Die Eroberung von Chaibar (im Muharram, 7 n. H.)
The Conquest Of Khaibar (in Moharram, 7a.h.)
Chaibar war ein weitläufiges, stark befestigtes Gebiet, übersät mit Burgen und Gehöften, etwa 60 bis 80 Meilen nördlich von Madinah gelegen, heute ein Dorf, das für sein raues Klima bekannt ist. Nach dem Vertrag von Al-Hudaibiyah war der Hauptteil der islamfeindlichen dreigeteilten Koalition – die Quraisch, die Beduinenhorden der Stämme Najds und die Juden – neutralisiert. Daher hielt der Prophet ﷺ den Zeitpunkt für geeignet, seine Angelegenheiten mit den beiden anderen Fronten zu regeln – den Juden und den Stämmen Najds –, damit Frieden und Sicherheit herrschen konnten und die Muslime ihre Zeit und Mühe der Verbreitung der Botschaft Allahs und dem Aufruf der Menschen zu ihrer Annahme widmen konnten. Chaibar selbst war stets ein Brennpunkt von Intrigen und Verschwörungen gewesen, und die Juden hatten es immer zu einem Zentrum militärischer Provokationen und der Anstiftung zum Krieg gemacht. Daher erhielt es oberste Priorität auf der Liste der zwingenden Erfordernisse des Propheten ﷺ. Die Juden von Chaibar hatten sich durch ein altes Bündnis mit den Verbündeten zusammengeschlossen, die Banu Quraiza zum Verrat angestiftet, Kontakte zu Ghatfan und den Arabern unterhalten und sogar einen Anschlag auf das Leben des Propheten ﷺ geplant. Tatsächlich waren die ständigen Leiden, die die Muslime erduldet hatten, vor allem den Juden zuzuschreiben. Wiederholt wurden Gesandte zu ihnen geschickt, um eine friedliche Einigung zu erreichen, doch alles war vergeblich. Folglich kam der Prophet ﷺ zu dem Schluss, dass ein Feldzug unumgänglich sei, um ihren Feindseligkeiten zuvorzukommen.
Khaibar was a spacious strongly fortified territory, studded with castles and farms, lying at a distance of 60-80 miles north of Madinah, now a village known for its uncongenial climate. After Al-Hudaibiyah Treaty, the major party of the anti-Islam tripartite coalition — Quraish, the bedouin horde of Najd tribes and the Jews — was neutralized, therefore, the Prophet (Peace be upon him) deemed it an appropriate time to settle his affairs with the other two wings — the Jews and the Najd tribes — in order that peace and security could prevail and the Muslims may devote their time and effort in propagating the Message of Allâh and calling people to embrace it. Khaibar itself had always remained a hotbed of intrigue and conspiracy, and the Jews had always constituted it a source of military provocations and war instigation centre, so it was given a top priority on the agenda of the Prophet’s compelling exigencies. The Jews of Khaibar had united by an ancient alliance with the Confederates, triggered Bani Quraiza to practise treachery, maintained contacts with Ghatfan and the Arabians and they even devised an attempt at the Prophet’s life. In fact, the continual afflictions that the Muslims had sustained were primarily attributable to the Jews. Envoys were repeatedly sent to them for peaceful settlement, but all in vain. Consequently the Prophet (Peace be upon him) came to the conclusion that a military campaign was a must in order to forestall their hostilities.
Ausleger des Edlen Qur’ân sind der Ansicht, dass die Eroberung Chaibars eine göttliche Verheißung war, die in den Worten Allahs angedeutet ist:
Interpreters of the Noble Qur’ân suggest that capturing Khaibar had been a Divine promise implied in Allâh’s Words:
„Allah hat euch reiche Beute versprochen, die ihr erbeuten werdet, und Er hat euch dieses beschleunigt.“ [48:20].
• “Allâh has promised you abundant spoils that you will capture, and He has hastened for you this.” [48:20].
d. h., der Friedensvertrag von Al-Hudaibiyah und die Kapitulation von Khaibar.
i.e., Al-Hudaibiyah Peace Treaty and the surrender of Khaibar.
Die Heuchler und jene, deren Herz schwach war, waren den wahren Muslimen bei den Feldzügen von Al-Hudaibiyah fernegeblieben. Nun flößte Allah, der Allmächtige, seinem Propheten ﷺ folgende Worte ins Ohr:
The hypocrites and people weak oheart had hung back from joining the true Muslims in Al-Hudaibiyah campaigns, so now Allâh, the All-Mighty inculcated the following words in His Prophet’s ears:
• „Diejenigen, die zurückgeblieben waren, werden sagen, wenn ihr aufbrecht, um die Beute zu nehmen: ‚Lasst uns euch folgen.‘ Sie wollen die Worte Allahs ändern. Sprich: ‚Ihr sollt uns nicht folgen; so hat Allah es zuvor gesagt.‘ Dann werden sie sagen: ‚Nein, ihr neidet uns.‘ Nein, aber sie verstehen nur wenig.“ [48:15].
• “Those who lagged behind will say, when you set forth to take the spoils, ‘Allow us to follow you.’ They want to change Allâh’s Words. Say: ‘You shall not follow us; thus Allâh has said beforehand.’ Then they will say: ‘Nay, you envy us.’ Nay, but they understand not except a little.” [48:15].
Aus diesem Grund lud der Prophet ﷺ nur diejenigen ein, ihn auf seinem Marsch gegen Chaibar zu begleiten, die bereit waren, auf dem Weg Allahs zu kämpfen. Es waren nur 1400 Männer, die auf seinen Aufruf hin den Treueid geleistet hatten.
For this reason, the Prophet (Peace be upon him) invited only those who were willing to fight in the cause of Allâh to accompany him in his march against Khaibar. 1400 men only, who had sworn allegiance in response to his call.
Inzwischen wurde Siba‘ bin ‘Arfatah Al-Ghifari damit betraut, die Angelegenheiten Madinas zu leiten. Ein weiteres Ereignis von großer Bedeutung verdient Erwähnung, nämlich die Annahme des Islam durch Abu Huraira, einen verehrungswürdigen muslimischen Gelehrten und einen zuverlässigen Überlieferer der Überlieferungen des Propheten ﷺ.
Meanwhile, Siba‘ bin ‘Arfatah Al-Ghifari was chosen to run the affairs of Madinah. Another incident of high significance is noteworthy, namely the Islamization of Abu Huraira, a venerable Muslim scholar and an authentic narrator of the Prophetic traditions.
Die Heuchler Arabiens bemerkten die frischen islamischen Absichten und begannen daraufhin, die Juden vor den bevorstehenden militärischen Aktivitäten zu warnen. Ihr Anführer ʿAbdullah bin Ubai entsandte einen Gesandten zu den Juden von Khaibar, warnte sie vor den nahenden Gefahren und ermutigte sie, den Muslimen Widerstand zu leisten, da diese ihnen zahlenmäßig unterlegen und schlechter ausgerüstet seien. Als die Juden diese Nachricht erhielten, schickten sie Kinanah bin Abi Al-Huqaiq und Haudha bin Qais zu ihren früheren Verbündeten, dem Stamm der Ghatfan, und baten um militärische Unterstützung. Sie versprachen ihnen die Hälfte des Ertrags an Früchten, den ihre Felder hervorbringen könnten, falls sie die Muslime besiegen würden.
The hypocrites of Arabia took notice of the fresh Islamic intentions so they began to alert the Jews to the imminent military activities. Their chief, ‘Abdullah bin Ubai delegated an envoy to the Jews of Khaibar warning them against the dangers approaching, and nerving them to resist the Muslims as they outnumbered the latter and were better equipped. On hearing the news the Jews despatched Kinanah bin Abi Al-Huqaiq and Haudha bin Qais to their former allies, the tribe of Ghatfan requesting military assistance, promising to grant them half the yield of the fruit that their farms could yield if they managed to beat the Muslims.
Der Prophet zog über den Berg Isra und marschierte dann mit dem Heer weiter, bis er in einem Tal namens Ar-Raji‘ Halt machte, wo er zwischen Chaibar und Ghatfan lagerte, um zu verhindern, dass Letztere den Juden zu Hilfe kamen ﷺ. Die Wegweiser, die ihn begleiteten, führten ihn zu einer Kreuzung, von der drei Wege mit unterschiedlichen Bezeichnungen abzweigten; alle führten zu seinem Ziel. Er verzichtete auf die ersten beiden Wege aufgrund ihrer unheilvollen Bezeichnung und wählte den dritten wegen seiner verheißungsvollen Anzeichen ﷺ.
The Prophet marched by way of Isra Mountain and then went forward with the army till he halted in a valley called Ar-Raji‘, encamping between Khaibar and Ghatfan so as to prevent the latter from reinforcing the Jews. The guides accompanying him led him to an intersection from which branched out three roads with different designations; all leading to his destination. He abstained from following the first two roads on grounds of their ominous designation and chose the third for its propitious indications.
Bemerkenswert ist, dass sich auf dem Marsch der Muslime nach Chaibar einige interessante Begebenheiten ereigneten, von denen wir folgende erwähnen:
It is noteworthy that some interesting incidents featured the Muslims’ march towards Khaibar; of which we mention the following:
1. Es wird überliefert von Salamah bin Al-Akwa', der sagte: Wir zogen mit dem Gesandten Allahs ﷺ gegen Chaibar. Wir reisten während der Nacht. Einer der Männer sagte zu meinem Bruder 'Amir: Willst du uns nicht einige deiner Verse vortragen, 'Amir? Da begann er, seine Verse zu singen, um die Kamele anzutreiben, und rezitierte:
1. It has been narrated on the authority of Salamah bin Al-Akwa‘, who said: We marched upon Khaibar with the Messenger of Allâh (Peace be upon him). We journeyed during the night. One of the men said to my brother ‘Amir: Won’t you recite to us some of your verses, ‘Amir? So he began to chant his verses to urge the camels, reciting:
O Allah, wenn Du uns nicht geleitet hättest.
• O Allâh, if You had not guided us.
Wir wären weder rechtgeleitet worden, noch hätten wir Almosen gegeben oder das Gebet verrichtet.
We would have neither been guided rightly nor practised charity, nor offered prayers.
Wir wünschen, unser Leben für Dich hinzugeben; so vergib Du uns unsere Fehltritte.
We wish to lay down our lives for You; so forgive You our lapses,.
Und festige uns, wenn wir (unseren Feinden) begegnen.
And keep us steadfast when we encounter (our enemies).
Schenke uns Frieden und Ruhe.
Bestow upon us peace and tranquility,.
Siehe, als sie uns mit einem Schrei um Hilfe anriefen.
Behold, when with a cry they called upon us to help.
Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer ist dieser Treiber (der Kamele)?“ Man antwortete: „Es ist ‘Amir.“ Da sagte er: „Allah erbarme sich seiner.“ Ein Mann sagte: „Ihm ist das Märtyrertum vorbehalten. O Gesandter Allahs, wenn du uns doch erlaubt hättest, uns an seinem Leben zu erfreuen!“ Die Gefährten des Propheten ﷺ wussten bereits, dass er niemals für Allahs Barmherzigkeit für einen nahen Gefährten bittet, außer um ihn für das Märtyrertum auszuzeichnen.
The Messenger of Allâh (Peace be upon him) said: “Who is this driver (of the camels)?” They said: “It is ‘Amir.” He said: “Allâh will show mercy to him.” A man said: “Martyrdom is reserved for him; O Messenger of Allâh, would that you had allowed us to benefit ourselves from his life.” The Prophet’s Companions had already known that he would never invoke Allâh’s mercy upon a close Companion but to single him out for martyrdom.
2. Auf ihrem Weg hinab in ein Tal begannen die Muslime, Allahs Größe zu preisen, und riefen dabei aus voller Kehle: „Allah ist groß, Allah ist groß, es gibt keinen Gott außer Allah.“ Der Prophet ﷺ bat sie, ihre Stimmen zu senken, und sprach: „Denjenigen, den ihr anruft, ist weder abwesend noch taub; Er ist euch nahe, Der Allhörende.“
2. On their way down a valley, the Muslims began to entertain Allâh’s Greatness: shouting at the top of their voices: “Allâh is Great, Allâh is Great, there is no god but Allâh.” The Prophet (Peace be upon him) asked them to lower down their voices saying: “The One you are invoking is neither absent nor deaf; He is close to you, All-hearing.”.
3. An einem Ort namens As-Sahba’, nicht weit von Khaibar, verrichtete der Prophet ﷺ das Nachmittagsgebet. Danach rief er seine Gefährten auf, alle Speisevorräte herbeizubringen, die sie hatten. Was sie brachten, reichte nicht aus, um sie alle zu sättigen. Der Prophet ﷺ nahm es in seine Hand, und es vermehrte sich sogleich der Menge nach, sodass sie alle bis zur Sättigung aßen. Kurz darauf spülten er und die anderen ihre Münder aus und verrichteten das Abendgebet ohne Waschung; ebenso verfuhr er beim Nachtgebet.
3. In a spot called As-Sahba’, not far from Khaibar, the Prophet (Peace be upon him) observed the afternoon prayer, then he called his Companions to have whatever food provisions they had. What they brought was too scanty to satisfy them all. The Prophet took it by his hand and it immediately grew in quantity, so they all ate to their fill. Shortly afterward, he and the others, rinsed their mouths and performed the evening prayer without ablution; he did the same for the night prayer.
Am nächsten Morgen, bei Sonnenaufgang, trafen die Muslime auf die Juden, als diese mit ihren Äxten, Spaten und Seilen zu ihrer Arbeit hinausgegangen waren und ihr Vieh vor sich hertrieben. Sie begannen überrascht zu schreien: „Muhammad ist mit seinem Heer gekommen!“ Der Gesandte Allâhs ﷺ sagte: „Allâh ist groß, Chaibar wird untergehen. Seht! Wenn wir auf dem Platz der Stadt niedergehen, wird es ein schlimmer Tag für jene sein, die gewarnt wurden (aber keine Lehre annahmen).“
The following morning, at sunrise, the Muslims encountered the Jews when they had come out about their jobs with their axes, spades and strings driving their cattle along. They began to shout in surprise: “Muhammad has come along with his force!” The Messenger of Allâh (Peace be upon him) said: “Allâh is Great, Khaibar shall face destruction. Behold! When we descend in the city centre, it will be a bad day for those who have been warned (but have not taken heed).”.
Zur Lagerung wählte der Prophet ﷺ zunächst ein bestimmtes Stück Land aus, das er für geeignet hielt, als Hauptquartier seines Heeres zu dienen. Doch ein erfahrener Kämpfer aus seinen Reihen, namens Hubab bin Al-Mundhir, schlug vor, unter den Erfordernissen der Kriegslage und um größtmögliche logistische Versorgung zu gewährleisten, an einen anderen Ort zu wechseln. Als sich der Prophet ﷺ der Umgebung von Khaibar näherte, befahl er seinen Truppen anzuhalten, und begann, seinen Herrn anzurufen, indem er sprach: „O Allah! Herr der sieben Himmel und dessen, was sie unter sich bergen, Herr der sieben Erden und dessen, was in ihrem Schoß liegt, Herr der Teufel und derer, die sie irregeführt haben; wir bitten Dich, uns das Gute dieses Dorfes (Khaibar) zu gewähren, das Gute seiner Bewohner und das Gute, das in ihm liegt. Wir suchen Zuflucht bei Dir vor dem Übel dieses Dorfes, dem Übel seiner Bewohner und dem Übel, das in ihm liegt.“ Dann befahl er: „Nun brecht auf (zum Dorf) im Namen Allahs.“
For encampment, the Prophet (Peace be upon him) had chosen a certain plot of land he deemed suitable to serve as the headquarters of his army. However, a veteran fighter of his called Hubab bin Al-Mundhir suggested that they, under the exigencies of war requirements and for the sake of providing maximum logistic facilities, shift to another place. On approaching the vicinity of Khaibar, the Prophet ordered his troops to halt, and began to invoke his Lord saying: “O Allâh! Lord of the seven heavens and what they harbour beneath, Lord of the seven earths and what lies in their wombs, Lord of devils and whomsoever they have led astray; we beseech You to grant us the good of this village (Khaibar), the good of its inhabitants and the good that lies in it. We seek refuge with You from the evil of this village, the evil of its inhabitants, and the evil that lies in it.” Then he ordered, “Now march (towards the village) in the Name of Allâh.”.
„Die Fahne", erklärte der Prophet ﷺ, „werde einem Mann anvertraut, der Allah und Seinen Gesandten liebt, und Allah und Sein Gesandter lieben ihn." Am folgenden Morgen traten alle Muslime vor, in der Hoffnung, die Ehre zu erlangen, die Fahne tragen zu dürfen. Der Prophet ﷺ ließ 'Ali bin Abi Talib rufen, dessen Augen schmerzten, und übergab sie ihm. 'Ali seinerseits gelobte, gegen die Feinde zu kämpfen, bis sie den Islam annähmen. Der Prophet ﷺ antwortete ihm: „Nimm es gelassen und lade sie ein, den Islam anzunehmen, und unterweise sie in ihren Pflichten gegenüber Allah. Ich schwöre bei Allah, dass es, wenn nur ein einziger Mensch durch dein Beispiel rechtgeleitet wird, besser für dich ist als die edelsten Kamele."
“The banner”, the Prophet (Peace be upon him) declared “would be entrusted to a man who loves Allâh and His Messenger and they (Allâh and His Messenger) love him.” All the Muslims came forward in the following morning hoping to be granted the honour of carrying the banner. The Prophet (Peace be upon him) called for ‘Ali bin Abi Talib whose eyes used to hurt, and handed it to him. ‘Ali, on his part, pledged he would fight the enemies until they embraced Islam. The Prophet (Peace be upon him) answered him saying: “Take things easy and invite them to accept Islam and brief them on their duties towards Allâh. I swear by Allâh that if only one should be guided through your example, that would surely outweigh the best of our camels.”.
Chaibar war anscheinend in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil fünf Festungen umfasste: Na‘im, As-Sa‘b bin Mu‘adh, die Burg von Az-Zubair, die Burg von ’Abi und An-Nizar in Ash-Shiqq; im zweiten Teil lagen drei weitere: Al-Qamus, Al-Wateeh und As-Salalim.
Khaibar, it seems, was split into two parts with five forts in the first: Na‘im, As-Sa‘b bin Mu‘adh, the castle of Az-Zubair, ’Abi Castle, and An-Nizar in Ash-Shiqq; three others were in part two: Al-Qamus, Al-Wateeh and As-Salalim.
Die eigentliche Operation beginnt:
The Actual Operation begins:
Der Prophet ﷺ begann den Feldzug, indem er nacheinander die kleineren Festungen niederrang. Die erste Festung, die er angreifen sollte, war Na‘im, die erste Verteidigungslinie mit einer beeindruckenden strategischen Lage. Marhab, der Anführer der Festung, forderte ‘Amr bin Al-Akwa‘ zum Zweikampf heraus, und dieser nahm an. Als ‘Amr auf den Juden einschlug, prallte sein Schwert zurück und verwundete ihn am Knie, woran er starb. Der Prophet ﷺ sagte später: „Ihm (‘Amir) steht im Jenseits ein doppelter Lohn zu.“ Dabei legte er zwei seiner Finger aneinander. Danach übernahm ‘Ali bin Abi Talib es, sich im Zweikampf mit Marhab zu messen, und es gelang ihm, ihn zu töten. Dann trat Yasir, der Bruder Marhabs, auf den Plan und forderte die Muslime zum Kampf heraus. Az-Zubair war ihm gewachsen und tötete ihn auf der Stelle. Daraufhin entbrannte ein echter Kampf, der einige Tage andauerte. Die Juden zeigten Mut und erwiesen sich selbst den wiederholten Angriffen der erfahrenen Krieger des Islam als zu stark. Schließlich erkannten sie jedoch die Aussichtslosigkeit des Widerstands und begannen, ihre Stellungen in An-Na‘im aufzugeben und sich in die Festung As-Sa‘b zurückzuziehen. Al-Hubab bin Al-Mundhir Al-Ansari führte den Angriff auf die Festung As-Sa‘b an und belagerte sie drei Tage lang. Danach stürmten die Muslime sie, und es fiel ihnen dort viel Beute, Vorräte und Nahrung zu. Dieser Sieg folgte auf das Bittgebet des Propheten ﷺ an Allah, Banu Aslam bei ihren unermüdlichen und wagemutigen Versuchen zu helfen, jene Festung einzunehmen.
The Prophet (Peace be upon him) began the campaign by reducing the minor strongholds one after the other. The first fort he was to attack was Na‘im, the first defence line with a formidable strategic position. Marhab, the leader of the fort, invited ‘Amr bin Al-Akwa‘ to meet him in combat and the latter responded; when ‘Amr struck the Jew, his sword recoiled and wounded his knee, and he died of that wound. The Prophet (Peace be upon him) later said: “For him (‘Amir) there is a double reward in the Hereafter.” He indicated this by putting two of his fingers together. ‘Ali bin Abi Talib then undertook to meet Marhab in combat, and managed to kill him. Yasir, Marhab’s brother, then turned up challenging the Muslims to a fight. Az-Zubair was equal to it and killed him on the spot. Real fighting then broke out and lasted for a few days. The Jews showed courage and proved to be too formidable even to the repeated rushes of the veteran soldiers of Islam. However, they later realized the futility of resistance and began to abandon their positions in An-Na‘im and infiltrate into the fortress of As-Sa‘b. Al-Hubab bin Al-Mundhir Al-Ansari led the attack on As-Sa‘b fortress and laid siege to it for three days after which the Muslims stormed it with a lot of booty, provisions and food to fall to their lot therein. This victory came in the wake of the Prophet’s (Peace be upon him) invocation to Allâh to help Banu Aslam in their relentless and daring attempts to capture that fort.
DER ZWEITE TEIL: DIE EROBERUNG VON CHAIBAR
THE SECOND PART OF OF KHAIBAR CONQURED:
Als der Prophet ﷺ mit seinem Heer in diesen Teil von Chaibar, nach Al-Katiba, zog, belagerte er es vierzehn Tage lang schwer, während sich die Juden in ihren Festungen verschanzten. Als er im Begriff war, die Widderböcke einzusetzen, erkannten die Juden, dass sie zugrunde gehen würden, und baten daher um einen verhandelbaren Friedensvertrag.
When the Prophet (Peace be upon him), along with his army, moved to this part of Khaibar, Al-Katiba, he laid a heavy siege to it for fourteen days with the Jews barricading themselves inside their forts. When he was about to use the rams, the Jews realized that they would perish, therefore, they asked for a negotiable peace treaty.
Dies ist ein umstrittener Punkt in diesem Zusammenhang. Wurde dieser Teil von Chaibar (mit seinen drei Festungen) gewaltsam erobert? Ibn Ishaq stellte klar fest, dass die Festung Al-Qamus gewaltsam erobert wurde. Al-Waqidi hingegen vertrat die Ansicht, dass die drei Festungen durch Friedensverhandlungen eingenommen wurden, und dass Gewalt, falls überhaupt, nur angewendet wurde, um die Festung den Muslimen zu übergeben; die beiden anderen Festungen ergaben sich ohne Kampf.
There is one controversial point in this context. Was this part of Khaibar (with its three forts) conquered by force? Ibn Ishaq clearly stated that Al-Qamus fort was conquered by force. Al-Waqidi, on the other hand, maintained that the three forts were taken through peace negotiations, and force, if any, was resorted to only to hand the fort over to the Muslims; the two other forts surrendered without fighting.
VERHANDLUNGEN:
NEGOTIATIONS:
Ibn Abi Al-Huqaiq wurde zum Gesandten Allahs ﷺ geschickt, um über den Kapitulationsvertrag zu verhandeln. Der Prophet ﷺ willigte ein, ihr Leben zu schonen, unter der Bedingung, dass sie Chaibar und das angrenzende Land verlassen und das Gold und Silber zurücklassen, das sie in ihrem Besitz hatten. Er stellte jedoch die Bedingung, dass er jede Verpflichtung für hinfällig erklären werde, falls sie etwas verheimlichten. Kurz darauf wurden die Festungen den Muslimen übergeben, und ganz Chaibar wurde unterworfen und unter die Herrschaft des Islam gebracht.
Ibn Abi Al-Huqaiq was despatched to the Messenger of Allâh (Peace be upon him) to negotiate the surrender treaty. The Prophet (Peace be upon him) agreed to spare their lives on condition they evacuate Khaibar and the adjacent land, leaving whatever gold and silver they had in their possession. However, he stipulated that he would disavow any commitment if they concealed anything. Shortly afterwards, the forts were handed over to the Muslims and all Khaibar was reduced and brought under the sway of Islam.
Ungeachtet dieses Vertrages verbargen die beiden Söhne des Abi Al-Huqaiq einen ledernen Beutel voller Juwelen und Geld, das Huyai bin Al-Akhtab gehörte und das er bei sich trug, als die Banu Nadir verbannt wurden. Kinanah bin Ar-Rabi‘, der den Moschus irgendwo versteckt hatte, blieb hartnäckig bei seinem Leugnen. Als der Moschus gefunden und seine Unehrlichkeit bewiesen wurde, wurde er getötet. Die beiden Söhne des Abi Al-Huqaiq wurden als Vergeltung für den Bruch des Bündnisses getötet, und Safiyah, die Tochter des Huyai, wurde gefangen genommen.
This treaty notwithstanding, Abi Al-Huqaiq’s two sons concealed a leather bag full of jewels, and money belonging to Huyai bin Al-Akhtab, who carried it with him when Banu Nadir had been banished. Kinanah bin Ar-Rabi‘, who had hidden the musk somewhere, was obdurate in his denial and so he was killed when the musk was discovered and his dishonesty was proven. Abi Al-Huqaiq’s two sons were killed in recompense for breaching the covenant, and Safiyah, Huyai’s daughter was taken as a captive.
VERTEILUNG DER BEUTE:
DISTRIBUTION OF SPOILS:
Gemäß der bereits geschlossenen Vereinbarung wären die Juden verpflichtet gewesen, Chaibar zu räumen. Sie waren jedoch darauf bedacht, weiterhin den fruchtbaren Boden und den schönen Obstgarten zu bewirtschaften, für die Chaibar berühmt war. Sie wandten sich daher an den Propheten ﷺ mit der Bitte, ihre Ländereien bewirtschaften zu dürfen, und sie würden den Muslimen die Hälfte des Ertrags geben. Muhammad ﷺ war so gütig, ihrer Bitte stattzugeben.
In accordance with the agreement already concluded, the Jews would be obliged to evacuate Khaibar, but they were anxious to keep on cultivating the rich soil and fine orchard for which Khaibar was famous. They, therefore, approached the Prophet (Peace be upon him) with the request that they be allowed to cultivate their lands and they would give half of the produce to the Muslims. Muhammad (Peace be upon him) was kind enough to accede to their request.
Der Gesandte ﷺ teilte das Land von Chaibar in zwei Hälften: Die eine Hälfte diente dazu, Vorräte anzulegen, die für den Fall eines unvorhergesehenen Unglücks bereitgehalten werden sollten, das die Muslime treffen könnte, und zur Bewirtung der ausländischen Gesandten, die begannen, Madinah häufig zu besuchen; die andere Hälfte sollte an die Muslime gehen, die beim Ereignis von Al-Hudaibiyah zugegen waren, ob anwesend oder abwesend. Die Gesamtzahl der Anteile belief sich auf 36, von denen 18 an die oben genannten Personen gegeben wurden. Das Heer bestand aus 1400 Männern, darunter 200 Reiter. Dem Reiter wurden 3 Anteile zugewiesen, dem Fußkämpfer einer. Die Beute aus Chaibar war so groß, dass Ibn ʿUmar sagte: „Wir aßen nie satt, bis wir Chaibar erobert hatten.“ Von ʿAʾischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) wird überliefert, dass sie sagte: „Nun können wir uns an Datteln satt essen.“
The Messenger (Peace be upon him) divided the land of Khaibar into two: one half to provide the food to be stored in case of any accidental calamity that might befall the Muslims, and for entertaining the foreign delegates who started to frequent Madinah a lot; the other half would go to the Muslims who had witnessed Al-Hudaibiyah event whether present or absent. The total number of shares came to 36, of which 18 were given to the people above-mentioned. The army consisted of 1400 men of whom were 200 horsemen. The horseman was allotted 3 shares and the footman one. The spoils taken at Khaibar were so great that Ibn ‘Umar said: “We never ate our fill until we had conquered Khaibar.” ‘Aishah (May Allah be pleased with her) is narrated to have said: “Now we can eat our fill of dates.”.
Nach ihrer Rückkehr nach Madinah konnten die Auswanderer (Muhājirūn) allen Helfern (Anṣār) von Madinah sämtliche Gaben zurückgeben, die sie erhalten hatten. Dieser Wohlstand kam nach der Eroberung von Chaibar und den großen wirtschaftlichen Vorteilen, die die Muslime zu ernten begannen.