Muhammads Geburt und die vierzig Jahre vor dem Prophetentum
Muhammad's Birth And Forty Years Prior To Prophethood
SEINE GEBURT:
HIS BIRTH:
Muhammad ﷺ, der Herr der Propheten, wurde in der Gasse der Banu Haschim in Makkah an einem Montagmorgen geboren, am neunten Rabi‘ al-Awwal, im selben Jahr wie das Ereignis des Elefanten und im vierzigsten Jahr der Herrschaft des Kisra (Khosru Nushirwan), also am zwanzigsten oder zweiundzwanzigsten April 571 n. Chr., nach dem Gelehrten Muhammad Sulaimân Al-Mansourpuri und dem Astrologen Mahmûd Pascha. Ibn Sa‘d überlieferte, dass die Mutter Muhammads ﷺ sagte: „Als er geboren wurde, ging ein Licht von mir aus, das die Paläste Syriens erleuchtete.“ Ahmad überlieferte auf die Autorität von ‘Arbadh bin Sariya Ähnliches dazu.
Muhammad (Peace be upon him), the Master of Prophets, was born in Bani Hashim lane in Makkah on Monday morning, the ninth of Rabi‘ Al-Awwal, the same year of the Elephant Event, and forty years of the reign of Kisra (Khosru Nushirwan), i.e. the twentieth or twenty-second of April, 571 A.D., according to the scholar Muhammad Sulaimân Al-Mansourpuri, and the astrologer Mahmûd Pasha. Ibn Sa‘d reported that Muhammad’s mother said: “When he was born, there was a light that issued out of my pudendum and lit the palaces of Syria.” Ahmad reported on the authority of ‘Arbadh bin Sariya something similar to this.
Es wurde jedoch umstritten berichtet, dass seiner Geburt bedeutende Vorzeichen vorausgingen: Vierzehn Galerien des Palastes von Kisra stürzten ein und rollten herab, das heilige Feuer der Magier erlosch, und einige Kirchen am See Sawa sanken ein und fielen in sich zusammen.
It was but controversially reported that significant precursors accompanied his birth: fourteen galleries of Kisra’s palace cracked and rolled down, the Magians’ sacred fire died down and some churches on Lake Sawa sank down and collapsed.
Seine Mutter schickte sogleich jemanden, um seinen Großvater ʿAbdul-Muttalib von dem freudigen Ereignis zu unterrichten. Dieser kam erfreut zu ihr, trug ihn zur Kaʿba, betete zu Allah und dankte Ihm. ʿAbdul-Muttalib gab dem Kind den Namen Muhammad, einen Namen, der damals unter den Arabern nicht gebräuchlich war. Am siebten Tag beschnitt er ihn, wie es bei den Arabern Brauch war.
His mother immediately sent someone to inform his grandfather ‘Abdul-Muttalib of the happy event. Happily he came to her, carried him to Al-Ka‘bah, prayed to Allâh and thanked Him. ‘Abdul-Muttalib called the baby Muhammad, a name not then common among the Arabs. He circumcised him on his seventh day as was the custom of the Arabs.
Die erste Frau, die ihn nach seiner Mutter stillte, war Thuyebah, die Sklavin Abu Lahabs, zusammen mit ihrem Sohn Masrouh. Sie hatte zuvor Hamzah bin ‘Abdul-Muttalib gestillt und später Abu Salamah bin ‘Abd Al-Asad Al-Makhzumi.
The first woman who suckled him after his mother was Thuyebah, the concubine of Abu Lahab, with her son, Masrouh. She had suckled Hamzah bin ‘Abdul-Muttalib before and later Abu Salamah bin ‘Abd Al-Asad Al-Makhzumi.
KINDHEIT:
BABYHOOD:
Es war allgemein üblich, dass die in den Städten lebenden Araber ihre Kinder zu beduinischen Ammen schickten, damit sie in der freien und gesunden Umgebung der Wüste aufwuchsen, wodurch sie einen kräftigen Körperbau entwickeln und die reine Sprache und die Sitten der Beduinen annehmen sollten, die sowohl für die Reinheit ihrer Sprache als auch dafür bekannt waren, frei von jenen Lastern zu sein, die sich gewöhnlich in sesshaften Gesellschaften entwickeln.
It was the general custom of the Arabs living in towns to send their children away to bedouin wet nurses so that they might grow up in the free and healthy surroundings of the desert whereby they would develop a robust frame and acquire the pure speech and manners of the bedouins, who were noted both for chastity of their language and for being free from those vices which usually develop in sedentary societies.
Der Prophet ﷺ wurde später Halima bint Abi Dhu'aib aus den Banu Sa'd bin Bakr anvertraut. Ihr Ehemann war Al-Harith bin 'Abdul-'Uzza, genannt Abu Kabshah, aus demselben Stamm. Muhammad ﷺ hatte mehrere Milchgeschwister, 'Abdullah bin Al-Harith, Aneesah bint Al-Harith, Hudhafah oder Judhamah bint Al-Harith (bekannt als Ash-Shayma'), und sie pflegte den Propheten ﷺ zu stillen, sowie Abu Sufyan bin Al-Harith bin 'Abdul-Muttalib, den Vetter des Propheten ﷺ. Hamzah bin 'Abdul-Muttalib, der Onkel des Propheten ﷺ, wurde von denselben beiden Ammen gestillt, Thuyba und Halima As-Sa'diyah, die auch den Propheten ﷺ gestillt hatten. Die Überlieferungen berichten auf anmutige Weise, wie Halima und ihr ganzer Haushalt durch aufeinanderfolgende Glücksfälle begünstigt wurden, während das Kind Muhammad ﷺ unter ihrer Obhut lebte. Ibn Ishaq berichtet, dass Halima erzählte, sie sei zusammen mit ihrem Ehemann und einem Säugling von ihrem Dorf aufgebrochen, in Begleitung einiger Frauen ihres Stammes, auf der Suche nach Kindern, die sie stillen könnten. Sie sagte:
The Prophet (Peace be upon him) was later entrusted to Haleemah bint Abi Dhuaib from Bani Sa‘d bin Bakr. Her husband was Al-Harith bin ‘Abdul ‘Uzza called Abi Kabshah, from the same tribe. Muhammad(Peace be upon him) had several foster brothers and sisters, ‘Abdullah bin Al-Harith, Aneesah bint Al-Harith, Hudhafah or Judhamah bint Al-Harith (known as Ash-Shayma’), and she used to nurse the Prophet (Peace be upon him) and Abu Sufyan bin Al-Harith bin ‘Abdul-Muttalib, the Prophet’s cousin. Hamzah bin ‘Abdul-Muttalib, the Prophet’s uncle, was suckled by the same two wet nurses, Thuyeba and Haleemah As-Sa‘diyah, who suckled the Prophet (Peace be upon him). Traditions delightfully relate how Haleemah and the whole of her household were favoured by successive strokes of good fortune while the baby Muhammad (Peace be upon him) lived under her care. Ibn Ishaq states that Haleemah narrated that she along with her husband and a suckling babe, set out from her village in the company of some women of her clan in quest of children to suckle. She said:
ZURÜCK ZU SEINER MITFÜHLENDEN MUTTER:
BACK TO HIS COMPASSIONATE MOTHER:
Nach diesem Ereignis machte sich Halimah Sorgen um den Knaben und brachte ihn zu seiner Mutter zurück, bei der er bis zu seinem sechsten Lebensjahr blieb.
After this event, Haleemah was worried about the boy and returned him to his mother with whom he stayed until he was six.
Aus Achtung vor dem Andenken ihres verstorbenen Mannes beschloss Amina, dessen Grab in Yathrib (Madinah) zu besuchen. Sie machte sich mit ihrem Waisenjungen, ihrer Dienerin Umm Ayman und ihrem Schwiegervater ʿAbdul-Muttalib auf den Weg, um eine Strecke von 500 Kilometern zurückzulegen. Sie blieb dort einen Monat und machte sich dann auf den Rückweg nach Makkah. Unterwegs erkrankte sie schwer und starb in Abwa auf dem Weg zwischen Makkah und Madinah.
In respect of the memory of her late husband, Amina decided to visit his grave in Yathrib (Madinah). She set out to cover a journey of 500 kilometers with her orphan boy, woman servant Umm Ayman and her father-in-law ‘Abdul-Muttalib. She spent a month there and then took her way back to Makkah. On the way, she had a severe illness and died in Abwa on the road between Makkah and Madinah.
ZURÜCK ZU SEINEM MITFÜHLENDEN GROSSVATER:
BACK TO HIS COMPASSIONATE GRANDFATHER:
‘Abdul-Muttalib brachte den Knaben nach Makkah. Er hegte warme Gefühle für den Jungen, seinen verwaisten Enkel, dessen jüngstes Unglück (der Tod seiner Mutter) den Schmerzen der Vergangenheit noch mehr hinzufügte. ‘Abdul-Muttalib war seinem Enkel gegenüber liebevoller als gegenüber seinen eigenen Kindern. Er ließ den Jungen nie der Einsamkeit zum Opfer fallen, sondern zog ihn stets seinen eigenen Kindern vor. Ibn Hischam berichtete: Für ‘Abdul-Muttalib wurde im Schatten der Ka‘bah eine Matratze ausgelegt. Seine Kinder pflegten sich um diese Matratze zu setzen, um ihrem Vater Ehre zu erweisen, doch Muhammad ﷺ setzte sich auf sie. Seine Onkel wollten ihn zurückholen, doch wenn ‘Abdul-Muttalib anwesend war, sagte er: „Lasst meinen Enkel in Ruhe. Ich schwöre bei Allah, dass dieser Junge eine bedeutende Stellung einnehmen wird.“ Er setzte den Jungen auf seine Matratze, klopfte ihm auf den Rücken und war stets zufrieden mit dem, was der Junge tat.
‘Abdul-Muttalib brought the boy to Makkah. He had warm passions towards the boy, his orphan grandson, whose recent disaster (his mother’s death) added more to the pains of the past. ‘Abdul-Muttalib was more passionate with his grandson than with his own children. He never left the boy a prey to loneliness, but always preferred him to his own kids. Ibn Hisham reported: A mattress was put in the shade of Al-Ka‘bah for ‘Abdul-Muttalib. His children used to sit around that mattress in honour to their father, but Muhammad (Peace be upon him) used to sit on it. His uncles would take him back, but if ‘Abdul-Muttalib was present, he would say: “Leave my grandson. I swear by Allâh that this boy will hold a significant position.” He used to seat the boy on his mattress, pat his back and was always pleased with what the boy did.
Als Muhammad ﷺ acht Jahre, zwei Monate und zehn Tage alt war, verstarb sein Großvater ‘Abdul-Muttalib in Makkah. Die Obhut über den Propheten ﷺ ging nun an seinen Onkel Abu Talib über, den Bruder des Vaters des Propheten ﷺ.
When Muhammad (Peace be upon him) was eight years, two months and ten days old, his grandfather ‘Abdul-Muttalib passed away in Makkah. The charge of the Prophet (Peace be upon him) was now passed on to his uncle Abu Talib, who was the brother of the Prophet’s father.
Abu Talib übernahm die Obhut über seinen Neffen auf die beste Weise. Er nahm ihn zu seinen Kindern und zog ihn ihnen vor. Er zeichnete den Knaben mit großer Achtung und hoher Wertschätzung aus. Abu Talib blieb vierzig Jahre lang bemüht um seinen Neffen und gewährte ihm jeglichen möglichen Schutz und Beistand. Sein Verhältnis zu den übrigen wurde durch die Behandlung bestimmt, die sie dem Propheten ﷺ entgegenbrachten. Ibn ‘Asakir berichtete über die Überlieferungskette von Jalhamah bin ‘Arfuta, der sagte: „Ich kam nach Makkah, als es ein regenloses Jahr war. Da sagten die Quraisch: ‚O Abu Talib, das Tal ist kahl geworden und die Kinder hungern. Lasst uns gehen und um Regen beten.‘ Abu Talib ging zur Ka‘bah zusammen mit einem jungen Knaben, der so schön war wie die Sonne, und eine schwarze Wolke stand über seinem Haupt. Abu Talib und der Knabe stellten sich an die Mauer der Ka‘bah und beteten um Regen. Sofort sammelten sich Wolken aus allen Richtungen, und es regnete heftig, so dass die Quellen flossen und die Pflanzen in der Stadt und auf dem Land wuchsen.“
BAHIRA, DER MÖNCH:
BAHIRA, THE MONK:
Als der Gesandte Allahs (Friede sei mit ihm) zwölf Jahre alt war, reiste er mit seinem Onkel Abu Talib auf einer Handelsreise nach Syrien. Als sie Busra erreichten (das ein Teil Syriens war, in der Nähe von Howran unter römischer Herrschaft), trafen sie einen Mönch namens Bahira (sein richtiger Name war Georges), der große Freundlichkeit zeigte und sie großzügig bewirtete. Zuvor hatte er nie die Gewohnheit gehabt, sie zu empfangen oder zu bewirten. Er erkannte den Propheten ﷺ bereitwillig und sagte, während er seine Hand ergriff: „Dies ist der Herr aller Menschen. Allah wird ihn mit einer Botschaft senden, die eine Barmherzigkeit für alle Geschöpfe sein wird.“ Abu Talib fragte: „Woher weißt du das?“ Er antwortete: „Als ihr aus der Richtung von ‘Aqabah erschient, warfen sich alle Steine und Bäume nieder, was sie nur für einen Propheten tun. Ich kann ihn auch an dem Siegel der Prophetenschaft erkennen, das unterhalb seiner Schulter ist, wie ein Apfel. Das haben wir aus unseren Büchern gelernt.“ Er bat Abu Talib außerdem, den Knaben nach Makkah zurückzuschicken und ihn nicht nach Syrien zu bringen, aus Furcht vor den Juden. Abu Talib gehorchte und schickte ihn mit einigen seiner Diener zurück nach Makkah.
When the Messenger of Allâh (Peace be upon him) was twelve years old, he went with his uncle Abu Talib on a business journey to Syria. When they reached Busra (which was a part of Syria, in the vicinity of Howran under the Roman domain) they met a monk called Bahira (his real name was Georges), who showed great kindness, and entertained them lavishly. He had never been in the habit of receiving or entertaining them before. He readily enough recognized the Prophet (Peace be upon him) and said while taking his hand: “This is the master of all humans. Allâh will send him with a Message which will be a mercy to all beings.” Abu Talib asked: “How do you know that?” He replied: “When you appeared from the direction of ‘Aqabah, all stones and trees prostrated themselves, which they never do except for a Prophet. I can recognize him also by the seal of Prophethood which is below his shoulder, like an apple. We have got to learn this from our books.” He also asked Abu Talib to send the boy back to Makkah and not to take him to Syria for fear of the Jews. Abu Talib obeyed and sent him back to Makkah with some of his men servants.
DIE „GOTTESLÄSTERLICHEN“ KRIEGE:
THE ‘SACRILIGIOUS' WARS:
Muhammad ﷺ war kaum fünfzehn Jahre alt, als die „ruchlosen" Kriege ausbrachen – Kriege, die über mehrere Jahre hinweg mit wechselndem Glück und erheblichen Verlusten an Menschenleben geführt wurden – zwischen Quraisch und Banu Kinana auf der einen Seite und dem Stamm Qais ‘Ailan auf der anderen. Sie wurden so genannt, weil die unverletzlichen Dinge verletzt wurden, wobei auch die verbotenen Monate einbezogen wurden. Harb bin Omaiyah war wegen seiner herausragenden Stellung und seiner ehrenwerten Abstammung der Anführer der Quraisch und ihrer Verbündeten. In einer dieser Schlachten begleitete der Prophet ﷺ seine Onkel, griff jedoch nicht zu den Waffen gegen ihre Gegner. Seine Bemühungen beschränkten sich darauf, die Pfeile des Feindes, die herabfielen, aufzuheben und sie seinen Onkeln zu reichen.
Muhammad (Peace be upon him) was hardly fifteen when the ‘sacrilegious’ wars — which continued with varying fortunes and considerable loss of human life for a number of years — broke out between Quraish and Banu Kinana on the one side and Qais ‘Ailan tribe on the other. It was thus called because the inviolables were made violable, the prohibited months being included. Harb bin Omaiyah, on account of his outstanding position and honourable descent, used to be the leader of Quraish and their allies. In one of those battles, the Prophet (Peace be upon him) attended on his uncles but did not raise arms against their opponents. His efforts were confined to picking up the arrows of the enemy as they fell, and handing them over to his uncles.
ALFUDOUL CONFEDERACY:
ALFUDOUL CONFEDERACY:
Am Ende dieser Kriege, als der Frieden wiederhergestellt war, empfanden die Menschen das Bedürfnis, in Makkah ein Bündnis zu schließen, um Gewalt und Ungerechtigkeit zu unterbinden und die Rechte der Schwachen und Bedürftigen zu verteidigen. Vertreter der Banu Hashim, der Banu Al-Muttalib, des Asad bin ‘Abd Al-‘Uzza, des Zahrah bin Kilab und des Taim bin Murra wurden eingeladen, sich im Haus eines ehrwürdigen älteren Mannes namens ‘Abdullah bin Jada‘an At-Taimy zu treffen, um ein Bündnis zu schließen, das die oben genannten Ziele sicherstellen sollte. Der Gesandte Allahs ﷺ bezeugte dieses Bündnis kurz nachdem er mit dem Prophetenamt geehrt worden war, und er äußerte sich mit sehr positiven Worten dazu: „Ich war Zeuge eines Bündnisses im Haus des ‘Abdullah bin Jada‘an. Es war mir lieber als Herden von Kamelen. Selbst jetzt, in der Zeit des Islam, würde ich einer Einladung zu einem solchen Treffen positiv gegenüberstehen und daran teilnehmen.“
At the conclusion of these wars, when peace was restored, people felt the need for forming confederacy at Makkah for suppressing violence and injustice, and vindicating the rights of the weak and the destitute. Representatives of Banu Hashim, Banu Al-Muttalib, Asad bin ‘Abd Al-‘Uzza, Zahrah bin Kilab and Taim bin Murra were called to meet in the habitation of an honourable elderly man called ‘Abdullah bin Jada‘an At-Taimy to enter into a confederacy that would provide for the above-mentioned items. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) shortly after he had been honoured with the ministry of Prophethood, witnessed this league and commented on it, with very positive words: “I witnessed a confederacy in the house of ‘Abdullah bin Jada‘an. It was more appealing to me than herds of cattle. Even now in the period of Islam I would respond positively to attending such a meeting if I were invited.".
In der Tat stand der Geist dieses Bündnisses und der Verlauf der Beratungen darin im vollständigen Gegensatz zum vorislamischen Stammesstolz. Die Geschichte, die zu seinem Zustandekommen führte, berichtet, dass ein Mann aus dem Stamm der Zubaid als Händler nach Makkah kam, wo er Waren an Al-'As bin Wa'il As-Sahmi verkaufte. Dieser versuchte mit allen Mitteln, sich der Bezahlung der Waren zu entziehen. Der Verkäufer suchte Hilfe bei den verschiedenen Sippen der Quraisch, doch diese achteten nicht auf seine eindringlichen Bitten. Daraufhin stieg er auf einen Berggipfel und begann mit lauter Stimme Klageverse zu rezitieren, in denen er die Ungerechtigkeiten schilderte, die ihm widerfahren waren. Az-Zubair bin 'Abdul-Muttalib erfuhr davon und erkundigte sich nach der Angelegenheit. Daraufhin trat die Parteien des genannten Bündnisses zusammen und erreichten, dass das Geld des Az-Zubaidi von Al-'As bin Wa'il eingefordert wurde.
In fact, the spirit of this confederacy and the course of deliberations therein marked a complete departure from the pre-Islamic tribal-pride. The story that led to its convention says that a man from Zubaid clan came as a merchant to Makkah where he sold some commodities to Al-‘As bin Wail As-Sahmy. The latter by hook or by crook tried to evade paying for the goods. The salesman sought help from the different clans in Quraish but they paid no heed to his earnest pleas. He then resorted to a mountain top and began, at the top of his voice, to recite verses of complaint giving account of the injustices he sustained. Az-Zubair bin ‘Abdul-Muttalib heard of him and made inquiries into the matter. Consequently, the parties to the aforesaid confederacy convened their meeting and managed to force Az-Zubaidy’s money out of Al-‘As bin Wa’il.
MUHAMMADS FRÜHE ARBEIT:
MUHAMMAD'S EARLY JOB:
Muhammad ﷺ hatte in seiner frühen Jugend keinen besonderen Beruf, doch wird überliefert, dass er für die Banu Sa'd und in Makkah als Hirte arbeitete. Im Alter von 25 Jahren reiste er als Kaufmann für Khadidscha (möge Allah an ihr Wohlgefallen haben) nach Syrien. Ibn Ishaq berichtete, dass Khadidscha, die Tochter des Chuwailid, eine Geschäftsfrau von großem Ansehen und Vermögen war. Sie beschäftigte Männer, die ihre Geschäfte gegen einen bestimmten Prozentsatz des Gewinns führten. Die Quraisch waren überwiegend Händler. Als Khadidscha von Muhammad ﷺ, seinen wahrhaftigen Worten, seiner großen Ehrlichkeit und seinen edlen Umgangsformen erfuhr, ließ sie ihn holen. Sie bot ihm Geld an, damit er nach Syrien reise und ihre Geschäfte erledige, und versprach ihm einen höheren Anteil als den anderen. Außerdem wolle sie ihren Diener Maisara mit ihm schicken. Er willigte ein und reiste mit ihrem Diener zum Handel nach Syrien.
Muhammad (Peace be upon him), had no particular job at his early youth, but it was reported that he worked as a shepherd for Bani Sa‘d and in Makkah. At the age of 25, he went to Syria as a merchant for Khadijah (May Allah be pleased with her) Ibn Ishaq reported that Khadijah, daughter of Khwailid was a business-woman of great honour and fortune. She used to employ men to do her business for a certain percentage of the profits. Quraish people were mostly tradespeople, so when Khadijah was informed of Muhammad (Peace be upon him), his truthful words, great honesty and kind manners, she sent for him. She offered him money to go to Syria and do her business, and she would give him a higher rate than the others. She would also send her hireling, Maisarah, with him. He agreed and went with her servant to Syria for trade.
SEINE EHE MIT CHADĪDschā:
HIS MARRIEAGE TO KHADIJAH:
Als er nach Makkah zurückkehrte, bemerkte Khadijah, dass in ihrem Vermögen mehr Gewinne und Segnungen waren als zuvor. Auch ihr Angestellter berichtete ihr von Muhammads ﷺ guten Charaktereigenschaften, seiner Ehrlichkeit, seinem tiefen Nachdenken, seiner Aufrichtigkeit und seinem Glauben. Sie erkannte, dass sie ihr Ziel erreicht hatte. Viele angesehene Männer hatten um ihre Hand angehalten, doch sie hatte ihre Annäherungsversuche stets zurückgewiesen. Ihre Wünsche offenbarte sie ihrer Freundin Nafisa, der Tochter von Maniya, die sogleich zu Muhammad ﷺ ging und ihm die gute Nachricht überbrachte. Er willigte ein und bat seine Onkel, zu Khadijahs Onkel zu gehen und diese Angelegenheit zu besprechen. Anschließend wurden sie verheiratet. Der Ehevertrag wurde von den Banu Haschim und den Oberhäuptern von Mudar bezeugt. Dies geschah nach der Rückkehr des Propheten ﷺ aus Syrien. Er gab ihr zwanzig Kamele als Brautgabe. Sie war damals vierzig Jahre alt und galt als die beste Frau ihres Volkes in Abstammung, Vermögen und Weisheit. Sie war die erste Frau, die der Gesandte Allahs ﷺ heiratete. Er heiratete keine andere, bis sie verstorben war.
When he returned to Makkah, Khadijah noticed, in her money, more profits and blessings than she used to. Her hireling also told her of Muhammad’s good manners, honesty, deep thought, sincerity and faith. She realized that she homed at her target. Many prominent men had asked for her hand in marriage but she always spurned their advances. She disclosed her wish to her friend Nafisa, daughter of Maniya, who immediately went to Muhammad (Peace be upon him) and broke the good news to him. He agreed and requested his uncles to go to Khadijah’s uncle and talk on this issue. Subsequently, they were married. The marriage contract was witnessed by Bani Hashim and the heads of Mudar. This took place after the Prophet’s return from Syria. He gave her twenty camels as dowry. She was, then, forty years old and was considered as the best woman of her folk in lineage, fortune and wisdom. She was the first woman whom the Messenger of Allâh (Peace be upon him) married. He did not get married to any other until she had died.
Khadidscha gebar ihm alle seine Kinder außer Ibrahim: al-Qasim, Zainab, Ruqaiyah, Umm Kulthum, Fatima und ʿAbdullah, der Taiyib und Tahir genannt wurde. Alle seine Söhne starben in ihrer Kindheit, und alle Töchter außer Fatima starben zu seinen Lebzeiten. Fatima starb sechs Monate nach seinem Tod ﷺ. Alle seine Töchter bezeugten den Islam, nahmen ihn an und wanderten nach Madinah aus.
Khadijah bore all his children, except Ibrahim: Al-Qasim, Zainab, Ruqaiyah, Umm Kulthum, Fatimah and ‘Abdullah who was called Taiyib and Tahir. All his sons died in their childhood and all the daughters except Fatimah died during his lifetime. Fatimah died six months after his death. All his daughters witnessed Islam, embraced it, and emigrated to Madinah.
DER WIEDERAUFBAU DER KA'BA UND DIE SCHIEDSRICHTERFRAGE:
REBUILDING AL-KA'BAH AND THE ARBITRATION ISSUE:
Als der Gesandte Allahs ﷺ fünfunddreißig Jahre alt war, begannen die Quraisch, die Ka'ba neu zu errichten. Das lag daran, dass sie ein niedriges Gebäude aus weißen Steinen war, nicht höher als 6,30 Meter, aus den Tagen Ismaels. Sie hatte außerdem kein Dach, was den Dieben leichten Zugang zu ihren Schätzen im Inneren verschaffte. Sie war auch den zerstörerischen Einflüssen der Natur ausgesetzt, weil sie vor langer Zeit erbaut worden war, und diese schwächten und rissen ihre Mauern. Fünf Jahre vor der Prophetenschaft kam es in Mekka zu einer großen Flut, die auf die Ka'ba zuströmte und sie beinahe zum Einsturz brachte. Die Quraisch sahen sich gezwungen, sie wieder aufzubauen, um ihre Heiligkeit und ihre Stellung zu wahren. Die Anführer der Quraisch beschlossen, beim Wiederaufbau der Ka'ba nur erlaubtes Geld zu verwenden, weshalb alles Geld, das aus Unzucht, Wucher oder ungerechten Geschäften stammte, ausgeschlossen wurde. Anfangs waren sie zu ehrfürchtig, um die Mauer niederzureißen, doch Al-Walid bin Al-Mughira Al-Makhzumi begann mit der Arbeit. Als er sah, dass ihm kein Schaden widerfahren war, beteiligten sich die anderen am Abbruch der Mauern, bis sie das von Abraham gelegte Fundament erreichten. Als sie begannen, die Mauern wieder aufzubauen, teilten sie die Arbeit unter den Stämmen auf. Jeder Stamm war für den Wiederaufbau eines Teils verantwortlich. Die Stämme sammelten Steine und begannen mit der Arbeit. Der Mann, der die Steine legte, war ein römischer Maurer namens Baqum. Die Arbeit verlief in Eintracht, bis der Zeitpunkt kam, den heiligen Schwarzen Stein an seinen richtigen Platz zu setzen. Dann brach unter den Anführern Streit aus, der vier oder fünf Tage andauerte, wobei jeder um die Ehre kämpfte, den Stein an seine Stelle zu setzen. Dolche waren kurz davor gezogen zu werden, und ein großes Blutvergießen schien unmittelbar bevorzustehen. Glücklicherweise machte der älteste unter den Anführern, Abu Umaiya bin Al-Mughira Al-Makhzumi, einen Vorschlag, der von allen angenommen wurde. Er sagte: „Derjenige, der als Erster das Heiligtum betritt, soll in dieser Frage entscheiden.“ Dann wollte es Allahs Wille, dass der Gesandte Allahs ﷺ als Erster die Moschee betrat. Als alle Anwesenden ihn sahen, riefen sie wie aus einem Munde: „Al-Ameen (der Vertrauenswürdige) ist gekommen. Wir sind damit einverstanden, uns seinem Urteil zu fügen.“ Ruhig und gefasst nahm Muhammad ﷺ den Auftrag an und entschied sofort, auf einen Weg zurückzugreifen, der sie alle versöhnen sollte. Er ließ sich einen Umhang bringen, den er auf dem Boden ausbreitete, und legte den Stein in dessen Mitte. Dann bat er die Vertreter der verschiedenen Stämme unter ihnen, den Stein gemeinsam anzuheben. Als er den richtigen Ort erreicht hatte, legte Muhammad ﷺ ihn mit eigener Hand an die richtige Stelle. So wurde eine sehr angespannte Lage entschärft und eine schwere Gefahr durch die Weisheit des Propheten ﷺ abgewendet.
When the Messenger of Allâh (Peace be upon him) was thirty five, Quraish started rebuilding Al-Ka‘bah. That was because it was a low building of white stones no more than 6.30 metres high, from the days of Ishmael. It was also roofless and that gave the thieves easy access to its treasures inside. It was also exposed to the wearing factors of nature — because it was built a long time ago — that weakened and cracked its walls. Five years before Prophethood, there was a great flood in Makkah that swept towards Al-Ka‘bah and almost demolished it. Quraish was obliged to rebuild it to safeguard its holiness and position. The chiefs of Quraish decided to use only licit money in rebuilding Al-Ka‘bah, so all money that derived from harlotry, usury or unjust practices was excluded. They were, at first, too awed to knock down the wall, but Al-Waleed bin Al-Mugheerah Al-Mukhzumi started the work. Seeing that no harm had happened to him, the others participated in demolishing the walls until they reached the basis laid by Abraham. When they started rebuilding its walls, they divided the work among the tribes. Each tribe was responsible for rebuilding a part of it. The tribes collected stones and startwork. The man who laid the stones was a Roman mason called Baqum. The work went on in harmony till the time came to put the sacred Black Stone in its proper place. Then strife broke out among the chiefs, and lasted for four or five days, each contesting for the honour of placing the stone in its position. Daggers were on the point of being drawn and great bloodshed seemed imminent. Luckily, the oldest among the chiefs Abu Omaiyah bin Mugheerah Al-Makhzumi made a proposal which was accepted by all. He said: “Let him, who enters the Sanctuary first of all, decide on the point.” It was then Allâh’s Will that the Messenger of Allâh (Peace be upon him) should be the first to enter the Mosque. On seeing him, all the people on the scene, cried with one voice: “Al-Ameen (the trustworthy) has come. We are content to abide by his decision.” Calm and self-possessed, Muhammad (Peace be upon him) received the commission and at once resolved upon an expedient which was to conciliate them all. He asked for a mantle which he spread on the ground and placed the stone in its centre. He then asked the representatives of the different clans among them, to lift the stone all together. When it had reached the proper place, Muhammad (Peace be upon him) laid it in the proper position with his own hands. This is how a very tense situation was eased and a grave danger averted by the wisdom of the Prophet (Peace be upon him).
EINE KURZE ÜBERSICHT ÜBER DIE BIOGRAFIE MUHAMMADS VOR DER BERUFUNG ZUM PROPHETEN
A RAPID REVIEW OF MUHAMMAD'S BIOGRAPHY BEFORE COMMISSIONING OF THE PROPHETHOOD:
Der Prophet Muhammad ﷺ war in seiner Jugend eine Verbindung der besten gesellschaftlichen Eigenschaften. Er war ein vorbildlicher Mann von gewichtigem Verstand und makelloser Einsicht. Er war mit Klugheit, Originalität des Denkens und der treffsicheren Wahl der Mittel begabt, die zu den richtigen Zielen führen. Sein langes Schweigen half ihm auf vorteilhafte Weise bei seiner Gewohnheit der Besinnung und der tiefen Erforschung der Wahrheit. Sein lebhafter Geist und seine reine Natur waren hilfreich dabei, Lebensweisen und Menschen, sowohl einzeln als auch in der Gemeinschaft, zu erfassen und zu begreifen. Er mied abergläubische Praktiken, nahm aber aktiv an konstruktiven und nützlichen Unternehmungen teil; andernfalls zog er sich in seine selbstgewählte Abgeschiedenheit zurück. Er hielt sich fern vom Trinken von Wein, vom Essen von Fleisch, das auf Steinaltären geschlachtet worden war, und vom Besuch götzendienerischer Feste. Er empfand die Götzenbilder äußerst tiefe Abneigung und größten Abscheu. Er konnte es nie ertragen, dass jemand bei Al-Lat und Al-‘Uzza schwor. Die Vorsehung Allahs bewahrte ihn zweifellos vor allen verabscheuungswürdigen oder bösen Praktiken. Selbst wenn er versuchte, seinem Instinkt zu folgen, einige Freuden des Lebens zu genießen oder unangesehenen Bräuchen zu folgen, griff die Vorsehung Allahs ein, um jeden Fehltritt auf diesem Weg zu verhindern. Ibn Al-Atheer berichtet, dass Muhammad ﷺ sagte: „Ich habe nie versucht, das zu tun, was mein Volk tut, außer zweimal. Jedes Mal griff Allah ein und hielt mich davon ab, und ich habe es nie wieder getan. Einmal sagte ich meinem Mithirten, er solle sich um meine Schafe kümmern, als wir im oberen Teil von Makkah waren. Ich wollte nach Makkah hinuntergehen und mich unterhalten, wie es die jungen Männer taten. Ich ging zum ersten Haus in Makkah hinunter, wo ich Musik hörte. Ich trat ein und fragte: ‚Was ist das?‘ Jemand antwortete: ‚Es ist eine Hochzeitsfeier.‘ Ich setzte mich und hörte zu, schlief aber bald tief ein. Ich wurde von der Hitze der Sonne geweckt. Ich ging zu meinem Mitschäfer zurück und erzählte ihm, was mir widerfahren war. Ich habe es nie wieder versucht.“
Prophet Muhammad (Peace be upon him) was, in his youth, a combination of the best social attributes. He was an exemplary man of weighty mind and faultless insight. He was favoured with intelligence, originality of thought and accurate choice of the means leading to accurate goals. His long silence helped favourably in his habit of meditation and deep investigation into the truth. His vivid mind and pure nature were helpfully instrumental in assimilating and comprehending ways of life and people, individual and community-wise. He shunned superstitious practices but took an active part in constructive and useful dealings, otherwise, he would have recourse to his self-consecrated solitude. He kept himself aloof from drinking wine, eating meat slaughtered on stone altars, or attending idolatrous festivals. He held the idols in extreme aversion and most abhorrence. He could never tolerate someone swearing by Al-Lat and Al-‘Uzza. Allâh’s providence, no doubts, detached him from all abominable or evil practices. Even when he tried to obey his instinct to enjoy some life pleasures or follow some irrespectable traditions, Allâh’s providence intervened to curb any lapse in this course. Ibn Al-Atheer reported Muhammad (Peace be upon him) as saying: “I have never tried to do what my people do except for two times. Every time Allâh intervened and checked me from doing so and I never did that again. Once I told my fellow-shepherd to take care of my sheep when we were in the upper part of Makkah. I wanted to go down to Makkah and entertain myself as the young men did. I went down to the first house of Makkah where I heard music. I entered and asked: ‘What is this?’ Someone answered: ‘It is a wedding party.’ I sat down and listened but soon went into deep sleep. I was awakened by the heat of the sun. I went back to my fellow-shepherd and told him of what had happened to me. I have never tried it again.”.