Die Schlacht von Uhud
The Battle Of Uhud
Die Niederlage bei Badr war eine Schmach, die der Stolz der Quraisch nicht ungeahndet lassen konnte. Rache war daher das Losungswort in ganz Makkah. Die Makkaner untersagten sogar das Beklagen ihrer getöteten Leute und das Loskaufen ihrer Gefangenen aus der Schlacht von Badr, damit die Muslime nicht das ganze Ausmaß des Kummers und des Gefühls der Tragödie erkennen würden, das sie durchlebten.
The defeat at Badr was an ignominy which the Quraishites pride could not leave unavenged. Revenge was, therefore, the catchword all over Makkah. The Makkans even forbade lamenting over their murdered people, or ransoming their captives at Badr Battle lest the Muslims should realize the grave degree of sadness and feeling of tragedy they were experiencing.
Nach der Schlacht von Badr war Quraisch sich einig und begann neue Vorbereitungen, um einen umfassenden Krieg gegen die Muslime zu führen, um ihr beschädigtes Ansehen und ihren verletzten Stolz wiederherzustellen. Die eifrigsten Vielgötterer, die sich nach einer neuen Schlacht sehnten, waren ‘Ikrima bin Abi Dschahl, Safwan bin Umayya, Abu Sufyan bin Harb und ‘Abdullah bin Abi Rabi‘a. Sie waren entschlossen, das Gemeinwesen des Islam ein für alle Mal zu zerschlagen. Gesandte wurden zu allen Stämmen geschickt, um gemeinsame Sache gegen den aufstrebenden Glauben zu machen. Infolgedessen gelang es ihnen, die Unterstützung zweier bekannter Stämme, Kinana und Tihama, sowie einiger Wüstenbeduinen, der Ahabisch, zu gewinnen. Man beschloss außerdem, dass der Gewinn der entkommenen Karawane unter Abu Sufyan, der sich auf 1000 Kamele und 50.000 Dinar belief, für die Ausrüstung des Heeres verwendet werden sollte. Der Edle Qur’ân hat auf diesen Beschluss von ihnen mit folgenden Worten hingewiesen:
In the wake of Badr event, Quraish was in common consent and started fresh preparations to launch an overall war against the Muslims in order to restore their blemished prestige and wounded pride. The most enthusiastic polytheists desiring to go into a new battle were ‘Ikrimah bin Abi Jahl, Safwan bin Omaiyah, Abu Sufyan bin Harb, and ‘Abdullah bin Abi Rabi‘a. They were determined to crush the commonwealth of Islam once and for all. Emissaries were sent to all the tribes to make common cause against the rising Faith. As a consequence of this, they managed to enlist the support of two well-known tribes Kinana and Tihamah besides some desert bedouins Ahabish. It was also decided that the profits of the escaped caravan headed by Abu Sufyan, which amounted to 1000 camels and 50 thousand Dinars, should be devoted for providing equipment to the army. The Noble Qur’ân has alluded to this decision of theirs in the following words:
• „Wahrlich, diejenigen, die ungläubig sind, geben ihren Reichtum aus, um (Menschen) vom Weg Allahs abzuhalten; und so werden sie ihn weiterhin ausgeben. Doch am Ende wird er für sie zur Qual werden. Dann werden sie besiegt werden." [8:36].
• “Verily, those who disbelieve spend their wealth to hinder (men) from the path of Allâh, and so will they continue to spend it; but in the end it will become an anguish for them. Then they will be overcomed.” [8:36].
Sie ersannen auch andere Wege der Rekrutierung, unter anderem indem sie Dichter anheuerten, um die Stämme zum Kampf gegen die Muslime zu verlocken. Safwan bin Omaiyah überredete Abu ‘Azza, den Dichter, in diesem Zusammenhang tätig zu werden, und versprach ihm Reichtümer nach dem Krieg oder die Versorgung seiner Töchter, falls er fallen sollte. Dieser Dichter war übrigens in der Schlacht von Badr in die Hände der Muslime als Kriegsgefangener gefallen, und der Prophet ﷺ war so großmütig, ihn ohne Lösegeld freizulassen, unter der Bedingung, dass er nicht gegen ihn kämpfe. Abu Sufyan hegte den größten Groll gegen die Muslime, weil er bei dem Feldzug von As-Sawiq den Großteil seiner Vorräte verloren hatte, ganz zu schweigen von den schweren wirtschaftlichen Verlusten, die die Quraisch infolge der Ereignisse erlitten hatten, bei denen die Truppe des Zaid bin Haritha eine Rolle spielte.
They also devised other ways of recruitment including hiring poets to entice the tribes into fighting the Muslims. Safwan bin Omaiyah allured Abu ‘Azza, the poet to work in this context in return for riches after the war or supporting his daughters if killed. Incidentally, this poet was prisoner of war (in the context of the Badr events) in the hands of the Muslims and the Prophet (Peace be upon him) was gracious enough to release him unransomed provided he would not engage in fight against him. Abu Sufyan nursed the most grudge against Muslims because he had lost most of his supplies in As-Sawiq invasion, let alone the heavy economic losses that Quraish had sustained in the aftermath of the events that featured the platoon of Zaid bin Harithah.
Angesichts dieser aufeinanderfolgenden Misserfolge beschleunigten die Quraisch ihre Vorbereitungen für eine entscheidende Schlacht mit den Muslimen und trieben sie voran. Zum Jahreswechsel war alles für den Aufbruch bereit. Die Makkaner beschlossen außerdem, ihre Frauen mitzunehmen, denn diese könnten sie dazu anspornen, tapfer zu kämpfen. So marschierte ein Kontingent von dreitausend kampfbereiten Kriegern, von denen siebenhundert Panzerreiter und zweihundert gut beritene Reiter waren, sowie dreitausend Kamele und fünfzehn Frauen in Richtung Madinah. Der Oberbefehlshaber war Abu Sufyan bin Harb, die Reiterei stand unter der Führung von Khalid bin Al-Waleed, unterstützt von ʿIkrimah bin Abi Dschahl, und die Banu ʿAbd ad-Dar wurden mit dem Banner betraut.
In the light of these successive failures, Quraish precipitated and accelerated their preparations for a decisive battle with the Muslims. At the turn of the year everything was ready for the move. The Makkans also decided to take their women along with them for they might arouse them to fight manfully. Thus a contingent of three thousand pitched warriors, of whom seven hundred were mailed soldiers and two hundred well-mounted cavalry with three thousand camels and fifteen women marched towards Madinah. The general leader was Abu Sufyan bin Harb, the cavalry under the leadership of Khalid bin Al-Waleed assisted by ‘Ikrimah bin Abi Jahl, and Bani ‘Abd Ad-Dar were entrusted with the flag.
Alte, tief verwurzelte Gefühle des Hasses und ein im Herzen gehegter Groll umhüllten den ganzen Vorgang und kündigten einen bitteren, blutigen, von Rachegedanken getriebenen Kampf zwischen beiden Parteien an. Unterdessen beobachtete Al-‘Abbas bin ‘Abdul Muttalib genau die militärischen Bewegungen und Kriegsvorbereitungen, und all dies war in einer dringenden Nachricht enthalten, die er an den Propheten ﷺ sandte. Dieser erhielt sie, während er in der Qubâ’-Moschee weilte. Ubai bin Ka‘b las dem Propheten ﷺ den Brief vor, und dieser bat ihn, über seinen ernsten Inhalt Stillschweigen zu bewahren. Er eilte nach Madinah zurück, berief eine Versammlung mit den Helfern und den Auswanderern ein und führte mit ihnen ernsthafte Beratungen darüber, welche Maßnahmen zu ergreifen seien.
Old deep-seated feelings of hatred, with heart-based grudge enveloped the whole process foreshadowing bitter, bloody revenge-instigated fighting between the two parties. Meanwhile Al-‘Abbas bin ‘Abdul Muttalib, was closely watching the military movements and preparations for war, and these were all included in an urgent message sent by him to Prophet (Peace be upon him) who received it while he was in Qubâ’ Mosque. Ubai bin Ka‘b read the letter to the Prophet (Peace be upon him), who asked him to be reticent with respect to its serious contents. He hurried back to Madinah, convened a meeting with the Helpers and Emigrants and conducted with them serious consultations as regards the measures to be taken.
Ganz Madinah wurde in Alarmbereitschaft versetzt, und alle Männer waren schwer bewaffnet, selbst während des Gebets, um auf jeden Notfall vorbereitet zu sein. Eine Gruppe von Helfern (Ansar) erklärte sich freiwillig bereit, den Propheten ﷺ zu bewachen, und hielt die ganze Nacht über an seiner Tür Wache, unter ihnen Sa‘d bin Mu‘adh, Usaid bin Hudair und Sa‘d bin ‘Ubadah. Damit sie nicht überrascht würden, begannen bewaffnete Gruppen der Madinenser, die Eingänge und Straßen, die in die Stadt führten, zu überwachen. Um die Bewegungen der Polytheisten auszukundschaften, begannen muslimische Trupps, die Wege nach möglichen feindlichen Überfällen abzupatrouillieren. Das Heer der Makkaner hingegen setzte den Marsch auf der üblichen westlichen Straße fort. Als sie Al-Abwâ’ erreichten, schlug Hind bint ‘Utbah, die Frau Abu Sufyans, vor, das Grab der Mutter des Propheten ﷺ auszugraben, doch die Anführer des Heeres weigerten sich aus Furcht vor den daraus folgenden Konsequenzen. Das Heer folgte dann dem Wadi Al-‘Aqeeq und bog nach rechts ab, um sich an einem Ort namens ‘Ainain nahe dem Berg Uhud niederzulassen. Das war am Freitag, dem 6. Schawwal, im 3. Jahr nach der Hidschra.
The whole of Madinah was put on the alert and all men were heavily armed even during prayer in anticipation of any emergency. A group of Helpers volunteered to guard the Prophet(Peace be upon him) and kept watchful eye all night at his door, amongst whom there were Sa‘d bin Mu‘adh, Usaid bin Hudair and Sa‘d bin ‘Ubadah. Lest they should be taken by surprise, armed groups of the Madinese began to police the entrances and roads leading to the city. To reconnoitre the movements of the polytheists, Muslim platoons began to patrol the routes for any probable enemy raids. The Makkan army, on the other hand, continued the march along the usual western road. On reaching Al-Abwâ’, Hind bint ‘Utbah, Abu Sufyan’s wife, suggested that they dig up the grave of the Prophet’s mother, but the leaders of the army refused to do so for fear of the consequent results. The army then followed Wadi Al-‘Aqeeq and turned right to encamp themselves at a place called ‘Ainain near Uhud Mountain. That was on Friday, 6th Shawwal, 3 A.H.
EIN BERATERGREMIUM FÜR EINEN VERTEIDIGUNGSPLAN:
A CONSULTANT ASSEMBLY FOR A DEFENCE PLAN:
Die Kundschaftergruppe von Madinah überbrachte die Nachricht vom makkanischen Heer Schritt für Schritt. Daraufhin hielt der Gesandte Allâhs ﷺ eine große militärische Beratung ab, um die Lage zu besprechen. Er erzählte ihnen von einem Traum, den er gehabt hatte. Er sagte: „Bei Allâh, ich habe geträumt – ich flehe Allâh an, dass es ein Traum der Gnade sei – von geschlachteten Kühen, und dass an der Spitze meines Schwertes eine Scharte war, und dass ich meine Hand in einen sicheren Panzer gesteckt hatte.“ Die Deutung der „Kühe“ war, dass einige seiner Männer getötet werden würden, und die „Scharte an der Spitze seines Schwertes“ bedeutete, dass ein Angehöriger seines Hauses verletzt werden würde. Der „Panzer“ aber war Madinah. Dann machte er den Vorschlag, dass seine Gefährten Madinah nicht verlassen und sich innerhalb der Stadt festsetzen sollten. Er war der Meinung, die Feinde sollten im Freien zurückgelassen werden, damit sie sich erschöpften, und so würden die Muslime kein Risiko einer Schlacht eingehen. Wenn sie jedoch daran dächten, Madinah anzugreifen, würden die muslimischen Männer an den Ausgängen der Gassen bereitstehen, um gegen sie zu kämpfen, während die muslimischen Frauen von den Dächern der Häuser aus helfen würden. ‘Abdullâh bin Ubayy bin Salûl – das Haupt der Heuchler, der an der Versammlung als Anführer der Chazraj teilnahm – unterstützte den Plan des Propheten ﷺ.
The scouting party of Madinah conveyed the news of the Makkan army step by step. Then the Messenger of Allâh (Peace be upon him) held a head military consultation assembly to exchange views about the situation. He told them about a dream he had. He said: “By Allâh, I have dreamt of — I implore Allâh to be a dream of bounty — cows slaughtered and that there was a groove at the pointed top of my sword, and that I had inserted my hand into an immune armour.”. The interpretation of ‘the cows’ was that some of his men were killed, and ‘the groove at the pointed top of his sword’ was that a member of his House would be hurt. As for ‘the armour’ it was Madinah. Then he offered a suggestion that his Companions should not go out of Madinah and that they should encamp themselves within the city. He was of the opinion that the enemies should be left in the open to exhaust themselves and thus the Muslims would not risk a battle. But if they thought of attacking Madinah, Muslim men would be ready to fight them at the mouths of lanes; whereas Muslim-women would help from over the house roofs.” ‘Abdullah bin Ubai bin Salul — the head of the hypocrites; who attended the meeting as a chief of Al-Khazraj — supported the Prophet ’s plan.
Tatsächlich beruhte seine Zustimmung nicht auf der Rechtschaffenheit des Plans, sondern auf persönlichem Nutzen. Er wollte nicht kämpfen. Im Gegenteil, er hatte insgeheim das Ziel, sich weit vom Kampf fernzuhalten. Doch es war der Wille Allâhs, dass er entlarvt und öffentlich bloßgestellt wurde – zum ersten Mal. Es war Sein Wille, dass der Vorhang, der ihren Unglauben dahinter verbarg, gelüftet und heruntergerissen wurde. Allâhs Wille ermöglichte es den Muslimen, die Wirklichkeit jener Schlangen zu erkennen, die sich in ihren Gewändern und in den Ärmeln ihrer Kleidung versteckten. Dank Allâh erkannten sie sie in einer der kritischsten Phasen ihres Lebens.
DIE AUFTEILUNG DES ISLAMISCHEN HEERES IN PHALANGEN; DER AUFBRUCH ZUM SCHLACHTFELD
DIVIDING THE ISLAMIC ARMY INTO PHALANXES DEPARTURE TO THE BATTLE-FIELD:
Als der Prophet ﷺ am Freitagsgebet die Kanzel bestieg, ermahnte er die Menschen in seiner Predigt, tapfer zu kämpfen. „Wenn ihr standhaft bleibt“, sagte er, „wird euch die Macht des Allmächtigen helfen.“ Dann befahl er seinen Männern, sich für die Schlacht bereitzumachen. Die meisten von ihnen freuten sich sehr. Er leitete das Nachmittagsgebet mit einer großen Menschenmenge. Danach betrat er sein Haus, begleitet von seinen beiden Gefährten Abu Bakr und ‘Umar ﷺ. Sie halfen ihm beim Ankleiden und beim Anlegen seines Turbans. Er rüstete sich aus und trug zwei Panzer übereinander. Er gürtete sein Schwert und ging hinaus, um den Menschen entgegenzutreten. Die Leute warteten ungeduldig auf ihn. Sa‘d bin Mu‘adh und Usaid bin Hudair machten den Leuten Vorwürfe, weil sie den Propheten ﷺ gedrängt hatten. Sie sagten: „Ihr habt den Gesandten Allahs ﷺ gezwungen, außerhalb von Madinah gegen den Feind zu kämpfen.“ Deshalb waren sie entschlossen, die ganze Angelegenheit dem Propheten ﷺ zu überlassen, und machten sich selbst Vorwürfe wegen dessen, was sie bereits getan hatten. Als der Prophet ﷺ herauskam, sagten sie: „O Gesandter Allahs ﷺ, wir hätten dir nicht widersprechen sollen. Du bist frei, zu tun, was du wünschst. Wenn du es vorziehst, in Madinah zu bleiben, bleiben wir bei dir.“ Darauf bemerkte der Gesandte Allahs ﷺ: „Es steht einem Propheten nicht zu, dass er, nachdem er seinen Panzer angelegt hat, ihn wieder ablegt, bis Allah zwischen ihm und dem Feind entschieden hat.“
Ascending the pulpit at the Friday congregational prayer, the Prophet (Peace be upon him) urged the people in his sermon to fight courageously. “If you remain steadfast,” he said “you will be helped by the Power of the All- Mighty.” Then he commanded his men to make ready for the battle. Most of them rejoiced greatly. He led the afternoon prwith crowds of people. Then he entered his house accompanied by his two friends Abu Bakr and ‘Umar. They helped him dress and wear his headcloth. He armed himself and wore two armours one over the other. He wore his sword and went out to meet people, People were waiting for him impatiently. Sa‘d bin Mu‘adh and Usaid bin Hudair blamed people for pressing on the Prophet (Peace be upon him). They said: “You have forced the Messenger of Allâh (Peace be upon him) to fight the enemy outside Madinah.” Therefore they were determined to leave the whole matter to the Prophet (Peace be upon him), and blamed themselves for what they had already done. When the Prophet (Peace be upon him) came out, they said: “O Messenger of Allâh, we should have not disagreed with you. So, you are free to do what you desire. If you prefer to stay inside Madinah we will stay with you. Upon this the Messenger of Allâh (Peace be upon him) remarked: “It does not become a Prophet that once he had put on armour, he should take it off, until Allâh has decided between him and the enemy.”
DER PROPHET ﷺ TEILTE SEIN HEER IN DREI BATAILLONE AUF.
THE PROPHET (Peace be upon him) DIVIDED HIS ARMY INTO THREE BATTALIONS:
1. Das Bataillon der Muhajirun unter dem Kommando von Mus‘ab bin ‘Umair Al-‘Abdari.
1. Al-Muhajireen battalion, under the command of Mus‘ab bin ‘Umair Al-‘Abdari.
2. Das Bataillon der Al-Ansari-Aws wurde von Usaid bin Hudair befehligt.
2. Al-Ansari-Aws battalion was commanded by Usaid bin Hudair.
3. Das Bataillon der Al-Ansari-Khazraj mit Al-Hubab bin Al-Mundhir an der Spitze.
3. Al-Ansari-Khazraj battalion with Al-Hubab bin Al-Mundhir to lead it.
Die Armee bestand aus tausend Kämpfern; hundert von ihnen waren gepanzert; weitere fünfzig waren Reiter. Er ernannte Ibn Umm Maktum dazu, in Madinah den Menschen im Gebet vorzustehen. Der Aufbruch wurde verkündet, und die Armee zog nordwärts, wobei die beiden Sa‘ds, die gepanzert waren, vor der Armee herliefen.
The army consisted of a thousand fighters; a hundred of them armoured; another fifty horsemen. He appointed Ibn Umm Maktum to lead the people in prayer in Madinah. Departure was announced and the army moved northwards with the two Sa‘ds, who were armoured, running in front of the army.
Als er den Pfad des Berges Al-Wada‘ entlangkam, sah er eine gut bewaffnete Schar, die vom Hauptheer abgesondert war. Der Prophet ﷺ fragte, wer sie seien, und man sagte ihm, es seien Juden, die Verbündete der Banu Al-Khazraj seien. Sie ließen ihm ausrichten, dass sie am Kampf gegen die Götzendiener teilnehmen wollten. „Haben sie den Islam angenommen?“, fragte der Prophet ﷺ. „Nein“, sagten sie. Da lehnte er ab, sie zuzulassen, und sagte, er werde nicht die Hilfe von Ungläubigen gegen die Götzendiener suchen.
Upon passing along Al-Wada‘ mountain trail he saw a well-armed battalion, which were detached from the main body of the army. The Prophet (Peace be upon him) inquired who they were and he was told that they were Jews and were allies of Al-Khazraj. They told him that they wanted to contribute to the fight against the idolaters. “Have they embraced Islam?” The Prophet (Peace be upon him) asked. “No,” they said. So he refused admitting them and said that he would not seek the assistance of disbelievers against the idolaters.
DIE PARADE DER ARMEE:
PARADING THE ARMY:
Sobald er einen Ort namens Ash-Shaikhan erreichte, musterte er sein Heer. Er entließ jene, die er für behindert oder zu jung hielt, um am Kampf teilzunehmen. Unter ihnen waren ‘Abdullah bin ‘Umar bin Al-Khattab, Usama bin Zaid, Usaid bin Zaheer, Zaid bin Thabit, Zaid bin Arqam, ‘Araba bin Aws, ‘Amr bin Hazm, Abu Sa‘eed Al-Khudri, Zaid bin Haritha Al-Ansari, Sa‘d bin Habba und Al-Barâ’ bin ‘Azib. Sahih Al-Bukhari weist darauf hin, dass er an jenem Tag am Kampf teilgenommen hatte.
As soon as he reached a location called Ash-Shaikhan, he paraded his army. He dismissed those whom he considered to be disabled or too young to stand the fight. Among them were ‘Abdullah bin ‘Umar bin Al-Khattab. Usama bin Zaid; Usaid bin Zaheer, Zaid bin Thabit, Zaid bin Arqam. ‘Araba bin Aws, ‘Amr bin Hazm, Abu Sa‘eed Al-Khudri, Zaid bin Haritha Al-Ansari, Sa‘d bin Habba and Al-Barâ’ bin ‘Azib, Sahih Al-Bukhari pointed out that he had shared in the fight that day.
Der Gesandte Allahs ﷺ erlaubte sowohl Rafi‘ bin Khadaij als auch Samura bin Jundub, am Heer teilzunehmen, obwohl sie zu jung waren. Der Erstgenannte erwies sich als geschickt im Bogenschießen; der Letztgenannte rang mit dem Erstgenannten und besiegte ihn. Die Zulassung Rafi‘s veranlasste Samura zu der Aussage: „Ich bin stärker als er, ich kann ihn überwinden.“ Als der Prophet ﷺ diese Aussage hörte, befahl er ihnen, miteinander zu ringen. Sie taten es. Samura gewann, und so wurde auch er zugelassen.
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) allowed both Rafi‘ bin Khadaij and Samura bin Jundub to join the army — though they were too young. The former proved to be skillful at shooting arrows; the latter wrestled the former and beat him. The admission of Rafi‘ made Samura say: “I am stronger than him, I can overcome him.” When the Prophet (Peace be upon him) heard this saying he ordered them to wrestle. They did. Samura won so he was also admitted.
DIE NACHT ZWISCHEN UHUD UND MEDINA:
PASSING THE NIGHT BETWEEN UHUD AND MADINAH:
Als die Nacht über sie hereinbrach, verrichteten sie dort sowohl das Sonnenuntergangsgebet als auch das Abendgebet und verbrachten auch die Nacht dort. Fünfzig Männer wurden ausgewählt, das Lager zu bewachen und es zu umrunden. Muhammad bin Maslama Al-Ansari, der Held der Expedition gegen Ka‘b bin Al-Ashraf, war für die Wachen verantwortlich. Dhakwan bin ‘Abd Qais hingegen übernahm im Besonderen die Aufgabe, den Propheten ﷺ zu bewachen.
As night fell upon them there, they performed both the sunset and the evening prayers and spent the night there as well. Fifty people were chosen to guard the camp and go round it. Muhammad bin Maslama Al-Ansari, the hero of the brigade of Ka‘b bin Al-Ashraf, was in charge of the guards. Whereas Dhakwan bin ‘Abd Qais undertook the responsibility of guarding the Prophet (Peace be upon him), in particular.
DIE REBELLION VON ʿAbdullah ibn Ubayy UND SEINER ANHÄNGER:
THE REBELLION OF 'ABDALLAH BIN UBAI AND HIS FOLLOWERS:
Am Ende der Nacht, kurz vor Tagesanbruch, brach der Prophet ﷺ auf, und als er Ash-Shawt erreichte, verrichtete er das Morgengebet. Dort war er so nah am Feind, dass man einander sehen konnte. Es war dort, dass ‘Abdullah bin Ubai – der Heuchler – sich gegen die Muslime empörte. Ein Drittel des Heeres zog sich mit ihm zurück, das heißt dreihundert Kämpfer. Er sagte: „Wir wissen nicht, weshalb wir uns selbst töten sollen.“ Er behauptete, sein Rückzug sei nichts weiter als ein Protest gegen den Gesandten Allahs ﷺ, der bereits seine Meinung abgelehnt und die der anderen angenommen habe. Zweifellos war das nicht der wahre Grund für seine Absonderung. Wäre es die Ablehnung seiner Meinung gewesen, wie der Heuchler behauptete, hätte es überhaupt keinen Sinn gehabt, dass er sich dem Heer des Propheten angeschlossen hatte. Wäre es so gewesen, hätte er sich von Anfang an geweigert, mit dem Heer auszuziehen. Tatsächlich bestand der eigentliche Zweck dieser Empörung, dieses Rückzugs und dieser Absonderung – in dieser heiklen und unangenehmen Lage und zu diesem Zeitpunkt – darin, Verwirrung, Unordnung und Durcheinander im Heer der Muslime zu stiften, die in Sichtweite und Hörweite des Feindes standen. Dieser wiederum hoffte darauf, noch mehr Zwietracht auf Seiten der Muslime zu erleben, wie er selbst sie hatte. Sie zielten außerdem darauf ab, die hohe Moral der Gläubigen zu brechen. Das würde – ihrer Meinung nach – den Zusammenbruch und damit den Tod Muhammads ﷺ, seiner treuen Gefährten und des Islam insgesamt beschleunigen. Der Weg wäre dann frei, die Führerschaft zurückzugewinnen, die jener Heuchler mit dem Aufkommen des Islam in Madinah verloren hatte.
At the end of the night and just before it was daybreak, the Prophet (Peace be upon him) moved and when he got to Ash-Shawt he observed the dawn prayer. There he was close enough to the enemy that they could see one another. It was there that ‘Abdullah bin Ubai — the hypocrite — rebelled against the Muslims. One-third of the army withdrew with him — that is to say three hundred fighters. He said, “We do not know why we shall kill ourselves.” He claimed that his withdrawal was no more than showing protest against the Messenger of Allâh (Peace be upon him) who had already refused his opinion and accepted that of the others.` Undoubtedly that was not the real cause of his detachment. If it had been the refusal of his opinion — as the hypocrite claimed — there would have no sense whatsoever for his joining the Prophetic army. If it had been so, he would have refused to go out with the army from the very beginning of the march. As a matter of fact the real purpose of this rebellion, withdrawal and detachment — at this delicate and awkward position and time — was to produce bewilderment, confusion of mind, and disorder in the Muslims army who were within the sight and hear range of the enemy who were also looking forward to seeing more and more dissension on the side of the Muslims, like themselves. They also aimed at breaking the high morale of the believers. That would accelerate — in their opinion — the breakdown and consequently the death of Muhammad, his faithful Companions and Islam as a whole. The way would then be clear for the reclaim of presidency, which that hypocrite had lost on the advent of Islam into Madinah.
ERINNERUNG AN DIE ISLAMISCHE ARMEE: SIE ZIEHT NACH UHUD.
THE REMINDER OF THE ISLAMIC ARMY ARE ON THE MOVE TO UHUD:
Mit dem übrigen Teil der Kämpfer zog der Gesandte Allahs ﷺ gegen den Feind. Nach der Rebellion und dem Abzug der Heuchler sank die Zahl der Krieger auf nur noch siebenhundert. Das Lager der Götzendiener lag an einer Stelle, an der sie die vielen Wege, die nach Uhud führten, nahezu versperrten. Da sagte der Gesandte Allahs ﷺ zu seinen Männern: „Welcher unter euch kann uns auf einem kurzen Weg dorthin führen, wo die Leute (d. h. die Götzendiener) sind, und zwar so, dass wir nicht an ihnen vorbeikommen?“ Abu Khaithama sagte: „O Gesandter Allahs ﷺ, ich bin der Mann, den du brauchst.“ Dann wählte er einen kurzen Weg, der nach Uhud führte und an der Harrah der Banu Harithah und ihren Feldern vorbeiging, sodass das Heer der Götzendiener westlich liegen blieb.
With the remainder of fighters, the Messenger of Allâh (Peace be upon him) moved towards the enemy. After the rebellion and withdrawal of the hypocrites, the number of soldiers was reduced to seven hundred only. The camp of idolaters was situated in such a place that the many roads leading to Uhud were almost blocked by them. So the Messenger of Allâh (Peace be upon him) said to his men: “Which man of you can lead us to where the people (i.e. the idolaters) are, along a short track that does not pass by them?” Abu Khaithama said: “O Messenger of Allâh (Peace be upon him), I am the man you need.” Then he chose a short track that led to Uhud passing by Harrah Bani Harithah and their farms, leaving the idolaters’ army westwards.
Auf ihrem Weg kamen sie an dem Gelände (d. h. dem Feld) des Marba' bin Qaizi vorbei, der ein blinder Heuchler war. Als Marba' spürte und erkannte, dass es das Heer des Propheten war, begann er, ihnen Erde ins Gesicht zu werfen. Da stürzten sie sich darauf, ihn zu töten, aber der Prophet ﷺ sagte:
On their way they passed by Ha’it (i.e. the field) of Marba‘ bin Qaizi, who was a blind hypocrite. When Marba‘ felt and realized that they were the Prophetic army, he started throwing earth at their faces, so they rushed to kill him, but the Prophet (Peace be upon him) said:
„Töte ihn nicht. Er ist blind an Herz und Augen.“
• “Do not kill him. He is blind in heart and eyes.”.
Der Gesandte Allahs ﷺ zog weiter, bis er den Hügel von Uhud hinab zum Abhang des Tales gelangte. Dort lagerte er mit seinem Heer, das Madinah zugewandt war, während ihr Rücken zu den Hügeln des Berges Uhud lag. So stellte das Heer des Feindes eine Barriere zwischen den Muslimen und Madinah dar.
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) went along till climbed down the hillock of Uhud at the slope of the valley. He camped there with his army facing Madinah while their backs were to the hills of Uhud mountain. So the army of the enemy stood a barrier between the Muslims and Madinah.
DER VERTEIDIGUNGSPLAN:
THE DEFENCE PLAN:
Der Gesandte Allahs ﷺ mobilisierte sein Heer. Er ordnete es in zwei Reihen, um es auf den Kampf vorzubereiten. Er wählte fünfzig geschickte Bogenschützen aus, die eine Abteilung bildeten, und stellte sie unter das Kommando von ʿAbdullah ibn Dschubair ibn An-Nuʿman Al-Ansari Al-Awsi Al-Badri. Er erteilte ihnen den Befehl, an ihrem Platz zu bleiben – auf einer Bergflanke am Südufer des Qanat Al-Wadi (d. h. eines Kanals des Tals), südöstlich des Lagers der Muslime, etwa einhundertfünfzig Meter vom islamischen Heer entfernt. Später wurde dieser Berg der Berg der Bogenschützen genannt.
TheMessenger of Allâh (Peace be upon him) mobilized his army. He arranged them into two rows to prepare them for fight. He selected fifty skillful archers that formed a squad and made them under the command of ‘Abdullah bin Jubair bin An-Nu‘man Al-Ansari Al-Awsi Al-Badri. He issued his orders to them to stay where they were — on a mountain(side) at the south bank of Qanat Al-Wadi (i.e. a canal of the valley), south east of Muslims camp at about one hundred and fifty metres from the Islamic army. Later on this mountain was called the Mountain of Archers.
Der Gesandte Allahs ﷺ legte den Auftrag dieser Abteilung in Worten dar, die er an sie richtete. Er sagte zu ihrem Anführer: „Halte die Pferde mit Pfeilen von uns fern, damit sie uns nicht von hinten angreifen. Ob wir den Kampf gewinnen oder verlieren, bleibe standhaft auf deinem Posten und achte darauf, dass wir nicht von deiner Seite angegriffen werden.“
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) clarified the mission of this squad in words he directed to them. He said to their leader: “Drive off the horses from us by means of arrows, lest they should attack us from behind (the rear). Whether we win the battle or lose it, stand steadily in your position and mind that we are not attacked from your side.”.
Er fügte hinzu:
He added:
„Verteidigt unsere Rücken! Wenn ihr uns erschlagen seht, kommt uns nicht zu Hilfe; und wenn ihr seht, dass wir Boden gewinnen, teilt nicht mit uns die Beute.“
• “Defend our backs! If you see us slain. Do not come to assist us; and if you see gaining grounds, do not share us.”.
In einer Überlieferung von Al-Bukhârî sagte der Prophet ﷺ: • „Wenn ihr seht, dass wir von Vögeln in Stücke gerissen werden, dann verlasst diesen eure Stellung nicht, bis ich nach euch schicke. Und wenn ihr seht, dass wir den Feind besiegt und niedergetreten haben, dann verlasst eure Stellung nicht, bis ich nach euch schicke.“ ﷺ
In a version by Al-Bukhâri the Prophet (Peace be upon him) said: • “If you see us snatched into pieces by birds, do not leave this position of yours till I send for you. And if you see that we have defeated the enemy and trodden on them do not desert your position till I send for you.”.
DER GESANDTE ALLAHS ﷺ FLÖSST SEINEN STREITKRÄFTEN DEN GEIST DER TAPFERKEIT EIN:
THE MESSENGER OF ALLAH IMPLANTS THE SPIRIT OF BRAVERY AMONG HIS ARMED FORCES:
Der Gesandte Allahs ﷺ untersagte den Muslimen, den Kampf zu beginnen, ohne einen Befehl von ihm zu haben. Dann legte er zwei Panzer an, einen vorderen und einen hinteren. Er ermutigte seine Gefährten zum Kampf und spornte sie an, im Kampf Ausdauer und Standhaftigkeit zu zeigen. Er begann, den Geist der Kühnheit und Tapferkeit in ihnen zu verankern. Um seine Gefährten anzufeuern und zu entflammen und damit sie im Kampf standhaft blieben, nahm er ein scharfes Schwert, hielt es in seiner Hand und rief seinen Gefährten zu: „Wer ist bereit, dieses Schwert zu nehmen und ihm seinen gebührenden Tribut zu zollen?“ Viele Männer machten sich daran, es zu nehmen. Unter ihnen waren ‘Ali bin Abi Talib, Az-Zubair bin Al-‘Awwam und ‘Umar bin Al-Khattab. Doch es wurde keinem zuteil. Abu Dujana Sammak bin Kharsha fragte: „O Gesandter Allahs, was ist sein Preis?“ Der Prophet ﷺ sagte: „Dass du damit die Gesichter der Feinde schlägst, bis es sich verbiegt.“ Da sagte Abu Dujana: „O Gesandter Allahs, ich werde es zu diesem Preis nehmen.“ Und so wurde ihm das Schwert gegeben.
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) forbade the Muslims to start the fight without having an order from him. He, then, wore two armours — a front armour and a back one. He urged his Companions to fight and spurred them to show stamina and steadfastness at fight. He started to implant the spirit of boldness and bravery in them. To wage and inflame his Companions and in order to standfast in the fight, he took a sharp sword, held it in his hand and called out unto his Companions and said: “Who is ready to take this sword and give it its proper due?” Many a man set out to take it. Some of them were ‘Ali bin Abi Talib, Az-Zubair bin Al-‘Awwam and ‘Umar bin Al-Khattab. But it was granted to none. Abu Dujana Sammak bin Kharsha inquired: “O Messenger of Allâh, what is its price?” The Prophet (Peace be upon him) said: “It is to strike the enemy’s faces with it till it was bent.” So Abu Dujana said: “O Messenger of Allâh I will take it for that price.” and he was given the sword.
Abu Dujana war ein mutiger Mann, der im Krieg zu prahlen pflegte. Er trug ein rotes Band um seinen Kopf. Wann immer er ein Band um den Kopf trug, wussten alle, dass er entschlossen war, bis zum Tod zu kämpfen. Als Abu Dujana das Schwert des Propheten ﷺ nahm, band er sich deshalb sofort den Kopf und begann, stolz unter den Kämpfenden umherzuschreiten.
Abu Dujana was a man of courage who used to swagger at war. He had a red band which he wore round his head. Whenever he was head-banded everybody knew that he was determined to fight to death. Therefore as soon as Abu Dujana took the Prophet ’s sword, he banded his head and started strutting amongst the fighters.
Als er ihn dabei sah, sagte der Gesandte Allahs ﷺ: „Dies ist eine Art des Gehens, die Allah verabscheut, außer in einer solchen Situation.“
REKRUTIERUNG DES MEKKANISCHEN HEERES:
RECRUITMENT OF THE MAKKAN ARMY:
Die Götzendiener wandten bei der Aufstellung ihres Heeres das System der Reihen an. Die Gesamtführung des Heeres wurde Abu Sufyan Sakhr bin Harb anvertraut, der sich in der Mitte des Heeres befinden sollte. Khalid bin Al-Waleed stand auf dem rechten Flügel, während ‘Ikrima, der Sohn des Abu Jahl, auf dem linken Flügel stand. Safwan bin Omaiya war für die Fußsoldaten verantwortlich. Die Bogenschützen unterstanden dem Kommando von ‘Abdullah bin Abi Rabi‘a.
The idolaters applied the rows system in the mobilization of their army. The general leadership of the army was entrusted to Abu Sufyan Sakhr bin Harb, who would be in the centre-position of the army. Khalid bin Al-Waleed was on the right wing; whereas ‘Ikrima, the son of Abu Jahl was on the left. Safwan bin Omaiya was in charge of infantry men. The archers were under the command of ‘Abdullah bin Abi Rabi‘a.
Was das Banner betrifft, so hatte eine Abteilung der Banu ʿAbd ad-Dar die Aufgabe, es zu tragen. So war die Verteilung der Posten im Heer seit jeher, denn ʿAbd Manaf hatte sie bereits festgelegt. Diese Zuweisung war von Qusai ibn Kilab übernommen worden, wie wir es bereits in einer früheren Phase dieses Buches angedeutet haben. Niemand hatte das Recht, ihnen diese streitig zu machen. Es entsprach ihren Traditionen, die sie von ihren Vorfahren übernommen hatten.
As for the standard, a squad of Bani ‘Abd Ad-Dar were in charge to bear it. Thus was the distribution of the posts of the army ever since ‘Abd Munaf had already assigned them. This assignment had been inherited from Qusai bin Kilab — as we have previously alluded to in an early phase of this book. No one had the right to compete them with it. It was consistent with their traditions that they had inherited from their ancestors.
Abu Sufyan, der Oberbefehlshaber, erinnerte seine Männer – die Standartenträger – an das, was den Quraisch am Tag von Badr (d. h. der Schlacht) widerfahren war, als ihr Standartenträger An-Nadr bin Al-Harith gefangen genommen wurde. In dem Versuch, ihren Zorn und ihre Feindseligkeit gegen die Muslime anzufachen, sagte er: „O Bani ‘Abd Ad-Dar! Euch wurde das Amt der Träger unserer Standarte übertragen, und ihr wisst, dass die Standarte das Erste ist, was der Feind angreift. Fällt sie, fallen auch wir. Daher sage ich: Entweder garantiert ihr ihre Sicherheit, oder ihr überlasst sie uns, und wir werden euch diese Aufgabe gewiss abnehmen.“
Abu Sufyan, the general leader, reminded his men — the standard bearers — of what had happened to Quraish on Badr Day (i.e. battle) when their standard bearer, An-Nadr bin Al-Harith, was captured. In an attempt to wage their anger and enmity to the Muslims he said: “O Bani ‘Abd Ad-Dar! You have been assigned bearers of our standard and you know that the standard is the first thing that the enemy attacks. Should it fall, we fall down too. Therefore, I say either you guarantee its safety or leave it for us, and we will certainly suffice you that task.”.
POLITISCHE MANÖVER DER QURAISCH:
POLITICAL MANOEUVERS OF QURAISH:
Kurz vor Ausbruch der Schlacht unternahmen die Quraisch einige Versuche, unter den Muslimen Zwietracht und Streit zu säen. Zunächst ließ Abu Sufyan den Ansar ausrichten: „Lasst uns unsere Vettern allein bekämpfen und mischt euch nicht ein. Wenn ihr abseits bleibt, werden wir euch nicht bekämpfen, denn es ist nicht unser Ziel, gegen euch zu kämpfen.“ Doch dieser Versuch blieb erfolglos. Welche Wirkung könnte ein so boshafter Plan auf diejenigen haben, deren Glaube so fest und standhaft war wie Berge?! Die Antwort der Ansar war zweifellos enttäuschend und entsprach nicht Abu Sufyans Erwartungen.
A little time before the break out of the battle, Quraish made some endeavours to sow the seeds of discord and dispute among the Muslims. First, Abu Sufyan sent to the Helpers a message saying: “Leave us alone to fight our cousins and do not interfere. If you stand aside, we will not fight you; for fighting you is not a target of ours.” But that attempt proved to be fruitless. What could such a wicked scheme do to those whose Faith was as solid and firm as mountains?! The Helpers reply was undoubtedly disappointing and contrary to Abu Sufyan’s expectations.
Die Stunde der Entscheidung war gekommen. Die beiden Parteien rückten einander näher. Vom ersten Fehlschlag nicht entmutigt, unternahmen die Quraisch einen weiteren Versuch mit demselben Ziel, nun aber mit der Unterstützung eines Verräters namens Abu ʿAmir al-Fasiq, dessen eigentlicher Name ʿAbd ʿAmr ibn Saifi lautete. Man nannte ihn einen Mönch, doch der Gesandte Allahs ﷺ gab ihm den Beinamen al-Fasiq (d. h. der Verderbte, Frevler, Zügellose). Da er in der Zeit der Unwissenheit (Dschahiliyya) das Oberhaupt der Aws gewesen war, konnte er den Islam nicht ertragen, als er kam. Er erklärte dem Gesandten Allahs ﷺ öffentlich seine Feindschaft. Er verließ Madinah zu den Quraisch in Makka, um sie gegen den Gesandten Allahs ﷺ zu sammeln und sie anzuspornen, den Kampf gegen ihn zu beginnen. Er behauptete, dass er von seinem Volk gehorcht und geachtet werde und dass sie sich ihm sofort anschließen würden, sobald sie ihn kommen sähen.
The zero-hour was due. The two parties drew nearer. Undespaired by the first failure, Quraish made another attempt, for the same purport but now with the assistance of a traitor called Abu ‘Amir Al-Fasiq, whose name was ‘Abd ‘Amr bin Saifi. He was called a monk, but the Messenger of Allâh (Peace be upon him) nicknamed him Al-Fâsiq (i.e. perverted transgressor; dissolute). As he was the head of Aws in Al-Jahiliya, he could not tolerate Islam when it came. He announced his enmity to the Messenger of Allâh (Peace be upon him) in public. He left Madinah for the Quraishites in Makkah to rally them against the Messenger of Allâh (Peace be upon him) and to urge them to start the fight against him. He claimed that he was obeyed and esteemed by his people and that as soon as they saw him come they would join him immediately.
DAS BEMÜHEN DER QURAISCHITISCHEN FRAUEN, DEN EIFER DER MÄNNER ANZUFACHEN:
THE EFFORT OF THE QURAISHITE WOMEN AT WAGING THE ZEAL OF MEN:
Quraischitische Frauen nahmen an der Schlacht teil, die von der Ehefrau des Abu Sufyan, Hind bint ʿUtba, angeführt wurde. Sie wanderten zwischen den Reihen der Götzendiener umher, schlugen auf Tamburine, ermutigten die Männer zum Kampf und entfachten die Gefühle der Helden, Lanzenkämpfer, Schwertkämpfer und tapferen Krieger. Zu einer Zeit wandten sie sich an die Fahnenträger:
Quraishi-women participated in the battle led by the wife of Abu Sufyan, Hind bint ‘Utbah. They wandered among the rows of the idolaters, tapped on tambourines, encouraged men to fight, inflamed the emotions of heroes, lancers, swordsmen and brave fighters. At one time they addressed the standard-bearers:
• „O Banu ʿAbd ad-Dar!"
• “O Bani ‘Abd Ad-Dar!.
O Verteidiger der Heimat, schlagt mit euren scharfen Schwertern …
O home defenders, Strike with your sharp swords …”.
Und zu anderer Zeit wiegelten sie die Leute auf, indem sie sangen:
And at another time they would wage people’s zeal by singing:
• „Wenn du (tapfer) kämpfst, werden wir uns umarmen.
• “If you fight (bravely), we will embrace.
und breite Matten aus, um dich willkommen zu heißen.
and unfold mats to welcome you.
„Doch wenn du vom Schlachtfeld flüchtest, verlassen wir dich, verstoßen dich und lieben dich nicht mehr.“
But if you flee from the battlefield, we leave you, Desert you and no more love you.”
DER KAMPF:
THE COMBAT:
Die beiden Parteien näherten sich einander und kamen sehr nahe zusammen. Die Phasen des Kampfes begannen. Der erste Kämpfer war der Standartenträger Talha bin Abi Talha Al-‘Abdari, der vornehmste Götzendiener. Er gehörte zu den tapfersten Kämpfern der Quraisch. Die Muslime nannten ihn „den Widder der Schlachtreihe“. Er trat auf einem Kamel hervor und forderte die Muslime zu einem Einzelkampf heraus. Die Leute scheuten sich, gegen ihn zu kämpfen, aufgrund seiner Tapferkeit; doch Az-Zubair bin Al-‘Awwam trat zum Kampf vor. Er ließ dem „Widder“ keine Gelegenheit zum Kampf, sondern fiel über ihn her wie ein Löwe auf den Rücken seines Kamels, riss ihn zu Boden und schlachtete ihn mit seinem Schwert.
The two parties approached and grew very close to each another. The phases of fight started. The first combatant was the standard-bearer, Talha bin Abi Talha Al-‘Abdari, who was the most distinguished idolater. He was one of the bravest men of Quraish fighters. Muslims nicknamed him ‘the ram of the battalion.’ He came forth riding a camel and challenged the Muslims to a single combat. People refrained from fighting him due to his bravery; but Az-Zubair bin Al-‘Awwam advanced for the fight. He did not give the ‘Ram’ any chance to fight but fell on him like a lion on his camel’s back, pulled him down to the ground and slaughtered him with his sword.
Der Gesandte Allahs ﷺ, der jenes wunderbare Ereignis beobachtete, rief: Allahu Akbar, das heißt „Allah ist der Größte“, und die Muslime riefen ebenfalls Allahu Akbar. Er lobte Az-Zubair, als er sagte:
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) who was watching that wonderful incident exclaimed: Allâhu Akbar that is ‘Allâh is the Greatest’ and the Muslims exclaimed Allâhu Akbar too. He praised Az-Zubair when he said:
• „Jeder Prophet hat einen Jünger, und Az-Zubair ist mein Jünger.“
• “Every Prophet has a disciple and Az-Zubair is a disciple of mine.”.
Bald darauf kam es zum allgemeinen Gefecht, und der Kampf der beiden Parteien wurde auf dem ganzen Schlachtfeld heftig. Die Hauptlast des Kampfes lag bei den Trägern des Banners. Nach dem Tod ihres Anführers Talha bin Abi Talha übernahmen die Banu ʿAbd ad-Dar die Aufgabe der Reihe nach. Talhas Bruder ʿUthman stürmte vor, ergriff das Banner, das neben dem leblosen Körper seines Bruders lag, und rief: „Der Bannerträger hat das Recht, seinen Schaft mit Blut zu färben, bis er ihm in der Hand zerschlagen wird.“ Hamzah bin ʿAbdul Muttalib griff an und versetzte ihm einen Schlag, der seinen Arm und seine Schulter durchtrennte und bis zum Nabel hinabreichte, sodass seine Lunge freigelegt wurde.
Soon the general engagement ensued and the fight of the two parties grew fierce everywhere on the battlefield. The strain of the fight was centred round the carriers of the standard. After the death of their leader Talha bin Abi Talha, Banu ‘Abd Ad-Dar alternated the mission successively. Talha’s brother, ‘Uthman, ran forward and seized the standard which lay by the lifeless body of his brother, chanting: “The standard-bearer has the right to dye its shaft in blood, till it be beaten in his hand.” Hamzah bin ‘Abdul Muttalib attacked and dealt him a blow that cut his arm and shoulder and went down to his navel to uncover his lung.
Ermordung von Asadullāh (dem Löwen Allāhs) Ḥamzah bin ʿAbdul Muṭṭalib:
Assassination of Asadullâh (the Lion of Allâh) Hamzah bin ‘Abdul Muttalib:
Hamzas Mörder, Wahschi bin Harb, beschrieb, wie er Hamza tötete. Er sagte:
Hamzah’s assassin, Wahshi bin Harb, described how he killed Hamzah. He said:
„Ich war ein Sklave, der für Jubair bin Mut‘im arbeitete, dessen Onkel väterlicherseits, Tu‘aimah bin ‘Adi, in der Schlacht von Badr verwundet worden war. Als die Quraisch nach Uhud marschierten, sagte Jubair zu mir: ‘Wenn du Hamzah, den Onkel Muhammads ﷺ, tötest, sollst du heimlich freigelassen werden.’“
“I was a slave working to Jubair bin Mut‘im, whose paternal uncle Tu‘aimah bin ‘Adi was injured at Badr Battle. So when Quraish marched to Uhud, Jubair said to me: ‘If you kill Hamzah, the uncle of Muhammad, stealthily you shall be manumitted.’ ”.
„So marschierte ich mit den Leuten nach Uhud.“ Er pflegte sich selbst zu beschreiben: „Ich bin ein Pikaro, gut im Speerwerfen.“ „Als dann die beiden Parteien kämpften, machte ich mich auf die Suche nach Hamzah ﷺ. Ich sah ihn inmitten der kämpfenden Menschen. Er glich einem weiß und schwarz gestreiften Kamel, schlug mit seinem Schwert gewaltig zu, und niemand konnte ihm im Weg stehen. Bei Allah! Während ich mich bereitmachte und versuchte, die günstige Gelegenheit zu nutzen, um ihn mit dem Speer zu treffen, mich mal hinter einem Baum, mal hinter einem Felsen verbergend in der Hoffnung, dass er näher käme und in Reichweite geriete – in diesem Augenblick erblickte ich Siba‘ bin ‘Abd Al-‘Uzza, der sich ihm näherte. Als Hamzah ﷺ ihn bemerkte, sagte er: ‚Komm her! Du Sohn der Beschneiderin!‘ – denn seine Mutter war Beschneiderin. Dann führte er einen kräftigen Hieb, der seinen Kopf kaum verfehlen konnte.“
“So I marched with the people to Uhud.” He used to describe himself as, “I am a picaro good at spearing.” “So when the two parties fought, I set out seeking Hamzah. I saw him amidst people fighting. He was like a white and black striped camel, striking severely with his sword and no one could stand on his way. By Allâh! When I was getting ready and trying to seize the fit opportunity to spear him, hiding sometimes behind a tree or a rock hoping that he might draw nearer and be within range — at that moment I caught sight of Siba‘ bin ‘Abd Al-‘Uzza going closer towards him. When Hamzah observed him, he said: ‘Come on! O son of the ‘clitoris-cutter.’ — for his mother used to be a circumciser. Then he struck one strong stroke that could hardly miss his head.”.
Wahschi sagte: „Dann wog ich meinen Speer aus und schüttelte ihn, bis ich mit ihm zufrieden war. Dann stieß ich ihn zu, und er drang in seinen Bauch ein und trat zwischen seinen Beinen wieder heraus. Er versuchte, auf mich zuzugehen, doch die Wunde überwältigte ihn. Ich ließ ihn dort liegen, mit dem Speer in seinen Eingeweiden, bis er starb. Dann ging ich zu ihm, zog meinen Speer heraus und kehrte zum Lager zurück. Ich blieb dort und ging nicht hinaus, denn er war der Einzige, den ich suchte. Ich tötete ihn nur, um mich zu befreien. Sobald ich nach Makkah zurückkam, war ich ein freier Mann.“
BRINGING THE SITUATION UNDER CONTROL:
BRINGING THE SITUATION UNDER CONTROL:
Obwohl der Tod des Löwen Allahs und Seines Gesandten, Hamzah bin ‘Abdul Muttalib, ein großer Verlust war, behielten die Muslime die volle Kontrolle über die gesamte Lage auf dem Schlachtfeld. An diesem Tag kämpften Abu Bakr, ‘Umar bin Al-Khattab, ‘Ali bin Abi Talib, Az-Zubair bin Al-‘Awwam, Mus‘ab bin ‘Umair, Talha bin ‘Ubaidullâh, ‘Abdullah bin Jahsh, Sa‘d bin Ar-Rabî‘ und Anas bin An-Nadr sowie andere alle so heftig, wirksam und wirkungsvoll, dass sie den starken Willen der Götzendiener brachen und sie zerstreuten.
Although the death of Asad (Lion) of Allâh and His Messenger — Hamzah bin ‘Abdul Muttalib — was a great loss, the Muslims maintained full control over the whole situation on the battlefield. On that day, Abu Bakr, ‘Umar bin Al-Khattab, ‘Ali bin Abi Talib, Az-Zubair bin Al-‘Awwam, Mus‘ab bin ‘Umair, Talha bin ‘Ubaidullâh, ‘Abdullah bin Jahsh, Sa‘d bin Ar-Rabî‘ and Anas bin An-Nadr and others — all of them fought so fiercely, effectively and efficiently that they broke the strong will of the idolaters and scattered them.
VON SEINES WEIBES SCHOSS BIS ZU SCHWERTKÄMPFEN UND TRAUER:
FROM HIS WIFE'S LAP TO SWORD-FIGHTS AND SORROWS:
Einer der mutigen Kämpfer jenes Tages war Hanzala Al-Ghaseel – er war Hanzala bin Abu 'Amir. Abu 'Amir war jener Mönch, der mit dem Beinamen „Al-Fâsiq“ (d. h. der Zügellose, Frevler) belegt wurde. Er ist derselbe, den wir kürzlich erwähnt haben. Hanzala, der erst kürzlich geheiratet hatte, verließ das Bett seiner Frau für den Al-Jihâd (Kampf auf dem Weg Allahs). Er brach in dem Moment auf, als er vom Aufruf zum Al-Jihâd hörte. Als er auf dem Schlachtfeld den Götzendienern gegenübertrat, bahnte er sich einen Weg durch ihre Reihen, bis er ihren Anführer Abu Sufyan Sakhr bin Harb erreichte, und er hätte ihn beinahe getötet, wenn ihm nicht bestimmt gewesen wäre, das Martyrium zu erlangen. Denn in diesem Augenblick wurde er von Shaddad bin Al-Aswad gesehen, der ihn erschlug.
One of the brave adventurers of that day was Hanzala Al-Ghaseel — He was Hanzala bin Abu ‘Amir. Abu ‘Amir was the very monk that was nicknamed ‘Al-Fâsiq’ (i.e. the dissolute, evildoer). He is the very one that we have recently mentioned. Hanzala, who was newly married, left his wife’s bed for Al-Jihâd (Fight in the cause of Allâh). He set out the moment he heard of the call to Al-Jihâd. When he faced the idolaters on the battlefield, he made his way through their ranks till he reached their leader Abu Sufyan Sakhr bin Harb and had almost killed him, if he had not been ordained to be a martyr. For at that moment he was seen by Shaddad bin Al-Aswad who struck him to death.
DER BEITRAG DER BOGENSCHÜTZEN ZUR SCHLACHT:
THE CONTRIBUTION OF THE ARCHERS SQUAD TO THE BATTLE:
Die Bogenschützen-Einheit, die der Gesandte Allahs ﷺ auf dem Bogenschützenberg postiert hatte, sorgte dafür, dass der Verlauf der Kampfhandlungen zugunsten der muslimischen Armee ausfiel. Die Reiterei der Quraisch, angeführt von Khalid ibn al-Walid und unterstützt von Abu ʿAmir al-Fasiq, griff den linken Flügel der muslimischen Armee dreimal an, mit dem Ziel, ihn zu zerschlagen, dann in den Rücken vorzudringen, Verwirrung und Unordnung in die Reihen der Muslime zu bringen und ihnen anschließend eine schwere Niederlage zuzufügen. Doch dank der Geschicklichkeit und großen Anstrengung der Bogenschützen wurden alle drei Angriffe abgewehrt.
The archers squad whom the Messenger of Allâh (Peace be upon him) located on the Archers Mountain, had the upper hand in administering the war activities to go in favour of the Muslim army. The Makkan horsemen — commanded by Khalid bin Al-Waleed, supported by Abu ‘Amir Al-Fâsiq — had for three times attacked the left wing of the Muslim army with the aim of crushing it and then infiltrating into the rear to create a sort of confusion and disorder in the ranks of the Muslims and subsequently inflict heavy defeat on them. But thanks to the dexterity and great efforts of the archers, the three assaults were thwarted.
Die Kriegshandlungen gingen unablässig und heftig weiter, wobei die Muslime die gesamte militärische Entwicklung fest in der Hand hatten, bis die Götzendiener schließlich ins Wanken gerieten und sich zurückzogen. Dabei ließen sie jede Regung vermeintlichen Stolzes und affektierter Würde in Vergessenheit geraten, und ihr Banner wurde von den Füßen der Kämpfer niedergetreten, ohne dass jemand den Mut aufbrachte, sich ihm zu nähern. Es schien, als hätten dreitausend Götzendiener gegen dreißigtausend Muslime gekämpft und nicht nur gegen einige Hundert.
War activities went on and on fierecly with the Muslims in full command of the whole military developments until the idolaters finally staggered and retreated, leaving all motives of alleged pride, and affected dignity in oblivion, and their standard trodden by the feet of the fighters with none ever courageous enough to approach it. It seemed as if the three thousand idolaters had been fighting thirty thousand Muslims and not merely several hundreds.
Ibn Ishaq sagte: „Dann sandte Allah Seine Hilfe auf die Muslime herab und erfüllte ihnen Sein Versprechen. Sie verfolgten die Götzendiener und trieben sie aus ihrem Lager. Zweifellos war es eine sichere Niederlage." In einer Überlieferung von ‘Abdullah bin Az-Zubair, dass sein Vater gesagt habe: „Bei Allah, ich sah die Diener der Hind bint ‘Utbah und ihre Gefährtinnen fliehen, die Gewänder hochgerafft. Niemand war da, der uns daran hinderte, sie gefangen zu nehmen."
Ibn Ishaq said: “Then Allâh sent down His Help unto the Muslims and verified His Promise to them. They chased the idolaters and evacuated them from their camp. No doubt it was a certain defeat.” In a version by ‘Abdullah bin Az-Zubair that his father had said: “By Allâh, I was watching the servants of Hind bint ‘Utbah and her women friends fleeing with their garments gathered up. No one was there to prevent us from capturing them.”.
DER FATALE FEHLER DER BOGENSCHÜTZEN:
THE ARCHERS' FATAL MISTAKE:
Während die kleine Armee des Islam den zweiten eindeutigen und klaren Sieg über die Mekkaner errang – der an Glanz und Ruhm dem ersten bei Badr in nichts nachstand –, beging die Mehrheit der Bogenschützen auf dem Berghang einen verhängnisvollen Fehler, der die gesamte Lage auf den Kopf stellte und die Muslime schwer verlustreich machte. Er brachte den Propheten ﷺ beinahe um das Leben und hinterließ einen sehr schlechten Eindruck auf den Ruhm und die Würde, die sie sich in der Schlacht von Badr zu Recht erworben hatten.
While the small army of Islam were recording the second absolute and clear victory over the Makkans — which was no less in splendour and glory than the first one at Badr — the majority of the archers on the mountainside committed a fatal mistake that turned the whole situation upside down, and constituted a source of heavy losses amongst the Muslims. It has almost brought about the murder of the Prophet (Peace be upon him), and left a very bad impression on the fame and dignity they deservedly earned at Badr Battle.
Wir haben bereits darüber gesprochen, dass den Bogenschützen die ausdrückliche Anweisung gegeben worden war, ihre Stellung zu halten, was auch immer im Verlauf der Hauptschlacht geschehe. Trotz dieser strengen Befehle und der Warnung ihres Anführers ʿAbdullah bin Dschubair verließen vierzig Bogenschützen ihre Posten, verlockt durch den allzu früh ertönenden Siegesjubel sowie durch die weltliche Gier nach der Kriegsbeute. Die übrigen, neun an der Zahl, entschieden sich gemeinsam mit ihrem Anführer ʿAbdullah dafür, dem Befehl des Propheten ﷺ zu gehorchen und dort zu bleiben, wo sie waren, bis sie die Erlaubnis erhielten zu gehen oder bis sie bis zum Letzten gefallen waren. Infolgedessen blieb die Bresche unzureichend verteidigt. Der scharfsinnige Chalid bin al-Walid nutzte diese goldene Gelegenheit, schnell in den Rücken der muslimischen Armee zu schwenken und sie einzuschließen. Nachdem er Ibn Dschubair und seine Gruppe vernichtet hatte, fiel er umgehend über den Rücken der Muslime her, und seine Reiter stießen einen Schrei aus, der die neue militärische Entwicklung signalisierte. Die Polytheisten kehrten erneut zurück, um die Muslime zum Gegenangriff zu stellen. Eine götzendienerische Frau namens ʿUmra bint ʿAlqama al-Harithiyya eilte zu dem am Boden liegenden Banner, hob es auf und richtete es wieder auf. Die Götzendiener scharten sich um das Banner und riefen einander zu, bis sie die Muslime umzingelt hatten und sich zu einem erneuten Kampf bereit machten.
We have already spoken about the positive orders given to the archers to hold on to their position whatever the course of the main engagement. In spite of those strict orders, and their leader’s — ‘Abdullah bin Jubair — warning, forty archers deserted their posts, enticed by the too soon roar of victory as well as worldly avarice for the spoils of war. The others, however, nine in number and ‘Abdullah, their leader, decided to abide by the Prophet ’s order and stay where they were until they were given leave or killed to the last. Consequently the cleft was left inadequately defended . The shrewd Khalid bin Al-Waleed seized this golden opportunity to turn swiftly round to the rear of the Muslim army and encompass them. Exterminating Ibn Jubair and his group, they fell promptly upon the rear of the Muslims and his horsemen uttered a shout that signalled the new military developments. The polytheists returned once again to counterattack the Muslims. An idolist woman — called ‘Umra bint ‘Alqama Al-Harithiyah — rushed to the lying-on-earth standard, picked it up and hoisted it. The idolaters gathered together around the standard and called out unto one another till they encircled the Muslims and stoodfast to fight again.
DIE PEINLICHSTE STUNDE IM LEBEN DES GESANDTEN:
THE MOST AWKWARD HOUR IN THE MESSENGER'S LIFE:
Nach dem Sturz des Ibn Sakan blieb der Gesandte Allahs ﷺ nur noch mit diesen beiden Quraischiten zurück. In einer Überlieferung von Abu ‘Uthman – die in den beiden Sahihs als authentisch anerkannt ist – sagte er: „Zu jener Zeit war bei dem Propheten ﷺ niemand außer Talha bin ‘Ubaidullah und Sa‘d bin Abi Waqqas. Das war die schwierigste und gefährlichste Stunde für den Propheten ﷺ, doch sie war eine goldene Gelegenheit für die Götzendiener, die sie sogleich ausnutzten. Sie konzentrierten ihren Angriff auf den Propheten ﷺ und hofften darauf, ihn zu töten.
After the fall of Ibn Sakan, the Messenger of Allâh (Peace be upon him) remained alone with only those two Quraishites. In a version by Abu ‘Uthman — authorized in As-Sahihain— he said: “At that time, there were none with the Prophet (Peace be upon him) except Talha bin ‘Ubaidullâh and Sa‘d bin Abi Waqqas. That was the most awkward and dangerous hour for the Prophet (Peace be upon him), but it was a golden opportunity for the idolaters who promptly took advantage of it. They concentrated their attack on the Prophet (Peace be upon him) and looked forward to killing him.
‘Utba bin Abi Waqqas bewarf ihn mit Steinen. Einer der Steine traf sein Gesicht. Sein unterer rechter Schneidezahn, der Ruba‘iya (d. h. der Zahn zwischen Eckzahn und Schneidezahn), wurde verletzt. Seine Unterlippe wurde verwundet. Außerdem griff ihn ‘Abdullah bin Shihab Az-Zuhri an, der seine Stirn aufspaltete. ‘Abdullah bin Qami’a (Qami’a bedeutet „eine gedemütigte Frau“), ein halsstarriger, starker Reiter, schlug ihn mit seinem Schwert heftig auf die Schulter; und dieser Hieb verletzte den Gesandten Allahs ﷺ über einen Monat lang, obwohl er nicht stark genug war, seine beiden Panzer zu durchbrechen. Er führte einen schweren Schlag auf seine Wange. Er war so stark, dass zwei Ringe seines eisenberingten Helms in die heilige Wange des Propheten ﷺ eindrangen. „Nimm diesen Schlag von mir, ich bin Ibn Qami’a.“ So sprach er, während er den Gesandten ﷺ mit seinem Schwert schlug. Der Gesandte Allahs ﷺ erwiderte, während er das Blut abwischte, das über sein Gesicht floss: „Ich flehe Allah an, dich zu erniedrigen.“ (d. h. Aqma’aka Allah). In Al-Bukhari wird berichtet, dass sein Schneidezahn zerbrach, sein Kopf gespalten wurde und dass er begann, das Blut davon abzuwischen und zu sagen: „(Ich frage mich,) wie können Menschen gedeihen oder erfolgreich sein, die das Gesicht ihres Propheten ﷺ verletzen und dessen Schneidezahn zerbrechen – er, der sie zur Anbetung Allahs ruft?“ Wegen jenes Vorfalls sandte Allah, Preis sei Ihm, einen Vers des Qur’an herab, der sagt:
‘Utbah bin Abi Waqqas pelted him with stones. One of the stones fell on his face. His lower right incisor Ruba‘iya (i.e. the tooth that is between a canine and a front tooth) was injured. His lower lip was wounded. He was also attacked by ‘Abdullah bin Shihab Az-Zuhri who cleaved his forehead. ‘Abdullah bin Qami’a (Qami’a means ‘a humiliated woman’), who was an obstinate strong horseman, struck him violently on his shoulder with his sword; and that stroke hurt the Messenger of Allâh (Peace be upon him) for over a month — though it was not strong enough to break his two armours. He dealt a heavy blow on his cheek. It was so strong that two rings of his iron-ringed helmet penetrated into his holy cheek. “Take this stroke from me, I am Ibn Qami’a.” He said while striking the Messenger with his sword. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) replied — while he was wiping the blood flowing on his face: “I implore Allâh to humiliate you.” (i.e. Aqma’aka Allâh). In Al-Bukhâri it is stated his incisor broke, his head was cleaved, and that he started wiping the blood off it and saying: “(I wonder) how can peopwho cut the face of their Prophet (Peace be upon him) and break the incisor of his — he who calls them to worship Allâh. How can such people thrive or be successful?” About that incident, Allâh, Glory is to Him, sent down a Qur’ânic verse saying:
„Als am Tag von Uhud der Prophet ﷺ zurückgelassen worden war, war ich der Erste, der zu ihm zurückkehrte. Vor ihm sah ich einen Mann, der kämpfte, um ihn vor den Feinden abzuschirmen. Ich sagte zu mir selbst: ‚Ich wünschte, er wäre Talha. Mein Vater und meine Mutter sollen für dich geopfert werden. (O Allah) Lass ihn Talha sein! Meine Eltern sollen für dich geopfert werden!‘ Auf dem Weg wurde ich von Abu ‘Ubaidah bin Al-Jarrah überholt, der sich damals so schnell wie ein Vogel bewegte. Wir beide eilten herbei, um die Wunden des Propheten ﷺ zu versorgen.“
“When it was Uhud Day and at the time that the Prophet (Peace be upon him) was left behind, I was the first to go back and see him. Before him I saw a man fighting to shield him from the enemies. I said to myself: ‘I wish he were Talha. Let my father and mother be sacrificed for you. (O Allâh) Let him be Talha! Let my parents be sacrificed for you!’ On the way, I was overtaken by Abu ‘Ubaidah bin Al-Jarrah, who was then moving as swiftly as a bird. We both rushed to dress the Prophet ’s wounds.
Dort fanden wir Talha schwer verwundet vor dem Gesandten Allahs ﷺ. Der Prophet ﷺ sagte: „Kümmert euch um euren Bruder. Seine Tat hat ihm einen Platz im Paradies verdient.“ Ich bemerkte, dass zwei Ringe des eisernen Ringhelms in seine Wange eingedrungen waren. Daraufhin machte ich mich daran, sie herauszuziehen; doch Abu 'Ubaida verlangte: „Bei Allah, o Abu Bakr – ich bitte dich, lass mich es selbst tun.“ Aus Furcht, dem Propheten ﷺ wehzutun, begann er, einen der beiden Ringe sehr langsam und behutsam mit seinem Mund herauszuziehen. Dann zog er auch den Pfeil mit dem Mund heraus. Dabei fiel ihm einer seiner Vorderzähne aus. Hierauf schickte ich mich an, den zweiten Ring herauszuziehen; doch Abu 'Ubaida flehte mich an, ihn zu lassen: „O Abu Bakr, ich beschwöre dich bei Allah, lass mich es tun.“ Er zog auch den zweiten Ring sehr langsam und behutsam mit seinem Mund heraus, bis er herauskam. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Kümmert euch um euren Bruder. Er hat sich als würdig erwiesen, im Paradies zu wohnen.“ Wir gingen zu Talha, um ihn zu behandeln, und stellten fest, dass er an seinem Körper etwa zehn Schwerthiebe erlitten hatte. (Dies zeigte, wie wirkungsvoll Talha an jenem Tag gekämpft und sich bemüht hatte.)
There we found Talha suffering from serious wounds before the Messenger of Allâh (Peace be upon him). The Prophet (Peace be upon him) said: ‘See to your brother. His deed entitled him for an abode in Paradise.’ I noticed that two rings of the iron-ringed helmet had penetrated his cheek. So I set out to take them out; but Abu ‘Ubaidah demanded: ‘By Allâh, O Abu Bakr — I beseech you, let me do it myself.’ Fearing to hurt the Prophet (Peace be upon him) he started pulling one of the two rings out very slowly and carefully with his mouth. Then he pulled the arrow out by his mouth, too. Consequently, his front tooth fell. Then I proceeded to pull the second out; but Abu ‘Ubaidah besought me to leave it: ‘O, Abu Bakr, I adjure you by Allâh to let me do it.’ He pulled the second ring very slowly and carefully with his mouth — till it came out. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) said: ‘See to your brother. He has proved to be worthy of being housed in Paradise.’ We approached Talha to cure him but found out that he had had some ten sword-strokes in his body. (This showed how efficiently Talha had fought and struggled on that day).”.
Doch später griff ein anderer Reiter aus Makka, namens ‘Abdullah bin Jabir, Al-Harith bin As-Simma an, schlug ihm mit dem Schwert auf die Schulter, und er wurde schwer verwundet ins Lager der Muslime getragen. Dennoch entging jener Götzendiener dem Tod nicht, denn Abu Dujana – der Held und Abenteurer mit dem roten Stirnband – traf ihn heftig und schlug ihm den Kopf ab.
But later on another Makkan horseman, called ‘Abdullah bin Jabir, attacked Al-Harith bin As-Simma, and struck him on the shoulder with his sword and he was carried to the camp of the Muslims suffering from serious wounds. Anyway that very idolater did not escape death, for Abu Dujana — the red head-banded hero and adventurer — struck him heavily and cut his head off.
Während dieses erbitterten Kampfes überkam die Muslime ein Schlafbedürfnis – das war eine Sicherheit und Ruhe, um Seinen muslimischen Dienern zu helfen, wie der Qur'an in diesem Zusammenhang spricht. Abu Talha sagte: „Ich gehörte zu denen, die auf dem Tag von Uhud von einem Schlafbedürfnis übermannt wurden. An diesem Tag fiel mir mein Schwert mehrmals aus der Hand. Immer wieder fiel es herunter, und immer wieder hob ich es auf.“
During this bitter fight, a desire to sleep overwhelmed the Muslims — that was a security and tranquillity to help His slave Muslims as the Qur’ân spoke in this context. Abu Talhah said: “I was one of those who were possessed by a desire to sleep on Uhud Day. On that day my sword fell off my hand several times. Again and again it fell down and again and again I picked it up.”.
In einem geordneten Rückzug und mit großer Tapferkeit und Kühnheit zogen sich die Muslime schließlich in den Schutz des Berges Uhud zurück. Danach folgte ihnen der Rest des Heeres an diese sichere Stelle. Auf diese Weise vereitelte das Genie Muhammads ﷺ dasjenige von Khalid bin al-Walid.
In a regular withdrawal and with great bravery and boldness, the Muslims finally retreated to the cover of Mountain Uhud. Then, the rest of the army followed them to that safe position. In this manner, the genius of Muhammad (Peace be upon him) foiled that of Khalid bin Al-Waleed.
Ibn Ishaq berichtete: „Als der Gesandte Allahs ﷺ den Hügel hinaufstieg, folgte ihm Ubai bin Khalaf, der sagte: ‚Wo ist Muhammad ﷺ? Entweder töte ich ihn, oder ich werde getötet.‘ Die Gefährten Muhammads ﷺ sagten: ‚O Gesandter Allahs, hättest du etwas dagegen, wenn einer von uns mit ihm kämpft?‘ Doch der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Lasst ihn!‘ Als er näher kam, nahm der Gesandte Allahs ﷺ den Speer von Al-Harith bin As-Simma. Er zitterte heftig, sodass sie alle heftig und ungestüm in alle Richtungen auseinanderstoben. Dann wandte er sich ihm zu, erblickte sein Schlüsselbein durch eine Lücke zwischen der weiten Öffnung des Panzers und dem Teil des Halses, den er umschloss. Dort stach er ihn mit dem Speer. Der Stoß war so stark, dass er ihn immer wieder vom Pferd rollen ließ. Als er zu den Quraisch zurückkehrte, stellten sie fest, dass er nur einen kleinen Kratzer am Hals hatte. Als sich jedoch das Blut staute, sagte er: ‚Bei Allah, Muhammad hat mich getötet.‘ Als sie ihn so sprechen hörten, sagten sie: ‚Bei Allah, du hast Angst vor dem Tod. Bei Allah, du bist von einem Dämon besessen.‘ Er erwiderte: ‚Er hat mir schon in Makkah gesagt: ‚Ich werde dich töten.‘ Bei Allah, hätte er nur auf mich gespuckt, hätte er mich getötet.‘ Schließlich verschied der Feind Allahs an einem Ort namens Sarif, während man ihn nach Makkah zurückbrachte.“ In einer Überlieferung von Abul-Aswad, auf die Autorität von ‘Urwa: Er brüllte wie ein Stier und sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, wenn der Schmerz, den ich jetzt erleide, unter den Bewohnern von Al-Majaz verteilt würde, würde er sie sterben lassen.“
VERSTÜMMELUNG DER MÄRTYRER:
MUTILATION OF THE MARTYRS:
Dies war der letzte Angriff, den die Götzendiener gegen den Propheten ﷺ führten. Da sie sich nahezu sicher waren, dass er tot sei, kehrten die Götzendiener in ihr Lager zurück und begannen mit den Vorbereitungen, nach Makkah zurückzukehren. Einige von ihnen beteiligten sich daran, die getöteten Muslime zu verstümmeln, und ebenso taten es ihre Frauen. Frauen und Männer schnitten den Märtyrern die Ohren, die Nasen und die Geschlechtsteile ab. Sie schlitzten ihnen sogar die Bäuche auf. Hind bint ‘Utbah zum Beispiel riss die Leber von Hamzah auf und kaute darauf herum; doch als sie es unangenehm fand, spuckte sie es wieder aus. Sie machte aus den Ohren und Nasen der Muslime sogar Fußringe und Halsketten. Während der letzten Stunden des Kampfes ereigneten sich zwei Vorfälle, die mit Gewissheit offenbarten, wie sehr die Muslime bereit waren zu kämpfen und sich auf dem Weg Allahs zu opfern:
That was the last attack made by the idolaters against the Prophet (Peace be upon him). Being almost certain of his death, the idolaters returned to their camp and started preparations to go back to Makkah. Some of them involved themselves in mutilating the killed Muslims, and so did their women. Women and men cut off the ears, the noses, the genitals of the martyrs. They even cut open their bellies. Hind bin ‘Utbah — for instance — ripped open the liver of Hamzah and chewed it; but finding it unpleasant, she spat it out. She even made the ears and noses of Muslims into anklets and necklaces. Two incidents occurred during the last hours of the fight. Which revealed for certain how far the Muslims were ready to fight and sacrifice in the way of Allâh:
1. Ka‘b bin Malik sagte: Ich gehörte zu den Muslimen, die bei Uhud kämpften, und ich war Zeuge der Barbarei der Vielgottgläubigen, die die Leichname verstümmelten. Doch ich ging an ihnen vorbei, weil ich es nicht ertragen konnte. Dann sah ich einen bewaffneten, kräftigen Götzendiener zwischen den Muslimen hindurchschreiten, der sagte: „Sammelt sie ein und vereinigt sie auf die Weise, wie Schafe zusammengetrieben und geschlachtet werden.“ Ebenso sah ich einen bewaffneten Muslim, der auf ihn wartete. Ich ging auf sie zu, bis ich hinter ihm stand. Als ich beide verglich, fand ich, dass der Ungläubige dem anderen an Waffen und Gestalt überlegen war. Ich beobachtete sie weiter, bis sie sich im Einzelkampf gegenüberstanden. Der Muslim stieß mit seinem Schwert nach dem Ungläubigen, das ihm über die Hüfte fuhr und ihn in zwei Teile spaltete. Als der Muslim sein Gesicht enthüllte, sagte er: „Was sagst du dazu, Ka‘b? Ich bin Abu Dujana.“
1. Ka‘b bin Malik said: I was one of those Muslims who fought in Uhud and witnessed the polytheists’ act of barbarity in mutilating the dead bodies, but I passed them because I couldn’t stand it. Then I saw an armed stout idolater pass through the Muslims and say: “Gather them up and combine them in the way that sheep are gathered and slaughtered.” Similarly I saw an armed Muslim waiting for him. I walked towards them till I stood behind him. Comparing both of them, I found that the disbeliever was better than the other in arms and figure. I kept on watching them till they were engaged in single combat. The Muslim thrust at the disbeliever with his sword that went down his hip and split it into two. When the Muslim unveiled his face, he said: “What about that, Ka‘b. I am Abu Dujana.".
BESTATTUNG DER MÄRTYRER:
BURIAL OF THE MARTYRS:
Der Gesandte Allahs ﷺ beaufsichtigte die Bestattung der Märtyrer und sagte: „Ich bezeuge, dass jeder, der auf dem Weg Allahs verwundet wird, von Allah mit seiner Wunde auferweckt wird, aus der eine Flüssigkeit blutet, die in der Farbe Blut gleicht, aber im Duft Moschus gleicht.“
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) supervised the martyrs’ burial and said: “I bear witness that anyone who is wounded in the way of Allâh, Allâh will resurrect him with his wound bleeding a liquid which is blood-like in colour but musk-like in scent.”.
Einige der Gefährten brachten ihre im Krieg gefallenen Männer nach Madinah, doch der Gesandte Allahs ﷺ ordnete an, dass sie zurückgebracht werden sollten, um dort begraben zu werden, wo sie gefallen waren. Er ordnete an, dass sie nicht gewaschen, sondern so begraben werden sollten, wie sie waren, nachdem man ihnen ihre Rüstungen und ledernen Kleidungsstücke abgenommen hatte. Er pflegte je zwei oder drei Märtyrer in einem Grab zu bestatten und sogar zwei Männer in ein Gewand zu hüllen, während er sagte: „Wer ist der Kundigste im Qur’ân?“ Wenn man ihm jemanden nannte, bestattete er diesen zuerst. Er sagte: „Ich bezeuge für diese am Tag der Auferstehung.“ Er bestattete ‘Abdullah bin ‘Amr bin Harām und ‘Amr bin Al-Jamūh aufgrund der Zuneigung, die sie zueinander hegten, gemeinsam in einem Grab.
Some of the Companions carried their men killed in the war to Madinah, but the Messenger of Allâh (Peace be upon him) ordered that they should be sent back in order to be buried where they were killed. He ordered that they should not be washed but buried as they were after stripping them off their armours and leather clothes. He used to bury every two or three martyrs together in one grave and even join two men in one garment while saying: “Who is the more learned of the Qur’ân?” and he would commit him to earth first. He would say: “I bear witness to those on the Day of Resurrection.” He buried both ‘Abdullah bin ‘Amr bin Haram and ‘Amr bin Al-Jamuh in one grave due to the affection they used to possess to each other.
Sie vermissten den Sarg von Hanzalah; sie suchten ihn und fanden ihn an einer nahegelegenen Stelle, wo Wasser von ihm herabtropfte. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte seinen Gefährten, dass die Engel ihn wüschen, und sprach: „Fragt seine Frau.“ Sie fragten sie, und sie bestätigte, dass er sich im Zustand der rituellen Unreinheit (Janabah) befunden hatte. Deshalb wurde Hanzalah „Ghaseel Al-Malâ’ikah“ genannt, das heißt: der von den Engeln Gewaschene.
They missed the coffin of Hanzalah, they sought it and found that it was on a spot nearby with water dripping off it. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) told his Companions that the angels were washing him and said: “Ask his wife”. They asked her and she confirmed that he had been in a state of ceremonial impurity. That was why Hanzalah was called ‘Ghaseel Al-Malâ’ikah’ (i.e. the one washed by the angels).
HAMRA' AL-ASAD INVASION:
HAMRA' AL-ASAD INVASION:
Der Gesandte Allahs ﷺ verbrachte seinerseits die Nacht damit, über die Lage nachzudenken. Er befürchtete, dass die Götzendiener – während sie sich noch auf dem Weg nach Makkah befanden – daran denken könnten, umzukehren und nach Madinah abzubiegen, nachdem sie erkannt hätten, dass sie aus diesem Sieg keinen Nutzen gezogen hatten. Sie könnten es bereuen und beschließen, als Ausgleich Madinah anzugreifen. Deshalb war der Gesandte Allahs ﷺ entschlossen, dem Heer aus Makkah nachzusetzen.
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) on his part, spent the night pondering over the situation. He feared that the idolaters might think — while they were still on their way to Makkah — of reversing their way and diverting to Madinah after they had realized that they had availed nothing of that victory. They might regret and decide to invade Madinah as a compensation. Therefore the Messenger of Allâh (Peace be upon him) was determined to go out in pursuit of the Makkan army.
Der Prophet ﷺ rief die Menschen zusammen und befahl ihnen, aufzubrechen, um dem Feind des Islam entgegenzutreten. Das war am Sonntagmorgen – am nächsten Tag nach Uhud – am achten Schawwal. Er sagte: „Niemand wird zum Kampf ausziehen außer denen, die bereits an der Schlacht von Uhud teilgenommen haben.“ ‘Abdullah bin Ubai sagte: „Ich werde mit euch ausziehen.“ „Nein“, sagte der Prophet ﷺ.
The Prophet (Peace be upon him) called out unto people and ordered them to march to encounter the enemy of Islam. That was on Sunday morning — next day to Uhud — the eighth of Shawwal. He said: “Nobody will march to the fight except those who have already participated in Uhud fight.” ‘Abdullah bin Ubai said: “I will march out with you.” “No,” said the Prophet (Peace be upon him).
Während die Muslime unter starken Schmerzen und tiefer Angst litten, folgten sie seinem Ruf bereitwillig. Jabir bin ‘Abdullah bat den Propheten ﷺ, ihn an diesem neuen Feldzug teilnehmen zu lassen, da er stets den Wunsch gehabt habe, allen Schlachten beizuwohnen, an denen der Prophet ﷺ beteiligt war. An der Schlacht von Uhud hatte er nicht teilgenommen, weil sein Vater ihn gebeten hatte, in Madinah bei seinen Schwestern zu bleiben. Sein Wunsch wurde ihm erfüllt.
Whilst the Muslims were suffering a lot from painful pains and deep anxiety, they responded to his call positively. Jabir bin ‘Abdullah implored the Prophet (Peace be upon him) to allow him join them in that fresh invasion on account that he always had a liking to witness all the battles that the Prophet (Peace be upon him) was involved in. He had not participated in Uhud because his father asked him to stay in Madinah with his sisters . And he was granted his wish.
Die Muslime brachen auf, bis sie einen Ort namens Hamra' Al-Asad erreichten – etwa acht Meilen von Madinah entfernt. Dort ließ er sein Lager aufschlagen. An diesem Ort kam Ma'bad bin Abi Ma'bad zum Gesandten Allahs ﷺ und bekannte sich zum Islam. Manche Leute sagten, er sei weiterhin ein Götzendiener geblieben; er habe lediglich aus Treue zu einem Bündnis zwischen Khuza'ah (seinem Stamm) und den Bani Haschim dem Gesandten einen Rat geben wollen. Er sagte: „O Muhammad ﷺ! Bei Allah, es betrübt uns sehr, was dir und deinen Gefährten widerfahren ist. Wir hoffen wirklich, dass dir nicht noch einmal etwas Derartiges widerfährt.“ Daraufhin schlug der Gesandte Allahs ﷺ vor, dass er Abu Sufyan einholen und ihn davon abbringen solle, seine bösen Absichten weiterzuverfolgen.
Ein makkanischer Spion namens Mu‘awiyah bin Al-Mugheerah bin Abi Al-‘As wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Dieser Spion war der Großvater mütterlicherseits von ‘Abdul Malik bin Marwan. Als die Götzendiener nach Uhud zurückkehrten, kam Mu‘awiyah zu seinem Vetter väterlicherseits, ‘Uthman bin ‘Affan (möge Allah mit ihm zufrieden sein). ‘Uthman gewährte ihm Zuflucht – nachdem er die Erlaubnis des Propheten ﷺ eingeholt hatte – unter der Bedingung, dass er getötet werde, falls man ihn dort nach drei Tagen noch antreffe. Doch er hielt sich nicht daran, sondern blieb, als die muslimische Armee Madinah verließ, mehr als drei Tage dort, während er für die Quraisch spionierte. Als die Armee zurückkehrte, floh Mu‘awiyah aus Madinah. Daraufhin befahl der Gesandte Allahs ﷺ Zaid bin Harithah und ‘Ammar bin Yasir, ihn zu verfolgen und zu töten. So wurde er getötet.
A Makkan spy, called Mu‘awiyah bin Al-Mugheerah bin Abi Al-‘As, was sentenced to death too. This spy was the grandfather of ‘Abdul Malik bin Marwan on his mother side. When the idolaters went back after Uhud, Mu‘awiyah came to his paternal cousin ‘Uthman bin ‘Affan (May Allah be pleased with him) ‘Uthman gave him shelter — after securing the Prophet ’s permission — on condition that if he was caught there after three days, he would be killed. But he did not comply with it, so when the Muslim army left Madinah, he stayed there for more than three days during which he was spying for Quraish. So when the army returned, Mu‘awiyah fled out of Madinah. The Messenger of Allâh (Peace be upon him), on this account, ordered Zaid bin Harithah and ‘Ammar bin Yasir to pursue him and kill him. So he was killed.
Zweifellos ist die Expedition nach Hamrâ’ al-Asad keine eigenständige Expedition, sondern vielmehr ein Teil bzw. genauer gesagt eine Fortsetzung von Uhud.
Undoubtedly, the invasion of Hamrâ’ Al-Asad is not a separate invasion, but rather a part, or more specifically, a sequel to Uhud.
Das war die Schlacht von Uhud mit all ihren Phasen und Einzelheiten. Sie wird seit langem von Gelehrten und Forschern diskutiert. War sie eine Niederlage oder nicht? Zweifellos lag die militärische Überlegenheit in der zweiten Phase der Schlacht auf Seiten der Polytheisten, die die Steuerung der Kampfhandlungen erfolgreich in ihre Hand bringen und den Muslimen schwere Verluste an Menschenleben zufügen konnten. Zugegeben, ein Teil der Gläubigen wurde eindeutig geschlagen, doch dies könnte niemals als ein Sieg der Mekkaner betrachtet werden.
That was Uhud Invasion with all its stages and details. It has for long been discussed by scholars and men of research. Was it a defeat or not? Doubtlessly, the military superiority in the second phase of the battle was in favour of the polytheists who could successfully direct the steering mechanism of hostilities and inflict heavy losses in lives on the Muslims. Admittedly, a part of the believers were clearly defeated, but this could never be considered a Makkan victory.
DIE BETRACHTUNGEN DES EDLEN QUR'AN ZUR SCHLACHT VON UHUD:
THE OBSERVATIONS OF THE NOBLE QUR'AN ON THE BATTLE OF UHUD:
Einige Verse des Qur’ân wurden offenbart, um die entscheidendsten Phasen der Schlacht nacheinander zu beleuchten, den Grund klar darzulegen, der zu jenem schweren Verlust führte, und die verwundbaren Stellen aufzuzeigen, die noch in den Seelen mancher Gläubigen fortbestanden, was ihre Pflichten betrifft, eine entschlossene Haltung gegenüber den edlen Zielen einzunehmen, um derentwillen die muslimische Gemeinschaft geschaffen wurde und die sie erfüllen sollte. Der Edle Qur’ân sprach auch über die Haltung derer, die vorgaben, gläubig zu sein, und machte die Feindseligkeit und den Hass deutlich, die sie gegen Allah und Seinen Gesandten ﷺ hegten. Die Worte Allahs vermochten zudem alle Spuren von Zweideutigkeiten und Andeutungen auszulöschen, die von den Heuchlern und ihren Verbündeten, den Juden – den Urhebern von Verschwörung und Ränkespiel –, erhoben worden waren und die noch immer im Herzen einiger schwacher Muslime wirksam waren.
Some Qur’ânic verses were revealed to shed light on the most decisive phases of the battle successively, adduce quite clearly the cause that led to that heavy loss, and illustrate the vulnerable areas that were still persisting in the souls of some believers as regards their duties in forging a decisive attitude with respect to the noble objectives for which the Muslim Community, was created and was supposed to accomplish. The Noble Qur’ân also spoke about the attitude of the pretenders to Faith and made clear the hostility and hatred that they harboured against Allâh and His Messenger. The Words of Allâh managed as well to erase all traces of ambiguities and insinuations, raised by the hypocrites and their allies, the Jews — the authors of conspiracy and intrigue hatching — and which were still in active operation in the hearts of some weak-of-heart Muslims.
Die lobenswerten Weisheiten und langersehnten Ziele, die der Schlacht von Uhud zugeschrieben werden, waren ein weiteres Thema, bei dem der Edle Qur'ân ausführlich verweilte. Sechzig Verse, die sich auf die Schlacht beziehen, wurden offenbart, die den ersten Abschnitt der Schlacht umfassend schildern:
The laudable judgement and long-sought objectives that were attributable to the battle of Uhud, were also another topic for the Noble Qur’ân to dwell on at length. Sixty verses relevant to the battle were revealed giving full account of the first phase of the battle:
• „Und (gedenke) als du [Muhammad ﷺ] am Morgen aus deinem Haus aufbrachst, um die Gläubigen für den Kampf (von Uhud) an ihren Standorten aufzustellen.“ [3:121].
• “And (remember) when you [Muhammad Peace be upon him) ] left your household in the morning to post the believers at their stations for the battle (of Uhud).” [3:121].
LEKTION UND LEHREN:
LESSON AND MORALITIES:
Ibn Al-Qaiyim hat auf die Schlacht von Uhud ausdrücklich Bezug genommen und die göttlichen Vorteile und sittlichen Lehren, die sich daraus ergaben, ausführlich dargelegt. Einige muslimische Gelehrte sagten unter Berufung auf Ibn Hajar: Die Niederlage bei Uhud war die Folge davon, dass die Bogenschützen den ausdrücklichen Befehl des Propheten ﷺ missachteten und den Ort verließen, den sie bis zum Ende zu sichern angewiesen waren. Mit anderen Worten: Der Erfolg der Muslime hängt von ihrem Gehorsam gegenüber dem Propheten ﷺ ab. Solange sie seine Anweisungen befolgen, wird Allah ihnen helfen, allen Widrigkeiten standzuhalten. Wenn sie aber seine Gebote im Streben nach weltlichem Reichtum beiseiteschieben, werden sie unweigerlich zu Fall kommen. Eine weitere bedeutsame Frage besagt, dass es der Brauch der Propheten ist, mit verschiedenen Widrigkeiten geprüft zu werden; dennoch ist der endgültige Ausgang eindeutig zu ihren Gunsten. Würden die Muslime immer siegen, würden sehr viele, die bloß vorgeben zu glauben, in die Gemeinschaft des Islam eintreten, und folglich würde die klare Trennlinie zwischen wahren Gläubigen und Heuchlern verwischt. Wären die Muslime dagegen immer unterlegen, so würde das eigentliche Ziel des Wirkens der Propheten nicht erreicht. Es ist daher weise, Erfolg und Misserfolg miteinander zu verbinden, damit eine Scheidung zwischen wahren Muslimen und Heuchlern verwirklicht werden kann. Nach der Schlacht von Uhud legten die Heuchler ihre wahren Absichten in Worten und Taten offen, sodass die Muslime die Existenz jener bösartigen Elemente erkannten, die heimlich in ihrer eigenen Heimat wirkten; und es würden selbstverständlich zu gegebener Zeit angemessene Maßnahmen zu ergreifen sein.
Ibn Al-Qaiyim has made a pointed reference to the battle of Uhud and given full elucidation of the Divine benefits and moralities that resulted from it. Some Muslim scholars, on the authority of Ibn Hajar, said: The reverse in Uhud resulted from the neglect on the part of the archers of the explicit command of the Prophet (Peace be upon him), and leaving the spot which they were ordered to safeguard to the end. In other words, the success of the Muslims depends upon their obedience to the Prophet (Peace be upon him). As long as they carry out his behests, Allâh will help them in facing all kinds of odds. But when they will set aside his commands in their pursuit of worldly riches, they are bound to come to grief. Another relevant issue of great significance says that it is customary for Prophets to be tried with different adversities; nevertheless, the final outcome is positively in their favour. Should the Muslims be victorious all the time, great many pretenders to Faith will enter the fold of Islam, and consequently the clear line of demarcation between true believers and hypocrites will become blurred. Contrarily, if the Muslims were to be defeated all the time, the final objective of the ministry of Prophets will not be effected. It is wise then to combine both success and failure so that sifting between true Muslims and hypocrites could be realized. In the aftermath of the battle of Uhud, the hypocrites disclosed their real intentions in words and in deeds, consequently, the Muslims got to realize the existence of those wicked elements working secretly in their own homeland; and of course there would be appropriate measures to be taken in due course of time.