Militärische Trupps und Feldzüge zwischen der Schlacht von Uhud und der Schlacht der Konföderierten
Military Platoons And Missions Between The Battel Of Uhud And The Battle Of The Confederates
Der Unglücksfall von Uhud hinterließ eine schlechte Wirkung sowohl auf die Glaubwürdigkeit als auch auf den militärischen Ruf der Muslime. Ihre Würde und Macht in den Augen der Menschen wurden beeinträchtigt. Schwierigkeiten und Gefahren breiteten sich überall in und außerhalb von Madinah aus. Die Juden, Heuchler und Beduinen erklärten öffentlich ihre Feindschaft gegenüber den Muslimen, und jede Partei war darauf bedacht, deren ganze Existenz zu erniedrigen und schließlich auszulöschen. Als zwei Monate nach dieser Schlacht fast vergangen waren, traf der Stamm Banu Asad Vorbereitungen, Madinah zu überfallen. Die Stämme ‘Udal und Qarah verschworen sich im Monat Safar des Jahres 4 n. H. gegen die Muslime und töteten zehn der Gefährten des Propheten ﷺ. Ebenso plante Banu ‘Amir gegen sie, und siebzig Gefährten wurden in der Schlacht am Brunnen von Ma‘una getötet. Während dieser Zeit verkündeten die Banu Nadeer ständig ihre Feindschaft und waren in einen Plan verwickelt, den Propheten Muhammad ﷺ im Rabi‘ al-Awwal des Jahres 4 n. H. zu töten. Die Banu Ghatfan waren im Dschumada al-Ula des Jahres 4 n. H. im Begriff, Madinah anzugreifen.
Uhud’s misfortune left a bad impact on both the credibility and military reputation of the Muslims. Their dignity and power in people’s eyes were impaired. Troubles and dangers spread everywhere in and out of Madinah. The Jews, hypocrites and bedouins declared publicly their enmity to the Muslims and each party was keen on degrading and, in the final place, exterminating their whole existence. Two months had almost passed after this battle, when Banu Asad made preparations to raid Madinah, ‘Udal and Qarah tribes conspired against the Muslims in the month of Safar, 4 A.H. and killed ten of the Prophet ’s Companions. Similarly Banu ‘Amir plotted against them too, and seventy Companions were killed in the battle of Ma‘una Well. During that period, Banu Nadeer kept on announcing their enmity and were involved in a plot to kill the Prophet Muhammad (Peace be upon him) in Rabi‘ Al-Awwal in 4 A.H. Banu Ghatfan were about to attack Madinah in Jumada Al-Ula in 4 A.H.
So sehen wir, dass die Muslime nach ihrer militärischen Niederlage in der Schlacht von Uhud zu einem attraktiven Ziel mehrerer potenzieller Gefahren wurden. Muhammad ﷺ verstand es auf äußerst weise Weise, all diese feindseligen Strömungen in Schach zu halten und sogar die verlorene Würde der Muslime wiederherzustellen und ihnen aufs Neue frischen Ruhm und edle Geltung zu verschaffen. Die erste Initiative, die er in diesem Prozess ergriff, war die Verfolgungsoperation nach Hamra’ al-Asad, durch die er den militärischen Ruf der Muslime bewahren konnte. Er erreichte es, die Würde und die ehrfurchtgebietende Stellung seiner Anhänger in einer Weise wiederherzustellen, die sowohl die Juden als auch die Heuchler in Erstaunen versetzte, ja sogar verblüffte. Danach ging er daran, seine erfolgreichen Bemühungen zu krönen, indem er militärische Aufträge und Missionen entsandte.
Thus we see that the Muslims turned into an attractive target of several potential dangers after they had lost their military credibility in the battle of Uhud. Muhammad (Peace be upon him) most wisely managed to hold all those hostile currents at bay, and even redeem the lost dignity of the Muslims and gain them anew fresh glory and noble standing. The first initiative he took in this process was Hamra’ Al-Asad pursuit operation, whereby he could retain the Muslim military reputation. He succeeded in recovering his followers’ dignity and awe-inspiring position in such a manner that astonished or even astounded both the Jews and hypocrites, alike, then he proceeded to crown his successful attempts by despatching military errands and missions:
ABI SALAMAH MISSION:
ABI SALAMAH MISSION:
Die ersten Menschen, die nach der Niederlage bei Uhud gegen die Muslime zu den Waffen griffen, waren die Banu Asad bin Khuzaimah. Der „Nachrichtendienst“ von Madinah meldete, dass Talhah und Salamah, die Söhne des Khuwailid, Freiwillige um sich versammelt hatten, um gegen den Gesandten Allahs ﷺ zu kämpfen. Der Prophet ﷺ entsandte sogleich einen Trupp von 150 Mann aus den Helfern und Auswanderern unter der Führung von Abu Salamah. Der muslimische Anführer überraschte die Banu Asad bin Khuzaimah in ihrer eigenen Heimat, vereitelte ihre Vorhaben, zerstreute sie und erbeutete ihr Vieh. Auf dem Rückweg brach eine Entzündung einer früheren Wunde, die sich Abu Salamah bei Uhud zugezogen hatte, wieder auf, und sie führte bald darauf zu seinem Tod. Dieser Feldzug fand am 1. Muharram des 4. Jahres nach der Hidschra statt.
The first people to take up arms against the Muslims in the aftermath of Uhud reverse were Banu Asad bin Khuzaimah. “The Intelligence Corps” of Madinah reported that Talhah and Salamah, sons of Khuwailid have mustered some volunteers to fight the Messenger of Allâh (Peace b upon him). The Prophet (Peace be upon him) immediately despatched a 150-man-platoon of Helpers and Emigrants headed by Abu Salamah. The Muslim leader took Bani Asad bin Khuzaimah by surprise in their own homeland, neutralized their attempts, dispersed them and captured their cattle. On his return, Abu Salamah had an inflammation of a previous wound he sustained in Uhud, and caused him to die soon after. This expedition took place on Muharram 1st, 4 A.H.
EINE MISSION, GEFÜHRT VON 'ABDALLAH BIN UNAIS:
AN ERRAND LED BY 'ABDALLAH BIN UNAIS:
Am fünften Tag desselben Monats Muharram im 4. Jahr nach der Hidschra wurde berichtet, dass Chalid bin Sufyan Al-Hudhali einen Haufen zusammenrief, um die muslimischen Stellungen zu überfallen. ‘Abdullah bin Unais machte sich auf den Weg, um die Feinde zu vernichten, auf Geheiß des Propheten ﷺ.
On the fifth day of the same month Muharram, 4 A.H., it was reported that Khalid bin Sufyan Al-Hudhali was gathering some mob to raid the Muslim positions. ‘Abdullah bin Unais, at the behest of the Prophet (Peace be upon him) set out to destroy the enemies.
Der muslimische Heerführer blieb achtzehn Tage fort, in denen er seine Aufgabe erfolgreich erfüllte, den Anführer der Rebellen tötete und dessen Kopf am Samstag, sieben Tage vor dem Ende des Muharram, nach Madinah zurückbrachte. Der Prophet ﷺ schenkte ihm als Belohnung einen Stock und sagte: „Dieser wird für dich und mich am Tag der Auferstehung als Kennzeichen des Wiedererkennens dienen.“ Auf seinem Sterbebett bat ʿAbdullah darum, dass der Stock in seinem Leichentuch bei ihm sei.
The Muslim military leader stayed away for eighteen days during which he successfully fulfilled his task, killed the head of the rebels and brought his head back to Madinah on Saturday, seven days before the end of Muharram. The Prophet (Peace be upon him), as a reward, gave him a stick saying “This will function as a sign of recognition for you and me on the Day of Resurrection.” On his death bed, ‘Abdullah requested that the log be with him in his shroud.
DAS EREIGNIS VON AR-RAJI:
THE EVENT OF AR-RAJI:
Im Safar des vierten Jahres nach der Hijra kam eine Delegation der Stämme ‘Udal und Qarah nach Madinah und bat den Propheten ﷺ, eine Gruppe von Gefährten zu schicken, die sie in der Religion unterweisen sollten, wobei sie behaupteten, dass es unter ihnen einige Muslime gebe. Er entsandte sechs seiner Gefährten, nach einer anderen Überlieferung zehn, angeführt von Murthid bin Abi Murthid Al-Ghanawi, oder nach Al-Bukhari von ‘Asim bin Thabit, dem Großvater von ‘Asim bin ‘Umar bin Al-Khattab. Als sie einen Ort namens Ar-Raji‘ zwischen Rabigh und Dschidda erreichten, umzingelten hundert Bogenschützen des Stammes Banu Lihyan den Platz und griffen sie an. Die muslimische Delegation suchte Zuflucht auf einer Anhöhe, Fudfud, und die Beduinen boten ihnen ein Versprechen an, dass man sie nicht töten werde. ‘Asim weigerte sich herabzusteigen, stattdessen kämpfte er gegen sie, bis er und sechs seiner Gefährten getötet wurden. Drei Männer blieben übrig: Khubaib, Zaid bin Ad-Dathna und ein weiterer. Erneut boten ihnen die Beduinen eine Zusicherung der Sicherheit an, und sie nahmen an. Als sie herabstiegen, fesselten die Beduinen sie hinterhältig. Der dritte Mann tadelte sie für ihre Falschheit und widersetzte sich ihnen, woraufhin sie ihn töteten. Die beiden anderen Männer, die in Badr einige Angesehene der Quraisch getötet hatten, wurden gefangen genommen und in Makkah verkauft. Der erste war Khubaib, der eine Zeit lang festgehalten wurde; dann wurde einmütig beschlossen, ihn zu kreuzigen. Man führte ihn vom Heiligen Bezirk nach At-Tan‘im zur Kreuzigung. Er bat um eine Frist, um ein Gebet mit zwei Rak‘a zu verrichten. Nach dem abschließenden Gruß wandte er sich an seine Henker und sagte: „Hätte ich nicht befürchtet, ihr könntet denken, ich fürchte den Tod, hätte ich länger gebetet.“ Damals begründete Khubaib als Erster die Tradition, vor der Hinrichtung zwei Rak‘a zu beten. Dann sprach er:
In Safar of the fourth year A.H., a delegation from the tribes of ‘Udal and Qarah came to Madinah and asked the Prophet (Peace be upon him) to send a group of Companions to instruct them in religion, claiming the existence of some Muslims among them. He sent six of his Companions, in another version, ten headed by Murthid bin Abi Murthid Al-Ghanawi, or, according to Al-Bukhari, ‘Asim bin Thabit, the grandfather of ‘Asim bin ‘Umar bin Al-Khattab. When they reached a spot called Ar-Raji‘ between Rabigh and Jeddah, a hundred archers of Banu Lihyan clan surrounded the place and attacked them. The delegation of Muslims took shelter on some high ground, Fudfud, and the bedouins offered them a pledge that they would not be killed. ‘Asim refused to come down, instead he fought them until he and six of his companions were killed. Three men were left, Khubaib, Zaid bin Ad-Dathna and another one. Once again, the bedouins offered them a guarantee of safety and they accepted. When they descended, the bedouins treacherously bound them. The third man rebuked them for their insincerity and resisted them so they killed him. The other two men who had killed some notables of Quraish at Badr were taken and sold in Makkah. The first was Khubaib who was detained for some time and then it was unanimously decided to crucify him. He was taken from the Holy Sanctuary to At-Tan‘im for crucifixion. He requested a respite to offer a two-Rak‘a prayer. After the final greeting, he turned to his executioners, and said: “Had I not been afraid that you would think that I was afraid of death, I would have prayed for a long time.” It was then that Khubaib first set the tradition of praying two Rak‘a before being executed. He then said:
DIE TRAGÖDIE DES BRUNNENS MA'UNA:
THE TRAGEDY OF MA'UNA WELL:
Ma'una: Auch die Tragödie, die noch schrecklicher war als die von Ar-Raji', ereignete sich im selben Monat. Abu Bara', 'Amir bin Malik, mit dem Beinamen „Speerspieler", kam zum Gesandten Allahs ﷺ nach Madinah. Der Gesandte Allahs ﷺ forderte ihn auf, den Islam anzunehmen, doch er stimmte weder zu noch lehnte er ab. Er sagte: „O Gesandter Allahs ﷺ, wenn du einige deiner Gefährten zu den Leuten von Najd sendest, um sie zum Islam einzuladen, erwarte ich, dass sie es annehmen." Der Gesandte ﷺ sagte: „Ich fürchte, dass die Leute von Najd sie töten werden." Er aber erwiderte: „Ich werde sie beschützen." Ibn Ishaq bestätigt, dass vierzig Männer zu ihnen gesandt wurden; in As-Sahih heißt es jedoch, es seien siebzig gewesen. Al-Mundhir bin 'Amr aus den Banu Sa'ida, mit dem Beinamen „Zum Sterben bereit", befehligte diese Gruppe, die die Besten und Gelehrtesten im Koran und in der Rechtswissenschaft waren.
Ma‘una Well tragedy, which was even more horrible than that of Ar-Raji‘, took place in the same month. Abu Bara’ — ‘Amir bin Malik — nicknamed ‘Spear Player’ came to the Messenger of Allâh (Peace be upon him) in Madinah. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) called him to embrace Islam but he neither agreed nor refused. He said: “O Messenger of Allâh, if you dispatch some of your Companions to the people of Najd to call them to Islam, I expect them to accept.” “I am afraid the people of Najd willkill them.” Said the Messenger. But he replied, “I will protect them.” Ibn Ishaq confirms that forty men were sent to them; but As-Sahih states that they were seventy — Al-Mundhir bin ‘Amr, one of Bani Sa‘ida, nicknamed ‘Freed to die’ — commanded that group, who were the best and most learned in the Qur’ân and jurisprudence.
Auf ihrem Weg nach Najd sammelten sie Brennholz, um davon Nahrung für die Leute von „Ahl As-Suffah“ zu kaufen, als Almosen. Tagsüber taten sie das, und nachts lernten sie und meditierten über die Bedeutungen des Qur’ân. Sie setzten dies fort, bis sie den Brunnen von Ma‘una erreichten – einen Brunnen zwischen den Bani ‘Amir, Harrah und den Bani Saleem. Dort blieben sie und sandten die Botschaft des Propheten ﷺ mit Haram bin Milhan, dem Bruder der Umm Sulaim, zum Feind Allahs, ‘Amir bin At-Tufail. ‘Amir beachtete die Botschaft nicht, sondern befahl einem Mann, Haram von hinten mit dem Speer zu durchbohren. Als der Speer Harams Körper durchdrang und er das Blut sah, sprach er: „Allahu Akbar! (d. h. Allah ist der Größte) Beim Herrn der Ka‘bah, ich habe gewonnen!“ Daraufhin rief der Feind Allahs sogleich die Bani ‘Amir auf, die übrigen anzugreifen. Die Bani ‘Amir weigerten sich, weil sie unter dem Schutz von Abu Bara’ standen. Deshalb wandte er sich um Hilfe an die Bani Saleem. Die Leute von ‘Usaiyah, Ri‘al und Dhakwan, die zu den Bani Saleem gehörten, folgten seinem Ruf. Die Gefährten des Propheten ﷺ, die von Götzendienern umringt waren, kämpften weiter, bis sie alle getötet wurden. Der einzige Überlebende war Ka‘b bin Zaid bin An-Najjar, der verwundet unter den Toten hervorgetragen wurde. In der Schlacht am Graben (Al-Khandaq) wurde er getötet.
DIE INVASION GEGEN BANU AN-NADIR:
BANI AN-NADEER INVASION:
Wir haben bereits über das schändliche Verhalten der Juden gesprochen und darüber, wie sie stets danach dürsteten, das Blut der Muslime zu vergießen und die Sache des Islam zu untergraben, trotz all der Bündnisse und Versprechen, die sie dem Propheten ﷺ gegeben hatten. Nach dem Vorfall mit den Banu Qainuqa‘ und der Ermordung Ka‘b bin Al-Ashrafs schwankte ihr Verhalten zwischen Resignation und Nachlässigkeit, und nach der Schlacht von Uhud zwischen Rebellion, verbunden mit verräterischen heimlichen Kontakten zu den Quraisch und den Heuchlern, um ein Bündnis gegen die Muslime zu schmieden. Da sie im Kriegswesen unerfahren waren, griffen sie zu Verschwörung und Ränkespiel. Zunächst erklärten sie offen ihren Hass und ihre Feindschaft und wählten allerlei Listen, die den Muslimen schaden könnten, waren aber sehr darauf bedacht, keinerlei Feindseligkeiten zu eröffnen, die sie in einen offenen Krieg verwickeln könnten.
We have already spoken about the disgraceful behaviour of the Jews and how they were always thirsting to shed the blood of the Muslims and undermine the cause of Islam despite all the covenants and pledges they had given to the Prophet (Peace be upon him). Their behaviour fluctuated between resignation and slackness after the Banu Qainuqa‘ event and the murder of Ka‘b bin Al-Ashraf, and rebellion coupled with treacherous clandestine contacts with Quraish and the hypocrites in order to establish an alliance against the Muslims after the battle of Uhud. Being inexperienced in war tactics, they resorted to conspiracy and intrigue hatching. They first of all declared open hatred and enmity, and chose to play all sorts of tricks that might harm the Muslims, but were very careful not to initiate any sort of hostilities that might involve them in open war.
Der Prophet ﷺ seinerseits übte den höchsten Grad an Geduld gegenüber ihnen, doch sie gingen in ihren provozierenden Taten zu weit, besonders nach den Ereignissen von Ar-Raji‘ und Bi’r Ma‘una; sie unternahmen sogar einen Anschlag auf sein Leben.
The Prophet (Peace be upon him), on his part, exercised the highest degree of patience with them but they went too far in their provocative deeds, especially after Ar-Raji‘ and Ma‘una Well events; they even made an attempt on his life.
Einst machten sich der Prophet ﷺ mit einigen seiner Gefährten auf den Weg zu den Banu Nadeer, um deren Hilfe zu suchen, um das Blutgeld aufzubringen, das er an die Banu Kalb zahlen musste, für die beiden Männer, die ‘Amr bin Omaiyah Ad-Damari irrtümlich getötet hatte. All dies geschah im Einklang mit den Bestimmungen des Vertrags, den beide Parteien bereits unterzeichnet hatten. Nachdem sie seine Angelegenheit vernommen hatten, erklärten sie, dass sie sich an der Zahlung des Blutgeldes beteiligen würden, und baten ihn und seine Gefährten Abu Bakr, ‘Umar, ‘Ali und andere, sich unter eine Mauer ihrer Häuser zu setzen und zu warten. Die Juden hielten eine kurze geheime Besprechung ab und verschworen sich, den Propheten ﷺ zu töten. Der Boshafteste unter ihnen, ‘Amr bin Jahsh, erbot sich, auf die Mauer zu steigen und einen großen Mühlstein auf seinen Kopf fallen zu lassen. Einer von ihnen, Salam bin Mashkam, warnte sie davor, ein solches Verbrechen zu begehen, und sagte voraus, dass Allah ihnen ihren Plan offenbaren werde, und fügte hinzu, dass eine solche Tat einen offenkundigen Bruch des mit den Muslimen geschlossenen Bündnisses darstellen würde.
DER EINFALL IN NAJD:
THE INVASION OF NAJD:
Mit dem friedlichen Sieg, den die Muslime bei der Invasion der Bani An-Nadeer errangen, wurde ihre Kontrolle über Madinah unbestritten gefestigt, und die Heuchler zogen sich in Schweigen zurück und hörten auf, ihre listigen Ränke öffentlich zu betreiben. Infolgedessen hatte der Prophet ﷺ ausreichend Zeit, alle seine Kräfte und menschlichen Ressourcen darauf zu richten, die Wüstenbeduinen niederzuhalten und ihre schädlichen Provokationen sowie ihre bösartigen, hinterhältigen Praktiken einzudämmen, nämlich das Töten seiner Missionare und sogar die Erwägung eines Angriffs auf Madinah selbst. Inzwischen berichteten die muslimischen Aufklärungsgruppen vom Aufbau beduinischer Truppen der Bani Muharib und der Tha‘labah aus Ghatfan rund um Madinah. Der Prophet ﷺ brach mit den Muslimen eilig auf, um diese neuen Gesetzlosen zu züchtigen, ihnen Furcht einzuflößen und sie davon abzuhalten, weitere frevelhafte Taten zu begehen. Diese abschreckenden Unternehmungen wurden wiederholt durchgeführt und brachten wirksame Ergebnisse. Die aufsässigen, hartherzigen Wüstenbeduinen wurden in die Berge vertrieben, und Madinah blieb vollständig gegen ihre Überfälle geschützt. Im Zusammenhang mit diesen Feldzügen verdient ein bedeutender besondere Beachtung: die Expedition Dhat Ar-Riqa‘ (Lumpen), die nach Ansicht einiger Gelehrter im Rabi‘ Ath-Thani oder Jumada Al-Ula des 4. Jahres nach der Hidschra in Najd (einem großen Hochplateau auf der Arabischen Halbinsel) stattfand. Sie stützen ihre Behauptung darauf, dass es strategisch notwendig gewesen sei, diesen Feldzug durchzuführen, um die aufsässigen Beduinen zu bezwingen und so den Erfordernissen der vereinbarten Begegnung mit den Polytheisten gerecht zu werden, nämlich dem kleinen Schlacht von Badr im Sha‘ban des 4. Jahres nach der Hidschra. Die authentischste Meinung jedoch ist, dass der Feldzug Dhat Ar-Riqa‘ nach der Eroberung Chaibars stattfand. Dies wird durch die Tatsache gestützt, dass Abu Hurairah und Abu Musa Al-Ash‘ari (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) an der Schlacht teilnahmen. Abu Hurairah nahm den Islam nur wenige Tage vor Chaibar an, und Abu Musa Al-Asch'ari kehrte aus Abessinien (Äthiopien) zurück und schloss sich dem Propheten ﷺ in Chaibar an. Die Bestimmungen zum Gebet in Furcht, das der Prophet ﷺ in der Schlacht von Dhat Ar-Riqa' verrichtete, wurden bei der Expedition von 'Asfan offenbart, und dies geschah zweifelsfrei nach der Schlacht am Graben (Al-Khandaq) Ende des 5. Jahres nach der Hidschra.
With the peaceful victory that the Muslims achieved at Bani An-Nadeer invasion, their control over Madinah was undisputedly established, and the hypocrites receded to a state of silence and stopped their artful machinations publicly. Consequently the Prophet (Peace be upon him) had ample time to direct all his energies and human resources towards suppressing the desert bedouins and curbing their harmful provocations and wicked malicious practices of killing his missionaries and even contemplating an invasion of Madinah itself. Meanwhile, the Muslim scouting groups reported building up of bedouin troops of Bani Muharib and Tha‘labah of Ghatfan around Madinah. The Prophet (Peace be upon him), with the Muslims, hurriedly set out to discipline those new outlaws, cast fear into their hearts and deter them from perpetrating further wicked practices. These deterring operations were carried out repeatedly and did produce effective results. The rebellious hard-hearted desert bedouins were terrorized into the mountains, and Madinah remained completely immune against their raids. In the context of these invasions, it is interesting to draw some prominence to a significant one ¾ Dhat Ar-Riqa‘ (rags) campaign ¾ which some scholars claim, took place in Najd ( a large area of tableland in the Arabian Peninsula) in Rabi‘ Ath-Thani or Jumada Al-Ula, 4 A.H. They substantiate their claim by saying that it was strategically necessary to carry out this campaign in order to quell the rebellious bedouins in order to meet the exigencies of the agreed upon encounter with the polytheists, i.e. minor Badr Battle in Sha‘ban, 4 A.H. The most authentic opinion, however, is that Dhat Ar-Riqa‘ campaign took place after the fall of Khaibar. This is supported by the fact that Abu Hurairah and Abu Musa Al-Ash‘ari (May Allah be pleased with her) witnessed the battle. Abu Hurairah embraced Islam only some days before Khaibar, and Abu Musa Al-Ash‘ari came back from Abyssinia (Ethiopia) and joined the Prophet (Peace be upon him) at Khaibar. The rules relating to the prayer of fear which the Prophet (Peace be upon him) observed at Dhat Ar-Riqa‘ campaign, were revealed at ‘Asfan Invasion and this beyond a shadow of doubt took place after Al-Khandaq (the trench) Battle in late 5 A.H.
DIE ZWEITE INVASION VON BADR:
THE INVASION OF BADR, THE SECOND:
Als die Muslime die Macht der arabischen Wüstenstämme gebrochen und sich vor deren Übeln geschützt hatten, begannen sie mit den Vorbereitungen, um ihrem großen Feind entgegenzutreten. Ein Jahr war vergangen, seit sie bei Uhud gegen die Quraisch gekämpft hatten. Es war daher an der Zeit, ihnen erneut zu begegnen und den Krieg wieder aufzunehmen, um zu entscheiden, welche der beiden Parteien des Überlebens würdig war. Im Sha‘ban des 4. Jahres nach der Hidschra, Januar 626 n. Chr., brach der Gesandte Allahs ﷺ nach Badr auf, begleitet von eintausendfünfhundert Kämpfern und zehn berittenen Reitern, und ‘Ali bin Abi Talib trug das Banner. ‘Abdullah bin Rawahah wurde während der Abwesenheit des Propheten ﷺ die Verwaltung von Madinah übertragen. Als sie Badr erreichten, blieben die Muslime dort und warteten darauf, dass die Götzendiener kommen würden. Die Streitmacht Abu Sufyans bestand aus zweitausend Fußsoldaten und fünfzig Reitern. Sie erreichten Mar Az Zahran, eine Strecke von Mekka entfernt, und lagerten an einer Wasserstelle namens Mijannah. Abu Sufyan, widerwillig, entmutigt und über die Folgen des bevorstehenden Kampfes äußerst verängstigt, wandte sich an seine Leute und begann, feige, fadenscheinige Vorwände vorzubringen, um seine Männer vom Krieg abzubringen, und sagte: „O Stamm der Quraisch! Nichts wird eure Lage verbessern außer einem fruchtbaren Jahr – einem Jahr, in dem eure Tiere sich von Pflanzen und Büschen ernähren und euch Milch zu trinken geben. Und ich sehe, dass dies ein regenloses Jahr ist; deshalb kehre ich nun um und empfehle euch, mit mir zurückzukehren.“ Offenbar hegte auch sein Heer dieselben Ängste und Befürchtungen, denn sie gehorchten ihm bereitwillig und ohne das geringste Zögern.
When the Muslims destroyed the power of the Arab-desert tribes and guarded themselves against their evils, they started preparations to encounter their great enemy. A year elapsed since they fought Quraish at Uhud. So it was due time to meet them and start war again in order to determine which of the two parties was worthy of survival. In Sha‘ban 4 A.H., January 626 A.D., the Messenger of Allâh (Peace be upon him) set out to Badr accompanied by one thousand and five hundred fighters and ten mounted horsemen, and with ‘Ali bin Abi Talib as standard bearer. ‘Abdullah bin Rawahah was given authority over Madinah during the Prophet ’s absence. Reaching Badr, the Muslims stayed there waiting for the idolaters to come. Abu Sufyan’s forces comprised two thousand footmen and fifty horsemen. They reached Mar Az Zahran, some distance form Makkah, and camped at a water place called Mijannah. Being reluctant, discouraged and extremely terrified of the consequences of the approaching fight, Abu Sufyan turned to his people and began to introduce cowardice-based flimsy pretexts in order to dissuade his men from going to war, saying: “O tribe of Quraish! Nothing will improve the condition you are in but a fruitful year — a year during which your animals feed on plants and bushes and give you milk to drink. And I see that this is a rainless year, therefore I am returning now and I recommend you to return with me.” It seems that his army were also possessed of the same fears and apprehensions, for they readily obeyed him without the least hesitation.
DIE INVASION VON DUMAT AL-DSCHANDAL:
THE INVASION OF DOUMAT AL-JANDAL:
Mit der Rückkehr des Gesandten von Badr herrschten Frieden und Sicherheit im ganzen Gebiet, und die islamische Zentrale, Madinah, genoss volle Sicherheit. Der Prophet ﷺ hielt es daraufhin für angemessen und richtig, in die entlegensten Gebiete Arabiens aufzubrechen, um alle feindlichen Kräfte zu unterwerfen und von Freund wie Feind eine unbestrittene Anerkennung zu erzwingen.
With the Messenger’s return from Badr, peace and security prevailed the whole area; and the Islamic headquarters, Madinah, enjoyed full security. The Prophet (Peace be upon him) then deemed it fit and appropriate to head for the most distant areas of Arabia in order to subdue all hostile elements in order to force undisputed recognition out of friend and enemy alike.
Nach einer sechsmonatigen Phase ohne militärische Aktivitäten erhielt der Prophet ﷺ die Nachricht, dass einige Stämme in der Umgebung von Doumat Al-Jandal an der Grenze zu Syrien Straßenraub und Plünderungen betrieben und sich auf dem Weg befanden, Truppen zu sammeln und sogar Madinah selbst anzugreifen. Er bestimmte sofort Siba‘ bin ‘Arfatah Al-Ghifari dazu, während seiner Abwesenheit die Angelegenheiten Madinahs zu regeln, und brach Ende Rabi‘ Al-Awwal im 5. Jahr nach der Hidschra an der Spitze von 1000 Muslimen auf. Als Wegweiser nahm er einen Mann namens Madhkur aus den Bani ‘Udhrah mit.
After a six-month lull of military activities, the Prophet (Peace be upon him) was reported that some tribes, in the vicinity of Doumat Al-Jandal, on the borders of Syria, were involved in highway robbery and plundering, and were on their way to muster troops and raid Madinah itself. He immediately appointed Siba‘ bin ‘Arfatah Al-Ghifari to dispose the affairs of Madinah during his absence, and set out at the head of 1000 Muslims in late Rabi‘ Al-Awwal, 5 A.H. taking with him a man, named Madhkur, from Bani ‘Udhrah, as a guide.
Auf ihrem Weg nach Doumat Al-Jandal marschierten sie nachts und versteckten sich tagsüber, damit sie den Feind überraschen konnten. Als sie sich ihrem Ziel näherten, stellten die Muslime fest, dass die Straßenräuber an einen anderen Ort gezogen waren, also nahmen sie ihr Vieh und ihre Hirten gefangen. Auch die Bewohner von Doumat Al-Jandal waren in alle Richtungen geflohen, um ihr Leben zu retten, und hatten ihre Wohnstätten verlassen. Der Prophet ﷺ blieb dort fünf Tage, während derer er Expeditionstruppen aussandte, um nach den feindlichen Kämpfern zu suchen, doch sie entdeckten keinen. Dann kehrte er nach Madinah zurück, schloss aber auf dem Weg einen Friedensvertrag mit ‘Uyainah bin Hisn. Doumat Al-Jandal liegt etwa fünfzehn Tagesmärsche von Madinah und fünf von Damaskus entfernt.
On their way to Doumat Al-Jandal, they used to march by night and hide by day, so that they might take the enemy by surprise. When they drew near their destination, the Muslims discovered that the highway men had moved to another place, so they captured their cattle and shepherds. The inhabitants of Doumat Al-Jandal had also fled in all directions for their lives and evacuated their habitations. The Prophet (Peace be upon him) stayed there for 5 days during which he despatched expeditionary forces to hunt for the enemy personnel but they detected none. He then returned to Madinah but en route he entered into a peace treaty with ‘Uyainah bin Hisn. Doumat Al-Jandal is located at about a distance of fifteen days march from Madinah and five from Damascus.