Die Betrachtung der Ghazawat, Feldzüge und Entsendungen des Propheten sowie der Truppenverbände, die er aufstellte und aussandte, vermittelt uns und jedem anderen gewiss einen wahren und klaren Eindruck davon, dass der Prophet ﷺ der größte Feldherr der ganzen Welt war, zugleich der rechtschaffenste, einsichtigste und wachsamste. Er war in dieser Angelegenheit kein Mann von überlegenem Genie allein, sondern auch der Meister und größte aller Gesandten, was Prophetentum und die Himmlische Botschaft betrifft. Darüber hinaus waren alle Schlachten, die er geführt hat, in ihrer Anwendung den Erfordernissen von Strenge, Tapferkeit und guter Organisation gemäß, die den Bedingungen und Gegebenheiten des Krieges entsprachen. Keine der Schlachten, die er führte, ging infolge von Mangel an Weisheit oder aufgrund eines anderen technischen Fehlers bei der Mobilisierung des Heeres oder einer Stellung in einer falschen strategischen Position verloren. Der Verlust keiner seiner Schlachten geht auf eine Fehleinschätzung bei der Besetzung der besten und geeignetsten Schlachtfelder zurück, noch lag er an einer falschen Auswahl der Anführer des Kampfes, denn er hatte sich als eine besondere Art von Anführer erwiesen, der sich von all jenen Anführern unterscheidet, die unsere Welt gekannt und erlebt hat. Was die Ereignisse von Uhud und Hunain betrifft, so waren sie Folgen der Schwäche einiger militärischer Elemente in Hunain und des Ungehorsams gegenüber Befehlen in Uhud. Ihre Missachtung von Weisheit und dem Plan der Schlacht spielte im Verlauf dieser beiden Feldzüge eine passive Rolle. Sein Genie zeigte sich in diesen beiden Schlachten deutlich, als die Muslime geschlagen wurden; denn er hielt dem Feind standhaft stand und verstand es mit seiner überragenden Weisheit, das Ziel des Feindes zu vereiteln, wie es in Uhud der Fall war. Ebenso gelang es ihm, die Niederlage der Muslime in Hunain in einen Sieg zu verwandeln. Ungeachtet der Tatsache, dass schwerwiegende, ernste Entwicklungen in militärischen Operationen gewöhnlich den schlechtesten Eindruck auf die militärischen Führer hinterlassen und sie dazu verleiten, um ihr Leben zu fliehen.
Meditation on the Prophet’s Ghazawat, missions, and the battalions he formed and dispatched, will certainly give us and everybody a true and clear impression that the Prophet (Peace be upon him) was the greatest military leader in the whole world as well as the most righteous, the most insightful and the most alert one. He was not a man of superior genius for this concern but he was also the Master and the greatest of all Messengers as far as Prophethood and Heavenly Message are concerned. Besides, all the battles that he had fought were standard in their application to the requirements of strictness, bravery, and good arrangements that fitted the terms and conditions of war. None of the battles he fought was lost as a consequence of shortage of wisdom or due to any other technical error in army mobilization or a location in a wrong strategical position. The loss of any of his battle was not due to misjudgement about occupying the best and the most appropriate sites of battles, nor was it due to a mischoice of leaders of the fight, for he had proved himself to be a peculiar sort of leader that differs from any of those leaders that our world had known and experienced. As regards Uhud and Hunain events, there were consequences of weakness in some military elements in Hunain; and disobedience to orders in Uhud. Their non-compliance with wisdom and the plan of the battle played a passive role in the course of those two invasions. His genius was clearly shown in these two battles when the Muslims were defeated; for he stoodfast facing the enemy and managed, by his super wisdom, to thwart the enemy’s aim as was the case in Uhud. Similarly he managed to change the Muslims’ defeat in Hunain into a victory. Nothwithstanding the fact that serious grave developments in military operations usually leave the worst impression on the military leaders and entice them to flee for their lives.
Bisher haben wir lediglich die militärischen Aspekte der Feldzüge der Führung betrachtet. Andererseits gelang es ihm durch diese Feldzüge, Sicherheit zu schaffen, Frieden zu stiften, Zwietracht zu zerstreuen und die militärische Macht der Feinde durch den unermüdlichen Kampf zwischen dem Islam und dem Heidentum zu brechen. Der Prophet ﷺ besaß zudem einen tiefen Einblick und vermochte, die Gläubigen von den Heuchlern und Ränkeschmiedenden zu unterscheiden.
We have, so far, discussed the mere aspects of military leadership of the invasions. On the other hand, through these invasions he was able to impose security, institute peace, diffuse dissension and destroy the military might of the enemies through relentless struggle between Islam and paganism. The Prophet had also profound insight and could differentiate the faithful from the hypocrites and plotters.
Groß war die Schar der Heerführer, die in den Schlachtfeldern von Asch-Scham und Irak die Perser und die Byzantiner besiegten und sich dabei auszeichneten, sowohl in der Kriegsstrategie als auch in der Führung der Kampfhandlungen. Eben diese Anführer, die Muhammad ﷺ nachfolgten, vermochten es, die Feinde des Islam aus ihren Ländern und Landstrichen, ihren Gärten und Quellen und ihren Feldern zu vertreiben. Sie trieben sie von ihrer ehrenvollen Heimstatt fort und von der Gnade und den Versorgungsgütern, die sie besaßen und genossen. Jene muslimischen Anführer waren alle Männer Muhammads ﷺ. Sie waren vom Geist des Islam durchdrungen durch die Hand des Propheten ﷺ.
Great was the group of military leaders who fought and excelled the Persians and the Byzantines in the battlefields of Ash-Sham and Iraq with respect to war strategy and leading the fight procedures. The very leaders, who succeeded Muhammad (Peace be upon him) , managed to drive off the enemies of Islam, from their lands and countries, their gardens and springs, and their farms. They drove them off their honourable residence and from the grace and provisions they owned and enjoyed. Those Muslim leaders were all Muhammad’s men. They were imbued with the spirit of Islam at the hand of the Prophet (Peace be upon him).
Durch diese Schlachten verschaffte der Gesandte Allahs ﷺ allen Muslimen Unterkunft, sicherte Land und bot ihnen Arbeitsmöglichkeiten. Er kümmerte sich sogar intensiv um die Probleme der Flüchtlinge, die damals weder Häuser noch Vermögen hatten. Er rüstete das Heer mit Waffen, Pferden und Mitteln aus. All dies verwirklichte er, ohne auch nur ein Gran Ungerechtigkeit auszuüben. Der Prophet ﷺ hat die Maßstäbe und Ziele der vorislamischen Kriege verändert. Deren Krieg war nichts weiter als Raub, Mord, Plünderung, Tyrannei und auf Angriff ausgerichtete Kriege. Diese Kriege konzentrierten sich darauf, den Sieg zu erringen, die Schwachen zu unterdrücken und deren Häuser und Bauten niederzureißen. Für sie war der Krieg ein Mittel, mit dem sie Frauen vergewaltigen oder entblößen, Grausamkeit gegenüber Schwachen, Säuglingen und kleinen Kindern üben, Ackerland und Saaten verderben und Verderbnis auf der Erde verbreiten konnten. Islamische Kriege unterscheiden sich von vorislamischen Kriegen. Ein „Krieg“ im Islam ist ein Dschihad. Das heißt, es ist ein edler, heiliger Kampf auf dem Weg Allahs zur Verwirklichung einer muslimischen Gesellschaft, die den Menschen von Unterdrückung, Tyrannei und Aggression befreien will. Es ist eine Gesellschaft, auf die jeder überall und zu allen Zeiten stolz sein sollte. Die vorislamischen Gedanken und Traditionen der Zeit der Unwissenheit (Al-Dschahiliyya) wurden durch den Islam auf den Kopf gestellt. Diese lasteten so schwer auf den Schwachen, dass sie Allah anrufen mussten, damit er ihnen ermögliche, aus jenem vorislamischen Umfeld zu entkommen, indem sie sprachen:
Thanks to these battles, the Messenger of Allâh (Peace be upon him) managed accommodation, secured land and provided chances of work for all Muslims. He, even, made a lot of inquiries about the refugee problems who (then) had no houses or fortunes. He equipped the army with weapons, horses and expenditures. He had all that realized without exercising a particle weight of injustice. The Prophet (Peace be upon him) has altered the standards and aims of pre-Islamic wars. Their war was no more than robbing, killing, plundering, tyranny and aggression-oriented wars. Those wars focused on winning victory, oppressing the weakling and demolishing their houses and constructions. For them, war was a means by which they can rape or unveil women, practise cruelty against the weakling, the babies and small children, spoil tillage and race, and spread corruption on the earth. Islamic wars are different from pre-Islamic wars. A “war” in Islam is a Jihad. That is to say it is a noble sacred fight in the way of Allâh for the verification of a Muslim society that seeks to free man from oppression, tyranny and aggression. It is a society that everyone everywhere and at all times should be proud of.Pre-Islamic thoughts and traditions of Al-Jahiliyah period have been turned upside down by Islam. These were so hard upon the weakling that they had to invoke Allâh to enable them to get away from that pre-Islamic environment by saying:
• „Unser Herr, rette uns aus dieser Stadt, deren Bewohner Unterdrücker sind, und erwecke uns von Dir einen, der beschützt, und erwecke uns von Dir einen, der hilft.“ Der Krieg der Verderbnis, des Tötens und Raubens, der früher vorherrschte, ist nun zu einem heiligen geworden, dem Dschihad. Eines der größten Ziele des Dschihad ist es, den Menschen von der Aggression, der Unterdrückung und der Tyrannei der Machthaber zu befreien. Ein Machthaber ist im Islam ein Schwächling, solange ihm nicht das Recht der Armen genommen wurde. Krieg ist im Islam ein Dschihad zur Reinigung des Landes Allāhs von Betrug, Verrat, sündhaften Taten und Aggression. Es ist ein heiliger Krieg, der darauf abzielt, Sicherheit, Geborgenheit, Barmherzigkeit und Mitgefühl zu verbreiten sowie die Rechte und die Großmut zu wahren. Der Gesandte Allāhs ﷺ hatte ehrenvolle, strenge Regeln für den Krieg erlassen und seinen Soldaten und Anführern befohlen, sich an sie zu halten. Es war ihnen verboten, diese Regeln unter irgendwelchen Umständen zu brechen. Bezugnehmend auf die Überlieferung des Sulaimān bin Buraidah, der sagte, dass sein Vater ihm berichtet habe, dass der Gesandte Allāhs ﷺ, wann immer er einen Anführer über ein Heer oder eine Abteilung einsetzte, ihm empfahl, Allāh, den Erhabenen und Allmächtigen, zu fürchten im Umgang mit denen, die ihm am nächsten standen, und gut zu allen Muslimen zu sein. Dann sagte der Prophet ﷺ zu ihm:
• “Our Lord, rescue us from this town whose people are oppressors, and raise for us from You one who will protect, and raise for us from You one who will help.” The war of corruption, slaying and robbing that used to prevail has now turned into a sacred one, Al-Jihad. One of the greatest aims of Al-Jihad is to free man from the aggression, the oppression and the tyranny of men of power. A man of power, in Islam, is a weakling till after the right of the poor is taken from him. War, in Islam, is a Jihad for the purification of the land of Allâh from dece, treachery, sinful deeds and aggression. It is a sacred war that aims at spreading security, safety, mercy and compassion as well as observing the rights and magnanimity. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) had issued honourable strict rules about war and bade his soldiers and leaders to comply with them. They were forbidden to break those rules under any circumstances. In reference to Sulaiman bin Buraidah’s version, who said that his father had told him that whenever the Messenger of Allâh (Peace be upon him) appointed a leader on an army or on a battalion, he used to recommend him to fear Allâh, the Great and All-Mighty, when dealing with those who were closest to him and to be good with all Muslims. Then the Prophet (Peace be upon him) would say to him:
„Führt euren Feldzug im Namen Allahs und um Seinetwillen. Kämpft gegen jene, die nicht an Allah glauben. Zieht in den Krieg, doch übertreibt nicht und begeht keinen Verrat. Verstümmelt niemals den Leichnam eines Toten und tötet kein kleines Kind.“
•“Let your invasion be in the Name of Allâh and for His sake. Fight those who disbelieve in Allâh. Invade but do not exaggerate nor commit treachery. Never deform the corpse of a dead person or kill an infant child.”.
Der Gesandte Allahs ﷺ forderte die Menschen dazu auf, es ihnen leicht zu machen, verbot ihnen aber, anderen gegenüber hart aufzutreten oder sie zu bedrängen. „Macht Mut“, sagte er, „und stoßt nicht ab.“ Wenn er bei Nacht am Schlachtfeld ankam, griff er den Feind niemals an, bis es Morgen war. Er verbot streng, Menschen mit Feuer zu quälen, Kinder und Frauen zu töten oder sie auch nur zu schlagen. Ebenso verbot er Diebstahl und Raub und ging so weit zu sagen, dass durch Plünderung erworbener Gewinn nicht weniger verboten sei als das Fleisch eines Leichnams. Die Verderbnis von Feldern und Saaten sowie das Fällen von Bäumen waren alle verboten, es sei denn, sie waren dringend nötig und es gab keine andere Möglichkeit:
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) asked people to facilitate but he forbade them to bear down hard on others or constrain. “Pacify”, he said, “and do not disincline”. When it happened that he arrived at the battlefield by night, he would never invade the enemy till it was morning. He utterly forbade burning (i.e. torturing people) in fire, killing children and women or even beating them. He also forbade theft and robbery and proceeded so far as to say gains acquired through plundering are not less forbidden than the flesh of a corpse. Corruption of tillage and race and cutting down of trees were all forbidden unless they were badly needed and there was no other substitute:
„Töte keinen Verwundeten, verfolge keinen Fliehenden und töte keinen Gefangenen."
• “Do not kill a wounded person nor run after a fleeing one or kill a captive.”.
Er hat verfügt, dass Gesandte nicht getötet werden dürfen. Er betonte außerdem, dass diejenigen, die Verträge geschlossen haben, nicht getötet werden sollen. Er sagte sogar:
He decreed that envoys cannot be killed. He also stressed on not killing those who made covenants. He even said:
„Wer auch immer einen tötet, der unter einem Bund der Verpflichtung steht, wird den Duft des Paradieses nicht riechen, obwohl dieser aus einer Entfernung von vierzig Jahren wahrgenommen werden kann."
•“He whoever kills one who is under pledge to a covenant shall not smell Paradise, though its smell could be experienced at a forty-year distance from it.”.
Es gab einige weitere edle Regeln, die die Kriege von ihrer Unreinheit aus der Zeit der Unwissenheit (al-Dschahiliyya) befreiten und sie zu heiligen Kriegen machten.
There were some other noble rules which purified wars from their Al-Jahiliyah (pre-Islamic) filthiness and turned them into sacred wars.