Einige wichtige Ereignisse, die in jenem Jahr stattfanden
Some Important Events That Featured That Year
IM LAUFE DIESES JAHRES FANDEN VIELE EREIGNISSE VON GROSSER BEDEUTUNG STATT, NÄMLICH:
DURING THIS YEAR MANY EVENTS OF GREAT SIGNIFICANCE TOOK PLACE THEY WERE:
1. Nach der Rückkehr des Gesandten von Tabuk ereignete sich der beschworene Vorwurf des Ehebruchs zwischen ‘Uwaimir Al-‘Ajlani und seiner Frau.
1. After the Messenger’s return from Tabuk, the sworn allegation of infidelity between ‘Uwaimir Al- ‘Ajlani and his wife took place.
2. Die Steinigung der Ghamidiyya-Frau, die ihren Ehebruch gestanden hatte. Sie wurde erst gesteinigt, nachdem sie ihr Kind abgestillt hatte.
2. Pelting with stones the Ghamidiyah woman who confessed committing adultery. She was pelted with stones only after weaning her child off her breast milk.
3. Negus Ashama, der König von Abessinien (Äthiopien), starb, woraufhin der Prophet ﷺ das Totengebet für ihn in Abwesenheit verrichtete.
3. Negus Ashama; the king of Abyssinia (Ethiopia), died so the Prophet (Peace be upon him) performed prayer in absentia for him.
4. Der Tod von Umm Kulthum, der Tochter des Propheten ﷺ. Der Prophet ﷺ war über ihren Tod äußerst betrübt. „Hätte ich eine dritte Tochter, würde ich sie dir zur Frau geben.“ sagte er zu ‘Uthman.
4. The death of Umm Kulthum, the daughter of the Prophet (Peace be upon him), the Prophet felt extremely sad at her death. “Had I got a third daughter, I would let you marry her.” He said to ‘Uthman.
5. Der Tod von ʿAbdullah bin Ubayy bin Salul, dem Oberhaupt der Heuchler, nach der Rückkehr des Propheten von Tabuk. Der Gesandte Allahs ﷺ bat Allah um Vergebung für ihn. Er betete auch für ihn, obwohl ʿUmar dagegen war und versuchte, ihn daran zu hindern. Später wurde ein Vers des Qur'an offenbart, der ʿUmars richtige Ansicht bestätigte.
5. The death of ‘Abdullah bin Abi Salool, the head of hypocrites, after the Prophet’s return from Tabuk. The Messenger of Allâh (Peace be upon him) asked Allâh’s forgiveness for him. He also prayed for him in spite of ‘Umar’s disapproval and his attempt to prevent him from doing that. Later on a Qur’ânic verse was revealed attesting to ‘Umar’s right viewpoint.
ABU BAKR (möge Allah mit ihm zufrieden sein) VOLLZIEHT DIE PILGERFAHRT:
ABU BAKR (May Allah be pleased with him) PERFORMS THE PILGRIMAGE:
Im Monat Dhul-Qa‘dah oder in Dhul-Hijjah desselben Jahres (dem neunten nach der Hidschra) entsandte der Gesandte Allahs ﷺ Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein), den Wahrhaftigen, als stellvertretenden Anführer des Hadsch (Pilgerfahrt), damit er die Muslime bei der Durchführung der Riten der Pilgerfahrt anführe.
In the month Dhul-Qa‘dah or in Dhul-Hijjah of the very year (the ninth of Al-Hijra), the Messenger of Allâh (Peace be upon him) dispatched Abu Bakr (May Allah be pleased with him), the truthful, as a deputy prince of Al-Hajj (pilgrimage), so that he would lead the Muslims in performing of the pilgrimage rituals.
Kurz nach dem Aufbruch der Muslime kam eine Offenbarung von Allah: die einleitenden Verse der Sure 9 mit dem Titel „Die Reue“ (Surat at-Tauba oder Bara'a), in denen von Allah die „Loslösung von Verpflichtungen“ gegenüber jenen götzendienerischen Stämmen verkündet wurde, die die Verträge, die sie mit dem Propheten ﷺ geschlossen hatten, nicht geachtet hatten. Die Verkündung dieser Nachricht erfolgte im Einklang mit den arabischen Gepflogenheiten, jede Änderung, die die schwindenden Regeln über Blutrache und Besitz betraf, öffentlich bekanntzumachen.
Soon after the departure of the Muslims, there came a Revelation from Allâh: the opening passages of the Chapter 9 entitled ‘Repentance’ (Surah Tauba or Bara’a) in which ‘freedom from obligation’ is proclaimed from Allâh in regard to those idolatrous tribes who had shown no respect for the treaties which they had entered into with the Prophet (Peace be upon him). Communication of this news went in line with the Arabian traditions of making public any change relating to declining conventions of blood and fortunes.
‘Ali bin Abi Talib wurde beauftragt, diese Erklärung abzugeben. Er holte Abu Bakr bei Al-‘Arj oder Dajnan ein. Abu Bakr fragte, ob der Prophet ﷺ ihn zum Befehlshaber eingesetzt habe oder ob er nur mit der Verkündung beauftragt sei. „Ich bin nur beauftragt, die Proklamation zu verkünden“, antwortete ‘Ali. Die beiden Gefährten setzten dann den Ablauf der Pilgerfahrt fort. Gegen Ende der Riten, am Tag des Opferschlachtens, stellte sich ‘Ali bei Al-Jamrah auf (einer Stelle, an der Steine geworfen werden) und las den Menschenmassen, die sich um ihn drängten, laut vor und erklärte die Loslösung von den Verträgen mit den Götzendienern und gewährte ihnen eine Frist von vier Monaten, um ihre Haltung zu überdenken. Was die übrigen Götzendiener betrifft, mit denen die Gläubigen einen Vertrag hatten und die den Muslimen keine ihrer Rechte vorenthalten und niemanden gegen sie unterstützt hatten, so sollten die Bedingungen des Vertrags bis zum Ablauf seiner Dauer gültig bleiben. Abu Bakr schickte daraufhin einige Muslime aus, um öffentlich zu verkünden, dass nach diesem Jahr kein Ungläubiger mehr die Pilgerfahrt vollziehen und niemand mehr das Umkreisen des Heiligen Hauses (Tawaf) unbekleidet ausführen dürfe.
EINE BETRACHTUNG ÜBER DIE GHAZWAT:
A MEDITATION ON THE GHAZWAT:
Die Betrachtung der Ghazawat, Feldzüge und Entsendungen des Propheten sowie der Truppenverbände, die er aufstellte und aussandte, vermittelt uns und jedem anderen gewiss einen wahren und klaren Eindruck davon, dass der Prophet ﷺ der größte Feldherr der ganzen Welt war, zugleich der rechtschaffenste, einsichtigste und wachsamste. Er war in dieser Angelegenheit kein Mann von überlegenem Genie allein, sondern auch der Meister und größte aller Gesandten, was Prophetentum und die Himmlische Botschaft betrifft. Darüber hinaus waren alle Schlachten, die er geführt hat, in ihrer Anwendung den Erfordernissen von Strenge, Tapferkeit und guter Organisation gemäß, die den Bedingungen und Gegebenheiten des Krieges entsprachen. Keine der Schlachten, die er führte, ging infolge von Mangel an Weisheit oder aufgrund eines anderen technischen Fehlers bei der Mobilisierung des Heeres oder einer Stellung in einer falschen strategischen Position verloren. Der Verlust keiner seiner Schlachten geht auf eine Fehleinschätzung bei der Besetzung der besten und geeignetsten Schlachtfelder zurück, noch lag er an einer falschen Auswahl der Anführer des Kampfes, denn er hatte sich als eine besondere Art von Anführer erwiesen, der sich von all jenen Anführern unterscheidet, die unsere Welt gekannt und erlebt hat. Was die Ereignisse von Uhud und Hunain betrifft, so waren sie Folgen der Schwäche einiger militärischer Elemente in Hunain und des Ungehorsams gegenüber Befehlen in Uhud. Ihre Missachtung von Weisheit und dem Plan der Schlacht spielte im Verlauf dieser beiden Feldzüge eine passive Rolle. Sein Genie zeigte sich in diesen beiden Schlachten deutlich, als die Muslime geschlagen wurden; denn er hielt dem Feind standhaft stand und verstand es mit seiner überragenden Weisheit, das Ziel des Feindes zu vereiteln, wie es in Uhud der Fall war. Ebenso gelang es ihm, die Niederlage der Muslime in Hunain in einen Sieg zu verwandeln. Ungeachtet der Tatsache, dass schwerwiegende, ernste Entwicklungen in militärischen Operationen gewöhnlich den schlechtesten Eindruck auf die militärischen Führer hinterlassen und sie dazu verleiten, um ihr Leben zu fliehen.
Meditation on the Prophet’s Ghazawat, missions, and the battalions he formed and dispatched, will certainly give us and everybody a true and clear impression that the Prophet (Peace be upon him) was the greatest military leader in the whole world as well as the most righteous, the most insightful and the most alert one. He was not a man of superior genius for this concern but he was also the Master and the greatest of all Messengers as far as Prophethood and Heavenly Message are concerned. Besides, all the battles that he had fought were standard in their application to the requirements of strictness, bravery, and good arrangements that fitted the terms and conditions of war. None of the battles he fought was lost as a consequence of shortage of wisdom or due to any other technical error in army mobilization or a location in a wrong strategical position. The loss of any of his battle was not due to misjudgement about occupying the best and the most appropriate sites of battles, nor was it due to a mischoice of leaders of the fight, for he had proved himself to be a peculiar sort of leader that differs from any of those leaders that our world had known and experienced. As regards Uhud and Hunain events, there were consequences of weakness in some military elements in Hunain; and disobedience to orders in Uhud. Their non-compliance with wisdom and the plan of the battle played a passive role in the course of those two invasions. His genius was clearly shown in these two battles when the Muslims were defeated; for he stoodfast facing the enemy and managed, by his super wisdom, to thwart the enemy’s aim as was the case in Uhud. Similarly he managed to change the Muslims’ defeat in Hunain into a victory. Nothwithstanding the fact that serious grave developments in military operations usually leave the worst impression on the military leaders and entice them to flee for their lives.