14 Die Vorbereitung auf den Dschihad
14 The Preparation for Jihad
Als der Gesandte Allahs ﷺ sich vergewissert hatte, dass die islamische Gesellschaft fest etabliert war, und nachdem er Verträge mit den benachbarten jüdischen Stämmen geschlossen hatte, begann er, in Madinah die Grundlagen für den Dschihad vorzubereiten, denn es ist die Pflicht des islamischen Staates, den Islam im gesamten Gebiet unter seiner Herrschaft umzusetzen und die Botschaft des Islam über seine Grenzen hinaus zu tragen. Die Verbreitung der Botschaft des Islam ist keineswegs mit missionarischer Arbeit vergleichbar. Vielmehr verlangt sie, die Menschen zum Islam einzuladen, sie mit seinen Konzepten und Regeln vertraut zu machen und jedes materielle Hindernis zu beseitigen, das der Umsetzung der Botschaft im Wege steht, durch die dafür notwendigen materiellen Voraussetzungen.
When the Messenger of Allah (pbuh) was assured that the Islamic society was firmly entrenched, and once he had signed treaties with the neighboring Jewish tribes, he set about preparing the grounds in Madinah for Jihad, for it is the duty of the Islamic State to implement Islam in the whole of the land under its rule and to convey the Message of Islam beyond its borders. Conveying the Message of Islam is by no means comparable to missionary work. Instead, it dictates the invitation of the people to Islam, acculturating them with its concepts and rules, and the removal of any material obstacle that stands in the way of implementation of the Message through the necessary material requirements.
Die Quraisch stellten seit jeher ein materielles Hindernis dar, das der Botschaft des Islam im Wege stand. Daher musste eine Einsatztruppe vorbereitet werden, um dieses Hindernis zu überwinden. In diesem Bewusstsein und mit dem Ziel, den Islam außerhalb von Madinah zu verbreiten, begann der Gesandte Allahs ﷺ, sein Heer aufzubauen. Er ﷺ unternahm mehrere Schritte, indem er einige Expeditionen entsandte, die die Quraisch herausfordern und sowohl die Heuchler als auch die Juden in Madinah und der näheren Umgebung in Alarmbereitschaft versetzen sollten. Innerhalb von vier Monaten entsandte er ﷺ drei Einheiten außerhalb von Madinah.
The Quraysh had always represented a material obstacle barring the Message of Islam. A task force thus had to be prepared to overcome it. Bearing this in mind, and with the objective of spreading Islam outside Madinah, the Messenger of Allah (pbuh) began building his army. He (pbuh) took several steps by dispatching some expeditions designed to challenge the Quraysh and alarm both the hypocrites and the Jews in Madinah and nearby surroundings. In four months, he (pbuh) dispatched three units outside Madinah.
Er schickte Hamza an die Meeresküste in der Nähe von al-‘Is an der Spitze von dreißig Reitern aus den Auswanderern, ohne dass einer der Helfer daran teilnahm. Hamza traf an der Küste auf Abu Dschahl ibn Hischam mit dreihundert Reitern und war im Begriff, gegen ihn zu kämpfen, als Madschdi ibn ‘Amr al-Dschuhani dazwischentrat und die Leute trennte, sodass es nicht zum Kampf kam. Der Gesandte Allahs ﷺ schickte Muhammad ibn ‘Ubaydah ibn al-Harith mit sechzig Reitern aus den Muhadschirun, wobei sich nicht ein einziger der Ansar unter ihnen befand. Er stieß im Tal von Rabigh auf Abu Sufyan an der Spitze von mehr als zweihundert Reitern. Auch dort kam es zu keinem Kampf, außer dass Sa‘d ibn Abi Waqqas an jenem Tag einen Pfeil abschoss. Der Gesandte Allahs ﷺ schickte außerdem Sa‘d ibn Abi Waqqas mit zwanzig Reitern in Richtung Makkah, doch sie kehrten zurück, ohne gekämpft zu haben. Diese Unternehmungen trugen dazu bei, in Madinah eine Atmosphäre des Krieges zu schaffen, und sie dienten zugleich dazu, die Quraisch zu beunruhigen, die die Bedrohung durch den Gesandten Allahs ﷺ ernsthaft zu spüren begannen. Er ﷺ beließ es nicht dabei, sondern zog selbst zu Raubzügen aus. Zwölf Monate nach seiner Ankunft in Madinah brach er ﷺ zu einem Raubzug auf, um die Quraisch und die Banu Damrah zu suchen, bis er Waddan erreichte. An jenem Tag traf er ﷺ nicht auf die Quraisch, stattdessen schloss die Banu Damrah Frieden mit ihm. Danach zog der Gesandte Allahs ﷺ an der Spitze einer Abteilung von zweihundert Reitern aus den Muhadschirun und Ansar aus, bis sie Buwat in der Nähe von Radwa erreichten. Sie waren auf dem Weg zu einer Karawane aus zweitausendfünfhundert Kamelen, die von hundert Kämpfern unter der Führung von Umayyah ibn Khalaf geschützt wurde. Doch es gelang ihm ﷺ nicht, die Karawane abzufangen, da sie einen anderen Weg genommen hatte als den üblicherweise benutzten. Drei Monate nach seiner Rückkehr von der Expedition nach Buwat wurde Abu Salama ibn ‘Abd al-Asad mit der Verwaltung Madinas betraut, und der Gesandte Allahs ﷺ unternahm an der Spitze von über zweihundert Muslimen einen weiteren Feldzug, bis er al-‘Ushayrah im Tal von Yanbu erreichte. Dort machte er im Monat Dschumada al-Ula Halt und blieb, bis einige Tage des Monats Dschumada al-Achira vergangen waren. Dies geschah im zweiten Jahr der Hidschra. Der Grund für seinen Aufenthalt dort war, dass er ﷺ auf eine Karawane unter der Führung von Abu Sufyan wartete, doch auch diesmal verfehlte er sein Ziel. Die Mühe war jedoch nicht ganz vergeblich, denn der Gesandte Allahs ﷺ erreichte auf dieser Reise einen Friedensvertrag mit den Banu Mudlidsch und ihren Verbündeten von den Banu Damra.
He sent Hamzah to the seashore in the neighborhood of al-‘Is at the head of thirty riders from the emigrants, with none of the helpers taking part. Hamzah met Abu Jahl ibn Hisham with three hundred riders on the shore and was about to fight him when Majdi ibn ‘Amr al-Juhani intervened between them, causing the people to separate without fighting. The Messenger of Allah (pbuh) sent Muhammad ibn ‘Ubaydah ibn al-Harith with sixty riders from the Muhajireen, there not being a single one of the Ansar among them. He encountered Abu Sufyan at the head of more than two hundred riders in the valley of Rabigh. Again, no fighting took place except that Sa’d ibn Abi Waqqas shot an arrow on that day. Allah’s Messenger (pbuh) also sent Sa’d ibn Abi Waqqas with twenty riders towards Makkah, but they returned without fighting. These expeditions helped create an atmosphere of war in Madinah, and they also served to frighten the Quraysh, who began to seriously feel the threat coming from Allah’s Messenger (pbuh). He (pbuh) did not stop at that, but went out raiding himself. Twelve months after his arrival in Madinah he (pbuh) went forth on a raid looking for the Quraysh and Banu Damrah until he reached Waddan. He (pbuh) did not meet the Quraysh that day, and instead Banu Damrah made peace with him. After that the Messenger of Allah (pbuh) went raiding at the head of a contingent of two hundred riders from the Muhajireen and Ansar, until they reached Buwat in the neighborhood of Radwa. They were making for a caravan composed of two thousand five hundred cattle protected by one hundred fighters led by Umayyah ibn Khalaf. But he (pbuh) failed to intercept the caravan due to the fact that it had traversed a different route than the one normally used. Three months after returning from the expedition to Buwat, Abu Salmah ibn ‘Abd al-Asad was left in charge of Madinah and the Messenger of Allah (pbuh) undertook another raid at the head of two hundred plus Muslims until he reached al-‘Ushayrah in the valley of Yanbu where he stopped during the month of Jumada al-Ula and resided until some days of Jumada al-Akhirah had passed. This was in the second year of Hijrah. The reason for his camping there was that he (pbuh) was waiting for a caravan headed by Abu Sufyan, but once again he missed his target. It was not entirely a wasted effort though, because the Messenger of Allah (pbuh) gained from his trip a peace treaty with Bani Mudlaj and their allies from Bani Damrah.
Er war erst zehn Tage in Madinah zurückgekehrt, als Kurz ibn Jabir al-Fahri die Kamele, die bei Madinah weideten, überfiel. Der Gesandte Allahs ﷺ brach auf, um ihn zu verfolgen, denn Kurz gehörte zu den Verbündeten der Quraisch. Der Gesandte Allahs ﷺ erreichte das Tal von Safwan in der Nähe von Badr, doch Kurz entging ihm. Dies war der erste Feldzug von Badr.
He (pbuh) had only been back in Madinah for ten days when Kurz ibn Jabir al- Fahri raided the pasturing camels of Madinah. Allah’s Messenger (pbuh) went out in search of him, Kurz being one of the allies of the Quraysh. Allah’s Messenger (pbuh) reached the valley of Safwan in the neighborhood of Badr, but Kurz eluded him. This was the first raid of Badr.
So begann der Gesandte Allahs ﷺ, mit seinem Heer den Quraisch zu trotzen, indem er die Halbinsel durchstreifte und Expeditionen aussandte. Obwohl es zu keinen Kämpfen kam, erzielte der Gesandte Allahs ﷺ beträchtliche Gewinne, die den Weg für noch größere Schlachten ebneten, da diese Raubzüge dem muslimischen Heer als militärische Übungen dienten und es auf den Krieg vorbereiteten. Sie jagten auch den Juden und den Heuchlern von Madinah Schauer über den Rücken und hielten sie davon ab, an Störungen zu denken. Er ﷺ gelang es, die Quraisch durch ihren Trotz zu demoralisieren, während er die Moral der Muslime erheblich hob. Er ﷺ bildete außerdem eine Blockade gegen die Karawanen der Quraisch auf ihrem Weg nach al-Sham und setzte sie durch, indem er Verträge mit den Stämmen schloss, die zwischen Madinah und der Küste des Roten Meeres lagerten, etwa Banu Damrah, Banu Mudlaj und anderen.
That is how Allah’s Messenger (pbuh) began defying the Quraysh with his army, by roaming the Peninsula and sending out expeditions. Although no fighting took place, Allah’s Messenger (pbuh) achieved considerable gains which paved the way for still greater battles, since these raids served as military exercises for the Muslim army and prepared them for war. They also sent shivers down the spines of the Jews and the hypocrites of Madinah and discouraged them from entertaining any thoughts about causing trouble. He (pbuh) succeeded in demoralizing the Quraysh by defying them while boosting the morale of the Muslims a great deal. He (pbuh) also formed and enforced a blockade on the caravans of the Quraysh on their way to al-Sham by signing treaties with the tribes encamped between Madinah and the Red Sea coast, such as Banu Damrah, Banu Mudlaj and others.