Die militärischen Aktivitäten zwischen Badr und Uhud
The Military Activities Between Badr And Uhud
Die Schlacht von Badr war die erste bewaffnete Begegnung zwischen den Muslimen und den Quraisch. Sie war tatsächlich eine entscheidende Schlacht, die den Muslimen einen historischen Sieg einbrachte, der von allen Arabern anerkannt wurde, und den religiösen und wirtschaftlichen Interessen der Polytheisten einen schweren Schlag versetzte. Auch die Juden waren da, die ebenfalls jeden islamischen Sieg als schweren Schlag für ihr religiös-wirtschaftliches Gefüge betrachteten. Beide Seiten brannten vor Wut und Zorn, seit die Muslime diesen großen Sieg errungen hatten: • „Gewiss wirst du finden, dass die Juden und die Al-Mushrikûn (Polytheisten, Heiden, Götzendiener und Ungläubige usw.) die heftigsten Feinde der Gläubigen (Muslime) sind.“ [5:82].
he battle of Badr was the first armed encounter between the Muslims and Quraish. It was in fact a decisive battle that gained the Muslims a historic victory acknowledged by all the Arabs, and dealt a heavy blow to the religious and economic interests of the polytheists. There were also the Jews who also used to regard each . Islamic victory as a heavy blow to their religioeconomic entity. Both parties were burning with rage and fury since the Muslims had achieved that great victory: • “Verily, you will find the strongest among men in enmity to the believers (Muslims) the Jews and Al-Mushrikûn (polytheists, pagans, idolators and disbelievers, etc.).” [5:82].
Beide verbitterten Parteien hatten ihr weitaus empörteres Gefolge in Gestalt der Heuchler, die den Islam nur vortäuschten, um ihr Gesicht zu wahren; an ihrer Spitze stand ʿAbdullāh ibn Ubayy mit seiner Gefolgschaft. Die in Zelten lebenden Wüstenbeduinen in der Umgebung von Madīnah, die ihren Lebensunterhalt durch Raub und Plünderung bestritten, waren gegenüber dieser zentralen Frage von Glauben und Unglauben völlig gleichgültig. Ihre Sorge rührte von der Furcht her, ihre verderbten Quellen des Lebensunterhalts zu verlieren, falls ein mächtiger, eben entstehender muslimischer Staat aufkäme und diesen üblen Praktiken ein Ende setzte; daher der Groll, den sie gegen den Islam und die Muslime im Allgemeinen und gegen die Person Muhammads ﷺ im Besonderen hegten.
Both resentful parties had their much more indignant suite in the form of hypocrites who faked Islam just to save their faces; at the head of whom came ‘Abdullah bin Ubai and his retinue. The desert bedouins living in tents pitched in the vicinity of Madinah, who depended on plundering and looting as a means of living, were totally indifferent to this axial question of belief and disbelief. Their worry derived from fear of losing their perverted avenues of subsistence in case a powerful nascent Muslim state should rise up and put an end to such ill-practices, hence the grudge they nursed against Islam and the Muslims, in general, and the person of Muhammad (Peace be upon him) in particular.
Die gesamte Sache des Glaubens stand somit auf dem Spiel, während vier erbitterte Parteien auf je eigene Weise Fallen gegen die neue Religion stellten: Die Vorgabe, dem Islam anzugehören, verbunden mit Verschwörungsplänen und provokanten Taten innerhalb von Madinah, die offen zutage getretene Feindseligkeit der Juden, die von Empörung und der Glut des Zorns erfüllt war, und dort in Makkah offene und hartnäckige Rufe nach Rache, verbunden mit der offenen Absicht, alle verfügbaren Mittel zu mobilisieren, um die Stimme des Islam ein für allemal zum Schweigen zu bringen. Dies mündete später in eine militärische Aktion, den Feldzug von Uhud, der einen sehr schlechten Eindruck auf den guten Ruf und das Ansehen hinterließ, die die Muslime mühsam zu verdienen und zu bewahren suchten.
The whole cause of Faith was thus at stake with four furious parties laying ambushes against the new religion, each in its style: Pretension to Islam embedded with conspiracy plots and provocative deeds within Madinah, explicitly uncovered animosity pregnant with indignation and fire of rage on the part of the Jews, and there in Makkah open and persistent calls for vengeance coupled with open intentions to mobilize all potential resources available to silence the voice of Islam once and for all. This was later translated into military action, Uhud Invasion, which left a very bad impression on the good name and esteem that the Muslims were painstakingly working to merit and preserve.
Die Muslime waren stets verpflichtet, auf feindselige Bewegungen zu achten, und es war für sie unerlässlich, in alle Richtungen Präventivschläge zu führen, um in diesem großen, Unruhe stiftenden Meer der Unrast ein gewisses Maß an Sicherheit zu genießen. Im Folgenden sind die militärischen Unternehmungen aufgeführt, die in der Zeit nach Badr durchgeführt wurden:
The Muslims were always obliged to be on the lookout for any hostile movements, and it was imperative on them to launch pre-emptive strikes in all directions in order to enjoy a reasonable degree of security in this great instability-provoking ocean of unrest. The following is a list of military activities conducted in the post-Badr era:
ALKUDR-INVASION
ALKUDR INVASION
Der Aufklärungstrupp von Madinah meldete, dass die Banu Saleem aus Ghatafan dabei waren, Truppen zusammenzuziehen, um die Muslime anzugreifen. Der Prophet ﷺ ergriff selbst die Initiative und überfiel sie überraschend in ihrer eigenen Heimat an einer Wasserstelle namens Al-Kudr. Die Banu Saleem waren beim Erhalt der Nachricht geflohen, bevor er eintraf. Er blieb dort drei Tage, nahm ihre 500 Kamele als Beute und verteilte sie unter den Kämpfern, nachdem er den üblichen Fünftel beiseitegelegt hatte; jeder erhielt zwei Kamele.
The scouting body of Madinah reported that Banu Saleem of Ghatafan were engaged in mustering troops to invade the Muslims. The Prophet (Peace be upon him) took the initiative himself and mounted a surprise attack on them in their own homeland at a watering place called Al-Kudr. Banu Saleem, on receiving the news, had fled before he arrived. He stayed there for three days, took their 500 camels as booty and distributed them to the fighters after he had set aside the usual one-fifth; each one gained two camels.
Dieser Angriff fand im Schawwal des Jahres 2 n. H. statt, sieben Tage nach der Schlacht von Badr.
This invasion took place in Shawwal in the year 2 A.H., seven days after the event of Badr.
EIN ATTENTATSVERSUCH AUF DAS LEBEN DES PROPHETEN ﷺ
AN ATTEMP ON THE LIFE OF THE PROPHET (Peace be upon him)
Die Wirkung der Niederlage bei Badr war so groß, dass die Makkaner in Empörung und Groll über ihre schrecklichen Verluste zu brennen begannen. Um diese Lage zu beheben, meldeten sich zwei Vielgötterer freiwillig, um ihren Durst zu löschen und die Quelle jener Demütigung zum Schweigen zu bringen, nämlich den Propheten ﷺ. ʿUmair ibn Wahb al-Dschumahi, ein furchtbarer Vielgötterer, und Safwan ibn Umaiya, ein erbitterter Feind, saßen im Verborgenen zusammen und klagten über ihren Verlust und gedachten ihrer Toten und Gefangenen. ʿUmair äußerte den glühenden Wunsch, den Propheten ﷺ zu töten und seinen in Madinah gefangenen Sohn freizubekommen, wenn ihn nicht das Joch der Schulden und die große Familie, für die er zu sorgen hatte, daran gehindert hätte. Safwan hatte ebenfalls seine guten Gründe, den Propheten ﷺ getötet zu sehen, und so bot er an, ʿUmairs Schulden zu begleichen und für seine Familie zu sorgen, falls er mit seinem Plan fortführe.
The impact of defeat at Badr was so great that the Makkans began to burn with indignation and resentment over their horrible losses. To resolve this situation two polytheists volunteered to quench their thirst and muffle the source of that humiliation i.e. the Prophet (Peace be upon him). ‘Umair bin Wahab Al-Jumahi, a terrible polytheist, and an archenemy Safwan bin Omaiyah sat together privately lamenting their loss and remembering their dead and captives. ‘Umair expressed a fervent desire to kill the Prophet (Peace be upon him) and release his captured son in Madinah, if it was not for the yoke of debts he was under and the large family he had to support. Safwan, also had his good reasons to see the Prophet (Peace be upon him) killed, so he offered to discharge ‘Umair’s debts and support his family if he went on with his plan.
‘Umair stimmte zu und bat Safwan, über den ganzen Plan Stillschweigen zu bewahren. Er brach nach Madinah auf und führte ein Schwert mit sich, auf das er eine Art tödliches Gift aufgetragen hatte. ‘Umar bin Al-Khattab sah ihn an der Tür der Moschee und erkannte, dass er mit bösen Absichten gekommen war. Er ging sogleich in die Moschee und unterrichtete den Propheten ﷺ. Man ließ ihn herein, wobei die Schlaufe seines Schwertes um seinen Hals hing, und zum Gruß sagte er „Guten Morgen“. Darauf erwiderte der Prophet ﷺ, Allah habe sich gnädig erwiesen und ihnen den Gruß der Bewohner des Paradieses gelehrt: „Friede sei mit euch!“ Auf die Frage des Propheten ﷺ nach seinem Anliegen sagte ‘Umair, er sei gekommen, um sich zu vergewissern, dass sein gefangener Sohn gut behandelt werde. Was das Schwert betrifft, nach dem der Prophet ﷺ ihn fragte, so verfluchte er es und sagte, es habe ihnen nichts eingebracht. Als man ihn aufforderte, sein wahres Ziel zu nennen, blieb er hartnäckig und verriet das geheime Treffen mit Safwan nicht. Da wurde der Prophet ﷺ ungeduldig und offenbarte ‘Umair selbst seinen geheimen Auftrag. ‘Umair war überrascht, ein unglaubliches Erstaunen ergriff ihn, und sogleich bezeugte er das Gesandtsein Muhammads ﷺ. Dann begann er, Allah dafür zu preisen, dass er auf den „geraden Weg“ geleitet worden war. Der Prophet ﷺ war erfreut und bat seine Gefährten, ‘Umair die Grundlagen des Islam zu lehren, ihm den edlen Qur'an vorzutragen und seinen Sohn aus der Gefangenschaft zu entlassen.
INVASION DER BANU QAYNUQA:
INVASION OF BANI QAYNUQA:
Wir haben bereits über den Vertrag gesprochen, den der Prophet ﷺ mit den Juden geschlossen hat. Er achtete sehr sorgfältig darauf, ihn buchstabengetreu einzuhalten, und die Muslime zeigten nicht die geringste Verletzung irgendeiner seiner Bestimmungen. Die Juden jedoch, deren natürliche Veranlagung eng mit Verrat, Treulosigkeit und Vertragsbruch verbunden ist, konnten sich von ihrer Tradition nicht befreien und begannen einen Prozess aus Intrigen und Unruhestiftung mit dem Ziel, Spaltung in die wachsenden, festen Reihen der Muslime zu bringen. Hier ist ein bezeichnendes Beispiel für ihr Verhalten: Schas bin Kais, ein alter Jude, ein schrecklicher Ungläubiger und ein den Muslimen gegenüber sehr neidischer Mann, kam an einer Gruppe von Anhängern des Propheten ﷺ aus den Stämmen Aus und Chasradsch vorbei. Er bemerkte einen vorherrschenden Geist der Versöhnung und eine Atmosphäre von Vertrautheit und Freundschaft, die die ganze Gruppe umhüllte, eine ungewöhnliche Szene, die dem Groll und Hass, die ihr Verhalten vor dem Islam kennzeichneten, eindeutig widersprach. Daher schickte er einen seiner Jungen, der sich zu ihnen setzen, sie an den Krieg von Buʿath zwischen ihnen erinnern und einige ihrer Verse rezitieren sollte, die sie einst zur gegenseitigen Verspottung gedichtet hatten. All dies geschah in der Absicht, die Saat von Zwietracht und Uneinigkeit zu säen und die neuen, islamisch geprägten Beziehungen zwischen den Stämmen zu untergraben. Der Junge hatte tatsächlich Erfolg, und die beiden Parteien erinnerten sich nicht mehr an die alten Tage, und der vorislamische Stammesfanatismus brach hervor und führte zu einem Kriegszustand.
We have already spoken about the treaty that the Prophet (Peace be upon him) signed with the Jews. He was very careful to abide by it to the letter and the Muslims did not show the least violation of any of its provisions. The Jews, however, whose natural disposition is closely linked to treachery, betrayal and covenant-breaching, could not rid themselves of the tradition of theirs, and started a process of intrigues and troublemaking with the aim of producing schism in the growing solid Muslim ranks. Here is a relevant model of their behaviour: Shas bin Qais, an elderly Jew, a terrible disbeliever and a greatly envious man of the Muslims, passed by a group of Muhammad (Peace be upon him) followers of Aws and Khazraj. He perceived a prevalent spirit of reconciliation and an atmosphere of rapport and amity enveloping the whole group; an unusual scene categorically in conflict with the animosity and hatred that characterized their pre-Islam behaviour. He, therefore, sent a youth of his to sit among them, remind them of Bu‘ath war between them and recite some of their verses which they used to compose satirizing each other; all of this with the intention of sowing the seeds of discord and disagreement and undermining the new Islamically-orientated inter-tribal relations. The youth did in fact succeed and the two parties at no time recalled the old days and pre-Islam tribal fanaticism sprang to the front to bring about a state of war.
DIE BANU QAINUQA' BRECHEN DEN BUND:
THE QAINUQA' JEWS BREACH THE COVENANT:
Da Allah den Gläubigen beigestanden und ihnen einen offenkundigen Sieg geschenkt hatte, und da die Juden die gewaltige Stellung der Muslime in Madinah sahen, konnten sie ihren Unmut nicht mehr zurückhalten und verbergen. Sie begannen öffentlich eine Reihe provozierender und schädlicher Handlungen. Der boshafteste unter ihnen war der Stamm der Banu Qainuqa‘, der in Vierteln innerhalb Madinahs lebte, die nach ihnen benannt waren. Was ihre Berufe betraf, so betrieben sie Goldschmiedekunst, Schmiedehandwerk und die Herstellung von Haushaltsgeräten; deshalb befanden sich in ihren Häusern große Mengen an Kriegswaffen. Sie zählten 700 Krieger und waren die wagemutigsten unter den Juden auf der Arabischen Halbinsel. Nun waren sie die Ersten, die den Bund der Zusammenarbeit und des Nichtangriffs brachen, den sie bereits mit dem Propheten ﷺ mitunterzeichnet hatten. Ihr Verhalten wurde zu unhöflich und unerträglich. Sie begannen, Unruhe zu stiften, verhöhnten die Muslime, verletzten jene, die ihre Basare besuchten, und schüchterten sogar ihre Frauen ein. Solche Dinge begannen, die allgemeine Lage zu verschlimmern. Daher versammelte der Prophet ﷺ sie, ermahnte sie, rief sie zur Vernunft, Besonnenheit und Rechtleitung auf und warnte sie vor weiterer Übertretung. Dennoch blieben sie halsstarrig, achteten nicht auf seine Warnung und sagten: „Lasst euch nicht täuschen, weil ihr einige Quraisch besiegt habt, die in der Kriegskunst unerfahren sind. Wenn ihr uns zum Kampf herausfordert, werdet ihr erkennen, dass wir wahre Kriegsexperten sind.“
Seeing that Allâh sided with the believers and granted them a manifest victory and perceiving the Muslims’ awesome presence in Madinah, the Jews could no longer contain themselves or conceal indignation. They started a series of provocative and harmful deeds publicly. The most wicked amongst them were the tribe of Banu Qainuqa‘, who lived in quarters within Madinah named after them. As for jobs, they took up goldsmithery, blacksmithing and crafts of making household instruments, that is why war weaponry was available in large quantities in their houses. They counted 700 warriors, and were the most daring amongst the Jewish community in Arabia, and now the first to breach the covenant of cooperation and non-aggression which they had already countersigned with the Prophet (Peace be upon him). Their behaviour grew too impolite and unbearable. They started a process of trouble-making, jeering at the Muslims, hurting those who frequented their bazaars, and even intimidating their women. Such things began to aggravate the general situation, so the Prophet(Peace be upon him) gathered them in assemblage, admonished and called them to be rational, sensible and guided and cautioned against further transgression. Nevertheless they remained obdurate and paid no heed to his warning, and said: “Don’t be deluded on account of defeating some Quraishites inexperienced in the art of war. If you were to engage us in fight, you will realize that we are genuine war experts.”.
DIE INVASION VON AS-SAWIQ:
AS-SAWIQ INVASION:
Zwei voneinander unabhängige feindselige Unternehmungen richteten sich gegen den Propheten ﷺ: Zum einen wurden Ränke und Intrigen von Safwan bin Omaiyah, den Heuchlern und den Juden geschmiedet, die ununterbrochen auf parallelen Bahnen verliefen, und zum anderen wurden militärische Feindseligkeiten von Abu Sufyan vorbereitet, der damit das Gesicht seines Volkes wahren und den übrigen Arabern verdeutlichen wollte, dass Quraisch noch immer eine militärische Macht sei, mit der zu rechnen sei. Nach Badr brannte Abu Sufyan vor Rachedurst, und er legte einen feierlichen Schwur ab, dass er sich nicht von seiner Unreinheit waschen werde, bevor er sich an Muhammad ﷺ und seinen Gefährten gerächt habe. Er brach an der Spitze von 200 Männern nach Madinah auf, wagte es jedoch nicht, die Stadt am helllichten Tag anzugreifen. Stattdessen griff er zu Akten der Piraterie, wie sie im Dunkeln begangen werden. Er schlich sich in die Stadt des Propheten ﷺ ein und suchte seinen alten Verbündeten Huyai bin Akhtab auf, der zu feige war, ihn einzulassen. So zog er weiter zu Salam bin Mashkam, dem Anführer der Bani Nadeer, eines jüdischen Stammes. Der Jude bewirtete ihn und gab ihm einen vollständigen Bericht über die dortige Lage. Spät in der Nacht entsandte er eine Gruppe seiner Männer, um Al-'Uraid, einen Vorort von Madinah, zu überfallen. Dort fällten die Männer die Palmen und verbrannten sie, töteten zwei Muslime und flüchteten dann eilig. Als der Prophet ﷺ die Nachricht erhielt, versammelte er seine Männer und setzte ihnen nach, konnte sie jedoch nicht einholen. Die Muslime brachten die Vorräte zurück (Sawiq, eine Art Gerstenbrei), die die Polytheisten weggeworfen hatten, um ihre Last zu erleichtern und ihre Flucht zu beschleunigen; daher wurde dieser Feldzug als Sawiq-Feldzug bezeichnet. Er fand im Dhul-Hijjah des 2. Jahres nach der Hidschra statt, zwei Monate nach dem Ereignis von Badr.
Two-pronged hostile activities were being independently conducted against the Prophet (Peace be upon him) ; plots and intrigues being hatched by Safwan bin Omaiyah, the hypocrites and Jews on the one hand, going on and on parallel lines with military hostilities being prepared by Abu Sufyan aiming at saving the face of his people and impressing on the other Arabs that Quraish was still a military power to be counted for. In the aftermath of Badr, Abu Sufyan was burning for revenge and took a solemn vow he would never bathe off impurity unless he had avenged himself on Muhammad (Peace be upon him) and his followers. He set out at the head of 200 men towards Madinah but was not brave enough to attack it in broad daylight. He, instead resorted to acts of piracy that are performed in the dark. He infiltrated into the Prophet ’s town and went to see an old ally Huyai bin Akhtab, who was too cowardly to let him in, so he left for Salam bin Mashkam, chief of Bani Nadeer, a tribe of Jews. The Jew entertained and gave him a full account of the situation therein. Late at night he despatched a group of his men to raid Al-‘Uraid, a suburb of Madinah. There, the men felled and burnt the palm trees, killed two Muslims and then took swiftly to their heels. On hearing the news, the Prophet (Peace be upon him) gathered his men and set out at their heels, but could not catch them. The Muslims brought back the provisions (Sawiq, a kind of barley porridge) which the polytheists had thrown aside in order to lighten their loads and hasten their escape; hence this campaign was called As-Sawiq Invasion. It took place in Dhul-Hijjah 2 A.H., two months after the event of Badr.
DHI AMR INVASION, MUHARRAM, 3 A.H:
DHI AMR INVASION, MUHARRAM, 3 A.H:
Die Kundschafter des Propheten ﷺ berichteten, dass Banu Tha‘labah und Banu Muhârib Truppen versammelten, mit dem Ziel, die Außenbezirke von Madinah zu überfallen. Der Prophet ﷺ brach an der Spitze von 450 Reitern und Fußkämpfern auf, um dieser neuen Lage zu begegnen. ‘Uthman bin ‘Affan wurde gebeten, die Angelegenheiten der Muslime in Madinah zu regeln. Auf ihrem Weg nahmen sie einen Mann gefangen, der den Islam angenommen hatte und der Armee als Wegweiser diente. Als die Feinde von der Annäherung der Muslime erfuhren, zerstreuten sie sich eilig in den Bergen und verschwanden. Die Muslime lagerten den ganzen Monat Safar des Jahres 3 n. H. an einer Wasserstelle namens „Dhi Amr“. Der Prophet ﷺ wollte den Beduinen der Wüste in der Gegend vor Augen führen, dass die Muslime nun stark genug waren, Furcht und Ehrfurcht in die Herzen ihrer Feinde zu pflanzen.
The Prophet ’s intelligence personnel reported that Banu Tha‘labah and Banu Muhârib were mustering troops with the aim of raiding the outskirts of Madinah. The Prophet (Peace be upon him) at the head of 450 horsemen and footmen set out to handle this new situation. ‘Uthman bin ‘Affan was asked to dispose the affairs of the Muslims in Madinah. On their way, they captured a man who embraced Islam and acted as a guide for the army. When the enemies heard of the approach of the Muslims, they hurriedly dispersed in the mountains and disappeared. The Muslims encamped at a watering place called “Dhi Amr” for the whole of Safar 3 A.H. The Prophet (Peace be upon him) aimed to impress upon the desert bedouins in the area, that the Muslims were then powerful enough to cast fear and awe into the hearts of their enemies.
KA'B BIN AL-ASHRAF, GETÖTET:
KA'B BIN AL-ASHRAF, KILLED:
Ka‘b bin Al-Ashraf war der erbittertste Jude gegenüber dem Islam und den Muslimen, der eifrigste darin, dem Gesandten Allahs ﷺ Schaden zuzufügen, und der leidenschaftlichste Verfechter des Krieges gegen ihn. Er gehörte dem Stamm Tai’ an, seine Mutter jedoch dem Stamm Banu Nadeer. Er war ein wohlhabender Mann, bekannt für seine Schönheit, und ein Dichter, der in Luxus lebte, in seiner Festung südöstlich von Madinah, hinter den Wohnstätten der Banu Nadeer.
Ka‘b bin Al-Ashraf was the most resentful Jew at Islam and the Muslims, the keenest on inflicting harm on the Messenger of Allâh (Peace be upon him) and the most zealous advocate of waging war against him. He belonged to Tai’ tribe but his mother to Banu Nadeer. He was a wealthy man known for his handsomeness, and a poet living in luxury in his fort south east of Madinah at the rear of Banu Nadeer’s habitations.
Als er die Nachricht von Badr hörte, geriet er furchtbar in Wut und schwor, dass er den Tod dem Leben vorziehen würde, falls die Nachricht zutreffe. Als dies bestätigt wurde, verfasste er Gedichte, in denen er den Propheten Muhammad ﷺ verspottete, die Quraisch lobpries und sie gegen den Propheten ﷺ aufhetzte. Dann ritt er nach Makkah, wo er begann, das Feuer des Krieges zu entfachen und Groll gegen die Muslime in Madinah zu schüren. Als Abu Sufyan ihn fragte, welcher Religion er eher zuneige, der Religion der Makkaner oder der des Propheten Muhammad ﷺ und seiner Gefährten, antwortete er, dass die Heiden besser geleitet seien. In Bezug auf diese Situation offenbarte Allah Seine Worte:
On hearing the news of Badr, he got terribly exasperated and swore that he would prefer death to life if the news was true. When this was confirmed he wrote poems satirizing Muhammad (Peace be upon him), eulogizing Quraish and enticing them against the Prophet (Peace be upon him). He then rode to Makkah where he started to trigger the fire of war, and kindle rancour against the Muslims in Madinah. When Abu Sufyan asked him which religion he was more inclined to, the religion of the Makkans or that of Muhammad (Peace be upon him) and his companions, he replied that the pagans were better guided. Wrespect to this situation, Allâh revealed His Words:
„Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie glauben an Dschibt und Taghut und sagen zu den Ungläubigen, dass sie hinsichtlich des Weges besser geleitet seien als die Gläubigen (die Muslime).“ [4:51].
•“Have you not seen those who were given a portion of the Scripture? They believe in Jibt and Taghût, and say to the disbelievers that they are better guided as regards the way than the believers (Muslims).” [4:51].
DER ÜBERFALL AUF BUHRAN:
THE INVASION OF BUHRAN:
Im Rabi' ath-thani des Jahres 3 n. H. führte der Prophet ﷺ einen Feldzug mit 300 Kriegern nach Buhran im Gebiet von Al-Furu'. Er blieb dort bis Dschumada al-ula des Jahres 3 n. H. Während dieses Patrouillenfeldzugs kam es zu keinem Kampf.
In Rabi‘ Ath-Thani, the year 3 A.H. the Prophet (Peace be upon him) led a campaign comprising 300 warriors to Buhran in the area of Al-Furu‘. He stayed there till Jumada Al-Ula, 3 A.H. No fighting took place in the process of this patrolling invasion.
ZAID BIN HARITHAH FÜHRT EINE EXPEDITION AUF DEN HANDELSROUTEN DER QURAISCH AN:
ZAID BIN HARITHAH LEADS A CAMPAIGN ON THE TRADE ROUTES OF QURAISH:
Dies war der erfolgreichste Feldzug vor der Schlacht von Uhud. Er fand im Dschumada ath-Thaniyah des Jahres 3 n. H. statt.
This was the most successful campaign prior to Uhud Battle. It took place in Jumada Ath-Thaniyah, the year 3 A.H.
Der Sommer näherte sich, und es war höchste Zeit, dass die Handelskarawanen aus Mekka nach Syrien aufbrachen. Die Leute von Quraisch, deren Lebensunterhalt hauptsächlich von einer Handelswirtschaft abhing, die aus den Sommerkarawanen nach Syrien und den Winterkarawanen nach Abessinien (Äthiopien) bestand, standen nun ratlos da, welche Route sie einschlagen sollten, um den verheerenden militärischen Schlägen zu entgehen, die die Muslime den Polytheisten erfolgreich beibrachten.
Summer approached and it was high time for the Makkan trade caravans to leave for Syria. The people of Quraish whose lives depended mainly on a mercantile economy consisting of summer caravans to Syria and winter caravans to Abyssinia (Ethiopia), were now at a loss as to what route they would have to follow in order to avoid the backbreaking military strikes that the Muslims successfully inflicted on the polytheists.
Sie hielten eine Versammlung ab, um die Aussichten zu besprechen, der wirtschaftlichen Blockade zu entkommen, und beschlossen, auf einer Handelsroute durch Najd nach Irak zu ziehen. Furat bin Haiyan wurde als Führer für die Karawane bestimmt. Safwan bin Omaiyah führte die Karawane auf der neuen Route an. Die Nachricht von der Versammlung drang durch Na‘im bin Mas‘ud Al-Ashja‘i unter der Wirkung von Wein nach außen, und durch Sulit bin An-Nu‘man verbreitete sie sich rasch bis nach Madinah. Der Prophet ﷺ bot sofort 100 Reiter unter der Führung von Zaid bin Harithah Al-Kalbi auf und schickte sie aus, um die Karawane abzufangen und festzunehmen. Sie holten die Kamele an einem Ort namens Al-Qardah ein. Sie überraschten die Polytheisten, nahmen ihren Führer und zwei weitere Männer gefangen. Safwan und seine Wächter flohen, ohne auch nur den geringsten Widerstand zu leisten. Die Karawane führte Silber und Waren mit sich, deren Wert sich auf 100.000 Dirham belief. Die Beute wurde unter den muslimischen Kämpfern verteilt, nachdem ein Fünftel für den Propheten ﷺ beiseitegelegt worden war. Furat bin Haiyan nahm den Islam aus freiem eigenem Willen an.
They held a meeting to discuss the chances of escaping the economic blockade and decided to go along a trade route across Najd to Iraq. Furat bin Haiyan was appointed as a guide for the caravan. Safwan bin Omaiyah led the caravan along the new route. News of the meeting leaked out through Na‘im bin Mas‘ud Al-Ashja‘i under the effect of wine, and it flew fast to Madinah by Sulit bin An-Nu‘man. The Prophet (Peace be upon him) immediately mustered 100 horsemen under the leadership of Zaid bin Harithah Al-Kalbi and despatched them to intercept and capture the caravan. They caught up with the camels at a place called Al-Qardah. They took the polytheists by surprise and arrested their guide and two other men. Safwan and his guards fled away without showing the least resistance. The caravan was carrying silver and wares whose value amounted to 100 thousand dirhams. The booty was distributed among the Muslim warriors after one-fifth had been set aside for the Prophet (Peace be upon him). Furat bin Haiyan embraced Islam out of his own sweet free will.