Die dritte Stufe
The Third Stage
Die dritte und letzte Phase im Leben des Gesandten (Friede sei mit ihm) verkörpert die fruchtbaren Ergebnisse seines Rufs zum Islam, die die Folgen langwieriger heiliger Kämpfe auf dem Weg Allahs (Dschihad), von Prüfungen, Mühen, Unruhen, Heimsuchungen und zahlreichen blutigen Auseinandersetzungen und Schlachten waren, die über zwanzig Jahre andauerten.
The third and last stage of the life of the Messenger (peace be upon him) embodies the fruitful results of his call to Islam, which were the consequences of long-timed holy fights in the way of Allâh (Jihad), troubles, toil, disturbances, trials and a lot of bloody conflicts and battles, which lasted for over twenty years.
Die Eroberung Makkas galt als der bedeutendste Gewinn, den die Muslime in jenen Jahren erzielten. Denn sie beeinflusste den Verlauf der Ereignisse und veränderte folglich das gesamte Leben der Araber. Sie war eine entscheidende Zäsur zwischen der Zeit vor der Eroberung und der Zeit nach der Eroberung. Denn die Quraisch galten zu jener Zeit in den Augen der Araber als die Verteidiger und Helfer der Araber; die übrigen Araber waren nur ihre Gefolgsleute. Die Unterwerfung der Quraisch wird daher als endgültige Beseitigung des Heidentums auf der Arabischen Halbinsel angesehen.
The conquest of Makkah was considered the most serious profit achieved by Muslims during those years. For it affected the course of events and consequently altered the Arabs’ whole life. It was a decisive distinction between preconquest and post-conquest periods. For Quraish, at that time, was in the eyes of Arabs the defenders and helpers of Arabs. Other Arabs are only their ancillaries. The submission of Quraish is, therefore, estimated to be a final elimination of paganism in the Arabian Peninsula.
DIESE PHASE LÄSST SICH IN ZWEI HAUPTPHASEN UNTERTEILEN:
THIS STAGE CANE BE DIVIDED INTO TWO MAIN PHASE:
Die Phase von:
The phase of:
(1) Heilige Kriege und Kämpfe.
(1) holy wars and fighting.
(2) Die Stämme und das Wettrennen der Völker um den Islam.
(2) the tribes and people’s race to embrace Islam.
Da die beiden Phasen dieser Stufe so nah beieinander liegen und praktisch untrennbar sind, greifen sie derart ineinander, dass sich das Geschehen der einen Phase während des Verlaufs der anderen ereignet. Dennoch haben wir es zu Darstellungszwecken vorgezogen, diese beiden Phasen gesondert zu behandeln. Die Kampfphase wurde in der Reihenfolge vorrangig behandelt, da sie unmittelbarer und passender ist als die andere.
Being so close and rather inseparable, the two phases of this stage intervene in such a way that a happening of one phase occurs during the progress of the other. However, we have preferred — for expository purposes — to deal with these two phases distinctively. The fighting phase was given the priority in order, due to the fact that it is more intimate and fit than the other.
HUNAIN-GHAZWA
HUNAIN GHAZWAH
Die Eroberung Makkas, die als Folge eines raschen Schlags zustande kam, verblüffte sowohl die Araber als auch andere Stämme, die erkannten, dass sie dem Untergang geweiht waren und sich der neuen Lage als vollendeter Tatsache fügen mussten. Einige der wilden, mächtigen und stolzen Stämme unterwarfen sich nicht und zogen den Widerstand vor. An der Spitze dieser standen die Sippen von Hawazin und Thaqif, Nasr, Jashm und Sa‘d bin Bakr sowie die Leute der Bani Hilal – alle aus Qais ‘Ailan. Sie hielten sich für zu mächtig, um einen solchen Sieg anzuerkennen oder sich ihm zu ergeben. So trafen sie sich mit Malik bin ‘Awf An-Nasri und fassten den Entschluss, weiter gegen die Muslime zu kämpfen.
The conquest of Makkah which came forth as a consequence of a swift blow astounded both the Arabs and other tribes who realized that they were doomed and had to submit to the new situation as a fait accompli. Some of the fierce, powerful proud tribes did not submit and favoured resistance. Ahead of these were the septs of Hawazin and Thaqif. Nasr, Jashm and Sa‘d bin Bakr and people of Bani Hilal — all of whom of Qais ‘Ailan. They thought that they were too mighty to admit or surrender to such a victory. So they met Malik bin ‘Awf An-Nasri and made up their mind to proceed fighting against the Muslims.
FEINDLICHER MARSCH UND LAGER BEI AWTAS:
ENEMY'S MARCH AND ENCAMPMENT AT AWTAS:
DER KRIEGSERFAHRENE MANN HINTERFRAGT DAS URTEIL DES ANFÜHRERS:
THE WAR-EPERIENCED MAN WRONGS THE LEADER'S JUDGEMENT:
Sobald sie in Awtas gelagert hatten, drängten sich die Leute um Malik. Der alte, verständige Duraid bin As-Simmah, der als erfahrener Kriegsmann bekannt war und zu denen gehörte, die sich um Malik versammelt hatten, fragte: „In welchem Tal sind wir?“ „In Awtas“, sagten sie. „Das ist ein gutes Gelände für Pferde! Es ist weder ein scharfer, spitzer Hügel noch eine weiche, schmutzige Ebene. Doch was höre ich da? Das Knurren der Kamele, das Schreien der Esel, das Weinen der Kinder und das Blöken der Schafe?“, fragte Duraid. Sie sagten: „Malik bin ‘Awf hat die Leute angewiesen, ihre Frauen, ihr Hab und Gut und ihre Kinder mitzubringen.“ Da rief er Malik zu sich und fragte ihn, was ihn zu einer solchen Handlung bewogen habe. Malik sagte, sein Ziel sei gewesen, dass die Familien und das Hab und Gut aller um sie herum seien, damit sie heftig kämpfen, um sie zu beschützen. „Ich schwöre bei Allah, du bist nichts anderes als ein Hirte“, antwortete Duraid, „Glaubst du, dass irgendetwas den Besiegten aufhalten oder ihn an der Flucht hindern kann? Gewinnst du die Schlacht, nützt dir nur ein Mann mit Schwert und Speer; verlierst du sie aber, wirst du deinem Volk und deinem Hab und Gut Schande bringen.“ Dann fuhr er fort und sprach weiter über einige Stämme und ihre Anführer. „O Malik, die angesehenen Leute von Hawazin in die Schlacht zu schicken, nützt dir nichts. Bringe sie dorthin, wo sie in Sicherheit sind. Dann lass die jungen Leute auf ihre Pferde steigen und kämpfen. Wenn du gewinnst, werden dir jene folgen, die du zurückgehalten hast; verlierst du aber, so ist es nur eine verlorene Schlacht, doch deine Verwandten, dein Volk und dein Hab und Gut wären nicht verloren.“
As soon as they had camped in Awtas, people crowded round Malik. The old sane Duraid bin As-Simmah, who was well-known as a war-experienced man, and who was among those who gathered round Malik, asked: “What valley are we in?” “In Awtas,” they said. “What a good course it is for horses! It is neither a sharp pointed height nor a loosed soiled plain. What? Why do I hear camels’ growling, the donkeys’ braying, the children’s cries and the sheep bleating?” asked Duraid. They said: “Malik bin ‘Awf had made people bring their women, properties and children with them.” So he called Malik and asked him what made him do such a thing. Malik said that his aim was to have everybody’s family and properties around them so that they fight fiercely to protect them.” “I swear by Allâh that you are nothing but a shepherd,” answered Duraid, “Do you believe that there is anything whatsoever, can stand in the way of a defeated one or stop him from fleeing? If you win the battle you avail nothing but a man with a sword and a spear; but if you lose you will bring disgrace on your people and properties,” then he resumed his talk and went on wondering about some septs and their leaders. “O Malik, thrusting the distinguished people of Hawazin into the battlefield will avail you nothing. Raise them up to where they can be safe. Then make the young people mount their horses and fight. If you win, those whom you tarried will follow you, but if you were the loser it would be a loss of a battle, but your kinsmen, people and properties would not be lost.”.
ERKUNDUNG DER WAFFEN DER WAFFEN DES GESANDTEN ALLAHS ﷺ:
RECONNOITERING THE WEAPONS OF THE WEAPONS OF THE MESSENGER OF ALLAH:
Die Kundschafter, die Malik bereits ausgesandt hatte, um die muslimischen Streitkräfte auszuspähen, kehrten mit abgeschnittenen Gliedmaßen zurück. „Wehe euch! Was ist euch widerfahren?“, sagte Malik. Sie sagten: „Wir haben angesehene Männer auf gefleckten Pferden gesehen. Was du siehst, wäre nicht geschehen, wenn wir fest zusammengestanden hätten.“
The spies that Malik had already dispatched to spy Muslim forces, returned with their limbs cut off. “Woe unto you! What happened to you?” Said Malik. They said: “We have seen distinguished people on spotted horsebacks. What you see, would not have happened if we had been firmly together.”
AUSKUNDSCHAFTEN DER WAFFE DES FEINDES:
RECONNOITERING THE ENEMY'S WEAPON:
Nachrichten über den Anmarsch des Feindes gelangten zum Gesandten Allahs ﷺ, daraufhin schickte er Al-Aslami aus, mit dem Auftrag, sich unter die Leute zu mischen und bei ihnen zu bleiben, damit er über ihre Neuigkeiten Bescheid wissen und sie dem Gesandten Allahs ﷺ überbringen könne, wenn dieser zurückkehre. Genau das gelang ihm auch.
News about the enemy’s marching were conveyed to the Messenger of Allâh (peace be upon him) , so he sent out Al-Aslami with orders to mix with people, stay with them so that he would be able to know their news and to convey it to the Messenger of Allâh (peace be upon him) when he turns back. That was exactly what he managed to do.
DER GESANDTE ALLAHS ﷺ VERLÄSST MEKKA IN RICHTUNG HUNAIN:
THE MESSENGER OF ALLAH (peace be upon him) LEAVES MAKKAH FOR HUNAIN:
Am neunzehnten Schawwal, dem Tag der Gefangenen, verließ der Gesandte Allahs ﷺ Makka, begleitet von zwölftausend Muslimen. Zehntausend davon hatten bereits an der Eroberung Makkas teilgenommen. Eine große Zahl der übrigen zweitausend, die Makkaner waren, hatte kürzlich den Islam angenommen. Dieser Marsch fand am neunzehnten Tag nach seiner Eroberung Makkas statt. Er lieh sich von Safwan bin Umayya hundert Panzer mit ihrer Ausrüstung aus. Er setzte ‘Itab bin Usaid als Statthalter über Makka ein. Als es Abend wurde, kam ein Reiter zum Gesandten Allahs ﷺ und sagte: „Ich bin auf den und den Berg gestiegen und bin auf Hawazin gestoßen, mit ihren Reitkamelen, ihrem Vieh und ihren Schafen. Die ganzen Hawazin haben sich dort versammelt.“ Der Gesandte Allahs ﷺ lächelte da und sagte: „Sie werden alle morgen die Beute der Muslime sein, so Allah will.“ In jener Nacht meldete sich Anas bin Abi Murthid Al-Ghanawi freiwillig zur Wache.
On Shawwal, the nineteenth, the captive day, the Messenger of Allâh (peace be upon him) left Makkah accompanied by twelve thousand Muslims. Ten thousand of those had previously shared in Makkah Conquest. A great number of the other two thousand, who were Makkans, had recently embraced Islam. That march was on the nineteenth day of his conquest to Makkah. He borrowed a hundred armours with their equipment from Safwan bin Omaiyah. He appointed ‘Itab bin Usaid as a governor over Makkah. When it was evening time, a horseman came to the Messenger of Allâh (peace be upon him) and said: “I have climbed up so and so mountains and came across Hawazin with their riding camels, livestock and sheep. Hawazin wholly were gathered together there.” The Messenger of Allâh (peace be upon him) smiled then and said: “They will all be Muslims’ spoils tomorrow, if Allâh will.” That night Anas bin Abi Murthid Al-Ghanawi volunteered to guard.
Auf ihrem Weg nach Hunain sahen sie einen großen, grünen Nabk-Baum, der Dhat-Anwat (der mit den Aufhängungen) genannt wurde. Das lag daran, dass die Araber ihre Waffen an ihm aufhängten, Tiere unter ihm schlachteten und ihm treu blieben. Da baten einige Männer aus dem Heer den Gesandten Allâhs ﷺ, ihnen einen Nabk mit Aufhängungen zu machen, wie den, den sie hatten. „Allâh ist der Größte!“, sagte er, „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand die Seele Muhammads ﷺ liegt, dass ihr soeben das gesagt habt, was das Volk des Moses zu ihm sagte. Sie sprachen: ‚Mach uns einen Gott, so wie sie einen haben.‘ Gewiss, ihr seid unwissende Leute. Dies sind Wege, aber ihr werdet den Lebensweisen derer folgen und nachkommen, die vor euch waren.“
On their way to Hunain they saw a great green Nabk plant, that was called Dhat-Anwat (the one with suspenders). That was because the Arabs used to hang their weapons on it, slay beasts under it and keep to it. So some of army members asked the Messenger of Allâh (peace be upon him) to make them a Nabk with suspenders as the one they had. “Allâh is the Greatest of all!” He said, “I swear by the One in Whose Hand is Muhammad’s soul, that you have just said what the people of Moses said to him. They said ‘Make us a god as the one they have.’ Surely you are ignorant people. These are Sunnah, but you will follow and comply with the modes of life of those who preceded you.”.
DAS ISLAMISCHE HEER BRACHTE DIE BOGENSCHÜTZEN UND DIE ANGREIFER IN VERWIRRUNG:
THE ISLAMIC ARMY STUNNED THE ARCHERS AND THE ATTACKERS:
Am Mittwochabend, dem zehnten Schawwal, traf das muslimische Heer in Hunain ein. Malik bin ‘Awf, der zuvor bei Nacht in das Tal eingedrungen war, befahl seinem Heer, sich im Tal zu verbergen und den Muslimen auf den Straßen, an den Eingängen und an engen Verstecken aufzulauern. Seine Anweisung an seine Männer lautete, Steine auf die Muslime zu schleudern, sobald sie sie erblickten, und dann einzeln gegen sie anzugreifen. In den frühen Morgenstunden begann der Gesandte Allahs ﷺ, sein Heer zu mobilisieren, und verteilte Posten und Fahnen an die Leute. In der Dunkelheit und kurz vor der Morgendämmerung zogen die Muslime auf das Tal von Hunain zu. Sie begannen, hinabzusteigen, ohne zu ahnen, dass im Tal ein Feind auf sie lauerte. Als sie gerade lagerten, begannen Pfeile heftig auf sie niederzuprasseln, während die Abteilungen des Feindes einen wütenden Angriff auf die Muslime eröffneten, die in Unordnung und völliger Verwirrung zurückweichen mussten. Die Niederlage war so vernichtend, dass Abu Sufyan bin Harb, der kürzlich den Islam angenommen hatte, sagte, ihr Rückzug werde erst am Roten Meer enden. Jablah oder Kildah bin Al-Dscha‘dala kommentierte dies mit den Worten: „Gewiss ist die Magie heute untätig geworden.“
On Wednesday night the tenth of Shawwal, the Muslim army arrived at Hunain. Malik bin ‘Awf, who had previously entered the valley by night, gave orders to his army to hide inside the valley and lurk for the Muslims on roads, entrances, narrow hiding places. His orders to his men were to hurl stones at Muslims whenever they caught sight of them and then to make a one-man attack against them. At early dawn the Messenger of Allâh (peace be upon him) started mobilizing his army and distributing posts and flags to people. In the dark and just before dawn the Muslims moved towards Hunain Valley. They started descending into it unaware of the presence of an enemy lurking for them inside the valley. So at the moment they were camping, arrows began showering intensively at them, whereas the enemy’s battalions started a fierce attack against the Muslims, who had to retreat in disorder and utter confusion. It was such a shatteringly defeat that Abu Sufyan bin Harb, who had recently embraced Islam, said that their retreat would not stop till they got to the Red Sea. Jablah or Kildah bin Al-Junacommented on that by saying: “Surely magic has grown inactive today.”.
Der Gesandte Allâhs ﷺ wandte sich nach rechts und sagte: „Kommt her, Leute! Ich bin der Gesandte Allâhs. Ich bin Muhammad, der Sohn Abdullâhs.“ Diejenigen, die standhaft bei ihm blieben, waren nur wenige Auswanderer und einige seiner Verwandten. Die unvergleichliche Tapferkeit des Propheten ﷺ kam dann ans Licht. Er machte unablässig Versuche, sein Maultier vor den Ungläubigen standhaft zu halten, während er laut rief:
The Messenger of Allâh (peace be upon him) turned to the right and said: “Come on, people! I am the Messenger of Allâh. I am Muhammad, the son of Abdullah.” Those who stoodfast by him were only few Emigrants and some of his kinsmen. The matchless bravery of the Prophet (peace be upon him) was then brought to light. He went on and on in his attempts to make his mule standfast in the face of the disbelievers while saying loudly:
DIE RÜCKKEHR DER MUSLIME AUF DAS SCHLACHTFELD UND DIE HEFTIGKEIT DES KAMPFES:
MUSLIMS' RETURN TO THE BATTLE FIELD, AND THE FIERCENESS OF THE FIGHT:
Der Gesandte Allahs ﷺ befahl seinem Onkel Al-‘Abbas, einem Mann mit weithin hallender Stimme, die Gefährten zu rufen. So laut er konnte, rief Al-‘Abbas: „Wo sind die Lanzenträger?“ „Bei Allah“, sagte Al-‘Abbas, „als sie meine Stimme hörten, die sie zurückrief, wandten sie sich dem Schlachtfeld zu, als wären sie Oryxantilopen (Wildkühe), die zu ihren Kälbern zurückkehren.“
The Messenger of Allâh (peace be upon him) ordered his uncle Al-‘Abbas — who was a sonorous voiced man — to call out on the followers. As loudly as he could, Al-‘Abbas shouted: “Where are the lancers?” “By Allâh,” Al-‘Abbas said, “Upon hearing my voice calling them back, they turned round to the battlefield as if they had been oryxes (wild cows) tending towards their calves.”.
„Hier sind wir, zu deinen Diensten. Hier sind wir.“ Sie riefen es. Man sah sie, wie sie versuchten, ihre Kamele zum Stehen zu bringen und zum Kampf zurückzukehren. Wer sein Kamel nicht dazu bringen konnte umzukehren, nahm seine Rüstung, warf sie sich um den Hals, stieg hastig mit seiner Waffe in der Hand vom Kamel ab und ließ das Kamel frei laufen, in Richtung der Stimme. Die Stimmen wurden immer lauter, bis sich hundert von ihnen um den Propheten ﷺ sammelten und den Kampf wieder aufnahmen.
“Here we are, at your service. Here we are. ” They said. There you see them trying to stop their camels and reverse to the battle. He who was unable to force his camel to turn back, would take his armour, fling it round his neck, and hastily dismount his camel with his weapon in his hand letting his camel move freely and run towards the voice source. Voices would grow louder and louder till a hundred of them gathered round the Prophet and resumed the fight.
Als Nächstes wurden die Ansar, die Helfer, aufgerufen: „O ihr Leute der Ansar! Leute der Ansar!“ Die letzte Gruppe, die aufgerufen wurde, war Bani Al-Harith bin Al-Khazraj. Die Schlachtreihen der Muslime strömten nacheinander auf das Schlachtfeld, in derselben Weise, wie sie es verlassen hatten. Die Ausdauer beider Seiten war hervorragend. Beide hielten stand und kämpften erbittert. Der Gesandte Allahs ﷺ beobachtete die Schlacht so begierig und voller Eifer, dass er sagte:
Those who were called out upon next were Al-Ansar, the Helpers, “O, folks of Al-Ansar! Folks of Al-Ansar!” The last group to be called out upon were Bani Al-Harith bin Al-Khazraj. Muslims battalions poured successively into the battlefield in the same manner that they had left it. The stamina of both parties was superb. Both of them stoodfast and fought fiercely. The Messenger of Allâh (peace be upon him) was so eagerly and furiously watching the battle that he said:
„Nun ist der Kampf heftig geworden.“
• “Now the fight has grown fierce.”.
UMKEHR DES SCHICKSALS UND DIE VÖLLIGE NIEDERLAGE DES FEINDES:
REVERSE OF FORTUNES AND THE ENEMY'S UTTER DEFEAT:
Wenige Stunden waren vergangen, seit die Handvoll Erde den Feinden ins Gesicht geschleudert worden war, als sie vernichtend geschlagen wurden. Allein von den Banu Thaqif wurden etwa siebzig Männer getötet, und die Muslime erbeuteten all ihre Reitkamele, Waffen und Vieh.
Few hours had elapsed since the earth-handful was hurled at the enemy’s faces, when they were shatteringly defeated. About seventy men of Thaqif alone were killed, and the Muslims plundered all their riding camels, weapons and cattle.
Allah, Preis sei Ihm, deutete auf diese plötzliche Wendung im Qur'an hin, als Er sprach:
Allâh, Glory is to Him, alluded to this sudden change in the Qur’ân when He said:
• „…und am Tag von Hunain (Schlacht), als ihr über eure große Zahl frohlocktet, sie euch aber nichts nützte, und die Erde, so weit sie auch ist, euch eng wurde, dann kehrtet ihr den Rücken und flohet. Dann sandte Allah Seine Sakinah (Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht usw.) auf den Gesandten [Muhammad ﷺ] und auf die Gläubigen herab und sandte Heerscharen (Engel) herab, die ihr nicht saht, und strafte die Ungläubigen. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“ [9:25,26]
• “…and on the Day of Hunain (battle) when you rejoiced at your great number but it availed you naught and the earth, vast as it is, was straitened for you, then you turned back in flight. Then Allâh did send down His Sakinah (calmness, tranquillity, and reassurance, etc.) on the Messenger [Muhammad (peace be upon him) ] and on the believers, and sent down forces (angels) which you saw not, and punished the disbelievers. Such is the recompense of disbelievers.” [9:25,26]
VERFOLGUNG DES FEINDES:
HOT PURSUIT OF THE ENEMY:
Nach ihrer Niederlage zogen einige Truppen des Feindes nach Ta'if, andere nach Nakhlah und Awtas. Eine Gruppe von Muslimen unter der Führung von Abu 'Amir Al-Ash'ari wurde ausgesandt, um dem Feind nachzusetzen. Es kam zu einigen Scharmützeln, bei denen Abu 'Amir getötet wurde.
After their defeat, some enemy troops headed for Ta’if, others to Nakhlah and Awtas. A group of Muslims headed by Abu ‘Amir Al-Ash‘ ari, were despatched to chase the enemy, some skirmishes took place during which Abu ‘Amir was killed.
Eine ähnliche Reiterabteilung verfolgte die Götzendiener, die den Weg nach Nakhlah einschlugen, und holte Duraid bin As-Simmah ein, der von Rabi‘a bin Rafi‘ getötet wurde. Nachdem er die Beute eingesammelt hatte, brach der Gesandte Allahs ﷺ nach Ta’if auf, um sich der größten Zahl der geschlagenen Götzendiener zu stellen. Die Beute bestand aus sechstausend Gefangenen, vierundzwanzigtausend Kamelen, über vierzigtausend Schafen und viertausend Silberunzen. Der Gesandte Allahs ﷺ ordnete an, die Beute in Al-J‘iranah zu verwahren, und setzte Mas‘ud bin ‘Amr Al-Ghifari als deren Verantwortlichen ein. Erst als er vom Feldzug gegen Ta’if vollständig frei war, wurde eine der Gefangenen, As-Shaimâ’, die Tochter des Al-Harith As-Sa‘diya, die Milchschwester des Gesandten ﷺ, zu dem Gesandten Allahs ﷺ gebracht; sie stellte sich ihm vor. Als er sie an einem bestimmten Kennzeichen erkannte, ehrte er sie, breitete sein Gewand für sie aus und setzte sie darauf. Er war gütig zu ihr, ließ sie frei und veranlasste, dass sie zu ihrem Volk zurückkehrte.
A similar battalion of horsemen pursued the idolaters who threaded the track to Nakhlah and caught up with Duraid bin As-Simmah, who was killed by Rabi‘a bin Rafi‘. After collecting the booty, the Messenger of Allâh (peace be upon him) left for Ta’if to face the greatest number of the defeated idolaters. The booty was six thousand captives, twenty four thousand camels; over forty thousand sheep and four thousand silver ounces. The Messenger of Allâh (peace be upon him) gave orders that booty should be confined at Al-J‘iranah and ordained Mas‘ud bin ‘Amr Al-Ghifari to be in charge of it. It was only when he was entirely free from Ta’if Campaign, that one of the captives As-Shaimâ’, the daughter of Al-Harith As-Sa‘diya, the Messenger’s foster sister was brought to the Messenger of Allâh (peace be upon him) , she introduced herself to him. Upon recognizing her by a certain mark, he honoured her, spread for her his garment and seated her on it. He was graceful and released her and made her turn back to her people.
KAMPAGNE VON TA'IF:
TA'IF CAMPAIGN:
Die Belagerung von At-Ta’if ist eigentlich eine Fortsetzung der Schlacht von Hunain; denn die meisten der geschlagenen Truppen von Hawazin und Thaqif zogen mit ihrem Oberbefehlshaber Malik bin ‘Awf An-Nasri nach At-Ta’if und verschanzten sich dort. Nachdem er die Schlacht von Hunain beendet hatte, sammelte er daher beim Ji‘ranah die Beute, und zwar im selben Monat (also Schawwal) und im achten Jahr n. H. Eine Vorhut von eintausend Mann unter der Führung von Khalid bin Al-Waleed zog nach At-Ta’if los. Der Gesandte Allahs ﷺ aber zog weiter und passierte Nakhlah Al-Yamaniyah, Qarn Al-Manazil und Laiyah. In Laiyah stand eine Burg, die Malik bin ‘Awf gehörte, und der Gesandte Allahs ﷺ ordnete an, sie zu zerstören. Er setzte seinen Marsch fort, bis er nach At-Ta’if gelangte. Dort stieg er ab, lagerte nahe der Burg und belagerte die Bewohner der Burg, jedoch nicht lange.
Ta’if Campaign is in fact an extension of Hunain Ghazwah; that is because the majority of the defeated troops of Hawazin and Thaqif went into Ta’if with the general commander — Malik bin ‘Awf An-Nasri — and fortified themselves within it. So upon finishing with Hunain Invasion, he gathered the booty at Al-Ji‘ranah in the very month (i.e. Shawwal) and in the eighth year A.H. A vanguard battalion of a thousand men led by Khalid bin Al-Waleed marched towards At-Ta’if. Whereas the Messenger of Allâh (peace be upon him) proceeded passing through Nakhlah Al-Yamaniyah, Qarn Al-Manazil and through Laiyah. At Laiyah there was a castle that belonged to Malik bin ‘Awf, so the Messenger of Allâh (peace be upon him) gave orders to have it destroyed. He resumed his march till he got to Ta’if. There he dismounted, camped near its castle and laid siege to the castle inhabitants; but not for long.
Wie lange die Belagerung dauerte, ist nach wie vor umstritten. Sie belief sich jedoch auf 10 bis 20 Tage. Während der Belagerung kam es zu einem regen Pfeilschießen und Steinewerfen. Denn sobald die Muslime die Festung umzingelten, begannen ihre Bewohner, Pfeile gegen sie abzuschießen. Die Pfeile waren so heftig und wild, dass sie aussahen, als wären es Heuschrecken, die sich in Bewegung gesetzt hatten. Eine Anzahl von Muslimen wurde verwundet, zwölf wurden getötet.
How long the siege continued, is still a matter of disagreement. It however stands between 10-20 days. A lot of arrow-shooting and rock-hurling occurred during the siege. For as soon as the Muslims laid siege round the castle, its people started shooting arrows against them. The arrows were so intense and fierce that they looked as if they had been locusts on the move. A number of Muslims were wounded and twelve were killed.
Um außerhalb der Reichweite der Pfeile zu bleiben, mussten die Muslime auf eine höher gelegene Stelle aufsteigen und lagerten dort – d. h. an der Stelle, die heute Moschee von At-Ta’if genannt wird. Der Prophet ﷺ ließ einen Katapult aufstellen und beschoss die Festung. Schließlich wurde eine Lücke in der Festungsmauer geschaffen, durch die einige Muslime, geschützt durch einen hölzernen Schutzschirm, in die Festung einzudringen versuchten, mit dem Ziel, sie in Brand zu setzen. Jedenfalls goss der Feind glühend heißes Eisen auf sie herab. Hiervon betroffen zogen sich die Muslime aus dem Schutzschirm zurück und waren erneut dem Pfeilbeschuss ausgesetzt, wodurch einige von ihnen getötet wurden. Um den Feind zur Kapitulation zu zwingen, verfolgte der Prophet ﷺ eine Kriegspolitik der Brandstiftung und der Vernichtung der Ernten des Feindes. Seine Anordnung lautete, ihre Weinberge abzuschlagen und zu verbrennen. Als die Muslime begannen, ihre Weinreben rasch abzuschlagen und zu verbrennen, flehten sie den Propheten ﷺ an, damit aufzuhören und ihnen um Allahs willen und aus verwandtschaftlichen Beweggründen Erbarmen zu zeigen. So willigte der Prophet ein. Als der Ausrufer des Gesandten Allahs ﷺ den Leuten zurief: „Wer auch immer herabsteigt und die Festung verlässt, ist frei“, kamen dreiundzwanzig Männer heraus. Einer von ihnen war Abu Bakrah, der sich an einer Mauer festband und sich mithilfe eines kleinen Rades, wie es normalerweise zum Heraufziehen von Wasser aus einem Brunnen verwendet wird, herablassen ließ. Die Art, wie er sich herabließ, veranlasste den Propheten ﷺ, ihm den Beinamen „Abu Bakrah“ zu geben, d. h. der Mann mit dem Rad. Der Gesandte Allahs ﷺ setzte sie alle frei und übergab jeden einzelnen von ihnen einem Muslim, der sich um ihren Lebensunterhalt kümmern sollte, was für die Bewohner der Festung zu hart zu ertragen war.
DIE VERTEILUNG DER BEUTE BEI AL-JI'RANAH:
THE DISTRIBUTION OF THE BOOTY AT AL-JI'RANAH:
Nach seiner Rückkehr und der Aufhebung der Belagerung von Ta’if hatte der Gesandte Allahs ﷺ mehr als zehn Nächte in Al-Ji‘ranah verweilt, bevor er mit der Verteilung der Beute begann. Die Verzögerung der Verteilung geschah aus der Hoffnung des Propheten ﷺ heraus, dass die Delegation der Hawazin eintreffen und ihre Reue verkünden möge und sie dadurch ihren Verlust zurückerhalten würden. Als er sah, dass keiner von ihnen kam, begann er, die Beute zu verteilen, um die Stammesführer und die angesehenen Persönlichkeiten aus Makkah zu beruhigen. Die Ersten, die Beute erhielten, und diejenigen, die die größte Anzahl an Anteilen bekamen, waren die Menschen, die kürzlich den Islam angenommen hatten.
Upon returning and lifting the siege in Ta’if, the Messenger of Allâh (peace be upon him) had stayed over ten nights at Al-Ji‘ranah before starting to distribute the booty. Distribution delay was due to the Prophet’s hope that Hawazin’s delegation might arrive and announce their repentance and consequently reclaim their loss. Seeing that none of them arrived, he started dividing the booty so as to calm down the tribes’ chiefs and the celebrities of Makkah. The first to receive booty and the ones who obtained the greatest number of shares were the people who had recently embraced Islam.
Abu Sufyan bin Harb erhielt hundert Kamele und vierzig (Gold-)Unzen, und dennoch sagte er: „Und was ist mit meinem Sohn Yazeed, seinem Anteil?“ Daraufhin wurde ihm für seinen Sohn dieselbe Menge gegeben. Doch er rief erneut aus: „Und was ist mit dem Anteil Mu‘âwiyahs, meines zweiten Sohnes?“ Da gab der Prophet ﷺ Mu‘âwiyah ebenso viel wie seinem Vater und seinem Bruder. Hakeem bin Hizam erhielt hundert Kamele, und als er forderte, wurden ihm noch einmal hundert gegeben. Safwan bin Omaiyah erhielt dreihundert Kamele, jeweils hundert zu drei verschiedenen Zeitpunkten. So wird es im Shifâ, dem Buch des Qadi Iyadh, erwähnt. Der Prophet ﷺ gab Al-Harith bin Harith bin Kilda hundert Kamele. Ebenso gab er einigen Anführern der Quraisch und anderer Stämme hundert Kamele; anderen gab er fünfzig, und wieder andere erhielten vierzig. Schließlich verbreitete sich unter den Menschen die Rede: „Muhammad schenkt großzügig und fürchtet nicht, arm zu werden.“ Dies veranlasste die Beduinen, sich um ihn zu scharen in der Erwartung, mit Reichtum bedacht zu werden. Sie waren so zahlreich, dass sie den Propheten ﷺ zwangen, sich an einen Baum zu lehnen, und sie nahmen ihm sogar sein Gewand weg. „O Leute!“, sagte er, „Gebt mir mein Gewand zurück! Denn ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand die Seele Muhammads ist: Hätte ich so viele Kamele, wie es Bäume in Tihama gibt, ich würde sie unter euch verteilen. Ihr wisst recht gut, dass ich weder geizig noch feige noch ein Lügner bin.“ Dann stand er bei seinem Kamel, zupfte ein Haar aus dessen Höcker, hielt es zwischen zwei Fingern, hob es empor und sprach: „O Leute, ich schwöre bei Allah, dass ich von eurer Beute nichts erhalte außer einem Fünftel, und auch dieses Fünftel kehrt zu euch zurück.“
DIE HELFER (Al-Ansar) SIND WÜTEND AUF DEN GESANDTEN ALLAHS ﷺ:
THE HELPERS (Al-Ansar) ARE FURIOUS AT THE MESSENGER OF ALLAH (peace be upon him) :
Anfangs wurde die Verteilungspolitik des Propheten von vielen nicht verstanden. Deshalb begannen scharfzüngige Leute, ihren Unmut zu äußern. Zu denen, die von dieser Politik getroffen wurden, gehörten die Helfer (Ansar). Sie gingen bei den Beutegütern von Hunain leer aus, obwohl sie es gewesen waren, die in der schweren Zeit von Hunain gerufen wurden, und sie waren die Ersten, die loseilten, um mit dem Gesandten Allahs ﷺ zu kämpfen, und standhaft blieben, bis die Niederlage in den Sieg umschlug. Nun sahen sie zu, wie diejenigen, die geflohen waren, ihre Hände mit der Beute füllten, während ihnen nichts gegeben wurde.
At first the Prophet’s policy of distribution was uncomprehended by many a man. Therefore sharp-tongued people started expressing their objections. The Helpers were among those who were afflicted by this policy. They were deprived of Hunain gifts though they had been the ones who were summoned at Hunain hard times and they were the first to rush to fight with the Messenger of Allâh (peace be upon him) and standfast till the defeat turned into victory. Now here they are watching those who escaped fill their hands with booty while they are given nothing.
Auf die Autorität von Ibn Ishaq: „Als der Gesandte Allahs ﷺ den Quraisch und den arabischen Stämmen jene Gaben gegeben und den Helfern nichts zugeteilt hatte, empfanden einige der Helfer darüber ein solches Unbehagen, dass unter ihnen viele üble Reden gegen den Propheten ﷺ verbreitet wurden, sodass einer von ihnen sagte: »Bei Allah, der Gesandte Allahs ﷺ wurde von seinen eigenen Landsleuten schlecht geredet!« Und diese üblen Reden verbreiteten sich weiter, bis Sa‘d bin ‘Ubadah dem Gesandten Allahs ﷺ begegnete, der seinerseits nach einiger Zeit zu seinem Volk sprach. Sa‘d bin ‘Ubadah sagte: »O Gesandter Allahs, diese Gruppe der Helfer ist wegen der Verteilung der Beute, die du erbeutet hast, gegen dich aufgebracht. Du hast deinen eigenen Verwandten Anteile zugeteilt und den arabischen Stämmen zahlreiche Gaben zukommen lassen. Diese Gruppe jedoch hat nichts erhalten.« Der Prophet ﷺ fragte Sa‘d und rief aus: »Sa‘d, was denkst du über all das?« Sa‘d antwortete: »O Gesandter Allahs, du weißt, dass ich nichts anderes bin als ein Angehöriger dieser Gruppe.« – »Ruf deine Leute zusammen und bring sie zu mir in diesen Schuppen«, sagte der Prophet ﷺ.
On the authority of Ibn Ishaq: “When the Messenger of Allâh (peace be upon him) had given Quraish and Arab tribes those gifts and allotted nothing to the Helpers, a group of the Helpers felt so uneasy about it that a lot of ill-statements against the Prophet (peace be upon him) were spread among them to an extent that one of them said: “By Allâh, the Messenger of Allâh (peace be upon him) was ill-spoken of by his folksmen!” And those ill-statements went on spreading till Sa‘d bin ‘Ubadah met the Messenger of Allâh (peace be upon him) , who in his turn faced his people after a while. Sa‘d bin ‘Ubadah said: “O Messenger of Allâh, this group of the Helpers are furious at you about the distribution of the booty that you had won. You have allotted shares to your own kinsmen and forwarded lots of gifts to the Arab tribes. But this group has obtained nothing.” The Prophet (peace be upon him) asked Sa‘d exclaiming: “Sa‘d, what do you think of all that?” Sa‘d replied: “O Messenger of Allâh. You know that I am nothing but a member of this group.” “Call out on your people and bring them forth to me into this shed.” Said the Prophet (peace be upon him).
ANKUNFT DER HAWAZIN-DELEGATION:
ARRIVAL O FTHE HAWAZIN DELEGATION:
Die Delegation der Hawazin traf die Muslime kurz nach der Verteilung der Beute ein. Sie bestand aus vierzehn Männern unter der Führung von Zuhair bin Sard. Der Onkel mütterlicherseits des Gesandten Allahs ﷺ war einer von ihnen. Sie baten ihn, ihnen einen Teil des Reichtums und der Beute zu gewähren. Sie sprachen so rührende Worte, dass der Gesandte Allahs ﷺ zu ihnen sagte: „Ihr seht gewiss, wer bei mir ist. Die liebste Rede ist mir die wahrhaftigste. Was ist euch lieber, euer Reichtum oder eure Frauen und Kinder?“ Sie antworteten: „Nichts auf der Welt kommt der Verwandtschaft gleich.“ Dann sagte er: „Wenn ich das Mittagsgebet verrichte, steht auf und sprecht: ‚Wir bitten den Gesandten Allahs ﷺ um Fürsprache bei den Gläubigen, und wir bitten die Gläubigen um Fürsprache beim Gesandten Allahs ﷺ, auf die Gefangenen unseres Volkes zu verzichten, die ihnen zugefallen sind.‘“ Als der Gesandte Allahs ﷺ das Mittagsgebet verrichtet hatte, standen sie auf und sagten, was ihnen aufgetragen worden war. Daraufhin sprach der Gesandte Allahs ﷺ: „Was mir und den Kindern Abdul Muttalibs gehört, überlasse ich euch von nun an. Und ich werde meine Leute bitten, das Ihre zurückzugeben.“ Als die Auswanderer und die Helfer dies hörten, sagten sie: „Was uns gehört, überlassen wir von nun an dem Gesandten Allahs ﷺ.“ Doch Al-Aqra‘ bin Habis sagte: „Wir werden nichts von dem, was mir und den Bani Tamim gehört, hergeben.“ Ebenso tat es ‘Uyaina bin Hisn, der sagte: „Was mich und die Bani Fazarah betrifft, so sage ich ‚Nein‘.“ Al-‘Abbas bin Mirdas lehnte ebenfalls ab und sagte für die Bani Saleem und sich selbst: „Nein.“ Sein Volk aber sagte anders: „Was an Beute uns gehört, überlassen wir dem Gesandten Allahs ﷺ.“ „Du hast meine Stellung untergraben“, sagte Al-‘Abbas bin Mirdas spontan. Dann sprach der Gesandte Allahs ﷺ: „Diese Leute sind als Muslime zu euch gekommen. Deshalb habe ich die Verteilung der Beute bereits aufgeschoben.“ Außerdem habe ich ihnen eine faire Wahl angeboten, doch sie weigerten sich, etwas anderes als ihre Frauen und Kinder zu nehmen. Wer also einige von ihnen hat und bereitwillig zurückgeben möchte, der soll es tun. Wer aber das, was er besitzt, für sich behalten möchte, der soll es ebenfalls zurückgeben, und ihm wird als Entschädigung das Sechsfache aus der ersten Beute gegeben, die Allah uns verschaffen mag.“ Die Leute sagten daraufhin: „Wir werden sie alle gerne um des Gesandten Allahs willen zurückgeben.“ Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Doch auf diese Weise können wir nicht herausfinden, wer zufrieden ist und wer nicht. Geht also zurück, und wir werden warten, bis eure Anführer uns eure Entscheidungen überbringen.“ Alle gaben die Frauen und Kinder zurück. Der Einzige, der sich weigerte, dem Wunsch des Gesandten ﷺ nachzukommen, war ʿUyaina bin Hisn. Zunächst weigerte er sich, eine alte Frau von ihnen zurückgehen zu lassen. Später ließ er sie dann doch gehen. Der Gesandte Allahs ﷺ schenkte jedem Gefangenen ein Gewand.
Hawazin’s delegation arrived a Muslims just after the distribution of spoils. They were fourteen men headed by Zuhair bin Sard. The Messenger’s fosteruncle was one of them. They asked him to bestow upon them some of the wealth and spoils. They uttered so touching words that the Messenger of Allâh (peace be upon him) said to them: “You surely see who are with me. The most desirable speech to me is the most truthful. Which is dearer to you, your wealth or your women and children?” They replied: “Nothing whatsoever compares with kinship.” Then when I perform the noon prayer, stand up and say: “We intercede with the Messenger of Allâh (peace be upon him) to exhort the believers, and we intercede with the believers to exhort the Messenger of Allâh (peace be upon him) to forego the captives of our people fallen to their lot.” So when the Messenger of Allâh (peace be upon him) performed the noon prayer, they stood up and said what they had been told to say. The Messenger (peace be upon him) , then, said: “As for what belongs to me and to the children of Abdul Muttalib, you may consider them, from now on, yours. And I will ask my folksmen to give back theirs.” Upon hearing that the Emigrants and the Helpers said: “What belongs to us is, from now on, offered to the Messenger of Allâh (peace be upon him) .” But Al-Aqra‘ bin Habis said, “We will grant none of what belongs to me and to Bani Tamim,”; so did ‘Uyaina bin Hisn, who said: “As for me and Bani Fazarah, I say ‘No’.” Al- ‘Abbas bin Mirdas also refused and said: “No” for Bani Saleem and him. His people, however, said otherwise: “Whatever spoils belong to us we offer to the Messenger of Allâh (peace be upon him) ” “You have undermined my position.” Said Al-‘Abbas bin Mirdas spontaneously. Then the Messenger of Allâh (peace be upon him) said: “These people have come to you as Muslims. For this I have already tarried the distribution of the booty. Besides, I have granted them a fair option but they refused to have anything other than their women and children. Therefore he who has some of theirs and will prefer willingly to give them back, let them do. But those who favours to keep what he owns to himself, let them grant them back too, and he will be given as a recompense six times as much from the first booty that Allâh may provide us.” People then said, “We will willingly offer them all for the sake of the Messenger of Allâh.” The Messenger of Allâh (peace be upon him) said: “But in this way we are not able to find out who is content and who is not. So go back and we will be waiting for your chiefs to convey to us your decisions.” All of them gave back the women and children. The only one who refused to comply with the Messenger’s desire was ‘Uyaina bin Hisn. He refused to let an old woman of theirs go back at first. Later on he let her go back. The Messenger of Allâh (peace be upon him) gave every captive a garment as a gift.
KLEINE PILGERFAHRT (Al-‘Umrah) NACH MEKKA UND ABREISE NACH MEDINA:
LSSER PILGRIMAGE (Al-‘Umrah) TO MAKKAH AND LEAVING FOR MADINAH:
Nachdem er die Verteilung der Beute in Al-Ji‘ranah abgeschlossen hatte, verließ er den Ort in der Kleidung der ‘Umrah und begab sich nach Makkah, um die ‘Umrah zu verrichten. Der Gesandte Allahs ﷺ kehrte von dort nach Madinah zurück, nachdem er ‘Itab bin Usaid als Statthalter über Makkah eingesetzt hatte. Seine Ankunft in Madinah erfolgte in den letzten sechs Nächten des Dhul-Qa‘dah im Jahr 8 n. H. Bei dieser Gelegenheit sagte Muhammad Al-Ghazali:
Having accomplished the distribution of the spoils at Al-Ji‘ranah he left it while wearing Al-‘Umrah clothes and proceeded to Makkah to perform Al-‘Umrah. The Messenger of Allâh(Peace be upon him) turned back from there to Madinah after appointing ‘Itab bin Usaid on Makkah as governor. His arrival to Madinah was by the last six nights of Dhul-Qa‘dah, in the year 8 A.H. On this occasion Muhammad Al-Ghazali said:
„Welch ein großer Unterschied besteht zwischen der siegreichen Zeit Muhammads ﷺ in der Gegenwart, die Allah mit einem offenkundigen Sieg ausgezeichnet hat, und jener Zeit der Vergangenheit, in der Muhammad ﷺ vor acht Jahren zum ersten Mal in diese Stadt kam.“
“What a great change it is between the victorious period of Muhammad at present which Allâh has towered with a manifest conquest, and that period of the past during which Muhammad first arrived at this town, eight years ago.”.
Als er zum ersten Mal nach Madinah kam, wurde er verfolgt und gesucht. Er suchte einen sicheren Zufluchtsort. Er war ein einsamer Fremder, der Gesellschaft und Trost suchte. Die Menschen von Madinah hießen ihn willkommen, gaben ihm Wohnung und unterstützten ihn, und sie nahmen das Licht des Islam an, das auf ihn herabgesandt worden war. Um seinetwillen kümmerten sie sich nicht um die Feindschaft anderer Völker. Nun zieht er nach acht Jahren seit jenem ersten Besuch wieder in Madinah ein. Madinah, die Stadt, die ihn einst aufnahm, als er ein verängstigter Auswanderer war, empfängt ihn nun erneut, da Makkah in seine Hand gefallen und seiner Verfügung unterstellt ist. Es ist Makkah, das seinen Hochmut und die Dschahiliyya (d. h. die vorislamische Zeit und ihre Traditionen) abgelegt hat. Es ist nun wieder stolz und mächtig im Islam. Der Gesandte Allahs ﷺ vergab den Menschen dort alle ihre Verfehlungen und Unrechtstaten.
When he first came to Madinah, he was pursued and wanted. He was seeking a secure shelter. He was a lonely stranger who sought companionship and comfort. The people of Madinah welcomed him, gave him residence and aided him and embraced the light of Islam, which had been sent down upon him. They, for his sake, did not care about the enmity of other peoples. Here he is entering Madinah again, after the lapse of eight years of that first visit. Madinah, the town that had received him once, when he was a frightened Emigrant; it receives him once again when Makkah has become in his hands and at his disposal. It is Makkah that has got rid of its pride and Jahiliyah (i.e. pre-Islamic period and traditions). It is now proud again and mighty in Islam. The Messenger of Allâh forgave all the errors and wrongs of its people.
MISSIONEN UND ABTEILUNGEN NACH DER EROBERUNG:
MISSIONS AND PLATOONS AFTER THE CONQUEST:
Nach der Rückkehr von dieser langen, erfolgreichen Reise blieb der Gesandte Allahs ﷺ in Madinah. Er empfing Abordnungen, entsandte Beauftragte und ernannte überall Prediger und Verkünder des Islam. Jene, deren Herzen noch voller Vorurteile gegen den Islam waren und die deshalb zu stolz waren, die Religion Allahs anzunehmen, wurden in ihrem Widerstand gegen den damals in Arabien herrschenden Zustand entschieden zum Schweigen gebracht.
Upon returning from this long successful travel, the Messenger of Allâh (peace be upon him) stayed in Madinah where he received delegates and dispatched agents and appointed preachers and callers to Islam everywhere. Those whose hearts were still full of prejudice against Islam and therefore were too proud to embrace Allâh’s religion, were decisively muffled on their non-acquiescence in the status quo prevalent then in Arabia.
Hier ist ein kleines Bild über die Gläubigen. Wir haben bereits dargelegt, dass die Ankunft des Gesandten in Madinah gegen Ende des achten Jahres nach der Hidschra erfolgte. Kaum war der Neumond des Monats Muharram im neunten Jahr erschienen, als der Gesandte Allahs ﷺ die Gläubigen zu den Stämmen entsandte, wie in der untenstehenden Liste gezeigt:
Here is a mini-image about the believed ones. We have already stated that the Messenger’s arrival in Madinah was by the last days of the eighth year of Al-Hijra. No sooner the crescent of Muharram of the ninth year turned up than the Messenger of Allâh (peace be upon him) dispatched the believed ones, to the tribes as shown in the list below:
• 1. ‘Uyaina bin Hisn an die Banu Tamim.
• 1. ‘Uyaina bin Hisn to Bani Tamim.
2. Yazeed bin Husain an Aslam und Ghifar.
2. Yazeed bin Husain to Aslam and Ghifar.
3. ʿAbbād bin Bishr Al-Ashhali an Sulaim und Muzainah.
3. ‘Abbad bin Bishr Al-Ashhali to Sulaim and Muzainah.
4. Rafi‘ bin Mukaith an Juhainah. 5. ‘Amr bin Al-‘As an Bani Fazarah.
4. Rafi‘ bin Mukaith to Juhainah. 5. ‘Amr bin Al-‘As to Bani Fazarah.
6. Ad-Dahhak bin Sufyan an die Banu Kilab.
6. Ad-Dahhak bin Sufyan to Bani Kilab.
7. Basheer bin Sufyan an die Banu Ka‘b.
7. Basheer bin Sufyan to Bani Ka‘b.
8. Ibn Al-Lutabiyah Al-Azdi an die Bani Dhubyan.
DIE ZÜGE:
THE PLATOONS:
So wie die Gläubigen zu den Stämmen entsandt wurden, verstehen wir, dass die Entsendung weiterer Truppenabteilungen in alle Regionen Arabiens eine Notwendigkeit ist, damit die Sicherheit in allen Gebieten Arabiens vorherrscht und sich durchsetzt.
In the same way that the believed ones were dispatched to the tribes, we understand that dispatching some more platoons to all regions of Arabia is a necessity for the prevalence and domination of security on all lands of Arabia.
Hier ist eine Liste dieser Züge:
Here is a list of those platoons:
1. Der Trupp von ‘Uyaina bin Hisn Al-Fazari im Muharram des neunten Jahres der Hidschra gegen die Banu Tamim. Er bestand aus fünfzig Reitern, von denen keiner ein Muhādschir oder ein Ansār war.
1. ‘Uyaina bin Hisn Al-Fazari’s platoon in Al-Muharram, the ninth year of Al-Hijra to Bani Tamim. It consisted of fifty horsemen, none of them was an Emigrant or a Helper.
Diese Expedition wurde entsandt, weil die Banu Tamim bereits andere Stämme dazu aufgerufen hatten, die Steuer (al-Jizya) nicht zu entrichten, und sie schließlich davon abgehalten hatten, sie zu zahlen.
2. This expedition was dispatched due to the fact that Bani Tamim had already urged other tribes not to pay tribute (Al-Jizya) and eventually stopped them from paying it.
Daher machte sich ‘Uyaina bin Hisn auf, um gegen sie zu kämpfen. Den ganzen Weg über marschierte er bei Nacht und lauerte bei Tage. Er setzte dies fort, bis er sie einholte und sie in der Wüste angriff. Sie flohen um ihr Leben. Damals wurden elf Männer, einundzwanzig Frauen und dreißig Jungen gefangen genommen. Er trieb sie nach Madinah zurück, und sie wurden in der Wohnstätte von Ramlah bint Al-Harith untergebracht. Zehn ihrer Anführer, die zur Tür des Propheten ﷺ kamen, riefen ihm zu: „O Muhammad, komm heraus und stelle dich uns!“ Als er hinausging, ergriffen sie ihn und begannen zu reden.
Therefore, ‘Uyaina bin Hisn set out to fight them. All the way long he marched by night and lurked by day. He went on that way till he overtook them and attacked them in the desert. They fled back for their lives. Eleven men, twenty-one women and thirty boys were captured then. He drove them back to Madinah and were housed in Ramlah bint Al-Harith’s residence. Ten of their leaders, who came to the Prophet’s door, called out unto him saying: “O Muhammad come out and face us.” When he went out they held him and started talking.
Er tauschte eine Weile Worte mit ihnen aus, verließ sie dann und ging, um das Mittagsgebet zu verrichten. Nach dem Gebet setzte er sich in den Innenhof der Moschee. Sie kundgaben ihren Wunsch, Prahlerei und Selbstgefälligkeit zur Schau zu stellen. Zu diesem Zweck stellten sie ihren Redner ‘Utarid bin Hajib vor, der seine Rede hielt.