7.2 Widerlegung des Gedankens der Freiheit
7.2 Refuting the Thought of Freedom
Das ursprüngliche Konzept der Freiheit für die gesamte Menschheit ist, dass sie das Gegenteil von Sklaverei oder Versklavung ist. Dies ist die eigentliche Bedeutung des Begriffs, der im sprachlichen Erbe der Menschheit erwähnt wird, seit der Begriff erstmals verwendet wurde. Mit der Zeit erweiterte sich dann seine Konnotation auf andere Bereiche. Der Begriff wurde also verwendet, um metaphorische Bedeutungen auszudrücken, die den paradoxen Zustand der Sklaverei entsprechend den Sprachen, Kulturen und Zivilisationen der Völker zum Ausdruck bringen.
The original concept of freedom for all of humankind is that it is the opposite to slavery or enslavement. This is the real meaning of the term that has been mentioned in the linguistic heritage of humankind, since the term was first used. Then, over time, its connotation extended to other matters. So the term was used to express metaphorical meanings that express the paradox state of slavery according to the languages, cultures and civilizations of the nations.
In den Wörterbüchern des Westens trägt das Wort Freiheit die Bedeutung des Gegenteils von Sklaverei. Jacqueline Russ führt in „Methods in Philosophy“ (französisch: Les méthodes en philosophie) aus: „Die Liste zum Begriff Freiheit ist noch bedeutsamer und reichhaltiger: Abhängigkeit, Sklaverei, Knechtschaft, Unterwerfung, Zwang, Hemmnis, Unterdrückung, Determinismus, Schicksal, Fatalismus usw. sind alles Begriffe oder Konzepte, die es zu bestimmen gilt.“ (französisch: La liste concernant le terme liberté est encore plus significative et plus riche: dépendance, esclavage, servitude, assujettissement, contrainte, entrave, oppression, déterminisme, destin, fatalité, etc., sont autant de termes ou concepts à cerner). Es hat die Bedeutung der Abwesenheit äußerer Zwänge. Die Westler haben darin die Bedeutung erkannt, dass sie die Abwesenheit von Zwängen, Notwendigkeit oder Nötigung bei einer Wahl oder Handlung bezeichnet. Unter Westlern wird es auch in der Bedeutung von Unabhängigkeit und Souveränität verwendet. So ist ein freier Mensch derjenige, der keinen äußeren Zwängen oder äußerer Gewalt von außerhalb seiner selbst unterworfen ist. Er folgt keinem Herrn.
In the dictionaries of the West, the word freedom comes with the meaning of opposite to slavery. Jacqueline Russ states in Methods in Philosophy (French: Les methodes en philosophie), states, “The list concerning the term freedom is even more significant and richer: dependence, slavery, servitude, subjugation, constraint, hindrance, oppression, determinism, fate, fatalism, etc., are all terms or concepts to be defined.” (French: La liste concernant le terme liberte est encore plus significative et plus riche: dependance, esclavage, servitude, assujettissement, contrainte, entrave, oppression, determinisme, destin, fatalite, etc., sont autant de termes ou concepts a cerner). It has the meaning of the absence of external constraints. Westerners have noticed in it the meaning that gives the absence of constraints or necessity or coercion, over a choice or action. It is also used amongst Westerners with the meaning of independence and sovereignty. Thus a free man is the one who is not subjected to external constraints or coercive force from outside of him. He follows no master.
Aus dem sprachlichen Gebrauch des Wortes geht bei nahezu der gesamten Menschheit hervor, dass die allgemein anerkannte Bedeutung des Wortes Freiheit die Befreiung von Zwängen ist, seien sie materieller oder moralischer Art. Seit alters her ist sein Begriff mit den Besonderheiten der Zivilisation und Kultur verbunden, die in der jeweiligen Gesellschaft vorherrschen. Dennoch wurde der Begriff nur über sein Gegenteil definiert, nämlich die Sklaverei. Seine abgeleiteten, erzeugten oder modernen Bedeutungen entstanden allein durch die Betrachtung der Bedeutung von Befreiung im Gegensatz zur Sklaverei. Wie Aristoteles in seiner Politik sagt: „Was bedeutet dies anderes, als dass sie Freiheit und Sklaverei, edle und niedrige Herkunft nach den beiden Prinzipien von Gut und Böse unterscheiden?“
From the linguistic usage of the word, amongst almost all of humankind, it is apparent that the consensus meaning of the word freedom is the emancipation from constraints, whether they are material or moral. Since ancient times, its concept has been associated with the specifics of the civilization and culture prevalent in any society. Despite that, the term was defined only with its opposite i.e. slavery. Its derivative or generated or modern meanings were only built by observing the meaning of emancipation, as opposed to slavery. As Aristotle states in his Politics, by saying, “What does this mean but that they distinguish freedom and slavery, noble and humble birth, by the two principles of good and evil?”.
Die Menschheit hat die Bedeutung von Freiheit, so einige Philosophen, erst erkannt, nachdem sie die Bedeutung von Sklaverei oder anderen ähnlichen Begriffen, die damit verbunden sind, wie Unterdrückung, Zwang, Nötigung und Gewalt, beobachtet hatte. Westliche Philosophen und Denker der Aufklärung wichen von diesem Weg nicht ab, als sie im achtzehnten Jahrhundert n. Chr. die Idee der Freiheit mit ihren modernen intellektuellen und politischen Konzepten übernahmen. Sie stellten ihr Leben im Mittelalter als das Leben von Sklaven dar, die weder Willen noch Macht besaßen. Sie zeichneten die Kirche mit ihrer religiösen Autorität und die Könige mit ihrer politischen Macht als Herren, die die Menschen versklavten und ihnen den Willen zu denken, sich auszudrücken, zu besitzen und das Leben zu genießen, raubten.
Humanity has perceived the meaning of freedom only after observing the meaning of slavery or other similar meanings attached to it such as oppression, coercion, compulsion and force, according to some of the philosophers. Western philosophers and thinkers of the Enlightenment era did not deviate from this method when they adopted the idea of freedom, with its modern intellectual and political concepts, in the eighteen century CE. They depicted their life in the Middle Ages as the life of slaves who have no will or power. They depicted the Church, with its religious authority, and kings, with their political authorities, as masters who enslave people, usurping the people’s will to think, express, possess and enjoy life.
Ihr Kampf galt somit dem Willen und der Souveränität. Sie strebten nach Befreiung, d. h. nach der Emanzipation von den Zwängen der Kirche und ihrer Lehren, ebenso wie nach der Emanzipation von den Fesseln der Herrscher und ihrer Tyrannei. Das Wort Freiheit umfasste daher all dies. Freiheit wurde zu einer der Säulen der westlichen Zivilisation. Andrew Heywood erklärt in seinem Buch Key Concepts in Politics and International Relations: „Freiheit gilt häufig als der höchste politische Wert in westlichen liberalen Gesellschaften. Ihr Vorzug besteht darin, dass sie, verbunden mit der Vorstellung, der Mensch sei ein vernunftbegabtes, selbstbestimmtes Wesen, die Befriedigung menschlicher Interessen oder die Verwirklichung menschlicher Potenziale verspricht. Kurz gesagt ist Freiheit die Grundlage für Glück und Wohlergehen.“
Thus, their struggle was for the sake of will and sovereignty. They sought liberation i.e. the emancipation from the constraints of the Church and its teachings, as well as the emancipation from the shackles of the rulers and their tyranny. So the word freedom encapsulated all of this. Freedom became one of the pillars of the Western civilization. Andrew Heywood states in his book, Key Concepts in Politics and International Relations, that, “Freedom is often considered to be the supreme political value in Western liberal societies. Its virtue is that, attached to the idea that human beings are rationally self- willed creatures, it promises the satisfaction of human interests or the realization of human potential. In short, freedom is the basis for happiness and well-being.”.
Der Westen hat sich in seiner Epoche der Aufklärung jedoch nicht auf absolute Freiheit konzentriert. Stattdessen richtete er sein Augenmerk auf eine persönliche Freiheit, die mit der Idee des Individualismus im Einklang stand und die den Ausgangspunkt setzte, dass der Mensch im diesseitigen Leben durch seine Loslösung vom Jenseits zu bestimmen sei, da er der Herr des Universums sei. Demnach unterscheidet sich die Freiheit, die als natürliche Freiheit oder persönliche Freiheit bekannt ist und im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert n. Chr. angestrebt wurde, von den Bedeutungsinhalten früherer Freiheiten, etwa der Freiheit, wie sie die Griechen kannten. Sie zeigt sich beispielsweise in den Schriften von Hobbes, Locke, Mill, Adam Smith und Bentham. Dies betont Benjamin Constant nachdrücklich in seiner berühmten Rede „Die Freiheit der Alten im Vergleich zu der der Modernen“ von 1819, in der er den deutlichen Unterschied zwischen antiker und moderner Freiheit hervorhebt.
However, the West, in its era of Enlightenment, did not focus on absolute freedom. Instead, it focused on a personal freedom in harmony with the idea of individualism, which settled upon the launching point of man in this worldly life is through isolating him from the Hereafter, as he is the master of the universe. Accordingly, the freedom known to be natural liberty or personal freedom that was sought in the eighteenth and nineteenth centuries CE, is distinct from the connotations of previous freedoms, such as freedom known by the Greeks. It is apparent, for example, in the writings of Hobbes, Locke, Mill, Adam Smith and Bentham. This is strongly emphasized by Benjamin Constant in his famous speech, “The Liberty of Ancients Compared with that of Moderns” of 1819, highlighting the stark difference between ancient and modern freedom.
So gemäß dem westlichen Konzept des 18. und 19. Jahrhunderts n. Chr. besteht Freiheit darin, die Beschränkungen des Individuums aufzuheben, indem man seine Angelegenheiten seinem eigenen Ermessen überlässt, damit es seine natürlichen Rechte ausübt und seine persönlichen Interessen auf die Weise verwirklicht, die es sich wünscht. Dies ist nur möglich, indem man die Vorherrschaft des Staates eindämmt und seine Einmischung in die geistigen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Angelegenheiten des Einzelnen begrenzt. Wenn es Gesetze geben muss, um den Menschen aus dem Naturzustand in den bürgerlichen Zustand zu überführen und sein Verhalten in der bürgerlichen Gesellschaft zu regeln, dann dürfen sie nur in dem Maße bestehen, wie sie absolut notwendig sind. Auf dieser Grundlage wurden nach der Französischen Revolution die Rechte des Individuums in den westlichen Charten und Verfassungen so festgeschrieben, dass die individuelle Freiheit (liberty) bewahrt wird, und zwar in einer Form, die der absoluten Freiheit näherkommt. Ein Beispiel hierfür ist die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 (Französisch: Déclaration des droits de l'homme et du citoyen de 1789), die besagt: „Artikel IV – Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was anderen nicht schadet: Die Ausübung der natürlichen Rechte jedes Menschen hat daher nur diejenigen Grenzen, die den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuss eben dieser Rechte sichern. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz bestimmt werden.“
Thus, according to the Western concept of the eighteenth and nineteenth centuries CE, freedom is to lift restrictions upon an individual, by leaving his affairs to his self, to exercise his natural rights and to realize his personal interests in a way that he wishes. This can only be possible by curbing the hegemony of the state and limiting its interference in his intellectual, economic, social and political affairs. If there have to be laws to transform man from the state of nature into the civil state, regulating his behavior in a civil society, then they must be only to the extent that they are absolutely necessary. Based on this concept, the rights of the individual were established in the Western charters and constitutions, after the French revolution, in a manner that preserves individual freedom (liberty), in a form that is closer to absolute freedom. An example of this was France's Declaration of the Rights of Man and of the Citizen of 1789 (French: Declaration des droits de I'homme et du citoyen de 1789) which states, “Article IV - Liberty consists of doing anything which does not harm others: thus, the exercise of the natural rights of each man has only those borders which assure other members of the society the fruition of these same rights. These borders can be determined only by the law.”.
Tatsächlich ist dieses Konzept der natürlichen oder individuellen Freiheit dem Gedanken des Individualismus ähnlich. Es war lediglich eine Reaktion auf die Unterdrückung, unter der die westlichen Individuen litten. Es war keine tiefe und ausgereifte intellektuelle Auffassung, die die Wirklichkeit des Menschen, der Gesellschaft und der Natur der Beziehungen zwischen ihnen berücksichtigt. Der Mensch kann nicht innerhalb der Gesellschaft ohne Einschränkungen leben, andernfalls würde sich die Gesellschaft in einen Dschungel verwandeln, in dem die Starken die Schwachen beherrschen. Dies erkannte der Westen, und so gab er das Freiheitskonzept auf, wie es im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert n. Chr. verstanden wurde. Er prägte den Begriff der negativen Freiheit im Gegensatz zu einer neu theoretisierten positiven Freiheit. Andrew Heywood erklärt in seinem Buch Key Concepts in Politics and International Relations: „Moderne Liberale und Sozialisten neigten dazu, eine positive Sicht der Freiheit zu vertreten, die eine Ausweitung der Verantwortung des Staates rechtfertigt, insbesondere in Bezug auf Wohlfahrt und Wirtschaftsmanagement. Der Staat wird als Feind der Freiheit betrachtet, wenn er als äußere Einschränkung des Individuums gesehen wird, aber als Garant der Freiheit, wenn er die Bedingungen für persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung schafft.“ Im zwanzigsten Jahrhundert n. Chr., nach dem Wandel der globalen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und dem Erfolg der Bolschewistischen Revolution von 1917 sowie dem Aufkommen verschiedener Krisen, begann der Westen, das Freiheitskonzept zu überprüfen. Er einigte sich auf einen anderen Begriff, die bürgerliche Freiheit, die wiederum persönliche, religiöse, wirtschaftliche und politische Freiheit umfasst.
In fact, this concept of natural or individual freedom is like the idea of individualism. It was only a reaction to the oppression suffered by the Western individuals. It was not a deep and crystallized intellectual perception that takes account of the reality of man, society and the nature of relationships between them. Man cannot live within society, without restrictions, otherwise, society would turn into a jungle, where the strong would dominate the weak. This matter was realized by the West and so it abandoned the concept of freedom as perceived during the eighteenth and nineteenth centuries CE. It coined the term negative liberty as opposed to a newly theorized positive liberty. Andrew Heywood states in his book, Key Concepts in Politics and International Relations, that, “modern liberals and socialists have tended to subscribe to a positive view of freedom that justifies widening the responsibilities of the state, particularly in relation to welfare and economic management. The state is regarded as the enemy of freedom when it is viewed as an external constraint on the individual, but as a guarantee of freedom when it lays down the conditions for personal development and self realization.” In the twentieth century CE, after the change of global political, societal and economic conditions, with the outbreak of the First World War and the success of Bolshevik Revolution in 1917, as well as the emergence of various crises, the West began to review the concept of freedom. It settled on another concept called civil liberty, which in turn includes personal, religious, economic and political freedom.
In seinem Buch „Principles of Political Science“ schreibt Robert Niven Gilchrist über die bürgerliche Freiheit, sie „könne die Herrschaft des Rechts bedeuten, das heißt die Begrenzung der Macht der Regierung durch festgelegtes Recht, sei es in Form einer Verfassung, die grundlegende Prinzipien enthält, welche die Regierung leiten und begrenzen, oder, wie in England, durch die Tatsache, dass das Recht gleichermaßen und unparteiisch für alle gilt, für die Größten wie für die Geringsten. Diese Bedeutung des Begriffs kann als bürgerliche Freiheit bezeichnet werden.“ Die Aussage bedeutet, dass der Westen die Vorstellung von Freiheit, wie sie im Zeitalter der Aufklärung verstanden wurde, aufgegeben hat. Der Westen begann, die Notwendigkeit zu erkennen, dem Staat durch regulierende Gesetze Beschränkungen aufzuerlegen, selbst wenn daraus viele Gesetze wurden. Ramsay Muir sagte in seinem Aufsatz „The Prospect for British Liberalism“: „Die Freiheit des Einzelnen, sein eigenes Leben auf seine eigene Weise zu führen, hängt von der Existenz eines Rechtssystems ab, das durch den gemeinsamen Willen durchgesetzt wird und die Starken davon abhalten kann, ihre Stärke auf Kosten ihrer Nachbarn zu missbrauchen.“
In his book, Principles of Political Science, Robert Niven Gilchrist states of civil liberty that “it may mean the Rule of Law, that is, the limitation of the powers of government by established law, whether it be in the form of a constitution which contains fundamental principles to guide and limit the government, or, as in England, the fact that law applies equally and impartially, to all, to the greatest and humblest alike. This sense of the term may be, called Civil Liberty.” The meaning of this statement is that the West abandoned the idea of freedom, as conceived in the era of Enlightenment. The West began to see the necessity of imposing restrictions by the state with regulatory laws, even if they became many laws. Ramsay Muir said in his essay “The Prospect for British Liberalism” that “the freedom of the individual to live his own life in his own way depends upon the existence of a system of law, enforced by the common will, which can restrain the strong from abuse of their strength at the expense of their neighbors.”.
Auf diese Weise wurde die Freiheit im Westen einer gesellschaftlichen Ordnung unterworfen, die es dem Einzelnen erlaubte, seine Handlungen und Aktivitäten innerhalb von Grenzen auszuüben. Sie wurde zu einer bedingten oder eingeschränkten Freiheit, begrenzt durch ihre Verbindung mit den Gesetzen und dem Staat. Harold J. Laski schreibt in seinem Buch „Reflections on the Revolution of Our Time“: „Dies ist die Wirklichkeit für die Masse der Menschheit, die unsere heutige gesellschaftliche Ordnung dem einfachen Volk als Freiheit zu akzeptieren gebietet; und selbst diese Wirklichkeit muss durch Krieg gegen einen noch scheußlicheren Albtraum verteidigt werden.“ Montesquieu befürwortete in seinem Buch „Vom Geist der Gesetze“ die Vorstellung einer Beschränkung der Freiheit mit den Worten: „Die Handelsfreiheit ist keine Macht, die den Kaufleuten gewährt wird, zu tun, was sie wollen; das wäre vielmehr ihre Sklaverei. Die Beschränkung des Kaufmanns ist nicht die Beschränkung des Handels.“
In this way, the freedom in the West became subject to a social order, which allowed individuals to exercise their actions and activities within limitations. It became a conditional or restricted freedom, limited by its connection with the laws and the state. Harold J Laski in his book, Reflection on the Revolution of Our Time, states “This is the reality for the mass of humankind which our present social order bids the common people accept as freedom; and even this reality must be defended by war against a nightmare even more hideous.” Montesquieu advocated, in his book, The Spirit of the Laws, the idea of constraint upon freedom saying, “The freedom of commerce is not a power granted to the merchants to do what they please: This would be more properly its slavery. The constraint of the merchant is not the constraint of commerce.”.
Tatsächlich ist diese moderne westliche Vorstellung von Freiheit nicht bloß eine Abneigung gegen die alte, formale Auffassung. Vielmehr ist sie in Wahrheit eine Abneigung gegen die Freiheit selbst. Sie widerspricht dem Wesen der Freiheit vollständig, auch wenn der Westen dies bestreitet. Freiheit ist in der Tat die Befreiung von Zwängen. Nur in diesem Sinne kann sie wirklich Freiheit genannt werden. So sagt man, wenn ein Sklave von seinem Herrn freigelassen wird, er sei frei. Wenn ein Land von den Kolonialisten befreit wird, sagt man, es sei frei. Diese Bedeutung kommt jedem Verstand in den Sinn, sobald das Wort Freiheit ausgesprochen wird. Sie ist die Bedeutung, die auch in den Wörterbüchern des Westens angeführt wird. Sie ist zudem die Bedeutung, die die Denker und Philosophen Europas meinten, und für die sie während ihres Konflikts mit der Kirche und den Königen kämpften.
In fact, this modern Western conception of freedom is not just aversion to the old formal conception. Instead, it is in fact an aversion to freedom itself. It is completely contradicting the essence of freedom, even though the West denies that. Freedom is in fact the emancipation from constraints. Freedom can only be called such in this sense. Thus, when a slave is emancipated from his master, he is said to be free. When a land is liberated from colonialists, it is said to be free. This is the meaning that comes to every mind when the word freedom is uttered. It is the quoted meaning in the dictionaries of the West. It is also the meaning intended by the thinkers and philosophers of Europe, for which they fought during their conflict with the Church and kings.
Daher zerstört die gegenwärtige Haltung des Westens, dass Freiheit nicht die Abwesenheit von Beschränkungen und die Befreiung von ihnen bedeutet, die Grundlage, auf der die westliche Zivilisation errichtet wurde, und löscht ihre Geschichte aus, die auf einem aristotelischen Ringen des westlichen Individuums beruht, zu tun, was immer es wünscht, und sich von den Fesseln des Gesetzes zu befreien, die seine Begierden und Bestrebungen zügelten. Wenn die heutige Freiheit im Westen, Bürgerfreiheit genannt, als souveränes Gesetz definiert wird, wie in den Büchern der westlichen politischen Wissenschaft erwähnt, d. h. wenn Freiheit dem Gesetz unterworfen ist und mit dem Gesetz übereinstimmen muss, was ist dann der Unterschied zwischen einer solchen Freiheit und der Freiheit etwa der Römer?
Hence, the current stance of the West, that freedom does not mean the absence of restrictions and emancipation from them, destroys the basis upon which the Western civilization was built, erasing its history based on an Aristotelian struggle for the Western individual to do whatever he wishes, liberating himself from the shackles of the law that restrained his desires and aspirations. If the current freedom in the West, called civil liberty, is defined as sovereign law, as mentioned in the books of Western political science, i.e. if freedom is subjected to the law and conformity with the law, then what is the difference between such a freedom and the freedom of the Romans for example?
Ist es nicht die römische Freiheit, wie sie in den Digesten Justinians definiert ist, in deren erstem Band, erstes Buch, unter „Personenstand“, steht: „Freiheit ist die natürliche Macht, zu tun, was man will, außer insofern, als sie entweder durch Gewalt oder durch Gesetz ausgeschlossen ist“? Bedeutet das, dass die römische Zivilisation die Zivilisation der Freiheit ist? Bedeutet es, dass die Europäer bereits frei waren, bevor die Revolution für die Freiheit ausbrach? Bedeutet es auch, dass Könige und Caesaren die Freiheit verteidigten, indem sie das Volk dem Gesetz unterwarfen und jene Denker bekämpften, die das Gesetz infrage stellten? Wenn Freiheit in der modernen westlichen Tradition die Herrschaft des Gesetzes bedeuten soll, dann heißt das, dass alle Menschen der Welt frei sind und Freiheit genießen. Warum also soll allein die kapitalistische Welt mit dem Titel der freien Welt geschmückt werden? Was gibt es da zu rühmen, wo doch alle Zivilisationen darin gleich sind? Und warum fanden die westlichen Revolutionen der Aufklärung überhaupt statt?
Is it not the Roman freedom as defined in The Digest of Justinian, in its Volume 1, Book 1, under “Human Status,” which states that, “Freedom is one’s natural power of doing what one pleases, save insofar as it is ruled out either by coercion or by law.”? Does this mean that Roman civilization is the civilization of freedom? Does it mean that European people were already free, before the outbreak of the revolution for liberty? Does it also mean that kings and Caesar used to defend freedom, by making people submit to the law and fighting thinkers who challenged the law? If freedom in the modern Western tradition is to mean sovereignty of the law, then it means that all the people of the world are free and they enjoy freedom. So why adorn the capitalist world alone with the title of the free world? What is there to boast about, when all civilizations are equal in this? Moreover, why did the Western revolutions for Enlightenment take place in the first place?
Der Begriff der Freiheit ist im Verlauf seines Gebrauchs unter den Menschen im Handeln der Geschöpfe unerreichbar, was auch immer über seine Definition gesagt wird. Es ist einem Einzelnen nicht möglich, in einer Gesellschaft zu leben, ohne seinem Verhalten Beschränkungen aufzuerlegen, die Gesetz, Ordnung, Regeln, Sitten, Verantwortung oder andere genannt werden. Es ist einem Einzelnen ebenso nicht möglich, in einer Gemeinschaft zu leben und dabei in einem Zustand der Befreiung von den Beschränkungen zu sein, die die Beziehungen ordnen, es sei denn, er wählt die Abgeschiedenheit und das Alleinleben. Demnach existiert absolute Freiheit nur im Sinne eines eingebildeten Naturzustandes.
The term freedom, within the history of its usage amongst humankind, is unachievable in the actions of the created, whatever is said about its definition. It is not possible for an individual to exist in a society without imposing restrictions upon his behavior called law, order, rules, customs, responsibility or others. It is not possible for an individual to exist in a community, whilst living in a state of emancipation from the restrictions that organize the relationships, unless he chooses isolation and living alone. As such, absolute freedom exists only in the sense of an imaginary natural state.
Zur tatsächlichen Verfassung des Menschen, ob im Altertum oder in der Moderne, ob im Osten oder im Westen, gehört der Zustand der Disziplin, d. h. der Zustand der Nicht-Freiheit. Daher ist das Konzept der westlichen Freiheit nicht glaubwürdig. Ihre semantische Gültigkeit lässt sich nur bestimmen, indem man das westliche Denken selbst mit der Freiheit verknüpft; das heißt, die westliche Freiheit wird nicht aus eigenen, absoluten Maßstäben definiert, sondern innerhalb eines Kontextes eingeschränkt. Tatsächlich ist sie eine relative Idee, die durch ihren besonderen Kontext bestimmt wird, nämlich die Idee des Westens und seiner Begriffe bzw. die westliche Ideologie und ihre Zivilisation. Der freie Mensch im Westen ist somit derjenige, der den Säkularismus annimmt und nach dem westlichen Modell lebt, begrenzt und eingeengt durch die Finanzbarone, die Medien und den Sex. Die Illusion der Freiheit ist sogar dem westlichen Menschen selbst bekannt, der durch nicht Hunderte, sondern Tausende von Gesetzen eingeschränkt wird. Die härtesten und schwersten unter ihnen sind die Steuergesetze. So hat der Westen die Pornografie entfesselt als Ablenkung, um den Widerspruch innerhalb des Westens zu verdecken und die Menschen davon abzuhalten, nach der Alternative zu suchen.
As for the real state of man, whether it is ancient or modern, whether in the East or the West, it is the state of discipline i.e. in the state of non-freedom. Accordingly, the concept of Western freedom is not credible. It is possible to determine its semantic validity only by linking the Western thought itself to freedom, meaning that Western freedom is not defined on its own absolute terms but is qualified within a context. Indeed, it is a relative idea defined by its particular context, which is the idea of the West and its concepts or the Western ideology and its civilization. Thus the free man in the west is the one who adopts secularism and lives according to the Western model, as limited and restricted by the barons of finance, media and sex. The delusion of freedom is known even amongst the Western man himself who is restricted by not hundreds, but thousands of laws. The hardest and heaviest of them are the tax laws. Thus, the West has unleashed pornography as a distraction to cover the contradiction within the West, preventing people from searching for the alternative.
Da der Mensch seiner Wirklichkeit nach ein soziales Wesen ist, das in einer Gemeinschaft lebt, ist es für ihn sowohl vernunftgemäß als auch praktisch unmöglich, sich von den Beschränkungen des Systems oder der regulierenden Gesetze zu befreien, um mit anderen zusammenzuleben. Der Islam hat den Menschen davon abgebracht, sich um das Unmögliche zu bemühen, und ihn dazu geführt, das Mögliche anzunehmen, nämlich die Knechtschaft gegenüber Allah (swt) allein. Daher bezieht sich der Gegenstand der Untersuchung nicht auf die Möglichkeit, ohne Beschränkungen zu leben, da dies nicht möglich ist. Vielmehr bezieht er sich darauf, wer solche Beschränkungen auferlegt. Dementsprechend befreit der Islam den Menschen von der Knechtschaft gegenüber Menschen, indem er ihm die Unterwerfung unter die Souveränität Allahs (swt) gewährt. Der Islam erhebt den Menschen zur Erhabenheit der Knechtschaft gegenüber dem Schöpfer der Menschen. Die Knechtschaft gilt also nur dem Schöpfer und nicht den Geschöpfen. Der Islam sichert die Unterwerfung des Menschen unter den Schöpfer. Das Befolgen und der Gehorsam gegenüber dem System des Schöpfers haben den höchsten Wert und erheben den Menschen in die höchsten Ränge. Allein der Islam verwirklicht die Weisheit, warum der Mensch erschaffen wurde. Allah (swt) sagt:
Since the reality of man is that he is a social being living in a community, it is impossible for him, both rationally and practically, to be liberated from the restrictions of the system, or regulatory laws, in order for him to live with others. Islam has diverted man from looking after the impossible into accepting the possible, which is servitude to Allah (swt) alone. So the subject of study is not related to the possibility of living without restrictions, as it is not possible. Instead, it is related to who places such restrictions. Accordingly, Islam liberates man from the servitude of humans, by granting him the submission to the Sovereignty of Allah (swt). Islam raises man to the sublimity of servitude to the Creator of humans. So servitude is only to the Creator and not to the creations. Islam ensures man’s submission to the Creator. Abidance and obedience to the system of the Creator are of the highest value and raises man to the highest ranks. Islam alone realizes the wisdom of why man was created. Allah (swt) says,
„Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [TMQ Sure Adh-Dhariyat 51:56],
“And I did not create the jinn and mankind except to worship Me.” [TMQ Surah Adh-Dhariyat 51:56],