3.3 Geschichte der Umsetzung
3.3 History of Implementation
Es ist wahr, dass ein praktisches Modell der islamischen Ideologie in der heutigen Welt nicht vollständig existiert. Der Islam ist jedoch weder eine neue Religion noch eine neue Ideologie. Im Gegenteil: Der Islam hat die längste Erfahrung in der Umsetzung aller Ideologien. Der Sozialismus hat in seiner Bilanz weniger als achtzig Jahre praktischer Erfahrung. Der Kapitalismus hat in keiner seiner Formen und Gestalten mehr als etwa zweihundert Jahre praktischer Umsetzung vorzuweisen. Der Islam dagegen blickt auf mehr als dreizehnhundert Jahre der Umsetzung zurück. In diesem Zeitraum erlebte er Stärke und Schwäche, Sieg und Niederlage, Fortschritt und Niedergang. Anders gesagt: Die Dauer, in der die islamische Ideologie im praktischen Leben wirksam war, liefert ausreichend Daten, um die Fähigkeit des Islams zu belegen, mit den verschiedenen Lebensbereichen umzugehen, Krisen zu bewältigen, menschliche Probleme zu lösen, das Leben der Menschen zu ordnen, die Beziehungen im Krieg zu regeln und das friedliche Miteinander zu gestalten.
It is true that a practical model of the Islamic ideology does not fully exist in the contemporary world. However, Islam is not a new religion or ideology. On the contrary, Islam has the longest record of implementation for any single ideology. Socialism has less than eighty years of experience in its record. Capitalism, in any of its forms or shapes, barely has two hundred years of practical implementation in its record. Islam, on the other hand, had more than thirteen hundred years of implementation. During this period, it experienced strength and weakness, victory and defeat, progress and decline. In other words, the duration of the Islamic ideology in practical life has sufficient data to validate the ability of Islam to cope with various aspects of life, to deal with crisis, to resolve human-related problems, to organize the life of humans, to administer warfare relations, and to manage peaceful interrelations.
Während der gesamten Zeit der Umsetzung des Islam kamen mehrere Nationen unter die Herrschaft des Islam, mit unterschiedlichen Sprachen, Volkszugehörigkeiten, Religionen, Hautfarben und Rassen. Die Geschichte der Verwirklichung des Islam ist daher weit reichhaltiger, als es zur Prüfung einer Ideologie nötig wäre. Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der islamischen Ideologie in der Praxis. Für ausführlichere Informationen zur Geschichte des islamischen Staates und der islamischen Zivilisation kann der Leser eine breite Auswahl an Veröffentlichungen zur islamischen Geschichte heranziehen.176
Throughout the implementation period of Islam, several nations came under the rule of Islam with diverse languages, ethnicity, religions, colors, and races. So the record of implementation of Islam is far more rich than required to test any ideology. This section will provide a brief account of the history of the Islamic ideology in action. For more detailed information on the history of the Islamic state and civilization, the reader can consult a wide spectrum of publication on the Islamic history.176
Um den Erfolg der islamischen Ideologie bei der Verwirklichung ihrer Ziele – der Schaffung eines stabilen und gerechten Systems – zu veranschaulichen, werde ich mich auf die historischen Zeugnisse von Gelehrten und Historikern stützen. Um der Diskussion und den Schlussfolgerungen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, werde ich auf die Zeugnisse nichtmuslimischer Historiker und Gelehrter zurückgreifen.
To illustrate the success of the Islamic ideology in achieving its objectives in creating a stable and just system, I will rely on historical witnesses of scholars and historians. I will resort to the witnesses of non-Muslim historians and scholars to add more reliability to the discussion and conclusions.
Recht viele Historiker widmeten einen Teil ihrer Darstellung der Persönlichkeit Mohammeds ﷺ als Schöpfer einer Zivilisation, die auf der Ideologie und Religion des Islam beruht. Die Persönlichkeit des Anführers und seine Fähigkeit, eine Gesellschaft nach seinen Ideen und Überzeugungen zu formen, zeigt die Praxistauglichkeit dieser Ideologie. Edward Gibbon schreibt in „The Decline and Fall of the Roman Empire“177 über den Propheten Mohammed ﷺ und sagt: „Der gesunde Menschenverstand Mohammeds ﷺ verachtete den Prunk des Königtums. Der Gesandte Gottes ﷺ unterwarf sich den niederen Verrichtungen im Haushalt; er entzündete das Feuer, fegte den Boden, melkte die Schafe und flickte mit eigenen Händen seine Schuhe und Kleider. Die Buße und das Verdienst eines Einsiedlers verschmähend, hielt er sich ohne jede Eitelkeit an die genügsame Kost eines Arabers.“ Edward Gibbon und Simon Oakley erweitern in einer anderen Darstellung diese Beobachtung von den einzigartigen Haushalterqualitäten Mohammeds ﷺ auf seine Anhänger und deren Fähigkeit, eine Zivilisation über mehr als zwölfhundert Jahre zu erhalten.178 Die moralische Kraft des Propheten Mohammed ﷺ wird als wesentlicher Beitrag zum Erfolg der von ihm geschaffenen Zivilisation angeführt. Gibbon und Oakley schreiben mit großer Wertschätzung und Bewunderung: „Nicht die Verbreitung, sondern der Fortbestand seiner Religion verdient unser Staunen. Der gleiche reine und vollkommene Eindruck, den er in Mekka und Medina einprägte, bewahrt sich nach den Umwälzungen von zwölf Jahrhunderten bei den indischen, afrikanischen und türkischen Konvertiten des Koran.“ Die Übereinstimmung zwischen dem theoretischen Fundament der Ideologie und ihrer praktischen Umsetzung wird von Gibbon und Oakley in ihren Schriften bemerkt. „Die Muslime haben der Versuchung, den Gegenstand ihres Glaubens und ihrer Verehrung auf das Niveau der Sinne und der Vorstellungskraft des Menschen herabzuziehen, durchweg widerstanden.“ Mit großer Eleganz vertraten die Historiker die Auffassung, dass die Schlichtheit des Glaubensbekenntnisses des Islam (Ich glaube an den einen Gott und an Mohammed ﷺ, den Gesandten Gottes ﷺ) einen großen Einfluss auf die erfolgreiche Umsetzung der einfachen und unveränderlichen Ideologie des Islam hatte. „Das geistige Bild der Gottheit wurde niemals durch ein sichtbares Götzenbild herabgewürdigt; die Ehrenbezeugungen gegenüber dem Propheten haben niemals das Maß menschlicher Tugend überschritten, und seine lebendigen Lehren haben die Dankbarkeit seiner Anhänger in den Grenzen von Vernunft und Religion gehalten.“179
Quite few historians devoted part of their account to the personality of Mohammad the Prophet as a creator of a civilization based on the ideology and religion of Islam. The personality of the leader and his ability to mold a society based on his ideas and beliefs demonstrates the practicality of the ideology. Edward Gibbon in The Decline and Fall of the Roman Empire177 writes about Prophet Mohammad and says, “The good sense of Mohammad despised the pomp of royalty. The Apostle of God submitted to the menial offices of the family; he kindled the fire; swept the floor; milked the ewes; and mended with his own hands his shoes and garments. Disdaining the penance and merit of a hermit, he observed without effort of vanity the abstemious diet of an Arab.” Edward Gibbon and Simon Oakley, in another account, extend the observation from the unique stewardship traits of Mohammad to his followers and their ability to sustain a civilization for more than twelve hundred years.178 The moral force of Mohammad the Prophet is cited as a major contributor to the success of the civilization he created. Gibbon and Oakley write with great esteem and admiration, “It is not the propagation but the permanency of his religion that deserves our wonder, the same pure and perfect impression which he engraved at Mecca and Medina is preserved after the revolutions of twelve centuries by the Indian, the African and the Turkish proselytes of the Quran.” The consistency of the theoretical foundation of the ideology with the practical implementation is noticed by Gibbon and Oakley in their writings. “The Muslims have uniformly withstood the temptation of reducing the object of their faith and devotion to a level with the senses and imagination of man.” With great elegance, the historians maintained that the simplicity of the creed of Islam (I believe in One God and Mohammad the Apostle of God) had a great impact on the successful implementation of the simple and invariable ideology of Islam. “The intellectual image of the Deity has never been degraded by any visible idol; the honors of the Prophet have never transgressed the measure of human virtue, and his living precepts have restrained the gratitude of his disciples within the bounds of reason and religion.”179
Im Jahr 1878 beschrieb Reverend Bosworth Smith181 nach einer gründlichen Untersuchung der Geschichte des Islam und des Mannes, hinter der erfolgreichen Umsetzung des Islam, Mohammad als „Oberhaupt des Staates ebenso wie der Kirche (oder Religion)“, in einem Hinweis auf die Integration der staatlichen Funktionen innerhalb des Islam. Laut Rev. Smith war Mohammad in einer Person Caesar und Papst; er war jedoch Papst ohne die Ansprüche des Papstes und Caesar ohne die Legionen des Caesar, ohne stehendes Heer, ohne Leibwache, ohne Polizeiapparat, ohne feste Einkünfte. Rev. Smith schließt seine Feststellung mit folgendem Zeugnis: „Wenn jemals ein Mann durch göttliches Recht regiert hat, dann war es Mohammad ﷺ, denn er besaß alle Machtbefugnisse ohne deren Stützen. Ihm lag nichts an den Äußerlichkeiten der Macht. Die Schlichtheit seines Privatlebens entsprach seinem öffentlichen Leben.“ Mit anderen Worten: Die umfassende Ideologie des Islam wurde von einer starken und klugen Führung getragen, die eine Erfolgsgeschichte schuf. In den Worten des Reverends: „Nachdem seine Sendung verkündet worden war, haben wir ein Buch (den Koran), das in seinem Ursprung, in seiner Bewahrung absolut einzigartig ist und dessen wesentliche Autorität niemand jemals ernsthaft in Zweifel zu ziehen vermochte.“ Eine weitere Untersuchung der Geschichte der Ausbreitung des Islam wurde von Arthur Stanley Tritton durchgeführt.182 Er prüfte die Behauptung einiger Historiker, der Islam sei mit dem Schwert verbreitet worden und die Muslime hätten anderen Nationen nach der Eroberung ihrer Länder den Islam aufgezwungen. Im Jahr 1951 schrieb A. S. Tritton: „Das Bild des muslimischen Soldaten, der mit einem Schwert in der einen Hand und dem Koran in der anderen vorrückt, ist durchaus falsch.“183 Zu demselben Schluss kam De Lacy O’Leary184 in seiner Veröffentlichung Islam at the Crossroads185, wo er schrieb: „Die Geschichte macht jedoch deutlich, dass die Legende von fanatischen Muslimen, die die Welt überrollen und eroberten Völkern den Islam mit dem Schwert aufzwingen, einer der absurdesten Mythen ist, die Historiker je wiederholt haben.“ Zu dieser Schlussfolgerung kam auch James Michener,185 der schreibt: „Keine andere Religion der Geschichte hat sich so schnell verbreitet wie der Islam. Im Westen herrscht weithin die Vorstellung, dass diese Ausbreitung der Religion nur durch das Schwert möglich gewesen sei. Doch kein moderner Gelehrter teilt diese Auffassung, und der Koran tritt eindeutig für die Freiheit des Gewissens ein.“ Lawrence E. Browne186 verwirft ebenfalls den Mythos von einer Ausbreitung des Islam mit Gewalt und bemerkt: „Gut belegte Tatsachen widerlegen die in christlichen Schriften weit verbreitete Vorstellung, die Muslime hätten überall, wohin sie kamen, die Menschen mit dem Schwert gezwungen, den Islam anzunehmen.“ Die Behauptung, der Islam habe sich mit dem Schwert verbreitet, lässt sich nach Auffassung mehrerer Historiker durch keinerlei Beweise stützen. Der Historiker K. S. Ramakrishna Rao erklärt in seinem Werk Mohammed: The Prophet of Islam (1989), diese Behauptung sei eine Verzerrung der Geschichte und verdiene nicht einmal eine nähere Untersuchung. Er bestätigt damit die Schlussfolgerungen anderer Historiker, dass die Behauptung, der Islam sei durch die Macht des Schwertes verbreitet worden, unzutreffend ist.
Vielleicht ist eine der gründlichsten Darstellungen der Geschichte des Islam im Hinblick auf seine ideologische Grundlage, den Propheten des Islam (Mohammad ﷺ) und die islamische Zivilisation von Alphonse de Lamartine verfasst worden.187 In seinem berühmten Artikel „Historie de la Turquie“188 zog Lamartine über den Propheten Mohammad ﷺ folgenden Schluss: „Nie hat sich ein Mensch, freiwillig oder unfreiwillig, ein erhabeneres Ziel gesetzt, da dieses Ziel übermenschlich war: den Aberglauben umzustürzen, der zwischen den Menschen und seinen Schöpfer gestellt worden war, Gott dem Menschen und den Menschen Gott zurückzugeben.“ Lamartine bewunderte die Fähigkeit Mohammads ﷺ, „die vernünftige und heilige Vorstellung von der Göttlichkeit inmitten des Chaos der materiellen und entstellten Götter des Götzendienstes wiederherzustellen“. Theorie und Praxis miteinander verbindend schrieb Lamartine: „Nie hat ein Mensch ein Werk unternommen, das so weit über menschliche Kraft hinausging, mit so schwachen Mitteln, denn er (Mohammad ﷺ) hatte bei der Konzeption ebenso wie bei der Ausführung eines so großen Plans kein anderes Werkzeug als sich selbst und keine andere Hilfe außer einer Handvoll Menschen, die in einem Winkel der Wüste lebten.“ Dass die Übersetzung einer theoretischen Grundlage und Ideologie in eine Revolution und der Aufbau einer langlebigen Zivilisation gelang, würdigte der französische Historiker mit großer Anerkennung: „Nie hat ein Mensch in der Welt eine so gewaltige und dauerhafte Revolution vollbracht, denn in weniger als zwei Jahrhunderten nach seinem Entstehen herrschte der Islam im Glauben und mit den Waffen über ganz Arabien und eroberte im Namen Gottes Persien, Chorasan, Transoxanien, Westindien, Syrien, Ägypten, Abessinien, den gesamten bekannten Kontinent Nordafrikas, zahlreiche Inseln des Mittelmeers, Spanien und einen Teil Galliens.“ Abschließend und in Analogie zu zeitgenössischen Systemen und Ideologien verleiht Lamartine Mohammad ﷺ entschieden den Titel der Größe, nicht nur wegen der soliden und fundierten Theorie, die er verkündete, sondern auch wegen des Systems, das er auf diesem Fundament errichtete. Seine Äußerungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: „Wenn Größe des Ziels, Bescheidenheit der Mittel und erstaunliche Ergebnisse die drei Maßstäbe menschlichen Genies sind, wer könnte es wagen, einen großen Mann der Geschichte mit Mohammad ﷺ zu vergleichen? Die berühmtesten Männer schufen nur Waffen, Gesetze und Reiche. Sie gründeten, wenn überhaupt, nicht mehr als materielle Mächte, die oft vor ihren Augen zerfielen. Dieser Mann bewegte nicht nur Armeen, Gesetzgebungen, Reiche, Völker, Dynastien, sondern Millionen von Menschen in einem Drittel der damals bewohnten Welt; und mehr noch, er bewegte die Altäre, die Götter, die Religionen, die Ideen, die Glaubensvorstellungen und die Seelen.“ Die Macht des Islam und seine Fähigkeit, Nationen zu formen und durch die Kraft seiner eigenen Ideen Einheit unter den Menschen zu schaffen, erläutert Lamartine weiter, wo er sagt: „Auf der Grundlage eines Buches, jedes Buchstabens, der zum Gesetz geworden ist, schuf er eine geistige Nationalität, die Völker jeder Sprache und Rasse miteinander verbindet. Er hinterließ den unauslöschlichen Wesenszug dieser muslimischen Nationalität: den Hass auf falsche Götter und die Leidenschaft für den einen und unkörperlichen Gott. Dieser rächende Patriotismus gegen die Entweihung des Himmels bildete die Tugend der Anhänger Mohammads ﷺ; die Eroberung eines Drittels der Erde für das Dogma war sein Wunder; oder vielmehr war es nicht das Wunder des Menschen, sondern das der Vernunft.“
Lamartine äußerte sich über die Kraft des islamischen Glaubensbekenntnisses von der Einheit Gottes und behauptete, es sei an sich ein solches Wunder, dass mit seiner Aussprache von seinen Lippen alle alten Götzentempel zerstört wurden. Dieses Dogma bestand aus zwei Teilen: der Einheit Gottes und der Unkörperlichkeit Gottes. Ersteres sagt, was Gott ist, Letzteres sagt, was Gott nicht ist; das eine stürzte die falschen Götter mit dem Schwert, das andere begründete eine Idee mit Worten.
Lamartine commented on the power of the Islamic creed of the unity of God, and purported that it was in itself such a miracle that upon its utterance from his lips, it destroyed all the ancient temples of idols. This dogma was twofold the unity of God and the immateriality of God: the former telling what God is, the latter telling what God is not; the one overthrowing false gods with the sword, the other starting an idea with words.
Mahatma Gandhi,189 der große indische Reformer, legte seine Deutung der islamischen Zivilisation und ihres ideellen Fundaments unter der Führung des Propheten Mohammad (PBUH) dar und behauptete, die Ausbreitung des Islam sei der Kraft der Ideen und nicht der Kraft des Schwertes zu verdanken. Gandhi fasst seine Erkenntnisse mit diesen Worten zusammen: „Ich wollte das Beste aus dem Leben jenes Mannes (Mohammad) kennenlernen, der heute über die Herzen von Millionen Menschen eine unbestrittene Herrschaft ausübt. Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass es nicht das Schwert war, das dem Islam in jenen Tagen einen Platz im Gefüge des Lebens verschaffte. Es war die strenge Schlichtheit, die völlige Selbstlosigkeit des Propheten, seine gewissenhafte Achtung von Versprechen, seine innige Hingabe an seine Freunde und Anhänger, seine Unerschrockenheit, seine Furchtlosigkeit, sein absolutes Vertrauen auf Gott und auf seine eigene Sendung. Diese und nicht das Schwert haben alles mit sich fortgerissen und jedes Hindernis überwunden. Als ich den zweiten Band (der Biografie des Propheten) schloss, bedauerte ich, dass es nicht mehr von diesem großen Leben zu lesen gab.“ Der irische Nobelpreisträger Sir George Bernard Shaw190 äußert sich wie folgt zur Fähigkeit des Islam, seine erklärten Ziele von Gerechtigkeit und Fairness zu verwirklichen: „Wenn irgendeine Religion die Chance hätte, innerhalb der nächsten hundert Jahre über England, ja über Europa zu herrschen, dann könnte es der Islam sein.“ Bernard Shaw erklärt weiter: „Ich habe die Religion Mohammads stets sehr hoch geschätzt wegen ihrer wunderbaren Lebenskraft. Sie ist die einzige Religion, die mir die Fähigkeit zu besitzen scheint, sich dem wechselnden Gang des Daseins anzupassen, und die so jedem Zeitalter etwas zu sagen vermag. Ich habe ihn studiert – den wunderbaren Mann –, und meiner Meinung nach ist er weit davon entfernt, ein Antichrist zu sein; er muss als der Retter der Menschheit bezeichnet werden.“ ﷺ Sein Studium des Islams in der Praxis und der islamischen Ideologie im Handeln veranlasste Shaw, seine Überzeugung über die Fähigkeit des Islams zum Ausdruck zu bringen, ein System zu liefern, das den Bedürfnissen der Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort gerecht werden kann. Er sagt: „Ich glaube, dass ein Mann wie er, wenn er die Herrschaft über die moderne Welt übernehmen würde, ihre Probleme auf eine Weise lösen würde, die ihr den so dringend benötigten Frieden und das Glück bringen würde. Ich habe über den Glauben Mohammeds ﷺ vorausgesagt, dass er dem Europa von morgen annehmbar sein würde, so wie er dem Europa von heute zunehmend annehmbar wird.“
Mahatma Gandhi,189 the great Indian reformer, gave his interpretation of the Islamic civilization and ideological foundation under the leadership of Prophet Mohammad (PBUH), asserting that the spread of Islam was due to the power of ideas rather than the power of sword. Gandhi sums up his findings in these words: “I wanted to know the best of the life of one (Mohammad) who holds today an undisputed sway over the hearts of millions of mankind. I became more than ever convinced that it was not the sword that won a place for Islam in those days in the scheme of life. It was the rigid simplicity, the utter self-effacement of the Prophet the scrupulous regard for pledges, his intense devotion to his friends and followers, his intrepidity, his fearlessness, his absolute trust in God and in his own mission. These and not the sword carried everything before them and surmounted every obstacle. When I closed the second volume (of the Prophet’s biography), I was sorry there was not more for me to read of that great life.” The Irish Noble Prize winner Sir George Bernard Shaw190 makes the following remarks on the ability of Islam to deliver its declared objectives of justice and fairness: “If any religion had the chance of ruling over England, nay Europe within the next hundred years, it could be Islam.” Bernard Shaw further explains, “I have always held the religion of Mohammad in high estimation because of its wonderful vitality. It is the only religion which appears to me to possess that assimilating capacity to the changing phase of existence which can make itself appeal to every age. I have studied him—the wonderful man and in my opinion far from being an anti-Christ, he must be called the Savior of Humanity.” His study of Islam in action and the Islamic ideology in practice led Shaw to express his feelings about the ability of Islam to deliver a system capable of addressing the needs of humans at any time and at any place; he says, “I believe that if a man like him were to assume the dictatorship of the modern world he would succeed in solving its problems in a way that would bring it the much needed peace and happiness: I have prophesied about the faith of Mohammad that it would be acceptable to the Europe of tomorrow as it is beginning to be acceptable to the Europe of today.”.
Michael Hart191 setzte den Propheten Mohammad an die Spitze seiner Liste der hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte. Hart begründete seine Entscheidung, Mohammad an die Spitze der bedeutendsten Menschen zu stellen, mit folgenden Worten: „Er war der einzige Mensch in der Geschichte, der sowohl auf weltlicher als auch auf religiöser Ebene überaus erfolgreich war. Es ist wahrscheinlich, dass der Einfluss Mohammads auf den Islam größer war als der kombinierte Einfluss von Jesus Christus und dem heiligen Paulus auf das Christentum. Es ist diese beispiellose Verbindung von weltlichem und religiösem Einfluss, die meiner Meinung nach Mohammad dazu berechtigt, als die einflussreichste einzelne Gestalt der Menschheitsgeschichte zu gelten.“ Ähnlich wie Michael Hart behauptet Dr. William Draper192, dass der Prophet Mohammad den größten Einfluss auf das Menschengeschlecht ausgeübt habe. In der Einleitung zu seiner Übersetzung des Heiligen Qur'an machte John Rodwell193 ähnliche Beobachtungen über die Laufbahn des Propheten Mohammad ﷺ und sah darin ein wunderbares Beispiel für die Kraft und das Leben, das in dem wohnt, der einen tiefen Glauben an Gott und an die unsichtbare Welt besitzt. Rodwell erklärt: „Er (Mohammad ﷺ) wird stets als einer jener Menschen gelten, die auf den Glauben, die Moral und das gesamte irdische Leben ihrer Mitmenschen einen Einfluss hatten, wie ihn nur ein wirklich großer Mensch ausüben konnte oder kann, und dessen Bemühungen, eine große Wahrheit zu verbreiten, von Erfolg gekrönt sein werden.“ W. Montgomery Watt194 kommentiert die verbreitete Ansicht im Westen über das Leben Mohammads ﷺ und seine Fähigkeit, eine Nation zu Wohlstand, Stabilität und globaler Ausstrahlung zu führen. Er bewundert die Integrität Mohammads ﷺ, die sich in seiner Bereitschaft zeigte, Verfolgung für seine Überzeugungen auf sich zu nehmen, in dem hohen moralischen Charakter der Männer, die an ihn glaubten und ihn als Anführer verehrten, sowie in der Größe seines letztendlichen Werkes. Darüber hinaus vertritt Montgomery die Auffassung, dass im Qur'an und in anderen Ausdrucksformen der islamischen Weltsicht große Schätze göttlicher Wahrheit verborgen liegen, von denen er und andere Abendländer noch viel lernen können. Seiner Ansicht nach ist der Islam ein starker Anwärter darauf, das grundlegende Gerüst der einen Religion der Zukunft zu liefern.
Michael Hart191 placed Prophet Mohammad on the top of the first one hundred most influential people in the history of mankind. Hart justified his decision to pick Mohammad to top the list of the greatest people by giving the following account: “He was the only man in history who was supremely successful on both the secular and religious level. It is probable that the relative influence of Mohammad on Islam has been larger than the combined influence of Jesus Christ and St. Paul on Christianity. It is this unparalleled combination of secular and religious influence which I feel entitles Mohammad to be considered the most influential single figure in human history.” Similar to Michael Hart, Dr. William Draper192 asserts that Prophet Mohammad has exercised the greatest influence upon the human race. In the preface to his translation of the Holy Quran, John Rodwell193 made similar observations on Prophet Mohammad’s career as a wonderful instance of the force and life that resides in him who possesses an intense faith in God and in the unseen world. Rodwell asserts that “he (Mohammad) will always be regarded as one of those who have had that influence over the faith, morals and whole earthly life of their fellow men, which none but a really great man ever did, or can exercise; and whose efforts to propagate a great verity will prosper.” Commenting on the common view held by Western people about the life of Mohammad and his ability to lead a nation into prosperity, stability, and global outreach, W. Montgomery Watt194 admires Mohammad’s integrity which is manifested through his readiness to undergo persecution for his beliefs and through the high moral character of the men who believed in him and looked up to him as a leader, and the greatness of his ultimate achievement. Further to these remarks, Montgomery believes that embedded in the Quran and other expressions of the Islamic vision are vast stores of divine truth from which he and other occidentals have still much to learn. In his views, Islam is a strong contender for the supplying the basic framework of the one religion of the future.
Eine der größten Leistungen und Errungenschaften des Islam war seine Fähigkeit, nomadische arabische Stämme in eine zivilisierte Gesellschaft mit globaler Reichweite zu verwandeln. Vor dem Islam waren die Araber meist verstreute Stämme in der Wüste, die keine nennenswerten Spuren von Zivilisation hinterließen. Die islamische Umwandlung der Araber in eine neue weltweite Einheit mit einer klar definierten Mission und einer zivilisierten Methode wurde vom britischen Historiker Arthur Glyn Leonard in „Islam, Her Moral and Spiritual Values“ anerkannt. Er stellt fest: „Es war das Genie Muhammads ﷺ, der Geist, den er durch die Seele des Islam in die Araber hauchte, der sie erhob. Dieser Geist hob sie aus der Lethargie und dem niedrigen Niveau tribaler Stagnation empor zum Höhepunkt nationaler Einheit und Reichsbildung. Es lag in der Erhabenheit des Deismus Muhammads ﷺ, in der Einfachheit, der Nüchternheit und Reinheit, die er vermittelte, und in der Treue seines Begründers ﷺ zu seinen eigenen Grundsätzen, dass dieser Geist auf ihre moralische und intellektuelle Substanz mit all der Anziehungskraft wahrer Inspiration wirkte.“ Die ideologische Umwandlung der Araber in eine Nation mit herausragendem Charakter, die viele der damals bestehenden übertraf, wurde auch vom emeritierten Professor für semitische Literatur an der Princeton University, Philip K. Hitti, in seinem Buch „History of the Arabs: From the Earliest Times to Present“ anerkannt. Laut Hitti gilt: „Innerhalb einer kurzen Spanne menschlichen Lebens brachte Mohammed ﷺ aus wenig vielversprechendem Material eine Nation hervor, die zuvor nie geschmiedet worden war. In einem Land, das bis dahin nur ein geographischer Begriff war, gründete er eine Religion, die in weiten Gebieten das Christentum und das Judentum verdrängte, und legte den Grundstein für ein Reich, das bald die schönsten Provinzen der damals zivilisierten Welt innerhalb seiner weitläufigen Grenzen umfassen sollte.“ Einer der Hauptgründe für die erfolgreiche Umsetzung der islamischen Ideologie war die strikte Trennung persönlicher egoistischer Motive von den Gesamtzielen der Mission des Islam. Dies wurde vom amerikanischen Historiker Washington Irving196 in seinem Artikel „Mahomet and His Successors“ beobachtet. Irving fasst die Integrität und den ideologischen Charakter des Propheten Mohammad ﷺ in diesen Worten zusammen: „In seinen privaten Angelegenheiten war er gerecht. Er behandelte Freunde und Fremde, Reiche und Arme, Mächtige und Schwache mit Billigkeit, und er wurde von dem einfachen Volk geliebt wegen der Freundlichkeit, mit der er sie empfing und ihren Klagen zuhörte.“ Dieser einzigartige Charakter verlieh dem Islam einen starken Schwung, der über Jahrhunderte anhielt. Irving fährt fort: „Seine militärischen Triumphe weckten weder Stolz noch eitlen Ruhm, wie sie es getan hätten, wären sie zu selbstsüchtigen Zwecken angestrebt worden. Auf dem Höhepunkt seiner Macht bewahrte er dieselbe Schlichtheit der Sitten und des Auftretens wie in den Tagen seines Unglücks. Weit davon entfernt, eine königliche Haltung zur Schau zu stellen, missfiel es ihm, wenn ihm beim Betreten eines Raumes ungewöhnliche Zeichen der Ehrerbietung erwiesen wurden. Wenn er eine universelle Herrschaft anstrebte, so war es die Herrschaft des Glaubens; was die weltliche Herrschaft betrifft, die in seinen Händen entstand, so übte er sie ohne Prunk aus, und er unternahm keinen Schritt, um sie in seiner Familie zu verewigen.“ Eine der größten Errungenschaften des Islam während seiner gesamten Geschichte war seine Fähigkeit, viele Nationen und Völker zu einer islamischen Nation (Ummah) zu verschmelzen, verbunden durch die Bande der Brüderlichkeit und des Glaubens. Canon Taylor197 macht in einem Vortrag, der auf dem Church Congress in Wolverhampton im Jahr 1887 gehalten wurde, folgende Beobachtung: „Der Islam gibt dem Sklaven Hoffnung, der Menschheit Brüderlichkeit und die Anerkennung der grundlegenden Tatsachen der menschlichen Natur.“ Diese Tatsache wurde auch vom Historiker R. L. Mellema anerkannt, der feststellt, dass die Lehre der Brüderlichkeit im Islam alle Menschen umfasst, unabhängig von Hautfarbe, Rasse oder Glauben. Er vertritt ferner die Auffassung, dass der Islam die einzige Religion ist, der es gelungen ist, diese Lehre in der Praxis zu verwirklichen. Gewiss, Muslime werden einander überall auf der Welt als Brüder erkennen, selbst dann, wenn der Islam als Ideologie nicht auf der Ebene der Herrschaft steht.
Der britische Historiker H. A. R. Gibb198 stellt fest, dass der Islam eine großartige Tradition des rassenübergreifenden Verstehens und der Zusammenarbeit besitzt, wie keine andere Gesellschaft eine solche Erfolgsbilanz aufweist, in der so viele und so verschiedene Rassen der Menschheit in einer Gleichheit des Status, der Möglichkeiten und der Bestrebungen vereint wurden. Man beachte, dass diese Kraft im Fundament des Islams wurzelt, der, wenn er genutzt wird, noch immer die Fähigkeit besitzt, die scheinbar unvereinbaren Elemente von Rasse und Tradition zu versöhnen, denen sich die Weltgemeinschaft heute gegenübersieht. Das Verschwinden des Rassenbewusstseins unter Muslimen ist eine der herausragenden Errungenschaften des Islams. In der heutigen Welt, die von rassischen Spaltungen verwüstet wird, besteht dringender Bedarf an der Verbreitung dieser islamischen Tugend. Diese Tugend des Islams fand die Anerkennung bedeutender Historiker, darunter Arnold Toynbee,199 der die Zivilisationen der Welt mit großer Gründlichkeit analysierte.
The British historian H. A. R. Gibb198 observes that Islam possesses a magnificent tradition of interracial understanding and cooperation, in a manner that no other society has such a record of success uniting in an equality of status, of opportunity, and of endeavors so many and so various races of mankind. Note that this power stems from the foundation of Islam, which, if utilized, still has the capacity to reconcile apparently irreconcilable elements of race and tradition faced by the world community today. The extinction of race consciousness as between Muslims is one of the outstanding achievements of Islam. In the contemporary world, which is ravaged by racial divides, there is a crying need for the propagation of this Islamic virtue. This virtue of Islam gained the appreciation of prominent historians, including Arnold Toynbee,199 who analyzed with great scrutiny world civilizations.
Entgegen dem Mythos, der in den Massenmedien verbreitet wird, Terrorismus sei im Islam verwurzelt, weist die Geschichte der islamischen Zivilisation in den Zeiten islamischer Herrschaft in die entgegengesetzte Richtung. Der britische Historiker Wells (1866–1946)200 würdigte die Tatsache, dass die islamischen Lehren große Traditionen für gerechten und sanftmütigen Umgang und Verhalten vereinen. Laut Wells inspiriert die islamische Lehre die Menschen zu Edelmut und Toleranz. Wells bewundert darüber hinaus die höchsten Werte, die der Islam vertritt und die zugleich praktikabel sind. Er stellt ferner fest, dass der Islam eine Gesellschaft hervorbrachte, in der Herzlosigkeit sowie kollektive Unterdrückung und Ungerechtigkeit im Vergleich zu allen anderen Gesellschaften am geringsten waren. Der britische Historiker schließt mit diesem Zeugnis: „Der Islam ist reich an Sanftmut, Höflichkeit und Brüderlichkeit.“ Auch die indische Politikerin und Aktivistin Sarojini Naidu201 würdigte die dem Botschaft des Islam innewohnende Gerechtigkeit. Sie war der Ansicht, dass der Sinn für Gerechtigkeit eines der wunderbarsten Ideale des Islam sei. Sie schrieb: „Wenn ich im Qur’an lese, finde ich jene dynamischen Prinzipien des Lebens, nicht mystische, sondern praktische Ethik für die tägliche Lebensführung, die für die ganze Welt geeignet ist.“202
Contrary to the myth propagated in the mass media that terrorism is rooted within Islam, the history of the Islamic civilization during the periods of Islamic rule points to the other direction. The British historian Wells (1866-1946)200 appreciated the fact that the Islamic teachings integrate great traditions for equitable and gentle dealings and behavior. According to Wells, the Islamic doctrine inspires people with nobility and tolerance. Wells further admires the highest order values advanced by Islam and at the same time practicable. He also notes that Islam brought into existence a society in which hard-heartedness and collective oppression and injustice were the least as compared with all other societies. The British historian concludes with this testimony, “Islam is replete with gentleness, courtesy, and fraternity.” The Indian politician and activist Sarojini Naidu201 also appreciated the justice inherent within the message of Islam. She contemplated that the sense of justice is one of the most wonderful ideals of Islam. She wrote, “As I read in the Qur’an I find those dynamic principles of life, not mystic but practical ethics for the daily conduct of life suited to the whole world.”202
Der andere Streitpunkt betrifft den Umgang der Muslime und des Islam mit Nicht-Muslimen. Die Befürchtung, dass der Islam und die Muslime Nicht-Muslime mit Härten unterdrücken und ihnen ihre grundlegenden Rechte als Bürger verweigern könnten, ist unbegründet. Im Gegenteil: Die islamische Zivilisation ist während ihrer Blütezeit ein großes Zeugnis für die Gerechtigkeit des Islam gegenüber Nicht-Muslimen. Addison James Thayer untersuchte die Beziehungen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen und kommt zu dem Schluss, dass muslimische Herrscher selbst nach den Kreuzzügen ihre christlichen Untertanen kaum für die Kreuzzüge büßen ließen.203 Er schreibt: „Als die Muslime die volle Kontrolle über Palästina zurückgewannen, erhielten die Christen einen guten Status und erfuhren eine aufgeklärte Gerechtigkeit.“ Addison James merkt außerdem an, dass Christen unter den Kreuzfahrern der Zutritt zu den Heiligtümern verwehrt war und sie erst nach den muslimischen Siegen ihre Rechte als Christen wieder genießen konnten.
The other area of contention is the way Muslims and Islam deal with non-Muslims. The fear that Islam and Muslims may subjugate non-Muslims to hardships and deny them their basic rights as citizens is not founded. On the contrary, the Islamic civilization throughout its prevailing period is a great testimony to the fairness of Islam towards non-Muslims. Addison James Thayer studied the relations between Muslims and non-Muslims and concludes that even after the crusade wars, Muslim rulers seldom made their Christian subjects suffer for the Crusades.203 He writes, “When the Muslims resumed full control of Palestine, the Christians were given a good status and experienced enlightened justice.” Addison James also notes that under the Crusaders, Christians were forbidden access to the shrines, and not until the Muslim victories could they enjoy their rights as Christians.
Der Grad des Fortschritts, den die islamische Ideologie während ihrer Umsetzung erreicht hat, wird von Gelehrten und Historikern weithin anerkannt. Der Soziologe und Physiologe Jared Diamond von der UCLA hat auf bemerkenswerte Weise zusammengefasst, wie der Islam zu einer Zeit glänzte, als Europa zurücklag. Er schreibt: „Der mittelalterliche Islam war technologisch fortgeschritten und offen für Innovationen. Er erreichte weit höhere Alphabetisierungsraten als das zeitgenössische Europa; er eignete sich das Erbe der klassischen griechischen Zivilisation in einem solchen Maße an, dass viele klassische Bücher heute nur noch durch arabische Abschriften bekannt sind. Er erfand Windmühlen, Trigonometrie und Lateinsegel und machte große Fortschritte in der Metallurgie, im Maschinen- und chemischen Ingenieurwesen sowie bei den Bewässerungsmethoden. Im Mittelalter floss die Technologie überwiegend vom Islam nach Europa und nicht von Europa in den Islam. Erst nach 1500 begann sich die Hauptrichtung dieses Flusses umzukehren.“
The level of advancement achieved by the Islamic ideology throughout its implementation is widely recognized by scholars and historians. UCLA professor of sociology and physiology Jared Diamond204 remarkably summarized how Islam excelled at the time when Europe lagged behind. He writes, “Medieval Islam was technologically advanced and open to innovation. It achieved far higher literacy rates than in contemporary Europe; it assimilated the legacy of classical Greek civilization to such a degree that many classical books are now known to us only through Arabic copies. It invented windmills, trigonometry, lateen sails and made major advances in metallurgy, mechanical and chemical engineering and irrigation methods. In the middle-ages the flow of technology was overwhelmingly from Islam to Europe rather from Europe to Islam. Only after the 1500’s did the net direction of flow begin to reverse.”.
Die Zeugnisse über die islamische Zivilisation in Bezug auf Toleranz, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Fairness, Wohlstand, Fortschritt und Menschenrechte sind zahlreich. Es geht hier nicht darum, eine Geschichtsstunde zu erteilen. Vielmehr soll die Angst gelindert werden, die vielen Herzen aufgrund der vermeintlichen Verbindungen zwischen dem Islam und Terrorismus, dem Islam und der unfairen Behandlung von Menschen oder dem Islam und Rückständigkeit ergriffen hat. Die Beobachtungen von Historikern, Politikern, Gelehrten und Schriftstellern zeigen gleichermaßen, dass der Islam und seine Zivilisation weit entfernt sind von all diesen negativen Assoziationen.
The testimonials facts on the Islamic civilization in terms of tolerance, brotherhood, justice, fairness, prosperity, advancement, and human rights are abundant. The idea here is not to provide a lesson of history. Rather, it is to quell the fear that has swamped the hearts of many due to links between Islam and terrorism, or Islam and unfair treatment of people, or Islam and backwardness. The observations made by historians, politicians, scholars, and writers all indicate that Islam and its civilization is far from any of these negative connotations.