Die zweite Phase: Die offene Verkündigung
The Second Phase Open Preaching
ERSTE OFFENBARUNG BEZÜGLICH DER OFFENBARUNG DIE VERKÜNDIGUNG:
FIRST REVELATION REGARDING REVELATION THE PREACHING:
„Und warne deinen nächsten Stamm vor dem Gericht." [26:214] Hinweis zur Übersetzung: Der Vers lautet im Original "And warn your tribe of near kindred", wobei die Anrede „O Muhammad" ebenfalls im Original steht und laut den Regeln nicht als Teil eines Qur'an-Verses übersetzt wird, da der Vers selbst in geschweiften Klammern stehen müsste. Korrekt übersetzt ergibt sich daher: „Und warne deinen nächsten Stamm." [26:214] Hier die vollständige Übersetzung gemäß den Vorgaben: „[O Muhammad ﷺ] Und warne deine nächsten Verwandten, deinen Stamm." [26:214]
"And warn your tribe [O Muhammad (Peace be upon him) ] of near kindred." [26:214].
Dies war der erste Vers, der in dieser Angelegenheit offenbart wurde. Er ist in der Sure Asch-Schu'ara (Kapitel 26 – Die Dichter) enthalten, die die Geschichte von Moses (Friede sei mit ihm) erzählt, von seinen frühen Tagen der Prophetenschaft über seine Auswanderung mit den Kindern Israels, ihre Flucht vor dem Pharao und seinem Volk bis hin zum Untergang des Pharaos und seiner Heerscharen im Wasser. Dieses Kapitel schildert tatsächlich die verschiedenen Stationen, die Moses (Friede sei mit ihm) in seinem Ringen mit dem Pharao und in seiner Aufgabe, sein Volk zu Allah zu rufen, durchlief. Darüber hinaus enthält es Geschichten, die von dem schrecklichen Ende berichten, das jenen bevorsteht, die die Gesandten für Lügner erklärten, wie das Volk Noahs, 'Ad, Thamud, Abraham, Lot und die Leute von Al-Aikah (die Gefährten des Waldes). (Eine Gruppe von Menschen, die einen Baum namens Aikah anbetete.)
This was the first verse to be revealed in this concern. It is included in Sûrah Ash-Shu'arâ (Chapter 26 - The Poets) which relates the story of Moses (Peace be upon him) from his early days of Prophethood going through his migration with the Children of Israel, their escape from the Pharaoh and his folk, and the drowning Pharaoh and his hosts. This Chapter in fact narrates the different stages that Moses (Peace be upon him) passed through in his struggle with Pharaoh and the mission of calling his people unto Allâh. Moreover, it includes stories that speak about the terrible end in store for those who belied the Messengers such as the people of Noah, 'Ad, Thamud, Abraham, Lout and Ahlul-Aikah (Companions of the Wood). (A group of people who used to worship a tree called Aikah).
Chronologisch gehört dieses Kapitel in die mittlere Makkazeit, als der Kontakt des Lichtes der Prophetie mit dem kulturellen Umfeld des heidnischen Makkas die Makkaner in ihrer hochmütigsten Haltung auf die Probe stellte. Die Botschaft, die dieses Kapitel vermittelt, lautet kurz gesagt: „Die Wahrheit ist unbezwingbar. Als der Geist der Prophetie nach Makka kam, wurde er von den Anhängern des Bösen bekämpft; doch die Wahrheit ist im Gegensatz zur Falschheit dazu bestimmt zu bleiben, während die Falschheit gewiss vergänglich ist."
Chronologically, this Chapter belongs to the middle Makkan period, when the contact of the light of Prophecy with the cultural milieu of pagan Makkah was testing the Makkans in their most arrogant mood. The Message that this Chapter communicates is in brief: "The Truth is insurmountable. When the spirit of Prophecy came to Makkah, it was resisted by the votaries of evil; but Truth, unlike falsehood, is bound to stay, whereas falsehood is surely perishable."
DIE VERWANDTEN IM GEHEIMEN RUFEN:
CALLING THE CLOSET KINSPEOPLE:
Dem Gebot Allahs folgend, versammelte Muhammad ﷺ seine Verwandten aus den Banu Haschim zusammen mit einer Gruppe der Banu al-Muttalib ibn ʿAbd Manaf. Die Zuhörerschaft zählte fünfundvierzig Männer.
In obedience to Allâh's Commands, Muhammad (Peace be upon him) rallied his kinsmen of Bani Hashim with a group of Bani Al-Muttalib bin 'Abd Munaf. The audience counted forty-five men.
Abu Lahab ergriff sogleich die Initiative und wandte sich an den Propheten ﷺ: „Dies sind deine Onkel und Vettern. Sprich weiter, aber zuerst musst du wissen, dass deine Sippe nicht in der Lage ist, allen Arabern standzuhalten. Ein weiterer Punkt, den du bedenken musst, ist, dass deine Verwandten für dich ausreichen. Wenn du ihrer Tradition folgst, wird es für sie leichter sein, als den anderen Sippen der Quraisch entgegenzutreten, die von den übrigen Arabern unterstützt werden. Wahrlich, ich habe nie von jemandem gehört, der seiner Sippe mehr Schaden zugefügt hat als du.“ Der Gesandte Allahs ﷺ schwieg und sagte in jener Versammlung nichts.
Abu Lahab immediately took the initiative and addressed the Prophet (Peace be upon him): "These are your uncles and cousins, speak on to the point, but first of all you have got to know that your kinspeople are not in a position to withstand all the Arabs. Another point you have got to bear in mind is that your relatives are sufficient unto you. If you follow their tradition, it will be easier for them than to face the other clans of Quraish supported by the other Arabs. Verily, I have never heard of anyone who has incurred more harm on his kinspeople than you." The Messenger of Allâh (Peace be upon him) kept silent and said nothing 7in that meeting.
Er lud sie zu einer weiteren Zusammenkunft ein und erreichte, dass man ihn anhörte. Dann erhob er sich und hielt eine kurze Rede, in der er recht überzeugend darlegte, worum es ging. Er sagte: „Ich preise Allâh, ich suche Seine Hilfe, ich glaube an Ihn, ich vertraue auf Ihn, und ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, der angebetet werden darf, außer Allâh, und dass Er keinen Teilhaber hat. Ein Wegweiser kann seinem Volk niemals die Unwahrheit sagen. Ich schwöre bei Allâh, dass es keinen Gott außer Ihm gibt, dass ich als Gesandter zu euch im Besonderen und zu allen Menschen im Allgemeinen gesandt worden bin. Ich schwöre bei Allâh, ihr werdet sterben, so wie ihr einschlaft, und ihr werdet auferweckt werden, so wie ihr aufwacht. Ihr werdet für eure Taten zur Rechenschaft gezogen. Dann kommt entweder das Höllenfeuer für immer oder der Garten (das Paradies) für immer.“
He invited them to another meeting and managed to secure audience. He then stood up and delivered a short speech explaining quite cogently what was at stake. He said: "I celebrate Allâh's praise, I seek His help, I believe in Him, I put my trust in Him, I bear witness that there is no god to be worshipped but Allâh with no associate. A guide can never lie to his people. I swear by Allâh, there is no god but He, that I have been sent as a Messenger to you, in particular and to all the people, in general. I swear by Allâh you will die just as you sleep, you will be resurrected just as you wake up. You will be called to account for your deeds. It is then either Hell forever or the Garden (Paradise) forever.".
AUF DEM BERG AS-SAFA:
ON MOUNT AS-SAFA:
Nachdem der Gesandte Allahs ﷺ sich der Verpflichtung Abu Talibs zu seinem Schutz gewiss geworden war, während er die Menschen zu Allah rief, stand er eines Tages auf dem Berg As-Safa auf und rief laut: „O Sabahah!" * Sippen der Quraisch kamen zu ihm. Er rief sie dazu auf, die Einheit Allahs zu bezeugen und an seine Gesandtschaft und an den Tag der Auferstehung zu glauben. Al-Bukhari überlieferte einen Teil dieser Geschichte auf die Autorität von Ibn 'Abbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: „Als die folgenden Verse offenbart wurden:
After the Messenger of Allâh (Peace be upon him) became sure of Abu Talib's commitment to his protection while he called the people unto Allâh, he stood up on Mount As-Safa one day and called out loudly: "O Sabahah! * " Septs of Quraish came to him. He called them to testify to the Oneness of Allâh and believe in his Messengership and the Day of Resurrection. Al-Bukhari reported part of this story on the authority of Ibn 'Abbas 9May Allah be pleased with him). He said: "When the following verses were revealed:
„Und warne deinen nächsten Stamm vor dem Gericht." [26:214] Hinweis zur Übersetzung: Der Vers lautet im Original "And warn your tribe of near kindred", wobei die Anrede „O Muhammad" ebenfalls im Original steht und laut den Regeln nicht als Teil eines Qur'an-Verses übersetzt wird, da der Vers selbst in geschweiften Klammern stehen müsste. Korrekt übersetzt ergibt sich daher: „Und warne deinen nächsten Stamm." [26:214] Hier die vollständige Übersetzung gemäß den Vorgaben: „[O Muhammad ﷺ] Und warne deine nächsten Verwandten, deinen Stamm." [26:214]
"And warn your tribe [O Muhammad (Peace be upon him) ] of near kindred." [26:214].
Der Gesandte Allahs (Friede sei mit ihm) stieg auf den Berg As-Safa und begann zu rufen: „O Bani Fahr! O Bani 'Adi (zwei Sippen der Quraisch)!“ Viele Menschen versammelten sich, und diejenigen, die nicht kommen konnten, schickten jemanden, der ihnen berichtete. Auch Abu Lahab war anwesend. Der Prophet ﷺ sprach: „Seht, wenn ich euch sagte, dass Reiter im Tal seien, die einen Überfall auf euch planen, würdet ihr mir glauben?“ Sie sagten: „Ja, von dir haben wir nie eine Lüge erfahren.“ Er sprach: „Ich bin euch ein Warner vor einer schweren Strafe.“ Abu Lahab erwiderte sogleich: „Verderben über euch alle den ganzen Tag! Dafür habt ihr uns zusammengerufen?“ Bei dieser Gelegenheit wurden sofort die Verse offenbart:
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) ascended Mount As-Safa and started to call: "O Bani Fahr! O Bani 'Adi (two septs of Quraish)." Many people gathered and those who couldn't, sent somebody to report to them. Abu Lahab was also present. The Prophet (Peace be upon him) said: "You see, if I were to tell you that there were some horsemen in the valley planning to raid you, will you believe me?" They said: "Yes, we have never experienced any lie from you." He said: "I am a warner to you before a severe torment." Abu Lahab promptly replied: "Perish you all the day! Have you summoned us for such a thing?" The verses were immediately revealed on that occasion:
DIE WAHRHEIT LAUTSTARK VERKÜNDEN UND DIE REAKTION DER POLYTHEISTEN:
SHOUTING THE TRUTH AND THE POLYTHEISTS' REACTION:
Die Stimme des Propheten ﷺ hallte weiterhin in Makkah wider, bis der folgende Vers offenbart wurde:
The Prophet's voice kept reverberating in Makkah until the following verse was revealed:
„Verkünde nun offen, was dir befohlen wird, und wende dich von den Götzendienern ab." [15:94]
"Therefore proclaim openly (Allâh's Message — Islamic Monotheism), that which you are commanded, and turn away from Al-Mushrikûn (polytheists)." [15:94].
Danach begann er, die abergläubischen Praktiken des Götzendienstes zu widerlegen, indem er ihre wertlose Wirklichkeit und ihre völlige Ohnmacht aufzeigte, und er führte konkrete Beweise dafür an, dass der Götzendienst an sich, oder dass man ihn als Mittel betrachtet, durch das ein Götzendiener mit Allah in Verbindung treten könne, eine offenkundige Falschheit ist.
He then commenced discrediting the superstitious practices of idolatry, revealing its worthless reality and utter impotence, and giving concrete proofs that idolatry per se or taking it as the media through which an idolater could come in contact with Allâh, is manifest falsehood.
Die Mekkaner brachen ihrerseits in Empörung und Missbilligung aus. Die Worte Muhammads ﷺ schlugen wie ein Donnerschlag ein und stellten das altehrwürdige ideologische Leben Mekkas auf den Kopf. Sie konnten es sich kaum leisten, zu hören, dass jemand Polytheisten und Götzendiener mit der Beschreibung irregeleiteter Menschen belegte. Sie begannen, ihre Mittel zu mobilisieren, um die Angelegenheit beizulegen, die vorwärtsstürmende Revolution niederzuschlagen und den Anhängern dieser Bewegung einen präventiven Schlag zu versetzen, bevor sie ihre geheiligten Traditionen und das seit langem bestehende Erbe verschlingt und zermalmt. Die Mekkaner waren tief überzeugt, dass die Verweigerung der Göttlichkeit für jeden außer Allah und dass der Glaube an die göttliche Botschaft und das Jenseits in vollständiger Gefolgschaft und unbedingter Hingabe zu verstehen sind. Dies wiederum lässt ihnen keinerlei Raum, Autorität über sich selbst, über ihr Vermögen, geschweige denn über ihre Untergebenen zu beanspruchen. Kurz gesagt: Ihre angemaßte, religiös begründete Vorherrschaft und Willkür hätten keine Geltung mehr; ihre Vergnügungen würden den Vergnügungen Allahs und Seines Gesandten ﷺ untergeordnet, und schließlich müssten sie davon Abstand nehmen, jenen Unrecht zuzufügen, die sie fälschlicherweise für schwach hielten, und in ihrem Alltag furchtbare Sünden zu begehen. Sie waren sich dieser Bedeutungen bereits voll bewusst, und deshalb brachten sie es nicht über sich, diese „schmachvolle“ Stellung zu akzeptieren – nicht aus Motiven der Würde und Ehre, sondern vielmehr deshalb, weil:
EIN BERATENDES GREMIUM, DAS PILGER VOM RUF MUHAMMADS FERNHÄLT:
AN ADVISORY COUNCIL TO DEBAR PILGRIMS FROM MUHAMMAD'S CALl:
Zu jener Zeit beschäftigte die Quraisch noch ein weiteres ernstes Anliegen: Die öffentliche Verkündung des Rufs war erst wenige Monate alt, als die Pilgerzeit bald bevorstand. Die Quraisch wussten, dass die arabischen Abgesandten in kurzer Zeit eintreffen würden. Sie kamen überein, dass es notwendig sei, sich eine Maßnahme zu überlegen, die die arabischen Pilger dem neuen Glauben entfremden würde, den Muhammad ﷺ verkündete. Sie gingen zu Al-Walid ibn Al-Mughira, um diese Frage zu beraten. Al-Walid lud sie ein, sich auf einen einstimmigen Beschluss zu einigen, der die Zustimmung aller finden könnte. Sie waren sich jedoch uneins. Einige schlugen vor, ihn als Kahin, also Wahrsager, zu bezeichnen; doch dieser Vorschlag wurde verworfen mit der Begründung, seine Worte seien nicht in Reimform. Andere schlugen vor, ihn Madschnun zu nennen, also von Dschinn besessen; auch dies wurde abgelehnt, da, wie sie behaupteten, keine Anzeichen eines solchen Geisteszustands zu erkennen seien. „Warum sagen wir nicht, er sei ein Dichter?“, sagten einige. Auch hier konnten sie keine gemeinsame Übereinkunft erzielen, da, wie sie vorbrachten, seine Worte völlig außerhalb des Wortschatzes der Dichtung lägen. „Nun gut, dann werfen wir ihm vor, Zauberei zu betreiben“, war ein vierter Vorschlag. Auch hier zeigte Al-Walid einige Zurückhaltung und sagte, es sei bekannt, dass der Prophet ﷺ sich niemals mit dem Blasen auf Knoten abgegeben habe, und räumte ein, dass seine Rede von Grund auf süß schmecke. Dennoch hielt er die glaubwürdigste Anschuldigung gegen Muhammad ﷺ für Zauberei. Die gottlose Gesellschaft übernahm diese Meinung und einigte sich darauf, eine einheitliche Formel zu verbreiten, wonach er ein Zauberer sei, so mächtig und gebieterisch in seiner Kunst, dass er erfolgreich Sohn von Vater, Mann von seinem Bruder, Frau von ihrem Ehemann und Mann von seinem Stamm entfremden würde. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Allah sechzehn Verse in Bezug auf Al-Walid und die listige Methode offenbarte, die er ersann, um die Menschen zu manipulieren, die zur Pilgerfahrt nach Makka erwartet wurden. Allah sagt:
During those days, Quraish had another serious concern; the proclamation of the Call had only been a few months old when the season of pilgrimage was soon to come. Quraish knew that the Arab delegates were coming within a short time. They agreed that it was necessary to contemplate a device that was bound to alienate the Arab pilgrims from the new faith preached by Muhammad (Peace be upon him). They went to see Al-Waleed bin Al-Mugheerah to deliberate on this issue. Al-Waleed invited them to agree on a unanimous resolution that could enjoy the approbation of them all. However, they were at variance. Some suggested that they describe him as Kahin, i.e., soothsayer; but this suggestion was turned down on grounds that his words were not so rhymed. Others proposed Majnun, i.e., possessed by jinn; this was also rejected because no insinuations peculiar to that state of mind ware detected, they claimed. "Why not say he is a poet?" Some said. Here again they could not reach a common consent, alleging that his words were totally outside the lexicon of poetry. "OK then; let us accuse him of practising witchcraft," was a fourth suggestion. Here also Al-Waleed showed some reluctance saying that the Prophet (Peace be upon him) was known to have never involved himself in the practice of blowing on the knots, and admitted that his speech was sweet tasting root and branch. He, however, found that the most plausible charge to be levelled against Muhammad (Peace be upon him) was witchcraft. The ungodly company adopted this opinion and agreed to propagate one uniform formula to the effect that he was a magician so powerful and commanding in his art that he would successfully alienate son from father, man from his brother, wife from her husband and man from his clan. It is noteworthy in this regard to say that Allâh revealed sixteen verses as regards Al-Waleed and the cunning method he contemplated to manipulate the people expected to arrive in Makkah for pilgrimage. Allâh says:
DIE ERSTE AUSWANDERUNG NACH ABESSINIEN (ÄTHIOPIEN):
THE FIRST MIGRATION TO ABYSSINIA (ETHIOPIA):
Die Reihe der Verfolgungen begann spät im vierten Jahr der Prophetenschaft, zunächst langsam, nahm jedoch stetig zu und verschlimmerte sich von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, bis die Lage in der Mitte des fünften Jahres so außerordentlich ernst und nicht mehr erträglich geworden war, dass die Muslime ernsthaft darüber nachzudenken begannen, machbare Wege zu finden, die geeignet waren, die schmerzhaften Qualen abzuwenden, die ihnen zugefügt wurden. Gerade in jener finsteren und verzweifelten Zeit wurde die Sûrah Al-Kahf (Kapitel 18 – Die Höhle) offenbart, die eindeutige Antworten auf die Fragen enthielt, mit denen die Vielgottanbeter von Makkah den Propheten ﷺ unablässig bedrängten. Sie umfasst drei Geschichten, die höchst aufschlussreiche Gleichnisse enthalten, die die wahren Gläubigen in sich aufnehmen sollen. Die Geschichte der Gefährten der Höhle enthält die unausgesprochene Anleitung für die Gläubigen, die Brennpunkte des Unglaubens und der Aggression zu verlassen, die die Gefahr in sich bergen, vom wahren Glauben abgebracht zu werden:
The series of persecutions started late in the fourth year of Prophethood, slowly at first, but steadily accelerated and worsened day by day and month by month until the situation got so extremely grave and no longer tolerable in the middle of the fifth year, that the Muslims began to seriously think of feasible ways liable to avert the painful tortures meted out to them. It was at that gloomy and desperate time that Sûrah Al-Kahf (Chapter 18 — The Cave) was revealed comprising definite answers to the questions with which the polytheists of Makkah constantly pestered the Prophet (Peace be upon him). It comprises three stories that include highly suggestive parables for the true believers to assimilate. The story of the Companions of the Cave implies implicit guidance for the believers to evacuate the hot spots of disbelief and aggression pregnant with the peril of enticement away from the true religion:
Die jungen Männer sagten zueinander): „Und wenn ihr euch von ihnen und dem, was sie außer Allah anbeten, zurückzieht, so sucht Zuflucht in der Höhle; euer Herr wird euch von Seiner Barmherzigkeit einen Weg eröffnen und euch eure Angelegenheit erleichtern (d. h. Er wird euch geben, was ihr an Versorgung, Unterkunft usw. benötigt)." [18:16]
The young men said to one another): And when you withdraw from them, and that which they worship, except Allâh, then seek refuge in the Cave, your Lord will open a way for you from His Mercy and will make easy for you your affair (i.e. will give you what you will need of provision, dwelling, etc.)18:16].
Ferner gibt es die Geschichte von Al-Khidr (dem Lehrer aus Arabien) und Moses (Friede sei mit ihm), die auf eindeutige und einfühlsame Weise auf die Wechselfälle des Lebens verweist. Die künftigen Umstände des Lebens sind nicht notwendigerweise das Ergebnis der herrschenden Verhältnisse, sie können vielmehr das genaue Gegenteil sein. Mit anderen Worten: Der Krieg, der gegen die Muslime geführt wurde, würde in Zukunft eine andere Wendung nehmen, und die tyrannischen Unterdrücker würden eines Tages selbst leiden und denselben Qualen unterworfen werden, denen die Muslime damals ausgesetzt waren. Ferner gibt es die Geschichte von Dhul-Qarnain (dem Zweihörnigen), dem mächtigen Herrscher über West und Ost. Diese Geschichte sagt ausdrücklich, dass Allah Seine rechtschaffenen Diener die Erde und alles, was auf ihr ist, erben lässt. Sie besagt auch, dass Allah von Zeit zu Zeit einen rechtschaffenen Mann erweckt, um die Schwachen gegen die Starken zu schützen.
Die Sure Az-Zumar (Kapitel 39 – Die Scharen) wurde daraufhin offenbart; sie weist unmittelbar auf die Auswanderung hin und erklärt, dass die Erde weit genug ist und die Gläubigen sich nicht durch die Mächte der Tyrannei und des Bösen eingeengt fühlen dürfen.
Sûrah Az-Zumar (Chapter 39 — The Crowds) was then revealed pointing directly to migration and stating that the earth is spacious enough and the believers must not consider themselves constrained by the forces of tyranny and evil:
„Gutes ist (der Lohn) für diejenigen, die in dieser Welt Gutes tun, und Allahs Erde ist weit (so dass man, wenn man Allah an einem Ort nicht dienen kann, an einen anderen gehen soll)! Nur denjenigen, die geduldig sind, wird ihr Lohn in voller Höhe und ohne Abrechnung zuteilwerden." [39:10].
"Good is (the reward) for those who do good in this world, and Allâh's earth is spacious (so if you cannot worship Allâh at a place, then go to another)! Only those who are patient shall receive their rewards in full without reckoning." [39:10].
Der Prophet ﷺ wusste bereits, dass Ashamah Negus, der König von Abessinien (Äthiopien), ein gerechter Herrscher war, der keinem seiner Untergebenen Unrecht tun würde. Deshalb erlaubte er einigen seiner Anhänger, dort in Abessinien (Äthiopien) Zuflucht zu suchen.
The Prophet (Peace be upon him) had already known that Ashamah Negus, king of Abyssinia (Ethiopia), was a fair ruler who would not wrong any of his subordinates, so he permitted some of his followers to seek asylum there in Abyssinia (Ethiopia).
Im Rajab des fünften Jahres der Prophetenschaft machte sich eine Gruppe von zwölf Männern und vier Frauen auf den Weg nach Abessinien (Äthiopien). Unter den Auswanderern waren 'Uthman bin 'Affan und seine Frau Ruqaiyah [die Tochter des Propheten ﷺ]. Über diese beiden Auswanderer sagte der Prophet ﷺ:
In Rajab of the fifth year of Prophethood, a group of twelve men and four women left for Abyssinia (Ethiopia). Among the emigrants were 'Uthman bin 'Affan and his wife Ruqaiyah [the daughter of the Prophet (Peace be upon him)]. With respect to these two emigrants, the Prophet (Peace be upon him) said:
„Sie sind die ersten Menschen, die nach Abraham und Lot (Friede sei mit ihnen) um Allahs willen auswanderten."
"They are the first people to migrate in the cause of Allâh after Abraham and Lot (Peace be upon them) .".
Sie schlichen sich unter dem dichten Vorhang einer dunklen Nacht aus Makkah hinaus und machten sich zum Meer auf, wo zufällig zwei Boote nach Abessinien (Äthiopien), ihrem Ziel, segelten. Die Nachricht von ihrer beabsichtigten Abreise drang zu den Ohren der Quraisch, weshalb einige Männer zu ihrer Verfolgung entsandt wurden. Doch die Gläubigen hatten den Hafen von Shu'aibah bereits verlassen und sich ihrer sicheren Zuflucht zugewandt, wo sie herzlich empfangen und gebührend bewirtet wurden.
„Hört nicht auf diesen Qur'ân und macht Lärm, während er rezitiert wird, damit ihr die Oberhand gewinnt." [41:26].
"Listen not to this Qur'ân, and make noise in the midst of its (recitation) that you may overcome." [41:26].
Als die unbeschreiblich faszinierenden Worte Allahs unmittelbar in ihre Herzen drangen, waren sie hingerissen, vergaßen die materielle Welt um sich her und versanken in einem Zustand völliger Aufmerksamkeit für die göttlichen Worte, so sehr, dass sie, als der Prophet ﷺ das stürmische, herzbewegende Ende erreichte,
When the unspeakably fascinating Words of Allâh came into direct contact with their hearts, they were entranced and got oblivious of the materialistic world around them and were caught in a state of full attentiveness to the Divine Words to such an extent that when the Prophet (Peace be upon him) reached the stormy heart-beating ending:
„So werft euch nieder vor Allah und dient Ihm (allein)." [53:62].
"So fall you down in prostration to Allâh and worship Him (Alone)." [53:62].
Die Götzendiener warfen sich unbewusst und in voller Fügsamkeit nieder, in völliger gottesfürchtiger und makelloser Hingabe. Es war in der Tat der wunderbare Augenblick der Wahrheit, der die verstockten Herzen der Hochmütigen und die Haltung der Spötter durchbrach. Sie standen entsetzt da, als sie erkannten, dass die Worte Allahs ihre Herzen erobert und genau das bewirkt hatten, was sie mit aller Kraft zu vernichten und auszurotten versucht hatten. Ihre Mitgötzendiener, die nicht an der Szene anwesend gewesen waren, machten ihnen heftige Vorwürfe und tadelten sie scharf. Daraufhin begannen sie, Lügen zu erfinden und den Propheten ﷺ zu verleumden, indem sie behaupteten, er habe ihren Götzen große Verehrung entgegengebracht und ihnen die Macht erwünschter Fürbitte zugeschrieben. All dies waren verzweifelte Versuche, eine scheinbar annehmbare Rechtfertigung dafür zu finden, dass sie sich an jenem Tag zusammen mit dem Propheten ﷺ niederwarfen. Natürlich entsprach dieses törichte und ungerechte verleumderische Verhalten ihrer lebenslang gepflegten Gewohnheit des Lügens und der Ränkeschmiede.
The idolaters, unconsciously and with full compliance, prostrated themselves in absolute god-fearing and stainless devotion. It was in fact the wonderful moment of the Truth that cleaved through the obdurate souls of the haughty and the attitude of the scoffers. They stood aghast when they perceived that Allâh's Words had conquered their hearts and done the same thing that they had been trying hard to annihilate and exterminate. Their co-polytheists who had not been present on the scene reproached and blamed them severely; consequently they began to fabricate lies and calumniate the Prophet (Peace be upon him) alleging that he had attached to their idols great veneration and ascribed to them the power of desirable intercession. All of these were desperate attempts made to establish an excusable justification for their prostrating themselves with the Prophet (Peace be upon him) on that day. Of course, this foolish and iniquitous slanderous behaviour was in line with their life-consecrated practice of telling lies and plot hatching.
QURAISCHS INTRIGE GEGEN DIE AUSWANDERER
QURAISH'S MACHINATION AGAINSTN THE EMIGRANTS:
Die Quraisch konnten es nicht ertragen, dass den Muslimen in Abessinien (Äthiopien) ein sicherer Zufluchtsort zur Verfügung stand. Sie entsandten daher zwei entschlossene Gesandte, um deren Auslieferung zu fordern. Es waren 'Amr bin Al-'As und 'Abdullah bin Abi Rabi'a – damals noch vor ihrer Annahme des Islam. Sie hatten wertvolle Geschenke für den König und seine Geistlichen mitgebracht und konnten einige der Hofbeamten auf ihre Seite ziehen. Die heidnischen Gesandten behaupteten, die muslimischen Flüchtlinge müssten aus Abessinien (Äthiopien) ausgewiesen und ihnen übergeben werden, mit der Begründung, sie hätten die Religion ihrer Vorväter aufgegeben, und ihr Anführer predige eine Religion, die sich von ihrer und von der des Königs unterscheide.
Quraish could not tolerate the prospect of a secure haven available for the Muslims in Abyssinia (Ethiopia), so they despatched two staunch envoys to demand their extradition. They were 'Amr bin Al-'As and 'Abdullah bin Abi Rabi'a — before embracing Islam. They had taken with them valuable gifts to the king and his clergy, and had been able to win some of the courtiers over to their side. The pagan envoys claimed that the Muslim refugees should be expelled from Abyssinia (Ethiopia) and made over to them, on the ground that they had abandoned the religion of their forefathers, and their leader was preaching a religion different from theirs and from that of the king.
Der König ließ die Muslime an den Hof rufen und bat sie, die Lehren ihrer Religion zu erklären. Die muslimischen Auswanderer hatten beschlossen, die ganze Wahrheit zu sagen, was auch immer die Folgen sein mochten. Ja'far bin Abi Talib erhob sich und wandte sich mit folgenden Worten an den König: „O König! Wir waren in die Tiefe der Unwissenheit und Barbarei versunken; wir beteten Götzen an, wir lebten in Unzucht, wir aßen Totes, und wir sprachen Abscheuliches; wir missachteten jedes Gefühl der Menschlichkeit, und die Pflichten der Gastfreundschaft und der Nachbarschaft wurden vernachlässigt; wir kannten kein Gesetz außer dem des Stärkeren. Da erweckte Allah unter uns einen Mann, dessen Abstammung, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Reinheit wir kannten. Er rief zur Einheit Allahs auf und lehrte uns, Ihm nichts beizugesellen. Er verbot uns die Verehrung von Götzen und gebot uns, die Wahrheit zu sprechen, unseren Treuhandschaften gerecht zu werden, barmherzig zu sein, die Rechte der Nachbarn sowie der Verwandten zu achten; er verbot uns, schlecht über Frauen zu reden oder das Vermögen der Waisen zu verzehren. Er befahl uns, den Lastern zu entfliehen und das Böse zu meiden, das Gebet zu verrichten, Almosen zu geben und zu fasten. Wir haben an ihn geglaubt, wir haben seine Lehren angenommen und seine Gebote, Allah allein zu verehren und Ihm nichts beizugesellen. Wir haben erlaubt, was Er erlaubt hat, und verboten, was Er verboten hat. Deshalb haben sich unser Volk gegen uns erhoben und uns verfolgt, um uns davon abzubringen, Allah zu verehren, und uns zur Verehrung von Götzen und anderen Abscheulichkeiten zurückzubringen. Sie haben uns gequält und verletzt, bis wir bei ihnen keine Sicherheit mehr fanden und in euer Land gekommen sind. Wir hoffen, dass ihr uns vor Unterdrückung schützen werdet.“
NOCH EINMAL NÄHERN SICH DIE QURAISCH ABU TALIB
ONECE MORE QURAISH APPROACHES ABU TALIB:
Als die Quraisch sahen, dass der Gesandte Allahs ﷺ unbeirrt an seiner Botschaft festhielt, erkannten sie, dass Abu Talib seinen Neffen niemals im Stich lassen würde, selbst wenn ihm dies ihre Feindschaft einbrachte. Einige von ihnen gingen daraufhin noch einmal zu ihm und nahmen einen Jüngling mit, namens 'Amarah bin Al-Waleed bin Al-Mugheerah, und sprachen: „O Abu Talib! Wir haben dir einen klugen jungen Mann gebracht, der noch in der Blüte seiner Jugend steht, damit du seinen Verstand und seine Kraft nutzt und ihn als deinen Sohn annimmst, im Austausch gegen deinen Neffen, der deiner Religion zuwidergehandelt, Zwietracht in die Gesellschaft gebracht und deine Lebensweise getadelt hat. So wollen wir ihn töten und dich von seinen endlosen Schwierigkeiten befreien. Mann für Mann, gerecht." Abu Talib antwortete: „Das ist wirklich ein unfairer Handel. Ihr gebt mir euren Sohn, damit ich ihn aufziehe, und ich gebe euch meinen Sohn, damit ihr ihn tötet! Bei Allah, das ist etwas Unglaubliches!" Al-Mut'im bin 'Adi, ein Mitglied der Delegation, unterbrach und sagte, die Quraisch seien bei diesem Handel fair gewesen, denn „sie wollten dich nur von dieser Quelle hasserfüllten Ärgers befreien, doch wie ich sehe, bist du entschlossen, ihre Gefälligkeiten abzulehnen." Abu Talib wies sämtliche Angebote natürlich zurück und forderte sie heraus, zu tun, was immer sie wollten. Die historischen Quellen nennen das genaue Datum dieser beiden Zusammenkünfte mit Abu Talib nicht. Sie scheinen jedoch am ehesten im sechsten Jahr der Prophetschaft mit einer kurzen Zeitspanne dazwischen stattgefunden zu haben.
Quraish, seeing that the Messenger of Allâh (Peace be upon him) was still intent on his Call, realized that Abu Talib would never forsake his nephew even if this incurred their enmity. Some of them then went to see him once more taking with them a youth called 'Amarah bin Al-Waleed bin Al-Mugheerah, and said, "O Abu Talib! we have brought you a smart boy still in the bloom of his youth, to make use of his mind and strength and take him as your son in exchange for your nephew, who has run counter to your religion, brought about social discord, found fault with your way of life, so that we kill him and rid you of his endless troubles; just man for man." Abu Talib's reply was, "It is really an unfair bargain. You give me your son to bring him up and I give you my son to kill him! By Allâh, it is something incredible!!" Al-Mut'im bin 'Adi, a member of the delegation, interrupted saying that Quraish had been fair in that bargain because "they meant only to rid you of that source of hateful trouble, but as I see you are determined to refuse their favours." Abu Talib, of course, turned down all their offers and challenged them to do whatever they pleased. Historical resources do not give the exact date of these two meetings with Abu Talib. They, however, seem more likely to have taken place in the sixth year of Prophethood with a brief lapse of time in between.
DIE ENTSCHEIDUNG DER TYRANNEN, DEN PROPHETEN ZU TÖTEN:
THE TYRANTS' DECISION TO KILL THE PROPHET:
Nachdem alle Ränke und Verschwörungen der Quraisch gescheitert waren, griffen sie zu ihren alten Praktiken der Verfolgung und fügten den Muslimen Qualen zu, und zwar auf ernstere und brutalere Weise als je zuvor. Sie begannen auch, den Gedanken zu hegen, den Propheten ﷺ zu töten. Tatsächlich diente dieses neue Vorgehen und dieser Gedanke entgegen ihren Erwartungen mittelbar dazu, den Ruf zum Islam zu festigen und ihn durch die Bekehrung zweier standhafter und mächtiger Helden Makkas zu stützen, nämlich Hamzah bin 'Abdul-Muttalib und 'Umar bin Al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein).
Now that all the schemes and conspiracof Quraish had failed, they resorted to their old practices of persecution and inflicting tortures on the Muslims in a more serious and brutal manner than ever before. They also began to nurse the idea of killing the Prophet (Peace be upon him). In fact, contrary to their expectations, this new method and this very idea served indirectly to consolidate the Call to Islam and support it with the conversion of two staunch and mighty heroes of Makkah, i.e. Hamzah bin 'Abdul-Muttalib and 'Umar bin Al-Khattab (May Allah be pleased with him).
„'Utaibah bin Abi Lahab trat einst dem Propheten ﷺ entgegen und schrie ihn mit größter Dreistigkeit und Unverfrorenheit an: „Ich verleugne: ‚Bei dem Stern, wenn er untergeht.' {53:1} und ‚Dann näherte er sich und kam heran.' {53:8} Mit anderen Worten: ‚Ich glaube an keinen Teil des Qur'ân.' Dann begann er, Muhammad ﷺ überheblich zu behandeln, legte gewaltsam Hand an ihn, zerriss sein Hemd und spuckte ihm ins Gesicht, doch sein Speichel verfehlte das heilige Antlitz des Propheten ﷺ. Daraufhin rief der Prophet ﷺ den Zorn Allahs auf 'Utaibah herab und flehte:'
'Utaibah bin Abi Lahab once approached the Prophet (Peace be upon him) and most defiantly and brazenly shouted at him, "I disbelieve in: "By the star when it goes down." [53:1] and in "Then he (Gabriel) approached and came closer." [53:8] In other words: "I do not believe in any of the Qur'ân." He then started to deal highhandedly with Muhammad (Peace be upon him) and laid violent hand on him, tore his shirt and spat into his face but his saliva missed the Holy face of the Prophet (Peace be upon him). Thereupon, the Prophet (Peace be upon him) invoked Allâh's wrath on 'Utaibah and supplicated:
„O Allah! Hetze einen deiner Hunde auf ihn.“
"O Allâh! Set one of Your dogs on him.".
Allâh erhörte das Bittgebet Muhammads ﷺ positiv, und es geschah auf folgende Weise: Einst brach 'Utaibah zusammen mit einigen seiner Stammesgenossen aus Quraisch nach Syrien auf und machte in Az-Zarqa' Station. Dort näherte sich der Gruppe ein Löwe, zu großer Furcht 'Utbahs, der sich sogleich an die Worte Muhammads ﷺ in seinem Bittgebet erinnerte und sagte: „Wehe meinem Bruder! Dieser Löwe wird mich gewiss verschlingen, so wie Muhammad ﷺ es erbeten hat. Er hat mich tatsächlich in Syrien getötet, während er in Makkah ist.“ Der Löwe stürzte sich tatsächlich blitzschnell auf 'Utbah, riss ihn aus der Mitte seiner Leute und zermalmte seinen Kopf. Überliefert ist auch, dass ein elender Götzendiener aus Quraisch, namens 'Uqbah bin 'Abi Mu'ait, einst auf den Nacken des Propheten ﷺ trat, während dieser im Gebet niederwarf, bis seine Augen hervortraten.
DIE BEKEHRUNG VON HAMZA BIN ʿABDUL-MUTTALIB:
THE CONVERSION OF HAMZAH BIN 'ABDUL-MUTTALIB:
In einer düsteren Atmosphäre, die von finsteren Wolken der Ungerechtigkeit und Tyrannei durchzogen war, erstrahlte am Horizont ein verheißungsvolles Licht für die Unterdrückten, nämlich die Bekehrung von Hamzah bin 'Abdul-Muttalib im Monat Dhul-Hijjah im sechsten Jahr der Prophetschaft. Überliefert ist, dass der Prophet ﷺ eines Tages auf dem Hügel von Safa saß, als Abu Jahl zufällig vorbeikam und die von ihm verkündete Religion schmähte. Muhammad ﷺ schwieg jedoch und sagte kein einziges Wort. Abu Jahl fuhr ungehindert fort, nahm einen Stein und verletzte den Kopf des Propheten ﷺ, sodass dieser zu bluten begann. Der Angreifer ging dann zu den Quraisch in ihren Versammlungsort. Es geschah, dass kurz danach Hamzah von einer Jagd zurückkehrte und denselben Weg entlangkam, seinen Bogen über der Schulter hängend. Eine Sklavin, die zu 'Abdullah bin Jada'an gehörte und die Unverschämtheit des Abu Jahl bemerkt hatte, erzählte ihm die ganze Geschichte des Angriffs auf den Propheten ﷺ. Als Hamzah das hörte, fühlte er sich zutiefst gekränkt, eilte zur Ka'bah und fand dort im Hof des Heiligtums Abu Jahl, der mit einer Gruppe von Quraisch saß. Hamzah stürzte sich auf ihn und schlug ihm heftig mit seinem Bogen auf den Kopf und sagte: „Ah! Du hast Muhammad ﷺ beschimpft; auch ich folge seiner Religion und bekenne, was er verkündet.“ Die Männer der Bani Makhzum kamen ihm zu Hilfe, und die Männer der Bani Haschim wollten ebenfalls helfen, doch Abu Jahl schickte sie fort und sagte: „Lasst Abu 'Ummarah in Ruhe, bei Allah, ich habe seinen Neffen schamlos geschmäht.“ Tatsächlich entsprang Hamzahs Bekehrung zunächst dem Stolz eines Mannes, der nicht hinnehmen wollte, dass andere seinen Verwandten erniedrigen. Später jedoch reinigte Allah sein Wesen, und er ergriff den verlässlichsten Halt (den Glauben an Allah). Er erwies sich als große Stärke für den islamischen Glauben und seine Anhänger.
In a gloomy atmosphere infested with dark clouds of iniquity and tyranny, there shone on the horizon a promising light for the oppressed, i.e. the conversion of Hamzah bin 'Abdul-Muttalib in Dhul Hijjah, the sixth year of Prophethood. It is recorded that the Prophet (Peace be upon him) was one day seated on the hillock of Safa when Abu Jahl happened to pass by and accused the religion preached by him. Muhammad (Peace be upon him), however, kept silent and did not utter a single word. Abu Jahl went on unchecked, took a stone and cracked the Prophet's head which began to bleed. The aggressor then went to join the Quraishites in their assembly place. It so happened that shortly after that, Hamzah, while returning from a hunting expedition, passed by the same way, his bow hanging by his shoulder. A slave-girl belonging to 'Abdullah bin Jada'an, who had noted the impertinence of Abu Jahl, told him the whole story of the attack on the Prophet (Peace be upon him) . On hearing that, Hamzah was deeply offended and hurried to Al-Ka'bah and there, in the courtyard of the Holy Sanctuary, found Abu Jahl sitting with a company of Quraishites. Hamzah rushed upon him and struck his bow upon his head violently and said: "Ah! You have been abusing Muhammad (Peace be upon him); I too follow his religion and profess what he preaches." The men of Bani Makhzum came to his help, and men of Bani Hashim wanted to render help, but Abu Jahl sent them away saying: "Let Abu 'Ummarah alone, by Allâh I did revile his nephew shamelessly." In fact, Hamzah's conversion derived initially from the pride of a man who would not accept the notion of others humiliating his relative. Later on, however, Allâh purified his nature and he managed to grasp the most trustworthy hand-hold (Faith in Allâh). He proved to be a source of great strength to the Islamic Faith and its followers.
DIE BEKEHRUNG VON ʿUMAR IBN AL-ḪAṬṬĀB:
THE CONVERSION OF 'UMAR BIN AL-KHATTAB:
Eine weitere bedeutende Stärkung des Islam war die Bekehrung von ʿUmar bin al-Chattab im Dhul-Hiddscha des sechsten Jahres der Prophetie, drei Tage nach der Bekehrung von Hamzah. Er war ein Mann von unerschrockenem Mut und unbeugsamer Entschlossenheit, in Makkah gefürchtet und geachtet, und bis dahin ein erbitterter Gegner der neuen Religion. Der überlieferte Bericht zeigt, dass der Prophet ﷺ einst seine Hände im Gebet erhob und sprach: „O Allāh! Stärke den Islam besonders durch einen der beiden Männer, die Du mehr liebst: ʿUmar bin al-Chattab oder Abū Dschahl bin Haschām.“
Another significant addition to the strength of Islam was the conversion of 'Umar bin Al-Khattab in Dhul-Hijjah, the sixth year of Prophethood, three days following the conversion of Hamzah. ] He was a man of dauntless courage and resolution, feared and respected in Makkah, and hitherto a bitter opponent of the new religion. The traditional account reveals that the Prophet (Peace be upon him) once raised his hands in prayer and said: "O Allâh! Give strength to Islam especially through either of two men you love more: 'Umar bin Al-Khattab or Abu Jahl bin Hisham.".
'Umar war natürlich derjenige, der dieses Vorrecht verdiente. Wenn wir die verschiedenen Berichte über 'Umars Bekehrung genau betrachten, können wir mit gutem Grund schlussfolgern, dass in seiner Seele verschiedene widersprüchliche Gefühle miteinander im Streit lagen. Einerseits hielt er die Überlieferungen seines Volkes in hohen Ehren und war an die Gewohnheit der Trinkgelage gewöhnt; andererseits bewunderte er sehr die Standhaftigkeit der Muslime und ihre unermüdliche Hingabe an ihren Glauben. Diese beiden gegensätzlichen Ansichten erzeugten in seinem Inneren eine Art Skepsis und ließen ihn zuweilen zu der Überzeugung neigen, dass die Lehren des Islam bessere und heiligere Keime des Lebens in sich tragen könnten; deshalb erlebte er immer wieder Anfälle von Empörung, denen unvermittelt eine Erschöpfung folgte. Insgesamt ist der Bericht über seine Bekehrung sehr interessant und verlangt, dass wir auf einige Einzelheiten eingehen. Eines Tages machte sich 'Umar bin Al-Khattab von seinem Haus auf und ging zum Heiligtum, wo er den Propheten ﷺ beim Gebet sah und ihn die Sure Al-Hâqqah (Kapitel 69 – Die Wahrheit) des edlen Qur'an rezitieren hörte. Die Worte Allahs sprachen ihn an und rührten an die innersten Zellen seines Herzens. Er empfand, dass sie aus einer ungewöhnlichen Komposition stammten, und begann die Behauptungen seines Volkes in Frage zu stellen, der Qur'an sei von Menschen verfasste Dichtung oder die Rede eines Wahrsagers. Der Prophet ﷺ fuhr fort zu rezitieren:
'Umar, obviously, was the one who merited that privilege. When we scrutinize the several versions that speak of 'Umar's conversion, we can safely conclude that various contradictory emotions used to conflict with one another within his soul. On the one hand, he used to highly regard the traditions of his people, and was habituated to the practice of indulgence in wine orgies; on the other hand, he greatly admired the stamina of the Muslims and their relentless dedication to their faith. These two extreme views created a sort of skepticism in himind and made him at times tend to believe that the doctrines of Islam could bear better and more sacred seeds of life, that is why he would always experience fits of outrage directly followed by unexpected enervation. On the whole, the account of his conversion is very interesting and requires us to go into some details. One day, 'Umar bin Al-Khattab set out from his house, and headed for the Holy Sanctuary where he saw the Prophet (Peace be upon him) offering prayer and overheard him reciting the Sûrah Al-Hâqqah (Chapter 69 — The Reality) of the Noble Qur'ân. The Words of Allâh appealed to him and touched the innermost cells of his heart. He felt that they derived from unusual composition, and he began to question his people's allegations as regards the man-composed poetry or words of a soothsayer that they used to attach to the Noble Qur'ân. The Prophet (Peace be upon him) went on to recite:
„Umar las die Verse mit großem Interesse und war von ihnen sehr angetan. „Wie vortrefflich sie sind und wie schön! Bitte führe mich zu Muhammad ﷺ“, sprach er. Als Chabbab das hörte, kam er aus seinem Versteck hervor und sagte: „O ʿUmar, ich hoffe, dass Allah das Bittgebet des Propheten ﷺ erhört hat, denn ich hörte ihn sagen: ‚O Allah! Stärke den Islam durch ʿUmar ibn al-Chattab oder durch Abu Dschahl ibn Haschim.‘“ ʿUmar machte sich daraufhin auf den Weg zu einem Haus in Safa, wo Muhammad ﷺ zusammen mit seinen Gefährten heimlich Zusammenkünfte abhielt. ʿUmar erreichte diesen Ort mit dem Schwert an seinem Arm baumelnd. Er klopfte an die Tür. Die Gefährten des Propheten ﷺ wandten sich um, um zu sehen, wer der Eindringling war. Einer von ihnen spähte durch einen Spalt in der Tür und prallte entsetzt zurück und rief: „Es ist ʿUmar mit seinem Schwert.“ Hamza zerstreute die Ängste seiner Freunde und sagte: „Lasst ihn herein. Als Freund ist er willkommen. Als Feind wird ihm mit seinem eigenen Schwert der Kopf abgeschlagen.“ Der Prophet ﷺ bat seine Gefährten, die Tür zu öffnen. Herein trat der Sohn des Chattab. Der Prophet ﷺ ging dem furchterregenden Besucher entgegen, packte ihn am Gewand und an der Schwertscheide und fragte ihn nach dem Grund seines Besuchs. Darauf antwortete ʿUmar: „O Gesandter Allahs ﷺ, ich komme zu dir, um an Allah und Seinen Gesandten und an das zu glauben, was er von seinem Herrn gebracht hat.“ Erfüllt von Freude riefen Muhammad ﷺ und seine Gefährten zusammen laut: „Allahu Akbar“ (Allah ist groß).
'Umar read the verses with great interest and was much entranced with them. "How excellent it is, and how graceful! Please guide me to Muhammad (Peace be upon him) ." said he. And when he heard that, Khabbab came out of concealment and said, "O 'Umar, I hope that Allâh has answered the prayer of the Prophet (Peace be upon him) , for I heard him say: 'O Allâh! Strengthen Islam through either 'Umar bin Al-Khattab or Abu Jahl bin Hisham.'" 'Umar then left for a house in Safa where Muhammad (Peace be upon him) had been holding secret meetings along with his Companions. 'Umar reached that place with the sword swinging by his arm. He knocked at the door. The Companions of the Prophet (Peace be upon him) turned to see who the intruder was. One of them peeped through a chink in the door and reeled back exclaiming: "It is 'Umar with his sword." Hamzah, dispelling the fears of his friends, said: "Let him in. As a friend he is welcome. As a foe, he will have his head cut off with his own sword." The Prophet (Peace be upon him) asked his Companions to open the door. In came the son of Khattab. The Prophet (Peace be upon him) advanced to receive the dreadful visitor, caught him by his garment and scabbard, and asked him the reason of his visit. At that 'Umar replied: "O Messenger of Allâh (Peace be upon him), I come to you in order to believe in Allâh and his Messenger and that which he has brought from his Lord." Filled with delight, Muhammad (Peace be upon him) together with his Companions, cried aloud: 'Allâhu Akbar' (Allâh is Great).
DIE GESANDTEN DER QURAISCH VERHANDELN MIT DEM GESANDTEN ALLAHS ﷺ:
QURAISH'S REPRESENTATIVE NEGOTIATES WITH THE MESSENGER OF ALLAH:
Kurz nach der Bekehrung dieser beiden mächtigen Helden, Hamzah bin 'Abdul-Muttalib und 'Umar bin Al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein), begannen sich die Wolken der Tyrannei und Unterdrückung zu lichten, und die Vielgötterer erkannten, dass es nichts nützte, die Muslime zu foltern. Sie lenkten daraufhin ihre Kampagne in eine andere Richtung. Die authentischen Überlieferungen der Biographie des Propheten ﷺ zeigen, dass den Anführern von Makkah der Gedanke gekommen war, Muhammad ﷺ Ehrgeiz zu unterstellen. Daher setzten sie ihm immer wieder mit Versuchungen zu. Eines Tages versammelten sich einige der angesehenen Männer von Makkah im Bereich der Ka'bah, und 'Utbah bin Rabi'a, einer ihrer Anführer, bot an, sich dem Propheten ﷺ zu nähern und mit ihm einen Handel abzuschließen, wonach sie ihm jeden weltlichen Reichtum geben würden, den er verlange, unter der Bedingung, dass er schweige und seinen neuen Glauben nicht mehr verkünde. Die Leute von Quraisch stimmten seinem Vorschlag zu und baten ihn, diese Aufgabe zu übernehmen. 'Utbah trat näher an Muhammad ﷺ heran und sprach ihn mit folgenden Worten an: „Wir haben keinen anderen Mann in Arabien gesehen, der einem Volk ein so großes Unheil gebracht hat wie du. Du hast unsere Götter und unsere Religion beleidigt, unsere Vorfahren und Weisen des Unglaubens und des Irrtums bezichtigt und Zwietracht unter uns gesät. Du hast keinen Stein unumgedreht gelassen, um die Beziehungen zu uns zu zerstören. Wenn du all dies tust, um Reichtum zu erlangen, werden wir uns zusammenschließen und dir größeren Reichtum geben, als irgendein Quraischit besessen hat. Wenn Ehrgeiz dich bewegt, machen wir dich zu unserem Anführer. Wenn du nach Königsherrschaft strebst, bieten wir sie dir bereitwillig an. Wenn du unter der Gewalt eines bösen Geistes stehst, der dich heimzusuchen und zu beherrschen scheint, so dass du sein Joch nicht abschütteln kannst, dann werden wir erfahrene Ärzte holen, um dich zu heilen.“
Shortly after the conversion of these two powerful heroes, Hamzah bin 'Abdul-Muttalib and 'Umar bin Al-Khattab (May Allah be pleased with him), the clouds of tyranny and oppression started to clear away and the polytheists realized that it was no use meting out torture to the Muslims. They consequently began to direct their campaign to a different course. The authentic records of the biography of the Prophet (Peace be upon him) show that it had occurred to the Makkan leaders to credit Muhammad (Peace be upon him) with ambition. They, therefore, time and again plied him with temptation. One day some of the important men of Makkah gathered in the enclosure of Al-Ka'bah, and 'Utbah bin Rabi'a, a chief among them, offered to approach the Prophet (Peace be upon him) and contract a bargain with him whereby they give him whatever worldly wealth he asks for, on condition that he keep silent and no longer proclaim his new faith. The people of Quraish endorsed his proposal and requested him to undertake that task. 'Utbah came closer to Muhammad (Peace be upon him) and addressed him in the following words: We have seen no other man of Arabia, who has brought so great a calamity to a nation, as you have done. You have outraged our gods and religion and taxed our forefathers and wise men with impiety and error and created strife amongst us. You have left no stone unturned to estrange the relations with us. If you are doing all this with a view to getting wealth, we will join together to give you greater riches than any Quraishite has possessed. If ambition moves you, we will make you our chief. If you desire kingship we will readily offer you that. If you are under the power of an evil spirit which seems to haunt and dominate you so that you cannot shake off its yoke, then we shall call in skilful physicians to cure you.
Der Gesandte Allahs (ﷺ) fuhr fort, die Sure zu rezitieren, während 'Utbah saß und aufmerksam zuhörte, wobei er seine Hand hinter seinem Rücken abstützte. Als der Gesandte den Vers erreichte, der eine Niederwerfung erforderte, warf er sich sogleich nieder (ﷺ). Danach wandte er sich an 'Utbah und sprach: „Nun, Abu Al-Waleed! Du hast meine Antwort gehört, nun steht es dir frei, zu tun, was du willst.“ 'Utbah kehrte dann zu seinen Gefährten zurück, um sie über die Haltung des Propheten (ﷺ) zu unterrichten. Als seine Landsleute ihn sahen, schworen sie, dass er mit einem Gesichtsausdruck zu ihnen zurückgekehrt sei, der anders war als der, den er hatte, bevor er dem Propheten (ﷺ) begegnete. Er teilte ihnen sogleich die Einzelheiten des Gesprächs mit, das er geführt hatte, und die Antwort, die er erhalten hatte, und fügte hinzu: „Ich habe nie Worte gehört, die diesen gleichen, die er rezitiert hat. Sie stehen weder in Verbindung mit Dichtung noch mit Zauberei, noch stammen sie von Wahrsagerei. O Leute von Quraisch! Ich bitte euch, auf meinen Rat zu hören und dem Mann volle Freiheit zu gewähren, seine Ziele zu verfolgen, dann könnt ihr euch sicher von ihm lösen. Ich schwöre, dass seine Worte eine erhabene Botschaft enthalten. Sollten euch die anderen Araber von ihm befreien, so ersparen sie euch die Mühe; wenn er jedoch die Macht über die Araber erlangt, dann werdet ihr an seiner Herrschaft teilhaben und seine Macht mit ihm teilen.“ Diese Worte fanden freilich kein Gehör und sprachen die Ungläubigen nicht an, die 'Utbah verspotteten und behaupteten, der Prophet (ﷺ) habe ihn verzaubert. In einer anderen Überlieferung desselben Ereignisses wird berichtet, dass 'Utbah dem Propheten (ﷺ) aufmerksam weiter zuhörte, bis dieser begann, die Worte Allahs zu rezitieren:
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) went on reciting the Chapter while 'Utbah sitting and listening attentively with his hand behind his back to support him. When the Messenger reached the verse that required prostration, he immediately prostrated himself. After that, he turned to 'Utbah saying: "Well Abu Al-Waleed! You have heard my reply, you are now free to do whatever you please." 'Utbah then retired to his company to apprise them of the Prophet's attitude. When his compatriots saw him, they swore that he had returned to them with a countenance unlike the one he had before meeting the Prophet (Peace be upon him) . He immediately communicated to them the details of the talk he gave and the reply he received, and appended saying: "I have never heard words similar to those ones he recited. They definitely relate neither to poetry nor to witchcraft nor do they derive from soothsaying. O people of Quraish! I request you to heed my advice and grant the man full freedom to pursue his goals, in which case you could safely detach yourselves from him. I swear that his words bear a supreme Message. Should the other Arabs rid you of him, they will then spare you the trouble, on the other hand if he accedes to power over the Arabs, then you will bask in his kingship and share him his might." These words of course fell on deaf ears, and did not appeal to the infidels, who jeered at 'Utbah and claimed that the Prophet (Peace be upon him) had bewitched him. In another version of the same event, it is related that 'Utbah went on attentively listening to the Prophet (Peace be upon him) until the latter began to recite Allâh's Words:
ABU TALIB VERSAMMELT BANI HASHIM UND BANI AL-MUTTALIB:
ABU TALIB ASSEMBLES BANI HASHIM ND BANI AL-MUTTALIB:
Trotz der neuen und erfreulichen Veränderungen empfand Abu Talib weiterhin eine tiefe Furcht um seinen Neffen. Er dachte über die vorangegangenen Vorfälle nach, darunter die Tauschaffäre von 'Amarah bin Al-Waleed, den Stein von Abu Jahl, 'Uqbahs Versuch, den Propheten ﷺ zu würgen, und schließlich 'Umars (vor seiner Bekehrung) Absicht, Muhammad ﷺ zu töten. Der weise Mann erkannte, dass all diese Vorfälle unmissverständlich auf einen ernsthaften Plan hindeuteten, der geschmiedet wurde, um seine Stellung als Beschützer des Propheten ﷺ zu missachten und Letzteren öffentlich zu töten. Sollte es dazu kommen, war Abu Talib fest davon überzeugt, dass weder 'Umar noch Hamzah etwas ausrichten könnten, so einflussreich sie auch gesellschaftlich waren. Abu Talib hatte recht. Die Polytheisten hatten einen sorgfältig durchdachten Plan geschmiedet, um den Propheten ﷺ zu töten, und sich zusammengeschlossen, um ihn umzusetzen. Daher versammelte er seine Verwandten aus den Banu Hashim und den Banu Al-Muttalib, den Söhnen von 'Abd Manaf, und forderte sie auf, seinen Neffen zu schützen und zu verteidigen. Alle von ihnen, ob Gläubige oder Ungläubige, reagierten positiv, mit Ausnahme seines Bruders Abu Lahab, der sich auf die Seite der Götzendiener stellte.
The new and welcome changes notwithstanding, Abu Talib still had a deep sensation of fear over his nephew. He deliberated on the previous series of incidents including the barter affair of 'Amarah bin Al-Waleed, Abu Jahl's rock, 'Uqbah's attempt to choke the Prophet (Peace be upon him) , and finally 'Umar's (before conversion) intention to kill Muhammad (Peace be upon him). The wise man understood that all of these unequivocally smacked of a serious plot being hatched to disregard his status as a custodian of the Prophet (Peace be upon him), and kill the latter publicly. In the event of such a thing, Abu Talib deeply believed, neither 'Umar nor Hamzah would be of any avail, socially powerful though they were. Abu Talib was right. The polytheists had laid a carefully-studied plan to kill the Prophet (Peace be upon him), and banded together to put their plan into effect. He, therefore, assembled his kinsfolk of Bani Hashim and Bani Al-Muttalib, sons of 'Abd Munaf and exhorted them to immunize and defend his nephew. All of them, whether believers or disbelievers, responded positively except his brother Abu Lahab, who sided with the idolaters.