Sporadische Überfälle
Sporadic Invasions
Die Expedition namens Dhat-ur-Riqa' (im Jahr 7 n. H.):
The Expedition called Dhat-ur-Riqa' (in the year 7 A.H.):
Nachdem der Prophet ﷺ zwei mächtige Seiten der Konföderation der Verbündeten bezwungen hatte, begann er mit den Vorbereitungen, um die dritte Partei zu züchtigen, nämlich die Wüstenbeduinen, die Najd zu ihrem Wohnsitz genommen hatten und ihre gewohnten Praktiken von Raub und Plünderung fortsetzten. Anders als die Juden von Khaibar und die Leute von Makkah hatten sie eine Vorliebe dafür, in der Wildnis zu leben, verstreut an versprengten Orten, weshalb es schwierig war, sie unter Kontrolle zu bringen, und es zwecklos war, Abschreckungsfeldzüge gegen sie zu führen. Dennoch war der Prophet ﷺ entschlossen, dieser untragbaren Lage ein Ende zu setzen, und rief die Muslime um ihn herum auf, sich für einen entscheidenden Feldzug gegen diese belästigenden Rebellen bereitzumachen. Inzwischen wurde ihm berichtet, dass die Banu Muharib und die Banu Tha'lbah vom Stamm der Ghatfan Truppen sammelten, um den Muslimen entgegenzutreten. Der Prophet ﷺ zog mit 400 oder 700 Mann nach Najd, nachdem er Abu Dhar – in einer anderen Überlieferung 'Uthman bin 'Affan – damit beauftragt hatte, während seiner Abwesenheit die Angelegenheiten Madinahs zu regeln. Die muslimischen Kämpfer drangen tief in ihr Land vor, bis sie einen Ort namens Nakhlah erreichten, wo sie auf einige Beduinen der Ghatfan stießen; es kam jedoch zu keinem Kampf, weil diese zugestimmt hatten, sich mit den Muslimen zu versöhnen. Der Prophet ﷺ leitete an jenem Tag seine Gefährten im Furchtgebet. Al-Bukhari überlieferte auf die Autorität von Abu Musa Al-Ash'ari, dass sie mit dem Gesandten Allahs ﷺ zu einem Feldzug aufbrachen. „Wir waren sechs Personen und hatten nur ein Kamel, auf dem wir uns abwechselnd abwechselten. Unsere Füße waren verletzt. Meine Füße waren so schlimm verletzt, dass mir die Nägel abfielen. Wir umwickelten daher unsere Füße mit Lumpen, weshalb dieser Feldzug Dhat-ur-Riqa' (d. h. der Feldzug der Lumpen) genannt wurde."
Having subdued two powerful sides of the Confederates coalition, the Prophet peace be upon him started preparations to discipline the third party, i.e. the desert bedouins, who took Najd for habitation, and continued in their usual practices of looting and plundering. Unlike the Jews of Khaibar and people of Makkah, they had a liking for living in the wilderness dispersed in scattered spots, hence the difficulty of bringing them under control, and the futility of carrying out deterrent campaigns against them. However, the Prophet peace be upon him was determined to put an end to this unacceptable situation and called the Muslims around him to get ready to launch a decisive campaign against those harassing rebels. Meanwhile it was reported to him that Bani Muharib and Banu Tha'lbah of the Ghatfan tribe were gathering army in order to encounter the Muslims. The Prophet peace be upon him proceeded towards Najd at the head of 400 or 700 men, after he had mandated Abu Dhar - in another version, 'Uthman bin 'Affan - to dispose the affairs of Madinah during his absence. The Muslim fighters penetrated deep into their land until they reached a spot called Nakhlah where they came across some bedouins of Ghatfan, but no fighting took place because the latter had agreed to go into reconciliation with the Muslims. The Prophet peace be upon him led his followers that day in a prayer of fear. Al-Bukhari, on the authority of Abu Musa Al-Ash'ari, narrated that they set out on an expedition with the Messenger of Allâh peace be upon him. "We were six in number and had (with us) only one camel which we rode turn by turn. Our feet were injured. My feet were so badly injured that my nails came off. We, therefore, bandaged our feet with rags, so this expedition was called Dhat-ur-Riqa' (i.e. the expedition of rags.)".
Dschabir berichtete: Im Verlauf des Feldzugs von Dhat-ur-Riqa' kamen wir zu einem belaubten Baum, unter dem sich der Prophet ﷺ niederließ, um sich vor der brennenden Sonne zu schützen. Die anderen zerstreuten sich hierhin und dorthin, um Schutz vor der Hitze zu suchen. Der Prophet ﷺ hielt ein kurzes Nickerchen, nachdem er sein Schwert an dem Baum aufgehängt hatte. Inzwischen kam ein Polytheist, ergriff das Schwert und zog es aus der Scheide.
Jabir narrated: In the course of Dhat-ur-Riqa' expedition, we came to a leafy tree where the Prophet peace be upon him sat shading himself off the burning sun. The others dispersed here and there seeking shelter from heat. The Prophet peace be upon him had a short nap after he had hung his sword on the tree. A polytheist, meanwhile came, seized the sword and unsheathed it.
Der Prophet ﷺ erwachte und fand sein Schwert in der Hand des Mannes gezückt. Der Beduine fragte den Propheten ﷺ, der damals unbewaffnet war: „Wer wird dich jetzt davor bewahren, dass ich dich töte?" Darauf antwortete der Prophet ﷺ: „Allah." In einer anderen Überlieferung wird berichtet, dass der Prophet ﷺ das Schwert nahm, als es ihm heruntergefallen war, und der Mann sagte: „Du (der Prophet ﷺ) bist der Beste, um ein Schwert zu halten." Der Prophet ﷺ fragte den Mann, ob er bezeugen werde, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad ﷺ der Gesandte Allahs ist. Der Araber antwortete, dass er niemals gegen ihn kämpfen und auch nicht Menschen unterstützen werde, die gegen die Muslime kämpfen. Der Prophet ﷺ ließ den Mann frei und gestattete ihm, zu seinem Volk zurückzukehren, um ihnen zu sagen, dass er den Besten unter allen Menschen gesehen habe.
The Prophet peace be upon him woke up to find his sword drawn in the man's hand. The bedouin here asked the Prophet (unarmed then): "Who would hold me back from killing you now?" The Prophet peace be upon him then answered: "It is Allâh." In another version, it was reported that the Prophet peace be upon him took the sword when it had fallen down and the man said: "You (the Prophet) are the best one to hold a sword." The Prophet peace be upon him asked the man if he would testify to the Oneness of Allâh and the Messengership of Muhammad. The Arabian answered that he would never engage in a fight against him, nor would he ally people fighting the Muslims. The Prophet peace be upon him set the man free and let him go to his people to say to them that he had seen the best one among all people.
Eine Frau aus den Arabern geriet im Zusammenhang mit dieser Schlacht in Gefangenschaft. Als ihr Ehemann die Nachricht hörte, schwor er, nicht eher zu ruhen, bis er das Blut eines Muslims vergossen habe. Heimlich näherte er sich nachts dem Lager der Muslime, als er zwei Wachposten sah, die dort aufgestellt waren, um die Muslime bei jeder Gefahr zu warnen. Er schoss den ersten, Abbad bin Bishr, der gerade das Gebet verrichtete, mit einem Pfeil an; doch er unterbrach das Gebet nicht, sondern zog den Pfeil lediglich heraus. Dann wurde er von drei weiteren Pfeilen getroffen, unterbrach sein Gebet aber dennoch nicht. Nachdem er die abschließenden Grußformeln gesprochen hatte, weckte er seinen Gefährten 'Ammar bin Yasir, der ihm vorwarf, dass er ihn hätte wecken sollen. Darauf erwiderte jener, dass er mitten in einer Sure gewesen sei und es nicht gern gehabt habe, sie zu unterbrechen.
A woman from the Arabians was taken prisoner in the context of this battle. Her husband, on hearing the news, swore he would never stop until he had shed the blood of a Muslim. Secretly at night, he approached the camp of the Muslims when he saw two sentries stationed there to alert the Muslims against any emergency. He shot the first one, Abbad bin Bishr, who was observing prayer, with an arrow but he did not stop prayer, he simply pulled it out. Then he was shot by three other arrows but would not interrupt his prayer. After he had done the closing salutations, he awakened his companion 'Ammar bin Yasir, who remonstrated that he should have alerted him to which the latter replied that he was half way through a Chapter and did not like to interrupt it.
Der Sieg bei der Expedition von Dhat-ur-Riqa' hatte eine gewaltige Wirkung auf alle Araber. Er flößte ihren Herzen Furcht ein und machte sie zu machtlos, um die muslimische Gemeinschaft in Madinah zu bekämpfen. Sie begannen, sich mit der herrschenden Lage abzufinden, und fügten sich in die neuen geopolitischen Verhältnisse, die zugunsten der neuen Religion wirkten. Einige von ihnen nahmen sogar den Islam an, beteiligten sich aktiv an der Eroberung Makkahs und an der Schlacht von Hunain und erhielten ihren gebührenden Anteil an der Kriegsbeute. Von dieser Zeit an war das gegen den Islam gerichtete dreiseitige Bündnis niedergeworfen, und Frieden und Sicherheit herrschten. Die Muslime begannen daraufhin, jegliches politische Ungleichgewicht auszugleichen und die kleinen Lücken zu schließen, die hier und dort noch Unruhe auslösten, angesichts der großen Bewegung der Islamisierung, die das gesamte Gebiet erfasste. In diesem Zusammenhang können wir einige dieser vereinzelten Scharmützel erwähnen, die deutlich auf die stetig wachsende Macht der muslimischen Gemeinschaft hinwiesen.
The victory at the expedition of Dhat-ur-Riqa' had a tremendous impact on all the Arabians. It cast fear into their hearts and rendered them too powerless to antagonize the Muslim society in Madinah. They began to acquiesce in the prevailing situation and resigned themselves to new geo-political conditions working in favour of the new religion. Some of them even embraced Islam and took an active part in the conquest of Makkah and the battle of Hunain, and received their due shares of the war booty. From that time onward, the anti-Islam tripartite coalition had been subdued, and peace and security prevailed. The Muslims, then started to redress any political imbalance and fill in the small gaps that still triggered unrest here and there in the face of the great drive of Islamization that enveloped the whole area. We could in this context mention some of these incidental skirmishes which pointed markedly to the ever-growing power of the Muslim society.
• 1. Ein Trupp unter der Führung von Ghalib bin 'Abdullah Al-Laithi wurde im Safar oder im Rabi' Al-Awwal des 7. Jahres nach der Hidschra entsandt, um das provokante Verhalten der Bani Al-Muluh zu unterbinden. Die Muslime konnten eine große Zahl der feindlichen Krieger töten und erbeuteten reichlich Beute. Ein großes Heer von Polytheisten folgte ihnen auf dem Fuße, doch Überschwemmungen behinderten die Verfolgung, und die Muslime konnten sich unversehrt zurückziehen.
• 1. A platoon headed by Ghalib bin 'Abdullah Al-Laithi in Safar or in Rabi' Al-Awwal 7 A.H. was despatched to muffle the provocative behaviour of Bani Al-Muluh. The Muslims managed to kill a large number of the enemy soldiers and captured a great deal of booty. A large army of polytheists rushed in their heel but floods hindered the pursuit, and the Muslims managed to withdraw in safety.
• 2. ʿUmar bin al-Khattāb zog im Kopf einer Gruppe von 30 Soldaten im Monat Shaʿbān des 7. Jahres nach der Hidschra zu einem Ort namens Turbah, um die Leute von Hawāzin zu züchtigen. Doch noch bevor er ihre Siedlung erreichte, flohen sie um ihr Leben.
• 2. 'Umar bin Al-Khattab, at the head of a 30-soldier group, set out to a spot called Turbah in Sha'ban 7 A.H. to discipline the people of Hawazin. He no longer arrived at their habitation that they fled for their lives.
• 3. Dreißig Männer unter Baschir bin Sa'd al-Ansari brachen im Monat Scha'ban des 7. Jahres nach der Hidschra in Richtung der Banu Murra im Gebiet von Fadak auf. Er tötete eine große Zahl der Feinde und erbeutete viele ihrer Kamele und Viehherden. Auf dem Rückweg sammelte der Feind Streitkräfte und überfiel die Muslime nachts. Sie überschütteten Baschir und seine Männer mit Pfeilen und töteten alle Muslime außer Baschir, der in Fadak Zuflucht suchte und dort bei den Juden blieb, bis seine Wunden verheilt waren.
• 3. Thirty men with Basheer bin Sa'd Al-Ansari headed for Bani Murrah in Sha'ban 7 A.H. in Fadak area. He killed a large number of the enemy and seized a lot of their camels and cattle. On his way back, the enemy gathered up forces and overtook the Muslims at night. They showered Basheer and his men with arrows, and killed all the Muslims except Basheer, who took refuge in Fadak and stayed with the Jews there until his wounds healed.
• 4. Ghalib bin 'Abdullah Al-Laithi führte im Ramadan des Jahres 7 n. H. eine Abteilung von 130 Männern an und griff die Bani 'Awâl und die Bani 'Abd bin Tha'lbah an. Sie töteten einige Männer des Feindes und erbeuteten deren Vieh und Kamele. 'Usama bin Zaid tötete Mardas bin Nahik, einen Polytheisten, nachdem dieser das Bekenntnis zur Einheit Allahs ausgesprochen hatte. Als der Prophet ﷺ von diesem Vorfall erfuhr, sagte er zu seinen Gefährten: „Wolltet ihr sein Herz aufschneiden, um zu erkennen, ob er wahrhaftig oder ein Lügner ist?“
• 4. Ghalib bin 'Abdullah Al-Laithi at the head of a platoon of 130 men launched an attack against Bani 'Awâl and Bani 'Abd bin Tha'lbah in Ramadan 7 A.H. They killed some of the enemy's men and captured their cattle and camels. 'Usama bin Zaid killed Mardas bin Nahik, a polytheist, but after he had pronounced the testimony of Allâh's Oneness to which incident the Prophet peace be upon him commented addressing his Companions: "Would you rip open his heart to discern whether he is truthful or a liar?".
• 5. Eine Gruppe von dreißig Reitern unter der Führung von ʿAbdullah bin Rawaha zog nach Chaibar, nachdem Berichte eingegangen waren, dass Aseer (oder Basheer bin Razam) die Reihen der Banu Ghatfan sammelte, um die Muslime anzugreifen. Es gelang ihnen, jenen Juden zu überreden, ihnen nach Madinah zu folgen, indem sie ihn ermutigten, dass der Prophet ﷺ ihn als Herrscher über Chaibar einsetzen würde. Auf dem Rückweg kam es zu einem Missverständnis, das zu heftigen Kämpfen zwischen beiden Parteien führte, in deren Verlauf Aseer und die dreißig Männer bei ihm getötet wurden.
• 5. A thirty-horseman group headed by 'Abdullah bin Rawaha marched towards Khaibar on reports that Aseer (or Basheer bin Razam) was rallying the ranks of Bani Ghatfan to attack the Muslims: They managed to persuade that Jew to follow them to Madinah encouraging him that the Prophet peace be upon him would institute him as a ruler of Khaibar. On their way back there occurred a sort of misunderstanding that gave rise to fierce fighting between the two parties resulting in the death of Aseer and the thirty men with him.
• 6. Im Monat Schawwal im 7. Jahr nach der Hidschra zog Baschir bin Saad Al-Ansari mit 300 muslimischen Kämpfern nach Jemen und Dschabar an der Spitze, um eine große Menge von Polytheisten zu unterwerfen, die sich versammelt hatten, um die Außenbezirke von Madinah zu überfallen. Baschir und seine Männer marschierten nachts und verbargen sich tagsüber, bis sie ihr Ziel erreichten. Als die Polytheisten von dem Kommen der Muslime hörten, flohen sie und ließen eine große Beute sowie zwei Männer zurück, die später, nach ihrer Ankunft in Madinah, den Islam annahmen. • 7. Im Jahr 7 nach der Hidschra, kurz vor der Ausgleichs-'Umrah (kleine Pilgerfahrt), kam ein Mann namens Dschaschm bin Mu'awiyah an einen Ort namens Ghabah, wo er die Leute von Qais versammeln und sie zum Kampf gegen die Muslime anstacheln wollte. Der Prophet ﷺ sandte, als er diese Berichte hörte, Abu Hadrad mit zwei Männern aus, um die Lage zu prüfen. Abu Hadrad gelang es durch eine kluge List, den Feind in die Flucht zu schlagen und eine große Menge ihres Viehs zu erbeuten.
• 6. In Shawwal 7 A.H., Basheer bin Sa'd Al-Ansari marched towards Yemen and Jabar at the head of 300 Muslim fighters to subdue a large mob of polytheists who gathered to raid the outskirts of Madinah. Basheer and his men used to march at night and lurk during the day until they reached their destination. Having heard about the advent of the Muslims, the polytheists fled away leaving behind them a large booty and two men who later embraced Islam on arrival in Madinah. • 7. In the year 7 A.H., shortly before the Compensatory 'Umrah (lesser pilgrimage), a man called Jashm bin Mu'awiyah came to a spot called Ghabah where he wanted to gather the people of Qais and entice them into fighting the Muslims. The Prophet peace be upon him, on hearing these reports, despatched Abu Hadrad with two men to see to the situation. Abu Hadrad, through a clever strategy, managed to rout the enemy and capture a lot of their cattle.
Die Ersatz-ʿUmra (kleine Pilgerfahrt)
The Compensatory 'Umrah (Lesser Pilgrimage)
Als der Monat Dhul-Qa'da gegen Ende des siebten Jahres nach der Hidschra herannahte, befahl der Prophet ﷺ seinen Gefährten, und besonders den Männern, die beim Waffenstillstandsvertrag von Al-Hudaibiyah zugegen gewesen waren, sich zur Durchführung der 'Umrah (kleine Pilgerfahrt) vorzubereiten. Er brach mit 2000 Männern auf, dazu einige Frauen und Kinder sowie 60 Kamele zum Opfern, um das Heiligtum in Makkah zu besuchen. Die Muslime nahmen ihre Waffen mit, da sie den Verrat der Quraisch fürchteten, ließen sie jedoch bei einer Gruppe von zweihundert Männern an einem Ort etwa acht Meilen von Makkah zurück. Sie betraten die Stadt mit den Schwertern in ihren Scheiden, wobei der Prophet ﷺ auf seiner Stute Al-Qaswa' an ihrer Spitze ritt, während die ihn umgebenden Gefährten aufmerksam auf ihn blickten und alle riefen: „Hier bin ich! Zu deinen Diensten, o Allah!“ Die Quraisch hatten den Ort verlassen und sich in ihre Zelte auf den angrenzenden Hügeln zurückgezogen. Die Muslime vollzogen die übliche Umrundung der Kaaba eifrig und zügig; und auf Empfehlung des Propheten ﷺ bemühten sie sich nach Kräften, bei ihrer Umrundung stark und standhaft zu erscheinen, da die Vielgottgläubigen verbreitet hatten, sie seien schwach, weil das Fieber von Yathrib (Madinah) ihre Kraft geschwächt habe. Man befahl ihnen, in den ersten drei Runden zu laufen und in den übrigen zu gehen. Die Makkaner hatten sich unterdessen auf dem Gipfel des Berges Qu'aiqa'an aufgestellt und beobachteten die Muslime, sprachlos angesichts ihrer Stärke und Hingabe. Als sie das Heiligtum betraten, ging 'Abdullah bin Rawaha vor dem Propheten ﷺ her und rezitierte:
When Dhul Qa'da month approached towards the close of the seventh year A.H., the Prophet peace be upon him ordered his people, and the men who witnessed Al-Hudaibiyah Truce Treaty in particular, to make preparations to perform 'Umrah (lesser pilgrimage). He proceeded with 2000 men besides some women and children, and 60 camels for sacrifice, to visit the Holy Sanctuary in Makkah. The Muslims took their weapons with them fearing the treachery of the Quraishites, but left them with a party of two hundred men at a place some eight miles from Makkah. They entered the city with the swords in their scabbards, with the Prophet peace be upon him at their head on his she-camel, Al-Qaswa', while the surrounding Companions attentively focusing their look on him, all saying: "Here I am! at Your service O Allâh!" The Quraishites had left the place and retired to their tents on the adjoining hills. The Muslims performed the usual circumambulation vigorously and briskly; and on recommendation by the Prophet peace be upon him they did their best to appear strong and steadfast in their circumambulation as the polytheists had spread rumours that they were weak because the fever of Yathrib (Madinah) had sapped their strength. They were ordered to run in the first three rounds and then walk in the remaining ones. The Makkans meanwhile aligned on the top of Qu'aiqa'an Mount watching the Muslims, tongue-tied at witnessing their strength and devotion. When they entered the Holy Sanctuary, 'Abdullah bin Rawaha walked before the Prophet peace be upon him reciting:
Die Schlacht von Mu'tah
The Battle of Mu'tah
Es war die bedeutendste und heftigste Schlacht zu Lebzeiten des Gesandten Allahs ﷺ, eine Vorbereitung und ein Vorspiel zu den großen Eroberungen des Landes der Christen. Sie fand im Dschumada al-Ula des Jahres 8 n. H. / September 629 n. Chr. statt. Muta ist ein Dorf, das an den Grenzen des geographischen Syriens liegt.
It was the most significant and the fiercest battle during the lifetime of the Messenger of Allâh peace be upon him, a preliminary and a prelude to the great conquests of the land of the Christians. It took place in Jumada Al-Ula 8 A.H. / September 629 A.D. Mu'tah is a village that lies on the borders of geographical Syria.
Der Prophet ﷺ hatte Al-Harith bin 'Umair Al-Azdi mit einem Brief an den Herrscher von Busra geschickt. Auf seinem Weg wurde er von Sharhabeel bin 'Amr Al-Ghassani abgefangen, dem Statthalter von Al-Balqa' und engen Verbündeten des byzantinischen Kaisers Caesar. Al-Harith wurde von Al-Ghassani gefesselt und enthauptet. Die Tötung von Gesandten und Boten galt damals als das schändlichste Verbrechen und kam einer Kriegserklärung gleich. Der Prophet ﷺ war über die Nachricht erschüttert und ordnete an, ein großes Heer von 3000 Mann aufzustellen und in den Norden zu entsenden, um die Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen. Es war das größte muslimische Heer, das in diesem Umfang aufgestellt wurde, abgesehen von der Schlacht der Verbündeten (Schlacht am Graben).
The Prophet peace be upon him had sent Al-Harith bin 'Umair Al-Azdi on an errand to carry a letter to the ruler of Busra. On his way, he was intercepted by Sharhabeel bin 'Amr Al-Ghassani, the governor of Al-Balqa' and a close ally to Caesar, the Byzantine Emperor. Al-Harith was tied and beheaded by Al-Ghassani. Killing envoys and messengers used to be regarded as the most awful crime, and amounted to the degree of war declaration. The Prophet peace be upon him was shocked on hearing the news and ordered that a large army of 3000 men be mobilized and despatched to the north to discipline the transgressors. It was the largest Muslim army never mobilized on this scale except in the process of the Confederates Battle.
Zaid bin Haritha wurde zum Anführer des Heeres ernannt. Ja'far bin Abi Talib sollte ihn ersetzen, falls er getötet würde, und 'Abdullah bin Rawaha sollte Ja'far nachfolgen, falls dieser fiele. Ein weißes Banner wurde erhoben und Zaid übergeben.
Zaid bin Haritha was appointed to lead the army. Ja'far bin Abi Talib would replace him if he was killed, and 'Abdullah bin Rawaha would succeed Ja'far in case the latter fell. A white banner was raised and handed over to Zaid.
Der Prophet – Friede sei mit ihm – empfahl, dass sie zum Ort der Ermordung des Al-Harith gelangen und die Menschen einladen sollten, den Islam anzunehmen. Würden diese positiv reagieren, käme es zu keinem Krieg; andernfalls bliebe ihnen als einzige Alternative der Kampf gegen sie. Er befahl ihnen: „Kämpft gegen die Ungläubigen im Namen Allahs, brecht keinen Bund und begeht keinen Verrat, und unter keinen Umständen darf ein Neugeborenes, eine Frau, ein alter Mann oder ein Einsiedler getötet werden; außerdem dürfen weder Bäume gefällt noch Häuser zerstört werden.“ Am Ende der militärischen Vorbereitungen versammelten sich die Menschen von Madinah und verabschiedeten das Heer. 'Abdullah bin Rawaha begann in diesem Augenblick zu weinen, und als man ihn fragte, warum er weine, schwor er, dass es nicht die Liebe zu dieser Welt sei noch der Wunsch, sich vom Glanz des Lebens verblenden zu lassen, sondern vielmehr die Worte Allahs über das Feuer, die er den Propheten – Friede sei mit ihm – rezitieren hörte.
Feldzug von Dhat As-Salasil:
Dhat As-Salasil Campaign:
Dhat As-Salasil ist ein Ort, der zehn Tagesmärsche nördlich von Madinah liegt. Die Muslime sollen an einem Platz mit einem Brunnen namens Salsal gelagert haben, weshalb der Ort den Namen Dhat As-Salasil trägt. Angesichts des Bündnisses zwischen den arabischen Stämmen an den Grenzen Syriens und den Byzantinern hielt der Prophet ﷺ es für überaus dringlich, ein wohldurchdachtes Manöver durchzuführen, das ein Verhältnis des Einvernehmens mit diesen Beduinen herbeiführen und sie zugleich von den Byzantinern lösen könnte. Zur Umsetzung dieses Plans wählte er 'Amr bin Al-'As aus, dessen Großmutter väterlicherseits aus Bali stammte, einem Stamm, der in jenem Gebiet wohnte. Dieses Anliegen, verbunden mit provozierenden militärischen Bewegungen der Bani Quda'a, führte zu diesem präventiven Angriff, der im Jumada Ath-Thaniya des Jahres 8 n. H. begann.
Dhat As-Salasil is a spot situated ten days' walk north of Madinah. The Muslims are said to have encamped in a place with a well of water called Salsal, hence the terminology Dhat As-Salasil. In view of the alliance between the Arabian tribes on the borders of Syria and the Byzantines, the Prophet peace be upon him deemed it of top urgency to carry out a wisely-planned manoeuvre that might bring about a state of rapport with those bedouins, and would at the same time detach them from the Byzantines. For the implementation of this plan, he chose 'Amr bin Al-'As, whose paternal grandmother came from Bali, a tribe dwelling in that area. This motive in mind, combined with provocative military movements, by Bani Quda'a, precipitated this preemptive strike which started in Jumada Ath-Thaniya, 8 A.H.
'Amr bin Al-'As erhielt eine weiße Fahne mit einem schwarzen Banner dazu. Er brach an der Spitze von 300 Auswanderern und Helfern auf, unterstützt von einer Reiterschar von 30 Mann, und wurde angewiesen, Hilfe bei den Stämmen Bali, 'Udhra und Balqain zu suchen. Er pflegte nachts zu marschieren und tagsüber in Deckung zu liegen. Als er sich den feindlichen Linien näherte und die große Ansammlung von Männern erkannte, forderte er Verstärkung aus Madinah an. Diese traf vor Ort ein, angeführt von Abu 'Ubaidah bin Al-Jarrah, der weitere 200 Männer mitbrachte, sowie andere Abteilungen, darunter Abu Bakr und 'Umar bin Al-Khattab. Ihnen allen wurde streng befohlen, zusammenzuarbeiten, in Eintracht zu wirken und niemals Raum für Uneinigkeit zu lassen. Zu Mittag wollte Abu 'Ubaidah den Muslimen im Gebet vorstehen, doch 'Amr widersprach mit der Begründung, jener sei nur zur Unterstützung gekommen, und die Leitung des Gebets sei 'Amr übertragen worden.
'Amr bin Al-'As was awarded a white flag with a black banner to go with it. He set out at the head of 300 Emigrants and Helpers assisted by a cavalry of 30 men, and was recommended to seek help from Bali, 'Udhra and Balqain tribes. He used to march at night and lurk during the day. On approaching the enemy lines and realizing the large build up of men, he sent for reinforcements from Madinah, and these arrived on the spot headed by Abu 'Ubaidah bin Al-Jarrah leading further 200 men as well as other platoons including Abu Bakr and 'Umar bin Al-Khattab. All of them were given strict orders to cooperate, work in harmony and never leave any area for disagreement. At noon, Abu 'Ubaidah wanted to lead the Muslims in prayer, but 'Amr objected on grounds that the former came only to assist, and leadership in prayer was given to 'Amr.
Die Eroberung Makkas
The Conquest of Makkah
Ibn al-Qayyim beschrieb die Eroberung Makkas als die größte, durch die Allah Seine Religion, Seinen Gesandten, die Soldaten und die aufrichtige Gruppe ehrte. Damit befreite er das Heiligtum, dessen Rechtleitung alle Menschen suchen. Es war das größte glückbringende Ereignis im Himmel und auf Erden. Es war die bedeutendste Einleitung zu einer neuen Ära, in der sich der große Zug der Islamisierung vollziehen sollte und die Menschen in gewaltigen Scharen in die Gemeinschaft des Islam eintraten. Sie bot ein stets leuchtendes Antlitz und eine überaus strahlende Quelle der Inspiration für die ganze Erde.
Ibn Al-Qaiyim described the conquest of Makkah as the greatest one by which Allâh honoured His religion, Messenger, soldiers and honest party. He thereby rescued the Sacred House, whose guidance all people seek. It was the greatest propitious event in heaven and on earth. It was the most significant prelude to a new era that was to witness the great march of Islamization and the entry of people into the fold of Islam in huge hosts. It provided an ever shining face and a most glowing source of inspiration to the whole earth.
Ereignisse vor der Eroberung:
Pre-Conquest Events:
Gemäß den Bestimmungen des Vertrags von Hudaibiyah wurde den arabischen Stämmen freigestellt, sich einer der beiden Parteien anzuschließen, den Muslimen oder den Quraisch, mit denen sie ein Bündnis eingehen wollten. Sollte einer dieser Stämme angegriffen werden, so hätte die Partei, mit der er verbündet war, das Recht, Vergeltung zu üben. Infolgedessen schloss sich Banu Bakr den Quraisch an, und Khuza'ah schloss sich dem Propheten ﷺ an. So lebten sie eine Zeit lang in Frieden, doch alte Beweggründe, die bis in die vorislamische Zeit zurückreichten und vom unablässig schwelenden Feuer der Rache genährt wurden, entfachten neue Feindseligkeiten. Banu Bakr kümmerte sich nicht im Geringsten um die Bestimmungen des Vertrags und griff im Sha'ban des Jahres 8 n. H. die Banu Khuza'ah an einem Ort namens Al-Wateer an. Die Quraisch unterstützten Banu Bakr mit Männern und Waffen und nutzten dabei die dunkle Nacht aus. Von ihren Feinden bedrängt, suchten die Angehörigen des Stammes Khuza'ah Zuflucht im Heiligen Bezirk, doch auch hier wurde ihr Leben nicht verschont; entgegen allen anerkannten Überlieferungen verfolgte Nawfal, der Anführer der Banu Bakr, sie in dem geheiligten Gebiet, in dem kein Blut vergossen werden darf, und richtete seine Gegner nieder.
According to the terms of the treaty of Hudaibiyah, the Arab tribes were given the option to join either of the parties, the Muslims or Quraish, with which they desired to enter into treaty alliance. Should any of these tribes suffer aggression, then the party to which it was allied would have the right to retaliate. As a consequence, Banu Bakr joined Quraish, and Khuza'ah joined the Prophet peace be upon him. They thus lived in peace for sometime but ulterior motives stretching back to pre-Islamic period ignited by unabated fire of revenge triggered fresh hostilities. Banu Bakr, without caring a bit for the provisions of the treaty, attacked Banu Khuza'ah in a place called Al-Wateer in Sha'ban, 8 A.H. Quraish helped Banu Bakr with men and arms taking advantage of the dark night. Pressed by their enemies, the tribesmen of Khuza'ah sought the Holy Sanctuary, but here too, their lives were not spared, and, contrary to all accepted traditions, Nawfal, the chief of Banu Bakr, chasing them in the sanctified area - where no blood should be shed - massacred his adversaries.
Als die geschädigte Partei bei ihren muslimischen Verbündeten Gerechtigkeit suchte, verlangte der Prophet ﷺ als ihr Anführer unverzüglich Wiedergutmachung, nicht nur für die Verletzung des Vertrags, sondern auch für die Tötung von Männern, die mit ihm verbündet waren, im heiligen Gebiet. Es wurden drei Forderungen gestellt, von denen die Annahme einer dieser Forderungen zwingend erforderlich war.
When the aggrieved party sought justice from their Muslim allies, the Prophet peace be upon him, as their leader, demanded an immediate redress for not only violating the treaty but also slaying men allied to him in the sanctified area. Three demands were made, the acceptance of any one of them was imperative:
Vorbereitungen zum Angriff auf Makkah und der Versuch des Propheten ﷺ, eine Nachrichtensperre zu verhängen:
Preparations for the Attack on Makkah, and the Prophet's Attempt at imposing a News Black-out:
Laut At-Tabari bat der Gesandte Allahs ﷺ drei Tage vor dem Eintreffen der Nachricht über den Bruch des Vertrags seine Gattin ʿĀʾischa رضي الله عنها, Vorbereitungen zu treffen, wie sie für einen Feldzug üblich sind. Abu Bakr kam herein und fragte ʿĀʾischa رضي الله عنها, was los sei, und zeigte sich überrascht über die Vorbereitungen, da es, wie er sagte, nicht die übliche Zeit für einen Krieg sei. Sie antwortete, dass sie keine Ahnung habe. Am Morgen des dritten Tages kam ʿAmr bin Sālim Al-Khuzāʿī in Begleitung von vierzig Reitern, um den Propheten ﷺ über die Notlage seines Volkes zu unterrichten und die Hilfe der Muslime für die Vergeltung zu erbitten. Die Bewohner von Madinah erfuhren daraufhin, dass die Quraisch den Vertrag gebrochen hatten. Budail folgte ʿAmr, und danach kam Abu Sufyān, und die Nachricht wurde zweifelsfrei bestätigt.
On the authority of At-Tabari, the Messenger of Allâh peace be upon him asked 'Aishah رضي الله عنها, his spouse three days prior to receiving news relating to breaching of covenant, to make preparations peculiar to marching out for war. Abu Bakr, meanwhile, came in and asked 'Aishah رضي الله عنها what the matter was, showing surprise at the preparations being made as it was not, as he said, the usual time for war. She replied that she had no idea. On the morning of the third day 'Amr bin Sâlim Al-Khuza'i arrived in the company of forty horsemen to brief the Prophet peace be upon him on the plight of his people and seeking the Muslims' help for retaliation. People of Madinah then got to know that Quraish had breached the covenant. Budail followed 'Amr, and then Abu Sufyan and the news was unequivocally confirmed.
Um sämtliche Nachrichten über seine militärischen Absichten vollständig geheim zu halten, entsandte der Prophet ﷺ im Ramadan des 8. Jahres nach der Hidschra einen Trupp von acht Männern unter der Führung von Qatadah bin Rab'i in Richtung Edam, eine kurze Strecke von Madinah entfernt, um die Aufmerksamkeit der Menschen abzulenken und das eigentliche Ziel, mit dem er sich beschäftigte, abzuschirmen.
With view of securing a complete news black-out concerning his military intentions, the Prophet peace be upon him despatched an eight-men platoon under the leadership of Qatadah bin Rab'i in the direction of Edam, a short distance from Madinah, in Ramadan 8 A.H., in order to divert the attention of people and screen off the main target with which he was preoccupied.
Inmitten all dieser Furcht und Angst verbreitete sich überall Beklemmung. Da schickte Hatib, einer der vertrauenswürdigsten Gefährten des Propheten ﷺ, heimlich eine Botin mit einem Brief nach Makkah, in dem er von dem beabsichtigten Angriff Kunde gab. Der Prophet ﷺ erhielt durch Offenbarung Kunde von Hatibs Tat und schickte ʿAlī und al-Miqdād mit dem Auftrag aus, ihr nachzueilen. Sie holten die Botin ein und fanden nach langer Suche den Brief sorgfältig in ihrem Haar verborgen. Der Prophet ﷺ ließ Hatib rufen und fragte ihn, was ihn zu dieser Tat bewogen habe. Er antwortete: „O Gesandter Allahs ﷺ! Ich habe keine Blutsverwandtschaft mit den Quraisch; zwischen ihnen und mir besteht nur eine Art freundschaftliche Verbindung. Meine Familie ist in Makkah, und niemand ist da, der sich um sie kümmert oder ihr Schutz gewährt. Meine Lage steht in auffallendem Gegensatz zu der der Ausgewanderten, deren Familien dank ihrer Blutsbande mit den Quraisch sicher sind. Ich dachte, da ich nicht mit ihnen verwandt bin, sollte ich zur Sicherheit meiner Kinder ihre Dankbarkeit gewinnen, indem ich ihnen einen Gefallen tue. Ich schwöre bei Allah, dass ich diese Tat nicht als Abtrünniger vom Islam begangen habe, der ihn verlässt. Ich wurde nur von den Überlegungen geleitet, die ich eben dargelegt habe.“
An jenem Tag betrat der Prophet ﷺ das Haus der Umm Hani, wo er sich wusch und das Gebet des Sieges verrichtete. Umm Hani hatte zwei ihrer Verwandten aus Mekka in ihrem Haus Zuflucht gewährt, und für diese Tat erhielt sie den Beistand des Propheten ﷺ.
On that very day, the Prophet peace be upon him entered 'Umm Hani's house where he washed and offered prayers of victory. 'Umm Hani had sheltered two Makkan relatives of hers in her house in which act she was granted support by the Prophet peace be upon him.
Das Blut von neun Erzverbrechern wurde sogar unter den Vorhängen der Al-Ka'bah für erlaubt erklärt. Dennoch wurden nur vier von ihnen getötet, während die anderen aus verschiedenen Gründen begnadigt wurden. Unter denen, die getötet wurden, lässt sich 'Abdul 'Uzza bin Khatal nennen, der Muslim geworden war und dann in Begleitung eines Helfers mit der Einziehung der Almosensteuer beauftragt wurde. Sie hatten auch einen Sklaven bei sich. 'Abdullah tötete den Sklaven des Helfers im Zorn wegen eines bloß belanglosen Streits und schloss sich den heidnischen Arabern als Abtrünniger an. Er zeigte nie Reue über dieses abscheuliche Verbrechen, sondern beschäftigte vielmehr zwei Sängerinnen und stiftete sie an, spöttische Lieder über den Propheten ﷺ zu singen. Der andere Mann, der hingerichtet wurde, war Miqyas bin Sababa. Er war ein Muslim. Ein Helfer tötete versehentlich seinen Bruder Hisham. Der Prophet ﷺ hatte die Zahlung des Blutgeldes an ihn veranlasst, das er angenommen hatte. Seine rachsüchtige Natur fand jedoch niemals Frieden, also tötete er den Helfer und ging als Abtrünniger nach Makkah. Ebenso wurden Huwairith und eine Sängerin getötet. Andererseits wurde jede Anstrengung unternommen, den Menschen Vergebung zu gewähren. 'Ikrimah bin Abu Jahl, der bei der Einnahme Makkahs die Abteilung Khalids angegriffen hatte, wurde vergeben. Wahshi, dem Mörder Hamzahs, des Onkels des Propheten ﷺ, und Hind, die seine Leber gekaut hatte, wurde ebenfalls seine großzügige Milde zuteil. Dieselbe großzügige Behandlung wurde Habar zuteil, der die Tochter des Propheten ﷺ auf ihrem Weg von Makkah nach Madinah mit einem Speer angegriffen hatte, und zwar so schwer, dass sie schließlich an den tödlichen Verletzungen starb.
Shedding blood of nine arch-criminals was declared lawful even under the curtains of Al-Ka'bah. Nevertheless, only four of them were killed while the others were pardoned for different reasons. As for those who were killed, mention could be made of 'Abdul 'Uzza bin Khatal who had become a Muslim and then deputed to collect alms-tax in the company of a Helper. They had also a slave with them. 'Abdullah, in a fit of rage, killed the Helper's slave on account of a mere trifling dispute, and joined the pagan Arabs as an apostate. He was never repentant at this heinous crime but rather employed two women singers and incited them to sing satirically about the Prophet peace be upon him. The other man who was put to death was Miqyas bin Sababa. He was a Muslim. A Helper accidently killed his brother Hisham. The Prophet peace be upon him had arranged the payment of blood money to him, which he had accepted. His revengeful nature, however, was never appeased, so he killed the Helper and went to Makkah as an apostate. Similarly, Huwairith and one woman singer went to death. On the other hand, every attempt was made to grant pardon to the people. 'Ikrimah bin Abu Jahl, who had attacked Khalid's detachment at the time of the entry into Makkah, was forgiven. To Wahshi, the murderer of Hamzah, the Prophet's uncle, and to Hind, who had chewed his liver, was also extended his generous clemency. The same generous treatment was accorded to Habar who had attacked the Prophet's daughter with a spear, while on her way from Makkah to Madinah, so grievously that she ultimately died of the fatal injuries.