4.1 Die Verderbtheit des Säkularismus als Glaubenssystem
4.1 The Corruption of Secularism as a Creed
Im westlichen Verständnis wird das Wort Glaubenslehre (französisch: credo) mit einer Reihe negativer Vorstellungen verbunden. Für den Westler ist Glaubenslehre gleichbedeutend mit religiösen Überzeugungen, die aus einer metaphysischen Quelle entspringen und den Menschen zwingen, an Dinge zu glauben, ohne dass es Beweise dafür gibt. Für den Westler bedeutet Glaubenslehre außerdem die Annahme einer übernatürlichen Wirklichkeit, die über oder jenseits der natürlichen Welt liegt, ohne Beweis und ohne vernunftmäßige Begründung.
In the Western perception, the word creed (French: credo) is associated with a number of negative concepts. For the Westerner, creed is synonymous with religious beliefs that emerge from a metaphysical source, which compels man to believe in things without evidence. To the Westerner, creed also implies an acceptance of the mind of the supernatural reality, that is above or beyond the natural world, without evidence or reasoning.
Glaube wird von Jacqueline Russ in ihrem Wörterbuch der Philosophie (französisch: Dictionnaire de philosophie) so definiert: „…unter moralischem Gesichtspunkt ist er der vernunftgemäße, aber unbeweisbare Glaube an die Existenz Gottes, die Unsterblichkeit der Seelen und die Freiheit … unter religiösem Gesichtspunkt ist er die geistliche Ausrichtung auf Offenbarung und dogmatische Wirklichkeit (unbewiesen, ohne Rücksicht darauf, andere Ansichten zu tolerieren).“ Daher müssen wir die Verderbnis der westlichen intellektuellen Sicht auf den Begriff des Glaubens und sein Wesen bewerten, bevor wir die Verderbnis des westlichen Glaubens selbst verdeutlichen.
Faith is defined by Jacqueline Russ in her Dictionary of Philosophy (French: Dictionnaire de philosophie) “...from the moral perspective, it is the rational but unprovable belief related to the existence of God, immortality of souls and freedom... from the religious perspective, it is the spiritual orientation towards revelation and dogmatic reality (unproven with no consideration to tolerate other views).” Thus, we must evaluate the corruption of the Western intellectual view about the concept of creed and its essence, before clarifying the corruption of Western creed itself.
Im Kern gewährt der Glaube (ʿaqīda) dem Menschen eine entschiedene Gewissheit über die Fragen, die seine grundlegenden Überzeugungen bilden. Diese Gewissheit kann mit der Religion verbunden sein oder nicht, d. h. mit dem Glauben an den Schöpfer und an den Tag der Auferstehung. Kommunisten glauben, d. h. bejahen entschieden, an die Abwesenheit Gottes und an die materialistische Natur des Universums. Muslime glauben, d. h. bejahen entschieden, an die Existenz Gottes und daran, dass die Schöpfung einen Schöpfer hat. Die entschiedene Bejahung ist daher die Grundlage für die Betrachtung des Glaubens. Dies gilt unabhängig von der Art der Bejahung selbst, also davon, ob sie religiös oder areligiös ist. Die Entschiedenheit kann nur mit einem Beleg bestehen, den derjenige vorweist, der sie bejaht. Demnach ist der Glaube die entschiedene Bejahung des Belegs, ungeachtet der Art des Belegs, auf den sich derjenige stützt, der sie bejaht.
In its reality, creed grants human beings decisive affirmation over the issues that form fundamental thoughts. This affirmation may or may not be connected to religion i.e. the belief in the Creator and the Day of Resurrection. Communists believe, i.e. affirm decisively, in the absence of God and the materialistic nature of the universe. Muslims believe, i.e. affirm decisively, in the existence of God and the nature of creation having a Creator. So, decisive affirmation is the basis for consideration of creed. This is irrespective of the nature of the affirmation itself, as to whether it is religious or areligious. The decisiveness can only be with evidence by the one who affirms it. Accordingly, the creed is the decisive affirmation of the evidence, regardless of the nature of the evidence relied on by the one who affirms it.
Hierbei entsteht eine Frage zum Beweis, da der Westen die Anzeige von Beweisen allein auf die Wissenschaft beschränkt. Dominique Morin sagt in seinem Buch Dieu Existe-t-il? (Gibt es Gott?): „Wenn es um die Existenz Gottes geht, waren sich christliche Philosophen und Theologen einig, dass das Wort Beweis, das in unserer Welt gewiss mit der Genauigkeit der Wissenschaft verbunden ist, unangemessen ist. So ziehen es viele, wie Thomas von Aquin, vor, von den Wegen zu Gott zu sprechen.“ Der frühere Papst Benedikt XVI., Joseph Aloisius Ratzinger, bemerkte in seinem Buch Einführung in das Christentum: „Hat sich nicht das christliche Bewusstsein in weitem Maße – ohne sich dessen bewusst zu sein – mit der Haltung abgefunden, dass der Glaube an Gott etwas Subjektives sei?“ Die Beschränkung des Beweises auf den wissenschaftlichen Empirismus ist falsch. Tatsächlich bedeutet Beweis das, was zu dem führt, was benötigt wird, oder zum Verständnis von Sachverhalten. Beweis ist die anerkannte Methodik für die Gültigkeit einer der Aussagen oder einer der Hypothesen. Beweis ist das notwendige Wissen, um ein anderes Wissen zu erkennen. Dies ist die Bedeutung von Beweis bei allen Völkern. Es gibt keinen Unterschied in der Definition des Beweises zwischen den Aussagen der Muslime und denen der Westler. In seinem Buch Kitab Al-Kulliyat (cjLK1I) sagte der muslimische Gelehrte Abul Baqaa' Al-Kafaw: Beweis (JaUI) ist das, was zu dem führt, was benötigt wird. Gemeint ist damit der Nachweis … und was damit angezeigt und gemeint ist, ist das, was nachgewiesen wird. Der Rauch wird als Beweis für das Feuer bezeichnet. So wird der Begriff Beweis auf alles angewandt, was durch das, worauf der Beweis hinweist, bekannt wird, sei es Greifbares oder Angelegenheiten der Scharia, sei es bestimmt oder unbestimmt …“ Der Westler, der Niederländer H. Willemsen, sagte in seinem Wörterbuch der Philosophie (Dänisch: Woordenboek Filosofie): „Beweis einer jeden Aussage ist die Methode, die ihre Gültigkeit bestätigt …“ Die Westlerin, die Französin Jacqueline Russ, sagt in ihrem Wörterbuch der Philosophie (französisch: Dictionnaire de philosophie): „Der Beweis … ist der Prozess, durch den die Gültigkeit einer Hypothese festgestellt wird.“ Somit ist der Beweis etwas, durch das es möglich ist, etwas anderes festzustellen. Dies ist der Beweis hinsichtlich seiner Wirklichkeit unter allen Menschen. Was den Umstand betrifft, wissenschaftlich, vernünftig, logisch, intuitiv, emotional oder anders zu sein, so ist dies Gegenstand seiner Merkmale und seiner Beschaffenheit, nicht Gegenstand seines Wesens. Mit anderen Worten: Das, was zu dem führt, was benötigt wird, ist ein Beweis. Die Betrachtung, ob er aus der Wissenschaft, der Vernunft oder dem Gefühl stammt, innerhalb der Beschreibung dessen, was leitet, hindert ihn nie daran, in seinem Wesen und seiner Wirklichkeit ein Beweis zu sein.
Herein rises an issue related to evidence as the West restricts the indication of evidence to science alone. Dominique Morin says in his book Dieu Existe-t-il? (God Exists), “If the matter is related to the existence of God, Christian philosophers and theologians have agreed that the word evidence, which is definitely in our world connected to the accuracy of science, is inappropriate. Thus, many, like Thomas Aquinas, prefer to speak of the ways to reach God.” The former Pope Benedict XVI, Joseph Aloisius Ratzinger noted in his book, Introduction to Christianity (German: Einfuhrung in das Christentum), “Has not Christian consciousness acquiesced to a great extent—without being aware of it—in the attitude that faith in God is something subjective.” The restriction of evidence to that of scientific empiricism is wrong. In fact, evidence means that which guides to what is needed or the arrival at the comprehension of issues. Evidence is the affirmed methodology for the validity of one of the statements or one of the hypotheses. Evidence is the necessary knowledge to know another knowledge. This is the meaning of evidence amongst all peoples. There is no difference in defining the evidence between the sayings of the Muslims and the Westerner. In his book Kitab Al- Kulliyat (cjLK1I); the Muslim Aalim, Abul Baqaa' Al-Kafaw said: idence (JaUI) is that which guides to what is needed. What is intended and meant by it is the evidencing ... what is intended and meant by its indication is that which is evidenced. The smoke is termed as the evidence of the fire. Thus the term evidence i.e. evidence is called upon everything known by what the evidence indicates, whether it is tangible or Shariah matters, whether it is definite or indefinite...” The Westerner, the Dutchman, H. Willemsen, said in his Dictionary of Philosophy (Danish: Woordenboek Filosofie), “Evidence of any statement is the method that affirms its validity...” The Westerner, the French women, Jacqueline Russ in her Dictionary of Philosophy (French: Dictionnaire De Philosophic) said, “The evidence...is the process by which the validity of hypothesis is established.” Thus evidence is something by which it is possible to establish something else. This is the evidence in terms of its reality amongst all human beings. As for the condition of being scientific or rational or logical or intuitive or emotional or other than that, it is the subject of its characteristics and constitution, not the subject of its essence. In other words, that which guides to what is needed, is evidence. The consideration of it arising from science or reason or emotion, within the description of that which guides, never stops it from being an evidence in its essence and reality.
Tatsächlich drücken die Beweise in Bezug auf eine oder mehrere ihrer Eigenschaften lediglich ihre Beschaffenheit aus und benennen ihre Entstehungsquelle. Sie hindern sie jedoch nicht daran, an sich ein Beweis zu sein. Daher ändert es weder die Wirklichkeit noch das Wesen des Beweises, ob die Philosophen, Theologen oder westlichen Denker ihn als Methode, Bezeichnung, Anzeichen oder Zeichen benennen. Ebenso spielt es keine Rolle, ob die Theologen das Gewissen, die Pragmatisten den Nutzen, die Moralisten das sittliche Merkmal oder die Rationalisten den Rationalismus als Grundlage des Glaubens und der Glaubenslehre betrachten. Sie alle glauben im Wesentlichen an den Beweis, auch wenn sie sich über dessen Art und Wesen uneinig sind.
Indeed, with respect to any one or more of its characteristics, the evidence only expresses its constitution and identifies its source of formation. However, it does not prevent it from being an evidence per se. Therefore, whether the philosophers, theologians or Western thinkers name the evidence as method, denotation, indicator or sign, does not change the reality and essence of evidence. It is also regardless of whether the theologians consider conscience, pragmatists consider benefits, moralists consider the moral attribute or rationalists consider rationalism as the basis of belief and creed. All of them believe in evidence essentially, although they differ over the type of evidence and its nature.
Wenn dies begriffen wird, lässt sich der Fehler auf der Ebene von Studium und Untersuchung im Westen in Bezug auf den Glauben erkennen. Die Untersuchung darf sich nicht der Frage widmen, ob die Bejahung des Glaubens durch Beweise oder durch etwas anderes als Beweise erfolgt. Denn die Wirklichkeit des Glaubens unter den Menschen ist, dass er nur durch Beweise bejaht werden kann. Die Forschung muss sich daher der Gültigkeit der Beweise widmen, auf denen der Glaube beruht. Muss sie wissenschaftlich, rationalistisch, logisch oder rational anderer Art sein, wenn doch die entschiedene Bejahung unter der gesamten Menschheit nur durch die Beweise zustande kommen kann? Ist es angemessen anzunehmen, dass alle Beweise die entschiedene Bejahung erreichen oder nicht? Dies gehört auf die Ebene des Studiums.
If this is comprehended, the error at the level of study and inquiry in the West for the creed can be seen. The study must not be devoted to the nature of affirmation of evidence or other than evidence. This is because the reality of creed amongst humankind is that it can only be affirmed by evidence. The research must therefore be devoted to the validity of the evidence upon which the creed depends. Does it have to be scientific, rationalistic, logical or rational something else, considering that decisive affirmation amongst the whole of humankind can only come from the evidence? Is it appropriate to consider that all evidences achieve the decisive affirmation or not? This is at the level of study.
Wissenschaft eignet sich nicht als Beweis für den Glauben, weil sich die Wissenschaft auf Gegenstände beschränkt, die für Forschung und Experiment greifbar und sinnlich wahrnehmbar sind. Die Existenz Gottes ist jedoch nicht greifbar, wenngleich sinnlich wahrnehmbar, während die Existenz des Paradieses, des Höllenfeuers und der Engel weder sinnlich wahrnehmbar ist noch einem Experiment unterzogen werden kann. Daher wird der Irrtum der westlichen Auffassung vom Glauben hinsichtlich Begriff, Festlegung und Bedingung offensichtlich. Was jedoch als Beweis für die entschiedene Bejahung irgendeiner Sache taugt, also als Beweis für den Glauben, ist der Verstand bzw. die rationale Methode. Wie wir oben dargelegt haben, ist sie die einzige Methode, die als Grundlage des menschlichen Denkens taugt, auf der die Urteile aufbauen und die umfassende Sicht auf das Dasein des Menschen und seinen Lebenszweck gegründet wird. Dementsprechend beruht unsere Haltung gegenüber dem westlichen Glauben, mit dem Ziel, seine Ungültigkeit und Verderbtheit festzustellen, auf dem Verstand. Sie stützt sich auf die rationale Methode, um über Dinge und Fragen zu urteilen. Die Verfälschung des westlichen Glaubens ist rational belegt, und zwar durch eine Reihe von Aspekten, die folgende sind:
Science is not suitable as evidence for creed because science is limited to issues that are tangible and sensed for research and experimentation. However, the existence of God is not tangible, though sensed, whilst the existence of paradise, hellfire and angels is not sensed and so they cannot be subjected to experimentation. Hence the error of the Western view of the creed, in terms of concept, stipulation and condition, becomes apparent. As for what is suitable as evidence for the decisive affirmation of anything, i.e. as evidence for creed, it is the intellect or the rational method. As we have clarified above, it is the only method that is suitable as a basis of thinking for humans, upon which the judgments are built and the comprehensive view of the existence of man and his purpose in life are established. Accordingly, our view towards the Western creed, in terms of establishing its invalidity and corruption is based on the intellect. It is based on the rational method to judge upon things and issues. The distortion of the Western creed is rationally established indicated by a number of aspects, which are:
1- Der westliche Glaubenssatz ist tatsächlich das Ergebnis der gesellschaftlichen, politischen und historischen Umstände, die allein dem Westen eigen sind. Er ist als Kompromisslösung für den Konflikt zwischen der Kirche einerseits und den Denkern und Herrschern andererseits entstanden. Er ging nicht aus einem Denkprozess hervor und gründete nicht auf Vernunft und Verstand. Er ist der Glaubenssatz eines allgemeinen Konsenses, danach zu handeln, und nicht der Glaubenssatz der Vernunft, d. h. seine Menschen haben seine Gültigkeit nicht rational begründet. Ein Beispiel dafür ist Frankreich. Das Laïcité-Gesetz wurde zur Mehrheitsabstimmung in der Abgeordnetenkammer (Chambre des députés) vorgelegt. Am 3.7.1905 erhielt es 341 Stimmen dafür und 233 dagegen. Dann wurde es am 6.12.1905 dem Oberhaus der Legislative vorgelegt, und das Ergebnis war 181 Stimmen dafür und 102 dagegen. Somit wurde das Laïcité-Gesetz für das Volk verbindlich, unabhängig von seiner Gültigkeit oder Ungültigkeit aus intellektueller Sicht. Der Säkularismus hat also keine intellektuelle Rechtfertigung. Stattdessen sind alle seine Rechtfertigungen allein historisch, als Ausdruck der Erfahrung der Menschen. Die Fehlerhaftigkeit dieser Rechtfertigungen ist für jeden vernünftigen Menschen offensichtlich. Würde jemand sagen: „Der Westen litt unter der Religion und wurde durch sie geschwächt. Als der Westen die Religion vom Leben trennte, erlebte der Westen eine Wiedergeburt“, so kann man ihm entgegnen: „Die Muslime wurden mit der Religion wiederbelebt und erhoben. Als sie im Verständnis ihrer Religion schwach wurden und sie aus ihrem Leben verdrängt wurde, gingen sie zugrunde.“ Daher eignen sich die historischen Urteile, die die Erfahrung der Menschen ausdrücken, nicht als rationaler Beweis zur Begründung der Gültigkeit des Glaubenssatzes. Es müssen intellektuelle Rechtfertigungen und rationale Beweise vorliegen, und an diesen fehlt es dem Säkularismus.
1- The Western creed is in fact a result of the societal, political and historical circumstances of the West uniquely. It has emerged as a compromise solution for the conflict between the Church, on the one hand, and the thinkers and rulers, on the other. It did not result from a thinking nor was it built upon reason and intellect. It is the creed of popular consensus to act upon this creed and it is not the creed of reason, i.e. its people did not establish its evidence rationally for its validity. An example of this is in France. LaTcite was submitted for majority vote in the House of Representatives (Chambre des deputes). In 3/7/1905 LaTcite received 341 votes for and 233 votes against. Then it was submitted to the Upper Legislative House on 6/12/1905 and the result was 181 votes for and 102 votes against. Thus, LaTcite became law binding upon the people, regardless of its validity or invalidity from the intellectual perspective. So, secularism does not have an intellectual justification for it. Instead, all of its justifications are historical alone, as an expression of the experience of people. The corruption of these justifications are not hidden to any sane person. If someone were to say, ‘The West suffered from the religion, and it was declined by it. When the West separated religion from life, the West was revived.’ However, he can be rebutted by saying, ‘Muslims were revived and elevated with the religion. When they became weak in understanding their religion, when it was removed from their life, they declined.’ Therefore, the historical judgments expressing the experience of people is not suitable as a rational evidence to establish the validity of the creed. There must be intellectual justifications and rational evidence, and secularism lacks these.
2- Da der Säkularismus als Kompromisslösung für den Konflikt zwischen der Kirche auf der einen Seite und den Denkern und Herrschern auf der anderen Seite entstand, stellte er eine Kompromisslösung dar, wodurch beide Parteien einen Teil ihrer Forderungen aufgaben. In diesem Zusammenhang bedarf es einer Untersuchung der Wirklichkeit dieser Lehre hinsichtlich ihres Ursprungs. Eine solche Untersuchung würde uns die widersprüchliche Logik des modernen westlichen Denkens verdeutlichen. Wir stellen folgende Fragen: In welchen Angelegenheiten gab der Klerus nach? Hat der Klerus einen Teil einer religiösen Forderung oder einer klerikalen Forderung aufgegeben?
2- Since secularism emerged as a compromise solution to the conflict between Church on one side, with thinkers and rulers on the other, it represented a compromise solution, whereby both parties conceded part of their demands. In this context, we are in need of study into the reality of this creed in terms of origin. Such a study would clarify the contradictory logic of modern Western thought for us. We ask the following questions: Over what matters did the clergy concede? Did the clergy concede a part of a religious demand or a clerical demand?
Wenn gesagt wird, der Klerus habe einen Teil einer religiösen Forderung zugestanden, so bestätigt dies, dass die Religion tatsächlich eine Beziehung zum Leben hat. Im Falle der religiösen Forderung ist es daher nicht angemessen, die Religion vom Leben zu trennen. Dies würde den Irrtum des westlichen Glaubensbekenntnisses zeigen, das auf der Trennung der Religion beharrt. Wenn jedoch gesagt wird, der Klerus habe einen Teil seiner eigenen klerikalen Forderungen zugestanden, nicht religiöser Forderungen, so würde dies bedeuten, dass die Religion tatsächlich keine Beziehung zum Leben hat. Dies würde auch die Übereinkunft ungültig machen, die zwischen den Geistlichen und Denkern zustande kam und die Trennung der Religion vom Leben festlegte. Denn es wäre eine Übereinkunft über einen nicht existierenden Streit, da in diesem Fall keine Beziehung der Religion zum Leben bestünde, die die Bedingung der Trennung erzwingen würde.
If it is said that the clergy conceded part of a religious demand, this affirms that religion has, in fact, a relation to life. So in the case of the religious demand it is not appropriate to separate religion from life. This would show the error of Western creed in insisting on the separation of religion. However, if it is said that the clergy conceded part of its own clerical demands, not religious demands, this would mean that the religion has, in fact, no relation to life. This would also invalidate the agreement that took place between the clergymen and thinkers, stipulating the separation of religion from life. That is because it would be the agreement upon a non-existent dispute, as there would be no relation of religion to life in this case, to compel the condition of separation.
„Hier könnte man sagen: ‚Religion bedeutet nach westlicher Auffassung den Klerus, da zwischen der Kirche und der Religion eine Verbindung bestand. Dementsprechend unterscheidet der Westen nicht zwischen beiden.‘ Die Gegenantwort lautet jedoch: ‚Dies würde den Charakter des Säkularismus als eines universellen Glaubensbekenntnisses, das für die gesamte Menschheit geeignet ist, entkräften. Denn er gründet sich auf die westliche Erfahrung mit Religion, und daher ist es nicht angebracht, diese auf die gesamte Menschheit zu verallgemeinern.‘ Dies ist die eine Seite. Von einer anderen Seite betrachtet ist die Kompromisslösung ein Ausgleich, der nicht dazu dienen kann, zwischen Meinungen und Gedanken zu unterscheiden. Ein Kompromiss wird zur Versöhnung zwischen Völkern mit widerstreitenden Interessen eingesetzt. Jedoch,
Here, one might say: ‘Religion means the clergy according to the Western perspective, as there existed a connection between the Church and religion. Accordingly, the West does not differentiate between both.’ However, the rebuttal would be: ‘this would invalidate the nature of secularism being a universal creed, appropriate for all of humankind. This is because it is based on the Western experience of religion and so it is not suitable to generalize upon the whole of humanity.’ This is from one aspect. From another aspect, the compromise solution is a compromising conciliation that cannot be used to discriminate between opinions and thoughts. Compromise is deployed for conciliation amongst peoples with conflicting interests. However,
Das Urteil über einen Gedanken offenbart seine Eigenschaft, entweder ungültig und falsch oder richtig und gültig zu sein. Ein gesunder Verstand akzeptiert es nicht, Wahrheit und Falschheit, Licht und Finsternis in einem Kompromiss zu vereinen.
judgment upon a thought reveals its characteristic as either being invalid and wrong, or correct and valid. A sound mind does not accept combining truth and falsehood, light and darkness, in a compromising conciliation.
Demnach ist der Säkularismus tatsächlich eine Kompromisslösung zwischen zwei widerstreitenden Gruppen. Die eine Gruppe besteht aus jenen, die die Religion ablehnen und sich selbst die Befugnis zusprechen, rationalistische Ansichten zu einem Kompromiss zu führen. Die andere Gruppe besteht aus jenen, die an der Religion festhalten und sich selbst die Befugnis zusprechen, religiöse Ansichten zu Zugeständnissen zu bewegen. Dies bestätigt, dass der Säkularismus als Ergebnis eines kompromisshaften Ausgleichs zwischen Menschen entstanden ist, als Kompromisslösung zwischen zwei konkurrierenden Parteien. Eine solche Lösung oder Versöhnung kam nicht zwischen dem eigentlichen rationalistischen Denken und der Religion an sich zustande. Dies zeigt, dass der Konflikt zwischen Religion und rationalistischem Denken bis heute fortbesteht. Es zeigt außerdem, dass das westliche Denken keine rationale Lösung für die Wurzel des Problems gefunden hat. Dies lässt sich bis heute an den Debatten über Religion und ihr Verhältnis zur Politik innerhalb der westlichen Gesellschaft beobachten.
Accordingly, secularism is in fact a compromise solution amongst two conflicting groups. One group is of those who reject religion, giving themselves the authority to compromise rationalist opinion. The other group is of those who adhere to religion, giving themselves the authority to concede religious opinion. This affirms that secularism emerged as a result of compromising conciliation between men, as a compromise resolution between two conflicting parties. Such a resolution or reconciliation did not occur between the actual rationalist thought and religion in themselves. This indicates that the conflict between religion and rationalist thought continues to exist until this day. This also indicates that Western thought did not provide a rational solution to the root of the problem. This can be observed in debates about religion and its relation to politics until this day within the Western society.
Es lässt sich hier einwenden: „Der Westen hat den Streit beendet, indem er ihn nicht untersucht hat, und stattdessen den Gegenstand des Problems zu den Interessen der Einzelnen gemacht hat.“ Die Widerlegung hierzu lautet: „Die Frage nach dem Dasein des Schöpfers, des Herrn, und einer Religion, die die Angelegenheiten des Menschen ordnet, ist eine Frage der Menschheit im Allgemeinen und keine individualistische Frage. Sie betrifft den Menschen in seiner Eigenschaft als Mensch und nicht in seiner Eigenschaft als Einzelperson. Der Beweis dafür, dass es sich um eine Frage der Menschheit handelt, ist, dass sie die Menschen insgesamt betrifft. Dies ist es, was die Menschheit seit alters her bis in die Gegenwart für wichtig hält. Somit ist die Religion keine individualistische Frage. Dennoch ist es der Westen, der sie zu einer individualistischen Frage machen will, obwohl sie eine Frage der gesamten Menschheit ist.“
It may be said here: ‘The West has ended the dispute by not examining it and made the subject of the problem the interests of individuals instead.’ The rebuttal to this is: ‘The issue of the existence of the Creator, the Lord and a religion that organizes the affairs of man is an issue of humanity in general and not an individualistic issue. It is related to man in his capacity as a human and not in his capacity as being an individual. The evidence for the issue being an issue of humanity is that it concerns the humans as a whole. It is this that is given importance by humankind, since ancient times until the present day. Thus religion is not an individualistic issue. However, it is the West that wants to make it an individualistic issue, even though it is an issue for all of humanity.
Darüber hinaus ist es der Westen, der Religion zu einer rein individuellen Angelegenheit macht und sich damit dem Problem entzieht. Der Westen ist somit nicht in der Lage, das Problem von Grund auf zu lösen, weder indem er Religion und ihre Rolle im Leben und in der Gesellschaft anerkennt, noch indem er ihre vollständige Beseitigung fordert und sie leugnet. Stattdessen wählte der Westen den versöhnlichen Kompromiss, Religion vom Leben zu trennen und sie als eine Frage von Glauben oder Atheismus des Einzelnen zu belassen. Dies zeigt, dass der Westen das Problem tatsächlich nicht gelöst hat, sondern ihm ausgewichen ist. Dem Problem auszuweichen bedeutet, dass es weiterhin bestehen bleibt und fortdauert. Dies veranlasste den berühmten Soziologen Peter L. Berger, einen der lautstärksten Befürworter des Säkularismus in den 1960er Jahren, in seinem Buch „The Desecularization of the World: Resurgent Religion and World Politics“ zu folgender Aussage: „Obwohl der Begriff ‚Säkularisierungstheorie‘ sich auf Werke aus den 1950er und 1960er Jahren bezieht, lässt sich die Kernidee dieser Theorie tatsächlich bis zur Aufklärung zurückverfolgen. Diese Idee ist einfach: Modernisierung führt notwendigerweise zu einem Rückgang der Religion, sowohl in der Gesellschaft als auch im Denken der Individuen. Und genau diese Kernidee hat sich als falsch erwiesen. Zwar hatte die Modernisierung einige säkularisierende Effekte, an manchen Orten stärker als an anderen. Sie hat jedoch auch kraftvolle Bewegungen der Gegen-Säkularisierung hervorgerufen.“ Demnach besteht die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Leben weiterhin fort, und das westliche Denken hat sie bislang noch nicht untersucht und keine Antwort darauf gefunden.
Moreover, it is the West that makes religion a matter for individual concern alone, fleeing away from the problem. Thus the West is incapable of solving the problem radically, either by acknowledging religion and its role in life and society, or by advocating the elimination of religion completely, by denying it. Instead of that, the West chose the conciliatory compromise of separating religion from life, leaving it as an issue of belief and atheism for individuals. This reveals that the West did not actually solve the problem, fleeing away from the problem instead. Fleeing away from solving the problem means the problem still persists and continues to exist. This is what prompted the famous sociologist, Peter L. Berger, who was one of the most vocal advocates of secularism in the 1960s, to express in his book, The Desecularization of the World: Resurgent Religion and World Politics, “Although the term “secularization theory” refers to works from the 1950s and 1960s, the key idea of the theory can indeed be traced to the Enlightenment. That idea is simple: Modernization necessarily leads to a decline of religion, both in society and in the minds of individuals. And it is precisely this key idea that has turned out to be wrong. To be sure, modernization has had some secularizing effects, more in some places than in others. But it has also provoked powerful movements of counter-secularization.” Accordingly, the question about the relation of religion to life still continues to exist, which the Western thinking has yet to study and provide an answer for.
3- Die Lehre von der Trennung von Religion und Leben widerspricht sich selbst. Denn sie bejaht und verneint die Religion zugleich. Indem sie die Trennung der Religion vom Leben fordert, bejaht sie die Religion, denn eine Trennung zwischen zwei Dingen erkennt die Existenz beider an und bestätigt sie. Eine Trennung findet zwischen zwei existierenden Dingen statt. Sie findet weder zwischen zwei nicht existierenden Dingen noch zwischen einem existierenden und einem nicht existierenden Ding statt. Was die Verneinung der Religion nach ihrer Bejahung betrifft, so ergibt sie sich aus der Wirklichkeit der Religion selbst. Religion ist der Glaube an den Schöpfer und an den Tag der Auferstehung und des Gerichts. Der Glaube an den Schöpfer verlangt, dass man dem Schöpfer die Eigenschaften der Vollkommenheit zuerkennt, wie Macht, Herrschaft, die Lenkung aller Angelegenheiten und vollständiges Wissen über alles. Die Trennung der Religion vom Leben hebt jedoch diesen Glauben auf. Sie verneint die Eigenschaften des Schöpfers sowie seine Macht zu herrschen und alle Angelegenheiten zu lenken. Da die Religion den Glauben an den Tag des Gerichts vorschreibt, verneint die Trennung auch diesen, ebenso wie sie die Taten im Hinblick auf das (Jüngste) Gericht verneint. Soll der Schöpfer über das zur Rechenschaft ziehen, was Er geboten und verboten hat, oder soll er über das zur Rechenschaft ziehen, was nach der Vernunft des westlichen Menschen geboten und verboten ist?
3- The creed of separating religion from life contradicts itself. This is because it both affirms and negates religion at the same time. By advocating the separation of religion from life, it affirms religion, since separation between two matters acknowledges and affirms the existence of both of them. Separation occurs between two existing things. Separation neither occurs between two non-existent things nor between an existing thing and a non-existent thing. As for the negation of religion after its affirmation, it is understood from the reality of religion itself. Religion is a belief in the Creator and in the Day of Resurrection and Judgment. Belief in the Creator mandates acknowledging of the attributes of perfection for the Creator such as ability, governance, managing all the affairs and complete knowledge of everything. However, the separation of religion from life negates this belief. It negates the attributes of the Creator and negates his ability of governance and managing all the affairs. Since religion mandates the belief in the Day of Judgment, the separation negates it, just as it negates the deeds for (the day of) judgment. Should the Creator account upon what He commands and prohibits or is he to account upon what is commanded and prohibited, by the reasoning of Western man?
Ferner verlangt die Bejahung des Schöpfers eine Auffassung über sein Verhältnis zum Geschaffenen. Das Verhältnis des Schöpfers zur Schöpfung ist entweder vom Schöpfer selbst oder von der Schöpfung zu bestimmen. Was die Schöpfung betrifft, so ist es ihr nicht angemessen, ihr Verhältnis zum Schöpfer zu bestimmen, aufgrund ihrer Unfähigkeit, ihres Mangels und ihrer Begrenztheit. Hinzu kommt, dass sie nichts vom Willen des Schöpfers (Iradathul Khaliq) in Bezug auf die Schöpfung weiß, es sei denn, der Schöpfer selbst unterrichtet die Schöpfung darüber. Demnach ist die Bestimmung des Verhältnisses des Schöpfers zur Schöpfung ausschließlich dem Schöpfer selbst vorbehalten. Hier stellt sich die Frage: Wer sonst soll das Verhältnis des Schöpfers zur Schöpfung bestimmen, wenn es nach der westlichen Auffassung zu einer Trennung von Religion bzw. vom System des Schöpfers kommen soll? Wird gesagt, das Verhältnis werde von den Geschöpfen bestimmt, so ist dies ungültig, wie wir oben dargelegt haben. Wird gesagt, eine solche Trennung werde vom Schöpfer selbst bestimmt, wo ist dann der Beweis dafür? Falls es für die westliche Auffassung irgendeinen Beleg gibt, dann ist es der Ausspruch der Bibel: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ (Griechisch: Ἀπόδοτε οὖν τὰ Καίσαρος Καίσαρι καὶ τὰ τοῦ Θεοῦ τῷ Θεῷ). Doch dieser Beleg ist ungültig, weil er kein vernunftbasierter Beweis für die gesamte Menschheit ist. Er mag allenfalls den Christen die Berechtigung geben, Religion vom Leben zu trennen, gemäß ihrem verzerrten Verständnis des Christentums. Dies rechtfertigt jedoch keine Trennung der Religion für andere, etwa für Muslime, da der Islam dem Kaiser (dem Herrscher) und all seinem Besitz gegenüber Allah (swt) den Vorrang gibt. Somit ist es ungültig, dass der Säkularismus das Glaubensbekenntnis der gesamten Menschheit sein soll.
Furthermore, the affirmation of the Creator mandates a view about his relationship with the created. The relation of the Creator with the creation is to be either defined by the Creator, or by the creation. As for the creation, it is not suitable to define its relationship with the Creator due to its inability, deficiency and limitation. This is in addition to its lack of knowledge about the Will of the Creator (Iradathul Khaliq) pertaining to creation, unless the Creator Himself informs the creation. Accordingly, defining the relationship of the Creator with the creation is exclusive to the Creator Himself alone. Here the question arises: who else is to define the relationship of the Creator with creation, if, according to the Western conception, there is to be a separation of religion, or the system of the Creator? If it is said that the relationship is defined by the created, then it is invalid, as we have clarified above. If it is said that such a relationship of separation is defined by the Creator himself, then where is the evidence for it? If there is any evidence of the Western conception, then it is the expression of the Bible, “Render unto Caesar the things that are Caesar's, and unto God the things that are God’s (Greek: AttoSote ouv tci Kaioapog Kafoapi koi to toO OeoO to) 0£(jj).” However, this evidence is invalid because it is not rational evidence for all of humanity, universally. This is because the evidence may give legitimacy to separating the religion from the life for Christians at best, according to their distorted understanding of Christianity. However, this does not justify the separation of religion for others like Muslims, as Islam renders Caesar (the ruler) and all his possessions to Allah (swt). Thus, it is invalid for secularism to be the creed of humanity as a whole.
4. Der Glaube des Säkularismus ist ein Glaube, der auch der instinktiven Natur des Menschen widerspricht. Indem er Religion implizit anerkennt, erkennt er den Instinkt religiöser Heiligung an, der dem Menschen natürlich und instinktiv eigen ist. Indem der Säkularismus die Religion anerkennt, erkennt er die Notwendigkeit an, den Instinkt der Heiligung zu stillen. Trotzdem beschränkt der Säkularismus diese Stillung dann allein auf die individuelle Heiligung und Anbetung. Der Instinkt der Heiligung zeigt sich jedoch nicht allein in der individuellen Anbetung. Er wird sich auch in allen anderen Angelegenheiten zeigen und offenbaren, in denen man unvermögend und bedürftig ist. Da der Säkularismus Religion und Leben voneinander trennt, leugnet er die Wirklichkeit menschlicher Unvermögenheit und Bedürftigkeit, d. h. er lehnt einen Teil der instinktiven menschlichen Verfasstheit ab und verwirft ihn.
4- The creed of secularism is a creed that also contradicts the instinctual nature of humans. By implicitly acknowledging religion, it acknowledges the instinct of religious sanctification, which is natural and instinctive in humans. By acknowledging religion, secularism acknowledges the necessity of satiating the instinct of sanctification. Despite that, secularism then restricts that satiation to individual sanctification and worship alone. However, the instinct of sanctification does not appear in individual worship alone. It will also appear and be apparent in all other matters in which one is incapable and needy. Since secularism separates religion and life, it negates the reality of human incapability and need, i.e. it rejects and denies a part of the human instinctive constitution.
Der Säkularismus hat die Religion auf eine persönliche, individualistische Beziehung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf reduziert. Der Säkularismus erkennt einerseits an, dass die Religion der individuellen Heiligung und Anbetung dient, übergeht aber andererseits das menschliche Gefühl der Unfähigkeit und Mängel bei der Regelung der gemeinschaftlichen Angelegenheiten der Menschen und der Staatsführung. Der Mensch zeigt bei der Gestaltung seiner eigenen Lebensangelegenheiten, d. h. bei der Ordnung seines Verhaltens zur Befriedigung seiner Triebe und organischen Bedürfnisse, Unterschiede, Ungleichheit und Widersprüche. Dies weist darauf hin, dass der Mensch unfähig ist und des Schöpfers bedarf, Dessen, der alle Angelegenheiten lenkt. Dementsprechend gehören die Religion bzw. das System, das vom Schöpfer, dem Lenker aller Angelegenheiten, geboten wird, zu den menschlichen Instinkten. Allein der Schöpfer kennt die Geheimnisse des Menschen, und darauf beruht die Lenkung der Angelegenheiten des Menschen.
Secularism reduced religion to a personal, individualistic relationship between the Creator and the created. Secularism recognizes on the one hand that religion is for individual sanctification and worship, but on the other hand, it ignores the human feelings of inability and shortcomings in managing the collective affairs of humans and governance. Man in managing his own affairs of life, i.e. in organizing his behavior related to satiating his instincts and organic needs, shows differences, disparity and contradiction. This indicates that man is incapable and is in need of the Creator, the One who manages all the affairs. Accordingly, the religion or the system commanded by the Creator, the one who manages all the affairs, is amongst the human instincts. The Creator alone is the One who knows the secrets of man, which is the basis of managing the affairs of man.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Glaube des Säkularismus ein ungültiger Glaube ist, da er dem Verstand und dem natürlichen Empfinden widerspricht. Wir irren nicht, wenn wir sagen, dass der Glaube des Säkularismus, wie ihn die Menschen kennen, ein falscher Glaube ist, dessen Grundlage brüchig, dessen Begründungen oberflächlich und dessen gedankliches Gebäude fragil ist.
In conclusion, the creed of secularism is an invalid creed because of its contradiction to reason and instinct. We are not wrong to say that the creed of secularism, known by man, is a false creed whose foundation is fragile, whose justifications are superficial and whose intellectual edifice is fragile.