (ra) bereit, ihr Leben zu geben, sondern auch der Gesandte Allahs ﷺ war bereit, sein Leben für die Errichtung dieser Religion (Deen) hinzugeben. Er ﷺ sagte zu seinem Onkel in Bezug auf die Mushrikeen: „...bei Allah, selbst wenn sie mir die Sonne in meine rechte Hand und den Mond in meine linke legten unter der Bedingung, dass ich von dieser Sache ablasse, würde ich nicht davon ablassen, bis Allah sie siegreich macht oder ich dabei umkomme“. (Tareekh ut-Tabari von al-Tabari, Bd. 6, Abs. 1179).
Therefore, the re-establishment of the Khilafah is the most vital issue and the priority obligation for the Muslims. It was worth not only the lives of the Sahabah (ra) but also the Messenger (saw) was prepared to give up his life for the establishment of this Deen. He (saw) stated to his uncle concerning the Mushrikeen, “...by Allah, if they were to put the sun in my right hand and the moon in my left, on condition that I relinquish this matter, I would not relinquish it until Allah has made it dominant or I perish therein”. (Tareekh ut-Tabari by al-Tabari Vol. 6 par. 1179).
Daher ist die Wiedererrichtung des Kalifats die vorrangige Angelegenheit für die islamische Umma und die Sache, die alle Fara'id (Pflichten) des Islam wiederherstellen, alle Munkarat (Verwerflichkeiten), die die islamische Welt betreffen, beseitigen und das Ma'ruf (Gute) etablieren wird.
Hence the re-establishment of the Khilafah is the priority issue for the Islamic Ummah and the matter which will restore all the Faraa’id (obligations) of Islam and remove all the Munkaraat (evils) that are effecting the Islamic world and establish the Ma’roof (good).
Imam Schatibi erklärt in seinem Buch Al-Muwafaqaat fee Usul il Ahkam (Band 1, Abschnitt 1, Seiten 119–121), dass die Pflicht, einen Imam einzusetzen, denjenigen obliegt, die in der Lage sind, ihn einzusetzen, und denjenigen, die fähig sind, dieses Amt zu übernehmen. Wenn diese ihn jedoch nicht einsetzen, dann muss sich jeder andere dafür einsetzen, dass diejenigen, die dazu fähig sind, ihrer Pflicht nachkommen. Somit wird es zur Wajib, mit denjenigen zusammenzuarbeiten, die fähig sind, die Imamah wiederherzustellen, gemäß dem Grundsatz: „Alles, was notwendig ist, um eine Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine Pflicht.“
Imam Shatibi has stated in his book Al-Muwafaqaat fee Usul il Ahkam (Vol. 1 Section 1 page 119-121) that the obligation of appointing an Imam falls upon those that are capable of establishing it and those who are capable of taking that position but if they do not appoint him then everyone else must work to ensure that those who are capable fulfil their obligation and hence it becomes a Wajib to work with those that are capable to resume the Imamah based upon the principle “Whatever is necessary to accomplish an obligation is in itself an obligation”.
Deshalb ist es heute für jeden einzelnen Muslim eine Pflicht, darauf hinzuarbeiten, die bestehenden Systeme in den islamischen Ländern zu beseitigen, um das Kalifat wiederherzustellen und den Islam zur Umma zurückzubringen.
Therefore it is an obligation upon every single Muslim today to work to remove the current systems in the Islamic lands in order to re-establish the Khilafah and bring Islam back to the Ummah.