6.2 Widerlegung des demokratischen Herrschaftssystems
6.2 Refuting the Democratic Ruling System
Bei der Untersuchung des Konzepts der Autorität und ihrer Übertragung von der Kirche auf das Volk übernahmen die westlichen Philosophen eine imaginäre, hypothetische Vorstellung, die keine Grundlage in der Wirklichkeit hat. Stattdessen ist diese Vorstellung lediglich ein gedankliches Konstrukt der Westler, demzufolge der Mensch einst in einem natürlichen, wilden Zustand lebte und sich dann durch einen Gesellschaftsvertrag in einen urbanisierten, zivilen Zustand bewegte. Innerhalb des Gesellschaftsvertrags sind die Einzelnen übereingekommen, einen Teil ihres Willens abzugeben, um einen gemeinsamen Willen zu bilden, einen öffentlichen Willen, der die Souveränität darstellt. Die Übereinkunft der Einzelnen, ihren (Teil-)Willen abzugeben, wird Gesellschaftsvertrag genannt, und er ist das Fundament des Staates, das Fundament der Autorität und das Fundament der öffentlichen Freiheit. Sie sahen das System, das diese Vorstellung verkörpert, wie sie meinen, in der demokratischen Ordnung als einer politischen Einheit, die die Souveränität des Volkes ausübt. Dementsprechend basiert das Herrschaftssystem des Westens auf der Demokratie. Das Wort Demokratie ist eine zusammengesetzte Bildung griechischen Ursprungs, δημοκρατία (dēmokratía), aus demos (Volk) und kratos (Herrschaft), und bedeutet somit „Herrschaft des Volkes“. Demokratie wird gewöhnlich durch den berühmten Ausspruch Abraham Lincolns (gest. 1865) definiert, der in seiner Gettysburg-Address sagte: „Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk.“
When examining the concept of authority and its transfer from the Church to the people, the Western philosophers adopted an imaginary, hypothetical idea that has no basis in reality. Instead, the idea is merely a mental construct of Westerners, in which it is claimed that Man used to live in a natural, feral state, then moved to an urbanized, civil state through a social contract. Within the social contract, individuals agreed to give up part of their will, to form a collective will, which is a public will constituting sovereignty. The agreement of individuals to give up their (part of) will is called social contract, which is the fundamental of the state, the fundamental of authority and the fundamental of public freedom. They viewed that the system that embodies this idea, as they perceive, is the democratic system, as a political entity to exercise the sovereignty of the populous. Accordingly, the ruling system of the West is based on Democracy. The word Democracy is a Greek-origin composite word, SppoKpcma, demokratia, which is from demos (people) and kratos (rule), so it means “rule of the people.” Democracy is usually defined by the famous saying of Abraham Lincoln (d 1865), who said, “government of the people, by the people, for the people” during his Gettysburg Address.
In seiner globalen, zeitgenössischen Konzeption, wie sie vom Westen propagiert wird, ist die Demokratie untrennbar mit der Idee der Freiheit (Liberty) verbunden. Diese Angelegenheit ist nicht neu und stammt nicht aus dem modernen westlichen Denken, wie man annimmt. Vielmehr ist sie einfach von den Griechen übernommen. Aristoteles sagt in seinem Buch Politik: „Denn wenn Freiheit und Gleichheit, wie manche meinen, vor allem in der Demokratie zu finden sind, dann werden sie am besten erreicht, wenn alle Menschen gleichermaßen in höchstem Maße an der Regierung teilhaben. Und da das Volk die Mehrheit ist und die Meinung der Mehrheit entscheidend ist, muss eine solche Regierung notwendigerweise eine Demokratie sein.“ Der moderne Begriff der Freiheit (Liberty) unterscheidet sich jedoch von dem der Griechen. Dies ist es, was den Westen auszeichnet, beginnend mit der Epoche der Aufklärung und dem Aufkommen der westlichen liberalen Philosophie.
In its global, contemporary concept as promoted by the West, Democracy is inseparable from the idea of freedom (liberty). This matter is not new and has not emerged from modern Western thinking, as is held. Instead it is merely inherited from the Greeks. Aristotle says in his book Politics, “For if liberty and equality, as is thought by some, are chiefly to be found in democracy, they will be best attained when all persons alike share in the government to the utmost. And since the people are the majority, and the opinion of the majority is decisive, such a government must necessarily be a democracy.” However, the concept of modern freedom (liberty) differs from that of the Greeks. This is something that distinguishes the West, starting from the era of Enlightenment and the emergence of the Western liberal philosophy.
Demgemäß wird Demokratie in einem modernen Begriff als liberale Demokratie ausgedrückt, die sich von anderen Demokratien unterscheidet, seien es antike oder moderne, wie etwa die Sozialdemokratie. Die wahre Demokratie nach westlicher Auffassung ist die Demokratie, die mit dem Konzept der Freiheit verbunden ist, wie sie der Westen in seinem Zeitalter der Aufklärung anerkannt hat. Daher wird sie als eine Sammlung von Gedanken und Grundsätzen beschrieben, die sich auf die Freiheit beziehen, so wie sie diese verstehen. Manche Denker betrachten sie als eine Institutionalisierung der Freiheit. Man kann sagen, dass unter den Westlern, die die Demokratie unterstützen, Einigkeit darüber besteht, dass sie untrennbar mit einer Reihe von Angelegenheiten verbunden ist, die als die Säulen der Demokratie gelten, nämlich: die Souveränität des Volkes, die Gewaltenteilung, die Freiheiten, die Menschenrechte, die Gleichheit, der Pluralismus, freie und faire Wahlen mit einer friedlichen Machtübergabe, die Herrschaft des Rechts und die Herrschaft der Mehrheit unter Wahrung der Rechte der Minderheiten.
Accordingly, Democracy is expressed in a modern term as liberal democracy, distinct from other democracies, whether ancient, or modern, such as social democracy. True democracy according to the Western perception is Democracy connected to the concept of freedom, acknowledged by the West in its era of Enlightenment. Therefore, it is described as a collection of thoughts and principles related to freedom, as they perceive. Some thinkers consider it as an institutionalization of freedom. It can be said that there is a consensus amongst Westerners who support Democracy, that it is inseparable from a group of matters that are considered as the pillars of Democracy, which are: Sovereignty of the people, separation of powers, freedoms, human rights, equality, pluralism, free and fair elections followed by peaceful transition of power, rule of law and majority rule whilst preserving the rights of minorities.
Dies ist die Demokratie, kurz gefasst. Es ist erwähnenswert, dass sie auch unter westlichen Denkern selbst Gegenstand der Kritik war und ist. Darauf spielt Jacques Rancière in seinem Buch „Der Hass auf die Demokratie“ an: „Der Hass auf die Demokratie ist gewiss nichts Neues.“ Die Grundlage der Kritik an der demokratischen Theorie, die von den meisten westlichen Kritikern vorgebracht wird, bildet der Begriff „Volk“. Er wird als vage kritisiert, da seine Bedeutung unterschiedlich definiert wird. Darüber hinaus richtet sich die Uneinigkeit auf den prozeduralen Aspekt, mit dem das Konzept der Volksherrschaft bestimmt wird. Dieser prozedurale Aspekt bekräftigt praktisch die unrealistische Vorstellung der Herrschaft des Volkes. Betrachtet man die sprachliche Bedeutung von Demokratie im Hinblick auf die Herrschaft des Volkes, so stellt man fest, dass diese Bedeutung seit den Zeiten der Griechen selbst jeder Wirklichkeit entbehrt. Die Griechen waren die Ersten, die sich dieser Idee hingaben, wobei das Wort „Volk“ auf die freien Bürger unter den Griechen beschränkt wurde, während Frauen, Sklaven und Nicht-Athener ausgeschlossen blieben. Als die Idee der Demokratie im achtzehnten Jahrhundert n. Chr. wiederbelebt wurde, erkannten einige Denker vom theoretischen Standpunkt aus den unrealistischen Charakter dieser Theorie. Denn eine Übereinstimmung aller Menschen über die Herrschaft und Verwaltung des Staates ist unmöglich. Daher entwickelten sie ihren prozeduralen Aspekt und schufen die sogenannte repräsentative Demokratie, also die Demokratie gewählter Abgeordneter.
This is Democracy, concisely. It is worth mentioning that it was and is still the subject of criticism amongst the Western thinkers themselves. This is what Jacques Ranciere alludes to in his book, Hatred of Democracy, “Hatred of democracy is certainly nothing new.” The basis of criticism towards the democratic theory levelled, by most of the Western critics, arises over the term ‘people.’ It is criticized as a vague term, differing in the definition of its meaning. Beyond that, disagreement moves on to focus on the procedural aspect to determine the concept of rule of the people. The procedural aspect practically affirms the unrealistic idea of the rule of the people. Upon looking at the linguistic meaning of Democracy with regards to the rule of the people, we find this meaning to be devoid of reality, since the days of the Greeks themselves. The Greeks were the first to indulge in this idea, wherein the word ‘people’ was restricted to the free people amongst the Greeks, whilst excluding women, slaves and those who were non-Athenians. When the idea of Democracy was reinstated in the eighteenth century CE, some thinkers realized the unrealistic nature of the theory, from a theoretical standpoint. This is because consensus of all the people over ruling and administration of the state is impossible. So they developed its procedural aspect, creating the so-called representative democracy, which is democracy of elected deputies.
Wer der westlichen intellektuellen Bewegung folgt, kann seit Jahrzehnten eine sich verfestigende Strömung innerhalb der Gruppe von Denkern beobachten, die sich für ein realistisches Verfahren des Regierens einsetzt. Es ist eine Strömung, die das theoretische Konzept der Demokratie ablehnt, nachdem der unrealistische Charakter der theoretischen Demokratie deutlich geworden ist. Angeführt wird diese Strömung von einer Gruppe von Denkern, zu denen Vilfredo Pareto, Gaetano Mosca, Robert Michels, C. Wright Mills und andere gehören. Sie übernahmen die Elitentheorie, die auf der Vorstellung beruht, dass die Macht in der Gesellschaft von einer Minderheit des Volkes an sich gezogen wird. In seinem Werk „Grundlagen der modernen soziologischen Theorie“ (italienisch: Elementi di scienza politica) fasst Gaetano Mosca in seinem Aufsatz „Die herrschende Klasse“ (italienisch: La Classe Politica) diese Wirklichkeit mit den Worten zusammen: „Diejenigen, die zur herrschenden Klasse gehören, beginnen, einen Gruppengeist zu entwickeln. Sie werden immer exklusiver und lernen immer besser, die Eigenschaften und Fähigkeiten, die zum Erlangen und Behaupten der Macht unerlässlich sind, zu ihrem eigenen Vorteil zu monopolisieren. Schließlich tritt die im Wesen konservative Kraft zutage, die Kraft der Gewohnheit. Viele Menschen finden sich mit einer niederen Stellung ab, während die Angehörigen bestimmter privilegierter Familien oder Klassen davon überzeugt werden, dass ihnen das Verweilen in der Höhe und das Befehlen nahezu als absolutes Recht zusteht.“ (Italienisch: coloro che fanno parte della classe politica vanno acquistando lo spirito di corpo e di esclusivismo ed imparano l'arte di monopolizzare a loro vantaggio le qualità e le attitudini necessarie per arrivare al potere e per mantenerlo: infine, col tempo, si forma la forza conservatrice per eccellenza, quella dell'abitudine, per la quale molti si rassegnano a stare in basso, ed i membri di certe famiglie o classi privilegiate acquistano la convinzione che per loro è quasi un diritto assoluto lo stare in alto ed il comandare.) In diesem Zusammenhang schlägt der französische Politik- und Rechtswissenschaftler Maurice Duverger in seinem Essay „Political Parties“ (französisch: Les Partis Politiques) vor, dass Demokratie nicht „Herrschaft des Volkes durch das Volk“ sein kann, sondern nur „Herrschaft des Volkes durch eine aus dem Volk aufsteigende Elite“. Die wichtigste Kritik an der Demokratie, die von westlichen Denkern selbst geäußert wird, lautet:
One who follows the Western intellectual movement can observe the existence of a crystallized trend for decades amongst the group of thinkers, about adopting the realistic procedure for ruling. It is a trend of rejecting the theoretical concept of Democracy, after the unrealistic nature of theoretical Democracy became clear. This trend is led by a group of thinkers, amongst them are, Vilfredo Pareto, Gaetano Mosca, Robert Michels, C. Wright Mills and others. They adopted the elite theory which is based on the idea of acquisition of power by a minority of the people in society. In the book, Foundations of Modem Sociological Theory (Italian: Elementi di scienza politica), in his essay, “The Ruling Class (Italian: La Classe Politica)” Gaetano Mosca summarizes this reality by saying, “those who belong to the ruling class will begin to acquire a group spirit. They will become more and more exclusive and learn better and better the art of monopolizing to their advantage the qualities and capacities that are essential to acquiring power and holding it. Then, at last, the force that is essentially conservative appears—the force of habit. Many people become resigned to a lowly station, while the members of certain privileged families or classes grow convinced that they have almost an absolute right to high station and command. (Italian: coloro che fanno parte della classe politica vanno acquistando Io spirito di corpo e di esclusivismo ed imparano I'arte di monopolizzare a loro vantaggio le qualita e le attitudini necessarie per arrivare al potere e per mantenerlo : infine, col tempo, si forma la forza conservatrice per eccellenza, quella dell'abitudine, per la quale molti si rassegnano a stare in bassoA ed i membri di cede famiglie o classi privilegiate acquistano la convinzione che per loro e quasi un diritto assoluto Io stare in alto ed il comandare.)” In this context, the French political and legal scholar Maurice Duverger proposes in his essay “Political Parties” (French: Les Partis Politiques) that democracy cannot be “government of the people by the people” but only “government of the people by an elite rising from the people.” The most important criticism levelled at Democracy by Western thinkers themselves are:
1. Unterdrückung durch die Mehrheit, mit Verlust der Minderheitenrechte.
1. Oppression by the majority, with loss of minority rights.
2. Die Gefahr, die Macht der öffentlichen Meinung auszuweiten: Da Wahlen und Entscheidungen von der öffentlichen Meinung abhängen, die von bestimmten Mächten gesteuert wird, nämlich von Interessenvertretern und Lobbyisten.
2. The danger of expanding the power of public opinion, since elections and decisions are subject to public opinion that is controlled by certain powers, from amongst the stakeholders and lobbyists.
3. Das „eherne Gesetz der Oligarchie", das die Monopolisierung der Macht und der politischen Parteien in den Händen weniger Gruppen von Kapitalisten festschreibt.
3. The "iron law of oligarchy" that stipulates the monopoly of power and political parties, in the hands of a few groupings of capitalists.
Mit der Zeit verwandelt sich die Demokratie in Bürokratie. Im Laufe der Zeit wird die Demokratie immer komplexer, sodass die Macht allein in die Hände von Berufspolitikern und Fachleuten gerät.
4. Over time, democracy turns into bureaucracy. As time goes by, democracy becomes more and more complex so that the power transpires in the hands of career professionals alone.
Dies sind einige der Kritikpunkte, die westliche Denker selbst an der Demokratie üben. Die meisten von ihnen bieten jedoch keine Alternative an. Stattdessen betrachten sie die Demokratie als ein feststehendes Prinzip, für das man sich nicht einmal eine Alternative vorstellen kann. Der britische Politiker Anthony Birch hat dies in seinem Buch „The Concepts and Theories of Modern Democracy“ erkannt. Einerseits vertrat Birch die Auffassung, dass die Mehrheit nicht zum Regieren fähig sei, und sagte: „Eine von Dahls vielen zutreffenden Bemerkungen über die Bundesregierung lautete, dass ‚die zahlenmäßige Mehrheit weitgehend nicht in der Lage ist, irgendein koordiniertes Handeln zu unternehmen. Es sind die verschiedenen Bestandteile der zahlenmäßigen Mehrheit, die die Mittel zum Handeln besitzen.‘“ Andererseits beharrt Birch dennoch darauf: „Ich glaube, dass die repräsentative Demokratie die beste institutionelle Regierungsform ist, die bisher ersonnen wurde.“ So finden wir viele Denker, die versuchen, die Verfahren der Demokratie weiterzuentwickeln und ihre Konzepte und Werte wiederzubeleben, und die trotz scharfer Kritik übereinstimmen, dass die Demokratie die beste sei. In seinem Buch „Democracy and Its Critics“ tritt Robert Alan Dahl für die Demokratie ein. Er behauptet, die Demokratie maximiere die Freiheit, indem sie grundlegende politische Rechte und Freiheiten wie die Meinungsfreiheit verankere und es „Personen ermögliche, unter Gesetzen zu leben, die sie selbst gewählt haben“. Er argumentiert, dass die politische Teilhabe der Öffentlichkeit in einer Demokratie die wünschenswerten Eigenschaften der „Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und des Gemeinsinns“ fördere. Robert Dahl bekräftigt zudem, dass der demokratische Prozess „das verlässlichste Mittel ist, um das Wohl und die Interessen aller Personen zu schützen und zu fördern, die kollektiven Entscheidungen unterworfen sind“.
These are some of the criticisms directed towards democracy from Western thinkers themselves. However, most of them do not present an alternative. Instead, they deemed democracy as a fixed principle for which one cannot even conceive of an alternative. The British politician Anthony Birch recognized this in his book, The Concepts and Theories of Modern Democracy. So on the one hand Birch maintained that the majority is incapable of ruling by saying, One of Dahl’s many accurate comments on the federal government was that, to a large extent, ‘the numerical majority is incapable of undertaking any co ordinated action. It is the various components of the numerical majority that have the means for action.’ However, on the other hand Birch still insists “I believe that representative democracy is the best institutional arrangement for government yet devised.” Thus we find many of the thinkers who attempt to develop the procedures of democracy and revive its concepts and values, agreeing that democracy is the best despite strong criticism. In his book, Democracy and Its Critics, Robert Alan Dahl endorses Democracy. He asserts Democracy maximizes freedom by embracing basic political rights and liberties, such as free expression, and allows “persons to live under laws of their own choosing.” He claims that political participation by the public in a democracy fosters the desirable qualities of “independence, self-reliance, and public-spiritedness.” Robert Dahl reaffirms the democratic process “as the most reliable means for protecting and advancing the good and interests of all the persons subject to collective decisions.”.
Aus dem oben Gesagten geht klar hervor, dass westliche Denker die Idee der Demokratie selbst untersucht und kritisiert haben, indem sie auf ihre Mängel nach ihrem Verständnis hinwiesen. Dennoch ist ihr einhelliger Konsens, dass die Demokratie das Beste ist, was der menschliche Verstand im Bereich des Regierens hervorgebracht hat, und dass es keine Alternative zu ihr gibt.
It is clear from the above that Western thinkers themselves examined the idea of Democracy and criticized it, pointing out its flaws according to their perceptions. Despite that, their unanimous consensus is that Democracy is the best thing created by the human mind in ruling and that there is no alternative for it.
Tatsächlich zeigt ein tieferer Blick auf die Wirklichkeit der Demokratie, wie sie im Westen verstanden wird, dass das Wort Demokratie für sie zwei Dimensionen symbolisiert: eine intellektuelle, zivilisatorische Dimension und eine politische Dimension.
In fact, a deep look into the reality of democracy as perceived by the West shows us that the word democracy for them symbolizes two dimensions: an intellectual, civilizational dimension and a political dimension.
Was die erste Dimension betrifft, so handelt es sich um das Wertesystem, das die westlichen Werte und ihre Vorstellungen vom Leben rahmt, etwa Freiheit, Gleichheit, Pluralismus und Säkularismus, neben anderen. Es ist der politische Rahmen, der eine Gruppe zivilisatorischer Konzepte umfasst, die der Westen übernommen hat und die von den Westlern nachdrücklich bejaht werden. In seinem Buch „Das Ende der Geschichte“ behauptete Francis Fukuyama: „Am Ende der Geschichte gibt es keine ernsthaften ideologischen Konkurrenten der liberalen Demokratie mehr. In der Vergangenheit lehnten die Menschen die liberale Demokratie ab, weil sie glaubten, sie sei der Monarchie, der Aristokratie, der Theokratie, dem Faschismus, dem kommunistischen Totalitarismus oder welcher Ideologie auch immer, an die sie gerade glaubten, unterlegen. Doch heute scheint es außerhalb der islamischen Welt einen allgemeinen Konsens zu geben, der den Anspruch der liberalen Demokratie anerkennt, die vernünftigste Regierungsform zu sein.“ Während Jean-Louis Quermonne in seinem Buch „Les régimes politiques occidentaux“ (Die westlichen politischen Systeme) erklärte: „Als Legitimitätsprinzip ist die westliche Demokratie keine neue Idee. Sie ist die Erbin der Zivilisationen, die ihr vorausgegangen sind: der griechischen Polis und der römischen Republik. Nachdem sie über Jahrhunderte von Imperien, Herrschaften und absoluten Monarchien verdrängt wurde, nachdem sie während des Zweiten Weltkriegs zugunsten totalitärer Regime beinahe verschwunden war, nach einigen Jahrzehnten, wird sie heute nicht mehr angefochten.“ (Französisch: En tant que principe de légitimité, la démocratie occidentale n’est pas une idée neuve. Elle est héritière des civilisations qui l’ont précédée : la cité grecque et la Rome républicaine. Et, après avoir été supplantée pendant des siècles par des empires, des seigneuries et des monarchies absolues, après avoir failli disparaître, après quelques décennies de fonctionnement, pendant la Seconde Guerre mondiale, au profit des régimes totalitaires, elle n’est plus contestée aujourd’hui.) Daher muss die Demokratie unter diesem Blickwinkel untersucht werden, als eine Gruppe von Konzepten und Werten oder als das grundlegende Ideal vom Leben. Dies gehört zum Bereich des Studiums der zivilisatorischen Grundlagen, die vom Westen übernommen wurden und auf denen das politische Gebilde der Demokratie errichtet ist.
As for the first dimension, it is the value system that frames the Western values and its concepts about life such as freedom, equality, pluralism and secularism, amongst others. It is the political framework comprising a group of civilizational concepts adopted by the West, endorsed emphatically by the Westerners. In his book, The End of History, Francis Fukuyama asserted, “At the end of history, there are no serious ideological competitors left to liberal democracy. In the past, people rejected liberal democracy because they believed that it was inferior to monarchy, aristocracy, theocracy, fascism, communist totalitarianism, or whatever ideology they happened to believe in. But now, outside the Islamic world, there appears to be a general consensus that accepts liberal democracy's claims to be the most rational form of government.” Whilst, in his book, The Western Political Systems (French: Les regimes politiques occidentaux) Jean-Louis Quermonne asserted that “As a principle of legitimacy, Western democracy is not a new idea. It is the heir to the civilizations that preceded it: the Greek city and Rome republic. After being supplanted for centuries by empires, lordships and monarchies absolute, after having almost disappeared, after a few decades during the Second World War, for the benefit of totalitarian regimes, it is no longer contested today. (French: En tant que principe de legitimite, la democratie occidentale n’est pas une idee neuve. Elie est heritiere des civilisations qui I’ont precedee: la cite grecque et la Rome republicaine. Et, apres avoir ete supplantee pendant des siecles par des empires, des seigneuries et des monarchies absolues, apres avoir failli disparaftre, apres quelques decennies de fonctionnement, pendant la Seconde Guerre mondiale, au profit des regimes totalitaires, elle n’est plus contestee aujourd’hui.) Thus, Democracy must be studied from this angle, as a group of concepts and values or the primary ideal about life. This falls within the study of the civilizational foundations adopted by the West and upon which Democracy's political entity is established.
Die zweite Dimension betrifft die Bewertung der Demokratie als das überlegenste, optimale oder bestmögliche System, wie es die Westler behaupten. Diejenigen, die dieser Sichtweise zustimmen, untersuchen nicht die zivilisatorische Zusammensetzung, d. h. ihre Konzepte, Werte oder Ideologie, deren Ansichten dem Wandel, der Verschiedenheit oder dem Widerspruch unterworfen sind. Sie betrachten lediglich die Zusammensetzung der Demokratie bzw. die abstrakte Bedeutung der Idee, ohne andere Gesichtspunkte in den Blick zu nehmen. So betrachten sie die Demokratie als ein politisches System, das die Frage der Herrschaft in jedem Staat organisiert und die politischen Angelegenheiten jeder Gesellschaft regelt. Dieser Gegenstand hängt tatsächlich mit dem sogenannten Gesellschaftsvertrag zusammen, wie sie es nennen, der als Ursprung der politischen Angelegenheiten gilt. Dieser Gegenstand offenbart die Mängel des westlichen Denkens auf politischer und intellektueller Ebene und seine Irrtümer, und zwar von dem Moment seiner Entstehung an.
As for the second dimension, it is related to evaluating democracy as the most superior or optimal or the best possible system, as the Westerners claim. Those who agree with this angle do not look into the civilizational composition i.e. its concepts, values or ideology whose views are subject to change or difference or contradiction. They only look into democracy's composition or the abstract meaning of the idea, without looking into any other matters. Thus, they look into democracy as a political system that organizes the matter of ruling in any state, regulating the political issues of any society. This subject is, in fact, related to the so-called social contract, in their words, which is considered as the origin of political matters. This subject reveals the shortcomings of the Western mind at the political and intellectual level and its errors, right from the moment of its establishment.
So ist ein Mensch allein aufgrund seines Menschseins oder seiner Individualität, insofern er ein Leben in dieser Welt führt, ein politischer Mensch, der sich mit Politik befasst und von ihr betroffen ist, denn er kümmert sich um seine eigenen Angelegenheiten oder um die Angelegenheiten derer, für die er verantwortlich ist, oder um die Angelegenheiten einer Nation. Die Sorge um die Angelegenheiten einer Nation, eines Volkes oder einer Gruppe, zu der dieser politische Mensch gehört, verpflichtet ihn, sich mit der Frage der Herrschaft auseinanderzusetzen.
Thus a man by virtue of being a human or an individual, in terms of living a life in this world, is a politician who both engages in politics and is affected by it, because he takes care of his own affairs, or the affairs of those who are under his responsibility, or the affairs of a nation. Taking care of the affairs of a nation or people or a group in which this political man belongs to obliges him to consider the issue of ruling.
Die Fürsorge für die Angelegenheiten erfolgt allein durch eine politische Einheit oder einen Staat. Dies gilt unabhängig davon, wie man ihn definiert und wer seine Errichtung fordert. Der Staat gründet sich auf ein System, das seine Formen, seinen Apparat, seine Strukturen und Institutionen festlegt, ebenso die Gedanken, Konzepte und Maßstäbe für die Besorgung der Angelegenheiten, dazu die umzusetzenden verfassungsrechtlichen Gesetze und andere Fragen, die in den Bereich der Herrschaft fallen. Dies nennt man das politische System oder Herrschaftssystem.
The process of taking care of the affairs comes through a political entity or a state alone. This is so regardless of looking into its definition and the one who calls for its establishment. The state is founded upon a system that defines its forms, apparatus, structures and institutions, as well as the thoughts, concepts and criteria to take care of the affairs, alongside constitutional laws to be implemented and other matters that fall within ruling. This is called the political system or ruling system.
Die Vorstellung des Menschen vom Herrschaftssystem, das ihm praktisch ermöglicht, seine Angelegenheiten zu regeln, wird tatsächlich durch drei Fragen gerahmt: Wonach soll regiert werden? Wer ist der Herrscher? Wie regiert der Herrscher?
Man’s conception of the ruling system, which practically enables him to take care of the affairs, is actually framed within three questions: With what to be ruled? Who is the ruler? How does the ruler rule?
Was die Herrschaft betrifft, womit regiert werden soll, so ist der natürliche Fall, dass nach einer Ideologie regiert wird, die von einer Gruppe von Menschen angenommen wird. Dementsprechend besteht die Aufgabe des Herrschers bzw. der Regierung darin, die Gesamtheit der Konzepte, Maßstäbe und Überzeugungen umzusetzen bzw. anzuwenden, die von der Gruppe angenommen wurden. Dieser Gegenstand wird sowohl dem Herrscher als auch den Beherrschten vorgelegt, sobald der Staat errichtet ist. Dieser Vorschlag wird bei jeder Wahl, jedem Referendum, jeder Parlamentssitzung oder jeder politischen Überlegung nicht erneut überprüft. Er wird daher nur unter einer einzigen Bedingung neu vorgelegt, nämlich dann, wenn das bisherige System zusammenbricht und ein Wille zur Veränderung besteht. Die eine Bedingung ist also der Fall einer Neugründung. Dementsprechend wurde der westliche Staat, ungeachtet seines Namens, seiner Form und seines Modells, auf bestimmte Gedanken und Konzepte gegründet, die als unveränderlich gelten, ohne dass ihre Änderung in Betracht gezogen wird. Ebenso wurde der islamische Staat, das Kalifat, auf anders geartete bestimmte Gedanken und Konzepte gegründet, die nicht die westlichen Gedanken und Konzepte sind. Somit ist die Tatsache, dass eine Herrschaft auf einer Ideologie gründet, die festlegt, womit regiert werden soll, für sich genommen kein unterscheidendes Merkmal des westlichen Herrschaftssystems, das es von anderen Herrschaftssystemen abheben würde.
As for what to be ruled with, the natural case is that there is ruling by an ideology that is accepted by a group of people. Accordingly, the role of the ruler or the government is to implement or apply the group of concepts, criteria and convictions adopted by the group. This matter is proposed to both the ruler and ruled once the state is established. This proposal is not reviewed upon every election or referendum or parliamentary session or policy consideration. So it is not newly proposed except in one condition, which is when the previous system falls and there exists a will to change. So the one condition is the case of a new establishment. Accordingly, the Western state, regardless of its name, form and model, was established upon specific thoughts and concepts that are deemed to be fixed, with no consideration for their change. This is just like the Islamic state, the Khilafah (Caliphate) State that was established upon differing specific thoughts and concepts, that are not the Western thoughts and concepts. Thus, being established upon an ideology, specifying what to be ruled with, is not in itself a distinguishing characteristic of the Western ruling system, making it distinct from other ruling systems.
Es kann hier nicht gesagt werden, dass das Besondere des Westens im Wesen des westlichen Menschen liegt, der seine eigene Souveränität dadurch zum Ausdruck bringt, dass er selbst die Konzepte und Werte des Herrschens bestimmt, also wählt, womit regiert werden soll, und seine Gesetze eigenhändig erlässt. Dies kann nicht gesagt werden, weil es hier nicht um die Quelle der Herrschaft geht. Vielmehr geht es um das Vorhandensein der Gedanken und Vorstellungen über das Regieren. So wie der Westen eine Ideologie hat, mit der er regiert, haben auch andere andere Ideologien, mit denen sie regieren, unabhängig von deren Quellen. Aus dieser Perspektive gibt es daher keinen Unterschied zwischen ihnen. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn man die Quelle der Herrschaft untersucht, hinsichtlich der Wahrhaftigkeit, Gültigkeit und Güte der Ideologie. Diese Frage ist hier im Hinblick auf die Untersuchung nicht von Belang, auch wenn wir einiges davon bereits zuvor behandelt haben und es im Rahmen des Themas der westlichen Zivilisation, das noch folgt, weiter erörtern werden. Der Gegenstand der Untersuchung ist hier die Antwort auf die Frage: Womit soll der Mensch regiert werden? Alle politischen Systeme, die der Menschheit bekannt sind, beantworten diese Frage ohne Ausnahme. Das bedeutet, dass das westliche politische Denken, das an das demokratische System glaubt, aus dieser Perspektive nicht verschieden ist.
It cannot be said here that the Western distinctiveness lies in the nature of Western man, who expresses his own sovereignty by his own determination of concepts and values of ruling, so he chooses what is to be ruled with and he himself legislates his laws. This cannot be said because the subject here is not related to the source of ruling. Instead, the subject is related to the existence of the thoughts and concepts regarding ruling. So just as the West has an ideology to rule with, others also have other ideologies to rule with, regardless of their sources. So there is no distinction between them from this perspective. Instead, the distinction appears only when studying the source of ruling, in terms of the truthiness, validity and goodness of the ideology. This issue is not relevant here in terms of study, whilst we have looked at some of it before and we discuss further in the subject of Western Civilization to come. The subject of study here is the answer to the question: with what is man to be ruled? All the political systems known by humankind answer this question without exception. This means the Western political thought, believing in the democratic system, is not distinct from this perspective.
Es kann auch nicht gesagt werden, dass sich das westliche demokratische Herrschaftssystem durch Pluralismus auszeichnet, der Andersdenken und Ausschließlichkeit garantiert und die Existenz mehrerer Kulturen und Ideologien erlaubt. Das kann nicht gesagt werden, denn der westliche Pluralismus ist ein Pluralismus allein innerhalb der Grenzen seiner eigenen Ideologie. Der Westen lässt also weder zu, dass irgendeine Idee von außerhalb seiner Ideologie die Gesellschaft beeinflusst, noch akzeptiert der Westen Konzepte, die seiner Ideologie widersprechen. Dementsprechend kämpfte der Westen in der Vergangenheit gegen kommunistische Parteien und kämpft weiterhin gegen den sogenannten politischen Islam, indem er ihn als Terrorismus, Radikalismus und Fundamentalismus darstellt. Somit handelt es sich um einen formalen und nicht um einen tatsächlichen Pluralismus im absoluten Sinne.
It cannot also be said that the Western democratic ruling system is distinguished by pluralism, guaranteeing non-conformity and exclusivity, allowing multiple cultures and ideologies to exist. This cannot be said, because Western pluralism is pluralism within the confines of its ideology alone. So the West neither accepts any idea from outside of its ideology to influence the society, nor does the West accept concepts that are contradictory to its ideology. Accordingly, the West fought with communist parties in the past and is continues to fight the so-called political Islam, depicting it as terrorism, radicalism and fundamentalism. Thus it is a formal pluralism and not actual pluralism in an absolute sense.
Wenn mit Pluralismus die Verschiedenheit der Ansichten, Wahrnehmungen, Vorhaben sowie intellektuellen und politischen Auffassungen innerhalb des Rahmens ein und derselben Ideologie gemeint ist, dann besitzt das westliche Denken aus dieser Perspektive keine Besonderheit. Ein solcher Pluralismus existiert auch in anderen Systemen, etwa im islamischen Herrschaftssystem.
If what is intended by pluralism is the difference in views, perceptions, projects and intellectual and political understandings within the confines of the same ideology, then there is no distinctiveness in the Western thought from this perspective. Such pluralism also exists in other systems, such as the Islamic ruling system.
Ebenso ist die Frage der Pluralität zu betrachten, indem man die sogenannten Minderheiten, ihre Rechte und ihre Pflichten innerhalb zweier gesellschaftlicher Bereiche untersucht, des privaten und des öffentlichen, eine Einteilung, die in der westlichen politischen und sozialen Wissenschaft erwähnt wird. Es wird behauptet, dass die moderne Demokratie sich dadurch auszeichne, dass sie im privaten Bereich Privatsphäre und Vielfalt zulasse, während im öffentlichen Bereich durch allgemeine Prinzipien gesteuert werde, an die sich alle halten. Wenn damit gemeint ist, dass Pluralismus ein unterscheidendes Merkmal sei, dann ist dies aus zwei Gründen ebenfalls falsch. Der erste Grund ist praktischer Natur. Der westliche Staat heute drängt seine Vorstellungen und Werte selbst in den privaten Bereich. Er überwacht Muslime, junge wie alte, macht sie für jeden Gedanken verantwortlich, befragt sie nach seiner Kultur und Zivilisation und zwingt sie, sich in seine Zivilisation zu integrieren. Das ist weit entfernt von dem, was als Pluralismus behauptet wird. Der zweite Grund ist theoretischer Natur und betrifft die Idee selbst: Der Unterschied zwischen der Unterordnung im öffentlichen Bereich unter allgemeine Prinzipien einerseits und dem Leben nach unterschiedlichen Religionen und Überzeugungen im privaten Bereich andererseits findet sich auch im islamischen System. Daher ist die Demokratie in dieser Hinsicht nichts Einzigartiges. Darüber hinaus ist das vom Islam vorgeschriebene Konzept der Dhimma (Schutz der nichtmuslimischen Staatsbürger) ein Gedanke und Verfahren, das überlegen, gerechter und besser darin ist, Rechte zu sichern, als das westliche Konzept der Minderheiten.
Then there is the matter of considering pluralism by looking at so-called minorities, their rights and their duties, within two societal domains, the private and the public, a classification mentioned in Western political and social sciences. It is claimed that modern democracy is distinguished by allowing privacy and diversity in the private domain, whilst in public domain, it is controlled by general principles that everyone adheres to. If this is what is intended by pluralism being a distinguishing feature, then this is also is wrong for two reasons. The first reason is from a practical perspective. The Western state today is imposing its concepts and values even in the private domain. It monitors Muslims both young and old, holding them accountable for every thought, interrogating according to its culture and civilization and forcing them to integrate into its civilization. This is far from what is claimed to be pluralism. As for the second reason, it is from the theoretical perspective of the idea, the difference between submission within the public domain to general principles, whilst living according to differing religions and convictions in the private domain. This distinctiveness is also found in the Islamic system. So there is nothing unique about Democracy in this regard. Moreover, the concept of Dhimma (protecting the non-Muslim citizens) mandated by Islam is a thought and procedure which is superior, fairer and better in securing rights than the Western concept of minorities.
Was die Frage betrifft, wer herrscht und wie er herrscht, so haben die politischen Denker und Soziologen im Westen, die sich mit dem Thema der Herrschaft und ihrem System befassten, die politische Geschichte des Menschen und ihre Wirklichkeit untersucht und die Formen der Herrschaft sowie die Modelle der Führung aufgezählt. Sie teilten die dem Menschen bekannten Herrschaftssysteme nach ihrer Auffassung gemäß den bei der Herrschaft angelegten Kriterien in verschiedene Klassifikationen ein. Die meisten davon wurden von den Griechen übernommen. Zusammengefasst gilt: Ein System erkennt Menschen entweder als zur Herrschaft berechtigt an oder nicht.
As for the matter of who rules and how he rules, the political thinkers and sociologists in the West who addressed the issue of ruling and its system, looked into human political history and its reality, enumerating the forms of ruling and the models of leadership. So they divided the ruling systems known by man, according to their view, into various classifications, according to the criteria taken in the ruling. Most of them were inherited from the Greeks. The summary is, the system either accepts people as eligible to rule or not.
Zu den Systemen, die die Berechtigung von Menschen zum Herrschen nicht anerkennen, gehören unter anderem: die Meritokratie – die Herrschaft der Begabten, der Anstrengung und der Leistung, die Oligarchie – die Herrschaft einer kleinen Zahl von Menschen zu deren eigenem Nutzen, die Aristokratie – die Herrschaft einer kleinen, privilegierten Herrscherklasse, der Adligen, und die Autokratie – die Herrschaft eines einzelnen Individuums, die Theokratie – die Herrschaft religiöser Eliten mit göttlicher Legitimation. Das System, das auf dem Recht des Volkes zu herrschen beruht oder auf der Ideologie der Volkssouveränität, die die Berechtigung des Volkes behauptet, über die Herrschaft zu bestimmen, ist die Demokratie. Nach dem Verständnis des Westens ist die Demokratie das einzige System innerhalb dieser Einteilung, das als das beste und optimale betrachtet werden muss.
As for the systems that do not accept people as eligible to rule, they include, amongst others; meritocracy - rule of those of talent, effort, and achievement, oligarchy - ruling by a small number of people for the sake of their benefit, aristocracy - ruling by a small, privileged ruling class, the aristocrats and the autocracy- rule of a single individual, theocracy - the rule of religious elites with divine sanction. As for the system based on the right of ruling for the people or based on the ideology of the sovereignty of the people, asserting the eligibility of the people to determine the ruling, it is the democratic system. According to the Westerner, democracy is the only system within the classification, that is to be considered the best and optimal.
Dann gibt es jene westlichen Denker, die die Systeme nach rechtlichen Maßstäben einteilen, etwa nach der Regierungsform, der Art und Weise, wie die Macht erlangt wird, der herrschenden Verwaltung und dem Modell der Machtausübung, das verhandelbar ist. Dementsprechend werden die Systeme dann in drei Hauptgruppen eingeteilt: das totalitäre, das autoritäre Regime und das demokratische. Nach Ansicht der westlichen Denker wird die Demokratie stets und für immer als Ideal dargestellt, im Gegensatz zu den schrecklichen autoritären Modellen.
Then there are those Western thinkers who classify the systems according to legal standards such as, governance, the method of achieving the power, the ruling administration and model of power that is exercised and subject to negotiation. Accordingly, the systems are then classified into three main groups, the totalitarian, the authoritarian regime and the democratic. According to the Western thinkers, democracy is always and forever placed as an ideal, against awful authoritarian models.
Nachdem die säkulare westliche Welt dem Menschen das Recht der Souveränität zugesprochen hat, sodass er selbst sein System und seine Gesetzgebung bestimmt, spricht sie ihm auch das Recht der Autorität zu, indem sie ihm die Wahl gibt, den Herrscher durch Wahlen zu bestimmen. So haben die Westler alle Bestandteile der Herrschaftsordnung miteinander verflochten, ohne zwischen Souveränität, Autorität und Macht zu unterscheiden. Sie beschränkten die Untersuchung auf einen einzigen Punkt der Tagesordnung, so wie sie ihn wahrnehmen. Sie versäumten es, sowohl die Möglichkeit der Differenzierung und Trennung als auch die Existenz von Systemen zu erkennen, die verschieden und eigenständig sind. Stattdessen machten sie die Demokratie zum Maßstab der Güte für alle politischen Systeme. Diese Sichtweise ist subjektiv, wie sie selbst eingestehen. Sie ist daher auch nicht objektiv, sondern parteiisch und oberflächlich, es fehlt ihr an intellektueller Tiefe und an dem richtigen Verständnis der Wirklichkeit des Regierens.
After conferring the right of sovereignty to man, so as to determine his system and legislation himself, the secular West confers the right of authority upon him, so it gives him a choice to choose the ruler through elections. Thus the Westerners intertwined all the components of rulings, without differentiating between sovereignty, authority and power. They limited the study to revolving around a single agenda point, as they perceive it. They neglected to notice either the possibility of differentiation and separation, or the existence of systems that are different and distinct. Instead they made democracy a criteria of goodness for all political systems. This view is subjective, as they themselves admit. It is also therefore not objective, partial and superficial, lacking intellectual depth and the correct understanding of the reality of ruling.
Souveränität wird ihnen zufolge in dem Sinne verwendet, dass der Mensch seinen Willen besitzt und ihn ausübt, sodass er selbst wählt, wer der Herrscher ist und womit er herrscht. Der Mensch soll seine Gesetze und Systeme bestimmen, diese Gesetze erlassen und denjenigen wählen, der sie umsetzt. Wenn mit „Mensch“ der Mensch im Allgemeinen gemeint ist, also die Menschheit als Ganzes, dann gehört eine solche Souveränität ihnen zufolge praktisch dem Menschen. Derjenige, der im Westen die Gesetze erlässt und den Herrscher wählt, ist der Mensch an sich. Meint man jedoch mit „Mensch“ den Menschen in seiner Eigenschaft als Individuum, was ihre eigentliche Absicht ist, nämlich dass jeder Einzelne Herr über sich selbst ist, dann existiert eine solche Souveränität im Westen nicht. Das liegt daran, dass die westlichen Systeme und Gesetze von einer Gruppierung oder einigen Wenigen innerhalb der Menschheit vorgelegt werden. Sie werden nicht von allen Einzelnen gemeinsam vorgelegt. Die praktische Realität des demokratischen Westens besteht darin, dass die Gesetze von einer Regierung, einem Gremium oder einem Rat weniger Personen festgelegt werden. Anschließend werden sie als verbindliche Gesetze erlassen, denen sich alle Einzelnen unterwerfen.
Sovereignty, according to them, is used in the sense that man possesses his will and exercises it, so he chooses who the ruler is and what he rules with. Man is to determine his laws and systems, legislate those laws and choose the one who implements them. If the meaning of Man is to mean Man generally or his kind, the whole of humanity, then such sovereignty does practically belong to Man, according to them. The one who legislates and chooses the ruler in the West is of humankind. However, as for meaning man with his characterization of being an individual, which is their actual intended meaning, such that each man is a master of himself, then such sovereignty is non-existence in the West. This is because Western systems and legislations are put forward by a grouping or few within humankind. They are not put forward by all individuals collectively. The practical reality of the democratic West is that the legislations are set by a government, a body or a council of a few individuals. Then they are enacted as binding laws to which all the individuals submit.
So widerspricht der Begriff der Souveränität, wie sie ihn verstehen, der Wirklichkeit der Herrschaft unter ihnen, obwohl sie auf diesem Verständnis beharren. Die Wirklichkeit aller Herrschaft in dieser Welt besteht darin, dass es sowohl den Herrscher als auch die Beherrschten gibt. Herrschaft liegt in der Hand eines Einzelnen oder einer Gruppe von Menschen. Alle Menschen können nicht zugleich Herrscher und Beherrschte sein. Demnach gibt es keine Souveränität des Volkes im Sinne der Souveränität aller Einzelnen. Souveränität kann entweder einem bestimmten Einzelnen oder einer Gruppe von Einzelnen gehören, die ihren Willen ausüben, indem sie Gesetzgebung und Gesetze für die Beherrschten bestimmen, oder sie kann dem Schöpfer, dem Allmächtigen, gehören, so dass die Gesetze und Gesetzgebungen allein aus der göttlichen Offenbarung abgeleitet werden, ohne jede andere Wahl. Der säkulare Westen jedoch hat mit seinem historischen Konflikt mit der christlichen Kirche und mit seinen Experimenten mit theokratischen Herrschaftssystemen, die die Menschen mit der Vorstellung des göttlichen Rechts kontrollierten, die Einsicht des Westens getrübt. So lehnte der Westen die Knechtschaft des Menschen gegenüber seinem Schöpfer ab und akzeptierte die Knechtschaft von Menschen gegenüber anderen Menschen, die er Souveränität nennt.
Thus the concept of sovereignty as they conceive does not match the reality of ruling amongst them, even though they insist upon this understanding. The reality of all the ruling in this world is that there is both the ruler and the ruled. Ruling is in the hand of an individual or a group of people. All the people cannot be both the ruler and the ruled simultaneously. Accordingly, there is no such thing as sovereignty of the people by the meaning of sovereignty of all individuals. Sovereignty can either belong to a specific individual or a group of individuals, who exercise their will by determining legislation and laws for the ruled, or it can belong to the Creator, the Almighty so that the laws and legislations are derived from the Divine Revelation alone, without any other choice. However, the secular West, with its historical conflict with the Christian Church, and its experimentation with theocratic ruling systems that controlled people by the conception of divine right, blinded the insight of the West. So the West refused the servitude of man to his Creator and accepted the servitude of men to other men, calling sovereignty.
Sobald der Mensch das System bejaht, das seine Beziehungen regelt, die Quelle dieses Systems und der Gesetzgebung, die festlegt, wonach geherrscht werden soll, wendet er sich ganz natürlich der Frage zu, wer es umsetzt. Dies ist die Frage, wer innerhalb dieses Systems herrscht. Da das Volk diese Umsetzung nicht gemeinsam leisten kann, wird sie einigen Einzelnen im Auftrag der Gemeinschaft übertragen, damit sie sie durchführen, mit ihrer Wahl und Zustimmung. Dies ist die Bedeutung von Macht oder Autorität, die einem Volk oder einer Nation zukommt. Diese Bedeutung ist wiederum nicht einzigartig für die Demokratie und unterscheidet sie nicht von anderen Systemen. Vielmehr findet sich ein solches Verständnis von Autorität auch in anderen Systemen. Tatsächlich bildet es den Kern des islamischen Herrschaftssystems, denn das Chalifat ist als ein Vertrag der Zustimmung und der Wahl definiert. Dies liegt daran, dass das Chalifat auf dem Bay'ah (Treueeid) des Gehorsams gründet, der demjenigen geleistet wird, der das Recht hat, gehorcht zu werden, unter denen, die mit Autorität betraut sind. Es muss sowohl Einigkeit darüber bestehen, wem die Bay'ah geleistet wird, um die Macht zu übernehmen, als auch darüber, wer die Bay'ah leistet. Obwohl der Westen den Menschen theoretisch Autorität zuspricht, da die Menschen durch freie und faire Wahlen ihren Herrscher selbst bestimmen, wie es heißt, zeigt die praktische Wirklichkeit, dass die Wahl des Herrschers durch das Volk im Westen dem Namen nach eine Wahl ist, nicht aber in Wirklichkeit. Denn in Wahrheit sind es die Besitzer ungeheurer Kapitalvermögen, die Reichen und Mächtigen, die tatsächlich entscheiden, wer der Herrscher ist. Sie allein bestimmen und lenken komplexe Wahlsysteme und Verfahren. Sie allein sind in der Lage, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und sie so zu lenken, dass sie wählt, wen sie wollen. Sie allein können die kostspieligsten Wahlkampagnen finanzieren. Das ist eine Tatsache, die jedem bekannt ist und von allen beobachtet wird. Der Westen hat also die Souveränität aus praktischer Sicht nicht dem Volk übertragen. Vielmehr liegt die Souveränität bei einer kleinen Gruppe Einflussreicher, die das Volk versklaven. Ebenso hat der Westen nicht dafür gesorgt, dass die Autorität beim Volk liegt. Stattdessen liegt die Autorität in den Händen weniger Gruppen der Einflussreichen. Es ist daher klar, dass die Menschen im Westen versklavt sind, denn sie sind weder auf individueller Ebene Herren ihrer selbst, noch besitzen sie tatsächliche Autorität. Die Einflussreichen haben es jedoch verstanden, das Volk zu manipulieren und es zu täuschen, indem sie es davon überzeugten, dass es selbst die Herren und die Inhaber der Autorität seien! Was die Art betrifft, wie der Herrscher regiert, so hängt diese Frage mit zwei Angelegenheiten zusammen: der Angelegenheit, wie er zur Autorität bzw. zur Herrschaft gelangt, und der Angelegenheit, wie er die Geschäfte der Herrschaft führt.
Once man affirms the system that governs his relationship, the source of the system and legislation, defining what to be ruled with, he will then naturally move to the subject of study as to who implements it. That is the subject of who rules within it. Since the people are not able to collectively perform this implementation, it is delegated to some individuals on behalf of the collective, to undertake implementation, with their choice and consent. This is the meaning of power or authority belonging to a people or a nation. Again, this meaning is not unique to democracy or makes it distinct. Instead, such a conception of authority is also found in other systems. Indeed, it is the core of the Islamic ruling system, as the Khilafah is defined as a contract of consent and choice. This is because the Khilafah is upon the Bay’ah (pledge) of obedience given to the one who has the right to be obeyed, from amongst those charged with authority. There must be consensus both over the one to whom Bay’ah to assume power is given, as well as over those who give the Bay’ah. Although the West confers authority to the people from a theoretical perspective, as people are the ones who choose their ruler through free and fair elections, as they say, the practical reality indicates that the choice of the ruler by the people in the West is a choice, nominally and not in reality. That is because in reality the owners of immense capital wealth, the rich and the powerful, are the ones who really decide who the ruler is. They alone determine and direct complex electoral systems and procedures. They alone are capable of influencing public opinion, directing it to elect whoever they want. They alone are capable of funding the costliest electoral campaigns. It is a matter known and witnessed by everyone. So the West did not give sovereignty to people from a practical perspective. Instead, sovereignty belongs to a few grouping of the influential who enslave the people. Similarly, the West did not ensure authority belongs to the people. Instead, authority is in the hands of few grouping of the influential. So, it is clear that people in the West are enslaved, as they neither are masters for themselves on an individual basis, nor do they possess actual authority. However, the influential were able to manipulate the people, deceiving them by convincing them that they are the masters and people of authority! As for how the ruler rules, this question is related to two matters. The matter of how he arrives at authority or ruling and how he manages the affairs of ruling.
Hinsichtlich der Art und Weise, wie die Macht erlangt wird, gibt es viele Formen, etwa Wahl, Ernennung, Erbschaft, Machtusurpation und andere. Heute haben sich die Gewohnheiten der Menschen dahin gehend gefestigt, dass sie die Wahl als die beste Form betrachten. Sie ist die Form, die im Westen praktiziert wird. Ungeachtet der Fehlanwendungen, die das islamische Herrschaftssystem im Laufe der Geschichte erlebt hat, gehört die Wahlform zu den Formen, die mit dem Islam übereinstimmen. Diese Form wurde praktisch angewandt, um die Chalifen zu wählen, entsprechend den damals möglichen Verfahren. Dementsprechend ist die Demokratie hinsichtlich der Wahlform zur Bestimmung des Herrschers weder einzigartig noch besonders. Vielmehr ist die Form der Wahlen mit anderen Herrschaftssystemen gemeinsam. Die Einzigartigkeit und Besonderheit der Demokratie liegt in ihrer Sicht darauf, wie die Angelegenheiten der Herrschaft zu führen sind, und zwar durch ihre Auffassung vom Konzept der Führerschaft.
In relation to how the power is arrived at, it has many styles such as voting, appointment, inheritance, usurpation of power and others. Today, people’s customs have settled to consider that the election is the best style. It is the style followed in the West. Regardless of the misimplementation witnessed by the Islamic ruling system over a period of history, the election style is amongst the styles that accords with Islam. The style had been practically implemented to choose Khulafaa’ (caliphs) according to the possible procedures of that time. Accordingly, democracy is neither unique nor distinct in style of election to choose the ruler. Instead, the style of elections is common with other ruling systems. The uniqueness and distinctiveness of democracy lies in its view of how to manage the affairs of rulings, through its perception about the concept of leadership.
Führung wird in der westlichen Sicht in drei Modelle eingeteilt. Erstens die demokratische Führung, die die Beteiligung einer Gruppe an allen Entscheidungen fördert und ermöglicht. Zweitens die autoritäre oder autokratische Führung, bei der Entscheidungen von einem einzelnen Tyrannen getroffen werden. Drittens die anarchische Führung, die es den Mitgliedern der Gruppe erlaubt, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln und selbst Entscheidungen zu treffen. Auf der Grundlage dieser Einteilungen behaupten sie, die demokratische Führung, die kollektive Führung, sei das beste Führungsmodell. Diese Vorstellung ist aus zwei Gründen falsch.
Leadership in the Western view is classified into three models. Firstly, democratic leadership that encourages and allows the participation of a group in all the decisions. Secondly, authoritarian leadership or autocratic leadership in which decisions are made by an individual tyrant. Thirdly, anarchic leadership that allows members of the group to manage their affairs and take decisions by themselves. Based on these divisions, they say that democratic leadership, the collective leadership, is the best model of leadership. This concept is wrong for two reasons.
Erstens ist es aus realistischer, praktischer Sicht falsch. Sogenannte kollektive Führung existiert nicht. Die Wirklichkeit der Herrschaft liegt letztlich in den Händen einer einzigen Person, was die Menschen im Westen selbst kennen und beobachten, sei es der Präsident der Republik oder der Premierminister der parlamentarischen Demokratie. Wenn er die Herrschaft übernimmt, übt er die Autorität individuell aus, so dass alle Autorität in die Hände des Premierministers oder Präsidenten gelangt, während die übrigen Autoritätspersonen zu Assistenten, Angestellten oder Beratern werden.
It is firstly wrong from the realistic, practical perspective. So-called collective leadership does not exist. The reality of ruling is that it is ultimately in the hands of a single person, which the Westerners know and witness even in the West itself, whether one is the president of the republic or the prime minister of the parliamentary democracy. When he assumes ruling, he imposes authority himself individually, such that all authority comes under the hands of the prime minister or president, whilst the remaining people of authority become assistants, employees or consultants.
Zum Beispiel liegt die Herrschaft in Amerika praktisch in den Händen des Präsidenten, ebenso wie sie in England und Deutschland in den Händen der Premierminister liegt. Selbst die kollektive Führung, die Lenin den Kommunisten der früheren Sowjetunion brachte, war nur eine nominelle kollektive Führung, nur auf dem Papier und nicht mehr. In Wirklichkeit ist Führung immer individualistisch. Das ist eine natürliche Angelegenheit, denn Herrschaft, Präsidentschaft oder Führung ist ein Ausdruck der Verwaltung, der aus dem Konzept hervorgeht. Der Ursprung seiner Konzepte und die Erkenntnis der Fakten hängen mit dem Gehirn zusammen, im Hinblick auf Empfindung, Verknüpfung, Schwäche und Stärke, im Hinblick darauf, ob Informationen wahr oder reichlich vorhanden sind. Dies unterscheidet sich von einem Gehirn zum anderen. Es ist unmöglich, dass zwei oder mehr Gehirne in allen Angelegenheiten übereinstimmen, um vorzugehen und über Dinge zu urteilen, um sie zu verwalten. Hier entsteht der Unterschied. Daher wird es zwingend notwendig, dass einer dem anderen Zugeständnisse macht. In einem solchen Fall wird die Führung individualistisch, sogar unter zweien. Somit kann es niemals eine kollektive Führung geben. Vielmehr ist nur eine einzige, individuelle Führung überhaupt möglich.
For instance, the ruling is practically in the hands of the president in America, just as it is in the hands of prime ministers in England and Germany. Even the collective leadership brought by Lenin to the communists of the previous Soviet Union was only a nominal collective leadership, on paper and nothing more. In reality, leadership is always individualistic. This matter is natural because ruling or presidency or leadership is an expression of administration resulting from the concept. The origin of its concepts and realization of facts are related to the brain in terms of sensation, linkage, weakness and strength, in terms of information whether it is true or abundant. This differs from one brain to another. It is impossible for two brains or more to agree to proceed in all matters, to judge upon things in order to manage them. Here the difference occurs. So it becomes mandatory for one to compromise with the other, in such a case the leadership becomes individualistic, even amongst two. Thus there can never be a collective leadership. Instead, it is only possible to ever have singular, individual leadership.
Was den zweiten Grund für die Länge betrifft: Sie haben zwei Angelegenheiten miteinander vermischt, die mit der Organisation der Herrschaft zusammenhängen, nämlich Meinung und Entscheidung, zwischen denen der Islam präzise unterschieden hat, wodurch sich der Islam in dieser Hinsicht auszeichnet und einzigartig ist. Die Herrschaft durchläuft zwei Phasen: die Phase der Meinung und die Phase der Entscheidungsfindung. In der ersten Phase wird zur Behandlung eines Problems die Meinung eingeholt, sodass es mehrere Ansichten gibt, die Beratungen und Untersuchungen unterzogen werden. Hinzu kommen Einzelheiten darüber, wann die Ansichten verbindlich und wann sie lediglich informativ sind. Dies fällt in den Bereich dessen, was im islamischen Herrschaftssystem als Schura (Beratung) bekannt ist. Allah (swt) spricht:
As for the second reason for being long, they confused in the two matters related to the organization of ruling, opinion and decision, between which Islam differentiated precisely, making Islam distinct and unique in this regard. Ruling passes through two phases, the phase of opinion and the phase of decision-making. In the first phase, the opinion is sought for treating the problem, so there will be multiple views which will be subject to deliberations and research. This is in addition to details about when the views are mandatorily binding and when they are informative. This falls within the realm of what is known in the Islamic ruling system as Shura (consultation). Allah (swt) says,
„die ihre Angelegenheiten durch gegenseitige Beratung regeln.“ [TMQ Surah Ash-Schura 42:38]. Die zweite Phase ist die Phase der Entscheidungsfindung. Sie ist eine individuelle Angelegenheit, bei der Entscheidungen von einer einzigen befugten Person getroffen werden, Entscheidungen werden also nicht kollektiv getroffen. Allah (SWT) sagt:
“who conduct their affairs by mutual consultation.” [TMQ Surah Ash-Shura 42:38]. The second phase is the decision making phase. It is an individual matter in which decisions are made by a single authorized person, so decisions are not made collectively. Allah (swt) says,
„Und berate dich mit ihnen in der Angelegenheit. Wenn du dich entschieden hast, dann vertraue auf Allah.“ [TMQ Surah Aal ʿImran 3:156]. Die Herrschaft im Islam ist somit weder autokratisch noch demokratisch. Vielmehr ist das Herrschaftssystem des Islam ein einzigartiges Modell, das realistisch und nicht nominell und idealistisch ist.
“And consult them on the matter. When you have decided, then rely upon Allah.” [TMQ Surah Aali Imran 3:156]. Thus the ruling in Islam is neither autocratic nor democratic. Instead, the ruling system of Islam is a unique model, which is realistic and not nominal and idealistic.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Demokratie als Herrschaftssystem besitzt weder in ihren theoretischen noch in ihren verfahrensmäßigen Formen an sich einen Vorrang. Dies gilt in besonderem Maße, wenn die Demokratie mit dem islamischen Herrschaftssystem verglichen wird. Die Heiligkeit und Bevorzugung der Demokratie entspringt vielmehr ihrem Volk durch ihre Bestandteile, nämlich ihre Konzepte und die Werte, die sie repräsentiert, wie etwa die Freiheit. Wir werden auch dies in Kürze widerlegen.
In conclusion, Democracy as a ruling system has no primacy in itself in terms of either theoretical or procedural forms. This is particularly so when Democracy is compared with the Islamic ruling system. In fact, Democracy’s sanctity and preference originates within its people through its components, namely its concepts and values it represents, such as freedom. We will refute this too shortly.