Die letzte Phase der Diplomatie der Verhandlung:
The Final Phase Of The Diplomacy Of Negotiation:
Der Gesandte Allahs (ﷺ) verließ seine Gefangenschaft und setzte wie gewohnt die Verkündigung seines Glaubens fort. Die Quraisch hoben ebenfalls den Boykott auf, machten aber mit ihren Gräueltaten und ihrer Unterdrückung der Muslime weiter. Abu Talib, der betagte Angesehene, war nach wie vor darum bemüht, seinen Neffen zu schützen, doch war er inzwischen durch die Reihe gewaltiger Ereignisse und andauernder Leiden geschwächt und begann, an bestimmten Schwächeanfällen zu leiden. Kaum war er aus dem unmenschlichen Boykott siegreich hervorgegangen, da wurde er von einer hartnäckigen Krankheit und körperlicher Entkräftung heimgesucht. Die Polytheisten von Makkah sahen diese ernste Lage und fürchteten die Schmach, die die übrigen Araber ihnen anlasten könnten, sollten sie nach dem Verlust ihres wichtigsten Beistands, Abu Talib, einen Angriff gegen den Propheten (ﷺ) unternehmen. Sie beschlossen daher, erneut mit dem Propheten (ﷺ) zu verhandeln und zuvor verweigerte Zugeständnisse anzubieten. Sie entsandten einige Vertreter, die Abu Talib aufsuchen und die Angelegenheit mit ihm besprechen sollten. Ibn Ishaq und andere berichteten: „Als Abu Talib eine schwere Krankheit befiel, begannen die Leute von Quraisch, über die Lage zu beraten, und überdachten die wesentlichen Merkmale jener Zeit, zu denen die Bekehrung von ‘Umar und Hamzah zum Islam gehörte, verbunden mit dem gewaltigen Aufruhr, den Muhammad (ﷺ) unter allen Stämmen der Quraisch ausgelöst hatte. Sie hielten es daher für unerlässlich, Abu Talib aufzusuchen, bevor er starb, um seinen Neffen unter Druck zu setzen, einen Kompromiss über die verschiedenen strittigen Punkte auszuhandeln. Sie fürchteten, die übrigen Araber könnten ihnen den Vorwurf des Opportunismus machen.“
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) left his confinement and went on preaching his Faith as usual. Quraish, likewise, repealed the boycott but went on in their atrocities and oppression on the Muslims. Abu Talib, the octogenarian notable, was still keen on shielding his nephew but by that time, and on account of the series of tremendous events and continual pains, he began to develop certain fits of weakness. No sooner had he emerged victorious from the inhuman boycott, than he was caught in a persistent illness and physical enervation. The polytheists of Makkah, seeing this serious situation and fearing that the stain of infamy that the other Arabs could attribute to them in case they took any aggressive action against the Prophet (Peace be upon him) after he had lost his main support, Abu Talib, took a decision to negotiate with the Prophet (Peace be upon him) once more and submit some concessions withheld previously. They then delegated some representatives to see Abu Talib and discuss the issue with him. Ibn Ishaq and others related: “When a serious illness caught Abu Talib, the people of Quraish began to deliberate on the situation and reviewed the main features that characterized that period and which included the conversion of ‘Umar and Hamzah to Islam, coupled with the tremendous stir that Muhammad (Peace be upon him) had created amongst all the tribes of Quraish. They then deemed it imperative to see Abu Talib before he died to pressure his nephew to negotiate a compromise on the various disputed points. They were afraid that the other Arabs might attribute to them the charge of opportunism.”.
Die Delegation der Quraisch umfasste 25 Männer, darunter angesehene Persönlichkeiten wie ‘Utbah bin Rabi‘a, Shaibah bin Rabi‘a, Abu Jahl bin Hisham, Omaiyah bin Khalaf und Abu Sufyan bin Harb. Zunächst erwiesen sie ihm Ehre und bestätigten, dass sie seine Person und seine Stellung unter ihnen sehr hoch schätzten. Danach wechselten sie zu der neuen Politik des Gebens und Nehmens, die sie, wie sie behaupteten, verfolgen wollten. Um ihre Argumentation zu untermauern, erklärten sie, dass sie sich davon abhalten würden, sich in seine Religion einzumischen, wenn auch er dasselbe täte.
The delegation of Quraish comprised 25 men including notables like ‘Utbah bin Rabi‘a, Shaibah bin Rabi‘a, Abu Jahl bin Hisham, Omaiyah bin Khalaf, Abu Sufyan bin Harb. They first paid tribute to him and confirmed their high esteem of his person and position among them. They then shifted to the newgive-and-take policy that they claimed they wanted to follow. To substantiate their argument they alleged that they would refrain from intervening in his religion if he did the same.
Abu Talib rief seinen Neffen zu sich und unterrichtete ihn über den Verlauf seiner Zusammenkunft mit ihnen und sagte: „Nun, mein Neffe, hier sind die Angesehenen deines Volkes. Sie haben diese Zusammenkunft vorgeschlagen, um einen Plan gegenseitiger Zugeständnisse und friedlichen Zusammenlebens vorzulegen.“ Der Gesandte Allahs ﷺ wandte sich an sie und sprach:
Abu Talib summoned his nephew and apprised him of the minutes of his meeting with them, and said: “Well, my nephew, here are the celebrities of your people. They have proposed this meeting to submit a policy of mutual concessions and peaceful coexistence.” The Messenger of Allâh (Peace be upon him) turned to them saying:
„Ich werde dich zu dem Mittel führen, durch das du sowohl über die Araber als auch über die Nicht-Araber Herrschaft erlangen wirst.“ In einer anderen Version sprach der Prophet ﷺ zu Abu Talib mit folgenden Worten: „O Onkel! Warum rufst du sie nicht zu etwas Besserem?“ Abu Talib fragte ihn: „Wozu lädst du sie denn ein?“ Der Prophet ﷺ antwortete: „Ich lade sie ein, an einer Botschaft festzuhalten, die ihnen mit Gewissheit den Zugang zur Herrschaft über die Araber und die Nicht-Araber verschaffen wird.“ Nach der Überlieferung von Ibn Ishaq lautete es: „Es ist nur ein einziges Wort, das euch die Vorherrschaft über die Araber und die Nicht-Araber verschaffen wird.“ Die Gesandten aus Mekka waren aufs Äußerste überrascht und begannen sich zu fragen, was für ein Wort das sein könnte, das ihnen in so hohem Maße nützen würde. Abu Jahl fragte: „Was ist dieses Wort? Ich schwöre bei deinem Vater, dass wir dir deinen Wunsch gewiss erfüllen werden, und zwar zehnmal so viel dazu.“ Er sagte: „Ich möchte, dass ihr bezeugt, dass es keinen Gott gibt, der verehrt werden darf, außer Allah, und dass ihr euch dann jeglicher Art von Verehrung lossagt, die ihr für andere Gottheiten als Allah hegt.“ Sogleich klatschten sie spöttisch in die Hände und sagten: „Wie kannst du von uns erwarten, dass wir alle Gottheiten in einem einzigen Gott vereinen? Das ist wirklich etwas Unglaubliches.“ Beim Hinausgehen sagten sie zueinander: „Bei Gott, dieser Mann [Muhammad ﷺ] wird niemals nachlassen und auch keinerlei Zugeständnisse machen. Lasst uns an der Religion unserer Vorväter festhalten, und Gott wird zu gegebener Zeit zwischen uns und ihm entscheiden und den Streit beilegen.“ Bezüglich dieses Vorfalls offenbarte Allah folgende Verse:
• “I will guide you to the means by which you will gain sovereignty over both the Arabs and non-Arabs.” In another version, the Prophet (Peace be upon him) addressed Abu Talib in the following words: “O uncle! Why don’t you call them unto something better?” Abu Talib asked him, “What is it that you invite them to?” The Prophet (Peace be upon him) replied, “I invite them to hold fast to a Message that is bound to give them access to kingship over the Arabs and non-Arabs.” According to Ibn Ishaq’s version, “It is just one word that will give you supremacy over the Arabs and non-Arabs.” The Makkan deputies were taken by incredible surprise and began to wonder what sort of word was that which would benefit them to that extent. Abu Jahl asked, “What is that word? I swear by your father that we will surely grant you your wish followed by ten times as much.” He said, “I want you to testify that there is no god worthy to be worshipped but Allâh, and then divest yourselves of any sort of worship you harbour for any deities other than Allâh.” They immediately clapped their hands in ridicule, and said “How can you expect us to combine all the deities in one God. It is really something incredible.” On their way out leaving, they said to one another, “By god this man [Muhammad (Peace be upon him)] will never relent, nor will he offer any concessions. Let us hold fast to the religion of our forefathers, and Allâ h will in due course adjudicate and settle the dispute between us and him.” As regards this incident, Allâh revealed the following verses:
„Sâd: [Diese Buchstaben (Sâd usw.) gehören zu den Wundern des Qur’ân, und niemand außer Allâh (allein) kennt ihre Bedeutungen]. Bei dem Qur’ân, der voller Ermahnung ist. Nein, diejenigen, die ungläubig sind, leben in falschem Stolz und Widerstreben. Wie viele Generationen haben Wir vor ihnen vernichtet, und sie schrien auf, als keine Zeit zur Flucht mehr war! Und sie (die arabischen Heiden) wundern sich, dass ein Warner [Prophet Muhammad ﷺ] aus ihrer eigenen Mitte zu ihnen gekommen ist! Und die Ungläubigen sagen: ‚Dieser [Prophet Muhammad ﷺ] ist ein Zauberer, ein Lügner. Hat er die Götter (alle) zu einem einzigen Gott (Allâh) gemacht? Wahrlich, das ist eine seltsame Sache!‘ Und die Anführer unter ihnen zogen umher (und sprachen): ‚Geht weiter und bleibt standhaft bei euren Göttern! Wahrlich, das ist eine Sache, die gegen euch geplant ist! Wir haben von diesem bei den Menschen dieser letzten Tage nichts gehört. Das ist nichts als eine Erfindung.‘“ [38:1-7]
• “Sâd: [These letters (Sâd, etc.) are one of the miracles of the Qur’ân and none but Allâh (Alone) knows their meanings]. By the Qur’ân full of reminding. Nay, those who disbelieve are in false pride and Apposition. How many a generation We have destroyed before them, and they cried out when there was no longer time for escape! And they (Arab pagans) wonder that a warner [Prophet Muhammad (Peace be upon him)] has come to them from among themselves! And the disbelievers say, ‘This [Prophet Muhammad (Peace be upon him) ] is a sorcerer, a liar. Has he made the gods (all) into One God (Allâh). Verily, this is a curious thing!’ And the leaders among them went about (saying): ‘Go on, and remain constant to your gods! Verily, this is a thing designed (against you)! We have not heard (the like) of this among the people of these later days. This is nothing but an invention.’” [38:1-7]