7 Widerlegung der wichtigen Konzepte der westlichen Zivilisation
7 Refuting the Important Concepts of the Western Civilization
Jede Zivilisation ist eine Sammlung von Vorstellungen über das Leben, darunter die grundlegenden, fundamentalen Vorstellungen, die ihre Menschen als Maßstäbe, Werte und Ideale betrachten und die sie von anderen unterscheiden. Diese Sammlung umfasst auch sekundäre, abgeleitete Vorstellungen. Zu den grundlegenden, kennzeichnenden Vorstellungen der westlichen Zivilisation gehören, wie zuvor erwähnt, die Konzepte des Individualismus und der Freiheit (Liberalismus). Der Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Ludwig von Mises sagt in seinem Buch „Liberty and Property“: „Das kennzeichnende Prinzip der westlichen Sozialphilosophie ist der Individualismus. Er zielt auf die Schaffung eines Bereichs, in dem der Einzelne frei denken, wählen und handeln kann, ohne durch die Einmischung des sozialen Zwangs- und Unterdrückungsapparates, des Staates, eingeschränkt zu werden. Alle geistigen und materiellen Errungenschaften der westlichen Zivilisation waren das Ergebnis der Wirkung dieser Idee der Freiheit.“
Any civilization is a collection of concepts about life, including the foundational, fundamental concepts which its people consider as criteria, values and ideals that makes them distinct from others. This collection also includes secondary, branch concepts. Amongst the fundamental, distinctive concepts of the Western civilization, as mentioned earlier, are the concepts of individualism and freedom (liberty). Economist and philosopher, Ludwig Von Mises, says in his book, Liberty and Property, “The distinctive principle of Western social philosophy is individualism. It aims at the creation of a sphere in which the individual is free to think, to choose, and to act without being restrained by the interference of the social apparatus of coercion and oppression, the State. All the spiritual and material achievements of Western civilization were the result of the operation of this idea of liberty.”.
Die Wirklichkeit des Konzepts des Individualismus ist, dass es aus dem Säkularismus hervorgeht. Das Konzept entstand, als der westliche Mensch sich von der Autorität der Kirche und der Könige befreite, die alle seine weltlichen Angelegenheiten und Handlungen mit dem Jenseits verbanden. Innerhalb dieses Systems fühlte er sich gezwungen und unterdrückt, sein Wille und seine Rechte im Leben waren zermalmt. In jener Zeit wurde seine Identität nach den Traditionen und Glaubensvorstellungen der Gesellschaft geformt. Als er sich von dieser Autorität befreite, wurde seine Verbindung zum Jenseits gekappt. Er richtete daraufhin seine ganze Aufmerksamkeit auf weltliche Angelegenheiten. So begann er, in dieser Welt zu leben und nicht außerhalb dieser Welt, wie man sagt. Stattdessen wurde er zum Herrn dieser Welt. Die Zentralität und Souveränität des Individuums wurde durch die Theorie der natürlichen Rechte gestärkt. Diese Theorie besagt, dass das Individuum seine Rechte aus seiner Natur ableitet, während die Gesellschaft ihm solche Rechte nicht gewährt. Diese Rechte sind ihm unveränderlich zugeordnet. Sie sind universell, grundlegend, unveräußerlich und können nicht aufgehoben werden.
The reality of the concept of individualism is that it emanates from secularism. The concept emanated when the Western man rid himself of the authority of the Church and kings, that connected all of his worldly affairs and actions to the Hereafter. Within the system, he felt coerced and oppressed, with his will and rights within life, crushed. In those times, his identity was shaped according to the traditions and beliefs of the society. When he rid himself of this authority, his connection with the Hereafter was severed. He then turned his full focus towards worldly affairs. So he started living in this world and not outside of this world, as they say. Instead, he became master of this world. The centrality and sovereignty of the individual was reinforced by the theory of natural rights. This theory asserts that the individual has his rights derived from his nature, whilst the society does not grant him such rights. These rights are fixed for him. They are universal, fundamental, inalienable and cannot be repealed.
So besteht der Mensch mit seinen natürlichen Rechten, d. h. seine Existenz mit seinen Rechten geht dem Dasein der Gesellschaft, ihrer Gesetze, Gesetzgebungen und Zwänge voraus. Dementsprechend ist die Freiheit das Fundament der menschlichen Existenz. Die Individuen sind in diesen Rechten gleich. Keiner von ihnen entzieht oder hebt die Rechte anderer auf. Da das Individuum seinem Ursprung und seiner Natur nach kein gesellschaftliches Wesen ist, ist es im Falle der Vergesellschaftung Streit, Konflikt und Chaos ausgesetzt. In einer solchen Situation muss daher eine Ordnung geschaffen werden, indem mit einer Gemeinschaft von Individuen Zugeständnisse gemacht werden. Das Ziel dieser Gemeinschaft ist es, das Recht auf Freiheit und Gleichheit für alle zu etablieren, d. h. das Individuum überträgt seine Rechte dem kollektiven Willen, verkörpert durch den Staat, mittels eines Gesellschaftsvertrags. Auf diese Weise ist die herrschende Autorität durch einen gegenseitigen Vertrag zu einer menschlichen Institution geworden, die ihre Gesetzgebungen aus der regulierenden Übereinkunft zwischen den Menschen ableitet. Der Staat regelt sodann die Rechte und Freiheiten, d. h. der Staat handelt auf der Grundlage des menschlichen Willens und nicht auf der Grundlage des göttlichen Willens, wobei der Wille der Individuen die Wurzel und Grundlage des kollektiven Willens ist.
Thus individuals are born with their natural rights i.e. their existence with their rights precedes the existence of the society, its laws, legislations and constraints. Accordingly, freedom is the foundation of human existence. Individuals are equal in these rights. None of them deprives or repeals the rights of others. Since the individual is a non-social entity in terms of origin and nature, he is subjected to quarrel, conflict and chaos in the event of socialization. So there must be an organization in such a situation by making concessions with a community of individuals. This community's objective is to establish the right to freedom and equality for all i.e. the individual concedes his rights to the collective will, embodied by the state through social contract. In this way, through mutual contract, the ruling authority became a human institution that derives its legislations from the regulatory agreement between the people. The state then regulates the rights and freedoms, i.e. the state executes upon the basis of human will and not upon the basis of divine will, where the will of individuals is the root and basis of collective will.