Die Auswanderung (Hidschra) des Propheten ﷺ
Migration Of The Prophet (peace Be Upon Him) :
Als der ungerechte Beschluss gefasst worden war, wurde Gabriel zu Muhammad ﷺ herabgesandt, um ihm die Verschwörung der Quraisch zu offenbaren und ihm die Erlaubnis seines Herrn zu geben, Makkah zu verlassen. Er bestimmte ihm den Zeitpunkt der Auswanderung und bat ihn, in jener Nacht nicht in seinem gewohnten Bett zu schlafen. Am Mittag ging der Prophet ﷺ zu seinem Gefährten Abu Bakr, um mit ihm alles für die geplante Auswanderung zu vereinbaren. Abu Bakr war überrascht, den Propheten ﷺ verhüllt zu dieser ungewöhnlichen Zeit zu sich kommen zu sehen, doch er erfuhr bald, dass der Befehl Allahs eingetroffen war, und schlug vor, dass sie gemeinsam auswandern sollten, dem der Prophet ﷺ zustimmte. Um die notwendigen Vorbereitungen für die Ausführung ihres teuflischen Plans zu treffen, hatten die Anführer Makkahs elf Männer ausgewählt: Abu Jahl, Hakam bin Abil Al-'As, 'Uqbah bin Abi Mu'ait, An-Nadr bin Harith, Umayya bin Khalaf, Zama'a bin Al-Aswad, Tu'aima bin 'Adi, Abu Lahab, Ubai bin Khalaf, Nabih bin Al-Hajjaj und dessen Bruder Munbih bin Al-Hajjaj. Alle waren in Alarmbereitschaft. Als die Nacht voranschritt, postierten sie Attentäter rund um das Haus des Propheten ﷺ. So hielten sie die ganze Nacht Wache und warteten darauf, ihn zu töten, sobald er früh am Morgen sein Haus verlassen würde, und spähten ab und zu durch ein Loch in der Tür, um sich zu vergewissern, dass er noch in seinem Bett lag. Abu Jahl, der große Feind des Islam, ging hochmütig und überheblich umher und verspottete die Worte Muhammads ﷺ, indem er zu den Leuten um sich herum sagte: „Muhammad behauptet, wenn ihr ihm folgt, wird er euch zu Herrschern über die Araber und Nicht-Araber einsetzen, und im Jenseits wird euer Lohn Gärten ähnlich denen in Jordanien sein; andernfalls wird er euch schlachten, und nach dem Tod werdet ihr im Feuer verbrannt.“ Er war allzu zuversichtlich über den Erfolg seines teuflischen Plans. Allah, der Allmächtige, in Dessen Hand die Herrschaft über die Himmel und die Erde liegt, tut, was Er will; Er gewährt Beistand und kann niemals überwältigt werden. Er tat genau das, was Er später zu Seinem Propheten sagte:
When the iniquitous decision had been made, Gabriel was sent down to Muhammad (Peace be upon him) to reveal to him Quraish’s plot and give him his Lord’s Permission to leave Makkah. He fixed to him the time of migration and asked him not to sleep that night in his usual bed. At noon, the Prophet (Peace be upon him) went to see his Companion Abu Bakr and arranged with him everything for the intended migration. Abu Bakr was surprised to see the Prophet (Peace be upon him) masked coming to visit him at that unusual time, but he soon learned that Allâh’s Command had arrived, and he proposed that they should migrate together, to which the Prophet (Peace be upon him) gave his consent. To make the necessary preparations for the implementation of their devilish plan, the chiefs of Makkah had chosen eleven men: Abu Jahl, Hakam bin Abil Al-‘As, ‘Uqbah bin Abi Mu‘ait, An-Nadr bin Harith, Omaiyah bin Khalaf, Zama‘a bin Al-Aswad, Tu‘aima bin ‘Adi, Abu Lahab, Ubai bin Khalaf, Nabih bin Al-Hajjaj and his brother Munbih bin Al-Hajjaj. All were on the alert. As night advanced, they posted assassins around the Prophet’s house. Thus they kept vigil all night long, waiting to kill him the moment he left his house early in the morning, peeping now and then through a hole in the door to make sure that he was still lying in his bed. Abu Jahl, the great enemy of Islam, used to walk about haughtily and arrogantly jeering at Muhammad’s words, saying to the people around him: “Muhammad claims that if you follow him, he will appoint you rulers over the Arabs and non-Arabs and in the Hereafter your reward will be Gardens similar to those in Jordan, otherwise, he will slaughter you and after death you will be burnt in fire.” He was too confident of the success of his devilish plan. Allâh, the All-Mighty, however, in Whose Hands lie the sovereignty of the heavens and earth, does what He desires; He renders succour and can never be overpowered. He did exactly what He later said to His Prophet:
• „Und (gedenke), als die Ungläubigen Ränke gegen dich schmiedeten [O Muhammad ﷺ], um dich gefangenzunehmen, zu töten oder zu vertreiben (aus deiner Heimat, d. h. Makkah); sie schmiedeten Ränke, und Allah plante ebenfalls, und Allah ist der Beste der Planenden.“ [8:30].
• “And (remember) when the disbelievers plotted against you [O Muhammad (Peace be upon him)] to imprison you, or to kill you, or to get you out (from your home, i.e. Makkah); they were plotting and Allâh too was planning, and Allâh is the Best of the planners.” [8:30].
In diesem kritischen Augenblick scheiterten die Pläne der Quraisch vollständig, trotz der engen Belagerung, die sie um das Haus des Propheten legten. Der Prophet ﷺ und ‘Ali befanden sich im Haus. Der Prophet ﷺ bat ‘Ali, in seinem Bett zu schlafen und sich mit seinem grünen Mantel zuzudecken, und versicherte ihm volle Sicherheit unter dem Schutz Allâhs; er sagte ihm, dass ihm kein Schaden zugefügt werden würde. Danach verließ der Prophet ﷺ den Raum, warf den Meuchelmördern eine Hand voll Staub entgegen und schaffte es, sich unter ihnen hindurchzubahnen, während er Verse des Edlen Qur’ân rezitierte.
At that critical time the plans of Quraish utterly failed despite the tight siege they laid to the Prophet’s house, the Prophet (Peace be upon him) and ‘Ali were inside the house. The Prophet (Peace be upon him) told ‘Ali to sleep in his bed and cover himself with his green mantle and assured him full security under Allâh’s protection and told him that no harm would come to him. The Prophet (Peace be upon him) then came out of the room and cast a handful of dust at the assassins and managed to work his way through them reciting verses of the Noble Qur’ân:
„Und Wir haben vor ihnen eine Schranke errichtet und hinter ihnen eine Schranke, und Wir haben sie zugedeckt, so dass sie nicht sehen können." [36:9].
•“And We have put a barrier before them, and a barrier behind them, and We have covered them up, so that they cannot see.” [36:9].
Er begab sich direkt zum Haus von Abu Bakr, der ihn sofort begleitete. Beide machten sich in südlicher Richtung auf den Weg, kletterten auf den hohen Gipfel des Berges Thawr und beschlossen, in einer Höhle Zuflucht zu suchen. Die Attentäter, die das Haus umzingelt hatten, warteten auf den entscheidenden Augenblick, als jemand kam und ihnen mitteilte, dass der Prophet ﷺ bereits fortgegangen war. Sie stürmten hinein und fanden zu ihrer völligen Überraschung, dass die Person, die in dem Bett des Propheten ﷺ lag, ʿAlī war und nicht Muhammad ﷺ. Dies löste in der ganzen Stadt große Unruhe aus. Der Prophet ﷺ hatte somit sein Haus am 27. Safar im vierzehnten Jahr der Prophetenschaft verlassen, das heißt am 12./13. September 622 n. Chr.
He proceeded direct to the house of Abu Bakr who, immediately accompanied him and both set out southwards, clambered up the lofty peak of Mountain Thawr, and decided to take refuge in a cave. The assassins who laid siege to the house were waiting for the zero hour when someone came and informed them that the Prophet (Peace be upon him) had already left. They rushed in and to their utter surprise, found that the person lying in the Prophet’s bed was ‘Ali not Muhammad (Peace be upon him). This created a stir in the whole town. The Prophet (Peace be upon him) had thus left his house on Safar 27th, the fourteenth year of Prophethood, i.e. 12/13 September 622 A.D.
Da er wusste, dass die Quraisch all ihre Möglichkeiten einsetzen würden, um ihn zu finden, spielte er ihnen einen klugen Streich: Statt den Weg nach Madinah auf der Nordseite von Makkah zu nehmen, wie es die Götzendiener erwarten würden, ging er auf einem wenig erwarteten Weg südlich von Makkah, der nach Jemen führte. Er wanderte fünf Meilen, bis er einen rauen, felsigen Berg namens Thawr erreichte. Dort waren seine Schuhe abgenutzt; manche sagten, er sei auf Zehenspitzen gegangen, um keine Spur zu hinterlassen. Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) trug ihn den Berg hinauf zu einer Höhle, die nach dem Berg Höhle Thawr genannt wurde. Abu Bakr betrat die Höhle zuerst, um sie zu erkunden und sich zu vergewissern, dass sie sicher war. Er verschloss alle Öffnungen mit Stücken, die er von seiner Kleidung abriss, reinigte sie und bat dann den Propheten ﷺ, einzutreten. Der Prophet ﷺ ging hinein, legte sogleich seinen Kopf in Abu Bakrs Schoß und schlief ein. Plötzlich wurde Abu Bakrs Fuß von einem giftigen Insekt gestochen. Der Schmerz war so stark, dass seine Tränen auf das Gesicht des Propheten ﷺ fielen. Der Prophet ﷺ legte sofort seinen Speichel auf Abu Bakrs Fuß, und der Schmerz verging auf der Stelle. Sie hielten sich drei Nächte in dieser Höhle auf, Freitag, Samstag und Sonntag. ‘Abdullah, der Sohn Abu Bakrs, kam nach Einbruch der Dunkelheit zu ihnen, blieb dort über Nacht, unterrichtete sie über die neueste Lage in Makkah und verließ sie dann in der Frühe, um sich wie gewohnt unter die Makkaner zu mischen, ohne im Geringsten Aufmerksamkeit auf seine heimlichen Aktivitäten zu lenken. ‘Amir bin Fuhairah, der mit anderen Hirten von Makkah die Schafherde seines Herrn Abu Bakr hütete, schlich sich jeden Abend unbemerkt mit einigen Ziegen zur Höhle und versorgte deren Bewohner mit reichlich Milch.
Knowing already that Quraish would mobilize all its potentials to find him, he played a clever trick on them and instead of taking the road to Madinah in north side of Makkah as the polythiest would expect, he walked along a road least expected lying south of Makkah and leading to Yemen. He walked for 5 miles until he reached a rough rocky mountain called Thawr. There his shoes were worn out, some said he used to walk tiptoe in order not to leave a trail behind him. Abu Bakr (May Allah be pleased with him) carried him up the mountain to a cave called after the name of the mountain, Cave Thawr. Abu Bakr first entered to explore the cave and be sure that it was safe, closed all holes with pieces torn off from his clothes, cleaned it and then asked the Prophet (Peace be upon him) to step in. The Prophet (Peace be upon him) went in and immediately laid his head in Abu Bakr’s lap and fell asleep. Suddenly Abu Bakr’s foot was stung by a poisonous insect. It hurt so much that his tears fell on the Prophet’s face. The Prophet (Peace be upon him) immediately applied his saliva on Abu Bakr’s foot and the pain went off on the spot. They confined themselves to this cave for three nights, Friday, Saturday and Sunday. ‘Abdullah, the son of Abu Bakr would go to see them after dusk, stay the night there, apprise them of the latest situation in Makkah, and then leave in the early morning to mix with the Makkans as usual and not to draw the least attention to his clandestine activities. ‘Amir bin Fuhairah, while in the company of other shepherds of Makkah tending his master Abu Bakr’s flock, used to stole away unobserved every evening with a few goats to the cave and furnished its inmates with a plentiful supply of milk.
Die Quraisch hingegen waren ziemlich verwirrt und aufgebracht, als die Nachricht von der Flucht der beiden Gefährten bestätigt wurde. Sie brachten ʿAlī zur Kaʿba, schlugen ihn brutal und hielten ihn dort eine Stunde lang fest, während sie verzweifelt versuchten, ihn dazu zu bringen, das Geheimnis des Verschwindens der beiden „Flüchtigen“ preiszugeben, doch vergeblich. Danach gingen sie zu Asmāʾ, der Tochter Abū Bakrs, doch auch hier blieben ihre Bemühungen erfolglos. Als sie an ihrer Tür standen, schlug Abū Dschahl das Mädchen so heftig, dass ihr Ohrring zerbrach.
Quraish, on the other hand, were quite baffled and exasperated when the news of the escape of the two companions was confirmed. They brought ‘Ali to Al-Ka‘bah, beat him brutally and confined him there for an hour attempting desperately to make him divulge the secret of the disappearance of the two ‘fugitives’, but to no avail. They then went to see Asma’, Abu Bakr’s daughter, but here also their attempts went in vain. While at her door Abu Jahl slapped the girl so severely that her earring broke up.
Die Notabeln von Makkah traten zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um das weitere Vorgehen festzulegen und alle Möglichkeiten zu prüfen, die dazu beitragen könnten, die beiden Männer festzunehmen. Sie beschlossen, alle Wege aus Makkah zu blockieren, und verhängten eine strenge bewaffnete Überwachung aller möglichen Ausgänge. Auf den Kopf jedes der beiden wurde eine Belohnung von 100 Kamelen ausgesetzt. Reiter, Fußsoldaten und Spurenleser durchkämmten das Land. Einmal gelangten sie sogar bis zur Mündung der Höhle, in der sich der Prophet ﷺ und Abu Bakr versteckt hielten. Als Abu Bakr den Feind aus sehr nächster Nähe sah, flüsterte er dem Propheten ﷺ zu: „Was, wenn sie durch die Felsspalte schauen und uns entdecken?“ Der Prophet ﷺ antwortete in seiner von Gott eingegebenen Ruhe: „Schweig, Abu Bakr! Was denkst du von zwei Menschen, deren Dritter Allâh ist?“ Es war wahrlich ein göttliches Wunder, denn die Verfolger standen nur wenige Schritte von der Höhle entfernt.
The notables of Makkah convened an emergency session to determine the future course of action and explore all areas that could help arrest the two men. They decided to block all avenues leading out of Makkah and imposed heavy armed surveillance over all potential exits. A price of 100 camels was set upon the head of each one. Horsemen, infantry and tracers of tracks scoured the country. Once they even reached the mouth of the cave where the Prophet (Peace be upon him) and Abu Bakr were hiding. When he saw the enemy at a very close distance, Abu Bakr whispered to the Prophet (Peace be upon him): “What, if they were to look through the crevice and detect us?” The Prophet (Peace be upon him) in his God-inspired calm replied; • “Silence Abu Bakr! What do you think of those two with whom the Third is Allâh.” It was really a Divine miracle, the chasers were only a few steps from the cave.
Drei Tage lang hielten sich Muhammad ﷺ und Abu Bakr in der Höhle auf, während die Quraisch ihre fieberhaften Bemühungen fortsetzten, sie aufzuspüren. Ein Mann namens ‘Abdullah bin Uraiqit, der noch nicht den Islam angenommen hatte, aber von Abu Bakr vertraut wurde und von ihm als Wegführer angeworben worden war, erreichte die Höhle nach drei Nächten planmäßig und brachte Abu Bakrs zwei Kamele mit. Sein Bericht beruhigte die edlen „Flüchtlinge“ dahingehend, dass die Suche nachgelassen hatte. Die Gelegenheit zum Aufbruch war gekommen. Hier bot Abu Bakr dem Propheten ﷺ das schnelle Tier zum Reiten an. Dieser willigte ein, unter der Bedingung, dass er dessen Preis bezahlen würde. Sie nahmen die Wwegzehrung mit, die Asma’, die Tochter Abu Bakrs, brachte und in ein Bündel band, wozu sie ihren Gürtel in zwei Teile riss; daher der Beiname, den sie trägt: „Asma’ mit den zwei Gürteln“. Der Prophet ﷺ, Abu Bakr und ‘Amir bin Fuhairah brachen auf, und ihr Führer ‘Abdullah bin Uraiqit leitete sie auf kaum begangenen Wegen entlang der Küstenstraße. Das geschah im Rabi‘ al-Awwal des 1. Jahres nach der Hidschra, d. h. im September 622 n. Chr. Die kleine Karawane zog auf ihrem Weg nach Quba’ durch viele Dörfer. In diesem Zusammenhang ist es angebracht, einige interessante Begebenheiten vorzustellen, die ihre ermüdende Reise prägten:
3. Quraisch hatte, wie bereits erwähnt, verkündet, dass jeder, der Muhammad ﷺ ergreife, hundert Kamele als Belohnung erhalten werde. Dies hatte viele Menschen angespornt, ihr Glück zu versuchen. Unter denen, die nach dem Propheten ﷺ und seinem Gefährten Ausschau hielten, um die Belohnung zu gewinnen, war Suraqah, der Sohn des Malik. Als er die Nachricht erhielt, dass eine Gruppe von vier Personen auf einer bestimmten Route gesichtet worden war, beschloss er, ihr heimlich nachzusetzen, damit allein er den Preis gewinne. Er bestieg ein schnelles Pferd und jagte ihnen eifrig nach. Unterwegs stolperte das Pferd, und er stürzte zu Boden. Als er Lose zog, um zu erforschen, ob er die Verfolgung fortsetzen solle, wie es die Araber unter solchen Umständen zu tun pflegten, fand er die Vorzeichen ungünstig. Doch die Gier nach materiellem Reichtum blendete ihn vollkommen, und er nahm die Verfolgung wieder auf. Ein weiteres Mal ereilte ihn dasselbe Schicksal, doch er achtete nicht darauf. Wieder sprang er in den Sattel und galoppierte mit halsbrecherischer Geschwindigkeit, bis er dem Propheten ﷺ ganz nahe kam. Abu Bakrs Herz war unruhig, und er blickte immer wieder zurück, während der Prophet ﷺ standhaft blieb und weiterhin Verse des Qur'an rezitierte.
3. Quraish, as we have already mentioned, had declared that whoever would seize Muhammad (Peace be upon him) would receive a hundred camels as reward. This had spurred many persons to try their luck. Among those who were on the lookout for the Prophet (Peace be upon him) and his companion in order to win the reward was Suraqah, the son of Malik. He, on receiving information that a party of four, had been spotted on a certain route, decided to pursue it secretly so that he alone should be the winner of the reward. He mounted a swift horse and went in hot pursuit of them. On the way the horse stumbled and he fell on the ground. On drawing a lot so as to divine whether he should continue the chase or not, as the Arabs used to do in such circumstances, he found the omens unpropitious. But the lust for material wealth blinded him altogether and he resumed the chase. Once more he met with the same fate but paid no heed to it. Again he jumped onto the saddle and galloped at a break-neck speed till he came quite close to the Prophet (Peace be upon him). Abu Bakr’s heart agitated and he kept looking back while the Prophet (Peace be upon him) remained steadfast and continued reciting verses of the Qur’ân.
• Das wiederholte Stolpern von Suraqahs Pferd und sein Sturz von dessen Rücken brachten ihn zur Besinnung, und er erkannte, dass es eine ständige Warnung Allahs für seinen bösen Plan war, den er gegen den Propheten ﷺ geschmiedet hatte. Mit reuigem Herzen näherte er sich der reisenden Gruppe und bat den Propheten ﷺ in aller Demut um Vergebung. Er wandte sich an den Propheten ﷺ und dessen Gefährten und sagte: „Euer Volk (die Quraisch) hat jedem eine großzügige Belohnung versprochen, der euch gefangen nimmt.“ Er fügte hinzu, dass er ihnen Proviant anbot, sie aber sein Angebot ablehnten. Sie baten ihn lediglich, ihren Aufbruch abzuschirmen und die Polytheisten über ihr Versteck zu täuschen. Daraufhin vergab ihm der Prophet ﷺ und bestätigte dies mit einem Schreiben, das ‘Amir bin Fuhairah auf ein Stück Pergament verfasst hatte. Suraqah eilte zurück nach Makkah und versuchte, die Bemühungen derer zu vereiteln, die Muhammad ﷺ und seine edlen Gefährten verfolgten. Der erbitterte Feind wurde zu einem aufrichtigen Gläubigen.
Am Montag, dem 8. Rabi' al-Awwal im vierzehnten Jahr der Prophetschaft, das heißt am 23. September 622, traf der Gesandte Allahs ﷺ in Quba' ein.
On Monday, 8th Rabi‘ Al-Awwal, the fourteenth year of Prophethood, i.e. September 23rd. 622, the Messenger of Allâh arrived at Quba’.
Sobald sich die Nachricht von der Ankunft Muhammads ﷺ zu verbreiten begann, strömten Scharen aus Madinah hinaus. Sie kamen jeden Morgen und warteten voller Ungeduld auf sein Erscheinen, bis sie die unerträgliche Hitze der Mittagssonne zwang, wieder umzukehren. Eines Tages waren sie wie gewohnt hinausgegangen, und nach langem Warten und Ausschauhalten kehrten sie in die Stadt zurück, als ein Jude, der drei in Weiß gekleidete Reisende erblickte, die sich ihren Weg nach Madinah bahnten, von einem Hügel herab rief: „O ihr Leute Arabiens! Euer Großvater ist gekommen! Der, auf den ihr so sehnsüchtig gewartet habt, ist gekommen!“ Die Muslime eilten sogleich mit ihren Waffen herbei, um ihn zu verteidigen. Die freudige Nachricht verbreitete sich rasch in der ganzen Stadt, und die Menschen zogen hinaus, um ihren edlen Gast zu begrüßen.
As soon as the news of Muhammad’s arrival began to spread, crowds came flocking out of Madinah . They would come every morning and wait eagerly for his appearance until forced by the unbearable heat of the midday sun to return. One day they had gone as usual, and after a long wait and watch they retired to the city when a Jew, catching a glimpse of three travellers clad in white winding their way to Madinah , shouted from the top of a hillock: “O you people of Arabia! Your grandfather has come! He, whom you have been eagerly waiting for, has come!” The Muslims immediately rushed holding their weapons, (to defend him). The joyful news soon spread through the city and people marched forward to greet their noble guest.
Ibn al-Qayyim sagte: „Die Rufe ‚Allâhu Akbar‘ (Allah ist größer) hallten im Stamm Banu ‘Amr bin ‘Auf wider. Die Freude des Propheten Muhammad ﷺ wuchs entsprechend, doch mit seltenem Gespür für den rechten Zeitpunkt und das Angemessene gebot er Einhalt. Gelassenheit umfing ihn, und die Offenbarung wurde herabgesandt:
Ibn Al-Qayyim said: “The shouts of ‘Allâhu Akbar’ (Allâh is Great) resounded in Banu ‘Amr bin ‘Auf. Muhammad’s (Peace be upon him) elation correspondingly increased, but with rare sense of timing and propriety, called a halt. Serenity enveloped him and the ٌevelation was sent down:
• „... dann ist wahrlich Allah sein Maula (Herr, Meister oder Beschützer), und Gabriel, und die Rechtschaffenen unter den Gläubigen – und darüber hinaus sind auch die Engel – seine Helfer.“ [66:4].
LEBEN IN MEDINA:
LIFE IN MADINAH:
Die medinensische Epoche lässt sich in drei Phasen einteilen:
The Madinese era could be divided into three phases:
1. Die erste Phase war von allzu vielen Schwierigkeiten und Zwistigkeiten geprägt sowie von zu vielen Hindernissen von innen, verbunden mit einer feindseligen Welle von außen, die auf die völlige Vernichtung des aufstrebenden Glaubens abzielte. Sie endete mit dem Friedensvertrag von Al-Hudaibiyah im Dhul-Qa'da des Jahres 6 n. H.
1. The first phase was characterized by too much trouble and discord, and too many obstacles from within coupled by a hostile wave from without aiming at total extermination of the rising faith. It ended with Al-Hudaibiyah Peace Treaty in Dhul Qa‘da 6 A.H.
2. Die zweite Phase war durch einen Waffenstillstand mit der heidnischen Führung gekennzeichnet und endete mit der Eroberung Makkas im Ramadan des Jahres 8 n. H. In dieser Zeit lud der Prophet ﷺ auch Könige außerhalb Arabiens ein, in den Islam einzutreten.
2. The second phase featured a truce with the pagan leadership and ended in the conquest of Makkah in Ramadan 8 A.H. It also witnessed the Prophet (Peace be upon him) inviting kings beyond Arabia to enter the fold of Islam.
3. In der dritten Phase traten die Menschen in Scharen zum Islam über. Stämme und andere Gruppen kamen nach Madinah, um dem Propheten ﷺ die Treue zu schwören. Diese Phase endete mit dem Tod des Propheten ﷺ im Rabi‘ al-Awwal des Jahres 11 nach der Hidschra.
3. In the third phase, people came to embrace Islam in hosts. Tribes and other folks arrived in Madinah to pay homage to the Prophet (Peace be upon him). It ended at the death of the Prophet (Peace be upon him) in Rabi‘ Al-Awwal 11 A.H.