5.7 Inflation im Vergleich zu Gold/Silber
5.7 Inflation Versus Gold/silver
Seit Jahrhunderten bedient sich die Menschheit eines Tauschmittels, um Handel und die Erbringung von Dienstleistungen in der Gesellschaft zu erleichtern. Um Fairness und Vertrauen im Handel sicherzustellen, ist es von grundlegender Bedeutung, dass dasjenige, das als Tauschmittel gewählt wurde, Stabilität und einen realen Wert besitzt. Die Anweisungen des Qur'an haben durch zahlreiche Verweise deutlich gemacht, dass die islamische Gesellschaft einen bimetallischen Währungsstandard aus Gold und Silber betreibt. Obwohl die Scharia den Besitz anderer (nicht aus Gold oder Silber bestehender) Währungen nicht verboten hat, kann und wird der islamische Staat keinen anderen Währungsstandard betreiben, und die auf Fiat-Geld beruhenden Systeme, bei denen Währungen durch keinerlei Vermögenswerte gedeckt sind, werden vollständig abgelehnt. Der Islam hat alle Regeln rund um die Währung festgelegt, und zwar in Verbindung mit Gold und Silber in ihrer Funktion als Tauschmittel für alle Waren und Dienstleistungen sowie als Zahlungsmittel für den Austausch, sowohl in Form von Münzen als auch als Barren. Gold und Silber eignen sich beide ideal als Tauschmittel, da sie einen inneren Wert besitzen (einschließlich Schmuck und industrieller Nutzung), weit verbreitet verfügbar sind, nicht beherrscht (monopolisiert) werden können und ein regelmäßiges, doch wachsendes Angebot vorhanden ist, um den Bedürfnissen wachsender Volkswirtschaften gerecht zu werden. Der jährliche Anstieg des Goldangebots beträgt beispielsweise 2 %.
For centuries mankind has used a medium of exchange to facilitate trade and the provision of services in society. To ensure fairness and confidence in trade it has been vital that there be stability and real value in that which was chosen to be the medium of exchange. Quranic injunction has made it clear via many references that the Islamic society operate a bi-metallic currency standard of gold and silver. Whilst the Shariah did not forbid the ownership of other (non gold or silver) currencies, the Islamic state cannot and will not operate any other currency standard, and the fiat based systems where currencies are not backed by any assets at all is completely shunned. Islam made all the rules linked to currency, linked to gold and silver in their capacity as a medium of exchange for all goods and services and as currency for exchange, both as coins and as ore. Gold and silver are both ideal to act as mediums of exchange because they have intrinsic value (including jewellery and industrial use) are widely available, cannot be dominated (monopolised) and there is a regular, yet growing supply of them to meet the needs of growing economies. The annual increase in gold supply for example is 2%.
Das Abkommen von Bretton Woods im Jahr 1944 legte fest, dass die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt auf Basis fester Wechselkurse arbeiten sollten, wobei Gold auf 35 US-Dollar pro Unze festgesetzt war und andere Währungen gegenüber dem Dollar (und damit gegenüber Gold) festgelegt waren. Dieses System funktionierte wirksam, bis Richard Nixon die USA im August 1971 einseitig vom Goldstandard abkoppelte und eine frei schwankende Fiat-Währung ohne jegliche Golddeckung einführte. Infolge dieser Entscheidung schwoll die weltweite Menge an US-Dollar stark an, und die jährliche Inflation verdreifachte sich: von historisch 2 % in diesem Jahrhundert auf einen Durchschnitt von mehr als 6 % und erreichte in einigen Ländern einen Höchstwert von über 20 %.
The Breton Woods agreement in 1944 established that the main economies of the world would operate on a fixed exchange basis with gold fixed at $35 per ounce, and other currencies fixed against the dollar (and therefore gold). This system operated effectively until Richard Nixon unilaterally took the US off the gold standard in August 1971 and utilised a free floating fiat currency with no backing of gold whatsoever. Following this decision, the supply of US dollars globally ballooned and annual inflation trebled from 2% historically that century to an average of more than 6% and peaking at more that 20% in some countries.
Geld selbst ist kein Reichtum, sondern lediglich eine bestimmte Maßeinheit des Reichtums, die von der Solidität der Kontrolle über die Geldmenge abhängt. Wenn Zentralbanken die Finanzmärkte mit Geld überfluten, indem sie mehr drucken (Erhöhung der Liquidität), fügt dies keinen Reichtum hinzu; es kann zwar Finanztransaktionen beschleunigen, doch kann es je nach bestimmten Faktoren, wie bereits erwähnt, Reichtum schaffen oder vernichten, zum Beispiel durch Inflation.
Money itself is not wealth, merely one particular measuring unit of wealth, which is dependent upon the soundness of the control over the volume of money. When central banks flood financial markets with money by printing more (increasing liquidity), this does not add wealth; it can accelerate financial transactions but this can create or destroy wealth depending on certain factors as mentioned, for example due to inflation.
In der realen Wirtschaft entsteht Reichtum durch die Schaffung produktiver Sachwerte wie Landwirtschaft, Industrieprodukte usw., die dann mit Gewinn verkauft werden. Reichtum wird vermehrt, indem man die Produktion steigert (d. h. man stellt mehr Güter und Dienstleistungen her und verkauft sie mit Gewinn).
In the real economy, wealth is created by the creation of productive hard assets such as agriculture, manufactured products etc, which are then sold for a profit. Wealth is increased by increasing production (i.e. you produce more goods and services and sell them for a profit).
Wenn man Finanzmärkte mit Geld überflutet, erzeugt man Inflation. Das liegt daran, dass mehr Geld einer gleichbleibenden Menge an Gütern nachjagt, wodurch der Wert des Geldes sinkt und man über einen Zeitraum hinweg für dieselben Güter mehr Geld aufwenden muss. Dass eine Flasche Coca-Cola heute 100 % mehr kostet als vor zehn Jahren, liegt in erster Linie daran, dass der Wert des Geldes gesunken ist. Zugleich verlieren Vermögenswerte wie Immobilien, Land oder Gold nicht an Wert, da sie zu jeder Zeit denselben inneren Wert behalten. Weil jedoch der Wert des ungedeckten Papiergeldes fällt, sinkt im Ergebnis die Kaufkraft (die Fähigkeit des Geldes, Güter und Dienstleistungen zu erwerben). Real gesehen verliert das Vermögen dadurch an Wert, da das Geld abgewertet wird, verglichen mit echten, handfesten Vermögenswerten. Heute erleben wir, dass die Fähigkeit der Menschen, Ersparnisse zu bilden, im Laufe der Zeit abgenommen hat, obwohl wir mehr verdienen als je zuvor. Die Kaufkraft des Geldes ist real gesunken, da der Wert von Vermögenswerten im Allgemeinen gleich bleibt, die Geldmenge, die man für harte Vermögenswerte (Land, Immobilien, Güter) benötigt, jedoch steigt. Allgemein gesprochen sparen die Menschen heute deutlich weniger als noch vor zwei Jahrzehnten.
If you flood financial markets with money you create inflation. This is because there is more money chasing around the same number of goods, which devalues money and means you have to exchange more money for the same goods over a period of time. That a bottle of coke today costs 100% more than it did 10 years ago, is primarily because the value of money has been devalued. At the same time, assets such as property, land, or gold do not devalue as they keep the same intrinsic value at all times, but since the value of paper fiat money is falling, the net effect is that the purchasing power (ability of money to buy goods and services) is lowered, and hence in real terms wealth is actually falling, because money is being devalued, compared to real hard assets. Today we have witnessed that people’s ability to save has been diminished over time, despite the fact that we are earning more than ever. The purchasing power of money has declined in real terms as the value of assets generally remains the same, but the amount of money required to buy hard assets (land, property, goods) is increasing. In general terms people today save very little compared to people only two decades ago.
Der Islam legt den Schwerpunkt auf den Reichtum und sucht das Vermögen der Menschen zu schützen, indem seine Regelungen dafür sorgen, dass Geld nicht an Wert verliert. Das islamische System erlaubt es nicht, Geld nach Belieben zu drucken, denn seine gesamte Währung muss zu 100 % durch Gold- oder Silberreserven gedeckt sein. Das bedeutet, dass die Währung selbst im Verhältnis zu allen Vermögenswerten einen Wert hat. Damit bleibt der Wert von Land für den Verbraucher stets im Verhältnis zum Wert des Goldes. Dies schafft Stabilität und Vertrauen in den Wert der Landeswährung.
Islam put the emphasis on wealth and seeks to guard people’s wealth by ensuring that its policies do not devalue money. The Islamic system does not allow the printing of money as it pleases since all its currency must be 100% backed by gold or silver reserves. This means that the currency itself has a value relative to all assets. So this means that the value to the consumer of land will always remain in proportion to the value of gold. This creates stability and confidence in the value of the State’s currency.
Des Weiteren wird im islamischen Staat kein Geld gedruckt, da er nicht mehr Gold drucken kann. Daher wird es keine steigende Geldmenge geben, die einer gleichbleibenden Anzahl an Gütern nachjagt. Das islamische System ist somit weitgehend gegen Inflation gefeit, denn der Hauptfaktor hinter der Inflation ist das leichtfertige Drucken von Geld (obwohl es auch andere Faktoren gibt). Inflation innerhalb des islamischen Staates wird ein seltenes Ereignis sein, da Unternehmen und Einzelpersonen Vermögen erwerben und dieses nicht entwertet wird. Da es ein andauerndes Wachstum mit steigender Nachfrage und verbesserten Technologien gibt, könnte der unwahrscheinliche Fall einer Inflation oder Geldentwertung nur dann in Betracht gezogen werden, wenn es zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Goldmenge käme, was unwahrscheinlich ist. Selbst in einem solchen Fall würden die verteilenden Verpflichtungen des Staates und die steigenden Lebensstandards ein entsprechendes Wachstum hervorbringen, um solche unwahrscheinlichen Angebotsschübe zu stabilisieren. Die Gesundheit der Wirtschaft beruht nicht auf dem Vertrauen in das Wachstum des Reichtums, sondern auf der Fähigkeit der Menschen, einen guten Lebensstandard zu führen. Wachstum in der islamischen Wirtschaft wird nicht als bloße Steigerung des BIP im Vergleich zu früheren Jahren betrachtet, sondern ist ein ganzheitlicheres und tiefgreifenderes Maß dafür, wie sich die Transaktionen in der Gesellschaft hinsichtlich Quantität, Qualität und Gerechtigkeit verbessert haben. Daher wird das quantitative BIP-Wachstum, das heutzutage von Nationen angestrebt wird und zu einer abnehmenden Lebensweise führt, nicht als Wachstum angesehen, sondern vielmehr als Niedergang. Wachsen zu wollen ist ein natürlicher Instinkt des Menschen; und ihn zu fördern ist eine Aufgabe der Wissenschaft, an der es nie mangelt. Doch ein nachhaltiges makroökonomisches Wachstum ohne Boom und Bust zu ermöglichen, ist ein Problem für das Wirtschaftssystem, und dieses kann nur der Islam lösen.
Furthermore, since the Islamic state does not print money because it cannot print more gold, there will not be an increasing amount of money chasing the same number of goods; hence the Islamic system is largely inoculated against inflation, since the main factor behind inflation is the easy printing of money (although there are other factors). Inflation within the Islamic state will be a rare occurrence as businesses and individuals acquire wealth; their wealth is not devalued. As there is continuing growth with increasing demand and improving technologies, the unlikely case of inflation or devaluation of money could only be entertained if there is an abnormal increase in gold supply, which is unlikely. Even in such a case the distributive obligations of the state and improving standards of living would produce commensurate growth to stabilise such unlikely outbursts in supply. The health of the economy is not based on the confidence of growth in wealth, rather the ability of people to live a good standard of living. Growth in the Islamic economy is not viewed in terms of mere increase in GDP compared to previous years, but is a more holistic and profound measure of how transactions in society have improved in terms of quantity, quality and equity. Hence quantitative GDP growth that is sought by nations today which leads to a declining way of life, is not seen as growth, but rather as a decline. To grow is a natural instinct in people; and enhancing it is a problem of science, which is never in short supply. However enabling sustainable macro growth without booms and busts is a problem for the economic system, which can only be addressed by Islam.
Obwohl viele Volkswirtschaften derzeit mit einer Deflation der Preise für Waren und Dienstleistungen zu kämpfen haben, staut sich für die kommenden Monate und Jahre eine massive Welle der monetären Inflation an. Die strikte Anwendung des Metallgeldstandards, wie sie im islamischen System praktiziert wurde, ist der einzige Weg, dies zu vermeiden, wenn die Zentralbanker der Welt so wenig kontrolliert werden.
Although many economies are now facing price deflation for goods and services, a massive wave of monetary inflation is being stored up for coming months and years. The strict application of the metallic money standard as practiced in the Islamic system is the only way to avoid this when there is such little control over the central bankers of the world.